Kr. 246 Der Sietzener Anzeiger erscheint tätlich, außer EonntagS. - Beilagen: Siebener ^amNienblälter; Ureirdlalt für de« Ureis Sieben. Vezugspreis: nwnatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausfckl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleitung112 Verlag,Geschäitsstel!e51 Anschrift fürDrahtnach- richten: Anzeiger Sieben. Erstes Blatt f66. Jahrgang Donnerstag, J?.®ftober Postscheckkonto: Zranksurt a.M. 11686 euerm-Anzeiger für vankoerkehr: Sewerbebank Sichen Swillingsrund druck u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Sejchästrftelle u. Druckerei: Lchuistr. 7. ahme von Anzug«. die Tagesnunnuer bic- ztlinNachmfttag vorhe . Zeilenpreir, f. Llnzeigen: Örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pf.. Reklaineu 75 Pf., bei Platzvochchrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Ir. R. Zenz.> Anzeigenteil: H. Vech sämtlich in Gießen. (WTD.) Trotzes Hauptquartier. 18.Oktöber. (Amtlich.) WestlicherKriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Der Artilleriekampf erreichte besonders nördlich der Somme in breiten Abschnitten beträchtliche Stärke. Zwischen Le Sars und Guendecourt griffet! die Engländer, von Lesboeufs bis Rancourt die Franzosen abends an. Unser Vernichtungsfeuer auf die gefüllten Stnrmgräben des Feindes brachte den Angriff beiderseits Eauconrt l'Ab- baye im Entstehen zum Scheitern. Bei Gneudceourt kam cs zu heftigen Nahkümpfen, in denen unsere Stellungen voll behauptet wurden. Die aus der Gegend von Morval und Rancourt vorbrechenden Franzosen wurden nach hartem Kampfe angewiesen, in Sailly ist der Gegner cingedrungen. Der Kampf ist dort noch im Gange. Seitlich der Haupl!- angriffsstellen, bei Thiepval, Courcelctte und Bouchavesncs brachten Vorstöße dem Angreifer keinerlei Erfolg. Fünf feindliche Flugzeuge unterlagen im Luftkampf. Front des Deutschen Kronprinzen. Auf dem östlichen Ufer der Maas rege Feuertätigkeit. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Nach dem verlustreichen Scheitern der starken Jnfan- terieangriffe gegen die Front westlich von Luck beschränkte sich dort der Feind auf lebhaftes Artilleriescuer. Gegen die österreichisch-ungarischen Stellungen bei Zwyzin (nordwestlich von Zalocze) angreifendc Infanterie wurde unter starken Verlusten durch Feuer in ihre Gräben zurückgetrieben. Auf dem westlichen Narajowka-Ufer, südwestlich von Herbutow, stürmten nach ausgiebiger Artillericwirkung bayrische Bataillone einen russischen Stützpunkt und brachten zwei Offiziere, dreilyrndertfünfzig Mann, zwölf Maschinengewehre ein. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Au der Bystryca-Solo'twinska scheiterte ein Angrift gegen unsere vorgeschobenen Stellungen. In den Karpathen lag die Luvowahöhe unter starkem Geschützfeuer. im Kirlibaba-Abschnitt wurden Vorstöße zurückgewiesen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Die Gesamtlage hat sich nicht geändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Mazedonische Front. Gesteigertes Artilleriefeuer leitete westlich der Bahn Bitolj — Florina, sowie nördlich und nordöstlich der Nidze Planina feindliche Teilangriffe ein, die mist- langen. Ein bulgarischer Vorstost säuberte ein Serbennest auf dem nördlichen Ufer der Cerna. Der erste Generalquartiermeister Ludendorff. Französische Truppen sind in Athen gelandet, hak dort öffentliche Gebäude und Straßen besetzt! Als Gru für dieses Vorgehen werden Unruhen angegeben, die sich < Montag in der griechischen Hauptstadt abgespielt hak sollen, als Ko mg Konstantin die Marinetruppen besichtig die der Führung der Entente unterstellt werden sollten. fou das griechische Volksgefühl sich in Hochrufen für d Ko mg und in Kundgebungen gegen die freinden Unterdrüc Luft gemacht haben. Die Behandlung Griechenlands du den Vrerverband erinnert an eine Schlangenfütterung: d Reptil ubergießt,sein Opfer zuerst mit Schleim und Sp chel bevor es dieses verschlingt. Unendlich lange dauert di Schlangenmahlzeit Englands und Frankreichs, und sie bie emen Anblick widerlichster Art. Es hätte der Welt einen iw deren Grad von Abneigung eingeflößt, wenn der britis LZeu sich mit einem Male wütend auf Hellas gestürzt hat um es sich gefügig zu machen. Aber man zögerte, das Et weder-^Oder allzu rauh herauszubrüllen, weil man imn wreder hoffte Griechen and werde ..fteiwillig" sich dem ql. realen Troß der Verbündeten anschließen, Freiwillig Da Ware Albwn nt der Toga des Retters erschienen, seine W ätschen Scheines hatte neue Sonnenstrahlen aufgcfang und ausgeiandt. Frankreich hätte woht lieber, wie n öfter aus seinen Zeitungen ersehen konnten, kurzen Pi M«°macht: es verfügt nicht über dieses ausgedehnte 3 ^t^"^°""tucke Tartüsferie und — Verschrobenheit ti ,m Grunde laust doch diese Litnausschleppu Der Vergewaltigung des kleinen Landes auch auf eine Tl bakt 'ft "ach allen Seiten hin uiang Ifn« imberftreöt noch, der Wühler Bei luhnnMt}' b s« größeren Anhang, macht sich al E,». E^nR^^?°ntraaer der Entente im griechisch Volke allmählich verhaßt. An seinen Kräften haben uns! Ausruhr in Athen. Feinde sich verrechnet. Schon die zuerst geforderten Neuwahlen gaben England und Frankreich eine Enttäuschutig. Sie mußten schärfere Mittel anwenden, eine Erwartung und Hoffnung über die airdere aufgeben. Mit leuchtenden Gesichtern verrichten unsere Feinde gegenwärtig die Schlußarbeit an Griechenland sicherlich nicht. Hilfe können sie sich von dem unterdrückten Lande nicht versprechen^ und wenn nun auch in der Hauptstadt die Wachtposten aufgezogen sind, so bleiben allerlei Gefahren unvermindert bestehen. Sarrails Feldzug verspricht nichts rechtes. Die Lage bleibt so unsicher wie zuvor. Der neue Eingriff in Athen bewirkt außer der Gestellung von Eisenbahnmaterial nur eine Trübung des Glanzes hellenischer Staatshoheit, die aber den Gewalttätern nicht nützt. König Konstantin soll den Willen kundgetan haben, sich nach Larissa zurückzuziehen. Wahrscheinlich wird man ihn ungefährdet ziehen lassen; da ec von der Regierung seines Landes ohnehin ausgeschaltet ist, wird man zögern, ihm Gewalt anzutun; auch die Rücksicht auf die Volksstimmung wird dabei mitsprechen. Wie aber in Athen fortan „regiert" werden soll, wissen auch die olympischen Götter nicht. In Griechenland gibt es zurzeit, genau genommen drei Regierungen: Das Geschäftsministerium Lamüros, mit dem König Konstantin verhandelt hat, ferner das Kabinett der „Gegenregierung", dem-die Entente jedoch noch nicht die offizielle Anerkennung gezollt hat, und schließlich die an- gemaßte Gewalt des Venizelos und seiner .Helfer. In London und Paris hat man die Wahl. Ohne neues Würgen wird es bei dem noch nicht beetrdeten Schlangenschmaus nicht abgehen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18.Okt. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. Oktober 1916. Oestlichcr Kriegsschauplatz. HeeresfrontdesGencr^lsder Kavallerie N Erzherzog Karl. An der ungarisch-rumänischen Grenze trat auch gestern leine wesentliche Aenderung ein. Oestlich von Kirlibaba wehrten unsere Truppen mehrere russische Angrifte ab. An der Bystryca Solotwinsta Vorpostenkämpfe. Heeresfront des Generalscldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. . Nordöstlich von Bolszowce an der Narajowka bemächtigten sich bayerische Truppen eines starken russischen Stützpunktes, wobei sie dem Feinde zwei Offiziere, 350 Mann, zwölf Maschinengewehre abnahmcn. Am obersten Sereth wurde ein russischer Angriftsversuch im Keime vereitelt. In Wolhynien ruhte der Kampf. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern abend griffen beträchtliche Kräfte des Feindes unsere Stellungen am Monte Testo—Boite-Rücken und nördlich des Pasubio-Gipfels an. Die tapferen Verteidiger schlugen diese Vorstöße blutig ab. An einzelnen Stellen der Fleimstal- und Dolomiten- Front. sowie auf der Karst-Hoch fläche war die Artillerie tätigkeit zeitweise recht lebhaft. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Zn Albanien nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschallentnant. Aus Griechenland. Die Kundgebungen vom Montag. Bern, 18. Okt. (WTB.) „Secolo" meldet: Am Montag abend fanden in Athen ^Kundgebungen von griechischen Marine, oldatcn und anderen Teilen der Bevölkerung statt. Die Demonstranten seien mit griechischen und amerikanischen Fahnen unter Rusen: „Nieder m:t 'dem Die rv er band!" durch Idie Straßen gezogen. Kavallerie habe ein schreiten müssen. In Athen solle alles drunter und orüber gehen. Bern, 18. Okt. (WjTB.) Aüs Athen nwldet „Coroicre della Sera" weiter, daß am Tage der Königs Parade immer mdyi Demonstranten eme drohende valttnrg eümahmen. Sie hätten „Nieder mit der Entente!" .gerufen. Polizei, Kavallerw Und griechische Marinetruppen hättet: (mit aufgepflanztcm Seiten- güivchr eingegrisien und die sPlätze gesperrt. Die Menge ser mit Mrechrschen Und amerikanischen Fahnen wor die Gesandtschaft der Bereinigten Staaten gezogen, wo (sich aber niemand am Fenster gezeigt hätte. Das gegenüberliegende,Haus' des Venizelos habe die Menge plündern wollen, doch (seien die Demonstranten von der Polizei zurückgehalten worden, wobei jes zu Zusammenstößen gekommen sei. Die Dcnwnstraitten -hätte:: die Umzüge bis in die späte Nacht fortgesetzt. Um,9 Uhr abends sei der Ministerrat zusammengetreten. Der Korrespondent fügt hinzu, die Lage sei bis letzt mcht besorgniserregend. Be rlin, 19. Okt. Ueber die Kundgebu ngen für Kö- n 1 J ^ 0TI stant: n aut Montag, die den Vorwand zu niuen Tnip- ^ulaaDungen gegebei: haben, benähen verschiedene Blatt« sehr ausftchrlrch. Mw König habe au die Marimosftziercsl. a. das Versprechen gegeben, daß gr sie schützen werde gegen jeden, der es wagen sollte, sie zu bedrohen. Die französischen Truppenlandungen. London, 18. Okt. (WTB.) Die,Times" meldet aus Athen: M a t r o s e n der Alliierten, die unter dem' Befehl französischer Offiziere stehen, wurden von griechischen Polizisten angegriffen: 'infolgedessen werde:: Verhandlungen Uvischen der: Gesandten der Entente und der griechischen Regierung geführt. Man hofft, das Mißverständnis beseitigen zu können. Jn- Kvi,chen ersuchte der französische Gesandte Admiral Fournet, die Kontrolle über die Polizei archers einzurichten. Weiter meldet dasselbe Blatt: Ter amerikanische Gesandte, dem ohne Abordnung ein Protestfschreiben ge- g e n d a s Vorgehen der Entente übergab, antwortete darauf, seine Regierung könne unmöglich eingveisen. Er stimme aber W zu, das Dokument nach Amerika weiterzuleiten. ,, _^ 0 stöo n , 18. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Morning Post erfährt aus Athe:: von: 17. -Oktober, daß Lambros eine .lange U nterredung n: it dem französischen Gesandte n 7-atte, in der dieser erklärte, daß die französischen Ma- troien wegen der Re s er v : st en nur uher: an: Sonntag und.der feindlichen Kundgebu::gen am Montag gela ndet seien, v keine Besetzung der Stadt, sondern irur eine Verstärkung der Po l i z e i. Wer::: in den nächsten Tagen keine weiteren Ruhestörungen mehr vorkonnnen, loürden die Laudungstruppei: wieder eingefchisst werden. —^ Das Gerücht, daß gestern der griechischen Regierrlng eine neue Note der Alliierten überreicht worden sei, ist vollkommen gnindlos. Die griechisck)^: Kreuzer „Aveuoff", „M- kis" und „Lemnos" wurden heute vom Arse:ial von (Ärlamis nach der Stelle in der Nähe des Ankerplatzes der Flotte der Alliierteiv gebracht. Athe n, 17. Okt. (W.T.B. diichtamtlich.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus: -Um 3 Uhr nachmittags' wurde in einem Mi- n iste r r a t über die Lage berate::. Es wurden die Präsidenten der Gewerkschaften gerufen und ihnen geraten, sich aller Knndgeburr- gen zu enthalten: auch die Leiter der Polizei und Gendarmerie wurden gerufen. Nachher wurde eine Kundmachm:g veröffentlicht, d:e das Publikum über^ die Absichten der Alliierten- beruhigen« sollte. — Die franz ösi sche Abteilung in Athen wurde später mit 100 Mann und vier Ptaschinengewehven vefttärkt. Tie Franzosen wurden, als sie durch die Straßen marschierten, mit Beifall begrüßt. Bern. !8.^)kt. (WTB. Nichtamtlich.'! Der Mitarbeiter des ,,Eorricre della Sera" meldet aus Athen: Tie Nacht ist ruhio verlaufen. Ter Platz am Stadttheater ilt andauernd von griech:'chen Truppen besetzt, welche Kundgebungen gegen die französischen Vta- rmesoldaten verhinder::. Tie Franzose,: selbst besetzten das Theater, um das Wachtposten mit aufgepflanztem Seftengewehr stehen. Auf den: gegenüberliegenden Bürgersteig sind griechische Truppen ansgestellt. Der Entschluß des Königs. London, 18. Okt. (WTB.) „Daily Mail" meldet aus Athen vom 17. Oktober: Das Schicksaldes Königs und der Regierung hängt an einen: Faden. Ms der Ministerpräsident gelten: dem K'önrg meldete, daß Admiral Fournet sich weigere, die jüngsted: Forderungen der Alliierten zu mäßigen, fielen heftige Worte. Lambros begab sich hierauf nach den: Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten, uw er sagte, ec beabsichtige zun'ick- zutreten. Schließlich entschloß er sich aber doch, nicht um seine Demission zu ersuchen. ' Ms abends französische Seeleute landet«:, eilte Lambros rasch zum K ö n i g. Er fand :lm in einem Zustande der hö chisten Entrüstung. Der König sagte, es bleibt mir nichts aiüwres übrig, als mit den Meinen nach Larissa zu gehen. Ter Ministerpräsident vermochte den König nicht von diesen: Entschluß abzn- lbringen. Er begab sich deshalb schleunigst nach Athen und beratschlagte mit Skuludis, Gunaris und Tragumis, die auf sein E:'- sucken nach Tatoi gingen, um den König zu beschwören, er möge diesen Schritt nicht tun. Ter König versprach Nun, die Abreise nach .Larissa vorläufig noch an f zu s chi eb en. Inzwischen gebt au^ allen:, was geschieht, seine Absicht hervor, in Larissa alles zuv Verteidigung fertig zu machen. — Ter Korrespondent der „Daily Mail" will erfahren baden, daß an einer der Stationen der Larissa-Linie 16 000 Geschosse, 30 000 Kisten Patrone,: und 40 Feldkanon en angesammelt seien, an zwei anderen Stationen lägen 4000 bis 5000 Gewehre. Eine neue Forderung des Bierverbandes. Athen, 17. Oktober. (WTB.) Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschien Bureaus. Die Alliierten verlangten vom Verkehrs min ister die Gestellung von 200 Eisenbahnwagen aus der Lorissa-Bahn für die Bedürfnisse der Alliierten in Mazedonien. Der Minister bewilligte sic ihnen. Der bulgarische Bericht. Sofia; 18. Oktober. (WTB.) Anttlicher Heeresbericht vom 17. Oktober. M a z e d o n i s ch e F r o t: t. Keine Veräicherung an der Front. Oestlich des Prespa-Soes und in: Cerna-Bogen lebhafte Artillcrie- tätigkeit. Wir schlugen schwache feindliche Angriffe bei den Dörfern Gradeschnitza und Tarnova (Nidze Planina) ab. In der Moq- lenitza-Gegend Ruhe. Auf beiden Wardar-Usern stellenweise schwaches Artilleriefeuer. Bei einem Patrouillerrgefecht östlich des Wardar nahmen wir zwei Engländer gefangen. Am Fuße der Bela- sitza-Plauiua^ schwaches Artilleriefeuer. An der Struma-Front Patrouillen-Scharmützel. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. Rumänische Front. Kerne Veränderung. Längs der Donau Ruhe. In der Dobrudschia stellenweise schwaches Arttllcri:- feuer und Gewehrschüsse. Wir zersprengten zwischen Kujus Mamut trnd Enidje durch unser Feuer eine aurA drei Bataillone:: unü zwei Batterien befteheiche feindliche Mteilung. M:f der Flucht ließ die Bedicnuusisu:am:schaft Geschütze ,:nd Mmntionskisteu zurück. An der Küste des Sckpvarzen Meeres Ruhe. Sv fia, 18. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) Berickst des Generalstabes vom 18. Oktober. Mazedonische Front: Oesllich des Prespa-Sees mrd im Cerna-Bogen lebhafte Artillerietätigkeit. Ein Angriff zweier feindlicher Negerkompagnien in der Umgegend des Dorfes Nogotschieni tourde leicht zurückgesetzlasm. Der sich darauf Mrück unfc erlitt w&e Verluste. Feindliche Angriffe, die heftiger Artillerievorbereitung bei den Dörfern Slivintza und iTarwova und aut der Höhe Dobropolje unternommen wurden, 'scheiterten mrt grotzen Verlusten für den Feind. M o g l e n i c u - T a l das gewöhnliche Artillerie- und Jrrßmtericfeuer. Feindliche Flugzeuge warfen ohne Ergebnis .Bsmben am Prrlep und ein Krrnkenh«us. Auf beiden Seiten des Wardar schwache Artillerietätigkeft. Em Versuch feindlicher Infanterie gegen einen unserer Posten südlich des Dvi ran-Sees vorzugehen, mißlang. Am Fuße der Belasica-Planina Ruhe. 7ln der L-trnnra-Front beschoß die feindliche Artillerie einige bewohnte Ortschaften vor unserer Front. ^ An der Küste des ägäischen Meeres beschoß die feindliche Fl'otte die Höhen bei dem Dorfe Orfano und die Straße Kavala- Drama. Rumänische Front: Es herrscht Ruhe. Die Lage ist unverändert. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 18. Okt. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 17. Oktober. An der Kaukasusfront auf dem rechten Flügel Scharmützel, die günstig für uns verliefen. Im Zentrum haben wir unsere Schützengräben weiter östlich vorgeschoben. T-ie überraschenden Angriffe, die wir gegen den Feind zur Ausführung brachten, froren von Erfolg gekrönt. Wir machten eine Anzahl Gefangene. Asm linken Flügel unternahmen wir mit Erfolg Patrouillen- und .Aufklärung s gefechte. An der Lg yptischen Front griffen feindliche Kavallerieregimenter bei Megäre östlich Suez an, wurden aber unter Verlusten für sie zurückgeschlagen. Auf den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. Die Teurung der Lebensmittel in England. Rotterdam, 18. Okt. (MTB. Nichtamtlich.) Ter „Nisuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Bei der gestrigen Eröffnung der Beratung der Lebensmittelpreise im U n- -terhause sagte der Arbeiterparteiler Barnes, daß die Regierung im allgemeinen so zögernd ausgetreten sei, daß die Interessenten? imstande waren, rechtzeitig Gegenmaßregeln zu treffen und daß ,:die Vorteile, die das Publikum mm den Maßregeln der Regierung "hätte haben können, auf diese Weise wettgemacht seien. Der Redner sagte: Nichts erbittert die Menschen so sehr wie die riesigen Ge- ^mune, die auf Kosten der Armen gemacht worden sind. Barnes verlangte die Festsetzung von Brotpreisen und eine entsprechende Mklchzufuhr gegen einen vernünftigen Preis. Er erklärte, daß die Vereinigungen von Farmern im Westen Englands ihren Mitgliedern empfohlen hätten, die Milch lliebe'r an die Schweine yA verfüttern, als auf den Markt zu bringen. Ein Farmer in Ostengland habe jeden Tag dreißig Gallonen Milch weggeschüttet. Der Abgeordnete verlangte die Einführung von Strafen für derartige' Fälle und die Ernennung eines LebensmittelministerZ. Der Präsident des Handelsamtes Runciman behandelte in seiner Antwort 'hauptsächlich die drei miteinander in Verbindung stehenden Fragen, nämlich die Kontrolle über die Vorräte, die Preissteigerung und die Benutzung der Handelsflotte für Kriegszwecke, und sagte, die eigentliche Ursache für die Preis- ■ steigerung sei, daß das Verbrauck-svermögen des Volkes zugenommen habe, während die Produktionsguellen weniger ergiebig geworden seien. Er wollte von der Ernennung eines Lebensmittel-- Ministers nichts wissen. Das Gros der Kauffahrleiflotte stehe unter der Kontrolle der Regierung. Nur eine kleine Zahl von Schiffen beschäftige sich noch mit der freien Frachffahrt und von diesen verfrachten ^nur ungefähr 60 Lebensmittel. Wenn das allgemein bekannt wäre, würde die Erbitterung nicht Mehr so groß sein können. Zirm! Beweise dafür, wie wenig Einfluß die Frachten auf die Preise der Lebensmittel haben, sagte Runciman, daß bei Fleisch, welches itm vier bis fünf Pence im Preise gestiegen sei, mrr 3 / 8 Pence Preis «erhöhung auf Rechnung der höheren ^Frachten zu setzen seien /Dasjenige, worunter England wirklich leide, fet 'der M angcl .an Schissen. Es würde alles getan, um so rasch wie möglich Schiffe in Dienst zu stellen. Aber man solle sich daran erinnern, daß England durch den Feind und durch die Gefahren der See ^seit Beginn des Krieges zwei Millionen Tonnen f Sronm verloren habe. Düs sei mehr als die Ge , sanfttvnnage der französischen, spanischen oder italienischen Han .delsflotte. Aus jeden Fall müsse es England vermeiden, sich iw ; fcvte Lage einer blockierten Nation zu versetzen. Deshalb wolle e* nichts von Brotkarten, Fleischkarten oder anderen künstlichen Ver- fügiungen hören, die für diejenigen Menschen, die am wenigsten Geld zum: Ankauf zur Verfügung haben, nur schädlich sein würden. Man müsse jede ,,Rationierung" des englischen Volkes bei der Lebensmittelversorgung vermeiden. England und Amerika. London, 18. Oktober. iWTB.) Auf eine Anfrage im Oberhaus, ob die britischen Kreuzer von ihren Erkundungsfahr- '* e ^r2 n amerikanischen Küste auf Ersuchen der amerr- : kam scheu Regierung zurückgezogen worden seien, erwiderte Grey, die amerikanische Regierung hätte, obwohl sie zugab, daß die britischen Lxhiffe die ihnen nach dem Völkerrecht zustehenden Rechte ,mcht überschritten, England sehr nachdri'icklich aufge fordert, keine : Eickundungsfahrt auf der Höhe der anrerikanischen Küste zu unter- , nehmen. Es sei daraus den britischen Schiffen Anweisung gegeben .worden, alles zu vermeiden, was unnötige Beunruhigung verursachen könnte und das Ersuchen Amerikas soweit wie möglich zu ^ erfüllen. Betreffend U 53" sei die englische Regierung versichert, -daß die amerikanische Regierung .die Angelegenheit vollständig ^untersuchen und über ihre Haltung zur gehörigen Zeit Mitteilung > machen werde. Während die Untersuchung schwebe, beabsichtige England mcht, amtliche Vorstellungen wegen des Unterseebootes zu .erheben. 0 Die russischen Kriegskosten. London, 18. Okt. (WTB.) Nach dem „Economist" betragen die russischenKriegskoften 33 Millionen Rubel pro Tag. Während des ersten Kriegsjahres bezifferten sie sich auf etwa 1 675 000 Pfund Sterling täglich, sie haben sich also verdoppelt und steigen weiter. Sine U-Bootbafis an der atlantischen Küste? LE „Vossischer Zeitung" fand am eme heftige Explosion in E a st M a ch i a s an -der Oslluste von Marne statt, was zu der Vermutung Anlaß gab, daß dort an der atlantischen Küste eine deutsche Unterseeboot-Basis besiehe. Ein unbenütztes Gebäude wurde Trümmer gelegt Die Detonation war so stark, daß man 0re 10 Merlen wert hörte. Die Regierung leitete eine Unter- ffuchung ein, um festzustellen, wie dort ohne Wissen der Behörden Explosivstoffe gelagert werden konnten. Amerikanischer Flieger gefallen. ■ 0ft (WW- Nichtamtlich.) Nach dem „Echo lirFfrf ^ ber . f cf) e Stieger Norman 25X111 ce, einer der Teilnehmer am letzten Streiffluae nach Oberndorf, der durch ein deutsches Geschoß schwer verwundet worden war, seinen Verletzungen erlegen. Der Flie- >ger Marcel Poinsot wurde im Luftkampf getötet. ... J 8 9 ft MTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Pe- fttt Parisren wurden außer Prince auch die amerikanischen !Flieger Chapman und Rockwell, ebenfalls Teilnehmer am letzten Streiffluge nach Oberndorf, getötet. Holländische Ausfuhrverbote. hrm 18 ' (WTB. Nichtamtlich.) Die A u s f u h r Gurken-, Zichorien- und Endivl-n- Die rumänischen Greueltaten. Sofia, 16. Oktober. Vom Korrespondent des WTB. Tie von mir auf Ersuchen der bulgarischen Regierung vorge- uommene Untersuchung Wer die Greuel, welche die rumänischen Soldaten gelegentlich chrer Landung bei Rahovo am 1. bis 3. Oktober verübt hatten, ergab die fürchterliche Bestätigung der in den deutschen und bulgarischen amtlichen Berichten erhobenen Beschuldigungen. Tie Rumänen schleppten alles fort und machten fast alles nieder, zum Teil unter scheußlichen Martern. Nur wenige konnten durch besondere Zufälle dem furchtbaren Schicksal entgehen. Glücklicherweise hatte sich die Mehrzahl der Bevölkerung vor der Ankunft der Rumänen durch. die Flucht retten können. Trotzdem ftelen der Mottffucht der Rumänen in den Dörfern Borisowo, Kaja Machte, Para Machte, Q/menio, Wranowo Breschlian, Babowo, Ranowo und Slivo Pole achrz-ig Personen zum Opfer, vierundzwanzig wurden verschleppt. wurde weder auf Alter noch auf Geschlecht oder National ft ät Rücklicht genommen; Frauen, Kinder und Greise, Türken wie Bulgaren, wurden unterschiedslos niedergemacht oder verschleppt. Am schlimmsten hausten die Rumänen im Torfe Babowo,welches vom sechsundvierzigsten Infanterieregiment besetzt umrde. Hier wurden drciundfünfzig Personen getötet, nämlich fünfundzwanzig Männer, vierzehn Frauen mtb vierzehn Kinder. Tie Bewohner wurden meist in die Keller getrieben, soweit sie nickt selbst Dorthin geflohen waren, und von den Fenstern aus erschoss i, das Haus wurde dann angezündet. Im Keller des Hauses ^' sünfundachtzigjährigenl Passe Wassftew wurden einundzwanzig kohlte Leichen gefunden, darunter die der Marina Tekova und ihrer sechs Kinder im Alter von achtzehn bis zu einem halben Jahre, (die Leiche der Mutter hatte noch den Säugling im Arm), ferner die Leichen oer drei-, jährigen Jana und der zweijährigen Simeona Jliewa. Mehrere Leichen waren zusammengebunden; dem örtlichen Befunde nach waren diese Personen von den Rumänen mit Stricken gefesselt, dann mit Petroleum begossen und verbrannt worden. Neun Frauen, zwei Mädchen und zwei Kinder waren von den Rumänen verschont worden, da sie Essen zubereiten sollten, wobei ihnen die Rumänen ankündigten, daß sie später getötet weichen würden. Das plötzliche Auftretens der bulgarischen Truppen jagte jedoch die Rumänen in die Flucht, ehe fte ihre furchtbare Ankündigung verwirklichen konnten Daß die Mordtaten der Rumänen nicht nur auf ihre aus dem Bauernaufstände 1907 bekannten grausamen Gelüste znrückzuführen sind, geht a!ns verschiedenen Aussagen hervor, welche darin überein-- stimmen, daß die Soldaten aus Befehl ihrer Vorgesetzten handelten. So sagte ein Gefangener vor den bulgarischen Leutnants Weki- low und Petronow, vor dem Uebergang über die Donau hätten die Offcziere den Soldaten erklärt, daß nach dem Kriege das gaftze besetzte Land unter die rumänischen Soldaten verteilt werden würde; deshalb müßten alle Bewohner niedergemacht werden. Athanasa ^imitrova sagte aus, sie sei drei rumänischen Soldaten begegnet und habe sie um Gnade angefleht. Einer davon habe gesagt, er wolle sie nicht töten, doch solle sie sich vor den anderen hüten, da sie Befehl hätten, die Bevölkerung zu töten. Baba Dona sagte aus sie sei verschont worden, wejfl fte infolge ihres langer/ Aufenthalts in Rumänien gut rumänisch! gesprochen und sich als Rumänin mrsgegeben habe. Die rumänischen Soldaten hätten sie herumgeführt, damit sie ihnen die Häuser der Reichen zeige. Dabei sah sie, daß eine Gruppe von rumänischen Soldaten die Hauser aufbrach, alles Wertvolle raubte und das übrige zerstörte; eine andere Gruppe, die Häuser cmtzüvfnte und eirte dritte, die Bewohner wegschleppte und tötete. Ein rumänischer Offizier sagte W r '_ daß die rumänischen Soldaten Befehl hätteii, alles zu töten, ^.ar. die rumänischen Soldaten bei ihrem Raub- und Zerstöruugs- werk systematisch vorgiugen, ergibt sich aus dem furchtbares Zustaud der Häuser, von denen keines der Zerstörungswut der Rumänen entging. Alle Möbel und Fensterscheiben sind zertrümmert; stellenweise ist der ganze Hausrat aus den Hof oder in den Garten geschleppt und dort zerschlagen Und angezündet. An das selbst wurde zweimal Feuer gelegt. Nur deni regnerischen Wetter und der weitläufigen Bauweise ist es zu danken, daß trotzdem von hundertvierzig Häusern nur vierzig ein Opfer der Flammen wurden. Vielfach wurden wohlhabende Bewohner gefoltert, damit sie das Versteck ihres Geldes angaben, und dann doch getötet. Ter Gesamteindruck der furchtbaren Ausschreitungen der Rumänen kann am besten wiedergegeben werden durch das Wort eines preußischen Stabsarztes: Ich bin ein alter Afrikaner und habe den Kolonialkrieg in Deutsch^Südwestafrika mitgemacht — selbst die Hottenwtten und Herero begingen mcht derartige Greuel. der Zcnsurverhaltnisse anerkannt. In anderen Ländern, nanrentlfttz auch in FrMitveich und England, sei die Zensur viel strenger^ Die jetzt beantragte Entschließung über den Belagernngszustantt stehe in Widerspruch zu einer ftüheren, derzusolge ein Gesetz nach 'Friedensschluß vor gelegt werden solle. Während des Krieges Aen- derungen vorzunehmen, sei außerordentlich schwierig. Ein Zentrumsredner verlangte beim Generalstab des Feldheeres eine Zentral- And Weschwerdeinstcmz. Er stimme im wesentlichen dem nationalliberalen Jnitiativgesetzentwurf zu. Staatssekretär Dr. Heffferich führte aus, er könne sich nicht vorstellen, daß die Zensur mit zwei Spitzen, einer politischen und einer militärischen, zufriedenstellend durchgeführt werden könne. /Er wies darauf T)m, daß die Oberzensurstelle bereits bisher den Generalkommandos die Richllinie gegeben habe. Er wandte sich gegen den Vorwurf/ als unterstütze er das Oberkommando in den Marken gegen die Kanzlerfrvnde, auch die entgegengesetzte,Behauptung fet mit Unrecht aufgestellt. In der weiteren Aussprache ging ein Konservativer Redner auf die Beschwerden wegen der Haltung der ..Norddeutschen Allgemeinen Zeftuncff" in der Frage der Kriegsziele ein. Staatssekretär T-r. H e l f f e r i ch wies den Borwirrf zurück, als ob insbesondere die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mit zweierlei'Matz imesse und jede kritische Anerkennung als einen persönlichen Angriff auf die Reichsleitung ansehe. — Schließlich wurde der naftv- nalliberale Jnftiativgesetzentwurf demselben Ausschuß überwrescn, idem der nationalliberale Jsntiativgesetzentwurf über Schutzhaft überwiesen worden war. * Berlin, 18. Okt. (WTB.) In der Goldankaufsstelle des Preußischen Abgeordnetenhauses erschien heute am Ge- ^enktaae der Völkerschlacht bei Leipzig ein Kammerherr der Frau Kronprinzessin und überbrachte im Aufträge der hohen Frau eine große Anzahl von Goldschmucksachen, darunter Armbänder, Ketten und Brochen. Auch die Damen des Hofstaates der Frau Kronprinzessin legten ihre Schmucksachen auf dem Altar des Vaterlandes nieder. Der Seekrieg. DaS erfolgreichste U-Boot. Berlin, 18. Okt. Dem Kauitanleutnant Arnauld de la Psritzre ist vom Kaiser oer Orden Pour le me- r i t e verliehen worden. Damit hat wieder ein U-Bootkom- mandant die höchste Kriegsauszeichnung verliehen bekommen, der mit seiner Waffe ungewöhnliche Heldentaten vollbracht bat. Seit dreiviertel Fahren führt Kommandant Arnauld de la Periöre das Unterseeboot 35 mit ungewöhnlichem Schneid und mit Erfolgen, wie nur wenige sie erringen konnten. Er war es, der seinerzeit in Cartagena ernllef und die Post des Kaisers an den König von Spamen brachte. In erfolgreicher Tätigkeit hat er wahrend der neun Monate 126 Schiffe mit einem Gesamtgehalt von 270 000 Tonnen ver- s e n k t. Er hat den Rekord aller U-Bootkommanbauten geschlagen, indem er bei einer eirrzigen Fahrt 91000 Tonnen versenken konnte. Der Wert der vori ihm versenkten Schiffe betragt rund 45 000 000 Mark. Unter seiner Beute sind zwei kleine Kreuzer, nämlich Primula und Riegel, ferner die drei Hilfskreuzer Gallia, Provence und Mineapolis. Sie alle ruhen auf dem Meeresboden. Eine große Anzahl Trans- portdanipfer und Munitionsdampser, die für die Saloniki- Expedition bestimmt waren, sind ebenfalls U 35 zum Opfer gefallen. Nicht weniger als elf bewaffnete Dampfer befinden sich unter den versenkten Schiffen. Mit welchem Schneid und welchem Geschick Kapitänleutnant Arnauld de la Psriöre vorging, beweisen die 17 zum Teil heftigen Gefechte, die er als Kommandant von U 3o mit versenkten Schiffen zu bestehen hatte. Darun- ter waren wiederholt die besonders gefährlichen U-Bootfallen. (Eine U-Bootfalle ist ein Schiff, das nicht, wie andere bewaffnete Handelsdampfer, mit einem Geschütz und ein paar Mann zur Bedienung, sondern das stärker bewaffnet wor™ 1 * s?^^nal besetzt ist.) Bei diesen Kämpfen hat Arnauld de la Periere sogar vier Geschütze erbeu- tet, eine Leistung, die bei der Eigenart des Unterseebootes eine ganz gewaltige zu nennen ist. * London, 18. Okt. (WTB.) Nach einer Lloyds-Meldung ist der norwegische Dampfer „Kong Alf" am 14 Oktober v e r s e n k t worden. . Au§ dem Reiche. Der Hauptausschuß des Reichstags und die Pressezensur Berlin, 18.,Okt. (WTB.) Der Hauptausschuß des Reichstages beschäftigte sich heute weiter mit der Presse- zensur. Ein sortfchrittlicher Redner verlangte die Einsetzung einer verantwortlichen Zentralstelle zur Durchführung einer ein- heitlichen Zenmr. MMisterialdirektor Tr. Lewald erklärte es ^ 9e9 ^ 1 t fr-fe Zeitungen vorgegangen. Ter Rei'chs- verband der Deutschen Presse habe ausdrücklich eine .Befferungj Aus Stabt unb €anb . Gießen, 19. Oktober 1916. Die weiblichen Hamster. Wer sich nicht Augen und Ohren verschließt, wird gestehe!.', daß die weiblichen Hamster in Deutschland außerordenllich zahlreich sind und nach Möglichkeit große Vorräte von Waren aller Art aufgeipeichert^ haben. Bon Anfang gn waren wohlhabende Kreise m beit Großstädten daran meistbcteiligt, insbesondere Börsenkreise, wo man aus Erfahrung weiß, daß wenn Butter steigt, auch Käse tm Preise hmaufgcht, daß der Krieg alle Lebensmittel verteuert. Viele Haiisßaltungen haben erstaunliche Vorräte an Mehl, Grieß usw. aufgehäiift. Eine Bestätigung dafür ist in manchen Zeitungen zu finden, die aus häufige Anfragen Anskimft darüber geben, mit welchen Mitteln Milben aus Grieß entfernt werden können ii. dergl. Einzelne Leute kauften Eier, Speck und besonders Seife für Hunderte von Mark auf Vorrat! In Ihrer Selbstsucht bedachten sie nicht, daß sie dadurch die Allgemeinheit schädigen, die Preise in die Höhe treiben und anderen gemeinnütziger gesinnten oder minderbemittelten Kreisen die Waren verteuern. Was auch immer die Besiandserhebung au Lebensmitteln auf dem Papier ergeben mag, darüber besteht wohl nirgends ein Zweifel, daß die weiblichen/ Hamster mit ihrem starken Eigentumsgesühl sich nicht gescheut ha^n, ihre Vorräte zum größten Teil zu verheimlichen. Dazu verleitete u. a. auch Ibfr Aufnahme selbst, die nur Fleischkonserven oder Gemüsekonserven mit Fleisch ausführt und nicht auch Gemüsekonser ven. Wer kann wissen, welche Büchsen auch Fleisch enthalten? Will man an zuständiger Stelle sich^darüber einige Klarheit verschaffen^ so möge man veranlassen, daß bei einigen Bankdirektoren, Ver- waltungsräten, Mgeordneten, Villenbefttzern und Rentnern die Bestandsangaben durch eine amtliche Aufnahme der wirklich vorhandenen Vorräte nachgeprüft werden. Davor sollte man nicht ziirückschrecken, demr es ist für das Durchhalten des deutschen Volkes von größtem Wert, genaue Angaben über die tatsächlicher Lebensmfttelvorräte zu erlangen. (Aus dem Türmer.! m L. U. Von der Landesuniversität Gießen, Dr. C. August E m g e aus Frankfurt a. M. wurde gestern die venia legendi an unserer Universität für das Fach der Rechtsphilosophie und des Bürgerlichen Rechts erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt „das Grunddogma des rechtsphilosophischen Relativismus". ** A m tl iche Personal nach richten. Der Großherzvgi hat am 20. September d. Js. dem technischen Eisendahnobersekretär Franz Geyer zu Wiesbaden, den Bahlnhofsvorstehern Augiust Kvanichstein, Jakob Mehkbrech zu Rüffelsheim, ^Albert Möhn zu Bischofsheim und Bernhard Neef za Mainz, dem Werkmeister Wilhelm Beck zu Bischofsheim, dem Tähnmeister Karl Kolb zu Erbeirheim, den Oberbahnassistenten Jakob E h r - hard zu Bischofsheim, Peter Euler Lu Groß-Umstadt, Otto H a m m a n n zu Mainz und Johann H e b e r l e zu Schierstem, so- wie den Elsenbahnassistenten Heinrich Feyh zu Remherm und, Ludwig Vogel zu Schierstein, särnllich in der Hessisch-Preußischen Ei>enbahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung verliehen. — , Am 20. September d. Js. wurde den Lokomotivführern Wilhelm Bir e n d e l und Wilhelm S t i e p zu Bischofsheftn, Friedrich H orn, Anton Rü ckert Ludwig Schneider und Johannesi Weißmantel zu Darmstadt, Friedrich Petri, Philipp Schäfer und Josef S co tt i zu Mainz, i>em Zugführer Ernst Har - tenbach zu Saarbrücken, den Werkführern Kcmrad Bender zu Mainz und Christoph M a y zu Darmstadt, dem Wagenmeister Heinrich Bickel zu Deulsch^-Ehlau, !^m Rckngrermeister Peter Borger zu Darmstadt, den Eisetibahn-Unterassistenten Georg Bsucksmaier zu Mainz, Jakob Götz M Seligenstadt, Phllipp Habich zu Darmstadt, Gustav Held zu Arheilgen, Johannes I hle zu Höchst i. O. rmd Karl Müller zu Lretzbach, dem Bahn- hossauffeher Jakob Koch zu Hohen sülzen, sowie den Weichenstellern I. Klasse August B är zu Darmstadt, Heinrich H ö reth zu Wiebelsbach, Pieter Kirch zu Bodenheim, Heinrich Weis zu Ingelheim und Johannes Zecher zu Bischofsheim, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn genreinschaft, die unkündbare Air- stellung verliehen. ** Aus dem Bur eau des Stadttheaters: Ter vorteilhafte Eindruck, den die ersten Vorstellungen und die neuen Mitglieder gemacht haben, hat die erfreuliche Folge gehabt, daß noch weitere Abonnementsanmeldungen erfolgt sind. W sei darauf hin- gewiesen, daß an der Theaterkasse auch weiterhin Neuanmeldungen auf Abormementsplätze entgegengenommen werden und daß für die verflossenen Vorstellungen kostenlos Gutscheine gegeben werden. — ' Ter siür Sonntag abend vorgesehene S. Kadelburg'sche Schwank „F a m i l i e Schimek" wird im Abonnement ' nicht gegeben Werden; das SMck hat in Berlin mit dem Komiker Pallenberg in der Titelrolle an die zweihundert Aufführungen erlebt und sich als überaus bühnenwirksamer Schwank erwiesen. ** D i e erhöhten Strohpreise. Durch die Bekanntmachungen bezüglich der Erhöhung der Strohpreise vom 12. 2. und 28./1. 1916 (Reichs-Gesetzbt. S. 93 und 344) sind Unklarheiten darüber entstanden, ob für die Zahlung der dort angegebenen Preise der Tag des Kaufabschlusses oder der Tag der Lieferung maßgebend ist. Nach dem Wortlaut dieser Bekanntmachungen können die Höchstpreise nur für diejenigen Strohmengen Geltung haben, die bis zum 1. August 1916 geliefert worden sind. D a s heutige K r e i s b l a t t Nr. 131 enthält Bekannt- machnngea über den Verkehr mit Cumaronharz. den Verkehr mit Zucker. H a s e r z u l a q e während der Herbstseldbestellung, Verkehr mit fettlosen Wasch- und Reinigungsmitteln, Bewirt- 'chaftung von Milch und den Verkehr mit Milch. *[ Das Fest der Silbernen Hochzeit feiern am Freitag, den 20. d. Mts., die Eheleute Gerhard Jahres und Margarete Jahres, geb. Kreiling, Steinstraße 17. ^ ^dvstp ro t e sta u ftr äge für El sa ß-Lothri ngen. Nachdem der Kundesrat laut Bekanntmachung vom 5. Okpcher bestimmt l-at, daß die Pr-vtelLfri.it für WqMel, die in E-tiuß- Lothringen zahlbar sind, frühestens mit dem 31. Januar 1917 statt mit dem 31. Oktober 1916 abläuft, ist die Postordnung Bvm 20. März 1900 entsprechend geändert worden. Danach werden bic Postp rot e st a ufträge mit Wechseln, die in diesem Gebiete zahlbar sind und deren ZahlungStag in die Zeit vom 30. Juli 1914 dis einschließlich 29. Januar 1917 Mt, am 31. Jannar 1917 Nochmals zur Zahlung vorgezeigt werden. ** Die hessische Lazarettzeitung Nr. 30 enthält folgende Beiträge: Heimat o Heimat, von Walter Schwerer: Ratschläge für die Träger eines Kunstbeines, von Oberstleutnant z. D. Beigel: Verwundetenkurs an der elektrotechnischen Lehranstalt des Physikalischen Vereins zu Frankfurt: Die Angestelltenversicherung «m Kriege III.; Kriegsbeschädigter als Qualttätsarbeiter; Lazarett-Beratung : Rätselecke. Die Gießen er Beilage enthält: Die Kriegsbeschädigtenfürsorge in, Gießen (Gewerbehaus), von Dr. Krausmüller: Die Hessen miter Napoleons Fahnen 16. bis 19. Oktober 1813, von Tr. H. Berger; Arbeitsmarkt; Ver- \m ndetenunter ircht. ** Vom Lande. Allenthalben sind die Dreschmaschinen an der Arbeit. Weizen und Roggen laufen nicht so gut, wie man vorauszuseheu glaubte. Die Erntevorschätzungen dürftet: in Bezug auf diese beiden Getreidearten. etwas zu hoch gegriffen sein. Wegen der andauernd nassen Witterung lagen die Wintergetreidefelder größtenteils am Boden, so daß die Körnerbildunjg) notleiden mußte. Auch der Rost beeinflußte in manchen Gegenden, besonders in der Wetterau, den Körnerertrag. Sehr gut ist di? Klörnerernte bei dem Hafer; auch der Ertrag der Gerste ist gut. Durch die Freigabe von 20 Zentner Gerste ist auch den kleinen Landwirten Gelegenheit geboten, Schlachtvieh zu mästen. An Stroh wird es nächstes Jahr nicht mangeln. Im Frühjahr und Sommer dieses Jahres ivar das Stroh, besonders das Futterstroh, sehr knapp. Zum Streuen konnte man in waldreichen Gegenden als Ersatz für Stroh Laub benutzen. Im großen und ganzen können wir mit dem Ernteergebnis dieses Jahres recht zufrieden sein, wenn auch die Kartoffelernte hie rund da piel zu wünfchpsn übrig läßt. Tie als „gut" zu bezeichnende Brotfruchtcrnte wird die geringe Kartoffelernte völlig ausgleichen. Wir halten durch! Landkreis Gießen. n. ANendorf a. d. Lda., 18. Okt. Ten Ehrentod fürs Vaterland starb der Weißbiudergeselle Eberhard Senner, der vor zwei Jahren freiwillig als Seesoldat eintrat und zuletzt au der Svm'me kämpfte, sowie der Tienstknecht Ehristoph Reinhardt. dem eine eigne Handgranate die Brust zerschmetterte. Verwundet wurden: Schäfer Christoph Damm, Kaufmann Ehristoph Ranft, Schlosser Heinrich Schneider und Viehhändler Felix Spier. — Der Maurer Christoph Paulus^ .seit Alugust 1914 beim Pionier-Regiment Nr. 25, erhielt das Eiserne Kreuz. ** Alten^Buseck, 19. Okt. Dem Wehrmann Wilhelm Becker von hier, zurzeit bei einer Munitionskolonne in den Karpathen, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. — Dem Musketier Ludwig Schmidt von hier, bei der Maschinengewehr- Kompagnie im Jns.-Rgt. Nr. 81, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Im vorigen Jahre wurde er mit der Hessischen Tapfer- kettSmedaille ausgezeichnet. 3. G r o ß e n - B u s e ck, 18. Okt. Der Landsturmmann Berlin. Sohn des Kaufmanns Solomon Berlin, welcher zum 6-^eiten beordert wurde und das Eiserne Kreuz erhielt, hat auch jegr bic Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. wa. Odenhausen Rabenau, 17. Okt. Gestern ereignete sich hier ein Unglücksfall. Der älteste Sohn des in Ruhe lebenden Lehrers Schweitzer, der in Wiesbaden wohnt und seinen Urlaub hier verbrachte, shüvzte beim Ausäst^u eines Baumes aus beträchtlicher Höhe ab und fiel so unglücklich auf einen Stein, daß er ins Haus getragen werden mußte. Dr. Fritz von Grünberg, welcher zugezogen wuÄe, ordnete die Ueberführunh in die Klinik zu Gießen an. Dort wurde Veckenknochenbruch festgestellt — Von unserem Wachkommando ist ein russischer Gefangener entwichen. ** Steinbach, 18. Oft. Ersatzreservist Heinrich Becker, Sohn des KreisstraßenwärterS Becker, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Becker diente in der 8. Kompagnie Jnf.-Rgt. 222. Er wurde am 1b. Sept. durch Schrapnells verwundet, am 22. Sept. trat er in die Kompagnie zurück, wo er am 31. Sept. zum zweitenmal durch ein Explosivgeschoß verwundet wurde und den rechten Zeigesinger und den rechten Fuß verlor. Becker liegt gegenwärtig .in Gießen. ** Watzenborn, 18. Okt. Der Wehrmann Ludw. Schmitt, der schon seit Kriegsbeginn beim aktiven Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm II. Nr. 116, 12. Komp., steht, wurde am 13. dS. Mts. zum Unterofsizier befördert und erhielt gleichzeitig daS Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Watzenborn-Steinberg, 19. Okt. Dem Vize-Feld- webel Karl Schäfer, Jnf.-Rgt. Nr. 116, 3. Komp., wurde vom Großherzog das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. Kreis Büdingen. A Nidda, 17. Okt. Den Heldentod fürs Vaterland fand im Osten beim Jnf.-Regiment Nr. 222, 2. Kompagnie, infolge eines Halsschusses der Schreinergeselle Karl Rau von hier. Er war Inhaber des Eisernen Kreuzes und stand im 22. Lebensjahre. Kreis Alsfeld. fc. Alsfeld, 19. Okt. Für die Zeit vom 16.—22. d. Mts. wird versuchsweise im diesseitigen Kreis anstatt wie bisher 150 Gramm 250 Gramm Fleisch vro Kops abgegeben. ap. R u p p e r t e n r o d , 19. Okt. Ein zweites Opfer für das Vaterland brachte jetzt die Familie Konrad P r e i ß hier. Ihr zweiter Sohn Otto starb in der Sommeschlacht, im Alter von 20 Jahren, den Heldentod. Die Wertsachen des Gefallenen, die an die Eltern gesandt waren, brachten der Familie die traurige Kunde. Noch ist eS nicht ganz ein Jahr her, fiel der älteste Sohn, Konrad, bei Verdun. — Die hiesige Volksschule zeichnete zur b. Kriegsanleihe die Summe von 3209 Mark. np. Aus dem Ohmtal, 19. Okt. Es muß als eine meteorologische Seltenheit bezeichnet werden, daß ein Jahrgang von Anfang an bis zu Ende derselben Charakter behält — ganz gegen alle Regel. Hat inan sonst in der einen Hälfte des Jahres Trockenheit, so folgt in der anderen das Gegenteil und umgekehtt. J!st diesem Jahre bleibt es durch alle Jahreszeiten: naß und kalt. Ueberall glaubte inan, einen trocknen Herbst zu erwarten, das Gegenteil ist' der Fall. Dabei bleibt es zu verwundern, daß die gute Futter- und Getreideernte unter Dach gebracht wurde. up. Vom Vogelsberg, 19. Okt. Viel Sorgen machten unseren Hausfrauen die neuen Kessel, die an Stelle der kicpfernen angeschafft worden waren. Man befürchtete, sie würden sich beim Honigkochen (Mus) nicht bewähren. Diese Befürchtungen haben sich nicht erfüllt. Die Neuen Kessel, einerlei, ob Gußkessel oder Stahlblech, haben alle die Probe bestanden. Der an und für sich Me Zwetschenhonig konnte überall zur vollen Zufriedenheit gekocht werden.. Verzinkte oder verzinnte Kessel gibt es auf dem Lande nicht. Nur kleinere Wäschekessel sind davon vorhanden. An eine gesundheitsschädigende Einwirkung von Kesseln kann demnach hier nicht gedacht werden. Kreis Lautcrbach. Grebenhain, 18. Okt. Schon längere Zeit wurden mesigen Orte nächtlicherweise allerhand Unfug und Verdrießlichkci Mrsgeüvt, ohne daß es gelange die Täter zu ermitteln. In vorigen Samstag auf Sonntag wurden vier halbwüchj Jüpchen dabei ertappt, wie sie einem hiesigen Einwohner in sei rovsrecke einen Apfelbaum plünderten. Hoffentlich werden sie bu vite Anzeige einen gebührenden Denkzettel erhalt KJ’ l £iSf n bangere Zeit des Nachts ihr Unwesen getrieben Hab 8?"®^ <2# schon im Verdacht, im Laufe dieses Frühja dem Schneidmuller Weitzel, welcher als Wehrmann im Felde sh ■L ÖIt Sägemühle eingeschjlagen, das Fensterblei e Händler verkauft zu haben. — Der Unt ? fmtffet fcm hier, Inhaber des Eisernen Kren 2. Klaffe und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde we- ^rvormg^Er Leistung in der Sommeschlacht mir dem Eisen .9*%* Lj ~ Der Briefträger Heinr. M a ftn »öMeg. 116, 9 Komp., welcher entlassen wurde, erh das Eiserne Kreuz nachträglich verliehen. — Der LaudsturUrnw Äernr. Gauß, welcher im La nb wehr-Reg. 81 diente und in den Kämpfen bei Verdun durch Verwundung des linken Armes invalid geworden ist, hat ebenßllls vorige Woche das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten. Kreis Friedberg. Friedb erg, 19. Okt. Ter „Oberhess. Anz.* schreibt: Es wird zur Beseitigung von Zweifeln darauf hingewiesen, daß aus dem gesperrten Bezirk der 20 Gemeinden nur die Molkerei Nieder- Wötlstadt als amtliche Sammelstelle befugt ist, Milch aus dem Kreise auszuführen. Die übrigen Teche des Kreises bleiben von den Anordnungen unberührt. Q. Bad Nauheim, 19. Okt. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Tie Lieferung von Gaskohlen, wird zum! Preise von 185 Mk. für den Waggon an die Firma Stück & Fischer in Bingen vergeben. Da sich! die in zahlreichen Sttaßen an ge pflanzten Lindenbäume so stark entwickelt haben, !daß sie für die anliegenden Häuser lästig werden, soll der Versuch gemacht werden, die Ausdehnung des Laubdaches der Bäume durch Kuppen zu verringern. Für Erdabhub von eineur zur Bebauung ftei gegebenen Bauplatz in der Bennecke- straße werden 1800 Mark bewilligt. Zwei in Bausachen vorliegende Gesuche vrr Sanitätsrat Dr. Schntidt und Richard Sprengel wert? genehmigt. — Gestern nachmittag hatte die Großh. lBa.de- und Kurverwaltung über 1000 hier zur Kur weilende? Kriegsteilnehmer zu einer musikalischen und dellamatorischen Unterhaltung in dem großen Saal des Konzerthauses eingeladen. oa. Weckes heim, 19 Okt. Dem Unterofsiäer Georg Piee, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. :: Pohl Göns, 18. Okt. Von dem in englischer Gefangenschaft sich besindenden Gefreiten Robert Arnold von hier traf heute aus dem Gefangenenlager zu Schottland bei Pfarrer Naumann ein Gruppenbild einiger Kriegsgefangenen ein, auf dem neben Arnold sich noch ein Unterofsizier sowie 8 Mann besinden. Unter denen drei Inhaber des Eisernen Kreuzes sind. — Arnold, der in den Kämpfen an der Somme in englische Kriegsgefangenschaft geriet, stand im Jnfanterie-Reg. 186. Die auf dem Bilde Befindlichen sind jedenfalls Angehörige desselben Regimentes. * Aus der Wetterau, 19. Okt. Wieder hat heftiges Regempetter eingesetzt. Tie Kartoffelernte ist geborgen; nur hier und da liegt ein einzelner Kartoffelacker, der noch nicht abgeerntet ist. Mit der Herbstbestellung hat man kaum beginnen können; sie wird zum größten Teil in den November fallen. Falls die ungünstige Witterung wieder längere Zeit anhält, ist es nicht ausgeschlossen, daß ein großer Teil des zur Bebauung von Winter- getreche vorgesehenen Ackerlandes liegen bleibt und im Frühjahr mit Sommerfrucht ausgestellt werden muß. Gegenwärtig ist man mit dem Einbringen der Runkeln beschäftigt. Tie Ernte ist in Bezug auf Güte und Menge sehr gut. Ueberall an den Bahnhöfen werden Tickwurz zum Preise von 2 Mk. pro Zpntner eingeladen. Bei dieser guten Bezahlung wird voraussichtlich nächstes Jahr der (Zuckerrübenbau noch mehr eingeschränkt, da die Zuckerrüben billiger sind und viel mehr Arbeit erfordern wjie die Runkeln. Trotz des großen Leutemangels wäre die Ausführung der Arbeiten, wenn nicht immer wieder längere Regenperioden eingetreten wären, wie in normalen Jahren verlaufen, da jung und alt seinen Mann stellt. Starkenburg und Rheinhessen. ** Darmstadt, 19. Oft. Hohe Förderung wird der G o l d- ankaufsstelle zuteil. Der Groß Herzog nahm gestern den Vortrag eines Vertreters der Goldankaufsstelle entgegen und gab zu erkennen, daß ihrer ernsten vaterländischen Ausgabe seine Unterstützung sicher sei. Der Großherzog wird die Goldankaussstelle mit seinem persönlichen Besuche auSzeichnen. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 18. Okt. Für das Vaterland sind gestorben: Grenadier Friedrich Emrich, akt. Garde-Elisabeth-Rgt. Nr. 3, aus Aßlar. Musketier Kärl Daniel, Res.-Jns.-Rgt. 40, aus Kl.-Altenstädten. Infanterist Moritz Sternberg, Bahr. Res.- Jnf.-Rgt. 20, aus Werdorf. Mit dem Eisernen Kteuz 2. Klasse ausgezeichnet wurden: Telephonist Karl Lehn Hardt, Res.-Ers.- Jnf.-Rgt. 1, aus Wetzlar. Musketier Wilhelm Schönberger, akt. -Jnf.-Rgt. 116, aus W.-Nieder girrUes., Feldwebel Otto Schmidt, Jnf.-Rgt. 186, aus Braunfels, Sohn des Gerichts- dieners Schmidt. Unteroffizier K o o b, Jnf.-Mgt. 186, aus Burgsolms. Gefreiter Otto Weber, Jnf.-Rgt. 168, aus Biskirchen. Musketier Kärl Lotz, Jnf.-Rgt. 116, aus Volpertshausen. Unteroffizier Fritz Diehl, Jnf.-Rgt. 116. Gefreiter Heinr. Müller, Jnf.-Rgt. 116; beide aus Ehringshausen. Die Hessische Tapferkeitsmedaille besitzen beide schon. Mit der Hess. Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet wurde: .Musketier Jakob Fink, akt. Jns.-Mgt. Nr. 118, aus W.-Niedergirmes. X N i e d e r k l e e n , 17. Okt. Musketier Heinrich I u n g, Jns.-Rgt. Nr. 30, starb den Heldentod. H. Jung ist 20 Jahre alt und Sohn des Landwirts Hch. Jung. Hessen-Nassau. Kriegs-Volksakademie. --Diez a. L., 18. Okt. Während die erste Woche der 'Kriegs- Volksakademie des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung ntehr der Erörterung und Verttefung allgemeiner Volksbildungs- siagen gewidmet war^ traten in der zweiten Woche wirtschaftliche Probleme in den Mittelpunkt der Verhandlungen. Auch hierfür hatte der Ausschuß nur erprobte Fachleute gewonnen, die nnrklich Neues und Nachahmenswertes boten. In das Gebiet „Volksbildung und Landwirtschaft" führte Tomänenpächter Schneider vom Hof Kleeberg im Westerwald durch einen Vortrag, in dem er für die deutsche Landwirtschaft nach dem Vorbild der dänischen Volkshochschulen eine möglichst hohe Allgemeinbildung forderte. Seminarlehrer Bäuerle (Backnang) sprach über „Krieg und Schmie" in progranimatischer Weise. Besondere Fragen der Kriegswirtschaft behandelten Redakteur Feiler (Frankfurt a. M.), Reichstagsabgeordneter Tr. Quarck und Rechtsanwalt Dr. H. Sinzhei- m e r aus Frankfurt in Vorträgen über „Krieg und Geld", „Frauenarbeit im Kriege" und „Formen der Kriegswirtschaft". Ueber besondere Erfahrungen in der Volksbildungsarbeit während des Krieges hielten Pfarrer und Direktor Becker und Dr. R. Kahn aus Frankfurt Vorträge. Besondere Einzelfragen der Kriegswirtschaft behandelten Stadtrat Rößler (Frankfurt), Bürgermeister R o d y (Niederlahnstein), Konsumvereins gef chäftsführer L i e b m a n n (Frankfurt). Frau Prof. Krukenberg (Kreuznach) und Pfarrer K ü st e r (Höchst a. M.). Theaterreformpläne trug Generalsekretär G e r st (Hildesheim) in fesselnder W«eise vor. Ten meisten Bor- trägen schlossen sich fruchtbringende Besprechungen an. Viel besucht Zpurde die mit der Tagung verbundene kriegswirtschaftliche Ausstellung, die in reicher Fülle eine Uebersicht über die Nutzbarmachung der bisher unbeachtet gebliebenen deutschen Gespinst- und Oelpflanzen bot. Reichen Zuspruchs erfreuten sich ferner die Kochkisten-Lehrgänge des Frankfurter Nationalen Frauendienstes, die prachtvolle Pilzsammlung und die Ausstellung für Lazarett- und Feldlektüre. ra. Biedenkopf, 19. Okt. Der O p s e r t a g für die deutsche Flotte ergab den schönen Betrag von 575 Mk. in unserm Städtchen. — Leutnant der Reserve Heinrich Seelig, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 20, Inhaber des Eisernen Kreuzes, starb den Ehrentod. H Biedenkopf, 18. Okt. Dem mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse bedachten Unteroffizier I. H a i n b a ch aus Wallau wurde auch das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. r». W e i d e n h a u f e n (Kreis Biedenkopf), 18. Oft. Dienstag nachmittag wurde Pfarrer Karl Weldert unter großer Anteilnahme der vereinigten Kirchengemeinde Weidenhausen-Römershausen zur letzten Ruhe gebettet.' ra. Ca mb erg, 19. Okt. Aus Camberg stehen zurzeit 429 Einwohner unter den Waffen, davon sind bereits 38 mit dem Eifer-' nen Kreuz ausgezeichnet und 5 weitere Kämpfer tragen Kriegsauszeichnungen anderer deutscher Bundesstaaten. Daneben ist einmal das Eiserne Kreuz erster Klasse Oberleutnant Ed. Lieber und einmal der Orden vom Zähringer Löwen mit Schwertern Stabsarzt Tr. G r e ß verliehen. Leider deckt aber auch schon 40 unserer Krieger der grüne Rasen. — Bad Homburg v. d. H., 18. Okt. Der Leiter der hiesigen Bürgerschule, Hauptlehrer Heinrich Herrmann, feierte heute in großer Frische und Regsamkeit jein goldenes AmtS- jubiläum als Lehrer. Im Dienst der hiesigen Schulen steht der Jubilar seit 1872. Vorher war er im Kreise Biedenkopf und als Hauslehrer in Sickeubach bei Lautcrbach tätig. — Aus Nassau, 18. Okt. Der Bezirksausschuß zu Wres- badeu beschloß!, die Schonzeit für Rehkalber für den Regierungsbezirk Wiesbaden auf das ganze Jahr auszudehnen. Der Schluß der diesjährigen Jagd aut Rebhühner ist am 14. Dezember. Die Schoirzeit für Wachteln und schottische Moorhühner beginnt tfm 1. Dezember. vermischtes. Armenspeisung. — Würzburg, 18. Okt. Zur dauernden Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig stiftete König Ludwig I. von Bayern eine „Armenspeisuug", die abtvechfelud in den Städten A schaffen- bürg, Würzburg 'und Regensburg am Jahrestag der Schlacht bis heute abgehalten wird. Die Speisung, an der sich jeder Arme beteiligen kanrc, fand heute mittag im Beisein von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden im großen Gartensaal des hiesigen Residenzschlosses statt und fand eine überaus starke Beteiligung. Statt der sonst üblichen zwei Fleischgäirge gab es diesmal nur ein Fleischgericht. Wohl aber erhielt jeder Teilnehmer sein halbes Liter Steinwein aus dem Kgl. Hofkeller, wie es schon seither Brauch war. LustigeMusikstticke einer Milrtärkapelle würzten das Kriegsmahl. Zum Schluß des Essens nahm jeder Gast das von ihm benutzte Besteck als Andenken mit nach Hause. — Im nächsten Jahr findet die Speifttng in Regensburg statt. 9 * Heiteres aus Frankreich — ist jetzt nicht gerade häufig, dennoch sorgen unsere Nachbarn über'm Rhein mit ihrer unverbesserlichen Naivität, Unkenntnis und Unehrlichkeit, auch heute noch zuweilen für unfreiwilligen Hunror. So schreibt z. B. Le Telegramme von Toulouse unterm 19. Sept: ^ „Wenn man an Hand des Wörterbuchs sich damit unterhält, dre am meisten im Vordergrund stehenden Namen der Boche-Welt ins Französische zu übersetzen, so kommt man zu bizarren Entdek- kungeu. So führt z. B. der wilde Hindenburg einen Operettennamen: „Feld maröchal de Castelbiche" (Hiudiu = bi che, Burg = ckateau), der von Luneville her mrd^ neuerdings von der Somme berühmte General von Faßbender heißt „Cercle-de-barriaue" =>* „General Faßreif" (Faß --- berrique, bender --- cercles"). Der Reichskanzler von Bethmann >Hollweg selbst besitzt einen hochsym- bolischen Namen: „L'homme qui fait son lit sur le chemin de l'enfer" (Mann, der sein Bett auf dem Weg zur Hölle macht) ? Was den Vater Spahn, den Zentriumsführer und wütenden Annexionisten betrifft, so müssen wir ihn: „le pere l'espion" = (Vater Spion, übersetzen. — Balzac hat ein Kapitel über die feststehende Vorbedeutung der Eigennamen geschrieben." Es bedarf kaum der Feststellung, daß die sämtlichen Boche- Namen mit echt sianzösischer Ungründlichkeit d. h. falsch und nach dem Grundsatz: „Ter Zweck heiligt die Mittel" übersetzt sind. Universiiäts-ricsckrichten. — Frankfurt a. M., 18.Okt. Der neue Rektor der Universität, .Geheimrat Prof, von Arnim, übernahm heute bei Beginn des Winterhalbjahres 1916/17 die Rektoratsgeschäfte. Die erste öffentliche Immatrikulation findet am 21. Oktober, die zweite am 28. Oktober und die dritte und letzte am 8. November statt. — Landrichter Dr. Ha y mann hat den Ruf an die Universität Rostock als Professor für römisches und bürgerliches Recht angenommen. — Professor Dr. Titze (Göttingen) erhielt einen Ruf als ordentlicher Professor au der juristischen Fakultät der Universität Frankfurt. — & ent, 18. Okt. Am 21. Oktober wird die in eine vlämi- sche Hochschule umgeivandelte Universität Gent durch den Generalmajor von Belgien, Generalobersten v. Bissing dem Lehrkörper übergeben. «Serichtskaal. Berlin, 18. Okt. (W. B.) In dem Mordprozeß gegen die Witwe Jda Wie mann, die am 23. Aiärz d. Js. ihre siebenjährige Tochter Irma getötet und in Rauhenbergen bei Steglitz verscharrt hatte, bejahten die Geschworenen nach kurzer Frage die Schuldfrage nach Mord. Das Gericht verurteilte demgemäß die Angeklagte z u m Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Sricffoflttt der Redaktion. M«»uhme Anfragen bleiben unberücksichtigt^ G. v. Urofdorfer 5trahe. Leute, die bei der jetzt stattfindenden Musterung für tauglich befunden worden sind, müssen nicht am gleichen Tage einrücken. Sie erhalten einen Gestellungsbefehl hierfür erst später. Letzte Nachrichten. Ein englischer Beschwichtigungsversuch. London, 19. Okt. „Daily Chronicle" schreibt iu einem Leitarttkel, daß es nicht notwendig sei, die Landung von Matrosen und Marinesoldaten der Alliierten in Athen sensationell aufzufassen. Gemäß deu-Iediuguugen des Ultimatums, das vorige Woche von der griechisck>en Regierung angeiwmmen worden^ sei, haben die Alliierten die Kontrolle über die Eisenbahn von Piräus nach Larissa und über die griechische Polizei übev^ nommen. Eine derartige Kontrolle könne klarerweise nicht effektiv gemacht werden, ohne daß man sich dazu einer gewissen Zahl von Truppen bedierre. Die Landimg der kleinen Truppenmacht, die jetzt gemeldet wurde, sei nur zu erwarten gewesen. Die innere Lags in Griechenland sei chaotisch und den ReservisteTtbünden sei zu viel Freiheit gelassen worden. Das Ziel der Entente ist, dieser Freiheit ein Ende zu setzen und die innere Ruhe wiedetherzustellen. Man solle nicht vergessen, daß, als Zaimis Ministerpräsident wurde, der Körng ein Programm angenommen hatte, wonach ein Parlanrew gewählt werden sollte. Streik in England. iH aa g, 19. Okt. „Daily Mail" meldet, daß wegen der nicht sofort erfolgten Wiedereinstellung zweier Fuhr knechte, die wegen Diebstahls verurteilt worden warm, 2000 Angestellte der Great Western Bahn einen sogen. Langsamkeitsstteik begvnnenj liaben. Tie Transpottgüter, darunter zahlreiche rasch verderbende Lebensmittel, die nicht nach London gesandt werden könuen, häufen sich ay. Täglich verderben Waren im Wjerte von tausenden von) Psftmd. Die Angestellteir der Lotrdorr und South Western Bahn erklärten ihre Sympathie und lassen die von den anderen Arbeitern nicht weggesch,afften Waren ebenfalls liegen. Bec der liertt'chenden Nahrungsmittelteuerung in London macht sich der passive Widerstand, gegen den es keine gesetzliche Handhabe gibt, sehr urrange- nehm berrrerkbar. Die Karwffelfrage. Königsberg i. Pr., 19. Oktober. Ter Allensteiner Regierungspräsident erklärt im Regierungsblatte, er l-abe die Ueber- zeugung gewonnen, daß bei Anspannimg aller Kräfte größere Mengen Kartoffeln hätten abgeliefert werden können. Er weist die Landräte an, sofort znr Enteignung von M.rtvssAn zu schreiten, wenn die Kartoffelerzeuger nicht irach besten Kräften der Ablieferungspssicht Nachkommen. Ta einige Landwittc zwar den gesetzlichen Höchstpreis verlangten, sich aber für die Anfuhr bis zu zwei Mark für den Zentner zahlet: ließen, sind die Laudräte crw. gewiesen worden, bei derartigen Preisforderungen sofort die gesamte Kartoffelernte des betreffenden Erzeugers zu «tteignm mW außerdem die Anzeige wegen Preiswuchers bei der Staatsanwaltschcht zu eytatten. Todes- RDM Anzeige. So plötzlich kam die Trauerkunde, Gebrochen sei dein gutes Herz. 0 Gott, wie schwer war diese Stunde, Wie unausprechlich nun der Schmerz. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternheim. Die Todesstunde schlug zu früh; Doch Gott der Herr bestimmte sie. Nun ruhe sanft, du lieber guter, O braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. In Feindesland dein treues Auge brach, Dein liebes Herz tat seinen letzten Schlag. Es sollt nicht sein, dass wir uns Wiedersehn. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 20. September mein lieber» guter, braver Sohn, unser innigstgeliebter Bruder, Schwager und Onkel Musketier Karl Görnert Königs-Infanterie-Regiment 145 (Infanterie-Pionier-Abteilung) im blühenden Alter von 26 Jahren. Die tieftrauernde Mutter und Geschwister nebst allen Angehörigen. Weickartshain, Queckborn, Laubach und Gießen, den 19. Oktober 1916. Er ruhe sanft in fremder Erde! Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, den 5. November, nachm. V 2 2 Uhr, in der Kirche zu Weickartshain statt. [012698 Ara 5. Oktober erhielten wir die traurige Gewißheit, daß unser Kamerad Leutnant d. Res. und Komp.-Führer Hans Fischer Ritter des Eis. Kreuzes 1. u. II. Klasse und Inhaber der „Orossh. Hess. Med. für Tapferkeit“ seiner am 27. 9. 16 auf dem Felde der Ehre erhaltenen schweren Verwundung erlegen ist Vorbildlich in Pflichterfüllung und Kameradschaft, gleich beliebt bei Offizieren und Mannschaften, war er einer unserer Besten. Sein Name ist. mit der Geschichte des Batls. verwoben, welches er seinerzeit gründen half. Das Batl. betrauert diesen harten Verlubi aufs Tiefste. Im Namen des Batls. Wehrheim Hauptmann und Bat!r*-Führer. Gestern verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe, gute, treue Mutter, Tochter, Schwester und Tante 012718 Tpdes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung dass unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Elisabeth Weber geb. Baiser nach langem schweren Leiden im Alter von 7 5 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Weber Familie Heinrich Weber. Emma Schneidzinger . geb. Hahn. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Landgrafenstrasse 2), 19. Oktober 1916. Die Beerdigung findet Samstag, den 21. Oktober, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbezeugungen bitten wir absehen zu wollen. H