ßr.249 Ter Gießrirer ANzei-er erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Sießener Fomilienblätter; Ureisdiall für vr« Kreis Hießen. Bezugspreis: monatl. 90 P*., viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abhole« u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post DU. 2.45 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. s^ernsprech - Anschlüsse: für die Schristleltung112 Verlag, Geschästsstellebl Anschrift für Drabtimch- richten: Anzeige Gießen. Erstes Blatt *66. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 «er Lnz General-Anzeiger für Oberhessen Montag, 25 . Moder *W ..«nähme voll Anzeige. die Tagesnummer bis -umNachmittag vorher, öeilenprcir,». Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellenge« srrche 15Pf., auswärts 25 Ps., b. Plahvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. vauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Bankverkehr: Aug. Goetz. Stadt unb Gewerbebank Gießen Land. Vermischtesu.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. 3n)i!lmgLrunddru>r ».Verlag: Brühl'sche Univ.-Such- u.Steiutzruckerei «.Lange. Schriftlettung. Geschästrjtelle ü.Druckerei- Lchulstr. T. fä'mtUch°'in siegreiche schlacht in kt vobrudjcha. Die Ermordung des Ministerprästdenien Grsfen stürgkh. (WTB.) Großes Hauptquartier, 21.Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Im Somme-Gebiet hält der starke Feuerkampf an. Zwischen Le Sars und Eaucourt l'Abbaye scheiterten englische Angriffe im Nahkampf, weiter östlich erstickte unser kräftiges Wirkungsfcuer auf feindliche Sturmgräben An- griffsversuchc. Vorstöße der Franzosen über die Straße Sailly—Rau- court brachen vor unseren Hindernissen zusammen. Unsere Kampfgeschwader schützten in zahlreichen Luftangriffen die Beobachtungsflieger. Zwölf Flugzeuge des Gegners wurden abgeschossen, vier liegen hinter unseren Linien. Sine nächtliche L u f t st r c i f c auf Bahnhöfe und Muni- rionslLger hinter der feindlichen Front hatte guten, an Explosionen und Bränden beobachteten Erfolg. Heeresgruppe Kronprinz. Rege Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Lcopold vonBayern. Wieder bemühten sich in fruchtlosem verlustreichen Ansturm russische Bataillone, uns die am Westufer des Sto- chod kürzlich gewonnenen Grüben zu entreißen; und wiederum brachte an der Narajowka ein Angriff deutscher Tnrppen unter Führung des Generalmajors von Gallwitz russische Stellungen nordwestlich von S ko morsch y in unsere Hand. Vergebliche Gegenstöße brachten dem Feinde neuen Verlust; 5 Offiziere. 150 Mann. 7 Maschinengewehre konnten schon gestern aus der eroberten Stellung zurückgeführt werden. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der fiebenbürgischen Grenze dauern bei Schneefall und Frost erfolgreiche Wald- und Gebirgskampfe an. Der Rumäne hatte dabei schwere Verluste. Balkan-Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Kümpfe in der Dob rud scha haben sich zu unseren Gunsten entwickelt.. Die verbündeten deutschen, bulgarischen und türkischen Truppen drangen an verschiedenen Punkten m die feindliche Hauptstelluug in der Linie südlich von R a - sova (an der Donau)—Argemlar —Tuzla ein und nähmen Tuzla, die Höhen nordöstlich von To- vraisar, nördlichvon Cocargeaund nordwest- lrch von Mulciova nach heftigen Kämpfen. Wir machten dabei etwa 3 000 Russen. darunter ein Regimentskommandeur, auch einige HundertRu- m ä n e n z u G e f a n g e n e n und erbeuteten 22 Maschinengewehre und einen Mineirwerfer. „ Deutsche Flugzeuggeschwader beteiligten sich erfolgreich aus den Lüften am Kampf. ' ö ^ Mazedonische Front Die Lage ist unverändert. Der erste Generalguartiermeister Ludendorff. «rohes Hauptquartier. 22.Oktober. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nupprecht von Bayern. Die Sommeschlacht wird mit Erbitterung fortaelew beldersettige stärkste Entfaltung artilleristischerMittel gab auch gestern, vornehmlich auf dem Nordufer, das Gepräge Trommelfeuer auf Gräben und Hinternelände leiteten englische Angriffe ein, die von der Anc re bis Co u rce- lette und beiderseits von Gueudecourt in oft wiederholtem Ansturm vorbrachen. Unter dem rücksichtslosen Men^cheneinmtz entsprechenden Opfern gelang es dem Gegner m Richtung G r a n d c o u r t P y s Boden zu gewinnen bei Gueudecourt wurde ft abgewlesen. ' 1 Heftige Kümpfe bei Sailly blieben ohne Erfolg für die Franzosen. Südlich der S o m m e brachte ein Gegenangriff unsln Besitz einer Anzahl kürzlich verlorener G Len iwk ichen Braches und La Mar so nette, wir nahmen den Luzosen hier drei Offiziere. e i nhn nde77zwe i- geweh?eL M un * künf Maschinen- In den Waldstücken nördlich von Chaulnes wird seit gestern abend erneut gekämpft. ] 1 ^^^^?l!ruppe des Deutschen Kronprinzen. An der Maas hält das lebhafte Artilleriefeuer an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bor der Mitte der Heeresgruppe des Generalobersten von Woyrsch und westlich von L u ck steigerte sich in einzelnen Abschnitten die beiderseitige Feuertätigkeit. Vorfeldkämpfe westlich der oberen Strypa verliefen für uns günstig. Unter Führung des Generals der Infanterie von Gerok haben deutsche Truppen nach räumlich eng begrenzten erfolgreichen Vorstößen der letzten Tage in einheitlichem Angriff zwischen S w i st e l n i k i und S k o m o r o ch y N o lo o den Feind erneut geworfen. Nur ein kleines Geländestück aus dem Westufer der Najarowka ist noch im Besitz des Gegners. Seine zwecklosen Gegenstöße scheiterten, er hatte schwere blutige Verluste. Wir machten acht Offiziere, sieben- h u n d c r t f ü n f u n d v i e r z i g Mann zu Gefangenen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Trotz zäher Verteidigung der Zugänge ihres Landes sind rumänische Tnlppen an mehreren Stellen geworfen worden; den bereits erstrittenen Geländebesitz konnten uns Gegenstöße nicht entreißen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gcneralfeldmarschalls von Mackensen. Die am 19. 10. begonnene Schlacht in der D o b r u d s ch a i st z u u n s e r e n G u n st e n e n 1 s ch i e d e n. Der rumänisch-russische Gegner ist nach schweren Verlusten auf der ganzen Front aus seinen schon im Frieden ausgebauten Stellungen geworfen; die starken Stützpunkte Topraisar und Eovodinu sind genommen. Die verbündeten Truppen verfolgen. Mazedonische Front. Die Kämpfe im Cernabogen sind noch nicht abgeschlossen; deutsche Truppen haben dort eiugegriffen. Der erste Generalguartiermeister Ludendorff. Eine „Wahnsinnstat", so charakterisiert auch der „Vor lvärts" die Ermordung des Grafen Stürakh, der „Vor wärts", der seit einigen Tagen freilich nicht mehr in de Händen der Ueberradikalen ist. Das Matt war bekanntlic verboten worden, und die Zensur hatte an die Wiedei Zulassung die Bedingung geknüpft, daß in der Redaktion, di kerne Gewähr fiir die Vermeidung von Unzulässigkeite biete, eine Aenderung stattsinde. Nach einigen Verhaut lungen ist alsdann eist Mitglied des Parteivorstandes i die Redaktion des „Vorwärts" eingetreten, das mit de nötigen Vollmachten ausgerüstet ist. Und so herrscht irr de Spalten des ehemaligen „Aentvalorgans" nicht mehr de wilde, hetzerische Ton von ehedem. Friedrich Stampfer schreibt im „Vorwärts" über di traurige Tat in Wien ganz menschliche Sätze. Der Täter t wahnsinnig, so sagt er, Stürgkh war eine leidenschaftslos Natur, die gewiß nichts Herausforderndes an sich hattc und der alte Kaiser Franz Josef — ja, da stehen Sätze übe einen Monarchen, die wir wirklich im „Vorwärts" nich zu lesen gewöhnt waren: „Der greise Kaiser von Oesterreich ^hm siel der Bruder, der Sohn, die Gattin, der Neffe im' Throrrfolger — dre blutigen Bilder von Queretaro, Mayer trug, Genf, Sarajewo — wirbeln an uns vorbei — jetzt de Ratgeber in allerschwerster Zeit. Mes menschliche Enrpfin nergt sich vor dem Greis auf dem Thron, wer ha erlebt, wer getragen, was er erlebt und getragen hat!" Wie hat der greise Herrscher die Nachricht von der neue: Bluttat ausgenommen? Er richtet einen bewegten Dankerla, j 1 } 1 ff besonders die Tapferen, die der neuen italrenr scheu Offensive dre Spitze abgebrochen haben. Diese Kund gebung muß den mancherlei Versuchen im feindlichen Aus land, £en „politischen Mord" als Symptom innerpolitischer ^^sa.V^uszumünzen, wirksam begegnen. Nein, die inner Politik Oesterreichs, so schwierig und verwickelt sie rnune rr % u * e auch sie ein totes Jnstruinent, da; ^ verschlossener Kammer aufbewahrt wird, solange der Kriec tobt. Auch rn unseren Nachbarlanden heißt es: zuerst der Ge fahr begegnet, den Sieg erkämpft, dann in Gottes Namer wreder das innerpolitische Werkzeug hervorgeholt! Und o! vkm Kriege das alte Instrument sein wird, oder nicht vrelmehr ein neues, das ganz andere Töne hervorbring als das abgelegte? Ob der alte Hader, die staatlich« Zerrissen hert zu^lcktreten werden? Die Zukunft muß es erweisen. Sicherlich, dre Tat Friedrich Adlers war eine Wahn sinnstnt Konnte der Wahnsnrn dieses Mannes aber nich eine Weile früher erkannt werden? Er hat bis zuletzt c dauern die heftigen Kampfe unvermindert fort. An mehreren Stellen wur den die rumänischen Truppen geworfen. Hceresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. An der oberen Strypa erfolgreiche Verfolgungs kämpfe. Deutsche Tnu-pen rrsttirmten die russischen Stellungen am Desttlfer der Narajowka und warfen den Feind über den Fluß zurück. 9tur ein kleines Geländestück I nk noch im Besitz des 6-egncrs. An Gefangenen wurden acht Offiziere und 745 Mann eingebracht. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Tag verlief ruhig. Südlich des Toblino-Sees wurde die anscheinend vom Sturm losgerisfene Hülle eines italienischen Fesselballons angetrieven und geborgen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. n. k. Truppen keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höser, Feldmarschalleutnant. Mlirksterpräsidertt Graf Ztürgkh ermordet. W i en. 21.Okt. (WTB.) Der Ministerpräsident Graf S tü r g kh ist heute beim Mittagessen vom Herausgeber einer hiesigen Zeitschrift, namens Adler, erschossen worden. Wien, 21. Okt. iWTBO Ministerpräsident Graf Stürgkh wurde heute mittels das Opfer eines Attentats. Während Stürgkh im Hotel Meiftel und Schaden das Mittagessen cinnahm, trat her Schriftsteller Friedrich dl e r an den Tisch heran und gab in rascher ?ln seinander folge drei Schmisse auf den Ministerpräsidenten ab. Graf Stürgkh Nmrde in den Kopf .getroffen und war sofort tot. Wien, 21.Okt. (WTB.) Ueber den Revolveranschlag auf den Grafen Stürgkh erfährt die „Wiener Allgemeine Zeitung" von einem Augenzeugen noch folgende- Einzelheiten: Graf Stürgkh saß wie alltäglich in dem Speiiesaal des Hotels Mcistl und Schaden. Die Herren hatten ihre Mahlzeit gerade beendet, als der Dr. Friedrich Adl er, der drei Tische entfernt sah, plötzlich aufstaud, drei Schritte vorwärts auf den Tisch, wo der Graf saß. zuging und drei Revolverschüsse abfeuerte. Graf Stürgkh sank sofort rot zusammen. Baron Aehrental sing den Grafen auf. Als die Schlüsse fielen, stürzten sofort anwesende deutsche und österreichisch-ungarische Offi- zaere auf den Tater und zogen ihre Säbel. Der Täter gab seinen «Namen an und sagte: „Ich bitte, meine Herren, ich weiß, was ich getan. Ich lasse mich ruhig verhaften." Auf die Frage eines Offiziers warum er dies getan habe, antwortete er: „Das werde ich vor (veracht selbst zu verantworten haben." Ter eingetroffene Inspek- ftonsarzt der Rettungsgesellschaft konnte nur noch den Eintritt des -rodes bei dem Grafen feststellen. - - L? ruchlose Mord des „Kampf"-Radikalisten Adler gibt dem feindlichen Ausland natürlich wieder den willkommenen Anlaß, - en Zusammenbruch unseres österreichisch-ungarischen -verbündeten zu reden. Eine der belilebtesten Redensarten war icd 1trt§ die von Deslrrreichs Zerfall, von seiner inneren Not und Ge- Frühe Wunder der kriegcrichsen Erhebung und uner- Ichutterlrchen Emheit nach außen den Gegnern den Bl und stopstc. ÄLer rm ^nnern frißt doch, der Wurni, werden sie jetzt angesichts der ^hre des Grafen Stürgh frohlockend verkünden. Dagegen ist vom SttaichpuM rußiger Sachlichkeit zu erwidern, daß die Wiener ^.'iordtat keinesfalls aus dem österreichischen Nationalitäteiikon^-> flrkr gieren wurde, also mit dem „Zerfallchmblem" der Donau- rnonarchae gar nichts zu tun bat. Täter verspricht, wohl um sich defonders interesiant zu maäiien, seine Begründungen erst für die Stunde der Gerichtsverhandlung, aber aus seiner Persönlichkeit, lenwr Herkunft, femem bisherigen Wirken und Verhalten heraus erg-Lt auch alles zur Erklärung des Verbrechers Nötige. Die Ermordung Stürghs sollte zunächst ganz äußerlich die Rache dafür fem, daß der österreichische Ministerpräsident mit der Einberufung ^»oder doch des Reichsrats zögerte und überhaupt VarlameiAr-tätigkeit, solange der Krieg tobt, mög- »E zu beichranlen fuchte. Aber der Urgrund, aus dem der Fauo- ^52 er somen Äl; und seinen Entschluß zur Tat schöpfte, liegt .'vch Uefer und seelisch verwickelter. Tr. Friedrich Adler — die ala- ^Wurde stannnt von physikalischen, nicht juristischen oder lEischen Suchen her — hat als Söhn des ehemaligen Arztes' imd Sozmkis^nftrhrers Dr. Viktor Adler die sozialistische Weltan- TulBtt xn Sf 1 " Kinderstube in sich ausgenommen. Aber wahrend man dem Vater die Anerkennung eines besonnenen und vorsichtigen PokAiers nicht versagen kann, bietet sich in dem Sohlt Eopende Bild eines in groteskem Radikalismus verzerrten' Eiferers ^ie Aelmlichkeft mit der Dynastie Liebk n echts drängt unabweisbar, auf. Der Vater eine starke, auch dem politischen Gegner sympathiiche Persönlichkeit mit übersichtlichem Horizont' und bei aller Scharfe großem Verantwortlichkeitsgefühl, der Sohn und Gewissen. Tatsächlich gehört Dr Friedrich Adler zum radikalen Flügel der österreichischen s^mldenwkratitchen Partei und stand in der Erörterung die nch in uer letzten Zeit über die .Haltung der deutschen Sozialdemo- ckraten auch rn der oster rer chrfck>en Presse entspannen hat, auf seiten .st>er Haase-Lrebkn-echt-Ricytung. Mit seinem Vater mid dessen ®e! smmingsgenossen lebte er in Unfrieden und Widerspruch Ifonzo-Front haltenden Truppen wütende uiu großem Opfermutc durch Tage fsrtgesührte feindliche Stürme abgeschlagen. Gleich vergeblich waren feindliche Angriffe in den Alpen und am russischen Kriegs! chmplatze wie in Siebenbürgen. Des Vaterlandes tapfere i^öhne haben im Vereine mit unseren treuen Verbündeten erneuert ihren Wert, ihre todesmutige Ausdauer erwiesen. Allen bewährten Führern, allen Meinen braven Soldaten der Land- und Seemacht bewegten Herzens für all ihre Leistungen. In wärmster Anerkennung ihrer hervorragenden und erfolgreichen Führung ubersende ich deni Kommandanten der ruhmreichen Jsonzo-Armee, Generaloberst von Boroevic, das Zeichen Meiner besonderen belvbenixm Anerkennung und verleihe dem Generaloberst von D e r s z t y a n s z k y , Kommandanten einer Armee, und dem tapferen Korpskommandanten, Meinem' Herrn Vetter, General der Kavallerie Erzherzog Joseph das Militärverdienstkreuz 1. Kl. mit Kriegsdekoration. Wien, 17. Oktober 1916. Franz Joseph m. p. Der bulgarische Bericht. Sofia, 22. Oft. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlicher Tagesbericht : Mazedonische Front: Kerne Aenderung der Lage. Zwilchen dem Prespa-Lee und der Cerna schivacheS Artilleriefcuer >zm Cerna-Bogen entwickelt sich der von uns unternommene Gegenangriff erfolgreich. Wir schlugen einen schwachen Angriff gegen das Dorf Tvrnova ab. Im Moglenica-Tal und auf beiden Seiten des Vardar schwa ches Artilleriefeuer. Äm Fuße der Belasica Planina und an der Strumaftont tellcnweise schwaches Geschützfeuer und Gefechte zwischen Auf- llärungsabteilungen. An der ägäischen Küste beschoß der Feind die Höhen bei Orfano und Leftera. Rumänische Front: An der Donaufront bei Kladova und Silistria Beschießung von beiden Seiten. In der Dobrudscha brachen wir endgültig den Widerstand des Feindes aus seiner Hauptstellnng. Die stark befestigten Punkte E o b a d i nu und Tobraisar sind in unserem Besitz. Der Feind erlitt bei seiner Mederlage schwere Verluste und befindet sich in vollem R ü ck z u g e. Unsere Truppen verfolgen ihn. Unser rechter Flügel besetzte das Tors Tekirgiol und kam bis etwa 10 Kilo m e - J o l 1 ^ 0011 Eonst antza. Die bisher eingebrachte Beute betragt 8 Kanonen, 20 Maschinengewehre und viel anderes Kriegs materml. Wir macksten noch 200 weitere Gefangene. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Neue Forderringeu an Griechenland. Amsterdam, 22. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Athen überreichte der s ranz ö sif che Mllitärattachee heute nochmittag dem König die Forberungen, die die Ueberführung der gesani- t e n T r u p p e n m a ch t a u s T h e s s a l i e n n a ch dem P e l o ??ues und Auslieferung des für die Truppen in Thessalien be- ttmmten Kriegsmaterials an die Allierten einschließen. Die übrigen r5ordernngen find uiibekannt. Die „liaLionaLe" griechische Armee in Saloniki Saloniki, 22. Oft. W.T.B. Nichtamtl.) Meldung des Reuterfckcn Bureaus: Die nationale Armee erhält fortwährend Verstärkungen. 800 Mann und 25 Offiziere der Athener Garnison sind gelanoet. Weitere 500 Mann der Athener Garnison sind an Bord des beschlagnahmten österreichischen Lloyddampfers „Bearienbad" unterwegs. Die nationale Regierung bestellte 15 000 Umformer! für die Division von Serres nw) bezahlt den Familien der Mobilisierten llnlerstützungen. Es wird berichtet, daß die Mobilmachung auf Ehios, Samos, Mythilene und Kreta sehr be- friedigeude Ergebnisse erzielt. Auf Kreta wurden zwei Regimenter gebildet. ^ie Behörden erwarten, daß bald drei vollständige Di- vifionen ausgestellt sein werden. ne Budapest 22. Oft. (WTB. Mchtamtlich.) Ministerpräsident ^anläßlich derErmordungdes Grafen Stürgkh an den öfterreichischcn Landes Verteidigungsminister M™Tamm° T9t nGmcn§ beT ^wgarischen Regierung folgendes o- Durch den gestrigen Trauerfall tief erschüttert, bitte ich Beileid der ungarischen Regierung f ‘ oIerrerchifchen Regierung entgegennehmcn M wollen. Mat ganzer Scharfe empftnden auch wir den Verlust der den osterreichrfchen Schwefterstaat und die österreichische Re- gierung getrosten hat von dem gegenseittgen Vertrauen und Bewußtsein, Kaampsgenosfen d^,eiben hehren Sache zu sein, getragen Dre rntenftve Zufammenarbeit in schwerer, großer Zeit bat inet hen gölten 2Bert ^Berblickfenen erkennen und seine eblcn Eigen- lAen gelekwt. Hochgeachtet und mit warn:er Pietät ge- vfle^ vnrd sern^Andenken auch m unserem Kreise weiterleben. Berlin, 23. Okt. Im .dB o r w ä r t s" schreibt Stamvier- Mr schütteln Fritz Wler nicht ab. Er war kein Bube, aber er war 'SÄ 6 *Ä' ^ imtL L kn Aufgaben politischer Arbeit in Zeit, deuen er nicht gewach,en war, geisttg zusammen- Unferen. Erst seine wirre Tat stellt ibn, außerhalb der Reihen der Parier * » * Ein D«nkerlaß des Kaisers Franz Joseph. Wien 21. Oftober. Streftleurs Militärblatt meldet- Ter Kai f er erlrcß nachstehendes Allerhöchstes Handschwiben -' Lieber Herr Vetter, Fcldmarsckiall Erzherzog Friedrich' Ich Äergebe Ihnen meinen Armee- und Flottenbefebl vom heutigen Tage mid spreche Ihnen, dem Armec-Oberkonmiandante n E dem s.mel b«V«hrten E»ef des Generalstabes, Generalobersten F-r«herru o»n E»nr»d, dankerfüllt Meine besondere belobende Anerkennung ans. Wien, 17. Oktober 1916. Franz Iosevb rn „ Der Armee- und Flottenbesehl lautet: ' pflichttreu, zähester T-pferkeit und b-° .berpMiderrmsswürdigew Heldermrute haben Mine braven die Der Kaiser im Westen. Berlifi, 21. Okt. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser besuchte am 20. Oktober an der Westfront in Flandeim württembergische und sächsische Truppen, sowie Teile der Garde und anderer preußischen Truppen. In Brügge und Zeebrügge begrüßte Seine Majestät Ma rinetruppenteile und besichtigte die Anlagen der Marine. Luftangriff auf englische Sceftreitkräste. Berlin, 22. Oft. (WTB. Amtlich.) Am 21. Oktober, nach Mittags griff ein Geschwader ucherer Seeflugzeuge engli s ch e S e e st r e i t kra f t e vor der flandrischen Küste erfolgreich mit Bomben an. Ein Treffer wurde auf einem Zerstörer einwandfrei beobachtet. Alle Flugzeuge sind trotz heftiger Beschießung wohlbehalten zun'ickgekehrt. Auszeichnungen. Berlin, 21. Okt. (WDB.) Der „Reichsanzeiger" meldet die Verleihung des Ordens Pour le mörite an Generalleutnant v. Bäckmann, Chef des Generalstabes des Oberkommandos einer Armee, an Kapitänleutnant und Oberleutnant Berthold in einer J-agdstafsel einer Armee, sowie die Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub dem E>eneral der Kavallerie z. D. Grafen v. Schliefseu, ä la suite des Mrassier-älregv- ments Nr. 2, bisher Stellvertretenoer Kommandierender General des 20. Armeekorps. Bom französischen HeereSansschuß. Bern, 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Temps" zufolge hat dre parlamentarische Hee re s ko m m is- sion eine Entschließung angenommen, in der nach Anhörung der Erklärungen des Ministerpräsidenten über die Ereignisse in Rumänien und Mazedonien neuerdings die Notwendigkeit eines einheitlichen Vorgehens der Alliierten betont wird. Zur Borgeschichte deS Krieges zwischen Deutschkand und Italien. Berlin, 21. Okt. (WTB.) Die „Nordd. Allqem. Zta schreibt: ^ Die offiziöse „Tribnna" wandte sich gegen die Fest- tellung des Reichskanzlers in seiner letzten Rede, daß Fürst Bülow vor seiner Abreise aus Rom der italienischen Regierung mitgeteilt hat, die italienische Regierung werde in ihrem Kampfe mit Oesterreich-Ungarn auch auf deutsche Truppen stoßen. Das Blatt behauptet, Fürst Bülofv habe diese Drohung nur angedeutet, aber nicht in dem Augenblick des Eintretens Italiens in den Krieg, weil sie alsdann feinen Zweck mehr «ehabt hatte, sondern während der Unterhandlungen. Sie hätte als Mschrecknngömittel dienen sollen. Da sich die feindliche Presse die Behauptung der „Tribuna" zu eigen machte und zum Anlaß nahm, zu behaupten, der Reichskanzler habe mit seiner Erklürimg bezweckt, Unfrieden zwischen Italien und seinen Bundesgenossen zu stiften veröffentlichen wir nachstehend den Wortlaut der dem Fürsten Bülow seinerzeit erteilten I n str u k t i o n und seine Meldung über die erfolgte Ausführung: B e r 1 i ii, 22 Mai 1915 Wenn die itafienifdfje Regierung ihrc Beziehungen zu der osterrerchrsch«!migarl,ch 2 u Regieruug abbricht wollen iLure Durchlaucht eben,allS dre Passe fordern. Beim Abschied bitte ich Sie, Baron Svnnino zu erklären. Sie müssten ihn d-rmis an,merksam machen, daß die österreichischzungarischen Vor- bände nbcrall mit Dentschcn vermischt sind, und daß ein An- ar„f gegen österreichi ch^ingarischc Truppen sich also rualeich lW,tot lufrt *' Ä ISs° S Fürst Bülow, Rom, * R o m, 23. ®?ai 1915. Das vvrttge Telegramm ttas erst nach meinem letzren Besuch bei Baron Svnnino ein. Ich habe daher den Botfchaftsrat v. Hindenbnrg beauftragt, sich dem General- ickretär im Ministerium des Aeußern, Herrn de Mattino, geqen-» über im Sinne der mitgeteilten Wleiftnrg auszusprechen. Herr v Hmc>enburg meldet mir über die Erledigung seines Auftrages? „Herr de Martins bemertte mir, dies sei eine sehr ernste, höchst bedauerliche Nachricht. Wenn deutsche Truppen sofort in eine ernste Aktion gegen italienische Truppen einttäten, so würde das ins Italien auch Haß g e g e n T c u t s ch l a n d Hervorrufen, von dem gegenwärtig keine Rede sei. Dadurch lvürde zwischen beiden Völkern ein Abgrund entstehen, den viele Jahre friedlicher Annähe- rungsarbeit mckst würden Überdrücken können. Herr de Martimr war so bewegt, wie ich ihn sonst iwch nie gesehen habe. Als ich ihn verließ, betonte er lviederholt, daß Deutschland und Italien! kerne widerstrebenden polittschen Interessen hatten. Ec gäbe sich 5— fy n ' der Krieg nicht zu animos geführt und auf drefe Weife zu einem unheilbaren Bruch zwischen den beiden Völkern tuhren werde." Bülow Norwegen und Deutschland. * Kristiania, 20. Okt. (WTB.) Meldung des Ritzau- scheu Bureaus. „Aftenvosten" schreibt u. a.: Wenn ein heutiges Berliner Telegrani'in meldet, der hiesige deutsche ^sesandte habe die Weisung erhalten,-nachdrücklich gegen, k t-^"^^K^bise der norwegischen Regierung zu protestieren, so scheint dieser Prstest auf einem Mißverständnis zu beruhen. Dies schließt das Blatt aus einer Aeußerung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die die d^achricht von dem deutschen Protest bringt. Es beruhe nämlich vollständig aus einem Mißverständnis, sagt „Afteirposten", wenn die „Nord- deutfche Allgemeine Zeitung" schreibe, daß Norwegen irgend einer kriegführenden Macht gegenüber die Verpflichtung verneine, sein Verbot aufrecht erhalten zu müssen. Iii der Antwort auf das Memorandum der Lllliierten habe die norwegische Regierung ausgeführt, sie glaube sich nicht zum Erlaß eines Verbots verpflichtet. Jetzt aber, da das Verbot durch eine königliche Verordnung vom 13. Oktober erlassen sei, werde es auch allen Kriegführenden gegen- über voll und ganz auftecht erhalten werden. Dies gehe mit aller wünschenswerten Deutlichkeit aus der Verord' nung selbst hervor. Englisch-schwedische Verhandlungen. Stockholm 21. Oft. MTB.) Meldung des schwedischen Telcgrammbureaus Amtlich wird mitgeteilt: Die Schwierigkeiten, die die auf .e-nglifcher Seite getroffenen Maßnahmen für die I ch w e d i f ch e E i n s u h r nnchttger Bedarsswaren herbeiführen, muffen wenn sie fortgesetzt oder vermehrt werden, Schweden vor stellen, nicht imr für Lebensmittel, sondern auch Wr die Hilfsmittel der Landwirtschaft, Rohstoffe für die Industrie ujrp., ein auf der Abwägung der unumgänglichsten Bedürfnisse gegründetes System der Verteilung durchzuführen, cntsvrechend dem Menr das m gewissen kriegführenden Ländern bereits durchge- füyrt ich Nur auf diese Weise können die Gefahren und' Unbe- guemlichreitcn die aus unzureichenden Vorräten erwachsen, in erheblichem Grade vermindert werden. Vorbereitende Vtaßnahmen für die Einführung eines solchen Systems in größerem oder kleinerem umfang find getroffen. Infolge der tief eingreifenden für die Bevölkerung unvermeidlich drückenden Natur eines solchen Systems und auch mit Rückficht ans die Wichtigkeit, die es be- dentet, Hiüdernisfe zu beseittgen, die der für die Schaffung von Ar- beltsgelegenheit und auch aus anderen Gründen nottvcndiaen Ickwedpchcu Ausfuhr entstehen, hielt die Renierung dafür, daß sie den erneuten Versuch machen solle, eine Verbesserung zu erzielen, ohue andere wesentliche Interessen aufzugeben. Zu diesem Zwecke hat die Regierung befchloffen, V e rha udlungen einzuleiter. lieber die llrundzugc herrscht völlige Einigieit !m Ministerr-t, der fich dem von der staatlichen Handelskommission vorgelegten Anträge vollkommen anfckstießen konnte. Für die Verhandlungen wur- den der frühere Minister Hellner, Direktor Friswll von der Aktien . gefeUfchast Grangesberg. Bankdireftor Markus Wattenberg mn Kanzleirat Wefttnan vom Auswürttgen Amt abgeoidnet. Diese werden, fofald die nötigen Vorbereitungen beendet sind, nach London abrersen. * * . Wilsons Leben bedroht. L o n d o n, 21. Okt. „Central News" meldet, daß aestern i in New York ein Mann, der ein Messer und eine Flasche ! mit irgendeiner Flüssigkeit bei sich führte, auf den Kraftwagen des Präsidenten Wilson gesprungen ist. Ter Mann von dem man glaubt, daß er geistesgestört ist, wurde herabg^eschleudcrt und gefangen genommen. Der §eekrieg. Der kleine Kreuzer „München" leicht beschädigt. Lvndon, 22. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Admiraft- tat teilt mit: Ein englisches Unterseeboot traf am 19 Oktober m der Nordsee einen deutschen Kreuz-er der Kolbergklasse mit einem Torpedo. Ter Kreuzer wurde zuletzt mühsam heimwärts fahrend gesehen. , Mtiz des WTB.: Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, handelt es sich um den Kleinen Kreuzer „München", der leicht beschädigt in den Heimathafen zurückgekehrt ist. * Amsterdam, 22. Okt. (WM. Nichtamtlich.) Nach Lloyd-Depeschen ist der norwegische Dampfer „Fulvia" versenkt worden. Me Mannschaft sei gerettet. — Me englischen Leichter „Great" nnd „Princeß May" sind versenkt, die Besatzungen gerettet worden. London, 21. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Dampfer Penylan (3875 Tonnen) ist versenkt worden. K o p e n h a g e n , 21. Okt. (WTB.) Ein Telegramm aus Krageroe in Norwegen besagt, der Dampfer „Athene" der Dampfschifsahrtsgesellschaft Ada, nnt Erz von Narvik nach England unterwegs, wurde versenkt. Der Dampfer „Ada" derselben Gesellschaft ist vor 14 Tagen versenkt worden. Ans Stodt nnd Lcsnd. Gießen. 23. Oktober 1916. Amtliche P e r s o n a l n a cb r i ch t e n. In den Ruhestand wurde versetzt am 16. Oktober die Lehrerin an der Volks- schnle zu Darmsladt Emilie S e e g e r auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer treuen Dienste, vom 1. November 1916 an. ** Kl ein garten bau. Zur weiteren Hebung und Förderung des skleingartenbaues hat die Königliche Gärtner-, lebranftialt in Berlin-Dahlen ein zeitgemäßes und! wicktiges Merkblatt „Anleitung zum Meingartenbau" herausge- gebeu, das kostenlos sowohl an die Kriegsteilnehmer, die aus eigener oder gepachteter Scholle Obst- und Cöemüsebau 'betteibe^ wollen, wie auch an die Teilnehmer der an der Anstalt abgehalte- neu zahlreichen Kurse für Gartenfteunde abgegeben wird. Desgleichen soll den Vereinen der Lanbenkolonisten kostzenLser Bezug ermöglicht iverden, sofern die Anzahl der Merkblätter durch deck Vorstand der bettesfenden Vereine gegen Einsendung des Pvrtts augefordert wird. Die Ratschläge für den Obst- und Gemüsebaif im' Weingarten enthalten zunächst allgemeine Regeln für die Herbst- und Frühjahrsbestellung mid geben übersichtlich Arten (Aussaat. Samenöedarf, Pslanzzeit, Pslcmzwefte. Erntezeit mch «npseUenÄverte Porter, an. Beispiele für AnL-ye von Obst- ulkd USemüfcnärtnt ermöglichen eine fcfpleUc Orientierung und irchere^. **^Verwnndeten-Unterrich1. Am Dienstag abend mL Uhr findet int Hörsaal der Anatomre der dritte Vortrag Über Arbeiterversicherung statt und zwar über die Bedeutung der Krankenversicherung für die Krrc g steil neh- .und deren Angehörige. Zur besseren Erläuterung der in ftraqc kommenden Bestimmungen srnd besondere Vorführun gen (ähnlich wie Lichtbüder) vorgesehen. Auch die Bcrechnun. bei der vierten .g der Invalidenrente der Kriegsteilnehmer soll in dieser Weise erläutert werden. Nach dem Vorttag findet Bespreuung der vouH en Verwundeten gestellten Ansragen auch über sonstige Fragen der Arbeitervcrsicherung statt. ' ** Au s dem S t a d t t h e a t e r b u r e a u. Auf die morgige Wiederholung des wirkungsvollen neuen Volksstücks ,W o d i e Schwalben nisten" im Dienstag-Abonnement sei auch an dieser Stelle hingewiesen. ** P ädag ogiu m. Die Schule begann am 16. Oktober ihr Wintersemester mit einer kurzen Feier im Konfirmandcnsaal der Luka^gemeinde, in dem fortan regelmässig am ?Nontag und toa Schul andachten abgchalten werden. Nach einer Ansprache des föOTt Pfarrer Bechtols hei me r teilte Dir. Brackemann tkü, bah in den Ferien 3 SclMer das Abiturienteneramen einer Oberrealschule bezw. eines Gymnasiums, und 4 die Emsayrigen- nrüsür^g bestände»» haben. Aus die 5. Kriegsanleihe MllMete Schule insgesamt 8361 Mk. Die Anstalt geht nunmehr E 80 Schülern, davon 41 im Pensionat wohnenden, ins WiTttcrhalb- tttotyr In den Lelwkörper sind neu eingetreten: Privatdozent Ar. Ml. Compernaß, früher in Zürich und Köln und Herr Pfarr- «ssistent Hoffmann, Gießen. Landkreis Gietzen. » L e i h g e st e r n, 22. Okl. Der Gefreite Georg Reih von hier, dem bereits vor längerer Zeit die Hessische Tapferkeitsmedaille verlieben wurde, ist kürzlich in den Kämpfen an der Somme auch mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet worden. # Stangenrod, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Bizcseldwebel Lehrer Wilhelm G ö r g. Kreis Büdingen. # Bergheim, 22. Okt. Durch einen Granatschuß starb den Heldentod der Landsturmmann H e n s e l. 4h G l a u b e r g , 22. Okt. Die Hessische TapserkertSmedaille erhielt der Wehrmann H a l b e r st a d t im Füs^Rqt. 80 # O r l e § f) a it j e n , 22. Okt. Aus dem Felde der Ehre starb der Gefreite Betz. 4 Ortenberg. 23. Oft. Wegen der verdienstvollen Tätig keit des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz aus allen Ge bieten der Kriegssürsorge erhielt das älteste Vorstandsmitglied, Oberaktuar Karl Heuhenröder, Schriftführer des Vereins, vo,n Großherzog da« KriegSehrenzeichen am rot-weißen Bande verliehen.^, ^ Niddertal, 22. Okt. Auch in bc?t beiden vergangenen Nächten hielt der Frost an, vorgestern morgen zeigte der Thermometer ein Minimum von 4 heute morgen sogar 5 0 R. als niedrigste Nachttemperatur. Trotzdem scheint der Frost glücklicherweise nur stellenweise Schaden an gerichtet zu haben, nitr Kartoffeln, die ziemlich weit oben lagen, und Dickwurz, die nicht mehr genügend Blätter hatten, scheinen gelitten zu haben. Kreis Alsfeld. # Elbenrod. 22. Okt. Die Schulkinder zeichneten zur b. Kriegsanleihe den Betrag von 1816 Mk., 1100 Mark. Kreis Alsfeld. •• Otterbach, 22. Okt. Dem Wehrmann Heinrich K u 11 aus Otterbach. zurzeit bei einer Munitionskolonne im Osten, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Schotten. G Feldkrücken, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der SanitätS-Gesreite R ü h l im Jnf.-Rgt. 116. _ wg.@ebe rn, 28. Oft. Das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge erhielten Frau Hofprediger W i d m a n n , Frau Forst »„elfter Klingelhösfer und Fräulein Lina TöngeS. Die Herren Forstmeister Klingelhösfer, Gemeindeeinnehmer Franz und Kaufmann Maier Voehl wurden mit dem Hessischen KriegSehrenzeichen ausgezeichnet- Kreis Friedderg. Butzbach, 22. Okt. Heute abend 8 Uhr fand in der Stadckirche zu Butzbach eine Vaterländische Feier st unde statt. Mllstklehrer L. M a r g u r h leitete die Vereinigten Chöre. Die Kirche war voll besetzt. . # K letn-Karben, 22. Okt. Vermißt ist der Lehrer Hem rich Klein. 4P Langenhain, 22. Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der von hier gebürtige Lehrer Adam Kaiser. Dienstlich ver wendet war er in Betzenrod, EinartShausen, Grolsheim und Auerbach. Starkenburg und Rheinhessen. — Ast heim, 22. Okt Die Ehefrau des Landwirt« Bux geriet denn Korndreschen zwischen die Strohprefle und wurde von dieser totgedrückt. . -- Alsheim. 22. Okt. Bei einem Sturz von seinem Fuhr werk büßte der Eisenbahnbeamte Ludwig das Leben ein. Er hinterläßt acht Kiuder. ----Dieburg, 22. Okt. Veterinärrat Friedrich sammelte bei seinen Diensts'ahrten in seinem Bezirk 170000 Mark in Gold und führte ste der Reichsbank zu. Kreis Wetzlar. ä. Wetzlar, 22. Okt. Die König!. Regierung in Koblenz hat aus Anlaß des überaus günstigen Ergebnisses der Zeichnungen au die b. K r i e g « a n l e i h e, zu dem auch die Volksschule und die mittleren Schulen in tatkräftiger Weise mitgewirkt haben, diesen einen freien Schultag gewährt. d. Wetzlar, 23. Okt. Für diese Woche stehen dem Kommunalverbande an Schlachtvieh zur Verfügung: 22 Rinder, 24 Schweine und 24 Kälber. Es entfalle»» auf die Bürgermeistereien Ehringshausen 3 Rinder, 3 Schweine und Kälber, Krosdori 3 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Braunsels 4 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Ulm 1 Rind, 2 Schweine und 3 Kälber, Hohensolms 1 Rind, 1 Schwein und 1 Kalb, Rechte,» bach 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Schwalbach 1 Rind 3 Schweine und 3 Kälber, und Stadt Wetzlar 8 Rinder, 7 Schweine und 6 Kälber. ä. D o r n h o l z h a u s e n, 21. Okt. Der als permißt gemeldete Gardeschüße Anton Braun von hier hat dieser Tage a»»s sranzö sischer Gefangenschaft geschrieben. d. Lützellinde n, 21. Okt. Bei der am 18. ds. Mts. ab gehaltene,» Neuwahl eines Ge»neindevorstehers wurde der Landwirt »»nd bisherige Gemeindevorsteher Johs. Hoßbach von hier auf die gesetzliche Amt-dauer von sechs Jahren »vieder- gewählt. d. Aus dem Kreise Wetzlar, 22. Okt. Die für diese Woche nach den neuerdings eingefulytten Fettkarte»» zur Verausgabung kommende Speisefett menge ist von dem Vorsitzenden des Kreisausschusses auf 40 Gramm pro Kopf der Versorgungs- berechtigten festgesetzt worden. — Der Landrat und Vorsitzende des! Kreisausschusses hat für die unmittelbare Abgabe der von den Städten Wetzlar und Braunsels sonne den Landgenreinden be- chafftzen Kartoffeln cm die Verbraucher für die Zeit vom 1. Oktober 1916 bis auf weiteres folgende Höchstpreise festgesetzt: bei Abnahme zur Einkellerung, ohne daß die Kartoffeln über ein Lager gehen, 4.75 Mark für den Zentner einschließlich Anfuhr, bei Abgabe im Kleinverkauf aus Lagern der Gemeinden oder der »nit der Abgabe betrauten Händler 5.50 Mark für den Zentner. Erfolgt bei unmittelbarem Verkauf von dem Erzeuger an de»r Verbraucher die Anfuhr auf der Achse frei Keller, so sind folgende Fuhrlohnsätze — berechnen: bei einer Entfernung bis 4 Kilometer 30 Pfg., bei zu .... _ _ einer Entfernung von über 4—8 Kilometer 45 Pfg. und bei einer Entfernung von über 8 Kilometer 45 Pfg. für den Zentner. Hessen-Nassau. Die Frankfurter Milchkonferenz. --Frankfurt a. M., 21. Okt. Die heute im Konserenzsaale des Präsidiums zusammengetretene Milchkonferenz, au der außer den Vertretern der staallickM und kr»easwrrtscl>aftlichen Behörden der Regier»urgsbezirke Wiesbaden und Kassel und des Großherzogtums Hessen-Darmstadt auch Abgeordnete der Städte Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen, Offcnbach Aschasfenburg, Mainz, Worms, Ludwighafei», Hanau, Höchst, Homburg usw. te»l- nahmen, ist wie ihre Vorgängerinnen seit September ds. Js. auch diesmal ergebnislos verlaufen. Tie Vertreter der^milch- erzen genden Interessentenkreise aus dem Frankfurter Wirtschaftsgebiet beharrten auf den Forderungen einer Erhöhung des Milchpreises frei Station des Empfangsortes von 24 auf 30 Pfennig Är das Liter; sie begründehen die Forderung mit dein Hinweis auf die merklich gesteigerten Mllcherzeugung kosten und erklärten, ohne diese Erhöhung die Milchproduktion nicht in dem bisherigen Maße sortführen zu formen. Ta für die Händler ein Verdienst von mindestens seM Pfennigen für das Liter berechnet werden Müsie, fet der Verkaufspreis an die Verbraucher auf 36 bezw. 38 Pfennig anzusetzen. Eine Einsizung konnte aus dieser Grundlage ztv-ischen dön Vertretern der Städte und den Vertretern der Landwirtschaft nicht erzielt werden. Ms letztes Mittel zur Beibehaltung der bisherigen Pveissätze sollen nun die beteiligten Regierungen bei den Landwirten vermittelnde Scknitte tun. Doch verspreä)en sich die Vertreter der Städte auch hiervon wenig Erfolge. Ob noch einmal eine Konferenz Zusammentritt, hängt von den Ergebnissen der Vermittlungsversuche der Behörden ab. * [] Marburg, 22. Oft. In den letzten Nächten setzte hier und im ganzen kurhessischen Oberhessen starker Frost ein- In vergangener Nacht stieg die Kälte bis auf 5 Grad. 0 Wetter, 21. Okt. Tie Kinder der Kriegerwitwe Roth Hatten, als ihre Mutter beim Dreschen war, mit Streichhölzern gespielt und auf diese Weise das Zimmer in Brand gesetzt. Nachbarn Löschten den Brand into holten die zwei Kinder heraus. Ein v»er- jjätzriges M ädchen war jedoch so schwer verbrannt, daß! es ans den» Wege m Marburger Klinik starb. Ein Russe, der sich hauptsächlich an dem Rettungswerk beteiligte, hat gleichfalls Brand- verletzungen erlitten. X. Hanau, 22. Okt. In einen» soeben bekannt gegebenen Erlaß »nacht der Regierungspräsident für llntersranken, Dr. v. Brett eich, die unterfränkischen Landnnrtc auf die ernste Lage der Kartoffelversorgung und auf die unbedingte dtotwendigkeit der Beischafftmg .von Kartoffeln für d»e Bedarfsbezirke aufmerksam und führt dann weiter aus: „Werden d»e Kartoffeln nicht in Güte abgegeben, so wird rücksichtslos mit der Enteignung vorgegcmgen werden. Ich vertraue zur Vernunft und zum vaterländischen Sinn der unterfränkischen Landwirte, daß sie es zu Zwangsmaßnahmen nicht kommen lassen werden und daß sie ohne Verzug ihr Möglichstes tun. um das zur Sicherung der Ernährung weitester und zwar der ärmsten Kreise der Bevölkerung unentbehrliche Nahrungsmittel herbeizuschaffen. Die Bevölkerung der Städte und Jndustrieorte mahne ich andersefts zu einer ruhigen Auffassung der Lage. Ganz besonders dringend »varne ich vor der Ueberschreitung der zugelassenen Höchstpreise (Erzeugerhöchstpreis 4 Mk. für den Zentner). Wenn Landwirte leider öfters höhere Preise gefolgert haben, so »»>aren hieran die Verbraucher nicht ohne Schuld; denn diese selbst haben nicht selten, um Kartoffeln sich zu sichern, zu hohe Preise, bis zu 7,50 Mk. für den Zentner, geboten und hierdurch die Preise verdorben." _ . . t X. Gelnhausen, 22 Okt. D»e Stadt hat b»s zum 1. Oktober d. Js. für Krieg«fürsorge aufqewendet 48 795 Mk. Der Steuera»»sfall durch den Beschluß, sämtliche Einkommen von Kriegsteilnehmern unter 3000 Mk. von der Steuer zu befreien, stellt sich auf 27 675 Mk. Kriegsholz ist im Werte von 3000 Mk. hingegeben worden. rs. A u S N a f f a u, 22. Okt. Die S ch o n z e i t f ü r R e h k ä l b e r im Regier»»,»gSbezirk Wiesbaden ist auf das ganze Jahr ausgedehnt, der Beginn der Schonzeit für Rebhühner auf den 13. Dezember festgesetzt worden. Bezüglich der Wachteln und schottischen Moorhühner bleibt e« bei dem gesetzlichen Beginn der Schonzeit, 1. Dezember. und dem Franzosen (nach der Zeit Ludwig XFV.) die Neigung zum Krieg zugeschrieben, die das Volk der Revanche seither nicht verleugnet hat, dem Wällischen, der für Lloyd Georges silberne Kugeln die Bundestreue verriet, die Liebe zum Geld, dem Russen aber zu — Prügeln. Hübsch und klug ist es auch, was er über Sitten »mb Eigenlasten im allgemeinen bemerkt: bei den Franzosen „leichtinnig und'gesprächig", bei den Wällischen „hinterhältig und eifersüchtig", bei de»» Deutschen ,-offenherzig," „w-eltläuftg und gewinnend" bei den Engländern, bei der» Russen aber „boshaft und unenergisch". Darum heißt es denn auch in der „Vergleichung mit den Tieren": „Fuchs" für den Franzosen, „Luchs" für den Italiener, „Pferd" für den geschmeidig eleganten Engländer, ,Löwe" für den Deutschen und — „Esel" für den Russen. Alles in den Schatten aber stellt seine Teftnierung der „Kriegstugenden". Da heißt die Kriegstugend der Engländer — „Seehandel"! Da ist die der Italiener „ftirfichstig" genannt: (o Graf Cadorna), die des moskowitischen Bären „mühsam", die der Franzosen „arglistig", tapfer" die des Ungarn. Beim Deutschen aber heißt es „unüberwindlich". Und dieses Wort kann nicht für die Zeit der Zersplitterung um 1800 gelte»», es gilt ftir heute und morgen: ein Propheten- wvrt! Der Charakter der Nationen. Man schreibt »»ns aus Wien: In einem Wirtshause am Wege, in das ich diesen Sommer einmal einvehrte, fand ich eine alte verräucherte Tafel, die eine „kurze Beschreibung der m Europa befindlichen Völker und ihrer Eigenschaften" enthiell. Und da das augenblicklich eine ganz interessa»ite Gesellschaft ist, sah ich mir das Ding näher an. Es hing auch nicht in einem gewöhnlichen, sondern in einem literarischen Gasthause, dessen Wirt in Lupitsch bei Aussee, in der Steiermark, vor Zellen der Mundartendichter Josef Kain gewesen war. Das Mter der Tafel ließ sich nicht genau feststcllen. Ein uraltes Mutterl, das ich darnach fragte, sagte nur: „Dös woasinet, steht kcm Jahrzahl draus!" Liber die in Europa befindlichen Nationen waren nicht nur in 13 Gruppen nach Sitten und Naturanlagen, Verstandeskräften und wissenschaftlicher Vor liebe, nach Tracht und Untugend, .Hang und Kriegslugend beschrieben, sie waren auch konterfeit, Deutsche »rnd Franzosen in altmodischer Tracht, der Ungar in brennrotem Nationalkostüm, verbrämt und verschnürt,, der Engländer als Stutzer mit Sttilp- stiefeln und Haarbeutel, »rnd so ließ sich die Entstehungszeit dieser Körperpsychologie in Schlagworten immerhin in den Ausgang des 18. Jahrhunderts datieren. Manches, was da gesagt lmrb, ist freilich nur ein derber Spaß, manches aber ewig gültig und wirkt gerade heiite wie Prophetie. Jedenfalls war cs ein kluger und weltläuftger Mann, der diese Charakteristik der Nationen in die Tafel ein trug, u»»d oft» deutscher Mcurn obendrein. Seinen Landsleuten sagt er als Schlinrmes nur die „Liebe z»nn Tr»mk' nach und in punkto „Tracht der Kleidung" „machen alles Nach/ Damals scho»i! . ... Dafür hat er es gegen den Mnskowller um so schärfer. Ta setzt es. t»»enn man die Rubrik durchläuft, am Ende allemal eins ab. So z. B. heißt es im Kapitel „Verstmrd" beim Wällischen „scharfsinnig", beim Deutsche»», den» Volk, das allein unter alle»» Modernen die Herzkraft des Humors hat, „witzig", beim Eng länder „anmutig", beim Moskalen aber mit lapidarer Kürze „gar nichts"> Oder: es wird die „Liebe" der Nationen abgehandelt vermrscheer. * WaS ist ein Großkai»»vfsch»sf? Ueber diesen Begriff herrscht, wie die tägliche Erfahrung lehrt, »i» Laienkreisen zieinliche Unklarheit. Die Aeze»chn»»ng „GroßkatNpfschiffE ist durchaus nicht. gleichbede»»tend »nit L»i»iei»sch»ff. Letzterer Schiffstyp bildet den Kern einer Schlachtstotte, die eigentliche Schlachtlrnie (daher a»»ch der Name). Während die Linie»»sch»ffe noch bis zun» Jahre 1905 eine Wafferverdräng»»ng vor» höchstens 16 000 Tor»nei» und eine schivere Bewaffnu»»g von nicht über vier 30,5-Zentimeter- Geschützen ausiveisei», sch»»f England im Jahre 1906 »nit der „Dread- nought" ei»»ei» neuen, bedeutend vergrößerter» und viel stärker be- »vaffnete»» Linienschiffstyp, das erste Großkanrpfschiff. Während diese Dreadnought" ungefähr 19 000 Tonne»» verdrä,»gte und zehn 30,b-Zentin»eter'Geschütze als Hauptbewafin»»ng trug, sind die »»euesten Grobkampsschiffe der verschiedener» Mächte, die sogenannter» Ueber-Dreadnoughts", schor» bei 30- bis 32 000 Tor»nen und zehr» 38,1--Zei»tlmeter-Geschütze>» angelangt. Unter einer»» Großkampf- chiff versteht n»a»» sonrit ein modernes Großlinienschiff »nit einer Wasserverdrängung von »nindestens 18 000 Tonnen und »»»ehr und einer Hauptbervaffnung von »venigstens acht schweren Geschützen. Mit anderen Worten: Für die Bezeichnung ^Großkainpfschiff" kann immer nur ein Linienschiff in Frage kommen; aber nicht jedes Linienschiff ist ein Groß kampfschiff. UniVersrtLtS-Nachviebtsn. () Marburg, 22. Okt. In der Aula der.Universität fand heute in üblicher Weifte die feierliche Einführung des neu- gewählten Rektors der Universität für das Amtsjahr 1916 bis 1917 statt. Der bisherige Rektor, Professor der Ger- »»ranistik Dr. phil. Ernst Elster, »vies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß die diesmlaligc Rektoreinftührung zum drittenmal unter dem Zeichen des Krieges stände. Er'gedachte in ernsten Worten der Relen Angehörige»» der Universität, die im Felde stehen u»»d derjenigen, die den Heldentod ftirs Vaterland er- ten. Jir seinem Bericht über das verflossene Universitätsjahr tellte er nllt, daß das letzte Sommersemester bezüglich des Besuchs an achter Stelle von sämtliche»» deutschen Universitäten stehe. Tank der Fürsorge der königlichen Staatsregierirng habe die Lehrtätigkeit keine Störung erfahrerr, sie fei »»och durch die Einführung des türkischen und russischen Unterrichts erweitert worden. U. erwähnte er weiter, daß laut Verfügung die Universität das ursprüngliche alte Universitätssiegel Philipps des Großmütigen aus dem Jahre 1527, das gelegentlich des hessischen Erbsolgestreits im Jahre 1653 durch ein mcheres ersetzt wurde, wieder fuhren dürfe. Er lübergab dann dem neuen Rektor, Professor der Rechte Dr. jur. Franz Leonhard die Zeichen seiner Würde, »vorauf dieser eilten fachwissenschaftlichen Vortrag über „Auslegung und Ausleg u »» g s n o r m e n" hielt. Wie sie begonnen, so schloß auch die Feier imt einem Orgelvortrag des Universitäts-Musikdirektors Jenner. _ __ Letzte Nachrichten. Griechenlands Vergewaltigung. Lugano, 23. Okt. Dem „Corriere della Sera" nürd aus Athen berichtet, in Ententekreisen hoffe »nan, daß Griechenland endlich gezähmt sei i»»rd allen Forderungen der Entente Nachkommen werde. Auch die Bevölkerung scheine resigniert zu sein. Die griechische Regierung habe inznnschen den Kriegeroereinen jcde wellere Kundgebimg verboten und lasse die/ Hauptstadt von griechischen Patroulllen durchziehen. Der Piräus werde von französischen und italienischen Truppen überwacht. Um der Entente eine»» Beweis der ?toyalität zu geben, scheine der König berell zu sein, die griechische»» Truppen nach dem Peloponnes zurückzuziehen, svivie emige Jahrgänge zu beurlauben. Prinz Georg von Griechenland in Paris. Kopenhagen, 23.Okt. „Berlingslke Tidende" berichtet aus Paris: Prinz Gs>rg von Griochmland, der Bruder des Königs, ist Astern aus Lmidon in Paris eingetroffen. In Lo»»don hatte der Prinz längere Beratungen .mit dem Körrig und Mitgliedern der englischen Regierung. Genf, 23. Ort. Tie Pariser Blätter wissen nichts Geiraues über das Datum der Abreise des Prinzen Georg. Er sei über die Griechen!a»»d betreffenden Beschlüsse der Boillogner Konferenz unterrichtet worden und habe hierüber nach Athen telegraphiert. Der- nftttlich erwarte Prinz Georg eine besondere Einladung, nach Äther zu kommen. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Die Höchstmenge an Fleisch und Fleftchtvaren, die wöchentlich auf (eine Fleischkarte entndmNren cherden darf, »vird für den Landkreis Gießen bis M»f weiteres auf 200 Granr'm Schlacht- viehfteisch mit eingeivachfenen Knochen festgesetzt. Es entfallen somit auf Vio Anteil: 20 Gramm Fleisch mit eingewachsenen Knochen oder 16 Gramm Fleisch ohne Knochen, Schinken, Dvnerwürst, SpÄk, Zunge, Rohfett, oder: 40 Gramm Wüd, Frischwurst, Eingeiveide, Fleischkonser^ ven einschl. des Dosengervichtes. Gießen, den 23. Oktober 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _I. 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Eichenauer Clara Maurer geb. Eichenauer Bertha Hopp geb. Eichenauer Dr. Maurer, Stabsarzt d. L. L, z. Zt. im Felde Gg. Hopp, Landwirtschaftslehrer, z. Zt. im Felde und 5 Enkelkinder. Gießen, Worms, Iserlohn, den 22. Oktober 1916. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Oktober, nachmittags 7 2 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. — Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir, dem Ernste der Zeit entsprechend, absehen zu wollen. 7r »*i MWeAMl-WllWe in drei Preislagen feinst, biiitenheil. Cahiiau in Fischen ä 4—8 Pfd. kopflos u. im Ausschnitt. Frische Fisch “Koteletts. Garantiert beste Qualität in strammer Eispackung zu äunerstem Tagespreis. Versand nach auswärts erfolgt ohne Berechnung der Verpackung. Regulierung kann evtl. monatlich erfolgen. Hochachtungsvoll 012714 Gebrüder Berta Bahnhosstr. 27. Fernspr. 231. So plötzlich \am dio Trauerkunde, Gebrochen sei dein junges Herz. O Gott, wie schwer war diese Stunde. Wie unaussprechlich nun der Schmerz. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternhaus. Nun ruhe sanft, du lieber guter, O braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Ruhe sanft, du gutes Herz Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Todes-Anzeige. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober unser lieber braver, unvergeßlicher Sohn, unser guter Bruder der Kanonier Karl Burk im Bataillon 61 der 11. Artillerie=Munitions-I SilnigHnashefni. Hausbursche ges. Bäckerei Pfeiffer, Neustadt 24. Tüchi. Lausfrau od.Mädch. gesucht. Vorm, von8—11 Uhr. 7642! Mebigsiraße 15. Sanbere Fraa oder Mädchen einige Stunden tägl. gesucht. Ql-^i Jobanuesstr. 15 «I. Ein tüchtiges, einfach. Hausmädchen od. Frau geg. hoh. Lohn auf ein Gut gesucht, per sofort oder Weihnachten. Hof Tiergarten b. Büdingen. [7620 Ordentl., fleiff. Mädchen für besseres Haus gesucht. Zu erfr. i. d. Geschst. d. G. A. 7835 Gesucht für sofort od. 1. 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