Nr. 235 Der Giehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GiehenerKamilieiibliitter; Kiei s Matt für den Kreis Giehen. vezugspreis: monatl. 90 Pi., viertel- jährl. Mk. 2.6b: durch Abhole- m Zweigstellen monatl. 90 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. BesteNg. Fernsprech - Anichlusse: inrdteSchriftleituug112 Verlag,Geschästsstellebl Anschriit fürDradtuach- richten: Anzeiger Giehen. » Erstes Blatt \bb. Jahrgang Zreitag. f? Gietzener Anzeiger Aeitag, l?. Moder i rahme von Anzcigeu r ic Lagesnummer bis zuinNachnlittag vorher. Acilenpreir, i. Anzeigen: ö rt l i ch 20 Pf., Vermietungen ii. Stellengesuche 1b Pf., a u s w ä r t & 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pi., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrift 90 Ps.. Hauptschrütlciter: Aug.j Goetz. Verantwortlich! für Politik u.Feuilleton: vankvettehr: Aug. Eoeg: Stadt unb-: Gewerbebank Giehen Land.VernnschleSmGe.i rrchtsiaal: Fr. R. Zenz., Zwillingsrundtzruck u. Verlag: vrühl'jche llniv. Such- u. Zteindruckerei K. Lange. 5chriftleittlng. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. j|im!udji u (tiefem Postscheckkonto: Zrankfutt a.M. XX 686 General-Anzeiger für Oderhessen Rückzug der 2. rumänischen Armee. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Auf dem Gchlachtfelde nördlich derSomme wuchs die starke Artillcrietätigkeit vor den Jnfanterieangrisfen der Gegner zu größter Heftigkeit an. An den meisten Stellen blieb die zum Sturm angetriebene feindliche Infanterie bereits in unserem Feuer liegen. So brach ein englischer Angriff zwischen dem Gehöft Mouguet und Courcelettc völlig zusammen; so gelangte der zwischen Courcelette und Eaucourt l'Abbaye vorbrechende Gegner nur bei Le Sars bis in unsere Stellung, wo die englische Infanterie mit schweren Verlusten der unsrigen im Handgemenge unterlag; so scheiterte auch ein über die Linie' Rancourt-Bouchavesnes geführter französischer Angriff vor unseren Linien. Zwischen Fregirourt und Ramcourt wurde am gestrigen Morgen heftig gekämpft. Wir haben hier einzelne Gräben verloren. Front des Deutschen Kronprinzen. Beiderseits der Maas lebhafte Artilleriekämpft. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. An der Stochodfront mehrere vergebliche Vorstöße schwächerer feindlicher Abteilungen. Immer wieder erneuerten die Nüssen ihre wütenden Angriffe westlichvonLuct. Sie haben nichts erreicht! Jedesmal wurden ihre Angriffswellen von unserer Artillerie. Infanterie und Maschinengewehren zusammengeschossen. Nur nördlich von Zu- bilno drangen schwache Teile bis in unsere Stellung vor, aus der sie sofort wieder geworfen wurden. Unsere Flieger, die auch an den vorangegangenen Tagen durch erfolgreiche Angriffe auf Lager. Truppenbereit- stellungen und Bahnanlagen den Gegner geschädigt hatten, setzten gestern durch Abwurf zahlreicher Bomben den Bahnhof Rozyszcze und die in seiner Nähe liegenden Etappeneinrichtungen in Brand. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Westtich von Parajd wurden mehrmalige rumänische Angriffe abgeschlagen. Die noch am 2. Oktober in der Gegend von Bekokten lBaranykut) zum Angriff übergeqangene rumänische zwe ite Armee ist im Alttal e hinter dieS inca gewichen und befindet sich auch weiter nördlich im Rückzüge. Nach den vergeblichen verlustreichen Anstrengungen im Hoktzinger-(Hatszeger-)Gebirge beiderseits des Strell-(Sztri- gy-)Tales zieht sich der Gegner auf die Grenz- höhcn zurück. Bei Orsova an der Donau gewann ein rumänischer Vorstoß Boden. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Feindlich- Angriffe östlich der Bahn Eara Orman-Coba dinu sind wie am 2. Oktober abgeschlagen. Mazedonische Front. Die Höhe der Nidze Planina wird vom Feinde gehalten, -sonst lst die Lage vom Prespa-See bis zur Struma unverändert. - Jnr fortdauernden Kampf am linken Strumaufer ging das Dorf Jeuikoj wieder verloren. Der erste Generalguartiermeister Ludendorff. ^ Am 11. b. M. wird der Reick,stag seine Bcratun, wieder beginnen. Wir werden dann das Ergebnis der fü ten deutschen Kriegsanleihe erfahren und damit wissen i das deutiche Volk über den Fortgang des Krieges, seine Ä lichten und Erfordernisse denkt. Seine allgemeinen I fordernisse, denn in die Geheimnisse der wirksamsten Str< gw oder in die Erfahrungen der hinter verschlossenen Tu . sich abspielenden politischen Taktik der obersten Führer w lut, das Volk nicht en,mischen wollen. Und doch einen wisjeii Anteil an den Entschließungen und den Absich der Reichsregierung verlangt es. Es wünscht, mehr als bis m seinen allgemeinen Urteilen, Vorschlägen, Zielen r ^Mischen gehurt zu werden: es niüuscht vor allem ein meHr VewegungSfreiheit gegenüber der Zensur. Wenn, : oer Vernn. „Lokalanz." gestern abend bereits versichert l d»s Zeichnungsergebnis der fünften Kriegsanleihe „ka ®^ f r "'P Anblick," hinter dem der vierten Kriegsanic 10 ' 7 Milliarden zurückstehen wird, dann weiß i Ausland genau, daß bei uirs keine Flauheit und Zerriss heit der Stimmung besteht in Dingen, die kraftvolles Aus- Harren bedingen. Und warum sollten wir im übrigen so tun, als gäbe $3 bei uns gar keine Meinungsverschiedenheiten mehr? Ist das stille Umhenvuchern von Stimmungen und unkontrollierbaren Gerüchten, von geheimer Agitation und Gegenagitation nicht schlimmer und sckstid- licher als offene, ehrliche Aussprache, die zur Berichtigung von Jrrtümern und vielleicht zur Milderung der Gegensätze führen könnte? Von diesem Gesichtspunkte aus sollte die Regierung auch den Wunsch der Parteien nach Bildung eines Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten entgegenkommend aufnehmen und behandeln. handelt sich ja nicht um ein Mißtrauensvotum dabei. Schweres, ja das Schwerste, steht für das ganze Volk auf dem Spiele, und dieses Volk ist zwar nicht in allen seinen Teilen völlig urteilsreif, aber es ist doch mündig, bereit und gewillt, an allen Entschließungen und Ereignissen denkend und richtend teilzunyhmen. Darum soll man ihm diese Lebenslust nicht völlig abschließen. Ein Hand-in-H and gehen von Regierung und Volk in diesen großen und schweren Zeiten ist ein Erfordernis. Nicht als ob die Regierung von allen ihren Handlungen und Maßregeln Rechenschaft ablegen müßte; allein die benügen.de, beruhigende und erlösende Ueberein- stimmung in kraftvollem, entschiedenem Wollen wird sich nur durch eine bessere Ausgestaltung der J-nsormations- Möglichkeit erreichen lassen. Der nationalliberale Abg. Stresemann hat in der Halbmonatsschrift „Deutsche Stimmen" den Antrag zur Errichtung des gebrannten Ausschusses eingehend begründet, und wir geben nachstehend einige überzeugende Satze paraus wieder. An sich, so meint Stresemann, könnte es scheinen, als käme der Vorschlag der Fraktion lediglich daraus hinaus, von dem Haushalts- auSschuß des Reichstages einen neuen Ausschuß abzüzwei- gen, so wie man es seinerzeit bei dem Ausschuß für .Handel und Gewerbe getan habe. „Tiefe Affassung ist irrig . .. Begründet wird die Forderung damit, daß die Begrenzung des Ausschusses auf die Behandlung, auswärtiger Angelegenheiten u.rd die ihm gegenüber allen anderem Ausschüssen des Reichstages gegebenem Permanenz seine Bedeutung als ein ständiges Kontrollorgan der Auswärtigen Politik der Regierung darstellen soll. Man erwartet von dem ständigen Tagen eines solchen Ausschusses dajenige, was heute fehlt: ein Z n s a m m c n w i r k e 11 der verantwortlichen Faktoren der Regierung mit den Führern des Parlaments." Auf den Einwand, daß die Reichstagsabgeordneten gerade in Fragen der auswärtigen Politik noch nicht den erforderlichen Befähigungsnachweis erbracht hätten, erwidert Stresenrann: „Man darf doch nicht außer acht lassen, daß dieser Vorwurs dem Reichstag gegenüber dadurch seine Berechtigung verliert, daß es heute den Mitgliedern des Reichstages sehr schwer gemacht wird, sich in dem Maste zu unterrichten, wie es für die Beurteilung der großen Fragen der auswärtigen Politik notwendig wäre. Ein solcher Ausschuß muß Referenten für die Vel>andlung bestimmter Materien bestelle^ und diesen Referenten muß seitens des Auswärtigen Amtes das ihm zur Verfügung stehende Material zugängig gemacht werden. Tie Berichte unserer Gesandten dürfen nicht nur in den Archiven unserer Regierung schlummern, sondern sie mMen auch sur die Unterrichtung des Parlaments nutzbar gemE^werdeir Nur dann wird das Parlament auch in der Lage sein, die Qualität der Vertreter des Reiches an Hand der Tatsachen cu prüfen, ihren Anregungen Geltung zu verschaffen, berechtigte Kritik zu erbeben oder unberechtigte Kritik in der Oefsentlichkeit zurückzuweisc^Ein derartiges Zusammenwirken zwischen Regierung und VvWvertrtz-. tung wird vielleicht auch dahin sichren, daß Persönlichkeiten. Me heute nutzlos ihre Kräfte verbrauchen, ohne der Oefsentlichkeit die- nen zu können, in ein Parlament eintreten würden, das ihnen Gelegenheit gibt, in einem solchen Ausschuß ihre Erfahrungen mit zur Verfügung zu stellen. Mas unserem Raatsleö^n so außerordentlich fehlt, ist die wechselseitige Anregung zwischen Regierung und Parlament." .. Die Regierung hat an der Schaffung eines solchen Äus- schusses ebenfalls ein großes Interesse. Sie kann durch ihn ,m Volk Klarheit und Beruhigung schaffen, und wer weiß, ob aus diesem Wege die Opposition, die der Reichskanzler S^gen sich hat, solche Schärfen angenommen hätte, wie sw sich letzt recht häufig zeigen! * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart: 5. Oktober 1916. Ocstlichcr Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. In der Gegend von Orsova wurden unsere Truppen m westllcher Richtung zurückgedrängt. Südlich von Petro- seny weicht der Feind gegen die Grenzpässe. Die bei Fogaras vordringenden verbündeten Streitkräfte sind über dre Stadt hmausgerückt. Von der siebenbürgischen Ostfront ist außer der Abwehr eines starken rulnänischen Angriffes der Szovat nichts zu melden. Das Ergebnis des von der Entente mit gewohnter Aufmachung verkündeten Vorstoßes der Rumänen über die untere Donau ist aus den Berichten der verbündeten GeneralstSbe bekannt. Der Feind verließ den bulgarischen Boden rascher, als er ihn zu betreten vermocht htttc Wre aufgefangene rumänische Funksprüche bestätigen, war ön dem Verlauf dieser Ereignisse das entschlossene tapfere Elngrelfen unserer brarcn Donau-Flottille von ausschlaggebender Bedeutung. HeeressrontdesGeneralsder Kavallerie Erzherzog Karl. Keine besonderen Ereignisse. Heer es front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. In Wolhynien blieben auch gestern alle Anstrengungen des Feindes, die Linien der 4. Armee ins Schwanken zu bringen, völlig ergebnislos. Die Russen erlitten schwere Verluste. Am unteren Stochod unternahm der Gegner mit gleichem Mißerfolg schwächlichere Vorstöße. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Karst-Hochfläche ist die Artillerieichlacht in vollem Gange. Stellenweise versuchte die feindliche Infanterie zum Angriff anzusetzen. Unser Geschützfeuer stielt sie jedoch nieder. An der Fleimstal-Front dauern die Geschützkämpfe fort. Die Lage blieb unverändert. Am E i m o n e haben unsere Truppen in der Zeit vom 23. September bis 2. Oktober 35 Italiener aus der Verschüttung geborgen. Im ganzen wurden 482 Gefangene ein- gebracht, sechs Maschinengewehre, drei Minenwerfer, viele Gewehre erbeutet. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. In Albanien nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. * Ereignisse zur See. Am 4. abends hat ein S e e f l u g z e u g g e s ch w a d e r die feindliche Seeflugstation bei Grado, dann militärische Objekte in Monfalcone. San Canziano und Staranzano mit schweren, mittleren und leichten Bomben mit sehr gutem Erfolge belegt. Die Flugzeuge sind trotz heftiger Beschießung alle unversehrt eingerückt. F l o t t e n k o mm a n d o. Kaiserseier im österreichisch-ungarischen Hauptquartier. Wien, 5. Okt. (WTB.) Aus berrt K. u. K. Kriegsp-resse- quartier wird gemeldet: Das N a. nie ns fest d es Kaisers wurde im Standorte des Armee-Oberkommandos feieÄichst begangen. Die Stadt drug reichen Flaggeirschmuck. allen Gotteshäusern fanden Festgottesdienste statt. Besonderen Glanz erhielt die Feier im Herzogs saß Gcneralfeldniarschall v. Hindenlmrg. Im Laufe des Mahles langte ein in sehr warmen gehaltenes Telegramm des Königs von Bulgarien an. Nach fast zweisttlndigrm Verweilen im Kreise der chterreichisck>-ungLrischen Heeresleitung.verließ der deutsche Kaiser nach huldvollster Verabschiedung des k. und k Hauptquartier. In den Straßen der Stadt bereitete das zahlreich angesmnnrclte Publikum dein Monarchen, der im Automobil Hindeirburg zur S^ite hatte, warme Ovationen. Der deutsche Kaiser verlieh urrd überreichte heute persönÜch dem Generaladjntanteu des Armeeoberkommandauten, GMvral- major Graf Herberstein, den Roten Wlei'vrden zEter-Masse mit Schwertern. Der Kaiser bei der Armee Liusingen. Berlin, 5. Okt. (WTB. Amtliche Ter Kaiser hat sich an die Opfront zu den Truppen des Generalobersten von Linsiug^it dbgeben, gegen die sich der Hauptangriß der Zkussen richtet. Der bulgarische Gericht. Sofia, 5. Oklober. (WTB. Nichtanttlich.) Meldung der bul^ ganschen Telegraphen-Agenlur. Bulgarisä^er ' Generalstabsbericht von: o. Oktober. Mazedonische ?yrnut: «am der tfomt jteqojen 6cm Prespa See und dem War dar wird keine Aenderung in der Lage oemefbei. Stellenweise lebhafte Artiller ietärigkttl. Oestlich des -Ward «r ftu'fc. Am Fuße des Belasica-Gebirgcs keine Minderung ^ Ke feindliche 'Artillerie beschoß wirkungslos den Bahn htt tfon X o i oi, wurde aber durch unser Feuer bald zum Schwei gen gebracht. An der Sttnnea-Front Artillerie-, Jirwnterre- und Maschinen- geworfener Der Versuch eines feindlichen BataiÜvns, vom Brückenkopf Orljak gegen die Ortschaft Ne Polen vorznrücten, scheiterte in lmfecem Artilleriefeuer. An der Küste des ägäischen Meeres Ruhe. Rumänische Fvmtt: Längs der Donau Ruche. Die Landungsoperationen des Feindes bei dem Dorfe Rach ovo ist vollkommen zuruekgelchluHen worden und es befindet sich kein einziger rn-, ' nmnischer^Soldat mehr auf unserem User. In den meisten Dörfern, die der Feind besetzt hatte, verübten die rumänischen Truppen) Mordtaten, Vergewaltigungen, Brandstiftungen usw., Schandtaten Wr e'ne Niationr, die den Anspruch darauf erhebt, eine Kiultnv- Nation^ zu sein. ch In der Dobrudscha sind alle Anstrengungen des Feindes gegen unsere Stellungen auf der Linie Karabadza— Sofular— . Amzatscha — Perweli vorzurücken, in unserem Feuer und infolge unserer Gegenangriffe gescheitert. Mehrere JNfarrterie-- au griffe des Feindes sind gleichfalls gescheitert. Auf der übriger Front sebchafte Artillerietätigkeit. An der .Küste des Schwarzen Meeres griffen imferc Seeslug- ^euge auf der .Höhe von -Mangelia ein feindliches Kriegs schiff mit Bomben an und zwangen es zu schleunigem Rüctzuge Fliegerangriff auf Bukarest. Berlin, 5. Okt. Sieben deutsche .FluMUge sollen, ver schiedenen Blättern zufolge, am 3. Oktober einen neuen Angriff auf Bukarest ausgeführt haben. Rumänischer Bericht. Bukarest, 5. Oktober. Nord- und Nordwestsront. In der Gegend von Plurajd bemächtigten wir uns nach dreitägigen lebhaften Kämpfen der feindlichen Befestigungen imd -warfen den Feind nach Westen z-urück. Teilgefechte an der übrigen Front. Südfront i Nachdem die zwischen Rustschuk und Tutrakan veranstaltete Demonstration beendet war, zogen wir uns auf das linke Ufer her Donau zurück. In der Dobrudscha lebhafter Kampf auf der ganzen Front. Wir nahmen 5 Offtziere und 100 Mann gefangen. Der Rücktritt des griechischen Kabinetts. Athen, 4. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des iReuterschen Bureaus. Der König hat einen Kronrat abgehalten, in dem nach den Anweisungen des Königs jeder -Minister sich für oder gegen den Krieg erklärte. Die Mehrheit erklärte sich für den Krieg. Daraufhin hack der König die Rücktrittsgesuche der Minister angenommen. Man erw-artet, daß Demickrakopulos das Kabinett unter Einschluß von drei Venezelisten bilden wird. Bern, 5. Okt. (WTB.) Zu der Nachricht des Rücktritts des griechischen Kabinetts führt „Cor- riere della Serc?' aus: , Es ist unmöglich zu beutteilen, inwieweit die venizelistische Agitation und die Bildung einer pro vi sott schen Regierung unter Ve,n rzelos dazu beitrugen, lieber die tatsächliche Tragweite der : uemzelifrischen Agitation liegen sicher« Nachrichten vor, die ihr dev -inneren Zusammenhang und die Bedeutung, die man ihr zuerst , zuschreiben wollte, wieder nehmen. In ganz Gttechenland, selbst auf den Inseln, zeigt sich immer deutlicher, daß die Bevölkerung der interventionistischen Sttömung feindlich, verdrossen und teilnahmslos gegenüberlteht. Die Flotte, ausgenommen C o n d u riotis, sotttie bttonders das Heer, hätten immer deutlicher zst verstehen gegeben, daß sie von einer Interv-enckion nichts wisset wollen. Unter diesen Umständen haben Venizelvs und Conduttotis durch Bildung der Provisorischen Regierung ttskiett, ; kaum mehr als sich selbst zu regieren. Daraus ergibt sich, daß ttne etwaige Verpflanzung des Kabinetts VenizeloS von Kanea nach : Athen mir eine künstliche Lösung sein und der Machtverteilung des Landes nicht entsprechen würde. Eine solche Lösung ist auch den dinglichen Interessen des Vierverbandes auf denr Balkan nicht dienlich, vielmehr recht gefährlich, da sie künstlich und widersinnig wäre. Der einzige gangbare Weg ist die Bildung eines Kabinetts das alle Garantien absoluter Neutralität geben würde gestern von einem deutschen Tauchboot und einem,^eopc l i n angegttffen wurde, sich jetzt aber außer Gefahr befindet Bardö, 5. Okt. (WTB.) Der Dampfer der Norden fjeldske Dampfschiffahrtsgesellschaft „Kong Magnus der auf der Fahrt nach Archangelsk war, kehrte hierher zurück und landete die aus' 79 Mann bestehenden Besatzungen von einem torpedierten russischen und einem tor pe vierten englischen Dampfer. „Kong Magnu entging der Torpedierung unter der Bedingung, daß er die Mannschaften nach Norwegen bttnge. Kopenhagen, 5. Okt. (WTB. Nichtanrckich.) „National- tfden-de" meldet aus Kttstiania: Ein Mann der Besatzung des von einem deutschen U-Bioot versenkten Bergener Dampfers „Lail" bettchtet über die Versenkung von 13 «iglischen Vorpostenschiffen folgendermaßen: Das U-Bovt liatte unser Boot in Schlepptau genommen. „We are gout men" sagte sein Kontmandcmt zu uns Während bann die Versenkung von 13 englischen Vorpostenschiffen vor sich ging, umkreiste das U-Bvot die Flottille ununterbrochen in voller Fahrt, damit kein Schiff entwische. Ms auch rv-ir an Bord des letzten Vorpostenschiffes gekommen waren und insgesamt 111. Mann auf Deck standen, hielt der Kommandant des U-Bootes eine kurze Ansprache an uns. Er bedauerte, daß er gezwungen sei, die Fahrzeuge zu versenken. Aber Krieg sei Krieg. Er wolle jedoch alles tun, daß kein Menschenleben verloren gehe. Die Nacht hindurch blieben wir an Deck des Schiffes, morgens wurden wir von einem norwegischen Trandampfer aufgenontmen. Die Leute vom U-Boot erzählten, daß sie drei Wochen nicht aus den Klttdern gekommen stten, jetzt würden sie nach einein deutschen Hafen fahren und zehn Tage Urlaub erhalten, worauf sie eine neue Fahrt an- treten würden. Das U-Boot war außerordentlich erfolgreich. Kurz vor der Torpedierung des ,L-eil" wurde ein dänischer Dampfey versenkt, am Tage zuvor acht englische Vorpvstenschiffe. So hatte das U-Boot im ganzen in drei Tagen 22 Fahrzeuge zum Sinken gebracht. Bern, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin meldet aus Marseille: Ein heftiger Sturm wütete gestern im Mittelmeer, besonders im Golf von Lion. Die englischen Dampfer „Bronwen" und „Charteriwe" und das norwegische Frachtboot „Rallus" sind bei Dragonern (Balearen) gesttandet. Ein großer Teil der Besatzung ist ge rettet. 12 Mattosen sind ertrunken. Die Geretteten sind au dem spanischen Dampfer „Reh Imme" in Marseille ein- getrofsen. Bern, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet aus Lissabon: Vergangenen Montag wurden 15 beschlag nahmte deutsche Schiffe der englischen Regierung mietweise übergeben. D r o n t h e i m, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer nut I arl" (1070 Br.-R.-T.) ist am vergangenen Freitag an der Murm an lüste versenkt worden. Eine Expedition gelst zur Abholung der Mannschaft ab. Larbik. 5. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Auf der Reise von Skren nach Archangelsks ist der Dampfer „N e s i o r", wahrscheinlich am 1. Oktober, durch ein deutsches Unterseeboot an der Murman- küste versenkt worden. Das Schiff war für 1 800 000 Kronen kttegsversichert. Vads ö, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich., Eist deutsches Unter seeboot kam heute früh mit 20 Mann der Besatzung des Dampfers ,Mrink" aus Tönsberg an, der gestern abend 50 Seemeilen von V^ld)ö im Eismeer versenkt worden ist. Ter Dampfer war mit Holz von Onega nach Hüll bestimmt gewesen. Das Unterseeboot blieb über ttne Stunde im Hafen. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 4. Okt. (WTB. Nichtamtlich) Amt ixer.-er Heevesbetticht. Alu der Euphratfront versuchten am 29. September die bei Nassitteh lagernden Engländer unter dem tSchutz der Artillerie gegen den Stamm Elaziredj nördlich des genannten Ortes vorzugehen, wurden aber dank des Widerstandes .ttwerer Truppen zurückgewiesen. Einer unserer k .Kampfflieger brmhte am 24. September ein englisches Flugzeug an der Fella- hr-esront Mm Absturz. An der Kaukasussront wutt>en starke feindliche Erkun dungskräfte, die sich zu nähern suchten, zurückgewiesen. An den Äderen Frvnttttlen nur Patrouillen gesuchte. K'ttn bedeutendes - Ereignis auf den anderen Fronten. — Nach weiteren Nachrichten brachten unsere tapferen Truppen in -dem Kümpfe, der sich am 1. Oktober nördlich von Amuzaceo an der D obrudschafront entwickelte, und mit einer Niederlage des Mm Angriff vorgeyan ,genes Feindes endete, dem gänzlich zurückgetttebenen Gegner be- :deutende .Verluste btt und vernichteten eines sttner Bataillone, .wobei ,ie die Uebettebenden, zwtt Offiziere und 100 Soldaten' gefangen nahmen. Englischer MannschastSmangel. Rotterdam, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nienve Rotterdamfche Courant" ettähtt ans London, daß eine Regierlmgs- kommisnon m enter gestern nachmittag veröffentlichten Denkschrift mit geteilt hat, datz dringender Bedan an neuen Mannschaften für die Armee und die Mnnitionsfabttken bestehe. Es wird die Einschränkung der Beftttungen vom Militär auf das alleräußettte und eme gleichmäßige Durchführung des Eftatzes von diensttauglichen! Märmern rn den Fabriken gefordett. Fm Augenblick bettägt die Zahl der zertwttlig befrttten Leute 400 000, so daß es möglich ist daraus den vorläufigen Bedatt an Mannschaften für Armee und ^^^Lberstelluttg rasch yn decken. Gleich werden zunächst 200 000 Mann benöttat. * . ^ (AM. Nichtamtlich.) „Nienwe Rot- ttrdami che Coitrant" meldet aus London, daß der Cbtt des btttischen Generalstabes, Robertson, gestern in ttner Vettammlung in ^erklärt habe: ^.os Ende ist noch nicht gäkoinmen Wir nrussen darauf geE sein, für ttne Zeitpettodc, deren Länge sich noch nicht äbsehen läßt, in dem Kttege fottzufahren. Karnpf bis CSriWCO Wßr haben die allqrmeine ^veyrpllicht m der Theotte angenommen, wir müssen jetzt das Prin- zrp rn die Maxis umsetzen. Wir haben schon viel getan und ich glaube, daß wtr noch mehr tun können. Wir haben jetzt mehr Mannschaften notig Wir brauchen jeden Mann, der entbehrt werden rann; es ist Aufgabe der Regierung, danach zu handeln. ver Seekrieg. Der Tauchbsottrieg. Kopenhagen, 4. Ott. (Zf.) Die Nachmittag-Mitter brnrgen an herNortretentxr SieNe Mitteilungen aus London. nach denen die englische Regierünq aewissen neutralen Regierungen eine Note übernnttelt hat die darrn gipfelt, daß den Tauchbooten in neutralen Gewässern und !-afen künfttg aller Schutz des Völkerrechts entzogen werden solle. * S^^^Erdam, 5. Oft. (WTB., In Maasluis ist ein Aerjcht erngetrsffen, dap d« englische Dampfer „Seru la" Amerika. Rotterdam, 5. Oktober. lWTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant- meldet aus London: Nach nnem telegraphischen Bericht aus den Vereinigten Staaten ist die offizielle Aussöhnung zwischen R o o s e v e l t und Taft gestern abend im Union Loague-Club besiegelt worden. China. London, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Centtal News" meldet aus Hongkong: Sunyatsen sbeltte sich an die Spitze der Bewegung, die ans die Mldnng einer südlichen Republik rnit den Provinzen Duenan, Kweitochous, S^etochwan, .Kwangsi und Kwangtung in Fvanzösisch-Jndo- chrna abzielt. Um dem Reiche. Berlin, p. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Hauptaus^ fchuß des Reichstages brach gegen 5 'Uhr die verttaulich,en Verhandlungen über die Auswärtige Politik ab und vettagte die Wttberbcratung aus Freitag. Von der Regierung sprachen nochi die Staatssekretäre von iJagow und Tr. Helfferich, der bcchettsche Gttanibte Graf Lerchenfeld und Unterftaatssekrttär Ztmmermann, von den Fraktionen die Redner der Fortschrittlichen VolkspMch, der Sozialdemokratie und der Nationalliberalen. Berlin, 5. Okt. (WTB.) Die für Brotgetreide bisher gewähttte Druschprämie von 20 Mark für die Tonne giltnur noch für Lieferungen bis zum 10. Oktober 1916 ein- schMßlich. Für Lieferungen nach diesem Tage bis einschließlich 15. Novernber 1916 wird noch eine Druschprämie von 12 Mark für die Tonne gewährt. Ob für Lieferungen nach dem 15. November auch noch eine Drnschprämie gezahlt wrrd, steht noch nicht fest. In keinem Falle wird sie aber in Höhe von Y2 Mark für die Tonne festgesetzt. Es liegt daher im Interesse der Landwirte, die Abliesernng des Brot- getteides zu beschleunigen und möglichst viel bis zunt 15. November abzuliesern. Berlin, 5. Okt. (WTB.) Mit Genehmigung des beooll- mächltigten Rttchskanzlers wird von der Kttegsgesellschaft für Obstkonserven und Marmeladen, m. b. H., Berlin, Köchsttaße 6, bestimmt, daß Dörrobst bis aus wttteves von den Dörranstalten nicht abgesetzt toerden darf. Betriebe, die sich mit der Herstellung von Dörrobst befassen, haben der .Kriegsgesellschaft binnen acht Tagen ihre Vorräte und ferner allwöchentlich die von ihnen neu hergestellten Mengen an Törrgemüse anzuzttglen. Danzig, 5. Okt. (MTB. Nichtamtlich.)'Ten Blättern zu- folge nt gestern der Vorsitzende des Westpreußischen Provinzral- ausichuises, .Kammerherr und Oberburggraf im Königreich.Preu- ien, Mitglied des Herrenhauses Graf Kvnrad Finck von Fincken- sbttn im Alter von 57 Jahren auf seinem Stammsitz Schönberg gestorbeu. Essen, 5. Okt. (WTB5 Das vorläufige Ergebnis der Berchinungen aus die fünfte Kriegsanleihe btt der hiesigen Reichsbank beträgt 158 Millionen Mark. München, 5 Okt. lWTB.) Ter Präsident der bäuerischen Kammer, der Abgeordneten, Gcheimrat Dr. v. Orter er ist heute nachmittag 5 Uhr in der Chirurgischen Klinik verschieden ™■■¥ tn ±}® avt ' 5 - m - (WTB. Nichtamtlich.) Auf ein Gltickwunschschreiben, das der Vorsitzende des Landesverbandes der Presse Württembergs und Hohen- zollerns an das Königspaar gerichtet hat, ist aus dem Kabinett des Königs ein Schreiben an den Vorsitzenden gelangt, in dem mitgeteilt wird, daß der Mnig bei diesem Anlaß in dankbarer Anerkennung der vielfachen Dienste die die'Presse und das Schrifttum in den 25 Fahren einer Regierung>geleistet, und ihrer wertvollen Mtarbttt ait der fortschrertenden Entwicklung des Lanbss gedenke ist morgen von U) bis \ 2 % Uhr geöffnetl Aus Stadt und Land. Gießen, 6. Oktober 1916. Unsere Abfallverwertung und ihre Organisation. Englands emsiges Bemühen, uns lvirtschaftlich abzuschließen, wuß notwendigerwttie unsere Aufmerksamkeit anspornen, mit ver- doppelttm Eifer aus die Suche zu gehen, die dringend benöttgtett Rohstoffe, Oele,^ Fette, Futtermittel aus dem Fnlande zu ersetzen. Ein Gebiet, das diese Bedürfnisse in weitestem^ Maße beftiedigew kann, sind unsere Abfälle. Trotzdem sind seine Millionenwerte noch in keiner irgend merkbaren Wttfe ersaßt worden. Um' welche Werte es sich dabei handelt, mögen einige Zeilen andeuten, Fn Barmen ist kürzlich eine Organisatton zur Verwertung der Abfälle gegründet worden, die bereits im ersten Monat 86 000 Kilogramm .KüchenabfMe, 2500 Kilogramm Knock>en, 25 000 Kilogramm Papier, 44 000 Kilogramm Eisenschrot, 33 000 Weinflaschen, 20 000 Konservenbüchsen, kleine Mengen Korken, Stanivl, ^dink, Mer, Aluminium, Gummi usw. gesammelt hat Für dieses Sammelgut wurden 17 000 Mark gelöst, die für Zwecke der Kriegswohlfahrt verwendet werden konnten. Und die Freiwillige Kriegslstlft Hannover-Linden, die seit Kriegsbeginn in vorbildlicheo Werse eine derartige Abfallsammlung eingerichtet hat, ist in der Lage,^ durch diese Sammlung täglich 13—15 000 Personen zu unterstützen. Es hat nicht an Versuchen gefthilt, diese in den Kehricht- Ermern sich verbergenden Wette nutzbar zu machen. Auftufe sind «erlassen, Sammlungen begonneir, immer wieder neue Sammel- stellen eingerichtet worden. Dennoch der Erfolg blieb ttotz allen guten Willens hinter den Erwattungeti wttt zurück. Der Ettrag weder im richtigen Verhältnis zu dem Aufwand an Arbttt rmd Kosten, noch wurde das Sammelgut auch nur annähernd vollständig erfaßt. Tie „Zeitschrift für Abfall- Verwertung" (Nr. 17 vom 5. September 1916) sieht die Ursache ''tteses Mißlingens in der Zersplitterung der Kräfte, die für jebe eine besondere Organisation schaffen wollte. Die lZeitschrrft schlägt vor, für jede Stadt ttne Stelle zu schaffen, cne dre gesamte Sa mmeltätigkeit übernimmt und nach den lokalen Eigentümlichkeiten dürchsührt. Der gesamte Abfall aus den Haushaltungen müsse regelmäßig von bestimmten Sammlern abgeholt und zu den Lagerstellen gebracht werden. Dadurch werde es. möglich, auch die kleinsten Mengen zu erfaßen, die jetzt verloren gehen. Das Sammelgut kommt früher zur Verwertung, che Haushalttngen werden wicht überlaufen, und der Sammel- eiftr wird stets neu angeregt. Beständen solche Organisationen überall, dann werde sich mit Lttchtigkeit und ohne Zeitverlnst jede neue Anregung in Bezug auf neue Arten vvn Sammelgut in die Praxis nmwtzen raffen. Für die Gesamtorganisation ber Abfall- sammlungen schlägt die „Zeitschrift für. Abfallverwertung" eine Zentralstelle vor, die anregend und beratend zu wirken! hätte. Hier wären die Erfahrungen und Erfolge der einzelnem Städte zusammenzutragen, zu sichten und zu verarbeiten, hier waren neue Wege für die ^Abfallverwertung durckf Versuche zu prsifen und zu erschließen, ihrer den lokalen Sammlungsstellen! alles erforderliche. Material als Unterlage für ihre Einrichtungen zur Verfügung zu halten. , 2'vtzt httßt es. die gewonnenen Erfahrungeti auszunutzen. Wir stehen wie zwei Ringer gegenttnander, England und wir, jeder Muskel gtttrant. jeder Nerv gespannt. Eines jeden Augen suchen mfrig, eine Blöße des GeMers zu erspähen. Militättsch kann uns England nicht niederzwrngen, das hat es wohl ttngesehen. Mut wirtfchastlich.em Gebiet aber scheint ein Augenblick zu naben, da England infolge der uuerwattet schlechten Welternte und des Fracht- rgummangels tu Bedrängnis kommen wird. Gelingt es uns ietzt, ans diesem' Kampfplatz England zu überholen, so haben wir eine jrmtere Sicherheit auf den Endsieg in der Hand. Deshalb scheinen die Anregungen der „Ztttschrift für Abfallverwertung" besonderer Beobachtung wert. Unsere LDfallvertvertung und die mit ihr gegebene Erschließung neuer ,Oirellen für Fette und Futtermittel können uns ganz >ungeahnte Dienste teilten. Eine Aufgabe der Stunde MUß es sttn, jetzt alle Hände zu rühren irnf) die Abfallverwertung in ioirklich ftuckstb ringende, alle Wette cmsnutzende Bahnen zu bringen. * ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großher- z o g hat gestern mittag um 1 Uhr den Kaiserlich u. .Königlich Oesterrttcbil-ch-Unaarischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister, Herrn Grasen Nemes von Hidv^g tzur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens im Jagdschloß Wolfsgatten in besonderer Andienz empfangen. — Der Großherzog hat am 4. Oktober den Lehramtsassttsor Ludwig S ch m a n d t aus H a u s e n , Kreis Gießen, zum Oberlehrer an der Oberrealschute zu Worms, den Lehramtsassessor Edmund Wolf aus Zahlbach zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Benshttm, dm Lehramtsasftssor Dr. Johann Kämmerer aus Mainz zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey — sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober 1916 ab ernannt ** Personalnachrichten der Ober-Po st direkte o n in Darmstadt. Verliehen: wurden das Hessische Allgememe Elfrenzeichen mit der Inschrift „Für Kriegsverdienste" am Knegsbande dem Feldwebelleutnant, Obertelegraphenassistent Re itz aus Gießen. Aus Anlaß des Schttdens aus dem Dienste: das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Gwß- mütigen dem Postsekretär Völzing in Groß-Bieberau Odenw.), das Preußische Verdienstkreuz in Silber dem Postagenten Konrad Lvtahl in Kailbach (Odenw.) und das Hess. Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" dem Oberbriefttäger Andreas Kl ein kauf in Osthosttr (Rheinhessen) Ferner der Charakter als Rechnungsrat dem Ober-Postsekretär Peters in Mainz: der Charakter als Postsekrttär den Ober- Postasslltenten Krell in Benshttm, Bierbach und Kvlb in Darmstadt und Hepp in Offenbach lMain); der Titel „Ober- Po, tasslstcnt" dem Poftassistent Martin in.Tarmstadt und der Titel ,Ober-Telegraphenassistent" dem Tetegraphenassistent Rothbrust in Mainz. Etatsmäßig angestellt wurden: Tic Postassi,tenten Reitz in Bingen ^Rhttn) und Lange in Rüsselsheim (Hessen). Versetzt wurden: Ober-Postpraktikant Geist von Darmstadt nach Guben, unter .Ueberttagimg einer Postiiispektorstelte, der Ober-Postsekretär Aug Schmidt von Witteiiberg (Bez. Halle) nach Bad-Nauheim, Pvstsekretär Nockerl von Michelstadt nach Mainz, Ober-Postassistent Weinberger von Offenbach (Main) nach Mugm (Rhein), Ober-Tetegraphen- assisteiit H e ß von Darm,ladt nach Gießen, die Postassistenten G r e u l i ch von Troisdorf ,nach 'Bingen (Rheinb H ö f l e r von Bingen (Rhiin> nach Tvoisdoft und Peter Müller von e ligen l^t (Hessen^ nach Dortmund, die Telegraphengchilfiii Barbara Fischer, non Oberhausen (Rhld.» nach Darmstadt. Uebertragen wurde: ttne Bureaubeamtenstelle 1. Kl. btt der Ober-Pvstdirtttion dem Ober-Postsekretär Wieder in Bad-Nauheim und ttne Post- verwaltetttelle dem Ober-Postassistenten R. Mayer aus Bingen (Rhein) in Groß-Bieberau (Odenwald). Angenommen wurde: als Postagentin: Frau Minna Kaiser Ww. in Engelrvd. Freite i l l i g a u s g e s ch i e d e n sind: Tie Telegrapl>engehilfinnen M N1 ch in T>armstadt, S ch r ö d e I geb. Krttner in Mainz und Gr ünewal d in Worms. In denRuhestand getreten sind: Postdirektor Schäfer in Gießen, die Postsckretäre Fasig in Mainz und Völzing in Groß-Bieberau !Odenwald) Ge- 'torben ist: Postagent S'chaaf in Engelrod. Vor dem! Feinde gefallen sind Lezitnant d. Res Postreferendav Fischer aus Gießen und Feldwebelleutnant OberPvstassistent Kranse aus Worms. ** Dem Viztteldwebel und Offizier- Aspiranten Ad. F r s ch e r ans Gießen, Alicestraße, ini Stabe Landwehr-Fuß-Art.-Regts.-Kdos. Nr. 8 ist zu dem Eisernen Kreuz für hervorragende Tätigkeit vor dein Feinde die Heff. Tapfer k e l t s m e d a i l l e verliefen tvorden. ^ ** Stadttheater. Ms dem Stadttheaterbureau wird 1 ms witgeteilt: Tie Proben, die für die Eröffnung der neuen Spielzeit mn 10. Oktober in vollem Gairge sind, haben bett erfreulichen Bewei erbrad't, daß es der Bühnearleitung trotz aller Schwierigkeiten gelungen ist, ein gutes Personal zusammenzustellen, das sicherlich die Gunst des Publikums finden wird. Von neuen Mitgliedern, die in der Erö ssnun gsvorstellung (Lessnrgs Nathan der Meise) Mitwirken, seien genannt: Herr Max Wessolowski (Nathan), der neue Etwraktcrdarsteller, früher an den Stadttheatern Essen, Nürnberg und Aachen tätig, sowie Herr Adolf Fa tke n, der jugendliche Held und Liebhaber (Tempelherr), vordem am Würzburger und vergangenen Winter am neuen Wilnaer Stadttheater verpflichtet. Tie Rolle des Terwischs ist Herrn A. Werthmann anvertraut wor-^ den. der sich bereits im Sommer am Nauheimer Kurlhcater bewährt hat Bon neuen Tamen seinen erwähnt: Fräulein Luise Delosea vom Wiesbadener Residenztheater (Taja), Fräulein Batly Sch e i d - ler vom Dresdener Residenztheater (Recha> und Fräulein /lda Mahr vom Eisenacher Stadttheater, die die Sittah spielen wird. Tie Spielleitung liegt in den Händen von Herrn Wilhelm Helmut h, der ja vom vergangenen Jahre her bestens bekannt ist und der auch die' Rolle des Klosterbruders innehat. Bon vorjährigen Mitgliedern wirken in der Eröffnungsvorstellung außerdem die Herren T heilin g und Goll mit. ** Beschlagnahme von Kelterobst. Die Beschlagnahme des Wirtschaftsobstes und damit auch des Kelterobstes durch die Stellvertretenden Generalkommandos ist noch nicht aufgehoben. Mitteilungen darüber besagen, daß die Konservenfabriken, die für .Heereslieserungen arbeiten, ihren Bedarf an Aepfeln bei weitem noch nicht decken konnten. Die Keltereien und Aepfelweinwirte warten ungeduldig auf die Freigabe der Kelterung, da die meisten von ihnen schon längst ihren Bedarf an Kelterobst sich gesichert haben, aber infolge des Verbotes noch nicht beziehen «tonnten. In diesem Verfahren, das natürlich strafbar ist, iliegt auch ein großer Nachteil, indem die betreffenden i Konservenfabriken nicht gelingend Aepfel bekommen, infolgedessen die Beschlagnahme im gleichen Verhältnis bestehen bleiben dürfte, als Aepfel aus diese Weise zurückgehalten werden. Die Landesobststelle in Darmstadt ersucht die betreffenden Kelterer, Wirte usw., diesem Umstande Rechnung zu tragen und zeitraubende telephonische Anfragen zu unterlassen. ** 200 Gramm Fleisch. Tie Höchstmenge von Fleisch üind Fleischwaren, die wöchentlich auf die Fleischkarte entnommen werden darf, wird bis auf weiteres auf 200 Gramm Schlachtvieh-- fleisck mit eingewachsenen Knochen festgesetzt. Auf jede Fleisch marke ' Anteil 40. und 41. Wochen können entnommen werden: entweder 20 Gramm Schlachtviehslersch mit eingewachsenen Knochen, oder 16 Gramm Schlachtviehfleisch ohne Knochen, -Schinken, Dauerwurst, Zunge, Speck, Röhfett, oder 40 Gramm Wildbrett, Frischwurst, Eingeweide, Fleischkonserven einschließlich des Dosengewichts. Siehe Bekanntmachung. ** T e r Kaninchen- und Geflügelzuchtverein der Eisenbahnbedunsteten für Gießen und Umgegend hielt am 1 Oktober seine 1. Lokal aus stellun g auf der „Schönen .Aussicht" ab. Welches Interesse man der Kaninchen- und über -Haupt der Kleintierzucht in unserer jetzigen Zeit und zwar mir vollem Recht entgegenbringt, dafür zeugte der Massenbesuch aus Stadt und vom Lande am Sonntag nachmittag. Das Vorurteil aegen Kaninchenfleisch hat der harte Lehrmeister, Krieg, beseitigt. Das Ziel: „Kaninchenfleisch nruß Volksnahrung werden" ist durch !den blutigen Krieg wenn nach nicht ganz erreicht, so doch um ein gutes Stück Wegs näher gekommen. Gar manche Familie zieht sich 'mit geringen Mitteln im Lause des Jahres bis zu mehreren Zentnern des werttwllsten und schmackhaftesten Fleisches. Steht todj Kaninchenfleisch nach den Feststellungen unserer Nahrungs- mittelch.'miker in ber Mitte zwischen bestem Ochsen- und Geflügelfleisch. Vertreten waren auf der Ausstellung fast sämtliche Rassen von den schweren Belgischen Riesen, Französischen Widdern und Teutschm Riesenschecken bis herunter zu den kleinen niedlichen Herme! mkawinchen. Dazwischen sah man Silberkaninchen in den verschiedensten Färbungen und Schattierungen, desgleichen bunte Holländer und Japaner sowie blütenweiße, langhaarige Angora kaninchen Bon GeflügÄ waren nur Hühner und Tauben vorhanden zwar in beschrankter Zahl, aber namentlich bei den Tauben vow hervorragender Qualität. Am Samstag nachmittag fand bereits die Prämiierung der Tiere statt. Ms Preisrichter waren tätig: für Kaninchen, Herr Ebert, Gdnhausen und für Geflügel Herr R ü b sa men, Gießen. Bei der Prämiierung gingen als Sieger hervor: Feuer st ein - Gießen i Russenkaninchen), Stotz -Klein- Linden ^Deutsch. R.-Sch.h Sim merma che r- Gießen (Franz. Widder', Krug-Gießen «Belg. M..), Neurath-Gießen (Weiße Riesen), Höbel (Hermelin), Sehrt (HermÄin) Ei ff-Stein bera (Schwarzloh), L o tz - Mein-Linden (rebhuhnfarb. Italiener) S rv m i d t - Gießen (Mäusertanben), Christ-Gießen (Eistauben), Hübel-Gießen (Pelzwaren). Außerdem wurden noch zahlreiche Ehrenpreise, 1., 2., 3. Preise und lob. Anerkennungen vergeben. Am Sonntag nachmittag besichtigte Ober-Reg.-Rat Dr. Weber als Vertreter der Könrgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M die Ausstellung. Er überwies der Aussdellungskasse zur Prämiierung einen Beitrag von 100 Mark. ** Die ausländischen und die im Ausland be kindlichen inländischen und ausländischen Wert o a p i e r e sind gemäß der Bundesratsverordnung vym 23. August de Js. bei der Reichsbänk anzumelden, und zwar nach dem Besitzstände des 30, September 1016. Es sei nochmals darauf hin gewiesen, daß die gute Durchführung dieser Bestandsaufnahme im Interesse einer wirkasmen Valuta- und Handelspolitik für die Reichsregierung überaus wichtig ist, daß aber eine Benutzung der Anmeldungen für Steuerzwecke -nicht in Frage kommt. Sämtliche Zweigniederlassungen der Reichsbänk, in Berlin das Kontor der Reickwhauptbank für Wertpapiere (am Hausvogteiplatz Nr. 14> geben die zur Llnmeldung nötigen Formulare, von denen je ein besonderer Bogen für die Wertpapiere jedes Landes verwendet werden muß> ah Und sind gern bereit, in Zweifelfällen die Anmelder durch persönliche Beratung zu unterstützen. Es darf noch daraus verwiesen werden, daß mit Geldstrafe bis zu 1500 M. oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft wird, wer vorsätzlich seinen Verpflichtungen zur Anmeldung der fraglichen Wertpapiere nicht öder nicht innerhalb der vor geschriebenen Frist nachkommt, und ferner wer bei der Anmeldung oder bei einer von' der Anmeldestelle geforderten Auskunft wissentlich unvollständige oder unrichtige Angaben macht. ** Sammelt Briefmarken. Zu den Gegenständen die sehr viel verwendet, nach Gebrauch aber meist als wertlos weggeworfen werden, gehören die Briefmarken. Diese können jedoch zu gemeinnützigen Zwecken noch gute Verwendung finden Der Alice-Frauenverein hat die Sammlung und Verwertung derselben übernommen. Es sollen daher alle gebrauchten Briefmarken inländische (deutsche), aber besonders auch ausländische, sorgsam gesammelt und den Sammelstellen des Alice-Frauenvereins zugeführt «werden. Das gleiche gilt von Postsachen und sogenannten Ganz- I fachen. Sicherlich werden in vielen Haushaltungen noch alte Briefe lmit Marken aufbewahrt. Diese werden von den Sammelstellen ; ebenfalls dankbar angenommen. Auch Briefmarkensammlungen, die früherer Zeit noch ausbewahrt werden, sind sehr.willkommen «Stellen, bei denen größerer Briefverkehr stattsindet, wie Aemter Banken, Großgeschäfte und dergleichen, würden den Alice-Frauen- verem zu Dank verpflichten., wenn sie anorduen, daß die eingelaufenen Postwertzeichen gesammelt und den Sammelstellen zuge- führt werden. Dabei ist es nicht erwünscht, die Marken etwa ab- m •/ n ' am besten werden sie ausgeschnitten oder mit den Brusumichlägen abgeliesert. Eine getrennte Sammlung der in- handtichen und ausländischen Postwertzeichen würde die Bermendung der,elben sehr erleichtern. Das Gr. .Kreisamt Gießen, Zimmer 5 .nimmt dre gesammelten Briefmarken zur Weiterbeförderung cnU gegen. u.*cn ^ e .[ f i f cfee £ a ja r e 11 j e i t u ii g Nr. 29. Der In- «halt ist: Ergebnis des vierten Preisausschreibens: Erfahrungen des Krieges, von Jäger Ludwig Faß: Die AngesteWenversiMrnng im Kriege, von Dr. M. O.: Vom Kongreß für .KriegsbesMdigten- fürsorge in Köln; Der Nutzen des Lazarett-Unterrichts: Führungen durch Wald und Feld; Lazarett-Beratung: Vom deutschen Geiste; Rätsel-Ecke. Die G i e.ß e n e r B e i l a gr enthält ein Gedicht: Der Erntekranz; Die kleinen und die großen Leiden; Kriegsteilnehmer und Krankenrente: Erst .Heilung — dann Arbeit; Die Tüchtigkeit des Bulgarenvolkes; Arbeitsmarkt: Verwundetennnterricht Beschaffung v o n G e b r a u ch s v i e h. Der erste Ankauf von GebrauchSvieh - trächtige und nichttrachtige Kühe und Rinder — durch die Landwirtschaftskammer ist für die Käufer zufriedenstellend ausgefallen und es sollen daher wettere derartige Ankäufe gentacht werden. Die Preise und sonstigen Bedingungen sind durch die Landwirtschaftskammer-Ausschüsse zu erfahren. Von diesen werden auch für die nächsten Wochen noch weitere Bestellungen entgegengenommen. ** W i n te r b o t e n. Eine Kette Hohlgänse, wohl über hundert ^tück, flog gestern nachmittag in beträchtlicher Höhe über unsere Gegend nach dem fernen Süden. Ob mit ihrer frühen Abwanderung auch ein früher Winter zu erwarten ist, läßt sich wohl kaum erraten. ** Vom Lande. Dlnrch das niederschlagsreiche Herbstwetter sind die H e r b st b e st e l l n n g e n um Wochen verspätet. War man sonst um diese Zeit mit der Kartoffelernte fertig, so steckt man jetzt noch mitten drin. Die Kornsaat ist gleichfalls verspätet, läßt sich aber jetzt, da der Boden trocken geworden, gut bewerkstelligen. Das Verarbeiten des Obstes macht auch nicht geringe Arbeit. Dazu kommt nun noch das Einbringen der 'Hackgewächse. An Arbeit für junge und alte Hände fehlt es in diesem Herbste nicht. ** Die Süß stofskarten können von heute ab beiden Brotmarkenbezirkeu unter Vorlage der Brotausweiskarte während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen werden. Mit dem 11. Okt. verliert der Abschnitt I seine Gültigkeit. ** Das he!utige 'Kreisblatt Nr. 123 enthält Bekanntmachungen über den Verkehr mit Leim, Aendecung der Anordnung für das Verfahren vor dem ReichSsichiedsgerich-t fürr Kriegsbedarf, Einfuhr von Malnüssen Und Haselnüssen, Absatz von Erzeugwissen der Kartoffeltrocknerei und Kärtoffelstärkesabn- Vasion, Regelung des >jBranntweinvcrkehrs, mit .Saccharin gesüßte «Waren, Einfuhr «von Gemüse und Obst, Beschlagnahme süßte Waren, Einfuhr von Gemüse und Obst, Beschlagnahme,, Bestandserhebung und Enteignung von Bierglasdeckeln und Brer- krugdeckeln aus Zinn und freiwillige Ablieferung anderer Zinn- gegenstände, Schlachtverbote, dRusterung und Aushebung. Landkreis Gießen. fc# Beuern, 4. Oft. Der Spar- und Vorschußoerein I beteiligt sich an der 5. Kriegsanleihe mit 50000 M a rk, gegenüber 30000 Mark beider 4. Kriegsanleihe. Die Gemeinde zeichnete diesmal wie auch bei der 4. Kriegsanleihe 2000 Mark. — Durch .KriegSsparkarten wurden durch die Schüler 4 0 7 Mark für die Kriegsanleihe aufgebracht. Dahingegen betrug die Sammlung durch die Schule für die 4. Kriegsanleihe 2500 Mark. . ** Langsdorf, 5. Oft. Die Zeichnungen auf die fünft Kriegsanleihe betrugen beim hiesigen Vorschub- und Kredit verein 200 000 Mark. K. Lumda, 6. Okt. Ms die 5. Kr ie g s a nlei h e wurden von 57 Schülern der hiesigen Volksschule 1700 Mark gezeichnet. Ter Landwehrmann Karl Schneider erlitt am 14. September in den Kämpfen an der Somme den Heldentod. Mit ihm fordert^ lder Weltkrieg in unserer Gemeint daS 7. Opfer und einer armen kranken Witwe ihren zweiten Sohn. R. Reinhardshain, 6. Oft. Di: hiesige einklassige Volks schule zeichnete auf die 5. Kriegsanleihe 1500 Mark. Kreis Büdingen. F. C. © ö b t n g e n , 5. Oft. Da die Aepfelernte int hie siqen Kreise derart vorgeschritten ist, daß der Verderb der Fall äpsel zu befürchten ist, werden die serther beschlagnahmten Falläpfel vom heistigen 5. Okt. ab für die Deräusterung an die Verbraucher im Kr-ise von der Beschlagnahnte sreigegeben. 4- Ortenborg, 5. Oft. Äutnanfd. R. Heinrich Hebbel von hier, in Friedenszeit Psarraffistent in Msselsheim, wurde bei den schweren Kämpfen im Osten an Kops und Armen durch Granat splitter verwimdet und befindet sich zurzeit in einem Heimatlazarett. Leutnant Hebbel steht seit Beginn des Krieges im Feld, war bereits schon , einmal, allerdings leicht, verwundet und erhielt vor kurzem das Eiserne Kreuz erster Masse. — Der vergangene Sonntag und Montab stand auch in unserem Städtchen im Zeichen des Opfertags für nufere tapfere Marine, junge Mädchen gingen mit Sammellisten von HauS zu Haus und boten die verschiedensten Abzeichen an, überall wurden freundlich ausgenommen, so daß der Vorstand unserer kleinen Ortsgruppe des Flottenvereins 318 Mk. als Ergebnis abliesern konnte, gewiß für unsere nicht ganz 1000 Seelen zählende Gemeinde einffchöner Erfolg, — Tie Rechnung der hiesigen Bezi rks spa rBas s e schloß für das Jahx 1915 ab mit einer Ein nähme von 2 465 221,50 Mark und mit einer Ausgabe von 2 292 976,65 Mark, bte Höhe der Einlagen betrug 746 633,82 Mark, an Unterstützungen und Geschenken wurden für Wohltätig keitszwecke 920 Mark, für die Industrieschulen des Kreises und Bezirkes 1380 Mark verausgabt, der Bestand der Einleger betrug 2232 gegen 2313 Mark in 1914, für die fünfte Kriegsanleihe wur den bereits über 120 000 Mark gezeichnet, dieselbe Summe wurde bei der Vorschuß- und Kreditkasse gezeichnet. Kreis AlsseW. — Alsfeld, 6. Oft. Der Kommunalverband Alsfeld hat der Stadt Stuttgart bis zum 17. Oktober 63 000 Zentner Kar toffeln zu liefern. Wenn die angeiorderten Mengen nicht freiwillig geliefert werden, tritt Enteignung ein. Kreis Lauterbach. N. Lauterbach, 5. Okt. Die Jungviehweide der Landwirtschaftskammer bei Lauterbach hat gestern ihren dies jährigen Weidebetrieb eingestellt. Die Tiere kontmen wieder in die Hände der Besitzer. Es waren 22 Fohlen und 78 Rinder auf getrieben, die infolge des sebr reichlichen Futters in diesent Jahre einen sehr befriedigenden Nährzusland gehabt haben. Außer der Weide konnte noch reichliches Dorrfntter über den eigetttlichen Be darf eingebracht werden. Kreis Schotten. # Nieder-Seemen, 5. Okt. Am 8. September starb im Westen der Mnskerier Heinrich Schultheis. Sichenhausen, 5. Okt. Vom 23. September bis 18. Oktober sind 14 Kiitder aus Offenbach kostenfrei bei hiesigen Einwohnern untergebracht. — Zur 5. Kriegsanleihe wurden hier 5890 Mk. gezeichnet. # U l r t cf) ft e t n , 5. Okt. Die hiesige Spar- und Leihkasse zeichnete 200 000 Dtk. zur 5. Kriegsanleihe. Kreis Friedderg. *• Friedberg, 6. Okt. Zur 5. ^Kriegsanleihe wurden 3 548 600 Mk. gezeichnet gegen 4 009 900 Mk. bei der letzten Anleihe, oa. Friedberg. 6. Okt. Dem Stabsarzt Dr. W a ld e ck aus Groß-Karben, beim hiesigen Reservelazarett, wlirde das Militär- Sanitälsfreuz, dem Sanitätsieldwebel Offen bacher at,s Hausen bei Butzbach, dent Sanilätsunteroisizier Groß und dem Snnitäts- gefreiten Schier, sämtlich im hiesigen Reserelazarett tätig, wurde das Kriegs-Ehrenzetchett verliehen. ** Bad-Nauhe«m, 6. Okt. Zur 4. Kriegsanleihe wurden 697 700 Mk. gezeichnet. Die 5. blieb mit 660 200 Mk. nicht weit dahinter zurück. '* Butzbach, 6. Okt. Aus die 5. Kriegsanleihe 3 821200 Mk. gezeichnet gegen 3 968 600 Mk. bei der 4. anleihe. F. 0. Butzbach, 5. Okt. Es wurde angeordnet, daß die H e r b st f e r i e u um acht Tage verlängert werden und der Wteder- beginn der Schule hier am 16 . Oktober stattsindet, damit die Schüler bei der Kartoffel- und Hackfrüchte-Erttte helfen können, sowie beim Einsammeln von Bucheckern. Starkenburg und Rheinhessen. — Mainz, 5, Okt. Dem Ztlge der Zeit folgten die hiesigen Gastwirte, irtdem sie unter Himveis ans die allgemeine Preissteigerung der Weine den Mindestpreis für ein Glas Wein auf 4 0 Pfennig erhöhten. wurden Kriegs- Hessen Nassau. ra. Rodheim a. d. Bieber, 5. Okt. Lehrer Höhn, welcher auf eine fast 40jährige erfolgreiche Tätigkeit in hiesiger Gemeinde zurückblickt, wurde zum Hauptlehrer ernattnt. — Frankfurt a. M., 5. Okt. Ein großartiges Ergebnis brachte die Zeichnung auf die fünfte Kriegsanleihe bei der siebenten Kompagnie desLandsturm-Jnsanterie-Ersatz- b a t a i l l o n s. Es wurden rmtd 560 000 Mk. gezeichnet. Die höchste Einzelzeichntntg betrug 100 000 Rtk. — Bad Homburg v. d. H., 5. Okt. Mit sofortiger Wirkung wurde im Obertannuskreis die Beschlagnahme der Z w e t s ch e n und Pflaumen an fgehoben. X Hanau, 5. Okt. Der seit etwa 8 Tagen an per Hanauer Mcinbahn als Hilfsschassner beschäftigte 66 Jahre alte frühere Bahnwärter Georg Jfsland von hier begleitete gestern abend den nach Langenselbold fahrenden Personenzug. Auf der Haltestelle Neu- Hof öeugte er sich ans der Tür des Packwagens heraus, als die Lokomotive zum Weiterfahren anzog. Durch den Ruck schlug die Rolltür des Wagens zu und zerquetschte Jffland den Kopf. Ter Tod trat auf der Stelle ein. Fc. Wiesbadens. Okt. Im nahen Frauenstein wurde der Musketier Wilhelm Gunkel am 30. April 1915 als gefallen gemeldet und zwar am 31. Oktober 1914 bei dem Kampf in d«r Argonnen. Im Standesamte in Frauen stein wurde der .Tod des Gunkel beurkundet. Jetzt traf von dem lotgcmeldeten Gunkel an seine Angehörigen eine Feldposttarte aus Spaßka in Rußland, wo er sich in Kriegsgefangenschaft befindet, ein, in der er mitteilt, S«f r » ^ gesund und munter ist und sich wundert, daß er auf 20 Postkarten die er geschrieben, keinerlei Nachricht erhalten h.rüe. ke. W i e s b a d e n , 5. Okt. Der Obermaschinistenmaat Karl Htort, Inhaber des Eisernen Kreilzes 1. und 2. Klaffe und der Hanseatischeit Verdienstmedaille, ist nach füttsjähriger Dienstzeit bei dem letzten Lustattgriff ans Loitdon den Heldeittod fürs Vaterland gestorben. An der Kronnngsseier in Lottdott, bei der bekattittlich ein Zeppelin anwesend war. nahm er bereits teil. = 6obctt a. T., 5. Okt. Bei Kanalisationsarbeiten wurden rn der Nähe des 'Frankfurter Hoses bemerkenswerte Funde an Steinbeilen ans der neolithischen und Gefäßrestc aus der Hallstatt-Periode gemacht. ul. Limburg, 5. Okt. Bei der Reick)sbank und ihren Vermittlungsstellen wurden 4,8 Millionen gezeichnet gegen 4,25 Mil- lionen bei der vorigen Kriegsanleihe. Das Ergebnis bei den öffent- uchen Banken ist folgendes: Nassauische Landesbank 1 Million (bei der vorigen Kriegsanleihe 1,33 Million', .Kreissparkasse IV» Mtllwn (blieb sich gleicht, Vorschußverein 600 000 Mark -795 000 Mark). Die Zeichnungen bei den Privatbanken sind überaus günstig und kommen den Ergebnissen der 3. Kriegsanleihe gleich. — D^as Ehrenmal der Stadt Limburg, der sog. „Stock in Eisen", wird am 15. Oktober geschlossen. ES soll vorläufig im neuen Rathause aufgestellt werden. Die Nagelungen, die im November v. IS. begonnen wurden, brachten der KriegSsürsorge nah^u 12 000 Mark ein. d. St. Goarshausen, 5. Okt. Unweit von hier liegt ein mit Steinen beladenes Motorlasffchfft 'der Firma Kloß in Trechtingshausen. Das Schiss ist gesunken. Nunmehr fft ein großer Taucherschacht der kgl. pveuß. Rheinsttombanverwaltung durch den p-egieningsdampfer „Preußen" hierher geschleppt worden. Der Taucherschacht wird die Steine entfernen und bei der Dichtung des Lecks Dienste leisten. Man hofft dann das Fahrzeug heben zu können. vermischtes. Kopenhagen, 5. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) An der Südküste von Laaland, südöstlich Roadby, ist gestern ein Boot, ge- zeichnet ,Aegir" angetrieben, in dem sich die Reichen voit zwei rtlsüschen Soldaten bekattden, die, wie angeitomnten wird, aus dem Gefangenenlager bei Fehmarn geflüchtet und auf der Fahrt übe» die Ostsee vor Hunger und Kälte umgekommen sind. Handel. Die neue französische Anleihe. London, 5. Okt. (WTB. Nichtanttlich. Die B a n k v o n England und die B a n k von Irland fordern zu Zeichnungen aus die neue sünfprozentige fraitzösische Rentenanleih, zum Kurse von 883* Prozent aus. letzte Nachrichten. Ein großer Cunard-Dampser versenkt. London, 6. Okt. (Nichtamtlich.) Meldung des Ren» terschen Bureaus: Es wird amtlich bekannt gegeben, daß der von der Regierung erworbene EunardDampferRan- c u n i a <18 500 Tonnen) gestern von einem feindlichen Unterseebootversenkt worden ist. Der Dampfer hatte zurzeit keine Truppen an Bord. Zwölf Aiann der Besatzung werden vermißt, dreihundertzwei sind gerettet. Der Kampf um den Donauübergang. Budapest, 6. Oktober. Der Berichterstatter das „Pester Lloyd" meldet: Wie ich bisher fest stellen konnte, haben nid# weniger als 5 rumänische Regimenter auf dem rechten Tonauuser Fuß gefaßt. Die Monitore gingen unter Artillerie- feuer und ausgestreuten Minen gegen die von den Rumänen gebaute Brücke vor. Sie zerstörten die Brücke und richteten danw auf die Landbatterien ihr Feuer. Keins unserer Sdiisse wurde auch nur einen Augenblick kampfunfähig gemacht. Nach dieser erfolge reichen Arbeit der k. ttnd k. Rmnitore konnten die bulgarischen und deutschen Truppen angreifen. Sie verttieben am 3. Oktober die Rumänen restlos, denen durch die Anwesenheit der Monitore ein Brückenschlag unmöglich gemacht worden war. Ter Feind wurde vernichtend geschlagen. Nach Gefarrgenenaussagen und aufgeangenen Depeschen riefen die bedrängten Rumänen, rumänische Monitore zu Hilfe, auf deren.Erscheinen sie sicher rechneten, doch ließen sie die dRonitvre im Stich. Wie Jaures über den Krieg dachte. Bern, 6. Okt. W,ie aus Frankreich gemeldet wird, hat die französische Regierung außerordenttiche Mittel versucht, um sich in den Besitz der lnnterlassenen Papiere von I a ure s zu setzen. Vergebens bot sie der Familie 500000 Francs an und versuchte sogar päter, auf dem Wege der Beschlagnahme die Papiere in ihren Besitz zu bringen. Sie sind indessen in der Schweiz in Sicherheit gebracht worden. Me erinnerlich, hat Clemenceau behauptet, daß die Dokumente geeigiret seien, den glorreichen 4. August 1914 und die SimreSmeinung der französischen Regierung in ein anderes Licht zu rücken. Unter den Papieren ist auch die Abschrift einender letzten Briefe Jaures'. Er ist vom 30. Juli 1914 dosiert und an Vandervelde gerichtet. Es heißt darin: Hier in Frankreich arbeiten wir mit allen Gewaltnsitteln für einen Krieg, der ausgo- jochten werden muß, um ekelhafte Begierden zu befriedigen und weil die Pariser und Londoner Börsen in Petersburg spekuliert haben. Ich nruß mich jetzt an die Franzosen wenden und von/ Versammlung zn Versammlung gehet!, vielleicht muß ich auch zum Generalstreik schreiten, der die Mobilisasion in Frankreich verhindern würde. Auch Sie müssen alle Mittel aufbieten, um den Frieden zu erhallen. = Papier-Bindfaden = in allen Stärken liefert prompt und billigst ) Dem Auge fern, im Herzen ewig nah. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 15. September nach 25 monatiger treuer Pflichterfüllung mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber, herzensguter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Pate > * irv Johannes Roos Unteroffizier im Infanterie-Regiment 116, 3. Kompagnie Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille. In tiefem Schmerz: Eleonore Roos ged. Eisenfeller und Kind nebst allen Angehörigen. Hattenrod, Burkhardsfelden, Essen, Altenvers. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 012412 Die Trauerfeier findet Sonntag, 8. Oktober, nachm. I 1 /* Uhr in Hattenrod statt. Jung und einfach war sein Leben, Treu und fleißig seine Hand, lind so wollt’ er weiter streben, Muß nun rahn in Feindesland. Wie hast du wohl in letzter Stunde Hesehnt dich nach dem Mtornheim, Nun ruhe sanft du lieber, der, 0 braver Sohn, geliebter Lruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Die Todesstunde schlug zu früh, Doch Gott der Herr bestimmte sie. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser einziger, geliebter, guter, braver und hoffnungsvoller Sohn, Bruder und Enkel Wilhelm Stein Musketier im Enfanterie-Regiinent 116, &. Kompagnie im blühenden Alter von noch nicht 20 Jahren in einem Feldlazarett am 17. September den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. 012413 In tiefer Trauer: Wilhelm Stein, Schuhmacher Katharina Stein, geb. Braun Hattenrod, den L Oktober 1916. * Aman Stein, Schwester Anna Byümc Brunn, Grossmutter nebst allen Angehörigen. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 8- ds. Mts, nachm. l‘/a Uhr, in Hattenrod statt. Mittwoch abend 7.7, Uhr verschied ganz sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Adam Heß, Schreinermeister im Alter von 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen, den 6 . Okt. 1916 . “ fenkf Roonatraße 38. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittag 3 1 / 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 7190 Am 30. September starb den Heldentod für das Vaterland unser Mitglied Heinrich Sauer Ersatz-Reservist im Jns.-Regt. Nr. 116 im Alter von 23 Jahren. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 7170 Der Turnverein Londorf. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten mache ichdie traurige Mitteilung, das; mein lieberMann, der treusorgende Vater seiner Kinder Heinrich örüuning nach kurzen; Kranksein im säst vollendeten 40. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Helene Sräuning nebst 6 Nindern. Giehen tBruchstr. 12b den f>. Oktober 1916. Tie Beerdigung, findet SamStag, den 7. Oktober. nachmittags 3 Uhr statt. 012408 . Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer getroffenen Verluste sagt auf- diesem Wege innigen Dank Hrau M. Steller und Uind. Gießen, den 6. Oktober 1916. , 01210 .'! Gestern morgen 9 Uhr entschlics sauft nach längeren Leiden unser geliebter Sohn und Binder Adolf mi Alter von 6 x / 4 Jahren. Dies teilt allen Verwandten und Bekannten tiefbetrübt mit Curt Pfeiffer, Lokomotivführer, nebst Frau und Kindern. Gießen (Hillebrandstr. 14). den 5.Okl. 1916. Die Beerdigung findet Samstag, den 7.Okt., nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Den Heldentod für das Vaterland starben unsere lieben Bundesbrüder Hb*. Otto Lefanartz Y’Izefeldwebel und Offiziers-Äsplpant lrn Inf.-HcK.-ReKt. 204. bei einem Sturmangriff am 22. April im Westen. Postreferendar Hans FIs©lheB i ‘ Leutnant der Rc«. nnd KompaßnlefHhrer im Kea.-Inf.« Rost. 254, an 30. September in einem Feldlazarett. Bn- haber de« Eisernen Kremes I. nnd IE. Klasse nnd der Hessischen Tapferkeltsmedaille. Ferner betrauern wir den Tod unserer lieben alten Herren: August Grooss Eisenbahndirektor a. D. gestorben am 25. Juli in Darmstadt. Dr. Otto Stock gestorben am 3. Oktober in Steinfurt (Kr. Lauterbach). In tiefer Trauer: Die Gießener Burschenschaft Alemannia. '203D Gott der Herr hat meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau Luise Faber geb. Blecker nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen: i. d. N.: Louis Faber. Gießen (West-Anlage 44), den 4. Oktober 1916. Die Beerdigung findet Samstag, den 7. Oktober, nachm. 3 1 / 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. ,7198 Nachruf. Nach kurzer Krankheit verschied am 2. ds. Mts. Fräulein Elisabeths Christmann, welche über 5 Jahre in unserem Hause tätig war. Wir beklagen in dem Verluste, der uns schwer betroffen, eine tüchtige, gewissenhafte Angestellte von seltener Pflichttreue. Der leider so früh Dahingeschiedenen werden wir stets ein ehrenvolles Andenken bewahren. Photographie Gebr. Strauss. Giessen, Bahnhofstr. 64, den 4. Oktober 1916. 7190 Danksagung. Für die innige Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen w|r auf diesem Wege aufrichtigen Dank. Familie Leonhard. MM KckiillkliiilttliWlist Kickt». öi'i E Bon dem am4.d.MtS-erfolgten unseres Mitgliedes 'asW« tfVpKwä** und Kameraden AcSnm Heß sehen wir die Kameraden ge- ziemend in Kenntnis. (7200D Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8.d. Mts-, nachm. 3VrUhr von der Kapelle des neuen svrieh- hoseS aus stall. Znsammenkunst'/«Stunde vorher am NriedhofSovrtale. Der Vorstand. Gießen, den 5. Oktober 1916. Bahnhofstr. 18. 012388 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben unersetzlichen Sohnes und Bruderö sagt herzliche» Dank 1012471 Familie Hofman«. (Wehen, Grabenstrake 4, den 6. Okt. 1910. Für die liebevollen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Heimgange unseres teuren En - schlafenen sagen wir allen hiermit unscreil aufrichtigsten Dank. Besonderen Dank für die vielen Blumenspenden, sowie dem Eisenbahn-Verein Glichen, Orohen-Linden, den Wagenmeistern und Kollegen vom Bahnhof Giehcn. 012399 Hrau Heinrich ReuHl ww. u. Kfnö nebst allen Angehörigen. Lang-Göns. Giehen. den 3. Oktober 1916. MÄiMI tiefer* In jeemr gow3nsoMe# Ausstattung stilrein u.preiswert SkM Wn ki UMv.'Pntaäcrtl inQiiopHniB Schleier Blasen Ildllul schürzen Cröpe Flore QJfodrhnus Q alomon . 4^f öieijen C, Sthuhlrajio SBratük Milch- Separatoren liefert unter Garantie bet scHÜrsster Entrahmung in nllen Gröhen. 6915 a Schiefcrstein. Maschine uiabrtk, Lich (OberHegew Te1»4 17.