m. 259 Der Sietzrner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: ßUfeencr FamilienblSIter; Kteisblntt für den Kreis Gietzen. Bezugspreis: monatl. 90 Pi., viertel- jährl. Mkt 2.65: durch Abhole- u. Zweigstelle::, monatl. 8E Pf.: durch dia Post AU. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitung112 Verlag, Geschäitsstelle51 Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Siegen. Erstes Blatt *66. Jahrgang Mittwoch. GNsber >.91« Postscheckkonto: Zrankfurt a.M. **686 99 vankoertehr: Gewerbebank Gießen Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Stcinöruderci R. Lange. Schristleitung, Geschästsstelle ».Druckerei: Schulslr. ..in.c.l.'kne von iuijcijv >. die Lagesnummec i>i* zu.nNachmittag vorher. Zeilcnpreir. s.?lnzeigen: örtlich 20 Bi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Plahvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pf.„ bei Plahvorfchrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. G o e t;. Verantwortlich für Politik n. Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und Land, Vermischt ssu.Ge-! richtssaal: Fr. R. Zenzn Anzeigenteil: H. ^eck, sätntlich irr Gießen. (WTB.) Trotzes Hauptquartier. 10.Oktober., (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls Kro np ri nz RuppreKt von V a ye rn. Auch gestern führte der Feind vorwiegend in den Abcnd- und Nachtstllnden harte Angriffe auf der großen Kampffront zwischen A n c r e und S o m m e. Sie blieben sämtlich erfolglos. > Ein Angriffsversuch der Franzosen östlich von Ver- nrandovillers wurde verhindert. Front des Deutschen Kronprinzen. Beiderseits der Maas letzhaste Artillerie- und Minenwerferkämpft. O e st l i ch t r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldrnarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei Ko l. Ostrom (am Stochod nordwestlich von Luck) warfen wir die Russen aus einer vorgeschobenen Stellung und wiesen Gegenstotze ab. Westlich von Luck keine Jnfan- terietätigkeit. Deutsche Abteilungen stürmten mit ganz geringen eigenen Verlusten das Dorf Herbutow, westlich der Naja- rowka. nahmen vier Offiziere, zweihundert Mann gefangen und crtzeuteten einige Maschinengewehre. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen sind russische Gegenangriffe vor unseren am 8. Oktober genommenen Stellungen an der Baba Ludowa gescheitert. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. An der Ostfront ging es überall vorwärts. Der Austritt aus dem Hargitta-undBaroler-Ge- b i r g e in die obere und untere Csik (A l t t a l) ist erzwungen. Beiderseits von K r o n sta d t (Brasso) drangen die siegreichen Truppen den geschlagenen Rumänen scharf nach. Bisher sind aus der dreitägigen Schlacht von Kronstadt ein- gebracht: 117 5 Gefangene. 2-5 Geschütze, darunter 13 schwere, zahlreiche Munitionswagen und Waffen. Außerdem sind erbeutet zwei Lokomotiven, über 8 00 meist mit Verpflegung beladene Waggons. Der Feind hat nach Übereinstimmelchen Meldungen aller Truppen sehr schwere blutige Verluste erlitten. Westlich des Vckkan-Pasfes ist der Grenzberg Ne- grului genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Die Lage ist unverändert. M a z e d o n i s ch e F r o n t. Der Feind setzte seine Angriffe gegen die bulgarischen Truppen im Cerna-Bogen (östlich der Bahn Mona- ftir—Florina) fort. Er erreichte bei Skocivir kleine Vorteile. Sonst wurde er überall abgeschlagen. Der erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * * So unangenehm viele Auseincrnd>ersetzunigien über unseres Reichskanzlers Qualitäten über den U-Bootkrieg und seine Handhabung ge wirbt haben, etwas Gutes werden sie vielleicht doch zeitigen. Der Kriejgj ist uns in so vielen Dingen ein Lehrer gewesen; wvrum sollte er uns nicht auch hier, \m noch Indifferenz, alte Vorurteile, Parteieneifec- sucht und ähnliches schlummerten, voran und aufwärts führen? Es ist seit langer Zeit beklagt worden, daß in der Tätigkeit und den Bestrebungen unserer Parlamentarier die auswärtige Politik wie ein Stiefkind nebenherschlich. Dabei war die Ueberzeugung von Unznlüüglichkeiten unseres diplomatischen Auslandsdienstes allmählich Genreingut geworden. Als der Reichskanzler Herr v. Bethnrann Hollweg im Reichstag seinem erzürnten Herzen gegen persönliche Angriffe und Verunglimpfungen Luft machte, als einige Chorführer für und wider ihn in ihren Auseinandersetzungen gar häufig über Nebensächlichkeiten und innerpolitische Voreingenommenheiten nicht hinwegkamen, da gab es Unerquick- lichkeiten, die uns durch das Walten der Zensur noch verbittert wurden. Wir haben dem hier oft Ausdruck gegeben: und brauchen nicht in Wiederholung zu verfallen. Allmäh» lich aber reinigt sich die Luft von selbst; der Dunst verfliegt, und die Sachlichkeit beginnt zu siegen. Noch ist sie nicht .wer all, iroch trüben Vorurteile und politische Gepflogenheiten von den Friedensjahren her manchen Blick. Aber seit wir wissen, daß es z. B. in der U-Bootfrage in der Tat einen sehr wichtigen sachlichen Meinungsstreit zwischen m a ß gebenden Faktoren gegeben hat, wovon uns die Zensur aus den politischen Nebenkammern nur einen schlechten Geruch vergönnt hat, da trat doch allmählich ein Umschwung ein. Vertrauen blieb nicht mehr die alleinige Losung, sondern Klärung, Unterrichtung wurden mehr und mehr verlangt. Zuerst freilich für die Berufenen, für die Mitglieder des Reichstags. Wir begrüßen es, daß in dem Hauptausschuß des Reichstags, der fortan nach seinem eigenen Belieben tagen darf, auch die Fragen der auswärtigen Politik eine Stätte besonderer Pflege und Förderung erhalten sollen. Die Reichsregierung soll nicht mehr allein und „in Gesellschaft von Adepten" sich in die schwarze Küche verschließen, sondern die bisherige Geheimkunst auch anderen Kennern und Tüchtigen zugänglich machen. Auf diese Weise wird das Volk lernen, sich von den Praktiken der Vergangenheit frei machen und einer gesunden Verständigung die Wege bahnen. Wir wollen uns neben dein engen, im ständigen. Gebrauch oft druckenden innenpolitischen Stiefel auch noch ein anderes zweckmäßiges Schuhzeug aulegen, und da hat gestern auch hier in Gießen ein ganz nützliches, förderliches Anprobieren stattgefuuden. Politiker aus allen Parteien saßen in vertraulicher Aussprache am selben Tisch und haben schließlich ganz einmütig'die Entschließung angenommen, die unsere Leser im lokalen Teil wiederfinden. Vorurteile und Unsachlichkeiten sollen vermieden werden, über das. Wachstum unserer auswärtigen Politik und die Kriegs- taktik unseren Feinden gegenüber soll nicht wieder das Gras inner.volitischer Zerklüftung wachsen. Wir treten damit in die Fußstapfen, die zur Erweiterung des erwähnten, parlamentarischen Hauptausschusses geführt haben:; wir wollen nicht das Schweigen im Walde, sondern ein lebensvolles Mitwirken und Lernen am Webstuhl der Zeit. Den. Kanzler betrachten wir keines'wWff als Pfuscher und Schurken, aber auch nicht als einen Gottähnlichen, mit dessen alleiniger Weisheit sich alles bescheiden müßte. Einig! sind nur mit ihm in der Erkenntnis, ( 1 X 1(3 England unser Hauptfeind ist, der mit allen Mitteln auf das Schärfste bekämpft werden muß. Mit dem Thema des erweiterten Ausschusses befassen sich heute wieder die fortschrittliche „Voss. Zeitung", sowie die „Köln. Volkszeitung", das bekannte Zentrumsblatt. Die „Voss. Ztg." schreibt u. a.: In dcnr ständigen Ausschuß ist ruhige Beratung und sofortige Kenntnisnahine möglich. Auf diese Weise sieht der Ausschuß wichtige Aktionen bereits im Entstehen. Er lernt die Motive kennen. Er bekommt auch die Möglichkeit, sich (über die Tätigkeit der einzelnen Botschafter und Gesandten ein Urteil zu bilden. Er wird nicht zu einer Schwatzmaschine degradiert, die über abgeschlossene ^Vorgänge zu debattieren hat, an denen doch nichts mehr geändert werden kann. Ter Reichstag braucht sich dann in Zukunft nickst mehr sagen zu lassen, daß er hinterher klug über Dinge redet, die er vorher wahrscheinlich auch iricht anders gewacht hätte. Wir sind sicher, daß gerade die Mitverantwortung die tüchtigen! Etenrente im Reichstag reizen und dem Parlament neue tüchtige Männer zuführen wird. Damit wäre der Anfang dazu gemacht, ein Grundübel unseres ganzen politischen Lebens zu heilen, das bisher daran krankte, daß gerade die fälligsten Köpfe der Nation sich vom parlamentarischen Leben fcrnhielten. Die „Köln. Volksztg." meint ganz richtig: „Es ist vom Uebcl, wenn die Vorliebe für gewisse Staats- sormen, die Abneigung gege nandere auf die auswärtige Politik übertragen wird. Wir können di eBeziehungm zu anderen Völkern nicht danach regeln, ob sie deinokratisch, autokvatisch oder wie sonst immer regiett werden, hat doch das „demokratische" England wie das republikanische Frankreich nicht das geringste Bedenken getragen, mit dem Zarismus sich gegen konstitutionelle Staaten, wie die Mittelmächte, zu verbünden. Und dock mußten wir trotz dieser Erfahrung immer wieder sehen, wie gewisse „demokratisch^" Organe und Pattcien ihre Politik gegenüber unseren verbündeten Feinden nach diesem innerpolitischeu Gesichtspunkt orientierten. Was sie nicht abhält, andere Leute zu beschuldigen, die Fragen des Krieges undid er auswärtigen Politik nach nrnerpoli- tichen Wünsschen und Besorgnissen zu behandeln. Wir wollen den ganzen Streit nicht wieder aufrühren, aber ist es nicht Tatsache, daß man hüben und drüben dem anderen innerpoliti sche Beweggründe zutraut? Was helfen kann, das ist einzig mtb allein die stetige erichte Beobachtung der auswärtigen Tinge, eine gewissenhafte Aust klärung des Volkes durch das geschriebene und gesprochene Wort, die Schärfung des Blickes für die Eigenart und die loett- und wittschaftspolitischen Ziele anderer Völker, die ?lusprägung und Einprägung unserer eigenen Ziele; und dies altes muß seinen, Widerhall uird seine Durchbildung finden in der berufenen Vertretung unseres Volkes, in den Parlamenten, vor allem im T eutschen Reichstag.'' Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. !0. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirb verlautbart: 10. Oktober 1916. Oe st lich er Kriegsschauplatz. Nordöstlich von Cernaheviz wiesen unsere Truppen rumänische Angriff? ab. Im Grenzraum südlich von Hatsteg wurde dem Feinde der Berg Negrului entrissen. Die chlacht bei Brasscr cingebrachte Beute beläuft sich bis 1175 Gefangene. 25 Geschütze (darunter 13 schwere), Munitionswagen und ‘ 'cffnt. 2 Lokomotiven, reist mit Ver'irleguug b lOcr.c Eisenbahnwagen und b.t. n: .ttres KriegSgerät. D ieg e>ch l a g e n e z w e i t e r u m ä:: st.r ? Armee wird ins Gcbirge verf 0 l 3 t. jetzt ai :'j '‘J*U über : : Die Armee des Generals von Arz hat die sich stellenden Nachhuten des Feindes geworfen und ist im Begriffe, die Ausgänge in die Ebene der Zzik und in das Gyrgyo-Becken zu gewinnen. Von der russischen Front ist nur die Abwehr feindlicher Vorstöße im Ludowa-Gebiete und die Erstürmung des Dorfes Herbutow an der Narajowka durch deutsche Truppen zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. An der k ü st e n l ü n d i sch e n F r 0 n t schritten die Italiener nach achttägiger starker Vorbereitung durch Artillerie- und Minenfeuer gestern nachmittag im Abschnitte zwischen San Grado die Merna und dem Doberdo-See zum allgemeinen Angriff gegen unsere Stellungen auf der Karst-Hochfläche. Es war ein Ehrentag für unsere dort fechtenden Truppen. Das andauernde Feuer hatte sie nicht zu erschüttern vermocht. Mit ungebrochener Kraft schlugen sie den wuchtigen Ansturm unter schwersten Verlusten des Gegners zurück und behielten ihre Stellungen ausnahmslos im Besitz. Die Kämpfe an der Fleimstalfront dauern fort. Im Lusian- Gebiet brachte eine unserer Patrouillen 53 Gefangene ein. Mehrere starke Angriffe der Italiener gegen den Abschnitt Gardinal—Busa Alta wurden abgewiesen. Auch zwischen Sugana- und Etschtal ist der Feind stellenweise sehr rührig. Am Pasubio ist ein größeres Gefecht im Gange. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Albanien keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer. Feldmarschalleutnant. • Ereignisse zur See In der Nacht vom 8. auf den 9. ds. belegte eines unserer Seeflugzeuggeschwader die Flugstation und Haftn- anlagen von V l 0 r a sehr erfolgreich mit Bomben. In der Nacht vom 9. auf den 10. ds. griff eines unserer Seeflugzeng geschwader die militärischen Objekte von Monfalcone. die feindliche Sceflugstation bei G r a d 0 , ein anderes den Bahnhof und die militärischen Anlagen von San Giorgino di No- garo sehr wirkungsvoll an. Es wurden viele Volltreffer erzielt. Alle Flugzeuge find von dieser Unternehmung trotz heftiger Beschießung unversehrt zurückgekehrt. Flottenkommando. Die wacht der U-voote an der amerikanischen Höfte. London, 10. Okt. (WTB.) Das Reutersche Buwau erhält aus New D>ork einen Bericht, daß Besatzungen unh Passagiere der sechs Schiffe, die gestern von eman Tauchboot angegriffen wurden, gerettet sind, ausgenommen die Besatzung des Dampfers „Kingston". Es sind amerikanische Zerstörer mit Ueberlebenden von erneut Fahrzeug, das vielleicht die „Kingston" war, auf dem Wege nach Newport imd Boston. Ueber beit' „Kingston" ist nichts bekannt. Es komtnt kein Schiff dieses Namens in den Schiffsregistern vor. Am Samstag abend fuhr Tanchb-oat 53 von hier aus. Es begegnete am früheir Morgen denr amdrikauischeir Dampfer „Kansas", den es anlhielt und nach Untersuchung der Papiere wieder weilerfahren ließ. Um 6 Uhr begegnete es dem Dampfer „Strathdepe" und torpedierte ihn, nachdem die B«satz«ng in die Boote geg«angen war. „WestPo int" nürrde um 11 Uhr 45 Minuten torpediett. Tamr kam „Stefano" an die RsAse, dem das Tauchboot um 4 Uhr Z0 MmUten uacknlittags begWN»te,. und der eine Anzahl Passagiere, darrniter Viele Amettkmer, an Bord hatte. Man glaubt, daß das Schiffaewcrrnt worden war, she es torpediert wrrrde, da alle, die sich an Bord befanderr, ungehindert das Schiff verließen und später von einem Zerstörer anfgenomm.m wurden. „Stefano" trieb gestern abend noch, war aber ernstlicki beschädigt. Das Dampffchiff, das unter dem NÄmlm „Kingston" gemeldet wurde, wurde um .6 Uhr abends torpediert. Darauf folgteir die Danrpser „Blo mm ersdi j k" und „Christian K n u d s e n". Die Nachricht von den Angriffen verbreitete sich rasch. Viele Dampfer, die in verschiedenen Häfen zur Abfahrt bereit lagen, fuhren nicht ab. Es lvUrden au viele Schiffe drahAosa Warnungen gesandt. Diese begaben sich sofort nach territorialen Gewässern oder Verließen die übliche Schiffahttsrvnte, um auf Umwegen ihr Ziel zu erreichen. Lond on, 10. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) „Morning^K" Meldet aus Washington: Der Kapitän des Dompsery„StraMepe", der an Bord des Frachtdampsers „Neiv Bork" hier an gekommen ist, berichtet, daß er die Anwesenheit des Unterseebootes erst hemjwkt, als morgens gegen 6 Uhr die Geschosse in der Nähe seines nicderfielen. Der Besatzung wurde genügend Zeit gelass«l, jftii in die Boote zu gehen. Ter Kapitän erzählte weiter, daß er Z*»che der Versenkung des englischen Dampfers ,.Kingstonian" gewesen sei. Auch die Besatzung dieses Schiffes erhielt gemigend Zeit, um in die Boote zu gehen. ,,Kingstouian" ist offenbar der Darnpser, der unter dcnn d^anien „Kingston" gemelde' wurde. — Airs den Grzäh- lnngerr der Geretteten geht hervor, daß nrindestens zwei Unterseeboote an deir Angriffen beteiligt ivaren. Einige schätzen die Zahl der an der amerikanischen Küste tätigen Unterseeboote sogar aus fünf. Die Besaruug des Dampfers „Kansas", der in Boston ein- getroffen ist, erklärt, daß das Urrterseeboot, das den Dampfer anhielt, nicht „U 53" ivar. Bon dar wrpedftrten Dämpfern tvuvden. Jj I 20 Z^rsonen, darunter 33 grauen imb 10 lQU | etl ^erucbte um, daß die Bestand ^ Lw *? tc 1 'Lbbootern Amerika Hergestell. und twrrJÜIw» ^ 1 ?C en vm I1lg ^ e . Unterseeboote zusammengesetzt ^ ll i ‘P i 1111 ?b.r Besatzung eines südamerikanischen sagte aus, daß er bei einem Unterseeboot ein Vorrats- -r^ c Seeversicherung sprämie für die Fahrt nach^brrtpchen Halen ist von ein Prozent auf fünf Prozent erhöht ra, x. I * * ' H' ^S^cr. Tie Auslassungen der englischen ^^Aen W-u t und Entsetzen über das Neuauf- ^even des deutschen llntersecbootskrieges auf der für Groß- orttanirven wichtigsten Schiffahrtslinie. Graf Bcrnftorff beim Präsidenten Wilson. Long Brau ch, 10. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Nach einem Besuch Bernstorffs bei dem Präsiden- Mr BZrlson wurde erklärt, daß über Frieden nicht gesprochen wurde, daß -der Präsident aber die gestrigen Tauchboots-^ raffe an der Atlantischen Küste zur Sprache brachte. Graf BeSrftorff erklärte Wilson, er habe keine Information ans Deutschland, sei aber sicher, daß gewisse Versprechungen, die bereits von ferner Regierung gemacht tvurden, eingehalten würden. LochgBrauch, 10.Okt. (WTB-) MeDung des Reuterschen Bureaus. .Graf Bernstorff sprach heute bei dem Präsidenten Wilson vor und überreichte ihm einen Brief des Kaisers. Der Brief war die Antwort auf Wilsons persönliches Schreiben Wer die Frage der amerikanischen Hilfe für die not- l e i d e n d e B e v ö l k e r u n g P ölen s. Ehe er Bernstorff emp- fvxg, erklärte der Präsident mehreren Pressevertretern, daß voff Deutschland die vollständige Erfüllung seiner Amerika gegebenen Versprechungen gefordert werden würde. Er fügte hinzu, daß er kern Recht habe, Deutschlands Bereitwilligkeit in Frage zu stellen, ferne Versprechungen zu erfüllen. Es verlautet, daß Wilson wegen der Operationen der Tauchboote in der Nähe der amerikanischen Küste beunruhigt ist mrd erklärt hat, er werde in dieser Unterredung BeirnstorM diö Aufmerksamkeit ans den Gegenstand lenken. Washington, 10. Okt. (WTB.) Das Marine-Departe- rtrenü hat mit den Vorbereitungen zur Errichtung einer Patrouille von Kriegsschiffen längs der Küste be 4 gönnen, um, falls es notwendig ist, dafür zu sorgen, daß die Reu traUM der Bereinigten Staaten nicht durch Tauchboote verletzt mevde. Unterseeische Borratsschiffe? Amsterdam, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Tijd' will von deutscher Seite erfahren haben (?), daß das Auf treten der deutschen Unterseeboote sauf dem Seewege nach den amerikanischen Häfen daraus zurückzuführen sei, daß man jetzt über unterseeische V orr a ts s ch i f f e verfüge, die zu bestimmten Stunden an vorher vereinbarten Stellen Mitten in,der See die Kampsunterseeboote mit allem Nötigen versehen. Man könne deshalb außer den ganz neuen Unterseebooten, die Vorräte für Wochentange Reisen mitzunehmen imstande sind, auch ältere Unterseeboote fern von der deutschen Basis operieren lassen. meldet aus Lorient: Der französische Dampfer „Blaue (1110 Tonnen) wurde torpediert. Die Ueberlevenden sind in Lorient eingetrossen Außer der „Bttwel" haben deutsche Unterseeboote in den gleichen Gewässern den Dampfer „I r m a" (844 Tonnen) und 3 an de re Damp- f lbwre den englischen, bewaffneten Dampfer „V e r d u n" (4295 -tonnen) versenkt. Die Besatzung dieses Dampfers ist zum größten Teil umgekommen. — Aus La Rochelles 6^iche Blatt die Versenkung des Kohlendampsers „rrap Mazagan" (760 Tonnen). Die Besatzung wurde ae- rettet. ^ Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Petit Journal" wurde der französische Dreimaster „Frater nite", von Fecamp kommend, torpediert. Der Dampfer „B a s s e I u d r e s" wurde von zwei U-Booten angegriffen ünd beschossen, konnte jedoch entfliehen. Aus dem Reiche. Die Versicherungsprämien. London, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Daily Telegraph erfährt, daß beschlossen wurde, die Versicherungs-, Prämien für die Fahrt zwischen Europa mnd den Vereinigten stachen zu verdoppeln und die Versicherungen für die Fahrt von den Vereinigten Staaten nach dem Panamakanal, Laplata und dem KW der lGuten Hoffnung um 20 Prozent zu erhöhen. Als die Nach- - Acht, eintraf, daß an der amerikanischen Küste drei deutsche U- Boote an der Arbeit seien, gingen die Versicherungsprämien noch mehr in die Höhe. • * * Ein feindlicher Flieger über Stuttgart. Stuttgart, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Rechtzeitig rtemdbet, erschien gestern abend zweimal — 8 Uhr 54 Mm und — Ein feindlicher Flieger über Stuttgart. Derselbe warf einige Bomben ab, wodurch aber weder Personell noch Gebäude getroffen wurden. Der „Temps" über die Kriegslage. Ber«, 10. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Zür allgemeinem Kriegslage schreibt der „Temps": Wir müssen dem Ober- ItosünttartÄ» /unserer Feinde Gerechtigkeit widerfahren lassen, das fite Angriffen mit außerordentlicher Energie dre Stirn bietet. In Frankreich den gemeinsamen Anstrengungen der Franzosen und Brrbcn im Sommeabschnitt, in Rußland auf einer 200 Kilometer Langen ,Front der Birussilvwschen Offensive. Dabei' findet 'das Oberkommando noch Mittel, Um Falkenhayn und Mackensen dre nötigen, nach Tausenden zählenden Mannschaften zUr Verfügung ßiu stellen, die zur Verteidigung Ungarns und Bulgariens nötig sind, iitrn ferner Siebenbürgen zu befreien und die Dvbrndscha besetzen. Im! besonderen bemerkt der Militärkritiker des Blattes, die -Oesterreicher und Deutschen, die gegen Brussilow kämp- jm, ver stärkt worden sind, und daß sie vom Pripjet bis zu den Karpathen, in der Richtung Madimir Wvlhynsk— Lemberg—Ha-, licz den zähesten Widerstand lefften. Bezüglich der Lage in Ru- Mänien wird ausgesührt, daß die Rumänen eine für ihren Trup- tzenbestand viel zu ausgedehnte (Front haben und cm keinem Druckte imstande seien, einer Armee zu ^widerstehen, von der sie jetzt eine Schlappe erlitten hätten. An einer anderen Stelle ä'agt der „Temps".- Rumänieir braucht nicht nur Truppenverstär- tagert, sondern auch modernes Kviegsgerät, schwere Achttllerre^ Augzeuge 'und Panzerautomobile, um den Kampf nttt gleichen Massen führen zu können. Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die allgemeine Beunruhigung in Frankreich über die Lage in Rumänien, über die die französische Presse durch den Hinweis auf angebliche Fortschritte Der Russen und Rumänen in der Dobrudscha hinwegzutäuschen Mcht, erhellt deutlich aus der Forderung des „Echo de Pa ris", .Daß die Alliierten alle in ihrer Macht stehenden Maßnahmen er- kneifen müßten, um in kurzer Frist im Norden gegen die Manöver !FalkenHayns, im Süden gegen Mackensen auftreten zu können. u fc I a it i> allein sei fähig, Rumänien durch be- sEchtlrche kriegsgewohnte Verstärkungen zu unterstützen. Rußland »Mein könne die Lage wieder cm sgl eichen, damit der Plan Hinden-, wurgs im Orient zusammenbreche. Aus Griechenland. Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Secolo" meldet aus 'Athen: Die Schiffe der Alliierten sind in den Piräus eingesahreu und ankern neben den griechffchen Schissen. Der französische .Konsul im Patras verbot eine bewaffnete Volksversammlung der Gu- n-aristesn. Ju Samos gab ein Torpedoboot der Alliierten Salut- MSsse zu Ehren Venizelos' ab. Bei seineur Besuche in Chios, Mytilene und Samos hielt Venizelos Reden, deren Ueber- (mittelung au die Presse von der inneren Zensur Griechenlands/ lverboten wurde. Dis Alliierten verlangen von dem abgchendeni Ministerium, die neutralffierten Deutschen cmsznweisen. Ditz Neuerung zcwdert. Eine kleine Abteilung französischer Marinetrup- h-en hat sich im Piräus ciugenistet. Der §eekrieg. Kristiania, 10. Okt. (WTB.) „Morgenbladet" meldet: Die Vadsoeer Zeitung „Finwcrrkens Amtstidende" teilt -mit, daß drei deutsche U-Boote am Samstag die Drahtlose Station in Jepna.va.lak an der Mur- mranküste beschossen hätten; einer ihrer Masten sei her- -UTttergeschofsen, mehrere Menschen getötet worden. London, 10. Okt. (WTB.) Llopdsmeldung. Der Fisch- ^nnpfer „Magnus" aus Whitby wurde versenkt. Die ^Bemannung, ^bestehend aus neurr Kopsen, wurde gelandet. Bern, 10. Okh (WTB. Nichtamtlich.) „PetU Harrsien" ^ ^ Der Reichstag. Berlin, 11 Okt. In der heutigen Vollsitzung des Reichs- werden nach den als am meisten zuverlässig mrzusehenden Mitteilungen der Blatter, sämtliche Parteien im vaterländischen der Tauchboote und Zeppeline fetzt nicht anders behandelt würden, als andere Gefangene. Nach längerer Aussprache wünschte ein Mitglied der Deutschen Fraktion, daß auch die in Gefangenschaft geratenen Offiziere mt' Bedarfsfälle unterstützt wür den. Alsdann wurde die Beratung abgebrochen. Aris rrnv Land. Gießen, 11. Oktober 1916. Ein Aufruf zur politischen Lage. Hotel Großh-evzog fand gestern abend unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Dr. Opitz eine vvn Mitgliedern aller in Gießen vertretenen politischen Parteien imfo verschiedenen interessierten Politikern besuchte vertrauliche Zu- aminentunst statt, die sich bei reger, ersprießlicher Aus- prache über die allgemeine Lage schließlich einmütig auf folgende Entschließung einigte: ™ A ernstesten schicksalsschweren Augenblick, den unser Vaterland fetzt durchlebt, haben sich, durchdrungen von der Sorge um des Reiches Geschick, Männer aus allen Parteien zusammen- gefunden und sich Au folgender Entschließung geeinigt' Wir betrachten es als die Wicht jedes deutschen Mannes, cübe inneren und Parteifragen zu vertagen, bis die Kriegslage völlig gesichert und.die Feinde besiegt sind, jetzt aber alTe Kräfte Zur Erreichung des Sieges zusammenzusassen. Demgemäß richten wir an die Reichstagsabgeordneten als che berufenm Vertreter des Volkes die dringende und herzliche Bstte, kernen Versuch zu scheuen, um die nötige Klarheit zur Beurteilung der polrttschen Lage des Reiches zu erlangen, dann aber nach bester Ueberzeugnng mit allen Msttelri darauf zu dringen, daß .Mnde. allen voran aber unser gefährlichster, zähester und rucknchtslosester Gegner England, der uns ausznlmngern droht und che Neutraleii mit brutalsten Nttrteln in seine Dienste gezwungen hat, ohne Rücksicht in der schärfsten Weise mit alleir uns zu Ge bote stehenden Mitteln bekämpst und niedergerungen lverden *' V o n der Landes-Universität Gießen nn Wintersemester 1916/17. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier iortsetzeu ivollen, haben sich aus dem Universitäts-Sekretariat, Bismarckstraße 22, auzumeldeu, um die A u s w e i s k a r t e u in z u t a u s ch e n und ihre Wohnung «n zugeben. Dies hat in der Zeit vom 16. Oktober bis zum 11. November 19 16 voriiiittags von 9—12'/. Uhr zu ge- cheheu. A n m e l d u u g e u z u r I in >n a t r i k u l a t i o n iverden in der gleichen Zeit ebendaselbst angenominen. Nach dem 11. Noveinber iverden Anmeldungen nur darin angenomuren. wenn die Verspätiing in aenügeiider Weise entschilldigt wird. ** A n s z e i ch n n n g. Der Gardefüsilier Otto Pitz, Jni.< Regt. 115, erhielt bas Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Der hiesige O r t s g e w e r b e v e r e i n I>at im Früh- m udwerkliche Iugendkurse" eingeriästet, die in diesem Monat zu Ende gehen. Ihr Zweck soll sein,einmal die Jugend ür das spätere Leben praktisch lerttger zu inaä>en, zum andern durch che äugend in andern Ständen und Berufen Interesse und Anerkennung für die handiverklickxe Tätigkeit zu fördern. In eigner Jugend-Werkstatt wurden insgesamt 27 Iungeu unterrichtet, in der Schremerei durch Schreinernleister Hau b ach, in Bildhauerei durch Bstdhaucrmerster B e r l e. Die Teilnehmer setzten sich aus alter Mengen Scbulen zusammen. Jeder Kursus daueri etwa tO Wochen mit je 2 Unterrichtsstunden. Veranlaßt üucch dre guten Erfahrungen, die mst diesen ersten Kursen gemacht wurden, sollen die Winterstirse, die Anfang November beginnen, werter ausgestaltet werden. Die Schreiner- urrd Bildhauerkurse werden fortgesetzt. Für den Bildhauerkursns wirb eine Abteilung für Erwachsene (auch Damen« vorgesehen. Außer- dem soll ein M e ta l l b ea r b ei t u n g s kn r s u s, der leichtere 'IWpeiten der Lpenglerei und Schwachsttominstallation bringen wird, eingerichtet werden. Anmeldungen werden für die Winler- kurse bis zum 20. Oktober im Gewerbehaus entgegengenommen. * S t a d t t h e a t e r. Aus dem Stadttheaterburecru wird mir- getertt: Ueber das Volksstück „W o die Schwalben nisten", das ?rrettag aufgeführt wird, schreibt der Hannoversche Courier": „Den beiden Verfassern ist ein sehr gulpr Wurf gelungen, sich haben eme Arbeit geschajsen, die ncan ruhig in che Nähe von tn ^ eo po l d" reihen kann. Dir Bilder sind von glüäd lichster Frvckss und von warmer Behaglichkest.So nxirdl beim die Ausnahme von Bild zu Bild warmer und sreundllche^ und zum Schlüsse gab sich aufrichtige und aus vollem Herzen kommende Zustupmung in mvhattendQn Berfall Lund. Tie Schauburg hat ernen starken und beachtenswerten Erfolg errungen, der ihr viele, viele volle Häuser verschaffen kann." ** Tie Kleidung der Frauen im Eise n bah n- dienst. Die durch den Arbeiterinangel bedingte Beschästtguug von Frauen nimmt in steigendem Rkaße zu. Es hat sich aber dabei der Uebelstand heransgestellt, daß die gewöhnliche Frauen- klerdung Me Arbeiterinnen stark behindert. Um nun Me Beschäftigung der Frauen im Dienste der Eisenbahn zu fördern und dadurch eine größere Anzahl von Arbeitern für den Hencs- Men,t freizu machen, hat sich der preußische Eisenbahn- MiNister, wie die „Ztg. d. Ver. d. Eisenbahiwerw." mitteilt, gelegenttich einer Besprechung mit den Präsidenten der Kgl. EisenbahnMrekttonen mit dem Vorschläge einverstanden erklärt, daß Frauen, für Me nach Art ihrer Beschäftigung im Eisenbahn- Menst Me Frauenkleidung ungeeigiret ist, und die deshalb eine besoiidere KlciMmg ttagen niüssen. diese Kleidung aus den r<\ v c • ^ € r ^^^waltung cwhalten. Ties gilt sowohl für Hilssbeamttmien, Schaffnerinnen, Me Me nach dem Muster der !^^^^^oktionsbezirk Köln ein geführte Kleidung (Joppe, Bernkleio, Gamaschen und Mütze) tragen sollen, als auch für Me m den Werkstätten, beim Stteckenbau usw. beschäftigten Ac- betterrnn«r, die mit erner blusenartigen Jacke, Hose und nötigenfalls auch mit einer Mütze ausgerüstet werden. Die den in Betracht kommenden Frauen zur unentgeltlichen Benutzung überwiesene Merdung verbleibt im Eigentum der Verwaltung. Soweit diese auf Kosten der Hilssbeamtimren und Arbeiterinnen geliefert x)t, soll sre gegen Erstattung per gezahlten Beträge von den Verwaltungen übernommen werden. ^^Kartoffelkraut nicht verbrennen! Mit der alten Sitte des Kartoffelkrautverbrennens sollte wenigstens jetzt im Kriege gebrochen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß das Kartoffelkraut einen hohen Kaligehalt besitzt und deshalb mit gutem Erfolg als Düliger Verwendung finden kann. Man kann mit seiner Ausstreuung auf Wiesenland einen doppelten Vorteil erzielen. Einmal wird das im Kraut enthaltene Kali durch Regen und Schnee allmählig ausgelaugt und den Graswurzeln zngeführt. Zwettens verhindett die Kar- tvsselkrantstteu ein Ausfrieren des Wiesenbodens. Im Frühjahr, wenn das neue, junge, Gras zu spMssen beginnt, kann das dann halb verrottete Kartoffelkraut zusammengeharkt werden und gibt dann noch immer ein gutes Material für den Komposthausen ab. r.x- < ^Ä^^ohrver Wertung. Aus Inserateii in verschiedenen Fach- und Tageszeitungen und aus zahlreichen Angeboten ist,, wie der Kriegsausschuß ftir Ersatzfutter mitteilt, zu Handel und Spekulation der Verwertung der ^ckilsrohrbestände für Futterzwecke bemächttgt haben. In all diesen Fallen wird darauf Bezzig genommen, daß der Kriegs- ausschuß für Ersatzsutter Schilfrohr für diese Zwecke gewinnt und verwertet. Dadurch wird der Glaube erweckt, daß auch jetzt noch Me Ernte und Me Verwertung des Schilftohrs aus Veranlassung des Kwiegsaiisfchusses und in desseii Interesse erfolgt. Der Kriegs- Ausschuß erklärt ausdrücklich, daß er mit der Ernte und Verwertung der setzt noch vorhandenen Schüfbestände nichts mehr zu tun hat, da ferne Ernte sich nur auf junges, grünes Schüfrohi', also solches, das vor der Blüte geschnitten worden ist, erstreckt hat. Die Aberntung von Schilfrohr umrde bereits Anfang August abgesärlossen. S chwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Wie uns Direktor Bakos mitteilt, ist es ihm gelungen, für das von ihm neuerdings geleitete Theater hervorragende Werke der Filmkunst zu gewinnen, die durch berühmte und beliebte Filmschäu- spieler, wie: Rika Sacheko, Me durch ihr Gastspiel am hiesigen Stadttheater auch hier beliebte Münchener Tänzerfti, Erna Mo- rena, Paul Wegener, Waldemar Psilander, Max Reimers usw. dargestellt werden. Besonderer Wert soll auf künstlerisch zusammengestellte Programme und geschmackvolle musikalische Begleitung gelegt werden, so daß der Besuch des sich in seiner Neueinrichtung sehr schmuck ausnehmenden Schwarz-Weiß-Theaters empfohlen werden kann. Siehe Anzeige. * Der Städtische Seefischmarkt findet morgen nachmittag von 3 Uhr ab in den Marktlaubrn statt. M Das heutige Kreisblatt Nr. 125 enthält Bekanntmachungen über die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Bleifarben und anderen Bleiprodukten; über Ergänzung der Bekanntmachung über die Bereitung von Backware; die Verfütterung von Kartoffeln und über die Hoch st- preise von Wild. Landkreis Gießen. g. Ober-Bessingen, 10. Okt. Dem Landwirt und Metzger Johann Römer wurde wegen mutigen Verhaltens vor dem Feinde die hessische Tapferkefts-Medaille verliehen. Römer ist seit !Augu,t 1914 in Feindesland. —, Tie 5. .Kriegsanleihe zeitigte hier eut sehr schönes Resultat. Durch die betriebene Hausagitatton wurde fast in jeder Familie unseres Torfes gezeichnet. Ober- Bessingen kann stolz auf die bewiesene vaterländische Gesinnung sein. — Tie Sammlung für unsere Flotte ergab beinahe 60 Mk. Kreis Büdingen. * Kohden, 11. Okt. Der Reservist Hermann Koch, der in einer Reserve-Eisenbahnbou-Kompagnie als Fahrer verwendet ist. erhielt das hessische Ariegsverdienstehrenzeichen. Koch ist gegen- wärttg krank und befindet sich in emem Lazarett in Bcw-Nwuherm. Kreis Alskeld. * Zeilbach, 11. Okt. Der Laiidstn-rmmann Karl Ka rk« wurde bei den schweren Kämpfen in Siebenbürgen durch Lungcsr. schuß verwundet. Er liegt in eineni Lazarett in Stuttgart. — In französischer Gefangenschaft befindet sich Wilhelm Triebert eit Oktober 1914 wird der Kriegsfreiwillige Heinrich Keller, der dem Jnsanterie-Rechment Nr. 116 angehörde, vermißt: sett Sommer d. Js. iiurd Heinrich Stenernagel, der in Galicien kämpfte, verinißt. — Die hiesige 23 Schüler zählende Schule zeichnete zur 5. Kriegsanleihe 900 Mslirk. * Mills dem vorderen Vogelsberg, 11. Okt. Die lKarto ffel e r ute liefert einen rocht geringen Ertrag. Die geernteten Mengen reichen kaum für die einzelnen Familien. Dve Obsternte ist zufrieden stellend: ganz besonders Mt ist der Ertrag der Zwetschenernte. Ueberall sieht man rauchende Obftüürren, in denen Zwetschen und Äpfel stücke geoörrt werden. Das D örrobsi ist heuer ein gesuchter Artikel. ^ Kreis Lauterbach. rr. S ch l i tz, 9. Okt. Der sRt etwa 3 Wochen vermißte Laich« sturmmann Henrrich Blum, der in einem Garderegmrent im Westen gekämpft hatte, hat nunmehr seiner Familie mitgeteilt, daß er mit etwa 25 Kameraden in französische Gefangenschaft geraten sei- und verwundet in einem Hospital z/u Saint Lö sich befinde. — Fürs Vaterland sieleir in den, schweren Kämpfen an der Somme Musketier Ehnstian Kumpf und Landsturmmanr Heinrich F e i ck. Kreis Schotten. F. C. Schotten, 10. Okt. Von jetzt ab darf im Kreis« Schotten B r a t m u r st nur noch mit V, Kartoffelzusatz beraetteltt werden zum Preise von 1,20 Mk. für das Pfund. yergesiem = Schotten . 10. Oft. Die diesjährige Herbstsitzrüm bcd Mnstaqes für den Kreis Schotten setzte den Voranschlag der Kreis- lasse für bas? Gesüänchahr 1916 in Einnahmen und Ausgaben aus 820 460 32 Mk fest Cs nmrden gewählt in den Kreisausschuß Bürgermeister Ritter (Laubach), Forstmeister Klingelhöser Federn' und Obciamtsrichter Brill (Schotten), zu Mitgliedern des Provinzialtages G r a f z u S o l m s - L a u b a ch und Burger- pveijter bU ö l \. Ott. .Gefreiter Linker, von der 4 Kvinuagnie Inf.-Mgtc-. Kaiser Wilhelm Nr. 116, welcher schon im Besitze der hessischen Tapftrkeftsmed-aftle ist, erhielr nun auch L Äfejt vor &cm «rindc idas ®ifmw »reu» 2. «Waffe, fitnfler D block einer von. Iden Iwenigen, die bei'Ausbruch des Krieges, in den ersten Tagen des Maust 1914, als junger Reservist mit rhvem Regi mente aus zogen. Bis vor kurzem war er noch MtVeo- kehrt geblieben- Nun befindet er sich, infolge Verletzung am Kopse, in »nnem Lazarett in Sachsen. — Montag morgen um 10 Uhr Itturden lurrterhalb des sOrtes aus 'dem Feldwege nach Gedern Kwiei entwÄbkne Irländer aus dem Miegsgesangenenlager im, benachbarten Busenborn von dem hiesigen wachhabenden Land- ttcbrmann Fritz, von der 4. Komp. Landsi.-Jns.-Batl. Wetzlar im^d herbeigeeilten Ortseiichvohnern ergriffen und in ^ Sicher heit aebrackch. Die beiden Apsreißer gaben ihre Nationalität an und, da'h sie am .Achend vorher aus dem Gefangenenlager in Bu) eitern entnnchen seien. Sie tragen ihre Uniform' mit den Kennzeichen als Gefangene. Starkenburg und Rheinhesseil. '* Alzey. 10. Okt. Die Kreissparkasie Alzey überwies der National st iftung ui Darmstadt den Betrag von 1000 Mk. — Mainz, 10. Okt. An Stelle des bisherigen Kommandanten von Mainz, Generals v Ruville, wurde Oberst v. Langendorsf, bisher im Militärkabinett des Kaisers, zum Festungskommandanten von Mainz ernannt. Hessen-Nassau. 'sl Marburg, 10. Okt. Der vor einiger Zeit hier ins Leben gerufene „Verein blinder Akademiker Deutschlands" hielt am Sonntag im Philippshause seine erste ordentliche Mitgliederversammlung ab. Anher den von außerhalb erschienenen blinden Akademikern ivcrren auch zahlreiche Vertreter der Universität, der sonstigen Behörden und der Bürgerschaft der an sie ergangenen Einladung gefolgt. Der Vorsitzende, cand. Phil. jStrehl erstattete einen ausführlichen Geschäftsbericht, aus dem tzermuging, daß der Verein, der seinen Mitgli^-ern in jeder Betziehung eine Stütze sein soll, sich gut entwickelt hat. Es wurde beschlossen, den .herein blinder Akademiker Deutschlands" in das' ßAevemsregister mit dem Sitze in Marburg eintragen zu lassen, Nmn Vorsitzenden wurde der Direktor der Universitäts-Augenklinik. Mos Dr. Bielschowsky, zu dessen Stillvertreter Dr. Phil. Fritz Haftenpflug, gewählt. Außerdem wählte man noch vier widere Herren in den engeren Vorstand und eine weitere Anzahl! Herveu und zwei Damen in den Beirat. Prof. Tr. Bielschowsky! richtete an die Teilnehmer der Versammlung die Bitte, allerorten fr den Verein zu loerben und diesen in jeder Hinsicht zu unter-« Frankfurt a. M., 10. Okt. Für die durch Prof. Dr. Ziehens erfolgte Berufung an die hiesige Universität erledigte stelle eines befoldeten Stadtrats ist Syndikus Dr. L a n d m a n n Mannheim) in Aussicht genommen. Für die zwei erledigten Stellen unbesoldeter Stadträte bringt man den Stadtverordneten fRupp und den bisherigen befoldeten Stadtrat Prof. Dr. Ziehen «n Vorschlag. --- Frankfurt a. M., 10. Oft. Auf die in Frankfurt a. M. yezeLchneten 395 Millionen Mark zur neuen Kriegsanleihe waren 4fts Samstag bereits 80 Prozent eingeteilt. — Mit Zustimmung des B^irksausschusses dürfen fortan Frauen u. a. in folgenden stLdtischen Verwaltungszweigen Verwendung firchen: Jugendamt, 0>esundheitskommission, Gewerbe- und Verkehrsamt, Badeamt. Elektrrzitäts- und Bahnamt, Völkermuseum, Verwaltung »deS Zoologischeil Gartens, Fortbildung^- und Fachschulen, Pfandhaus, Galerie, Ausschuß und Kommission für die Unterstützung von Mftegerfamilien. ^ . = Homburg v. d. H., 10. Okt. Auf Antrag hiesiger Geschäftsleute genechnigtr der Regierungspräsident die Einführung des .Hlchtuhr-Ladenschlusses. — In allen Straßen, dirrch welche die elektrische Straßenbahn fährt, ist das Kreiselspiel für Kinder ver- F. C. Griesheim a. M., 10. Okt. Die Wirts-Eheleute :L o h f i n k dahier (Turnhalle) v e r st a r b e n an ein und demselben Lage. Die 57jährige Ehefrau unterzog sich in Frankfurt a. M. Finer Operation, an der sie verstarb, und zu gleicher Zeit verschied 'der 61 Jahre alte Ehemann dahier. F. 0. Wiesbaden, 10. Okt. Vom 11. Oktober ab zahlt die Stadt für das Kilo Bucheckern statt 30 vierzig Pfennig. F.C. Kassel, 10. Okt. Einen städtischen Geflügelhof, sowie eine große städtische Kaninchenfarm legt die hiesige Stadtgemeinde an. = Kassel, 10. Oft. Nach langem Bemühen ist es nunmehr der Polizei gelingen, dve Persönlichkeit eines Erpressers, der seit Wochen die Stadt in Aufregung hielt, festzustellen. Es ist ein 42 jähriger Packer Ludwig Hesse aus Kassel, ein wiederholt vorbestrafter' Mann, der ftch auch schon einmal in einer Irrenanstalt ibefmid. g. Es chwege a. d. Werra, 10. Okt. Durch ein verheerendes Grotzfeuer wurden gestern in dem benachbarten Dorfe Rengelrode vier Bauerngehöfte vollständig eingeäschert. Die eingebrachten diesjährigen Erntevorräte sind mitverbrannt. Der entstandene Schaden ist groß und nur teilweise durch Versicherung gedeckt. DaS Feuer wurde durch spielende Kinder verursacht. — Diez, 10. Okt. Mehr als 100 Männer und Frauen aus dem weilen Arbeitsfelde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung sind seit einer Woche zu emsiger Lehr- und Lerntätigkeit in der vom Verbände ins Leben gerufenen Kriegsvolksakademie beschäftigt. Mle Berufe und Bevölkerungsschichlen ohne Unterschied des Ranges und Standes beteiligen sich an den ^Darbietungen der „Dozenten", die in nahezu lückenloser Weise das Gesamtgebiet der sozialen und wirtschaftlichen Kriegsftirsorge theoretisch und praktisch vorführen und in anregenden Besprechungen zu vertiefen suchen. ü Aus K u r h esse n , >10. Okt. lieber die Zahl der Pfleglinge in den Landkrankenhäusern, der Landesheilanstalt und den Jrreirpftegemtfbatbm Kurhessens im Jahre 1915 liegen jetzt folgende Ziffern vor: Es wurden verpflegt im Land-« ftairkenhauS zu Cassel 4989 (gegen 4713 in 1914), in Cschwege 1118 (753), in Fulda 3318 (3013), in Hanau 3373 (2620), in Hers seid 1572 (1369), in Rinteln 679 (567), in Lochmalkalden 455 (569), in der Landesheilanstalt Marburg 792 (859), in Haina 926 (1044), in Merxhausen 998 (1106). Die Zunahme der Kranken in einzelnen Anstalten ist wohl auf die Unterbringung nerven^ leidender Krieger zUrückznsühren. ch. Aus der Rheinpfalz, 10. Okt. Tie Lese der weißen Trauben ist im Gange. Mit dem Mengeertrag ist man meist nicht besonders zufrieden. Die Moftgewichte stellen sich, soweit bis jetzt ermittelt wurde, auf 60—90 Grad. Geschäftlich ist nicht überall Leben. Für die 40 Liter Weißmoß werden 42 bis 52 Mark bezahlt. In Winzer-Genossenschaft Neustadt a. H. hat 1916er Portugiesermost zu 1825 Mark die 1000 Liter verkauft. Ebenso setzte sie 1915er Wein zu 2200 Mark ab. vermischter. Der EisettbahttUttfall bei Landsberg a. d. W. Berlin, 10. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Die amtlichen Feststellungen über die Ursachen des schweren Eisenbahnunfalles bei L a n d s b e r g a. d. W a r 1 h e haben . bisher nach dem „Berliner Lokel-Anzeiger" folgendes ergeben: Die von Warschau kommenden Züge D 24 und V-Zug 24 folgen sich zwischen Schneidemühl und Landsberg in einem Abstande von etwa 10 Minuten. Der Vorzug kam hinter dem Bahnhof Zantoch etwa iy 2 Klm. vor der nächste» Blockstelle Jähnsfelde wegen Maschinenschadens zum Halten. Das Ausfuhrsignal in Zantoch war nach der Durchfahrt des Zuges in der Haltestellung geschlossen. Seine Freigabe für den V-Zug 24 mußte nach der Vorbeifahrt des Vorzuges an der Blockstelle Jahnsfelde durch diese erfolgen. Als der v-Zug 24 sich Zantoch näherte, hätte bei ordnungsmäßig verlaufender Fahrt des Vorzuges das Aussahrtsignal in Zantoch frei sein müssen. Da das nicht der Fall war, fragte der Beamte in Zantoch bei Jahnsfelde an, weshalb die Strecke nicht freigegeben werde. Der Blockwärter in Jahnsfelde war nun anscheinend ganz von dem Gedanken schleunigster Streckenfreigabe beherrscht, ohne sich aber darüber klar geworden zu sein, ob die wichtigste Voraussetzung für die Freigabe der Strecke — die Vorbeifahrt des Vorzuges an der Blockstelle — erfüllt war. In unbegreiflicher Verwirrung hat er ohne weiteres durch einen unerlaubten Eingriff die Sperre, die ihn an der vorzeitigen Blockbedienung hinderte, beseitigt und dann die Strecke freigegeben. Ter D-Zug 24 fand dann in Zantoch freie Fahrt, fuhr in die besetzte Blockstelle und stieß auf den in ihr haltenden Vorzug auf. Der Blockwärter liat seit etwa vier Jahren den Dienst auf der Blockstelle Jahnsfelde zufriedenstellend versehen. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. UirsVersitätS-NcreÄrrehteir. ----Frankfurt a. Ai., 10. Okt. Privatdozeut Dr. Otto S ch u l tz e wurde zum Professor au der philosophischen Fakultät der Universität ernannt. — Landrichter Dr. F. Haymann, außerordentlicher Honorarprofessor an der Universität Frankfurt, erhielt einen Rus zur Uebernahine des Extraordinariats für römisches und bürgerliches Recht an der Universität Rostock. ** Gießen, 10. Okt. G i e ß e n e r Ruder-Gesellschaft 1 87 7. Bei dem Abradern der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Sachsenbausen siegte die Schülermannschall mit 3 Längen gegen nachstehende Vereine: Gießener Ruder-Gesellschaft 6 Min. 447 k Sek., Frankfurter Ruder-Verein 6 Min. 467z Sek., Höchst „Rassovia" 6 Min. 57 4/ 5 Sek. Das Rennen wurde an der Gcrbernuihle gestartet bei Gegenwind und starkem Wellengang, weshalb Gießen auch diesinal nicht sofort die Führung übernehmen konnte. Beim Eingang in ben Hasen lag Gießen etwas vor dem Frankfurter Ruder-Verein, Höchst schon ^ außer dem Rennen. Die Schüler-- mannschaft hätte ihren Vorsprung noch vergrößern rönnen, wenn nicht einem Ruderer der Sitz aus den Schienen ins Boot gefallen wäre. Wenn aitcf) die in Berlin siegrerche Mannschaft der Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Germania" nicht am Start erschien, so ist doch von Fachleuten festgestellt worden, daß Gießen dieses Jahr die beste Schülermannschaft gestellt hat. Herr Cf man it ist für seine Mühe und Arbeit in dieser Saison durch diesen Sieg reichlich belohnt worden. ' AirchUche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinve. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Donnerstag, dep 12. und Freilag, den 13. Oktober 1916: L a u b h ü t t e n f e st. 1. Tag. Vorabend : 5.30 Uhr. Morgens : 8.30 Uhr. Predigt. 2. Tag. Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 5.30 Uhr. _ Briefkasten der Redaktion. Muouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.- A. w . Niederlahnstein. 1. Für die Trauung ist der Standesbeamte zuständig, in dessen Bezirk einer der Verlobten seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Alls Grund einer schriftlichen Ermächtigung des zuständigen Standesbeantten darf die Ehe auch vor deni Standesbeamten eines anderen Bezirks geschlossen werden. 2. Den Be- stinimungen der Heirats-Verordnung sind nur die Militär» Personen des F r i e d e n s st a n d e s unterworfen, dagegen nicht die aus Anlaß der Aiobilmachlmg als Angehörige der Reserve, der Landivehr, des Landsturms, sowie der Ersatzreserve in das Heer eingestellten Militärversonen. ^lls Heiratsgut sind bei der Kasse des Trllpventeils vou Gemeinen 150 Mk. 311 hinterleqen. Ö). Die Stellen der »ntttlereil BerwaltlU'.gSbeamten werden in Preußen mit Beiverbern besetzt, welche nach Ableistung eines dreijährigen Vorbereitungsdienstes als Zivilsuperntnnerar eine Prüfung abgelegt Habel,. Als Supernninerar wird nur angenommen, wer seiiler aktiven Militärpflicht genügt hat, bezw. vom Militärdienst befreit oder zurückgestellt ist, die Reise für Ober- seknnda einer höheren Lehranstalt oder, die Reife einer sechsklassigen Lehranstalt besitzt, außerdem ,mstal,de ist, sich mindestens drei Jahre aus eigenen Akilteln zu unterhalten. Das Gehalt eine? Rentmeisters bei der Verwaltung der direkten Steuern beträgt 3000—4800 Mk., außerdem nichtpensionsfähige Zulagen von je 300 Mk. für ein Drittel der Stetten. $. 5ch.. Echzell. Das Zeichen bedeutet bedingte Kriegs- Verwendungsfähigkeit. Die Einziehung kann zu allen Truppen erfolgen. L 5., Gdenhausen. Das Zeichen bedeutet Herzfehler, der den Dienst im Landsturm zuläßt. Letzte Nachrichten. Keine U-Bootbasis im Eismeer. Kopenhagen, 11. Okt. Der Korrespondent der „Politiken" in Bergen meldet, in Finmarken (jatte man es für ausgeschlossen, daß die deutschen 11-Boote Mi der murmanischen Mißte eine Operationsbasis l>aben sollten. Wliie von twrwegischer Seite behauptet wird, legen die deutschen U-Boote, die im Eismeer tätig sind, die Strecke nach dem Eismeer in sieben Tagen zurück. Sie sind mit Lebensmitteln und Oel für einen zehntägigen Aufenthalt versehen. Nach Ablauf dieser Frist werden sie von anderen Unterseebooten abgelöst. Dänische Loyalität in der U-Bootsfragc. Kristiania, 11. Okt. Nach einer Meldung des „Temps" aus Kopenhagen hat der dänische M i n i st e r des A e u ße r n auf die Euteutenote gegen die Zulassung von Unterseebooten in neuttale Häsen und Gewässer eine ablehnende Antwort erteilt. Tie Antlvortnote macht geltend, daß keine besonderen Siegeln für Unterseeboote beständen, und daß diese sonnt wie andere Schiffe behandelt werden müßten. Es sei die Pflicht der Neuttalei^ die Richtlinien ihres Verhaltens im Verlaufe des Krieges nicht zu ändern. Außerdem fdhle es an der notwendigen Grundlage, um eine Aenderung zu rechtfertigen. Die Antwort schließt mti/bcv Versicherung, daß sie von dem Wunsche, nach Wahrung der Loyalität getragen sei. Rumänien und der Londoner Vertrag. Amsterdam, 11. Okt. Wie aus London berichtet wird, verlangten England und Frankreich von Rumänien die Unterzeichnung eines Abkommens, gleich den übrigen Alliierten, keiner. Sonderfrieden zu schließen. Der rumänische Kronrat wird über diese Frage in seiner nächsten Sitzung ocrhanoctn. Eng' land läßt die Frage der finMkziellen Unterstätzung Rumäniens so lange unerledigt. Denkt an uns! Sonde! ©okm A.lerkmn (Hohlmundst cick) 6 aJem (Goklmunds t iic k) Willkommenste Liebesgabe! Preis:Nr 3H 4 5 6 a 10 4 5 6 ö 10 12 Pf.dSfüdc, einschließlich Kne g aaufschla g 20 Stück, feldposlmäßig verpacKipori ofreif 50 Stück, feldpostinäßiö verpackt iQPf Porto! (^ieritTabak'U.Ggöreäenfäbnyenidze^resdfin. Jnh.Hu^o Zielz.Hailiefemnl SJlxiKa'iiösvSüchstn. Tran Schatzmarko ist es die höchste Zeit für den Einkauf des Winter- d ar is in Sch uh fe tt: die Preise werden höher, wenn die Saison herankommt. — muß das Schuhfeti ent- .halten, wenn es wasserdicht machen soll. vr. Gentner's ™ 88 hv Schuhfett Tranolin und Universal -Tran - tederfett sind erstklassige Schuh- fette und können prompt geliefert werden. Ebenso der beliebte nichtabfar- beude Oel-Wachs-Le de r- putz Nigrin. Heerführerplakate. Fabrikant: Carl Gcntner, chem. Fabrik,. Göppingen tWürttbg.) >DARMSrÄDrER PÄDAGOGIUM IPrivatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima, Vorbereitung zur MWn-, Primaner-, Fähnrichs- iinil Ahilurienten-Priifnng, auch für Damen ,£eit Ostern d. Js. bestanden 38 Schüler ihre Prüfungen, seit Kriegsbeginn 94. ifmD H. Elias. aus heutiger Zufuhr MWkAüllel-Tlhkllslslhe in drei Preislagen feinst. blülBoliell. Cabiiai« in Fischen ä 4—8 Pfd. kopflos u. in, Ausschnitt. Frische Fisch -Koteletts. 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Februar 1817: Mit Kammersänger Ludwig Heß (Tenor) u. Arnold Földesy (Cello), Kammermusik: Das Wille-Streichquartett aus Dresden. Kirchenaufführung: Kantaten von Bach und geistL Liedei von Brahms. Stuttgarter Vokal-Quartett (Kammersängerinnen Frau L. Tester, Frl. M. Diestel und die Herren H. Ackermann und L. Feuer lein.) Musikdirektor Fritz Busch (Klavier) u. Adolf Busch (Violine). Wilhelm Backhaus allein und mit Prof. Trantmann auf 2 Klaviern; Adriaan van der Stap (Bariton). Orchesterkonzert im Stadttheater. == Aenderungen Vorbehalten. ====== Kirchenaufführung finden alle übrigen an Sonntages statt Ausnahme der .w^uui.uu.iumuuR uuucn aue uurigeu Der Ueberschuß aus den Konzerten fließt wohltätigen Zwecken zu! Den bisherigen Inhabern bestimmter Plätze werden diese auf Wunsch auch für alle sieben Konzerte im vpraus bis 20. Oktober in der Musikalienhandlung von Oha liier reserviert. — Mitgliedern des Konzert-Vereins, Saalbau-Vereins und Akadem. Gesangvereins werden bei Entnahme von Karten für alle sieben Konzerte die Mitghedsbeiträge, wie seither, in Abzug gebracht. Eintrittskarten: Mk ' 2 - Pla - Z M k 2 -r* 3 - Platz Mk - !•-. Platz Mk. 0.50, sämtlich numeriert, Studentenkarten Mk. 1.— (für den 'lieft, ßfjepüfli' M ' zlm - w - , . in gutem Hause. Schriftliche Angebote unter 012546 an den Giestener Anzeiger erbeten. mit Entleerung direkt in den Sack, l 803 ^ SWcrEenfrtfc, Giehen, den 11. Oktober 1916. Heute morgen 1 / 2 6 Uhr wurde mein lieber unvergeßlicher Gatte, unser guter, allzeit treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel eiserne We>dr. 41 IB. werden anacsertigt,sowie alle M in Wolle, Watte oder Daunen ^ aufgearbeitet od. ausgebessert - bei billiger Berechnuttg. (°'*"7 Waliforstra (t e 24 I. IMseciffi aller MS— )«der gewOnschtaa Ausstattung stilrein u.preiswert ßrükl’Mäe Uaiv. - Qrufitaret IHdöüI. Zimmer PensLou Brandt Wonea E?.ne22 (Bellevue)Zim.m.n. ohneBer vfleg.fZedeZeitdaner. 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