166. Jahrgang kr. 260 Der «etzener TtefäQCt erscheint tsqüch emßer D»rmraaL. — Be:Ia-q«r: Gieße» er FEiKevdtLtter; Lreirdlatt für dev Brett Stehen. Bezwßrprett : monatl. SO iZi« viertel- jährl. Nk. 2.65. durch Aohole- u. Zweigstellen nrsnatL 80 Pf..- durch die Post Mk. 3.45 viertel- jährl. auSfcht. Bestell-, Kerniprech - Ansclüüfle: sür die Schriitleitilnq112 Vertaq,Geschä:tsstelleö1 Vnschriit für Drahtnachrichten: Lnzeiger Stehen. Erstes Blatt Samstag, 4. November Postscheckkonto: Krankfnrt o.HI. U686 eneral-Anzeiger für Oderhessen Banknertrhr: Sewrrdebank Sietzen 3witting;runtzdn>S u. Verlag: Sriihl'sche Unlv.-Such- u. Steinöruderei R. Lange. §chriftlettung. Seschäftrstelle a. Druckerei: Schulstr. 7 . Annahme von Anzeigen die iaqesmtmniet dis ;um Nachmittag vorher, Aetlenpreis, i. Anzeigen: örtlich 30 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b P'atzvorschrist 30 Pt., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschrillieiter: Auq. Go eh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Auq. Äoetz. Stadt rb Land, Vermischt es u. Gerichts: aal ^ Fr. R. Zen;. Anzeigenteü: H. Beck, sämtlich in Gießen. afau. Ein deutscher aus England in die Schn/eiz itbergeführtcr Ofsizicr hat folgendes bcrickstet: Das deutsche U n te r seeb o o t ,,U 41" hat am 24. September 1915 in der Näfa der Colly-Iiffeli» einen Dampfer unter ainerikanisckMr Flagge allgehalten. Wälirend der Dampfer stoppte u»rd anscheinend Anstalte»! traf, ein Boot zu Wasser zu lassen, lief das U-Boot bis auf eine (foitfcnumg von etwa 300 Meter an den Dampfer l>eran. In dieseln Augenblick klappte der Dampfer plötzlich an zwei Stellen die Reeling herunter, erösfnete aus zwei Schiffsgeschützeli das Feuer auf da s U-Boot uitib beschoß es airßerdeni aus zahlreichen Gewehren. Das alles geschah bei »vehender amerikanischer Flagge! Das U-Boot, das sch»ver gettoffchi worden nmr, ging Mnäclist unter, jedoch gelang es ihin nach kurzer Zeit »oieder an die Oberfläche zu kommeil. Durch ein jetzt geöfftietes Luk komrten gerade »loch der Oberleuttrant Crornptvn wld der Steuermann Godau aus dtiil Boot hcrauskvmmen, als es zum ziveiten Male und iiun für iininer in der See versank. Trotz schwerer Verwuiidlmg des ersterei», gelang es ihm »nie auch dein Sterlermann sich schivrm- inend zu halten, auch »lach einiger' Zeit eilt leer in der Näfa treibendes Boot zu erreichen uird zu besteigen. Der Dampfer, der dies bemerkt fatte, kehrte nun zurück und hielt mit voller Fah rL recht auf das Boot ^u, aber nicht etwa!, »nie man hätte annelrmen sollen, uni die beiden hilslosen Sclüffbrüchigeii zu retten, Vonderil um das Boot zu rammelt- Zu diesem Zioecke »var sogar vorn auf der Back ein Mann ausgestellt, der die nötigen An- »veisunaen für das Steuern zur Kvnnnmldobrücke biirauftief. Kurz bevor dcrs Boot getroffen wurde, sprangen die Schiffbrüchigen in die Bugwellen des rannnendeil Sckstffes und cs gelang ihnen, sich später an den Trümmern des Bootes festen halten. Erst nachdem sie »nieder über eine falbe Sttrnide int Wässer gelegnen hatten, kehrte der Dampfer in ihre Näfa zurück Und »lahm sie nuiM mehr auf. An Deck ließ sich aber kt'in Offizin blickm. Anstatt den verwruldeten Oberleutturut, dcw eineil dopfatteil Kieferbruch, einey Schuß an der linken Schläfe, eine firrgerbreite Mimde mit drei.Splittern in Nase und Backe sotvie ein zerschossenes Auge bei der Beschießung des U-Bootes davougetrageri hatte, Hilfe zu leisten, »n'urdeil die beiden Geretteten crbannrlngslos in einen D e ck v c 'r s ich l a a ei in g e ls p e r r 1, Iber etwa o t u Meter I) o ch und zlvei Meter lang rmd vorne nüt Eisenstäben abgeschlosserl »var. Hier »nußten sie verbleiben bis zu ihrer Ankunft in Falmouth a»n 25. September 1915. Erst dort »mirde den» Verwundeten die erste ärztliche Hilfe zu Teil. Soweit zunächst der Deriäst. Als seiirerzeit die e»rglisck)e Regierung dnrch Geyenmaßnafa nrett der deutschen Regierung gezivrnlgen nntr, den in englische Hände gefaUenen deutschen U-Bootsbesatzungen eine einigerinaßen menschliche Befa»»dliMg angefaüien zu lassen, »vnßten bald darauf die Zeitungen zu farichten, daß die englische Regierung, um diesem Zwang aus dem Wege zu gehetl, den Befehl gegeben hatte, keine denlsefam U-BovtsleuLe mehr zu retteil, soild.-Nl sic in ihrem versenkteil Boote so lailge ans dem Grund des Meeres zu lassen, bis mml annehmen könnte, dal» sie tot seien. Damals sträubte sich noch jedes mcilschliche Geft'lhl dagegei». an den Erlaß eines sol chen Befehls zu gl<«lben. Als dauil aber die englische Regiernng sic!» unter Ansflüchttnl schützend vor die ,,Baralong"-Mvrder stellte imd sich »veigerte, sie vor Gericht zu ziefan, »vurde nn»vill- kürlich der Gedanke an die Zeittmasrneldnngen u»ld den angeblichen englischeil. Befehl »nieder »oach. Mail fragte sich, »veigert sich die englische Regierrmg ettva desfalb, »veil die „Daralong"- Mörder mrr an? Befehl gehandelt fatten und daher auch nicht von der englische»» Regierung bestraft »oerden konnten? Aber aiw) danialö noch wies man diesen Verdacht txm sich, obgleich filme Ueberlegnng uns fatte sagen müsseil, daß solche Befehle von seiten eines Esrgl«Ä»s durchaus nicht nnn^lich sind, das im Buren kriege Zehntau sende von Fra» len und Kindern er- barmnilgslos zu Dode gehungert m»d das in diesem Kriege in unseren Kolonien den Schwarzcil Kopfpreise für de nt s ch e S t a a 1 s a n g e hö r i g e gezahlt fal. Der „Baralong"- Mord und fas eben initgeteilte neue ^ttR'eäu'li lagen kaum einen Mvimt auseinander. Beide llnkrten glefHi^n einaichee sehr. Wie scküechl das Geioissen der englischen Regierung in dieseni Falle ist, geht daraus hertwr, faß sie fas Dckannttverheu dieser Scheuß- lickckeit auch mit den farilxrslichsten Mitteln zu verhindern sucht. Dies i»st 'ihr trotzdenl rcicht gclungcil. Der Bericht des deutschen Offiziers sagt dann »veiter: Erst am! 29. September 1915 wurden die beiden Geretteten, bekleidet nur mit Hemd und Unterhose, und unter starker Bedeckung, an Land in ein Hospiz befördert, um am 6. Oktober nach Plymouth und am 10. Oktober dortselbst in ein Hospiz übergefülirt zu »oerden. Von Plymouth wieder wurden sie am 6. November nach Dork Castle ins dortige Militärgefängnis zusamnren in leinem Raum untergebracfa. Anr 13. Dezember 1915 wurde schließlich der verwundete Offizier mit noch offenen Wunden nach Dyffryn Alled übergesührt. Der dortige Lagerarzt schlug später vor, den Offizier wegen der Schtvcre seiner Verroundrmg (das andere Mge war in Gefahr) zur Auslieferung nach der Schweiz zu schicken. Vor: der ersten untcr- sucl)enden Schlveizer Aerztekonrmission wurde er auch angenommen, ebeiffo bei der Hauptuntersuchung von anderen Schweizer Aerzten. Trotzdem legte der englische Generalarzt ein Veto ein mrd der Verwundete mußte in England Zurückbleiben. Hrnzuzufügen ist noch, daß Oberleutnartt zur See C ro m pton verschiedentlich versucht hat, über die amerikanische Botschaft in London an die deutsche Regierung zu berichten, daß seine Berichte aber bei der deutschen Regierung uicht eingelaufen sind. Nachdem es also der englischen Regierung nicht gelungen ist, den verwundeten Oberleutnant an seinen Wunden sterben zu lassen, Um so de»l Hauptzeugen zu beseittgen, sucht sie ihn »venigstens für die Dauer des Krieges für die -Oeffentlichkeit ohne Rücksicht aus seinen Zustand unschädlich zu machen. In diesen Tatsack>en ist nicht nur das Eingeständnis der Wahrheit des Berichteten zu finden, sondern auch das schlechte Gennssen, der angeblich für Kultm und Menschlichkeit kämpfenden englischen Regierung. Der Kommandant des Uitterseebootes „11. 41" war Kapitänleutnant Hansen, einer der tapfersten und bewährtesten Untere seebootskommandanten der deutschen Marine. Aus den Reichstagsausschüssen. Die Schutzhast. Berlin, 3. Nov. (WTB. Nickstainitlich) Der Ausschuß des Reichstages beendete heute die Beratung des Jnitiativ- gesetzes betreffend die Schutz hast. Zu der heutigen Verhandlung lag ein. neuer, von allen Parteien eingebvackiiter Entwurf vor. in! den die gestern angerwmmenen fünf ersten Paragraphen übernommen ivaren. Bon den folgenden Paragraphen 6 bis 13 bestinrmt! Paragraph 7, der Verhaftete kann jederzeit einen Verteidiger zu- ziehen, Paragraph 9, dem Verteidiger ist Einsicht in die über die Verhafttmy erivaäffenen Akten zu gestatten. Dem Verhafteten! ist ein schrrftlrcher und mündlicher Verkefa mit dem Verteidiger gestattet, Paragraph 13, Hebt das Reichsmilitärgericht die Haft oder die Aufentfaltsbeschränkinrg ans, well die Voraussetzungen^ ihrer Anordnmrg oder Aufrcchiterfaltung nicht gegeben ivaren, so fat es dem Eirttassenen einen Enffchiädigungsanspruch xuzuerkennen. — In der zweiten Lesung wurde der Entwurf gegen eim Sttnrme angenomglen. A»?5 dem Reiche. Dank des Reichskanzlers an die Presse. Die Bedeutung der Presse für die Unterbringung unserer Kriegsanleihen ist »viederholt schon hervorgehoben und von berufener Stelle auch airerkannt »vorden. Um den Erfolg der letzten .Kriegsanleihe hat sich der Verein Deutscher Zeitungsverleger ganz besonders bemüht. Auf die Uckberseirdung des hierauf bezüglichen Materials hat der Reichskanzler unterm 28. Oktober an den Vorsitzenden dos Vereins, Dr. R. Faber in Magdeburg, die nachstehende Zuschrift gerichtet: „Für die mir namens des Vereins der Deutschen Zeitungs- Verleger vor Abschluß der Kriegsanleihezeichnungen mitgetelltetv Belagstticke über seine umfassende W^rbetätigkell. sage ich Ihnen verbindlichsten Dank. Zurückblickend auf den jetzt feststehenden glänzenden ftnanziellen Erfolg bin ich mir benmßt, in nne hohem Maße das Gelingen von der Mitarbeit der Preffe abhing. Deutschland kann auf diese ausgezeichnete Leistung seiner Prüsse, an der die hingebende Tättgkeit Ihres Vereins hervorragenden Antell besitzt, stolz sein. Mit der vorzi'lglrchsten Hocl>achtung bin ich Euer Hochwohlgeboren ergebenster Bethmann -t)ollweg." Diese Anerkennung der berufensten Stelle bestätigt und ergänzt in erfreulicher Weise die freundlichen Worte, mft denen der Reichsschatzsekretär Grcff Roedern bei der Einbringung des neuen Zwölfnrillrardenkredits im Reichslage und der Präsident des Reichs- bankdirektoriums, Dr. Havenstein, in der letzten Sitzung des Zen- tralausschusses der Rerchsbank der Verdienste der. Presse um den Erfolg der fünften Kiregsanleihe gedacht haben. Höchstprcisc für Haftrnährmittel. Berlin, 3. November. lÄantlich.) Durch Verordnung des Reichiskanzlers sind die Höchstpreise für Hafernährmittel rreu geregelt »vorden. «Gegenüber den bisherigeir Preisen bedeuten die neuen Höchstpreise eine erhebliche Verbilligung. Sie betragen iin Kl ei» rv erkaufe für Haferftocken, Hafergrütze und Haserinchl lose 44 Psg. für das Pffrrrd, für Haferftocken und Hafergrütze in Packungen 56 Psg. für die Einpfflnd-'-Packnng und für Hasennehl in Packungien 32 Psg. für die Eiillxllbpsund-Packung. Für die Hasernäfannttel, die sich beim Inkrafttreten der neuen Höchstpreise bereits im Kleinhairdel beftndcn, können die Landesbehörden für eine kurze UeberlMtgszeit die erforderlichen Aus-i nahmen 'zulassen. Höchstpreis für Weizengrieß. Berlin, 3. Novbr. (WTB.) Durch.! eine o$t 20. November in Kraft treteirde Verordnung des Reichskanzlers »vird der H öchft- p r e i s s i'i r W e i z e uar i c ß beim .-I>erfmtf cm Verbraucher aus 56 Pfennig für das Kilogramm festgesetzt. Durch eine weitere Verordnung des Reichskanzlers »vird eine U e be r wa ch n n g s st-el l e für S e e »nu s che ln errichtet. Ihr obliegt die llebetivachung des Fanges uni) Handels mit Sve- nmschein, sowie die Herstellung von Secnruschelkonserven. Das neue Kricgsamt. Berlin, 3. Nov. (WTB. Amllich.) Durch allerhöchste Ka- binettsotder ist nunmehr bestimmt worden, daß zur Leiturrg aller mit der Gesamtknegftihruug zusammenhängenden Angelegenheiten, der Beschaffung, Verwendung »md Er- n ü h r r» n n der Arbeite r, sotvie der Beschasftrng von Rohst o f f e n, W a f f e n und M u n r t i o n im Kriegsininisterium ein Kriegsamt crricfact »vird. Diesem obliegt auch die Leitung der Crsatzangelcgenherten. Das Arbeitsamt, die Feldzeugmeifterei mit dem Waffen- und Muniti onsbescfa fsungsamt, die Kriegsrvhstoff- abteiluug, die Fabrikenabtcilrmg, sotvie die die Ersayangelegm- heiten bearbeitenden Stellen des Kriegsnrinisterimns, bie Abteilung für Volkscrn ährungsftagen und die Abteilung für Ein- und Ausfuhr »verden denr Kriegsamt unterstellt. Insbesondere »vird dem Kriegsamt auch die Versorgimg der Arbeiter mit Fleisch und Fett übertragen. Der königlich »vürttembergiscfa General- majvr Groener, ist zum Cfas 'des ^tzrrogsamteS im ^tniegs-- miiüftcrumt enutrutt und zum Vertreter des Kriegsministers bestellt »vovden. Generalleutnant von Schoeler, bisher im Kriegs- miuisterium. ist bis zu seiner anderen Verwendung zu den Offi- Aiercu von der Arnree versetzt. » Berlin, 3. Novenrber. (WTB. Nichtamllich.) Tie Mitglieder deS R^.' i ch s t a g e s , welche an der F a b rt nach V u l g a r i e u teil gc»wmurer» hatten, fatten zu Heute Aberrd zur Besichtigrmg der von dieser Reise ansgenommene»» Films in den großen Saal des Hotels Esplanade ungeladen. ^Lbgeordneter Tr. S1 re se m a n n begrüßte die Aruveserrden. Tie Eiilladenden hätttv die Filn»propaga»rda gc»vählt, um auck dem neutralerr AuÄrH»^ zu zeigen, daß das Bündnis mit Billgarien nickft »rnr ein Waffen- bündnis, k'.mderu muh eirr BimdniS der Seele»» ,re»»>vrden sei. Breslau, 3. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In Atüveseufait des Kommairdicrenderr Generals von Heincmann, deS OberprÜsi- detrten von Günther, des F-ürstbisckivs.s Dr. Bertra»n, des Ober- landeslferichtspräsidente»: Ex-ellenz Bierbmis, des St«^tf»rmi»a»»- dantcn, eines Vertreters der städtischen Behörden und der Stützen zahlreicher atrderrr Behörde»» »rmrdetr lierite die Fa ch h o ch schul - k u r s e für W i v t s ch a f t u n d V e r w a l t u n g . die erste derartige Einrichtung an einer deutschen Universität, eröffnet. die SsldankmMe ikt bis anf weiteres aeSftnet: 7S72V Diemtag nachmittags von 2-4 Uhr 5amstag vormittags von \ 0 -\ 2'/ 2 Uhr Der Ehrenausfchutz der Goldankaufstette: vr. Usinaer. Aur Stadt And Land. Gießen, 4. November 1916. Tonnlagsgedankerr. Das evangelische Deutschland feiert sein Refonnatwns- sest. Nah beieinander liegen die beiden Gedenktage: der 31. Oktober und der 10. November, der Tag des Thesen- anschlags an der Schloßkirche in Wittenberg und der Geburtstag Martin Luthers. Zweimal, in kurzer Zeit, werden wir mit unfern Gedanken in jene große Vergangenheit deutscher Geschichte zurückgerusen. Sie sieht so ganz anders aus ftf'3 die Zeit, die nur erleben. Nur in Einem gewiß reicht das 16. dem 20. Jahrhundert über die Zeitenspanne hinweg die frarÄ: damals wie heute stand Deutschland im Mittelpunkt der Weltgeschichte, alle Volker Europas von dem deutschen Gedanken erreicht und erregt, alle in ihrem politischen Handeln durch das bestimmt, was in deutschem Ge- ü.iit erlebt und erstrebt wurde, durch deutsche, friedliche ^^edanbentat einem wilden Kriegssturrn bloßgestellt. Aber anders allerdings sehen die Kräfte und die Ziele aus, die daurals und heute von Deutschland aus die Welt erregen, freute steht pnser Vaterland im Kampf ums Dasein und Eigenleben. Es führt den Kampf mit dem Schwergewicht seines Reichs, das ganze Volk einig mit seinem'Kaiser. Damals war es ein einzelner deutscher Mann, der sich um seinen Glauben wehrte, der schüchtern erst, ein Mönch aus >sirrer Zelle trat, und daun zum Riesen wuchs, der alle Teufel herauszufordern sich vermaß, und nach dem alte T-irsten der Erde fragten. Heute geht es, wie wir alle an '.urseoem Leibe spüren, um wirtschaftliche Weltfraaen, das nt. das deutschen Kindern der Zukunft in aller Welt wachsen und sie ernähren soll. Damals waren es ganz neuerliche 'Kragen des Glaubens und Gewissens', die die Se-ele des tv-eltunkundigen Wittenbergers erregten und die er wie T- erblichen Zündstoff in das Gemüt seines Volkes zu schleudern wußte. Und, um auch das Letzte noch Au sagen: abwärts führten damals die Wege deutscher Geschichte, und kein Zweifel, Luther war an bem schweren, politischen und unrtschaftlichen Medergang mit beteiligt; austvärts, so glauben und hoffen wir unentwegt, geht heute die Bahn; der luer Reich mit Blut und Eisen schuf, hat ihm einen Grund gelegt, der auch diesen Weltensturm überdauern wird. Unvergleichlich scheinbar sind die Zeiten. Mögen sie es ' in Zu einander gehören sie doch. Man kann deutsche Ge- < 'd)te in der Neuzeit nicht willkürlich auseinanderreißen. Krone und Stamm lassen von ihrer Wurzel nicht: >as neue Deutsche Reich gerade durch Bismarcks trotzigen Glauben hindurch hängt unlöslich an der Seele des Mannes, der in Worms und auf der Wart- urg, in Wittenberg und auf der Coburg .seine deistesschlachten schlug, er allein wider eine Welt. „Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts in der Welt." Man weiß, daß dies geflügelte Bismarckwort sich schon bei Ernst Moritz rndt ausgesprochen findet. Sein großer und tiefer Sinn ist aber ganz eigentlich Luthers Glaube, Ziel und Inhalt eines Lebens. „So soll ein Kriegsmann tun: vor Gott soll er verzagt, furchtsam und demütig sein . . . wider die Menschen soll man keck, frei und trotzig sein, als die doch Unrecht haben, und also mit trotzigem getrostem Mut sie schlagen." Denn „das gefällt Gott wohl, dast man sich vor Menschen und Teufel nicht fürchte, keck und trotzig, mutig und steif wider sie sti". Wie wir das brauchen, in unseren Tagen! Aber wer beides vereint gewiß, Gottesfurcht und Welttrotz, kann uns bindurchsühren durch die Schrecken draußen und die Nöte daheim. Denn das ist das Wundervolle an diesem deutschen ('ilcmbenshelden, Laß, während sein Haupt, grübelnd in Gortesgedanken, in den Himmel ragt, sein Sinn dennoch, in starker Liebe zu seinem Volk und Land, fest auf diese Erde gerichtet scheint, all ihrer Not sich bewußt, zu allem Kampf, den sie fordert, immer bereit. Aber nicht zwei Seelen wohnen so, in ewigem Widerstreit, in seiner Brust. Sein Glaube ist Seete und Kraft seiner Liebe, seiner Erden kämpfe. Wer chn so versteht, den kann es nicht wund-ernehmen, daß sein kräftiger Kampfgesang über alle fern hinweg uns fast zum deutschen Bolksli feste Burg ist unser Gott, iorrellen Schranken ^ .. . „ geworden ist: Ern Ein' gute Wehr und Waffen Und wenn die Welt voll Teufel war . -. . Es soll uns doch gelingen. L. U. Kun stgeschi chtliche Vorlesung en in der Universität. Um ein Zusammenfällen mit anderen wichtigen Vorlesungen zu vermeiden, wird .Herr Prof. Hamann anr Dienstag von 6—7 Uhr über Italienische F rühre na iss an ce lesen (statt Donnerstags), am Donnerstag von 6—7 Uhr über hessische Kunststätten, am Donnerstag von 7—8 Uhr über Einführung in die griechische Vasen- und Wandmalerei. Die Hebungen über Renaissance finden Dienstag von 7—8 Uhr statt. Die Vorlesungen beginnen Dienstag, der: 7. Novenrber. .. ber Üctnb es uniö erfttöt. Der Universitäts- bleuer Schadet begeht heute sein 40jähriges Dienstjubiläum. * - o) 1 § ^ n 1111 ß- Tein Oberleutnant und Batterieiührer mt Fug-Art.-Regt. 9, Hugo Prätorius ans Gießen wurde das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. — Dem ■btomer Friedrich Jung, Sohn des Ludwig Jung XU., Wagner, wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde die Hess. Tapfer- keitsmedaile verliehen, er steht seit Itz, Jahren im Felde. ** I ungweh r. Sonntag, 5. November: Hebung gegen Jungwehr Lich. Antreten: 2 Uhr, Bahnhof. , t ?berh essischer Kunstverein. Tie neue Ausstellung hat schon tu den ersten Tagen, durch den sehr guten Besuch bewiesen, daß das Interesse für bildende Kunst trotz des .Krieges' noch vorhanden ist. Zeigt doch auch die diesmalige Ausstellung erne Fülle von Kunstwerken, welche den Besuch der Ausstellung wrrklrch lohnen. Da nun in nächster Zeit namhafte Künstler und Künstlervereinigungen die Beschickung unserer Ausstellungen z-u- gesagt haben, so wäre es wünscl-enswett, daß auch das Berkauf sresultat nach jeder^ Ajusstellung ein günstiges wäre. Da leider noch viele die Kunst lediglich für einen entbehrlichen. Schmuck des Lebens ansehen, gehören die Künstler in erster Linie zu denen, die unter dem Druck der heutigen Zeit besonders zu leiden haben. Daher ist es die Pflicht alle,- wirklich (gebildeten,> Hüter dessen zu sein, ums in Zeiten des Friedens dem Leben Wert verleiht. Möge hei vielen Besuchern der dkusstellung der Gedanke auftauchcn, haß die ausgestellten Bilder nicht allein zu besehen, sondern auch zu kaufen sind, dann helfen sie mit von den Türen der Künstler die Sorge fern halten, denn zum freien Schassen gehört klarer Blick intb Ruhe. Die Ausstellung des Kunftvereins ist täglich mit Ausnahme Samstags geöffnet. ** Ein Fuchs in der Westanlage. Ganz überrascht war das kaufmännische Personal vor einigen Tagen, als man am Morgen beim Oeffnen des Speichers einer Firma an der West- anlage auf den Tonnen munter und vergnügt einen 'Fuchs herumspringen fand. Schnell wurde die Türe des Raumes wieder geschlossen und ein in Dingen der Jagd erfahrener Mann vom Seltersweg zur Stelle gerufen. Auf Befragen, wer eigentlich im vorliegenden Fall der su^'-berechtigte Eigentümer des Tieres sein würde, erklärte der Nimrod, daß nach seiner Ansicht der Eigentümer des Speichers mich über den Reinecke verfügen könne, wenn er erlegt sein würde. Eilt wach dieser Versicherung gab der Prokurist der Firma die Erlaubnis — Jagd auf das Raubzeug zu Urachen. Ohne einen Schuß abzugebcn, wurde der Fuchs von dem herbeigeholten Terrier des Jägers abgcwürgt und kunstgerecht zur Strecke gebracht. Halali! Landkreis Gießen. **Großen-Linden, 4. Nov Dem Unteroffizier Ludwia Lu h von hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Er war seit Ausbruch des Krieaes beim aktiven Jnfanierie-Regiment 116 und spater beim Ins-Ngt. 186. Luh rückte mit seinem Bruder, der im September 1914 an der Marne fiel, ins Feld und wurde selb'! am 4. Okt. d. I. schwer verwundet. Die Hessische TapserkeUsmedaille wurde ihm schon früher verliehen. ** H o l z h e i m . 4. Nov. Ter Kriegsfreiwillige Unteroffizier und Offistersaspirant Albert Weinberg, Sohn des Kaufmanns Di. Weinberg aiis Holzbeim, der seit dem 16 Sept. vermißt war. hat heilte seinen Angehörigen mitgeleilt, daß es ihm in russischer Gefangenschaft sehr gut ginge. ,** 50? litt ft er, 3. Nov. Wegen seiner Verdienste auf dem Gelnet der Kriegsfürsorge wurde Pfarrer A h l h e i m das Ktckegs- ehrenzeichen am rot-weißen Bande verliehen. Dieselbe Auszeich- tmng erhielt der Großh. Bürgermeister G o n t r u m, der mit großer Treue seine oft schweren Pflichten erfüllt. Seine beiden Söhne stehen im Westen. Der Aelteste ha tsich die Hessische Tapferkeitsmedaille erworben. Wa. Ovenhausen, Rabenau, 3. Nov. Heute morgen erhielt die Frau Heinrich Körb äche r die traurige Nachricht, daß ihr Nbann durch Kopfschuß den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Körbächer zog bei Ausbruch des Krieges als Landivehrmann hinaus und stand 'ununterbrock,len in der 5. Konrp. Inf.-Regt. 116 (Kaiser Wilhelm). Er war als strebsamer pflichttreuer Mann, wie im bürgerlichen Leber: so auch! als Soldat bekannt und wurde auch mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Er hrnterläßt die alten Eltern, Frau und drei Kinder. Unser kleines Dörfchen hat bis jetzt 10 Tote, 2 Bernrißbe und 2 in russische Gefangenschaft zu beklagen. •• Staufenberg, 4. Nov. Zum OlstzierSaspiranten befördert wurde der Unteroffizier Heinr. Stephan von hier. ** Utphe, 4. Nov, Dem Musketier Gustav Weber hier wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Er dient im Jns.-Regt. Nr. 224. Kreis Büdingen. § Blofeld, 3. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Hermann S ch w a r z h a u p t bei einer Maschinengewehr-Abteilung, das Kriegsehrenzeichen Bürgermeister Reinhold Schäfer. # Dauernhelm, 3 Nov. Das Kriegsehrenzeichen erhielt der Bürgermeisterstellvertreter Gemeinderat Schmidt und Pfarrer K o r e l l. 4k Kefenrod, 3. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Heinrich F a u st. 4ß Ortenberg, 3. Nov. Das Krieqsehrenzeichen erhielt der Gerichtsdiener Bremmer, Wachtmeister m einer Ersatzbatterie, das Eiserne Kreuz der Batnillonsschreiber Unteroffizier Wendel. X Ortenberg, 4. Nov. Bürgermeister Hebbel wurde, wie alle Bürgermeister des Kreises Büdingen, mit dem Kriegs- Ehrenzeichen ausgezeichnet. Dieselbe Auszeichnung erhielten alle Vorsitzenden der Ortshilfsausschüsse der einzelnen Gemeinden des Kreises. X Selters. 4. Nov. Pfarrer Hoch erhielt wegen seiner segensreichen Tätigkeit auf dem Gebiete des Roten Kreuzes und der Kriegsfürsorge das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen. 4k Selters, 3. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite August Ulrich. Kreis Alsfeld. — Alsfeld, 3. November. Infolge der zahlreichen fahrlässigen Brandstiftungen durch Tuba krauchen usw. verbot das Kreisanrt das Tabakrauchen in jeder Form, sowie das Anzünden von Streichhölzern und sonstigen Feuerzeugen auf sämtlichen Dreschplätzen, auch, während der Dreschpause, im ganzen Kreisb eveich. Zuwiderhandlungen sollen mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Kreis Lauterbach. 2 . Crainfeld, 4. Nov. Dem Bäckermeister Nu hl hier starben den Heldentod fürs Vaterland zuerst der Schwiegersohn, daun der eigene Sohn und vor einiger Zeit der Bräutigam der Tochter. Starkenburg und Nheinhessen. = Osfenbach, 3. Nov. Der bisherige Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern, Regierungsrat Gustav S p a m e r , wurde zum Kreisrat des Kreises Offenbach ernannt. Der bis^rige Kreisamtmann, Regierungsrat Kirnberger, wurde als Hilfsarbeiter ins Ministerium des Innern berufen und Regrerungs- assessor Stimmet- Offenbach zum Kreisamtmann des hiesigen Kreises ernannt. — Wörrstadt (Rheinhessen), 3. Nov. Auf einer zwei- tägigen Jagd in der hiesigen Gegend erbeuteten die aus Westfalen kommenden Jagdpächler 1300 Hasen, ein für dieses Jahr recht gutes Ergebnis. V Trustfrei Trasraei Unsere Marine' Zigarette 2'lz P% einschliefelich Kriegsaufschlag Trotz Steuererhebung behalten unsere Zigaretten ihre alten anerkannten Qualitäten! | Georg A. Jasmatzi Aktien-Gesellschaft | Is im ArGchc pegen den Milchhändler Georg Friedrich Seipp von Dorf-Güll wegen Milchsälschung hat das Großherzogl Schöffengericht in Lich am 18. Oktober 1916 für Recht erkannt: Der Angeklagte Milchhändler Georg Friedrich Seipp in Dorf-Güll, geboren am 20 Dez. 1863 zu Ettingshausen, ist des Vergehens gegen 8 10 des Nahrungsmittelgesetzes schuldig und wird demgemäß in eine Gefängnisstrafe von einem Monat sowie in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Das Urteil ist rechts- Lich, den 3. Nov. 1916. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Gazeüe“ Wildlederne fSstjadÄoIara?«® neue Farben in allen l Größen. Paar 3.50. F Sarg-Lager Halte stets eia größeres Lager von 137 s Margen = in allen Preislagen liill 0 i \Seii 8 r$!fal)e 2 S S latt 7033 hampoonieren (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen Trockenapparat empfiehltsich Hermann Plank Wwe. Spezial - Damen - Frisier - und Haar-Gefchäst Seltersweg 8:: SelterSweg8 Hrmbeer- sträucher einjähr. starkbewurz. Pflanzen, Sorte: Goliath Stück 10 Pfg.. 100 Stück 8Mk., 1000 Stück70Btk. ohne Verpackung frei ab hiesiger Station. [ 7e50 August P"scoe D«tc„b»s»n (Kr. W-»lar). 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Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht steh’n. Auf zum Hi nmel wollen wir blicken, Wo wir uns einst vriederseh’n. Plötzlich und unerwartet erhielt ich die traurige Nachricht, daß mein guter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser einziger braver Sohn, Schwiegersohn, heute morgen 10 Uhr im kaum vollendeten 53. Lebensjahr von seinem schweren Leiden erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen: L. Zimmer geb. Römer Rieh. Zimmer Luise Zimmer. Lieh, 3. November 1916. m2 Schwager, Onkel, Neffe und Pate Joh. Heinrich Rinn Ers.-Res. im Landw.-Inf.-Regt. Nr. 32, 10. Kompagnie nach 22 monatiger treuer Pflichterfüllung infolge eines Herzschusses am 12 Oktober am Tage nach seinem 29. Geburtstage den Heldentod für's Vaterland erlitten hat. Die Beerdigung findet Montag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. In tiefem Schmerz: Marie Rinn geh. Schmidt nnd Kinder Christine Rinn, Mutter Familie Jakob Schmidt. Ortsdiener Jakob Schmidt z Zt. in Gefangenschaft nnd Familie Lndwlg Schmidt z. Zt in Gefangenschaft und Familie und aüe Angehörigen. Bieber, den 3. November 1916. 013072 Statt Karten Ihre Trauung zeigen an Jakob Krausgrill, Lehrer und Lina Winter Oktober 1916 Birklar 7953 Nieder- Weisel Heute entschlief sanft nach langem Leiden mein tnnigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Grotzvater Wilhelm Huhn Infolge schwerer Verwundung starb am 28. September in einem Feldlazarett unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Kaiser!. Gberpoftsekretär im Alter von 67 Jahren. Kanonier Friedrich Willi. Hofmann 7966D j0T ; MffgMBnWMHBIIIHIII / | Cafö Amend! Namens der trauernden Hinterbliebenen: §rau Emma Huhn. Essen, Frankfurt a. M-, den 2. November 1916. Samstag und Sonntag Künstler - Konzert Trauerfeter findet am Samstag, den 4. November, nachmittags 3Vs Uhr, im Sterbebause, Rosa- stratze 16 statt, hieran anschließend Ueberführung zumHauptbahnhoszweckö Einäscherung in Mainz. 3. Batterie Feld-Artillerie-Regiment 111 in seinem 21. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen, i. d. N.: Jakob Hofmann XI. Heuchelheim, den 4. November 1916. [ 796 S 7214 Gafe Ernst Ludwig Samstag und Sonntag [7163 KÜNSTLER-KONZERT aller Arten und Formen. Garantie für Sortenechtheit. Tadellose Ware, solide Preise. — Bedeutende Vorräte. August Engelhardt, Baumschule, Danksagung. Henchelbeim-Wiesten. [013101 - 'Üeiss -Theater Selterfirsv-egr 81. Direktion H. Bakof. Telephon 911. Pracht-Programm v. 1—6 ITov. BIT 3 große Schlager US ZSc.H Ifäsaisncfs ©©rieht; Da f ü ? toe” a in d '3 I ÄktS? tlv ' 4 p» »» "ST* Hb Spannendes Drama in 3 Akten. Hauptrolle M LiiU Beck. HIlt©BSt©Ili©Sdl©lB EinLiebesscherzpiel in 3 Akten. rC IS 8* lt d © B* U IE fl © Posse in einem Akt. WtadL and Feste Kolmar Natur. Einladen nach Bedarf. [7964] Sonntag: Konxort-Regleltisng. «p« muLJB w MB m mt-mr-a m-rn Eöjsf«! Drehar, Saar-ITkr' ketisa, Sehaltel ani Ftrftokoa werden billig angefertigt. Z6p2o werden gefärbt. Damenkopfwaschen mit ' Frisur 1 Mk. (6068 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir auf diesem Wege unsern innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lehrer GrQn und Frau. Reiskirchen, den 2. November 1916. 7»46 H. Tichy, Seltersweg 43 Ecke der Goethestraße. Dir.: Hermann Staingoetter. Sonntag, 5. Novbr. 1916, nachmittags 3*/* Uhr. Volks- und Schüler- Vorstellung Volkspreise Vol'kspreise her Weise Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Gotth. Ephr. Lessing. [7961c Ende gegen 6V, Uhr. Abends 7V 3 Uhr Kl. Preise Kl. Preise VolkSstück in 5 Bildern von Leo Kästner u. Hans Lorenz. Ende gegen 10 1 / 4 Uhr. ohne Bezugsschein] Alle Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik Gießen, Selterswcg Nr. 58 Jauchefässer Schiebkarren Leite rw«.«en empfiehlt Küferei Sommerkoru, Bleichstrahe 10. [7871 Das schon von den Römern geschätzte Wasser des orzügli Schwalheimer Brunnens ist ganz vorzüglich gegen Gallensteine n. Ärteriesverkalkang Fabrikbesitzer J. schrieb mir am 2. Oktober 1916: Auf Ihre Anfrage teile Ihnen mit, dah ich mich nach dem längeren Gebrauch des'„SchmalheimerS" wie neugeboren fühle. Ich habe die Empfindung, als wenn der Schmal» Helmer die Verkalkung, an weicher ich litt, vollständig ausgelöst und aus dem Körper entfernt hat. Datz ich auch in Zukunft den so wohlschmeckenden Brunnen als tägliches Getränk liebhalten werde, brauche ich wohl nicht erst hin- zuzufügen. — Ich bitte zunächst um eine weitere Sendung von 50 Flaschen Schwalheimer. Eine Frau K. schrieb mir unterm 26. Oktober 1916: Der mir von meinen, Hausarzt Dr. W. gegen mein Gallensteinleiden verordnete Schwalheimer Brunnen ist mir vor« züglich bekommen, sodatz ick hoffen kann, bei längerem Gebrauch vollständig von meinem Leiden befreit zu werden. Senden Sie mir baldigst wieder 50 Flaschen. Pretö: 50 Flaschen Mk. 24.- 25 Flaschen Mk. 12.50 inkl. GlaS, erkl. Kiste, franko Bahnstation der Besteller. Schmidt, Schwalheim bei Bad-Kaahelns, Schwalheimer Brunnen. 7943V R. Sonntag mittag von 4'/r Ohr ab in unseren 5 Schaufenstern und im Laden! Eine sehenswerte Auslese aller künstlerischen Neuheiten aus dem Gebiete der Handarbeitskunst! Künstlerische Arbeiten von bleibendem Werte zu fertigen, ist heute das Streben jeder schaffenden Frau. Unsere Ausstellung soll Ihnen dartun, was mit Fleiß und Geschmack auf diesem reichen Gebiete geschaffen worden ist! Ausgestellt sind: Filet-Arbeiten, Filet-Stores, Filet-Decken, Richelieu- und Lochstich-, Platt- und Kreuzstich-Arbeiten, Häkelei, Knüpf-Arbeitcn, Perlen-Malerei, Gobelins, Kelim usw., kurzum es ist alles vom einfachsten Deckchen bis zum elegantesten Stores zur Besichtigung ausgestellt! Die Ausführung aller Arbeiten wird durch unser fachmännisch ausgebildetes Personal jederzeit bereitwilligst gelehrt. 7926a Montag und Dienstag sind ein Teil der Arbeiten noch in den Fenstern zu sehen amo/r. chuislraße