N-.L. ^ io*, z-ch-g-mg ^rfcheirll tägüch, archee Sinrntags. — Be^laaen: Atrtzever L«vMmld!51ter; Lfoisdiatt sLe den Rrrir Kietze,. bezugrpkeir: monatl. 9u M« viertel- jäürl. AL 2.65. durch Äbhole- u. Zweigstellen monall. ^0 W.: durch die Post Mk. 3.45 viertel- iährü auSschl. Bestellg. Fernsprcch - Anschlüsse: für die Schttstlettung 112 Verlaq,Geschäftsstelle51 Anschrist ftirDrabtnach- - .... richten: Anzeiger ßiciteil. Swj!!mgrn>ni>»nlck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Such- u. Stelndruckerei 8. Lange. Samstag. Asvember \9\i> Postscheckkonto: Kranffntt a.N. N686 Vonkverkehr: Gewerbebank Gießen Schristlettung. Geschästrftelle v. Druckerei: Schuljtr. 7 . Anacchme von Anzügen f . die Lagesnummer bis- Min Nachmittag vorher.! Zellenpretr, f. Anzeigen:, örtlich 20 M.. Der» inietungen u. Stetlengei suche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift! 30 Pf., Reklamen 75 Ps.„ bei Platzvorschrift 90 Pf.. Hauptschristleiter: Aug., Goetz. Verantwortlich - für Politik u. Feuilleton: Aug. Eoetz. Stad! und« Land, Vermischtes u.Ge-< richtssaal: Fr. R. Zenz., Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich in Gießen.. Nquith und our über iBDD.'j Grsßes Hauptquartier. Ist. Nvv. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei günstigen Peabachtungsverhältnisstn war an vielen Stellen der Front die beiderseitige Feuertätigkeit lebhaft. Im Somme-Gebiet erfolglose feindliche Teil- augriffe bei Eaucourt l'Abbaye, bei Gueudecourt, bei Les- boeufs und Pressoire. Stärkere französische Kräfte gingen beiderseits von Sailly vor-, sie wnrden. zum Teil im Nahkampf. abgeschlagen. Die Flieger setzten ihre tagsüber sehr rege Tätig- Wtin der mondhellen Nacht fort. In den zahlreichen Luft- kümpfen haben wir im ganzen 17 feindliche Flugzeuge, die Mehrzahl beiderseits der Somme, abgeschossen. Unsere Geschwader wiederholten ihre wirkungsvollen Angriffe auf Bahnhöfe, Truppen- und Munitionslager, besonders im Raume zwischen P-eronne und Amiens. Oestlicher Kriegsschauplatz. f Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bagern. Unter Führung des Generalmajors von Woyna stürm ten brandenburgische Truppen und das Infanterie-Regiment Nr. 4st1 in der Gegend von Skrobowa in etwa 4 Kilo jMeter Breite mehrere russische Verteidigungslinien und war- ifa* den Feind Wer den Skrobowabach zurück. Unseren geringen Verlusten stehen bedeutende blutige Opfer des Feindes und eine Einbuhe an Gefangenen von 49 Offizieren, 3880 Mann gegenüber. Die Beute beträgt 27 Maschinengewehre. 12 Mincnwerfer. Der Russe hat auch hier wieder eine schwere Niederla^ erlitten. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Unsere Angriffe im Gyergyo -Gebirge nehmen einen «rünstigen Fortgang. Gelände, das in den seit dem 4. November hier nn Gange befindlichen Kämpfen verloren gegangen war, wurde bereits fast vollständig zurückgewonnen. Fm Predeal-Abschnitt wurden westlich von Azuga neue Fortschritte gemacht und rumänische Gegenangriffe bei- ^krstits der Paß-Straße abgeschlagen. 188 Gefangene und 4 Maschinengewehre blieben in unserer Hand. Beiderseits des A lt erfolgreiche Gefechte, in denen sich neben bäuerischer Infanterie und österreichisch-ungarischen Gebirgstruppen auch unser Landsturm besonders anszeichnete. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. G i u r g i u erbeuteten Monitore zwei rumänische, Mit Petroleum beladene Schlepps. An der D o b r u d s ch a - Front keine wesentlichen Ereignisse. * MazedonischeFront. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Auch der englische Ministerpräsident bat wieder einmal eine Rede gehalten, die wir an der Spitze des zweiten ^ Blattes wiedergeben. Seine Landsleute mögen aus ihr nicht Wiel Erhebendes und Tröstliches entnehmen. Asguith machte viele billige Worte, und man denkt dabei unwillkürlich an das famose, gegen einen Mann von halber Bildung gerichtete Hamletwort, wo von einer „Art von Spreu- ' ansammlnng" die Rede ist, aus die man nur blasen müsse, ,nm „das windige Zeug" heransfahren zu lassen. In der 'Tat, Asguith lobte sogar den Bundesgenossen Portugal. Er .„schilderte" mit wenigen Sitzen alles: die Kämpfe an der ^ Somme, in Saloniki, Aegypten, Mesopotamien iind Ost- iafrika — und die Zuhörer mochten blasen: es war kein Körnchen Neues dabei aufzusvießen. Auch die Anmerkungen des Ministers über die glorreichen Bemühungen der Bunoes- genossen Rußland, Frankreich und Italien waren gleichfalls hohl im höchsten Grade. Wir haben daher diesen Teil der Rede in unserer Wiedergabe ans Raummangel ganz fortlassen können. Die englische Politik hat augenblicklich ern Tnmmelselo. auf dein ne ncb besonders hervortut: Griechenland. Dort wächst und gedeiht alles durcheinander: Man glaubt das Stöhnen der Unterdrückten zu hören, dann ^vernimmt man wieder, daß doch noch ein König regiert, )der fremder Zwingherrschaft die Stirn bietet. Verlegenheit c?v i!?? puffen England und Frankreich dabei beseelen. Die Mitwelt hat allmählich das Lächeln des Spottes über das Trachten der sonderbaren Zwingherren angenommen, tue immer iwch den guten Schein wahren wollen. Da fühlte sich Asguith verpflichtet, die Situation durch seine Erläuterungen zu rettcu. Alles englische Streben zielt darauf hin, Mnechcnland eine „würdige Rolle auf der Seite der Freiheit" zu schaffen. Wenn es nicht will, dann muß es. Denn England kennt die Interessen Griechenlands besser als dieses Land selber und es weiß in Fragen der Menschentugenden und politischen Moral besser Bescheid als der kleine Staat. Asguith sagte: „Barbarei und Tyrannei sind ewige Feinde des Besten im Menschen." Dieses Binsenstück unter der Spreu seiner Rede verdient eine besondere Hervorhebung. Ganz nutzlos war indessen die Rede des Herrn Asguith nicht. Sie bringt uns erwünschte und gute Informationen. Asguith ist kein Meister feiner politischer Erkenntnis, aber ec hat doch eingesehen, daß es im Zug der Zeit liegt, Die drohenden Kraftausdrücke zu mäßigen, den brüllenden Löwen etwas zurnckzuhalten. Er lobte uns Deutsche. Wir seien ,,große Organisatoren" und „vortreffliche Kämpfer"! Auch hatten wir in unserer Werbetätigkeit einige Erfolge zu verzeichnen. Und da verrat er uns, daß in England eine Bewegung für einen Sonderfrieden mit Teutschtand besteht. Er bezeichnet dies als deutsche Werbetätigkeit, aber da er ganz ernsthaft biefeit Sonderfrieden näher ins Auge faßt, seine Bedingungen prüft und neue Momente dazu hervorholt, indem er z. B. neben der Wiederherstellung Belgiens auch diejenige Serbiens fordert, so dürfen wir wohl annehmen, daß der Gedanke in den Gemütern über dem Kanal doch einige Wurzeln «geschlagen hat. England lehnt natürlich Sonderfrieden im allgemeinen ab, da es befürchten muß, daß r das Recht für sich in Anspruch nehmen müßte, gleichfalls die Frage eines Sonderfriedens zu prüfen. -Es kann, so erklärt Asguith, nur ein allgemeiner Friedensschluß in Frage kommen, bei dem — so können wir hinzufügen — in erster Linie die englischen Sonderinteressen berücksichtigt sein müssen. Das wäre ein Sonderfriede, der in großem Hof- ftaat daherkommt: Rußland, Frankreich, Italien dürfen die Schleppe tragen. Asguith beugt vor. Er fürchtet vielleicht ganz im Ernste, daß Rußland abschwenken könnte. Indem er so gesinnungstüchtig und salbungsvoll für England den •I; e lt l 7 e ^ 11 ab lehnt, droht und schmeichelt er dem Zarenreiche Wir sind, so ruft er hinüber, uneigennützig, wir wollen auch dein Interesse wahrnehmen. Auch w i r hätten, so fährt er mit emporgezogenen Augenbrauen fort, die Möglichkeit, einen Sonderfrieden zu schließen! Mit der öffentlichen Auf- deckung der angeblichen deutschen Propaganda in Rußland wird Asguith im übrigen nicht viel erreichen. Die Russen werden aufmerksamer werden und es einsehen lernen, daß England in der Tat eine „Nation von Höckern und Händ- rern ist, die andere Völker für ihre englischen Interessen verbluten laßt. Ganz besonders ungeschickt aber war der englische Ministerpräsident in seinem Versuch, die Neutralen zu uberzeugen, daß die englische Politik der wirtschaftlichen Einkreisung Deutschlands später nicht die Interessen der neutralen Länder schädigen würde. Die biedere Miene des Wohlwollens wird hierbei so wenig verfangen wie die Phraje vom „wirtschaftlichen Selbstmord". Es ist einfach unabweislich, daß die heute bereits vorbereitete und von unseren übrigen Feinden aus der Pariser Wirt-schastskonse- renz unterstützte Machtpolitik Englands ganz wesentlich in bie _ Interessengebiete der Neutralen eingreifen würde, liniere, Nachbarländer haben die britische Faust schon zur Genüge gespürt und wissen, welchem System von Drohung und Zwang sie beim Gelingen der englischen Pläne ent- gegensteuern würden. Es wird gar keine große deutsche Propaganda nötig sein, um die Nenttalen gerade in dieser Hinsicht aufzuklären. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Vojusa-Front gesteigerte feindliche Artillerie tatigkelt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Westlich der Vulkan-Patz-Straße blieben rumänische Angriffe ersolglos. Beiderseits des Alt-Tales und südwestlich von Predeal gewannen die verbündeten Truppen erneut Gelände warfen den Feind im Stürmen aus seinen Stellungen und behaupteten diese gegen feindliche Gegenangriffe. 188 Gefangene und vier Maschinengewehre blieben in unserer Hand. Auch im Gyergyo-Gebirge macht unser Angriff günstige Fortschritte. HeeresfrontdesGeneralfeldnrarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei Skrobowa stürmten deutsche Truppen in etwa mer Kilometer Breite mehrere russische Verteidigungslinien und warfen den Feind über die Niederung zurück. Außer großen blutigen Verlusten verloren die Russen 49 Offiziere 3389 Mann an Gefangenen. 27 Maschinengewehre und 12 Mlnenwerfer wurden erbeutet. Balkan-Kriegsschauplatz. Monitore der k. u. k. Donauflottille erbeuteten bei Giur- giu zwei i-umänische, mit Petroleum beladene Schlepper. I t a l i e n i s ch c r K r i e g s s ch a u p l a tz. Lage unverändert. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o p e l, 10. Nov. (WTB.) Bericht des General- stabes vom 9. November. <- • Persien warfen wir in der Provinz Aserbeidfchan den emo, ber am 3. November unsere bei Sakis liegenden Truppen an- zugreifen versuchte, zurück und brachten ihm dabei Verluste bei. An der Kaukasusfront außer Scharmützeln nichts vor Bedeutung. Der bulgarische Bericht. A -.Sci fia, 10. Nov. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 9. dcovember. Pc a z c d o n i s ch e Front: Außer dem üblichen Artillerie- seuer und Patrouillenunternchmungeu ist von der ganzen Front Nickis Wichtiges zu nrelden. nrt.r® ü-M $ e . Front: An der Donau-Front in gennssen Ao.chnltten Artillerie- und Infanteriefeuer. Zwei deutsche Kompagnien mit einer Gruppe österreichisch-ungiarischer Monitore un- teruavmeil einen kleinen Streifzug auf das linke Ufer gegenüber dem westlichen Ausgang des Belen-Kanaks >mb zwangen die UserMrterdigung zur Flucht. Tie Konuxrgnien kehrten mit mehre- ren Gefangenen und einem Munitio-nswagen zurück. In der Do, brudcha leichte Zipammenstöße zwischen vorgeschobenen Abtei lungen. An der Küste des Schwarzen Meeres Rühe. Brusfilows Hoffnungen. London, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Sonder-, berichterstatt er der „Times^ im russischen Hauptgrrartter an der Südwestfront hatte eine Unterredung mit General B r u s s i l o w, der unter anderem sagte, die Rnsfen hätten den Höhepunkt der Macht noch nicht erreicht und würden ihn erst im nächsten Jahre erreichen. Die Niederlagen Rumäniens hätten nicht die geringste Bedeutung. Die geringfügigen Forffchritte des Feindes in der Dobrudscha seien zwar bedauerlich, würden aber die größeren Krregs- fragen nicht beeinflussen. Ernst wäre die Lage gelvesen, wenn es den Deutschen gelungen wäre, über die Karpatherr in Rumänien einzufalken. Rumänien muffe einsehen, daß seine Fehlschläge nur untergeordnete Kriegszwischenfälle seien und daß es das große Rußland hinter sich habe. Italienischer Heeresbericht von: 9. November. Auf der ganzen Front unterbrochene Artillerietätigkeit, die durch das im Krregsgebiet herrschende schlechte Wetter bebindert wurde. Auf dem Karst fanden wir in der Nähe der Höhe 91, südöstlich des Berges Pecnnka, eine weitere vom Feinde verlassene Battt- b l e aus drei 15-Zentimeter-Mörsern mit reichlicher Munition bestand. Die Gesamtzahl der während der letzten Offensive dem Feinde abgenommenen Geschütze erreicht damit zwanzig, von denen dreizehn mittleren Kalibers lind. Fejrndliche Flieger warfen Bomben auf die Umgegend von Monfalcdne ab; es gab einen Toten und ernrge Verwundete. Fliegerangriffe im Westen. Berlin, 10 Nov. (WTB. Amtlich.) In der Nacht zum 10. November gnffen feindliche Flugzeuge Ostende und Zee- v r u g g e erfolglos mit Bomben an. Im Verlaufe des Angriffes wurde ern englisches Flugzeug zur Landung gezwungen und erbeutet. Der Insasse, ern englischer Offzier, wurde gefangen genommen. m i 10 ^ -in deutsches Kümvfflugzeug zwischen Nre u po rt und Dun kirch en zwei englische Short-DovV-ldecker an, Miotz einen davon ab und zwang den anderen zur Flucht. Laufe des Vormittags stießen drei unserer Kampfflugzeuge guer ab Ostende auf ern überlegenes englisches Flugzeuggeschwader, das sofort angegriffen wurde. Nach einem längeren Luftgefecht ? ^bllkdrangt. Die eigenen Flugzeuge erlitten nur unbedeutende Beschädigungen und find sämtlich zurückgekehtt. Der englische Heeresersatz. er x 0 ”or Nichtamtlich.) „Times" berichtet, daß der Aussctziß zur Verstärkmig der brittjchen Armee gestern der Regierung fernen Bericht irnterbreitet hat. Die voui Ausschuß anempsohlenen Maßregeln werden erst, wenn das Kriegsamt sie gebilligt hat, veröffentlicht werden. „Times" glaubt, daß man rn der Ettvartung, daß das bisherige System der militürfreien Be- trrebe cmfgehvben werden soll, wahrscherirlich enttäuscht werden Es werden wahrscheinlich alle gelernten Arbeiter in Waffen und .vtmrrtumsfaüriken oder anderweitigen Werken in ihren Stel- ttmgen bleibeii. Anzunehnien ist, daß die halb- uiid nichtgelerntrui o^^br mtter nner gewissen Mersgrenze, die vernmttich auf 25 vder 26 Jahre festgesetzt werden wird, soweit sie für den Kriegsdienst tauglich sind, unter die Waffeii gerufen werden. Die französische Kriegsanleihe. Berlin, 11. Nov. Die Ausführungen des französischen FriianzministersRibot über die Kriegsanleihe wirkten wie vermiedenen Blättern gemeldet wird, auf die Kämmer besonders erm'ichternd, weil sie das Eingeständnis enthielten, daß von dei" gezerchiieten 11V» Milliarden der letzten Anleihe kaum 5 Milliarde^ aus Barzahlungen entfallen. Die Zurufe dreier Sozialisten voran - laßten ernen hefttgen Zwischenfall. Die Rufe lauteten naw dem „Berliner Lokalanzeiger": Macht eine Friedensanleihe' E-> ist n * min ber Opfer! Das französische Volk denkt anders als dr- Vattst-r Regierungspresse! Dar Kammerpräsident Deschaucl hatte Rrbot Gehör zu versch-ffen. Unter inotzcm Lärur und nrscr Er- resung schloß dieser DA der Sitzung. i« Snglauv. London, 7. Nov. (WTB.) Die Preise für Wer- 'z.eu, Mehl und Brot sind weiter gestiegen. Man hält es Mr wcchrfcheinlich, d gierungskollegien (executive Councils) die Hälfte der Mitglieder Inder seien. In den gesetzgebenden Beiräten (legislative Councils) solle die Mehrheit aus gewählten Vertretern bestehen. Im dien müsse eine fiskalische Autonomie erhalten und auf die gleiche Stufe mit den autonomen .Kolomen gestellt werden, und die Inder lsollten hinsichtlich des Reckes, Waffen zu tragen, und des Ansspruchs auf Offiziers stellen in der Armee ebenso behandelt werden wie die Europäer. Aufruf a« die Polen. Lublin, 10. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Das Vervrd- iiarn^sblatt des Militär-Generalgouvernements Mr das österreichisch-ungarische Okkupationsgebiet für Polen veröffentlicht folgende von den beiden Generalgouverneuren i^neral v. Beseler und Feldzeugmeister Kick Unterzeichnete ^roklQrration: An die Bewohner der, (^erelgouverniements Lublin und ? Warschau. Dir Herrscher der verbündeten Mächte Oesterreich- llugarn und Deutschland haben Euch ihren Entschluß kundgetan, .aus den von russischer Zwingherrschaft befreiten polnischen LaN- ÜEu ein neues selbst ändiws Königreich Polen aufzurichten. Euer -iieißester, mehr als ein Jahrhundert hindurch vergeblich gehegter .Wunsch wird dadurch erfüllt. Ter Ernst und die Gefahr dieser schweren Kriegszeit und die Fürsorge für unsere vor dem Feinde fftehniden Heere zwingen uns einstweilen, die Verwaltung Eures ; iteuen Staates noch selbst in der Hand zu behalten. Gern aber gVollen wir ihm mit Euerer Hilfe schon jetzt allmählich die staat- 'ftchen ^Einrichtungen geben, die seine feste Begründung, seinen Ausban und seine Sicherheit verbürgen sollen. Dabei steht allem voran ein polnisches Heer, Mxb ist der Kampf ; mit Rußland nicht beendet. Es ist Euer Wunsch, daran teilzu- ^nehmen. So tretet denn freiwillig an unsere Seite, um' unseren Sieg über Euren Unterdrücker vollenden zu helfen. Tapfer wnd.lmt hoher Auszeichnung haben {©irre (Brüder von der Mlnischm Legion neben uns gefochten. Tut es ihnen gleich in Treuen Trup- .penkörpern, die dereinst mit jener vereinigt ein polnisches Heew ! bilden sollen. Es wird Euerem neuen Staate einen festen Halh i gefrcn und ihm Sicherheit nach außen Und innen gewähren. Unter »den von Euch über alles gelitten Farben und Fahnen Eurer ^zeimat sollt Ihr Euer Vaterland schirmen. Wir kennen Eueren '.Mut, Euere glühende Vaterlandsliebe und rufen Euch, auf zum Kamps an unserer Seite. Sammelt Eure wehrhaften Männer nach 'dem Befipiel der tapferen Polnischen Legion. Legt zunächst in gemeinsamer Arbeit mit denk deutschen, und dem ihm verbündetes Basel, 10. Nov. (Privattel.) Der italienische Dampfer Vertunno (3239 Bruttoregistertonnen) wurde am 30. Oktober versenkt. Der italienische Dampfer Fe d e l t a (1906 Bruttoregistertonnen) ist durch ein deutsches U-Boot im Mittelmeer versenkt worden. ' österreichisch-ungarischen Heere den Grund zu dem polnischen, in dem che ruhmvollen Ueberlieferungen Euerer Kriegsgeschichte in der Treue und Tapferkeit Euerer Krieger wieder lebendig werden. Die Antwortnote Norwegen-. Berlin, 10. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Antwortnote der norwegischen Regierung auf den deutschen Protest in der Frage der Behandlung der Unterseeboote durch Norwegen ist im Auswärtigen Amt einoeg angen. Die Note ist ein umfangreiches Dokument und fliegt zurzeit zur Beratung seitens der beteiligten Stellen der Reichsregierung vor. Dr? Seekrieg. Vlissingen, 10. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Der Dostdampfer Koningin Regentes, der heute früh um 6 Uhr von hier ausgefahren war, ist nach Zeebrügge aufgebracht worden. Die Aufbringung erfolgte Ungefähr um 11 Uhr, um welche Stunde der Dampfer sich dicht beim Noordhinder Leuchtschiff befunden haben dürste. Der Dampfer kam um etwa 31/2 Uhr in Zeebrügge an. An Bord befanden sich 93 Passagiere. 19 davon waren englischer Nationalität, darunter 2 Kriegsgefangene aus Groningen und 8 Internierte aus Ruhleben. 25 waren Belgier und 2 Italiener. Ferner waren der englische, der belgische und der amerikanssche Kurier an Bord. London, 10. Nov. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Der britische Dampfer „S he l d r a k e" (2697 Br.-R.-T.) ist gesunken. London, 10. Nov. (WTB.) Lloyds meldet: Der bri- trsche Dampfer „S y n n s i d e" wurde versenkt. rw Ct -i n v 10 Nov (WTB. Mchtamtlich.) Wie „Temps" der norwegische Kohlen dampfer Fnru- /and versenkt worden. Zur Vorgeschichte der Krieger. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt unter dem Titel: Die russische Mobilmachung zugleich die Kriegserklärung an Deutschland!: Die gestern in der Rede des Reichskanzlers er- tvähnte russische Mobilmachungsanweisung vom Jahre 1912 verdient in ihren Hauptpunkten im Wortlaut bekannt zu werden, da sie die seit lange gehegten Angriffsabsichten Rußlands gegen Deutschland enthüllt. Die Behauptung Greys, da ßdie'russische Mobilmachung lediglich eine Verteidigungsmaßnahme gewesen sei, ist schlagend widerlegt worden. Geheim! Eilt! Chef des Stabes des Warschauer Militärbezirkes, Sektion des Generalquartiermeisters, Mobilisationsabteilung. 30. September, 1912, Nr. 2450, Stadt Warschau. An den Kommandeur des 6. Armeekorps. In Abänderrmg aller früher erfolgter: Anordnungen bezüglich, des operativen Teiles teile ich! Ihnen aus. Befehl des' Kommandierenden der Truppen nachstehende leitende Geschichtspimkte mit: Allerhöchst ist befohlen, daß die Verkündung der Mobilisation auch die Verkündung des Krieges gegen T e u t s ch l a n d ist. Tie deutsche Armee kann bei voller Kriegsbereitschaft ihren Aufmarsch im Raume der Masurischen Seen am 13. Tage der Mobi- machung beenden. Allerdings ist eine Ueberfchreitung der Grenze durch die vorderen deutschen Korps schon am 10. Tage vollkommen möglich. Tie bewaffneten Kräfte Rußlands werden in einige Armeen zerlegt, die vorher bestimmt sind zu Operationen gleichzeitig sowohl gegen Deutschland, 'wie auch gegen Oesterreich-Ungarn. Die Armeen, die vorher bestimmt sind für die Operationen gegen Deutschland, werden zu einer Gruppe zusammen gefaßt unter dem Kommando dos Oberbefehlshabers der Gruppe der Armeen gegenüber der deutschen Front. Tie zweite Armee, zu deren Bestand das 6. Korps gehört, tritt zu der Gruppe der Armeen der Nordwestfront. Der Stab des OberbeschlsHabers der 2. Armee befindet sich bis zum siebenten Tage der Mobilisation in Warschau, daraus in Wolkowsk. Die allgemeine Ausgabe der Truppen der Nordwest f r v n t ist: Nach Beendigung der Konzentrierung Heber gang zum Vormarsch, gegen die bewaffneten Kräfte Deutschlands mit'dem Ziele, den Krieg in diesen (Gebiet ^hinüüerznttagcn. Die Aufgabe der zweiten Armee ist: Verdeckung der Mobilisation und allgemeinen Konzentrierung der Armee. Ten Raum Bialystoch— Grodno muß die Armee aus jeden Falt in ihren Händen behalten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe versammelt sich die zweite Armee in der Front Lwpockini—QoMza. Es folgen Ernzelanordnungen über den Aufmarsch und die Aufstellung der DivVisionen, Transporte usw.) Zum Schluß wird aus die gewichtige hochpolitische Bedeutung der Anordnungen hingewiesen mit den Worten: Ter J'nhalt dieser Anweisung bildet strenges Staatsgeheimnis. Es folgen die Unterschriften: Geireralleutnant Kiljuje'w, Generalmajor Postowski, älterer Adjutant Oberst Dal er. Dieser Befehl vom Jahre 1912 ist nicht aufgehoben worden und war mithin bei Ansbruch des Krieges im Juli 1914 noch gültig. Er war zweifellos bei dem engen Zu- anrrnenarbeiten zwischen dem russischen und französischen Generalstab auch der französischen Regierung und )urch diese auch der englischen bekarmt, da während der letzten Fahre vor dem Kriege eine dauernde Verbindung zwischen dem französischen und englischen Generalstab befand, was durch die häufigen Reisen des Gnerals French nach Frankreich auch äußerlich zum Ausdruck gekommen ist. valsour über öfe englische und deutsche Klottenmethode. London, 10. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bei dent Bankett in der Gnild- h all hielt Balfour folgende Rede: Tic Engländer und ihre Bundesgenossen habet: die unbe- 'trittene Herrschaft auf der See. Vom britischen Stadpunkt aus betrachtet weist diese Stellung aber einige Unzulängliästeiten auf. Wenn der Handel des Feindes von der See vertrieben wird, können keine Schiffe m-chr zu Prisen gemacht werden, wenn die fehtMidje Flotte in der Nähe ihrer verstärkten Operationsbafen bleibt, können keine .Siege errungen werden. Einige Kritiker denken deshalb, daß die englische Flotte zu einer passiven. Rolle verurteilt ist. Das ist unrichtig. Sie hat eine viel schwierigere Ausgabe, als die Miofee Verteidigung der Küsten. Sie hat für die Sicherheit der BerLindnngslinien der Armeen über die See zu sorgen, die an allen Punkten Europas kämpfen. Sie muß bei gutem' und schlechtem Wetter die Blockade aufrechterhalten, die die Hilfsquellen des Feindes verstopft. Ich kann versprechen, daß die Pflichten, die ans der Flotte ruhen, sowohl was den Angriff, als die Verteidigung betrifft, Mkünftig ebenso erfolgreich erfMt werden, wie in der Vergangenheit. Aber ich will nicht versprechen, daß .die Sorgfalt in der Wachsamkeit eine Zusammenziehung der Kampfmittel und vorübergehende, allerdings vergebliche Angriffe unmöglich macht, wie dm jüngsten Angriff im Kanal, der übrigens keinerlei.militärisch, oder maritim ins Gewicht fallende Ergebnisse hatte. Ich glaube nicht, daß der Angriff wiederholt wird, da er die große Gefahr, die der Feind in einem solchen Falle liefe, nicht rechtfertigen würde. Derartige Ueoersälle haben mit dem großm Probleme der Beherrschung der See nichts M tun. Deutschland hat jetzt die Hoffnung «Nffgegeben, unsere Secherrschaft durch eine Flottenaktion anMfechlen und ist zu erbärmlicheren, Verbrecher: scheu Methoden übergegangen. Balfour verlas sodann folgenden Auszug ans der deutschen,' Prisenordnung, die am Tage vor der Kriegserklärung neu ausgefertigt worden sei: „Beim AnhEen und Durchsuchen eines Schiffes unter neutraler Flagge Muß der Kommandant soviel wie möglich zu vermeidm trachten., daß es tax Kurs verändern muß. Er muß trachtm, es so möglich wie wstuig zu belästigM." Bor einigen Tagen wurde der rrorwegische Dampfer „Ravn" während eines hestigm Sturmes angegriffen und versmkt. Die Besatzung! erhielt fünf Minuten Zeit, um in die Boote zu gehen. Bon einem dieser Boote wurde seither nichts mehr gehört. Mn anderes erreichte die Küste,-aber von dm zehn Insassen warm zwei infolge der Anstrengungen gestorben. Zivei gingen ans Felsm zugrunde. Eine glückliche Illustration an der Vorschrift, soviel wie möglich zu vermeiden, daß Lvchiffe aus Kurs gebracht werdm (indem man sie versmkt), eine glückliche Illustration der Bemühungen, so wenig wie möglich lästig zu sallm. j Sodann verlas Balfour Auszüge aus einer Rede, die Baron mörschall auf einer Haager Konferenz gehalten hat. Der Konferenz lag die Frage vor, wie mit Minen zu verfahren sei. Die Britm erhoben Einspruch gegen die deutschen Methoden mit der Begründung, daß sie Nr die Neutralm zu hart sein würden. Der dmtsche Vertreter sprach wie folgt: „Militärische Aktionen werden allein durch das Völkerrecht beherrscht. Daneben gibt es andere Faktoren, wie das Gewissen, das Gerechttgkeitsgefühl (wörtlich: good smso) und das Gefühl fi'ir die Pflichten, die durch die Grundsätze der Menschlichkeit auferlegt werden. Sie werden der sicherste Führer Nr das Verhalten der Seeleute sein. Die wirksamste Gewähr gegen einen Mißbrauch bieten die Offiziere der deutschen Flotte. Ich verkünde laut: Sie werden die Pflichtm, die das ungeschriebene Gesetz der Menschlichkeit und Zivilisatton aufcrlegt, immer genau erfüllen." (Heiterkeit.) Was sollen wir von einer Nation sagen, die durch den Mund ihres auserkorenen Vertreters diese Rede hält und schon zwei Jahre später Medaillen Nt die „Lufitania" prägen läßt. (Hört, hört!) Mir alle wissen, was das heißt. W bedmvn, daß die Deutschen zu dem wohlüberlegten Schlüsse gelangtm, daß der beste Weg zum Erfolge der ist, Schrecken einzuflößen, wie sie es dm schwachen Neutralm, wie Norwegen, die letzten Monate tun. Es ist einfach eine Wiederholung zur See dessm, wa,s sie in Belgien taten oder anderswo getan haben und überall tun werden, wv sie die Macht habm. Aus Stadt und Land. * Gießen, 11. November 1916. Sonntagsgedanken. Das Herrlichste an diesem Kriege bleibt für uns doch, daß es btx Volkskrieg fürs Vaterland und Heimat ist. Das bringt die Fülle seiner Schrecken über uns. Es greift in jedes Haus ein, nicht nur, wo es die Männer und Söhne in den wirklichen Kamps hinausführt, sondern ebenso, wo es die daheim alles unmittelbar miterleben und miterleiden läßt. Aber es nötigt auch ausnahmslos alle zu dem, was Goethe „mujterhafte Aufopferung" genannt hat, „die erste und letzte Tugend, worin alle übrigen enthalten sind". Wie sich diese Tugend äußert, ist zuletzt ganz gleichgültig, wenn sie nur im Willen vorhanden ist oder erzeugt wird. Mag sie die Preisgabe des Lebens oder das vielleicht noch schwerere Opfer der Liebe fordern, von den kleinen Leistungen, so herrlich sie an sich sein mögen, ganz zu schweigen, immer ist es der große Sinn für das Ganze, das hier die Selbstsucht verschlingt, Eigenwillen und Eigennutz im Feuer der Hingabe schmelzen läßt. Denn wo die Lieb erwachet, stirbt Das Ich, der dunkele Despot. Du laß ihn sterben in der Nacht Und atme frei im Morgenrot! ^ Mer dies Morgenrot soll den Tag bringen. So hoffen uno glauben wir. Mit einem größeren und sei es einem weltweiten Deutschland, ist uns nicht gedient, wenn der Tag, auf den wir si'ir das Vaterland hoffen, nicht eine innere Wertung und Befreiung der deutschen Seele bringt. Aber hat diese Hoffnung irgend Grund? Wandeln sich Seelen so leicht, oder rvenn nicht leicht, dann doch so schnell? Oder können äußere Geschicke, und wenn sie gigantisch wären wie dieser Krieg, den Wandel an ihnen vollziehen? Man kann zwischen deusscher und englischer Frömmigkeit den tiefen Unterschied beobachten, daß der Brite in den vornehmsten Erscheinungen seines Christentums es aus stürmisch-gewaltsame, plötzliche Bekehrung abgesehen hat, deutsche Art den langsamen Wirkungen der Erziehung vertraut. Ich floeiß, daß diese beiden Formen gefchichtlich aufeinander gewirkt haben, ineinander übergegangen sind. Aber in ihren letzten Ausprägungen, der engttschen Heilsarmee, per deutschen Volksschule, scheiden sie sich kenntlich voneinander. Darauf besinnen wir uns, wenn wir des Tages gedenken, der unserem Vaterland kommen soll. Zu schnell vielleicht haben viele vom Ktiege selbst, unmittelbar, die starken Wirkungen auf die Seelen gehofft, die ein neues Reich des^ Glaubens und der Liebe unter uns heranfsiihren sollten. Wir hoffen freilich noch. Spurlos vorübergehen kann das Ungeheure nicht. Spurlos in die Nacht eines vergangenen Tages versinken können die im^ähligen erschütternden Erlebnisse der Einzelnen nicht. Und wenn sie rn ihnen fort-« leben werden, darm werden sie von ihnen auch fortwirken auf kommende Geschlechter. Aber vertrauen können wir diesen Wandlmrgen allein nicht. Wir wissen, daß sie auf schwerste, tiefNewurzelte Widerstünde stoßen. Nur dann, wenn zur Wandlung selbst der Wille der Wandlung sich gesellt, das äußere Schicksal so in innere Aufgabe sich umsetzt, kann der konnnende Tag mit seinen langen Arbeitsstunden dem ersehnten Ziel urrs langsam rrähern. Nähern aber heißt nicht erreichen. Das Ziel selvst liegt im Unendlichen. Genug wenn wir Stein um Stein mühsmn zum Bau der Ewigkeit herbeitragen und behauen. Das ferttge Reich der Heillgen hat England einst zu sehen geträumt. Wir Deutschen haberr von jeher unsere Aufgaben uns bescheidener gedacht, wir wollen sie auch aus diesem Kriege hinaus uns bescheidener für die Zukunft vorsch,reiben lassen. Dann werden wir vor Enttäuschungen bewahrt bleiben, aber der Wille wird nur erstarken für die Lasten, die der kommende Tag des Vaterlands uns auferlegen wird. Wenn wir des Volks gedenken, des herrlichen, das diesen Krieg erlebt und erlitten hat, wird uns dennoch sein wie denr Wanderer, dem sein Tagesziel hoch und fern vor Angen steht, er atmet frei' im Morgenrot. E cf. » BerwundeteriberaturrgSstelle für Arbeiterverficherung. .Bei der Erteilung von Unterricht in der Sozialen Gesetzgebung ergab sich die Notwendigkeit, die verwundeten und Erkrankten Kriegsteilnehvier auch außerhalb der Unterrichtsstunde auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung usw. zu beraten, und ihnen bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche behilflich ^u sein. Es wurde zu diesem Zwecke im Monat Juni! lf. Js. eine Beratungsstelle emgerichtet, die Dienstags und Freitags nachmittags von 2—3 Uhr im Soldatenheim Sprechstunden abhäll. In der Zeit von Juni bis einschließlich Oktober d. Js. wurde die Beratungsstelle in 80 Fällen in Anspruch genonrmen und zwar im Juni 8, Juli 10, August 20, Scptem- ber 18 und Oktober 24 Fälle. Davon entfallen auf Reservelazarett Turnhalle 16, alte Klinik 10, Steins Garten 9, evang. Schwesternhaus 6, Chirurg. Klinik 6, Sie- chenhaus 4, Kaufm. Berei nshaus 3, Augenklinik 3, Psych. Klinik 1, Ersatz-Batailllon 6, Landsturm- Bataillon 3, bereits entlassene Kriegsbeschädigte .13 Fälle. Bon den erteilten Auskünften ufw. betrafen Invalidenversicherung 43, Krankenversicherung 6, Angestelltenversicherung 1, sonstig'« Rechtsfragen (Gewerbegericht usw.) 4, Militärversorgung 7, Löhnungsfragen ustv. 5, Unterstützung der Angehörigen 3, sonstige Verordnungen 2, persönliche Angelegenheiten 9 Fälle. Soweit die Verwundeten nicht ausgehen koimtcn, wurden sie in den Lazaretten ausgesucht und beraten. Neben den Beratungen der Verwundeten war die Anfertigung von 43 Schriftstücken notwendig. Diese betrafen vor allen: die Beschaffung der Unterlagen zur Stellung von Anttägen auf Invalidenrente. Außer der letzten JnvalldenSarte, die sich sehr oft^ noch beim Arlieitgeber oder bei der Krankenkasse bcsarrden^ fehlten häufig Bescheiirigungen über ausgerechnete Quittungskarten, deren Erneuerung bei der Landes Versicherungsanstalt beantragt, außerdem Nachweise über aktive DienMeiff die von den zuständigen Bezirkskommcardos erbeten wurden. Ferner lvurden Arbeitsbescheinigungen von: Arbeitgeber erngefvrdert. Nach Stellung der Aitträge auf Invalidenrente wurde bei den Versicherung^ ämtern auf möglichste Beschleunigung hingewirkt. Soweit den Verwiindeten im Falle dauernder Invalidität nur Krankcnrente zuerkannt, wurde nach eingehender Prüfung der Angelegenheit rmter erttsprechender Begründung Auszahlung der Invalidenrente beanttagt. In Fällen, in denen die Verwundeten durch außerhalb ihres Willens liegende Verhältnisse an der rech^citigen Olcltendmachung ilirec Ansprüche gehindert waren, tvurde aus nachttägliche Aus- za'hlimg des infolge der verspäteten Aittragsstellung vorenthaltenerr Teils der Rente hingewttkt. Da die Landesvers 1 cheri,ngsonstalt in Darmstadt gegen eine Entscheidung des Oberversicherungsamtes, welche allen länger als 2 6 Wochen im Lazarett befindliche n Per sicherten die Krankenrente zusprichtz. Berufung W, wttrde dem trt Bedacht tonUmjearbat Ber- Morten kosten freie Vertretung vor dem Reichs versicherungsamt in Berlin vermittelt. Bei Verlegung von, Verwundeten in die Heiinat oder dergl. erfolgte Ueber-! Weisung an die auswärtigen Beratungsstellen. Soweit gegen die Rentenfestsetzungsbescheide Berufung eingelegt Wurde, werden die Versichlorten vor dem Ohlerversrche-i rnngsamt -kostenlos vertteten. In Fällen, in denen es sich um Berufslumschulung, Berufsberatung und Arbeitsvermittlung handelte, wurden die Verwundeten, dem hiesigen Ausschuß für Kriegsbe s ch ä di gten fü rs o r g e überwiesen. Leider sind die Falle, in denen die Versicherten wegen verspäteter Geltendmachung ihrer Ansprüche einen. Teil der Rente verlieren Müssen, außerordentlich zahlreich. ES kann deshalb mcht genug darauf hingewiesen werden, sich rechtfertig über dre jn Frage kommenden gesetzttckmr Bestimmungen, zu informieren. Wer vor seiner Einberufung zum' Militär Mitglied einer Krankenkasse gewesen ist, oder Beittäge zur Invalidenversicherung geleistet hat, wird, auch wenn er jetzt keine Ambrml-e stellen kann, gut tun, sich über seine ferneren! Rechte und Pflichten aus diesen Versicherungsverhältnissen in den Dienstags und Freitags von 2—3 Uhr im Soldaten- heim stattfindenden Sprechfturrden beraten zu lassen. Auszeichnungen. Dem Oberheizer Lildw. Bellof von hier, auf -v. M. S. „Goeben", wurde der Türkische Eiserne Halbmond verliehen. Mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist er bereits schon ausgezeichnet. — Kurt Neumarker, Sergeant-Hoboist im Jnf.-Ngt. 11.6, wurde am 6. Nov. das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** B eförde rung. Allgust Kinkel, der Sohn des hie- ngen Privatiers Georg Kinkel, wurde zum Leutnant befördert. Auch die Hessische Tapferkeitsmedaille wurde ihm verliehen. ** Oberhessischer Kunstverein. Es sei daraus hrngewresen, daß ein großer Teil der erst seit 14 Tagen ausgestellten Gemälde nur noch 8 Tage einschließlich zweier Sonntage ausgestellt bleibt. Verkauft wurden bis jetzt „Aus dem Vvgelsberch' von H. Bahner und „Schwälmerin" von I. Simmonds. Wir verweisen auf die Besprechung im heutigen Feuilleton. ** Jungwehr. Sonntag, den 12. November: Beide Kompagnien. Antreten: 2 Uhr, Bahnhof. Uebung. ** Städtische Lebensmittel. Die der Stadt überwiesenen Lebensmittel werden von jetzt ab bis auf weiteres durch die hiesigen Geschäfte vertrieben werden. Die Lebensmittel-Verkaufsstelle, Asterweg 25, wird deshalb bis auf weiteres geschlossen. ** Das entbehrliche Gold dem Vaterland! An unsere Mitbürger in Stadt und Land richten wir unter Hinweis auf den in Nr. 262 des Gießener Anzeigers enthaltenen Aufruf die Bitte, alles entbehrliche Gold an die Goldankaufsstelle, Bezirkssparkasse, Johannisstraße, abzuliefern. Die Annahmestelle ist Dienstags nachmittags von 2—-4 Uhr und Samstags vormittags von 10 bis 12V* Uhr geöffnet. Alles, was an Goldwert zwecklos aufbewahrt ist, und alles, wovon man sich, wenn auch schweren Herzens, trennen kann, sollte aus seinem Versteck hervorgeholt und dem Vaterlande dienstbar gemacht werden. ** Eine gute Belohnung wird heute demjenigen zugesichert, der Auskunft über den Verbleib einer schwarzen Handtasche mit gelbem Beschlag, die mit folgendem wertvollen Inhalt am 10. November 1916, nachmittags um 5 04 Uhr, tarn Bahnsteig 6 zur Bahnsteigsperre am hiesigen Bahn hos verloren ging oder entwendet wurde. 200 Mark, Bestand aus 100- und 20-Markscheiiren, wobei noch ein 10 Markstück aus Gold — Gulden und .Cent — waren; eine goldene, 14- kar. Damen-Rem.-Uhr mit ovalem Bügel, 585 gestempelt, die sich in einer gelben Umhüllung befand, ein deutscher Reisepaß Nr. 169 auf den Namen Emma Buß, geborene Rumpf, aus Gießen für Deutschland und Holland, aus gestellt am 3. 8.1916 und gültig bis dahin 1917, verschiedene Schlüssels Quittungen und Briefe. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Rotes Kreuz. Nach einer für stattstische Zwecke gefertigten Ausstellung sind von der Kranben-Erfri schungsstelle cnn bie- stgen Bahnhof m der Zeit vom 1. November 1915 bis 31. Oktober 1916 an durchreisende Soldaten und Verwundete 208 506 Er- friKktnoen verabreicht worden; von der Sanrtätswache wurden! 1642 BerbmSe angelegt und in 480 Fällen sonstige Hilfe geleistet. Dre Kranken-Tvansport-Aüteilung hat 6593 kranke und verwundete Soldaten befördert. " Taubstummen - Gottesdienst. Am Sonntag, den 1*1. November, findet nachmittag? 2 Uhr im Lukassaale, Llebigstraße, zum letzten Male in diesem Jahre Taubstummen- Gottesdienst statt. Landkreis Gieße« tt. Allen darf a. d. Lda., II. Nov. Für Verdienste um das i°I e hielten vom Großherzog das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen Pfarrer M i ck e l und Bürgermeister Rein dahier. « Großen-Linden, 11. Nov. Der Jndustrielehrerin natharine Bern, Frau des Rangiermeisters Karl Dern, wurde vom Großherzog daS Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge verliehen. O Hausen, 11. Nov. Musketier Theodor Harnisch, 3. Komp. Nes.-Jnf.-Regt. 116, Sohn von Georg Harnisch, dem Lagerhalter des hiesigen Konsumvereins, erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde daS Eiserne Kreuz 2. Klasse. Dppcnrob, 11. Nov, Dem Bürgermeister B als er oayter wurde für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Krregssursorge vom Großherzog daS Kriegsehrenzeichen verliehen. — Der Militärkrankenwärter Forstwart Karl Becker erhielt nach 17monatlicher treuer Pflichterfüllung das Hessische S a n i t a t s k r e u z. Kreis Büdingen. - & Geiß-Nidda, 11. Nov. Johannes Konrad Diehl, ein Veteran, der die Kriege 1866 und 1870/71 mitgemacht hatte, wurde dieser Tage in einem Alter von nahezu 78 Jahren zu Grabe getragen. Bis kurz vor seinem Tode erfreute er sich der besten Geiundheit und versah das Amt eines Flurschützen und Balgtreters mit ebensoviel Humor wie Gewissenl-astigkeit. Der Gesangverein Orpheus, dessen langjähriges treues Mitglied er blieb, gab mit vielen anderen das Geleite zur letzten Ruhestätte, ^n längeren Jahren gehörte er längere Zeit dem Gemeinde- und Krrchenvorstande an. fälliger Weise bewegte. Das bemerkten die Beamten, und fand brachten. , _ ____ sie sahen nach und fanden den Vogel, den sie natürlich sofort an den richtigen. Ort Kreis Lauterbach. F.6. Schlitz, 11. Nov. Mit Rücksicht aus den Krieg beschloß der Gemeinderat, die städtischen Grundstücke den bisherigen Pächtern zu dem bisherigen Pachtpreis und Bedingungen aus wertere drei Jahre bis einschließlich 1919 zu überlassen. Kreis Wetzlar. F.C. Wetzl ar, 10. Nov. Im Alter von 56 Jahren verstnrb dahier Rechnungsrat und Stadtverordneter Jakob Petry. Hessen-Nassau. Wilhelm Ebender ausgelieferl. --- Frankfurt a. M., 10. Nov. Der ZrgeNNer Wilhelm Ebender, einer der Mittäter an der Bluttat, der vor 5Jahren der Förster Rvmanus bei Fulda zum Opfer fiel, wurde heute von Holland an Deutschland zur Aburteilung ausgeliefert. Er war bisher im Haag in Haft und wurde dort von zwei Fuldaer Gen- darmen in Empfang genommen, die ihn nach Fulda überführten. Bei seiner Ankunft in Frankfurt hatte sich eine große Menschenmenge am Bahnsteig eingcsunden. Ebender war an den gefesselt und wurde bis zur 9lbf-ahrt des Fuldaer Zuges Bahnhvfswache interniert. änden der * AuS dem Stadttheater Sonntag wird nachmittag? das Volksstück nisten", abends L i n d 6* gegeben. bureau« Am morgigen olksstück ,W o die Schwalben das Singspiel .Unter der blühenden Beide Aufführungen hatten sehr großen Erfolg beim Publikum erzielt, was schon daraus hervorgeht, daß _Wo die Schwalben nisten" bereits zum viertmmal, das Singspiel zum drittenmal wiederholt wird. **£ * Ä* spielhau's, Bähnhvfstraße. Auf dem Programm vom 11.—13. Nov. steht „Ter Thug" (Im. Dienste der Todes- gotttn), Drama .rn fünf Akten, vor: Heinz Carl Heiland. Die mdischan Origiualauftrahmen sind von dem Forscher Heinz Carl Veistnld bei feiner letzten Expedition in Indian gemacht worden. Dre Hauptrolle spielt Alwin Neuß. Ter Aufführung tont daher mxt besonderem Interesse entgegengesehen werden. .... ** Das Schwarz-Weiß.Theater, jetzt unter vollständig neuer, fachmännischer Leitung, bringt ab heute SamStag, N. Nov., bis einschließlich Montag, 13. Nov., daS große drei- attige Drama aus den Offizierskreisen: „Die Kinder deS Majors" mit S t e i n b e ck vom Berliner Theater und H a n u s ; das Drama eines Sträflings: „Das Urteil des Arztes" in drei Akten mit dem berühmten Schauspieler Albert B a s s e r m a n n vom Deutschen Theater m Berlin in der Hauptrolle. Außerdem sind noch die neuesten Krtegsberichte und das übttge reichhaltige Beiprogramm zu sehen. ” Ihr 25jährige§ D i en stj ub il ä um IU November die Zugführer Jung und Zinn. ** Städtischer Eierverkauf. Dienstag, den 14. Nov., werden an die Brotmarkenbezirke I—V, und Freitag, den 17. Nov an die Brotmarkenbezirke VI—X Eier verteilt. Atlf den Kopf der Bevölkerung wird ein Ei zum Preise von 32 Pfa. abaegeben ** Heimsparbüchsen entleeren. Mit Rücksicht' nur JJ« derzeitige Knappheit an kleinsten Zahlungsmitteln ersucht die Bezirkskasse die Besitzer von H e i m s p a r b ü ch s e n, diese öfters als seither entleeren zu lassen, damit die eingelegten Münzen dem Verkehr nicht unnötig entzogen-werden. IWpW lMB feiern am js Marburg, 10. Nov. Vergangene Nacht gegen 1 Uhr stand rn dem etwa eine Stunde südlich unserer Stadl. gelegenen Dorfe Roth plötzlich die gefüllte Scheune des Landwirts Johannes Fuchs rn hellen Flammen. Das Feuer griff von da auf die Stattgebäude über, so daß das Vieh nur mit großer Mühe gerettet werden konnte. Auch das Wohnhaus wurde teilweise zerstört, doch gelang es betfl Feuerwehren des Dorfes und der umliegenden Ortschaften, hier die Gewalt des Brandes zu hemmen. — Die Strafkammer verurteilte heute neun jugendliche Burschen von hier, die in einer ganzen Reihe von Fällen Ernbruchsdiebstähle begangen hatten, zu Gefängnisstrafen von einer Woche bis fünf Monaten. ra. Crumbach, 10. Nov. Die Zusammenlegung der Ge markung ist glücklich beendet. Einen erfreulichen Anblick gewähren die mit Wintersaat bestellten Ackerfelder in ihren neuen Lagen. Niemand wünscht mehr den früheren Zustand in der Feldwirt schalt zurück. Auch im benachbarten Frankenbach ist die Zusammen legung einstimmig beschlossen worden. ra. F r a n k e n b a ch, 10. Nov. Unser Dorf ist uralt und ge hörte ehedem zur Grasschall Solms. Nach einer Urkunde vom 31. Oktober 1358 verkaufte Graf Dietrich von Solms feinen Teil an dem Schlosse Hohensolms samt Zubehärungen (u. a. Franken bach) dem Landgrafen Heinrich II. von Hessen für 2010 Gulden wiederlöslich. r». Biedenkopf, 10. Nov. Wie die Kreisfleischstelle be- kannt gibt, so kommen in dieser Woche entweder 100 Gramm Fleisch ohne Knochen oder 125 Gramm mit Knochen pro Person zur Verteilung. - DaS Amtsblatt gibt eine Kreisverordnung über Milch-, Speisefett- und Eierversorgung bekannt. in. W i l s b a ch , 10. Nov. Pfarrer und Kreisschulinspektor Vömel versieht auch jetzt das Schulamt in unserem Dorf. Herr Lehrer Christ steht z. Zt. in Konstantinopel bei einer Telegraphenabteilung. .. % f } n 9 c n ' 10 - Nov. Auf Anregung des Generalfeldmarschalls Hrndenburg verfügte das Landralsamt die Abgabe von bestimmten Mengen Schmalz bei Hausschlachtungen, um die deutschen Munitionsarbetter mit Fett ausreichend ernähren zu können Alle Haushaltungen des Kreises, die seit dem 1. Oktober ds Js be- rerts geschlachtet haben, muffen durch Vertnittlung des Bürger- mersters ihres Ortes von Schweinen bis zu 100 Pfund Schlachtgewicht 1,5 Pfund Schmalz, steigend bis 33/4 Pfund Schmalz bei Schwernen bis zu 350 Pfund der Kreisfettftelle abliefern. Ae Leute erhalten für das Pfund Schmalz 3 Mark. _„ c X Hanau, 9. Nov. In einer gemeinsamen Sitzung der stadttschen Körperschaften ist zum Oberbürgermeister der Stadt Hanau der bisherige Bürgern!erster Carl H i l d einstimmig auf dre Dauer von 12 Jahren mtt 12 000 Mark Jahresgehalt und 1000 Mark Wohnungsgeldzuschrtß gewähll worden. Der bisherige Oberbürgermerster Dr. Gebeschus tritt bekanntlich aus Gesundheitsrücksichten am 1. Januar 1917 von seinem Amte zurück f6. Limburg, 10. Nov; Die hiesige Landwirtschallskammer erlabt eine Warnung betreffend Auskunft über Verwendung von Chilesalpeter und anderen Düngemitteln. Falls Landwirte von irgend einer Seite Fragebogen über die Verwendung von Chilesalpeter und anderen Düngemitteln in der Kriegszeit zugegangen sein sollten, so bittet die Landwtrtschallskammer dringend, diese unbeantwortet zu lassen und an die Kammer einzuschicken. F. 6. W e i l b u r g , 10. Nov. Ter bisherige Rechner der hiesigen Spar- und Darlehenskasse ließ sich Unterschlagungen in Höhe von 50 000 Mk. zu Schulden kommen. Anläßlich der Revision der Kasse bei der Uebernahme durch den neuen Rechner stellten sich die Veruntreuungen heraus. vermischte«. Ein Drücketzerger. * “ ®i c 2b.o den, 10. Nov. Zwei Jahre lang verstand es ein wohlhabender Ernwohner des Westend Viertels, sich vom Kriegsdienst zu drücken. Wiurde nach ihm gefragt, so hieß es, er sei in der L-chwerz. Aese Antwort erhielt auch die öfters nach ihm fragende Polizei. In Wirklichkeit aber hielt sich der Drückeberger in seiner Wohnung verborgen auf und verschwand jedesmal, wenn jemand kam, auf einen selb st gezimmerten Sitz hinter dem Vorhang der Balkontür, zu dem er sich mit einem Seil empor zog. Jetzt hat sich der Mann aber selbst verraten, nämlich dadurch, daß er bei einer polizeilichen Nachfrage den Vorhang des Verstecks in recht auf- t Märkte. Bietzen, 11. Nov. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 0,00-^0,00 Mk.- Hühnereier das Stück 00 Pfg.; Käse 0 Pfg., Käsematte 3 Pkg. das Stück Hühner das Stück 0,00—6,00 Mk., Hahnen das Stück 0 , 00 — 0,00 Mk. Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,20—0,00 Mk.; Kartoffeln 50 Kilo 0 Zwiebeln das Pfund 14-00 Pfg.: Milch das Liter 00 Pfg.; Meerrettig 20—25 Pfg. d. Pfd.; Spinat 25-00 Pfg. da? Mund, Weißkraut das Stück 15—30 Pfg., Rotkraut 20-40 Pfg, Wirsing 10—25 Pfg. das Stück, Kohlraben 10 — 25 Pfennig das Stück, Rote Rüben 10—00 Pfennig das Pfund; Gelbe Rüben 10 bis 12 Pfg. das Pfund, Endivien 10-15 Pfg.; Sellerie 10—25 Mg.. Lauch 5—8 Pfg., Blumenkohl 20-60 Pfg.. Tafeläpfel das Pfund 20-22 Pfg., Wirtschaftsäpfel 10-12 Pfg. das Pfund Btrnen das Pfund 18-22 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. Letzte Nachrichten. Sofia, Radvslawvw Nadoslawow über den Frieden. 11-, November. Der bnlgarffch-e Ministerpräsident bezevchnete in der letzten vertraulichen Versammlung der Regierungspartei die Lage der Vierbnnds armeen ans allen Kriegsschauplätzen als glänzend. Tie Wiederaufrichtnng des Königreichs Polen sei als erster Schritt zunr Frieden anznsehen. Tie Mittelmächte bewiesen damtt, daß sie die besetzten Gebiete nicht behalten wollten. Außerdem würde durch foc Autostehung Polens die künftige Anbahmmg guter BezieHungen zu Rußland und die F-riedensverhandlrmgen selbst wesentlich er- lerchtert. Radoslawow deutete endlich an, daß der FrüÄe nicht als Ergebnis langwieriger Verhandlungen kommen, sondern wahr- schemltch aus dem Schlachtfelde unterz-eichnet werde. Eine Note Frankreichs, Englands und Italiens an die Schweiz. _ Bern, 11. Nov. Der Bnndesrat erhielt in seiner letzten Srtznng durch tben Vorsteher des politischen Apartements Kenntnis, daß von den Regierungerr Frankreichs, Italiens und Englands der Schwerzer Regierung am 7. November eine gemeinsame Note überreicht wurde.. In dieser Note werden für die Entente die gleichen Zugeständnisse in Anspruch genommen, die in dem Wtrtichastsabkommen mit Deutschland den Zentralmächten zugebilligt wurden. Die Forderungen der Ententeirote erstrecken' ftch auf alle jene Punkte, die man Deutschland zugestanden hat. Oele und Maschinenfett, die bei der Herstellung von Maschinen in ld^r Schweiz vertvendet und von der Entente geliefert werden, sollen in Zukunft nur unter der Bedingung nach> der Schlveiz gelangen, wenn die hergestellten Maschinen nicht an die Zentralmächte ausgezührt werden. Schweizerischen Elektrizitätswerken, deren Leitungsnetze mit Kupfer, das die Schweiz von der Entente bezog, hergestellt wurden, sollen keine Kraft nach Deuffchland liefern dürfen. Es trifft dies die Werke bei Laufen, Rhein fflden: und Schaaffhausen, sämtlich an der Rheingrenze. Ter Bundes rat hat die 9tote entgegengenommen und zum Studium ihrer möglichen Folgen einer Kommission von Fachmännern übergeben. Der englische Druck auf die Neutralen. Kopenhagen, 11. November. Die Aarhnse Stffts Tidende' berichtete: Der englische Korrful in Aar hu s teilte dem stadttschen Beleuchttmgsausschuß mit, die künftigen Kohlen - und Koks - lieserungen aus England wären unwahrscheinlich, wenn nicht die Kommune aufhöre, das öffentliche Schlachthaus an nach Deutschland erportterende Konservensabrrkanten zu vermieten. Infolgedessen wurde den betteffenden Fabrikanten gekündigt^ womit sich der Konsul Msrieden epplärte. Ta sich in der Stadt noch viele Konservenfabriken befinden, die Gas und Elektri- zität von der Kommune beziehen, werden auch diese wahrscheinlich von der englischen Bestimmung getroffen werden, was bk Aaphuser Konsetvenindustrie lähmlegt. Die Nobelpreisträger für Literatur. Als Träger des Nobelpreises für 1916 sind Roman Rolland und Werner as Heiden st am erkoren worden. Roman Rolland, 1868 geboren, hat bedeutende Werke über Musikgeschichte, besonders eine Mographie Beethovens, und über Kunstgeschichte, Biographie Michelangelos, verfaßt. Sein Hauptwerk ist der zehnbändige Musikerroman des Deutschen Jean Christophe. Während der Kriegszeit veröffentlichte er seinen politischen Aufsatz „Au deffus de la melen", in dem er die Wiederversö^rung Deutschlands und Frankreichs anbahnt. Werner af Heiden st am, 1859 geboren, ist neben Selmo Lagerlös einer der bedeutendsten Romanschriftsteller Schwedens. Auch aus die deuffche Litercttnr hat er starken Einfluß ausgeübt Von seinen Werken seien genannt: „Endymion", „Hans Alienus" und das zuletzt erschienene Prosaepos ,Mrl XII. und sende Krieger/ 82 w. einschliesslich Trotz Sfeuererhöhung behaften unsere Zigereffat ihre alten anerkannten Qusj;täten. Qeorg A. Jasmatzi Aktiengesellschaft Sr eher, Haar-tfh?- feettfla, Tomats, Scheitel na* ferfichs« werden __ . anKefertist. Zßjiio werden pefürbt. Damen Kopfwäschen mit Frisur 1 Mk. Wl!z H. Tichy, Seltersweg 43 £cke der Goethestraße. SlWsschkll für Lebensmittelkarten Tich- il BMennmM werden eichunnsfähig her- gestellt. [8120 Karl Gieß, Grimberg i. H. Bau- und Waagenschlosserei. verschiedene Ausführungen, Stück 10 Pfg. [8135 J. Weinert. Neuenweg 9. Wtederverkäufer wollen Muster und Preise verlangen. Sommersprossen kann jeder in 10 Tagen gänzlich bcicitisH’n. Ausk. kostenlos Frais Eraa ISra^doabnra- Loessin, Berlin N 65. ölü3 I Durch jEelbstsclilacIitss* [u. f SeUästbac^ea‘spart man l.iährl., nach Angaben aus der Praxis 150 Blk. in uns überall bewährt ,6oIu!h‘- Känciaerapp. und Backöfen. Beschreib, u. Abbild, auch liberKerd-Därrapp. von der Fabrik Backofeuinänstrie Knnji & €ostabel, • Lanterbach i. Oberh. 8117 ss c ii i r* m e für Regen d. Sonne H O Co., Schirm SeUerswes 52, fabrik, [6085 Giessen. Z igaretten direkt von derFabrik xn Origizialprelsea 190 Zigaratt. Eieinv. 1,8 4> 1.40 100 .. .. 3 „2.09 100 .. .. 3 ..2.2V m .. .. 4,8 „3.98 100 .. .. 6.2 „ 4.3:1 ohne jeden Zuschlag f. neue Steuer iLZollerhöhmiir ZiöaPr8D-P rima Qualitäten _ 75.-b.200. M.p.Mille Goldenes Haus Zigareitenfabrik G. rr. b. H. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9068. [ 170 D Echtes Glycerin und die noch bekannten Hautpflegemittel empstehlt in großer Auswahl Central-Drogerie, Schulst« Emil Karn. 7624 ftac kn eiderin nimmt noch Kunden an in ir außer d. Hause. Zu erfr. i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. An.;. 1050 □ Mir. Gartenland zu verpacht. Näh. H. Wallach, Blsmarckstraße 14II. [013208 In gutem Hause Privat-Mittagsttsch 7838j Bismarckttratze 6 II. Welche Dame, gebildet und inusik., trotzdem häuslich und wirtschaftlich, rnöchre einem Einsam, treuer Lebenskaurerad werden! — Suchender ist evangelisch, 35 Jahre. Bank' beamter in kl. Stadt Westfalens. tngutbe-ahlter,gesich. Stell. Strengste Diskretion selbstverst. Ernstgem. Briefe mit Bild, das zurückerfolgt, u. 8080 a. d. Geschst. d. G. Anz. Weihnachtsspende J9J6. Weihnachten naht heran! An diesem Fest der Liebe wollen wir unseren Brüdern, die noch immer in hartem, aber erfolgreichem Kampf gegen zahlreiche Feinde stehen, unsere Liebe beweisen und Weihnachtsgaben hinaussenden. Kein Feldgrauer im Schützengraben, kein Verwundeter »n Lazarett soll vergessen werden. Sie sollen empfinden, mit welcher Liebe und An- hanglichkeit wir in der Heimat ihrer gedenken. Wir wissen, datz wir keine Fehlbitte tun, wenn wir zum dritten Kriegsweihnachtsfest den oft bewährten Opferinn unserer Bürgerschaft aufrufcn und um Geldspenden bitten. Tief ist unsere Schuld! Grosi sei unser Dank! Fmr unsere Kämpfer alles! Der Oberbürgermeister. Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Vereins Zweigverein Metzen: Frau B. Gebhardt. Der Vorsitzende des Zweigvereins Metzen vom Noten Kreuz: Wiener. r m 4 C r 3n *? cr btadt findet die Sammlung für die Weihnachtsspende in der gewohnten Weise durch Duchsensammlung verbunden mit dem Verkauf einer von einem hiesigen Künstler entworfenen Welhnachtspostkcirte am 18. und 19. November in den Häusern und auf den Strafen statt. ,m* x ^ufterbem nehmen bi e des Noten Kreuzes, die Geschäftsstellen des Eichener Anzeigers und der Oberhessischen Volkszeitung. die hiesigen Banken und Bankgeschäfte, sowie die Bezirlrsspar- Die Emzeichiini'gslistcn liegen dort während des ganzen November auf. Kasse Spenden entgegen. Wer unseren Fliegern im Felde eine Weihnachtsfreude bereiten will, wird herzlich gebeten, bis zum 20. November bei der Mitteldeutschen Kreditbank einen Geldbetrag einzuzahlen für das Konto Frauenverband des Deutschen Luftslottenverejns Ortsgruppe Metzen. j olmeiZ62ug886b 6ins Alle Reparaturen schnell und preiswort Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Selterswct] Nr. 58 pg Zlehnng 1. n. 2. Pezbr. a [8124 I) In allen Preis« lagen oon anerkannt vorzüglicher Qualität. Großes hager in Beleuchtungskörpern für elektrisches hfcht, elektr. Beiz- u. Kochapparate Ileue Wofan^Ixampen Uype „S" ... Friedrich Baumann • Giefjen Akkumulatoren, Kalferibafferien, metall-Drahtlampen Cel. 1026 ncuenweg7 Met» eröffnet. Ein Geheimnis fttr viele ist oh. daß so manche ihrer Mitmenschen elegant, modern Herren d« r Thüringer Museums in Eisenach. 3333 Gewinne zus.ntark Mur folgende* zu wissen; Wir vorkaufen von Reisenden, sowie feinsten Kavalieren nur wenig getragene teils auf Heide gearbeitete, an H(oM und Haltbarkcdt unübertroffene, gcreinigt« Aurügc, getragen IN Mk., ,i* Mk., £5 Ml:, und höher PaletutM ,, Nt Mk.. SO Mk.. 21 Mk. und höher! WBT Fr me li - ii ii d <^‘Mlhd.al'»v4n/,HKC werden verkauft und verliehen.' --- - Jene An«ll*c nm Preise von 80 Mk 115 Mk. und höher. I lHlrrnn. PnlotoU /. Preise v. 30 Mk., 85 Mk. u. höl Kanihans für Monats gar derohen Seltersweg 58, Giessen, Eingang Ecke Volksbad, i Treppe, höh or Ii. Binnen?.wolff. Wegen Ersparung hoher Ladenmiete l Treppe. Anwärter Knndxebaft wird gogvn Vorieinea dieser Ahqoqoa Fahrt vergütet. 01 Mi soooo ® 5000 ßar ohne Abzug zahlbar teatmsa durch lofterlebank C.m.u.H. Eisenach. Ferner in den durch Plakate < kenntlichen Verkaufsstellen. In Oloßon zu habet» bei: H. Bncliaeker, Fr. FlSmra, I iOtteric-Einnehmer, Job. Faber, B. Jnng, M. Krün, W. Semmler, Selters w. 2o. Zirka 750 aciTIci stündlich Mönch» !, Pfund sc-iiir, i zur Zerkleinerung von Obst und Kartoffeln vorzüglich ae eignet, daher bester Rüben- schuetder für kleinere Landwirte. Ziegen, Kaninchen« und Geflügelzüchter. Preis Mk. 8.- . Vorrätig bei .!. 6 . fiäusei', kielten. Obstbämne weg. ganzl. Räumung btliigst. 'Udllicl li.AüHllilüisdemu starke Pflanzen empfiehlt i S,»-. l'Felircr/Bannlschnle Schisfenberger 2Seg:ra. 1,838 Gestern abend um 10 ühr verschied sanft in Gott nach 1 angem ach weren mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein guter, treusorgender Mann, mein lieber Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Jöihasrasra Fr a !©süsr k i©h Geometer II. Klagae im 31. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Mathilde Friedrich and Kind. Giessen, den 10. November 1016. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. November, nachm. 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 8149 Mim Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Susauna Horst geh. Pfeiffer nach längerem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Hörnt find Kinder. Gießen (Buddestr. 1), Großen-Buseck. 8150 Die Beerdigung findet Montag, den 13. November, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt- Nachruf! Ayl 3. November starb nach kurzem Krankenlager unser verdienstvoller Dirigent $trr Lehrer Wilhelm Zimmer. Wir verlieren in ihm einen erstklassigen Dirigenten, der während seiner 25jährigen Tätigkeit nnsern Verein zu hoher Blüte gebracht hat. Sein Tod bedentet für nnsern Verein einen schmerzlichen Verlust, aber sein Geist wird in un» sortleben. Ehre seinem Andenken! Gefangnerer» ,,Cacilia 4 4 Lich, am 11. Oktober 1016. (013212 Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nahme bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank. Familie Friedrich Volz. Gießen, den 11. November 1916. (ivuw Städtischer Eicrverkauf. Dienstag, den 14. November 1916. Brotmarrenbezirk 1^ Eterhandlung Steinreich, „ lll Molkerei ©rieb, Schanzenstraste „ IV „ „ BiSmarckstrahe . V ,, „ Plockstrastc Freitag, den 17. November 1916. Brotmarkenbeztrk VI Molkerei ©rieb, BtSmarckstrahe „ VII Eierhandlnng Steinreich „ VIII Molkerei ©rieb, Plvckstratze „ IX Eierhandlnng Steinreich Gegen Borzeigen der BrotanSweiSkart/wird auf den Kopf der Bevölkerung 1 Et zum Preise von .32 Pfennig abgegeben. Mastgcbend ist die auf der AuSweiSkarte ver- merkte Personenzahl. ©testen, den 10. November 1916. 8132B Der Oberbürgcrmnster. Keller. Halte stet» ein größeres Lager von 187 = Wärgen == in allen Preislagen Emil H.liiller,8cliilierstraBs 25 ikrMsli in gröfeten Riesenforten empfiehlt, da jetzt beste Pflanzzeit, preiswert. Gärtneret uong« burger Stram 87. Bekanntmachung. Bet der am 2. d. MtS. vorgenommenen vlanmähigen Verlosung der am 1. März 1917 zur Rückzalrluna kommenden Schuldverfchreibungeu des Anlcbens der Gtadt Gicsten vom Kabre 1VN1 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt. Serie II Nr. 31, 69, 75, 152, 244, 284, 320 zu 2000 Mk. „ II Nr. 390, 425, 441, 494, 507, 567, 635, 682, 701, 780, 89a 912, 939, 972, 1088, 11.HO, 1179 zu 1000 Mk „ II Nr. 1224, 1277, 1312, 1833, 1389, 1418, 1455, 1516,' 1583, 1594, 1719, 1797, 1805, 1855 zu 500 Mk „ II Nr. 1909, 2018, 2038, 2105, 2189, 2222, 2240 „ . II Wt. 2254, 2342, 2357, 2439, 2511, 2541 ES wird dies mit bem An fügen zur zu 200 Mk. zu 100 m « , v . , ^ ».Wen aur öffentlichen Kenntnis gebracht, daff die Einlösung dieser Schuld- Verschreibungen bei der Stadtkasse ©testen. bei dem Bankhaus Delbrück, Schtckler Eo. zu Berlin und bet der Mitteldeutschen Ereditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und das; die Verzinsung mit Ende Februar 1917 anshört. Bon den in früheren Jahren auSgelosten Schuld- verfchrvivnngen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgclcgt worden: Serie II Nr. 2407 über 100 Mk. ©testen, den 3. November 1910. 81338 Der Oberbürgermeister. Keller. Absatz Ferkel von bester Bucht, schnellwüchsige Edelraffe, langgestreckte, breit- buckelige Tiere, die besten zur Zucht und Schnellmast. Sehr gute Fresser. Kerngesund, ca 6-8wöchige. 17—2» Mk. 8-10 wöchige. 24—39 Mk. 10-12 wöchige. »1—86 Mk. 12—15 wöchige. 87—18 Mk Käufer 170Mk. vr.Pfd.ab hie r svürprimaSchtveine, lebende Ankunft Garantie. Nach nahmeversand. Bahnstatio, genau angeben. 7763E Fr. «Von. Hochmnnn, Eberitadt b. D. „Schweizer bau»". Pornrnf Mr. 282. Autterkalk zur Aufzucht von Schweinen. Vieh und Hühnern in der Central-Droaerie,Schulstr. Fmll üimrn. [76 S lm 7033 hampooniereo (KopfTPMHchen) mit den, neuesten elektrischen Warmluft* Trockenapparnt empstchlt sich Hermann Plant Wwe. Gvczial ° Damen - irisier - und Haar-ttleschäst Selteröweg 8:: Seltcrsweg^ Dir.: Hermann Stemgoottcr. Sonntag, 12. Novbr. 1916, nachmittags 3'/, Uhr. Kl. Preise. Neuheit. nn BolkSstück in 3 Llkten vo» Kästner u. Hans Lorenz Ende nach 6 Uhr. „Abends 7*/a Ubr Gewöhnliche Preise Unter der blühenden Linde Ein srölrl. Spiel in 3 Akten von Kästner und TeSmar. Musik von Fr. Gellert. Ende nach 10 Uhr. bl4,, c