M. 253 Ter Siehener Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntags. - Beilagen: -ietzener Familienblätter; Krelsblott für den ttreir Sieben. Bezugspreis: »nonatl. 90 Pf., viertel- jährl. Dtt. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schr>stleitungI12 Verlag,Geschaitsstellebl Anschriil siir Drahtnachrichten.-Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt *66. Jahrgang Freitag, 27. Ottsber *9*S ..nnahme von ^nzc,^ Postscheckkonto: Frankfurt a.M. **686 eneral-Anzeiger für Bankverkehr: Gewerbebank Gießen Swiüingsrunddruck u. Verlag: Briihl'sche Univ.-Vuch- u. Steinüruckrrei R. Lange. Schristieitung, EeschSstrstelle u. Druckerei: Lchulsir. 7. die Tagesnuminer vis zum Nachmittag vorher, seilenpreis, f. ^Anzeigen: örtlich 20 Vf., Vermietungen u. Stellenge- sllche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug.i Goetz. Verantwortlich' für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und- Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Vormarsch aus Slnafa und Lampolun (WTB.) Großes Hauptquartier, 26.Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Unsere Kampfartillerie hielt wirkungsvoll Grätzen, Batterien und Anlagen des Feindes beiderseits der Somme unter Feuer. Unsere Stellungen auf dem Nordufer wurden vom Gegner mit starken Feuerwellen tzelegt, die Teilvorstotze der Engländer nördlich von Courcelette, Le Sars, Gueudecourt und LeStzoeufs einleiteten. Keiner der Angriffe ist geglückt-, sie haben dem Gegner nur neue Opfer gekostet. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Der vorgestrige französische Angriff nordöstlich von Verdun drang, durch nebliges Wetter begünstigt, über die zerschossenen Grüben bis Fort und Dorf Douaumont vor. Das brennende Dorf war von der Besatzung geräumt; es gelang nicht mehr, das Werk vor dem Feinde wieder zu besetzen. Unsere Truppen haben, zum grotzen Teil erst auf ausdrücklichen Befehl und mit Widerstreben, dicht nördlich gelegene, vorbereitete Stellungen eingenommen. In ihnen sind gestern alle weiteren französischen Angriffe abgeschlagen worden, besonders heftige auch gegen Fort Vaux. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich des Miadziol-Sees ließen die Russen ergebnislos Gas ab; das gleiche Mittel bereitete südöstlich von Goro- dischlsche einen Angriff vor, der Verlustteich scheiterte. Fm Abschnitte Zubilno-Zaturcy (westlich von Luck) machten im Abenddunkel russische Bataillone einen Vorstotz ohne Artillerievorbereitung; in unstrem sofort einsetzenden Sperrfeuer brachen die Sturmwetten zusammen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Zwischen Goldner Bysttitz und den Osthängen des Kele- men-Gebirges wurden feindliche Angriffe abgewiesen. An der Ostftont von Siebenbürgen haben im Trotusul- Tal österreichisch-ungarische, auf den Höhen südlich des Par Oituz bayrische Truppen den rumänischen Gegner geschlagen. An den Straßen auf Sinaia und Campolung haben wir im Angriff Gelände gewonnen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Operationen in der Dobrudscha nehmen ihren Fortgang. Welchen Umfang die Rumänen ihrer Niederlage bei- messtn, geht daraus hervor, datz sie die große Donaubrücke bei Cernavoda gesprengt haben. Unsere Luftschiffe bewarfen in der Nacht vom 25. Okto- ber Bahnanlagen bei Fetesti (westlich von Cernavoda) erfolgreich mit Bomben. Mazedonische Front. Südlich des Prespa-Sees hat bulgarische Kavallerie Fühlung mit feindlichen Abteilungen. Bei Krapa (an der Cerna) und nördlich von Gruniste sind Vorstöße der Serben abgeschlagen worden. Der erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Reichstag hat gestern wieder einen Tag der auswärtigen Politik gewidmet, ist aber nicht in Emzelfragen eingedrungen, sondern hat nur allgemeine Reden hervorgebracht, in denen der Beschluß verbrämt wurde, den Bndgetausschuß ständig zur Beratung und Einholung von amtlichen Informationen offen zu halten. Eine Abstimmung ist noch nicht erfolgt, aber nach dem Verlaufe der Sitzung ist kaum zu zweifeln, daß der bekannte Ausschuß- antrag angenommen wird. Es ist nur verschwindend wenig Neuas gesagt worden; der parlamentarische Boden scheint in diesem Kriegsjähr nur eine spärliche Ernte Hervorbringen zu können. Das Schicksal bläst draußen feine gewaltigsten Stürme, und Worte verschallen dagegen, haben nie so wenig zu bedeuten gehabt wie heute. Wenigstens soweit praktische Politik von Parteien und Volksvertretern in Frage kommt. Im übrigen behält Schillers Wort seine volle Geltung, daß „auch das Wort, das heilende, gut" sei. Es kann trösten, aufrichten, anfeuern, es kann einer nicht unfehlbaren Regierung die Stimmung des Volkes kund tun und kann auf Mangel Hinweisen, die „oben" nicht immer rechtzeitig erkannt werden. Darum wollen wir beileibe nicht sagen, daß die Zensur auch künftig so scharfe Wacht gegen den klusdruck der Meinungen hatten müßte, wie es bisher der Fall war. Der „unabhängige Ausschuß für einen Deutschen Frieden" veröffentlicht heute in derPresse zwei Entschließungen, die vielleicht nicht allerwärts volles Einverständnis finden werden, aber doch Beachtung verdienen. Vom Reichskanzler steht darin kein Wort, aber ein zu begrüßender Fortschritt liegt in den Worten, daß „unerschütterliches Vertrauen" gehegt werde zu der Entscheidung der Obersten Heeres- und Marineleitung über die militärische Einsetzung unserer Waffen. Damit wird in ein beruhigendes Fahrwasser eingelenkt. Die Geister werden nicht mehr mit dem bangen Gefühl erschreckt, daß in unseren leitenden Stellen „etwas faul" und daß Anlaß zu Mißtrauen vorhanden sei. Was in der zweiten Entschließung des Ausschusses über die Handhabung der politischen Zensur gesagt wird, ist nicht nur die Ueberzeugung von Alldeutschen und Befürwortern des unbeschränkten U-Bootkrieges, sondern deckt sich mit Auffassungen auch der links stehenden Parteien. Freilich, der im Schlußabsatz ausgesprochene Wunsch, daß fortan dem Volke die Möglichkeit gegeben werde, sich zu den Lebensfragen der Zukunft freier als bisher äußern zu können, ist zumeist aus dem Lager der Rechten hervorgedrungen. Grundsätzliche Einwendungen wird dagegen kein Liberaler und auch kein Sozialdemokrat machsn können. In den Reichstagsreden von gestern finden wir viel Stimmung, die den erwähnten Wunsch rechtfertigt. Der fortschreitende Krieg hat das Volk auf der einen Seite zum Maßhalten erzogen, auf der anderen Seite das deutsche Selbstbewusstsein und Kraftgefühl gestärkt. Niemand ist für einen faulen Frieden. Die von uns zitierte erfrischende Entgegnung des „Vorwärts" auf die letzte Rede Greys ist ein deutlicher Beweis dafür. Die Herren der sozialdemokratischen „Arbeitsge- meinschast" müssen natürlich ausgenommen werden. Es ist ganz selbstverständlich, daß das Volk sich um die Fragen der auswärtigen Politik mehr als vor dem Kriege bekümmern will. Auf diese Weise werden wir auch eine erstrebenswerte Schule der Tüchtigsten erhalten. Es handelt sich nicht darum, daß in Regierungsgeschäften fortan die Bierbank maßgebend sein solle. Wir müssen uns darauf gefaßt mcuchen, Haß nicht nur unsere Diplomatie, sondern auch die gepriesene Volkserkenntnis in der Beurteilung auswärtiger Dinge Fehler machen wird, und wir halten es für einen heiteren Unsinn, wenn der Abgeordnete Ledebour gestern ausrief, die auswärtige Politik müsse künftig von Kongressen gemacht werden. Nein, in solcher Abstimmung liegt, das Heil nicht, sondern in einer gesunden Kontrolle, die in die bisherige vornehme, allzu vornehme Abgeschlossenheit unserer zünftigen Staatskunst etwas Heller hineinleuchtet. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 26. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 26. Oktober 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Nördlich von Campolung wurden rumänische Gegenstöße abgeschlagen. Südlich des Prcdeal-Passes sind unsere Honved- truppen in erfolgreichem Fortschreiten. Zm Berecker-Gebirge säuberten bayerische Truppen einen Grenzkamm. Im Uz- und Patros- (Trotusu) Tal warfen österreichisch-ungarische Truppen, schon auf rumänischem Boden kämpfend, den Feind an mehreren Stellen. 'Zn der Dreiländerecke auf den Höhen am Neagarw- Bache wurden russische Angriffe abgeschlagen. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich von Zaturcy brachen Angriffe russischer Bataillone vor den deutschen Hindernissen zusammen. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf unsere Stellungen im Wippachtale und auf der Karsthochfläche lag gestern vormittag heftiges Artillerie- und Minenfeuer, das gegen Mittag ein wenig nachlietz. Rekognoszierende feindliche Abteilungen, die sich unseren Stellungen näherten, würden durch Handgranaten zurück- getrieben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Aus dem Bereiche unserer Truppen nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, FeldmarschMeutnant. Die Rümpfe in der Dobrudscha. (Vom 19. bis 23. Oktober.) Berlin, 26. Okt. (WTB. Amtlich.) Ans dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Das siegreiche Vordringen der verbündeten deutsch-bulgarisch- türkischen Kräfte war vor der sehr starken feindlichen Hauptstellung Topraisar — Cobadinu — Rasova Ende September zum Stehen gekommen. Die Umgruppierung der Artillerie und die Regelung des Nachschubes erforderten bei der Eigenart des Kriegsschauplatzes viel Zeit. Die feindliche Hauptstellung tfi /der Linie Topraisar—Cobadinu—Rasova, im Osten an Tuzla Chiel, im Westen an die Donau angelehnt, war schon im Frieren mit atten technischen Mitteln verstärkt. Topraisar und Cobadinu waren festungsartig ausgebaut und mit starken Kräften schwerer Artillerie besetzt. In der Mitte standen die Russen, auf den beiden Flügeln Rumänen. Unsere Truppen hielten die allgemeine Linie Tatlo- geacu — Amuza ces — Cavaela r—westlich Baciu. Am 19. Oktober morgens wuiöe mit dem Einschießen der Artillerie begonnen, die Wirkung wurde durch gute Sicht, begünstigt. Nach einein zweistündigen Artillerieseuer wird der Feind auf dem rechten Flügel nach hartnäckigem Kampf aus seinen ersten Stellungen geworfen. Am Abend des ersten Kampftages ist folgende Linie erreicht: Höhen 39—70— 74 südwestlich Tuzla—Höhen südlich Maratanu—Bntus südlich Tovraisar. Weiter westlich wurde der Feind durch Angriffe festgehalten und ihm mehrere Stützpunkte entrissen. ( Am 20. Oktober wird der Kampf fortgesetzt, der besonders um Topraisar einen heftigen Charakter annimmt. Die Gegend südlich Tuzla ist vom Feinde geräumt, Tuzla selbst wird ohne Kampf besetzt. Am Abend ist die Linie südlich Tovraisar— Osmacar—Sogen—Juk—nördlich Cocargeo—Satulnt Griolcaseu erreicht. Die Beute der ersten beiden Tage bettägt 3300 Gefangene, davon über 3000 Russen, 16 Maschinengewehre und einem Minenwerfer. Auf Rechnung der Türken kommen hiervon über 1500 Russen. Am 21. Oktober konzentrierte sich der Kampf um die Schlüssel- Punkte Topraisar und Cob adinu. Unserem konzentrischen; Artillerie- und Jnfanterieangrifs aus seine Stellungen südlich Topraisar gab der Feind gegen Mittag nach. Generalfeldmarschall v. Mackensen beobachtete mit seinem Stabe von Dazli Jul (Höhe 90) aus das Zurückfluten der feindlichen Massen, das unter dem wirksamsten Feuer unserer Artillerie an vielen Fällen zu wilder Flucht ausartete. Mit Topraisar und Cobadinu schien der Hanptwiderstand des Feindes nachtzulassen. Der Abend sah Unsere Truppen in der Linie Techirghiol—kNulocivva— nördlich Topraisar—Cobadinu—Sapata Baza. Die Verfolgung wird unverzüglich fortgesetzt und die Artillerie nachts in neue Stellungen vorwärts gebracht. Sieben russische Kriegsschiffe, die am 23. Oktober von See aus zwischen Constantza und Tuzla gegen unseren rechten Flügel zu wirken suchten, hatten keinen Erfolg da sie sich, durch unsere Maßnahmen gezwungen, zu weit von der Küste entfernt halten mußten. Es blieb dem Feind keine Zeft, Constantza zu verteidigeil, wollte er sich in Sicherheit bringen. Durch deutsche und bulgarische Infanterie verstärkt nahm eine bulgarische Kavallerie-Division Besitz von Constantza. Noch am selben Abend erreichte der rechte Flügel Islam Tepe—Ataeago. Am 23. Oktober war noch der heftige Widerstand des Feindes bei Miedgidia zu brechen, das abends nach hartem Kamps genommen tvird. Frische russische Kräfte werden, sowie sie ein- treffen, eingesetzt und geschlagen. Unsere Westjgruppe besetzt die Höhen nordwestlich Rasova—Iorinez—Host Jur. Unsere Land- und Seeflieger leistetet: Vorzügliches bei der Llufklärung. Ein Kampfgeschwader griff mehrfach erfolgreich in den Kamps durch Bombenabwürfe und Maschinengewehr seuer auf Constantza und dort zurückgehende Truppen und Kolonnen, sowie auf Bsahnhof und Brücke von Cernavoda, wo mehrfach) der Verkehr gestört lvurde, ein. Die Beute erhöhte sich bis zum 23. Oktober einschließlich ^auf 7 5 Offiziere, darunter zweiOber- stenundüber6600Ge fange ne, 12 G e s ch ü tz e, 52 Maschinengewehre, 3 Minenwerfer, eine russische Fahne, über 2 0 0 Waggons und Lokomotiven mid viel arideres Material. Ein Pctroleunrlank ging in Constantza in Flammen auf. In die Stadt zogen auch deutsche Truppen als Besatzung ein. Der schnelle Erfolg wurde vor allem durch die überraschende Anhäufung deutscher schwerer Artillerie und den Angriff deutscher Truppen mir Topragar, ferner durch das rastlose Nachdrängen lUnd die zähe Verfolgung erzielt. Der deutsche Oberbefehlshaber und sein Genevalstabschef General Tappen weilten «Mernd auf dem Schlachtfelde. 2er bulgarische Bericht. ' S o f i a, 26. Oft. (MTB. Nichtamtlich) Amtlicher Bericht des Generalstabes. M a z e d o n i s ch e Krönt: Tie Lage ist unverändert. Südlich des Prespa-Sees fand ein Gefecht mit schwachen feindlichen Abteilungen statt. Don der ganzen Krönt zwischen Prespa-See und dem ägäischen Meere ist nichts von Bedeutung zu melden, außer schwachem Artilleriefeuer längs der Küste des ägäischen Meeres. Rumänische F r » nt: Der Feind befindet sich auf der ganzen Tobrudschafront in überstürztem R ück - uge auf Tultscha, Braila und Harsovo. Tie Ver- olgung wird fortgesetzt. Am 25. Oktober nahmen wir 15 Offiziere uitb 771 Mann gefangen und erbeuteten 15 Maschinengewehre. An der Donaufront hat sich nichts ereignet. Der rumänische Bericht. Bukarest, 25. Okt. Nord- und Nordostftont: Bei Fulghes. Bicaz und im Trotustal ist die Lage unverändert. Im Uzultal dauert der Kampi an. Wir rückten nach Westen vor und machten 3 Offiziere und 108 Mann zu Gefangenen. Bei Oitus ist der Feind über die G.cnze zurückgeschlagen. Wir nahmen ihm 159 Gefangene ab. Im Bnzcu-Tal bei Tablabutze, Bratocea und Predolus M die Lage unverändert. In der Ortschaft Predeal Kämpfe. In der Gegend von Tragoslavele heftige Kämpfe. Oestlich der Alt schlugen wir feindliche Angriffe ab und drängen den Feind andauernd nach Norden zurück. Westlich der Alt Kampfhandlungen ohne Bedeutung. Westlich Iiu gaben nur in der Gegend des V u l - kan-Passes ein wenig Gelände auf. Bei Orsova Artilleriekampf. Südfront: Nichts Neues längs -der ganzen Donau. In der Dobrudscha zogen wir uns nördlich Cernavoda zurück. mals einen solchen Buckingham tracer auf ern deutsches Flugzeug abgefeuert zu haben." Das sind die Verfechter des Völkerrechts! Die Kohlenfabrikation in England. London, 26. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Asquith wies in seiner Rede in der Versmnm- lung der Kohlengrubenbesitzer nrit Nachdruck cruf die Notwendigkeit^ hin, die Kohlenfabrikation zu erhöhen, sowohl um den Bedarf der Alliierten decken zu können, als auch wegen der Ausfuhr nach den neutralen Ländern, um dafür Eisen und Stahl aus Schweden lund Norwegen, Molkereiprodukte aus den Mederlanden und Schwefel aus Spanien einzutauschen. Asq-uith fordert die Arbeiter auf, die vollen Arbeitszeiten einzuhalten. Es gingen ungefähr 10 Prozent der Arbeitszeit durch Fernbleiben der Arbeiter verloren. Asquith teilte außerdem mit, daß bis Juni 285 000 Bergarberter einberufen, wovon nur 132 000 durch andere ersetzt worden seien. Die Regierung hat jetzt mit der Rekrutierung von Bergarbeitern aufgehört und hat auch durchgesetzt, daß 11000 Bergarbeiter von der Front zurückkehren? Die Wehrpflicht in England. London, 26. Okt. (WTB Nichtamtlich.) „Daily News" meldet aus Ottawa vom 23. Oktober: Sir Wilfrid Lau- r i e r, Führer der Opposition, lehnte es ab, Mitglieder für einen Ausschuß zu ernennen, der einen Appell für die nationale Rekrutierung veröffentlichen soll. Nian schließt hieraus, daß die Regierung eine Bill zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht einbringen will und daß die Opposition beabsichtigt,' diese Bill zu bekämpfen. Ein schwedischer Einspruch. Der türkische Bericht. Kon st an t i n o pe l, 26. Okt. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 25. Oktober: Tigrisfront: Wir beunruhigten den ^Feind durch wirksames Feuer. Am 22. Oktober, abends, unternahmen wir einen überraschenden Angriff gegen das englische Lager, das sich in der Gegend Schüksaid befindet. Im Laufe des Angriffes drangen unsere Truppen zusammen mit freiwilligen Kriegern in die Schützengräben des Feindes ein. Sie kehrten siegreich zurück nachdem sie eine Menxe Waffen und Kriegsmaterial erbeutet hatten. f ö 3i k a s us f r o nt: Bei unserer Borhut fanden Scharmützel statt. Wir Machten noch einige Gefangene. Von den übrigen Fronten kein wichtiges Ereignis. , lUjnsere Truppen und die Truppen der Verbündeten, die am i25. Oktober die Verfolgung des geschlagenen Feindes fortsetzten, zotigen am 25. Oktober, morgens, in Cernavoda ein. Einzelheiten ! fehlen noch. Asquith über die Lage Rumäniens. London, 26. Okt. (W.T.V. Nichtamtl.l Meldung ees Reuter- .scheu Bureaus: Unterhaus. Asquith sagte in Beantwortung ! einer Anfrage C o r s o n s ü b e r d i e Lage in Rumänien: ,'Jch halte es nickp für angebracht, oder wünschenswert, im gegenwärtigen Augenblick lmiehr zu sagen, als daß die militärische ^Lage Rumäniens «die sorgsamste Aufmerksamkeit der britischen ! Regierung und aller ihrer Verbündeten in Anspruch nimmt. jsWir haben seit vielen Wochen jeden möglichen Schritt unternommen und tun es noch-, um imseren tapferen Kameraden, sdie Rumänen. bei dem Mutigen Kämpfe, den sie führen, zu unterstützen Ich- hoffe, -daß wir uns nicht zu übertriebenem Pessi- rNrismus verleiten lassen. Frankreich, Rußland. Großbritannien j^md Italien haben und werden irock gemeinsame Maßregeln »ergreifen, bei denen jeder von uns alles, was in seiner Macht Niegk, tut, um« Rumänien in seinem Kampfe um die Unabhängigkeit Mr unterstützen. Noch eine Erkenntnis des „TempS". Bern, 26. Okt. ^ lWTB. Nichtamtlich? „T e m ps" schreibt: 'Die Deutschen, die ihre zentrale Lage ausnutzten, haben in den Warpathen ( und der Dobrudscha eine st rategische Aktions- lfä^higkeit gezeigt, deren Bestreitung kindisch wäre und die wir »gründlich untersuchen müssen, um daraus Nutzen zu ziehen. Der von Deutschland geleistete Kraftaufwand, dessen Erfolge übrigens nickt auf mimerischer, sondern aus offenkundiger artilleristischer Uebgr legen heit beruhen, zeigt uns von neuem den Weg, den wir einzuschlagen haben. Der Heeresersatz in Frankreich. Bdrn, 26. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Heeres isusschuß des französischen Senats hat nach einer Beratung fwegen der Mannschaftsbeftände beschlossen, zu dieser Frage .möglichst bald die Regierung zu hören. Die zurückgestellten und militärfreien Leute des Jahrganges 1913 bis 1917 haben den Befehl bekommen, sich spätestens innerhalb zehn fTagen zu einer Nachmusterung zu stellen. Abg. Ferry hat im Namen des parlamentarischen 'Heeresausschusses eine Denkschrift zugunsten einer Vorlage Äbergeben, die Jahresklasse 1918 bereits jetzt aüszumustern Wie man in der englischen Fliegertruppe denkt. Berlin, 25. Okt. Ans dem Großen Hauptquartier wird uns , geschrieben: Der englische Fliegerleutnant Jack Tullis hat am 6. Oktober s!1916 in einer Unterredung folgende Angaben gemacht: „Zwei Tinge sind es, über die wir englischen Flieger empört Ttrrb, die Aufopferung der Flieger in der Somme-Schlacht und die uns aufgezwungene Benutzung von Explosivgeschossen. Unsere Führer schicken uns ohne Rücksicht auf Leben und Material aus, oft zur Lösung von Aufgaben, die durchaus nicht zweckdienlich und wichtig sind und nur den sicheren Verlust einer An- zahl von Flugzeugen zur Folge haben. Das ist auch der Grund, -warum unsere Verluste während der Somme-Schlacht so ins Un- - gemessene gestiegen sind. Was die Explosivgeschosseanlangt, wiU ich Ihnen ohne weiteres zngebcu, das; wir in englischen Flugzeugen in diesem Sommer 'mehrere Monate lang Explosivgeschosse verwandt haben, und zwar sauf Befebl der höheren militärischen Stellen. Ich kann nicht genau angeben, wie diese Explosivgeschosse konstruiert waren. Jedenfalls war aber ein kleines Loch angebracht stnd im Innern des Geschosses befand sich ein wenig brennbare Flüssigkeit. Beim Aufschlagen entzündete sich dieselbe und das Geschoß mußte explodieren. Dieses Explosivgeschoß führt den Namen „Bnckingh«m tracer". Selbstverständlich gab es, wenn ein Mensch ven solchem Geschoß getroffen wurde, furchtbare Wunden. Ter Gebreuch dieser Geschosse wurde uns befohlen, um unter den feindlichen Flugzeugen mehr SckMden anzurichten. Wenn ein solches mtäßi den Tank eines Flugzeuges durchlöcherte, mußte sich Der- Jnyllt entzünden und eine Explosion war die sichere Folge. Die englischen Flieger rvaren durchaus nicht einverstanden mit der KZerwendnng dieser Munition rmd haben wiederholt Protest erhoben, «umsomehr «ls wir fürchten mußten, im Falle der Gefangennahme «und der Uebersühru«g vor ein deutsches Kriegsgericht gestellt zu werde», und lSberhaupt auch, weil es rmserem Empfinden und Ka- meradsch«ft?-efüh!, welches bei uns selbst den feindlichen Fliegern aegeNüder bestand, durchaus entgegenging. Es war vorgeschrieben, Daß jede dritte Kugel ein DT sein mußte: es wurde auch gelegentlich von den Vorgesetzten Squadrons oommanders nachgesehen, ob Stockholm, 26. Okt. (WTB.) Meldung des Svenska Tel grcrmbyran. Ter hiesige russische Gesandte hat der schwedi- chen Regierung mitgeteilt, die russische Regierung habe den Befehl erlastnr, im Bottnischen Meerbusen Minen innerhalb der folgenden Grenze %u. legen: Im Norden: 33 Grad 35 Minuten nördlicher Breite: im Osten: 21 Grad östlicher Länge von Green wich: im Süden: 63 Grad 15 Minuten nördlicher Breite: im Westen: 20 Grad östlicher Länge, dann die Linie in einer Entfer nung von drei Seemeilen von Sydostbrotten und den nickst stets vom Meer überspülten Schären an der schwedischen Küste bis »63 Grab 35 Minuten nördlicher Breite. Infolge dieser Mitteilung ist der schwedische Gesandte in Petersburg beauftragst worden, sofort gegen diese Minenausle- gimg auf schwedischem Seegebiet Einspruch zu erheben unter Vorbehalt aller Ansprüche, die sich ans einer solchen Minenauste gung ergeben könnten. Die britische Anleihe in Amerika. New York, 26. Okt. (WTB.) Meldung des Reuter scheu Bureaus. Die Morganbank teilt mit: Die britische Anleihe wird sich! auf 300 Millionen Dollars belaufen und 5y 2 Prozent Zinsen tragen. Sie wird in zwei Teilzahlungen in drei, bezw. fünf Jahren rückzahlbar sein. .die Munitionsgürtel und die Trommeln entsprechend gefüllt waren. habe immer nur etwa 6 Buckingham tracer in das obere ,.en.Jnduftrie Deutschlands den „D e u t s ch e n I n d u st r i e- rat"" gegründet. Der „Deutsche Jndustriera t" soll unter.- voller Aufrechterhaltung der Selbständigkeit der einzelnen Orga- inisatronen fortan die einheitliche Interessenvertretung der deutschen Industrie ^ eilen und wird sich die gemeinsame Behandlung aller, die wessen der deutschen Industrie in ihrer Gesamtheit berühren uni wirtschaftlichen und wirtschastspolitischen Fragen nach Maßgabe der festgestellteu Satzungen zur Aufgabe machen. Er Wird aus 54 Mitgliedmn bestehen, von denen je 25 aus den Kreisen der dem Zentralverbande Deutscher Industrieller und dem Bunde der Industriellen an geschlossenen Jndustriegruppen zu bestellen sowie vier Mitglieder vom Verein zur Wahrung der Interessen der chemischen Jndustri? Deutschlands abzuordnen sind. Die Geschäftsfühnmg des „Deutschen Jndustrierats"" wird in den Hän- den der Geschästsführer des Zentralverbandes Deutscher Industrieller und des Bundes der Industriellen liegen. Der 12 Milliardenkredit von der Sozialdemokratie bewilligt. Berlin, 27. Okt. Tie so^ialdemokratischeReicks- tagsfraktion faßte laut „Vorwärts"" mit 57 gegen 15 Stimmen den Beschluß, die neu angesorderten Kriegskredite im Betrage von 12 Milliarden Mark zu bewilligen. Tie Fraktion nnrd int Plenum hierzu eine Erklärung abgeben. ß Berlin, 26. Okt. (WTB.) Der Reich skanzler begab sich, der „Nordd. Allgem. Zeitung"" zufolge zu einem kurzen Aufenthalt in das Große Hauptquartier. Berlin, 26. Okt. (WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des B u n d e s r a t e s gelangten zur Annahme der Entwurf einer Verordnung über den Verkehr mit Schwefel, der Entwurf einer Verordnung über die Verarbeitung von Kartoffeln in Klein-Brennereien und der Entwurf einer Verordnung über die Verjährungsfristen. Die Goldanküttsstelle ist morgen von JO bis \ 2 % Uhr geöffnet! Aus Stadt und Land. Gießen, 27. Oktober 1916. ** 21 u § i c i cf) n u n g. Der Unteroffizier Karl Heck, Kriegs- srciwilliger, wurde für besondere Leistungen in den Somme- kämpfen mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. nachdem er in den Kämpfen um Verdun bereits das Eiserne Kreuz erhielt. ** 2 00 Gr am m Fleisch Für die laufende Woche ist die Hüchstmenge an Meisch auf 200 Gramm für die Persorr festgesetzt. Es wird in den Metzgevlädeir gegen '/io Anteil verabfolgt: entweder 20 Gramm Schlachtviehfleisch mit ein- gewachsenen Knochen, oder 25 Gramm Frischwurst, oder 16 Gramm Schlachtviehfleisch ohne Knochen, Schinken. Dauerwurst, Zunge, oder 40 Gramm Wildbret, Eingeweide. Fleischkonserven einschließlich des Dosengewichtes. Die Berechnung der abzugebenden Fleischmenge ^erfolgt jede Woche ans Grund des nach Beendigung der Schlachtungen fest- gestellten Schlachtgewichts der der Stadt überwiesenen Schlachttiere. Es besteht daher die Sicherheit, daß die angegebene Menge auf jede gültige Fleischmarke abgegeben werden kann, da die entsprechende Menge Fleisch auch wirklich vorhanden ist. Die Metzgerläden sind Samstags außer den bekanntgegebenen Verkaufszeiten an den andern Tagen, Sainstags von 8 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 8 Uhr nachmittags geöffnet. Es kann daher jeder in Ruhe sein Fleisch holen. Erfahrungsgemäß besteht ein Drängen nur bei Oeffnung der Läden. Von 10 oder 11 Uhr morgens ab sind die Läden fast leer. Wer sich nicht ins Gedränge begeben und warten will, bis er an die Reihe kommt, hole sein Fleisch von 10 bis 12 Uhr oder nachmittags; er wird dann ohne Benachteiligung' das Gewünschte in kurzer Zeit erhalten, da die Läden dmrn wenig besetzt sind. ** Die städtische Trockenanlage ist nunmehr eit drei Wochen in Betrieb und arbeitet in vollkommener Weise. Es werden nicht nur Zwetschen und Aepsel gedörrt, ondern auch alle Gemüsearten. Namentlich lassen sich alle Kohl arten mit sehr guten Ergebnissen trocknen und auf diese Weise dauernd' erhalten. Die Dörranlage kann von jedermann in Stadt und Land benutzt werden. Die frischen Waren sind zwischen 10 und 12 Uhr im städtischen Elektrizitätswerk abzugeben. ** Konzertverein. In die Vorträge des am Sonntag in der neuen Aula stattsindenden ersten Konzerts teilen sich mit Herrn Professor Trautmann, der die Klavierbegleitung für beide Solisten freundlichst übernommen hat, Herr Kammersänger Ludwig Heß und Herr Arnold Földesy. Ludwig Heß ist ein Vollblutmusiker, der sich als Komponist und Dirigent vielfach betätigt hat und zugleich den Namen eines unserer zugkräftigsten Konzertsänger' besitzt. Sein in allen Tonlagen prächtig klingender Tenor, reiche Gestaltungskraft und eine unrmherzige Vermitt ungs» art haben ihm die Begeisterung der Zuhörer allenthalben gesichert, ögar die der frostigen „Neutralen"" aus seiner Llmerikafahrt. Der Künstler hat Lieder von Schubert und Schumann aus das Progrmum gesetzt und als besondere Anziehung Beethovens „An oie ferne Geliebte"", dieses ergreiferrde Bekenntnis einer chmerzlichen Sehnsucht, das der Meister in diesem Liederkreis so weihevoll nrusikalisch gestaltet l)at. — Der Cello-Virtuos Herr Földesy ist eine neue Erscheinung im Konzertsaal, aber kein Neuling in seiner Kunst. Die Berliner Kritiker rühmen ihn übereinstimmend als einen ernsten Künstler von vornehmem Geschmack und preisen seinen llangschönen Vortrag und die glänzende Technik, die ihn in Wettbewerb mit den ersten lebenden Virtuosen Casals nicht ausgenommen, tketeü läßt. Das Konzert von Haydn, Locatelli's Sonate und die von ihm selbst für das Cello um- geschsriebenen Sarasate'schen Zigeunerweisen werden ihm Gelegenheit zur Entfaltung schöner Melodik, Charakteristik und Virtuosentums geben. ** Mil itaris che Kartoffelrequisition. Aus Braunschweig wird dem „B. T." gemeldet: Wie die Landeskar-^ tofselflelle bekannt macht, werden von jetzl ab nach entsprechender Verständigung mit dem Stellvertretenden Generalkommando m i - litärische Revisionskommandvs zur Unterstützung der Kreiskartoffelftellen in jeden Kreis entscurdt roerden. Ihre Hauptaufgabe besteht darin) neben entsprechender Aufklärung der Kartoffelerzenger die rasche und ausreichende Ablieferung der vorhandenen Kartoffeln zu veranlassen. Dabei wird der zuständige eigene Bedarf der Wirtschaft des .Erzeugers (IV 2 Pfund ald nach Abgabe der darauf verzeichsneten Waren mittelst Turcklockeu oder Turchstrerchen zu entwerten halxnr. Die Ablieferung der Bezugsscheine an die städtische Besteidungsstelle, Stadthai,.-; Zimmer Nr. 16, nruß ordnungsgemäß erfolgen. Gewerbetreibende, die von Großhändlern Stoffe ohne Bezugsschein einläufest und -uni Gebrauch für sich oder andere Personen verarbeiten^ diese Stoffe nur gegen Bezugsschein abgeben und sind verpflichtet, die Bezugsscheine in gleicher Weise wsie die Handelsgeschäfte ab- dem Stadttheaterbureau. Für die Vorstellung des Singspiels „Unter der blühendenLi n d e" am kommenden Sonntag zeigt sich so außerordentlich rege Teilnahme, daß Interessenten gut tun werden, sich baldigst Plätze zu sichern. Da" Stück Ixit hier offenbar denselben großen Publikumserfolg wie m Bad-Nauheim, wo Reichstagsprüsident Tr. Kä mp f, der zu den regelmäßigen Theaterbesuchern während seiner Kür gehörte, bei der Eiten Aufführung von „Unter der blühenden Linde" sich dahm Autzerte . „es sei ein so nettes, liebes Stück, das könne man mehrere- mai anseben'. — Am Sonntag mittag Wird der Schwank „F a - milie Schi me k" wiederholt, der bei der Erstaufführung am vergangenen Sonntag ebenfalls einen lebhaften Erfolg erzielt hatte. "Silbernes Ehejubiläum. Rudolf N o w a ck (Inhaber der Kolonialwaren-Großhandlung C. W. Nowack & Sohn) und dessen Ehefrau Adele Nomack, begehen heute die Feier ihrer Silbernen Hochzeit. * Z u r H e r st e l l u n g von F u t t e r s ch r o t a u s G e r st e. Nach 8 6 der Verordnung über Gerste aus der Ernte 1916 jh'eichs-Gesetzbl. S. 800) dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe Grütze, Graupen oder Gerstenmehl nur auf Grund von Mahlkarten durch die Mühlen Herstellen lasten. Die Herstellung von stntterschrot aus Gerste kann dagegen nach einer im Reichsanzeiger veröffentlichten Entscheidung der Reichsfuttermittelstelle ohne Mahl- rnrte ** D^s^h eutiqe Kreisblatt Nr. 137 enthält Bekanntmachungen über die Versorgung mit Wild, die Regelung der Wild- preise; zwangsweise Verwaltung rumänischer Unternehmungen; Verbot der Ans- und Durchfuhr von Waren und Verkehr mit Brotgetreide zu Saatzwecken. ^ m , " S t r o m l i e f e r u n g. Zur Vornahme von ErweiterungS- gnlaqen ist die Stromlieserung, mit Ausnahme der Gemeinden KrofdorbGleiberg, Heuchelheim, Klein-Linden und Allendorf a» d. L., am Sonntag, den 29. d. Mts., von vormittags 8 bis 2 Uhr, unterbrochen. vember statt. Wir verweisen aus die Bekanntmachung im heutigen Blatte. _ Landkreis Gietzen. 8. Großen-Buseck. 26. Okt Unteroffizier Münch, der vor einiger Zeit mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, erhielt jetzt auch die Hessische Tapserkeitsmedaille. — Bizeseldwebel und Offiziers-Aspirant Willi Muth aus Rödgen, schon seit Sep- ember 1914 im Felde, erhielt an der Somme wegen besonderer ^Tavserkeii das Eiserne Kreuz 2. Klaste. Muth war bei Beginn des Krieges in Baris in Stellung, und es gelang ihm unter großen Schwierigkeiten, seine Heimat zu erreichen, wo er sofort als Kriegsfreiwilliger in das deutsche Heer eintrat. , . r и. H enchelheim, 26. Okt. Im Kampfe fürs Vaterland fiel Reservist Hermann Römer, Sohn des Jakob Römer von hier. hoch mal sckwn war der Gefallene vorher verwundet worden. Die Üachrichi von seinem Tode ging den Angehörigen gerade an dem Tage m, an dem das vierte und jüngste Kind des Gefallenen ge- inst wurde. — Die beiden Musketiere Ott» p a d und Karl H ahn, die schon vor einigen Wochen als vermiß gemeldet wurden, teilten nunmehr den Ihrigen mit, daß sie in russische 6-efangenschaft geraten seien. — Der Opfertag für unsere Marrne er mb in unserer Gemeinde die Summe bvn 360 Mk. " Holzheim. 27. Oft. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde an der Somme der Schütze Wilh. Reitz in der 2. Maschinenaewehr-Kompaqnie des Jnf.-Rgts. Rr. 116. Die hessische Tapserkeitsmedaille erhielt er bereit» im Herbst v. IS. "Lieh, 26. Okt. Die Haussammlung für die hessische Ost- preußen Hilfe ergab dahier den Betrag von 398.90 Mk. к. Li ch. 25. Oft Mit dem 1. November scheidet unser bisheriger 2. Geistlicher, Stiitspsarrer F r e y t a g, von uns. um eine Psarrstelle in Großwanzer in der Mark zu übernehmen. Sein Weggang wird in allen Kreisen unserer Stadt aufrichtig bedauert. Kreis Büdingen. # Büdingen. 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Ludw. Türck. . _. „ - Büdingen, 26. Oft. Höckstprerse für Dickwurz (Run- üben und Kartoffeln setzte das- Krcisamt für den.Krers Bü- v>i ngen fest Der Preis für den Zentner Rüben darf beim Verkauf durch den Erzeuger eine Mark und für den Zentner Kartoffeln, die als Speise- oder Fabrikkarbofseln unverwendbar smd, 2,50 Mark nickt übersteigen. In diesen Preisen liegt mich die Lieferung frei Eisenbahn-Versandstation. - c . # Blofeld, 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Adolf Heb im Jnf.-Rgt 116. ^ .. , ^ . . ^'Höchst a. d. N-, 26. Okt. Den Heldentod starb der Musketier Konrad Nie». .. - Nidda, 26. Oft. Von der deutschen Schlllersmtung wurde Karl Neurath, der Verfasser des Romans »Das D o m g u t", mit einer Ehrengabe ausgezeichnet. Karl Neurath hat eben ein Bauernkriegsdrama »Der schwarze Geyer" fertiggestellt. Kreis Alsfeld. = Alsfeld, 26. Okt. Tie zur Lieferung an Stuttgart tm Kreise angeforderte Kartoffelmenge .kann nickst nach dort zum Versand komMen, sondern Muß rm Kreise Alsfeld selbst zur Bersoraung der Stadt Alsfeld und der Gefangenenlager rm Kreise verwendet werden. Hierfür sind rund 10000 Zentner erforderlich. Wenn bis zum 30. Oktober diese Menge nicht bereitgestellt ist, läßt das Kreisamt die Enteignung der Kartoffeln vornehmen. Tie-enteignete Ware wird dann mit höchstens 2.50 Mk. der Zentner bezahlt. Kreis Lautcrbach. z. Lauterbach, 27. Okt. Großes Aufsehen erregt hier und im gcnrzen Kreise die Verhaftung eines -angesehenen Bürgers und Kaufnranns aus ünserer Stadt, welche vor einiger Zeit erfolgte, und welcher mit Heereslieferung betraut war. Es sollen große Summen in Frage kommen urid veruntreut worden sein. 21. F r i s ch b o r n , 25. Okt. Lehrer Wilhelm Scheel von hier, der bei Beginn des Krieges als Bizeseldwebel im Infanterie- Regiment Nr. 116 ins Feld rückte und seit 6. Oktober 1914 bei dem Gefecht von Parvillers vermißt wird, ist jetzt amtlich als gefallen erklärt worden. Mit Lehrer Schmidt in Altenschlirf und Schäfer in Radmühl, die ebenfalls schon längere Zeit vermißt werden und als gefallen gelten können, haben im Kreise Lauterbach int ganzen 12 Lehrer den Heldentod gefunden. Einige sind tvegeu schwerer Vertvuitdung atts dettt Heere entlasten und versehen wieder ihren Dienst als Lehrer. z. Grebenhain, 26.Okt. Der Ruf in den Zeitungen zum Einsam mein von Bucheckern ist nicht vergeblich gewesen. Seit Anfang dieser Wb che entfalten die Schulkinder von lster und den sonstigen an den Oberwald grenzenden Orten nach Beendigung des Morgenschiuldienstes eine rage Tätigkeit unter der Aufsicht ihrer Lehrer mit dem Einsammeln und Auflesen der gefallenen Bucheckern, wobei ihnen das prächtige Herbstfrostwetter sehr zu statten kam. Obschon von einzelnen Schulen keine großen Gewichtsrnengen erzielt wurden, so kann .doch das Sprichwort hier zur Geltung kommen: „Viele Wenig machen ein Viel?" Erwachsene Personen konnten sich an dieser Lese nicht beteiligest, da diese noch zu sehr mit Feldarbeiten beschäftigt sind. Leider ist seit heute wieder Regen eingetreten. — Der zwchte Sohn des Balth. Ru hl III., Heinrich, welcher bei der Infanterie dient und schon einmal im Westen verwundet worden war, ist abermals bei den Kämpfen im Osten durch einen Brustschuß schwer verwundet worden, und befindet sich zurzeit im Reserve!azarett in Hermannstadt. Ter erste Sohn, der Vize- feldwcbel Wilhelm Ruhl, fiel im November 1914 in Polen. Kreis Friedderg. Q. Bad - Nauheim, 27. Okt. Gestern wurde hier die unverehelichte Störzinger aus Offenbach verhaftet, die seit Monaten in Schwesterntracht verkleidet in hessischen Städten und Orten herumzog und Krieger ehe frauen in unverschämtester Weise brandschatzte. Besonders suchte sie ihre Opfer unter den Frauen, deren Männer sich in Kriegsgefangenschaft befinden, indem sie ihnen oor- schwindelte, daß sie ihren Männern heimlich Nachrichten zukommen lasse, weil sie in allen Gefangenenlagern frei aus- und eingehend könne. Bei der Schwindlerin wurde ein ganzes Bündel ihr zur Beförderung an deutsche Gefangene in Rußland, Frankreich und England übergebener Briefe vorgefunden. — In einer vom .Roten :euz einberufenen Versammlung, an der sämtliche Vereine der Stadt teilnahmen, wurde beschlossen, allen zum Kriegsdienst einge- zogenen Bad-Mm heimern zu Weihnacht ein Paket mit Liebesgaben zu senden. Tie (Wsten von etwa 5000 Mk. werden durch die Vserejrne und durch freiwillige Gaben aufgebracht. — Unteroffizier Paul Traber, der schon die Hessische Tapferkeits- MÄxrille besitzt, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. — Vilbel, 26. Oft- Eine Sammlung für die Weihnachts- bescherung der Vilbeler Soldaten ergab annähernd 3000 Mk., die Sammlung für die Weihnachtskiste des Roten Kreuzes 362 Mk. Kreis Wetzlar. ra. A u s d e m H o h e n s o l m s e- r Land, 25. Oktober. ^Die Nachfrage nach Dienstboten ist alljährlich im Herbste sehr rege. Trotzdem die Löhne von Jahr zu Jahr steigen, firth Dienstboten im Gegensatz zu früher, nur selten zu gewinnen. Während man früher für 90—120 Mark eine Magd und für 180—240 Mark einen guten Knecht bekam, erhält heute eine.der Schule kaum erwachsenes Mädchen 150—180 Mark, eine in allen Arbeiten derBauern- wirtschaft erfahrene Viagd 300—360 Mark und ein Knecht 400 bis 600 Mark Jahresl-ohn und freie Station. Selbst aus der Wetterau kommen Landwirte in unsere Gegend, um ihren Bedarf an Dienstpersonal zu decken. Die Zigarrensabriken sowie die auf- blühende Industrie der Stadt Wetzlar nehmen aber immer mehr junge Leute himveg, die früher ihren Unterhalt als Knecht oder Magd suchten. Helsen-Nassau. [1 Marburg, 26. Okt. Das 300 Morgen große Ganl'sche Gut im beuachbatten Dagobertslxruseu ging durch Kauf in den Besitz des Konimerzienrats Kleinschmidt in Frankfurt über. — Eine der ältesten Einwohnerinnen unserer Stadt, die Witwe H. S ch m i d t geb. Klein, begeht morgen in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 90. Geburtstag. Die Greisin ist dadurch in weiten Kreisen bekannt, daß bei ihr schon seit vielen Jahrzehnten stets' Studenten wohnten, die dem Korps Teutonia angehörten. X Hanau, 26. Okt. Die Volksschulen des Kreis- schulinsvektionsbezirks Hanau-Land haben bei der 5. Kriegsanleihe 51 496 Mk. gezeichttet. Im gaitzen sind durch die Volks- schuleit des Landkreises Hanau bis jetzt 188 765 Mk. Kriegsanleihe gezeichnet worden. — Die G o l d s a m m l u n g der Volksschulen des KreisschulinsoektionSbezirks Hanau - Land hat bis jetzt über 100 000 Mk. ergeben. ko. Fulda, 26. Okt. Die berühinte Don au brücke bei Eeruavoda, die bekattutlich im Jahre 1894 dem Verkehr übergeben wurde, ist mit französischem Kapital von der Firma Harkort in Duisburg erbaut worden. Die Leitttng dieser Arbeiten lagen in der Hand eines Fuldaers. des Ingenieurs Leopold H a h n e r. Hahner hat noch weitere größere Bauten in Rttmäuien geleitet. X Schlüchtern, 26. Okt. Durch den Biß einer K u h hat sich der Bäckermeister Urbach dahier eine schwere Blutvergiftung zugezogen. ra. Weilburg, 26. Okt. Dem Leutnant d. R. A. K r ö n i g wurde der Ehrenbecher für den Sieg im Luftkampf vom Chef des Flugwesens überwiesen. zweier Anträge führte und zwar bc ■ MtragS des erMn Referwren, die Synobe wolle darauf lstnwirken, daß die Verlegung der L-onn- tagszeichenschtule aus eineir Werttag, wie dies beretts in eiimav Fällen erfolgt sei, zur allgcnieinen Emrickstung würde und evenw des Antrages des zlveiten Referenten, wonach st'ir dc^ 4 .eranao Sckotten zur Prüfung und Begnlachttmg der Frage der Gejattenen- (Zhrnng ein Ausschuß ernannt tverde. m den bie synodalen! Iritsch, Widm ann und Schmidt -Babenhausen II. totme als Vertreter der Baubehörde Baurat P l r t t - Schotten gewählt werden. Nach Prüfung der Rechnungen der Tekanatskalse, des Erziehungsvereins und des Missionsvereins wurde der VoranMag der Tekanatskasse für 1917 /l9,beraten und geuehmrgt. Mrt Gebet von Pfarrer Volp-Laubach schloß die ^aguckg. — Uiriverditäts-Nackrrcbten. [1 Marburg, 26. Okt. Als Privatdozent der theologischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am nächsten Sonnabend Lizentiat Tr. Wälter Baumgartner mit einer Antrittsvorlesung über „Tie Auffasfungen des 19. Jahrhunderts vom israelitischen Prvphetisntus". Gerichts,aal. o Mainz, 27. Okt. Der häufig vorbestrafte 34 jährige Dienstknecht Friedrich Philipp Schäfer aus Worms hatte komm eine Strafe von 31/2 Jahren Gefängnis verbüßt, als er schon wieder Betrügereien und Diebstähle verübte. Er trat unter verschiedenen Namen in Heimersheim, Gau-Heppenheim, Framns- heim, Gau-Odernheim, Flomborn und Gundersheim aus, vermietete sich als Dienstknecht, nahm die Draufgelder an und verschwand ldcrnn. Er erklärte den Landwirten, er sei verwundet gewesen, beziehe eine Rente und könne deshalb „billiger" arbeiten. In Gießen operierte er unter dem Namen Wnßenfeld, stahl einer Frau Kleidungsstücke im Werte von 35 Mark. In Worms erbrach (er den Koffer eines Kollegen, stahl dessen Kleider. Bei dem Tumulte in der Hafergasse in Worms soll er ttck beteiligt haben, und ans einem Geschäfte eine Hose gestohlen haben Er leugnete bei dem Tumult gewesen zu sein, die Hose will er Nachts von emeni Unbekannten gekauft haben. Wegen der letzteren Sache ist er nicht angeklaqt. In Gießen erhielt er kürzlich wegen Diebstählen 1 Jahr Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jalsten Ehrverlust. ■ , , X Fulda, 25. Okt. Wegen Srt tl 1 chk e r t s v e rb r e ch e n in zwei Fällen, begangen im Juni und Juli ds. Js. bei Petersberg im Kreise Fulda, hatte sich am Mittwoch der Gelegenheitsarbeiter Joh Kgrl L 0 m b von Neuenburg b. Fulda vor dem Hanauer Schwurgericht zu verantworten. Zu der angegebenen Zeit befanden sich die unverehelichte Metzgermeisterstochter Maria B. von Petersberg und das Dienstmädchen Rosa B. von Frankrnrt a. M. auf dem Wege von Fulda nach Petersberg. Unterwegs wurden sie von dem Angeklagten am hellen Tage überfallen, bedroht und unter Anwendung von Gewalt zu vergewaltigen versucht. Nur den ^ißer- sten Anstrengungen der beiden um Hilfe schreienden und sich zur Wehr setzenden Mädchen gelang es, das Vorhaben des tvechen Burschen zu vereiteln. Das Urteil lautete auf 3 ^ahrc Gefängnis. Sport. ** Marburg, 26. Okt. Hier trafen sich am letzten Sonntag Germania 08-Marburg gegeti Verein für Rasenspiele Gießen ztt dem verpfiichteten Rückspiele. Das Sviel setzte sofort mit beiderseitigen schnellen Vorstößen ein. Die Angriffe der Germania ivaren jedoch vlatnnäßiger und tvttchtiger; während verschiedene schone Angriffe der Rasenspieler bei der sicher spielenden Hintermannschaft des Gegner? endetet,. Durch das gute Kombinationsspiel der Germania errang sie durch den Mittelstürmer in beit ersten 5 Minuten das erste Tor. Nach hartem Kamps sandte er kurz vor Halbzeit ein zweites Tor ein. Leider endete das Spiel mit starkem Mißton. _________ rrirche rind Schule« Wg. Schotten, 26. Okt. Gestern tagte hier die diesjährige Synode des Dekanats Schotten. Im Eröffnungsgottesdienst in der allehrwürdigen Stadtkrrche predigte Pffarrer R e p p - Ober- Seemen über Jesaja 41,10. Tie Verhandlungen fandeii im Rathanssaal statt und wurden eitrgeleitet durch eine Ansprache des Dekans, Kirchenrats Münch. Nachdem die Synode den Bescheid der obersten Kirchenbehörde auf die Beschlüsse der letzteii Synode, sowie den Rechenschaftsbericht über 1915 entgegengenommen hatte, wurden zwei Vorttäge, gehalten, der erste von Hvfprediger W id- mann- Gedern über: „Tie Forderung der Gegenwart an die Jugendpflege", der zweite von Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg über die Frage: „Wie ehren wir unsere Gefallenen?" An beide Vorttäge schloß sich eine lebl?afte Aussprache an, die zur Annahme Letzte NaclDrichten. Die Beute in der Dobrudscha. Budapest, 27. Okt. Wie „Az Eft" aus Sofia meldet, wurden in Constantza Petroleum und Benzin für 50 Millionen Francs erbeutet. Der „Pester Lloyd" meldet aus Sofia, daß den Mmäuen die vollstärchige Vernichtung der Donaubrücke bei Cer navoda ificht geglückt ist. Tie Brücke ist für Fußgänger immer iioch brauchbar. Bei ilwem eiligen Rückzuge konnten die Rumänen nur ein einziges Petrolenmreservoir in Brand stecken, alle übrigen blieben unversehrt und gerieten mit ihrer reichen Beute in die Hände der Sieger. Auch di'e großen Benzin vor rate, die die Verbündeten in Constantza angehäufi hatten, konnten unversehrt geborMN werden. Generalfeldmarschall vian Mackensen leitete die Operationen, die zur Erstürmung der letzten rumänischen Vetteidigungswerke führten, persönlich. Die in Constantza gemachte Beute hat einen Wert von vielen Millionen. Jöffre vor Verdun. Paris, 27. Okt. In einem Kommentar zum Angriff aus Verdun teilt die „Agence Havas" mtit, daß der Angriff von den Generalen Mangiti und Nivelle befehligt wurde und daß General I v f s r e, der dent Kampfe beiwohnte, allen ?lktionen mit „Freude und Rührung" folgte. An der Somme. Berlin, 27. Okt. Der Berichterstatter des Berliner „Lokal- Anzeigers", Professor Tr. Weg euer, meldet aus dem Haupt guartter umterm 26. Oktober: Im Kampfbereich an der Somme scheint der schwere Mißerfolg des letztetr Großkampftages für die Durchbruchsversuche der Engländer und Franzosen auch gestern noch in der verhältnismäßig geringfügigen Tätigkeit auf seiten !dcr Gegner nachgewirkt zu haben. Das schwere Artilleriefeuer der Alliietten, das jetzt eine ständige Einrichtung geworden ist, dauerte auch> Mftern fast überall an der gesamten Sommefront an und wurde von unserer eigenen Artillerie kraftvoll erwidert. Jnfcm- terieangriffe haben aber die Franzosen im Sommegebiet überbanpt nicht unternonimen Mid die verschiedenen Angriffe, die die Engländer auf der Front Courcelette—Lesboeufs auszusühren versuchten, waren auch von wesentlich geringerer Kraft als letzthin rmd wurden überall von den Unseren ergebnislos und verlustreich für sie zurückgewiesen. Tie Frontlinie ist unveräitdert. I'spiSr'-DIrz.cl.LsäS». in allen Stärken liefert prompt und billigst Asterweg 53 Ludwig liiizaras Fernsprecher505 Astrachan- ^ . Plüsch- Garnituren Krimmer- (langer Stola und Muff) Plüsch, Samt, Astrachan zur Anfertigung von Mäntelchen in grosserAuswahl. in noch sehr grosser Auswahl! Preislagen von 500 9001553 2 Z 00 Mark. 7615a %lnfer mit den neuesten SYtafcfjinen ausgestattetes rScfjreiömafcfjinen-Sßureau fertigt alle vorßommenden <§cßrei6masdjinen- und Uervieljältigungsarßeiien scßnell, Jaußer und ver- fcijwiegen Gei 6illigster ÜSerecfjnung an. cfrans Uogt 6f Co., fließen ßoctßestcaße 32. 6209 Telefon 2064. 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Plötzlich und unerwartet entschlief sanft heute infolge eines Schlaganfalles mein innigstgeliebter Gatte, unser treusorgender Vater und Gross vater, unser treuer Schwager und Onkel Herr Obersteiger Jakob Möller im Alter von 68 Jahren. In tiefem Schmerz für die trauernden Hinterbliebenen: Frau Obersteiger Karoline Möller geb. Medenbach Frau Auguste Junker Ww. geb. Möller und 1 Enkel. Grube Königsberg, den 25. Oktober 1916. Die Beerdigung findet am 28. Oktober, nachmittags l'/a Uhr in Königsberg statt. 773g Danksagung. Für die uns dargebrachten Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Barth für die trostreichen Worte am Grabe, herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Seipp. Großen-Busek, 27. Oktober 1916. 012886 4 -Ziinmer-Wohnnng v. kl. ruhigerAamilie gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 012881 nn den Giestener Anzeiger. Gut möbl, ungeniertes Zimmer lSlt/be u. 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Ephr. Lessing. 17741c Ende gegen 11 Uhr. KOHZER 1 täglich erstkl. 7733 YaBnSsiBr'i'fcxa-SCagieiSe Hotel Haäppess. Bekanntmachung. Behufs Bornahme von Erweiterungsanlagen ist die Stromlieserung mit Ausnahme der Gemeinden Krofdorf- Gleiberg, Heuchelheim. Klein-Linden und Allendori/Lahn am Sonntag, den 29. d. Nits. von vormittags 8 bis nachm. 2 Uhr unterbrochen. Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Giesten: Stolle. H748D Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giesten. Fleifch-Berbranchsregelnug. 8 1. ' .. Die Höchstmenge an Fleisch und Fleischwaren, die wöchentlich auf die Fletschkarte entnommen werden darf, wird bis auf weiteres aus 200 Gramm Schlachtviehflcisch mir eingewachseuen 5knocheu festgesetzt. 8 L Auf jede crültigeFleischmarkc können entnommen werden: 1. entweder 20 Gramm Schlachtvtehfleisch mit einge- wachsenen Knochen. 2. oder 25 Gramitt Frischwurst. 3. oder 16 Gramm Schlachtviehfleisch ohne Lknochen, Schinken, Dauerivurst, Zunge. 4. oder 40 Grarnm Wildbret, Eingeweide, J-leischkon- serven einschließlich des DoiengewichtS. eistercien der umliegeg- den Gemeinden werden ersucht, dies alsbald ortsüblich bek annt machen zu lassen. ___ 17651P Stadt.Wohuuitgsnachweis Gießen, Llsterwea O. Es siud zu vermieten: 177436 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentralheizung. 6 be^vschasllidie Wohnungen von 6 Zimmern. 3 Wohnungen von 5 Himinern, 5 Wohnungen von vier Zimmern. 10 Wohnungen von 3 Zimmern. 5 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnnng von 1 Zimmer. 4 Laden- räume mit je einem Zimmer, 3 Lagerräume mit Arbeitsraum, 15 möblierte Zimmer. 2 davon nebeneinander- liegend, 1 möblierte Wohnung von 3Zimmcrn und Küche, 1 leeres Zimmer. 1 größeres Fabrikgcbüudc, 2 Stall- räume mit Bursrhenziminer, 1 Stall mit Lager, eine Wohnung von 2—3 Zimmern in Bellersheim. Zu miete» gesucht: 12 Wohnungen von 1—5 Zimmern. Homimcitlus der Mensch ohne Liebe. 4