Ar. 22 \ Drittes Statt J66. )atzrgang Erscheirck iSgttch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Gietzeuer Zamittendlätter" iverden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beiqelegt, das ..Lreirdlatt für öea Kreis Stehen" zweirnal wöcheuilich. Die ,^an* wirtschaftliche« Seitfragen" erscheinen monatlich zweunal. Giehener Anzeiger Generai-Mzeizer für Obechchen Samstag, 23. September Mb Rotationsdruck und Berlag der Brühttfch«» Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei, R. Lang e, Gießen. Schristleituna, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» straße 7. Geschäftsstelle a.Berlaq:^^51, Schrift» leitung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Schuldbucheintragungen. Der Entschluß, sich an der fünften Kriegsanleihe durch Zeichnung zu beteiligen, wird jedem, der an das Wohl des Vaterlandes, das seiner Familie und sein eigenes denkt, leicht fallen; denn es gibt keine bessere Kapitalanlage als sein Geld zum Schutze und Siege des Reiches Mitarbeiten zu lassen. Zweifel werden nur bei manchen Kapitalisten oder Sparern darüber auftauchen, ob sie die 5proz. Deutsche Reichs anleih e zeichnen sollen, oder die 4 ^ pro z. Reichsschatzanweisungen. Beide Anlageforinen haben ihre besondere Vorteile. Aber alle die Kapitalisten, Sparer, Vermögensverwaltungen usw-, die auf längere Zeit hinaus davon absehen möchten, das Geld anderweitig unterzubringen und die ferner sich nicht um eine Auslosung ihrer Wertpapiere, wie sie bei den Reichsschatzanweisungen in dein Jähren 1923—1932 vorgesehen ist, kmnmern möchten, alle die werden die 5proz. Reichsanleihe wählen. Für die letztere ist der Zeichnungspreis, wenn der Zeichner Anleihestücke ausgefolgt haben will, auf 98 für 100 M. festgesetzt, hingegen auf 97,80 M. für 100 M. bei Schuldbucheintragungen. Warum stellt sich die SchuldbucheintragNng dem Preise nach günstiger für den Zeichner? Ist sie etwa mit irgend welchen Nachteilen verknüpft? Ganz gewiß nicht! Sehr viele Kapitalisten und Kapitalvierwalter empfinden es als eine Unbequemlichkeit und unnütze Ausgabe, für eine sichere Aufbewahrung der Anleihestücke sorgen zu müssen. Ihnen ist es daher sehr willkommen, daß es eine Möglichkeit gibt, das Anleihekapital auf den Namen des Eigentümers in das Reichsschuldbuch eintragen zu lassen, womit die Gefahr von Verlusten durch Diebstahl, Feuer und dgl. entfällt. An die Stelle der Anleihestücke tritt für den Eigentümer der in das Reichsschuldbuch eingetragenen Deutschen Reichsanleihe ein einfaches Bestätigungsschreiben der Schuldbuchverwaltung. Dieses wird zwar seder ordentlich aufbewahren müssen, doch ist sein etwaiger Verlust ohne rechtliche Bedeutung. Ebenso wie die Aufbewahrung des Wertpapiers selbst kommt durch die Eintragung der Reichsanleihe in das Reichsschüldbuch die Aufbewahrung von Zinsscheinen in Fortfall. Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil Zinsscheine bei Verlust nicht gerichtlich auf- geboten werden können, also schwer zu ersetzen sind. Wie kommt man aber, wenn man keine Zinsscheine hat, zu seinen Zinsen? Die Beantwortung dieser Frage ist sehr einfach. Die Zinsen der Buchschuld werden dem Berechtigten ohne die geringsten Umstände nach seiner Wahl durch Postsendung oder Reichsbank-Giro-Konto ausgezahlt, und zwar für die fünfte Kriegsanleihe, da sie April-Oktober Zinsen trägt, jeweilig vom 18. März und 17. September ab. Die Zusendung der Zinsen im Postverkehr erfolgt innerhalb des Deutschen Reiches bis zum Betrage von 1500 M. einschließlich portofrei und nur bei höheren Beträgen auf Kosten des Empfängers. Besitzt dieser ein Postscheck- Konto, so werden auch höhere Beträge gebührenfrei überwiesen. Alle kleinen Sparer, die bisher ihr Geld auf einer Sparkasse oder bei einer Genossenschaft liegen hatten und jetzt, dem Rufe des Vaterlandes folgend, die neue 5proz. Reichs anleih e zeichnen, perfahren am richtigsten, wenn sie die gezeichnete Anleihe in das Schuldbüch eintragen lassen und bestimmen, daß die Zinsen fortlaufend d er Sparkasse od er Genossenschaft, bei der sie.ein Konto haben, überwiesen werden. Dort werden dann die Zinsen ohne weiteres dem Sparguthaben zugeschrieben, so daß das Sparbuch sich wieder von selbst ergänzt. Erwachsen dem, der eine Buchschuld eintragen läßt, irgend welche Kosten? Nein! Weder für die Eintragung der Reichsanleihe in das Reichsschuldbuch werden Gebühren berechnet, noch für die laufende Verwaltung des eingetragenen Vermögens. Gebührenpflichtig ist nur die Austragung der Buchschuld, d. h. die Löschung, und damit kommen wir zu der Frage, wie sich der Inhaber einer Schuldbuchforderung zu verhalten hat, wenn er sein Kapital zurückzuerhalten wünscht. Er braucht in einem solchen Falle nur einen entsprechenden Antrag beim Reichsschuldbuch zu stellen und erhält dann die wirklichen Schuldverschreibungen (nicht etwa bares Geld) gegen eine Löschungsgebühr von 75 Pfg. vom Tauserll, mindestens aber 2 M., ausgefolgt. Allerdings würde eine solche Ausfolgung bei der fünften Kriegsanleihe nicht mit Erfolg vor dem 15. Oktober 1917 beantragt werden können, denn die oben erwähnte Ermäßigung des Zeich- nunbspreises für Schuldbuchzerchnungen soll ja gerade denen zuteil werden, die die Schuld buch ein traguna bis zu dem erwähnten Zeitpunkte unangetastet lassen. Will jemand dann seine Schuldbuchforderung in bares Geld umwandeln, so läßt er sich zunächst die Anleihestücke ausfertigen und kann diese jederzeit durch eine Bank oder ein Bargeschäft veräußern. Eine Eintragung von Reichsschatzanweisungen in das Reichsschuldbuch findet nicht statt, weil die Reichsschatzau- weisungen nicht in dem gleichen Maße wie die 5 proz. Reichsanleihe die Eigenschaften einer dauernden Kapitalanlage tragen. Das Reichs schuldbuch ist aber lediglich für die dauernde Kapitalverwaltung bestimmt. Welchen Zuspruchs es sich erfreut, darauf mögen einige Zahlen die Antwort geben. Zum Anfang des Jahres 1900 bestanden beim Deutschen Reichsschuldbuch 3 869 Konten über Zusammen 294 813 300 M. Kapital. Zu ^Beginn des Monats Juli 1916 waren es 657909 Konten über zusammen 7 021536 200 M. Kapital. Es waren mithin über 7 Milliarden M. schon Anfang Juli im Reichsschuldbuch eingetragen ! Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stäille. rb. Dar m st ad t, 21. September. (Schluß.) Zur Beratung kommt dann die Vorstellung des Verbandes hessischer staatlicher Unter beamten, betr. eine Teuerungszulage während des Krieges und eine Kriegsbeihilfe. Ein Antrag Henrich und Reh hat diese Wünsche der Beamten ausgenommen. Die Antragsteller wollen eine allgemeine Teuerungszulage bis zu 100 Mark mit Zuschlägen von 20 Mark für jedes erwerbsunfähige Familienmitglied für solche Beamte, deren Bezüge einschließlich des Einkommens aus etwaigem Pr watvermögen unter 2300 Mark betragen. Die Zulage sott gekürzt werden, soweit sich das gesamte Einkommen über den Betrag von 2400 Mark erhöht. Pensionäre sollen die gleiche Vergütung erhalten, jedoch unter Herabsetzung der Einkommensgvenze auf 2000 Mark. Diesem Antrag gegenüber beharrt die Regierung auf ihrem Standpunkt, daß die Unterstützungsbedürftigkeit in jedem Falle geprüft werden sötte. Abg. U r ft a d t (fr. Vp.) begründet an Stelle des verhinderten Abg. Henrich dessen Antrag. Der gute Wille und das Entgegen- konimen der Regierung müsse anerkannt werden, aber die Scheu vor dem peinlichen Weg des Bedürftigkeitsnachweises halte viele ab, diesen Schritt zu tun. In der gegenwärtigen schweren Teuerungszeit sei die Bedürftigkeit bei jedem Angehörigen der betreffenden Beamtenkategorie gegeben. Würde die erwähnte Scheu erst einmal überwunden, so würde wohl kaum einer der Betreffenden von der Regierung zurückgewiesen werden können. Darauf wird der Ausschußantrag, die Vorstellung der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen, angenommen, dem Antrag Henrich wird dagegen dem Ausschußantrag entsprechend keine Folge gegeben. Ein Antrag Dr. Schmitt, v. Brentano u. Gen. geht dahrn, die Regierung zu ersuchen, die Staats- und Gemeindekassen anzuweisen, die Zinsscheineder Kriegsanleihenj als Zahlung anzunehmen. Der Antrag wird, soweit er die staatlichen Kassen betrifft, für erledigt erklärt, dagegen bezüglich der Gemeindekafsen der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen/ Reiseemdrücke aus Norwegen. Von Prof. Dr. Hermann Gunkel. Bei schönem, warmem Frühlingswetter war ich gegk Ende März aus der Heimat ab gereist. Schon blühten d ersten Schlüsselblumen im Walde und der Krokus im Garte Meine nordischen Freunde hatten mir geschrieben, dc Klima in^Christiania sei von dem deutschen nicht allzu ve -schieden. So hatte ich mich kaum mit Wintersachen versorg Aber ein seltsames Erwachen in Norwegen sollte folge Ein Erwachen in eigentlichem Sinne. Durch die Ritzt drang früh am Morgen in den Schlafabteil ein eigentnr liches weißes Licht. Neugierig zog ich die Vorhänge empo .Norwegen lag im Schnee, in tiefem Schnee. Und so ha! ich es überall, wohin ich kam, gefunden. In Christiania \ feiten Tauwetter Und ein unermeßlicher „Matsch"; d Kinder werden hier, möchte man glauben, mit Gumm schuhen geboren; dann zur Abwechselung die Straßen b .eingetretenem Frost oder starkem Sonnenschein ziemli trocken; dann wieder einmal ein heftiger Schneefall; an ein preußischer Polizeipräsident .würde hier verzweifel Auf den Höhen aber — ich bin mit der wundervollt Borgen-Bahn fast bis znm Kamm des Gebirges gekor men — überall Schnee, meterhoher Schnee. Auf beidl Seiten der Wege hohe Schneemauern, vom Schneepflug an getürmt. Jeden Tag fährt auf der Bergen-Bahn eil Maschine, mit einem gewaltigen Schneepflug bewaffnet, d Strecke auf und ab. Die im Frühling rauschenden Bäche sir noch mit dicker Eiskruste bedeckt; manchmal bricht darirnt das schäumende Wasser hindurch. Die Wasserfälle hängt E^smassen und Eiszapfen an den Felsen, die Sek schlafen unter Eis und Schnee. Bald beginnen beim Anbl dreser Landschaft die Angen zu schmerzen; eine Sch ne vrllte, welche die Augen von allen Seiten umschließt, mi helfen; auch die Bauern tragen sie bei hellem Wetter. Dieser tiefe Schnee ist übrigens, wie mir bericht *V n e Besonderheit dieses Jahres, das sich besonder kalt anlaßt. Doch hatte die Sonne, wenn sie einmal schie schon stärke Kraft. Ich habe auf offener Veranda, bei schönem Sonnenschein, allerdings im Pelz, geschlafen, ohne daß es mrr geschadet hätte. Ueberall sah man die Spuren des Tauens; die sonst festgetretenen Fußwege ließen zuweilen nach, und man VersLink bis an den Leib in die weiße Tiefe; eine Menge von Löchern im Wege zeigten, daß es schon manchem so gegangen war. Bei meiner Rückreise, einige Wochen später, sah ich, daß in Südnorwegen die Aecker und Wiesen schon begannen, aus dem Schnee wieder emporzutauchen. Am Sonntag im Hochgebirge reges Treiben der Schneesportler, auch der Damen, die übrigens in ihren weiten Hosen nicht gerade vorteilhaft aussahen. Unter ihnen standen an der Station die Bauern und Bäuerinnen in ihrer alten Vollsttacht. Beide Parteien nebeneinander, sich beobachtend und sich übereinander wundernd: zwei Kulturen auf enqenr Raum. Die Gasthäuser im Gebirge von Menschen überfüllt; meist wohl Norweger, auch viele Dänen; daß das Land von dänischen Touristen, überschwemmt wird, ist fast Tagesgespräch. Deutsche Laute habe ich nur einmal gehört: wenig angenehme Landsleute, laut schwatzend, unfein lachend, wahrscheinlich durch Kriegsgewinn reich gewordene Kleinbürger. Möge der Norweger die Deutschen nicht nach ihnen beurteilen. Meine Reise quer durch einen Teil stllrwegens stellte mrr dre Natur des Landes deutlich vor Augen. .Soweit das Auge reichte, nichts als Berge, meistens, soweit ich gesehen habe, nicht in überwältigender Höhe emporragend, sondern sich allmählich übereinander türmend, so daß man etwa einen Eindruck wie im deutschen Rres-engebirge erhält. Alles aber bedeckt von Wald; in den niederen und mittleren Lagen Tannen, bis dann die Birke ihr Reich einuinrntt ,.!ch^eßlich auch diese verkrüppelt. Herrlich war der Anblick dieser unermeßlichen Waldeinsamkeit in ttefem Schnee! Zuwellen phantastische Beleuchtungen: die matt glanzende, weihe Fläche des gewaltigen Sees, neben dem dre Bahn hoch auf steilem Abhang dahin fährt; ferne Berge, in wundervolles Blau getaucht, wie mit Zucker bespritzt; zarte Schatten auf den von keiiiem Fuße betretenem Schnee- Mchen; merkwürdig für den Deutschen, daß so gar keine Bei dem Anttag v. Brentano, Dr. Schmitt u. Gen., bett. Einkommen der Kriegswitwen weist Abg. Adelung (Soz.) auf die Unzuträglichkeit hin, die sich daraus ergibt, daß die Kriegsunterstützung steuerfrei ist, dagegen die oft erheblich geringere Hinterbliebenenrente versteuert werden muß. Für die Kriegszeit wenigstens sollte das beseitigt werden. Auch sollte für die Kriegsdauer der Unterschied zwischen Hinterbliebenen^, reute und Kriegsunterstützung von den Lieserungsverbänden draufgezahlt werden, wie es in Mainz bereits geschieht. Staatssekretär Hölzinger entgegnet kurz auf einige Bemerkungen des Vorredners. Finanzminister Dr. Becker erllätt, daß bei allem Wohlwollen und Entgegenkommen doch die Grrmdzüge der Besteuerung nicht preisgegebär werden könnten. Der Anttag v. Brentano-Dr. Schmitt, der dahin geht, das Einkommen von .Kriegshinterbliebenen bis 1000 Mark steuerftei zu lassen, wird darauf der Regierung als Material bei der Aende- rung des Steuereinkommens überwiesen. Die dringliche Anfrage des Abg. Dorsch, bett. die Schutzimpfung gegen Rotlaufseuche bei Schweinen begrüntet dieser und fragt die Regierung, weshalb den Tierärzten so wenig Serum zum Schutz gegen die Rotlaufseuche zur Verfügung stehe. Minister v. Hombergk antwottet darauf, es sei genügend Serum vorhanden, um 60 000 Schweine damit zu impfen, die Tierärzte gingen aber vielfach unzweckmäßig damit um, so daß die Abgabe etwas beschränkt werden mußte. Nach einigen weiteren Ausführungen des Abg. Senßfelder und einer kurzen Regierung smrtwott war die Anftage erledigt. Von den dann noch behandelten Vorstellungen wird die des Großh. Werkmeisters Steinbrecher bei der Zellenstrafanstalt Butzbach um anderweitige Regelung seiner Gehaltsverhältnisse der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen, dagegen die Vorstellung des Militäranwätters und Schreibgehilfen Pepier-Mainz, die Vorstellung der ehemaligen Main—RceckarbaHn-Be amten um Erhöhung ihrer Pension, sowie die Vorstellung der Brückenwärter zu Gernsheim und Oppenheimer Fahrt und die des Georg Josef Höfling in Frankfurt a. M. abgelehnt. Damit ist die Tagesordnung erledigt und Präsident Köhler schließt mit einigen Worten die jetzige Kammettagnng. 1 „Unsere Marine“ f Zigarette I 2% Pfg. I §§ 3 == a einschliefeiich Kriegsaufschlag 1 3 Trotz Steuererfeohung behalien unsere Zigaretten ihre alten anerkannten Qualitäten! | Georg A. Jasmatzi Aktien-G esellschaft | ^itiuiiiummiiHimiiiimiuiimummiiiiiLiiJjuiijminiiiiiiiiniiiüiiJiimiiiminiiiinminumflBJiiffiiiiDimiunjjniHiiir^ ^IIMIMwMkkMMüI | Trustfrei Wildspuren zu sehen sind; manchmal geht das matte Weiß des fernen Schnees irr den Himmel so ununterscheidbar über, daß das dazwischen hervortretende Gran-Schwarz der Felsen und Tannen wie in den Himmel gemalt erscheint. Aber bei aller Herrlichkeit, welche das .Herz znsammenpressende Einsamkeit! Wie selten auch nur ein einzelnes Gehöft! Dort drunten anr stellen Bergeshang, wo der Wildbach eine kleine Landzunge irr den See vorgeschoben hat, ein Hans, so wert von derr Menschen entfernt! Wie ist es möglich, daß leberrde Seelen hier wohrren! Selten gewähnt man von der Bahn arrs einen Menschen; wenige Wege, von Straßen ganz zu schweigen. Wie einsam muß es hrererst gewesen sein, ehe der Donner der Bergbahn das Schweigen durchbrach. Man begreift die Wortkargheit und Schwere der Jbsenschen Dramen, wenn man sich das weltverlorene Leben dieser Menschen vor Augen stellt. iSchon von der Bahn ab, darin ans meinen Wanderungen und besonders in denr Volksmrrsenm auf der „Bygdö" bei Christtarrra habe ich einen gewissen, wenn auch nur flüchti- gen Eindruck vom Leben der B a uern erhalten. Die Häuser und Scheunen, rratürlich aus Holz gebaut, sind oft mit roter Farbe angestrichen, manchmal mit zierlicher Schnitzarbeit geschmückt; oft ruhen die vier Ecken des Hauses auf'Stein- blöckeu. Manchmal sind die Höft so umfangreich urrd die Wohnhäuser so aurnutig gestaltet wre Edelsitze; man erkennt den behäbigen Wohlstand ünd derr Stolz des Besitzers. Manchnral führen Treppen zu derr Scheunen empor, dererr letzte Stuft aber die Schwelle des Gebäudes nicht ganz erreicht: so schützt man die Vorräte vor den Ratten. Die ganze Bauart ist der schweizerischen übervaschend ähnlich: gleiche Verhältnisse bringen überall dasselbe hervor. In der Mitte des Hofts findet man hier und da einen Glockenstuhl: die Glocke ruft das arbeitende Gesinde vom Felle. Einstweilen war fteilich von Feldarbeit noch tarn etwas m sehen. Nur der Mist wurde schon gefahve» und mitten auf dem Schnee abgeladeu: für den Deutschen em seltsamer Anblick. (Fortsetzung folgt.) Die gründliche Anleitung im Selbstallfertigen von ICleidern, Blusen usw,, sowie das Ae n dem von alten Kleidern wird an Haustöchter erteilt. am Dauer des Kursus 6 Wochen 6x3 Stunden wöclientuch. Preis Mk 35 .— Anmeldungen J—4 Uhr, nachmittags. Selter sw eg 22 111. Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Sttd'Anla^e 7 [60231 Süd-Anlage 7 Lnterricht in allen weiblichen Handarbeiten: Weiß- und a as j tnennflhen, Stickereien jeder Art, Klöppeln. Occhi, Aendernngen von Wäsche, einfachen Kleidern und Blusen, ferner Kunsthandarbeiten in allen Techniken- (li’il'cfjg i!os!. ! !itiij!ij| in allen Zweigen t Malte. r d?, acß/cßulefär^u/cßneide/iunß von cM. 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Js. wird die Teockenanlagr 4 Wcmüic im städtischen Elektrizitätswerk. tnljnurm?c 28, in Betrieb genommen. Die Vergütung ,ur die Trocknung betragt 3 Mark für 50$Wo in frischem Elektrizstchsw!.Ä ^ Zustande frei Trockenanlage im Weniger als 25 Bnind werden nicht angenommen. BnUm-tSl Anl'eterung der Waren ist die Hälfte der Kosten für die Trocknung anzuzablen. Die Anmeldung bat mindeuens 3 Tage vor Ablieferung der Frrschwaren zu erfolgen. Die Annahme der Waren erfolgt „ < or Werktags vormittags 10-12 Uhr und die Ausgabe Werktags nachmittags 2—4 Uhr Der Betrieb erfolgt durch das städiische Elektrst Sämtliche Anfragen find dorthin zu richten, woselbst die näheren Bedingungen zu erfahren sind und wettere Auskunft erteilt wird. rrai?R Giesten, den 21 . September 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der früheren Postagenten Wilhelm R«dp von Alten Buscck ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen und zwecks Genehmigung der Jmmobiliarversteigerung Termin auf Dienstag, den 3. Oktober 1916, vormittags 9 Uhr vor dem Großherzoglichen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 3 anberaumt. ssitq Gießen, den 20. September 1916. Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Obstverstergerurrg. °.Ä»'wi°. '"Ub UU SBeiifee Forfthaus Baumgarten, den 23. September 1916 Menges. [012115 Alfa- Separator wichtigste, notwendigste Maschine für jeden Landwirt! Sichert Höchste Butter-AuS- beute; „ . ^ linste Qualität. 000 Höchste Brette. Süste Magermilch: Xri«4r.vorrug,.xebinsungen. bestes Alifzuchtinittel. Bestätigte Alfa-Agentur: Korrrnfti,,,,, Ettenhandlnng, (Siesten. Saatbeize „Unpnlnn“ von landwirtschaftlichen Universitäts-Instituten geprüft und empfohlen. Im Grost- und Kleinbetrieb erprobt. Niederlage bei Otto Bchaa!, fließen, Seltersweg 3V. 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September 1916 abgchaitenen Obstversteigerung sind die Aepfel und Birnen ge- nehmigt. Grüningen, den 23. September 1916. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. _ Bingcl. _ 6874 Obsiderßeigerung. Die Gemetttde Lich versteigert ihre diesjährige Obstz erme, feinste Tafel- und prima Wirtschastsäpiel, sowie Birnen und Zwetichen Montag, 25. lfd. Mto. beginnend vormittags 9*/ 9 Uhr am Waldeingang an der Haltenroder- straste und anschlwstend an diese Lerstetgerung an der Nonnenrotherstraste. 676614 Lich, den 19. September 1916. Grohh. Bürgermeisterei Lich. Obstv§rfteiftersrttft. Dienstag, den 2«. d. Mts., von vormittaat 10 Uhr an soll das Gemcinde-Obst, best-hend ir Aepfcln. Birnen und Zwetschen, versteigert werden Zusammenkunft i,n Ort an der Friedhofstraßc. Allendorf a. d. Lahn, den 23. Sept. 1916. I. V.: Binz, Beigcyrdncter. i„„