Rr. 243 Ter Glehener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. — Bettaqen: HietzeuerZMNkUendlStter; Ureisblatt für den Ureis Sietzen. Sezutzspreis: monatl. 90 M.. viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. SO Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Hernsprech - Anschlüsse: 1ürdieSchristleilunqI12 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrift fii rDraytnnch- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt Montag, st. Oktober kW Postscheckkonto: Zranksurt S.M.U686 neral-Anzerger für Oder vankoerkehr: Gewerbebank Giehen ZAillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Snch- u. Zteintra-kerei R. Lange. §chriftleir«ng. Seschäftrstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. inahme von Anzeige die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher« 3eilenpreis. f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., a usw ä rts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi.„ bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt ui.d< Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.j Auzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 14. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem nördlichen Teile der Front setzten die Engländer wie au den vorhergehenden Tagen ihre rege Aufklärungs- tätigkeit fort. Die min eschlacht dauert an. Eine Wiederholung der feindlichen Angriffe nördlich der Somme in der großen Breite, wie am 12. Oktober, gelang in unserem Sperrfeuer nicht. Zwischen der Ancre und Morval kam nur ein starker Teilangriff bei Gueudecourt zur vollen Entwickelung: er wurde abgeschlagen. Die aus der Linie von Morval bis südlich von Bouchavesnes vorbrechenden Angriffe führten fast durchweg zu schweren Nahkämpfen, in denen die französische Infanterie überall unterlag. Die Truppen der Generale von Boehn und von Garnier sind im vollen Besitz ihrer Stellungen. Am Südtcil des Waldes St. Pierre Daast wurden den Franzosen bei früheren Angriffen erlangte Vorteile wieder entrissen, 7 Offiziere 227 Mann und mehrere Maschinengewehre wurden eingebracht. Mit besonderer Auszeichnung fochten das Füsilier-Regiment Nr. 36, das Infanterie- Regiment Nr. 48 und die Division des Generalmajors von D r e s l c r und Scharfenstein. Südlich der Somme lebte der Kampf in Ablaincourt von neuem auf und brachte uns Erfolge. Teile sächsischer Regimenter brachten in einem frischen Handstreich den Ostteil des Ambos-Waldes (nördlich von Chaulnes) wieder in unseren Besitz und nahmen hierbei 6 Offiziere, 400 Mann gefangen. Im Maasgebiet vorübergehend heftig gesteigerte Artillerietätigkeit. Oestlich der Maas einzelne bedeutungslose Handgranatenkämpfc und schwächere ergebnislose feindliche Vorstöße. O e stliche r Kriegsschauplatz. An vielen Stellen der Front westlich von L u ck rege Ge- fechtstütigkeit. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Die V e r f o l g u n g an der Ostfront machte gute Fortschritte. Auch an der Straße Csik-Szereda-Gymcs-Paß hat der Gegner nachgcgeben. An den Grenzpässen des Burzenlandes gewannen die verbündeten Truppen Gelände. Die Rumänen büßten hier 292 Gefangene, darunter 8 Offiziere, sowce 6 Maschinengewehre ein. Westlich des Vulkan-Paffes wurden feindliche Angriffe im Gegenstoß abgeschlagen: an einer Stelle hat der Gegner auf der Kammlinie Fuß gefaßt. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse. M a z e d o n i s ch e Front. Im Cerna-Vogen scheiterten die erneuten, auch nachts fortgesetzten serbischen Angriffe. Die Lage ist unverändert. Der erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 15.Oktober. (Amtlich.) WestlicherKriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gcneralfeldmar sch alls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Starker Artilleriekampf beiderseits der Somme, der sich über die Ancre nach Norden ausdehnte und zwischen Eource- lette und Rancourt, sowie an der Front Barleur—Ablain- eourt größte Heftigkeit erreichte. Englische Angriffe führten nördlich von Thicpval zum Handgemenge in unseren Linien. An einer Stelle setzte sich der Feind fest, sonst ist er überall mit schweren Verlusten zurückgeworfen. In der Gegend von Lesboeufs wurde der Gegner abgewiefen. Die Franzosen griffen zwischen Barleux und Ablaincourt an. Sie haben im Dorf und in der Zuckerfabrik Genermont Fuß gefaßt. Im übrigen wurden sie zurückgeschlagen. Der Südteil von Ablaincourt ist in unserem Besitz. Front des Deutschen Kronprinzen. Zeitweise starkes Artilleriefeucr östlich der Maas. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. An der Front westlich von Luck hielt die gesteigerte Ge- sechtstätigkeir an. Starkes Artilleriefeuer, das sich etwa auf die Front von Siniawta (am Stochod) bis östlich von Goro- chow erstreckte, leitete russische Angriffe ein, die gestern auf das Waldgelände nördlich von Zaturcy und die Gegend von Bubnow beschränkt blieben und abgeschlagen wurden. Auch zwischen den von Kluhow und Rohatyn nach Tar- nopol führenden Bahnlinien und an der Najarowka wurde es Lebhafter. In den Karpathen gewannen wir die am 21. September verlorene Kuppe Smotree zurück. Im Kirlibaba- Abschnttt erlangten österreichisch unaarische Truppen im Angriff Vorteile und nahmen vierhundervierundvierzig Mann gefangen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen An der Ostfront erfolgreiche Kämpfe mit feindlichen Nachhuten. An den Grenzpässcn des Burzenlandes keine wesen Uche Verändelmug. Beiderseits des Szurduk-Passcs wurden rumänische Ar gnfte abgeschlagen. Von dem vorgestern besetzten Teil dc ^kinnmes ist der Gegner wieder vertrieben. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls „ vonMackensen. Unverändert. . , - . Lnazcoonrime Front, ^übliche Angriffe sind westlich der Bt nasttr—Flonna gescheitert. Angriffsversuch.' östlich d wurden nredergehalten. Andauernd Kämpfe im Ccrnabogen ohne Veränderung der Lage. Der erste Generalquartiermeister Ludendorsf. Wenn wir den Krieg mit einer Wagschale vergleichen Mollen, die die Mittelmächte mit den schweren Gewichten ihrer territorialen Eroberungen zu ihren Gunsten geneigt haben, so können die Bemühungen der Gegner, sich mit der Wut der Verzweiflung an die andere Schale zu hangen und sie herabzuztehen, Uns kein Entsetzen einjagen. Zuerst konnte uns etwas bange rverden, als der neue Sturz der Engländer und. Franzosen und vorher schon der Russen in das Wieggefäß der Entente das ganze Instrument erschütterte und auf kurze Augenblicke auch unsere Wagschale erzittern ließ. Das ist heute anders geworden. Wir fühlen uns in unserer Haut und in unserer Schale ganz sicher. Auch unsere Bundesgenossen stehen auf festen Füßen. Die achte Offensive der Italiener ist kläglich zusammengebrochen, und aus den letzten österreichisch-ungarischen Heeresberichten leuchtet der Triumph tapferer und fähiger Führer. Sodann bringt uns der bulgarische Bericht willkommene Botschaft. Sarrail hat vor Monastir sich ausgemachte Mißerfolge geholt, die Bulgaren haben den andrängenden Feind Zurückgewiesen. Wir wollen gerne auch die Türken nennen, die in Persien die Russen geschlagen haben und beim Beiramfest sich ihrer neu gestärkten Volkskraft freuen. Umsomehr können wir die os- manischen Helfer rühmen, als sie auch auf den Schlachtfeldern im östlichen Europa uns in kritischen Tagen eine willkommene Stütze gewährt haben. Nun hellen sich die ob der langen Dauer dieses Ringens betrübten Gesichter bei uns wieder auf, und der deutsche Reichstag, der soeben einen einmütigen Siegeswillen neu bekundet hat, wird bereits von der Sonne neuen Schlachtenglückes beleuchtet. So werden die Auseinandersetzungen im Innern von einer freien, reinen, gar nicht konsliktsschwangeren Lust umweht sein. Aber die Führer unserer Gestner fahren fort zu prahlen. Besonders die bekannten englischen Minister recken ihre großen Hälse aus der in der Höhe hängenden Wagschale und rufen und schreien. Die „Nordd. Mg. Ztg." gibt ihnen eine ruhige und treffende Erwideruiig. Sie verweist auf den Gegensatz zwischen den militärischen Tatsachen und der Schilderung der Lage durch die Engländer: „Herr Asguith hat in dieser Beziehung keinen guten Ruf. Als er im Unterhause seinerzeit die mesopotanrische Expedition als eine der bestgeleiteten Unternehmungen rühmte, mar bereits der Zusammenbruch mit seinen Anfängen zu erkennen, der dann zu der Kapitulation von Kut-el-Amara führte, und heute, während m der D-obrudscha und in Siebenbürgen das Schicksal der rumänischen Heere bereits entschieden ist, spricht er noch von der Offensive der Saloniki-Armee, deren Ziel es sei, ihre Tätigkeit mit den russischen und rumänischen Truppen in Siebenbürgen und der Dobrudscha zu vereinigen. Sollte Herr Asguith noch jetzt, worüber er früher zu klagen gehabt l>at, von der militärischen Leitimg über die wirklichen Vorgänge im Unklaren gelassen werden, so hätte doch wirklich auch für ihn das Studium der Kriegskarte genügen können, um ihn von der Aussprache so handgreiflicher Jrrtümer zurüä^uhalten. Llber er muß ja wissen, ,vas er dem rumänischen Bundesgenossen an Holm, dem englischen Unterhause an militärischem Unsinn bitten darf. Seine sonstigen Eingaben über die .Kriegslage stehen auf gleicher Höhe." Am Schluß seiner Rede kommt dann die Uebcrrasckmng. Ta läßt er die Maske des lächelnden Optimismus fallen. Wenn alles so schön steht, wie er sagt, müßte er von seinen Hörern die Frage erwarten, warum er denn nicht schleunigst den Erfolg durch Friedensschluß ew.heimsen wolle. Und da kann er nrit der Wahrheit Die Dinge stehen so, daß Asguith von einem Abschluß in diesen! !Augenblick nur ein entehrendes Kompromiß, ein Flickwerk erwarten kann. Damit befindet er sich ganz und gar in Ueberemstimmung mit Lloyd George, der dem Unterhause erklärte, eine Intervention in diesem Augenblick würde der Triumph Deut schlands und das Verderben für England sein. Für diese Ostenherzigkeit wider Willen sind wir den beiden Ministern immerhin dankbar. Es wird damit aus dem Munde unseres erbittertsten Feindes zugegeben, worüber bei uns ein Zweifel nicht beftaitb: S c Kriegslage ist nach tafle vor so schlecht für England und seine -verbundetm, daß wir allen Anlaß haben, zufrieden zu sein." Die Besprechungen über die politische Neugestaltung nn Innern, die den Reichstag kurz beschäftigt haben, sind in ihrer Richtung und Wirkung nicht ganz gleichmäßig beurteilt worden. Herr Scheidemann, der Sozialdemokrat, Hut gemeint, erst wenn seine großen Wünsche ans diesem Gebiete erfüllt sein würden, würde das feindliche Ausland die nötige Erkenntnis gewinnen, daß wir uirbcsiegbar sind. Aehnlichen Anschauungen huldigen auch die Kreise, die an der Politik des „Berliner Tagebl." Gefallen finden. Die Dinge liegen aber doch wohl anders. Gerade weil wir uns jetzt schon einer gewissen Sicherheit in Bezug auf den Ausgang des Krieges erfreuen, können wir auch den in der Ferne liegenden Aufgaben kurze Betrachtung schenken. Von diesen: Gefühl waren die Ausführungen Friedrich Naumanns :m Reichstage getragen. Er hat die Frage der „Neuorientierung" gewissermaßen ausgesck-altet, nicht weil chm daran nichts liegen würde, sondern im Gegenteil, weil er sie als einen elementaren Bestandteil des neuen künftigen Deutschland betrachtet. Pfarrer Traub, sein ftüherer Amtsbruder und politischer Gesinnungsgenosse, spricht in einem lesenswerten Aufsatz der „Voss. Ztg." über „Grundsätzliches Denken" noch etwas schärfer und präziser ans, was Naumann nur zwischen den Zeilen seiner Rede erken- nen ließ. Traub stellt, gerade im Anschluß an Naumanns Auftreten, fest, daß „die Vermengung der Gebiete äußerer und innerer Politik, unter,deren Folgen viel Wirrsal entsteht, grundsätzlich beseitigt" sei. Traub rückt auch recht wirksam die von den Rufern süc eine „Neuorientie^- rung" mehrfach geäußerte Ansicht zurecht, als ob die inneren Reformen im Hinblick auf die Beobachtung des Auslandes uns dem siegreichen Frieden näher führen würden, oder gar, als ob solche Reformen darum dringend nötig und unerläßlich seien. Er schreibt: „Um des Auslands willen ist es sicherlich richtiger, wenn. wir allen Anschein vermeiden, als ob wir uns durch die „Neuorientierung" bei ihm lieb Kind machen und unserer Platz in der „Kulturwelt" echt erobern müßten. Wir wünschen die Neuorientierung und werden uns künftig dafür einseben, weil es unsere deutsche:! Brüder sind, die verlangen dürfen, daß Recht und Pflicht im Gleichmaß zueinander stehen. Um unserer Toten und unserer Krüppel willen, um unseres eigenen Fleisches und Blutes willen stehen wir dafür ein. Es muß aber jeder Schein vermieden werden, als ob das Ausland, dessen Regierimgen dem Volk nach unserer Meinung gerade in diesem Krieg weit weniger politische Anteilnahme eingeräumt haben als wir, uns irgendwie beeinflussen könnte. Zu rechter Zeit zeigt der Sozialdemokrat Len sch, wie oberflächlich die Meinung ist, wenn wir Deutsche, die tatsächlich „anders" als die anderen Völker und ihre Regierungsform cn sind, in diesem „Anderssein" nur ein Zeichen der Schwäche sehen wollen. Wäre cs dies, dann wären wir längst besiegt. Gerade dieses „Anderssein" war auch eine Quelle unserer Kraft, Zucht, Organisationsgewalt. Tie Güter und Vorzüge dieses Systems zu erhalten, und es gleichzeitig von einem gewissen Kasernenton, der .Herabsetzung deö Menschen int Bürger zu befreien und die bürgerlichen Rechte in Einklang nrit den bürgerlichen Pflichten zu setzen — das ist die innerpolitische Llufgabe im neuen Deutschland, der unsere ganze Liebe und voller Eifer gehört." Die „Nordd. Allg. Ztg." hat in der oben erwähnten Entgegnung auf die Reden englischer Minister auch auf den darin neu bekundeten „Vernichtungswillen" hingewiesen, ohne ihm allerdings die unverrückbaren deutschen Ziele fest und bestimmt gegenüberzustellen. In dieser Beziehung klingen uns die grundsätzlichen Feststellungen eines liberalen Politikers wie Traub noch sicherer, ermutigender und zweckmäßiger. Er gibt Herrn v. Bethmann Hollweg einen unzweideutigen Tadel, indem er die Stimmung in den Schützengräben anführt, die wenig darum fragen würde, wer es war, der im Reichstag gesagt hat: „Wir halten fest, was unser Schwert uns erobert" und dann fortfährt: „Es trägt auch zur Erschlaffung der Kriegs- freudig feit da draußen bei, wenn sich die Meinung sestsetzen wtzrde. daJ S>ie Regierung rückhaltlos den .Standpunkt 'Scheck d e ui a n n s teilt: „was französisch ist, MM französisch, was belgisch ist, bleibt belgisch". Wir meinen auch: ohne in große Erörterungen der Kriegsziele zu verfallen, hätte vom Regierungstisch ein deutliches Wort zu der Kontroverse zwischen Westarp und Scheidemann wohl gesagt werden dürfen. . . . * * * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 14. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 14. Oktober 1916. Oestlich er Kriegsschauplatz. Oesllich von Hatszeg (Hoetzing) bemächtigte sich der Feind eines Teiles des Grenzkammes. Ein nächtlicher Gegenstoß warf ihn zurück. Um eine Höhe wird noch gekämpft. Die Säuberung der südöstlichen und östlichen Grenzgebiete Siebenbürgens macht rasche Fortschritte. Die Rumänen wurden an zahlreichen Punkten über die Pässe zurückgeworfen. Ueberall, namentlich im Gyorgya-Gebirge, hoben unsere Truppen ganze Abteilungen Versprengter der verschiedensten rumänischen Verbände aus. In Wolhynien herrschte gestern sehr lebhafte Gefechtstätigkeit. ' Italienischer Kriegsschauplatz. Da auch Der gestrige Tag an der küstenländischen S ch l a ch t f r o n t ruhiger verlief, ist der a ch t e g r o ß e A n - st u r m d e r I t a l i e n e r mit den Kämpfen des 11. Oktober als abgeschlagen zu betrachten Mehr noch als in den letzten Schlachten hatte der Feind diesmal seine Kräfte gegen den Südflügel zusammcrrgeschoben. Zwischen dem Meere und den Höhen östlich von Görz waren die dritte und Teile der zweiten Armee mit insgesamt etwa 16 Infanterie- Divisionen mit einer sehr mächtigen Artillerie und zahlreichen Minenwerfer-Batterien angesetzt. Unsere todesmutigen Karstverteidiger haben durch eine Woche im schwersten Feuer ausgeharrt und sodann drei Tage den unaufhörlichen Stürmen des an Zahl überlegenen Feindes getrotzt, bis ihn seine Verluste zwangen, den Angriff einzustellen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant. EreignissezurSee. In der Nacht vom 12. auf den 13. hat eines unserer S e e f l u g z c u g g e s ch w a d e r neuerdings die militärischen Objekte von Monsalcone und San Canziano erfola- reich mir Bomben belegt. Am Abend des 13. griffen unsere Seeflugzeuge die Adriawerke in Monfalcone an und erzielten viele Treffer. Feindliche Flieger warfen über den alten Hafen von Triest und nächst Miramare Bomben ab, ohne irgend einen Schaden anzurichten. Sie wurden von unseren Seeflugzeugen verfolgt und hierbei ein feindlicher Flieger durch Linienschiffsleutnant Banfield zum Niedergehen im Sturzflug hinter den feindlichen Linien gezwungen. Bei allen Unternehmungen wurden unsere Flugzeuge erfolglos beschossen. Flotte nkommando. Wien, 15. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Oktober 1916. Oestliche r Krieg s sch auplatz. Südlich von.Hatszeg (Hötzing) haben unsere Truppen in erbitterten Kämpfen den Grenckamm in ganzer Ausdehnung behauptet. Südlich und östlich von Bras so (Kronstadt) trat gestern keine wesentliche Aenderuna ein. Im östlichen Grenzraum Siebenbürgens werden nunmehr im Guergvo Gebirge schmale Landstriche vom Feinde gesäubert. Oestlich von K i r l i b a b a gewannen unsere Truppen im überraschenden Vorstoß Gelände und brachten drei russische Offiziere. 443 Mann und ein Maschinengewehr ein. Deutsche Bataillone nahmen die Höbe Smotree wieder in Besitz. Südöstlich des Pantvr-Sattels wurde ein russischer Vorstoß abgeschlagen. In Wolhynien neuerliches Anschwellen der russischen Kampftätigkcit. Auf breiten Frontabschnitten lag den ganzen Tag über schweres russisches Geschützfcuer. Stellenweise brach auch Infanterie aus den feindlichen Gräben vor. die aber nirgends bis an unsere Hindernisse zu gelangen vermochte. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Gefechtstätigkeit blieb im allgemeinen gering. Fm Görzischen griffen die Italiener beute früh unsere Stellungen auf den Höben östlich von Sober an. Dieser Vorstoß brach teilweise schon in unserem Artillcrie- feuer zusammen, teilweise wurde er im Handgemenge abgewiesen Oestlich von Trient wurde ein feindlicher Farman im Luftkampf abgeschossen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Aus Albanien ist nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. * . * Der bulgarische Bericht. Sofia, 15. Oft. (WTB. Nichtamtl.) Amtlicher Heeresbericht vom 14. Oktober Mazedonische Front: Keine Veränderung in der Lage. Zwischen dem Prespa-See und der Eerna lebhafte Artillcrietätig- keit. Mehrere schwache feindliche Angriffe wurden abgeschlagen'. In der Nacht zum 14. Oktober unternahmen die Serben mit bedeutenden Krärten einen Angriff nördlich des Dorfes Slevitza, wurden aber unter Mutigen Verlusten für sie zurückgeschlagen. Im Moglenica-Tal schwache Artillerietätigkeit. Wir wiesen einen Angriff ans die Höbe Bakovo leicht zurück. Beiderseits des Wardar schwaches zeitiveiliges Artilleriefeuer. Am Fuße der Belafica Planina Ruhe. An der Struma-Front Gefechte zwischen Aufklärungsabteilungen und stellenweise schwaches' Artilleriescuer. An der .Küste des ägäis-cben Meeres lebhaftes Kreuzen. Die seindlickie Flotte beschoß die Höhen bei Orfano. Rumänische Front: Keine Veränderimg. Längs der Donau Ruhe. In der Dobrutscha östlich der Eisenbahn Bobrie Medjidia schwaches Artilleriefener. An der Küste deS Schwarzen Meeres Ruhe. Sofia, 15. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Getreralftabes. Mazedonische Front: Ein starker Angriff, den der Feind mit schätzungsweise einer Division gegen den Abschnitt zwischen der Straße B i t o l i a (Monastir — Klebht Hura (?) und an der Bahnstrecke unternahm, wurde unter schweren Verlusten für ihn a b ge schlage n. Ter Angriff wurde nachts zwei- 7nal erneuert, aber auch diese Vorstöße wurden unter schweren Verlusten für den Feind zurückgewiesen. Oestlich der Eisenbahn wurde ein Angriffsversuch der feindlichen Infanterie durch das Feuer unserer Artillerie int Keime erstickt. Am C z e r n a- B o g e n kam es zu erbitterten Kämpfen. Alle feindlichen Angriffe wurden mit Handgranaten abgewiesen. Im Moglenica-Tal das gewöhnliche Artilleriefeuer. Schwache feindliche Teilangriffe gegen die Höhen südlich von Tarnow-o, aus den Bahvwo-Hügel und den Bnpukta'ch-Gipfel wurden zurückgefragen. Au'' beiden Usern des W arda r schwaches Artilleriefeuer Am Fuße der Belafica Planina 9iuhc. Am Struma vereinzelt schwaches Artilleriefeuer und Patrouillengefechte. An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe. Rumänische F ro nt: Tie Lage ist unverändert. An der gesamten Frorck Ruhe. Der rumänische Bericht. Rumänischer Heeresbericht vom 14. Oktober. An der Nord- mtd Nvrdwe st front vom Ealinan-Gebirge bis zum oberett Uzul-Tale westlich der Grenze leichte Gefechte. Wir mochten melirere Gefangene, darunter zwei Offiziere. Das Dorf Poianc Sarata (Svsmezekff im Vitul-Tale wurde nach! einem chrfccrft blutigen Kample twit unseren Truppen wiedergenommen. Im Btrrzen-Ärle nördlich der Grenze uns bei Brftocea Artillerietätigkeit. Bei Pr edel us zog sich der Feind zurück. Bei Predeal schchugen wir zwei feindliche ?lngrifse ab. Bei Gluvala wurden! unsere Truppen gezwtmgen, 'ich aus Rucar zurückzuziehen. Zwischett den Höben auf dem rech'en ut:d linket: Mer der Olt lebhafte Ärtillerietätigkeit. Bei Eotzi fand der General Praforgeanu den Heldentod. An dem Berge Zobul Ehitzian-e zersprengte unser . Artillerieseuer einen feindlichen (Annsportzug. Im Jiul nahmen wir int Sturm die Berge Sigleul, Nic und Rmrcelul in der Gegend von Nic. Der Feind erlitt groß? Verluste und zog sich in Unordnung zurück. Wir machten Gefangene und erbeuteten ein Maschinengnoc'hr. An der Front bei Orsova Arlilleriekampf. An der ^üd front wechselseitige Beschießung und In- fanlerieschüssc längs der ganzen Donau. An mehreren Stellet: /versenkten wir Barken mit bulgarischen Soldaten, die sich unserem Ufer näherten, um ztr plündern. In der T o b r n d scha schlugen wir euren feindlichen Angriff an unseren: linken Flügel /mühelos ab. Tie Gesät nt zahl der bischer an allen unseren Fronten gemachten Gefattgenen, die interniert sind, beläuft sich auf 103 Offiziere und 11911 Soldaten. Ern Aufruf Mackensens an die Griechen. Berlin, 16. Okt. In einem von verschiedenen Blättern -veröffentlichten Aum:f "Mackensens an die Griechen h^ißt es: Wrr . t> e r t q u g r u nichts von E u ch. Zwischen Et:ch tmd uns, .die die Kriegsnot gezwungen hat, Eure Grenzen zu überschreiten, ■flibt es keine Feindschaft und reinen Hinterhalt. Sobald wir unser -Werk vollendet hoben, werden wir den griechischen Boden oerlassen. Habt Vertrauen zu unseren tapferen Soldaten. Kein Haar soll einem Griechen gekrümmt werden. Ein Armeebefehl des bulgarischen Oberkommaudierenden. Sofia, 15.Okt. ^WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentur. Zum Jahrestage des Eintritts Bulgariens in den europäischen Krieg hat Generalissimus Iekow einen Armeebefehl erlassen, in dem er die .Notwendig'eit des Ringens hervorhebt, die, seitdem sich die Bulgaren auf der Balkanhalbinsel am Kreuzungspunkt der großen historischen Straßen niedergelassen hatten, den Geschicken der bulgarischen Rasse immer die Richtung gab und auf den Zustand des zu Boden.geschmetterten Serliiens hit:weist, das seine letzten Kräfte '-vergebene gegen die bulgarische Front richte. Noch erbärmlicher, ssagt Iekvw. wird das Los des treubrüchigen Walachen sein. Ihre unerhörten tierischen Gransamkeiteit an wehrlosen Frauen und Kin- 'dern haben sie mit Schmach und Schande bedeckt. Diese, feigen Nationen eigenen Grausamkeiten, werdet: Euren Griff und Euren Rachedurst nttr stärken Nach den zermalmenden Schlägen von Tu- Irakan Dobra und Rjcchovo sieht der vor Furcht zitternde Walache Si T ^I u Rächersaust sich über sein Haupt erheben und zählt verQts «« Tage, die er noch zu leben hat. Wir werden ihm mit w * Tu- w e Jür ntlt deistaiü» unserer mächttgen Verbündeten vLN >Äiaden)wb verletzen, und Rumänien wird unschädlich gemacht sein. Der Tagesbefehl fährt fort: Das Ringen um die Verwirk- lichung der Einigung.unserer Rasse ist noch nicht beendet. Unsere zahllosen Feinde sind geschwächt, aber noch/ nicht niedergeworfen. Sie werden versuchen, den .Krieg in die Länge zu ziehen in der Hoffnung, ihre Lage zu verbeffern und unsere Kraft zu lähmen. <5ic werden zu der Erkenntnis gelangen, daß der Bulgare vorzieht, eher ruhmvoll zu sterben, als die Schande der Mederlage oder der .Knechtschaft zu ertragen Der Sieg gehört demjenigen, der bis zum Ende wird widerstehen können. Rumänische Untaten in Siebenbürgen. Berlin, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Nachrichten' über rumänische Untaten in Siebenbürgen mehren! sich täglich. Räubereien und Gewalttaten aUer Art haben die rumänischen Truppen, gereizt durch das böse Beispiel ihrer Offiziere, in großer Zahl begangen. Von den bisher festgesteUten Einzelfällen seien noch die folgenden wiedergegeben: 1. Bei Michod Tolf in Fogaras aßen rumänische Offiziere drei Wochen. Als er um Bezahlung bat. wurde der 76jährige Mann 14 Tage eingcsperrt und mit Erstechen bedroht. 2. In die Apotheke des Johann Czu drangen 14 rumänische Offiziere eilt, brachen alles auf :md raubten Waren im Werte von 30 000 Kronen. iS. .Hauptmann Stefanescu erbrach den Weinkeller und die Registerkasse des Weinhändlers Wolf in Fogaras t:nd nahm Weine und Geld mit fickt. 4. Wie auf dem israelitischen Friedhof in Fogavas hncke noch zu sehen ist, wurden von den rumänischen Soldaten die- Gräber lder reichen Spiritusfabrikanten aufgerisscn. die Särge herausgeholt, geöffnet und nach Wertsachen durchsucht. 5. Moria Aksentinui. eine fiebenbürgische Rumänin, wurde in Fogaras von rumänischen Offizieren verfolgt, vergewaltigt und geschlagen, so daß sie noch heute Kopf- und Beinwnnden hat. 6. Zehn deutsche Rote-Kreuz-Schwestern wurden ihrer goldenen 'Kreuze beraubt, mit Erschießen bedroht und alsdann, zum Teil ohnmächtig, weggeschlepvt und nach Rumänien abtransportiert. 7. Eine Frau in Versany, die schrie, weil ihr sämtliches Vieh ohne Bezahlung gestohlen wurde, verurteilte ein rumänischer Hauptmann zu 25 Kuutenhieben auf den Unterleib. Nach rohester Exekution verstarb die Frau an den erlittenen Darm Verletzungen. W i e tt, 12. Okt. Ans dem Kricgspressequarticr wird gemeldet: 11: welch völkerrechtswidriger, ja auch oft unmenschlicher Art die Rumänen in Siebenbürgen gehaust haben, darüber geben amtliche Festslelluttgcn der Regierungskommissärc beredten Ausdruck. In F o g a r a s wurde ein Teil der deutschen und ungarischen Bevölkerung von den Rumänen zusammengetrieben, an das Ufer des Altflusses geschleppt und mit Knuten in den Fluß hinringeiagt. Auf beiden Usern standen rumänisck>e Soldaten und trieften die ans Land Kommenden immer erneut mit Schlägen in den Fluß, dw an dieser Stelle etwa 20 Meter breit und etwa 1,60 Meter tief ist Die Mannschaften, die sich an dieser Untat beteiligen, sollen sinnlos betrunken gewesen sein. Diese Annahme scheint deshalb sehr wahrscheinlich, iveil vom rumänischen Militär in Fog-aras aller Schnaps und Spiritus in Fässern zusammengebracht worden war. Der Kommandant der vierten rumänischen Tivifton, General Simivnescu ließ aus der Privatwohnung des Obergespans in Fogares die gesamte, sehr wertvolle Einrichtung in Wagen zur Balm bringen, dor: verladen und nach Hause schicken. In Fogaras wurden alle deutschen und ungarischen Geschäfte erbrochen und die Waren weggeführt. Bei allen Requisitionen von Pseroen, Vieh und größeren Vorräten wurden von der rumänischen Militärbehörde den Privatbesitzern weder Zahlung noch Requisitions- scheine gegeben. Aus Griechenland. London, 14. Okt. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus Athen: Eine diplomatische Persönlichkeit wurde vom König in Audienz empfangen und beschwor-ihn, seine Politik zu ändern. Der König antwortete darauf, er wolle lieber den Thron verlieren, als Griechenland in Gefahr bringen. Er sei überzeugt, daß Rumänien iu kurzer Zeit nicht mehr bestehen würde. Wenn sich Griechenland am Kriege beteiligte, würden tiach der Eroberung Rumäniens die deut- schet: Strettkräfte nach Griechenland geschickt werden und dieses würde das Los Serbiens und Rumäniens teilen. Bern, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet aus Athen: Ministerpräsident Latnbros hat es vermieden, auf das Ultimatum des französischen Admirals Fournet betreffend die Entwaffnung der Flotte und die Besetzung der Batterien und Forts im Piräus eine genaue Antwort zu geben. Darauf ließ Fournet mitteilen, daß ihn die Antwort nicht befriedige. Er habe den Auftrag, jeden Widerstand zu brechen. Erst aus -diese Mitteilung hin ließ die griechische Regierung am Drittwoch mittag mttteilen, daß sie bedingungslos kapituliere. Haag, 14. Okt. Reuter meldet aus Athen: Die Entente hat lviedernm eine Note an die griechische Regierung geschickt, in der verlangt wird: Kontrolle über die griechische Polizei, ein Verbot für die Bürger, Waffen zu tragen, ein Verbot der Beförderung von Kriegsmaterial nach Thessalien und die Aufhebung des Ausfuhrverbots für Getreide nach Thessalien. Alle Forderungen wurden angenommen. Amsterdam, 15. Okt. (WTB.) Nach einer Reuter- Meldung aus Athen hat die Entente zur Kontrolle des Handelsverkehrs im Piräus die die Stadt be h e r rs ch e n-^ den Forts besetzt. Der türkische Bericht. Ko nsta nt i napel, 15. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht vo-m 14. Oktober. Kaukasussrvnt: Ans dem rechten Flügel Artilleriefener. Auf dem linken Flügel Scharmützel zu unseren Gunsten. Bon den übrigen Fronten kein wichtiges Ereignis. Front in Galizien: Unsere Treppen unternahmen in der Nacht vom 11. zum 12. Oktober Ueberfälle auf verschiedene Teile der feindlichen Front, erbeuteten eine Menge Waffen und zerstörten feindliche Gräben. Die Perser an der Seite der Türken. K ö n st an t i n op e l, 15. Okt (WTB. Nichtamtlich.) Zum Beiramfeste sandte der Führer der persischen National- liga und Kommandant der persischen Streitkräste Ni sau es Salt an eh an den Vizegeneralissimus eine Drahtung, in der er seine lebhafte Freude ausdrückt, das Bairamsest in den: von dem russischen Joche befreiten Teile Persiens, der die Provinzei: Kermanschah, Luristan,' Dejelclabad, Ha- madan und Kurdistan umfaßt, feiern zu können, während in den östlichen und südlichen Provinzen der Druck erleichtert ist und in den nördlichen Provinzen die Russen flüchten. Der persische Führer spricht seinen großer: Stolz darüber aus, die persischen Truppen an der Seite der tapferen türkischen Truppen unter sehr fähigen Offizieren zu sehen und schließt mit Wünschen für das Wohl des Islams. In seiner Antwort betont E n v e r Pascha seine Ueberzeugung von dem endgültigen Siege und drückt die in der Türkei infolge der Tapferkeit der persischen Krieger herrschende Genugtuung aus. Ein russischer Ministerrat. Petersburg, 15. Ott. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der Minister des Innern Prvtopolpo erklärte in einer Unterredung mit Vertretern der Moskauer Presse, der Kr i e g m ü s s e . k o st e e s w a s e s w o l l e, bis zum Ende geführt werden. Dieser Krieg unterscheide jlcki von allen anderen, niemand erinnere sich eines ähnLühen. Das ganze russische Volk kämpfe mit seinem ganzen Sein und mit? seinem ganzen Blute. Die russischen Finanzen. Ko penhagen . 15. Okt. lWTB.) Einem Petersburger Telegramm der ..Berlingske Tidende" zufolge veröffentlicht das russisckM Finanzministerium den B ud ge t v o r a n s ch l a g für 1917. Tie ordentlichen Einnahmen betragen 3998 Millionen Rubel, dre außer- vrd-entlichen 6 Millionen Rubel. Tie ordentlichen Ausgaben e:w- schließlich der Kriegsausgaben, werden auf 3 734 Millionen Rubel, die außerordentlichen auf 343 Millionen Rubel veranschlagt. Es ergibt sich somit ein Fehlbetrag von 7,3 Millionen Rubel, den »man durch höhere Einnahmen als veranschlagt zu decket: hofft. Im Vergleich zum laufenden Jahre stellt das neue Einnahme-Budget eine Steigerung von 966 Millionen Rubel oder 32 Prozent dar. das Ausgabe-Budget eine Steigerung von 447 Millionen Rubel »her 14 Prozient. Der größte Teil der Ausgabenstei ge nun g entfällt auf 'Ausgaben für Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. Ter Finanzausschuß hat dem von der Kreditkanzlei au's- gearbeiteten Vorschlag über die Unterbringung einer neuen Kriegsanleihe zugestimmt. Ter Vorschlag wird nun alsbald dem' Zaren zür Unterzeichnung porgelegt. * * Fliegerangriffe auf Süddeutschland. Berlin, 14. Okt. (WTB. Amtlich.) Der im gestrigen Heeresbericht erwähnte feindliche Geschwaderflug über Süddeutschland ist nach den vervollständigten amtlichen Feststellungen folgendermaßen verlaufen: Am 12. 10.. 16 zwischen 3 und 5 Uhr nachncittags sneßen mehrere feindliche Flugzeuggeschwader, im ganzen 40 bis 50 Flugzeuges nt unser süddeutsches Heimatgebiet vor. Die auf Donaueschingen, Allmenshofen, Hüfingen, Esch- wetler bet Neustadt, Haslach im Kinzig-Tal und Rvttweil abgeworfenen Bomben richteten keinerlei militärischen Sachschaden an. Sie beschädigten in geringfügigem Umfang Privateigentum und verletzten einige Zivilpersonen leicht. In Tübingen fiel eine Bombe auf ein Reservelazarett, wobei 2 Kinder in dem benachbarten Garten erschlagen wur- okn. Außer deu Kindern sielen den Angriffen in Tübinaen uftd Oberndorf zusammen noch 7 Personen zum Opsea:. Die Zahl der Verletzten beträgt im ganzen 26. Von den angreifenden Flugzeugen sind 9, darunter erit englisches, durch unsere Flieger und unser Abwehrfeuer zum: .l b st u r z g e b r a ch t worden. Der Feind hat mithin bei dem brn/uten Angriff auf friedliche deutsche Ortschaften seinen Militariich belanglosen Erfolg mit einem recht empfindlichen eigenen Verlust bezahlen müssen. Die Ernte in Frankreich. B e r n , 15. Okt. (WTB.) Wie dem „Temps" im Handels- minrstevium mitgeteilt wurde, war der Fe h l b e t r a g d e r Ernte in Frankreich seit Jahren nicht so gvoß wie Heuer. Die Ernte beläuft sich anscheinend ans 60 Millionen Doppelzentner, der gegenwärtige Bedarf Frankreichs einschließlich der Heeresversorgung dagegen auf 86 Millionen. r Kopenhagen 15. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- ttngske Trdenbe meldet aus Stockholm: Die Regierung veröfsent- 11 eine Mitteilung wonach Waren, die in der Zeit bis zum 1. Noveniber nach England gesandt werden, von einem Wa- r e u u r) p ru n g s z e u g n i s begleitet sein müssen, gemäß einem nmen Formular, das nnt einem englischen übereinftmrt. „Afton- ttdntngcn" erklärt, das neue Formular sei das vorläufige Ergebnis ™ ^Eraufgenommenen Verhandlungen mit England. Wie ..Poltttkeit dagegen meldet, lehnte die schwedische Regierung cs ab, aus die von England geforderte söge?:. Jnteresse?rbesttmmung emzugehen, worauf England die Bestimmung aus seinen Woren- zerttfi^tett nneder strich. Der schwedische Ausfuhrhändler gebe nun lediglich die Erllärung ab, daß außer ihm keine andere Person an den ausz-uftihrctiden Waren ein Interesse habe. Diese Erllärung werde von dem englischen Konsul bestättgt * Wie „Politiken" weiter meldet, reist eine schwedische Abordnung, die neue Verhandlungen über die Bei- legilng der .vandelsschwierigkeiten zwischen England und ^Schweden fuhren soll, nach London ab. Der schwedische Gesandte Gras Taube Stockholm, 15. Okt. (zf.) Hier trifft die Nachricht von dem plötzlichen Ableben des schwedischen Gesandten in Berlin, Grafen Arvid Taube, ein, der in den letzten Tagen anläßlich des Todes seiner Mutter in Alingsas (Schweden) weilte. Aus Norwegen. Kristiania, 14. Okt. (WTB.^ Der Direktor des norwegischen Reederverbandes bezeichnet den bevorstehenden Verkauf n orw eg ischer , Kn Enaland im Ban befindlicher Schisse an e n g l i s ch e Re e b er, den der Driiiister Runciman im Unterhaus ankündigte, als eine ernste Aull e l c g e n h e i t , die die Interessen Norwegens empfindlich schädige. Der Seekrieg. Kristiania, 14. Okt. (Zf.) Gestern nacht wurde der für Rumänien bestimmte M u niti o ns d am p fe r „Bi- stritza^ (3688 Bruttotonnen), unterwegs von Brest nach Archangelsk, von einem deutschen Tauchboot versenkt, das die Mannschaft bis nach Syltesjord brachte, wo sie an Bord eines russischen Seglers gesetzt wurde, der sie nach Vardoe brachte. Man berichtet, Ladung und Schiff seien für 25 Millionen Kronen versichert gewesen. London, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Gardebee" ist versenkt worden. 12 Mann der Besatzung wurden gelandet, 11 werdeit vernrißt. London, 15. Okt. (WTB.) Nach einer Lloydsmeldung ist der russische Dampfer „Mercator" (2827 Tonnen) versenkt worden. Die Gsl-ankauMe ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet! Ans Stadt und Lnnd. Gießen, 16. Oktober 1916. ^Der Laie als Schweinemäster? Von Tierznchtinspektor M. Werner. Wer nichts von Schtveinehaltung versteht und keine Gelegenheit hat, sich von wirllich fachnrännischer Saite gut beraten zu lassen, mäste lieber nicht. Mir wurde mitgeteilt, daß in einem Orte sehr viele Schweine kleiner M aster eingingen . Ick nt achte mir die Mühe, einzelne Fälle nctzlizuprüfen und mußte sestsh.'llen, daß in allen! fünf mir bekannt gewordenett Fällen vollstätidig falsche Ernährung die Todesnrsache war. Das den Schweinen gereichte Futter bestand im weseirtlichen aus Kartoffeln, Rüben und ein ioenig Mehl. Der Eine oder Andere gab auch mal etwas Grünsutter. Naturgemäß verloren die Schweine bei dieser Zujamntenstellung — cs fehlt das dur Nusitutzung der Kohlehydrat« unbedingt Ege Kstvtziß = halb lieben Vorgehens war das ^Eingehen der jungen Schweine irtsolge Kock.i^ uneigennütziger Weise versehen. Die Portion Essen wird an die Teilnehmer für 8 Psg. abgegeben. ckt Büdingen, 16. Okt. Ein von Breitenborn von seiner Arbeitsstätte erttwichener französischer Gefangener wollte gestern am hiesigen Bahnhof eine Fahrkarte nach Darinstadt lösen. D er Schalterbeamte benachrichtigte die Geudarnrerie, Ivel che den Flüchtling festnahm. — Das Kriegsehrenzeichen erhielten Fräulein Luise Walbrach und Magda Berg ne r für hervorragende Tätigkeit in der Sammel- und Einmachstelle des Obst- und Garten- bauvereius. # Büdin gen, 16. Okt. Ter hiesige Gallus-Markt ftrebet am 24. Oktober statt. A Nidda. 16. Okt. Am 12. Oktober waren es 25 Jahre, daß Schreinermeister Otto B a ch von Kohden hier in der E. RingZ- bausen'schen 'Möbelfabrik tätig ist. Dem Jubilar wurden von der Firma, jeitteu Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten zahlreiche Glückwünsche unb sinnvolle Geschenke zuteil. # Rinderbügen, 16. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Kanonier Aug. Röder. Kreis Alsfeld. 4b illlsield, 16. Okt. Fürs Vaterland starb der Lehrer Otto M ü l l e r. Er wirkte im Dienste der Schule in Pfeddersheim, Seeheim, Ober-Veerbach und Zwingenberg. Kreis Lauterbach. M. Schlitz, 13. Okt. Zu dem gestern gemeldeten Uebcr - fall qus den Pfarrer zur Rieden in Hutzdorf durch den Händler H. Hoftnann daselbst wirb noch erläuternd bemerkt, daß sich die Tat in der Nähe des Bahnhofs Huydorf abspielte. Ter Täter grüßte zunächst den Pfarrer höflich, wobei er die gestern angefübrtc Aenßerung anfügte, zugleich zog er den Revolver aus der Tasche und feuerte auf den Pfarrer los, der unter Hilferufen die Flucht ergriff, der Täter schießend hinter ihm herlaufeud. Ms ein Chauffeur auf die Hilferufe herbeieilte und beit Täter verfolgte, gab dieser, quer über das Feld laufend, kurz vor dem Schlitzfluß nahe am Einfluß in die Fulda einen sofort tötlichen Schuß auf sich selbst und stürzte ins Wasser. Tenr Pfarrer wurde durch ein Geschoß der linke Unterarm durchbohrt, eine andere Kugel, die recht gefährlich werden konnte, prallte glücklicherweise am hinteren Kragenknopf ab und verursachte nur eine Fleischwunde. - Kreis Schotten. Laubach, 16. Okt. Apotheker L. Bohn im Landw- Jnf.-Rgt. Nr. 116 ist zum Leutnant der Res. befördert worden. Außerdem wurde ihm vor kurzer Zeit für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Friedberg. nt. Friedberg, 16. Okt. Dem Feld-Unterarzt Dietrich im 2. Bayerischen Armeekorps wurde das Sanitätskreuz am Bande der Hessischen Tapferkeitsmedaille verliehen. Er ist der zweite Sohn des hiesigen Seitermeisters Dietrich, dein im Felde eine Auszeich nung zuteil wurde, der älteste Sohn hat bereits vor einiger Zeit das Eiserne Kreuz erhalten. — Dckr Gardist Fritz Ballin- Oppenheimer, im Garde-Jnsanterie-Regiment Nr. 115, wurde für hervorragende Leistungen mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. oa. Assenheim, 16. Oft. Der Reservist Gg. Fant; iin Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116 wurde mit dem Eisernen K r e u z ausgezeichnet. bz. Bad-Nauheim, 16. Oft. Reservist Georg Becker wurde kurz nacheinander mit der Hessischen Tnpferkeitsmedaille und dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. oa. F a u e r b a ch v. d. H., 16. Okt. Der Landsturmmauu Georg Werner von hier, zurzeit auf dem westlichen Kriegsschauplatz, erhielt die Hessische Tapserkeits Medaille. 4ß N i e d e r - E r l e w b a ch , 15. Okt. Aus dem Felde der Ehre starb der Lehrer Jakob Huber, geboren zu Oslheim. oa. V i l b e l, 16. Okt. Dem Landsturmmcmn Adani Marburg e r im Juf.-Regt. Nr. 58 wurde das Eiserne Kreuz verliehen Starkenburg und Nheinhesscn. — Darmstadl, 16. Okt Ein Gehilfe der Geologischen Landesansialt hat dieser etwa 2 5 0 0 0 Dt a r k unterschlagen. Er wurde verhaltet und ist der Tat geständig. — Worms, 19. Okt. In der Köruerstraße stürzte sich eine hochbetagte Frau infolge eines langwierigen Leidens aus deni zweiten Stock ihrer Wohnung auf die Straße und starb an den beim Sturz erlittenen Verletzungen. Kreis Wetzlar. ra. Dorlar, 16. Oft. Hauptlehrer Jakob Waxweiler von der katholischen Volksschule der Stadt Wetzlar, welcher schon längere Tage svurlos verschwrmden war, wurde hier an der Lahn als Leiche gelandet. Man nimmt allgeiueiu an, daß der geachtete Manu aus Schwermut in den Tod'gegangen ist. ra. Launsbach, 16. Okt. Unser früherer Lehrer Julius O t t e l s b a ch aus Schutzbach (Kreis Alteukirchen), zurzeit Leutnant in der 269. Pionierkompaguie, ist jetzt endgiltig zum Lehrer der ev. Schule in Hanau ernannt ivorden. Hessen-Nussau. X. Hanau, 16. Okt. Tie Wetterairische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde hat die völlige Erneuerung ihres im Laufe der Zeit ganz veralteten Museums in Augrift genommen. Zu diesem Zwecke haben die städtischen Körperschaften einen Beitrag von 25 000 Mark bewilligt. Das Ziel der Wetter- auischen Gesellschaft ist die Herstellung eines vollständigen Heimatmuseums mit besonderer Berücksichtigung der Lebensvorgänge. (Biologie). oa. Anspach i. T., 16. Okt. Ein trauriger Unglücksfall hat sich hier ereignet. Ter 7jährige Sohn des Schmieds Albert Maas war mit der benachbarten Witwe Eichhorn aus den Acker gefahren und befand sich heimwärts mit der Witwe und einem Mädchen auf dent mit Dickwurz beladenen Wagen. An einer abschüssigen Stelle uwllte der Junge die Vorderbremsc des Wagens etwas anziehcn. Er lehnte sich vornüber, bekam das Uebergewicht, stürzte und kam direkt unter das Vorderrad zu liegen, das ihm über den Brustkorb ging. Ein hinzueilender Landwirt befreite den Aermften schnell aus seiner gefährlichen Lage, da sonst auch noch das Hinterrad über ihn gegangen wäre. .Als rncm den Jungen anfrichten wollte, brach er in sich zusammen, sämtliche Rippen sind ihm am Rückgrat gebrochen, die Schultern auseinander und Lunge und Nieren verletzt. Er wurde sofort ins Hvntburger Krankenhaus überführt, wo er hoffnungslos darniederliegt. Letzte Nachrichten. Französische Antwort auf die Fncdensfrage. Genf, 16. Ott. Ter „T e m p s" erwidert an leitender Stelle auf die Sätze Scheidemanns im Reichstage mit folgendem Wuterguß: ,,Frankreich könnte die Räumung Frankreichs und Belgiens haben". Das offiziöse Blatt antwortet in einer Sprache, deren hysterische Gehässigkeit einen Zusammenhang mir einem normalen menschlichen Gedankengang nicht mehr hat: „Scheidentann, David und seine Kollegen sind nickst nur Elendst, sondern astch Dnmmköpfe. Tie Geschichte der letzten 220 Jahre habe gezeigt, daß der deutsche Kaiser sich durch seine eigenen Worte nicht gebunden fühle, noch weniger also durch die eines Kammerdieners urie Schei bemann." „Temps" scl^eibt: Wir wollen aber einmal sagen, statt Scheideinann habe der deutsckie Kanzler erklärt: „Wir räumen morgen Frankreich, Elsaß Lotlwingen. Belgien und Serbien. Was französisch ist, soll französisch, was deutsch ist, soll deutsch, was belgisch ist, belgisch bleiben: Das ist die Grundlage des künsttgen Friedens. Glaubt man in Berlin wirklich, die Gewissenlosigkeit und Dummheit seien in den Eutenteländern so groß, daß man auf diese List hereinfalleu werde? Niemals lvcrde die Enteutc die deutschen Versicherungen, die ivohl nichts besagen, als genügende Garantie ausehen. Wlenu heute Deutschland den stams quo ante Herstellen wollte, so ivürde d-.rs oeiceifeit, das; es die Hosi uuug ausgibt, jetzt sein Ziel zu erreichet. Es würde seine Angriffe später wiederholen. ^Scheidemaun, David und Bethmantr Hollweg könnten reden so viel sie wollten, hieran würden sie nichts ändern. In diesem Sinne und in diesem Tone antwortet auch die übrige Presse, si Capus im „Figaro", Pichen im „Petit Journal" und Francois Albert im „L'hontme enchaine". Amerikanische Munition in Archangelsk. Stockholm, 16. Okt. „Svenska Tagbladet" wird aus Kri- stiania gemeldet: Die Trcmtheimer Zeitung „Adresse Avisen" bringt die iMeldung, daß 2 1 a m e r i k a n i s ch e Fahrzeuge mit Munition in Archangelsk angl^kommeu seien. — Diese Meldung bedarf noch der Bestätigung. Rücktritt des schwedischen Ministerpräsidenten? Kopenhagen, 16. Oktober. „Politiken" verzeichnet ein Stockholmer Gerücht, wonach der Ministerpräsident Hammarskjöld beabftchttgen soll, in Verbindung mit den: englischen Handelskonslikt von seinem Antte^ zurückzutreten. Ms sein sliachsolger wird der jetzige Außenminister Wellenberg und als dessen Nachfolger im Außenministerium Landeshauptmann Trolle genannt. Japan mobilisiert gegen China. Köln, 16. Okt. Ter Moskauer aus Peking, idaß ein als u n a n s o l c i b l i ch erscheint sieiaingsarbeiten bereits begonnen. Seine Munitionserzeugung' hrird fortan für den eigenen Bedarf gurückgehalten. Auch die japairische Handelsflotte erhielt Befehl, bis auf iveiteres keine Transporte Mhr für ausländische Rechnung anzunehmen. „Rußkoje Slowo" meldet j a p a n i) ch - chin c s t s ch e r Konsl t'f r Japan habe mit den Mobilr- Trustfrei Trustfrei s Unsere Marius Zigarette 2 ‘APfg. einschließlich Kriegsaufschlag Trotz Steuererhebung behölten unsere Zigaretten ihre alten anerkannten Qualitäten! €€ | Georg A. 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Noch immer tobt das furchtbare Völkerringen. In gewaltigem Ansturm dachten unsere haßerfüllten Gegner uns niederzuringen, aber wie ein FelS im brandenden Meere steht unsere eherne Mauer als treue Wacht der teuren Heimat in Ost und West, in Süd und Nord. In innerster Seele ergriffen von herzlicher Dankbarkeit, suchen wir Heimalkämpser unseren Getreuen im Felde ihr hartes Los zu erleichtern. Ist es da nicht heilige unabweisbare Pflicht, in innigster Anteilnahme auch unserer herrlichen Helden aus weiten Wogen des Meeres zu gedenken? Welches Deutschen Brust ist nicht von unsagbarem Stolze, von glühender Begeisterung erfüllt, wenn er der Ruhmestaten unserer trefflichen Marine in der gewaltigen Seeschlacht vor dem Skagerrak gedenkt? Treue und Dankbarkeit soll in dieser schweren, aber herzerhebenden Zeit der Leitstern unseres Handelns sein! Zeigen wir unseren blauen Jungen, daß die Heimat derer nicht vergißt, die in todesmutiger Tapferkeit, in felsenfestem Vertrauen und nie erlahmender Opferwilligkeit deutschem Geiste, deutscher Tatkraft und Unerschrockenheit den weithin leuchtenden Sieg erfochten haben. Bald naht das herrliche, deutsche WeihnaHtssest mit seinem strahlenden Lichterglanze und seinem weihevollen Frieden m der Stille des deutschen Heims. Beweisen wir durch reichliche Gaben der Liebe, daß das treue Gedenken des deutschen Volkes unseren hochgemuten Seehelden das Fest verschönen will, das sie trotz tiefempfundener Sehnsucht nach dem eisernen Willen des unerbittlichen Kriegsgeschickcs mit den Lieben in der Heimat nicht vereinen kann! Vergeht nicht unserer braven blauen Jungen! Einer Bitte des Großadmirals von Koester entsprechend, ist der Unterzeichnete gerne bereit, Liebesgaben und Geldspenden für unsere Marine entgegenzunehmen. 7459 D _ Profess or Vö lzing, Goethestr a ße 19. - VLvernrKNng Kaufmännischer Verein Ortsgewerbeverein Gietzen Donnerstag, den 19. Oktober Wb, abends 8'/ 2 Uhr in der neuen Aula itf. I Herr Geh. Kirchenrat Professor D. Dr. (Eck, hier Eintrittspreis t N., für Militär fvom Held webe! abwärts) 26 pf. Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt. 7454(; Zwetjchen-Aloft kauft in jeder Menge 7450 Ed. $f(bereifen, Sietzen. Fuhren verschiedener Art werden übernommen 012648 üinBemräteli, öp T a " d * ,la 2 t * 5 0 Telephon 204. Mcher I mit gediegenem Inhalt I über wichtige Lebens- A fragen wie 4 . B. Liebe, ß Ehe, Geschlechtsleben, « Ernährung. Kleidung, J und GefundbeitSpflege S erhallen Sie in reicher 8 Auswahl im [Retantas, Kreuzplatz 5 1 0 Prospekte unentgeltlich. Bitte Schaufenster beachten. 6117 Reinen Tropfen Wasser läftt vr. 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