Nr. 262 Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer SorrtttagS. - Beilagen: Hießener KamtlienblSIter; KteisDlatl für den Ureis Gießen, vezugzpreis: monatl. 90 Bf.. Vierteljahr!. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- lährl. ausschl. Bestellg. ^erusprech - dlnschliisse: furdieSchru'tleitung112 Verlag,^eschäitsstelleol Anschriit fl'irDrabtnach- richten: Anzeiger Hlehen. Erstes Blatt {66. Jahrgang vtenstag. 7. November (W Postscheckkonto: Zranfturt a.M. U68H Bütlkverkehr: Gewerbebank Gießen Swillingsrund-ruck ».Verlag: Brühl',che Umo.-Buch- u.5temdr»ckerei R.La»ge. Schriftleitung. Geschäftsstelle u.Druckerei. Schulftr.7. /.nnalMe von Anz..^. die Tagesnnnnuer l-iä zunrNochmiltag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Plahvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi-, bei Plahvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und- Land. Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zen,:. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. schwere an kt Sone. (WTB.) Großes Hauptquartier. 6.November. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. In der Dauerschlacht an der Somme war der 5. November wieder ein Großkampftag er st er Ordnung! Engländer und Franzosen haben mit sehr be deuterchen Kräften und unter Einsatz der ganzen Feuerkraft ihrer Artillerie einen gewaltigen Stoß gegen die Front der Armee des Generals von Below geführt. Die unter dem Befehl der Generale Frev- h?rrn Marschall, von Deimling und von Garnier stehenden Truppen verschiedener deutscher Stämme halben uner- sch ü t t e r l i ch sta nd geh a l t e n u nd d e m F e i n d e i n e s ch wer e Ni ederlageve reitet. Teile des Straßburger Korps, des sächsischen und badischen Kontingents, Berliner und Hanseaten, sowie das Meininger Infanterie-Regiment haben sich besonders ausgezeichnet. Auf der ganzen, ^zwanzig Kilometer breiten Angriffsfront von Le Sars bis Bouchaves- n es haben die verbündeten Gegner größteblu- tige Verluste erlitten und, abgesehen von einem örtlichen Gewinn am Nordteile des St. Pierre Vaast-Waldes, nichts erreicht. Wo sonst der Feind bis in unsere Linien Vordringen konnte, wurde er sofort wieder hinausgeworfen und ließ 10 Offiziere. 310 Mann und Beute in unserer Hand. Nordöstlich von Le Sars wurden allein über 70 Gefangene und 11 Maschinengewehre eingebracht. Bei Soissons wurde der Angriff einer schwachen französischen Abteilung abgeschlagen. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Rechts der Maas und im Abschnitt von Hardau- mont heftige Artillerie- und Handgranatenkämpft. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine wesentlichen Ereignisse. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Die Kämpfe am Toelgyes-Abschnitt sowie zwischen der Altschanz- und Bodza-Paß-Straße dauerten ohne wesentliche Aeiwerung der Lage an. Südwestlich von Predeal nahmen wir die Höhe La Omu und machten südöstlich des Roten -Turm-Passes weitere Fortschritte. Beiderseits der Szurduk-Paß-Straße wurden rumänische Angriffe abgeschlagen. Wir nahmen an der Südfront über 450 Mann gefangen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Erste Generalguartienneister / Ludendorff. Erschütternd wirkt in dem gestrigen deutschen Tagesbericht Ludendorffs Mitteilung von dein neuen „Großkampftag erster -Ordnung" an der Somme! Der Krieg hat eine große Skala von Empfindungen des Schreckens und Grauens vor uns anfgetan, oft wurde gesagt, daß diese und jene Furchtbarkeit eines Schlachttages gar nicht mehr überboten werden könne, und dann würden wir doch! inne, daß die Härten des Krieges miteinander wetteifern und im Karpathenwinter so furchtbar waren wie in heißen Sturm- tagen an der Schützengrabenfront. Jetzt aber haben wir alle den Eindruck, daß blutiges Granen, wie es sich an einzelnen Tagen im Gebiet der Somme abgespielt hat, nicht mehr gesteigert werden kann. Zurückgekehrte Kämpfer und Verwundete erzählen es, -nicht in redseliger, prahlender Weise, sondern karg und grübelnd; man kann darüber nicht viele Worte machen. Und Ludendorff, der alle Berichte ans den Kämpfen mit den Russen kennt, läßt uns durch den Ausdruck lebhaftester Gemütsbelvegung erbeben: Großkampftag erster Ordnung? Da erstehen die Bilder tieftrauriger Vorgänge und Schicksale, die Fluten von Blut und Tränen. Und doch, unsere Oberste Heeresleitung frohlockt! Wir haben gesiegt, dem Feinde eine neue, schwere Niederlage auf einer Front von 20 Kilometern beigebracht! Ruhmgekrönte Truppenteile und ihre Führer werden genannt, und in die düsteren Vorstellungen von Schmerz und Trauer mischen sich die Gefühle von Füeude, Befreiung und Dankbarkeit. Auss neue wird das^ alte Wort bestätigt, das im Munde aller Feldgrauen ist: der Feind kommt nicht durch, nie. Und so steht .es im Osten auch. Bei der Verkündung der Entstehung des neuen .Königreichs Polen wird es uns mitgeteilt: die Berliner und die Wiener Regierung haben die feste Gewißheit, im -Osten den Sieg zu behalten; Brussilow, der einige Tage unser Schrecken war, hat mit seinen großen Offensivplanen ausgespielt. Sind wir dem Frieden näher? Viele glauben es, flüstern es sich zw. Wir find ihm näher. Ob er aber in greifbarer Nähe, etwa an der Pforte des Jahres 1917, steht?' pßyrr wrssen es nicht. Vor einigen Tagen hatten wir auf Stimmen verwiesen, bic meinten, dir Feinde träten mit Frie- densgchanken darum nicht an uns heran, weil sie uns miß- I trauten. Wir haben diese Ansichten abgelehnt, denn es ist der I Wille unserer Feinde, uns doch noch zu zerschmettern, der den Krieg weitpr hinausschleppt, nichts anderes. Die Glut dieses Willens wird freilich auch von Besorgnissen genährt, die man aber mit dem sanften Wort Mißtrauen schlecht charakterisiert. Mit Gedanken über deutsche Gefahren nach dem Frieden geben sich unsere Feinde nicht viel ab; sie trachten vielmehr danach, uns den Frieden zu diktieren, uns zur weiteren Erstarkung für die Zukunft nichts übrig zu lassen. In der mehrfach erwähnten deutsch-ungarischen Zeitschrift „Das junge Europa" beschäftigt sich Dr. Elenier Halmay mit der Frage, was wohl den Friedensschluß verzögere. Er antwortet ganz richtig: Die Furcht vor dem Frieden. Bei unseren Feinden nämlich. An die Spitze seiner Betrachtungen stellt Halmay die Feststellung, daß die Großmächte Deutschland, England und Rußland den Zeitpunkt des Friedensschlusses bestimmen würden: „Hinter den durch wirtschaftliche Interessen gt tragenen weltpolitischen Zielen Deutschlands, Englands !und Rußlands verblassen die nationalen Motive, während sie bei Franzosen und Bulgaren im Revanchegedanken, bei den Italienern, Serben und Rumänen in der Jrredeuta, bei der Monarchie und der Türkei aber im Selbsterhaltungstrieb und im Willen zur Wa!>- rung der territorialen Jntegrüät gipfelnd, stets im Vordergrund waren und blieben. Ist diese Unterscheidung der Kriegsziele eins stichhaltige, entspricht es der Wahrheit, daß die nationalen Motive in diesem Kriege naturgemäß hinter die weltpolitischen gedrängt erscheinen, — ergibt sich logischerweise, daß die politisch richtige MertUng der militärischen Lage seitens Deutschlands, Englands und Rußlands, schließlich zu einer Lösung des schwierigsten aller Probleme, zum Kriegsende führen muß, denn die Interessen und Bestrebungen alter anderen Kriegführenden werden, genötigt durch den historischen Werdegang der Dinge und enthoben jedweder Gefühlspolitik, sich in erster Reihe den Erfolgen und Errungenschaften dieser drei Mächte anzupassen haben." Die Wahrung der Alleinherrschaft zur See durch Nie derringung Deutschlands wäre also das weltpolitische Ziel Englands, der Besitz der Dardanellen das Rußlands, freie Entwicklung seines Welthandels durch eine ungestört unabhängige Seepolitik das Ziel Deutschlands. Und die Frage: Inwiefern erscheinen diese weltpolitischen Kriegsziele zur derzeitigen militärischen Lage gemessen erreicht? beantwortet Halmay mit folgenden Sätzen: „England schuf sich sein Skagerrak; Hunderttansende von Quadratkilometern russischen Besitzes sind in Feindeshand, die Dardanellen hingegen in gesichertem türkischen Besitz; das in seine weltpolitischen Aufgaben hinein gewachsene D e u t s ch l a n d aber schlägt sich Dank seiner wunderbaren Ocko- nomie seiner Kräfte und dem Genie seiner Führer ans Kriegsschauplätzen über der Grde und unter dem Wasser, an der französisch- englischen Front, aus der russischen Front in Kurland, LithaueN und Wolhynien, ferner in Galizien und der Bukowina, weiter am Suezkanal, in Meinasien, Mesopotamien, Armenien, Persien, Griechisch-Mazedonien, in Siebenbürgen und der Dobrudscha. Das räumlich durch Tausende der Meilen Getrennte, vereint sich strategisch zu einer Alles umfassenden Geschlossenheit der Konzeption, — von Hindenburg zu Hindenburg." Die Furcht der Feinde vor dem Frieden ist also erklärlich. Die Hoffnungen, daß sie ihre Ziele erreichen würden, sind geschwunden. Halmay schließt seinen Aufsatz wie folgt: „So rnanche Zeichen machen sich bemerkbar, die auf ein Dämmern in den Hainen der Entente Hinweisen; einer Necwrientierung' feer Politik scheint man nunmehr nicht in Allem nicht überall absolut ablehnend gegenüberzustehen. Erkennen und Gestehen find -jedoch zweierlei Dinge, — des Kriegsendes größtes Hindernis ist in der Furcht unserer Feinde vor dem Frieden zu suchen'. Das Kriegsende kann nur durch eine Revision der Ententekriegs- ziele erfolgen, daher die Furcht der Führer vor dem Frieden; aber t sparkassenamtes I Freiherr vou Schuster eine Gesamtsitzung des Konsortiums für staats finanzielle Transaktionen in Österreich stattgefunden, in welcher über die Emission einer fünften österreichischen Kriegsanleihe beraten wurde. Der „größte KriegHrat" der Entente. Rotterdam, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Ddaas- bod-e" veröffentlicht ein Telegramm der „Central News" aus London, wonach man vor einigen Tagen mit Verhandlungen zwischen Paris, London, Petersburg mib Rom begonnen habe, um eine große Zusammenkunft der Generalstäbe der Alliierten in Paris zu veranstalten. Es bestehe Aussicht auf Verwirklichung des Planes. Me Versammlung wird der größte Kriegs- r a t sein, den die Alliierten bisher abgehalten haben. Ein Tagesbefehl des Königs von Rumänien. Stockholm, 4. Nov. Der König von Rumänien richtete an das gesamte Heer folgenden Tagesbefehl: „Nach! siebenwöchiger Kriegsdauer beginnt jetzt ein heftiger Kampf um die Verteidigung der eigenen Erde gegen die angreis enden Feinde. Ich erwarte von Euch, daß Ihr mit äußerster Pflichterfüllung mit dem lebten .Blutstropfen Euer Land verteidigt, das eine so schwere Zeit durchlebt. Ein Rückzug ist ein Ver brechen." Aus Griechenland. London, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Mor- ning Post" meldet aus Athen: Zehn Offiziere des Trikala-Regiments, die über Land nach Saloniki reisten, wurdet: von Truppenabteilungen, die vom griechischen Hauptquartier in Larissa aus geschickt waren, verfolgt, bei Kozani aufgegrisfen, unter starker Bedeckung nach Kalabaka zurückgebracht und ins Gefängnis gesetzt. Zwölf andere Offiziere seien, als sie sich im Piräus nach Saloniki einschifften, ins Gefängnis von Athen gebracht worden. Die Internierung im Offiziersgefängnis wurde ihnen verweigert. Auch viele Soldaten aus Athen seien in Patras und anderen Orten gefangen genommen worden, weil sie versuchten, nach Saloniki abzureisen. Das königliche Dekret vom Montags durch welches alle Offiziere der See- und Landmacht, die sich Venizelos anschlossen, vorläufig aus dem Offizierskorps entfernt würden, um später vor einem Kriegsgericht abgeurteilt zu werden, sei eine unbestreitbare Tatsache. Bern, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Corriere della Sera weiß aus Athen zu melden, die Regierung habe nach Schluß des Kronrates erklärt, wegen Einhaltung der Neutralität nicht einwilligen zu können, die Torpedoboote dem Admiral Fournet zu überlassen. Der Admiral könne sich jedoch ihrer unter französischer Flagge und mit französischer Besatzung nach Bedarf bedienen. B ern, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Denr „Petit Journal" zufolge erörterte die provisorische Regierung in S a lo - niki die Möglichkeit einer Bewaffnung der' griechischen Dampfer im Jnselverkehr. Ferner ist beschlossen worden, in Saloniki und Kcrnea einen Gerichtshof einzusetzen. Paris, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. General R o g u e s ist in Saloniki eingetroffen. * Der türkische Bericht. Konftantinvpel, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Generalstabs vom 6. Nvvenüber: An der Kaukasus-Front fanden für uns giiuftigc Schar* mützel statt. vom amerikanischen rvahlseldzug. New Uork, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Adeldnng des Reuterschen Bureaus. Wilson sprach gestern in Long Brauch und verurteilte es, daß bei dieser Wahlkampagne die ausländische Politik durch Männer zur Sprache gebracht ' p/ikaiie -. F h»' qKamza(i'\ | />/ ' Y'o'Rsba/c f\'.Wij/i>-‘ //] ^ iS^\~ ^ \t W>C Cil #5 BhfXfar/digp -t' ,; "-Gü/pmp/?/^, \ %?. ^c 7inS»'3 ^2>^- >o/di*?//,, MWWW ÄE" Sa .•.•■' / 0 :%t O fotes jJ Wi'C/;f&*0i tfaha/aJ A \oSd/3 feil ^Ä&fiejdelli 1 .v/51-■> Ix o^ßhuJwyo KB Y' y ^ ^'^y™rx£ ZP °^ Ö h :t WiP^ /° ‘ '* . - \ 'iuKdrSPinsno 'tjBffikWjk \///rjoyb Wi/ra/oi \s0!'l^U^ frpoyu ipancovi g jO /, ■7t' r Ui % BofiFmu Bdroviea &AWJ(z * .C~ \ ^orJovaku/of/er^^ SPPop^Z^PsrJjyira • i'Mz-r .if/fe» 0^/tf«"/i 4 \V'\ / oSaka/anoi \\tA \ *** fSfi//\ JI% * ? \ V N. % \ ^ äI <^£W,,v ovx f i ^ MM... lcr 7 ^rv / *= v\ V& ^ jl f^r\\ Sr.6eorg) J C O „ or.acuryr c ■» -4) KukuS Die Front ifl Mazedonien BjE/gja/t-BoiranSee Miffmass/icÄP Fron Minie -mmm 3 Ff ft iS AiirAiam/fieA /V. 73.3328 itoerrf>e, di? sich zwar Staatsmänner nennten, aber nur neuen fBrändstoff znsainmentragen würden, während die Welt in Mammen siehe. Hughes sprach in Mw Jork nach einem Fackelzuge in 'einer großen Versanrmlung über die Tarifsrage. Er sagte voraus, daß die großen Erwartungen des amerikanischen Unternehmertums nach dem Kriege in nichts verfließen »würden. Alle Nationen würden sich darauf vorbereiten, kihre eigenen Jildnstrien zu schützen und den Ueberschuß »ihrer Produktion auf den amerikanischen Markt zu werfen. Die einzige Hoffnung für die amerikanische Arbeiterschaft )fei die Einführung von Schutzzöllen, mindestens so hoch, >wie die Differenz des Preises der Arbeit in Amerika und den kntbeten Ländern ist. .Hughes über die Ausfuhr von Kriegsmaterial. New Jork, 6. Nov. (WTB.) Funkspruch des Vertreters des Wolsfschen Bureaus. Verspätet eingetroffen. In Evansvilte (Jndicrnia) sagte Hughes in einer Rede zur Frage des Verbotes der Ausfuhr von K r i e g s m u n i rion und der Warnung der Amerikaner vor der Benutzung Von Schiffen der kriegführenden Mächte: Ich trete ein für die Wahrung jeden Rechtes, einschließlich Aes Rechtes, zu reisen, und des Rechtes, Waren zu verschiffen. KWir haben als neutrales Volk ein sehr wichtiges Recht. Es ist Am großer Wichtigkeit, daß wir in dieser Zeit, da der große fKrieg tobt, die Recljte der Neutralen geltend wachen und das ^Völkerrecht unversehrt bewahren. Es müßte nach meiner Mei- irirrrg eine sehr gedankenlose Politik sein, die irgend eines von ldiesen wichtigen Rechten aus irgendwelchen sentimentalen Erwä- «amgen heraus preisgeben wollte, da wir doch die Notwendigkeiten des neutralen Handels und die Rechte der Neutralen im Dirchlick aus die Zukunst der Bereinigten Staaten im Auge zu Palten haben. * Die Ladung der „Deutschland". - Berlin, 7. Nov. Ueber die Ladung der „Deutsch- ll a nd" heißt es in verschiedenen Blättern, das Zollamt von Connecticut berichte, daß die Ladung einen Wert von ziemlich lO Mill. ^Dollars habe, zu einem Teil aus Wertpapieren bestehe und sich fint übrigen aus Farbstoffen, Chemikalien und kostbaren Steinen Nusammcnsetze. * . * Die Kämpfe in Oftasrika. > London, 6. Nov. (WTB.) Im einem weiteren Bericht Nus D e n t s ch - O st n f r i k a wird gemeldet: Eine kleine jerrglische Truppen Abteilung von 50 Monn mit zwei Kanonen jwurde gezwungen, die Stellung zwischen Aeringa und M g o m i n j t zu räunren, nachdem sie fünf Tage lang einer chchtmal stärkeren feindlichen Wteilung Widerstand geleistet ^hatte. Etwa die Hälfte der Besatzung entkam, nachdem sie die B-eschütze unbrauchbar gemacht hatte. Am 30. Oktober stiimn- ten unsere Truppen erfolgreich feindliche Stellungen westlich des Rufidji-Flusses. Der 5eekrieg. Minen an der hoSändifchen Küste. Amsterdam, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Im Oktober wurden 145 Minen an der holländischen Küste «rrngespül't, wovon 121 englischer, 13 deutscher und 11 urrbe- farrnter Natiorralität waren. Die Flotteuverluste Englands. Berlin, 6. Nov. (Prid.-Tel.) Mit der kürzlich gemeldeten KZernichäung eines kleinen Kreuzers ist der Gels a m t v e r l u st d e r e n g l i s ch e n Marine aus über 500 000 'Tonnen ihrer Linienschiffe und Kreuzer, welche England bei Aus- Ibruch des Krieges hatte, gestiegen. Insgesamt sind nämlich 4 4 len gli sck-e-Lin ien schi ffe und Kreuzer von zusammen >501550 Tonnen, nicht mitgerechuet die Hilfskreuzer, Hilfsschiffe, ^tauons-nboote u?cd Zerstörer, zugrunde gegangen. Insgesamt beiträgt der Verlust bei den Linienschiffen etwa 14 Prozent, bei den sPauzerkveuzern 30 Prozent und bei den geschützten Kreuzexwätwas 'über 14 Prozent. Von diesen Verlusten an Linienschiffen und .Kreuzern sind nicht weniger als 39 Schiffe mit 443 500 Tonnen von .deutschen Seestreitkrästen oder in Seeschlachten, durch Unterseeboote oder durch deutsche Vtinen vernichtet worden, der Rest durch Streit- 'kräfte unserer Verbündeten oder durch Soeunfall. Tie Gesamt- i?dnmclge der vor Kriegsausbruch vorhandenen französischem 'T? Linienschiffe und 22 Panzerkreuzer bestes sich ans 497 450 ^Tonnen, während sich die gesäurte Wasscrverdrängnng der italienischen Flotte vor Kriegsausbruch erfanrilien die Nvt ernziehen wird. Me Verhälttrisse sirid jetzt noch viel schlimmer, als sie im vorigen Fahre gewesen sind. Die Regierung muß den Wünschen des Reichstages entsprecksen. Ter Reichstag weiß genau, daß er später die Mittel bewilligen muß. Diese Ausgabe ist aber dringend nötig, denn wir unterstützen auch die Kämpfer an der Front, wenn wir ihren Angehörigen daheinr das tägliche Brot geben, tramenklich zu Weihnachten. Sie erleichtern den Kämpfern in Frankreich, Rußland und in den Karpathen die Weihnachten, wenn Sie den Angehörigen daheim Helsen. Mese 350 Millionen Mark stärken mich, in der Heimat und an der Front die Stellungen, die Zuversicht und den Mut. (Beifall.) Staatssekretär M. Helsferich: Ministerialdirektor Dr. Lewald hat keineswegs sich ablehnend ausgesprochen, er stellte vielmehr eine wohlwollende Prüfung dieser Frage in Aussicht, aber er konnte nichts sagen, da der Bundesrat sich noch nicht hat etrtscheiden köirnen. Diese Stellungnahme muß Vorbehalten bleiben. Wir lassen es in diesen Mn gen nicht an Initiative fehlen. Der Bundesrat hat heute noch die Monatsbeiträge für Wohlfahrtspflege um 50 Pwzent erhöht. Dieser Beschluß wird aus die Zahlurrgen der einzelnen Staaten und der Kommunen nicht ohne Encfluß bleiben. Wich wir wissen, was ein Kriegswirrter bedeutet, und werden danach handeln. Abg. Liz. Mumm (Dtsch. Fraktion): Wir stimmen der Resolution mit Freuden zu und wünsjchen, daß die Weihnachtsfreude- den Kriegerfamilien recht bald zuteil werde. Abg. Rhssel (Soz. Arbeitsgem.): Uns geht der Ausschußantrag, dem wir sympathisch gegenüberstehen, noch nicht weit genug. Das Reich, das den Familien den Ernährer genommen hat, hat auch die Pflicht, für diese Familien ausreichend zu sorgen. Die Regierung sollte sich die Lage der ^riegerfamilien aus der Froschperspektive und nicht aus der Vogelschau aüseheu. Der Reichstag darf sich der Verpflichtung, nicht entziehen, ausreichend für die Kriegerfamilien zu sorgen, und zwar unter Annahme unserer Ab- änderungsanträge. ' Damit schließt die Aussprache. Die Anträge des Ausschusses werden angenommen, die der Sozialdemokratischen Arbeitsgemein-- schaft werden abgelehnt. Es folgt der Bericht über den Schutz der Bezeichnungen „Nationalsliftung" und „Marinestiftung". Der Ausschuß cnipfiehlt, die Beratung hierüber abzusetzen, dafür aber die Annahme einer Resolution zu beschließen, die ganze Kriegs- mohlfahrtspflege reichsgesetzlich zu regeln. Das Haus beschtteßt entsprechend. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Reickstagsprä!... :n Tr. Kaemvs: Wir nähern uns dem Schlüsse unserer Tagung, llnsere Arbeiten waren aus das Gemein- -gut gerichtet und in der festen Ueberzeugung und dent unerschutter- liichen Vertrauen, daß Deutschland im Verein mit seinen treuen Verbündeten allen Aufgaben gewachsen ist, die militärisch, wirt- sschaftlich und finanziell dieser Krieg sondergleichen uns bringt. Tie Pläne unserer Feinde sind gescheitert, sie werden auch weiter slcheitern an dem inneren Bewußtsein des deutschen Volkes und an seiner inneren Stärke. Sie werden scheitern an dem Bewußte sein, wie Großes das deutsche Volk bisher geleistet hat und zu welch großen Leistungen es noch ferner fähig ist. Kaiser und Reich, dOil deutschen Volk, dem deutschen Volksheer von seiner- obersten Leitung an bis zum letzten Landsturmmann gilt in diesem Augenblick, wo wir unsere Arbeiten schließen, der wärmste, dankbarste ^Gruß. (Bravo!, Gott schütze das Vaterland! (Lebhafter Beifall.) Der Staatssekretär Tr. Helsferich verliest sie Kaiserliche Vertagungsorder, die die Bestimmung enthalt, daß. der Haushaltsausschnß auch während des Vertagung zusammentreten könne. Präsident Dr. Kaempf: Wir trennen uns mit dem .Rute: Seine Majestät der Kaiser, Volk und Vaterland leben fjctfr! (Die anwesenden Abgeordneten der bürgerlichen Parteien sowie die Regierungsvertreter stimmen in den dreifachen Rut ein. Me So- jyiaibcmüfraten hatten sich erhoben.) — Schluß V 4 10 Uhr Au§ dsm Reiche. Berlin. 7. Nov. Laut „Vorwärts" haben am Freitag und Samstag Verhandlungen stattgefundeu über die Verlängerung der Tarifverträge in der Holzindustrie. Diese Verhandlungen sind als ergebnislos, abgebrochen worden. Der Kündigungstermin für die Verträge ist der 15. November. Heute beginnen Verhandlungen unter Leitting des Reichsamts des Innern, um einen 'letzten Ausgleichsversuch zu machen. Me Forderung einer 33^'3prozenttgen Erhöhung der Akkordlöhne und von 20 Pfennig Aufschlag auf die Sttmdenlöhne wird von seiten der Arbeitnehmer als Bedingung für die Verlängerung der Tarifverträge festgehalten. Aus Stadt und Land. ' Gießen, 7. November 1916. Mitbürger und Mitbürgerinnen! DascntbehrlicheGolddemVnterland! Die Kraftprobe der Kriegsanleihe ist glänzend bestanden. Wir sind auch geldwirtschaftlich unbesiegbar. Nun bleibt noch eins zu tun: Den Goldschatz der Reichsbank, das Rückgrat des deutschen Geldwesens, wollen wir aus eigenem Antrieb noch weiter stärken. Wir wollen vor bauen für jede ettva noch kommend«? Belastungsprobe, fttt jeden möglichen ZatzlmittelbÄwri iw' Innern und nach außen, ftir die Kriegs- und dte'Ftte- denszeit. Jetzt nach dem Gelingen der Kriegsanleihe kann es sich ganz selbstverständlich nicht um eine Wiederholung des Vorgangs von 1813 handeln, nicht um ein letztes Zusammenrassen von Geldmtt- teln für die Kriegführung, sonderit um das Heranziehen der im Golde ruhenden wirtschaftlichen Widerstandskraft. Diese ungenützt zu lassen, wäre nichts anderes als ein Verzicht mrf wirksame Waffen im Wirtschaftskrieg. Tjie Gesjchickte wird es festhalteu, wie erhebend bei den Kriegsian leihen das Bert-oaueu der Reichslerttmg, in die staatsbürgerliche Einsicht, die uuverlöschlick»e Vaterlandsliebe des deutschen Volkes sich bewährte. Nicht minder wird die freudig dargebvachte Stärkung des deutschen Goldschatzes in der Geschichte dieses Krieges für alle Zeiten ein Ruhmesblatt sein. Aber rrvch ist das Ringen um unsere Zukunft nicht zu Ende. So wollen wir fortfahven in der Darbietung des entbehrlichen Goldschtmicks. Freiwillig soll die Ablieferung sein, aber auch wuchtig die Ziffer des Ergebnisses. Me Goldankaufs - stellen vergüten den vollen Goldwert Auch hochwertige Edelsteine und Perlen (mit Und ohne Fassung) werden cm gekotlft. ** Verkehr mit Milch. Zu bet demnächst durch die Stadt erfolgenden Milchverteilung sollen diejenigen Händler herangezogen werden, die die Bevölkerung bisher mit Milch versorgt haben. Siehe Bekanntmachung. ** Ge lä ndet. Das seit einiger Zeit vemrrißte junge Mädchen wurde am verflossenen Samstag als Leiche in der Lahn dahier gelandet. ** Ge stöhlen. Am 2. November 1916 wurde in hiesiger Stadt eine kleine platie, schon sehr alte goldene Damen- Schlnsseluhr mit einer feingliodrigerl Halskette, im Werte von 100 Mk., ans einer Wohnung, die kurze Zeit unbeaufsichtigt gelassen worden war, entwendet. Auf dem Rnckdeckel der Uhr befand sich ein Röschert, und der daran befirrdlöche Aufhängerina war urvechl und hatte eine Größe, die nicht zur Uhr Paßt. Ferner ist in letzter Zeit ans einem verschlossenen Raum ein Photographieapparat Marke „Jca", Modell „Reika 115", Größe 9x12, im Werte von 50 Mk., gestohlen worden. Sachdienliche Mitteilungen über den Verbleib der Gegenstände und der Täter nimmt die Krinnnal- polizei dahier entgegen. **Schwarz-Weiß-Theatcr, Selterslveg 81, Telephon 911. Das heutige Programm enthält Me The-o7tprätendenten. Dänischer Kunstftlm in 4 Allen. Die Doteir leben. Drama in fünf Akten, in der Haupttolle Walter Schmidthäsler, sowie die neuesten Kriegsberichte und ein gutes Beiprogramm. ** Erlegtes Wild für die Städte. In letzter Zeit sind eine Reihe ministerieller Anordnungen ergangen", die den Zweck verfolgen, das im Großherzogtum erlegte Wild möglichst dem Verbrauch in den hessischen Städten znzu- fühven. Mögen es sich alle Beteiligten angelegen sein lassen, diese Bestrebungen zu unterstützen! Allerdings darf oas Publikum keine zu großen Erwartungen hegen. Demi, wie neuerdings festgesteUt worden ist, gibt es dieses Jahr an dem Wild, das sonst am meisten zur Sttecke kommt, den Hasen, nur erste geringe Ausbeute. Me naßkalte Witterung im Frühjahr und Sommer und das Raubzeug, dem gegenwärtig ans Mangel an Fagdaufsichtspersorral wenig nach- aestellt werden kann, hat ihnen großen Abbruch getan. So kommen jetzt selbst in sonst wildreichen Gegenden kaum ein Drittel der Hasen zur Strecke wie in den Vorjahren. Es ist dies um so bedauerlicher, als gerade der Hase ein verhältnismäßig nicht teures Fleischgericht abgibt. ** Eisenbahnverkehrseinschränkung zur Ersparung von Laderaum. Me Eisenbahn nimmt vom 5. bis 18. November d. J. Spielwaren, Pianinos, Uügel und neue Möbel als Stückgut nicht zur Beförderung an. Me Liste der in dieser Weise gesperrten Güter wird voraussichtlich noch erweitert. Maßgebend ist der Grundsatz, daß alle n i ch t dringlichen Stückgutsendungen in der genannten Zeit zurückzuhalten sind. Mutärgnt lmb Privatgut für die Militärverwaltung werden von dieser Sperrmaßnahme nicht betroffen. Ferner werden bis auf weiteres Holzver- schlage, Lattengestelle und Harrasse nur zerlegt als Stückgnt angenommen. ** Im Po ft sch eckverkehr werden vom 15. November ab drei wesentliche Verbesserungen eingeführt. Die Abschnitte der Zahlungsanweisungen, die einem Postscheckkonto gnt- gcschrteben werden solleit, werden den Posrscheckcuudeu unmittelbar von der Bestellpostanstalt — nicht mehr vom Postscheckamt durch Kontoauszug - Wgeftellt. und bic Beträge her ötetrfwethg fror* liegenden Zahlung- und Posba'.i»venungen »urr Zählkarte dem Postscheckkonto zu geführt werden, L.cr Postschcckkunoe kann ferner becnitraaen das; auch einzelne bereits erngegangene Post- und Älungsamveffungcn seinem PostfchecKonto gutgesairreben wer- den Schließlich können die durchPostmiftrag oder Nachnahme ern- aezoaenen Beträge auch dem Po,tscheckkonto eines Dritten mit 3-n bat nach schwerer Verwund,rng im Feldlazarett den Hlldenrod erlitten. Er war vor zwei Jahren als Kriegsfreiwilliger ,ns \^.VeTsTcTb, 7. Nov. Dem Kriegsfreiwilligen Johannes 5 cfl c i 0 wurde bei den Kämpfen an der Somme das Eiserne Kreuz verliehen. ^ u ^ ^ c { m § 6 . Nov. In einem Feldlazarett starb nach schwerer Verwundung der Lehrer Adam Keller, gebürtig aus Beedenkirchen im Odenwald. Er wirkte außer hier noch in ViAmqen und RudingShausen. ^ Heuchelheim, 6. Okt. Der hiesige Schulverwalter Otto P i a f f befindet sich in russischer Gefangenschaft. _ . . ^ . , nana-Göns, 7. Nov. Die Ph. Frey'sche JagdgeieN schail erlegte auf der Treibjagd in dem Heidewald 7 Rehe, 24 Hasen und 2 Füchse. _ ivd Lich. 7. Nov. Ein großer Leichenzug bewegte sich gestern du.» di- Strafzen des Städtchens Lich. Die Leidtragend«,,.haben dem all'eitia belieb,eu Lehrer Will,elm Zimmer das letzte Geleite. Er war ein Kind hiesiqer Stadt »»d hat es verstanden, sich »I alle» Schichten der Bevöikerunc, hohe Achtung z» erwerbem Worte boher -Anerkennung ,ollten ihm der Vertreter der Großh. Kr-,e- Schi.lkon,Mission, der Grohh. Bürgermeister von Lich, die Vertreter de--, Lehrerkollegiums und d-S L-hrerbez,rksvcr-lNs. der Vorige,>de de» Lahntal-Sängerbundes. die Präsidenten der beiden Licher Gesang- vereine »nd de« B. d^o^. j {m Unieroifizier Hermann Stein, Sohn des" Gastwirts Jakob Stein, der die Kämpse an der Somme nritmachte, wurde das Eiserne Kreuz 8. Klaff« verliehen. Am letzten Sonntag wuode der Psarroerwalter S ch m , d t von Dekan vai n er ans Hungen in hiesiger St,s-sk,rch- ordiniert. Er hielt daraus seine AntrittSvredigt, die sehr beisallig ausgenommen wurde. Schmidt ist aus Ait-nschlirs gebürtig und der Rach solger der zweiten Stistspsarrers Freitag, der ,n die Provinz Sachsen 7 Der Reservist Karl Baiser im Feld-Art.-Rgt. Nr. 85, der seit Beginn des Krieges un Westen kämpst und am 31. Mär, d. Js. mit dem Eisernen Krenz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde, ist sür taoieres Verhalten vor dem F-mde zuni etatmähigen Geireiten b-sördert und ^imOsstzlers-AuSbildungs- kursus koinmandiert worden. _ < [] Wa tzenborn-Stern berg, 7. Nov. Kmrrgl. Slal>sarz1 Dr. med. Kttrl S^mmcrkb vom 19^. Könrgl. sachs Im'anrerre-Regt., ältestem Sohn Hes hiesigen P)arrcrs sommer- \£ würbe in Auerkemrmrg seines tapferen Berlwttens ber der Verderdigmig des Forts V. bei Verdun vom Köinrg von ochsen da- RuLrkrenz 1. Masse des Mfonsvrdens imt Schwertern verlieben. Dos Eiserne Kren- 2. Klasse mrv die Oldenburg,, che Topfer- keüsmedallle wurden ihm schon früher zmerkamtt. — Heute wiirde die sechste Gedächtnisfeier für gefallene bezw vermMe Krieger in unserer Gemeinde abgehalten. Seit der letzten r^erer am 1. Jrrni d. Js. find folge-i^e wettere ihren Mrndvn erlegen: Otto Fett, Sohn der Javob Fett Wiv^, «Men am Ludwig Bus vmr Watzenborir, Sohn des Schuhmachers Ludwig Bils gefallen ^ 23. Jünr: Gefreiter m CO rq Philipp HI. von Stemberg, Sohn des Batth. Philipp IX, schwer verwundet am 17. April, gestorben m Stuttgart am 12. September (vgl. weiter hu rten); Georg Schmrtt vvn Steinberg, Sohn des Ludwig Schmrtt, gefaNen. mn 7 ®ejl; Tambourgefreiter KarlPhil i p p , S^n von Johann Ludwig Plülipp in Watzenbvrn, gefallen am 15. Sept.: Kanonrer Heinrich S ch m a n d 1, Sohn von Emrl Schmmrdt XIV. rn Watzen- ,bvrn. gefallen in der Nacht vom 13. Mit 14. Okwber d Js Vermiet sürd seit, mehr als zwei Jahttn, und daher als tot a NW sehen: Kriegsfrerwrlliger Ludwig Re i t s chm rl t, Abrtu- rient der Oberrealschule in Gießen oermitz ,ert bn Schlacht ber Le Quesnoy «am 30./31. Oktober 1914, Sohn des Joh. Rett- schmitt IV. in Wiak^nborn; Karl Philipp^l. Bruder des oben, gen. Georg PH., vernttßt seit dcrn 17. ,Scvl. 191Gefecht bei Merlett. Hiermit steigt ote Zahl der aus unserer mehtiv Gefallenen auf 37. Dabei sind einige später Bernnßte außer Betracht gelassen, bei denen die Hoffnung nicht ausgeschlossen ist, daß sie noch am Leben sind. Kreis Alsfeld. # Alsfeld, 6. Nov. Nach einer schwereil Verwundung tarb in einem Krankenhause der Grenadier Lehrer W. Hart- m a n n. Tienslllch verwendet war er in Willmenrod, Kreis Lauter-- vach. Er ist das vierte Opler, das seine Eltern dem Vaterlaude gebracht haben, drei Söhne und ein Sclnviegersoh»,. H: Liede rbnch, 6. Nov. Zn»n Kompagniefeldwebel beiör- dert wurde der von hier gebürtige Lehrer Rudolf Vierheller in Hofheim, Kreis Benshein,. Er genügte vor 1900 als Zwanzig- jähriger seiner Militärpflicht. Kreis Lauterbach. M. Lanterbach, 7. Nov. Der einzige Sohn des Medrztnal- rates und Kreisarztes Dr. K l, l l nr a n n hier ist als Fliegerosfizier den Heldentod fürs Vaterland gestorben.^ Die Leiche wird voraus, ichtlich auf dem hiesige», Friedhoie beigeseist »verden. Kreis Frirdderg. Kw. Bad-Nauheim, 7. Nov. Ein Mohltütigkeits- k o n z e r t zum Besten der Roten Kreuz-Stiftung Bad-Nauheim findet am irächsten Donnerstag, den 9. November, abends 814 Uhr im Kurhaussaal statt. Durch die Mrtwirffrng bedeutender Künstler, der Opernsüngerin Melttta H e i m, des Konzertsängers Hans P o- k o r n y und der Pianistin Helene Lorsch, sämtlich aus Frankfurt a. M., sowie der Kurkapelle unter Leitmrg des Kapellnieisters Otto D r u m m dürfte es tu weilen Kreisen Interesse erregen und einen genußreichen Abend in lAusficht stellen. F-räulein Heim ivird eine Arie aus „Traviata", den Johann Straußschen Ges-angwalzer ,Dorfschwalben aus Oesterreich" und mit Herrn Pokorny ein Duett aus dem „Troubadour" singen, mährend Herr Pdkorny eine Arre aus „Figaro" und Lieder von Richard Strauß, Gustav Mahler und Rud. Schumacher vorträgt. Fräulein Lorsch spielt den Deutsch iert Tanz von Beethoven und Chopins Mmut-enwalzer. Tre Kurkapelle eröffnet das Konzert mit der Ouvertüre zum „Barbier von! Sevilla" und bringt außerdem noch eine Suite aus dem Ballett .„Die Millionen des Harlekin". Die bewährte Mnst sämllicherMtt- wirkeiiden und die fein zusantmcngestellte Vortraysfolge lassen den Besuch des Konzertes warm empfehlen. Hessen-Nassau. □ Marburg, 7. Nov. Um die Butterversorgung der hiesigen Einwohnerschaft zu heben, wirrde in der gestrigen Stadtverordnetensitznng beschlossen, mit einern Kostenaufwand von 10 000 Mk. in der Nähe des Hauptbahnhofes eine Molkerei zu errichten. Es wird damit gerechnet, daß täglich 3400—3500 Liter Milch in die Molkerei geliefert werden können. — Ferner bewilligten die Stadiverordiieieii als Weih»rachtsgabe für die in Marburg ausgestellten Truppenteile die Summe von 1000 Mk. H Biedenkopf. 7. Nov. Den, Schriftsetzer Jakob Velde aus Wallan, Ersatzreservist in, Res.-Jnf.-Regt. 236, wiirde das Eiserne Krenz erster Klasse verliehen. X Hanau, 6. Nov. Wie seinerzeit berichtet, ivurde in der Nacht zum 28. Oktober, morg-ens gegen i/*3 Uhr, unterhalb der Statiorr Dörnigheim, am Ausgang des Dörnigheimer Waldes, von einem Streckenarbeiter der 38 Jahre alte Offfzieritellvertreter Rein hold aus Naumburg a. S. zwischen den Hcruptgeleiiest liegend tot aufgefunden. Tie Leiche war ohne Waffenrock, der Kopf des Leicknams in zwei Teile gespalten. Es wunde damals vermutet, daß der vom Heimaturlaub zu seinem Truvpenteil zürückkehrende Offizierstellvertreter in der Schlaftrnnkenhett aus dem Berlin- Frankfurter. v - Z u g gestürzt ist. Die mittleriveile festgestellten Begleitmnstände, unter denen Reinhold den Tod gefunden hat, lassen es nicht ausgeschlossen erscheinen, daß er e i n e m B e r- brechen znnr Opfer gefallen ist. So wurde der Waffenrock des Toten in dem Abovt des von ihn, benußtem Wagenabteils an einem .Haken hängend gefunden. Dadurch) ist erwiesen, daß Reinhold von seinem Abteil aus den Abort erreicht haben nrnß, wenn er ihn überhaupt ausgesucht hat. Das ist aber nicht gut anzunehmen: jedenfalls ist es sehr zweifelhaft, daß er auf dem Rückweg zu seinem Abteil die 2lborttüre mit der Wagentüre verwechselt hat und ans dem Zuge gestürzt ist. Es liegt vielmehr die Vermutung nahe, daß Reinhold, der sich in seinem Abetil nach Ltblegung des Waffenrocks zur Ruhe niedergelegt hatte, i m Schlafe überfallen, zum Zu ge hinausgestoßen und der Waffenrock zur Verdeckung des Verbrechens im. Abort aufgehängt worden ist. Hierfür spricht auch, daß die einen größeren Geldbetrag enthaltende Brieftasche des Toten weder bei ihm, in seinem Waffenrock, noch in der Nähe der Fundstelle der Leiche gefunden morden ist. Tie Ermittelungen zur Aufklärung des dunklen Vorfalles sind »roch im Gange. Weilburg, 7. Nov. Die Sammlung a,n Marine- Opfertag hat im Oberlahnkreis die Summe von insgesamt 3717 Mk. ergeben. Hiervon entfalle ,\ allein auf die Stadt Weil- burg 1095 Mk. ' rn. W e i l in ü n st e r , 7. Nov. De>n Leutnant und Führer einer Divisions-Fernsprechabteilung im Osten, Regierungsbaumeister Bölpel, Sohn des Postsekretärs Völpel dahier, wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse und das 9iitterkrenz 2. Klasse des Albrechts- Ordens mit Schwetern verliehen. „Gedenket der Geburtztagsspende für’$ Rote Rreuz"! Gericht»?««!. iS.' Mainz. V. Nov. Eine umfangreiche Milchpant- scher ei hatte ein halbes Jahr lang der MMhaEer Sch. Knecht aus Offenheim betrieben. Knecht Hatto nü de^ball dftekt vor der Mainzer Strafkamm-er zu vermrtworten Lert 7 Jahren liefert er an drc Konsumenten in Alzey die Milch. Im Sommer dieses Jahres wurde seine Milch derart „blau", daß er von seinen Abnehmern daraus aufmerksam gemacht wurde. Er meinte, das käme von der jetzigen „mangelhaften Fütterung". Die Leute waren ruhig, weil sie befürchteten, sonst keine Mrlch mehr geliefert zu erhalten. Nun wurde Knecht in einem Hanfs in Alzey beobachtet, wie er sich im Hausflur am Wasserkrahnew zu schaffen machte imd das geschah täglich. Die Polizei wurde darauf aufmerffam gemacht und nahm nun auf der Straye mi seinem Wagen -Proben. Dabei war) Kneckt eine der gefüllten „Milch"kanneir um und der Inhalt lief auf die Straße. Trotzdem gelang es noch, auch von dieser Kanne eine Probe auf-usangen. Das chemische Untersnchilngsamt in Mainz stellte fest, daß die verschiedenen Proben von 120 dis 460 Prozent Wasser enthielten'. Der Angeklagte ilstz geständig, er gab zu, die Mrlch cur halbes Jahr durch Wasserzusatz gefälscht zu haben, werl fte rhm mcht gelangt habe. Die .Kanne „Milch" will er ber der Probeentnahme aus Angst umgeworsen l)aben. Der Inspektor des chemischen Un* tersuchnngsamtes, Herr Dr. Alfa bekundete, daß brs zu 460 Prozent Wasserznsatz vorhanden gewesen seren oder rn 100 .teilen Flüssigkeit seien 17—18 Teile Milch gewesen. Das ganze ser Milchwasser gewesen. Andere Proben wre)en 120 Prozent und andere 27 Prozent Wasser auf. Mit dem Milchwasser l^rbc er ie nach Bedarf verdünnt. Wie fesdgestellt wurde, hcttte der Angeklagte auch aus einer Gärtnerei Wasser zu ferner Milch hinzugepumpt. Staatsanwalt Altendorf war der Ansicht, daß nur durch exemplarische Strafen den Fälscherererr zu Leibe gegangen werden könne, er beantrage 6 Wochen^ Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe. Das Gericht erkannte auf diese Strafe. - , ö. Bodenherm, 7. Nov. Die 16 jährige Anna Maria Sauer ans Bodenheim l>atte mit dem bei ihren Eltern beichch- tigten ritssischen Gefangenen eine Liebschaft eingegangen, die nicht ohne Folgen blick. Vom Schöffengerichr wurde das Mädchen zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte der 'Amtsanwalt Berufung ein. Die Strafkammer hob das Urteil ans und verurteilte die Angeklagte zu 2 Wochen Gefängnis. Letzte Nachrichten. Das große Sterben der Franzosen. Berlin, 7. Nov. Der Berichterstatter des „Bert. Tagebl.' Qneri meldet aus dem Großen Hauptguartier vom 6. November: Das französische Volk hatte einen großen Sterbetag. Vom Morgen bis zum späten Abend Angriffe ohne Zahl, Angriffe ohne Gluck. Es kommt vor, daß heftige geschickte Stöße rasch gelingen, uni je schneller der Erfolg deslH lgeringer der Verlusi. Ein wiederholtes Unternehmen, ern Sichverbohren in ein und dieselbe ^turm- absrcht, muß unter allen Umständen schwer, schwer bezahlt werden. Es läßt sich heute noch nichts Ausreichendes über die Verluite des Feindes sagen. Wir wissen nur, daß vor einer Zahl unserer Gräben ein über die Maßen blutverronnenes Kampfsetd liegt, und daß unser Sperrfeuer darüber hinaus manche seindliche Sturmansstellimg vernichtete. Unsere Grabenvesatzuugeu schonen mit einer unvergleichlichen Ruhe au) die im tiefen Kot. des Geländes behinderten dlngrerfer. Wo es den dichten und vreltachen feindlichen Wellen gelang, Fuß zu fassen, brachten uns brcklante Gegenstöße den Enderfolg. ^Nordwestlich Sailly gab es amäirgtich Eindringlinge in unseren ^tällungeu. Sie wurde») prackftooll wrediw angegangen und slnteten zurück. Dreimal trugen sich Airgrffse gegen Transloy vor, dann aab der geschwäü e Absch-nrtt die Kainpsabnchi: aus. Das in kurzen Zügen die Hauptzüge der Kämp)e, die gestern rtvisch.en Le Sars und Bouchavesnes nnt einer für dre heutigen Gefechtsverhältnisse des Feindes riesigen A n g r e i) e r z a h l bestritten wurden. Ihre große Zahl mußte bei dem anscheinenden Ermatten der Opfer überraschen. Tie stete Bereitsch>a)t nn)er^ Truppen konnte nickt überramrt werden. Erstaunlich ilt nur, dan man die Durch,brnchsidee als Grundlage für *>cn Gesamtplan erkennt. Der Feind hatte zu einem seiner größten Kamp.tage gerüstet. Tie kraftvolle Mwchr gestaltete daraus den großen denk,chen Erfolg. Kvnig Nikita an der Somme. London, 7. November. Der Korrespondent der „Times" im britischen Hauptquartier meldet, daß der König von Montenegro vor einigen Tagen die britische Fvont an der «ranmue besuchte. • Das neue Polen. Warschau, 7. Nov. .Der Generalgonverneur v. Beseler hat durch eine Verordnung allen Städten über 20 00 0 Einwohner eine der Warschauer Wablordnung fast völlig glerch- lautertde Wahlordnung erlassen. Zugleich bat v. Beseler den Kreis-Kommunal verbänden ein Kreistags»vahlrecht verliehen. . Lchlesisck)e Zeitung. Die Ententeprcfse und Polen. Lugano, 7. November. Ter Schlag der Unabhängigkeits- erklärüng Polens hat die Ententemächte ins Herz getroffen.^Das zeigt die haßerfüllte Sprache ihrer Presse. „Evrriere della Lera überschreibt seinen Artikel: Tie vierte Teilung Polens und wettert in beschimpfenden Ausdrücken über Deutschland. Brrand wacht darüber, daß die Pariser Blätter nichts bringen, was Rußland, dessen -Orthodoxie einen schweren Schlag erlitten hat, verletzen könnte. Erkrankung Stürmers. Gen), 6. Nvv. Wie der „Temps aus Petersburg meldet. st der russische Ministerpräsident Stürmer schwer erkrankt. Sein Zustand ist beunruhigend. Tie Aeczte vervr> retcn ihm strengste Ruhe. Maßregelung des russischen Konsuls in Malmö. Kopenhagen, 7. Nov. Nach einer Mitteilung des „D)en- ft der russische Konsul in Malmö »regen deutscher N e r g u »r - ^ e n an) Befehl Stürmers seines A m t e s. c n t h o b c n lvowen. Tie russische Regierung plant nunmehr ,dw Errwptung eine* ordentlichen russischen Konsulats in Malmö mit rryfrichen Beamten, füllte •~V[/o±an. Lajoa-'peM. r ■eii 11 ' /»' „H'jll* m £5-100 Wattr suf der CjJa^ßockr Jur Zampen. in. begug , Sbmro&esbnavck, ZJc±i±fai>be. V.Uu W/ /A -und Zdch±v&n£e£tub.g 'HÜ, be/ondere XbstexLe/i£iy‘ /s:y 4'i'y ^ uro er eihnachten naht heran! An diesem Fest der Liebe wollen wir unseren Brüdern, die noch immer in hartem, aber erfolgreichem Kampf gegen zahlreiche Feinde stehen, unsere Liebe beweisen und Weihnachtsgaben hinaussenden. Kein Feldgrauer im Schützengraben, kein Verwundeter im Lazarett soll vergessen werden. Sie sollen empfinden, mit welcher Liebe und An-I^tz hänglichkeit wir in der Heimat ihrer gedenken. Wir wissen, datz wir Keine Fehlbitte!/ tun, wenn wir zum dritten Kriegsweihnachtsfest den oft bewährten Opfersinn unserer Bürgerschaft aufrufen und um Geldspenden bitten. Tief ist unsere Schuld! Groß sei unser Dank! Kür unsere Kämpfer alles! Der Oberbürgermeister. Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende des Zweigver- Vereins Zweigverein Metzen: eins Gietzen vom Roten Kreuz: Frau B. (öel>l)ar!)l. 26lener. In der Stadt findet die Sammlung für die Weihnachtsspende in der gewohnten Weise durch Düchsensammlung verbunden mit dem Verkauf einer von einem hiesigen Künstler entworfenen Weihnachtspostkarte am 18. und 19. November in den Häusern und auf den Strafen statt. Außerdem nehmen die Kasse des Roten Kreuzes, die Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der Oberhesfifchen Dolkszeitung, die hiesigen Banken und Bankgeschäfte, sowie die BezirKsspar- kasse Spenden entgegen. Die Einzeichnungslisten liegen dort während des ganzen November auf. latzt den in der heutigen Nummer unseres Blattes erschienenen Eurer Aufmerksamkeit empfohlen sein. 80021) Aelterer selbständiger Iromooleiir sowie Hilfsmonteure gegen hohen Lohn in dauernde Stellung gesucht. [8019 Wilhelm K. Schmidt, Goethestraße 23. Llelterer. militärfreier Schlosser der sich in Automobilrepara- turen ausbilden will, wird eingestellt bei Höbe! 8i Appel, Alicestratze 25. 18006 auch Kriegsinvalide für dauernd gesucht. «Reise wird vergütet.) Frau A. Große, Frankfurt a. fil., Lnis eastr .203. Junger Mann für leichte Arbeit in einer hiesigen Zigarrensabrik gesucht. Zu melden Friedrichstraße 10 II. zwischen 12 u. 2 Uhr. ,7941 lüng. kaufm. Hilfskraft mit Erfahrungen in Lohnbuchhaltung und Maschinenschreiben sofort gesucht. AuSführl. Angebote mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbittet ' ^ Rudolf Hering, H olzhausen, Krs. Siegen. 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Bekanntmachung Großherz-ogttchen Ministeriums des Innern vom 30.Oktober 1916 über Höchstpreise für Rüben, veröffentlicht im Kreisblatt Nr. 139 vom 3. November 1916. 8005B ZMrl. ßcitunflStröflcrin für morgens u. abends sucht J. Weiaert, Neuenweg 9. i 8017 f Mö bl. Ziram er [ °i3i4oj Zeitungsträgerin für morgens und abends gesucht. Friesledsn, BahnhosstraßebO. Atöbl. Zimmer mit voller Pension an Fräulein z. vermieten. 8i8.uhanstr.36I. [ 01i133 Suche zu Weihnachten eine tüchtige MagdZ d.etw.Landlvtrtschastversteht. krau Sürgormsisrer Kuräl, Ldringsdav»«», Kr. Wetzlar. Sch.4-Lim.-Isso!m.i.beff.Hause v. t[.Familiez.1.Aprill9l7ges. Schr. Angeb. u. 013134 a. d. Ges chäftsstelle d. Gieß. Anz. erb. klWnteMlttrtcZivei- aud) ^cijiinmcnuoliiiinfi nitt elektrischeni Licht für Herrn auf dauernd gesucht. Offerten mit genauer Preisangabe erbeten an Fk. ScUwaab, Hoflieferautou, Seltersweg 23. 7975 •Iiingos Mädchen aushilfsweise für leichte Beschäftigung gesucht. 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Berteilungstermin? erste Woche im Januar 1917. Meldefrist bis 20. November 1916. 3. b e r Ludwig Theodor Felfing-Stif- tung. 180,— Mk. an 10 in Gießen geborene, würdige Arme und 36,22 Mk. an 5 würdige Witwen. B erteil nu gsterm in: 7. Jaimar 1917. Meldefrist bis 20. November 1916. 4. der Minna Keil-Bogt-Stiftung. Gaben von 70,— Mk. an drei in Gießen wvlml-afte, würdige und bedürfttge Handloertsmeistcr oder Witwen von Handwerkern, evangelischer Konfes- simi. Nur selbständige .Handwerker oder Wittven von solchen können berücksichtigt werden. Berteilungstermin: Weichiachten. Mesdefrist bis 30. November 1916. Gießen, den 6. November 1916. Der Oberbürgermeister. > ‘ sj • Keller. < >