Jfc. 231 Zweiter Blatt Erschein tü- 8 ch mit RvSrrahme de§ Sonntag-. Beilagen: „ÄJtfcoiej Kamllleu-lStter" und rr KrtteW«tl fik -ea Ureis Kietzen". pa-fche«ovto: Zr«nk?»r1 am Main Nr. N686. Vonckverlehr: Sewerbebanf Gietzen. lbb. Jahrgang r*r IC||VI»V«- V* General-Anzeiger für © fZr JT 2 ^. ff ?. 7 ß/&. c^SLA -wt- Deutscher Sparer, zeichne Kriegsanleihe, Hindenburg erwartet cs Thronwechsel in Abefsinen. Addis Abeba, 29. Sept. (Meldung der „Agenzia Stefani.) In einer feierlichen Versammlung, die im kaiserlichen Palast in Gegenwart aller in der Hauptstadt anwesenden adessinischen Großen abgehalten wurde, entband der Metropolit Abuna Ddathaeos das Volk und die Großen ihres Treueides gegen Lidj Jeassu, der seines Rechtes auf die Krone verlustig erklärt wnrde. Zu seiner dLachfolgerin wurde Uizero Zeoditu, die Tochter Meneliks, bestimnrt. Dedschas Taffari Makönnen wurde zum Thronerben ausgerufen. Die Häupter der äthiopischen Negierung werden ihre feierliche Bestätigung erhallen. Es ist nicht bekannt, welche Haltung Ras Mikhaeh der Vater Lidj Jeassus, einnehmcn wird. Die Uebernahme der Reyvevung durch die Tochter Meneliks läuft auf einen Staatsstreich hinaus. Der verstorbene Kaiser hatte selber, mit Umgehung seiner Fanrrlienglieder, den nunmehr gestürmten Lids Jeassu zu seinem Nachfolger bestimmt und ihm als Reichsverweser Fitanrari Abdul Gaorgis zur Seite gegeben, der bis jetzt fast absolut herrschte. Bisher hätte man ek^r darauf rechnen können, daß Lidj Jeassu, der inzwischen ins männliche Alter getreten sein muß, zum Negus ausgerufen werden wurde Mleur Anschein nach hat der Bierverband, der auch in Addis Abeba nicht untätig geblieben ist, .den künftiger Kaiser für sich in Beschlag zu nehmen gesucht. Ob und wieweit das gelungert ist, entzieht sich zurzeit natürlich ganz unserer Kenntnis. Auch Bekenntnis- Arinst uns Wissenschaft. — NeuesvonCarlAugustundGoethc. Ganz einzigartig in der Geschichte ist das Verhältnis des Herzogs-Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach zu Goethe. Kaum jemals hat ein Fürst Mit seinem Minister so vertraut gestau- boi, fanmt jemals sind zwischen einem Landesherrn und seinem ersten Beamten ähnliche Briese gewechselt worden. Auch der in den «nächsten Tagen bei E. S. Mittler und Sohn zu Berlin er- 'Zckseinende zweite Band der vollständigen Ausgabe des Briefwechsels des Herzogs-Großherzogs Carl August mit Goethe bringt diese freundschaftliche Beziehung des Landesherrn zu seinem Minister zu unmittelbarem Ausdruck. Erfreulich rasch ist dieser Band dem ersten gefolgt, der mit der kirchlichen Einsegnung von Goethes Eye mit Christtane schloß. Auf dies für des Dichters bürgerliche Existenz wichtige Ereignis bezieht sich gleich ein bisher unge- ^Ees offizielles Scheiben an den Herzog vom 22. Januar m dem Goethe tn aller Form seine vormals bei der Herzog!. La»idesregierung medergelegte letztwillige Verfügung der neu ein- get retftfe tt Umstände wegen widerruft. „Statt dieser letztwilliqen: ft3eroidnung erkläre ich andurch, daß nach meinem ^einstigen Ableben mein Nachlaß nach Vorschrift der Statuten der hiesigen vtesidenz, die mir wohlbekannt sind, vertheilt werden soll. 5 ch bitte unttrthanigst, diese meine Erklärung zu den Acten zu nehmen itoo nach lolcher bey hereinstiger Regulierung meines Nachlasses verfahren ziu llissem In tiefster Ehrerbietung verbleibe ich, Ew. M«zogl. Durchlaucht unterthänigst gehorsamster Joh. Wolfg. v Goethe. Weimar, bat 22 . Januar 1807." Di^e Tonart ist nun freilich durck>aus nicht bezeichnend für den brieflichen Verkehr der beiden freunde untereinander; sie ist auch nur gewählt, weil es lich hier um ern zu den Acten" zu nehmendes Dokument handelt; ,,-Uc durch die Vermahlung Goethes veranlasse Abänderung seines Testamentes. Gänzlich frei von Amts- oder Geschäftsstil sind die Bnew Eaül Augusts, der me von dem verttaulichn Du abwich und immer zchrceb, wie er sprach. Bezerchiend daffir ist ettva folgendes Billett das sich aus vorgeschichtliche, von Goethe irrtümlich für musikalische Instrumente gehaltene Funde bezieht die nn pflügender Bauer im Reußischen gemacht und die Prof Sturm Goethe gezeigt hatte: Die Reußischen Schätze sind mir uner- larlich; wollte Gott, daß bie)e Gegenstände die dunkelsten in der Natur wären: die vorliegenden klingen wenigstens gut. Gott behüte Deine Arbeiten mck> Dein wieder kommen, auf welches ich mich fthr freue. Leb wohl m denen Stürnien, die uns ausblasen" feoldjfr kurzen Briefchen vou der Hand deS Herzogs hat der Her- ausgeber Tr Hans Wahl in seinem Forschungseifer eine große Anzahl ans Lickst gezogen, daneben eine ganze Reihe umfangreicher Dr;ese, die meist amtliche Geschäfte, oft auch Theaterangelegen- hetten und Nicht selten wissenschaftliche oder persönliche Dinge be- tresfem Bei Erwerbungen ftir die Kunstsammlungen, die Bibliothek. Me naturwisscnschaftttchen Institute der Jenaer Universität wird Goethe stets zu entschidendem Rat gezogcii. Keinen, auch untergeordneten Beamten, der irgendwie dienstlich mit Goethe zu tun haben konnte, stellt der Herzog an, ohne um des Ministers Zustimmung zu bitten. So bricht der Briefwechsel nienials ab, auch wenn sich beide Freunde in Weimar befinden. Noch ein zweites fragen spielen hier eine wichtige Rolle, da Lidj Jq >^vhu des Ras Mikhael, nicht aus einer christlichen — stammt, sivndern aus einer nrohammedanischeii, obwohl Vater-, 'Sohn nachträglich die Taufe erhalten haben. Welche Einfll also hinter dem Metropoliten Abmia Matlsaeos stehen, der sein seits crnenl so cinslußreichen Eingriff in das Staatsllben Abesstm unternahm, läßt sich nicht einmal vermuten. Aus Stadt und Land. Giessen, 2. Oktober 1916. Edelobst. Vor kurzem hat das Reichsernährungsamt besondere Höchst- für Bauernpflstumen und entsprechend höhere Höchstpreise für Edelpflaumen festgesetzt. Tie Pflaume ist die einzige Obstsorte, bei der man den alten Gegensatz zwischen Edelmann und Bauer noch ausdrücklich in der Sprache festhätt. Das Wort „edel" allein aber spielt gerade beim Obst eine sehr hervorragende Rolle Der Sprachgebrauch der Feinkosthändler benrüht sich, die Bezeichnung „Edelobst" für einige .ganz erlesene Obstsorten ftstz ulegen, im Grunde genommen ist aber fast alles Obst, das wir heute genießen. Edelobst, denn es wird beinahe durchweg von Bäumen und Strauchern geerntet, die vorher vom Gärtner veredelt worden ftnd..Gegenüber den Holzäpfeln und Holzbirnen sind die un (Karten wach,enden Aepfel und Birnen Gelobst: auch die Bauernpstaume must man eigentlich gegenüber der Schlehe und der verwilderten! Pstaume, die man oft genug im deutschen Walde antrifst, zum Edelobst rechnen. Merkwürdigerweise sind die verwilderten Pslaumen- bisher unbekanntes Scheiben des Ministers Goethe aus dem Jahre 1820 hat Hans Wahl aufgcfunden. Es gibt ein lachst interessantes Bild von der eifrigen Fürsorge Goethes für die wissenschaftlick)en Anstalten und Einrichtungen in Weimar und Jena, die größtenteils ihm ihre Begründung oder doch ihre entscheidende Förderung und ihren Ausbau verdankten. Ganz besonders lagen ihm die Aw- statten in Jena am Herzen, für deren ftnanzielle Aufbesserung er vor allem unter Hinweis auf die großzügige Fortentwicklung der natur wilsenschaftlicheu Forschung in eindringlicher Fürsprache den Her- zog zu gewinnen suchte. „In ihnen (den jenaischen unmittelbaren Anstalten) ist die Wurzel der Naturwissenschaft gegründet, sie erzeugen die schönsten Früchte. Läßt man , nicht ab. sie belebt zu erhalten, ,o sind sie zu einer Zeit, wo äußere Umstände der Fre- guenz ungünstig werden, als hülfteiche Anker zu achten, diensam, bis die Sturme vorüber sind. Ohne das Einzelne herzuzählen, will man rmr der Veterinärschule gedenken: diese, erst vor 4 Jahren Ö0 . 1 ,V ^.Königlichen Hoheit gegründet und gestiftet, ist am unmittelbarsten eine Landesanstalt zu nennen. Wollte man auch das allgemeine Wis,ensck)aftliche nicht beachten, so denkt man doch gern an die Nothweudigkeit, von den Haussieren, von deren Natur und Eigenschaft, nicht weniger von ihren Krankheiten und dem anzuwendenden Heilmittel unterrichtet zu werden_ Der vor zweck Zähren gefertigte Etat hat sich bis jetzo halten lassen, beträgt mit Em,chlutz aller Besoldungen beh genauen Ansätzen und festgeregelter Verwaltung Ein Tausend Thaler, wozu von Herzoglich Gothaischer Sette zwehhundert Thaler behgetragen werden, und also diesseits noch eme an,ehnliche Verwendung zu bestteiten ist. Wünschenswert h mochte es daher ,cheinen. wenn eine geneigte Ständische Verwilli- gung gedachter Anstalt namentlich gegönnt würde; denn sie greift am unmittelbarsten praktisch in das allgemeine Landesbedürsniß Strindbergs an Björnson. In der nottvegl,chen Zeitung. „AftenPosten" ist soeben eine Aufsatzreihe erschienen, die die Beziehungen zwischen Striudlberg und Björnson zum Gegenstand hat. Im allgemeinen sind die,e Beziehungen gut gewesen, aber von langer Daner waren sie nicht. Nach dem fcfj-cmen seines Buches ^erheiratet" („Gustas"^ wurde Sttindberg von allen netten mit Vorstellungen bestürmt, schon um seiner selbst willen helmzukehren und Rede und Antwort zu stehen. Der Zkr- leger Albert Bonnier ttwndte sich damals auch an Björnson uirdi £7 Seinigc dazu zu tun, baß dies geschehe. Björnson ft)lgte dieser Einladung und hiett zugleich die Gelegenheit ftir Pa,send, seine Meinung über „Verheiratet" auszuspreckien. Vertrat ^>ch m der Fra^e des Verhältnisses der Geschlechter zueinander der Verfasser des Schauspiels „Ein .Handsckmli" Ansickstrn. die denen, die Sttmdberg in dem envähnten Bucl>e geäußert hatte, diainetral mtgr^en gesetzt waren, und St rindberg liatte kerne Lust, von Björn- on Ratschlage und Ermahnrmgen anzunehmcn. So schrieb er ihm steheirden Fußes den folgenden, sehr unznvideutig gehallrnen Brief, ■ r *J c . Dichter und ihre Persönlichkeiten überaus kennzeichnend ist: „Euer Majestät! Euer kaiserliches Reffript l>abe ich erhalten und ,verde die Ehre haben, es vollkommen zu über- fthen. Lreber Bruder! Deine Unverschämthett mackst Dich klein. Brauchst Tü mich für irgend einen politischen Humbug, so l>abe ich andere und größere Aufgaben im Leben. Vöeine Spitzftndigkeit, Sfc daß Ver tun fleis es Aufz seine wertl wohl Landw zum E das ist rl Und Du der Du Wolltest jetzt ebeusol Geiste, der Schutz de- modisch roi den Zertun. redner. Se Handschuh" bekommen, n.H^ moralisch, Bjön. Tugend, die nach. Laß die starken G. Du Deine GcdanN^ die Antwort auf ^ Wir sind für unsere als daß wir uns niche. Zank zu veröffentlick>ei- selbst meiner Sache ipJ herein durch Dein knabl. in meinem Stteit so ein standen haben, obgleich Jl,. Anbeterinnen umgeben wa nur sein kann, denn ich I hinaus in die „Weiten". Ti Natjur, und da kann man allc nun teb wohl! - Laß mich in kannst Du was kruen! Aber 3 moralischen Ratschläge nicht ntenr an, 1 :: n imb Demonstrationen zu macken, um elWiÄ zu 'machen, ^rcn b^iirrctt meine Schriften nicht. Dein^ftüderer Freund Bernd August Strmdberg. Genf, den 14. Oktober 1884." , — Münchener Erftauf führunaen. Aus München tmrd uns gc,chrreben: Die Theatersaison ist in Nttinchen zurzeit >cho^ gutem Schwunde. Premieren überstürzen einander, und edler Wettkmnpf regt die .ikräfte an. In den „Kammer- ' an' studierte man die jetzt überall viel gespielte Schicksals- groteskc „Der Floh im Pa üz er Haus" neu ein unv gab dieser Ausführung dadurch die Merkmale eines bedeutsamen Bühnenereign isses, daß man den Dichter selber, Herrn Robert F or ster-Lar in ga mttspielen ließ. Förster erreichte in der wichttgen Rolle des „Jünglings" nicht Erich Ziegels durch wuu- derbare yffiancierungsfahigkett erwirkte Leistung, aber er ragtü doch bedeutend über allen schauspielerischen Dillettantismus und entzückte durch seine natürliche Anmut. — LZeniger «ttzückt war München von der Novität des Kgl. Residenz-Theaters, wo man den sehr dünnen und unwahrsckieinlick>en Schwank .,D er iebente Tag" von Schanzer und We l i s ch aufffilrte Die ms Rokoko verlegte Fabel ist von einer größeren Anzahl vielge- taltiger Schwankfigurcn durchwoben, ohne daß diese herrsch isten lM-zliche Lustigkeit schissen könnten. Die Aufführung \mv kein^. mcss auf der Höhe. , Sie traf nicht den TUn der Zeit, den die Autoren übrigens mrt nicht besserem Glücke crftrebtcii. vom esetzes g mit nachdem einen. Drift d-es Gesetz- ieichs-Ge- >ung dieses vom 23. März 1916 )t nach den ib. Preis für 1 kg in Pfennig. nb auch mit Mähren (Gelberüben) vennischt ferner: *u Saft I ^tet, fhiD die Holunderbeeren, wie der Herausgeber der2ei> I Obstbau^'nung, Lorgus, aussührt, ern riienfofchnmckhaf ^ Ibekömimliä^ Gericht. Aus Holundersaft bermtete Suppen L einen köstlichen Geschmack. Auch als veckmttelgegen0^ nbetc Stoffwechselkvaukherten imrb Holunder ^Eo.hlen- I lKrieas^-it ist es Pflicht, alle Holunderbeeren, die früher me6t Vfet verkamen, zu ernten mrd für die Volkserrrährung aU ver- He !u 2vldat 11110 auf' k rab. Görnert erhielt durch einen Granatfchuß schwere Kops, Brust und Leib. Ein »werter Lxchn der Ww m November vor. Jahres an der Westfront durch Unterstände verschüttet und ist infolge der dabei ^ ngen invalide. Kreis Lautcrbach. chi, 29. Sept. Der Bereinsgeiftliche für innere arrer M e m m er t aus Tarmstadt, der früher Freimsteftiau und Angersbach als Pfarrer stagige Reise tn unseren Kreis unternommen, Liebestätigkeit im Krieg, besonders über, die riüvpeln zu l)alten. Die tzZenieinden befon- w-ilndeter Soldatui sind Iden Ausführungen ^Anteilnahme gefolgt. Es i|t wohltuend, zu alles Menschenmögliche getan wird, um reis Schotten. vt. Eine unverbosste freudige Nachricht _o |$ zuteil. Ihr Sohn Wilhelm, der als upfcn vor Verdun beteiligt geiveseu und Jrmiftt — von Kameraden und Feldwebel Jg ege den worden war — hat heute aus a't geschrieben. ^nburg und Nheinhessen. a. M., "29. Sept. In der gestrigen Stadt ammlung wurde mitgeteilt, daß der ^ er verein ein Gesuch eingereicht habe, in dem --er Stadt Osftnbach bittet, zur Klärung der Ifte nach dem Kriege eine umfassende —a i ft i! vorzunehmen. Oberbürgermeister Dr. f, das; zu solchen Arbeiten der Verwaltung keine Mägung ständen. Das Gesuch müsse daher abgelehnt Jo\kn wurde dann zunächst die vom iOberbürgcrnieister fchte balbe Millijon zu Zwecken der Krieg s- n Die Ausgaben dafür betragen 4 50a 958 Mk, denen Krinxerx (sreckvillige Beiträge und staatliche noch ausstchende MM Mk betragende Rückerstattung» 1874 878 Mk. gegenüber- «'en. Die Bewilligung erfolgte einftimmig Ferner wurde begossen, für die 5. Krieg s anlci he 500000 Mk. zu zerchnen »vorher Lus am men 100 000», für die 'K r i e g s h i l s e O st p r en- Z'ens als Beitrag zur hessischen KriegspaLenschast 5000 Preis für 1 kg in Pfennig. derer Herkunft, Nr. 20 englisch für alle Dre- Hungen .- - • • ■ „ - 000 d) aus ostindischer oder ähnlicher Baumwolle, Nr. 20 englisch für alle Drehungen . .. . - 335 c) aus Baumwolle mit einem Zusatz von Lrnters, Baumwollabsällen, Kunstbaunrwolle oder nrcht- baunvvollenen Spinnstoffen, Nr. 20 englisch für alle Drehungen.^35 Für wvllgemischte Garne darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden, der dem Prozentsatz des Wollgehälts entspricht. Für Dreizylindergarne mit weniger als 50 v. H. Gehalt aN Baumwolle (nicht Linters, Ahsällen oder Knnst- hamnwolle» bestimmt sich der .Höchstpreis nm Z+er Va. Für Garne von stri. 30 englisch an auswärts werden die Höchstpreise nach, einem Grundpreise von 3,4o Mk. für Mr. 20 englisch, für Marne mn Wt. 45 an auswärts nach einem Grundpreise von 3,65 Mk. ft'ir Nr. 20 englisch! Tl*C-1 Für abweichende tnjn'mem der unter Nr. 1 bis 3 genannten Garne aller Trihuugen mit Ausnahme von Schsustgarn der Nr. 42 und 44 englisch gilt folgende Staffel: ' Nr. bis 8 10 /12 14 16 18 20 22 24 26 —12 —10 —8 — 6 — 3 — -ft 8 +16 +24 30 32 34 36 38 40 60 60 70 Mark, für die Vorarbeiten der Sammlung von Kucken- ab fallen 2000 Mk-, deni Theaterdirektor Steffter eme >^ro- ventian für die Spielzeit 1916/17 von 3600 Mk. Dw n m kürztet- Arbeitszeit beschäftigten Arbeitern der S ch u h r n d u st r r e Mgcbülrittm Zuschüsse kommen l-mt.-rnskmmigem Beschs Erwirkend vom 1. August nunmehr endlich zur ÄusM^ung Das Kot- leainm erbebt aegeii die Er ze u g e r h 0 chstprei 1 e f ur nar tofseln Einsp r u d< und ersucht den ObmLmW«m«Ker, ^ Ministerium und KiriegsernMnngsamt d,e Herabsetzung de^ Greises von 4 ans 3 Mark pro Zentner zu erftreotn. wcrr der vom Oberbürgermeister beantragten Einführung^ von Bezirk s w a h l c n und des hierfür geltenden Erlas ftes der de reits vor aeschlagenenOr tssatzung erklärt sich che'Versammlung Nicht ohne Widerspruch rin verstanden. AlKUntLrltutznng für den A ns s ch u ft .s ü r V 0 l k s v 0 r l e s u n g e n werden die ub- '^""0. a /n z ch29.il Sept. Mainz-Kostheim hat eine Familie von einem um herziehenden Händler Pilze angeblich Champignon gekauft Nach Genus; der Pilze erkrankte die^ ganze FamrUe an 'Erbrechen und Durchsall. Ein,2 jähriges Kmd, das von den Pilzen gegessen, verstarb. Der Grog Vater und eme Tochter, die an dem Genüsse nicht teilgenommen, sind gesund, wahrend der Mann, Frau und zwei Töchter noch krank darniederliegen. Ob unter den Pilzen giftige waren oder ob sie verdorben waren, konnte nicht sestgestellt werden. — Von T o bsucht befallen wurde der 23 jährige Emil .Horn es von hier. Er schlug 12 Fmfterscheiben ein. Ter Kranke wurde von der Sanitätswache ins Krankenhaus gebracht. Hornef hat schon wiederholt derartige Ansalle gcliabt. K R. A. beschlagnahmten Gegenstände", vom 16. November 1915, der bisher durch Absatz a der Zusätze der Bekonntumchnng Nr. M. 2684/2. 16 K. R. A. vom 15. März 1^16 für die unter 8 2, Klasse ö, Ziffer 2 der Bekannttnachung Nr. U. 3231/10 15 K R. A. fallenden Gegenstände *) auf den 30. September^ 1916 festgesetzt war, wird hierdurch für diese Gegenftande ms zum 38. Februar 1917 hinausgeschoben Andere als die unter 8 2, Klasse B, 3 t ff er 2 der Bekannt- machung Nr. M. 3231/10. 15 K. R. A. fallenden Gegenstände werden von diesem Aufschub der Zwangsvollstreckung nicht berührt. Der Abruf der von dieser Bekanntniachmig betrvsseiien Gegenstände erfolgt durch die M'-tall-Mobilmachungsstelle der, Krregs- Rohstoss-Äbteilunq des Königlich Preuftischen Kriegsmunstmums, Berlin SW. 48, Wilhelmstrafte 20, unter Angabe der Stelle, an die der Berjarch zu erfolgen hat. Dem Llibrns ist nü^zi^lich Folge zu leisten. Nichtbeiolgung zieht die in der Bekanntmachung Nr. U. 3231/10. 15 K. R. A. angedrohten Strafen nach sich. Frankfurt a. M., 30. September 1916. Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps. aumwolle, 'l i n g oder x alle Dre- gcmischt mit kit mindestens tmwolle amerikaalle Drehungen Auswärts werden die »reise von 3,65 Mk. ^iger als einem Drittel I le mit Baumwolle an- _ Jahre und mit Geldstrafe bis zu zerhntanse^^^^^I^^W^t mir einer dieser Strafen wird bestraft. 1. wer dirp^gesetzten .Höchstpreise überschreitet; 2. wer einen anderen zum Abschluß eines Vertrages auffordert, durch den die Höchstpreise überschritten werden, oder fich zu einem solchen Vertrage erbietet; , Z wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (8 2, ö) betroffen ist, beiseiteschafft, beschädigt oder zerstört; 4 wer der Aufforderung der zuständigen Behörde zum «erkauf von Gegmständen, für die Höchstpreise festgesetzt smd nicht nachkommt: ^ .. . r t « . . . 5 wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, den zuständigeii Beamten gegenüber verleim licht,: 6. wer den erlassenen AnsfnhrungsbestrmmNngen zmmder- Bn^vorsätzlichen Zmoiderhmidlnngen gegen Nr. 1 oder 2 ist die Geldstrafe mindestens auf das Doppelte des Betrages zu bemessen, um den der Höchstpreis überschritten worden ist oder m den Fällen der Nr 2 überschritten werden sollte; überiteigt der Mindestbetrag zehntausnid Mark, so ist auf ihn zu erkennen Im Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis aus die Hälfte des Mndeftbetrages ermäßigt werden. Bei Znnndechandulngeii ge<>en Nr. l und 2 Hann rieben der Strafe angeordiiet werden, dap dre Verurteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekanntzumachen ist: auch kann neben Gefängnisstrafe auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. + 32 + 40 -ft 50 -ft 62 -ft 70 + 75 + 80 +120 +170 + 230 Höhere Nummern als Nr. 70 je um 8 Psg. teurer; Zwischennummern im Verhältnis. .. . ^ Für Schuftgarii Nr. 42 gllt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr. 36, für Sckchftgarn Nr. 44 gilt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr. 38 Für gekämmte Garne der Ziffer I darf ern Zuschlag !von höchstens 85 Psg. für das MlogrEm in Ansatz gebracht werden. Artikel II. Preistafel 2 Ziffer Va erhält folgende Fassung: a) Nach dem Dveizylindersystem gesponnen Wt. 6 englisch. 290 Abrrrichende Numniern nach sollender Abstufung. 3/5 6 8 10 12 14 16 18 2ZT2 +7 + 14 +21 + 28 +35 +40 Nr. 20 englisch . . . - - - • • Höhere Mrmmern nach der Skala- der Dreizylrnder-Baum- wollgarne. Artikel III. ^ Diese Bekanntmachmrg tritt am 1. Oktober 1916 rn Kraft. Frankfurt (Main), den 1.Oktober 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. Bekanntmachung. Sämtliche im Landwehrbezirk Gießen vorhandenen noch nicht eingezogencn dienstpflichtigen Pcrfonrn ( Beuriaubtenstand, Landsturm, auch die setzt zur Musterung gelangenden v.-tt.+eute), die russisch sprechen oder schreiben können, sowie diejenigen, welche die französische Sprache in Wort und Evchrift beherrfchen, werden hiermit aufgefordert, sich u mg ehe n d , s p at e ft en~> bis zum 10. Oktober 1916 bei ihrem zuständigen Bezirkv- feldwebel unter Vorlage der Militärpajnere oder Angabe des Militärverhältnisses mündlich oder schriftlich zu melden. Dabei ist ein selbstgeschriebener Lebenslauf vorzulcgen, aus dem sichtlich sein muß: Zivilberuf, welche Schulen besucht, ob und wahrend welcher Zeit im Ausland gewesen, wie die fremde Sprache erleriit wurde und in welchem Umfange sie beherrscht wird. Gießen, den 28. September 1916 7082 B Bezirkskommando Gießen: Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Bekanntmachnug Nr. M. 748/9. 16 K. R. A. betreffend Aufschub der Zwant?svoklftrecknttg für die in § 2 , Klaffe B, Ziffer 2 der Bekanntmachung Nr. M. 3231|10.15 K.R. A. bereichneten Gegenstände aus MeinnickeV). Vom 30. September 1916. Der Endzeftpunkt für die Durchführung der Zwangsvollsttcckimg gemäß 8 8 der Bekanntmackping Nr. M. 3231/10. 15 K. R. A., betreffend „Enteignung, Ablieferung ; mb E+iziehnng burch die Verordnung M. 325/7. 15 K. R. A. bezw. M. 325e/7. 15 *) § 2, Klasse B Ziffer 2 der Bekanntmachung Nr. M. 3231/10. 15 *§ 2 Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Klafft B: Gegenstände aus Remnickel. , 2. Einsätze für Kocheinrichtungen, wie Kessel, Deckel schalen, Jnnentöpfe nebst Deckeln an Kipptöpsen, Kartoffel-, Fisch- und Fleischeinsätze usw. nebst Reinnickelarmattiren. . . ^ >. Vorsteheiide Geaenstände fallen auch bann unter die Verord Bek tt smtm a chunft. Die gedienten, in der Zeit vom 8. September 1870 bis 31. Dezember 1875 geborenen D. U-Maimschasten aller Waffengattungen und Dienstgrade aus dem Kreise Gießen, die s. Zt. als dauernd untauglich (dauernd ield- und garnisondisnstuniähig, dauernd weder ield- noch garnisondienstfähig nsw.) vom Heeresdienst entlassen und ausgemustert worden und sich bis jetzt bei ihrem zuständigen Be- zirksseldwebel noch nicht gemeldet haben, werden hiermit au gefordert, ihre Anmeldung spätestens bis 10. Oktober 1916 bei diesem nachzuholen. ^ ^ r . t , . _ r r . Auch diejenigen, die ihren Wohnsitz nach der Anmeldung zur Stammrolle im September vorigen Jahres geändert haben, baden dies innerhalb der angegebenen Frist dem Bezirkrieldmebel zri inelden. Wecker haben die 1876 und später geborenen gedienten D.-U.- Maiinschaiten, soweit sie die Entscheidung D. U. (dauernd selb- und aarnisondienstunsähig usw.) vor dem 4. September 1915 erhalten haben, die in beu Landwehrbezirk Gießen zugezogen und die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, ihre Anmeldung ebenfalls innerhalb der oben erwähnten Frist nachzuholen. ^ e c In Zweiselssällen haben sich die betreffenden berm BezrrkSseld- webel zu erkundigen. ^ . .. Zuwiderhandlungen werden nach den Kriegsgesetzen bestraft, ^ür die bevorstehende Milsterung ergehen besondere Gestellungsbefehle. Gießen, den 29. September 1916. Gr. Bezirkskommando. N a u m a n n Oberstleiilnant und Bezirkskommandeur. _ 7100c uung, tvenn sie mit einem Ueberzug (Metall, Lack, Farbe u. dgk.) versehen sind. Absatz b) der Zusätze der Bekanntmachung Nr. M. 2684/2. 16 K. R. A.: Zu Davipskocheinrichttingen gehörende Armaturen, ftir dre Ersatz aus beschlagnahmesreiem Material Nicht besckplfst werden kann, brauchen nicht abgeliesevt werden und können bis aus lveiteres in Benutzung bleiben. Die schönsten Damen-Hüte tonimanno nellt ui nächster Zeit mehrere \ ni bei«overwendungsfähige Zwe jährig- den Geburtsjahren 1896 und 1897 mit und unter Handschrift ein. Bevorzugt ^ bn einer Behörde beschäftigt siud i( Wck ülS™ ecbcnsiauf, HeiinniS- teioeiajem und umgehend hierher ein- -Bc zirkSkomma»do ^riedbcrg t 1fr! 1 ' de« 4. OktoberUß von vor^ -r ab sollen die diesjährigen Gell, zirka 200 Zentner, baumweise Zusammenkunft im Ort. 7,ü9 > Zuverläs! Qcf. L. Spiei “ JLmLjLU KA I mit Kraftan schlug, möglichst auch Bahnanschluss hell und geräumig, zu mieten gesucht. Eilofferten an EifenivertHaiger, G.m.b.H., Haiger(Dillkr.) Telephon 24. 7ftQ9 dum Helfen i Haus f. nach in ges. C 707a j W Jranen 5lartoffel^M ch'inkiii^M Schlosser u. Hilfsarbeiter l‘‘ r dauernde Boschüftigmig pcflcit hohen Lohn sofort ge- jucht. [0760 Eine 5‘ . und zwei 6-Zim- merwolinnnaen, Noouftr., mit allem Zubehör, derNeu- zeit entsprechend eingerichtet, Äl vermieten. Näheres bei W'.lhclm Seipp UI. 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