iir. i50 Ter Sirhener A«z. öeilenpreis, f. Anzeigen: Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 Zwillingsrundtzruck eiger für u. Verlag: vrühpfche rinio.-vuch- u. Lteindrnckerei rr. Lange. Schnstlettnng. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. bankverkehr: Gewerbebank Gießen Ulm Nachmittag vorher. . . Al ^ örtlich 20 Pf., Per- Mietlingen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschrrstleiter: Aug. Goetz. Berantwörtlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und L«nd, Vermischt es u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die Rußen .... Trohes Hauvtyuarticr. 2.November. (Vutiutaj.) Westlicher Kriegsschauplatz. ^^"^Sruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz R u p p r e ch t von Bayern. So mmegebiet frischte die Artillerie- t.!l,gl^t tcxauwifc erheblich auf. Ein englischer Vorstotz nörd- tlch von Courcelette ist leicht abgliviesen. Französische An- Abschnitt Lesboeuss—Rancourt brachten dem Fenlde kleine Borte,le nordöstlich von Morval und am Nord- westranbe des St. Pierre Vaast-Waldes, wurden in der Hauptsache aber blutig abgeschlagen. Unsere Truppen >I5"E?l S/aenüber hartnäckigem französischen Widerstand in den Scor-t-erl von SaUly vor. ^^^?ruppr des Deutschen Kronprinzen. Mehrfach steigerte sich der Feuerkampf rechts der laö» u (UORri* Heftigkeit. Insbesondere richteten die Franzosen btStzer schweres Zerstvrungsfeucr gegen die bereits in der un f crelt Truppen befchlsgemätz und ohne feind- nche Storung geräumte Veste Vaux, auf der wir zuvor wichtige Teile gesprengt hatten. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s Prinzen Leopold von Bayern. . Bei der .Heeresgruppe des Generals von Lin- nngen stürmten westfälische und ostfricsische gruppen unter Führung des Generalmajors v. D i e s u r t h d,c bei und südlich von W i t o n i e z auf das linke Stochad- user vorgeschobenen russischen Stellungen. Neben hohen blutigen Verlusten bntzte der Feind an Gefan- genen zweiundzwanzigOffiziere,eintausend- iu n fhu nd ertacht Ma nn ein und lietz zehn Maschinengewehre,, dre, Minenwerfer in unserer Hand. Unsere Verluste sind genug. Weiter südlich bei Alerandrowka brachten wir von nnem gelungenen Erkundungsrwrstotz sechzig Gefangene zurück. Front des Generals der Kavallerie _ . Ä Erzherzog Karl. S ö ^Dathe n erfolgreiche Unternehmungen gegen russische Vorstellungen nördlich von Dorna Watra An der siebenbnrgischen Ostfront ist die Lage unverän- 0 ^!' Rumänische Angriffe gegen die über den Altschanz- und Predeal-Patz vorgedrungenen verbündeten Truppen sind verluderst» gescheitert. Wir nahmen acht Offiziere zw e ihn nd e rt Ma n n gefangen. Südwestlich des Roten- Turm-Passes dauern die für uns günstigen Gefechte an. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Conftantza wurde erfolglos von Sec her beschossen. Mazedonische Front. Serbische Vorslötze wurden im Eernabogen und nördlich der Nidze-Planina abgeschlagen. An der Strumafront lebhafte Vorfeldkämpfe. Der erste Generalguartiermerster Ludcndorff. * alienet Ueber bte Räumung des Forts Vaux brauchen wir keine Tranen zu vergießen, denn seine Befestigungswerke sind gesprengt, sein strategischer Wert bestand für uns nicht mehr Die oberste Heeresleitung hat das bevorstehende Ereignis der Räumung bereits vor zwei Tagen verschiedenen Stetten vertraulich mitgeteilt, um damit der unwahren Berichterstattung der Franzosen entgegenzutreten, die aus ihrem Gewinn natürlich einen großen Sieg zu machen sich bemühen. Hin- denburg schont aber seine Soldaten: er setzt keine Leben ein, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, er ist heute kein an- oerer als der er im ersten Kriegsjahre gewesen ist, als er öfters seine Streitkräfte vor dem Feinde auch einmal zurücknahm, um unnötige Blutvpfer zu vermeiden und dann seine Ziele desto energischer anzufassen. Im Osten geht es unterdessen rüstig voran. Die Heeresgruppe Linsingen hat vorgeschobene russische Stellungen auf dem linken Stochodiifer erstürmt und eine beträchtliche Zahl von Gefangenen eingebracht. Dieser Sieg ist hoch erfreulich Er zeigt uns, daß Brussilows Bemühungen, auf Kowel itnd Lemberg vorzustoßeii, iiach wie vor gescheitert sind, daß unsere in Wolhynien steheirden Kräfte nicht nur treue Wacht halten, sondern sogar schon wieder zum Angriff vorrückeii können. Das wirb eine arge Enttäuschung bei der Entente geben. Denn man erwartete gerade westlich von Luck durch verstärkte russische Angriffe eine Entlastung der Rumänen. Dazu kommt noch, daß an der „Dreiländerecke", nördlich von Dorna Watra, in den Karpathen ebenfalls Erfolge gegen russische Vorstellungen davongetragen worden sind. Während vom rumänischen Kriegsschauplatz heute keine besonderen Nachrichten eingelaufen sind — das Wenige, was m den Berichten steht, klingt für uns tröstlich und erfreulich — haben die Italiener wieder einmal im Gebiete von Gorz es mit einer neuen Offensive versucht, die jedoch nach dem österreichisch-ungarischen Tagesbericht erfolgreich zurück- gewresen worden ist. Im Wippach-Tale wurden auf engem Raum fteben feindliche Brigaden eingesetzt und „restlos abgewiesen . Aus dem Nord teil der Karsthochfläche stürmten acht italienische Divisionen, die aber durch umfassende Gegenangriffe unserer Verbündeten wieder zurückgeworfen wurden: nur Lovica blieb in feindlicher Hand. Im Südteil der Hochfläche hatten die wütenden Angriffe der Italiener keiner- ; et Erfolge Der Wiener Bericht überzeugt uns mit genügender Ausführlichkeit, daß auch Italien an den zunächst bevor- tehenden Entscheidungen im Osten nichts zu ändern vermag. der kurzen Pause, die Falkenhayn und Mackensen bei ihren großen Operationen haben eintreten lassen, hören wir nur wieder täglich die ängstlichen (Stimmen der feindlichen uni) ..neutralen Presse über die trüben Aussichten auf dem rumänischen Kriegsschauplätze. Daneben erbauen wir uns an den enttäuschten Gesichtern der Engländer, denen der deutsche Torpedovorstoß im Kanal noch im Magen liegt. Die Re gierungsaufklärung wurde im Unterhause nicht übel kriti- iert, und die englischen Abgeordneten setzen in die amtlichen Londoner Angaben wenig Vertrauen. Mit vollem Rechte! Eine deutsche amtliche Erklärung stellt nochmals fest, oaß unsere Schiffe keine Verluste und Havarien zu beklagen hatten. Dre Wüt der Engländer wird wachsen, wenn sie der Nacht zum 2. November deutsche Seestreit .raste mnen neuen Vorstoß in die Handelsstraße Themse» .yolland unternommen haben, wobei zwei Dampfer in den Hafen zurückgeführt wurden. Da wird die englische See- poltzei neue Rüffel ihrer erbosten Landsleute entgegen nehmen muffen. Wieder sind unsere Schiffe gänzlich unbcschä- >tgt zuruckgekehrt: einige sie verfolgende englische Kreuzer haben nichts gegen sie auszurichten vermocht. Der österrcichisch-uttgarische Tagesbericht. Wien 2^Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlmitbart: 2.Novemv-r 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Hreresfrontdes Generals der Kavallerie m Erzherzog.Karl. Fm Raume südlich des Deres Toronyer- (Roten Turm») Passes machten wir weitere Fortschritte . Südlich und südöstlich von Brasso (Kronstadt) auf frind- ttchcm Boden kampfende österreichisch-ungarische und deuftche Truppen schlugen rumänische Angriffe ab In der südliche» Bukowina und im Capul-Gebiet erfolgreiche Borfelduiitcrnehtnungen. Heeresfront des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Deutsche Truppen der Armee des Generalobersten von Tersztyansky warfen den Feind bei Witsniez (südöstlich von SoloiMtna) aus einer stark verschanzten Stellung: es wurden 22 russische Offiziere. 1500 Mann. JO Maschinengewehre und 3 Mmemverfer eingebracht. ^ Italienischer Kriegsschauplatz. IM Gorzlscheu hat eine italienischr Offensive begonnen. Die zweite und dritte italienische Armee, die seit den letzten großen Kampfcii durch frische Truppen ergänzt wur- flr rs ? " Gorz an. Der erste allgemeine Ansturm ist dank dem Heldenmut unserer Truppe,, abgeschlagen. Nachdem sich das starke feindliche Feuer im Laufe des Pormittags zu außerordentlicher Heftigkeit gesteigert hatte stürmte d,e feindlich- Infanterie am Mittag los. FmWip- pachtale sollten die Höhrn östlich der Dertosbica um jeden Preis genommen werden. Sieben feindliche Brigaden, auf engem Raume angefetzt, wurden hier restlos abgcwiesen. Auf dem Nordteil Ver Karsthochfläche setzte bald nach 11 Uhr vor- "Uttags ein Massenstoß italieuischer Infanterie ein. der zu- nach,t icher unsere zerschossenen vordersten Linien Raum ge- wann. Die umfassend angesetzten Gegenangriffe unserer tapferen Truppen warfen die Italiener wieder zurück: doch blieb Lorw.ca in Feindeshand. Acht italienische Divisionen waren an diesem Stotz beteiligt. ^ S sm südteil der Hochfläche behaupteten wir trotz wüten- der Angriffe olle Stellungen. An dem Erfolge des gestrigen Smrachttages haben das Krainer Landwehr-Jnfanterie-Regi- mem Nr. 27 und das bewährte westgalizische Landsturm- R cgi me nt Nr. 32 hervorragenden Anteil .Sie wiesen feind ltche Angriffe stehend ab und behaupteten sich gegen grötzte Uebermachr. Auch die Regimenter Nr. 41 und Nr 11 verdienen alles Lob. Wir haben über tausend Mann gefangen und sieben Maschinengewehre erbeutet. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. ErsignissezurSce. Am 1. sstovember aberws griffen mehrere unserer Sceflugzenggeschwader Cervignano. San Giorgio di Nogaro, Piens, Grado und die Adria-Werke bei Mon- faleone .sehr wirkungsvoll an. Es wurden.zahlreiche Poll- tleffei ln militärischen Objekten und Bahnanlagen der ge- uannten Orte, sowie m einer Halle der Klugstation Grado Ein neuer Erfolg deutscher Seestreitkräfte. Berlin, 2.Nov. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 1 mm 2.November streßen leichte deurtsche Streitkräfte aus den flandrischen Stützpunkten gegen die Handelsstraße Themse und Holland vor, hielten mehrere Dampfer zur Untersuchung an und brachten zwei von ihnen, die verdächtig waren, in den Hafen ein. Gin dritter Damjpfer, der ebenfalls dorthin folgen sollte, ist noch nicht eingetroffen. Beim Rückmarsch wurden einige unserer Torpedoboote kurze Zeit erfolglos von vier englischen Kreuzern beschossen. Unsere Streiltkräfte sind vollzählig und unbeschädigt zuruckgekehrt. Der Chef des Admirrlstabes der Marine. Der deutsche Borstotz im Kanal und das englische Unterhaus. 7 Nov (WTB.) ..Niem« Rotterdamsche Conrantt meldet aus London: Das Unterhaus wurde durch dw Mitteilung Bal fours über den deutschen Streif- M un.Kanal nicht besiiedigt. Dalziel stettte sofort die j>untt, den Balfour in der vorher aufoe- setzten Erklärung nicht berührt M die deutsche hauptung richtig, das; die Deutschen keine Verluste hatten? Baisour an ttv ortete, die Admiralität habe keinen Wrund. auzimehmen, das; ein deutscher Zerstörer durch das Denier englischer Schisse in den Grund gebohrt worden wäre. Aber es sei Grund zur Annahme vorhanden, daß zwei deutsche Zerstörer aus Minen liefen und wahrsck-einlich -sanken. Die „Times" sagt, daß Balfours Erklärung keinen günstigen Eindruck auf das Unterhaus machte. und daß man wohl noch mehr über die Sache hören werde. Henry Norman teilte denn auch sofort mit, daß er morgen an B'alsour die Frage richten werde, ob seine Antwort als abschließende amtliche Erklärung ausgefaßt werden müsse oder ob eine Untersuchung der Umstände dieser deutliche n Expedition stattsinden solle, und ob hierüber weitere Mitteilungen zu erwarten seien. „Daily C h r o n i c l e" sagt in einem Leitartikel: Die Admiralität ivar auch diesmal mit ihrem amtlichen Bericht nicht sehr glücklich. Der amtliche Bericht, der am Freitag bekannt geneben wurde, sagte, „das, das Transportschiff „Queen" und der Torpedo Zerstörer „Nubian" verloren seien, und gab zu verstehen, daß keine anderen Schiffe verloren seien. Zugleich behaupteten aber die Deutschen, daß sie mindestens el f Patrouil- lenfahrzeugc in den (^rnnd gebohrt hätten. Fetzt teilt man uns mit, daß sie tatsächlich sechs Netzleger versenkten, die der Beschreibung der Deutschen ziemlich entsprechen. Nun spielen die Drifters im modernen Seekriege keineswegs eine unwichtige Rolle: daher ist es verständlich', daß die Admiralität diese Verluste verschwieg. Der deutsche Angriff brachte in seinen bescheidenen Grenzen den, Feinde bestimmt einen gewissen Vorteil, wenn Balfour auch öri seiner ursprünglichen Behauptung blieb, daß zwei deutsche Zerstörer in den Grmid gebohrt seien, sagte er cs doch jetzt viel weniger bestimmt, was bepoeifcln läßt, ob sic wohl jemand an jenen: dunklen Abend wirklich, sinken sah. Es widerspricht der Erwartung der Engländer, daß zehn feindliche Kriegsschiffe imstande waren, quer durch unsere Kanalsperre. zu, fahren und Hnrückzu kehren, ohne mindestens ans fünf Schiffe eines zu ver- uereri Di i sten von itns glaubten, daß die Sperrung des Kanals viel gründlicher ist. Schwedens Lebenönnttelnot. S t o ck h o l m , 2. Nov. (WTB.) Die Lebensmittel- sragen bereiten in Schweden immer größere Schwierigkeiten. Seit dem l. November werden Zu ckerkarte n ausgegeben, die Punsch und Spirituose,lsabriken erhalten nur ein Fünftel ihres früheren Verbrauches, .Hotels und Wirtschaften nur vier Zehntel des bisherigen Bedarfes. Auch Butter wurde in Stockholm und anderen Landesteilen sehr knapp. Der Hauptgrund hierfür liegt in der Lahmlegung der schwedischen Margarineindustrie durch England, die den Butterverbrauch unverhältnismäßig steigerte. Ebenso .geht die Milchmenge bedenklich zurück. Die Zeitungen sind voll Erörterungen über geeignete Gegenmaßregeln. Ans die Verhandlungen mit England werden im allgemeinen nicht allzu große Hoffnungen gesetzt. „Stockholms Dagblad" meint in einem Leitartikel: Selbst wenn die Verhandlungen ein günstiges Ergebnis zeitigen, müsse inan damit rechnen, daß die überseeische Zufuhr immer knapper werde. DaS Hauptaugenmerk sei daher darauf zu richten, wie Schwede,, mit den eigenen Vorräten auskommew j könne. Man dürfe sich jetzt nicht zu Tode organisieren, sondern, ' müsse vor allein die Produktion der Landwirtschaft steigern. Bon anderen Blättern wird die baldige Einführung von Brotkarten in Aussicht gestellt. LebenSmittelkrise itt Rußland. London, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" berichtet aus Petersburg, daß die Leben smitlelkrise täglich größere Dimensionen annimmt. Die Beratungen in der /gestrigen Sitzung des Budgetansschusses ließen keinen Zweifel über den Ernst der Lage übrig. Verschiedene Redner wiesen auf die Notwendigkeit hin, sofort kräftige Maßnahmen im Interesse her arlstiteuden Klassen zn ergreifen, wenn man die allerbedroh- lichsden Folgen vermeiden wolle. Die Lage des Arbeiter-- ! st andes i e i unhaltbar geworden, da die Leute keine Lebensmittel mehr erhalten, ohne täglich stundenlang vor den ^Geschäften zn weilen. Der Ausschuß ,var sich darüber einig, daß Idie Regelung der Lebenswittelfrage ir, die Hände eines bestimmten Ministeriums gelegt werden müsse. Die Mehrheit war aber bezeichnenderweise dagegen, das Mmisterinm des Innern mit dieser Aufgabe zu betrauen. Miljukoff sagte, daß dieses Ministerium stets bereit sei. sich in solchen Fragen von politischen Erwägungen le,ten zu lassen. Der fortschrittliche Block nahm eine Entschließung in diesem Sftrne Mi und drang darauf. Höchstpreise sitr die wichtigsten Lebensmittel festznsctzen und die Semstwos, hlandelskammern und öffentlichen Körperschaften mit dem Verkauf 'Hi, > und der Berteituug der Lebensinitrel \\\ Inirmini. Der Ausschuß beschloß mit großer Mehrheit, daß es notwendig sei, Höchstpreise für Getreide, Schuhwerk, Textilwaren, Petroleum, Seife und andere Artikel sestzusetzen. » Flüchtlinge aus Finnland. Kopenhagen, 2. Nov. (W.T.V. Nichtamtl.) „Berlingske ku Stockholm: D'i den letzten Tagen smd in bischen Häfen Boot'e >n,, Flüchtlingen m it s Fin n l a n d e i u g e t r o f f e n. „AstenPosten" zufolge haben die jungen Finnen die Flucht ergriffen, mrif die Russen beginnen, innge Finnen im Alter von 19 bis 25 Fahren ziu den Waffenj e i n z u berufen, angeblich W Schützengrabenarl>eiten an der Ostfront Nn Finnland fürchtet nnm, daß dies der Anfang zur Einfttbrnng der allgemeinen Militärpflicht ist. Die Flüchtlinge teilen mit. die Beivachung der finnischen Küste sei in der letzten Zeit so v-'i schärst worden, daß streckenio-eise sogar Mrs je 100 Meter -ein WlichtPosten ausgestellt worben sei. * . * Der bulgarische Bericht. Sofia, 2. Novenwer. (WTB. Nichtamtliche Slnttlicher Bericht des t^stneralstades vom 2. Nov. Dc a z c d o n i sche Front: Schwache feindliche Abteilungen, die nördlich des Malik- SeeS vorgedrimgen waren, sind durch unsere Truppen in ö ff lieber Richtung vertrieben. Im E e i n n B o ge n lwben mir einen schsvachen Angriff des Feindes /.nrückgesM^meu. Am Fuß. der Belasica Planina und an der Strmna-Front .gelänge Artillerietätigkeit. ZAälwnrd des Kampfes am 91. Oktober ;• tKit der Feind im Striima-Tal schwevc Verluste erlitten. Im Ab ! schnitt wüschen dm Dörfern Ebiristos und Barakli Dschnma haben , nur über 500 miberdigte Leichen, viele frische Gräber und -er- ..streui -ine beträchtliche Menge von An-rüstinrgSgeganständcn und , Waffen gefimden. An der Kilste des ägäischen Mtzeves beschoß ein feindlicher l Monitor ohne Ergebnis unsere Steckling bei Orsano. Rumänische Front: Tic Lage ist unverändert. Bier ieindliche Kriegsschiffe bombardierten 20 Minuten laug die Stadt Constant-a Unsere Küsdenbatterien zioangcn die Scknffc. sich zu entfernen Das 'llombardement hat weder Opfer gefordert noch ^Schaden,»erilrsach1 An der Donau bei Rustschuck und Swi stow beiderseits ArtiUerieseuer. Die „Deutschland." Berlin, 2. November. (Priv.-Tel.) Wie die ,B. Z. a N därt. ist bis zur MittagSfüinde zwar an hiesigen zuständigen Stel ,md !>fi ser Deutschen Oz«ru Reederei in Brenum noch ke Nachricht von der „Deutschland" eingetroffen, d 71 1 ’ ber Meldung von den, Berichtt- der mnerikaiiisä "l^b^rdl-n an der Richtigkeit der Nachricht von d Hilsts hier wt Bremen nicht me New London- (Connecticut). Meldung des Vertreters de^ WTB. «verspätet ein getroffen). Das deutsche Handel sunterseebovL „Deutschland" ist am Mittwoch früh hier eingetroffen. Zu der nun auch von deutscher Seite vom WTB. bestätigten Meldung von der Ankunft des deutschen Handels-Unterseebootes. „Deutschland" in Amerika schreibt der „Berl. Lokalanz.", sie werde im ganzen Volke freudig begrüßt werden. „Kapitän .Wnig hat abermals ein glänzendes Zeugnis seiner seemännischen Tüchtigkeit und deutschen Wagemutes abgelegt. Das deutsche Volk stellt seine Leistung den größten Einz-elhandlungen des Krieges gleich." — Der „Vorwärt s" schreibt: Nach dem guten Gelingen dieser ztveiten Fahrt rechnet man in Deutschland mit der Möglichkeit, einen, wenn auch beschrankten, so doch geregelten Verkehr mit Amerika aufnehmen zu können. Die amerckanische Regierung wird sich den, Vorschläge des dcutsck)en Botschafters kaum entziehen können. Auch ihr muß daran liegen, daß der Po st verkehr der amerikanisches Bürger mit Deutschland sowie mit ihren eigenen Landsleuten in Deutschland vor englischen Durchsuchungen und Zensureingriffcn gesichert wird. Die Ausführung des Planes hängt allerdings von der technischen Sckte ab, die jedoch durch die zweite Fahrt bev „Deutschland" hinlänglich gesichert zn sein scheint. Französischer Heeresbericht vom 1. Noveinber, abends. Nördlich der Somme erzielten unsere Truppen im Laufe des Tages bedeutenden QktDÜut. Nordöstlich von Lesboeufs nahmen wir, indem mir die Fortschritte der Nacht ausnutzten, irach kurzem Kampfe zwei neue feindliche Gräben und machten dabei 125 Ge- jangene, darunter 5 Offiziere. Ein anderer Angriff südöstlich Sailly Saillisel machte uns zu Herren des stark ausgcbauteu Grabensystems am westlichen Saume des Waldes St. Pierre — Vaast. Im Laufe dieser Kaurpshandlung blieben etwa 50 Gefangene in unserer Hand. Es bestätigt sich, daß der von den Deutschen unternommene Versuch uns heute morgen aus Sailly Saillisel zu werfen, ihnen erhebliche Anstrengungen verursachte. Der Mißerfolg war vollkomineu und kostete dem Feinde sehr bedeutende Opfer, >vie aus zahlreichen auf dem Kanipfgelände liegeubei, Leichen zu schließen ist. Aber an der Front von Verdun bleibt dfr Artillerie- kampf besonders heftig im Abschiriti. von Douaumoul. Nach neuen Mitteilungen beträgt die Gesamtzahl der von uns an der Front v o n V e r d u n seit dem 24. Oktober gemachten unverwui,deteu Gefangenen 6011 darunter 136 Offiziere. — Das dem Gegner allein am 24. Oktober abgenommene, bis jetzt gezählte Kriegsgcrät umfaßt 15 Geschütze, darunter 5 großkalibrige, 51 Grabengcschütze, 144 Maschinengewehre, 2 T. S. F.-Posten, eine große Menge Gc- ivchre, Geschosse und Kriegsgerät aller Art. — Flugwesen: An der Svmme-Front wurden gestern im Verlaufe voi, Luftkämpsen zwei deutsche Flugzeuge durch unsere Flieger abgeschosseu. -lu-tausch Schwcrverwundeter. Konstanz, 2. Nov. (W.T.B. Nichtamtl.) Mit dem 20. 9tv- vcmber wird der Austausch Schwe rverwund eler zwischen Deutschland und Frankreich wieder anfgenoMmen. Zugleich sollen «zu dieser Zeit wieder erholungsbedürftige Offtzierc und Soldatei, von Frankreich. England und Deutschland als Internierte nach der Schweiz kommen, die von einer Schfvcizer Aerztc- kommission Untersucht sind. Eingeschlosfen sollen diesmal auch österreichische Zivilinternierte in Frankreich werden, falls diese noch rechtzeitig von der Schw-eizer AerztekoinMission zn erreichen sind. Frankreich hat seine ZustiiNmüng dazu gegeben. Der 5eekrieg. Die Berseukung des ttricchrfchen Dampfers „Angeliki". London . 1. Nav. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Telegraph" meldet aus Athen, daß ivegen der Berscukirna des Dampfers „Angeliki" die deutsche Gesandtschaft eine Erklä- r u n g veröffentlicht, in der sie versichert, daß kein deutsches U-Boot etlvas gegen griechische Schiffe unternehmen dürste, deren P re in Ordnung seien. Nur svlch>e Schisse, die revolutionäre! Mannschaften zur Unterstützungi der EnteNtetruppen an Bord hätten, dürsten angegriffen werben. Was den Dampfer „Angeliki" betreffe, so sei die deutsche Gesandtschaft davon überzeugt, daß keine, Rebe davon sein könne, daß das Schiff von einen, deutsche,^ U-Boot torpediert wurde. Die Umstände, unter denen das Unglück sich ereignet habe, rechtfertigen diese Annahme, Ter Korrespondent des „Daily Telegraph" fügt hinzu, daß in der Tat Zweifel darüber bestehen, ob daS Ui,glück nickst durch eine Mine verursacht worden sei. Admiral Fournet I-abe deshalb eine Untersuchung cingeleitet. Athen, 2. Nov. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Der Dcmrpser „Ki ki Jsais" ist gestern an dcr^ selben Stelle wie „Angeliki" von >einein Tauchboot versenkt worden. London, 2. Nov. (WTBZ Meldung des Reuterschen BureauS. Der englische Dampfer „Ri o Mi rah y" ist v er- senkt worden. London, 2. Nov. (MTB. Nicht amtlich.) „Daily Telegraph" berichtet, daß die norwegischen Dampfer „Caerlock^' und „Ravn" versenkt worden sind. Die Besatzungen wurden gelmrdet. Kristiania, 2. Nov. (WTB.) Das imnvegische Tele- gramm-Burem, meldet: Nachdem die deutsche Regierung sich gemäß den, PrisengerichtsurteU bereit crNärt hat. für den versenkten norweg,sck>en Dampfer „Sjvcllyst" und das norwegische Segelschstsf „Glendon" m,s Drainmeu Schadenersatz zu zahlen, wnrde dieser gestern in Koperrhagcn durch den von der uonvegischen Regieinng ernannten Vertreter Vorsteher Iautzan Und den deutschen Regiermigisvertreüer Diwcktor Gre-ve. festgesteNt. Der Ersch, für „Sjoellyst" beträgt 620 000, für „Glendon" 520 000 und für die Salpeterladung des letzteren Schiffes 155 000 Krouen. London, 2. Nov. (WTB. Nichtanitlich.) Lloyds meldet: Der Mschdanrpser „hellie" ist versenkt worden; die Besasutng lm,rde gerettet. Ferner lvurd«n die norwegischen Dmnpser „Deltctt' (3109 Br.-R.-T.) und „Dromp" (2751 Br.°-R.-Tj versenkt. London^ 31. Oktober. (WTB. Nichtanttlich.) Tie Blätter nu'lden: Das Loclstff „Z u m a y U" aus San Sebastian ist gesunken, ein Mann nn,rde gerettet. Ter Fisckidanrpfer „A r i t u s a" (227 Br. R.-T.) ist gcfimEcu; die Besatzung lvirrde gerettet. Der britisch« Dampfer „hacu inet" (2 500 Br.-R.-T.) ist gestrandet, elvnsv der Tralvler „G i r d E d i t h". Amsterdam, 2. Nov. .WTB. Nichtamtlich.) Der uieder- ländisckre Dampfer „Ol dam bl" wurde bei hock von 'Holland an den Strmrd gesetzt. Aus den Reichstagsausschüssen. Berlin, 2. Nov. (WTB. Nichitanrtlich.) Ter e ich8hau s- h alt Sau S schuß hat liieiür einen Antrag der bürgerlichen Parteien. betreffend eine Erhöhung der vom Reickie geioährtar F a m ili e n u n te r stü tz u n g c n einstimmig angenomnfen. Weiter ivuiche nrti großer Mehrheit beschlossen, daß die Gemeindei, und Gemeindev-erbände verpftickstet ivcrden, aiu> ihren Mtteln Zuschläge zu diesen Uuderstlchungen bis z^ir Beliebimg der Bedürftigkeit zu gelvälueu. Schließlich wurde ein von allen Krrwieit Unterzeichneter Antrag angeiwmiE, den R e i chSbe a m t en Mi t kleinen Gehältern sowie den in Reichsbctrielien beschäftigten Angestellten wib Arbeitern einmalige KriegSu nter- stützungSsulager, bis zur höhe eines Morurdstzchaltrs, bczw. Monatslohnes zu gewähren, ferner RuhcgehaltsemPfändern imd hütterbliedenen von Reichsbeamten einmalige Kriegsteuerungs- zulagen zu bewilligen und die jyamifteramtexftü&imgen der Kriegs- teilnrhnver sowie Unterstützungen au Erwerbslose im Monat De- zentber 1916 in doppelter höhe aus Reichs Mitteln zu geioähreu. Berlin, 2. Nov. Im Rcichstagsausscl'uß für Handel imb Gewerbe haben die Nationalliberalen den Antrag gesteckt, zur Förderung der Leipziger Messe 1 Million Mark in den Etat einzustellen. Nach längerer Aussprache wurde ein fortschrittlicher Antrag angenommen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine angemessene Beihilfe für die Leipziger Messe tu Aussicht zu nehmen und in den haushaltungSplan des nächsten Jahres einzu stellen. Ter Reichstagsausschuß für die Beratung der Abänderung des Gerichts ko stengesetz es und der Gebührenordnungi sitr Rechtsanwälte und Gerichtsvollzieher nahmt aür Dienstag die einzelnen Artikel des lÄrtwurfs unverändert an. Die Erhöhung der Gerichtskosten ivnrde gegen eine Minderheit von 6 Stimmen, die übrigen Artikel gegen 2 Stimmen beschlossen'.. Ter 'Ausschluß erkannte nahezu einmütig gegen, eine verschwindende Minderheit die Notlage der Rechtsanwälte an. Wenn er trotzdemi von der Fassung eines Beschlusses, wonach alsbald nach dem Känege e,ne Erhöhung der Anwaltsgebühren Platz greifen sollte, absah, so geschah dies, weil der Ansschuß angesichts der Kriegslage und der llnübersehbarkeit der Verhältnisse nach dem Kriege sich zur Zeit nicht festbinden walle. Erleichtert wurde diese Stellungnahme durch die Erklärung des Staatssekretärs des Reichsjustizamtes, daß er nach wie vor sich km den Beschluß des Reichstages vom Jahre 1909 halten werde, der einen Gnttvurf ftcr eine solche Gebührenerhöhung forderte. Die Negierung habe die Vorarbeiten zu einem solchen Ent- itmrf in, Jahre 1914 so gefördert gehabt, daß seine Einbringung! nahe bevorstand. Ter Ausbruch des .Krieges habe diese Vorarbeiten unterbrochen, sie würden aber vom Reichchustizamtt bald wieder ausgenommen. Berlin, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ausschuß des Reichstages begann heute die Baratt mg des Enttvurfs des Gesetzes betreffend die Schutz ha st während des Kriegszustandes. T,e Frage der Schutzhaft gab bekam,tlich in dei, Sitzungen desi Reuhstages vom Samstag Anlaß zu lebhaften Erörterungen in, Plenum, hierzu Huben die Fortschrittler beantragt: Gegen ernien Deutschen ist 'die Anordnung oder Alffrechsterk-altung der Haft oder An scnthal tsbeschr än kung durch die vollziehende Gewalt auf Grurw des Kriegs- oder Belagerungszustandes nur dann zulässig, weirn Die «zur Abioendung einer Gefahr für die Sicherheit des Reiches erforderlich ist. Ein ähnlicher Antrag ist von national- liberaler Sei t e eingegangen und ein weitergehender' Antrag von der sozialdemokratisch>en Arbeitsgemeinschaft. Ein Zentrumsredner drückte die Hoffnung aus, daß die Regierung die ganze Frage restt ernst nehme; loas sie jetzt erlebt habe, sei nur der Auftakt und das ganze Volk und der ganze ^Reichstag stehe hinter ihm, >veun er angesichts des lvnnderbaren Heldenmutes an der Front! ime in der Heimat dringend fordere, die Regierung solle die prächtige Sttmmung im Vater lande nicht dadurch stören, daß sie an dem ltürnnschem Verlangen des Reichstages und des Volkes untätig vorübergehe. Er erwarte bestimmt bis zum Wiederzusammentritt! des Reichstages im Jannar eine entsprechende Vorlage. Oberst von Wrisberg gab daraus eine eulgegertkomMende Erklärung ab. Von den GeneralkoMmairdoS sei bereits eine Liste der in Betracht koinmenden Fälle eingefordcrt »vordem In der Abstimmung »vurde der fortschrittliche Antrag angenommen. Aus dem Reiche. Anftaaen im RerchStag. B erlin , 2.Nov. Beim Reichstag sind folgende Anfragen eingegangen: 1. von dem Abgeordneten B a s s e r m a n n: „Die englische Re- ^ierung beabsichtigt die Gründung eines Finanzsyndikats in Holland, »vclches die dAargarine-, Fett-, Butter-, Fleisch- und Gemüseproduktion für den englischen Kwrsnm zu monopolisieren und Deutschland dadurch aus Holland auszuschalten bestimmt ist. Ist dem herri, Reichskarfzler dieser Plan bekannt und ist er in der Lage und bereit, nähere Mitteilung darüber zu machen? Sind Gegenmaßiiahinen von seiten des Deutschen Reiches geplant und könnei, darüber Mittellungen gemacht »verden?" 2. von dem Abgeordneten Dr. Müller-Meiningen: Er,glaub l-at dem Bernehnien nach Briefe, die von Holland aus nach^ Deutschland abgesandt sind, aus holländischem Boden rechtswidrig an sich gebracht und zu Zwecken der Schwarzeir Liste kopieren lassen. Was hat der Herr Reichskanzler getan, um diesem Völkerrechtsrvidrigcn Treiben Englands auf neutralem Boden zu begegnen? Verbotener Verkauf von Ferngläsern. Berlin, 1. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Durch krieasmini- sterrcllen Erlaß vom 30. Septeinber 1916 ist verboten der Verkauf sämtlicher Ferngläser, gleichviel welcher Konstruktton uird Ver- urößernng, sowie der Objektive für Plwtographic und Projektton. deren Lichtstärke bei einer Bremttveite von inehr als 18 Zentt- Meter größer oder gleich 1:6,0 ist. 97ur die Gallleischen Gläser, deren Vergrößerung ckeiner als 4 fach ist. z. B. die bekannten kleinen Ol>erngläser, such von den, Verkaussverbot ausgeiwmmen. Ansnahmslveise mm, der Berkmif derarttger Ferngläser und Objektive gestattet werden, l>ci ersteren jedoch mir. wenn die Vergrößerung 6 mal nicht übcwsteigt. Nähere Auskunft erteilen du hairdelskannnern, die auch die Antragsvordrucke abgeben. Sitzung des Präsidiums des Hansa-Bundes. Das Präsidrnm des haiffa^Bundcs trat an, 28. Oktober, unter Vorsitz des Geh. InstizratS Prof. Dr. R i e s s e r, zu einer Sitzung zusainnren, in der der GeschäftsW/rer. Regiernngsrat Prof. Dr. Leidig, über die Tätigkeit des .Hansa-Bundes in bei, letzten Monaten ausführlichen Bericht erstattete, dem sich eine ettrgehende Erötterung Übe,- die Stellung des Hirnsa-Bimdeö zu den Problemen der Kriegslvirtschast sowie den Ausgaben der Uebergandszeit und des Friedens anschloß. Die Erörterung.ergab eine völlrge Ueber- einsttimnung des Präsidiums in den Metlioden uich Zielen, die der Hansa-Bnnd zu beobachten hat. Die ü, Aussicht geiwmtncneu organisatorisckM, Mafgmhinei, iirne^alb des Hansa-Bimdes sanbei, die Zusttmmung des PräsidiunvS. Der vom stellvertretenden Geschäft Sfülwer, Geheinnat Sturtz, porgettagene Finanzbericht ergab, daß die Mitgliedschaft in volley Treue zu in hansw'Blmd während der Kriegszeit gel-alten hat, und daß der Hansa-Bund auch siuanziell auf sicherer (ssrnndlage aufgebiUtt ist. Mit besonderer. Geuugtllilng wurde es vom Präsidium begrüßt, daß »milirend des letzten Jahres sicki 60 »virffckiaftlicl^ Verbände dem Hansa-Bund neu angesckzlossen haben, und danrit die Zahl der dein Hansa-Bund zugehörigen wittschffllichen Verbände das erste Tausend überschritten hat. * Berlin, 2. Nov. (WTB.) In der heuttge»' Sitzung des Bundesrales gelangten zur Annalnne der Entwurf einer ekanntmacliung über die Regelung der Verbrauchsabgabeermä- ßigungen und weitere Erleichterungen im Brennereibettiebc im Betriebsjahre 1016^17, der Euttvurf von Bestimmungen über die Vornahme einer Volkszählung am 1. Dezember 1916, der Entwurf crner Verordnung betreffend die Kranken ver- s i ch e x u n g von A U S l ä n d e nt während deS Krieges Berl in, 2. Nov. (WTB.) Wie »vir von zuständiger Seite erfahren, stehen die bei der Z( E. G. und einigen Kriegs ge-, sells «Kasten tmxm staltrten Er heb u ngen über die Zahl der dort ln'schäftigten Inden nicht im Zusammenhang mit dem Beschlüsse der HaushaltskomMission vom 19. Oktober. Die heereS- Verwaltung Ixrt schon geraume Zeit vor dieser Kvmmissieonssitzung Erhebungen angeordnet, um die fortgesetzt dein, Kriegsministerium einlausen'den Klagen, daß angeblich eine unverhälttttsmäßig große Zahl wehrpflichtiger Angehöriger des israelitischen Glaubens vom Heeresdienst befreit und in diesen Gcsellsckiaften beschäftigt sei, aus ihre Nichtigkeilt rmä-zuprüfeu u»td ihnen aegebenvusallS ent- gMtzutreten. M Goldamaufftelle ist morgen von lü bis \ 2 % Uhr geöffnet! Au- Stadt und Land. Gießen, 3. November 1916. ** Der Bericht über die gestrigen Reichs- lagsverhandlunaen kann beute nickt aebracht werden. L. U. Von der La nt esuniversrtät Gießen. Lun Samstag, dem 4. November, kann Herr Geh. ftofrat Professor Dr. Hansen aus eine fünfundzwanzig- j'üyrige Tätigkeit als Ordinarius in der philosophischen Fakultät unserer Landesuniversität Kurückblicken. Er hat sich 1888 an >der Technischen Hochschule in Darmstadt habilitiert; bereits nach drei Fahren erhielt er den Ruf in das Gietzener Ordinariat ftir Botanik, das er seither ohne Unterbrechung verroaltet hat. Seiner Oberleitung untersteht auch der Botanische Garten, der iit der Zeit seiner' Wirksamkeit feer gesamten Einwohnerschaft von Keßen besonders lieb geworden ist. L.U. Die LandeS-Universität bittet uns um Ausnahme folgender Zeilen : In der Mitteilung über die jüngst erfolgte Verleihung von Kriegs-Ehrenzeichen an Mitglieder der Landes- Universität ist eine Angabe enthalten, die der Berichtigung bedarf. Das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste ist nicht am Kriegsbande verliehen worden; das beigegebene Band ist das satzungsgemäße Band des Allgemeinen Ehrenzeichens. ** Personal Nachricht. Dem Königlichen Oberkassenvorsteher August R u f a g wurde Allerhöchst der Charakter als RechnungSrat verliehen. ** Personalnachrichten der O. P D. in Darm- ft a dt. Verliehen: Die Rote Kreuzmedaille 3. Klasse und das Hess. Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste dem Ober- Postdirektor, Geheimen Ober-Postrat Mil kau in Darmstadt; das Ritterkreuz 1. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern des Ordens vom Zähringer Löwen dem Armee-Postdirektor, Postrat Laemmlein aus Darmstadt: das Hess. Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande dem früheren Feld- poftsekretär, Ober-Postsekrelär Lolt in Darmstadl; das Hess. Allgemeine Ehreirzeichen für Kriegsverdicnste dem Postdirektor K l r n g e l hö f f e r und dem Telegraphendirektor Habe r m e h l in Mainz und dem Feldpostsekretär Petri aus Darmstadt; die Hess Tapferteitsnredaille dem Zahlmeister-Stellvertreter Postassistent Ritzerl aus Groß-Umstadt und dem Vizefeldwebel d. R., Postgehilfe Haupt cuttz Mainz-Kastel; das Hess. Kriegsehrenzeichen dem Feldpostsekretär Kramer aus Mainz, dem Feldwebelleutnant. Ober-TeleIvaplzenassistent Krämer aus Tarm- stadt. dem bei der derchchen Post- Nnd Telegraphenverwaltung in Belgien beschäftigten Postasfistenten Ehrhard aus Worms und dem Postagenten Schmidt in Herrnsheim (Kr. Worms). Ferner aus Anürß des Scheidens aus dein Dienste: die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des roßmntigen dem Postdirektor Schäfer in Gießen und das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- mittigen dem Postsekretär F a s i g in Mainz. Versetzt: Der Postdirektor Snell von Schmalkalden nach Gießen und der Oberpostassistent Wunsch von Ofsenbach (Main) nach Michelstadt. Angenommen als Pvstanwärter: Der Vizewachtmeister R e i tz in Grünberg (Hessen). Auszeichnung. Dem Landwehrmann Karl L i n d eilst r n t h von Gießen, bis zum Ansbruch des Krieges Schriftsetzer m der Brühl'schen Universitäts-Druckerei, wurde das Eiserne Kre uz verliehen. — Der Unteroffizier Fritz Dunkel, Kriegs- sreiwilllger, wurde an den Sommekämpfen für befondere Leistungen mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Seinem Bruder, dem Musketier August Dunkel, wurde vom Kaiser die Kronen- orden-Medaille verliehen. ** Erhöhung der Preise sür Vieh V erluste. In Anbetracht der stark gehobenen Schweineprerse sind auch die aus der Staatskasse geivöhrten Entschädigungen sür an Rotlaus gefallene Schweine mit Wirkung vom 18. Oktober dieses Jahres erhöht worden. Es werden fortan von dem Kadavergewicht der Tiere vergütet: Vom 1. bis 10. Kilogramm 3 Mk., vom 11. bis 2K). Kilogramm 2.50 Mt. und vom 21. Kilogramm ab 2 ME.; die bisherigen Sätze waren 2 M, 1 Mk. bezw. 90 Pfg. nach den vorgenannten Gewichts normen. Bon dem Gesamtergebnis.werden sodann, wie bisher, 4 /s der Entschädigungssumme vergütet, vorausgesetzt, daß den Besitzer ein Verschulden an dem Verlust des Tieres nicht trifft, dies gilt insbesondere durch Weigerung oder Nichtanmeldung der crngeordneten Rotlaufschutzimpfungen. ** Die Regelung der Milchversorgung nimmt ihren Anfang. Unser heutiges Blatt enthält eine diesbezügliche Bekanntmachung des Kommunalverbands für Milch- und Speisefettversorgung im Großherzogtnm Hessen, auf die wir besonders Hinweisen. M Aus dem Stadttheaterbureau. Paul Quensels Kleulstadt-Komödie „Das Alter", die heute hier erstmalig in Szene geht, hat bei der gestrigen Erstaufführung in Marburg eine sehr freundliche Aufnahme gefunden ** D i e Hess. Lazarett-Zeitung Nr. 31 enthält folgende Beiträge: Kriegserinnerung vvn Wehrmann Pabst, Haß und Liebe von Kriegsfreiw. Gesr. Schlosser, Ratschläge für die Träger eines Kunstbeins vvn Oberstleutnant z. D. Beigel, Das Heilverfahren nach der Entlassung aus dem Heeresdienste von Dr. M. O., Ftttsorge fttr Kriegsteilnehmer, Lazarett-Beratung, Rätsel-Ecke. Die Gießener Beilage bringt: Große Schicksale von Dr. R Strecker. Lazarettarbeiten von Verwundeten von Dr. Schn., Warum wir noch kämpfen, Stellen sür Kriegsbeschädigte, Verwund eten-Unterricht. ** Der Höchst betrag f ü r Zahlkarten aus dem Felde - bisher 800 Mark — ist auf 10 000 Mark hinaufgesetzt worden. "Die Brotzulagen für Jugendliche können in den Brotmarken bezirken täglich während der üblichen Sprechstunden in Empfang genommen werden. *• Städtischer Weißkraut-Verkauf. In den Marktlauben wird SamStag, den 4. November, vormittags von 8 bis 12 Uhr, Weißkraut pro Zentner zu 5,50 Mk. abgegeben. ** Der Höchstpreis für das Liter Vollmilch, das von Molkereien, Aufkäufern und den ,zur unmittelbaren Abgabe von Milch ermächtigten Milchwirtschaften an Bedarfsgemeinden abgegeben wird, wird bei Lieferung in Kannen frei Rampe (d. h. einschließlich Bersandkosten bis zum Bestimnumgs- ort) auf 30 Pfg. festgesetzt. Der Höchstpreis sür das Liter Süßer Magermilch in Kannen ist frei Rampe (d. h. einschließlich Versandkosten bis zum Bestimmungsort) auf 20 Pfg. festgesetzt. Der von den Molkerei«: innerhalb des Rahmens des üblichen Fettgcl-altsbczahlungSversahrens, sowie von Aufkäufern an den Milcherzeuger für Vollnrilch zu zahlende Mindestpreis (Stallpreis) ist auf 24 Pfg. für das Liter festgesetzt. Landkreis Gießen. H Leihgestern, 2. Nov. Der Gefreite Georg Reitz bei der Minenwerfer-Kompagnie 408, welcher vor kurzem wegen seines tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit dem Eifernen Kreuz ausgezeichnet wurde, ist jetzt auch zum Unteroffizier befördert worden. - Ein neues Opfer forderte der Krieg ous unserer Gemeinde. Gefreiter Häuser aus Steiuberg und hierher verheiratet, im Res.-Jns.-Reqt. Nr. 254, 2. Komp., starb in Siebenbürgen den Heldentod fürs Vaterland. . u nster, 8. Vloo. Unserem in der KriegMrsorge sehr tätigen Geistlichen, Pfarrer Ah l heim, wurde vom Großherzog das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. . . J Nonnenroth, 3. Rov. Dem Lehrer Weiter wurde dar Knegs-Ehrenzeichen verliehen. :: Röthges, 3.Nov. Dem hiesigen Bürgermeister Meckel wurde das Kriegs-Ehrenzeichen überreicht. Kreis Büdingen. Büdingen, 2. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt derLand- stnrmmann Christian K n a f. ** 93übin gen, 3. November Eine Kompagnie des Land- ^tz^Zvfanterie-Regiments Nr. 116 wurde dieser Tage von dem Obst- und Gartenbau-Verein des Kr. Büdingen mrt^ enter reichen Liebesgabensendung bedacht. Es waren zwei Kisten mit köstlichen, in der Heimat eingekochten Gemüse- mrd Obstckonferven, denen auch noch einige andere nützliche Gegenstände, wie Fußlappen, Tabakspfeifen, Zigarren, Zigaretten. Rauch- tabak, Feuerzeuge, Schreibpapier, Bücher beigefügt waren. ko.' B ü dingen. 3. Nov. Bisher hat int Kreise die Versorgung der israelitischen Bevölkerung mit Fett große Schwierigkeiten gemacht. Nunmehr beabsichtigt der Metzgerverband für ben Kreis Büdingen rituell bereitetes Fett nach Maßgabe der Kopfzahl zu verteilen # Düdelsheim, 2. Nov. Dre Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Kanonier Heinrich K n a u ß. Wenings, 2. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Karl W o l f g a n g. Kreis Alsfeld. up. Vom unteren Bogelsberg, 1. Nov. So wie in diesem Herbste hat die Kaninchenzucht noch niemals in der Blüte gestanden. In allen Ortschaften stehen in fast jeder Hofreite die bekannten Kisten mit der .Drahtvorder feite, hinter der die Kaninchen lagern. In dieser Zeit des beschränkten Fleischgenusses liefern die Kaninchen einen gar willkommenen Sonntagsbraten, der selbst am Werktage nicht zu verachten ist. Wenn vereinzelte Klagen über das Eingehen der Tiere laut werden, so liegt letzteres an dem nassen Herbsttutter, das nicht gereicht werden darf. Kreis Schotten. Michelbach, 2. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Karl Bischofs im Juf.-Rgt. 116. Stornsels, 2 Nov. Vor etwa 14 Tagen führte der Landwirt Schneider von hier ein Rind von Schotten heimwärts. Unterwegs scheute es und e n t s v r a n g seinem Herrn auf Nimmerwiedersehen in teil Wald Dieser Tage erlegte Jagdaufseher Böhnier vom Jagdhaus Wolfslanf das Tier, das sehr scheu geworden und schwer zu schießen war. Kreis Friedberg. ko. Fried berg, 3. Nov. Von den Mühlen im diesseitigen Kreis sind in der letzten Zeit mehrfach Klagen laut geworden, daß sie von Selbstversorgern unreines (betreibe erhalten, wodurch ihnen die Herstellung des Viehles innerhalb der vorgeschriebenen Ausbeute sehr erschwert wird. Die Behörde hat Vorkehrung getroffen, um diesem Unfug zu begegnen. Starkenburg und Rheiuhessen. ha. D a r m st a d t, 2. Nov. Tie Sta dtverordneten- versa m m l u n g beschäftigte sich heute nachmittag eingehend mit der Beratung von Teuerungszulagen und zwar um eine Erhöhung der schon bestehenden Zulagen für Arbeiter und Bedienstete und die Gewährung von Zulagen an Beamte und Lehrer. Es wurde beschlossen, den ständigen Arbeitern und Arbeiterinnen, soweit sie ledig sind, monatlich 12 Mk., den verheirateten ohne Kinder 15 Mk. und denen mit Kindern je nach der Zahl 18—36 Mk. monatlich zu gewähren. Die Vorlage ist auf dem Grundsatz der Gleichheit der Bezüge für Arbeiter, Bedienstete, Beamte und Lehrer aufgebaut. In Rücksicht auf die allgemein ungünstigen Verhältnisfc, besonders auch der freien Berufe und der Gewerbetreibenden wird die Teuerungszulage nur Lehrern und Beamten mit Einkommen bis zu 3500 Mk. gewährt und zwar beträgt sie einmalig für das laufende Rechnungsjahr für Ledige 60 Mk. und für Verheiratete mit Kindern von 90 bis 180 Mk. Die Teuerungszulage erfordert insgesamt 150 000 Mk. Mehrausgabe und umfaßt etwa 3,4 des Personals aller in Betracht kommenden Gruppen. Auch für die Hinterbliebenen von Beamten und Arbeitern kann eine Teuerungszulage bewilligt werden, ebenso den Familien der zum Kriegsdienst herangezogcnen.ständigen Arbeiter. Die Stadt schließt sich ^rit der Annahme der Vorlage dem Grundsatz derjenigen wenigen Städte an, die die Teuerungszulagen auch über den Kreis der Bediensteten mit Einkommen von über 2000 Mk. gewähren. Nicht zu diesen Städten gehören, wie Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g betonte, die Städte Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Ofsenbach u. a. ch. Aus Rheinhessen. 3. Nov. Die allgemeine Lese der weißen Trauben, die im Anfang einen recht flotten Verlauf nahm und in einzelne!: Gemarkungen bereits zu Ende geführt werden konnte, l>at durch die ungünstige, regnerische Witterung der letzten Zeit eine recht unliebsame Verzögerung erlitten. Der Mengeerttag fällt in den einzelnen Bezirken, ja selbst in den eiw- zelnen Gemarkungen recht verschieden aus. Im großen und ganzen dürfte er zwischen einem Drittel- und einen: Zweidrittelherbst schwanken. Die Güte ist im allgemeinen zufriedenstellend, um so mehr, als der Säuregehalt der Moste nicht so hoch ist, als ursprüng- lich angenommen Svurde. Die Mostgeloichte schwanken zwischen 55 und 95 Grad nach Oechsle. Der Verkauf von Trauben, Maische und Most ist sehr rege. Bei sehr großer Nachfrage gehen die Preise schnell in die Höhe. Der Zentner Trauben kostete 60 bis 70 Mark. Das Stück Most wird nnt 1900 bis 2100 Mark bewertet, wobei die Weine aus den geringeren Lagen fast die gleichen Preise erzielen, als die aus den besseren. Bemerkenswert ist, daß selbst größere Besitzer ihr Wachstum jetzt schon verkaufen, während sie es sonst zu versteigern pflegten. Tue kleinen Bestände vvn 1915er Wein, die hoch bewertet werden, sind auch recht gesucht. Iw Rhein- hessen wurden in den letzten acht Tagen wesentliche Umsätze inl 1915er vollzogen, wobei 2100 bis 3000 Mark für das Stück angelegt wnrden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 2. Nov. Jni Schulaufsichtsbezirk Dutenhofen wurden einstweilig angestellt die Lehrer S ch i f f m a n n in Münchholzhausen und B i n d e w a l d in Krofdorf. — Lehrer Karl Groß, bisher in Laufdorf, starb den Ehrentod fürs Vaterland. ** Krofdorf, 3. Nov. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurde ausgezeichnet Hermann Abel von hier. Gleichzeitig wurde er zum Unteroffizier ernannt. Eine Ehre für die Mutter, Witwe W. Abel, deren beide Sohne seit Beginn des Krieges im Felde stehen. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 2. Nov. Die Polizei hob heute früh in der Wirtschaft von M. Rack, Fahrgasse 23, ein E i n b r e ch e r- und Hehler ne st aus und erbeutete dabei zwei Wagenladungen voll Diebsgut nebst zahlreichen Gold- und Silbersachen. Die Wirtin Rack mitsamt der DiebSgesellschaft kam in Haft. X Hanau, 2. Nov. Die Stadt Hanau wird eine zweite Volksküche mit Speisesaal einrichten. ----- Fulda. 2. Nov. Die große T r o ck n u n g S a u l a g e des Landwirtschaftlickeu KreiSvereins wird Mitte November dem Betrieb übergeben Um für die knapp werdenden Kartoffeln Ersatz zu fchaffeu, beschloß man den Ankauf von 20 000 Zentnern gelber und iveiher Rüben zur Trocknung. Diese' Trockenprodukte sollen vorzugsweise zur Verköstigung von Gefangenen verwendet iverden. X Gelnhausen, 2. Nov. Seit gestern ist hier eine A! o l k e r e i unter dem Nanien „Kreismolkerei Gelnhausen^ für Rechnung des KommunalverbanVes Gelnhausen in Betrieb gesetzt worden. — Aus dem Spessart, 2. Nov. In der Genieinde Kraisdorf biß ein tollwütiger Hund drei Frauen, die sofort dein Pasteurschen Institut zu Berlin zugeführt ivurden. --- A u s d e in R he i n g a n , 2. Nov. In Niederwalluf wurde au dem Baumschulenbesitzer Rasper ein fast beispielloser Racheakt verübt. In der Attmtagsnacht wurden in seiner Baumschule 1500 Rosenhüächtämmc und 200 Fliederbäume von ruchloser Hand abgeknickt. VltS inutmaßlichen Täter verhaftete nran einen Gärtnereibesitzer auS 2ttederwalü:f, zu dem der Bingeuer Polizeihuud „Prinz" sofort die Spur aufnahm und diese bis in die Wohnung verfolgte. Der in den Baumschulen Raspers angerichtete Schaden, ist sehr bedeutend. Boeldes Beisetzung. Dessau, 2. Nov. (W.B.) Nachdem gestern abend die Leicht Bvelckes hier eingetroffen Mw in feierlichem Zuge nach der Johanniskirche übcrgesührt worden war, fand heute hier für einen kleinen Kreis die kirchliche Feier statt, wobei Pastor Finger die Worte des Trostes sprach. Dann setzte sich der endlose Trauer- Kng unter denr Geläute sämtlicher Glocken die schnurgerade, mehvere Kilometer lange Straß? nach dem Ehrenfriedhot in Be- rvegung. Zu beiden Seiten bildeten die beiden Ersatz-Bataillone ^des 93. Jnfanterie-Regimeitts Spalier. Die Bürgerschaft von Dessau grüßte in ehrfurchtsvollem Schweigen den Heldensohn der Stadt. Ten Zug eröffneten die obersten Klassen des herzoglichen Fr^drich- Gymnasiums und der Lehrkörper dieser Anstalt, der der Verblichene nemr Jahre lang als Schüler angehörtc. Es folgten dre anhalttschen Militär- Und Kriegervereine, ungefähr 3000 Mann stark, mit 84 Fahnen, die Kapelle des 1. Ersatz-Bataillons des 93. Infanterie-Regiments, eine Ehrenkonipagnie desselben Regr ments, eine Mordwung der Feldflieger-Abteilung Hannover. An den von einer Ehrenwache begleiteten Leichenwagen, aUs dem der in ein Bahrtuch aus deutschen Frrben gehüllte Sarg stand, schlossen sich an die Angehörigen des Verstorbenen, die Geistlichkeit, der Kommandierende General v. Lbucker als Vertteter des Kaisers, Graf Schäfberg von der Feldfliegerabteilung der Armee des .Krön - Prinzen als Vertreter oes Kronprinzen, Prinz Friedrich Siyis mUUo, Sohn des Prinzeir Leopold von Preußen, Kontreadmrral Below. Befehlshaber der Marine-Lu ft st reitkr äste. Oberstleutnant Tliomson, Befehlshaber des Generalstabes der Luststreitkräfte, sowie viele hunderte Offiziete. der Gemeinderat von Dessau, Mordniln ^ gen der Schulen und Jüngwehren Anhalts, und der Madiinder. Eine Militärabteilung schloß den Zug. Auf dem Ehrenfriedhot fand noch eine kurze kirchliche Feier statt. Die Einsegnung der Leiche erfolgte durch den Onkel des Verstorbenen. Pastor Boelcke. Zu dieser Feier war -auch der Herzog von Anlzalt erschienen. Wohl 20 Doppeldecker umkreisten und begleiteten den Trauerzug. Bei der Nreder- legung des Kranzes für die Stadt Dessau, die die ganze Beisetzung übernommen hatte, gedachte Oberbürgermeister Dr. Ebelina des großen Mitbürge-rs urw sprach die Hoffnung aus, daß der Name Boelcke ein leuchtendes Flammenzeichen sei und uns den Weg zur Zukunft zeigen weroe. Langsam senkte sich der Sarg in dft heimatliche Eroe. Mn Berg von Lorbeer türmte sich auf dem frischen Hügel auf, über oem sich bald ein Denkmal des Helden erheben wird. ___ Handel. — Vom rheinischen Brikettmarkt. Man berichtet uns: DaS rheinische V r a u n k o h l e n b r i k e t t - S y n - di tat stellt ivegen Waggonmangels und Bevorzugung der Kriegs indnflrie feinen Abnehmern von Unioii-Hau^brandbriketts für No- veinber nur 40 Prozent der 9iate in Aufsicht. Märkte. kc. Wiesbaden. 2. Nov. Heu- und Stroh markt ) Man notierte: Heil 0,00 bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh) 0.00—0.00 A!k., Kornlangstroh 5.00 Mk. Alles für 50 Kilo. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 1 2 £ Nov. i j si o 2 2916 jjj e| 3 J= ZZ & yCi ! A L t* | 'CO — i SP a, ! s jj.S 3 -6 55 | V S S i -5 § V =« OS. Wette, 2. 2" - 14,9 9 2 72 i — 9 2. 9”,; - 12,9 | 8 6 78 — — 10 8 1 “ 6,8 7,0 95 ' - 10 Nebel Höchste Temperatur a n 1. bis 2. No v. 1916: -ft 15.8« C. Niedrigste „ * 1. „ 2. , 1916: + 9,0° C. Niederschlag 0,0 mm. letzte Nachrichten. Eine deutsche Erklärnrng. Berlin, 2. Nov. (WTB. Arittlich.) Auf eine Anfrage im Unter Hause über den Vorstoß unserer Torpedv- bootsflvttillen in den englischeu Kanal in der Nacht vom 26. zum 27. Oktober erwiderte der englische Marineministrer Bal- f o u r, die deutsche Mitteilung, daß kein Zerstörer verloren gegangen sei, sei falsch. Deutsche Zerstörer seien von dem englischen Arttllerieseuer getroffen loorden. es werde aber nicht belxruptet. daß sie duvck) Geschützfeuer versenkt ivorden seien. Nach den bei der Admiralität eingegangenen Mitteilungen Zeien dagegen z>wei deutsche Zerstörer auf die Nttnen in den auSgelegten Netzen gestoßen, in die Luft gcftogen und .,wabrscheinlick gesunken". Es wird _ hiermit nochmals amtlich festgestellt, daß sämtliche deutsche Torpedoboote, die an der Unternehmung in dem englischen Kanal teilnalMen, ^urückgekehrt sind; es (sh VeineS der Boote weder durch Artilleriefeuer noch durch Rtinen beschädigt worden. Von den durch unsere Torpedoboote versenkten feindlichen Wachtfahrzeugen tzab der englische Marine- minister, nachdem der englische amtliche Bericht zunächst überhaupt inchts envähnt hatte, sechs zu. Die von uns gemeldete Zahl e l f ist, wie aus den nochmals eingehend geprüften Meldungen unserer Boote hervorgeht, noch sehr niedrig gegriffen. Bon einem Vertreiben unserer Torpedoboote kann keine Rede sein, da überhaupt keine englischen Streitkräfte vorhanden waren, die dies hätten tun können. Die Ivenigen Zerstörer, die sich zeichen, wurden teilweise so überraschend abgeschossen, daß sie Seinen Schuß erwidern korrnten. Der Rest rettete sich schleunigst durch die Flucht. Ein englischer Büllon verunglückt. Kristiania, 3. Nov. An der Jäder-Küsde UTurde am Mitt- ivoch ein Luftballon beobachtet, der vom! Meer cmS Land trieb. Ter Ballon ging in großer Höhe und fiel zuletzt bei Lister herunter, wobei er das Doch eines HaiffeS fdjiwr beschädigte und die elektrische Leittlng zerstörte. Unter dem Ballon lnng ein Korb nrit Klei- deni. Lebensmitteln und Sandsäcken. Plötztch stand der Ballon in Flammen und wurde Anm größten Teil veririchitLt. Er stammt, une man feststeilen konnte, aus England. Tie Besatzung vvn jme Mann ist wahrscheinlich in der Nordsee verunglückt. Ein neuer Kriegsrat des Vierverbandes. Lugano, 3. Nov. Ter .Kvrrespondent des „Vtsssasgerv" nrcldet, daß in diesen Tagen zavischen Paris irnd London, Petersburg und RomBerHandlungen eing-ekeitet iverden zwecks Beranstalttrng eurer großen Zusaunnenkmlfl der General stabe der 2Mirerten. Man wünscht, daß neben dem Militär- rat v. Das Organ des KriegSmiiriftettk ,Moennk Jstvestia" vergleicht die großer: Erfolge in der Dobru-^scha mit den geringen Erfolgen Sarrails und führt mis: Kn der Dobrudsckia wurden vom 2. September bis 19. Septeini»« und 10. Oktober bis 29. Oktober die Linie Oftrov—Babadagb cv«nchlt iund 13 000 Quadratkilometer feindlichen Gebiets erobsn &Btgv gen gelang es Sarrail vom 14. September bis ach««G November trotz teils sehr verlustreicher Angriffe, kaum bis & zerren Stellungen zu konmwn, die seine Truppen vor der driHpuchchen Gegenoffensive im ?lugnst innehatteu. Dabei waren die Verluste deS Feindes au Meirschenlebeu und Material größer die ^unsrigen in der Dobrudsckra. tüchtig u. militärfrei zur Leitung einer Zigarren-Fabrik- filiale für alsbald od. später gesucht. Schriftliche Meldung unter Angabe der seitherigen Tätigkeit u. der Ge- baltsansprückie unt. 7909 an die Geschäilsitelle des Gieft. Anzeigers erbeten. Spielplan ab heute bis 6. November, Ein Meisterstück d. Polizeidetektivs Bob Ellison Detektivdrama in 3 Akte et. Amerikanisches Gesellschaftsdrama Dreher und Hilfsdreher für sofort gesucht. 17921 Schasfstacdt G. m. b. H. Militärfrcicr, energische Handwerker zur Beaufsichtigung der Kon- trollabteilung gesucht. [ O1J097 Firma Spoerliase, vorm. Staudinger L Co., Gieften, Steinstrahc 39. Jung und einfach war sein Leben, Treu und fleißig seine Hand, Und so wollt' er weiter streben, Mus; nun ruhn in Feindesland. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternheim. Nun ruhe sanft, du lieber guter, O braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser guter, treuer Sohn, Bruder, Schwager und Enkel Karl Otto Musketier im Jnf.-Negt. 87, 8. Komp. am 24. September im 23. Lebensjahre den Heldentod durch Verschüttung im Unterstand erlitten hat. In tiefem Schmerz: Dietieftrauernden Elternu.Geschwister nebst allen Angehörigen In deren Namen: Heinrich Otto V. Beuern, den 1. November 1916. 013041 Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! ö Zimmer □ für Wolf'sHr Lokomobile, Nahe Gießens, per 1. 12. 16 gesucht. Gelernter Schlosser bevorzugt. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. 7868D 2 Akten, 2927a Dazu das gut© ßeiprogramm. g J I Sonntag, den 5. November ligyrer jaiiresfgst der Stadtmissiei _ . Gieften, Löberstraße 14. Beginn nachm. 2'/, und abends 8'/. Uhr. Verschiedene Gesangvereine werden Mitwirken. Eintritt frei für jedermann. 013039 F. 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OZs älter Eine Kleinstadt-Komödie ln 3 Akten von Paul Ouensel. Ende nach 10 Uhr. 79 *c Sonntag mittag von 4y 2 Uhr ab in unseren 5 Schaufenstern und im Laden! Eine sehenswerte Auslese aller künstlerischen Neuheiten aus dem Gebiete der Handarbeitskunst! Künstlerische Arbeiten von bleibendem Werte zu fertigen, ist heute das Streben jeder schaffenden Frau. Unsere Ausstellung soll Ihnen dartun, was mit Fleiß und Geschmack auf diesem reichen Gebiete geschaffen worden ist! * Ausgestellt sind: Filet-Arbeiten, Filet-Stores, Filet-Decken, Richelieu- und Lochstich-, Platt- und Kreuzstich-Arbeiten, Häkelei, Knüpf-Arbeiten, Perlen-Malerei, Gobelins, Kelim usw., kurzum es ist alles vom einfachsten Deckchen bis zum elegantesten Stores zur Besichtiguug ausgestellt! Die Ausführung aller Arbeiten wird durch unser fachmännisch ausgebildetes Personal jederzeit bereitwilligst gelehrt. Montag und Dienstag sind ein Teil d er Arbeiten noch, in den Fenstern zu sehen 7926a vdebaus ^alomcrt ^ Giessen ochuistraße