«r. 230 Drittes Blatt Grsths»« ti-üch nut ArrSmchlme deS „4Uf*mr frmfflcaMttttr“ wtrbtn dem .Anzeiger" oi*rme Versammlung statt, in der alle die neue Kriegsanleihe betreffenden k Ct <5 er ^ugehenden Erörterung unterzogen wurden. Zu x k ff Ir«. ^mmen unserer gesamten Leserschift, zumcü derer auf ge ^ en 1011 dkn Verlauf der Versannnkung heute aus- ftrhrkch wieder. _ 4 .. m , Oberbürgermeistrr Keller erosfnete die Versammlung mit folgenden Worten: Verehrte Anwesende! Eine rrene ^ipiec^artteilie ist zur Zeichnung! angelegt, und überall in Stadt und Land hat rührige Äer- .„rH- ^ k'iu gesetzt, ^ auf daß der fünften Kriegsanleihe ein -günstiges Ergebnis beschreden sei. Zwar sind aufklärende uiid auf- bereits in der Presse erschienen; allein so heraus wertvoll und dankenswert diese Werbearbeit der Presse l mh diejenige Werl«arbeit ersetzen, div ttch'wll^iebt durchpersönliche Einwirkung, durch freie Aussprache von Bürger zu Bürger. Darum sind die- lemgen Herren und Damen, mit denen ich vor wenigen Tagen zu einem Werbeausschuß zusammen getreten bin, einmütig der .tcernmrg gewesen, daß nichts zweckin äßiger, nichts wirkungsvoller !?' Sri m ök^smglosem Zusanimensein eine Aussprache über alle ^ Kriegsanleihe betreffenden Fragen zu pflegen. ^.^^'A^^^l^ksende ! Nicht als ob gerade für imsere liebe Stadt leuchen diese Werbe-Versammlung so nötig wäre, als ob ich irgendwie zweifelte, daß ,eder der hier Erschienenen nach besten Kräften auf dre neue Krregsanleil^ zeichnen werde. Aber jeder von Ihnen soll nicht nur zeichnen, sondern auch dazu helfen, daß an- öerchchren, daß niemand zurückbleibe, der neuen Kriegs- anleche den unbedingt notlvendigen Erfolg zu sichern Bevchrte Mitbürger! Wenn ich hier um mich blicke in diesem Same, ub sehe wackere Männer und Frauen aller Stünde, aus allen Ä^fen rch sehe Bürger, von denen ich mit Schiller sagen darf: »>L Sturme gckt mas in der GemÄnde." Und wenn diese alle Es der beilttgen Berfammli«ig Belehrung und Begeisterung sch oP se n und ihren Einfl'u ß mit Erfolg geltend Ma chen lverden auf Benvandte mch Bekannte, auch auf solche, die draußen El dem Lande wohnen, so glaube ich, daß wir sagen dürfen: diese Versammlung hat ilwen Zweck erfüllt. und daß rvir nachher mit dem erhebenden Bewußt,ern auseinandergehen werden, der Sache des Vaterlimdes erneu guten Dienst erwiesen zu haben Merne Damen und Herren! Die Zahl und die Anstrengungen unserer ^emde find größer geworden. Unsere kampferprobten, opferwilligen Krieger halten auch den neuen Anstürmen heldenhaft ft and. Wenn wir zu unseren draußen kämpfenden Brüdern das Vertrauen haben, t^ß sie den harten Kampf auch weiterhin be- , *5 ^rc ^^den, so muffen wir in der Heimat uns imnter unsere Pflicht erfüllen, lsrotzer die Zahl und die Anstrengungen der Feinde, größer die Auf- und der zähe W-lle unserer Kämpfer, größer darum aber archdre Kraft de r Da her mgeülie denen, nicht nur in stillem Dulden und stummem Ertragen, sondern auch in schaffender Arbeit und hingebendem Opfermut! . 2B&r kämpfen um unser Dasein. Wir sehen von Tag zu Tag ^^^deutlicher, ^ß unsew Gegnm uns mit allen Mitteln, auf 23^?, cffVi Tt ? n ^r wirtschaftlich und ffrmnziell vernichten branßenist es ihnen nicht gelungen und wird es ihnen nicht gelingen In der .Heimat stich 36 MMarden zusanr!- mengefloffen und kein Vaterlands freund wird sich !^uer weiteren Pflicht entziehen. „Was aber ist dnm Bftickst?" fragt Goethe und.antwortet: „D i e F o r d e r u n g des Tages ttrch >e brütet fetzt und in den nächsten Tagen- Zeichnet die Kriegsanleihe! 9 ' Hierauf ergriff . a ^ . Geh Kirchenrat Prof. v. Dr. Eck das Wort und sagte: l ^ mich einleitend von der Lage sprechen, in der uns Ru^ur Zeichnung der fünften Kriegsanleihe trifft. Ein kurzer Rückblick nur mag vorausgehen. * Vor ztmi Jahren, im'Oktober 1914, rief das Reich zur ersten Kriegsanleihe auf. Es waren noch — trotz des Rückzuges von der ^ die großen Anfangsmonate des Krieges. Von dem lodernden Feuer der Augusttage >oar noch genug in den Herzen übrig, die siegreichen Schlachten jm Westen und Osten wieder zur Höhe angefachit. Wir staunten und staunten doch nicht über die fünsthalb Milliarden, die damals dem Verlugung gestellt worden. Es war doch selbstverftmiplich^ und stolz, willig und ernst die ffirchMrren erste»» Blutapfer gab »E sollte es das Geld zurückhalten wollen? Und sie gaben es reichlich. ^ dEÄ' tm September 1915, wurde die dritte Kriegs- ?Ä7/"ezeichnet. Ihr Ergebnis sind 12 Milliarden 67 Millionm, stellte den Hohechinkt der Geldleistung dar, die in diesem Kriege und überhaupt, wlange man Geld in menschlicher Geschichte zählt ^^^^^rden ist. Wieder aber hcMen wtt ^ ffobm Zuversicht. Vom Mar bis 'September hatten Mackensen und Hinden- fahrend die Westfront unerschütterlich feststand, Großes und Osten geleistet. Warschau war am 6., Nowo-Georgiewsk ckuMst in unserer Hand, Wilna am 19. September von uns Dfta Ä Wfaj, tan großm uahe zu fem? Die dritte Kriegsanleihe war die dankbar^ Antwort auf die herrlichen Taten uliseret Heere, um so herrlicher ernen Winter gefolgt waren, voll schwerster Kämpfe und ünd Verlausung Polens, in Schnee Marrgel der Karpathen. Gerade so stellten sich der August-September 1915 würdig dem Ährgnst-September 1914 zur wurde unsre Hoffnung, wenn wir sie ja hegten, ae- tx }} öahr des Völkerringens vergangen. Wir xÄÄ» ^ urcht mehr am! Beginn, wir stehen im Fortgang des ^^Kr^iahres. Und die Lage ist nicht so, daß man in leichter Kriegsanleihe aufrufen kann. U7ill der letzte sem, der über die Schwere der Lage zu täuschen mochte. Die Kraft und der Hochmut und die Wut und der ^ fmi) noch nicht gebrochen. Zwar, wir haben Herr- Ech in bem Sweben Kriegsjahr. Der Mörderstaat! rnedergeworsen der Weg ngch Konstantinopel, nach ia Mm Suez-Kanal hin ist frei und ae- s°? ihn uns gefährden. Und noch größer M* rum erstenmal seit seinem Äff Z *"** m sWgfübr«. ^ar gewohnt, m seinen Kriegen kleine uich ™ das reichlich geopferte der Vasallen mengen, ömte toltcn einige Tage zwischen n 0 ? 1 ^ so viel wie der ganze dreijälwigg EnglaK spürt noch ein anderes. Zirm erstem,ml f i 0lrten S«e-RivLl«i Holland unter feinen Willen HSi« aC ^-rf,. atte (J llu ® ^ erkennen, daß es doch nicht ganz unbehelligt ferne mcht mehr ganz allmächtige Seeherrschast ausznüben vermag W smgt noch s«n schtzeS Herreiilred über olle Wellen der Ozeane unter dmstn Wellen schwimmen Misere U-Boote luron bSt b s">e„Sr1ns§. über diesen Wellen, hoei, in /obren unsere Luftschtfse M den unberührten .Aisten Nachtgrüße auf Häsen und /E^und und auf dieseu Wellen ,Äbst hat die Schlacht lioi^n Seelöwe,r Tigerzähne gewiesen, nur habmgestern die Dankesworte ge^en. die der Kaiser den Werk- bÄ^'^^^rtern der Werften hat sagen lasten, die die be- sch^Sten^ Schiffe in kärgster Irrst Wucher kampfbereit lxngestellt Lnsen^wie freudige Herausforderung ^ ^ >^ber' ^ ^mpel wehen, die Gesthütze sind ge heran zum Kamps! baden Herr^ erlebt. Mich in dem zweiten Kriegsjahr. bärteste, schwere und schloerste Kmn^sMt. Wir find tm Osten noch nicht am Zieil. Der russische Bar fuhrt aus fmuem unerfchvpftichen Menschenresorvoir immer ^ A chsen gegen mrS heran und treibt sie rücksichtslös ins twr- «ÄorSarborenart, würde,: wir sagen, wenn I XT £“§? brr uns horte gar zu vornehmen Klang erhalten ! Framk^tch, Japan, Amerika ist es gegffirft ^ ^schütze «» Munition in Menge an die w tzbossw, brw.gefdwtte Offiziere und Ingenieure Fügung SU stellen. Bor der lieber, macht haben mi^ro B-rwdesgewossM, und in der Folge auch deut ^Loer^^e m der Bukowimr und Qxümai langsani zurück- ^ ouch gewiß, daß dem jetzt ein cnt- V^dEs Halt geboten stt dmnmh. es steht schwv im Osten! Und wenn wrr gelassen aitf bre Mrckirvhten aus dem Südostcn über die Kmnpfe gegen den landgiermen Bundbveckzer Ruanänieri warten ^Mem steht uns Tag.für Tag still, werm wir mra seit eimM wieder und umner wieder im Tagesbericht von der der gewakttgen. der Dauersthlacht lesen S° rt ^Eve Tapferen emenr unerhörten Lluswand anGesckMen und Munttion ^md FlüRengen mib ^nsmi^eriemassen stand: auf einer Landstrecke, «uf der Dö^er und Gehörte nur nock» I ^ lXA * bydchen, Schützengräben und lbnterstände nur gEdet ioerden, wo das Grauen und ü lb b r2 Tod^L die Tausende seiner Opfer aber schtver, sehr schwer im Westen. ^^End^chamr? Davvn bttmche ich ja n«hl »nchr viel zu sagen. Das erleben wrr za wirklich selber. In belagerter Festung ist nicht ^ bcmftn. Wir !Püren es. daß wir mit England kämpsm», dem Men Sckmtzherrn aller kleinen neuttalen Staaten, die um unsere A?" ausdrücküch dazu berufen E>b«strmmt sind, als getreue Diener der Weltmactü auf der aber m kern Stück Brot, Butter, Käse. Hering, von Erz und Kupfer und allem andern zu schrveigen, zu uns J^ TeT L lvkr- Unsere tapferen Hausfrauen Archen Kampf AM das bischen Nahrung, das IL wii E sollen. Wenn ettvas, so gehört I dres Kleme in das große Bild hrnem: es schafft den rumkeln Un- ^ die wechselnden Zinsen des mächtigen „^b saffen wrr dami alles zusammen, so ist kern andres Urteil möglich, als: es ist harte schwere Zeit' Und fttzt.Kriegsanleihe! Hatte, ich in helleren Farben zeichnen sollen, wenn ich ftlr fte werben will? Ich meine nicht. Ich habe wollen, wie es wirllich sttht Aber gerade diese Wirklichkeit, meme ich auch, ruft uns am kräf- zu der Pflicht auf die der Tag uns stellt. Denn dann doch jüeTtn er alle Kvaft ausrufcni muß ^ x^lrm, sich zur Wehr zu setzen gegen alles, was ilm Und dann doch erscheint die deutsch Frau am herr- ll?JSrLr!*I n • c ^ T ^!L5?- t auf^egt wird und sie trägt das Unerträgliche in unüberwindlicher Treue. So ruft auch diese sesteigerter Entschlossenheit auf. Nun erst recht rufen wir Alle zur Stelle. Und ich denke. Alle finden sich ein — einleit-enderi Worten, die mit butter Begeisterung Äfa, Sm ® tn ® eWft waä>m ' ^ cnuT Ms erster stellte Lehrer Va^ntm Müller die Frage, ob, ,wie viele, znmal auf dem Lande glauben, der Erfolg ! Krieg-sanleihe den Krieg verlängere statt ab- kürze und ob bei erfolgreicher Kriegsanleihe eine Verlänge rung d-er Wehrpflicht zu befürchten sei. D - Dr, Eck äußerte hierzu: Die Foh Mfo ZnJbL «te? 9 dcr KrregSanleihe werde den Krieg verkängern, Voraussetzung aus, daß dre Verlängerung des Krieges überhaupt in unserem Willen liege. Aller Verleumdung znm Trotz es b^ibe aber daber, daß das Deutsche Reich 43Jälyre lang den Weltftredeuerhalten habe. Und auch im Kriege habe Deulschland Mund seines Kanzlers seinen Friedenswille Q ^L hn ^Abn Gegnern dainit abgewiesen worden. r xe9 ^lwen müssen, um uns nicht einem sMoachlicheN der Reichskeittmg die vorenthallen und fte zimngen, das nottv^idige schablichen V^n zu beschaffen wie unsere Feinde? Man hSSnJfiiJL ^^chslettung die Truppen drmißen im Felde hungern lassen soll, wert ihr die Mttel verweigert werden, die, ^eiude ^braucht? Ob die Truppen welplos dem, Fnnde bloßgestellt werden sollen, weil die Mittel fehlen, den t^Dj^Auswwrd an Waffem Geschützen, (?sesckwssen zu b ie fat der Emission der vierten Krieasanli'ilK ? r f ^ ci 5j von Interessenten auf Anfragen ausgesprochen, der ^üZfrS 19 ^^ % l|CTl Ratserteilung vollkommen bewußt. ßv/Ir x o! ^ Hinweisen, daß gerade der ^Äicktsv^ll^^? Anlell^en beweise, daß alle sachümdigen iwb uM Ü r CR Personen und Institute die Kriegsanleihe ftir eine ÄÄ'?' SiSrkil' v Ct Ü 'L 91 ^ rinci Wertpapiers ^x 0ie^m>erheit, die der Reichsanleche untergeben sei ^cdes Wertpap« genieße die Süinrheit nu r 7i:17s T e'ilks des Nattonal^rmSgeiis, eines Teiles, der gerade ihm Verpfänder 9 - e Anleihe das Reich nnd alle Brmk^taaten . in erster Lrnre Mit dem Eigentum, das in Grund und Boden, ^^esnbahiren, Staatsgebäuden, Forsten gewerblichen Ski- lageii besteht, in zweiter Linie aber se?^ Reich in der Lage d^s LLDPSS« L ^Ms°vi-l ^schöpfen? als° 2M3Ä, L $ssaffjiär^ssärSt üä brne rali s che Verpflichtung haiidcle es sich; eilte recht- biuzelnen Zeichner einen besrimmtm L)MSsutz und die Rückzahlung zum Pariwerte zuqesichert babe »nid i^>em es sein Wert verps^det habe daßTs hp/ÜSLü 01 ^ Vorschriften des Zeickiiiungsschernes seinen Ver- pflrch ttmgen entsprecheii werde. Er vermöge die Bedeutung dieser b r^ auszudrückm. als cs Selsferich Mit oen ^Lorten getaii habe: „Sein Wort und seiu ö^lm^derÄiche k sekbst mit seiner Tüchtigkeit und ^roeirsrratt, der deutsche Boden Mit fernem ganzen Reichtum ist W« Anlechen gut. Jede Regierung nZgedes Mrlammt ^Eehmste Slusgabe erachten, den Gläubigern ihr ZaW^sver^re^n zu halten und die Anleihe zu vollem Ziuschß N zahlen. Ev Tonne gar kerne R^e davon sein daß rur oblüa^! ^en, die nach dem Kriege dem Reiche ÄV?' P lt ^ft*** 1 .^5 Kriegsanleihen besonders herangezogen würden, denn dies würde einmal einen Bruch bedeuten hn- redrthäfn Verpflichtung, in welche das Reich einqetretcn ist und Maße unmoralisch fdnmrä bSm'burd, ??? Reich otejemgert, die ihm m schwerer Zeit geholfen haben n%nntln würden, als die anderen Bürger, die zur Seite gestanden haben, ohne sich cm der Aufbringung der für den Krieg notwendigen Mittel zu beteiligest. -» Damit würde ffch das ©eopn^r^vn^fabelt unb seinen Kredit untergraben. — Das Geaeuteil werde das Reich tun, es werde und atar? ^^uergesetzgebung, die Eigeittümer der Kriegsau- leihen bevorzugen. Das sei keine Vermutung, sondern es sei bereits mit dieser Maßnahme der Anfang gemacht, irrdeni bei ärhlwh?-? Kriegssteuer die Kriegsanleihen zum Pariwerte, die ^ zu einem Betrage von 9.67a, also \U 2 mehr ate der Emissionskurs beträgt, angenommm Werder:. Es sind Er- wasungen bereits angestellt ob dieses' Privileg nickst auch auf an- Rttchssteuern ausgedehnt werden soll, wobei es sich selbst- verständlich um so^>e Steuern handeln wird, die zum Zwecke ^ec^Kriegslasten eingesührt werden. Diese Steuer betrifft nicht nur die Personen, die einen Kriegsgewinn im eigent- l^Sinne erzielt haben, sie trifft alle die. deren VeLgen in dem Zeitraum vom 1. Januar 1914 bis 31. Dezember 1916 einen gewissen Vermögenszuwachs erfahren hat und nicht nur dies auch toirb befteuert, dessen am 31. Dezember 1916 festgesielltes Verinogen 90% des am 1. Jamrar 1914 ermittelten Vermöaens des die 90°/o Wersteigeiiden Betrages bi/ zu 100o/o budet die Steuer. Die Kriegssteuer und ibre QnhOn™ s bCr ^PJ oliat ^ tt5e ^ c Kreise von Interesse Wenn dre Sicherheit der Kriegsarrleihe nicht absolut ausreichend wäre, so wurden die Rclchsre^ierung und die bundesstaatlichen ^arermigen rrrcht rn der Lage sein, die Kriegsanleihen als mündelsichere Pupiere zu erllären, eine Bezeichnung, die erst vor bes PteußischL Mm,?£ÄÄtÄ St LgV Redner rnittocrtct futoert er den Gedanken Ivemoeise, dgß ^r K^ieg sckleckü crusgchen könne so wolle er sich doch mit der Jrage befasst une etwa die Verhältnisse ,sich gestalten, wenn dos Deutsilw Reich i, diesem Kriege unterliegen chllte. Wenn das Deutsche Reich iu diesem Kriege unterlagt dann smd auch die Jndustriepapiere nichts w«t dann sind auchdie Hypotheken nichts mehr wert, - so tmmigwte d/e,^t°ZV/°nder der Spar-kassen von Verdun oder Arras einen Wert haben - dann ist aber a n ch d a s b a r e G e l d n,Ms mehr wkwt, und dies mag denen insbesondere gesagt sein, nament- lich den Landlenten die da meinen, daß sie besser das bare Geld be: sich verwahren, als daß sie es in irgend einer Weise zri^ttagend anlegen. Daß es aber soweit Kommen sollte, daß wir mcht nur dre besetzten feindlichen Gebiete in Frankreich, RuUand delgren rcmmen mußten daß die Grenzen des Deutschen Reiches ^ b M $ nni> en überschritten werden sollten, das I-alte er für ausgeschlossen, das,glaubt kein Deutscher, das glauben Tn Sf^ tc l l . ^bele die Angstmeier nicht, 'das zu glauben ^st eme Beleidigung unser Volksgenossen, die die Wacht ™ w ^S'omme — Nicht am Rhein — halten, die den Eisenwall rn Rußland bilden. Bevor solches geschähe, da würde allerdings noch ern a terer Mid noch ein jüngerer Landsturm, als er jeM im Selbe steht, aufstehen und das «chlvert ziehen. Mag kommen was will, das Reich muß uns doch bleiben' Die zweite Frage, die er zr: beantworten Iiabe, sei diejenige nach der Realisierbarkeit der Anleihen Je sicherer erne Geldanlage sei und je höhere Rente sie trage, desto günstiger ist sre zu beurteilen, desto leichter ist sie zu realisieren Und somit ist dre Frage nack^der Realisierbarkeit sckwn ^antwortet mit den», was er über die Sicherheit des Papiers geäußert habe Wahrend dev Krieges und nach demselben iverde der Besitzer der Kriegsanleihe lederznt m der Lage sein, sein Papier zu Geld zu knachen, beim ein derart ir hochverzriisliches Wrrtpavier werde immen. ffrry gekauft fmrcben. 9tekftcit§ w gut Ttri-e jedes aridere -Va-ier, wird dre Deutsche Kriegsanleihe als Unterlage für Kredtt- ' ^beschaffnng geeignet sein, diese werde aber den Inhabern der Kriegs- ernlerh-en in besimdercm Mage erleichtert werden, namentlich orrrch die.ReichSdarlehrrskassen, deren Fortbestand für eine Reihe ton Jahren and) nach dem Kriege gesichert ist. Im allgemeinen wird me Kriegsanleihe in vielen Hinsichten so gut nne bares (Seid jerni Möge der Krieg noch länger toben, möge ein baldiger Friede uns beschieden sein, mögen Wechselfälle eintreten, wer an der 'Deutschen Kriegsanleihg sich beteilige/d e r b r i n g e k e i n Opfer, der Landete .wie ein guter Hausvater, der begehe^eure patriotische Tat und gleichzeitig eine nützliche Handlung, der könne demnächst den heimkehvenden Kriegern, dre mit. ^ . samen Augen zu uns Herüberblicken und dre Ereignisse im des Reiches mit lebhaftem Interesse verfolgen fter und srant ins Auge schauen mit dem Bewußtsein: i ch habe Treue nt i Treuevergolten^nchichhabemeineL-chuldigre für das Vaterland getan. Anschließend arklärbe ReichsbanDirektor Müller die Schnldbu cheintragnng und dre Bedeutnn g der Dar MnäJrftffen. Er em pW jedem!, der |em ©eß> auf lang« ‘Ämer anlegen will, die Schuldb!rch-!orderu.ng als d-ie Ncherjte und Seauemste Kapitalanlage. Ebensowenig tme urrt der Luibcwahrung von Wertpapieren brauche sich der Schuldbuchglauviger^Mit der Einlösung voil Zinsschein eil zrc bemühen Schon 12 Axige vor Fälligkeit erhalte er seine Zinsen zugeftellt, ganz nach Wun,ch durch die Post, Reiä>sbank oder bargeldlole Überweisung. Eintragung und Verwaltung seien ganz gebührenfrei. Rur bei Löschung einer Schuldbwchforderung ivevde eme Gebühr von 75 Psg. für ie 1009 Mk., mindestens aber 2 Mk. «hoben. Bei dreier zreiw lich hohen Mindestgebühr sei es für kleine Geschäftsleute und Handwerker nicht ratsam, kleine Beträge, die bald ivreder gebraucht werdet, ins Schuldbuch eintragen M lassen. In wichen Fallen ser die bewegliche Form der Arckage in Schuldner! ckwerbunaen m 5 °/o Anleihe oder 47, % Schatzanweisunaen vorzuzrehen. Wer dauernd Geld anlegen wolle, die wirklichen Sparer, besonders die Leute aul dem Lande, machten zweckmäßig von der Schuldduch- «intragung Gebrauch die auch den niedrigeren Zeichnungspreis, nämlich nur Mk. 07,80 für je Mk. 100 Nennwert habe, wahrend die Zeichner von Stücken Mk. 98 zahlen müssen. Zur Frage der Bedeutung der R eichsdarlehns- kassen für die 5. Kriegsanleihe benlerkte Rerchsbankdirekrov Müller, daß jemaiid, der er auch moralisch gebunden allen den Zeichnern, die ihnr ihre Ersparnisse in Zeiten Her Not gebracht haben, nicht zum wenigsten den kleinen Händen Her Schüler und Schülerinnen, die ihre Sparbüchsen geleert haben, den Dienstboten und Tagelöhnern und allen sonstigen kteineft 'Zeichnern. Nie und nimmer werde das Reich den Zeichnern ba'3 gegebene Wort brechen. Würde es doch seine ureigensten Interessen lauf ewige Zeiten schädigen! Denn das Reich sei auch späterhin aus ,den Anleihekredit angewiesen und kömre sich diesen Kredit nicht (durch einen groben Vertrauensbruch untergraben. Und wer in aller 'Welt sollte denn diesen Vertrauen sbruch begehen? Er könnte doch lnur erfolgen durch die Gesetzgebung unter Mitwirkung des Reichstages. Dazu wäre aber der Reichstag nie zu haben! Obermeister Sack erbat nähere Auskunft über die Nutzbarmachung von Sparkasseneinlagen, die Stellung Her Sparkassen zur Kriegsanleihe und über Sparkarten. , Bezipßssparkassendft'ektor Z a ch e i s führte hierzu aus: Die deutschen Sparkassen haben es stets als ihre vornehmste Ausgabe befrachtet, durch Freigabe der Ei.nlagen zur Zeichnung der , Sparer bei ihnen, durch eigne Zeichnung mit beizutragen zu den ungeahnten Erfolgen der bisherigen Kriegsanleihen. _ Nichts befeuchte mehr den bisherigen Erfolg der Anleihe auch bei den Sparkassen als die Tatsache, daß die deutschen Sparkassen ihren Sparern zu den vier Kriegsanleihen insgesamt über sechs Milliarden Mark zur Zeichnung zur Verfügung gestellt, außerdem aber für eigene Rechnung dort Riesenbetrag von 27z Milliarden gezeichnet haben. lBei einem Einlagenbestand am 1. Januar 1915 von: 437 500000 'Mark betrug die Beteiligung der im H es s i s ch e n S p a r k a s s e n- ,'verband zusammengesck/lossenen Sparkassen bei den vier Kriegsanleihen insgesamt 186 500 000 Mark oder über 42 % des Ein- ftagenbestandes. Auch die hiesige Bezirkssparkasse ist mit irhrer Beteiligung hinter diesem Gesamtergebnis im Verhältnis nicht zurückgeblieben. Es betrug die Beteiligung bei den vier .Kriegsanleihen 9 326 000 Mk. oder 41,8 % des Einlagebestandes von 22 000 600 Mk. Dies war mir möglich im Hinblick daraus, daß die Beteiligung an den Kriegsanleil)en zu der vorteil haste ft en und sichersten Anlage gehört, die überhaupt geboten werden kann. An der vierten Kriegsanleihe waren bei den 5 300 000 Einzelzeichnungen nicht weniger als 2 400 000 Zeichner mit Beträgen bis zu 200 Mlk., 967 900 Zeichner mit Beträgen von 300—500 Mk. beteiligt. Bei der hiesigen Sparkasse waren zur vierten Kriegsanleihe über 2 300 Em- zelzeichnungen cingegangen. Auch die Beteiligung an der fünften Kriegsanleihe können die Sparkassen ihren Sparern mit gutem Gewissen empfehlen. Keiner von ihnen braucht Sorge zu tragen insbesondere aber auch der Sparer aus dem Handwerker- oder B aue rn- st a n d nicht, es möchten ihm später Gelder seh^r, wenn zu seinem Geschäfte, zur Bezahlung von Rohstoffen, von landwirt- ,chaftlichQi Geräten u. dergl. braucht, das er vielleicht letzt jirr Kriegsanleihe anlegt. Die Reichsdarlehnskass«r dem Kriege eine Zeitlang weiter bestehen. Aber auch dre ubri^ Banken, die Genossen)chasten und die Sparkassen werden )rcy dc- reit finden lassen, die Kriegsanleihepapiere SU beleihar. Durch die sogenairnten „Kriegssparbücher der Schulen sind bei der letzten Kriegsanleihe in Hesien allein über 1000000 Mk., im Bezirk der hiesigen SParkaNe über 8 4 000 Mk. aufgebracht worden. Die starke^Beteiligung der Schulen hat diesmal zu dem Gedanken geführt, Mich anderen Kreisen (Vereinen, Fabrikangehörigen usw.) und Einzelperionen Gelegenheit zur Beteiligung zu geben. Es wurden oit logenannten „Kriegssparülrten" geschaffen, die in Beträgen von d, 6, uwi 10 Mk. bei der Sparkasse, auch bei den bekannt gegebenen Sanmrel- stellen der Pfennigsparkasse ausgegeben werden. Di-e erngezahlten Beträge werden vom 1. Oktober 1916 ab bis zwei ^ayre nach Friedensschluß zu 5 °/c> verzinst. .. „ ^ ^ Eine unsinnige Meinung werde gegenwärtig trotz weitgehendster Aufllärung immer Und iminer wieder, besonders aver auf dem Lande, verbreitet, nämlich: man solle kem Geld mehr zu den Sparkassen oder Genossenschaften brin^n, da es ia doch beschlagnahmt werde, man meine eben, da man nun Mal beim „Beschlagnahmen" sei, tverde auch das nicht ausblerben. Solch törichten, einfältigen Gereden, von wem sie auch verbreitet werden, kann nicht scharf genug entgegangetreten werden. Ode: glaube man wirllich, das Reich, der Staat werde den Sparkassen, Genossen schäften das Vertrauen des Publikums entziehen? Den Sparkassen und Instituten, die für Tlufbrmgung von Geldern für Hypotheken, für Personalkvedit in den vergangenen Jahrzehnten schon so Riesenhaftes geleistet haben und noch zu leisten bcrusQi feien? Kein führenderSparkassenmaun unseres Vaterlandes glaubt dies. Redner meint, auch die Silber-und Banknoten h a m st e r gehören, wie alle anderen, an den Pranger gestellt. Ein leder, der sparen könne, solle in dieser schwdreU Zkrt )em Geld vertrauensvoll zu einer Sparkasse tragen, um w für Kriegsanleihe nutzbar zu machen, und -so an dem Siege über unsere Feinde zu seinem Teile mitzuhelfen! Zu einer Anfrage, die Herr August Noll stellte, was von den Gerüchten über eine Sondersteuer aus Kriegsanleihen zu halten und wie die Kr i e g s gewi n n fteuer - pflichtigen die Kriegsanleihe verwenden könnten, nahm nochmals Justizrat G rü n e wa l d Stellung und sagte: Die Zeichnung der Kriegsanleihe steht in keinerlei Beziehung zu der Besteuerung. Er beschäftige sich nicht mit der Frage, ob und wie ein Steueri^ichtiger seinen Besitz deklariere, feine gesetzlichen Verpflichtungen würden in keiner Weise durch die Kriegsanleihe irgendwie berührt. Er wisse, daß jedem, auch, dem der forgsam in diesen Dingen verfährt, es nicht erwünscht sei, datz das Auge des Steuereinnehmers in seine Verhältnisse Einblick nehme. Schon unser Einkommensteuergesetz lehne „lästiges Eindringen" m die Vermögensverhältnisse des Pflichtigen,ab. Es, sei keine Bam berechtigt, keine Sparkasse, nicht die Post und Nicht die Reichsbank, Auskunft zu erteilen über die Zeichnung von Kriegsanleihen. Bon einer Sonderstcuer könne keine Rüde sein, sondern eher von einer Bevorzugung der Inhaber der Kriegsanleihen in steuerlicher Hinsicht. Alle Befürchtungen, mehrenteils von femd-' lichcn Agenten in unsere Bevölkerung hineingetragen, jcicn grundlos. Die deutsche Kriegsanleihe sei, eine sichere, hoch- verzinsliche, leicht realisierbare Geldanlage, die von jedem Sachkundigen mit gutem Gewissen dem deutschen Volke -empfohlenwerdenkönne. Hiermit waren die Anfragen erledigt. Werter zum Wort hatterl sich noch die Herren Stadtv. Kr um ml, Adalbert Bin. bewald, Handelskammersyndikus Dr. Z e id l er und »Pros. Dr. Skalweit gemeldet. Stadtverordneter Krumm rvendete sich mit kräftigen Worten an die Verärgerten: Ich habe mich zum Worte gemeldet, sagte er, um den Mitbürgern, in Stadt und Land, welche durch irgend eine der vielen Verordnung«: verärgert sind und sich deshalb nicht an der Kriegsanleihe beteiligen wollen, ins G^ wissen zu reden. Wer, wie wir Geschäftsleute, weiß, wie mannigfach die Gelegenheit zum Aerger an uns herantritt durch all dre Maßnahmen, welche der Krieg erforderlich macht — es sind viele daber, welche vielleicht überflüssig sind — der hat ja ein Verständnis für die Verärgerung. Aber auch hier muß das Bibelwvrt gelten 5 „Laßt die Sonne über Eurem Zorn nicht unter gehen." Mlrn kann den ganzen Dienstag auf die Behörden und >ihre Maßnahmen räsonieren, — aber am Mittwoch geht man doch hin und zeichnet die Kriegsanleihe. Was fir die kleinen Beschwerden des täglichen Lebens gegenüber den u n - g eheuren Lasten unU /Anforderungen, dre an unsere Brüder im Schützengraben und nicht zuletzt an die F r a u e n und Mütter daheim gestellt werden? Mückenstiche sind es nur, wer deshalb irgend eine Verärgerung als Grund für eine Nrcht- kbeteiligü-NO an der Krieg sanlei he vorschützt, den erlaube rch mir als einen elenden, jämmerlichen P h i l r st e r zu bezeichnen. lieber all den kleinen Mißhelligkeiten des täglichen bens muß uns das Vaterland stehen,. Wer aber seinen Aerger nrcht bemeistern kann, der gehe hür und zeichne linr Zorn das d o p p eit e, was er beim, ruhigen lleberlegerr vielleicht gezleichnet hätte. Der Sieg .auch der finauzielte — wird und Muß rurs bleiben. , H'err Adalbert Brndewald wendete, sich gegen^die Mres- wacher, die glaubten, wir müßten den jetzigen Krieg verlieren, weil noch kein Volk einer derartigen Prüfung imterzogen worden sei Zum (^egenbeiveis führte er den Siebenjährig«: Krieg und die Befreiungskriege an, in denen das völlig ausgesogene Volk trotzt dem die Mittel ausgebracht habe, die es ihm ermöglichten, ma Fremdherrschaft abzuschütteln. • Handelskammersyndikus Dr. Zeidler betraastete von allgemein wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im besonderen vom Standpunkte des Handels und der Industrie die Frage, ob drs orbedingungen für einen guten Erfolg der 5. Kriegsanleihe gegeben seien. Er legte die Ueberlegenhett Deutschlands dar, das seine .Kriegsausgaben durch Volksanleihen fundieren könne, während unsere Feinde gezwungen seien, ihre Notenbanken in immer stärkerem Maße in Anspruch zu nehmen oder in Amerika anzuklopfen. Ihre Geldmärkte seren aufs schwerste erschüttert und an >uns sei es daher, unfere finanziellen Kräfte aufs höchste anzusvannen, um bald dem endgültigen Siege nahe zu kow^ men. Die Wahl des Zeitpunktes der 5. Kriegsanleihe müsse als durchaus glücklich bezeichnet werden, da sich bedeutende flüssige! Mittel in allen Schichten der Bevölkerrmg angesammelt haben Besonders- kaufkräftig seien gegenwärtig die land wirtschaftlichen Kreise, da ihnen die Ernte reiche Erträge und dementsprechend hohe Gewinne zugesührt habe. Die Industrie habe infolge ihrer Beteiligung an der weiteren Deckung des Heeres bedarses erhebliche Mehrgervinne erzielt und auch der Handel habe aus dem Verkaufe seiner Rohprodukte und Waren Nutzen g^ogen. Diese günstige wirtschaftliche Lage komme auch rein äußerlich zum Ausdnick. Angesichts dieser günstigen wirtschaftlichen Lage würden es nun unsere heldenhaften Söhne und Brüder im Felde nicht verstehen, wenn die Daheim gebliebenen, besonders aber diejenigen welche unter dem Schutz der schimmernden Wehr große Gewinne erzielt haben, nur einen Augenblick zögern wollten, die Mittel zur lveiteren Kwiegssührung bereitzustellen. Vergessen müssen wir eben alle Schwierigkeiten, irelche mit der Lebensl)altung im Augenblick verknüpft sind, vergessen muß auch der Handel alte ihm auserlegten Beschränkungen — Leitstern und Führer darf uns in diesen Tagen nur der eine große Gedanke sein: teilzuhaben an den Opfern dieses Krieges, welche doch im Vergleich zu denjenigen, welche unsere Tapferen im Felde täglich und stünolich bringen mihsen, ver- schlvindend klein zu nennen sind. Aber auch diejenigen,, welckie keine Kriegsgewinne gemacht haben und nickst zuletzt auch die Zaghaften, die Aengstlichen, die Zweifler und wie sie alle heißen mögen, sollte eine ganz einsackst Erwägung zum reichlichen Zeichnen veranlassen, nämlich die Erwägung: „Zeickmest du, so gibst du deinem Lande die Kraft und die Mittel, den Kr:ieg siegreich durchzurülsten; ganzes Vermögen wertlos und der triumMer«^e Fettck nin^ dft zLhn^^das, was du deinem Vaterlande rn Memmnt vorertt- Un^ta* unserer hoch-Ewickett-n Industrie b-vorstcht. n^mr der Feind ins Land cmdrrngt, brauche er wohl urcht nayev auszusühren, es sei ja hinreichend bekarrnt. Auch den wir aus^uns selbst angewiesen sein und darum mutzen. wir uns stark machen darum ser es notwcndrg/ einen lolchen Sieg zu er ringen? Ser alle Anschläge unser« Feinde SU'chM^n mache. Und dieses 'stiel könne eben rarr erreicht werden, mennwir diejenigen Mittel zur Verfügung stellen, welche imiere .'deereslettung n dm Sta^ setzen, unsere Feinde in den Staub zu werfen. Und diese Mittel sl^eben das Geld - die silbernen Kugeln. D'S liege jetzt ein großes Maß.twn B«antwartttng^ mm jeden Einzelnen von uns. Möchte )ich em leder dieser Verantwortung bewußt sein und darnach handeln. . Prof. Skalweit wendet sich hieraus gegen die Meinung, daß durch ein Nicht^eichnen der Kriegsarckeihe der Krieg verturzt werden müßte, weil der Heeresleitting das Geld zur Kriegvführnng fehlen würde. Auch wenn die Kriegsarckeihe ein Mnzcrlolg wird, so führt der Redner aus, kann das Reich boch nicht aiis Geldmangel, gezwungen w«den, Frieden zn schlietzen. Unsere Gegner haben es uns ja gezeigt, wie Wan aua) ohne A n l ei h e e r f o l g e Kriegs finanzieren kann. Durch die Ausgabe ungedeckter Banknoten und kurzfristiger Sck>atzwechsel haben sie sich S" Helsen gewußt. Nichts hinderte uns, im Notfälle den gleichen Weg yU beschreiten. Freilich laicht ein solcksts Verfahren allen Grundsätzen einer soliden iymcmiexmiQ Hohn und brrgt die )ck>wersten Gefahren in sich. Für JahrzelMe hmaus kann der Geldwer. erschüttert und damit das ganze Wrrt)ck-astsleben geimrt iverden. Ten Gegnern ist ja auch bei ihren Frnanzrermrs-kün,ten schon längst nicht mehr tvohl zu mute. Aber alle ihre wre.>erholten Versuche, durch langfristige Anleihen nach deutscher Art ihre Finanzen auf eine sichere Grundlage zu stellen, smd mehr oder weniger mißglückt. Unser Stolz war es bisher gewesen, daß wrr dant der Kriegsanleiheerfolge die denkbar ,vlidesten Kriegsfinanzen hatten. Welchen gewaltigen moralischen Erfolg würde es bedeuten, ioenn auch die fünfte Kriegsanleihe ein großes Ergebnis haben würde, und wrr es nrcht nötig hätten, unsolide Finanzhrtsen in Anspruch zu mchrmn, so wie es Rußland, Frankreich, Italien und England tun Man hat unsere früheren, Kriegsanleihen als gewonnene Schllichttm bezeichnet. Also arbeiten wir, werben wir, kämpfen wrr snr die fünfte Kriegsanleihe! Auch diese Schlacht muß gewonnen werden! ^_ Ganz zum Schluß ergreift nochmals Geheimrat Eck das Wort. Die Kriegsanleihe ist, so führte er aus, zweifellos auch eine Vertrauensfrage der Reichsleitung an das Volk. Alle die Bedenken, die laut geworden sind, und die nur mit Grund zu zerstreuen suchen dursten, gelstn doch in dieser Richtung. Aber wie merkwürdig doch. Wir vertrauen unsere Sohne ohne Wanken den Führern an, wiewohl wir wissen, daß cs sich um ihr Leben handelt. Legen wir aber das Teuerste m ihre Hand, wie viel leichter sollte das mit dem Gel de der Fall sem. Halten wir am Verttauen fest! Geben wir die Kriegsanleihe im ertrauen zum Recht, zum Weitblick und zur Zielsicherheit der Führung. Zum Gpsertag für die deutsche Slotte Oktober Wb. Was hebt sich schweigend aus Wellenschaum Noch einmal vom Grund in die Höh' ? Was schreitet wie Wider aus erstem Traum Heut über die schimmernde See? Von der Tsingtaubucht, von btn Falklands her. Sie wandeln schweigend die Wasserbahn, Es regt sich im! Indischen Ozean, Es hebt sich aus weitem Atlantischen Meer: Und Afrikas Küsten, Arabiens Sand, Die Türkenuser, das belgische Land, Sie senden heut' alll ihre Toten ans Licht, Die unter der deutschen Flagge gestritten, Und Ostsee und ddordsee halten heut' nrcht. Die" Seemannstod in den Wogen erlitten, - Und wo an Helgoland brandet die Wellie, Schallt's unaufhörlich: „Zur Stelle! — Zur Stellet Da ragt, wie gegossen aus deutschem^ Stahl, Graf Spee, der unsterbliche Ahmiral, Und nimmt ernst grüßend die Meldung entgegen Der vielen, die nahen auf Wasserwegen: Kap'täne und Leutnants und Ingenieure Und Aerzte und Pfarrer, Matrosen und Maaten, Die Seemannspflicht bis zum Tode taten, Die kämpften und starben für Deutschlands Ehre. — Graf Spee hebt schweigend die nervrge Hand Und weist hinüber zum deutschen Strand. -- Nun, Deutschland, tu auf die Paläste und Hütten, Tu auf deine Hände, tu aus deine Seelen ^ , Dem Saevolk, dem treuen, das für dich ge,butten! Es naht dir und ruft dich: „Aus SeemanuskehLen Vernehmt ihr kein Klagen, vernehmt rhr kern Flehn; Die zarten Worte uns widersteh'n. Wir können nicht bitten in Worten weich. Wir wollen nicht bitten, wir fordern von Wir fordern und haben ein Recht dazu: Daß uns kein Klagen störe die Ruh', Kein Klagen von Witwen und Waisenkind, -Kein Klagen derer, die Krüppel sind! Wir opferten alles, ja alles für euch. Nun opfert auch ihr, und 'opfert so reich. Daß niemals die Winde und Wellen 7 Zimmer 7-Ztmmerwovnung mit all. Zubehör, herrschaftlich ein- gerichtet zu vermieten. 21871 Ludwi gs trafte 45. 14395 Herrschaftliche Illlllls Zubehör 7 - Zim. - mit Bad und tBismarck strafte) zum 1 Oktober zu vermieten. Näh. bei L. Altstoff und Liebig- strafte 83 (im Laden.» eme 5-Zimmer-Wobnung lErdgeschoftj zu verm. ; 47Ä Abermann A Kling. 5-Zimmerwohintng nebst reichlich. Zubehör, sof. od. später z. vermieten. s1948 Kr»nl JlnlkoineHiuH, _ Kaiser-Allee 14. Roonstr. 206-Z.-W. rtt. Zubeh. sof. od. später zu verm. Näh. Eroft. Steinwcg 20 1 . 2686 5472 Steinstrafte 23 sofort Wohnung von 2 Zim und Klicke zu verrniet. Näheres Nor d-A nlag e 38 Bu reau. 2 - Zimmer - Wohnung verm. 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Anz. in sämtlichen HauS- O*** arbeiten erfahren, sucht Stelle in besterem Hause. Eintritt 15. Oktober Ost an Fr'.. M. Hannemtnn, Metzlar, 'Weiftadlerstr. 9. ! TW0 Zivorl., deer. AUeinmadeben mit nttteti Zeugnisten, tn Kochen und Hausarbeit bewandert. ges Borzusl. 2—4 nachut.u. '/?9—' -lONhrabds OHkilSje :SÄÄ Mrrdche,,: bet boheut Lohn Fr au Süßhie l.3koventber. Schrtstl. Angeb vtUler. geiverbsmantge Siel- unt. 012210 an den Gieftener lenvermtttlerin. Neustadt 50. Anzeiger erbeten. Am 14. September starb den Heldentod infolge einer am selben Tage durch Granatschuss erhaltenen schweren Verwundung unser lieber, unvergesslicher Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Bräutigam Karl Kinn Gefreiter im Inlanterie-Regiment 116, 10. Komp. Inhaber des Eisernen Kreuzes nach zweijähriger treuer Pflichterfüllung im 26. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Heinrich Rinn IX. Elisabeta Rinn geb. Kreiling Albert Rinn, z. Zt. verwundet Otto Rinn, z. Zt. Bad Orb Heuchelheim, den 30. September 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Hermann Rinn Lina Rinn Lina Schmandt als Braut nebst allen Verwandten. 7042 Nachru Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere lieben Mitglieder 1. Kriegsfreiwilliger Heinrich Becker Infanterie-Regiment Nr. 116 2 . Wehrmann August Becker Infanterie-Regiment Nr. 94 s. Musketier Heinrich Schmidt Infanterie-Regiment Nr. 79 4. Musketier Wilhelm Wagner Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 224. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. 7052D Gesangverein Concordia, Rödgen. mm Fürs Vaterland fiel am 30. Juli unser lieber Bundesbruder stud. jur. Adolf Herbst (aktiv seit 8.-8.13, X) Ritter des Eisernen Kreuzes als Leutnant d. R. in einem Feld-Art.-Regt. Ferner betrauern wir den Tod unserer lieben Alten Herren Dr. Wilhelm Simon Professor der Chemie (aktiv ^.-S. 55—57) gestorben am 19. Juli zu Baltimore, Professor Friedrich Obenauer Oberlehrer (aktiv 8.-8. 76—79) gestorben am 5. September zu Oppenheim, Professor Gustav Zinsser Oberlehrer i. R (aktiv 8.-8. 58—61) gestorben am 25. September zu Gießen. In tiefer Trauer: Die Giessener Burschenschaft Germania. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Als blühender Jüngling zogst du hinaus, Verließt deine Lieben, dein Elternhaus. Noch sprachst du als du von uns mußt gehn, Lebt wohl, wir werden uns wiedtirseh’n. Doch nun ist es ganz anders kommen, Zu früh hat der Tod dich hinweggenommen. Dich heimzuholen war uns nicht beschieden, Drum ruhe sanft und schlafe nun in Frieden. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 15, September unser herzensguter unvergeßlicher Sohn, unser heißgeliebterBruder, mein lieber Enkel, unser treuer Cousin, Pate, Schwager und Neffe Musketier Karl Kirchmann Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ 4. Kompagnie. im noch nicht vollendeten 20, Lebeusjahr. 012290 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Christian Kirchmann nebst allen Angehörigen. Hausen, den 30. September 1916. LA.: Heckmann 17016D Am Montag erhielten wir die tieftraurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, mein lieber Stiefsohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter €arl Steller Vizefeldwebel im Inf.-Regt. 116, 3. Komp., Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille am 20. September nach 26monatiger treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Im Namen der tief trauernden Hinterbliebenen: 7016 Mari© Steller geb. Qnenter und Töchterchen. Gießen, Annerod, Steinbach, Dortmund, Langendreer, den 29. September 1916. Schmerzerfüllt geben wir Verwandten, Freunden und Bekannten die Trauernachricht, daß unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Jakob Sommer II. Ww. geb. Schäfer durch einen sanften Tod heimgerufen wurde. Familie Karl Maid Familie Ludwig Sommer, Lehrer ^ Familie Georg Sommer, Gastwirt Familie Heinr. Möckel Familie Ludw. Jung Familie Georg Häuser, Bahnmeisteraspirant Karl Sommer, Handlungsgehilfe. Watzenborn, Inheiden, Wiesbaden. Die Beerdigung findet statt Samstag, den 30. Sept. IQ 16 nachmittags 37 4 Uhr. [7030 Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 ESärgenE in allen Preislagen EmilHJter.ScMtatralli! 28 Kartoffel- Dampfer -LlleWeu -WWer -Karste u. -Kacken verzinkte Kartoffel- Korde empfiehlt billigst l 6483 * Edgar Borrmann Telef. 165 Neustadt 11 (Lisenw.. Hauö- u. Küchenger. ff ff ff ff 2. Große Friedrichsbafener Held-Lotterie Ziehunggarant. 4. Okt.1916 2029Gesamtgewinne:Mark 60000 Hauptgew. bar ohne Abz. 80000 6000 Lose ä2Mk., 11 Lose20Mk. Porto und Liste 35 Pfg. empfiehlt und versendet A. Dinkelmann, Worms. Fernerhier zu haben bei len Kgl. Prenß. Lotterte* \ Einnehmern u. allen durch [Plakate kenntlichen^Ver Sk aufsstellen. 6508 ss. Zöpfe ' Haarunterlag. Locken.Dreher ! fow. alle sonst. 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Schmitt Marie Haas Ww. geb. Schmitt Georg Schmandt VIII, z. Zt. im Felde, und Frau. Steinberg, den 30. September 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. oib» Nachruf. In heissen Kämpfen fiel am 16. September 1916 bei siegreicher Abwehr stärkster feindlicher Angriffe der Hauptmann und Bataillonsführer Ernst v. Pentz Er gehörte dem Regiment seit seinem Eintritt in die Armee ununterbrochen an und war mehr wie jeder andere mit dem Regiment verwachsen. Er hat an sämtlichen Gefechten des Regiments teilgenommen, wurde zweimal leicht verwundet, blieb jedesmal bei der Truppe und wurde wegen ganz besonderer Tapferkeit und Unerschrockenheit als einer der ersten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Das Offizierkorps verliert in ihm einen in jeder Beziehung vorbildlich- n, ausser gewöhnlich beliebten Kameraden von hervorragenden Charaktereigenschaften, das I. Bataillon einen väterlichen, für seine Untergebenen stets treu besorgten Vorgesetzten. Wir alle werden ihn niemals vergessen. 7063D Hass© Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm“ (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Hiermit Die traurige Nachricht, dast am Donnerstag nackt 2 Uhr mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater Heinrich Grebe nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Grebe nebst Kindern. Giehen, Frankfurt a. M., 30. September 1916. Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. (0122o9 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir aus diesem Wege allen Verwandten und Bekannten, sowie den Lehrerinnen und Mitschülerinnen unseren herzlichen Dank. 012256 Die trauernden Hinterbliebenen: Emil Werther u. Kinder Gießen, den 29. September 1916. liefert In Jeder gewünschten Ausstattung stilrein u.preiswert Uaiv.-DriitUrtl