ttt. 2b\ Erst« Blad M. Jahrgang Ter Sietzener 2«zei-er erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Sietzener Familienblätter; Xrelrblatt für den Ureir Sietzen. Bezugspreis: nronatl. 90 Pf., viertel- iährl. Mk« 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 M.: durch die Post Mt. 2.4b Vierteljahrs ausschl. Bestellst. Fernsprech - Anschlüsse: Wir die Schriltleitung112 Verlag,Geschästsstellebl richten:AnzeigerGießä. 3wittingrrun--ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.'Vuch- u. Lteindruckerei V. Lange. schnftleitung, SesckMrftelle n. Druckerei: 5chulstr. 7. P»stfche«onta: Kranksurt a.M. N686 General-Anzeiger für Montag, 6 . November Bankoerkehr: Geroerbebank Sietzen Annahme von Anzergr.. «. die Taqesnummer bsetzt?-in der nö rdlichen Walachei seine ^^rt Von der Rückeroberung der Grenzhöhe Rosca südöstlich von Brasse) abgesehen, hatte er nir- 2!"« den Kümpfen um eine gegen heftigste An- behauptete Hohenstellung südwestlich von Predeal wurden über 2o0 gefangene Rumänen eingebracht. ^enbürgischen Ostgrenze erhöhte rumänische Artlllenetatigkcit. Heeresfront des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. ^ Bei Bohorodszany üverfiel ein K. und K. Jagd- kommando die russischen Vorposten und ebnete ihre Stellungen cm. ® ! !j &e F Rarasowka erstürmten deutsch« Bataillon« EffsttWnsA'^ &mtn uni) t,eöau{,tctcn fie 8f8en Italienischer Kriegsschauplatz. , Nach den schweren Kämpfen des 1. und 2. November «er- &fr Schiachtfroiit des Küste«. lEsohiie größere Kampfhandlung. Am Nachmittag nahm ffdoch die ckngrifsstatigkcrt der Italiener wieder zu Auf dem Karst wurde wiröerhaltes Ansehen zu An- griffen durch unter «Lverrfeuer niedergchalten Der Keind konnte trotz all seiner Versuche nirgends Raum gewinnen. Hetzen abends starke feindliche " unsere Stellungen Mischen Vertoiba und Bigla ^urch Gegenangriffe wurden kurz darauf alle Gräben von den Unsrigen wieder zurückgewonnen a. . Hu'dernissen von Sv. K a t a r i n a und D e m - wsen Angriffen" Brrsaglieri-Bataillone in erfolg- neu | tttt?3500 ÄS* 1 8mad,Un 8tfün8ta Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleulnant. * Ereignisse zur See. ... Am 3-dS^Mts abends belegte ein Sceflugzcnggeichwade«- die militari,chen Obrektr von San Canziano f fl I c o n c und die Adriawerke ausgiebig mit Bomben. Flottenkommando. verlaLffh.NEmbekL^ ^Eich wird Orstlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gcneralfeldmarschall« von Mackensen. o M^l!!^,^.^??>b^rcichisch-ungarischer Monitore hat am ^ Donauinsel D i n u und mif dem gegen- l Sv C ^uuranlschen Ufer Abteilungen ans Land ge- Dlkst vertrugen den Feind und nahmen ihm zwei Geschütze und vier Munitionswagcn ab. Rumänische Verstärkungen nntrden rn die Fluchl geschlagen. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Westlich der Szurduk-Paßstraste iebten w« mänen ihre Angriffe ohne Erfolg forü SWwestÄ Durm-) Paß gewannen wir Gelände. Südwestlich von Predeal nahmen deutsche und österreickiZeb- ungansche Trirppcn in erbitterten KÄfen^st^rk «r ^uzteund zastvertnd.gte Clabucetu-Stellung mch Li.^Der"Kn»^tz"LL b%%l &anö SÄT Q f nta) und 647 Mann in unff^ i 7 °us den Kämpfen südlich von 1747 Gefangene. 8 Geschütze und 26 Maschinengewehre stieg " In, Grenzrmim östlich von Brasso (Kronstadt, iekff Zugriff an. In der Gegend von H err es front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf dem Karst« richteten dir Italiener gestern chre HauptanstrenMngen gegen unsere Stellungen im südliche» Teil der Hochfläche. DirSnml war der Raum um Iamiano der Brennpunkt des Kampfes. Unsere dortigen Gräben wuw den von früh an unter lffchaftem Feuer gehalten, das j^e§- Ö 8L KfWSi ÄWiRÄSm.«« selbständigen Staat mit erblicher Monarchie Staates. Roch blutet das Land aus tausend Wunden, noch ver- und konstitutioneller Verfassung Ä* Ä b °n ? V m s§^n^istz?en Unter- _ . öruaa: neue Opfer. Ueberall aber keimt neues Leben, überall regt zu bilden. Die genauere Bestimmung der Grenzen des König- sich! das Streben nach tätiger Teilnahme am Befrei- n bleibt Vorbehalten. Das neue Königreich wird im ungskam'pfe und an der Arbeit zur Heilung der vom Krieg Südöstlicher Kriegsschauplatz. Zn unserem Bereich nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Hofer, Feldmarsch allerrtnanl. * . * Die Gründung der Königreichs Polen. Berlin, 5. November. Folgendes M a n i f e st wird heute durch den .Kaiserlichen Generalgouverneur in Warschau, General der Insartterie von Beseler, verkündigt: An die Bewohner de§ Generalgouvernements Warschau! Seme Majestät der Deutsche Kaiser und Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich und Apostolischer König von Ungarn, getragen von dem festen Vertrauen auf den endgültigen Sieg ihrer Waffen und von dem Wunsche geleitet, die von ihren tapferen) Heeren mit schweren Opfern der russischen Herrschaft entrissenen reichs Polen Anschluß an die beiden verbündeten Mächte die Bürgschaften finden, deren es zur freien Entfaltung seiner Kräfte bedarf. In erneu eigenen Armee sollen die ruhmvollen Ueberlieferunyen der polnischen Heere früherer Zeiten und die Erinnerung an die tapferen polnischen Mitstreiter in dem großen Kriege der Gegenwart fortleben. Ihr Organisation, Ausbildung! und Führung wird in gemeinsamem Einvernehmen geregelt werden. Die verbündeten Monarchen geben sich der zuversichtlichen Hoffnung Mn, daß sich die Wünsche nach staatlicher und nationaler . Entwicklung des Königsreich Polen nunmehr Unter gebotener Rücksichtnahme aus die allgemeinen politischen Verhältnisse Europas und aus die Wohlfahrt und Sicherheit ihrer eigenen Länder und Völker erfüllen werden. Tie großen westlichen Rachbarmächte des Königreichs Polen aber werden an ihrer Ostgrenze einen freien, glücklichen und seines snationalen Lebens frohen Staat mft Freuden neu erstehen und airfblühen sehen. Aul Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Deutschen Kaisers. Der Generalgouverneur. Eine Kundgebung gleichen Inhalts wird von dem iHtib K. Militär-Gouverneur in Lublin, Feldzeugmeister Kuk, bekannt gegeben. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung' schreibt hierzu: Polens Schicksalsstunde. Deutschland und Oesterreich-Ungarn haben eine geschichtliche Entscheidung getroffen. Sie haben die Bildung des polnischen Staates beschlossen. Hundert Jahre sind vergangen, seitdem die europäffchen Mächte im Wiener Kongreß den Hauptkörper Polens __ a ___ Kriege geschlagenen Wunden. So treten Sie denn vertrauensvoll an unsere Seite, sowie auch wir Ihnen unser Vertrauen entgegenbringen, um den Kampf zu einem glücklichen Ende zu führen und in gemeinsamer Arbeit leinen festen Grund zu legen für das polnische Königreich, in de,sen Geburtstags stunde wir stehen. Möge es sich als ein starkes Glied in den Bund der Staaten Europas ettifügen, die durch die gleichen Mistigen, politischen- und wirtschaftlichen' Interessen miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind. Das.Wort der erhabenen verbündeten Monarchen verbürgt Ihnen für Ihre Zukunft. Der polnische Staat ersteht und bald wird, so hoffen wir, ein polnisches Heer, das sich aus freiem' Willen um seine Fahnen schart, als Symbol staatlicher Selbständigkeit zu fernem Schutz bereitstehen. Einer glücklichen Zukunft des Königreichs Polen igitt mein Wunsch! * io Warschau, 5. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bis zum späten Abend idauerten die freudigen Demonstrationen auf der ganzen Strecke vom Königsschloß durch die Krakauer Vorstadt bis Anr Wohnung des Generalgouverneurs von Beseler im Schloß Belvedere an. Vor dem Rathause saugen Tausende entblößten Hauptes, mit Wachslichtern in den .Händen, die Nationalhymne, die als altes Kirchenland auf den fremden Zuhörer eine große Wirkung ausübt. Ueberall versammeln sich Gruppeir und lassen sich die Proklamation und die Gnadenerlasse aus den Zeitungen vorlesen. Pressestimmen. Berlin, 6. November. In allen Blättern konmtt zum Ausdruck, daß. durch das Manifest wegen der Wiederherstellung Polens eines der schwierigsten Probleme seiner endgültigen Lösung ent- gegenzusühren versucht werde und daß die Lösung gerade von dem Ltaate ausgehe, der früher eine ganz andere Stellung zu ihr ein nahm. Der Krieg, sagt der,„Lokal-Anz eiger", hat wie ein diese meine Absicht kund tue, beauftrage rcy <&it, zu iyver gesetzmäßigen Verwirklichung geeignete Vorschläge auszuarbeiten und mir vorzulegen. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 3. Nov. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht : Äegh ptische Front: Unsere Flugzeuge warfen am 1. November erfolgreich eine große Anzahl Bomben auf Suez, den Hafen von Tervik und auf Eisenbahn-anlagen der Engländer westlich des Kanals. Kaukasusfront: Nördlich von Bitlis für uns günstige ^awrmützel. An den Gestaden des Ognott trugen wir Erfolge davon, die noch ausgebaut werden. Im Zentrum und auf dem linken Flügel Scharmützel, gleichfaUs zu unseren Gunsten. Die Ruften, dre sich auf dem Wege, der von ihren für die Zivilisation ilnd Menschenrechte kämpfenden Verbündeten zuerst betreten wurde, nicht wollen übertreffen lassen,, scheinen letzthin für ihre Marine im S chwarzen Meere eine ruhmreiche Aufgabe gefmchen zu haben Sie ahmen die Engländer und Franzosen an der Aegäi- schen Küste nach, und landen unter dem Schuhe ihrer Artillerie an verschiedenen Küstenpunkten Räuberbanden. Diese haben keine weitere militärische Aufgabe zu erfüllen, als das Hab und Gut unserer friedlichen, iinverteidigten Bevölkerung zu plündern und die Wohnstätten airzuzünden. Am Ende dieser Gemeinheiten nimmt die russische Flotte die Raubritter der Zivilisation bringenden Entente wieder an Bord und zieht sich in ihre Häfen zurück. Dieses Ehren- und Ruhmesblatt, das die russische Flotte soeber der Geschichte ihres Landes hinzufügte, muß die Russen stolz wo chien und wert sem, daß man sie dazu beglückwünscht. Es imn iocstlichm Kuwn ckreis her-msg-nommm U7Ü > Rußlands unwiderstehlicher ®mittez\tuxm Mwntet und vEch- Grundsätze HLnden «ftW mm mOtt die ..Beschützer der N-rnen Na- zerbrochen. Heute ergreift der Enkel eines preußischen Königs die twnen sind es. dre letzt dreses Land ferner nationalen Eniwrcklung Znrtrativc zur Vetwirklichung eines Gedankens, der vor 50 5Mrren Nrruckgeven, sondern die beiden Machte, gegen die fälschlich im seinem Großvater verhängnisvoll erschien. Namen der kleinen Nationen der Haß der ganzen Welt anfgerusen 'wurden ist. Die Westmächte haben Polen mancherlei platonische Sympathien bezeugt. Gar manches zu keiner Tat verpflichtende „Bive la Pologne" erklang aus dem Westen. Jedesmal, wemi sich die Polen im Vertrauen ans Hilfe aus London und Paris in den Kampf um ihre Unabhängigkeit begaben, zeigte es sich, daß sie aus leere Worte gebaut hatten. Bon dieser Seite konnte ihnen die /Freiheit nicht kommen. Wären heute die Entscheidungen anders „Das Berliner Tageblatt" meint: Jetzt will Preußen, das sich durch seine Polenpolittk in den Ruf gebracht hatte, als ob ihm das Verständnis für polnisches Wesen verschlossen sei, jetzt will Deutschland im Einvernehmen mit seinem Bmidesgenossen aufs iieue Pie polnische Sittiation, den Polin scheu Staat schaffen. Durch die großen Tatsachen auf diesen Weg geführt, ruft es vorläufig in einem Manifest Polen, das unter russischer Herrschaft in r »y . „ . cm rr >. -y r , in einer nur durch Korruption gemilderten und durch Revolten nn- f ^! at i e . n verbrochenen Dumpfheit vegetierte, zu einem selbständigen Leben auf. rtmebemm tut hundert Jahre ohne Einspruch der Westmachte die Die Vossiscde Z eitu na" saat- eodttck, fnrrnrn hi* 'AEkming Kongnßpolens ihre Ketten von Versprechungen zu Polen auf dauerndeErlösung rechnen. Auf^Gnmd der^ allgemeinen m r *« -a •+ ^ ^ r . I Kriegslage haben wir ein Recht, anzunehmen, daß die Mittel- T t f Mächte, die als Sieger die Russen bis weit hinter die polnischen verknüpft. Mir sie nicht Ruß- Grenzen zurückgeworfen haben, den dauernden Bestand des von Westmachte, haben an dem Bfftlmd einesFreren ihnen befreiten Polen als eines selbständigen Staatsgebildes zu p^ e I garantieren vermögen. Die Polen müssen das Geschenk, das sie esses, zu der die Erttwicklmig Europas rm -0. Jahrhundert drangt, I au a den vernachlässigt. Ueberall sind die Grundlagen staatlicher Berwal- ^;rL^ C ^ ^ rr W a f t en ^ tung erst zu schaffen. Mancherlei ist während der Okkupation bei n \^ ]x f n Gebieten etrt selbständtg-er Staat mit verständnisvoller Mitarbeit der Polen bereits geleistet worden, erblicher Monatchie und konstitutioneller Verfassung ge- Anch militärische Kräfte sind von den Polen für die Befreiung vom bildet. Bei diesem Anlaß gedenke ich bewegten Herzens Russischen Joche eingesetzt worden. Tie Polnischen Legionen haben! vieler Beweise ber Hingebung und Treue, die ich ttn Laufe bereits in mancher Schlacht an pet Seite der Mittelmächte rühm- meiner Regierung seitens des Landes Galizien erfahren voll gegen Nußland gestrttten. Dre Err i ch t ung einer pol ni- habe, sowie der großen und schweren Opfer, die dieses Land schen Wehrmacht ist also an sich nichts Neues. Indem die hm aeaenwärtiaen Krieao dem beäti Mittelmächte den Polen den allmählichem Ausbau einer eigmest > ^ Anprall Wehrmacht gestatten, erfüllen sie ihnm einen brmnendm Wunsch, I einer stegrerchen Berterdigung der der bei dieser militärisch so begabten Nation besonders begreiflich, ^st^chen ReriWgrenzen zu bringen hatte, dre rhm einen fft. Schrttt für Schritt w-ird der Aufbau des polnischen dauernden Anspruch auf meine wärmste väterliche Mrsorge Staatswesens weitergeführt werden. Harte mühevolle Arbeit wuchern. Es ist daher mein Wille, in dem Augenblick, jn wird zu reiften sein, lieber alle Schwierigkeiten hftuveg wird dis welchem der neue Staat zur Entstehung gelangt, Hand in alte staatenbildende Kraft unseres Volkes das große Ziel erreichm Hand mit dieser Entwicktung auch dem Üande Galizien ^ iyeikn So mvbm mi mit bex Seit im neuen )x)tnU Iba ^ Recht zu verleihen, seine Landesanae- fä§l^^D-i.^^s^^E^^^?lreundeten Nachbarn legenheiten bis zu dem vollen Maße dessen nyalten, Deutschland nach Osten sichern und der Zukunft ^ ^ mit seiner u aabäri a fri t i„r ff ' Europas euren wertvollen Genvssen gewimrm. r staatlichen ^ Gesamtheit und mit deren Gedeihen im Ein- Der Eindruck in klang steht, selbständig zu ordnen und damit _ .. £ Nov. (WTB.) Prachtvollstes Herbstwetterider Bevölkerung Galiziens eine Gewähr ihrer nationalen begunlttgte den hohen geschichtlichen Tag Polens. LÄ>- und wirtschaftlichen Entfaltung zu bieten. Indem ich Ihnen Auszeichnung des Führers unserer Truppen in Ostafrika. ? e r n ' Nov. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser verlieh dem Oberstm Lettow-V v r b e ck, dem Kommandeur der Schutz- truppm m Deuffcht-Ostasrika, in Anerkmnung der heldmmüttgen Verteidigung dieser Kolonie dm Ordm „Pour le nitrite". r r on ^ I, , n ' Nov. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Jn Richtung auf I r i n g a und N g o m i m j i, wo die durch den belgischen Vormarsch ans Tabora vertriebenm deuffchm Streitkräfte unsere Abteitungm zu durchbrechm versuchtm, entwickelte sich seit dem 22. Okwber ein ziemlich heftiges Gefecht unübersichtlicher ow- Eiue kleine brlttsche Abteilung ' die rhodesische eingeborene Polizei Mit dem Oberst Baxeirdale an oer Spitze, wurde in einen Hinterhalt gelockt und hatte im Laufe der Kampfhcrndlung im oichtm Busch schwere Verluste. Bc^eudale wurde verwundet ge- sangm gmonrmm. Am 23. Oktober erlitt eine starke deutsche Ab- teilung ähnliche schwere Verluste von uuserm Truppen 12 Meilen nördlich von Jringa; der deutsche Befehlshaber wirrde verwundet gefangen gmonrmm. Heftige deutsche Angriffe, die mit örtlicher Ueberlegenheit an Truppmzahl gegm eine Abteilung der Division des Gmerals von Deveitter unternommen wurden, wurden am 30. Oktober mtt schweren Feindverlusten abgeschlagm. Weiter südlich ist eine Abteilung des Gmerals Northey in ein erfolgreiches Gefecht am Ruhudje-Flusse südlvesttich Mahenge verwickelt. Aus dem englischen Unterhaus. London, 4. Nov. (WTB.) Unterhaus. Lord Robert C e c i l teilte mit, daß die schroedische Mission, die über die B l o k- kadesrage verhandeln sollte, demnächst in England erwartet werbe. In der Debatte wurde die Regierung heftig angeg?riffm, wert im indischen Amt ein siebzigsähriger deittscher Gelehrter na- Mms Et he mtt der K'atälogffierung persischer Manuskripte beschäftigt sei, woran er feit 1872 arbeite. Booth (liberal) sagte, wenn die Regierrmg nicht durchgreifende Schritte tun würde, so könnte sie über diefm Fall stürzest. Es herrsche die Ueberzmgmrg, daß eine Anzahl von Tmtschm-Fveundm in der Regierrmg sei. Biele venrünftige Lmte seien überzeugt, haß sich unter dm Mi- nifteriu Verräter befindm. Viele hätbm sich an ihn ge- wtandt, ,ob er persönlich! versichern könne, daß gewisse hervor-, ragende Männer nicht in deutschem Solde stÄrdm. Dre Minister seien selbst Schuld an dieseni Zustande. Dre dNttristerim ginget viel zu gut um mtt dm Dmtschm. Sobald einmal versucht werde, etwas von dem dmtschm Einfluß zu verdräugm, so hcttte man hauptsächlich mtt einem Ministerium darum zu kämpfm. Irgendwo bestehe ein geheimer Einfluß, der zuguustm Deutschlands wirksam sei, der die Ministerim lähme und hindere, diese FraM durch- greifmd zu lösm. Auf die Beschwerdm über die hohen Karto ffelprei se fag te R u e i m a n , die ho hm Preise seim die FolM von Arbetter- mangel itrtb schlechtem Wetter. Jn dm nächstm Wochm würde die Ernte Fortschritte machm; eine Einschränllrng des Kartofselver- brauchs sei indessen zu empsehlm. Sutton fragte, weshalb der Kartoffelpreis in einer Woche um 100 o/g gestiegm sei. Runci- man antwortete, ein gewisser Teil der Kartoffelernte sei an die Front gegangm. Tie Regierung mache alle Anstrmguugm, um Kartoffeln aus anderm Ländern zu beziehen. Stau ton wies darauf hin, daß große Fischsendungm aus Holland nach ihrer Ankunft in England veruichltet wordm seim. Jn Liverpool seien am 20. Oktober 1000 Kisten, an dm beidm solgendm Tagen 1400 Kisten mit Fischen vernichtet nwrdm. Der Redner fragte, ob dies mtt Absicht geschehm sei, um die Preise in England in die Höhe zu treibm. Lord Robert Cecil erwiderte, die aus Holland eingeführten Fische hättm wegm unvermeidlicher Verzögerung des Transportes vernichtet werden müssm. Aus Griechenland. Athen, 4. Nov. (W.T.B.) Meldung des Reuterschm Bureaus : Admiral F o u r n e t verlangte die Einwilligung der griechischen Regierung dafür, daß ihre leichten Flotten st re itkräftei unter sranzö sischsr Flagge und mtt französischer Besatzung zum Schutze gegen deutsche U)nterseeboote verwmdet würden. Das Kabinett hielt heute früh unter Vorsitz des Königs eine Beratung ab und beschloß, die Forderung des Admttals als unannehmbar abzulehnm, da eine Einnstttigurrg gleichbedeutend mtt der Aufgabe der Neutralität sein würde. Der §eektteg. U-20 verloren gegangen. B e r l i n, 5. Nov. (WTB. Amtlich.) Am 4. November, abends, ist das Unterseeboot U 20 im Nebel nördlich Bovbjerg an der wcstjütischen Küste festgekommen. Alle Ab- schleppversuche der sofort zu Hilfe geruftnen Torpedoboote blieben erfolglos. U 20 wurde daher am 5. November, mittags, gesprengt, nachdem die Besatzung von unseren Torpedo' booten geborgen war. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein englischer kleiner Kreuzer vernichtet. Berlin, 4. Nov (WTB. Amtlich.) Am 23. Oktober hat eines unserer Unterseeboote einen englischen kleinen Kreuzer älteren Typs mit zwei Schornsberrnnc westlich Fr- land vernichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine Die „Deutschland" in Amerika. London, 4. Nov. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus New Jork vom 1. Nov.: Kapitän König veröffentlichte einen Artikel über die Reis eder „Deuts chlan d". Das Schiff habe 8000 Seemeilen zurnckgelegt, davon nur 190 unter Wasser. Er schildert lebhaft die Schrecken des Golfstroms, der die Dernperatur in dein Schiff auf 137 Grad Fahrenheit brachte, und erzählt von einem Bankett auf dem Grunde des Ozeans. Einmal tauchte das Schiff zu schnell, so daß es ganz senkrecht stand, aber die Ladung BIteb in ber richtigen 5Zage Die Erfahrungen nrit der „Deutschland" unterscheiden sich sehr wenig von denen der Letzten Reise; sie entgingen mehrmals mit genauer Not feindlichen Kriegs schiffen. Kopenhagen, 4. Nov. „Bierlingske Tidende" meldet aus Stockholm, daß der Dampfer „Runhild" infolge Zusanrmenstoßes mit einer Mine gesunken iffc. London, 5. Nov. (WTB.) Lloyds meldet: Die nor- N^egischen Dampfer „Thor" und „Jvanhoe" sind v er- senkt worden. London, 4. Nov. (WTAi) Das Reutersche Bureau meldet: Der Dampfer „Spero^ wurde versenkt, die Besatzung tvnrde gerettet. Trontheim, 5. Nov. (WTB.) Die Zeitung „Nidavos" meldet: „U 56" landete morgens e aber abgewLesen. Die Marmschaft des Unterseebootes verweigerte iefo Auskunft. Andrassy und die polnische Frage. Wien, 6. Nov. (WTB.) Zu einem Vertreter des „Az Estt^ erklärte Graf Andrassy: Ich war seit Kriegsausbruch fest davon überzeugt, daß die pofirische Frage nunmehr zur Erledigung gebracht werden müffe, vaß die Mittelmächte, wenn sie siegen würden, die historische Ungerechttgkeit, die in der Vergangenheit begangen wurde, gutmachen und die edle polnische Nation neu beleben wüt> den. Die Entente posaunt aus, ihr Krieg gelte dem Schutz dch- kleinen Nattonen. Sie hat jedoch eine kleine Nation, Griechenland, gedenrütigt und die Souveränrtat seines Staatsgebietes mißachtet, seine Eisenbahnern in Beschlag geno:mnen, seine Hmrptstädte besetzt, sie hat zwch weitere kleine Staaten, Portugal und Rumänien, in den. Krieg gehetzt. Die Entente mißachtet die Rechte der Neutralen und erdrosselt mit schwarzen Listen ihren Händel. Demgegenüber haben die als Eroberer und Unterdrücker verschrienen Mittelmächte einer Nation ihre historischen Rechte wieder gegeben. Tie Tatsache der Bildung des polnischen Reiches beweist das unbedingte Vertrauen der Mittelmächte zum endgültigen Siege. Ohne dieses Vertrauen hätten sich die verbündeten Herrscher nicht engagiert. Es ist das Lebensinteresse des polnischen Reiches, als Brudenration der Verbündeten mit an ihrer Seite gegen die russische Uebermacht im Verteidigungskamps teilzturvehmen. Polen als selbständiger Stadt kann im Interesse des politischen Gleichgewichts und der Volksfreiheit am Kriege t e i l n e h m e N. Schließlich erklärte Anrassh, er werde seinerzeit entweder in den Delegationen oder im ungarischen Parlament sein«, Standpunkt über die polittsche Seite der Polcnsrage darlegen. Haute fteue er sich, daß der alte Monarch Ungmms unter der begeisterten Zustimmung der ungarischen Mation in die Lage kam, einen edlen, weisen und hochbedeutsamen historischen Willen zu äußern, der die Verfehlungen der Vergangenheit wieder gut zu machen beginnt. Der Schiffsrmlmmangel. London, 5. Nov. Der Mangel an Schiffsraum wird durch die Tatsache beleuchtet, die Archibald Hurd im-„Daily Telegraph" anführt, daß der in England im Jahre 1892 gebaute japanische Dampfer Kaikufn Maru mit einem Tv7«rengehalt von 3009 für 150000 Pfund Sterling verkauft worden ist, während er vor neun Jahren einen Preis von 9000 Pfund erzielte. 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Giessen (Stemstr. 15), Hohensolms und Frankfurt a. M., 6. Nov. 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr von der Halle des neuen israel. Friedhofs aus statt. Verwandten, Freunden nnd Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel MhesWerVerelll sör imttMWs. Mitttvoch, den 8. November 3'/, Uhr nachm, im hauS, Kirchstrabe 9 Jahresversammlung dioefl (Fricdberg). Welche Aufgab Prof. D. Schnell lFriedberg). Welche Aufgaben stellt die gegenwärtige Lage der Inneren Mission? Besprechung. 8 Uhr abends in der Stadkkirche: (Gottesdienst für innere Mission. Predigt Dekan Müller (Lauterbach,. 7987D Alle evangelischen Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen. 9 sofort gesucht. [7998 Gustav I. Kahn, Lsäsrhanül.. Bahnhofstr. 63. (Lin lvachs. Dobermann zu verkaufen. Su erfragen in der Geschästsst. d. G. A. Versohiedene\ Carl Vogt 0131ao l*KI. W..Weideng. 12, zu verm. Näh. Lsl»,i-tLU«s 1« p. I.and«turminann des Inf.-Begt. Nr, 80 , mit hartnäckiger Krankheit aus dem Felde gekommen im Paulinen-Stift in Wiesbaden am 5. ds. Mts. sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Herrn. Vogt und Familie. Giessen (Stephanstrasse 18), 6. November 1916 . * 7990 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. November, n achm. 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof in Giessen statt. f Mo öl. Zimxn er j ! Schönes Zimmer, möbl. od. unmöbl., zu vermieten. 0131211 Wolfstraüe 16. Wi Imsissea* § lHochpart.) mit großer, ge" dcckter Veranda und elektr. Licht u. 2 Belten mit guter Verköstigung zu vermuten. Ocaheres Neuen Baue 22 ZI. Saubere kräftige Krau od. Mädchen z. Milchtragen ges. Näh, b. ?!i»ai!I.Neuenw. 18.1, *»2 Tüchtige unabhängige Waschfrau (f- Maschinenbetrieb) sof. ges. Mjuglingishcim. [7955 Lüden u. dgl, | Wirtschaft nuf -Öeklo zu verpachten, auch für Kriegsbeschädig!, passend. Schriftliche Angebote unter 0!b078 an den Gien. Anz. Tücht.Mädcheu od. unabb. Frau tägl. [.mehrere Std. zur Hausarb. ges. Franks. 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