m. 254 Dcr Sietzever lajttytf erscheint täglich, oufeer Sonntags. — ©et. Beck, sämtlich in Gießen. Ein neuer in der Dobrudscha. England. e und wirtschaftliche Einkreisung unseres Volkes wird stärker und stärker. Immer neue Staaten gehen offen zu unseren Feinden über. Italien, Portugal und Rumänien haben den Schritt bereits vollzogen ; mit dem Eintritt ariderer Staaten muß man rechnen. Aber auch diejenigen Neutralen, die sich militärischer Feindseligkeiten gegen uns enthalten, werden durch schwarze Listen, Nahrungsmittel- und Rohstoff-Unterbindung immer mehr zu wirtschaftlichen Feindseligkeiten gegen uns gezwungen. So ist der Frieden ferner denn je. Und warum? Warunr kommen wir trotz des aufopfernden Heldenmutes unserer Truppen und trotz gewaltiger Siege in Ost> Süd imb West nicht zum Abschluß dieses Völkermordens? Weil Englands Kraft noch ungebrochen ist! England mit seinem Verbündeten Japan und seinem Helfer Amerika rüstet stets neue russische Riesen- hecr^ aus. England deckt mit seiner Aushebung die französischen Menschenverluste, schafft mit seiner Industrie und der seiner Hintermänner inaner wieder ungeheures Kriegsmaterial. England ist es, das stets neue Völker gegen uns hetzt. Im Anschluß daran wird die Notwendigkeit betont, England mit der vollen Schärfe unserer Waffe anzugreifen, und die Mögllichkeit, ja die Sicherheit, hervorgehoben, daß diese Taktik zum Erfolge führe. Das ist keine Ablehnung des SonderfriederrÄgedankenS. Hindenburg brauchte dabei seine Taktik gegen den Osten nicht beiseite zu legen. Der erwähnte Ausschuß kann wohl den Glauben nicht recht los werden, daß unsere Regierung dazu neigt, ein S t n ck Gnadenbrot von England anznnehmen. Uns dieser Gedanke hat allerdings etwas AnsrüttelndeS imb Peinliches. * ■ * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Oktober 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeressront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Unsere Angriffe nördlich von Campolung und südlich von Predeal machten Fortschritte. An dcr ungarisch- rumänischen Ostgrenze wurden feindliche Gegenstöße abgeschlagen. Bei Sara Dornei nahmen unsere Truppen einer russischen Höhensttitzpunkt. Gegenangriffe der Russen sitzet terten. Heeresfront des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Im Bereiche der österreichisch-ungarischen Truppen nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Die feindliche Artillerie- und Minenwerfertätigkeil gegen die Stellungen aus der Karsthoch fläch e und dl, dahinterliegenden Räume steigerte sich zeittveise zu großem Heftigkeit. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. In Albanien nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarjchalleutnant. Eine englische Beschönigung der Schlappe im Kanal. London, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche Meldung. Tw Admiralität teilt mit: In der letzten Nacht versuästen zehn feindliche Zerstörer einen Ueberfall aus unseren Transportdienst im Kanal. Ter Versuch mißglückte Ein leeres Transportschiff wurde versenkt, die Besatzung ist gerettet Zwei feindliche Zerstörer wurden versenkt, die anderen vertrieben Man fürchtet, daß ein britischer Zerstörer verloren gegangen ist: neun Mann der Besatzung wurden gerettet Em anderer Zerstörer wurde torpediert und an Sttand gesetzt Notiz: Dieser Meldung gegenüber verweisen wir auf den deutschen amtlichen Bericht. Die letzten Tage vor der Besetzung von Constantza. London. 28. Okt. (W.T.B. Nichtmntl.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus: LLus Odessa wird vom 25. Oktober berichtet' 'Der brinsche, russische imb französische Konsul, die aus Constantza hier angrkvmmm sind, gehörten zu den letzten Personen, die die Stadt verließen. Die Räumung vollzog sich in voller Ordnung In der letzten Woche hatten die Einwohner sehr unter den deut- schen und bulgarischen FlugUmgen zu lcideil, deren Zahl stetig ztunahim. Am Freitag wurde das Artillericseuer auf die Stadt eröffnet. Die letzten Flüchtlinge verließen die Stadt am Samstag Tie Behörden blieben bis zum; letzten Augenblick an dcr Arbeit arm die Vorräte mit der Bahn und über die See wegzutranspvr- tieren. Zum Schluß zogen sich die Truppen unter stäiidigen Nach- hutgefechten gegen den übermächtigen Feind zurück. Sie wurden von Kriegsschiffen, die ihre Gesetze auf die Zugänge der Stadt richteten und dem Feinde Verluste zufügten, wirksam unterstützt. AM Sonntag früh warm die vorgeschobenen Truppen des Feindes «irr noch fünf Merlen von Constantza entfernt. Das Wetter war stürmisch mib regnerisch, Mn Flugz-eug ließ sich blicken. Ter letzte Zug fuhr nnch Ceriravoda ab, als der Feind schon einige Btmtte der Bahn beschoß. Ter Feind konzentrierte nun ein heftiges, unaufhörliches Geschützfeuer aus den Hafen, aber die russischen Matrosen arbeiteten trotz des Bombardements tapfer weiter. Tie Flottille zog sich hierauf unbeschädigt zurück. Rumänische Flüchtlinge erzählen, daß die Flugzeuge Prottamationen über der Stadt ausstreuten, in .denen erklärt wurde, daß die Rumänen nichts zu fürchten hätten, da die Eroberer nicht als Feinde, sondern als Facunde kämen. Eröffnung einer deutschen Schule in Warschau. Warschau, 27.Okt. (WTB.) Gestern mittag fand in dem Gebäude des alten polnischen Finanzministeriums eine Feier anläßlich der Eröffnung der deutschen Schule statt, die dazu bestimmt ist, der deutschen Kolonie, die durch die von den russischen Behörden veranlagte barbarische Aussiedelung und Verfolgung im ersten .Kriegsjahre stark geschwächt ist, einen Mittelpunkt zu. geben. Die Feier wurde cingeleitet durch! eine Rede des Generalgouverneurs v. Beseler, der die Hoffnung anssprach, daß die Eröffnung der Ausgangspunkt einer schönen, reichen Entwicklung für deutsches Leben Uiid Wesen in dieser fremden Stadt bilden werde. Der oberste Rat der nationalen Verteidigung in Frankreich. Berlin, 28. Okt. Wie sich das „Berliner Tageblatt" melden läßt, trat am 26. Oktober im Elysev unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincars der oberste Rat der nationalen Verteidigung Frankreichs zusammen. Die Kohlenlrifis in Frankreich. Bern, 27. Okt. (WTB. Richtanttlich.) In Frankreich wird die Kohlenkrisis inaner beunruhigender. „Homme enchaine" schreibt heute, daß nach dem Mschluß mit England und der Herabsetzung der Frachtsätze als einziges herausgekommen sei, das; die Kohle doch wieder teurer wurde. Dies beziehe sich hauptsächlich auf die Häfen des Mittelmeers, Algeriens und Thunesiens. Im vergangenen Juni kostete die Kohle 130 Franken; nach! den Bemühungen der Regierung koste sie jetzt 165 Franken und der Winter habe noch nicht einmal begonnen. Die Oefcn heizten sich nicht mit schönen Worten. Die Regierung solle doch einmal den unerträglichen Spekulationen ein Ende bereiten. Die Brotkarte in Holland. Berlin, 27. Okt. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus dem Haag: Dem „Vaterland" zufolge ist binnen kurzem die Einführung der B r o t k a r t e i n H o l - land zu erwarten, wodurch der Weizenverbrauch eingeschränkt werden soll. Die Kopfmenge soll drei Kilogramm für die Woche betragen. Kanada und die norwegische Handelsflotte. L o n d o n, 27. Okt. (WTB. Nichtamtl.) „Daily News" meldet aus Montreal: Kanada will die norwegische Handelsflotte wieder aufbauen; Verhandlungen darüber werden schon seit einiger Zeit geführt. Es sind vorläufig Kontrakte für den Betrag von 700 000 Pfund zustande gekommen. Es wird über Schiffsbauten für einen Betrag von insgesamt 4 Millionen Psund verhandelt und es besteht auch die Absicht, die Werstanlagen zu vergrößern. Die kanadische Regierung billigte die Pläne und wird ihre Durchführung auf jede Weise unterstützen. Deutschland und Norwegen. Kristiania, 27. Okt. (WTB.) Um umlaufenden Gerüchten von einem deutschen Ultimatum entgegenzutreten, schreibt „Aftenposten" unter der Heberschirift: „Gerüchte", daß die norwegische Regierung erst nächste Machte auf die deutsche Note antworte, und daß bis dahin nichts geschehen könne, wenn die Allgemeinheit Ruhe imb Besonnenheit bewahre. Kristiania, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Tie norwegische Presse lehnt den englischen „S ch U tz" ab. Tie norwegische Presse beschäftigt sich heute mit einem Artikel des „Daily Chro- nicle" der „effektive englische Beschützung" für Norwegen in Aussicht stellt. Diese unverhüllte engllsche Ankündigung, gegebenenfalls normstgische Häfen zu besetzen, hat in der norwegischen Presse keinen Widerhall erweckt, im Gegenteil ofsen- ; sichtlich nur verständliche und berechtigte Beängstigung hervorgerufen. ' ,/Tideüs Tegn" schreibt, der Artikel verrate eine völlige Un- kenntnis des ja auch garnicht veröffentlichten Inhalts der deutschen Protestnote unb fuße ausschließlich aus dem Eindruck, den der deutsche Pressefeldzug und U-Bootskrieg gegen Norwegen offenbar in England gemacht hätten. „Verdensgang" schreibt unter der Ueberschrift „Ein i'ibertrie- bener und tendenziöser Artikel", jeder Norweger werde diese Aus- lasstmgen englischerseits richtig zu bewerten Nüssen, die jedenfalls zeigten, daß ess in England Kräfte gebe, die jetzt versuchten, im Trüben zu ftschen. „Oerebladett schreibt, daß Norwegen keinen anderen Wunsch habe, als mibedingt neutral zu bleiben. Es sei bedauerlich, daß die kriegführenden Mächte bei jeder Gelegenheit versuchte::, Norwegens Stellung als neutraler Staat zu erschweren und zu untergraben, indem man ejs wider seinen Müllen in den Krieg hineinzuziehen versuche. — Bemerkenswert erscheint, daß die halbamtlickien .^Mtelligenssedler" zwar den Artikel wiedergeben, aber selber keine Stellung dazu nehmen. Die Lage in Griechenland. Lösung für Oesterreich mehr als Augenblicks wert hat. Es gilt nicht, einen neuen Weg zu finden, wohl aber gehört ein fester Wille dazu, ihn auch weiterhin inib bis zums Ziele zu gehen. Wenn Kocrber nicht nur diesen Witten hat, sondern auch betätigt, werde er seinem Staate die besten Dienste erlveisen und sich die Dankbarkeit der staatstreuen Elemente Oesterreichs erwerben. Ter Wehrdienst in der Türkei. Konstantinopöl, 26. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Das Amtsblatt veröffentlich vorbehaltlich der parlamentarischem Erledi- g:mg das durch eine heute in Kraft getretene Verordnung sanktio- inecte Gesetz, das den Kriegs minister ermächtigt, für den Fall dringender Notwendigkeit alle jene unter die Waffen zu rufen, die sich durch Zahlung deir Militärbefreiungs- taxevom Militärdienst befreien ließe::. Von der bereits bezahlten Taxe wird ein Bettag. der dem noch verbleibenden Rest der Zeitdauer, für die die Taxe entrichtet wurde, ^entspricht, zur ü d> ^statte t. Das 'Käiegsministerium kann für öffentliche Wohl- sahrtsanftaltcn, Fabriken usw. unentbehrliche Personal vom Mili tardlenst befteien. Der Seekrieg. Berlin, 27. Okt. (WTB.) Von den deutschen Tauch booten wurden folgende feindlichen Dampfer versenkt Der englische Dämpfer „Lotnsmere" (3011 Tonnen) mit 7000 Tonnen Kohlen nach Archangelsk am 20. Oktober, der russische Dampfer „Erika" (2430 Tonnen) mit 3500 Tonnen Kohlen von Leith nach Archangelks am 20. Oktober, der russische Dampfer „Erika" (2430 Tonnen) mit 3500 Tonneiu Kohlen von Leith nach Archangelsk, der englische Dampfer „Br a n ti nghen" (2417 Tonnen) mit Gruben Holz von Archangelsk nach England am 4. Oktober. Hamburg, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der nor we,gische D am p fer „Atle j ar l", mit Ladung vonNor- üvegen nach Schweden bestimmt, wurde von einem Kriegsschiff in der Nordsee ausgehalten und ^aufgebracht. London, 27. Okt. (WTB.) Amtlich wird .gemeldet: Der britische Minensucher „Geniftu" wurde von einem feindlichen Unterseeboot torpediert und versenkt; alle Offiziere und 73 Mann sind umgekommer:, zwölf wurden gerettet. London, 27. Okt. (WTB.) Lloydsmelbung. Der dä nische Dampfer „Alf" (2175 Tonnen), der britische Schoner „T we e d" (?), der belgische Dampfer „C o m t e s s e d e Fl andre (1810 Tonnen), die norwegischen Dampfer „Sola" (3057 Tonnen) und „Dag" (963 Tonnen), sowie der britische Schoner „Twig" (128 Tonnen) sind ge funken. London, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Rowanmorl" und der norwegische Dampfer „S k o f" wurden versenkt. Kristiania, 27. Okt. (WTB.) Meldung des Ritzau- schen Bureaus. Der ge s a mt e Kriegs Verlust der no r- we gischen Handelsflotte beträgt bisher 268134 Brutto.-Rcgistertonnen, deren Versicherungssumme sich aus 102 015190 Kronen beläuft. 149 Seeleute sind dabei ums Leben gekommen. Kristiania, 27. Okt. (WTB.) Die Mannschaft des Porsgunder Dampfers „Kathinka" ist heute mit einem englischen Dampfer hier angekommen. Kathinka wurde am letzten Donnerstag 125 Seemeilen von der norwegischen Küste von einem deutschen Unterseeboot in Brand gesteckt. Das Schiff war mit Grubenholz beladen. K o p e n h a ge n, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Oplan- denes Dagchlad" zufolge wurde ein Rntlübinger D reimast schöner am 25. Oktober in der Nordsee von einem deutschen U-Boot versenkt. Die Mannschaft ist gerettet. Kopenhagen, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Mtzauschen Bureaus. Der Stavanger Dampfer „L y s l a n d" aus Bergen, der rnit Eisenerz von Kirkenes nach Middlesborongh unterwegs war, ist gestern 40 Seemeilen südwestlich von Skudesnes von hm deutschen Unterseeboot „IX 30" versenkt worden. Die Mannschaft wurde von dem deutschen U-Boot ausgenomnien intb gut behandelt. Drei Granaten und ein Torpedo wurden gegen „Lyslaud" abgegeben. Ein U-Boot, das durch Signale herbeigerufeu worden war, nahm die Mannschaft der „Lysland" an Bord. .Amsterdam, 27. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" erfahrt aus Athen, daß die Entente ihre Forderung, daß die thessalischen Truppen nach dem Peloponnes gebracht würden vorläuftg fallen gelassen hat. Es wurde ein Dekret ausgeferttgt das bestimmt, daß der Jahrgang 1913 nach Hause geschickt wird mrd die Männer, die im September 1914 aufgerufen ivurden, unter den Fahnen bleiben, bis der Jahrgang 1916 ihre Stelle ein- nehmen kann. Wie verlautet, sollen zwei Armeekorps nach Mi- sardoghi (?) gebracht werden. Die Entente will, um die nationale Bewegung zu unterstützen, um jeden Preis vereiteln, das; die- jemgen, die sich ihr mrzuschließen wünschen, daran verhindert werden. Was die Athener Regierung betrifft, so werden die Ententemächte nrcht verlangen, daß sie ihre Neutralität aufgibt, sondern nur, daß die Sicherheit ihrer Armee in Mazedonien gewährleistet bleibe. Von der werteren Haltung gewisser Blätter und Behörden hängt es ab, ob die französische Polizeikontrolle aufgehoben .und die ftanzösischen Marinetruppen zurückgezogen werden DaS Ministerium Körber. W irn, 27. Okt. (W.B.) Wie tue Abendblätter vernehmen, übernahm der Gemeinsame Frnanzminister v. K ö r b e r die Bilduna -des Ministeriums. 1 PA 0f t Zur UebcrnoHme der österreichischen Mini- sterpraswentschaft durch/ Herrn von Kverber heißt es in der Vos- sischen Zeitung": Koerber darf auf seine erste Ministerpräsrdent- schast nicht ohne Genugtuung schauen. Bis zu ihr war Oesterreich der alte PolrMstaat. Er erst hat die Presse und die Versammlungen von der ängstlichen, Kleinigkeit der Polizeikommissäre befreit Nie war Oesterreich wlliger, einem großen Führer zu folgen. Wre in der „Germania" ausgeführt wird, ist Koerber ein konservativer Staatsmann, der aber stets die Notwendigkeiten der rwodernen Entwicklnng erkannt und ihnen Rechnung getragen hat ,verde gewiß auch, lefyt in der schweren und verantwortungsvollen Krreg^zett der beste Manu am richtigen Platz ffcn. siührt aus: Dafür, daß Koerber sich seinen Ent- L ' 1 ^ dostnr dcr Ministerpräsidentschaft dak Überlegt hat. mag als Beweis dienen, oatz er er» Progr«mm nrrtbrrnst, das die Fragen runfaßt derm Am dem Reiche. Einschränkungen im Personenzugsverkehr. Berlin, 27. Ott. In den Herbstmoual-en drängt sich der Güterverkehr auf den Eisenbahne:c am stärksten zusammen. Während des' Krieges macht die Bewälttgmrg dieses starken Herbst- vetkehrs weit größere Schwierigkeiten, als in Friedenszeiten. Tie Eisenbahnverivallung ist der Ansicht, daß die Befriedigung des Güterverkehrs jetzt inibodmgt m: erster Stelle steht, soweit er der Versorgung der für .Heereszwecke arbeitenden Gewerbebetriebe sowie der Bersorgümg der Bevölkerung mit LebeiisMitteln dient. Die Vetwaltlmg hat sich entschlosstm, im Personenzugvepk^hr zu Giunsten des Güterverkehrs »einige .Einschränkungen vorzimehmen. Das reisende PiMrkum Wird das Lhussallen einiger Züge gern auf sich nehmen. * Berlin , 27. Oktober. (WTB.) Der H aupt au s schu ß des Reichstags erörterte zunächst die Gesckmftslage und einigte sich schließlich auf zehn Mümteir Redezeit für jeden Redner. Tann wurde die Beratung der Zucker-, Obst- und Gemüseregeluug beeiidet und darauf noch einmal die Kartoffelversorgung behandelt. Aus Stebung der städtischen Kriegskommission; außerdem bewilligte sie erhebliche Mittel für Weihnachtsliebesgaben an Frankfurter Krieger. Me vom Magistrat eingebrachte Vorlage auf eine 100—300prozentige Erhölmng der Hundesteuer begegnete im ganzen Hause stattem Widerspruch, wurde aber ttotzdem einem Ausschuß zur Weiterbehandlung übettviesen. Fe. Frankfurt a. M„ 27. Okt. Wie es jetzt scheint, ist die letzte hier abgehaltene Milchkonfereuz nicht ergebnislos verlaufen. Wie von beteiligter Seite mitgeteilt wird, hatte die Konferenz das Ergebnis, daß der Preis pro Liter Vollmilch auf 30 Pfennig und der Liter Magermilch auf 20 Pfennig frei Bahnhof der Empfangstation bestimmt wurde. Tie Erhöhiulg wird eintteten, sobald mit dem Milchhandel eine Verständigung erzielt worden ist. Damit hat aber die Konferenz nichts zu tun. g. Gunters Haufen, 27. Oft. Tie seltene Feier der Diamantenen Hochzeit beging gestern in geistiger und körperlicher R>. ligkeit das Ehepaar Wi ttmer in dem benachbarten Orte N e u m 0 r s ch e n. Ter Jtlbilar ist der Mitbegründer der bekannten Getreidefirma Matzko & Wittmer. ---- Kassel, 27. Okt. Unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten Grasen Bernstorff tagte im Rcgierungsgebäude eine Konferenz zur Besprechung von Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kassel mit Lebensmitteln. An der Besprechung, die sich hauptsächlich mit der Beschaffung von Milch, Butter, Fett, Fleisch und Kartoffeln befaßte, nahmen die Laibräte aller 22 Kreise des Regierungsbezirks teil. ke. W i e S b a d e n , 28. Okt. Am 1. November d. IS. sind zehn Jahre vergangen, seitdem der Personenbahnhof Wiesbaden eröffnet wurde, woinit der Anschluß Wiesbadens an den unmittelbaren durchgehenden Weltverkehr erreicht wurde. ke. Wiesbaden, 27. Okt. 2luf dem Parterrebalkon eines vornehmen Hauses dahier ist ein S ch w e i n e st a l l errichtet worden, in dem jetzt ein Edelschwein auf sechs Wochen Pension bezogen bat. ra. Wilsbach, 27.-Okt. Wilsbach ist m seiner Bewohwer- und Häirserzahl sehr zurückgegan.wn. Tier beschlossene Schtllhaus- iwuboit ist vorläufig zurückgesbellt, obgleich Pfarrwohrutng imd Schulsaal unter dttemj Dache vereinigt sind. Bei der erfolgten Grundbuchsregttlierung Wtrrde der SckMsaal der Zivil gemeinde zugesprochen: es |miu& daher ein Pfarr- oder Schclchucs erbaut Wer^deir. _ _ Vermischte». Bestrafte Hamsterei. — Aus dem Spessart, 27. Okt. Ein wackerer Schuh- ncackier aus dem Preußischen durchzog dieser Tage hamsternd etlidyc Spessartdörfer. Er bitte auch reichen Erfolg, da er fi'ir das Pfand Butter 3 Mark und das Ei 35 — 40 Pfennig, ohne mit der Wimper zu zucken, anlcgte. In einem Dorfe lernte er einen „Freund" kennen, der sich bereitwilligst in sellrstloser Weise erbot, firr den preußischen FiMMd mitzuliamstern. Der Sckmster händigte ilyn 40 Mark aus und schickte ilm ans die Fahrt, während er frohgemut in der Dvrfwirtschaft sein Schöppchen ttank. Er wartete bis an den 9Ibmr>, er hielt im Ott Umfrage nach seinem Sozius, doch dieser bette mit dem Gelde das Weite gesucht. Unter dem Hohngeläckster der Dörfler zog der Gute schließlich aus den: bösen. Bayernland. Okt. 1916 V* «> w *+ O W O -M C 0 5 3 v* c Ö 3 Lc-t c •* 2 ^ & "3 cn fl CS O 03 "SS s 2 es 1 ’S 1 ft* ■O AJ awc. c *>« siP «-s 2"us. Wetter 27. 2" 10,2 68 73 7 Bew. Himmel 27. 9" — 8,4 6,2 75 — - 10 Bed. Himmel 28. 7" 8,0 7,8 97 10 » " Meteorologische Beobachtungen der 5tation Kleszen Höchste Temperatur am 26. bis 27. Okt. 1916: -J-11,1® C. Niedrigste „ „ 26. „ 27. „ 1916: + 3,3° 6. Niederschlag 2,9 mm. Letzte Nachrichten. Der bulgarische Bericht. Sofia, 27. Okt. (WTB. Nichtanttlich.) Amtlicher Bericht des Gencralstabes. - ^ - Mazedonische Front: Me Älgc ist unverändert. , 2 >er Tag verlief verhältnismäßig ruhig. Zwischen Prespa- und ^oiran See schwaches Geschützfeuer. r „ , Am Fuße der B e l a s i c a Planina Ruhe. An der Lttuma- Front schwaches Attilleriefeuer. _ ^ An der ägäischen Küste beschoß die feindliche Flotte ine Höhen bei Orsano. __ Rumänische Front: An der Mste des Schwarzen Mee, res Ruhe. . In der Dobrudscha verfolgen die verbündeten Truppe^ den besiegten Feind. Wir haben die Stadt Harsova besehe Längs der Donau Ruhe. ft Der deutsche Vorstoß in den Kanal. Berlin, 28. Oktober. Tie „Berliner Morgenpost" schreibt: Tie präckitige Tat unserer Blaujacken wird allenthalben in deutschen Landen herzliche Freude Hervorrufen. Sie beweist den ungebrochenen Unternehmungsgeist und imgebrochenen Wagemut unserer Marine, die den weitaus mächtigeren. Feind an 1 entern Küsten aufsucht und ihn dott schwer zu schädigen weiß. Merkwürdig ist, daß die Engländer, die nun schon zu wiederholten Malen aus so üble Weise überrascht worden sind, aus diesen ihren Erfahrungen nichts gelernt haben. Me „meerbeherrschende" britische Flotte, die sich anheischig machte, die deutschen Schisse aus ihren Fuchslöchern zu jagen, scheint selbst immer, werm es daraus cm- kommt, in solchen Fuchslöchern zu stecken, aus denen sie picht rechtzeitig herauskann. So gelingen alle Ueberraschungen, die der Unternehmungsgeist unserer wachsamen Marine ersinnt, der es diesmal gelungen ist, bis weit in den englischen Kanal vor- zustoßen, der als das ureigenste Herrschaftsgebiet der englischen! Flotte angesehen wird. Das ist die besondere Beoeutung des jüngsten Vorstoßes, der dann auch überall, wo man der englischen See- tyracknei ein schnelles.Ende wünscht, nrit besonderer Genugtuung ausgenommen werden wird. j Trustfrei „Unsere Marine Zigarette 2 % pfg. einschliefelich Kriegsaufschlag Trotz Steuererhebung behalten unsere Zigaretten ihre allen anerkannten Qualitäten! Georg A. Jasmatzi Aktien-Gesellschaft cs = Zöpfe Dreher, Haar-Uhr- kettea, Toapels, Scheitel aal Ferückoa werden billig ansefertigt. 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Zt ira Felde. 12911 Todes-Anzeige. / Heut© morgen gegen 7 Uhr entschlief sanft in Gott nach kurzem schwerem Leiden mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser braver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bäte Peter Nau Innigen Dank für die warme Teilnahme an unserem großen Leid. Für die Hinterbliebenen: 7802 F. I. Altvater. Gießen, den 28. Oktober 1916. im 47. Lehensjahr. Im Namen d®r tieftrauernd®n Hinterbliebenen: 77960 Margaretha Nau. Ruppertenrod, Hombsrg ». 0., Büwf.1«, 2T. Olrt.1»« 191«. V * Die Beerdigung findet Sonntag, den ÄS. Okrt., naekMiht. 2 TJkr statt. Am 14. Oktober erhielten wir die traurige Nachricht, und OakeF inniffstgeliebter Lohn, Bruder, Schwager Musketier Belieft Res.-Inf.-Regt. 254, 10. Komp. infoig^ eines Kopfschusses am 13. Oktober im Feldlazarett im Alter von Ja Jahren gestorben ist» Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hell. Christoph Belloff Karl Belloff, z. Zt. im Felde, o. Fran . . _ „ M „ geb. Wießner Heinrich Belloff. z. Zt. im Felde, n. Frau T , __ geb. Böcher Lina Spnar Wwe. geb. Belloff. Beuern, 27. Oktober 1916. eu eröffnet. EUI ■Lichtspielhaus - Bahnhofstr. 34 Samstag, den 28. Oktober bis inkl. 3. November Ai URAUFFÜHRUNG« ®®^ : iB ^ rc>cben fieberhafter Spannung: erwarteten Biesen-Filmwerkes ff SHomunculuslS KM" ä. Teil -WH Sebnrt nnd erstes Abentener des Homnncnlns in 4 Rlesen-Akteis Spieldauer zirka 2 Ständen Spieldauer zirka 2 Stunden n , A , Personen: Professor Ortmann . . Ernst Luwig Dauerbrandöfen Junker L Ruh, Oranier, EoS usw. laaiidöleffl moderne bewährte Modelle, empfiehlt in bekannt reicher Auswahl, preiswert 7583a J« B«. Hauser, Giessen, Neustadt 56. Telefon 660. Spezial-Ausstellung: Rodheimer Straße 42. - ■ -x Jftaüier- ‘Unterricht nach bewährter Methode erteilt IÄ * Johanna Vogt , Goethestrasse 32II. Anmeldung t /glich von 10 bis 12 Uhr vorm. S © h S r» ires e lik Seflen n. Sonne BHOde H Go., (abri™ ü [0085 Seltersweg 52, Giessen. 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Aasvlrtlfsr Knafssbaft wir« gtges Vorstlgta «loser Annonee Fahrt vergAtet. ------ • - XJiLlOl, JJUWl^ Dr. Hansen.Albert Paul Margarete, dessen Tochter.LoreRückert Der Generalprokurator Max Ruhbeck Dessen Tochter.Lia Borröe Edgar Rodin, der Famulus Dr. Hansens. . . Friedrich Kühne Homunouius QLÄFFOEiSS „ «er Liebllag «er Damenwelt aal «sr gewaltigsts nid flbsrraschsndsts Darsteller. ff , MoBBatHlu* ist das größte Filmkunstwerk, welches je eine Lichtspiel- W 2 5?J? n ® 68 24 Äkt0 ’ , welche In 5 For!soiia®B»n in Abständen » ’ H yo? ca - 4 Wochen zur Vorführung gelangen. Jode dieser 6 Fertsetzwißen ist SW 1 1 :?» 5 e “ ein u 11 5 1C v ToIlRUnÄ lB abgosohlosoenos Sohassplel mit einer selbst- ™ ständigen, scharf abgegrenzten Handlung. Bemnncalis ist jedoch so gewaltig, daß man ihn von Anfang bis zu S«'.. SSim hÄ iSf“ Tl11 dut. ,»»» man nicht ÄStjatÄss wwt: sä was je die Kinematographie geboten. lrt _* A w e l lte Filmkunst vor ganz neue Probleme, und sie inftdiS u ’u dl x e , allc n Kinogegnern auf das nachdrücklichste ÄÄL Un “? kt ^ lö ? llchkeIt de8 Fjlm8 in künstlerisch einwandfreier Weise gestattet werden kann. Homu Benins wird von 01a! Fotns*. dem beliebten und gefeierten Kopenhagen^ Hof Schauspieler, dargestellt, welcher für diese Rolle eine Gage erhält deren Hohe in Deutschland bisher von keinem Darsteller erreicht wurde. uiai toensa in der Rolle des Homsnenliss ist eine Offenbarung. Er Mi schenkt uns eine monumental große, durch und durch künstlerische Leistung, l 1 Dazu ein entzückendes Lustspiel. Spieldauer des Programms an Wochentagen 3 Stunden. — Vorführung des Hl Homunculus um 6 und 9 Uhr. 7788a 1 i Trota der enormen AnlTQhrnneskosten, sowie dos verstärkten ii Orok«sters, keine Preiserhöhung. | f Im 7033 \hampoonierea ^ (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen MKPIFlLLZft- Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plant Wwe. Sberial - Damen - Frisier - und Haar-Gcschäft SelterSwea 8:: SelterSwea8 lüZ Lotze. f 4 a H Dir.: Hermann Siaingoettor. Sonntag, 39. Okt. 19U», nachmittags 8'/, Uhr. Kl. Preise! Kl. Preiset Kmilie LWel Schwank in 3 Akten von Gust. Kadelburg. Ende gegen 5'/, Uhr. IT Abends 7V, UOr. *^2 WeiiltU! neubeit! ®eroffb«L Preise lermähigt) Unter der blühenden Linde Sin frSbl. S»iel in 3 Akten n«t Oesang und Tanz »an yr. Sellert. Ende 1*1, Uhr. 7"°e§