Nr. 232 Der Tletzener Anzetaer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Sietzeve>,samjlienblätter; Kreisblatt für den Kreis Gietzen. vezugspreir: rnonatl. 94 Bi., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pi.: durch die Post Mk. 2.45 oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Verlag.GeschastsstellevI Unfcf^rift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. 166. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Oderheffen Zwillingsrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Such. u.Steindruclerei R.Lange. Schristleitung. Seschäftzstelle ».Druckerei: Schulstr. r. Dienstag. 3. Oktober 1916 Zunahme van Anzeige. '.die Tagesnummer bi. ^uinNachmitlag vorher. Aeilenpreir. f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver- inietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b Platzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrist 90 Ps. Hauvtschviitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land.Vernnschtesu.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. vantoerkehr: Sewerbebank Gießen Neuer Angriff von Marinelustschiffen aus England. (WTB.) Großes Hauptquartier, 2. Oktober. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nupprecht von Bayern. Auf dem Schlachlfelde nördlich der Somme Vicder ein G r o tz k a m v f t a g ! Auf über 20 Kilometer breiter Front zwischen Thicpval und Rancourt brachen die Engländer und Franzosen nach äußerster Steigerung ihres Vor- bereitungsfeuers zum Angriff vor. Vielfach erfuhren sie bereits durch unsere gut geleitete Artillerie blutige Abweisung. Eingedrungcne Abteilungen unterlagen in erbittertem Nahkampf unserer unerschütterlichen Infanterie. Hart nördlich der Somme wurde ein französischer Teilangriff abgeschlagen. Die Schlackt dauerte die Nacht hindurch fort und ist noch in vollem Gange. Südlich der Somme teilweise lebhafter Artilleriekampf. HeeresgruppedesDeutschenKronprinzen. Nördlich von Le Mesnil (Champagne) brachte eine deutsche Erkundungsabtcilung auf einer gelungenen Unternehmung einen Offizier, achtunddrcißig Mann gefangen ein. * Militärische Anlagen von Calais wurden von einem unserer Luftschiffe angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Westlich von Luck nahm die Feuertätigkeit ständig zu. Ansätze zu feindlichen Angriffen erstickten in unserem Sperr feucr. Auch die Versuche der russischen Artillerie, die Infanterie durch ihr auf die eigenen Schützengräben gerichtetes Feuer vorzutreiben, änderten hieran nichts. Bei Wojnin entspannen sich kurze Nahkämpfe. Der von Generalleutnant M e l i o r geführte Gegenstoß führte z.rr Wrcdereroberung der von den Russen am 30. Sep- der genommenen Stellung nördlich der Graberka. Der Feind ließ über fünfzehnhundert Gefangene in unserer Hand. Seine Versuche, uns wieder zurückzuwerfcn, sind ebenso wie seine erneuten Angriffe beiderseits der Bahn Brody— Lemberg gescheitert, wo überzweihundertGefangene eingebracht wurden. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Der Kampf nahm östlich der Z l o t a L i p a um geringe, von den Russen gewonnene Stellungen seinen Fortgang. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Beiderseits der Gr.Koket haben die Rumänen Gelände gewonnen. Bei und nördlich von O rso v a hatten Angriffe unserer Verbündeten Erfolg. Im Hoetzinger (Hat- szeger)-Gcbirge wurden feindliche Angriffe beiderseits des Strell (Sztrigy)-Tales abgeschlagen, die O b o r o c a - H ö h e wurde von österreich isch-ungarischen Trup p e n genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Südlich von B u k a r e ft hoben feindliche Truppen auf dem rechten Donauufcr Futz gefaßt. Südlich von Topraisar wurden Angriffe des Gcg ners abgewiefen. Mazedonische Front. D'e heftigen Kämpfe am K a j m a k c n l a n dauern an. Köstlich des Ta hl nos-Sees werden auf das östliche Strumaufer vorgedrungenc englische Abteilungen angegriffen. Der erste Gencralguartiermeister Ludcndorff. fühver erkoren hat, der unserer Reichs regierung eine dainpsende SchuM h^her Wünsche vorsetzt: Reform des Wahlrechts, Beseitigung von Ungerechtigkeiten, parlamentarisches Regierungssystem. Und dazwischen eingeschaltet, lerse und vorsichtig, aber sehr eindringlich, die Drohung: ^,Nur der Kanzler wird sich halten können, dem beim Friedensschluß eine Parteigruppe zur Seite steht, die mit ihm die Verantwortung für den Frieden teilt und deshalb genötigt ist, ifm auch, weiter zu stützen. Eine solche kann er aber nur gewinnen, wen^ er jetzt offen ausspricht, worauf seine Ab füllten hinauslaufen." Mit anderen Worten, £>m t). -Ochmann Hollweg soll sich ganz der extremen Linken verschreiben, wenn er im Amte bleiben will. ...Es ist nichts Welterschütterudes und auch nichts Staats- gefahrliches an diesen Erörterungen, die wir ja so oft gehört haben Es ist aber schon etwas Verbohrtheit dabei, so steif den alten Steckenpferden sitzen zu bleiben, wenn die Reitbahn einstweilen noch unbrauchbar ist. Der Ritt Wolfgang Heines, wird den Reichskanzler schwerlich „scharf" machen, er wird ihm alles andere denn nützen, denn diese Anbiederungen verstimmen die übrigen Volkskreise, die ohnehin stutzig geworden sind über die Bevorzugung dieser Richtung, der man nicht gerade heiße Wünsche in Bezug auf einen starken, siegreichen Frieden nachsagen kann. 9 CfEf/'ri’r'' 2 - Dkt. (WÄM Amtlich.) In der Nacht zum 2.Oktober haben mehrere Marlneluftschiffe London und ^irdustriean lagen am Hu mb er erfolgreich mit Bomben belegt ^ic Lnft'ckftsfe ttnü fteftißev Beschießung durch Braudgranatcn und Flicger- ?r! , c n 61 n f pirückgelehrt bis auf eins, das nach den Beobachtungen anderer Luftschiffe durch das Feuer der d o n^b g" st ü"r z"tdsnnd geschossen wurde und ü b e r L o n- Der Chef des Admiralstabs der Marine. * * * • Der Nachklang zur Kanzlerrede in bezuq auf seine FS"Acußerung, dem Tüchtigen solle fortan ^nm geschaffen loerden in unserem staats merkwürdig leise, fast schon verstummt ^ die karre Bemerkung beschränkt, solch ein Ausspruch sei nichts als der Ausdruck der Zeit, rinÄ feategunfl des Urteils, daß die Tüchtigen im deutschen «nd NN? N ^ aufopferungsvoll beim harten Tagewerk W»k batffuf haben, auch später an den rechten Zu werden. Widerspruch hat sich gegen diese S Rf Rerchskanz^rs nicht geregt. Da ist es sonder- oar, daß das „Berliner Tageblatt", das das Thema der liebsten und weitläufigsten behan- delt, dmr Kanzler den au gehobenen Finger der Waimuna ^S^Und War ist es^Lerum d?r SoA öemofrat Dolfgang Heme, den das Blatt sich zum Wort- Ein Wunsch der Nationalliberalen mtb Fortschrittler, bei: im Reichstag vorgebracht worden ist, geht dahin, nach dem Vorbilde des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten de- Bundesrats einen ständigen Ausschuß des Reichs- tages für auswärtige Angelegenheiten zu bilden. Dazu äußert r b i r sreikonservative Landtagsabg. Frbr. ns ?J. eu / irc Ö; ® r meint, der Gedanke eines solchen Reichstagsaus,chusses sei nur zu erklärlich, „denn in der Vergangenheit hat der Reichstag, wie Herr von Heydebrand in seiner Frankfurter Rede hervorgehoben hat, mangels aus- reichender Kenntnis des Zusammenhanges der Dinge nur zu oft Akte unserer auswärtigen Politik gebilligt und ge- lobt, die letzt als schwere Fehler erscheinen." Gleichwohl äußert Herr v. Zedlitz eine Reche von Bedenken, die zwar triftig sind, aber der Nützlichkeit, die ein solcher k^ch-n ^Abbruch"^rhältmssen entwickeln könnte. . ständiger Ausschuß des Reichstages würde sich der Natur der nach mit emer passiven Rolle nickü begnügen, fandet eine wrrkiauie Kontrolle über die Führung der ausroärft^u Politik ausuben wollen. Tann aber ist die Besürchtnna nickt abznwersen, dav der Ausschuß auf diese nur zu leicht eine ähnliche whmnide Wirkung- ausüben könnte wie weiland der österrcichischc wftaÄÄ ^schhiwng. Nascher Entschluß ist iSrt« Um,tan den für die Führung der auswärtigen Politik genau so notwend,g wie für die Kriegsführung. ' wirkt ein anderes Bedenken. Ein ständiger .lnsschuß des Reichstages Nir auswärtige Angelegenheiten würde sich m v°l verantwortlicher Weise mü är Fühmna auswärtigen Politik zu befassen haben. Er würde Ahe? die Mitverantwortung dafür übernehmen. Eine solche Mitverant- an sich schon das volle Verantwortungsbewußtscin '^s^^^Drn der auswärtigen Politik. Aber eine solche tSSUrft ? terie /übrt den nach der Verfassung allein MZWärtigen Politik nur zu leicht ^ Zls /Kulisse mr seine eigene Verantwortung zu benutzen mmr, ri K b obcc M"iDer zu entziehen. Daß die Neü Bung sich der Verantwortung in imbcguemen Angelegenheiten zu entziehen auch m unserer Zeit nicht ganz schlt. lassen die Schwie- eö, den parlamentarischen Körperschaften verurlacht, dos Auswärtige Amt zu bewegen, anzuerkennen ist ?W von chm ^sgch?' ^ aut ble Zensur verantwortlich ^ir meinen, bei der gegenwärtigen Sachlage und der heutigen Besetzung unserer höchsten Aemter könnte ein Ausschuß für auswärtige Dinge doch Gutes leisten. Dem Reichskanzler stehen die Waffen seines Geistes und der Ernst seiner verantwortlichen Stellung etwaigen „Anmaßungen" des Partaments gegenüber. Wir sind der Ansicht, daß ein solcher Ausschuß in umso bescheidenerem Maße auftreten würde, ?Eun, es sich zeigt, daß von der Regierung geschickte, ziel- oewußte und konsequente Politik gemacht wird. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien 2. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Oktober 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Im Abschnitt O r s o v a haben unsere Truppen dem Femd einige Höhen entrissen. Westlich von Petroseny nahmen sie den Berg Oboroca in Besitz. Rumänische Gegenangriffe wurden abgeschlagen. An der Großen Kükülö (Kokel) mußten unsere Vortruppen aus Szekely Keresztur zurückgehen. Heeresgruppe des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl In den Karpathen ruht der Kampf. Südöstlich von Brzezany wird um den Besitz einiger Grabenstücke gekämpft Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. An der von Brody nach Zloczow ftihrenden Straße haben deutsche und österreichisch-ungarische Truppen im Gegenangriff alles vorgestern eroberte Gelände zurückerobert, wobei 24 russische Offiziere, 2300 Mann und elf Maschinengewehre eingcbracht wurden. Auch an der Bahn Brody—Lenlberg endeten russische Angriffe für den Geg- ner mtt einem vollen Mißerfolg: er büßte 200 Gefangene ein. In Wolhynien stand gestern die Arm^e des Gene ralobersten von Tersztyansky den ganzen Tag über unter dem schwersten Artilleriefeuer: zeitweilig richtete der Feind seine Geschütze auch gegen seine eigenen Gräben, um seine Infanterie zum Angriff vorzutreiben, was ihm aber nur stellenweise gelang. Diese Einzelangriffe wurden durch Feuei abgewiesen. Heute früh sandte der Gegner starke Kolonner gegen die Stellungen nordöstlich Swiniuchy vor; er wurdi durch Gegenangriff zurückgeworfen. Italienischer Kriegsschauplatz. Kindliche Artillerie entwickelte gegen die küsten- landische Front erne rege Tätigkeit. Besonders öcftia wur> ben unsere Stellungen auf der Karst-Hoch stäche beschossen. ^ biesem Abschnitt hielt bas Feuer auch die Nacht hin- durch an. ^ Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Der Luftschiffangriff auf England. London, 2^ Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Du- reaus. Amtliche Meldung. An dem Luftschiffangriff auf London yaven 1 0 I e p p e l i n e teilgenommen. Zwei versuchten einen An- Ee auf London wurden aber vertrieben. Das niedekgeschossens Luftschiff war em Falwzeug neuester Konstruktion. Kerne Verluste, kein Schaden wurde an gerichtet. Tie anderen acht Zeppeline fuhren ziellos über dre östlichen Grafschaften in Lin c o ln s hi re und» ließen aufs Geradewohl Bomben fallen. Kein Schaden. London, ^.Oktober. (WTB.) Gegen Mitternacht geriet ein Zeppelin m die Lichtkege der Scheinwerfer. Einen AugEick spater stand das Luftichifs m Flammen und fiel langsam! herab. Das brennende Luftschiff beleuchtete die Umgegend auf Meilen. Das Niederstürzen des Zeppelins wurde von Tausenden von Zuschauern mit Jubel begrüßt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- reaus. Bis ztmi Uhr morgens wurden vier Leichen der Besatzung des hier abaeschossenen Zeppelins, darunter die des Kommandanten, gesunden. Sre wmcken unter den Trümmern des Zeppelin hervor- gezogen. Auch eins von den Maschinengewehren wurde gesunden In der letzten Ausgabe der englvchen Wochenschrift „Truth" wird die Erwartung ausgesprochen, M Lord French drastisck^ Maßregeln zur Verbinde-. rung der Wiederholung der verhängnisvollen Jrrtümer ergriffen Klrbe, dre der emem der letzten Luftschrffanariffe auf London tfn bezug auf Straßenbeleuchtung und den Trambalmverkehr begangen worden seren. Ein Luftschiff sei, geleitet durch Straßen- lalernen und die Lichter der Trambahnwagen, die selbst beim! Nledertaueu der Bomben ihre Fahrt fortsetzten, genau der Route erner .Hauptverkehrsader gefolgt. Der bulgarische Bericht. o rf 2.Okt. (WTB.) Bericht des Generalstabes vom 2. Oktober. ^M& e A oni J® e ^ront: Vom Prespa-See bis zur Hölie 1944 rndlrch des Ka i m a kc a la u lebhafte Artillerietätigkeit ohne ^nfanterreu nt erne hmun gen. Infolge des heftigen Feuers der Artillerie auf den Gipfel des Kaimakealan und auf die Höl)e 2368 und um uberflüsiige Verluste zu vermeiden, erhielten unsere Truppen den Befthl, ftch aus die Hauptstellung zurückzuziehen. Im M o g l e n i c a - T a l heftiges beiderseitiges Artillei-l?. feuer. Westlich und östlich des .Wardar schwaches Artilleriesener, Mn Fuße der BelasicaPlanina Pattonillangefechte nahe des Dorfes Porvy, die einen günstigen Ausgang für uns nahmen An der Slrumofronl gelang es feindlichen Bataillonen, die unter dem Schutze eines orkanartigen Feuers vovrückten, die Dörfer Karadschakocj, Jenikoei und Nevolen zu besetzen. Durch Gegenangriff versagten mir den Feind aus den beiden letzgen-ann!- ten Dörfern und Marsen ihn Mieder bis in seine früheren Stellungen zurück. Der Kampf bei Karadschakoej dauert an. An der ägäischen Küste beschoß die feindliche Flotte ohne Erfolg die Höhe nordöstlich des Dorfes Orfano. Rumänische Front: An der Donau bei Rahova (zwischen Rustschuk und Dutrakan) brachte der Feind auf Fahrzeugen mehrere Bataillone auf unser Ufer. Es sind Maßnahmen getroffen worden, den Gegner anzugreifen und ihn zu verjagen. . In der Dobrudscha verlachten zwei russische Divisionen zweimal gegen unsere Truppen auf der Linie Beschaul—Amzatscha —Topraisar vorzugehen, tvurde aber zum Rückzug unter unserem Artillerie- und Jnfanteriefeuer gezwungen. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Ein Fliegerangriff auf Sofia. Sofia, 1. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Luftangriff aus S o f i a hat infolge der guten Abwehrmaßnahmen mit einem voll- st ä in d i g ein Mißerfolg geendet. Sobald das Nahen des Fliegers gemeldet war, wurde die Bevölkerung durch Glockenläuten gewarnt und es stiegen drei Fokker auf. Ein Kampfflugzeug mit dem Feldwebel Wagner auf Fokker flog dem Feinde entgegen irrrd stellte ihn nahe der Stadt, während die Abwehrbatterien durch ununterbrochenes Sperrfeuer den Durchbruch des Feindes nach der Stadt verhinderten. Es entspann sich zwischen Wagner und dem Franzosen ein erbitterter Kampf, welcher mit dem Rückzug des Feindes endete. Wagner verfolgte den Feind bis zum Balkan, wo der Feind infolge zahlloser Treffer in dem Flugzeug, insbesondere auch in dem Benzinbehälter bei dem Dorfe Smoge nieder gehen mußte. Die Besatzung, bestehend aus einem französischen Offizier irrrd einem serbischen Offizier als Begleiter, wurde unverletzt gerangen. Das Flugzeug ist ein französischer Doppeldecker modernster Bauart. Der Franzose zollte der Geschicklichkeit und Kühnheit des deutschen Fliegers die höchste Anerkennung. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 1. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht. Kaukasus-Front: Auf dem rechten Flügel hatte ein überraschender Angriff, den unsere Ausklärungspatrouillen gegen das feindliä^ Lager cmsführten, Erfolg. Auf dem linken Flügel schlugen unsere Aufklärungspa ttouillen überlegene feindliche Streitkräfte, die sich näherten, zurück und erbeuteten eine Anzahl von Waffen und Grabenkampfwerkzeugen. — Kein wichtiges Ereignis von den übrigen Fronten. Unsere an der galirischen Front kämpfenden Truppen schlugen tapfer und nach einem erbitterten Kampfe, der den ganzen 30. September andauerte, einen heftigen Angriff, den die Russen mit frischen, unseren vielmals überlegenen, ganz kürzlich herangeführten Kräften unternommen hatten, ab. Es gelang den Russen anfangs, einmal bei Novo Grobla, das andere Mal nördlich Molhow, in vorspringende Teile unserer Gräben einzudringen, sic wurden aber daraus infolge eines Gegenangriffes unserer Truppen geworfen, die unsere Stellungen vollständig vom Feinde säuberten ihm 80 Gefangene abnahmen. Dieser Angriff war von dem Feinde, der ganz frische Truppen herangeführt hatte, mit wuchtiger Kraft ausgeführt worden. Die Tatsache, daß er so abgeschlagen werden konute, ist von besonderer Wichtigkeit. Der §eekr!eg. Kristia-nia, 2 Okt. (WTB^ Aus Vadsö wird gemeldet: Die norwegischen Dampfer FS innen" (1925 Tonnen) und „R a u m" (1260 Tonnen) wurden von einem deutschen Tauchboot vor der Murmanküste versenkt. Die Besatzungen wurden gelandet. London, 2. Okt. (WTB.) Lloyds meldet aus Fal- mouth: Die englischen Segelschiffe „W i l l i a m George" (151 Tormen) und „Pear l", ferner das norwegische Segelschiff „E m a n u e l" (246 Tonnen) sind versenkt worden. Die Besatzung des „Pearl" wurde gelandet. Der feindliche und der deutsche Heeresbericht. Reuter-Meldungen hatten die Behauptung aufgestellt, der deutsche Heeresbericht sei knapp und dürftig und verschweige einzelne Kampfhandlungen ganz. Dem stellt die „Nordd. Allg. Ztg." folgende interessante und überzeugende Feststellung gegenüber: Die Iampffvont der Engländer beträgt 135 Kilometer, die der Foaivz-osen 530, die der Russen 4400, die deutsche Westfront 700, die Ostfront 1400 .Kilometer, von denen etwa 400 Kilometer den österreichisch-wngarischen Truppen Anfällen. Die deutsche Front ist also 1700 Kilometer lang. Die unseres österreichisch- ungarischen Bundesgenossen hat unter Hinzurechnung der Kampf- fvont gegen Italien eine Ausdehnung von etwa 900 Kilometer. Bei dieser Berechnung lassen -vir die rumänische und die mazedonische Kampffront außer Betracht, weil über ihnen noch der Schleier des Geheimnisses in Bezug auf die Kräfteverteilung iiN Einzelnen liegt. Tie angegebenen Zahlen beziehen sich also nur auf das Kampfgebiet gegen Frankreich, gegen Rußland und gegen Italien. Wie kümmerlich nehmen sich die 135 Kilometer der Engländer gegen die 1700 Kilometer deutsche Frontbreite aus! Auch unser östcrreich-ung arischer Verbündeter, dem man die Kampfkraft so gern absprechcn möchte, übcrtrifft mit seiner 900 Kilometer langen Kampffront selbst die des ftanzösischen Heeres um ein ganz Erhebliches. Wollten wir die deutschen Heeresberichte .nach Reuterschem Wunsch abfassen, so würden täglich für den Heeresbericht ganze Zeitungsseiten beansprucht werden, um jede Gefschtshandlung zu erwähnen. Wie gern täten wir es, wie gern verkündeten wir der Welt, der Heimat und unseren Truppen von jedem der täglichen Heldenkärnpfe unserer Truppen in dem ausgedehnten deutschen Kampfgebiet! Es ist klar, daß es nicht geht. Ter englische Heeresbericht, der nur über eine Fvontbreite von 135 Kilometer zu melden hat, kann es sich gestatten, jeden kleinen Kampf zu erwähnen. Dazu erscheint er auch mehrmals am Tage, der deutsche Heeresbericht aber nur einmal. Was der deutsck-e Heeresbericht kurz zusammenfaßt, das zieht der englische, der französische, der russische Heeresbericht jeder für sich an seiner Stelle in die Breite, und auch der belgisch? holt sich Zuweilen mühsam einen Brocken heraus. Man kan also nicht vertan gen, daß unser Heeresbericht die Einzelheiten der feindlichen bringt. Wer das Wesentliche wissen und sich durch kleine Ereignisse nicht den Blick für die entscheidenden Verhältnisse trüben lassen will, dem empfehlen wir, schon der Zeitersparnis halber, den deutschen Heeresbericht.- Wir wollen die englischen Heeresberichte nicht allgemein als unglaubwürdig hinstelleu: notwendig ist es aber, wenn inan sie nrit dem deutschen Heeresbericht vergleicht, daraus hinzuweiisen, daß sie auch den kleinsten Erfolg verzeichnen. Denn das erfordert angeblich ihre Genauigkeit. Gckk/t der Erfolg wieder verloren, oder wird ein entsprechender kleiner Mißerfolg erlitten, so geht mian darüber hinweg. Entweder, um sich mit suchen .Kleinigkeiten nicht zum zweitenmal zu beschäftigen, oder weil es dann die Großzügigkeit so fordert. llriegsbriefe vom rumänischen Kriegsschauplatz. Telegramm unseres zum rumänischen Kriegsschauplatz entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verböte?-'. ? Die rumänische Niederlage bei Hermannstadt. Deutsches Kriegspressequartter Süd oft, 1. Okt. Die Schlacht bei Hermannstadt hat zur vollständigen .Scnckeruim des Gebietes von den über den Roten-Turnv- .Paß vor 6 Wochen eingedrungenen feindlichen Kräften ge- sührt. Ich war gestern auf dein von uns besetzten Pas; urrd konnte den Ausflug bis jenseits der seitherigen rumänischen Grenze ausdehnen. CÖ sah toll aus auf der Paßstraße, ivo die Rumänen bei regelloser Flucht einen guten Teil ihres Trosses verloren haben. Aus wild verfahrenen, teilweise umgestürzten Wagen quillt neben Kriegsbedarf jeder Art mannigfaltiges, in Siebenbürgen geraubtes Privateigentum hervor. Fortgetriebenes Vieh und Pferde irren in Massen regellos umher. Die Rumänen hatten vor dem Paß bis südlich Hermannstadt in einer Brückenkopfstellung starke Kräfte untergebracht, die sich abwartend verhielten, auch in die von Ungarn geräumte Stadt nicht hinemgiirgen. Sie sahen sich zu Beginn der letzten Woche von deutschen und deutsch-ungarischen Truppen, die ans Westen und Nordwesten vorstießen, scharf angegriffen. Die Rumänen leisteten entschlossenen Widerstand, wurden indessen durch den wuchtigen Anprall unserer StoAruPpen in der Ebene Ortschaft um Ortschaft, in den Bergen Kuppe um Kuppe zurück- gedrückt. Mitte der Woche rückten ungarische Truppenteile, zu deren Gefechtsabschnitt die Stadl gehörte, in diese ein. Ungefähr gleichzeitig sahen sich die Rumänen völlig unerwartet auch in der östlichen Flanke angegriffen. Neue deutsche und ungarische Tr-uppen hatten sich im Tal der Alt znttschen sie und die rumänischen Tritt Pen bei Kronstadt eingeschoben. Noch hielten sie stand, da stellte sich am Donnerstag heraus, daß nunmehr nahezu unerklärlicherweise auch in ihrem Rücken aus den Bergen am Paß deutsche Truppen erschienen und im Begriff standen, die Rückzugsstraße nach Rumänien abzuschneiden. Die Gefahr vollständiger Einkesselung war damit in bedrohlichste Nähe gerückt. Die Rumänische Führung suchte den unaufschiebbaren Rückzug durch energische Vorstöße Kegen Norden zu decken, wo neuerdings heftige Gefechte stattfanden, sah sich aber unaufhaltsam auf den Paß geworfen. Der Rückzug wurde zu wilder Panik. Das fahrbare Material wurde mit geschildertem Ergebnis bei fortwährendem Kampf gegen die durch die Berge vordringenden Deutschen, teilweise auch auf Nebenwegen in Richtung auf Südosten nach Möglichkeit abgebracht. Die Infanterie warf angesichts der Verstopfung der Paßstraße Tornister, Mäntel, Munition, vielfach auch Gewehre weg und sucht nun durch Wälder abseits des Passes über den Gebirgsgrat zu entkommen. Das volle Ergebnis der Schlacht und der Verfolgung ist materiell noch nicht zu übersehen. Die Gefangenen werden in Gruppen verschiedener Stärke ununterbrochen zahlreich eingebracht. Die stärkste Einzelgruppe war bisher ein geschlossenes Bataillon des Bukarester ersten Grenzregiments. Adolf Z i m m e r m a ii n, Kriegsberichterstatter. m% hm OMr. Auswüchse iu den Lichtspielhäusern. Auf die Anfrage Nr. 23 des Reichstagsäbg. Dr. Werner (Gießen) hat Staatssekretär Dr. Helsserich wie folgt geantwortet: Die in der Anfrage von den Darstellungen in den Lichtspielhäusern gegebene Schilderung kann als allgemein zutreffend nicht erachtet werden. Seit Ausbruch des Krieges ist von den zuständigen Behörden darauf gehalten worden, daß die Aufführungen iii_ den Lichtspielhäusern dem Ernste der Zeit und dem vaterländischen Empfinden der Bevölkerung gerecht rvurd-en. Stücke, die hi die gegenwärtige Zeit nicht passen, sind von der Ausführung ausgeschlossen worden. Den dahingehenden Airorduungen der Behörden ist im wesentlick-en auch entsproüjen worden. Wenn dies, was nicht verkannt iverden soll, vereinzelt nicht geschehen ist, so ist der Weg der Beschwerde an die Aufsichtsbehörde gegeben, die bei berechtigten Klagen Abhilfe geschafft hat und schaffen wird. Was die bildlichen Anpreisungen der Lichtspielhäuser anbetrisft, so ist zuzngeben, daß aus diesem Gebiete Mißstände bestehen, denen gegenüber Anordnungen geboten erscheinen.. Solche sind auch, zunächst für Groß-Berlin, getroffen worden. Von den Erfahrungen, die mit den neuen Bestimmungen gemacht werden, tvird es ab- hängen, ob sich diese zur allgemeinen Einführung eignen. Im übrigen steht die Aufsicht sowohl über die Ausführungen in den Lichtspielhäusern, rvie über deren Rellamewesen ausschließlich dein Landeszentralbelwrden und den diesen Nachgeordneten Behörden zu. Der Reichsleitung ist ein unmittelbarer Einfluß hierauf nicht gegeben:. Graf Zeppelin zur Kriegsanleihe. „Ich habe das unbedingte Vertrauen zur Klugheit des deutschen Volkes, daß es jetzt am wenigsten säumen wird, seine Ersparnisse in der vorteilhaften Kriegsanleihe anzulegen, wo es sich darum handelt, dein Heere die Mittel zur Ausfi'lhrnng von den endlichen Sieg bringenden Unternehmungen vollends zu gewähren. Eingedenk, daß ohne Millionen kleinster Quellen kein mächtiger Strom sich bildet, wird kein deutscher Mann und keine deutsche Frau die geringe Mühe scheuen, diese Pflicht zu erfüllen. Wenn ich'an Echterdingen denke, bin ich des Erfolges gewiß. Graf Zeppelin." Frau v. Hindeuburg bei der Kaiserin. Neues Palais, 2. Okt. (WTB.) Zur Mittagstafel bei der Kaiserin war die Gemahlin des Generalfew- mavschalls v. Hindenburg geladen. * Berlin, 2. Okt. (WTB.) Die nächste Sitzung des Reichstages findet nicht, wie ursprünglich beabsichtigt lvar, am 5. -Oktober, sondern erst Mittwoch, denll. Oktober, statt. Berlin, 2. Okt. (WTB.) Die Reichs eierstelle hat mit Genehmigung des Kriegsernährungsamts angeordnet, daß vom 1. Oktober bis zum 21. Oktober an die versor- gungsberechtigten.Verbraucher nicht mehr als zwei Eier abgegeben werden dürfen. Ans Stadt rrssd Land. Gießen, 3. Oktober 1916. Hausschlachtungen. Die seit Beginn des Krieges langsam zunehmende Fleischknappheit bat zu einer immer größeren Beliebtheit der Hausschlachtungen geführt. Familien, die früher niemals geschlachtet hatten, gingen dazu über; in besonders starkem Maße faeden Hausschlactstuitgtfrt im Winter 1915/16 statt. Im Interesse unserer Viehbestände wurden bei Einführung der Reichssleiichkrrrte auch einheitliche Bestimmungen für das ganz« Reich für Haussch lachten gen getroffen. Für die Frage, in -velchem Umfang Haus sch l achtu n gen gestattet werden sollen, waren folgende Erwägungen maßgebend. Ein I nteresse der Allgemeinheit an Hausschlachten gen besteht Er insofern, als durch die Hausschlachtungen uuid die damit verbundene Bevorzugung der Selbstversorger vor den übrigen Fleischverbrainhern ein Anreiz zur Aufzucht imb Haltung einer größeren Anzahl Schweine, als sonst zu er-varten wäre, gegeben wird: es wird also eine verstärkte Sch weine« uszucht und damit eine Vermehrung! der Fleischvorräte ««strebt. Dagegen hat die Allgemeinheit, wenn! nicht gleichzeitig eine Vermehrung der Tierhaltung eintritt, durch- taus kein Interesse daran, drß einzelne sich in bevorzugter Weise mit Fleischvorräten versehen und so die d» Allgemeinheit zur Verfügung stehenden Mengen schmälern. Erfahrungsgemäß läßt sich eine Vermehrung der Schweinehaltung ohne Aufwendung beson.- derer Krastsuttermittel am leichtesten in den Haushaltungen kleiner Leute erreichen, die in der Lage sind, die Schweine für ihren Bedarf im wesentlichen mit den Abfällen ihres Haushaltes selbst aufzuziehen und zu mästen. Aus diesen Gesichtspunkten heran-S ist. in den Bestimniungen über die Regelung des Fleijchverbrauche vorgeschriebe», daß als Selbstversorger nur der auzusel-en ist, der für den eigenen Bedarf Schweine mästet und sie zur Zeit der Schlachtung mindestens sechs Wochen in seiner Wirtschaft gehalten hat. Es genügt also nicht, daß man sich ein Schwein kaust und es einem andern zur Aufzucht und Mästung übergibt (sogenannte „Penfionsfch-veinech, wie dies in zahlrercheu) Fallen gefächen ist. Vielmehr ist erforderlich, daß der Eigentümer das Schwein in seinem eigenesti Haushalt, in dem es zur Fleischverscwgung Verwendung finden soll, hält und mästet, ja es wird sogar verladt, daß eine unmittelbare per sö n- l i chb Betätigung des Eigentümers oder seines .Haushaltsangehörigen bei der Haltung undM ä - ftung d er Schweines erfolgt. Manche .Hoffnung auf ein vergnügtes Schlachtfest wird daher in den Städten cmsgegeben werden urAsseu! . Die Vorteile bei der Haus schla chtung sind folgende: Selbstversorgern wird bei dem ersten Schweine, das sie innerhalb eines jeden Jahres, gerechnet vom 2. Oktober 1916 ab, schlachten, das Schlachtgewicht nur tzur Hälfte und bei jedem weiteren Schwein das Schlachtgeivicht nur zu 3 /s auf die Fleischkarte an gerechnet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Selbstversorger 250 Gramm Fleisch für die Person und Woche fürftich verwenden dürren. Wünschen sie, ioie das wohl meist der Fall sein wird, regelmäßig auch frisches .Fleisch vom Metzger zu beziehen, so erl-alten sie halbe Fleischkarten für jede Person des Haushalts und es werden nur 150 Gramm für die Person und Wache auf die durch Hausschlachttmg gewonnenen Vorräte ange- rechnet: die Vorräte müssen in diesem Falle also länger halten. Wer die Hansschlachtung eines Schweines, Rindes oder Kalbes über 6 Wock-en vorzuuelmien beabsichttgt, hat folgendcr- maßen zu verfahren. Er muß unter Vorlage der Bvotmarrenaus-' weiSkarte einen Anttag nach Formular auf dem städtischen Lebensmittelamt, Ostanlage 39, stellen und dabei unter anderem das tcbent-Kewiä-t des zu schlachtenden Tieres durch einen Wicg- fch.'in Nachweisen, lieber diesen Anttag entscheidet des Kreisamt: ohne dessen schriftlich^ Genehmigung darf die Hausschlachtnng nickt vor genommen werden. Nach cftolgter Schlachtung ist das Schlachtgewicht durch. Wiegschein dem städttschen Lebens- mittclamt zur Vornahme der oben angegebenen Anrechnung auf die Flcischlarten nachzuweisen; etlva bereits zuviel eöhalteng Fleischmarken sind zurückzugeben. Der Zeitpunkt, bis zu dem infolge der Anrecknmng der Fleischvorräte eine Beschränkung bei der Ausgabe der Fl Tischkarten stattzufinden hat, wird dann dem zuständigen Bvöluurrkenbezirk zur Beachtung mitgeteilt. Hans- scklachtungen von Kälbern unter 6 Wochen, Schafen und Hühnern (Halme und .Hennen» sind zwar nicht genelMigungspflichttg, sie müssen aber binnen 48 Stunden dem städttschen Lebensmittelamt zur Anrechnung aus die ,Fleischkarte an (gezeigt werden. Das 'Schlachtgewicht ist durch einen Wiegesch-ein nackHuweisen: bei Hühnern nnrd ein Tuwchschnittsgelvicht von 409 Gramm, bei jungen Hähnen bis zu }/% Jahr ein Durchs chnitts ge wicht von 200 Gramm angenommen. sehnliche Vorteile wie bei den HaUsschlachttmgen sind mit der Ausübung der <5 b verbunden. Selbstversorger, die Fleisch von Rot-, DaM-, Schwarz- öder Rehwild (Wildbretdur ck Ausübung der Jagd gewinnen und- int eigenen Haushalt vemonden, haben binnen 48 Stunden dem Städtischen Lebensmittelamt das Gewicht des Wildbrets abzüglich der Decke oder Sch.varte anz.uzeig>cn und die entsprechende Anzahl Fleischmarken ftbzuliesern. Jede Fleischmarke wird hierber ständig mit 5 0 Gramm gerechnet. Anders ist dies jedoch, wenn ein Jäger Wildbret an nicht zu seinem Haushalt gehörige Personen entgeltlich oder unentgeltlich abgibt. Er mUß z'rvar auch Fleischmarkcn abnehinen und binnaiz 48 Standern an ,das Städtische Lebens- nttttelamt einsendni, die Fleischmarken gelten aber nicht schlecht-- hin 50 Gramm, sondern für ihren Wert sind die von dem Ober- bürguaneisler über die H lchst verbrauchsmenge Und die Anrechnung von Wildbret uns die Fleischnurrßen für die laufende Woche jeweils getroffenen Bestinrmungen maßgebend. Die Marken werden mit anderen Werten in gleicher Weise angerechnet wie bei dem Kaufe von Wildbret bei denr Wildbrethändler. Für die laufende Wock>e haben die Fleischmarken nach der bereits erschienenen Bekamrttnachimg für Wildbret einen Wert v on 30 Gramm. Prinzessin-Elisabeth GedächtniS-Spende. Bei der diesjährigen Verteilung der Zinwn der Vrinzessin-Elisa- betli-Gedächtnis-Spende haben die Meinkindcrschnlen zu Alsbach, Br«rkhardtsfelden, Bunbach, Framersheim Heuchelheim, Homberg a. d. Ohm, Pfeddersheim, Reiskirchen, Rödgen bei Gießen und Stockstadr a. Rh. Zicwendungen erhalten. — Gesuche um eine Beihilfe ans der Pl-inzesfiu-Elisaheth-Gedächtnis-Spende sind jeweils bis spätestens 15. August rm die Großherzogliche Kabinetts- Direktion in Darmstadt zu richten. ** Auszeich n u n g c n. Dein hiesigen Kausmonn Jakob Hei l b r o n n e r, der bei dein 14. Ponnnerschen Res.-Jnsant.-- Regt. st ehr, wurde vor versammelter Mannschaft von dem Divi- ft'oiis-KoiNluaiideclrdas Ei lerne Kreuz persönlich ailgeheitet. — Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde dem Vizefeldwebel G l a t t h a a r von hier verliehen. Glatthaar trat als Lkriegs- feeiivilliger ein und mar bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Tavierkeitsmedaille ausgezeichnet. - Dem Schreinermeister Karl Schäfer, z. Zt. Uuieroffizier im Inf.-Regt. 334, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen, nachdem er im Herbste d«s vorigen Jahres die TapierkeitZmedaille erhalten batte. ** (£ i n Nachtrag zu der Bekannt m! a ck u n g betreffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Garne (Spinn- >un d Webverbvt) (Na. W. II. 1700/2. 16. K. R. A. und IV. II. 5700/4.16. K. R. A.) tritt am 1.10.1916 in Kraft. Durch den Nachtrag wird den Reibereien, Spinne reim, Webeveim nsw. di« ihnen bisher gewährte fTrmächttgung entzogen, , die bei ihnen, »anfallenden F ä de n als P n tz b a n m w o l l e für deir BÄ»arij Uwes eigenen Betriebes M verwenden. Sämttiche Fäden sollet vielmehr künftig der Aktimgesellschast zur Verwcrttmg von Stoffe abfällen, Berlin W. t Bellevuestr. 12a, zu fließen: jedoch wird den Händlern das Samineln der Fäden gestattet. Erst Mengen von 2000 kg an sind der Aktimgesälschaft zirr Bettvertnng von Stoff- abfälleic airzubieten. Außerdem ist die den Baumwollspinnereien bis auf Widerruf erteilt gewesen« Erlaubnis. Bcrmn^ wollabfälle ohne Beleg schein oder Fwcigabeschein ans'Vorrat zu verspinnen, widerrufen worden. Ter Wortlaut des Nachtrags ist in heutiger Nummer be3 Gießen er Anzeigers abge- »drtuckt und arn Bür-epmeiftereigebände dahier einzüsehen. ** K r i e g S f li ck st u b e. Seit einer Reihe von Jahren kommen während des Winters an einem Abend der Woche die bedi'iritigen Frauen der verschiedenen Gemeinden unserer Stadt zusammen. um ihre schadhaften Sachen unter Aufsicht und Hilfe einiger Damerc auszubessern. Es werden ihnen dazu die Flicken gestellt. Diese segensreiche Arbeit luitö in diesem Jahre sehr erschwert durch die Knappheit und die hohen Preise der Stoffe. Daher ergeht an die Hausfrauen die Bitte, mit dem Entbehrlichen aus dem Vorrat der gebrauchten Wäsche und Kleidliugsstücke, besonders bunter Bettlväsche, die Flickabende zu unterstützen. Sachen nimmt in Empfang Fresi Professor Gisevius, Schriftführerin des Fracienvereins der Matthällsgeineinde. ** R i ch t p r e i s e für S a u e r k r a u t. Demnächst werden die von der Kriegsgesellschaft für Sauerkraut zu Berlin festgesetzten Richtpreise für Sauerkraut amtlich veröffentlicht werden. Der Richtpreis lür Sauerkrallt beim Absatz au. den Verbraucher einschließlich handelsüblicher Verpackung ist lnerlrach aus 16 Pfennig für das Pfund festgesetzt. Die tteberschreitung der Richtpreise wird gemäß § 5 der Bundesratsverordnung vom 23. Jllli 1915 strafrechtlich verfolgt. " D e r Z a h l k a r t e >l v e r k e h r v o in F e l d e ist auf die mit Genehmigung der zuständigen Militärbehörden iin Kriegs«ebiets von Deutschen einaeriehtetHn Marketender- und sonstigen Wirtschaiks- betriebe einschließlich der Feldbuchhaildluugen ausgedehnt worden. Zur schnelleren Abwickelung von Zahlungen empfiehlt sich für die Postscheckkunden, bei Lieferungen an diese Betriebe ihren Sendungen Zahlkarten beizufügen, auf denen die Kontonummer, der Name und MchmE te BaWcheckkvnLen. sonne der Name deS Postscheckamts ftnL. ** Abgabe von Süßstoff (Saccharin). Oberbürgermeisterei und Kreisamt machen davauf aufmerksam, daß in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober d. Js. gegen den Liefernngs - Abschnitt I der Süßstöffkarten „H" (blau) und „6" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben wird. Ausnahmsweise gelangen zwei Briefchen bezw. zwei Schachteln auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 11. Oktober verliert der Abschnitt I seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süß- stoffmengen der ersten Zuteilung dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werden. ** Zinsscheine der Kriegsanleihen. Es wrrd darauf hingewiesen, daß die Zins scheine aller Reichsanleihen also fauch der Kriegsanleihen, vom 21. des dem Fälligkeitstage vorhergehenden Monats ab nicht nur bei allen Postanstalten — einschließlich der Postagenturen — sondern auch von den hessischen Staatskassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zinsscheine ist damit den Besitzern der Kriegsanleihe außerordentlich leicht gernacht. Dies wird hoffentlich recht vielen, und vor allem auch der Landbevölkerung, den Entsächuß zum Zeichnen der Kriegsanleihe erleichtern. ** WeHen Umlegung des BahngeleiseS im Zuge der Frankfurter Straße wird die Frankfurter Straße von derLielng- straße bis zur Wilhelmstrabe am 4., 5. und 6. l. Mts., jeweils von abends 8 1 /, bis morgens 6 Uhr, für Fuhrwerksverkehr jeglicher Art gesperrt. ** Diejenigen Fahr radbereifun gen, die bis zum 1. Oktober einschließlich nicht freiwillig abgeliefert worden sind, müssen bis spätestens 15. Oktober bei dem Oberbürgermeister^ der Stadt Gießen nach bestimmten Vordruck angemeldet werden. Siehe Bekanntmachung. Landkreis Gießen. ii. Heuchelheim, 3. Oft. Als jüngste Opfer unserer Gemeinde fielen auf dem Felde der Ehre die Musketiere Willi H e n t e l m a n n und L. H o f m a n n. Das gleiche Los traf den von hier gebürtigen, zuletzt als Flurschütz im Dienste der Stadt Gießen stehenden Landsturmmann H o f m a n n. # Lang-Göns, 3. Oft. Ein gewaltiges Trauergefolge gab vorgestern dem so plötzlich Ums Leben gekommenen Bahn-» schilosser Heinrich Reu hl das Geleite zum Friedhof. Der Verstorbene wollte in der Nacht vom Sonntag zum Montag aus einem haltenden Zuge aussteigeu, blieb mir dem Rocke an der lAbteiltür hängen, stürzte und schlug mit dem Kopf aut das Trittbrett, wobei er sich einen Schädelbruch zuzog. Ohne die Besinnung wieder zu erlangen, ist der Verunglückte am Mittwoch früh verstorben. Die 'Beerdigung legte Zeugnis ab, wie großer Beliebtheit der erst 34 Jahre alte verheiratete Beamte sich tm Kreise seiner Kollegen, aber auch unter der Bevölkerung unseres Orts und unter den Bewohnern .Holtheims, wo Reuhl geboren wurde, erfreute. Ms Leidtragende waren am Grabe erschienen der Eisenbahnerverein Gießen mit seiner Fahne, der Eisenbahneroerein Großen-Linden. Pfarrer Bechtolsheimer-Gießen hielt die Trauerrede. Außerdem sprachen Wer Wittenvorsteher Helfri ch - Gießen, Wagen meist er Müller- Gießen und der Vorsitzende der Eisen- bahner Vereinigung Großen-Linden. Alle Redner legten auf dem Grabe Kränze nieder. * N o n n e n r o t h, 30. Sept. Landsturmmann Wilhelm B o ck I. (nicht, wie es in Nr. 227 unseres Blattes hieß, Beck I.), Jus.-Rgt. 221, der seit dem 15. Juni als vermißt gemeldet wurde, hat jetzt seiner Familie mitgeteilt, daß er sich in russischer Gefangen- schast befindet. Kreis Büdingen. # Büdingen, 3. Oft. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Heinrich Schön. # Dauernh eim, 3. Oft. An einem Schlaganfalle verstarb nachts ganz plötzlich der Mühlenbesitzer Schleicher ssu. Die Leiche wurde im Krematorium in Offenbach eingeäschert. ** Nidda, 3. Oktober Der Opfertag für die deutsche Flotte hat hier $iu einem hocherfveulichen Ergebnis geführt. Nach dem vor''mögen Abschluß sind durch die Sanrmlung etwa 1050 Mark an Opfcrspcnden ein gegangen, wovon 960 Mark auf die Stadt Nidda, der Rest aus die Nachbarorte Kohden und Bad-Salzbausen entfällt. Auch die Gesellschaft für Errichtung deutscher Kausnurnns-Erholiurgsheime hat eine Gabe von 50 Mark gespendet. Die Sammlung war durch die hiesige Ortsgruppe und einen von diesem gebildeten Ortsausschuß gleichmäßig vorbereitet worden. \ Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 3. Oft. Um die reiche Bucheckernernte) in den Wäldern zu bergen, urüßten eigentlich besondere Maßnah-- men getroffen werden: sonst liegt die Gefahr nahe, daß der größte Teil dieser Ernte trotz aller Aufrufe ungenützt zugrunde geht. Die Forstverwaltungen werden wohl kaum überall in der Lage sein, diese Erntearbeit selbst ausführen zu lassen. Es dürste daher das Vorgehen im Kreise Groß-Gerau empfehlenswert sein, woselbst die mit Frü ästen reich behängenen Buchen zum Zweck der Ernte öffentlich meistbietend versteigert werden. Wird geerntet, so werden große Tücher um die Bäume ausgebreitet, und die s 2tefte dann sorgsam mit langen Stangen abgeklopft. Dadurch hat man doch wenigstens die sichere Gewähr, daß diese an Oel so ergiebigen Früchte 'der Volksernährnng zugute kommen. rr. U e tz h a u s e n , 3. Oft. Die Angehörigen des seit längeren Wochen vermißten Musketiers Heinrich Wahl vom Jnf.-Regt. 129 haben nunmehr durch Vermittlung vom Roten Kreuz, Zweigvereiu Gießen, die erfreuliche Nachricht erhalten, daß ihr Sohn lebe und in russischer Gefangenschaft sich befinde. Kreis Schotten. ^Schotten, 3. Oktto An die Stelle des ails dem Staatsdienste ausgetretenen Oberförsters H o f m a n n (Großh. Oberiörsterei Feldkrücken) kam Oberförster Keil von Ulrichstein. — Der Verein „L e h r e r h e i m V o g e l sb e r g" hat beschlossen, heimatlosen st r i e g e r n bei Urlaub kostenlose Unterkunft und Verpflegung auf dein „Lehrerheim" zu gewähren. Kreis Friedberg. nt. F r i e d b e r g . F a u e r b a ch, 30. Sept. Der Unter- o'Nzier Gq. B o o z bei der Bayerischen Ersatz-Division, Landw.- .ins.-Regt. 81, 3. M.-G.--K., wurde zum Feldwebel befördert. Er ist s. Zt. als Gefreiter ailsgerückt. nt. B a d > N a u h e i „i, 30. Sept. Ter Türkische Halbmond wurde dem Gefreiten Karl Klinkerfuß verliehen, z. Zt. beiin 1. Expeditionskorps, Maschinengewehr-Kompagnie 601. s s Marburg, 2. Oft. Während bereits im vorigen Jahre bei dem Verkauf der städtischen O b st e r n t e der Höchstbetrag von 1927,10 AU. erreicht wurde, stieg in diesem Jahre der Erlös aus 2781,60 Mk. Diese hohe Einnahme kaiu dadurch zustande, daß sich, genau wie bei den Obstverkäufen ails dem Lande, die Kauf- lulttqen bis aufs Höchste gegeuseilig überboten — Der Unterricht au der Landwirtschaftlichen Winterschule, die der Leitung des Direktors Schlicht untersteht, nimmt am 2. Noveniber • seinen Anfang. Starkenburg und Nheinhessen. fß D a r m st a d t, 3. Ott. In 16 Gruppen gingen verflossene Woche 928 ärmere Schulkinder aufs Land, und zwar 371 Knaben und 557 Mädchen. Nach Oberheflen kamen 536, nach Starken- bürg 120 und nach Rheinheffen 272 Kinder. Kreis Wetzlar. ä. Wetzlar, 3. Oft. Für die vergangene Woche standen dem Kreiskommunalverband an Schlachtvieh zur Beringung: 22 Rinder, 24 Schweine und 21 Kälber. Es entfielen auf die Bürgermeistereien Ehringshausen 3 Rinder, 3 Schweine und 3 Kälber, Krofdorf 3 Rinder, 3 Schweine und 2 Kälber, Braunfels 4 Rinder, 3 Schweine imd 3 Kälber, Ulm 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Hohensolms 1 Rind, 1 Schwein und 1 Kalb, Rechten- bach 1 Rind, 2 Schweine und 2 Kälber, Schwalbach 1 Rind, 3 Schweine und 2 Kälber, und Stadt Wetzlar 8 Rinder, 7 Schweine und 6 Kälber. ä. Dornholzhausen, 3. Oft. Der Gardeschütze Anton Braun von hier, ein Sohn des Landwirts und Metzgers Friedrich Brauii, welcher im Westen stand, ist nach Mitteilung eines seiner Kameraden vermißt. ä. Münchholzhausen, 3. Okt. Der Kanonier Gustav B o r n h ä ii s e r im Feld-Artillerie-Regiment Nr. 66, welcher seit Beginn des Krieges im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. d. Aus dem Pr eise Metzlar, 3. Oft. Das Aus- dr eschen der Frucht, das gemäß Anordnung des Vorsitzenden des Kreisausschusses bis zum 1. November beendet sein muß, ist fest in Angriff genommen. Fast in jeder Gemeinde sind die Dreschmaschinen in Tätigkeit, deren Besitzer vielfach vom Heeresdienst s'ür die Dreschzeit befreit sind. Das Druschergebuis wird bei. den fDreschinjaschinen von in den einzelnen Gemeinden angestellten Wiegemeistern.durch Verwiegen festgestellt und in Treschbücher eingetragen. Der Ertrag ist mit Ausschluß des Roggens, dessen Körner infolge Unkrautivuch-ers sich zunt Teil schlecht entwickelt haben, gut. Hessen-Nassau. ][ Kirchhain, 3. Oft. Das städtische Obst brachte in diesem Jahre eine Einnahme von 10 228,80 Mk., gegen 5378,75 Mark im Vorjahre. — Auch in der durch ihren Obstreichtum be- 'tamrten nahen Gemeinde .Bauerbach verdoppelte sich in diesem Jahre der Ertrag aus dem Verkauf des Gemeindeobstes. Dort wurden diesmal 3223 Mk. angenommen. Besonders hohe Preise wurden für feineres Tafelobst bezahlt. — Frankfurt a. M., 3. Oft. Zum Andenken an ihren im Felde gefallenen Sohn stellten Herr und Frau Kommerzienrat Beit von Speyer dem Ortsausschuß inr Kriegsbeschädigten- fürsorge 100 000 Mark zur Verfügung. Von der Summe soll ein Teil zur Förderung des Ersatzgliederbaues Verwendung finden. X. Hanau, 1. Okt. Die Landesfuttermittelgesellschaft m. b. H. in Berlin hat der Laudwirtscbastskammer des Reqierungs- bezirkSK affel für den zweiten Mästungsabschuitt 26 000 Zentner Kraftfutter unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, daß di-e dieser Futtermenge entsprechende Anzahl Schweine bis zum 31. März 1917 in dein vorgeschriebenen Gewichte zur Ablieferung gebracht wird. In dem neuen Vertrage ist eine für den Master besonders vorteilhasie Bestimmung enthalten, nach der jeder Master, so lange er wenigstens ein Schiveiu vertraglich mästet, Futter für die zur eigenen Schlachtung bestimmten Schweine erhält. g, §11 Iba, 1. Okt. Der NeichstagSabgeordnete des Kreises Fulda, Richard Müller, hat für die aus dem Kriege zurückkehrenden Kriegsteilnehmer des Kreises Fulda eine Unterst ü tz u n g s k a s s e gegründet und dieser Kasse den Betrag von 100 000 Mark überwiesen. Die Verwaltung der Gelder ist einem Ausschuß übertragen worden. Besonders berücksichtigt sollen solche Kriegsteilnehmer werden, die keine Renten und Pensionen erhalten. „Gedenket der Geburtrtagrspende fflt’s Rote irreuz"! Aniverfitäts-Nach eichten. — Frankfurt a. M., 3. Okt. Nach kurzem Krankenlager verstarb in Dornholzhnufen der ordentliche Professor an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt Emil D e cke r t. Der Verstorbene hat ein Alter von 68 Jahren erreicht. Als Professor der Geographie hatte er bei seinen Vorlesungen stets einen ungewöhnlich großen Hörerkreis. Professor Deckert galt als einer der besten Kenner Englands und Nordamerikas, über die er auch einige wertvolle Werke schrieb. Frankfurt a. M., 1. Oft. Bei dem Beginn des Winterhalbjahres 1916/17 und dem damit verbundenen Rektoratswechsel am 15. Oktober wird eine Marmorbüste des Mitschöpfers der Universität, des verstorbenen Oberbürgermeisters A d i ck e s, enthüllt. Die lebensgroße Büste ist eine Stiftung vom Konsul Kotzenberg und erhält ihren Platz in der Hauplhalle des Universitätsgebäudes unter dem von Lldickes für die Universität gestifteten Sinnspruch. Sie ist ein Werk des Bildhauers Welz. Hände!. -ft Friedberg, 2. Okt. Die Fürstlich Solms-Braun- s e l s ' s ck) e n Gruben bei Weckesheim und Wölfersheim gingen am 1. Oktober in das Eigentum und den Betrieb der Hessischen Bergbau Verwaltung über. Gleichzeitig trat der bisherige Leiterder Werke, Bergrat Fölling, in hessische Staatsdienste über und übernahm die Direktion der Grube »Ludwigshoffnung". ** Ankauf von Gruben durch Hüttenwerke. Die Gewerkschaft Louise Brauneisenstein, Sitz der Verwaltung in Nieder-Ohmen, Bergwerksdirektor C. Schesfzick. soll an ein Hüttenwerk übergeben. Die Kuxe wurden von dem Bankhause Hilger in Duisburg für 3750 Mk. pro Kux aufgekauft und der Ankauf der Gruben soll durch den Uebergang der Mehrheit der Kuxe gesichert sein. Die Käufer der Brauneisensteingruben Louise, welche sämtlich in Oberhessen liegen und 105 896 043 qm eigenen Besitz umfaßten, über Stollen und Tagebau verfügten, Gleisanlagen nach Nieder-Ohmen und Weickartshain nebst Drahtseilbahn besitzt, soll nach der „Frankfurter Zeitung" die Getnerkschast Charlotten Hütte in Niederschelden sein. Dje Genossenschaft Louise förderte jährlich ca. 78 000 Tonnen Brauneisenstein und beschäftigte durchschnittlich 340 Leute. Briefkasten Ser Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben u«berücksjchtigt.V R. 8). 189! 1. Vorausgesetzt, daß Sie in einem kaufmännischen Betriebe tätig sind, kann in diesem Falle das Dienstverhältnis nur für den Schluß eines Kalendervierteljahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Wochen gekündigt werden. 2. Falls nicht etwa ein Grund zur sofortigen Entlassung vorlag. konnte damals nur Kündigung zum 1. April 1916 erfolgen. Sie haben demnach noch Anspruch auf Gehalt "für 7 Tage. Letzte nad>rid)tcn. Ein Trinkspruch des Kaisers auf Hindertburg. Berlin, 3. Oft. (WTB. Amtlich.) Zur Feier des Geburtstages des Generalseldmarschalls von Hindenburg fand bei dem Kaiser eine Mittagstafel statt, zu der die Militärbevollmächtigten der verbündeten Staaten, der Chef des Admiralstabes und der Abteilungschef des Generalstabes geladen waren. Seine Majestät der Kaiser hielt bei der Tafel folgende Ansprache: „Mein lieber Generalfeldmarschall! Im Namen der gesamten Armee spreche ich Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch zu dem heutigen Tage aus. Durch das Vertrauen Ihres aller- hoch st en Kriegsherrn an die Spitze des General- stabes berufen, sind Sie getragen von dem Vertrauen des deutschen Volkes — und ich darf wohl sagen — aller verbündeten Völker. Möge Gott Ihnen bescheren, den gewaltigen Weltkrieg zum endgültigen Siege zu führen, der unseren verbündeten Völkern die Freiheit bringen soll, für die wir kämpfen. Gott möge Ihren Entschlüssen nahe stehen und uns Ihre Gesundheit erhalten. Ich erhebe mein Glas mit dem Rufe: Seine Exzellenz der Generalfeldmarschall von Hinderst» urg Hurra!" Anläßlich des Geburtstages des Generalfeldmarschalls hat Seine^ Majestät der Kaiser eine Reihe von Ordensauszeichnungen an Offiziere des Gencralstabes verliehen. Der Luftangriff auf London. London, 3. Oft. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Amtlici-e Meldung. Bei den: Luftangriff wurden ein Mann getötet und eine Frau verwundet. Der Schaden ist unbedeutend, obwohl die Angreifer ein aus- gcHehntes Gebiet absuhren und viele Bomben abwarfen. Vier Häuser sind zerstört worden. Bukarest in Flammen. W i e n,-3. Oftober. (Zf.) Nach Mitteilungen eines deutschen Fliegers rn L»osia ist Bukarest in ein Flammenmeer gehüllt. Ganze Stadtteile brennen. (Franks. Ztg.) Die Revolution auf den griechischen Inseln. London, 3.Oft. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Ehronicle" erfährt aus Athen, daß in Mytilene eine große Kundgebung! ftir den Anschluß an die revolutionäre Bewegung stattfand. In einer Volksversammlung wurde beschlossen, die provisorische Regierung zu unterstützen. Hierauf begab sich die Menge nach dem französischen Oluartier, wo Reden gehalten wurden, und schließlich zum englischen Konsulat, wo der Konsul eine Ansprache hielt, nt der er an die alte Freundschaft zwischen England und Griechenland erinnerte und die Hoffnung aussprach, daß nach der siegreichen Beendigung des Krieges die griechischen Aspirationen erfüllt werden möchten. Tie Stadt ist in Erwartung der Anftinst Venizebos' in Festschmuck. Eine Protestnote des Vatikans. Bern, 3.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die italienische Presse veröffentlichte gestern den von der Agenzia Stefani verbreiteten Wortlaut der Protestnote des Vatikans aus Anlaß der Besitznahme des Palazzo Venezia. Die Dienstpflicht in Australien. London, 3. Oft. (WTB. NichtamÜich.) Die „Times" tnef«* bet ans Melburne, daß alle unverheirateten Männer von 21 bis 35 Jahren znm Militärdienst aufgerufen werden. Sie müssen sich in alphabettscher Ordnung zrvischcn dem 2. imb 13. Oktober anmelden. Vom Militärdienst befreit sind nur Söhne von Familien, die bereits die Hälfte ihrer Söhne im Dienst haben, und Söhne hilfsbedürftiger Eltern, die ihre Ettern unterstützen. Der Streit für und gegen die Dienstpflicht wird mit großem Eifer und von fetten der Dienstpslichtanhänger mit großer Erbitterung geführt. Amtlicher Teil. B e t r.: Verteilung von Gerste zur Mästung von Schweinen An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, nachstehende Möglichkeit zum Bezug von Gerste zu Mastzwecken in ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Bevölkerung bttngen zu lassen. Auf Veranlassung des Kriegsernährungsamtes wurde der Landes vertellungsstelle für Futtermittel in Darmstadt ein Posten inländische G e stst e zur Verteilung zu Futterzwecken zur Verfügung gestellt. Diese Gerste soll vorwiegend zur S ch w e i rt e nt a ft Verwendung finden, um es den Schweinehaltern zu ermöglichen, weitere Schweine zur Mast aufzustellen. Es ist damit beabsichtigt, auch die kleineren Besitzer an der Vertellung und Mästung tell- nehmen zu lassen. Die Verteilung erfolgt nach folgenden Grund-, sätzen: 1. Jeder Schweinehalter, der ein Schwein zur Mast einlegt oder bereits eingelegt hat, das aber nicht älter sein darf als 12 Wochen, erhÄt 2 ZentnerGerste, lediglichzu dem Zweck, diese Futtermenge zur Durchführung der Mast zu verwenden. Das gemästete Schwein kann der betreffende Schweinehalter entweder hausschlachten — natürlich unter Beachtung der bestehenden Vorschttsten — oder er kann es verkaufen. Als Abnehmer kommt in diesem Falle der Viehhandels verband in Betracht. Eine weitere Verpflichtung, als das Schwein zu mästen, ist somit an dtt Abgabe dieser 2 Zentner Gerste nicht geknüpft. 2. Wenn ein Schweinehalter nicht bloß die unter Ziffer 1 aufgeführte Verpflichtung eingeht, sondern sich auch bereit erklärt, ein zweites ebenfalls unter 12 Wochen altes Schwein zu mästen und dieses nach vollendeter Mast (Mindestgewicht 2 Zentner) dem Kommunal verband zum! Verkaufe an den Viehhandels verband zur Verfügung stellt, so erhält er für dieses zweite Schwein wettere 3 Zentner Gerste. Bestellungen auf Gerste zur Schweinemast sind sofort bei der örtlichen Bert ei lungs stelle einer jeden Gemeinde anzumelden. Gießen, den 2. Oktober 1916. _ Gwßherz-ogliches Kreisamt Gießen. Dr. Ufinger. Betr.: Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl aus dem Erntejabr 1916; hier: Erlaß eines Ausfuhrverbots von Mehlsäcken. Bekanntmachung. Die Bekanntmachung vom 30. Oktober 1915 (Kreisblatt Nr. 102 von 1915) wird dahin abgeändert, daß mit Wirkung vom 1. Oktober 1917 ab bis auf weiteres die Rückvergütung für einen Mehlsack von 1,05 Mark auf 1,55 Mark erhöht worden ist. Der erhöhte Satz ftndet bereits auf die Mehllieferungen Anwendimg, die den Kreis gemeinden als Bedarf an Mehl für den Monat Oktober zugesandt worden sind. Der Oberbür germeist er zu Gießen und die Großh. Bürgermei st ereien der Landgemeinden des Kreises werden ersucht, vorstehendes in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. Gießen, den 3. Oktober 1916. Grohherzogliches Kreisantt Gießen. Dr. Ufinger. TT der Annahme von Zeichnungen ans Kriegsanteche: Donnerstag, den 5. Oktober, 1 Uhr mittags Infolge schwerer Verwundung starb in einem Feldlazarett, vermutlich am 27. September, in seinem 29. Lebensjahre unser lieber ältester Sohn, unser treuer Bruder, Schwager und Oheim, Herr Fritz Sievers Kaufmann in Buenos-Aires Leutnant d. R. und Kompagnieführer 9/116 Eisernes Kreuz 2. u. 1. Klasse und Hessische Tapferkeitsmedaille. Er durchbrach die englische Sperre, leistete seinem Vaterlande während nahezu zweier Jahre wertvolle Dienste und opferte ihm zuletzt sein hoffnungsreiches Leben. . . . , Im Hamen der tieftrauernden Familie: Profes5or Wilhelm Sievers. Giessen, Lollar, Litauen/den 2. Oktober 1916. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 7106 Auf dem Felde der Ehre fiel am 3. August mein einziger, innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder und Neffe Heinrich Zeidter Musketier im Res.-lnf.-Regt. 224, 11. Kompagnie im Alter von noch nicht 21 Jahrep. In tiefer Trauer: Ww. Georg Zeidter Mathilde Zeidter. Gießen (Buddestr. 7), den 3. Oktober 1916. in« Die Todesstunde schlug: zu früh. Doch Gott der Herr bestimmte sie. Den Heldentod fürs Vaterland starb aro 24. September infolge schwerer Verwundung durch mehrere Granatsplitter in einem Kriegs- Lazarett unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Enkel, Onkel und Neffe Heinrich Schäfer Kanonier der 6. Batterie 2. Garde-Feld-Artillerie-Regiment im blühenden Alter von 20 Jahren. In tiefer Trauer: Joh. Schäfer, Weichensteller I. Kl. und Frau Kath. Elisabeth, geh. Schmidt Luise Schäfer, Maria Schäfer, Otts Schäfer und alle Angehörigen. Lützellinden, den 3. Oktober 1916. Wiedersehen war seine und ans «re Hoffnung. 012323 : m Statt jeder besonderen Anzeige. Am 30. September starb für sein Vaterland in einem Feldlazarett unser inniggeliebter Sohn und Bruder Postreferendar Hans Fischer Leutnant d. Res. und Kompagnieführer im Res.- lnf.-Regt. 254. Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. u. II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille In tiefem Schmerz: Rechnungsrat Fischer und Frau Stabsarzt Dr. Alex Fischer Regimentsarzt I.-R. 168 Marie Fischer Zahnarzt Paul Fischer Leutnant d. Res. I.-R. 168 Lehramtsassessor Dr. Fritz Fischer Leutnant d. Res. L.-I.-R. 81 Beileidsbesuche werden dankend abgeleHt. Todes-Anzeige. Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute mittag 1 Uhr meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Frl. Elisabeth Christmann im 24. Lebensjahre sanft entschlafen ist 7118 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau A. Christmann Ww. und Familien. Gieäen, Asterweg 50, Frankfurt a. M., Höchst a. M. und im Felde. Di« Beerdigung, flmdet Donnerstag, den 5. Oktober, nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhofe statt Landwirte! Männer undFranen! Beachtet die Mahnrufe, die von führenden Berufs- 'und Standesgenossen an Euch gerichtet werden. Ein solcher Mahnruf befindet sich in der heutigen Nummer unserer Zeitung 2. Blatt, 1. Seite, verfitzt von dem Mitglied des Bauernbundes, Herrn Abgeordneten Dorsch. Echter Weinessig Adler-Drog., SelterSw. 39, Otto Schaaf. [6989 AllMeri für Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen, Stück 10 und 20 Pfg. [7067 J. Weinert, Neuenweg 9. Wiederverkäufer wollen Muster und Preise verlangen. Kriegsgetraut. Jakob Abt Hedwig Abt geb. Stern Giessen, 30. September 1916. Seifen puIver-Verkau? In nur beiter Qualität. ftittotf, Den 4. MM ss SÄ 12 U6r Stern, West-Anlage 31, c S.@locfwwr%'3t oAftwatcAaiiaMtML C2fftnfuicA4Jcd(aj/iQt Schirme werden assgabaasart und n«a flberzogtn Schirmfabrik 13 udde H Go. m&tSS, | Keidic ©betraten ds. IS., nachm. 2 Ubr, ver steigere ich gegen Barzah lung in Neustadl SK dahier: 1 Pferd. 1 Kassenschrank, 1 gold. Utzrketie, 1 goid. Ring, 1 EiSschrank,4 Bücher, 1 Bild, 1 dreitür. Kleider- schrank, 1 Kleiderständer, 1 gron. Arbeitstisch. 1 Nähmaschine, 1 Kommode, ein Sopha und andere Möbel. Born, GerichtSooll-irh.-Stellvertr., DeiterSwca 71. ( Tm 181 empfiehlt stch H. Walltorstrabe 27. lenket, [012328 ^xKoladenha^ erzielt man durch Anlegnn v. Insekte,i-FanMirtkl Raupenleim sowie Unterlagepapier 7130 empfiehlt Heinr. Hahn Samenhandlung Glennen, 8 Zur empfehlen alle Sorten tund Eiwira W.Theisebach Söhne ■ar*ka*Ä»r<;. ©icfcett ,Wetzftetnst?ake. Spiolplan vom 3.-6. Oktober 1916. Die Opfer der „Katharina von Medici!“ Großer prächtig kolorierter Film in 6 Abteilungen. Die Handlung zeigt uns den moralischen Verfall der französischen Aristokratie im 16. Jahrhundert Sie schildert die Verfolgung der Hugenotten und die Taten der Verbrecherin „Katharina von Medici 46 . Kriegsberichte von der Front. EIHoritz u. sein UnkeB Lustspiel in 1 Akt Anfang des Spielplans 5 und 8 Uhr. Bitliter nach den Foldwtbel abwärts zahlt werktags die Hälft«. [7125 (Höhere Sexta - Privatschulo ■ Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Primareife-, Abitnrienten- prüfnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch 4T1 * Direktor Brackemann, Ludwig str.70,Fernr. 633 Einem verehrlichen Publikum teile hierdurch mit, daß ich das Union-Theater hier, Seltcr-weg 81, selbst übernommen habe. Da» Theater bleibt wegen Neueinrichtung bis zum . ■ ■ ■ 14. Okteber 1916 geschlossen. ■ ■ 71Jt Hochachtungsvoll §rau Architekt Nicolaus. KONZERT tJiellch erslkl. TamSauritaea-KapelBe Hotel Eappen. Uyu, n. Damenveratn Sabalshergs? AnfÄnzer-Knrsus: Montag u. Donnerstag vo» 8 1 /*—9 1 /* Ubr. Fortbildung«- Korsus: Mittwoch von Vj 9—10 Uhr. Diktat- Koran» für alle Abteilungen: Mut- woch von 8'/,—10 Uhr. 7126c Der Vorstand. Stwagraphen- ßestllschift Glaasen und Dam«nabtollung E. V. Wir eröffnen Freitag,den 6. Oktober 191K/ abends 8V, Uhr. in unserem Vereins' lokal „3»m SlambriuuS" Kirchstraüe 11, einen AOnger LehiPyg iGabelSbergerscherLteno grapbie für Damen und Herren. Unterrichtsg^düM Anmeldungen all Herrn N. Ka'nbach, Landgrafen- straüe 5, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn de» svortbildungs Unterrichts Dienstag, der» lO.Dktober, abends9'/2Ubr 7110 1 6247c Der Vorstand I