llk. 263 Der Gietzener Anzei-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eichener ^amilienblötter; Nreisdlatt für den Ureis Sietzen. Bezugspreis: inonatl. 90 Vs., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel- fährt, arrsschl. Bestellg. Icrnjprech - Llnschlüsse: für dieSchris1lcitungI12 Verlag,Geschäftsstellebl AnschrötfürDrahtnach- richten: Anzeiger Sietzen. Erstes Blatt J66. Jahrgang MiLtWSch. 8. November Mb PostscheSkonto: Zrankchrt a.M. U686 vankoerkehr: Sewerbebank Gießen Swillingsrunddruck u. Verlag: Srühl'schc Univ.-Buch- u. Stein-ruckerei R. Lange. Lchriftlettung. GeschästrsteHe v.vruSerei- §ch«!ftr. 7. nnahme von Anz«^ 1 die Tagesnirmmer l: zlunNachmittag vorher. Zeilenpreir, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengc- sllche15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorlchrist 30Pf.,Reklan>en75Pf., bei Plahvorschrist 90 Pf. Hauptschristlerter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt mb Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zen;. Anzeigenteil: H. Beck, sänitlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 7.November. (Amtlich.) Westlicher 5^ ricgsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Trotz der deutlich erkennbaren Absicht Oer Engländer, ihre Angriffe gestern fortzusetzen, gelang cs ihnen doch nur östlich von Eucourt l'Abbaye, die Infanterie zum Verlassen der Graben zu bringen; sie wurde sofort zur Um- kchr gezwungen. Die englischen Verluste an Toten vom 5. November stellen sich besonders bei den australischen Divisionen als schr bedeutend heraus. Airch die französischen Angriffe über das mit Gefallenen bedeckte Gelände sind nur tu beschränktem Umfange zur Wiederholung gekommen. Sie erfolgten zwischen Les- boeufs und Rancourt abends und nachts und brachen meist schon in unserem Feuer zusammen. Ein deutsches Fliegergeschwader setzte durch nächtlichen Bombenairgriff das große Munitionslager von C e - risy (an der Somme südwestlich von Bray) in Brand; die lang andauernden nächtlichen Detonationen waren bis nach St. Quentin fühlbar. Heeresgruppe Kronprinz. Feuer französifther. im Südteil von Reims stehender Batterien auf Ortschaften hinter unserer Front wurde von uns erwidert und zur Vergeltung die Stadt Reims beschossen. Im Maasgcbiel keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold vor: Bayern. Die russische Artillerie entfaltete zwischen Dünaburg uud dem Narocz-See eine über das gewöhnliche Mas; Mmmsgeheicke Tätigkeit. Schwache feindliche Angriffe nord- föftöd) von Goduzifchki und südlich der Moskauer Straße wurden leicht abskwiefen. Nordöstlich von Werchy nahmen wir ohne eigene Verluste einen kleinen russischen Brückenkopf auf dem linken Stochodufer und brachten eine Anzahl Gefangene ein. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Im Toelgpes-Abschnitt gewannen die Russen nach mehrfachen vergeblichen Angriffen schließlich an einzelnen Stellen Gelände. Westlich der Bodza-Paßstraße nahmen wir am Siriu verlorene Linien im Sturm zurück. — Fm Abschnitt von .Eampolung heftiger Artilleriekampf. LSestlüh des T a r - gului-Tales unternahmen die Rumänen, im Laufe der 'Nacht sechs vergebliche Gegenangriffe. — Südöstlich des Rollen-Turm-Passes schritt in der Gegend von Spini unser Angriff günstig vorwärts; der Feind ließ 10 Offiziere, 1000 Mann gefangen in unserer Hand. Auch südlich des Vulkan-Passes machten wir Fortschritte. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist au beiden Fronten im allgemeinen unverändert. A Der Erste Generalguarliermeister v _ , . Ludendorff. • i * Wie die feindliche Presse die Wiedererstehung des Königreichs Polen aufgenonnnen hat, darüber sind uns nur kurze Notizen Angegangen. Danach schäumt man in Italien und Frankreich vor Wut — aber das war ja natürlich und selbstverständlich. Ein Haupteinwanid gegen die Neugestaltung wird von den Feinden damit vorgebracht, daß man die Polen darauf hinweist, es komme den Zentralmachten gegen- .wärtig nur auf ihre soldatische Mitwirkung am Kriege an. Sie sollten mit gegen Rußland marschieren, während das „unabhängige Königreich" nur ein Vorwaivd, ein leeres Versprechen sei. Wir begreifen den Zorn und die Unruhe unserer Gegner. Einige Vorteile sollten ja natürlich für uns und unsere Ziele auch herauskonimen. Aber bedeutet die Prokla- imi-erung Polens zu in Königreich nicht dock)! rw ch etwas mehr? Die Polen werden ja nicht nur die französische und italienische Presse lesen — von der russischen und englischen ist uns in dieser Frage so gut wie nichts bekannt geworden —, sondern sie loerden sich auch in die Anmerkungen der d e ut- schen Blätter vertiefen, die aus Gründen des Burgfriedens und der Zensur nicht mit gewohnter Lebhaftig^it ihre Meinung sagen können. Immerhin, Einwendungen, Vor- ]bef)aXte, bange Fragen sind, besonders in der rechtsstehenden .Presse, gwmgsam hervorgekehrt worden. Das Entsä-erdende ist doch wirklich: wir haben uns in der polnischen Ftage , nunmehr festgelegt. Sie hätte auch anders gelöft iverden Wunen, wie die jahrelange Verhandlung mit Oesterreich- Ungarn beweist. Es ist also eine Schicksalsstnnde Polens von bedeutsamster Tragweite. Die Polen können einen: sicheren Blick in ihre eigne Zukunft tun. Sie sind erlöst von der ruffischen Drangsal, und sie wissen, welchem Sclsirksal Ne entgegengehen, wem: sie die dargebotenen Hände der Zentralmächte danrkbar ergreifen. Kann chuen dem: mehr geboten werden? Daß die Russen das Verlorene zurückervbern, ist so gut wie ausgesthlossen. Der Etliche russische Bericht, der sonst so prahlerisch und verschwenderisch mit dem Wort umgeht, ist heute kurz, trübselig und spricht, wie aus unserem heutigen Nach richten bei l zu ersehen ist, fast nur von Angriffen der Feinde, zumeist von Erfolgen, die diese davon- getragen haben. Polen aber, in dem der nationale Gedanke immer heiß und regsam gewesen ist, kann bei dieser Sachlage nicht indifferent und müßig bleiben. Seine künftige Stellung erfordert es, daß seine Männer Mitwirken für die künftige Gestaltung. Das Land muß politisch in Bewegung kommen, und wieder einmal sind Blut und Eisen die Mittel, mit denen eine Volkseinheit, ein Reich, neu geschmiedet wird. Daß wir die polnischen Soldaten unbedingt nötig fycitten, ist ein Unsinn, wie die ganze Kriegslage erweist. Sie sind uns, unter deutscher Führung, als Mitkämpfer willkommen, und es wäre töricht, von uns zu verlangen, daß wir darauf verzichten sollten, den Polen das Schwert in die Hand zu drucken. Die Entente stellt in Griechenland ein ganz anders geartetes Vorgehen zur Schau. Sie benützt jetzt sogar die griechische Flotte zum Vorgehen gegen deutsche und österreichisch-ungarische U-Boote! Trotzdem der König an seiner Neutralität festhalten will. Und welche Garantien erhält das Land von den Engländern und Franzosen? Hämisch hat besonders die französische Presse den Griechen ein „Zuspät" zugerusen mrd ihnen ein ungewisses Schicksal prophezeit. Nein, gerade der Behandlung Griechenlands gegenüber nimmt sich die Erhebung Polens zum Königreich als eine machtvolle, edel ersonnene und historisch gerechte Tat aus. Deutschlaich dünkt sich mächtig genug, einen Schritt zu tun, der sich nicht restlos ans eigne gesicherte Interessen, sondern auch aus Vertrauen zu dem in bestimmte Bahnen gelenkten Schicksal gründet. Die „Natl. Korresp." beurteilt die Wiederherstellung Polens wie folgt: Wir stehen vor der Tatsache, daß das künftige Königreich Polen nicht iitur eine Schöpfung unserer Kriegs Politik, forUxan auch der Mittelpunkt der gesamten polnischen Politik sein wird. Die Auziehungskräfte, die von diesem Mittelpunkte ausgehen, könnenl uns nichts gleichgültig sein. Wir sehen, daß Österreich-Ungarn) einer künftigen Tendenz bereits jetzt Rechnung trägt, indem es Gallien die Selbständigkeit verleiht. Welche Wirkung dieses Zugeständnis au die polnische Einheits'bewegung nach der österreichischen Seite ans ü bt, muß die Zukunft lehren. Fest steht jedenfalls, daß wir derartige Zugeständnisse nicht mache:: können, so deutlich und im verhüllt sie auch der polirische Abgeordnete Sy da noch vor kurzem im' Reichstag gefordert hat. Es ist erfreulich, wenn auch selbstverständlich, daß die „Nordd. Wlg Z." in ihren offiziösen Begleitworten diesni Bestrebungen einen kräftig«: Rregel vorschiebt. Tie militärische u:ü) die wirtschaftliche Forderung such eng miteinander verwoben. Wie diese Sicherung herbcigeführt werden soll, ist in dem Manifest nicht gesagt und in: einzelnen wohl auch noch eine Sorge der Zukunft. Immerhin .wissen wir heute schon, daß eine dynastische Bindung ebcnrso wenig genügt wie etwa der Anspruchs den wir als die Befrei«: Pol«^ an die künftige Dankbarkeit des.n^ren Staates zu haben glauben. Wir sind überzei:gt, daß alle. diese Frag«: und Bedenken mm btn Männern, die Polens Schicksal gestaltet haben, sorgfältige Prüfung gefunden haben, daß sie nach militärischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten in die Znkunftsrechnnng Eingestellt irrtb genügend ausgewogen worden sind, um den künftigen Polenstaat nicht auf schwankenden, sondern auf festen Grund zu stellen. Dürfen wir überzeugt sein, daß unter diesen Umständen die Lösung der polnisch«: rFage, wie sie in der Proklarnation festgelegt worden ist, die notlvenüige und einzige Möglichkeit war, so ergibt sich für :ms die Folgerung, daß wir unsere schweren Bedenken demgegenüber znrückstellen müssen." * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 7.9rovember 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. HeeresfrontdesGeneralsder Kavallerie Erzherzog Karl. Im Abschnitt des Büros-Torony- (Roteu- Turm-) Passes wurde der Feind durch umfassendenAngriff von den Höhen nördlich von Spini vertrieben, wobei er 10 Offiziere und 1000 Mann an Gefangene!: zurückließ. Nordwestlich von Eampolung schlug eine unserer bewährten Gebirgsbrigaden sechs rumänische Stürme ab. Süd lich von Kraszna wurde dem Feind eine Höhe entrissen. Bei Tölgyes haben die Russen unsere Front im Grenz- gebirge in mehrtägigen zähen Kämpfen um einige Kilometer zurückgedrängt. Der Berg B e d u l östlich von Kirlibaöa wurde vor dem Massenftuer der russischen Artillerie wieder geräumt. Heercsfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei den österreichisch-ungarischen Strcitkrästen keine be- sonderm Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Im W i p p a ch - T a l und auf dem K a r st kam cs gestern zu keinen größeren Kämpfen. Die Lage ist unverändert. Die Italiener v-effsiesten sich ruhig. Ihr groß angelegter Angriff der ersten Novembertage ist mißlungen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts dteues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Neutralen und Polen. Amsterdam, 6. ^Lovemiber. (WTB.) Tie meist«: Blätter äußern sich s k c p 1 i s ch über die Schaffuipr ev:es neuen Königreichs V? l e n._ Sre betonen, daß Polen von den Zeniralmächten zunächst aus selbstsüchtig«: Beweggrund«: wieder hergestellt wurde und jtcllen die Tatsache tu bm Vordergrund, baß es nicht in seinen: ganz«: u.rsprü::glich«: Uinfange wieder hergestellt worden sei, sondern daß mm: nur das den Russen entrissene Gebiet selbständig machte. Kristiania, 7. Nov.- (WTB.) Wie die gestrigen Morgen- ulatter, so veröffentlichen auch die Llbendblätter das deutsäse und österreichische Po len manifest, das aber von der hiesigen Presse im allgemeinen äußerst skeptisch beurteilt wird. Als Hauptgrund für diese Auffassung wird angeführt, daß ilicht alle Teile des altenWol«:s, sondern bloß Kongreßpol«: das neue lKönig- rnch bild«: sollen, Ivo raus hervorgehe, daß die Mittelmächte nur einen Pufferstaat gegen Rußland schaffen wölkten, also nur die «genen Interessen, nicht aber die polnischen dabei im Airg-e 'härten. Ebenso wird die Absicht, nebei: dem Königreich den Ausbau einer eigen«: Wehrmacht zu bewilligen, als ein bloßer Vorioanü) der Mittelmächte anfgefaßt, um schon während des Krieges ausgiebiger als b:sher die polnische Bevölkerung zum Kampf gegen Rußland herauziehen zu können. Einen Versuch, den deutschen Standpunkt zu würdigen, macht nur das „Morgenbladet", das ebenfalls meint, der große nationale Traum der Polen werde sicher nicht durch die getroff«re Ordnung erfüllt. Das Blatt nemtt aber doch das Manifest eine bed«lsi«:gsvolle Urkunde, die jÄ^enfalls eine Verheißung einer freien glücklicheren Z::kunft für das polnische Volk enthalte. Ein Pressetag in Warschau. Warschau, 7. Nov. lWTB.) Am Montag, dem Dag nacb der Feier der Erklärung Polens zum Königreich, tvaren im Hotel Bristol in Warschau auf Einladung des Generalgouverneurs v. Beseler und des Chefs der Zivilverwaltung v. Kries die Vertreter der deutschen, verbündeten neutralen und jüdischen Presse versammelt. Besondere Bedentrrng erhielt der Abend, durch die Anwesenheit der Fi'ihrer des polnischen Volkes und zahlreicher Vertreter der polnischen Presse. In Rede ü.:ü> Gegenrede spiegelle sich die hohe Begeisterung wieder, die seit gestern garkz Warschau erfüllt. Der Botschaftsrat v. Mutius begrüßte die Anwesenden und drückte die Hoffnung aus, daß die Presse ihre Verstchtd-igungsarbeit auch dem neu ins Leben getretenen Bu^, gebildet aus den Mittelmächten und Polen widmen :nöge. 9öan:ens des Generalgouverneurs sprach Major Schütte und führte aus, a:: die Stelle des Wbrtes „ftnis Poloniae" sei nunmelw die Parole „Itesurreetio Poloniae" getreten. Sein be- ^rafterr aufgenom.men.es Hock galt der siebenten Großmacht, der Presse. Besonders politische Bedeutung 'gemann der Abend durch Anlprachen der Vertreter der neutralen Presse imb Polens. Von polnischer Seite wurde immer dem Gedanken der treuen Waffen- brüderick?cht mit,den Mittelmächten und des unauslöschlichen Tankes für bic «rdlichS Befreiung Polens von dem demoralisierenden Ioiche Rußland, wie ihn der frühere Dumaabgeordnete von Lem- pin: fornnllierte, Ausdruck gegcb«:. Herr Zawacki gedachte vor allem der deutsch«: und polTnschen Känvpfer, die für die Befreiung 'Dolens gefallen sind. Fürst Radziwill drückte das Vertrauen der ,voln:sich«: Bevölkerung tzn dem Generalgouverneur ans und schloß mit einem begeistert ausgerwmmenen Hoch ans Epz. von Beseler. Unter besonderer Aufmerksamkeit Hab der Vertreter Schweden hervor, wie das Schicksal Polens das dem Schwedens geschichtlich gleiche, die Richtung gegen den gemeiirsamen russischen Feind zeioe Der Vertreter der Türkei zerpflückte in packneder Ansprache die Lügenmärck>en der Ententemächte, die behaupten, die Befteier der kleinen Völker Europas zu sein, Graf §)ntten-Czapski brachte ein brausend aufg«wmmenes Hoch auf die kommcned polnische Armee aus. Was alle zündenden Red«:, von denen wit nur einen kleinen Teil ausgeführt haben, noch nicht gesagt hatten, das wurde durch d:c herzliche Lllcssprache von Mund zu Mund im Laufe des Abends wieder und wieder bekräftigt. Man trennte sich in dem Gefühl, daß dieser Ab«ch, der die Pressevertreter vereinte, ein würdiger Ausklang des denkwürdig«: Ereignisses der Prollamatwn Polen-Z zum selbständig«: Wwgreich war. Der russische Bericht. Petersburg, 6.Nov. W estfro nt: In der Gegend östlich des Dorfes Lipniza Talka ::nd westlich des Dorfts Slaiventyn! ergriff der Feind mehrmals die Offensive, um sich! der von uns beietzt«: und beherrschenden Höh«: zu benrächtigem Alle seine! Versuche ivurden von unseren: heftigen Artillerie- :rnd Infanteriefeuer abgewicsen. Der Kampf ^dauert fort. In den Waldkarpathen griff der Feind dreinyal unsere Trupp«: in der Gegend der Höhe 1581, 10 Werft vom Pnewjeberg an:. Seine wiederholten Angriffe hatten jedoch, keinen Erfolg: sic würden alle von unserem Feuev zurückgcschlagen. In der Gegend von Kirlibaba griff der Feind die Kantoimcmente eines unserer jung«: tapferen Rechnventer 3 1 /» Werft östlich dieser Ortschaft an. Er wurde zurückgeschlagen. Der Airgrift wurde dreimal wiederholt. Im Laufe des letzt«: Angriffs drang der Feind ii: unsere Grab«: ein uud erbeutete eines unserer Maschinengewehre. In der Geg«:d südlich des La Muntelu-Werkes besetzt«: unsere Tr::pp«: im Sturm eine Reihe von Höhen, nahureu 8 Offtziere, 386 Soldaten gefangen urch erbeuteten 6 Maschinengewehre, 61 M icuitionskisten, 18 Kister: mit Patronen bä nder für Maschinengewehre. R u m ä n: s ch e Front: In Siel^tbürg«: in der Richttrng Predeal imirden die Rumänen nach ein«n erbittert«: und länge andanertvden Kanrpf gczwung«:, sich ein tvenig grtgen Süden zir- rückzuzieheir. In der Richtinrg Leresti in: Targulnr-Dal wmden! alle Llngriffsversilckse des Feindes abgewiesen. Im Irultale setzten die Rumänen die Vertreibung des Feittrdes nach Norden fort. Donaufront: Erfolgreiche Scharmützel nrrserer Kavakkerie und mrserer vorgeschoben«: Insanteric-Llbteilangen. Kaukasusfront: Wiederhole Versuche der Türken, ici<* sere Mtellnng int Südtveft«: von Ognott mrzugreifen, tvurden von urfferen: Feuer aufgehalt«:. Ter bulgarische Bericht. Sofia, 7. Nov. (W.T.B. NichtamÜrch.) .Amtlicher Gennral- stabsbericht vom 7. diov«nber: Mazedonische Front: Die Lage ist mweräichert. Itn Cerna-Bog«l lebhafte Artillerietätigkeit, das übliche schwache beiderseitige Llrtlllerieteuer und Plänlteleieu ztmsch«: Wrchprbteilmv-, gen. Feüttliche Flieger «rtfialtet«: lebl-afte, aber wirkirngslose Tätigkeit lsiuter unserer Front, Af/frl/i * A%p//jfo/r Y/7or/? °\ tr#. f/ y^f. uSDEöf VSVD6VS Konigrddi /; fofe n ^ dEb^gdES^«W** Niumänische Front: Längs der Donau stellenweise Artillerie» und Jnfrurterief-euer. Wir haben mehrere Boote unterhalb von der Insel Golem Kalafat durch Feuer zerstört. In der Do - I> r ax S> f d) er Scnnme bildet, und die umliegenden Munitionslager- aäume in Brand gesetzt, aus denen alsbald Helle Flammen ieinporloderten. Der Brand griff auf das ganze große Mutnitionslager, das in ununterbrochenen Explosionen in die Wust flog, über. Brandstätte und Scheirxwerserstellnngen wurden von unseren tapferen Fliegern mit Maschinengewehren beschossen. Eine riesige Rauchwolke bildete sich über der ^Brandstätte und -nachte sich noch in 2800Meter Höhe bemerkbar. Die Explosionen der Geschosse wurden noch in St. Quentin an heftigen Erschütterungen gespürt. Der gewaltige, immer neu anflodernde Feuerschein konnte unvermindert bis Tag-esanbrnch beobachtet werden. Durch andere deutsche Flug zeug geschwader wurden in -derselben Nacht an 20 mit Russen belegte Ortschaften und -.Lager hinter der feindlichen Front mit Bomben angegriffen. -Auch hier wurde gute Wirkung durch zahlreiche Brände festige stellt. Ebenso wurden die Bahnanlagen bei Proyart, sAmiens und Longueau durch Bombentreffer beschädigt. Ans Der^ Strecke Amiens—'Pont-de-Metz vernichtete ein Volltreffer einer 50-Kilog ramm-Bombe einen fahrenden Zug. Englands Erobern,rgswitlc. Berlin, 8 . Nov. Englands Wille zur Weltherrschc 8 vnD von dem bekannten militärischen Sachverständige Mepington im Novemberhest des „London Magazin- ftierkünüet Es heißt dort: Wir haben die Führung m dem Bündnis übernommen u -die Führung Europas gebürt uns mit Recht. Wenn der Kri W )vie nierden Mr dastel/en? Wenn lorr Arm«, Flotte u falle Hnfsquellen zusammenn-ehnien, so werden wir die erste mi itärffche Macht der Welt sein. Wir werden in der Hauptsache S -macht vor allem anderen bleiben. Aber die Landesgrenzen 1 lReichcs werden weiterhin dem Erdumlfange gleichen. Uns. halte Und hat den Eroberungswillen. .^ie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" sagt hierz sRevtwgton ist zu ehrlich^ als daß er die ewige Heuchel 'Mttmachen will, England kämpfe für das Recht der Kleine Mr die Freiheit und Gerechtigkeit der Welt. Der Wille z: »Eroberung, der bei anderen Völkern ein Verbrechen, ist En 'lands alleiniges, göttliches, ewiges Recht. ., £ ? n b o n , 7. Nov. (WTB.) St u n c i nt a n antworte schriftlich auf bte Frage von Oberst Norton Griffith. das; ernrgen Fällen, wo nationales Interesse in Frage kam, e laubt wurde, Waren feindlichen Ursprung^eii zu führen. Auch der Verkauf britischer Waren ins Au land wurde in einigen besonderen Füllen gestattet. Rahrungsmittelsorgen in England. Berlin, 8 . Nov. Tie Nahrungsmittelsorgen beginnen m England immer größer zu werden. In manchen! Orten wuftw der höchste Preis für Weizen seit 50 Jnhveu erreicht .Auch die Kartogelpreise zeigen eine ständig steigende Tendenz. Der österreichische Thronfolger an die Deutschen in Oesterreich. n, 8 . Nov. An die Deutschen m Oesterreich Thronfolger Erzherzog Karl Franz Josef mit der Aufewanot, selbstbewußt und mit Stolz aufzutreten und zu Berli Aox sich der . forderung g betonen, was sie jetzt in dem Kriege und mich früher für den Staat getan haben. Sie macksten ihre Befriedigung darüber äußern, das; der Deutsche seine alte Mission als staatserhaltendes Element wieder beweisen konnte, und daß es sich gezeigt habe, daß das wahre Deutschtum in Oesterreich die dynastischen Bestrebungen und die staatserhaltenden Faktoren eins seien. Ter,.Lokal-Anzeiger" meint: Wenn sich diese Nachricht bestätigt, dann könnten die Worte des österreichisch-ungarischen Tronwlgers als ein wertvolles Unterpfand aufgefaßt welchen, das für die Notwendige innere • Neugestaltung in Oesterreich erfreuliche Aussichten eröffne. Eine Anleihe der Stadt Grodno. Grodno, 7. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Einer Korrespondenz zufolge wurde der Stadt Grodno die Genehmigung, zur Aufnahme einer vierprozentigen Anleihe bis zur Höhe von 182 000 Rubel in Mnrkwährung erteilt. Sie dient hauptsächlich zur W r e d e r i n st a n d s e tz un g und Vervollständigung städtischer Einrichtungen und darf von der Stadt frühestens nach Friedensschluß gekündigt werden. Sie wird dann zum vollen Nennwerte zurückgezahlt. Die Inhaber der Schuldverschreibungen sind berechtigt, vier Monate nach dem Friedensschluß zu kündigen. Dann muß das Kapital einen Monat später zurückgezahlt, werden. Das gegenwärtige städtische Vermögen wird nach Abzug der Schulden auf mehr als 1230000 Rubel geschätzt. Der Mißbrauch der griechischen Flotte. Bern, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Secolo" meldet aus Athen: Die Alliierten beabsichtigen, die griechische Flotte der Salonikier Regierung zu übergeben, um auf U-BooteJagd machen zu lassen. Dänisches Ausfuhrverbot. . K o penhagen, 7. Nov (M.T.B. Nichtamtlich.) Das dänische Justizministerium hat ein Au s fu hr v e r bv t für alle Arten gezogenes Eisen, Stacheldraht, Drahtgeflechte, eiserne Nägel, Stifte und Hufeisennägel erlassen. # Der Freiheitstamps in Persien. Berlin, 8 . Nov. Zum persischen Fr ei Heils ka m p f wird berichtet, daß der mächtige Stamm der Bachtiaren tvie das Oberhaupt der Geistlichkeit in Jspahan zu den Türken übergegangen seien und Rußland den Krieg erklärt hätten. Der seekrlrg. Ein deutsches Schlachtschiff von einem englischen N-Boot angegriffen. London, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit: Ein b ri t i sch e s U n te r se e b o o t, das in der Nordsee operierte, feuerte vorgestern in der Nähe der dänischen Küste Torpedos aufein deutschesSchlacht- schiff der Dreadnought-Klasse ab. Das Schiff wurde getroffen. Die Größe des angerichteten Schadens ist unbekannt. 9 London, 7. 9öov. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Tie Besatzung des Dampfers Danae ist am Montag in Barry mit dem norwegischen Dampfer „Tvonrp" angekommen. „fianae" war Die Schüler der hiesigen Volksschiule sanrmelten innerhalb der letzten 14 Tage in nachahmenswerter Weise bei den eigenen und airverwandten Familien! Aepfel für die verwundeten Krieger. Es konnten bis jetzt schon zwölf Wrbe mit Obst an verschiedene Reservelazarette in Gießen verteilt werden. — Kriegsfreiwilliger Herrn. S chle e nb e cke r,, Viezefeldwebel in einer Sanitätskolonne, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. — Musketier Karl Kröck, Sohn des lnesigen Gasttmrts Heinrich Kröck V., gilt seit September als vermißt. — Dem Pionier Reuschling, Spengler dahier, wurde die Hessische Tapferkeits-Medaille verliehen. ** Klein-Linden, 8. Nov. Dem Pionier Friede. Jung, Sohn deS Ludw. Jung XII., Wagner, wurde für tapfere? Verhalten vor dem Feinde die Hessische Tavierkeitsmedaille verliehen. Er steht seit 1'/, Jahr im Felde und ist in Klein-Linden geboren und wohnhaft, nicht, wie irrtüinlich angegeben, in Gießen. ^-Nieder-Bessingeu, 6. Nov. Am gestrigen Sonntag erschoß sich während einer Jagd der Rentner Koch aus Bad- Nauheim. Die Leiche wurde von den Jagdteilnehmern bald gefunden. Die gerichtliche Tatbestandsaufnahme ergab, daß Selbstmord vorliegt Die Gründe, die den über 70jährigen Mann dazu veranlaßteu, sind unbekannt. Koch war früher auf Hof Haselhecke bei Bad-Nauheim. ** Steinberg, 8. Nov. Der Gefreite Georg Häuser beim Jnf.°Rgt. 390, 2. Maschinenqewehr-Komvagnie, wurde am 29. Okt. d. I. zum Unteroffizier befördert. Die Hessische Tapferkeitsmedaille hat er bereits schon erhalten. [] Watzenborn-Steinberg, 8. Nov. Dem Stabsarzt llr med. Karl Sommerlad wurde das Ritterkreuz I. Klasse des Albrechtsordens mit Schwertern verliehen, nicht ein Alfons- orden, wie es in unserer gestrigen Nummer infolge eines Druckfehler? hieß. Kreis Büdingen. Fc. Büdingen. 7. Nov. Der Mctzgcrverband des Kreises Büdingen gibt bekannt, daß in Zukunft keine reine Leber- undj Blutwurst, sondern stets nur M e n g w u r st hergestellt werden darf, deren Höchstpreis 1,70 Mark das Pfund betragt. In diese Wurst darf kein Fett und Speck verarbeitet werden. Andere Wurst- sorten dürfen nur noch mit besonderer Genehmigung hergestellt werden. # Büches, 7. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Karl G r ö u i n g e r. ^ Echzell, 7. Nov. Hier starb der Kriegsveteran von 1870/71 Johann Laug. Fauerbach, 7. Nov. An einer schweren Krankheit starb in einem Feldlazarett in Galizien der Landsturmmann 5(boIf Wenzel. chp Gelnhaar, 7. Nov. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Karl K e m p f im Laudwehr- Feld-Art.-Regt. 5. Kreis Schotten. fc. Schotten, 7. Nov. Tie Lese Vergütung für das Kilo- igramm Bucheckern ist vorläufig ans 50 Pfg. normiert worden, wird aber vermutlich/ eine höhere Vergütung bewilligt werden. Kreis Friedberg. F. C. Friedberg. 7. Nov. Der vom Kreisamt festgesetzte Höchstpreis für Dickwurz von 1,00 Mk. ist durch den vom Bundesrat festgesetzten Höchstpreis von 1,80 Mk. aufgehoben. fc. Butzbach, 7. Nov. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse »nurde ausgezeichnet Lehramtsassessor Tr. Racke von der hiesigen Realschule. 4b G a m b a ch, 7. Nov. Hier zeichneten 251 Schüler 4315 Mark zur 5. Anleihe. :: Pohl-Göns, 8. Nov. Hugo Simon, Sohn der Witwe Abraham Simon dahier, der kürzlich zum Gefreiten befördert worden war und vor Verdun steht, erhielt das Eiserne Kreuz. # Wohnbach, 7. Nov. Von 36 Schülern hiesiger Schulklassen wurden 1740 Mk. zur 5. Kriegsanleihe gezeichnet, bei der 4. betrug die Zeichnung 2501 Nck. Starkenburg und Nheinhessen. Fc. Worms, 8. Nov. Zur Beerdigung der im hiesigen ^Vriegsgefangenlager gestorbenen russischen Kriegsgefangenen hat die Stadtverwaltung ein besonderes Gelände im Friedhof überwiesen, das jetzt auf Kosten wohlhabender russischer .Kriegsgefangenen eingefaßt und mit einem monumentalen Grabdenkmal geschmückt wird. Das Denkmal ist von einem gefangenen russischen Bildhauer verfertigt worden und soll demnächst eingeweiht werden. Hessen-Nassau. hl Biedenkopf. 8. Nov. In dem Kreisstädtchen H a tz -- f c l b wird eine neue K r a n k e n p s l e g e st a t i o n errichtet. Der Hrndelsausschuß hat auf die Dauer von 5 Jahren einen jährlichen Zuschuß von 200 Akk. bewilligt. = Frankfurt, 7. Nov. Mit seltener Einmütigkeit genehmigte die heutige Stadtverordnetenversammlung eine Magistratsvorlage über die Sanierung des Frankfurter P- Nach Abzug von 11 Ortsfremden: 7,85 Er ES starben an Zus. Krupp I 0) Keuchhusten 2 (2) Lungentuberkulose 1(1) Tuberkulose anderer Organe 2 (2) Lungenentzündung 2 (1) Erkrankungen der AtmungS- organe 1 Erkrankungen der Kreislauss- orgaue 1 (1) Erkrankungen des Neroensyslenls 1 (1) anderen Erkrankungen der Perdauungsorgane 2 (2) Krebs 1 anderen Neubildungen Selbstmord durch Erhängen 1 wachsene * Tri) Md 2 ( 1 ) 1 MD 1 ( 1 ) 2 ( 2 ) 1 1 1 Kinder im 1 . Lebens- vom 2. bis jahr !5. Jahr 1 ( 1 ) 2 (2) - 1(0 Summa: 16(11) 12(7) 2(2) 2(2) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. W a l g e r, Med.-Rat. vermischtes. Ein Eisenbahnunglück. * Beuthen, 7. Nov. (W.T.B.) Heute mittag 1 Uhr fuhr auf der Station Radzionkau der Pers 0 nenzug 13 3 der der Einfahrt infolge Ueberfahrens des Haltesignals auf den rangierenden Güterzug 850 4. Der Materialschaden ist gering. 25 Personen wurden verletzt, darunter drei schwer. Der Betrieb konnte um 4 Uhr nachmittags wieder ausgenommen werden. Berlin, 7. Nov. (Priv.-Tel.) Der „Berl. Lok.-Auz." meldet aus Breslau: Die seit einigen Tagen verwitwete Rentnerin Emilie Krüger in Hayrau würbe in ihrem Schlafzimmer ermordet ausgefunden. Jetzt hat das 14 jährige Dienstmädchen Margarete G ü n z e l gestanden, ihre Herrin aus Rache für eine Mißhandlung mit der Axt nachts erschlagen zu haben. Nach dem „Berl. Tagebl." ist mich der Bruder der Magd, der 17 jährige Fleisäierlehrling Artur Günzcl, verhaftet worden. Die Vernehmungen der beiden Geschwister, die sich in Widersprüche verwickeln, haben sich so verdichtet, daß als Täter nur das Mädchen und ihr Bruder in Betracht kommen können. * Der militärische Gruß. Der Gruß ist entstanden aus den Zeichen und Gebärden, die ein Schwächerer beim Zusammentreffen mit einem Stärkeren machte. Aus dem Wege von den umherstreifenden Menschenhorden der vorgeschichtlichen Zeit bis zu den Kulturvölkern der Jetztzeit hat der Gruß manche Wandlung erfahren, bis er dann zum einfachen Äutabnehmen geworden ist. In dem Anlegen der Hand an die Kopfbedeckung hat dann der militärische Gruß noch eine Vereinfachung gesunden, die in erster Linie aus Zweckmäßigkeitsgründen entstanden ist, weil der Soldat nicht immer den Helm oder die Mütze abnehmen kann. Andererseits erinnern aber da? Senken der Degen und das Präsentieren der Gewehre noch mehr an die vorgeschichtliche Zeit, in welcher der Gruß ein Zeichen der Schwache, der Unterwerfung und der Bitte um Schonung war. Wie durch da? Senken der Degen, so kommt auch in dein Präsentieren der Ge- wehre zum Ausdruck, daß der Untergebene den Vorgesetzten als den Mächtigeren anerkennt und sich vor seiner Gewalt beugt. Letzte Nachrichten. Hughes gewählt. Amsterdam, 8. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterbureaus aus New York: Der demokratische (republikanische?) Kandidat Hughes siegte im Staate New York, der für den Wahlausgang als entscheidend gilt. Amsterdam, 8. 9 tov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Nmterbureaus. Hughes ist gewählt. Amsterdam, 8. Nov. Daily Telegraph mildet aus New York vom Freitag: Alle großen Kanonen der Republikaner und Demokraten bereiten sich mit aller Energie aus den großen Angriff vor, der am Dienstag zu Ekrde geht. Hughes leidet an Katarrh, aber Wilson, der aus derartige Redeschlachten gründlicher geeicht ist, ist in ansgezeichneter Verfassung. Tie Ansicht des Berichterstatters ist, daß nach allem, wias er gelesen und von verschiedenen Führern gehört hat. die Amerikaner sich im sch är fsteni Präsidentschaftskampfbefinden,derjemalsver- zeichnekt wurde. Soweit Wetten in Frage kommen, stehen diese zugunsten der Republikaner. Aber man nimmt an, daß infolge Hughes kühner Behauptung, daß unter seiner Regierung ein Lu'sitania-Fall nicht vorgekommen wäre, daß er kein Ausfuhrverbot für Waffen und Munition wie auch keine Warnung^ an die Amerikaner zugelassen hätte, nicht auf feindlichen Schiffen zü reisen, ein großer Teijl der dentsch--amerikanischen Stimmen und auch der Teil der unversönlichen irischen Amerikaner, die seit Kriegsbeginn zu den Deutschen halten, verloren gegangen ist. * Degradierung hoher rumänischer Offiziere. Stockholm, 8. Nov. Der rumänische Kriegsminister gibt bekannt, es sei nötig gewesen, eine Reihe rumänischer Offiziers wegen feigen Verhaltens vor dem Feinde aus den Listen der Militärverwaltung zu st r e i ch e n. Durch Mitteilungen von Untermilitärs ist festgestellt, daß eine Reihe Offiziere höheren Ranges den ihnen anvertrauten Ausgaben unfähig gegenüberstand und in einer die militärische Ordnung umstürz^nden Weise offen Feigheit bekundet habe. DeÄfalb wurde General Dimitriew Dra- gotescu, die Majore Chebach und Valschenscu aus den Listen des Heeres gestrichen und degradiert. Die Bekanntgabe weiterer Namen folgt. Der diesbezügliche Erlaß ist gezeichnet von Bratiann und General Jantovescu. Die rumänischen Zeitungen teilen offiziell mit: Da infolge des Vordringens der feindlichen Heere in der Dobrndscha die Möglichkeit einesUe. berschreitensder Donau durch den F e i n b sich vergrößert, habe die Oberste Heeresleitung den Befehl gegeben, die Flußdämmc, ivelche die Donauarme durch das Sumpfgebiet leiten, zu durchbrechen. Die bedeutende Verbreiterung des Flusses werde den feindlichen Flußübergang erschweren, wenn auch nicht verhindern, und vermindere die dem Lande von Süden drohende Gefahr. Brussilow als Helfer. Genf, 8: Nov. Zu dem von den Greyschen Organen dringend ausgesprochenen Wunsch, Brussitow möge jetzt sein Aeußerstes daran setzen, durch einen Vorstoß die militärischen und politischen Vierbundspläire zu stören, erfahrt der „Temips" von seinem Korrespondenten im russischen Harrptguartier - Ein Sturmangriff in der Richtung Haticz wäre vielleicht durchführbar. Da aber die Erhaltung dieser Positron zweifelhaft sei, sei Brussilow zu einem stveiteren Aufschub dieser Uuternehnrung genöttgt. Die Pariser Fachkrittk sucht immer noch nach Anzeichen ^ einer einheitlichen militärffchen Leittmg aller Ententekräffe im Osten und Westen. Die Kvhlenverforgung der Entente. Haag, 8. Nov. Das Kriegs Ministerium hat bestimmt, daß alle Bergarbeiter, die schon vor dem 24. Juni in Bergwer^- b et rieben tättg waren, ohne weiteres vom Kriegsdienst befreit werden sollen' Man hofft, daß dadurch/ 15 Mlllionen Tonnen Steinkohlrur, welche die Ententeländer infolge des Llussattes der deutschen und der nordfranzösischen Kohlenerzeugimg dringend brauchen, ersetzt werden können. Llus Melbourne wird berichtet, daß dar australifche Marinenrinifter infolge der Arbeitseinstellung der Bergarbeiter angeordnet hat, alle Steirrkohlenbestände zu beschlagnahmen. [ohti6B6zug85ohem| Alle Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Seltersweg Nr. 58 Kleiderichräuke 35 Mk. an Waichschränke UH „ „ Küchenschräukc 45 .. „ fBetten. Ehalselonaue 40 Mk. ,an, Tische, Stühle. Spiegel, große Auswahl nur bei I. JttmannZ Bahnhofstr. Versand nach auswärt» Gaslampen Gassparherde empfiehlt 012520 in großer Auswahl billigst JnsiallationS'Gcschäft JL Tl*©r , !raer LndwigstraOe 40. 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Feld.-Art.-Regt. Nr. 33, kommandiert zu einer Feldfliegerabteilung, Ritter des Eisernen Kreuzes 11. und I. Klasse, Inhaber der Hess. Tapferkeitsmedaille. Mit ihm, dem Tüchtigen und Lebensfrohen, sank unser aller Stolz, Hoffnung und Freude dahin. In tiefem Leid: Med.-Rat Dr. Kallmann, Kreisarzt, und Frau Mia geb. Siepmann Elly Kulimann Hilde Kulimann, Referendarin Dr. Paul Ohnacker, Ass.-Arzt, z. Zt. im Felde und die übrigen Angehörigen. Lauterbach (Oberhessen), am 6. November 1916. 8025 für leichte Arbeiten für nachmittags gesucht evtl, mit Nachtessen. 8elimall,Hess. Ho. fl Frankfurter Str. 7. 18 026 ~ ZiiMü öausbuliÄ | ges. Oßiuann, ©ellerötü.89 Hausburschen sucht Kaafliaas Eisoffer. [ 013183 Eine saubere Putzfrau gesucht. .1. Hellbronnor, Marktstraffe 17. _ 18034 Tüchtige unabhängige Waschfrmi (f- Maschinenbetrieb» fof. ges. “ ilnglins^belm. [7955 Cafe Amend Homto Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert S-ädtLscher Seefisch mavkt. Donnerstag, den 9. 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Anträge aus Ausstellung von Bollmtlchbezugskarten sind unter Benutzung der vorgeschriebenen Vordrucke bei den zuständigen Brotkartenbeztrken zu stellen, wo die Vordrucke erhältlich sind. Für die unter b, d, £ Genannten Dt die Vorlage eines Zeugnisses erforderlich. Vordrucke der Zeugnisse sind gleichfalls an der vorgenannten Stell, zu haben. Die Brotkartenbeztrke sind zu diesem Zwecke Freitag, den 10. November und Montag, den 13. November 1016 vormtttags von 8—11 Uhr geöffnet. Die Vordrucke sind svätestens bis Donnerstag, den 16. November 1916 ausgesüllt an die Brotkartenbezirke zurückzugeben. Gleichzeitig fordere ich die Halter der in Gieffen eingestellten Kühe zum Zwecke der Selbstversorgung nnt Milch und Butter auf, alsbald ihren Bestand unter Benutzung des vorgeschriebenen Vordrucks aus dem Lebensmittelamt, Ost-Anlage 39, Zimmer 2, zu melden. 803711 Gieffen, den 7. November 1916. Ter Oberbürcrermeifter. Keller. Bekanntmachung. Für die Obst- und Gemüsetrockenanlage werden täglich, auch in kleineren Mengen, Aufträge entgegcngenommen. Der Trocknungspreis beträgt 3.— Mk. für den Zentner Frischwaren. Es wird darauf hingewtesen, baff sämtliche Obst- und Gemüsesorten, wie Aevsel, Birnen, Weinkraut, Rotkraut, gelbe Rüben, Kohlrabi, Kartoffeln usw. zur Trocknung übernommen werden. Die Anlieferung hat an den Werktagen von 10-12 Uhr zu erfolgen. Elektrizitätswerk u. Straffenbabn der Stadt Gieken: Stolte. 7983O VergehNß m Miroisiuip. Für die Feldbereinigungen Ettingshausen und Holzheim soll das Roden abgetriebener Waldflächen, veranschlagt für Ettingshausen mit 400 Mk. „ Holzheim „ 1600 „ vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen aus den Großh. Bürgermeistereien offen, wo die Angebote in Prozenten des Kostenanschlags verschlossen, mit entspr.Ausschrift versehen und postfrei einzurcichen sind. Eröffnungstermin: auf dem Rathaus zu Ettingshausen Montag, den 13. November vorm. IO 1 /«, Uhr, auf dem Rathaus zu Holzheim Dienstag, den 14. November vorm. lV/ 2 Uhr. Freie Auswahl Vorbehalten. 8021 £ Gießen, den 3. November 1916. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Großh. Baurat. Mchttlmsche für sofort gesucht. Frilz Meintet*, Wursrfabrik. [ 80,1! Dir.: Hermann Steingoetisr. Freitag, 10. Nov. 1916: abends 8 Ubr Zu Sifiito keliiMüli AufferAbonnememKl.Preise Maria Stuart Trauerspiel in 5 Aufzügen von Fr. v. Schiller. Ende 11 Uhr. [8027c _ Obstbäume Zum sofortigen Eintritt suche ich niedrere wcg. gkn»l. Räumung billigst. Ltalhcl-ü.Zohailüisliccrtli starke Pflanzen empfiehlt dir. FFoittri^Baumschulc Schiffenberger Weg 30. 17832 N S r r © ii gesetzten Alters für Kontor und Fabriken. Georg Philipp Gail, Tabak- »ad Zigarreafabrike».^ 8!»« Seife £ nimmt man zum Waschen für zarte Haut besser Karns itadelkieie Central - Drogerie, Sch ul str. Leghühner 1915er in Kürze legend, speziell welffe u. rebhuhnsarbige Leghorn, groffe Ere molare von M. 9-12 das Stück. 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