Kr. 2§5 Der &ic|cncv Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Lietzencr ^amUisnbiätter; Kfctsblatt für den Kreis Sietzen. Vezugspreir: nwnatl. 90 Bi., viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Äichole- u. Ztveigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Btk. 2.45 Vierteljahrs ausfchl. Beitellq. Ferusprech - Anschlüsse: türdieSchristleitungllL Bering,GeschäitSstetteöl Anschrift für Draylnnch- richten: Anzeiger Gießen. Erstes vlatt *66. Jahrgang Mittwoch. *8. Oktober M PostfcheSronto: Frankfurt a.M. **686 General-Anzeiger für Oberheffen jm* vankverkehr: Sewerbebank Gießen Zwillingsrunddruck ».Verlag: vriihl'sche Univ.-8uch- n.Steindruckerei R.Lange. Schristleitung, Geschästsstelle ».Druckerei: Schulstr. 7. ..nnaüme ocn Anzrigcu die TageSiiununcr l'i > zuinNncvrnittag vorhei. Aeilenprcis, f. Anzeiacu: o r 11 i ch 20 Vf.. 93er- nüetungcn u. Ctctlengc- suche 15Pf., nnsivn rt S 25 Pf., v. Plaßvorfchrift 30 Pf., Rcltninen 75 Pi., bei Plattvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: 2lng. Goeß. Berantivortlich siir Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt ulid Land, Bern, ischleöu.Ae- richtssaal: Fr. R. Zen.». Anzeigenteil: v. Beck, santtlich in Gießen. Lin siegreicher Gegenstoß der Armee Vothmer. (WTB.) Trotzes Hauptquartier, 17.Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Armee des Generalfeld marschasls Herzog Albrecht von Württemberg. An vielen Stellen der Front rege Patrouillen- und Feuertätigkeit. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern lagen die Stellungen beiderseits der Somme tagsüber unter starkem Artilleriefeuer, das heftig erwidert wurde. Bei der Bekämpfung feindlicher Batterien leisteten unsere Beobachtungsflieger wertvolle Dienste. Angriffe erfolgten abends nördlich des Flusses gegen die Anschlutzlinien von Gueudecourt und Sailly. südlich gegen unsere Stellungen nördlich von Fresnes—Mazancourt. Bei Gucudeeourt brachen die Anstürme im Sperrfeuer zusam> men. bei Sailly und Fresnes scheiterten sie im Nahkampf, der um kleine Grabenteile noch andanert. Unsere Kampfflieger schossen sechs feindliche Flugzeuge, davon drei hinter den feindlichen Limen ab. Hauptmann Boelkc setzte wieder zwei Gegner anher Gefecht. Front des Deutschen Kronprinzen. In der Champagne wurde ein französischer Vorstoß nördlich von Le Mesnil abgewiesen. Fm Argonncn- und Maasgebiet war der Artilleriekampf stellenweise lebhaft. Orstlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Wieder war die Front der Heeresgruppe Linsingen westlich von Lhck und die des Generalobersten von Böhm-Cr- molli an der Najarowka der Schauplatz siegreicher Abwehr starker feindlicher Angriffe, bei denen die Russen ohne jeden Erfolg von neuem Menschenmassen opferten. So stürmten seit frühem Morgen frisch herangezogcne und wieder aufgefüllte Verbände zehmnal gegen die unter stärkstem Artilleriefeuer gehaltenen Stellungen hannoverscher und braunfchweiger Truppen zwischen Siniawka und Cu- brlno und gegen österreichisch-ungarische Linien südwestlich von Zaturcy vergeblich an. LlbendS setzten gegen den Abschnitt Pustomyty-Dubno nach heftiger Feuervorbereitung dreimal wiederholte starke Angriffe ein, die ebenfalls verlustreich mißlangen. Das gegen die Stellungen der Armee des Generals Grafen von Bothmer gerichtete feindliche Artilleriefeuer steigerte sich mittags zu größter Heftigkeit und dauerte, nur durch die wiederholten feindlichen Anläufe unterbrochen, bis zur Dunkelheit an. Alle Jnfanterieangriffe wurden auch hier abgeschlagen und dem Feinde eine schwere Niederlage bereitet. Gardefüsiliere und pommersche Grenadiere stietzen dem zurückweichenden Feinde nach, nahmen die vordersten feindlichen Gräben in 2 Kilometer Breite und brachten 36 Offiziere. 1900 Mann gefangen, 10 Maschinengewehre als Beute ein. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Ein am 15. 10. unternommener Vorstoh russischer Bataillone bei Jamnica (nördlich von Stanislaw hatte ebenso wenig Erfolg wie ein Angriff gegen den Gipfel des D. Coman in den Karpathen. Südlich von Dorna Watra gewannen unsere Truppen Höhen östlich des Neagra-Baches. KriegsschauplatzinSiebenbürgen^ An den Patzstratzen auf der Ostfront leisten die Rumänen Widerstand. Südlich und westlich des Beckens von Kronstadt (Brasso) ist die Lage im allgemeinen unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. In der D o b r n d s ch a nichts Neues. An der mazedonischen Front wurden räumlich begrenzte Angriffe bei Gradesniea (südlich von Monastir) an der Cerna und nördlich von Nidze Planina abgewicsen. ^ *-vC, Der erste Generalquartiermeister , VI Ludendorff. * * * Mitkämpfer, die von den Schlachten an der Somme c zählen, bestätigen die Furchtbarkeit und Grausamkeit d Rrngens, das den Menschen seinem gewöhnlichen Ha dein, Denken und Sinnen völlig entrücke. In der höchst ^Mt des Lebens wird da erkannt, wie wenig Wert materiell Genüssen und Bedürfnissen beizulegen ist, und in den G ftch^pauieu denkt wohl mancher darüber nach, daß wir i Frieden uns mit einem Netz von Ansprüchen und Verwe düng unserer Kulturmiltel den Blick in ein reineres, nic AugeEck gestelltes Menschentum fast völl ?SAn; daß dabei das „reinere Menschentum" nit w J n rtf. ai Ä nwit und Wüstenheiligkeit besteht, ve fef 2™ selbst- Die Ursprünglichkeiten, die Selbständi ^ulggen des Jndividuunls werden u: heute mehr als w vor die Augen gerückt. „Da tritt kein a derer sur jhn ein, auf sich selber steht er da ganz allein (dramjt SmM. rt ßahußEfti vV \en „nur" müßte sicherlich gestricheir wewen. Nern, unsere Kämpfer werden vom Wert des Lebens auch Erkenntnisse ins Volk trage»:, die uns nützen und fordern können. Unser Leben muß ja — das wird die all- aemetne Abnahme des Reichtums mit sich bringen ein- l^her und fchklichter werden als früher. In: „Dag" bespricht Paul Ernst die nmtmaßlick-e KulturenttviMmg nach dem Kriege. Er führt einige Aussprüche aus der aristokratischen Gerstesrichtung Wilhelm v. Humboldts au und gründet namentlich auf den folgenden einige lesenswerte Betrach- tungen: „Der Grieche in der PlTrrode, wo tvir die erste vollständige Kenntnis von ihm haben, steht noch auf einer sehr niedrigen Stute der Kultur." (Er meint Zivilisation.) TZ^ diesem Zustand wird, da der Mdürsirisse und der Be- sriödigungsnnttel nur wenige siird, inrmer mehr Sorgfalt auf die Entwicklung der perfixnlichen Kräfte als aus die Bereitung und ben Gebrauch von Sachen verwandt_As lst daher bei Nationen aus einer niedrigeren Stufe der Kultur verhältnismäßig mehr Entwicklung der Persönlichkeit in ihrem Ganzen als bei Nationei: citf einer höheren " In einem Rückblick ans itnsere eigene Vergangenheit der letzten hundert Jahre stellt Paitl Ernst fest, wie die Gesinnung im Zeitalter des Industrialismus und Sozialis mus derjenigen unserer klassischen Zeit gerade entgegen gesetzt war. „Seitdem sie zur Herrschaft gekommen ist, haben wir aber unsere Bevölkerung verdoppelt, unfern Reichtum um das Vielfache gesteigert, alle Bedürfnisse und ihre Be friedigungsmittel vermehrt. Wir sind unzweifelhaft zivilisier ter geworden gegenüber unserer klassischen Zeit. Ob in den: deutschen Idealismus ein grundlegender Fehler war, durch den er zusammenbrechen mußte, mag man auch auf sich be ruhen lassen. Die Deutschen zur Zeit Goethes und Schillers, Kants unb Fichtes dichteten und dachten. Die Deutschen von heute erwerben Reichtum und erhöhen ihre Lebenshaltung: beides ist Wirklichkeit: und jede Wirklichkeit liegt in Gottes Hand und kann durch uns mit unfern unzulänglichen Mitteln nicht kritisiert werden." Da wir einer Zeit äußerer und Nlaterieller Einschränkung cntgegenziehen, ist es ganz nützlich, zu untersuchen, wie viele unserer bisherigen Bedürfnisse eitel, unnötig und schäd lich gewesen fiitb: ,M ist etwa sicher deii M^nscl^en im Grurrde gleichqültig, ob ans ihrer Treppe ein Teppich!änfer liegt oder nicht: ich kann mit sogar denken, daß einen: verstäiidigeu Mann, smiber gescheuerte Stufen angenehmer sind als der Staubsäuger: aber ob' man Üu, einer Etagenwohirung, wie in einer Rai.be vt die Mehrheit. Der vfterreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 17. Oktober 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. HcereSsrontdesGeneralSderKavallerie Erzherzog Karl. In den Grenzräumen südlich von Nagy Szcbeu (<\\\ mannstadt) und Brosso (Keonstadn vlicb die Kampftaae^ml verändert. Im Gyergyo-Gebirge hält der rumänische Widern iftaiiö an. In der Dreiländerecke südlich von Dsrna Watra >vertrieben wir den Feind von den Höhen östlich der Neagra. An den Waldkarpathen und südlich 6es Dnjestr wurden vereinzelte Vorstöße der Russen abgeschlagen. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Die Schlachten an der Narajotvka und in Wolhynien dauern fort. Der Feind holte sich in beiden Räumen abermals schwere Niederlagen. Südlich von Lipnica Dolna stürmten die russischen Massen bis in die Nacht hinein gegen die Stellungen der deutschen Truppen an; alles war vergebens. Deutsche Gardebataillone stießen dem geworfenen Feind bis in seine Gräben nach und setzten sich dort fest. Die Russen ließen 36 Offiziere. 1906 Mann und 10 Maschinengewehre in der Hand unserer Verbündeten. In Wolhynien richteten sich die russischen Angriffe wieder gegen die deutschen und österreichisch-ungarischen Streitkrüfte des Generalobersten von Tersztyansky. Nach heftiger Beschießung brachen nachmittags zwischen Pustomyty und Swiniuchy. westlich von Bubnow. südlich von Zaturcy und zwischen Zaturcy und Kisielin die russischen Kolonnen los. Die feindlichen Anstürme erneuerten sich trotz ungeheurer Verluste an einzelnen Stellen dreimal, nördlich von Za-' turcy sogar bis zehnmal. Aber auch diese Stoßkraft überlegener Massen reichte nicht hin. die tapferen Verteidiger zu erschüttern. Der Feind drang nirgends durch; unsere Truppen errangen einen vollen Erfolg. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * * * Kaiserdank für die Ostfront. Königsberg i. Pr., 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Zeitung der 10. Armee"» (Wilna) veröffentlicht nachstehenden Tagesbefehl des Prinzen Leopold von Bayern: Seine Majestät der Kaiser und König haben mich beauftragt, an die Armeen anläßlich seines Besuches der Ostfront allerhöchstseineu Dank und seine Anerkennung für die hervorragenden Leistungen vor dem Feinde sowie seine besondere Zufriedenheit über die vorzügliche Haltung der besichtigten Truppen auszusprechen/ Es gelangt mir zur hohen Freude und zu besonderem -.Stolz, diese Anerkennung des obersten Kriegsherrn an die -mir unterstellten 'Heeresgruppen übermitteln zu können. Leopold, Prinz von Bayern. Aus Griechenland. Athen, 16. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. .Ter König hat einen Tagesbefehl an die Besatzungen der öen Alliierten ausgelieferten Kriegsschiffe erlassen, in dem es heißt, daß sie schion sehlr viel hätten leiden müssen und daß .ihre Herzen aus neuen Wunden bluteten, die ihnen täglich geschlagen würden. Tie Regierung sei verpflichtet gewesen,- ihnen zu befehlen, die Schiffe zu verlassen, die ihren unerlösten Brüdern eine /Botschaft der Freiheit gebracht hätten. Ter König wünschte den Seeleuten ferner Glück zu ihrer Treue nicht nur als Fürst und (Kontmandant. sondern auch als Vertreter des Landes, dem er selbst 'treu gedient habe und weiter treu dienen wolle. .Schließlich spricht [ber König die Hoffnung aus. daß sich der Wsunsch der Seeleute, chald wieder im Besitz ihrer Schifte zu sein, rasch erfülle. Bern, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Agence sd'Athsnes" meldet, wurden rund 1000 Mann Truppen /der Alliierten im Piräus gelandet. Die Batterie Ka- fttella wurde besetzt, ebenso Bahnhof und Rathaus von Piräus und Athen. Das Athener Stadttheater wird von ;150 Mann mit zwei Maschinengewehren bewacht. Bern, 17. Okt. (W.T.B. Nrchtamtl.) Der „Corriere dclla iSiera" meldet: Man erwartet in Athen eine weitere Note .der Entente, in der eine Verringerung der Heeresstärke und die ^Verweisung des Heeres nach dem Peloponnes verlangt wird. Es »Herrscht Unsicherheit, ob infolge dieser schweren Forderung nicht eine neue Ministerkrise eintritt. Venizelos wird Polttis und Dio- Nttd-is mit einen» besonderen Aufträge nach den Entente-Hauptstädten schicken. London, 17. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Prinz Georg von Griechenland sprach' gestern im Auswärtigen Amt vor und hatte eine lange Unterredung mit G r e y. Athen, 17. Oktober ^WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Meuter scheu Bureaus. Amtlich wird erklärt, daß die Landung von Abteilungen der Alliierten bezwecke, die Polizei zu verstärken, da dies vermutlich den Demonstrationen gegen die Entente ein Ende machen werde. Athen, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Meuterschen Bureaus. Besatzungen von der Flotte der Alliierten übernahmen die griechischen Kriegsschiffe „Georgiers", „Averoff", „Kilkis" und „Lemnos". Die griechischen Besatzungen wurden gelandet und nach Athen geschickt. Die schwedisch-englischen Verhandlungen. Kopenhagen, 17. Okt. (WTB.) Die „National Ti- dende" meldet aus Stockholm: Die neuen Verhandlungen mit England über das Handelsabkommen sind aus unbekannten Ursachen plötzlich verschoben worden. Auch die schwedischen Unterhändler, die morgen nach England ab- reisen sollten, haben die Reise um eine Woche verschoben? Der Korrespondent des Blattes bezweifelt die Richtigkeit der Meldung von einer geplanten Gründung eines schwedischen Einfuhrtrustes unter der Leitung einer privaten Stockholmer Bank. Amerika und England. , London, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Mor- ^niug Post" wird aus Washington gemeldet, daß das Staatsdepartement bezüglich der Behandlung der amerikanischen /Post und der Frage der schwarzen Listen die Verhandlungen chinausschieben werde, da der Präsident vor Ablauf der 'Wahlen keine internationalen Fragen mehr zur Entscheidung zu bringen wünsche. Die Regierung scheine bereit zu Lein, das Recht der britischen Regierung anzuerkennen, zu verhindern, daß Postsendungen Deutschland erreichen, aber sie wolle nicht zugeben, daß eine Rechtsgrundlage dafür bestehe, die für Amerika bestimmten Postsendungen aus neutralen Ländern anzuhalten. Das würde nach der amerikanischen Auffassung einer Blockade der neutralen Länder Aleichtommen und eine Verletzung des Völkerrechts sein. Deutsche Antwort an Norwegen. Kristiania, 17. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Meldung des Norsk-Telegramm-Bureaus. Die Kaiserlich deutsche Gesandtschaft veröffentlicht heute in den norwegischen Zeitungen eine amtliche Rote als Antwort ans die Erklärung der norivegischen Regierung tWm 11. Oktober über die Versenkung norwegischer Handelsschiffe ^durch deutsche Seestreitkräfte. Die Note hebt hervor, daß cs unrichtig sei, daß sich die deutschen Seestteitträfte die Versenkung Bannware führender Schifte zur Regel mache. Vielmehr werde ui allen Fällen, in denen die Ausbringung nröAtzch sei, diese durchge- sührt und eine gewisse Anzahl Neutraler Schifte seien in dieser Weise in deutschen Ostsee- oder Nvrdseehäsen eingebracht worden. Daß andererseits deutsche U-Boote in fernliegenden Kriegsgebieten sich häuftger gezwungen sähen, Schifte mit Bannware zu versenken, als dies bei den englischen Seestreitkräfte/n der Fall sck, sei eine einfache Folge der allgemeinen Sejekriegslage. Trotzdem hätten englische und russische Torpedoboote das Recht, Prisen zu versenken, in der Ostsee in großem Umfange benutzt, obwohl diq Einbringung in russische Häsen dort weniger gesährli chsein würde, als die Einbringung vom norivegischen Eismeer her zu deutschen Häfen. Was die Haltungen der Besatzungen beträfe, so hätten die deut- scheni Kommandanten trotz ihrer eigenen gefährdeten Stellung sich große» Mühe gemacht Üim die norwe gische».» Mannschaften so nähe wie möglich ans Land zu bringen. Selbstverständlich müßten die deutschen Bannwarelisten zu Grunde gelegt werden. Tie Antwort betont, daß nicht Deutschland, sondern England mit der Erweiterung der Bannwarelisten den Anfang gemacht habe. Die Behauptung in norivegischen Zeitungen, die englische sogenannte Blockade sei nur die Antwort aus den deutschen Unterseeboots krieg, sei unrichtig. Tie deutschen Unterseeboote hätten stets in Uebereinstimmung mtt ihren Auwcisungen die norwegische Flagge und die norwegischen Hoheitsrechte geachtet. * Kopenhagen, 17. Okt. (W.T.B. Nichtamtl.) Wie „Politiken" aus Kristiania berichtet, gaben die norwegischen Blatter Auszüge aus den deutschen Presseäußerungen anläßlich der Haltung Norwegens gegenüber den Unterseebooten wider. „Borges Handel oq Sjoefahrtsttdeickie" Macht daraus aufmerksam, daß die deutschen Zeitungen nichts Auffallendes' darin erblicken, als Schweden vor einiger Zeit die gleiche Bestimmung erließ. Das Blatt schließt: Es ist schwer zu sagen, ob die deutschen Prefte-- ,Äußerungen daraus ßurückzuführen sind, daß das. Verbot Norwegens gegen die Unterseeboote den Unterseebootskrieg fühlbar getroffen hat, oder ob man versucht, durch ein Sperrfeuer von Warnungen die norwegische Regierung zu verhindern, andere Schritte zu unternehmen, die noch fühlbarer sein müßten. „Mvr genbla de t" sagt: Der Ton der deutschen Zeitungen sec derart, daß er nicht zu näheren Erörterungen aufsordere. Die norwegischen Bestimmungen entsprächen in der Hauptsache den vor einigen Monaten von Schweden erlassenen gleichlautenden Bestimmungen. Tie deutsche Presse habe sich aber nicht veranlaßt gesehen, gegenüber Schweden in der gleichen Weise aufzutreten, wie nun gegenüber Norwegen. Kopenhagen, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die dänische konservative Provinzpresse veröffentlich einen gleichlautenden Artikel über die Haltung Norwegens gegenüber Deutschland, in dem cs u.-a. heißt: Dße Norweger gebrauchen hestige/Wörte. Man ist -sogar i'o'inat gegangen, zu fordern, die norwegische Regierung solle Deutschland mitteilen, wenn die Torpedierung nicht aufhöre, würde alle Ausfuhr nach Deutschland gespinnt werden. In Norwegen sowohl als such Zn anderen kleinen Ländern sollte man an das denken, »vas die Folge davon sein würde. Es ist nämlich Tatsache. daß ebenso wie Norwegen auch andere kleine Staaten in unendlich hohem Maße von der Zufuhr aus Deutschland abhängig sind. Wenn Norwegen den S chlüssel umdreht, tut Deutschland dasselbe und setzt sodann den Handelskrieg vielleicht noch rücksichtsloser als bisher fort. In dem Augenblick, wo Deutschland den Schlüssel umdreht, müßte eine große Anzahl norwegischer industrieller Unternehmungen sofort den Betrieb einstellen. Was würde man dabei erreichen? Deutschland hat ja bewiesen, daß es sich Ersatzmittel schaffen kann für alles, was man ihm nach und nach entzogen hat. Für Norwegen ist daher nichts anderes zu tun, als so wenig großsprecherisch wie möglich aufzutreten. Das Blatt ,,Socialdemocraten" sagt im Anschluß hieran: Diesen nüchternen Worten können wir ganz zu- stimmen. „Tidens Tean" versichert, daß die kriegführenden Mächte immer mehr Einfluß irr Skandinavien gewinnen und die Entente den Ring um Deutschland auch gegen Norden schließen will. Unter diesen Umständen ist eine vorsichtige, kluge und stabile Politik in Dänemark jetzt von größerer Bedeutung denn je. Die Wirkung unserer letzten Zeppelin-Angriffe. Bxrlin, 17. Oktober. (WTB. Nichtamtlich.) Die englische Presse ist in letzter Zeit in besonders ausfälliger Weise bemüht, unsere Zuftschifjiangriffe auf England als völlig ergebnislos und unwirksam hinzustellcn. Sie wird nicht müde, in aufdringlichster Weise der deutschen Kriegsführung den Rat zu erteilen, diese überflüssigen und kostspieligen Angriffe im eigenen Interesse auf- zngeben. Damit stimmt es dann schlecht, daß man in England unter Hinweis auf die wachsende englische Luftschiff-Flotte immer erregter die Erwiderung der Angriffe in Aussicht stellt. Recht interessant ist in diesem Zusammenhänge die Tatsache, daß die englische Regierung dem Internationalen Nachrichterrbursau in London bis aus weiteres das Recht entzogen hat, von London Preßtele- gramme nach New Pork zu senden, rverl dieses Pressebureau „unrich- ttge" Nachrichten über die Erfolge der deutschen Luftschiffe nach New Dort gemeldet hat. Ueber ose verheerende Wirkung unserer letzten Luftangriffe, besonders auch über London, ist durch die Aussagen einwandfreier Augenzeugen bisher folgendes festgestellt worden: Beim Angriff vom 23. September wurden mehr als 100 Gebäude schwer beschädigt, die zum Teil nur noch Trümmerhaufen sind. Der Schaden wird auf über 2 Millionen Pftmd Sterling (40 Millionen Mark) geschätzt. In der Nähe der Eisenbahnstation London—Brighton wurden durch! 3 schwere Bomben 10 Einfamilienhäuser völlig zerstört. Rse g e n t Street, die Hauptge- äftsftraß e in London, wurde zum größten Teil niedergelegt. In einer südlichen Vorstadt Londons wurde eine Munitionsfabrik vernichtet. Die Eisenbahnstation Li- verpool-Strect sowie Brücke und Bahngleise wurden derart verwüstet, daß die Benutzung unmöglich wurde und die Wiederherstellung längere Zeit erfordern wird. Zwei Konservenfabriken int südlichen Stadtteil wurden vernichtet. Eine Untergrundbahnlinie, die zum Piccadillh-Circus führt, war 3 Tage gesperrt. Beim Angriff vom 2. Oktober wurden über 200 Familien infolge Zerstörung ihrer Wohnungen obdachlos. Bei Thameshaven) wurde an den Benzoltanks großer Schaden angerichtet. In Maple Street ist ^ine Reihe von 2 0 Häusern vernichtet. Die großen Reislagerräume der Firma Denny Sons wurden vernichtet. An der Ecke Stratford-High Stteet und Bowroad wurde ein Hans völlig zerstört.. Die Bomlbe drang bis in den Keller. Die südöstlich hiervon liegenden Gebäude — fast die Hälfte des ganzen Häuserblocks — wurden gleichfalls zerstört. In Grimsby wurde eine Kaserne getroffen und! über 400 Soldaten getötet. > (Ans dem Hnmber wurde ein dort ankernder großer Kreuzer mit 4 Schornsteinen durch eine Bombe getroffen. Der Men- schenperiust beträgt ungefähr 60 Mann. Ebendaselbst wurden zwei engl ische Kri egss chiffe mit 1 bezw. 2 Schornsteinen schwer beschädigt. In Hüll wurden schwere Verwüstungen angerichtet. In einigen Stadtteilen stehen nur die Häuserwände, alles übrige ist einl Schutthaufen. In Leads wurde enormer Schaden an Munittonssabriken und Eisenbahnstattonen an gerichtet. Im Hafen von Portsmouth wurden zwei Jachten zerstört und lern Wachlokal vernichtet. Ein Dock rvnrde schwer beschädigt, mehrere Eisenbahnwagen explodierten. Die Spritbrennerei der Firma Pink 6- Sons und die Frucht- und Lagerspeicher der Firma Elders 6c Fyfse daselbst wurden gleichfalls getroffen. .Ein Güterzug von, 12 Wagen voll Pferden wurde vernichtet. Znnr Schluß noch folgende interessante Feststellung: Aus vielen Teilen des Landes kommen — so heißt es in der Londoner- Wochenschrift The World. 3. Oktober — Klagen über überflüssige Luftschiftwarnungen, die dank der Nervosität geschäftiger Schutzleute den Deutschen in die Hände arbeiten. Ich bin fest davon überzeugt, daß der wirkliche Zweck dieser Lustschisse nicht der ist, Flauen uitb Kinder zu töten oder die Bevölkerung in Schrecken zu versetzen, sondern der, die Munittcmserzeugung Eng- lands zu schädigen, mib zwar nicht etwa durch Zerstörung der Mr^ nittonssabriken, sondern vielmehr durch ihre Stillegung wayreNW des Angrifts. In einigen Orten sind Tausende von Arbeitsstundeaff in dieser Woche verloren gegangen. Es wäre deshalb grtt, wenrff man die Warnungen erst dann erläßt und das Lickst: cmsdrehtt. wenn sich die Luftschiffe wirklich auf 30 bis 40 Mecken genähert haben. Der Seekrieg. Berlin, 17. Okt. (WTB. Amtlich.) Eimes nnferef Unterseeboote hat am 7. Oktober im Mittclme^ der italienischen geschützten Kreuzer „Libia" durch einen Torpedotreffer schwer beschädigt. London, 17. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds i.uel> det: Der Dampfer „Welsh Prince" ist versenkt wordem A«§ dem Reiche. Berlin, 17. Okt. (WTB.) Die „Nordd. Altz. Ztg." schreibt zur Zensurfrage: In der „Post" wird rn einer Zuschrift von parlamentarischer Seite die Neuordnung auf dem Gebiet der Zensur vermißt, die seinerzeit der Reichskanzler auf eine Eingabe des Reichsverbandes der deutschen Presse in Aussicht stellen ließ. Insbesondere hätte eine: Erörterung der Fragen der inneren Politik, soweit dabei der Burgfriede gewahrt würde, möglichst sieiaegeben werden sollen. Von einer solchen Aenderung der Zensurbestimmungen sei inzwischen alles still geworden. Die „Po-st" befindet sich im Irrtum. Die vom Reichskanzler in Aussicht gestellte A e n d e r u n g ist tatsächlich erfolgt. Bereits am 1. August wurden die Zensurbehörden dahin angewiesen, daß die Erörterung innerpolitischer Fragen keiner Beschränkung unterliegt, daß aber gehässige oder die Ge^ sinnung anderer Parteien und Erwerbsstände herabwürdigende Auseinandersetzungen zu vermeiden sind. Aus Stadt und Land.. Gießen, 16. Oktober 1916. Zur Schädlingsbekämpfung. Es ist wohl keine Frage, daß nur der Gemüse- und Obstzüchter auf seine Rechnung kommt, der das ganze Jahr hindurch der Schädlingsbekämpfung seine Aufmerksamkeit widmet. Ja, man darf weiter behaupten, daß die erfolgreiche Bekämpfung der Schädlinge alle übrigen Maßnahmen erst krönt und deren Erfolg sichert. Es geht daraus die außerordentliche Wichtigkeit gerade dieser Seite der Tätigkeit eines Gartenbesitzers hervor, gewiß ein Grund, immer und immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Dem Charakter des Jahres entsprechend, ob vorherrschend trocken und warm oder feucht und kalt, ist eine verschiedenartige Entwickelung auch der Schädlinge bedingt und zu beobachten. Tie schädliche Raupe des in manchen Jahren geradezu massenhaft auftretenden Kohlweißlings ist dieses Jahr infolge der während längerer Zeiträume an- haltenden Nässe wenig oder gar nicht aufgetreten. Sie bedarf eben des Sonnenscheins zu ihrer Entwickelung. Dafür haben sich andere Mttc um so besser entwickeln können. So sind die Salat- oder A ck e r s ch n e ck e n (Limax agrestis) geradezu massenhaft in den. Pstanzungcn anzutrefsen. Im Salat, im Kraut, überall, wo noch Pflanzen stehen, üben sie ihr zerstörendes Geschäft. Besonders haben sie es auf die frisch gesäten oder gesetzten Wintersalatpftänzchen abgesehen, die ihnen ihrer Zartheit wegen besonders munden. Frühmorgens und gegen Abend sieht ntan sie hier bei der Arbeit, kann sie ablesen und der Iauchegrube übergeben. Aber das genügt ittcht. In dem noch vorhandenen Wi n t e r g e m ü se, wo sie ihr häusliches Slill-Leben aufgeschlagen haben, müssen sie ausgesucht werden. Dabei ist es nötig, alle gelben Blätter, in erster Linie die am Boden liegenden, sorgfältig zu entfernen. Unter ihnen liegen sie zusammengevollt, fast dem Erdboden in der Farbe gleich, nur berrt suchenden Auge erkenntlich. Interessant ist es, wie sie .sich nach der Entfernung der faulen Blätter aus ihren Schlupfwinkeln aufmachen und mit vorgestreckten Fühlhörnchen weiter marschieren. Die durch das Entfernen der Blätter verursachte Erschütterung, wohl mich der ungewohnte Sonnenschein, haben sie aus ihrer Ruhe auft geschreckt und eckig, sofern man von einer Eile sprechen darf, rußen: sie aus und verlassen den gefährdeten Platz, UM ihrem Schicksal erst: recht nicht zu entgehen. Zu ihrer Verttlgrrng empfiehlt man das Streuen vonKochsalz und will dadurch günstige Ergebnisse erzielt haben. Sicher wird der Weiterbewegung dieser Tiere durch das Eindringen der sckmrfen Kochsalzlösung Schranken gesetzt, wohl auch durch größere Mengen des Salzes der Tod herbei geführt. Es ist indessen dieses Mittel nur bei ttockener Witterung von Erfolg, da sich das Kochsalz durch Regen und überhaupt Feuchtigkeit der Luft leicht auslöst. Folgendes Verfahren wird ebenfalls gerühnrt: Man grabe kleine Teller, z. B. Untersatze von Blumeutopffcherben, in die Beete, mit dem oberen Rande der Erde gleich, und fülle sie mit Tropfbier, das man ja in den Wirtschaften leicht erhalten kann. Die Schnecke wird dann von dem Geruch des Bieres ange- zogen, fällt hinein und ertrinkt. Am gründlichsten mI der Auf- räumuug aber erscheint mir das Ab- und Auslesen, eine Arbeit, die im Vergleich ^zur EntferrulNF der Raupeneier oder gar des Ab-' lesens der Raupen des Kohlweißlings durchaus gering erscheint. Eine nicht zu verachtende Hilfe wird uns bei diesem Geschäft durch die noch immer von manchen unverständigen Mensck)en verfolgten Kröten und Frösche zutell, die es gerade auf die Schnecken abgesehen haben und täglich Hunderte dieser Schädlinge verttlgen. Schützen wir also diese uns so nützlichen Gartensieunde, so leisten wir uns den größten Nutzen und ersparen uns viele Mühe und Arbeit. I Br. m ** Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhestand versetzt wurde am 26. August der Lehrer Jakob Keller- ma n n zu Neu-Isenburg grrf sein Nachsnchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1916 an. Gleichzeitig wurde ihm das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienswrdcns Philipps des Gvoßmüttgen verliehen. — In dev Ruhestand versetzt wurde am 14. Oktober der Aktuariatsassistent bei dem Amtsgericht Grünberg Johannes Fvrm/hals aus sein dtaftisuchen mrter Ancrkennnng seiner langjährigen Dienste mit Wirkung vom 20. Oktober 1916. ** Auszeichnung. Vizeseldwebel der Res. Ruppe l, Inf.-Regt. 116, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Ge- . sreiter Eduard Will, 4. Komv- 116, erhielt am 8. Oktober daS Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Die Hessische Tapferkeitsmedaille ha^ er bereits im vorigen Jahre erhalten. ** Iuiigwehr. Mittwoch, 81/4 Uhr, Turnhalle des Realgymnasiums: Neueinteilung, NeumrmeldUug. *' „I in dritten Kriegs fahr" betitelt sich ein Vortrag, mit dem Geheimrat Pros. D. Dr. Eck morgen abend die Reihe der Winteroorträge in der V 0 r t r a g S v e r e i n i g u n g (Kauf- männischer und Gewerbeverein) morgen abend eröffnet. (Sieh« Anzeiae). ** Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird mitgeteilt: Es sei nochmals nachdrücklich aus den Vortrags-Abend des , Dichters Max Halbe am kommenden Samstag hingewiesen, der nach auswärtigen Besprechungen einen besonderen Gennß in Ans- srckt stellt. Tie „Braunschweiger Landeszeittffng" schreibt: „Max Halbe ist eüi guter Interpret seiner Werke, wckiß die Feinheiten herauszuholen und SttTwmung zu malen. Durch seinen guten Vor-/ trag hat er sich! gewiß manche Freunde verschafft, die jetzt seine' Werke auf ilrrett tiefen, innern Wert um so sorgfälttger prüfen, als sie den Dichter persönlich gesehen und bemerkt haben, daß ein Ach. äer auch das empfinden kann, was er schildernd erlebt." — Die „Basler Nachrichten" schließen eine längere Besprechung wü» folgt: Ganz meisterhaft ivar der Vortrag. Da gab esl kein Mätz. chen, kein Virtuosentum: das Gcl)einmiö der Wirkung lag in einer überaus natürlichen, schlichten Art zu sprechen, in einer durch und tourdj üeöensamrfcigen Vornehmheit, uni) so iu&Ueu uch i>ie Zu- ESrer mit dem Dichter allein und lauschten seiner: Worten, gerne getonnt durch den Geist einer edler: Persönlichkeit. ** Kriegs wirtschaftliche Maßnahmen der Ei f e n- Hahn verwalt ungen. Der preußische Eisenbahnminister hat cffo: ihin unterstellten Eisenbahndirektionen zur Pflicht gemacht, .jeden nur irgendwie verfügbaren Eisenbahübeamten zur restlosen ^Bergung und Einbringung der Kartoffelernte zu beurlauben. So- iweit .die Bediensteten selbst Unabkömmlich sirrd, ist dahin zu ! Wirker:, das; deren Angehörige sich für die Erntezwecke zur Verfügung stellen. — Ein weiterer Erlaß, des Eisenbahnminfftcrs weist die.Eisenbahrrdircl.ionen pm wiederholten Male an, auch ferner die Bestvebamgen der Eisenbahner zur Hebung der Klttittier- -zucht mit größtem Nachdruck zu unterstützen und daneben auch Die Gronvieh- und Schweinehaltung zu fördern, soweit dies idie wirffchaftlichen Verhältnisse zulassen. ** Aufusnse rm Friedhofe beginnen jetzt wieder imzäh-- chige fleißige Hände die Gräber teurer Angehöriger zu Pfleger und in einen für daS herannahende Totenfest würdigen Zustand zu versetzen. Es empfiehlt sich, größere Instandsetzungen bereits jetzt vornehmen zu lassen, jdck ihre Witterung unbeständiger wird, sich auch die Arbeiten bis zuin Schlüsse allzusehr häufen. ' ** Der näch sie Städtische Seefisch markt findet Donnerstag, den 19. Oktober, nachmittag» 3 Uhr beginnend, in den Marktlauben statt. * Städtischer Eierverkauf. Gegen Vorzeigen der Brotmarken-Ausweiskarte wird am 20. und 21. Oktober auf bei: Kops der Bevölkerung ein Ei zum Preise von 32 Pfg. abgegeben. Zur Einteilung der Bezirke siebe Bekanntmachung. *' Z u r W a r n u n g s ü r K a n i n ch e n b a l t e r. Infolge zu reichlicher Fütterung von nassem Grünsutter sind wiederholt Jungtiere zugrunde gegangen. Man achte also sorgfältig daraus, daß die jetzt so geschätzten Kleintiere nur trockenes Futter erhalten. Landkreis Gießen. ** Grünin gen, 18. Okt. Der Offiziersaspirant Jakob B i n g e l, Sohn unseres Bürgermeisters, der seit 10. August d. I. vermißt wurde, hat an seine Eltern die Nachricht gelangen lassen, daß er sich in russischer-Gefangenschaft befindet. Kreis Büdingen. # Hirzenhain, 17. Okt. Fürs Vaterland starb nach Lömonatiger treuer Pflichterfüllung der Kriegsfreiwillige Friedrich Emmerich. Kreis Luuterbach. § Aus dem oberen Niddertale, 18. Okt. Zum ersten Mal« hatte es gestern nacht im ganzen Tale gefroren und: stark gereift. Tie Witterung ist seit gestern so umgeschlagen, daß Uran mit eintretendem Schnee zu rechnen hat. Heute morgen hat es auch schon einzelne Schneeflocken gegeben. Bei der noch, aus- stehenden Kartoffelernte gibt es nun kalte Finger, und der Land- Mmm muß sich sehr befleißigen, um seine Kartoffeln zu bergen. Kreis Schotten. ke. S ch o t t e n, 18. Okt. Für L a n d b u t t e r sind folgende Höchstpreise im Kreise Schotten vro Pfund festgesetzt worden : Verkaufspreis für den Hersteller bei Abholung in seinem Betrieb 1,90 Mark, bei Verbringung zum Verbraucher 2,00 Mark, Verkaufspreis für den Händler 2,10 Mark. ch: Eichelsdorf, 18 . Okt. Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Otto Wahl im Jni.-Rgt. 144. G Ober -See men, 18. Okt. Hier verstarb ganz plötzlich der langjährige Großh. Bürgermeister Pevvel im 71 Lebensjahre. Der Verstorbene war Veteran von 1870/71 und Ritter des Eisernen Kreuzes. Kreis Friedberg. #. Butzbach, 18. Okt. Mit dem Kriegs-Ehrenzeichen wurden im hiesigen Reseroelazarett ausgezeichnet der Sanitäts- Feldwebel Roth aus Kaichen, der SanitätS-Unterosfizier Fauerbach au» Rendel, der Sanitäts-Unteroffizier K e m p s aitS Ober- Erienbach und der Gefreite Roth aus Büches Pt. Kirch-Göns, 17. Okt. Heute verließ Herr Pfarrer Hallwig unsere Gemeinde, in der er längere Jahre gewirkt hatte, nachdem er vorher in Herbstein, Altenschlirf, Hartershausen und Wieseck als Pfarrer gestanden hatte. Seit 1875 starw er im Dienste der hessischen Landeskirche und wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt Bereits seit st. September wird die hiesige Pfarrstelle von! Pfarrer Nannrann zu Pohl-Göns verwaltet. :: Pohl-Göns, 17. Okt. Vergangenen Sonntag wurde hier und in Kirch-Göns das Erntedankfest gefeiett. Einer -Bitte des Geistlichen nach Beendigung des Gottesdienstes in bereit- stehende Teller Gaben für die Kriegssürsorge einzulegen, wurdls sbereittvilligst entsprochen. Tie Sammlung betrug in Kirch-Göns ■112,55 M., in Pohl-Göns 171,15 M. — Ta der Vertrauensmann 'des Flottenvereins bei den: Landsturn: eingezogen ist, fand hier am 1. Oktober eine Sammlung nicht statt. Deshalb wurde im Auftrag des Vertrauensmanns vergangenen Sonntag im Gottesdienste die Bitte um Gaben für unsere Marine ausgesprochen mit dem Erfolge, daß 120 Mark als Ergebnis des „Opfertages" abgeliefert werden konnten. nt. Södel, 17. Okt. Dem Wehrmann Wilhelm Wagner, in einem Artillerie-Regiment, und dem Wehrmann Karl D: e h l, im Infanterie-Regiment Nr. 81, beide seit Kriegsbeginn im Felde, wurde für hervorragende Tapferkeit vor dem Feinde, die Hessische Tapferkettsnredaille verliehen. Wehrmann Ph. S e i p p, ebenfalls seit Kriegsbeginn im Felde, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Dieselbe Auszeichnung erhielt der Kttcgs- frttwillige Wilhelm Feih, in einer Maschinengewehrabteilnng^ welcher schon auf fünf Kriegsschauplätzen tätig war, und vor kur- «pm zum Gefreiten befördert wurde. Bis jetzt sind es in unserem Aernen Orte bereits 26 Mann, die mit diesen Auszeichnungen rgeehrt wurden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 18. Okt. Das Königl. Konsistorium macht begannt, daß die Presbyterien und Geistlichen jetzt bei gegebenem Anlässe kirchlicher Siegesgeläute und kirchliche Siegesfeiern veranstalten können, ohne zuvor eine besondere Benachrichttgung-ourch militärische oder staatliche Behörden abwarten zu Müssen, weil der Befehl yuxrt Beflaggen der öffentlichen Gebäude und zum Schießen tzäeic^eitig mit der Bekanntgabe der amtlichen Siegesnachrichten durch Wolffs Telegvaphenbureau verbreitet werden. ra. Wetzlar, 16. Okt. Der Kveisansschuß hat in der B u t - sierversorgn^g folgende Verordnung erlassen: Alle Selbst- erzeuger dürfen für den Kops der Familie 180 Gramn: Butter jede ZÄxhe zurückbehalten, während alle Versorgungsberechtigten nur Anspruch auf 90 Gramm für die Woche haben und diese von der Kauptsammelstelle der Kreisstadt erhalten. Allen Ueberschnß an Butter haben die Bauern an die Dorffammelstelle abzuliefern und erhalten 2.20 Mk. für das Pfund. Von hier geht die Butter an die Laupffanrmelstelle Wetzlar und kommt dort zur Verteilung, indem auch die Versorgungsberechtigten der Dorfgemeinden berücksichtigt werden. Lebhaft besprochen aber wird der Umstand, daß sich dadurch der Preis beträchtlich erhöht. Tie Bersorgungsberechtigten Essen nämlich 2,55 Mk. fürs Pfund zahlen. Wa. Wetzlar, 17. Oktober. Für das Vaterland sind gestorben: Leutnant (cand. med.) Erich Stein, Jägerbataillon Nr. 11, aus Ehttngshausen. Ersatzreservist Ludwig Kr eh best, Jnf.-Regt. Nr. 86, aus Wetzlar. — Mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet wurden: Gefreiter Heinrich Martin, Jnf - Regt. Nr. 88, aus Aßlar. Pionier Jakob Müller, Pionier^ chata.il lon Nr. 20, 1. Kompagnie, ans Oberndorf. Er ist ein Sohn des Zimmermeisters Müller. ra. Kloster Altenberg, 18. Okt. Der Erfolg des beendeten WeidegangS der braunen Vogelsberger Rinder, die aus der fast 60 Morgen umfassenden Weide hier aufqetrieben waren, ist auch diesmal äußerst befriedigend. Das tägliche Weidegeld beträgt für die Viehbesitzer des Kreises Wetzlar 25 Pfg., da der Rest in gleicher Höhe regelmäßig vom Kreise übernommen wird. Hessen-Nassau. — Marburg, 18. Okt. An den Folgen eines Unfalls verstarb in der hiesigen Klinik der Baron Felix von und zu Gilsa, Patronatsherr von Gilsa und Zimmersrode. = Frankfurt a. M., 16. Oktober. In dem ll-Zug assel^-Hvankfurt a. M. wurden eurem Reisenden aus Berlin durch das unvorsichtige Zuschlägen eurer AdtttlMr fast alle Finger der linken Hand abgeqnetscht. — Auf Veranlassung der Deutsch-Tiürkischen Bereinigung trafen hier inehrere junge Dümen zum Besuch der höheren Frankfurter Lehranstalten ein. Die jungen Leute wurden in Bürgerfamilien untergebracht, wo ihnen besondere Gelegenheit zur gründlichen Erlernung der deutschen Sprache gegeben wird. — Frankfurt a. M., 16. Okt. In den Eisenbabn-Haupt- werkstätten wurde durch Verfügung des Eisenbahnministers eine 2 ehr werk st ube für Kriegsbeschädigte eingerichtet. Die Anstalt beschäftigte Mitte Septeinber bereits 35 Personen. — Der langjährige O b e r b a h n b o f s v o r st e h e r des Ostbahnhofs, RechnungSrat Jakob G u m b e l, ist am Sonntag einem Herzschlag erlegen. = Frankfurt a. M., 16. Oktober. Die Apfelweinkelterer sind zurzeit in einer üblen Lage. Während in einigen Orten das Keltern auf Grund der Verfügung des Generalkommandos flott im Gange ist, wurde in anderen Gemeinden, vor allem im ehemaligen Landkreise Frankfurt, das Keltern durch die zuständige Behörde untersagt, angeblich auf Anweisung von Berlin. — .Wo man aber keltert, hat man der „Ztttlage entsprechend" auch die Preise für den „Süßen" pr kräftig j.n die Höhe getrieben. In Bergen z. B. mußte man am.Sonntag für das Schöppchen eines rocht, recht dünnen „Süßen" 25 Pfg. bezahlen. Das sind 125 Prozent mehr gegen sonst. = Frankfurt a. M., 17. Ott. Die Stadtverordnetenversammlung wählte heute im Zeichen des Burgfriedens die aus- scheideitden 23 Vertreter der Stadt Frankfurt im Kommunallandtag für den Regierungsbezirk Wiesbaden wieder. Zwei neu- errichltete Mandate wurden der sozialdemokratischen Fraktion zu- erkannt, der damit vier Sitze im Kommunallandtag hat. ke. Wiesbaden, 17. Okt. Die F r e m d e n z i f s e r vom 1. Januar bis 16. Oktober ds. Js. beträgt hier 90 327, davon 34 461 Kurgäste und 55 237 Passanten. Im Jahre 1915 wurde die Zahl 90 000 erst am 3. Dezember erreicht. oa. Wehr heim i. T., 16. Okt. Vorgestern abend gegen 7 Uhr wurde unser Ott durch Feueralarm in Erregung versetzt. In der von hier zirka 10 Minuten entfernt an der Saalburgchaussee gelegenen Brücken mühle war Feuer ausgebvochen, das in wenigen Minuten große Ausdehnung annahm. Die nach der Saal- burachaussee stehende große Scheuer war zunächst in Flammen gehüllt, von wo ans das verheerende Element durA einen Verbindungsbau ,(Torbogen) nach der anderen Scheuer übergeleitet wurde. Tie in den Scheuern aufbewahrten ungedvoschenen Frucht- Vorräte boten neben großen Mengen Heu und Grummet dem Feuer reichliche Nahrung. Mit großer Mühe nur gelang es der hiesigen Feuettvehr, die anschließenden Wohngebäude und das Mühlenwerk selbst zu schützen. Wenn^auch im letzten Moment Hoch die große Anzahl Vieh aus den Stallungen geschafft werden konnte, so ist doch der Schaden an vernichtete.: Frucht-, Heu- und Grummetvorräten sehr groß: sckätzt man doch allein die verbrannte Winterfrucht aus etwa 160 Zentner. Die Vorräte sind dazu noch nicht einmal vett'ichert gewesen, lieber die Entstehungsursochc des Brandes ist nichts bekannt. Fe. Usingen, 18. Ott. Zu dem Brande in der Brücken- m ü h l e bei Wehrbeim ist noch zu berichten, daß die sämtlichen beträchtlichen Getreide- unv Futtervorräte, die ein Raub der Flani- men geworden sind, nicht versichert waren. Der gesamte recht bedeutende Bestand an Pferden, Schweinen und Rindvieh konnte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Zur Durchhaltnng! der Viehbestände des Brückenmüllers Will fordert ein Komitee, dm sich in Usingen und Wehrheim gebildet hat, die Landwirte des Kreises aus, durch eine geringe Abgabe aus ihren Vorräten an Heu Und Stroh dem schwergeprüften Mann den Betrieb erhalten zu helfen. Fe. Aus dem Taunus, 17. Okt. Seit Monaten treibt in den Kreisen Usingen und Wetzlar eine Diebesbande ihr Unwesen. Nachdem Brandobcrndors vor einigen Wochen von dieser Bande heimgesuckt wurde, wurden in der vergangenen Nacht in der dortigen Gerberei Treibriemen im Werte von 1500 Mark gestohlen und bei zwei Landwirten Eier, Fett, Rauchfleisch und Brot. Die Spuren der Bande weisen nach Frankfurt a. M. bezw. Höchst a.- M. X Gelnhausen, 17. Ott. Zum Zweck der Versorgung der Bevölkerung mit Milch und Butter werden im K'reise Gelnhausen zwei neue Molkereien errichtet. vevmisehtes. Wegen — Kälte ausgefallene Stadwerordnetensitzung. = Bad- H'o mbnrg v. d. H., 18. Oktober. Eine als dttng- lich einbcrufcrre Stadtverordnetensichmg mußte Montag abend Ausfallen. Grund: die große Kälte im Versaminlungslokal, der unheizbarcu: Theatcrvorhalle des Kurhauses. Der Vorsitzende, Justizrat Tr. Z., bettat im dicken Wintermantel und von einem schwerwollenen Halstuch umschlungen das Rednerpult und schwang dreimal mit Wärme die eisigkalte Glocke. Und obwohl auch alle mit Mänteln umschirmten Stadtväter sich und den Vorsitzenden warm- leuchtenden Auges anschauten, so gelang es doch nicht, die physische Kälte ans dem Raum zu bannen. Da aber andere Heizkalorien nichit zur Erwärmung des Lokals zu beschaffen waren, mußte man wieder nnch .Hause gehen. Für die in der nächsten Woche statt- ftndende neue Versammlung wird bereits ein heizbares Lokal gesucht. Brand eines Postwagens. Berlin, 18. Okt. Wie dem „Berl. Tageblck ans Praa gemeldet wird, geriet der Postwagen des gestrigen Berliner Nachmittags-Schnellzuges kurz vor Prag in Brand. Die gesamte Post sei verbrannt. Kirche tutfc Schule. ul. Dill enbu rg, 18. Ott. Gemäß einem Vorschlag des Kirchen Vorstandes faßte:: die hiesigen evangelisch-ttrchlichen Körperschaften aus Giründen der Zweckmäßigkeit folgenden Beschluß: „Die Gemeindeorganc verzichten auf die Ausübung ihres Wahlrechts bei der Besetzung der ersten Pfarrstclle und bitten Kgl. Konsistottum, diese Stelle dem jetzigen dritten Pfarrer, August Conrad, zu übertragen. Sie hoffen, daß auf diese Weise die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse in der Geineinde beschleunigt tvird. Zugleich bitten sic Kgl. Konsistottum, bei der Besetzung der dtttten Pfarrstelle auf die Bedürfnisse der Gemeinde (Tillenburg ist wie keine andere in unserem Bezirk eine Stadt der Schulen und Beamten) Rücksicht zu nehmen und diese Stelle mit einem tüchtigen, schon bewähtten, aber nicht einseitigen Marme zu besetzen." Gerrcht-saal. X Schlüchtern, 18. Okt. Der 17 Jahre alte Schristsetzer- lehrling Wilhelm Jeckel aus Büdmgen hatte seiner Arbeitgeberin Hohineister nach und nach an Postauweisungsgelderu rund !90Mk. unterschlagen. Die Straskaimuer in Hanau diktierte ihm 1 Monat Gesängnis. Wenn er hält, was er versprochen hat, nämlich wieder ein ordentlicher Mensch zu werden, soll ihn: die Strafe erlassen werden. X. Hanau, 17. Ott. Kurz vor Ostern d. Js. verkaufte der Metzgermttster Salomon Strauß von Wachenbuchen bei Hanau im Schlachthause zu Frankffrrt a. M. größere Posten Fleisch das Pfund^ pi 3.20 .Mk. Ein Höchstpreis war damals für-Fleisch noch nicht festgesetzt. Aber nach der Auskunft der Frankfurter Preis- prüsung sstelle unnrbe ein „angemessener Preis" ans 2 Mk. bemessen. Mttstbr Strauß hatte sich daher gegen das Gesetz bctt. übermäßige Preissteigerung zu verantworten. Er behauptete, das Flttsch wäre um diese Zeit sehr rar und teuer ge- fticfeu. Andere Metzger hätten noch mehr — ja 3.40 Mk. für das Pffmd genommen. Der gls Gutachter erschienene Direktor des Frankfurter Schlachthofes erklärte, daß selbst nach Hinzuziehung der Unkosten dem Angeklagte:: das Pfund Flttsch ans 1.40 Mk., höchstens '1.60 Mk. zu stehen gekommen wäre. Er hätte also das Pfund mit 1.80 Mk.: allerhöchstens 2 Mk. verkaufen müssen. Wenn er daher 3.20 Mk. nahm, so hätte er sich dadurch einen ganz besonders hohen Geivinn verschafft. Das Hanauer Schöffen- gettcht veruttttlte ihn zu 400 Mk. Geldsttafe. Aivchliche N«cbrichten . , Israelitische Religionsgemeinde. _ Gottesdienst in der Synagoge (Sttd-Anlaqe). Donnerstag, den 19., und Freitag, den 20. Okt. 1916r L a u b h ü t t e n f e st - E n d e. Do::nerstag: Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Freitag: Vorabend: 5.30 Uhr. Jugendgottesdienst n: i t Predigt. Dlorgens 8.30 Uhr. Meteorologische veobachtungen der Station Eichen. Okt. 1916 § S-S e 2* N * = - G w 2 ä 6 V CJ a> "G 05 "q ft 5$ 2 62 «'S .3 o) ZZ