Nr. 2Zb Ter Hietzeser Luzelger erscheint täglich, außer Sountags. - Beilagen: Oletzeuer.rftmliltenbiatler; Lreisbiatt für tzen Ureir Sietzen. vezugspreir: monatl. 90 Ä.. viertel- iahrl. Mt. 3.65. durch Abhole« u. Zweigstellen moncttl. 80 Pf..- durch diePost Mt. 2.45 Vierteljahr. ausschl. Bestellst. Fernfprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleituuglI2 Verlag,GeschäUsstellcol Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt $6. Jahrgang Samstag, 7. Gttober M Postscheckfont«: Krantsurt o.M. U685 Bankvertehr: Gewerbedank Stehen ZWillmgzrüNödnick u. Verlag: SrShl'jche Uxio.-Such- u. Steintzr«ckrrei H. Lange. Schriftieitnng, Seschästrstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. r.uf.ijme Anzeige > . die Tagesnummer bis unl Nachmittag vorher, öeilenpreir, i. ^Anzeigen: örtlich 30 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15V«, ausw a rts 35 Pf., ü. Plahvorstdrisl 30 Pr, Neklanien 75 Pi., bei Platzvorschrüt SV Pf. pauptschii'tteüer: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz-, Stadt ; > d Land,Verr.nfchtes m<&c- richlsjaal: Fr. N. Zem. Anzeistenteil: H. Beck, fämttlch in Gießen. wnsBcss (25235.) Trotzes Hauptauarticr. 7. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls K r o n p r in z Rupprecht von Bayern. Die Artillerieschlacht zwischen Oer A n c r c und Der Somme geht heftig weiter. Im Anschluß an drei am Morgen gcschetterte englische Angriffe hart östlich der Anrre ent- spanncn sich lebhafte Handgranaten kämpfe, die bis in oen Wend hmein dauerten. Zwischen Mnrval und Bouchavesne. schritten nachmittags starke französische Kräfte zum Angriff. Truppen der Generale von Bochn und von Garnier haben den Stotz — zwischen Fregicourt und Bouchavesnes nach J 7 J 11 Nahkampf — dliitia abgewicscn. Besonders zeichneten sich die Jnfantcne-Ncglmeiztcr Nr. 155 und 186 aus. Südlich der Amrc frischten die Feuerkämpfe zeitweise merklich auf. Oe st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Front des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. .... An der Kampffront westlich von Luck blieb der cr- sthopfte Gegner gestern ruhig. In den letzten Tagen wurden hier sechs Offiziere, s e ch s h u n d e r t z w e i u n d - zwanzig Mann gefangen genommen und acht Maschinengewehre erbeutet. Zwischen den Bahnlinien von Brody und Zbvrow nach Lemberg lebte die Gefechtstätigceit auf. Dem starken feind- ttchen Feuer folgten wiederholt kräftige Angriffe, die bei Wysocko. Düble und Zarkow bereits im Feuer zusammen- Batkow (am Serech) durch frischen Gegenstoß deutscher Batailbine zurückgeschlagen wurden-, drei Offiziere, nnhundertzwanzig Mann blieben gefangen in unserer Hand. An der Armeefront des Generals Grafen vo n B o th- m e r haben die Russen beiderseits der Zlota Lipa den .Kampf N«er ausgenommen. Dmtschc, österreichisch-ungarische und türkische Truppen hoben an ihrem zähen Widerstand den oft wieoeryoLten Sturm sich jcd.'Smal brechen lassen. Der an ein- ^clnen Stellen emgedrungene Feind wurde sofort zurückge- worfM, stützte neben seinen grotzen blutigen Verlusten fü n f- yunvert-ehn Gefangene ein und verlor acht Maschinengewehre. Die Stellung ist restlos behauptet. Front des Generals der Kavallerie _ . ^ Erzherzog Karl, r ^? n J^ T< f > r f . 8 ! nb von Bohorocazany (an dcrBystrzy So- lütmma) blieb em schwächerer russischer Vorstotz ergebnislos. Aus den Karpathen nichts Neues. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Der Rumäne ist gestern erneut geschlagen. „3"» ® 0 fr 9 e "v-Abschnitt raarfen österrcichisch- T^uvpkn dl, Rumänen aus ihren Stellungen ird- M«rch von Livansalva wicfcn iveiter südlich am Boc'ecs- Kops Angriffe all und eroberten beiderseits der Straße ^^^darasd die am 3. Oktober verlorene Stellung zu- ruck Ueber zweihundert Gefangene wurden eingebracht. rnu unter dem Oberbefehl des Genc- K ",Kulkenhayn haben nach glücklichen Gefechten ^ ^(Koe^wm) und Krlhalma (Kiraüchalma) den Feind über den Homorod und Alt znrückae- ü n g t. Die hartnäckig verteidigte Stellung am Sinca-Äb- schnitt ist erstürmt. Mehrere hundert Mann sind gefangen genommen, zwei schwere, 28 Feld - und 13 Jnfan- r - r > e g e, ch ü tz c s i n Ü e r b c n t e t. Der G e a n c r iik im Ruckzug durch den Geisterwald. Er wird verfolgt. ~ ^ - Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls v o n M a ck e n s e n. . «us nachträglich cingelaufcnen Meldungen aelst hervor daß es nur einem Teil der bei Rahovo über Mc Zvanal- n^SfJ!hJ U r^ anifd ^ n XrWcn gelungen ist, sich auf Slromuser zu retten, während der Rest in öff- licher Richtung fliehend, auf die von Tutrakan anmarswie- Xmm m i s wiederholten feindlichen Anarisfe ökt- l^der Bahn Cara Orman-CobaLinu sin7 °b"?L f griffen Bahnl?!il 6 gen und ^ruv- penlager nördlich der Donau mit Bomben an. W Mazedonische Front. Die am linken Struma -N fer Truppen räumten in der Nacht zmn 5 OrwberVtt Ad" lichc Störung einige der am weitesten vorge-chobenm Orte Der erste Generalquartiermcistcr Ludendorff * ^ -i- '' . Der Rumäne ist erneut geschlagen Rack der B« Sermannftabt such unsere Heere Ä ©ÄS Öon 100 bekanntlich der Fcind^ aus des Gegend von Fogaras einen Vorstoß versucht hatte. Er mußte so , 's o ilU dock w77"7^^^Merstatter der „Köln. Volksztq/ß je- ber etnarisfen^)llk ^ dw Hauptkräfle der Verbündeten sel- rungritten. Als dann die mtt einer Umarnnoirrnn^ r-,. bmrdene Abschwenkung der Verbüiideten von der Hitm-iinrT Mpen" Beweghche Abwil"^ dä FÄss-S.Ämd'ie Fogaras- ißjmvt®! SÄ« SNA Ä benachbarte Armee mit, die noch zum Teil den Vorstoß de^ rumänischen Armee auffängt. Abteilungen dieser Armee wie sen ani Mittwoch abermals den Angriff des Feindes be Szovata ab. Die Stoßgruppe der Verbündeten trieb den Feind, de nach per Schlucht bei Hernramrstcrdt in Südsiebenbüraei seine Geschlossenheit eingebüßt hatte, restlos vor sich her Die Rumänen mußten Fogaras ansgeben und schien nigst den Rückzug mit ihrer Mitte auf' Reps (Koehalom (30 Kilometer nordöstlich von Fogaras) antreten. Dte Der bündeten nützten ihre kraftvolle Verfassung sofort dazu aus in einem Zuge gegen Osten vorzustoßen. Sie überschritten den -Ostrand des Beckens von Fogaras und standen bereit; am Mittwoch mit der Spitze ihrer siidlich des Alt-Flusse; vorgegangenen Kolvrme im Ausstieg auf das Persanher Gebirge und auf den Geisterwald- diese Gebirgsmafsiv bilden die westlichen Grenzwälle des Burzenlandes. Hier ist also der Schauplatz der neuen Schlacht, die un; der deutsche und österr.-unaarische Tagesbericht melden Am Westrande des Geisterwatdes hat Fattenhayn den Fein! erneut vollkommen geschlagen. Seine Truppen rückten übe den Homorod und den Alt vor und ersttirmten den Sinea Abschnitt. Die Zahl der Gefangenen ist wieder Verhältnis mäßig klein, die Beuteziffer dagegen recht ansehnlich. Dabe wird der Feind noch verfolgt. Auch weiter nördlich, im Georaeny-Abschnitt wurde de^ Feind in kühnem und schnellem Zuge nach Osten, in der Winkel zurnckgetrieben, den die rumämsä)e Grenze bildet Die Georgeny ist ein Flüßchen, das von Ost nach West in de^ Maros mündet, und hier, 60 Kilometer nördlich von Schäß bürg, bei Libansalva erfolgte der siegreiche Vormarsch, de: sich 30 Kilometer nach Südosten erstreckte, bis Magyaros Paraid. Die Runränen stehen hier also nur noch 60—70 Kilo meter über ihrer Landesgrenze, sind durch die Niederläger sicherlich demoralisiert und durch die strategischen Maß nahmen der verbündeten Heere gefährdet. Wie weit sind heute die Ereignisse schon überholt dre der Berner „Bund^ noch in seinar Donnerstag-Runnnei als Möglickikeiten erörterte! Er schrieb: eeFost steht, soweit man irrteilen ftnm, daß die Rumänen ü der Mrtte ihver Siebenbürger Front von eurem operativen Durch brach bedroht' sind und diesen itmf durch Fortsetzung der Ostow Nve gegen die Linie Schätzbarg-Hermannsbadt, also durch Um. strpung vonr rechten Flügel ans, zu kupieren trachten, mährend so dorr SüdansMng des Oltutales zugesperrt halten. Das ist ein ge tt'ngtes Beginnen, wenn nwn dem GiiTner nicht sehr überlegen ist der in diesem Falle über bessere rückivirrtige Anschlüsse verfügt nnt die Front bei KermQnnftadt uiw sSchäschurg leichter verkehre-' kann. Wahrsck-emlrch srnd auf feiten der Verbündeten starkc Neugriippreruirgen im Gmnge, um den im Vormarsch gebliebener rumänisären Ltnnoen mit versannnelten Kräften entgegenzutreten. Natürlich mich der Rotenturmpaft mit den Nebenwegen inzchscher gegen jeden Rückstoß der RirmÄren gesichert werveri. Die Kämpfk ber Hatzeg, däe immer deutlick-er im Lichte von Flankeninanövern erchernen, haben sich gesetzt. Wahrscheinlich steht Pie eigentliche, als ientichüdend gemachte Operation und K'anipshandlnng in Siebenbürgen noch bevor. Hermannstadt tvar nur die Einleitung/' Es hat sich in der Tat gezeigt, daß die Verbündeten Truppen genug besitzen, um die Rumänen an ihrer g a n ze n ü^roixt ui Siebenbürgen zu packen. Von strategischen Manövern des rmnänischen nördlichen Flügels ist nach den Gefechten bei Magyaros nichts mehr zu erwarten. Auch der rumänische Versuch, über die Donau einen Einfall in bulgarisches Gebiet zu versuchen, ist kläglich gescheitert; die übergesetzten Truppen sind anscheinend vollständig vernichtet worden. lieber den weiteren Feldzug gegen Rumänien lassen sich keine Mutmaßungen anstellen. Die Namen der dort arbeitenden Heerführer Falkenhayn und Mackensen bürgen uns dafür, daß große Ziele verfolgt werden. * .* * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. , (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 6 . Oktober 1916. Oeftlicher Kriegsschauplatz. ^ ^ , r ® rflnt 0 c a^n Rumänien. In befestigter Stellung am Westrands des Geifter-wal- de§ wurde der Feind durch Die österreichisch-ungarischen und dcuffchen Truppen des Generals der Infanterie von Fal- kenhayn angegriffen und voLLkommen geschlagen. Als Beute bueben 28 Feldgeschütze. 2 schwere Geschütze und 13 Jnfantene-Gcschutze tn den Händen des Angreifers. 2 Off ziere und 220 Alaun wurdcll als Gefangene eingebracht, -c.,-, nürdttch im Raume von Homorond ur östlich Magyaros ist unser Angriff in günstigem Fortschrc denen Verlauf 2 Offiziere und 202 Alaun gefangc Heeresfront des Generals der Kavallerie ... ^ Erzherzog Karl. Ern Angrifpsoersuch der Russen bei Boharodezar wurde abgewlesen. Sonst keine Ereigittsse. Front des G e ll e r a l f e l d m a r s ch a l l s Prinzen L e o v o l d von Bayern. . Ersuchte gestern abermals, unsere Fror zwischen der Narawlvka und der Zlota Lipa zu durchbreche. AM vwr, von starken russischen Kräften aeffihrtc russisck Amssenstürme behaupteten die tapferen Tnrppeu restlos iw Stellungen und machten 150 63efangene. Auch bei der Armee des Generalobersten von Böhn Ermüllr Eiterten fünf feindliche Angriffe gegen die Ste nmgen südöstlich Jasitww an der Standhaftigkeit des Bei rewigers. Eine gelungene Nnternchnnlng südlich Mcmajow führte zur Eroberung einer russischen Vorstellung. In Wolhynien, wo im allgemeinen nach den heftigen Kämpfen am 2. und 4. Oktober Ruhe eingetreten ist, wurde ein vereinzelter Angriff in der Gegend von Kisielin glatt abgewiesen. Die 64esamtbeute aus diesen Kämpfen hat sich auf 6 Offiziere, 622 Mann und 8 Maschinengewehre erhöht. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Karst-Hochfläche hält das starke italienische Geschütz- und Minenwerferftuer gegen unsere Stellungen und die rückwärtigen Räume nun schon den ft'rnsten Tag hindurch ununterbrochen an. In den Mittagsstunden versiuhte der Feind mehrere Infanterie-Angriffe, die jedoch in unserem konzentrischen Artillcriefeuer überall völlig scheiterten. An der FleimStal-Front stehen einzelne Unterabschnitte unter lebhaftem Geschütz- und Minenwerserfener. Ein im Col Brieon-Gebiet angesetzter feindlicher Angriff kam in unserem Feuer nicht zur Envoickelung. Auf einer Höhe nördlich des PcllegrinotaleS wurden mehrere Angriffe eines Al- pini-BataillonS abgewiesen. S ü d ö st l i ch t x Kriegsschauplatz. An der Vojusa keine Gefechtstätigkeit. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die Niederlage der Rumänen. London, 6. Okt. (WTB.) „Daily Chrvnieke" schreibt in einem Leitartikel.- Die sensationellen Erfolge des Feindes an der nördlichen und südlichen. Front der Rmnänen vevanlaßten einige Beobachter zü >der Bemerkung, daß weniger die Deutschem als die Alliierten durch den Eintritt Rumäniens in den Krieg überrascht worden seien. Man nmß zugesjx!)en, daß die Deutschen viel Geschick und Energie gegenüber dieser neuen Gefahr auf dem Bplkan an den Dag gelegt haben. Rumänischer Heeresbericht vom 4. Oktober. An der Nord - und Nordweftfront in den Galrman-^ und Giurgibergen geringe Tätigkeit. In der Gegend von Oderkellen schlugen wir den Feind zurück und nahmen ihm 14 Offiziere und 228 Maim ab. Zwischen Fogavas und Schäßburg kämpfen unsere Truppen gegen Deutsche und Oesterreick-er; sie schlugen sie zurück und brachten 800 dmtsche Gefangene und acht Maschinengewehre ein. In den.Bergen westlich des Alt-Flusses drangen wir vor. Im Jiu-Tale heftige Angriffe des Feindes. Unsere Truppen ^ogen sich leicht zurück und zerstörten Kohlen- werke von Petrowny, die das Ziel des Feindes bildeten. Be^. Orsova schlugen wir drei feindliche Angriffe ab. Südfront: In der Dobrudscha ging unser Angriff trotz des zähen Widerstandes des Feindes und des heftigen Feuers seiner Artillerie weiter. Wir drangen am linken Flügel vor und eroberten die Stellungen bei Amzatscha. Wir erbeuteten sieben Geschütze, nrachtcn über 1000 Gefangene und brachten viel Kriegs- nmterial ein. Der Kaiser an der Ostfront. Berlin, 6.Okt. (WlDB. iAmtlrch.) Der Kaiser hat an der Ostfront gestern in Kowel einen Vortrag des Oberbefehlshabers Ost sowie des Führers der HeercSgimppe Linfingen über die Lage ünd die letzten Kämpfe entgegmrgenomnren, sowie Abordnungen der Truppenteile der genannten Heeresgruppe begrüßt. Heute befindet sich Seine Majestät tzn Trnppeübesichtignngen in der Gegend von Wladimir Wolhynsk, um auch dort beit Truppen, die an den siegreickien Kämpfen der letzten Zeit gegm die russischen Angriffe teil genommen haben, seinen imd Äes Vaterlandes Dank ausKufprcchen. Aus Griechenland. Athen, 5. Okt. (WTB.) Die Alliierten haben eüu Briefzensnr eingeführt. Bern 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet ans Athen: Trotzdem der Rücktritt des Kabinetts zu erwarten war, wurde er im Hinblick auf die kommenden Ereignisse mit emenc Gefühl des Unbehagens ausgenommen. Die Ententegesandten haben angeblich Maßnahmen getroffen, durch die ihnen die vollständige Handlungsfreiheit gewährleistet und jeder lärmende Einspruch verhindert werden sott. Angeblich soll ein reines Geschäffsministerium oder unter Beteüigung der venize- listischen Mehrheit ein politisches Ministerüim gebildet werden Nach aus Kreta erngetroffenen Dvahtnachrichten hat die provi- forifefc Regierung einen Kriegsrat gebildet und sehr strenge Strafen gegen Fahnenflüchtige sechgesetzt. Russische Niederlage in Persien. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Heeresbericht vom 4. Oktober. In Persien Hab«: sich die Ba gestützt auf die siegreicksen Befreiungskämpfe der osmanffchen Armee in dem heiligen Krieg gegen die Russen, erholen und die Stadt I s p a Han vom Feinde befrei t. Zahlreiche Sturmangriffe, ^ bic Russen seit einer Woche gegen die Ortschaft Bidschap (110 Kilometer nordwe,Uich Hamadan) unternahmen, wmrden mül- ständig zurückgeschlagen. Der Feind war entscheidend geschlagen und ergriff die Flucht. Außer zahlreichen Toten und Verlmmdeten! verlor der Feind eine Menge Kisten mit M.nnition, eine große AliFahl von Waffen und viel Kriegsgerät, fstussisthe Angriffe gegen Kianircch (30 Kilometer nördlich Revandnz) endete mit der Niederlage der Russen. Tie Russen wurd oildenlliche politische Folgen haben. Er bedeutet nicht Mehr Md {Riefet weniger als den Niederbvuch des russischen OrrenÄrisgSKveseS. Die Russen waren bis Jspahian vorgedeungen, angeblich um dem rin Süden bedrängten englischen Buudesfreund zU Hilfe zu kommen (Kut tt Amava!), in Wahrheit imt Südpersien ziü erobern und am persischen Gjols das freie Meer zu ^erreichen, das ihnen am IBospmUs und an den Dardanellen so Mündlich versperrt ist. 9lber unsere wackeren türkischen Berbimdoben., die deir russischen Vorstoß in Armenien zjum Stehen, brachten, die Mich die Gefahr des feindlichen Vordringens in der Richtung Diabeke und Mossul abzu- Lveuiden mußten, besitzen die Kraft, der russischen UeÜerschwemrmmg auch in Persien Halt Nu gebieten, lind in diesem Bestreben ersteht ihnen.ein wulstiger Bsnrdägeivosse in dem' Stamme der Bachtiaren, sdie vom Misse des Dschihad, des 'Heiligen Krieges entflammt, den Russen in die Flankt fallen. Die Bachtiaren smd nicht eigent- lich Perser, sondern sumritischc Kurden in den f^rsiscki^tür tisckstst GvenZigebirgeii. Sie fühlen sich nicht als direkte Untertanen des Schah, sondern zahlten ihm in früheren ^Zeiten nur Tribute Und stellten eine gelvisse Analst berittener Leibgarden. Die gegnerische Presse wind also vielleicht behaupten, es handle sich der dem Mlfstcrnd der Bachtiaren nicht um Persien, sondern um die Unterstiitzung der Türken durch türken freund l ist-e Grenzbevölke- 'rung. Dieses FcUerchen alver werde rasch zu löschen sein. Ein verhängnistwller Irrtum^ an dem der ganze russische Orientplan schervenr wird! In ^Wahrheit sind auch die schirti scheu Perser schon vom Dschihad ,,angesteckt" und der Brand der Bachtiaren hoivd bald über ganz Persien ausgebreitxst sein. Durch freundliche Vermittlung eines türkischen Kaufmanns erhalte ich die UebersetzUUg eines Artikels, der in dem seit 22 'Jahren in Kalkutta erscheinend den persischen Blatte „Habt Ul Matin" zu lesen ist. JU dem' Artikel heißt es: „Die beiden großen islamitischen Gruppm, Schuten Und Sunniten, halien die Drangsal ierun gen Rußlands und Englands so seist empfunden, daß sie unter HintansetztMg ihrer religiösen >Sekämmrterschiede beschlossen haben, Brüder zu bleiben. Weine Macht der Welt kann die Türkei und Perfi-en nunmehr von- Vinander trennen. Die in den englischien und französischen Kolonien lebenden Muselmanen können rlsten Regierungen nicht mehr treu bleibeu.. Die Muselmanen des Kaukasus, Durkeftans und ^ronskaukafiens können Rußland nie treu sein. Persien besitzt keine ArMee, aber seine Stämme und seine Bauern können zu einer großen Kalamität für Rußland werden. Wenn stiffenweise «Afghanistan, Indian, Aegypten, Marokko, Dmris und Algerien sich empören und ihre Bemühungen nrit den islamitischen Regierungen der Türkei imd Persiens vereinigen, kann dann die Entente, die mühsam gegen Oesterreich-Ungarn und Deutschland Krieg.führt, noch irgmd eine Kraft besitzen?" Konstantinopel, 6. Oktober. (WTB. .Nichtamtlich.) Fellahiefront: Das überraschende Feuer, das der Feind auf beü>en Seiten unserer FMahiefront eröffnete, wurde zum Schweigen! gebracht. Es ist festsestellt worden, daß der Feind durch das Uebcr- raschrrngsfeucr, das wir am 27. September eröffneten, einen Verlust von .mehr gls 300 Mann hatte. Persische Front: Ans dem linken Flügel Scharmützel. Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel rückten wir unsere Stellung im Abschnitt von Oghnot vor und machten, einige Gefangene. Im Zentrum für uns günstige Patrouillen^ gefechte. Wir schlugen überraschende Angriffe des Feindes an mehreren Wellen ab. Auf dem linken Flügel wurde ein Angriff des Feindes mit für ihn blutigen Verlusten abgeschlagen. Wir machten einige Estffangene. Kein wichtiges Ereignis auf den anderen Fronten. An der galizischen Front unternahm der Feind am 5. Okt. von neuem einen sehr heftigen Angriff mit unseren! Truppen sehr überlegenen Streitkräften. Wie die vorhergehenden wurde auch dieser letzte durch unsere braven Truppen auf allen Teilen der Front abgeschlagen. Der Feind erlitt sehr schwere Verluste. Wir machten 350 Gefangene. Der MzegeneralifsiMUs.. Ein Kongreß der Jungtürkön. Aonstantinopel, 6. Okt. (W.T.D. Nichtamtl.) Meldung der Agentur MMt: Der allgemeine Kongreß für Einheit und Fortschritt dielt gestern seine letzte Sitzung ab rmd beendete feiste Arbeiten. Die dem Kongreß vorgelegten Anträge, die aus eine Abänderung des politische Programms der Partei für Einheit Und Fortschritt abzielen und sich erstens auf die Verernigimg der Schein-Gerichte nrit den gewöhnlichen Gerichten und auf die Vereinheitlichung des Prozeßverfahrens beziehen, zweitens au! die Einfühlung des Gemeindesystems in die Berwaltungspolitik, wurden nach langer Aussprache sämtlich angenommen. Die Versammlung, die unter dem Vorsitz des Großveziers tagte und die sich bekanntlich -aus Senatoren, Abgeordneten und Provinzdelegierten der .Partei zusammen setzte, nahm mit Beifall den dem Kongreß vorigelegten' Bericht an. Es Wurde die große Einigkeit und die Uebeoeinstimmung in den Gesichtspunkten unter den Mitgliedern der Versammlung festgestellt, die, fest entschlossen, dre gegenwärtige Regierung zu rmterstützen, vollkonrmen für den Entschluß der Regierung eintraten, den Krieg an der Seite der Verbündeten fortzusetzen, bis der endgültige gemeinsame Sieg erfochten ist. Im Laufe der letzten Sitzung machte der stellver- treende Oberbefehlshaber EnverPaschader Versammlung Mitteilungen über die allgemeine Lage, in denen er besonders hervorhob, daß diese auf allen Punkten für die Mittelmächte und die Verbündeten günstig sei. Bevor man auseinanderging, schritt die Versammlung zu den Mahlen. Der 'Großvezier Said .Halun Pascha wurde zum sGeneralpräsidenten der Partei für Einheit imb Fortschritt ernannt, Midhcll Schukri Bey zum Generalsekretär. Die Mitglieder des Hauptausschusses für Einheit und Fortschritt sind die gleichen mit Ausnahme von Hilnn Bey, der an Stelle des verstorbenen Emrullah Effendi gewählt wurde. Dem Hauptausschuß ange^iedert wurde ein Generalrat, der sich aus Mitgliedern deZ Kabinetts imb des Hauptausschusses sowie aus Abgeordneten der Partei zusammen setzen wird, die aus den Wahlen hervorgehen. Hadji Ädll Bey und Pjahid Bey, ferner der Kammerpräsident und frühere Minister Djavid Bey befinden sich in diesem Genera! ratt » m m Me dttüstfec Retzwrluug weist diese nichtswündige M> ungeheuerliche Verleumdung mit Entrüstung Zurück. Die deutschen K'riegsgrfangervenlager können von dem mit der Ber- treLung! der Intevessen der mit DeUtschlarid im Kriege befindlichen Länder betrauten Mssrorven jederzeit besichtigt werden. _ Wenn unter den gefangenen Franzosen der Prozentsatz an Schwindsüchtigen größer ist als unter den gefangenen Angehörigen der anderen Nationen, so ist dies darauf MrrüöUufnAben, daß in 'Frankreich aus MenscheUMangtt Und Lvegen der Mächten Ausbildung der Aerzte viek mit den Anfangsstadien der Krankheit Behaftete ins Heer eingestellt werden, die nach kurzer Mt infolge der Strapazen schwer erkranken. Solche Kranke werden (fj&et sofort nach ihrer Einlieferung tunlichst abgesondert und nach« allen Regeln der in Deutschland bekanntlich besvaÄers l-ochentwickelten Schwindsuchts- pflege behandelt, nnd seit dem' Juternierungsabkominen mir der ^chwieiz' Mtm größten Dell in das dortige gesündere Klima über-i geführt. , Es ist gleich empörend, daß die französische Regierung die Verbreitung solcher Ungeheuettichkeiten billigt, wie, daß die Zeitun- gen, die auch auf Achtung Anspruch erheben, sich dazu hergeben,, dies nachzudrucken und gebildeten Lesern zuzüntuten, den Unsinn zu glauben. Minen an der holländischen Küste. Haag, 6.Okt. (WTB. Richtamtl.) Im September wurdei» an der niederländisck-en Küste 12 9 Minen a n g e s p ü l t, von denen 103 britischen, -eine französischen, neun derrtschen und 1b rmbekannten Ursprungs wovor. Deutsch-dänische Verhandlungen. Kopenhagen, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" meldet: Wie in parlamentarischen Kreisen bestimmt verlautet, wird die dänische^ Regierimg in nächster Zeit Verhandlungen mit der deutschen Regierung einleiten über eine Lösung der Frage der Staatenlosen in Nordschle s wi g. Diese Verhandlungen sind von vorüherein der Zustirrmmorg aller Parteien des dänischen Reichstages jtcfrr. Sie werden auf Grund das dänisckwn Angebots geführt, allen Staatenlosen dadurch das dänische Stcurks- bürgerrecht zu verleihen, >das dem' dänischen Gesetz über das dänische Staatsbürgerrcchjt 'pvrr 1998 rückwirkende Kraft geben wird, so daß alle.staatenlosen uirter das Gesetz fallen. Eine Folge dieser von bäni|{ff,ec Seite erstrebten Lösung wird es sein, daß kein Staatenloser zum deutschen Kriegsdienst herangezogen werden kann. Der Seekrieg. Die Arbeit unserer N-Voote. Berlin, 7. Okt. Die norwegischen und englischen Klagen sind, wie die „Germmricp^ schreibt, nur ein Bew!eis dafür, daß die Arbeit unserer wack>eren U-Boote irn Eismeer unsere Feinde cm einer sehr empfindlichen Stelle trifft. Mag die norwegische Regierung rrrhigi, wie die Presse zu verlangen beginnt, ihre Maßregeln im Sinne der Haager Konvention treffen, wenn sie es nicht längst getan haben sollte, was wir ftcr sehr wahrscheinlich halten, unser U-Boot- krieg wird davon unbeeinflußt bleiben. Er gründet sich nicht auf Maßregeln der irorwegischen Neutralität, sondern auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Technik und unserer braven Seeleute. Das wird sich um so klarer zeigen, je mehr die norwegische Regierung auf die Klagen erngeht, die der Einwirkung übereifriger Englmrdsveurtde entspringen. Die „Tägl. Rundschau" sagt: Die Norweger und ihre Presse haben es ganz in der .Hand, der Verminderung ihrer Tonnage Einhalt zu tun dadurch, daß sie chre Schifte der Unterstützung urrserer Feinde nicht lechen. V Berlin, 6. Okt. (Prrv.-Del.) Die „B. Z. a. M." schreibt zu der Versenkung des großen Cunard-Damp- fers „Franco nia", daß die „Franconia" 1911 in New Castle erbaut wurde und zu den großen Ozeandampfern gehörte, die im Frieden den Verkehr zwischen Liverpool und der amerikanischen Ostküste unterhielte^. „Franconia" ist der zwölfte mehr als 10 000 Tonnen zählende englische HandelsdaTupser, der in diesem Kriege versenkt wurde, wenn man von den drei als Hilfskreuzer ausgerüsteten .Haudels- schifsen absieht, die gleick)falls schon auf dem Meeresgründe liegen. Berlin, 7. Okt. In englischen Schiffahrtskreisen wird nach Meldungen verschiederrer Morgeublätter der Wert des versenkten Dampfers „Frankonia" auf 20400 000 Mk. angegeben. Berlin, 6. Okt. (Priv.-Del.) Die „Voss. Ztg." meldet aus Genf: „Fnr Mittelmeer wurde der französische Kohlendampfer „Cap Malagan" versenkt. Die Besatzung wurde von einem spanischen Dampfer gerettet. Ferner srnd die Frachtdanrpfer „Blaoet" und „Irma" versenkt worden. Kopenhagen, 6. Okt. (WTB. NichtanrMch.) „Politiken" -meldet aus Kristiania: I-m Hause der letzten Woche wurden im Eismeer zehn norwegische Dampfer mit einer Gesamttonnage von 13000 Tonnen von deutschen Unterseebooten zum Sinken gebracht. Die Kriegsversicherung hat hierdurch zehn MiMo- nen Kronen verlloren. Infolge der vielen Torpedierungen beschloß auch die Norderrfteldske Danrpskipsselskab in Bergen die Einstellung des Verkehrs nach Archangelsk. $i!$ dem Reiche. Der Heere-ersatz in England. Rotterdam, 6. Okt. (WTB. Nichtanrtl.) „Nieuwe Rot- herdomsche Eorrrant" meldet aus London: Der Präsident des Llcker- kanamtes hat den «Farmern pritgetellt, daß vor Neujahr eine Zählung der Mämrer militärischen Alters vvrgenvmmcn werden wird, die noch in den Landbetriebeno arbeiten. Indessen werden bis Neujahr und «in einigen Fällen gax bis Mail nicht mehc Männer rrufgerilfen werden, als zum Ersatz der aus dem Militärdienst Entlassenen unbedingt novoendig sind. — „Daily Mail" »staubt, daß in der Frage der irisä>en Dienstpflicht in den nächsten Tagen die Entscheidimg fallen wird. Lloyd George hat gestern an knner ^nichtigen Konferenz über die Rekrutensrage tellgenommer^ und der Staatssekretär für Irland, Duke, ist nach London abgereift. Die Wirkung der Zeppelin-Angriffe in England. Berlin, 7. Okt. lieber die Nachwirkungen der Zeppelinangriffe erfährt ein Gewährsmann der „Boss. Ztg." aus London daß die Bevölkerung in allen Tellen des Lrndes ihre Wvh^ Nungen in der Nähe von Munitionssabriken verläßt und sichere Gegenden auffuchtt. Tie Arbeiter vieler Fabriken weigern sich nachts zu arbeiten. Eine ungeheuerliche Bcrläumdung. Berlin, 6.-Okt. (WTB. AE) Die ausländische Pres veröffentlicht ?luszüge aus einem angeblich tum der französisch« Regierung zur Verbreitung zugelaffencn Bericht der dänische Schriftstellerin Koren BrvMson, in dem U a d Behauvtwng ausgestellt wird, die in den deutschen Gesm igenenlagern befindlichen Kriegsgefangenen würdett absiclstlich w i ^uberkulvse infiziert und ^demnächst in das neutra f-Mslanv oder me Hermat entlassen, um dort die schreckliche Snw mnt Verordnung Wer Futtermittel. Berlin, 6. Oll. (WTB.) JU.der gestrigen Sitzung de Bundesrats wurde den Entwürfen einer Verordnung übe Fnttermittel und ein.er solchen i'iber zuckerhaltige Futtn mittel die Zustinmumg erteilt. Tie Verordmmg liber Futtermitt, tritt an Stelle der geltenden Verordnung über den Verkehr m Kraftfuttermittel vom 28. Juni 1915. Sie erstreckt sich im Gcger satz zu der bisl-erigen Veovrdnung auf alle Futtermittel, nr Ausnahme des Rauhsutters, der Pferdenröhren und Futterrübe sowie derjenigen Futtermittel, für die besondere Vevordnunge bestehen. Zu diesen Futtermitteln gehören insbesondere Hase: Gerste, Kartoffeln und ihre Erzeugnisse. Bei dem bisherigen ki stände luar es Möglich, daß bve aus der Liste nicht aügefiihrte FittöerMittel, die noch dazu in den meisten Fällen mrnderwerti waren, dem fteien Marll Angeführt und zu beliebigen Preise verkautt wurden. Dieser die Interessen der Verbraucher schädigeirb Zustand ist nimmehr beseitigt. Ern weiterer Schirtz gegen de Berllüeb minderwerttger Futtermittel ist in der Verordnung dc durch geschaffen, daß Mischsuttermittel, die häufig al Unterschlupf für die minderwertigen Tinge dietien, in Fukun' nur noch' mit behördlicher Genehmigung hergestellt werden dürsw Ter bisher Sdm .bestehende Zwang, die her Verordnung untm stehenden Futtermittel durch die Bezugsoereinigung deutscher Land Wirte abzusetzen, blieb unverändert, ist aber nunmehr aut all Futtermittel ausgedehnt worden. Die der B^rasvm ernigung znffießende Auflage auf den Preis der Futtermittc drent nach wie vor zur Beschaffung hockMertiger Farttermitte^ Besondere Vorschriften enthält die neue .Verordnung über de Verkehr mit Saatgut und Ackerb-olmeu, Sojabohnen Wicker Lupinen, Peluschken und OKmenge von Hülstnfrüchtcn. Tie Vm ordnung über zuckerhaltige Futtermtttel ersetzt die bestehend VerordiUQig vvm 25. September 1915. Tie Grundzüge der Per vrdnung sind berbchalten. Tie Aenderimgen ergeben sich daran' daß die Verordmmg über den Vermehr nüt Zucker vvm 19 Sep 1916 die Berfütterurng Vvn Rüben und Zucker grimdsätzllich nicht me'hr zuläßt. Ter Fortfall von Zuckerspelzfutter ändert an der bestehenden Lage nichts, da Futterzuckw schon sett langem nicht zur Verfügung ist. Den Wünschen der rüberllxruenden Landwirte, die Rückgabe von.Melasse zuzulassen, konnte leider wegen den entgegcmstehendeu berechtigten Llnspriichen der Ersatz-Nahrrmgs- und Futtermittelerzeirgung nicht crrtfpr'xfrnx werden. Tie Mange der an hie Erzeuger vcm den Zuckerfabriken zurück zu lieferndni Schnitzel konnte gegen das Vorjahr mit Rücksicht ans die Lage des Fnttermittelmarktes nicht heraufgesetzt werden. Wenn die viel- saeh ^toeitergehenden Erwartungen der Rübenbairer ans Rückgabe der .Futterabfälle iücht erfüllt ioerden konnten, so ist die Ursache daflir schon der eingettetene und noch zu erioartende starke Ausfall m der ^rlltermitteleinsuhr mcs dem Auslande. Der Reich chg; i -chaltscmsschuß. setzte am Frertag feilte Beratungen über auswärtige Politik und danttt zusammeuhängeilde Fragen fort. Den Verhandlungen, die nach wie vor streng vertraulichen Charakter tragen, wohnten eine gmcze Atrzahl Reichstagsabgeordneter als Zuhörer bei: von der Regierung waren crnwesend die Staatssekretäre Dr. Helfferich, v. Jagow, v. Capelle. Nach Eröffnung der Sitzung um 10 Uhr vormittags ergriff zuerst der Wgeordnete Dr. Stresemann (natl.) das Wort; nach ihm sprachen die Abgeordneten Hoch (Svz.), Gothein (Farftchr. Vp.) und Dr. Roesicke (kons.). Darauf trat die Vftttagspause ein. Um 3 Uhr nachmittags sprachen zuerst die Regierungsvertteter Staatssekretär v. Jagow und Staatssekretär D. Helfferich. Darauf ergriff das Wort der Abgeordnete Gröber (Ztt.), chm folgte der Mgeordnete Westarp (kons.). Nachdem noch Dr. Pfleger (Ztt.) gesprock)en hatte, vertagte sich der Ausschuß. Die vertraulichen Vorhandlnnaen sind noch nicht zum Ausschuß gelarrgt und werden am Samstag fortgeführt tverden. > Berlin, 6. Oll. (WTB. NtchtanEchi.) Don weiteren Verhandlungen im Hauptaus schusse des Reichstages wohnten mißer dem Stoatsstlletär Dr. üisco Graf Medern bei. Nachdem noch die Redner der Fortschrittlichen Volks Pattei und der .>toniervativen gnprochen hatten, gärgen die Staatssekretäre von <5agow und Tr. Helfferich cucs die Aiisfühoungen der Vorredner ein und beantworteten eine Iteihe der gestellten Fragen. Sodaiin führte em Redner des Zentrums die Erörterungen weiter, dem ein konser- vatioer tiedicer folgte. Hieraiff nahmen Staatssekretär Capelle, der ^ ^^ Wahnschaffe, der mecklenburgische Bundes- ratsbevollmachtrgte und Staatssekretär Tr. Helfferich das Wott zur Aufklärung rmd Richtigstellung vei'schiedener Fragen und 'An- gaven. Aus Wunsch des Zentrumsabgeordneten gab Staatssekretär Auskunft aus eine Reihe weiterer Fragen. Hierauf vertagte der Hanptailsschnß die Weiterberatung auf Samstag vor- Mittag, -rre Parteien im Hauptcrussckmß waren ursorünglich über- emgecommen,oen nächsten Dienstag flir Fraktionssitzungen freizu- ta„en. üllest Berevibarung wurde hmte mit Rilcksicht ans die tangs ?f r C'rorterungien über die auswärtige Politik Niid tonstigev ^??^ ^'EMeuhangeuder Fragen dahin gewidert, daß deW^nrup-t- ansschuß Dienstag doch zu meiner Sitzung zusammeiitreton soll, die aber auf die stunden von 9-s12 Uhr beschränll werden soll. So r bCr Jj? a -l- Verhandlungen vor Mittwoch nächster ^.-ocl'e, wo die Vvllvernrmnilung w'ieder z-usamnicntteten tvird, zu S^oS^^ briNgeu. sollte sich dies nicht ermöglick^n lassen, so daß am Mittwoch der Vollversammlung nicht Bett'ht erstattet iverdeu so wäre die Folge, daß die weiteren Sitzumteii der Voll- Versammlung wiederum hinausgeschoben Werder t müßten. Der Verkehr mit Wasch- und Minigungsmitteln. ’cSjf r s l 1 H' 6 V? ft : Bundesrat hat eine Bekanntmachung! erlassen, durch welche der Reichskanzler ermächtigt wird, den Ber- «yj*' 1 I? tt chund Reinigungsmitteln, die ohne Verwendung vvn pflanzlichen, ticriichen. Oelien, Fetten, Ott- oder <>ettlaurcn hergestellt sind, zu regeln. Eine derartige Regelung war erforderlich well infolge der Knappheit an fttthalttgen Wasch- notweiidig gewordenen Deschränllmgeni ihrer Abgabe auf besttmmte dTLonatsmengen, „fettlose Wasch- nnd Reinigungsmittel" in großem Umfange in den Verkehr gebrach- w^en Zur Anpreisung dieser Waschmittel werden vittfach irre, führende Bezeichirungen verwandt; auch werden Preise dafür gr- dre in keinem BerhäLttvis zu ihrem Wqttc und den Htzp- stellungskosten stehen. Durch eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vvm gleickrett Tage ward daher angeordnet, daß für sttttose Wasch- und Rttni- gnmrsmttttt das Wort „Seife" nicht verwendet werden darf, und dag diese aus Ton oder ähirlichm anorganischen Stoffen! Mineralien oestehenden Wasch- und ReinigungsNiittel nur in bestimmten Formen und Gewichtstellen in den Verkem gebrachk werden dürfen. Ferner werden Vorschriften über die Pockmrg und den Klemverkaufspreis gettoffen. Bei 9tbttin-Luft- länffe, dre Bogei,termlg des ganzen Deutschen .Volkes aus Hey Asche des Echterdinger Opfers einst neu erstehen ließ, und von denen heute in unserem Tascinsringen eure wesentliche Mit. wrrllmg zur Niederzwingung unseres schlimmsteil Feindes' er- watttt wird; aber wenige wissen, wie sehr das Zusammenfällen! bä; .Regierungszelt König Wilhelm II. mit der Entstehung und Entimckelung dieser Luftschiffe entscheidend für letztere g^vesen ist. Bon den vielen Kundgebungen lebendigsten Fnterffses des Königs für meine Godcrnven und Arbeiten Und des mir geschnllen Vertrauens seien nur drei in ihren Erfolgen misschlaggebende Taten hervorgehoben: Ms im Jahre 1893 Kaiser Wllhelm II. sich zur Besichtigrmg der wüttteinbergischen Truppen in Stuttgart einfand, _ da nahm unser König die Gelegenheit wahr, um die Hiuoerinffe zU beseittgen, die es mir bis dahin unmöglich gemacht liatten, die persönllck,e Förderung des Kaisers für das weitere Vorgehen zu geioinnen. Tie nächste Folge davon war die Einsetzung eines Asusschusses Unter bent Vorsitze von Helmholtz zur Prüfung meiner Entwürfe. Wenn .dobei zwiäckK auch ein ablehnender» Beschluß zsuwoge kctm, so liegt doch der Ausgang der ganzen Wetter- entwicllung des Unternehmens in den Verhandlungen dieses Ausschusses. Im' Jahre 1904 waren» ein erstes Ddal alle Meiue evgenm Und vvn mir aufzetreiben gewesenen Wrtttt erschöpft: da rettete! der König das ^ftschstffbaumtterneihmen vor dem sonst unausbleiblichen Untergang .durch die sBewMgurng einer Lotterie iu Wütttunberg. Ein wirksameres Mittel, wn der ganzen Welt Vertrauen zu meiner Schöpfung zu sckienken, konnte es nicht geben, als wie im Jahre 1908 das ^>ttütttembeogische Königspaar, allen gekrönten .Häuptern voraus, sich) auf einem Zeppelin schiff durch die Lüfte tragen ließ Schon aus den angefühtten Beffpielen ist die dauernde, auf ivttllichem Verständnis gründende Teilnahme des Königs für wein Tunt und die Mächtige Fördettmg zu erflnneu, die inir dadurch zutell wurde. Und es darf ülierzeugim gsvoll be- ljauptet fveödeii, daß König.VW-ttmi II. in vorderster Linie derjenigen stcht, deneii man die Verwirklichimg nreiner Erfindung z>u verdanken hat. » Frankfurt o. M„ 6. Oft. (WTB. Nrchtanrtlich.) Der Kaiser hat den K'onnnandierenden Geneide Raubüberfälle in allen Einzelheiten einander übereinstimmend. — Wie die sofort aufgenommene Untersuchung bisher ergab, hat der Räuber kurz zuvor in dem Nackibarla-den des Ledergeschäfts, einem Zweiggeschäft der Färberei Gebr. N ö v e r, an die Verkäuferin eine Reihe verdächtiger Fragen gerichtet, wurde aber durch das Hinzukommen anderer Verkäuferinnen an seinem weitere:: Vorhaben gehindert. Märkte. Gießen , 7. Okt. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hübnereier das Stück 00 Pfg.; Käse 10 Pfg., Käsematte 3 Pfg. das Stück: Hühner das Stück 4,00—6,00 Mk., Hahnen das Stück 3,00—4,00 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk.. Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80 - 0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,20—0,00 Mk.; Kartoffeln das Pfund 5'/, Pfg.; Zwiebeln das Pfund 18-00 Pfg.: Milch das Liter 30 Pfg.; Ni'isse 100 Stück 00—00 Pfg.: Spinat 20-35 Pfg. daS Pfund, Kopfsalat 5-10 Pfg., Gelbe Rüben 15—00 Pfg. das Pfund, Weißkraut das Stück 20—40 Pfg., Rotkraut 20-50 Pfennig, Wirsing 10-30 Pfg. das Stück, Römisch Kohl 00—00 Pig. da« Päckchen, Kohlraben 15 bis 25 Pfennig das Stück, Gurken, kl. 5—8 Pfg. das Stück: Blumenkohl 30—80 Pfg.; rote Rüben 15-00 Pfennig das Pfund; Bohnen 35 bis 00 Pfg. das Pfund. Sellerie 15—30 Pfg., Endivien 10-15 Pfg.; Tafeläpfel da? Pfund 20-25 Pfg., Birnen das Pfund 18—22 Psa., Zwetscheu der Zentner 8-10 Mk. - Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. fc. Wiesbaden, v. urr. peit- und otcoqmarri Man notierte: Heu 5,80 bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh) 0.00-0.00 Mk., Krummstroh 0.00 Mk. Alles für 50 Kilo. Letzte Nachrichten. Die Beute der Bulgaren au der Donau. Sofia, 7.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Genera stabes vom 6. Oktober: Mazedonische Front: Zwischen Pvcspa See und Pchr- dar ist kein Ereignis von Bedeutung m melden. Der Versuch der Serben, die Ezerna Plcmina bei dem Dlorfe Skoischiwrr zü überschreiten, tvurde durch einen Gegenangris \ vereitelt, wobei wir 30 Serben zu Gefangenen machten. Ein Vlu-rriff grgen den Ba b owa Hügel lvurdc in unserem Feuer abgeschlagen. Örtlich des Wardar bis zum Doiransee schtvaches beiderßiiiw-.' Vuiüleric« feuer. Südlich der Stadt Doirmr hielt das Geschtchfeuer wälzend der Nach: an. An der Belasioa Planma und an der ^-trumtw- ftont 9!ul)«e. An der K ü st e d e s A c g ä i s ch e n Meeres kreuzten feinde liche(Sckiifft lebhafter. Die seindlick^e Flotte bc'schoß D e d c a g a t s ch und die Eisenbahnlinie, wobei sie nur mrbodctuenden Schaden! verursachte. Unsere Wi a s s e r f l u g z e u g e griffen die F otte an und zwangen sie, sich auf die hohe See zurückzuzieheru D0 b r u d s cha f r0n t: Längs bei' Donm: Ruhe. Nach dem Scheitern des von hen Rumänen auf Ru ho w o durchgnährten, Donauüberganges zerstörten wir durch unsere Arlcklerie- feuer das Brückenmaterial, das die Rumänen z-u ilwem eigenen User lnn zurückgezogen hatten, während das auf unserer! Seite zurückgebliebene Material aufgelesen wurde. Wir erbeuteten 20 Munitionskarren, Wagen,' Gepäck und anderes Kriegsmaterial. In der Dvbrudscha scheiterten wiederholte Eingriffe des Feindes aus der Linie Karabadca— Amcatscha—P er- weli unter unserem Feirer und tzusolge unserer erfolgreichen^ Gegenm^rifse. Wir machten 6 0 R u s s e n # 11 Gefangenen. An der Küste des Schwarzen Meeres kreuzte die feindliche Flotte. Die rmnänischen Note. Stockholm, 7. Okt^ Konstantin V'ille Vi ' im „2ldeverul" die völlige Unfähigkeit des rumänischen Sanfi^ tätswesens auf. Sämtlich Zivilkranfeuhä ' e mußten von Privatpatenten geräumt Yverdon. Die etirtrpc; i>nt ver-ouwuiLNI Soldaterr mußten lange warten, bis ihre Verbände eriMcert Wirrfrat und bis sie Platz bekauren. ^lp den ersten Tagen war überhaupt kein ^Sanitätspersonal dcu Zahlreich Damen des freiwilligen San:- tätsdienstes sind infolge Ueberarbeitnng erkranft. Das rumänisch Kiiegs Ministerium imd das Zen kral s anftätskom ftee gelren über die Kranken gar keine Auskcinft. Mille besuchte mehrere Krankenhäuser imd sprach Soldaten, die nisolge der Mangelnden Pflege furchtbare Qualen leiden. Die Zeittmgeu brachten Aufrufe des KriegsUtinisteriUms: Stellt einen Teil 'Eurer Zimmer für die Verwcmdetenpflege zur Verfügung! Der große Gebäudekonplex des Handels -, Fincrivz - und Industrieoerba-des wurde als Lazarett requiriert. — Die Haridelskcvnmer traf das gleiche Schicksal. Beide mtlßten nach zwei Tagen Frist in Mieträume übersiedeln. Unter dem Vorsitz Constantinescus ift ein besonderes Komitee zur Unterbringung Verwundeter gegründet worden, welches alle leerstehenden Wvlmungen für Lazarettzwecke belegt. Auch die Verlilste an hohen Offizieren sind sehr bedeirtend. Als Stimmungssympton sei mitgeteilt, daß der „Ade- vernl", an die allgemeine Mildtätigkeft in Brttärest avpcllicrend, seine Liste mit dem imponicreiwen Ergebnis von 92 Franken abschloß. Rotterdam, 7. Okt. Die „Times" sagt M den Oliera^ tionen an der Sudftvnt, daß die Kämpfe in Sieberchürgen sicv für die Rumänen wechelvoll gestalten. Das Schittsal Siebenbürgens werde aber durch den Verlauf des gesamten Krieges entschieden. Man glaubt, daß die Runurnen jetzt ihre Hauptanstrengungen in der Tobrudscha machen werden. Gesandter von Schlözer gestorven. Dresden, 7.Okt. Der Kaiserliche Wirkliche Geheüwe RÄt Karl Fvanz von Schl özer, früher Gesandter u. a. im Haag und in München, ist in Dresden, wo er seit langem wohnte, am Frm- tag gestorben. Drohender Erdrutsch im Kanton Schwyz. Zürich, 7. Okt. Azcs Siebnen (im' Kanton Schwyz wird berichtet, daß in dem zur Gemeinde Schilbelbach gehörenden Weiler Schmmdenen ein gjroßer Erdrutsch droht. J!m Gugerswald ist die Erde auf einer Länge von ungefähr 600 Mietern cmfgebrvchcng Ter Riß ist lungefähr 80 Meter breit imO hat eine große Trese. Ein Stein in der Nähe eines kleirien Hauses, auf dem drer Taimen! standen, ist bereits in der Tiefe verschtvunden. Das ganze Geläude hat sich unter Getöse gesenkt. an uns! (Hohlmuixlsf'lck) Salem WsN (Goldrmindsl (icK) Willkommenste Liebesgabe! Preis:Nr 3X4 56 6io 4 5 e Ö !0 12 Pf.dSfüdt. einschließlich Kriegcau fscr;!.::g Trusffrei! Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. 7226 Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Wieseck, den 5. Oktober 1916. Sanatorium Lindenfels i. Od. zw. Darmstadt-Eaiflelberg 4M m.h. in ideal.'Waldg.geL >läß. Preise —Prospekt kostenlos. S. R. Sr. Scbstitl. ileis eröffnet Ein Geheimnis für viele ist es, daß so manche ihrer Mitmenschen elegant, modern und schick gekleidet gehen, obwohl ihr Einkommen kein so hohes ist. Es Ist begreiflicherweise von großem Interesse, allerdings Kur ■für Herren folgendes zu wissen: Wir verkaufen von Reisenden, sowie feinsten Kavalieren nur wenig getragene, teils auf Seide gearbeitete, au Stoff und Haltbarkeit unübertroffene, gereinigte Anzüge, getragen 18 Mk., 22 Mk., 25 Mk. und höher, Paletot« „ 16 Mk., 20 Mk., 24 Mk. und höher. t0T Frack-und Gcsellschaftn-Anzüge "^8 -werden verkauft und verliehen. —-— Neu« Anmü&c zum Preise von 30 Mk., 35 Mk. und höher. Neue Ulsters u. Paletots z. Preise v. 30 Mk, 35 Mk. u. höher. Kaufhaus für Monatsgarderoben Seltersweg 58, Glessen, Eingang Ecke Yolksbad, { Treppe, Ij. Rosenxweig. Wegen Ersparung hoher Ladenmiete 1 Treppe. Auswärtiger Knndsohalt wird gegen Vorseigea dieser Annonce Fahrt vergütet. 012435 Ktn Ver»ac!i dauernde Knndichaft Danksagung. Für die innige Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank. Familie Kümmel. Wieseck, den 7. Oktober 1916. 72 ^ Es ist bestimmt ln Gottes Rat, daß man vom Hobsten, was man hat, nraß eehoiden. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein lieber, unvergesslicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, mein hoffnungsvoller guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Ludwig; äCiirak®! Kalser-Franz-Regt. Nr. 2, 3. Bat., 9. Komp. am 13. Sept., in hartem Kampf, im Alter von 37 Jahren den Heldentod gestorben ist. 012428 In tiefem Schmerz: Frau Elise Klinket, geb. Wagner Frau Katharina Klinkel, geb. Heinrich Lollar, Familie August Momberger Alten-Buseck, Feldwebel Kiinkel, z. Zt. im Felde 6 . Okt. 1916. Familie L. Wagner, Schwiegereltern Familie Ludwig Wagner Familie Heinrich Wagner. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Den Heldentod fürs Vaterland starb nach 26mona- tiger treuer Pflichterfüllung am 20. Sept. mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser unvergesslicher, als zweiter gefallener Sohn, unser lieber, guter Schwiegersohn, Schwager, Neffe, Onkel und Pate 7225 wdirmann Wilhelm Baiser Krankenträger der 2. San.-Komp., 18. A.-K. im Alter von 32 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch mitteilen. Im Namen aller trauernden Angehörigen: Elisabethe Baiser, geb. Stumpf. Oppenrod, Albach, Beiskirchen, den 7. Okt. 1916. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die tieftraurige Nachricht, daß am 20. September 1916 unser lieber hoffnungsvoller Sohn, unser lieber guter Bruder, Schwager, Onkel und treuer Freund I Gefreiter Karl Lotz Im Inf.-Regt. Nr. 87, 7. Komp. schwer verwundet und am 28. September 1916 durch diese Verwundung sanft den Heldentod gestorben ist» Die tieftrauernden Eltern: Jacob Lots n, Fran Wilh. Botz, zurzeit in Gefangenschaft, n. Familie Heinrich Lots, zurzeit im Feld Otto, Marie n. Ottilie Lots Marie Wallbott nebst allen Verwandten. Garbenteich, den 7. Oktober 1916. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. 7232 Danksagung. Für die vielen Beweise warmer Anteilnahme an unserem Schmerz sagen wir herzlichsten Dank. Im Namen der Familie: Rechnungsrat Fischer. 7Ä6D Treues Gedenken! Ich habe geglaubt, gehofft und geliebt. Doch die Welt bar mich *tt Tode berrubt: Drum frag' ich daS Schicksal: warum, warum? 'S gibt keine Antwort — Schicksal bleibt stumm. Zum 25. Geburtstag meines seit dem 16. Mai 1915 vermistten Sohnes Heinrich SSootz B«8.-ZHf.-Eg!.223 l 7.Efi. l 43.53v. l Zats.£eatfshsS>aitar!X3a. Mit Begeisterung zog er hinaus, um gegen den damals übermächtigen Feind mitzuknmpfen. Am obigen Tag soll er verwundet morden sein. Seitdem fehlt jede Nachricht von ihm. — Herzensguter, lieber Junge, mo magst du sein? Möge Gott mein Flehen um ein Wiedersehen erhören. Du bist mein Einziger, mein Stolz, mein Aller. Die liesbetrübte Mutter: Frau Margarete Mootz Witwe. Grosten-Buseck, Beuerncr Weg. (012422 ü ^acßfcßulefüv^ufcßneidefiunft von 9 fl. ^Wunderlicf ), gießen SSleicfjftraße 28 p., Scfe £udiuigftraße. ßeßvdürfe für 2)amen in: 1. Anfertigung eigner (farderoßc, fowie ‘Umänderung aller (farderoßeßuefe. 2. Sdjnittzcidjnen und ^Eufcfineiden, 3. allen feineren fKandarßeitcn. \4. ‘Vorßercitung für die gefetzlidjen ^Prüfungen. gediegene SZusßildung für SfCaus und SSeruf. HandarbeitsschuSe und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Sild- Anlage 7 [6023J Süd-Anlage 7 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten: Weiß- und Maschinennähen, Stickereien jeder Art, Klöppeln, Occhi. Aenderungen von Wäsche, einfachen Kleidern und Blusen, ferner Kunsthandarbeiten in allen Techniken. Opiißdlicbe iDsbildoog io allen Zweige» des Malis, Gewerbeschule Nidda Beginn des Unterrichts am 6. November 7215D Näheres durch die GroKb. Schulleitung. Statt Karten . Lieh Anna Diets Karl Heller Lehrer Verlobte 012414 Nieder - F l§r stadt Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 sSärgen~ ln allen Preislagen Emil H. Müller, SchlllgrstraOs 2fi Fehler IVeliicssic Adler-Drog., SelierSrv. 39, Ott» stiel«»-st. ffiBfiO Zar Stärkung preiswürdige Weiß- Hot- und SfiS-Weia« in nllcn Preislagen bei: August Wallenfels Kolonialwaren-Delikatesten- und Weinhandlung l 660 * GicKen Marktplatz 17. Telephon 263. MM für LlüiLKütt! USMRSI liefert sofort in Gnst» und Stahlblech in jeder Gröste. Wiih. I)ürbeck,Nachf., Diezstraste 6. 1012178 Dieselben eignen sich vorzüglich zum Honigkochen. Minna Körners West-Anlage 48 Sj ehrfit eine r: Gehörbildung, Musikdiktat, Analyse, Primavista-Singen, Theorie d. Musik, Harmonie! ehre,£lemeniar-IJ.lavior&iiici,F!ö5iorss Elaviersp'ol (Solo, Ensemblesniel, [Jebungen im Begleiten). Anfang des Winter-Semesters 1916/17 Moniag, den IG. Oktober. hu F estsetzung des Stundenplanes Donnerstag, — den 12. Oktober, nachmittags 2*/» Uhr. — Beginn des Winterhalbjahres am 18. Oktober. Herbstaufnahme in Kl. I bis III. Auskunft erteilt 6 S19 id. Direktor Dr.‘ Helmkainpf. Die gründliche Anleitung im Selb st an fertigen von Kleidern, J31u.se n usw., sowie das Aendern von alten Kleidern wird an Haustöchter erteilt. at , 7 Dauer des Kursus 6 Wochen 6x3 Stunden wöchentlich . Preis Mk 35.— Anmeldungen 2—4 Uhr, nachmittags. Seltersweg 22 III. Nationaler fraucnöienft Allgern. Deutscher Fraueuverein Ortsgruppe Gießen. DaS Verpacken, Schreiben und Adressieren von Jeldvost- sendungen besorgt bereitwilligst und unentgeltlich: Montag, Mittwoch und Freitag von 10 biS 12 Ubr vorm.: Süd-Anlage 4H, Frau Professor Kalbfleisch. Austerdem erteilt Auskunft über Adreffe und Rat für Feldpostbriefe gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzsteüe Gietzerr. Sommerfrische im Siebenmüblcntal bei Wctrlar. 6231 Herrlich. Ausflugsort, schönstes Waldidyll Westdeutschlands. Caf£-Ke*»taurant. — Gnte preiswerte Pension. Telephon 330 Wetzlar. Telegr.-Adr.: Honigmühle, Wetzlar. Sanatorium Sioizentserg ! in Soden-Salmünster, Linie Frankfurt/M.—Bebra. ♦ Naturheilanstalt u. Erholungsheim f. d. gebtld. Mittel- Y stand. Bekannt sorgfält., tndtvid. Behandlung u. Ver- L pflegung. Mastige Preise. Beschränkte Patieutenzahl. ^ Prospekt frei. Aerztlicher Leiter: Br. med. K. Sfrünckänassn. ^ S c h i s® m e .^^{SrRep ii. Sonne ßuMe H Go., fahr™ . o [608? Seltersweg 52, Giessen. StlftlflKl für Lebensmittelkarien verschiedene Ausführungen, Stück 10 und 20 Pfg. 17067 .7. >Ve!nert. Reuenmcg 9. Wiederverkäufer wollen Muster und Preise verlangen. MMrfl Dir.: Hermann fteingoetter. Spielzeit 11)16/17. Dienstag. 10. Okt. 1916: Abends 8 Ubr Gewöhnl. Preise lermüstigt) 1. Dienütags-AbvnuementS- Vorstellung: Nathan der Weise Ein dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Gotth. Ephr. Lessing. Ende 107* Uhr. l 7m c