Kr. 250 Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. — Beilagen: Gießener Familienblätter; Kreisblatt für den Kreis Sichen. vezLgspreir: monatl. 90 Pf., Vierteljahr*. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schristleituna112 Verlag,Oeschästsstelleöl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. *66. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. **686 General-Anzeiger für Oherhessen Dienstag. 2^. Ottober *W ..lUtahme von Anzeige.. die Tagesnummer las zum Nachmittag vorher, Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Vf., Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Plahvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Go eh. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- vankoerkehr: Sewerbebank Gießen Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Stcinörmfcrci R. Lange. Schristlettung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7 richtssaal: Fr. R. Zenz.j Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die Einnahme von Eonstantza. (TO.) Großes Hauptquartier. 23.Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Mt unverminderter Stärke ging gestern der gewaltige Artilleriekampf auf dem Nordufer der Somme weiter. Von nachmittags bis tief in die Nacht hinein griffen zwischen Le Sars und Lesboeufs die Engländer, anschließend vis Rancourt die Franzosen, mit sehr starken Kräften an. Unsere tapfere Infanterie, vortrefflich unterstützt durch die Artillerie und Flieger, wies in ihren zusammengeschossenen Stellungen alle Angriffe blutig ab. Nur nordwestlich von Sailly ist der Franzose in einen schmalen Grabenrest der vordersten Linie beim Nachtangriff eingedrungen. Südlich der Somme gelang am Vormittag unser Vorstoß im Nordteil des Amboswaldes nördlich von Chaulnes. Heute nacht ist dort befehlsgemäß unsere Verteidigung ohne Einwirkung des Feindes in eine östlich des Waldstückes vorbereitete Stellung gelegt worden. HeeresgruppedesDeutschen Kronprinzen. Zwischen Argonnen und Woevre war das Artilleriefeuer lebhaft. * Nahe der Küste im Somme- und Maasgebiet sehr rege Fliegertätigkeit. Zweiundzwanzig feindliche Flieger find durch Luftangriff und Abwehrfeuer abgeschossen. Elf Flugzeuge liegen hinter unseren Linien. Hauptmann Boelcke bezwang seinen 37. und 38., Leutnant Frankl den 14. Gegner im Luftkampf. Flugzeuge des Feindes bewarfen Metz und Ortschaften in Lothringen mit Bomben. Militärischer Schaden ist nicht entstanden, wohl aber starben fünf Zivilpersonen und er krankten sieben weitere infolge Einatmung der den Bom den entströmten giftigen Gase. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Anher zeitweilig lebhaftem Feuer westtich von Luck und der jetzt durchgeftchrten gänzlichen Vertreibung der Russen am Westufer der Najarowka keine besonderen Ereignisse. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Keine Aenderung der Gesamtlaqe. Am Predeal-Patz machten wir fünfhundert Rumänen, dabei sechs Offiziere, zu Gefangenen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeld marschalls von Mackensen. Trotz strömenden Regens bei aufgeweichtem Boden haben in unermüdlich schnellem Nachdrinqen die verbündeten Truppen in der Dobrndscha, vereinzelten Widerstand brechend, die Bahnlinien östlich von Murfatlar weit überschritten. Eonstantza ist genau acht Wochen nach der Kriegserklärung Rumäniens von deutschen und bulgarischen Truppen genommen. Aus dem linken Flügel nähern wir uns Cernavoda. Ein Marineflugzeug landete weit im Rücken des zu- ^uckflutenden Feindes, zerstörte zwei Flugzeuge am Boden und kehrte unversehrt zurück. MazedonischeFront. Fm Cernabogen ist durch Abwehr von deutschen und bu^ganschen Truppen der Feind in die Verteidigung ge- Oestlich des Wardar scheiterte ein nächtlicher Vorstok gegen die deutschen Stellungen. m m * X]m Der erste Generalauartiermeister Ludendorff. B e r l i n, 23. Okt. (WTB. Amtlich.) Dtmtx morgens erfolgte ein Angriff feindlicher Wasserflugzeuge auf unsere ostfriesischen Inseln. Der Angriff verlief ergebnislos, es ist keinerlei Schaden angerichtet. 2. Am 22. Oktober nachmittags belegte eines unserer Marlneflugzeuge den Bahnhof und die Dockanlaaen von Sheerneß in der Themsemündung erfolgreich mit Bomben. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Auf seltsam gewundenen Treppenstufen geht es lkerrmgens gesagt hätte, daß wir Deutsche nach 26 Monaten eme große Offensive in der Dobrndscha uns würden! Wenn unsere Feldgrauen mit lustigem Scharfblick ftngen, daß dieser Feldzug kein Schnellzug sei, so dürfen wir diese prosaische Feststellung mit einigen blendenden Farben romantischer Wirklichkeit weiter ausmalen. x früheren Kriegen waren die Ziele der Streitenden einfacher. Als Europa im Napoleonischen Strudel steckte, erklang die Stimme des Kriegsgottes wohl annähernd so laut und dröhnend wie heute, aber vre Ereignisse gingen auf ziemlich geraden Linien ohne andere Ueberraschungs- momente als die Entscheidungen nacy deS "inen oder anderen Seite. Heute erscheint uns das Spiel der Schlachten viel mehr von der Kunst politisch-diplomatischer Eingebungen mitregiert. Und diese Kunst erwächst ganz regelrecht aus den handgreiflichen Vorbedingungen. Es ist die konzentrierteste Weltgeschichte, die jemals war. Wir Deutsche schwingen die Streitaxt im Osten, wo uns Ziele einer ganz neuen Völkerpolitik erwachsen. Napoleons Feldzug gegen Rußland — wie erschien er uns vormals als das abenteuerlichste Abenteuer, so kühn in seiner Anlage, so ziellos in den Berechnungen der die Jahre überdauerirden Folgen, daß wir an den geschichtlichen Ernst des korsischen Siegerwillens niemals recht glauben konnten. Wie anders stehen wir heute vor Hinden- burg! Eine Natur, der größenwahnsinnige Welteroberung fern liegt. Aber deutsche Kriegsleute meistern heute ein riesenhaftes ^Schachbrett! Immer neue.Felder gliedern sich an, und wäre die Tragik des Massensterbens nicht so erschütternd groß, so könnte man ein Gartenwachstnm vor sich liegen glauben, in dem durch Gotteswunder märchenhafte Ueber- raschungen und Gliederungen sich einstellen. Das Schicksal hat den preußisch-deutschen Militärdrill, den man oft als Vorbild der Nüchternheit bezeichnete, vor bunt empor schießende Aufgaben gestellt. Und er löst sie, von genialem Führersinn angetrieben und von unverzagtem Volksgeist getragen, mit einem alle bisherige Kriegskunst überragenden Schwung. Es ist ein Verteidigungskrieg, den wir führen, das sagen uns immerfort die maßgebenden Instanzen des Reiches. Aber fühlen wir dabei nicht, wie eng uns die Welt geworden war, in die wir ztoischen Feinden und Neidern eingezwängt waren? Wenn wir die Tore zerbrechen, die uns den Ausgang erschwerten und die Stufe ersteigen, die uns den Ausblick in Neuerwerbungen eröffnet. Der Gang der Dinge wäre einfacher gewesen, wenn Rumänien statt uns und unseren Bundesgenossen vielmehr Rußland den Krieg erklärt hätte. Dann wären keine besonderen Ueberraschungen eingetreten, und „der Russe" wäre leichter niedergezwungen worden. Aber das Schicksal stellte uns vor größere Aufgaben. Auch das durch Rumäniens Gegnerschaft wider uns eingeleitete Hindernisrennen haben wir bereits halb gewonnen. Von unserer orientalischen Treppenstufe blicken wir auf die Tüome und Zinnen der Hafenstadt Eonstantza herab! Wir werden uns nicht verirren. Ueber die kleineren Hindernisse geht es denr Ziel entgegen, das einst auch Napoleon ver- fiolgte. Was wir aber von dem großen Nachbarreiche int Osten zu fordern haben, liegt näher und ist begründeter als die hochfliegenden Träume des Korsen. Es handelt sich nicht um den Willen eines Einzelnen, sondern um Naturnotwendigkeiten eines großen, entwicklungsreichen Volkes. lieber die Folgen des Falles von Eonstantza wird uns aus Berlin geschrieben: „C o n ft a n tz a ist genau acht Wochen nach der Kriegserklärung Rumäniens von deutschen und bulgarischen Truppen genommen", so konnte der deutsche Heeresbericht Wollt' Montag verkünden, und er fügt hinzu, daß die verbündeten Truppen die Bahnlinie östlich von Murfatlar weit überschritten haben, kündet verheißungsvoll und vielsagend an: „Auf dem linken Flügel nähern wir uns Cernavoda." Eonstantza—Cernavoda, welche Erinnerungen knüpfen sich daran! Als am 26. September 1895 die berühmte Brücke von Cernavoda eröffnet wurde, verkündete König Carol in seiner Tinweihungsrede: „Durch den Hafen von Constantza öffnet uns die Donaubrücke diese weite Straße, die in ungeahnter Weise unsere Handelsbeziehungen vervielfältigen und unsere maritime Entwicklung sichern wird. Rumänien, mit dem Schwarzen Meer vereinigt, fürchtet jetzt keinerlei weitere Hemmnisse seiner Entwicklung." — Aber Rumänien, mit dem Vierverband vereinigt und vom Schwarzen Meer getrennt, hat jetzt alles zu fürchten und nichts mehr zu hoffen! Und weiter. Zwei Jahrzehnte später fand in Constarcha jener Besuch des Zaren statt, der (Sassonow war auch mit von der Partie) bezweckte, Ranütnien für die Einkremrngs- politik gegen Deutschland zu gewinnen- Körrig Carol, der nicht nur Hohenzoller, sondern auch ein guter Rumäne war, verweigerte jenen Pakt, den erst sein Nachfolger, dieses Werkzeug in den Händen der Bratianu mrd der anderen bestochenen „Patrioten", unterfertigte. Fetzt ist das Werk der Einkreisung vollzogen, aber nicht Deutschland ist davon betroffen, sondern Rumänien muß nach seinen beiden Balkangenossen im Unglück, Serbien und Montenegro, daran glauben. War doch der Hafen Constantza als Endpunkt der Bahn über Cernavoda nach Bukarest der wichtigste Küstenpunkt am Schwarzen Meer und zugleich der Haupthafen Rumäniens, der die Zufuhrlinie für die russischen Hilfstraüsporte darstellte und durch den die Landeshauptstadt Bukarest mit dem Meere verbunden war. Wenn auch jetzt die Möglichkeit russischer Subsidien noch auf deni Wege über Jassi und über Braila nach der Norddobrudscha gegeben ist, so ist doch die Süddobrubscha von jeder Hilfe abgeschnitten. In Bukarest aber, wo jetzt die Zufuhr vom Meere ausbleibt, wird man mit berechtigtem Schrecken der weiteren militärischen Entwicklung der Dinge entgegensehen, und dem Kabinett Bratianu dürste vor der furchtbaren Verantwortung, die es auf sich geladen hat, bange werden. Wenn die Macher in Bukarest halbwegs gut beraten wären, würden sie jetzt, bevor sie das Schicksal Serbiens ereilt, sich löblich unterwerfen und, wie es der Ministerpräsident Paschitsch, der aber von den Russen gewaltsam daran ge-, hindert wurde, tun wollte, und wie es Montenegro zum Schluß getan hat, einen Frieden um jeden Preis erbitten.' Wer sie sind wohl durch den rollenden Rubel und Sterling allzu sehr gebunden, fürchten wohl auch die Folgen ihrer nicht nur heimtückischen, sondern in Wahrheit vaterlands- verräterischen Politik. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 23. Oktober 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Kämpfen bei Predal wurden sechs rumänische Offiziere und 555 Mann gefangen. Die Gesamtlage ist unverändert. Heeresfront des Generalfcldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Das westliche Narajowka-Nfer wurde durch Wegnahme des letzten noch von den Russen besetzten kleinen Gelände sttlckes vom Feinde vollkommen gesäubert. An den übrigen Frontteilen außer stellenweise lebhaftem Artilleriefeuer kein» Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. An der knstenlänDisckien Front nahm das italienische Arttllerieseuer gestern wieder an Heftigkeit zu. Fn Tirol und Kärnten war die Gefechtstätigkeit gering. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. u. k. Truppen nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Fcldmarschallentnant. Der 23. Oft. vuigarrjlye Gerecht. (WTB. Nichtamtlich.) Anübicher Heeres S o f ia , ‘bericht. bpr ß>rnÜ> ii ■ ?f T ^ ^ Zischen den: Prespa-See und Arnl^etutis^t. Im Cernabogen haben die Erde ^suudm. Unsere Truppen, verstärkt vi^Vor^^E ^ ötöt ft° ne ' tucfen gegen die Dörfer Brod und SU- mmJ& n ioefiLch vorn Werdar schwache Ka-- 1 qr Ä cMA arbt ^ lebhaftes Giychützseuer. Ein starker ^ ,^'nndes gegen das Dorf BocoroMtza wurde § F^uer und stellenweise im Nahkampf abgeschlagen. ■ A^delasioa Planina Ruhe. An der Strumafront ßxlchotz die fnndlrche Artillerie mehrere bewohnte Ortschaften vor unseren Stellungen. Am ägäischen Gestade Ruhe. Rumänische Front: Längs der Donau Ruhe, oo o2. ,r ."obr u bt";^ setzten die verbündeten Truppen am -2. Oktober dre Verfolgung des Feindes fort. Um 1 Ul>r nachmittags ritt unsere Kavallerie in die Stadt Consta ntza ein. Am Llbend erreichten und besetzten Abteilungen des machen .Flügels die Linie, Islam Tepe £16 Kilometer nvrd-r Constantza) —Dorf Alaeap nächst der Eisenbahnlinie, wäh- Truppen des linken Flügels die Auch Jdris— Ueius— Cotej J.° Kilometer südlich Maschine) und die Höhen 5 Kilometer nördlich von Ueius— Mamnt—Cote 159 besetzten. An «der Küste des Schwarzen Meeres zog sich ein r u s s i sch e s Geschwader das mrt seiner Artillerie am Kanrps teilgenomüten ''Ee, zuruck und verchwand in Richtrrng nach Norden f landete hinter der feuDlichen Front auf deni Flugplatz bei dein Dorfe Karaksum und zerstör^ zwei Flugzeuge, nachdem es die Soldaten des feindlichen gekelw^ 9rtotiet l^rtte. Das Wasserflugzeug ist 'unversehrt zurück- Rumänische Hilferufe. Berlin, 24. Oft. Das Presseamt des rumänischen Kriegs- mrnrstermmV gibt Zeitungsstimmen weiter, in denen es heißt' Dre Deuts ckjen verfolgeii außer militärischen Erfolgen auch das Ziel, sich mies Teiles ihnen notwendiger Produkte be- londers B enz rns , Erd öls und Maschinenöls zu be- inachtigen. Rumänien vermöge nicht, dem an Zahl über- legenen Feinde »u widerstehen. Ern weiteres Zurück- werckMr müsse die rumänische Armee in eine äußerst kritische lLage bringen. Die rumänischen Greuel in der Dobrudfcha. Ko n st an t in o pe l, 22 Oft. (WTB. Nichtamtlich). Zwei musÄmamsche Notabeln aus der Dobrudfcha, die wie ein Wwcher von dott entkommen und hierher gelangt sind, schildern Är emf^nden Greue l taten, dre von den Rumänen nach den r ?Erakan mrd Dobrie gegen die Muselmanen verübt lwrden sind. Sämtliche muselwämsche Soldaten des 34 rumänischen Züsanterre-Regiments, wurden in den vordersten ^chutzengrab«, von Tutrakan postiert, mit Maschinenge- smhren bedwht und sodann buchstäblich medergemäht. ^^rce wurden zahlreiche Greise, Frauen' und Binder hrngemetz^lt. Der von dem rumänischen Kom- ^-briederlage erteilte allgemeine Niedermetze- ^^rfehl wurde Nicht vollständig ausgeführt, aber d i e g a n z t ^ S mehrerer muselmanischer Dörfe r g c * ö tet Die Rumänen plünderten die Feldfruchtvorräte and l&t ^^ Befehl der rumänisckien Regierung wurden selinanischeNotabeln von Conftanza und sechs musel- von Medschi,die, darunter ein Arat ein ^ r °Ir ^ r ' ^ekoNsill und sein Bruder und in Tulla und andere Notabeln unter Eskorte nach Bu- Vermögen konfisziert. Die Armee von Con- smntza und Medschidie zeigten besondere Wildheit slTtfU*? k**?* Dtauer.ieocu iUhmue.um:* zu uct s^t U (T-rnft ^ f röl , eftn e ' ^as die hiesige Auffassung über den Ernst der Lage kennzeichnet. Nur „Astsnposten" selbst schreibt: ■H c • ^ C11 ^ CTU deutichen Unterstaatssekretärs zu dem Mit- ^£^ £>‘>11 „Astonposten" seien geeinet, Aüsmerksamkeit und aber fte dürften nicht die Befürchtung erwecken, als ob ein Unglück vor der Türe stände. Bei den Be r- ra? € - n ' bl£ uunmehr zwischen der deutschen und der Nor- Regierung geführt werden, werde jedes Mißverständnis aufgeklärt werden. „Äftonposten" fordert seine Kollegen von der welck!eroder hitzigen Ausfalls nach irgend ^halten. Es würde keine gute Tat sein, die ^Handlungen durch unbeherrschte Meinungsäußerungen zu er- Die englifch-schwedische Wirtfchaftskonferenz. O^ober. LBTB.) Havas-Meldung. Französische scha^V^k^ aU ^ englisch-schwedischen Wirt- ammlirfr!!» teilnehmen, dre in kurzem in London zu- SchwZ^ M ^ N^tsÜM,tlichm GlttEUslLusch mit Der türkische Bericht. vom22.ÄLb^^^^' O^ber (WTB.) Amtlicher Bericht a ^ ^ n 1: ?uf dem rechten Flügel für uns gnnsftg verlaufene ^charmüßel. ErkundungsPatrouillen die sich f Äugel zu nähern versuchten, wurden unter Ver- b£n anberen 3TOTtte! ist Es her ^ ' ^2 ^^nfere Truppen und die Truppen blC ^Erfolgung des Feindes * ~ * Die englische Finanzwirtfchaft. ^?trdon, 19.Oft. (WTB.) Unterhaus. In der Debatte lE^.bie fünfte Conlolidated Funds Bill kritisierte Sir C. Henry Ausgabe von Schatzwechseln, die jetzt äwa 1100 Millionen betrugen. Deren Nachteil liege in einem Mer^ ^s b siuan^plsp^F?'Ä/^' r? tD y r nic&t bm Kredit, aber n3 6 ln ^, ie itige Englands. Außerdem drücke es den Preis erstklaiftger Wertpapiere herab. Sehr viele dieser Schatzwechsel Iwirr* 01 ? fSf ^ e Tri 9t r i (Staatei1 ' wo ein gewisser Teil der Üblich sei England lwbe jetzt 1500 Millioneii im 3 ä 9 w sei ern schrecklicher Gedanke, daß noch Wr ^P TT^n ^ 10 ^? &er Betrag vorhanden sein könnte ^Ertwortete, er lege Wert darauf, daß die Schatz- ^ England habe jeden Wockientag etwa an Amerika, zu zahlen. Dazu müßte er freie ihm nicht fortwährend die Höhe des Zins- Äi ®«J n f nwn fcaS Geld nicht in Amerika aufbringen njnnte, so konnte England deii notwendigen Bledarf an Weizen w und die Verbündeten nicht decken. Man müsse MM °s nicht hürauf anfontnte, das nötige ^ England pufzubrurgen, sondern in den Vereinigten Staaten £ ie ^Sß. : j ru . ng öabe beabsichtigt, vom Parlament im geeigneten s^s^s^ge Anleihe zu verlangen, aber das Schatz- lä^e Z be Einficht genötigt werde, eine Anleihe von 15, 20 oder 25 Jahrwi ailszugeben. Me Kenna sagte w'eiter, die Äus- ßy^ ^laiids wu^en leider durch die Munitionserzeugung und Vorschüsse an die Verbündeten vermehrt. ^ Mason beftiwe, daß Me Kenna die Hauptftitlk unbeant wortet gelassen habe, daß nämlich der Zinsfuß von 6 Prozent andere Wertpapiere herMnücke. Dieser Verlust gehe bereits in Ern absoluter Verlust und eine große Schädigung r SÄ As",o ^rde der brrtifche Kredit schwer geschäd>igt, > ru 6 Prozent borgen müsse. Er Z-fc 1 Sttwntg.autoritätcn Mae Kennas Ent I fchlufse geballigr hatten. Samuel sagte, die BAnk von Ena trolliknm^Tb'p vermittels derSch,atz Wechsel den Geldmarkt Ku kon- nchmen ^ Regierung müsse eine grobe langfristige Anleihe auf-1 Ein englischer Bericht aus Aegypten. ^^^oudon, 23. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be fävhrrZ? Ägypten.^ Abteilungen des Ka m e l re it e r ko rps ^ bewaffneten Automobllen zusam die Dahkles Oase und machten 125 Gefangene An wurde die Baharia Oase gesäubert. Es wur^ Verlust^^ gemacht, darunter 10 Offiziere. Wir hatten keine iurem Borptz uovetteuoe jc^u 1 1 u jl u l |t i f tu n g lut o l .ui.^ i c r b l i e j c u en ocr int Kriege Gefallenen hat mit den ihr zuae- sto,,enM reiüien Gaben schon manche Träite trocknen dürfeir. Sie wie ich Höfte, ihre Fürsorge sür die Hinterbliebenen unserer! Heldm immer weiter ausdehnen können. Als Zeichen Meiner per- sonlichen warmen Anteilnahme an dieser Ehren- und .HerzensPflicht des deuftchen Bolkes habe Ich der Nationalstiftung erneue eine Zu- Wendung von 100000 Mark zngedacht und Meine Schatulle mit tragt ^Verweisung dieser Summe in deutscher Kriegsanleihe beaus- Großes Hauptquartier, den 22. Oktober 1916. Wilhelm I. R. ^•rF^vf unter dem Protektors der Kaiserin und Königin in Segen wirkende K a i s e r i n ll u g u ft a Viktoria- H a u s beabsichtigt ver Seekrieg. Stockist in ilmge- Aus Griechenland. lWTB) Das, Rentersche Bnre^t meldet n sehr verläßlicher Serie, daß der König zuge- ä 3 !ru erweisen, die znr Sichernng der y notwendig feien, daß er aber Me Zurückziehung ™Truppen nach dem Pelopones nicht als eine dazu Maßregel an,ehe. Der sranzösis^ MitttlifaLL zog Süi ^ matzgebeuden Stellen von den Gmwanden des Königs m .Kenntnis zu setzen. y. P er J x J' 24. Oft. Wie der „Berliner Lokal-Anzeiqep" mel- dÄ^ komntt eswi Athen täglich zu ern st enZusam men stoßen Mischen der Bevölkerung und der Polizei In em7r der letzten mn&rt aus vrivater Quelle, daß fran- z osrsch e S-esoldaten. die bei den VolEknndgebnngen in Alben vernmrü^ nrurden^ m SudÄalren anSgeschifst worden seien. Bern, 23. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) ^ournrks" m’TKi>+ ^ ^hen: Die griechische Regierung habe die formelle Berpflich- timg raoimrrai bte Reservistenverbände aufzu^ Io e 2 ^^lfterung ein-gewilligt, alle zwischen 4 i 'tuenden Reservisten sofort und den Jahrgang S Ä Ä 5 ” ertIaffm ' ^^resklasse 19^ sI drinz Waldemar von Preußen beim Sultan. Konftantinvpel, 22. Oft. (WTB.) Bei der Ueber- rerchung des Ehrendegens an den Sultan sprach Prinz Degen ist baS fAlfc.« . "cacht des osmanschen Heeres und das Zeichen ffir .Z5^^!2?.ber wrkischen Armee durch den <$£1 heuige Heer und der Kaiser gedenken dankbar und in uner schütter- fyfyZP Treue zum Sultan der Verteidigung der Dardanellen Kut- drückte die Freude aus über Me Gabe. Ter Sultan bat den Prinzen mÜff 1 wk Tank zu überbringen, das stolz auf die bCtttWm ^°d°-en sei. d'ie ’*Ä Stic französische Sozialdemokratie und der Friede tmftfer „Cabatta" g:e funken ! Y mui den, W. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Der Dampfer T Kvmglrch Westindischen Postdienst wurde Samstag abend von d r e i d e u t s ch e n Z e r st ä r e r n nach Zeebrugge aufgebracht, nach einer Untersuchin,g aber wieder freigelassen. Er kam mit acht Stunden Verspäwng ^ t«h m Zeebrugge noch, zwei nieder- ständische Dampfer, von denen einer, „Caledvnia" „Fortuna" gesunken. 10 Mann der Besatzung wurden letzte 2??- emcl f Fabrzeug gerettet. Man fürckstet daß der Kapitan und 15 Mann ge,unken sind. — Die Direktion der üt/fb^ampfIchiffahrtsgesellschaft, der das Schiff gehört Bericht erhalten, daß der Dampfer in der Näl?e von Newhaven durch nnc Mine zum Sinken gebracht worden ist i w 1 “• tvV vr ^ 19 i a > u 5 / um Me dringend erforderliche 11710 pflege des Kindes in die wertesten Kckeise unstres Volkes zu tragen. Tie Bekämpfung der nock> immer hohen )L«uglingssterblichkeit gewinnt im Zusammenhänge Geburtenrilckgang und den schweren Opfevr des Kneges für Me Zukunft des deutschen Bolkes eine Bedeutung Me das wEe Interesse und Me tatkräftig e M ist a?bei^t Baterlandsfreiinde beansprucht. Es ist Mir daher eine be- ^ Geburtstages der Kaiserin die Turch- *r EEögl^ch^nr und die erforderlichen Bau- lowie eilten widerruflichen Jahreszusckiuß E Mark aus der Mir zur Verftigung gestellten Kaiser Walhelm-S^nde deutfcher Fraueir" bewilligen zu können Wenn M.s^'^^baltung der künftigen Träger deutscher Volkskraft und deutschen Familienglucks gerade die Spende der deuft'ckien Frauen heranzrehe, so glaube Ich damit zugleich den Wünschen der freund- in besonderem Maße zu entspreckien Jcki er- mit dem Minister der öffentlichen A^ b Z\lri Auschläge für einen Neubau einer Prüfung zu vorzulea^ Är Begutachtung zur Genehmigung ^ seiner inneren Einrichtung und Aus- der Zeit ent,prechend, einfach zu halten. Ich behalte Mar Me Ernennung eines Kommissars vor. welckier an den Beratung^ des Kuratoriums teilnehmen und Mich über den Fortgang der Arbeiten auf dem! laufenden halten soll: auch werde Ich ^d^r^chnng der Bauausführung einen'Baubeamten Ibe- wollen Sie von meiner Entschließung Äl tti ^^^sÜ 9 Majestät Kenntnis qtben* Großes Hauptquartter, den 20. Oktober. o v Wilhelm R. as- Die Lage der Beamten. ,~• r. . 11 nationalliberalen Abgeordneten Dr R i e s ? r Ät forÄ Ia \f n lJvi5 e T Reichstag erngebracht: - aftiven und pensrornerten Reichs- und Staatsbeamtk>n rnsbesondere Me mstlleven und unteren Beamten sind ungeachtet .Bereit» gewährte TeuernngS^wg« Settenenma ber Lebensmittel wÄJSSSÄ ISS Ä-* “i,!®»] Der „Berk. Sötfencourter" # Vizeprasrdent des Reichstags, Frhr. 'chenAen ^ ^ Etglied der sechs,. Aus Stadt und Land. Dießen, 24. Oktober 1916. Aus dem Reiche. mann dem Kaiser und Reichskanzler. Derl-tn, 23. Okt. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser ist heute vornnttag lOl/s Uhr im Reichskanzlerpalais einge- troffen und hat dort etnen längeren Vortrag des Reichs- tanzlers entgegengenommen. Um 12 Uhr verließ der Kaiser das Retchsranzlerpalais. Kaiserliche Erlasse zum Geburtstag der Kaiserin. B e r l i n, 22. Okt. (WTB.) Ter Kaiser richtete anläßlich des tatm^m!nl%l& Xin fln ^ Bister des Innern >S«LLS »S" ÄÄWJÄÄSS gegen Gott ben Herrn, dessen Gnade uns durch die bisherige Bewahrung nuferer rm Felde stehenden Söhne das Glück unseres Hauses ungeschmälert erhalten hat. Ihrer Majestät ist es veraönnt gewefen, unter ihrem Sckwtze treue Männer und Frauen au^dfen Kreisen unseres Volkes zu opferwilliger und erfolgreicher Arbeit ^ Dienste der aus dem Kriege erwacksserren Nöte zu vereinen Es > liegt wir am Herzen, allen diesen in der H e i m a t t r e u h ei- ^ en ? 1 e u strr ihr selbstloses Wirken Mein warmes In- Iterefse und Memen besonderen Kaiserlichen Dank auszusprehen. ÄlffF e * f m bew zuversichtlichen Vertrauen, daß sie nach dem beldeumüttgen Kämpfer an der Front in ihrer treilen Arbwt durchhalten werden, bis nach dem erldgülligen Siege unserer Wafs^ unser Vaterland seine ganze Kraft der Heilung der r Kunden zuw>enden kann. Mit warmer und ^ d} am fcutiwn Tage auch aller derer, Me nach Gottes Willen ern teures Familienglieddem Va- IfA 1 ?if bc V a J>en s>£U xn mfüJffen, von denen viele über- ores scmverer wirtschaftlicher Sorge gegenüber stehen. Tie unter für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. 10 nr der Zest vom 11. Juli 1916 bis folgenden Gemeinden des Kreises die beige- betrage emgegangen und Mrrch den Kreiskassenreckvier Kauß an den Landesverem vom motenfrrm überwiesen worden A. 6-ur allgemeine Krieg sfürs or g e: I durch Langsdorf 10Mk., Queckborn 5Mk., Lauter .O'OO'Rk II. durch Ortsaus, chüsse und Zweigver- v ?ri Im ^ n 42 Mk., zuwmmen 6 7,50 M k. Vol ksspende für die deutschen Kriegs - und \ die Ortsausschüsse: ZEchl 68,40, Allerchorf a. d. Lahn 176, Allendorf a. A«. 215 80 Allertshausen 49,40, Wen-Buseck 90,90. Annerod 153 50 Bel- ° 6/3 °'off Iter i-5i n 68 ' Bersrod 109,20, Bettenhachdn Birklar 137,80, Burkhardsfelden 76,40, Eliinbachi 27,50 Daubringen 92,65, Dorf-Mll 115, Eberftadt Garbenteich 112,30, Geilshausen ß50 Ettingshausen (Kirche) 70, Garbei !^^öbelnrod 87,75, Großen-Buseck 650,20,' Großen-Linden. 337 125 3 Ä 5 „ “öjn'285, Harbach; '23^90, ^ HatLirod^(Nrche)'^' ^00, Heu^lherm 423 20, Holzheim 400, Hunaen 831,50, ^nherden 100 Kefselbach 46,15, Klein-Linden 270 Langd 320, ^ug-Gons 500 Lmigsdorf 256 20, Lauter 94 30, Leihgesterr, K68,20 Lindenstruth 47,40. Lollar 242,50, Londorf 146 30 mT™ 6 ^' 8 h lT^ tar Münster 106,10, ?.l2schenlMm 116,70 Nieder-Bessingen 72,10 Nonnenroth 180, Obbornhofen Ä 1 ^ 5 rS^^^o 011 ^ 94 ^ 5 ' dberhörgern 323,50, Ldenhausen ^' 2( L S£W B, t 1 1 48 ^ 9 ' 225,25, Rabertshausen 40, 126,34, Rodheim 101. Rödgen l^ 2 ' Röthges 87. Ruddrngshausen 50, Ruttershausen 61, Sa^n 100, Stangenrod -, Staufenberg 10/,35, Steinbach 20^, Stein- berm ^5, Stockhausen 46, Trais-Horlvss 60, Treis a. Lda. 258,40, ^ohe 2^3o Utphe 87 Vstlmgen 147,15, Watzenborn-Stein^erc^ 165,55, Weickartshain 93, Wertershain 91,80, Wieseck 227 25 Mk - zusammen: 125 39,39 Mark. Die Beträge aus den Gemein- den Grunberg und Lich tvürden an den Landesverein Mrekt ab- geticsert. , ...Tbr Gesamtbetrag der vorstehend aufgeführten Gaben belauft ftch aus 12 606,99 Mk. Unter Einrechnuirg der bisher ab- geliefertenS^nden ist hiernach aus den Landgemeinden des Kreises br. letzt der Betrag von 61 156,94 Mk. an den Landesverein vom Roten Kreuz abgeliefert worden. Hierin sind nicht ein geschlossen, Me Betrage Me dem Landesverein aus einzelnen Gemeinden Mrekt uoertmeftn wurden. Außerdem ginaen seit dem 11. Juli 1916 zur Weitergabe ein: A ' An den Landesausschuß der Hessischen Na- ®r 0n ?r»f l m“? ff: ® r - lLtzellenz Generalleutnant z. D. Klingelhofer-Gießen 100 Mk. r B - ^5 Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen auf Konto des Kreiskomitees: 1. Bon Lehrer Jakob-Ober- Bessingen 30 Mk., 2. durch Pfarrer Groth-Rödgen an Äeburtstags- spenden 5 Mk, 3. durch Pfarrer Weber-Lang-Göns an Geburts- tagspenden 105 Mk., 4. von H. H. 1 Mk Allen Gebern wird auf Mesem Wege der Dank der Leitung des Kretskomitees ausgesprochen. * ** Am tl iche Pe r so nal Nachrichten. Der Großherzog hat am 14. Oktober den Reallehrer an der Oberwakschnle zu Gießen Karl ta n n auf sein Nach suchen unter Anerkennung seiner lana- lahrigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Oktober 1916 ari m den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig wurde ihm anläßlich seiner Verletzung in den Ruhestand der Titel „Rektor^' verliehen —, Uebettragen wurde am 14. Oktober der Schulamtsaspiranttn Christine Ban l y aus Mainz eine Lehrerinstelle an der Volksschule m Nieder-Jngell-eim, Kreis Bingen. ' m ** Reallehrer Jann tritt nach fast 50jähriger Amtstätigkeit in den Rnheftmid. Er besitzt in Stadt und Land viele, freunde, die eheinals seine Schüler waren, und die Anerkennung seiner Behörde l)at ihni auch nicht at den Magistrat mit aufrichter Trauer erfüllt. Zu dem herben Schicksalsschlage übermittle ich, gleichzeitig auch namens des Magistrats, allen Hinterbliebenen den Ausdruck herzlichsten Beileids. Groß ist der Schmerz, den der Heimgang des genialen Künstlers für die auserlesene Gemeinde seiner Verehrer bedeutet, unersetzlich der Verlust, der das K u ii st l e b e n F r a n k f u r t s und darüber hinaus diedeutsche K u nst getroffen fort. Was er, der rastlos Sä-af sende kraftvoll und echt deutsch Empfindende geleistet, hat die Mitwelt bewundernd anerkaimt: erst die Nachivelt wird ganz erfassen, was er in der Kunst und für sie gewesen ist. Wir aber toaren stolz darauf, daß er in unserer Stadt die ersten künstlerischen Anregungen empfing und als früh Gereifter seinen Weg wieder hierher zurücktand, wo er sich als Mensch und Künstler wohl fühlte und in Jahren fruchtbarsten Arbeitens Werke von höchstem künstlerischen Werte schuf. Ilm so bitterer ist der Schmerz, den wir bei dem Gedanken empfinden, daß - er aus der Sonnenhöhe seines Ruhmes und seines Schaffens frühzeitig dahingeraft't wurde, all die genialen Ideen mitnehinend, die noch in ihm nach Gestaltung und Ausführung rangen. Das dankbare Frankfurt wird seiner nie vergessen: in seinen Werken, von denen eine große Zahl auserlesener Schöpfungen die städtische Galerie zieren, wird er weiter leben." ra. C a m b e r g , 23. Okt. Lehrer Sander- Würges ist von der Reichsstelle für Gemüse und Obst in Berlin eine Sanilnelstelle für Camberg und Umgegend übertragen worden. ra. Wehrheim, 23. Okt. Ein Brand auf der Brückenmühle ist auf Kurzschluß zurückzuführen. Der Gesamtschaden beläuft sich aus etwa 50000 Mk. Da der Besitzer Will nicht versichert ist, Hai sich unter Führung des Landrats Bezold ein Hilssausschuß ge bildet, der die Kreisbewohner zur Hilfeleistung für den Geschädigten auffordert. X. Gelnhausen, 23. Okt. In der Stadtverordnetensitzung ist einem mit der Kreisverwaltung abzuschließendeu Vertrage über die Errichtung einer Molkerei im städtischen Schlachthose zu gestimmt ivorden. Die Kosten für die Errichtung der Molkerei übernimnrt der Kreis. X. Gelnhausen. 23. Okt. Bei einem Großseuer in Rückingen »nachte sich ein geriebener Gauner die allgemeine Ans regnng zu Nutzen und stahl aus einem Kolonial,varengeschäft 14 Flaschen bestes Salatöl, ohne dabet von einer Menschenfeele gestört z»» werden. F. C. Ans dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 22. Okt. Wie verschieden die Preise für »nichtige Lebens- und Der' pftegungsmittcl in dem immerhin nicht großen Regierungsbezirk Wiesbaden sind, ergibt eine Statistik auf amtlicher Grnridlage vom Monat Septeniber d. I. Danach kosteten im Kleinhandel neue Eßkartoffeln das Kilo in Tillenbnrlg 7 Pfennig, in Bad-Hom- bnrg 18 Pfennig:: altes Heu 100 Mo in St. Goarshausen 8 Mk., in Wiesbaden 15,40 Mk.; Landstroh in Bad-Homburg 7 Mk, in Frankfurt 9 Mk., in Wiesbaden 10 Mk. Ein Mo Butter hatte in Weilburg den Preis von 4 Mk., in Wiesbaden von 5,44 Mk., in Bad-Homburg von 6 Mk. Für einen Liter Vollmilch wurde bezahlt in Weilburq 26 Pfg., in Diez 28 Pfg., in Frankfurt und Wiesbaden je 30 Pfg., in Dillenbnrg 35 Pfg. Ein Ei stand in St. Goarshausen im Preise von 22 Pfg., in Limburg von 25 Pfg., in Frankfurt von 31 Pfg. uiid in Wiesbaden von 36 Pfg. Der Preis sogar für Pferdefleisch war sehr bedeutend. Es kostete pro Kilo in Limburg 1,50 Mk., in Wiesbaden 3,84 Mk., in Frankftrrt sogar 4 Mk. vermischtes. Ein Eisenbahnunglück. Bern, 23. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des .Journal" aus Grenoble sind auf der Linie Grenoble— Bourg d'OtssanS zwei Personenzüge zusammengestoßen. 52 Personen wurden verletzt. * *VenizeloS, der Briefmarkenherrscher. DenizeloS ist der Herrscher von Griechenland, so verkündet der ,Matin", und wer es nicht glaubt, braucht nur die letzte Nummer des genannten Blattes auszuschlagen, um sich Schwarz auf Weiß von der Herrscherwürde des Herrn Venizelos zu überzeugen. Man sieht nämlich im ,Matin' die wunderbar gedruckte und vielfach vergrößerte Wiedergabe einer griechischen Postniarke, auf der Venizelos samt Bart und Brille verewigt ist. Dies, wird erklärt, fei die interessanteste der neuen Marken des Krieges. Nämlich die Postmarke, die die griechische RevolutionSregierung des Herrn Venizelos etuzuführen iin Begriffe ist. Vorsichtig fügt der ^«tin 41 hinzu, daß die Marke auf jeden Fall für Markensammler von unvergänglichein Wert sein werde. Dies ist aber auch das einzige Unvergängliche, das bisher an Herrn Venizelos sestgestellt werden koimte. Letzte Nachrichten. Kronrat in Bukarest. Wien, 24. Oktober. Nach 'hier ans Bukarest eingetroffenen Meldungen des „Allot Muni" wurde im rumänischen Hauptquartier aus Geheiß von Bratiann und Avereseu ein Kronrat abgehalten. In diesem unterbreitete Avereseu seine Meldungen über die Kriegslage unb beantragte, daß die rumänische Armee sich an die Grenze zur Defensive zurück- ziehen solle rcnd erst wenn die Russen Kowel und Lemberg besetzt hätten, svlle der Einfall in Siebenbürgen wiederholt werden. Ter ftanzösischc und der russische Militärbevollmächtigte pflichteten dem Anträge bei. Bloß Peter Carp sttmmte dagegen urid stellte den Antrag, man möge auf der Grundlage des status quo Frieden schließen. Peter Earp wurde niedergestimmt und es wurde beschlossen, den Antrag Avereseu anzunehmen. Die Bestürzung bei. der Entente. Genf, 24. Okt. Ueber die Stmimung in Paris infolge des unglückliclien rumänischen Feldzuges berichtet der Pariser Mitarbeiter der „Leipäche de Lyon", Gautier: Wir sind also wieder bei den schönen^Tagen der berühmten Geheimsitzung-en angelangt. Die Ehrgeizigen und Mißvergnügten begriinen zu klatschen, zu agitieren. Der Heeresausschuß ist pn Mittelpunkt dieser Agitation, den Vorwand bilden die rumänischen Angelegenheiten. Unsere Verbündeten warfen sich auf die Oesterreicher und nicht auf die Bulgaren. Das soll nun die Schuld Briands sein. Wenn die Russen sich nur langsam rühren, so hängt das von Briand ab, wenn Sar- vail noch nicht in Näonastir ist, so kommt es daher, weil Briand ihn: lischt die erforderlichen Verstärkungen liefern kann, wenn die Italiener noch nicht an unserer Front erschienen sind, kommt das daher, daß Briand nicht der geschickte Diplornat ist, wie man be- l)auptet. Im Heeresansschuß gibt es einige, die alle Oieiterafe, Franzosen und Alliierte, vor ihren Richterstuhl fovderri wollen'. Die Möhr beit hat es bisher abgelehnt, ihnen zu folgen. Sie besitzen aber die E)eiduld der Penolope. Stockholm, 24. Okt. Oberst Schumski bringt in der „Peter sb urgct Bors enzeitung" einen äußerst pessimistischen Artikel über die militärische Lage Rumäniens. Die von den Verbündeten unternonrinene Anfangsofsensive, so sclweibt der bekannte Militär, haben nicht viel genützt: Rumänien ist schwächer als je. Die rumänische Armee hat, um der vollständigen Vernichtung zu entgehen, die direkte Hilfe gegen Falkenhayn nötig. Trarrssylvanien ist gegenivärtig der Schwerpunkt aller Fronten. Werden die Russen hier zurückge- worsen, so kann der Feind die ganze Ostfron taufrollen. Wenn die Russen geschlagen werden, so können die Ber- büiideten wenig ausrichten. Die Rückwirkuirg der französisch-englischen Offensive auf die russische Front ist überhaupt ganz unbedeutend. Ihre Erfolge siiid so gering, daß die deutsche Heeresleitung iricht einmal gezwungen ist, größere Triippenverbände dort zu- s aminenzu halten. Schwere Verluste der Kanadier. Haag, 24. Okt. Me die Zeitung „Kanada" meldet, haben die kanadischen Truppen nicht weniger als 53 046 Mann verloren, davon sind 8134 tot; 3120 sind ihren Wunden erlegen, 452 an Krankheiten gestorben, vermißt iverden 1 372 und 1000 sind kriegsgefangen. Das Blatt bespricht weiter die Frage der kanadischen Hospitäler in England und weiß zu melden, daß in einem Hospital mit 400 Betten, das ganz voii kanadischem,Gelbe cinge- ridjitei und von kanadischem Personal geleitet ist, sich nur vier kanadische Pattenten befanden. Vatan Z^mpejn findL fup .‘ Tn-nr.-n ~bele^LdtdrCLTL £* Äe gegebenen ebeblpifchen Glühlampen iß di» yß vatLsoat . und Fürs Vaterland starb auf dem Kampffeld am 9. Oktober mein lieber treuer Sohn der Kandidat der Theologie Paul Schuster VizewachtmeistereinesFeldartilierie- Regiments, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse 7661D In tiefer Trauer: Frau Pfarrer Schuster Wwe. Gonsenheim bei Mainz, den 24. Oktober 1916. m Nachruf. Samstag morgen verschied nach kurzer Krank- heit unser sehr verehrter Chef Herr Fabrikant Heinrich Eichenauer. Wir verlieren an dem allzufrüh Verstorbenen einen für das Wohl seiner .Angestellten treu besorgten Vorgesetzten, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Die Angestellten der Firma Koch Eichenauer. mä Giessen, 24. Oktober 1916. 7660 ln treuer Pflichterfüllung opferte am 25. September mein braver, hoffnungsvoller Sohn, unser unvergeßlicher Bruder und Neffe Ernst Jochum Unteroffizier im Infanterie-Regiment Nr. 117, 4. Komp, (früher Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 222, 4. Komp.) Inhaber des Eisernen Kreuzes im Alter von 22Jahren sein junges Leben dem Vaterland. In tiefer Trauer: Sidonie Jochum Ww. Margarete Jochum Georg Jochum z. Zt. im Felde Marie Jochum 012797 Fritz Jochum z. Zt. im Felde. Gießen (Marburger Straße 24), den 24. Oktober 1916. Todes-Anzeige. Die Todesstunde schlug zu früh, Doch Gott der Herr bestimmte sie. So plötzlich kam die Trauerkunde, Gebrochen sei dein junges Herz. 0 Gott, wie schwer war diese Stunde, Als wir erfuhren von dem Schmerz. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternhaus. Nun ruhe sanft im Feindeslande du lieber guter 0 braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Buhe sanft in fremder Erde, du gutes Herz Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Den Heldentod für das Vaterland starb am 10. Oktober mein lieber guter, braver Sohn, unser innigstgeliebter Bruder und Schwager Seesoldat Eberhard Benner 3. Harine-Infant.-Reg., 4. Kompagnie im blühenden Alter von 23 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Johannes Benner III. Familie Wilh. Fachs. Allendorf (Lumda), Lollar, den 24. Oktober 1916. 012811 .ML! m Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch tieferschüttert mit, daß am 20. Oktober meine innigstgeliebte, treusorgende Gattin, meine teure, unvergeßliche Tochter, unsere treue Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Nichte und Tante » im Alter von 35 Jahren in schwerer Krankheit plötzlich aus diesem Leben schied. In tiefstem Schmerz: Prof. Fritz Textor, Oberlehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt. Fr an Henriette Wild Witwe Familie Otto Plltt I ran Pfarrer Textor Witwe Fraa I>r. DicflTenbach Witwe geh. Textor Apotheker IMeflTenbach and Frau Ida geh. Textor. Darmstadt, Biedenkopf, Frankfurt am Main, Gießen, Emmendingen den 24. Oktober 1916. Die Beerdigung fand am 23. Oktober auf dem Waldfriedhof in Darmstadt in aller Stille statt. 7665D Von Beileidsbesuchen bitten wir herzlichst absehen zu wollen. Heute verschied nach schwerem Leiden unsere inniggeliebte Schwester Tilla. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Mari© Felchner, Giessen Elisabeth Felchner, Giessen Fritz FcBclmer, Mainz. Giessen, den 23. Oktober 1916. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt-. 0m95 Sonntag nacht 2 Uhr verschied nach längerem schweren Leiden unsere liebe gute Mutter, Grossmutter Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Seipp Ww., Wirtin geb. Müller im Alter von 62 Jahren. 128040 Die trauernden Hinterbliebenen. Grossen-Buseck, Queck, den 24. Oktober 1916. . ^erdiguvg findet statt Donnerstag-, den 26. Oktober 1916 2 Uhr nachmittags. ' Danksagung. ... ,£“f. d , i i ?E® le Ä B 5 wei6e herzlicher Teilnahme bei demHiDsckeiden herzHchen Dank wir allen auf diesem Wege unseren Familien Gerhard. Steinbach und Staufenberg, den 38. Oktober 1916. [7648 Astrachan- ^ piüsch. Garnituren nmmer* (langer Stola und Muff) Plüsch, Samt, Astrachan zur Anfertigung von Mäntelchen in grosser Au s wähl. in noch sehr grosser Auswahl! Pr eislagen von 5®5 92® 15?“ 255? Mark. 7615a Schu&fraße Fisches-Mche Barsche, Hakrelan, Schollen, gr. Heringe, Schellfische bei M. Simoa, Walltorstr.43. i 012803 Üiermann*s Elackpulver von höchster Triebkraft i lOCOfacl» bestens bewährt Milch-Centrifugen Buttermaschinen FilttersAeAmMinkii Schrotmühlen Haferquetschm Knochenmühlen Futterdämpfer Kartoffelquetschen Puhmühlen, Trieuri Jauchepumpen Jauchefäffer Dezimaltvagen usm. empfiehlt in neuesten Konstruktionen !3947 Rosenthal, Liobigstraßc 13. Fornssr. 77. Treibriemen — alle Serton « Kesehiae» -. Betör - Oel, Cylinfier-Oe!, Hlaschiaon- foit, Putsvolle, Gummi- Schläuche, Asbest [3438D IMttMnan Neue Mainzer Straße 80 Frankfurt am Hain. Empfehle mich in den aller- neuesten Theater-Frisuren. Abonnenten werden noch etliche angenommen. 1012641 E.Sandory, Asterwea 16II. Dir.: Hermann Steingoett DienStaa, 24. Oft. 19 o abends 8 Uhr: o. DienStag-Abonnemei m Vorstellung. 76 Gewöhn!. Preise termäf Bolksstuek in 5 Bildern "eo Kästner u. 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