9 lr. 229 §rs£.rx: ÜijLch srtt ^ r 5 « .S 4 ch 5 «r $CKiT:ra*tocr- »er^ r«-. .»j^r-rrr* j^rtrr^i: s-ä^<-.:. ck bei «SrcisMir Sr Hm Iltis G*rtz»^ j^err^l »SchtMVHch D*e -. che, Le«. fttfer crköc^.tn »scaoi.-^ jsr'irnfc. 166 . Jahrgang Freirag, Ttk September 1616 Gießener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhejsen Ä'AtatWri'&nivi un- ^rriaj; de; Brüd^ck«» Uau>' * - u't- it :.erlitt L br. . • Dr.' . i- Anz«^«c .^id. Deutscher Reichsrag« SL. S ' tz » s §. Do Baeilraj. >tm 2 $. ^-crtcra^er. &a» Tische >L- iuklttü: xv S^r^mcrr. Hollsvr r.-- Scr-eS«. von Ss^vL S-Jcsu im Seaig«, Jogcss. Hx»' rou ^Ädrru Solid. R an n et aKwa. Hoe^R rr a und z.^X «rche ft; r*>t?T.r :?frK*c2:r sädjn^w. Di'ou? '--nd Xc -Trrrür.rr. jm> ütafüOt. o" — • Dipko» rjßjenlx-; 5o&ea «, x bc BiMchLfSrT und G-.'Andren rou Oesirrrcud- ring.»». .\': Türkei. Griechenland s«L Bu. zurren und >er SCioräer Tdchapr>rfthrL2w qenourmcv. Px-ni>ern De. L»e»sf crö^ner Xe Sitzung oat 3 Uhr 16 £V tarne» sc« ftcktzttsüer Auipi^rc: Meise Herren, wir trete» z» erneuter Arbeit in einem Augen» Xick zsismmen. in rem der gestrige Krieg uu-. Deu: L ^nbS y>cz Nichtsein -tuüLrpch. V.'.:::’\t -.-7 t:::\tc ; :.ic: 5:«Ik\t: «af 7enr HohepunA «rgelLugl Der neue jynr.X der un§ erstunden i% schreck: »nS nicht. tBeifsL.' Rumänien büßt 'chon heure aur dem Bckluckrfelde für feinen T resLrnch. (Beifall.) Ln allen Krönten Wird um die Ent» Scheidung geruugen. Riesenhaft sind d e Lnürengungen unsrer d-e.ke? und unserer Verbündeten. Bei: auSschauend umfaßt der KeDöcrrnbück der Oberen Heeresleitung fast ganz Europa. Bei» naöe üdermenxöiich sind die Anstrengungen, mir denen unsere und unserer Verbündeten rode?u-urigen. kemp'erprobten Soldaten und ihre unerschrockenen Führer hier den Angriffen der fe.u.d. eben •* -< llionenheere Trotz dreien und die jeden Fuß breit Geländer reuer mir Opfern bezahlen lasten und dorr die alte unveränderte Osiensivkraft in glanzender Weise betätigen. Unübertroffen ist die Srandhafn^eiL. mir der in Xr Heimat unfer Voll die Schmie» rigkeir. ja. wenn eg notwendig ist. »eiost die Entbehrungen erträgt. Xe daS Verbrechen de? englischen Aushungerung s? r i e g e s chm auferlegi. (Beifall.) Der Hungerkrreg. der von England geplant ist. ist gestbeitert an der Ernte. d:e uns in Deurstkland beschert in. Militärisih wie wirtfckastlstb sind wir unbexvungen. Ein glänzender Erfolg der neuen funkten Kriegs- anleibe wird der De'.t bewenen. daß wir fest entfchlosten und nmrorrde sind. au- > C 2 rsI Mit Energie d:e d e Wai.e fielen. Herr B i .i"> V.r *•* v r e e r.er letzter ReXn Xe Ech?-X">: und HoX-rr de-:- Bei.-.-..-'4 \K rühm: Lachen.! Pel r stve Zuna:rde Xneu 'L'-i ^ u-st Xf den ZerriralMächten dverß-.a > KörskMvvrre nndr 4 uredr gellen, lasten auf dre Frerdett. Gerextzrrg- l kert uu> ZrvUisirüorr, für tzve dre Emeute ke.-noken w-'.ü e.n etüx'-S ! fo^wurdrgeS Lccht fallen. ^Sedr rrchtrgü Run ! RaudpsNtik vern ersten Tage an add-äng^ de? S?e i Ucg e 1 sondern auch um der Edre de? ErnieX'xung der alle.erneu'en Kürge. Run IaZre einer yeküderien rolrnstden Existenz und eine? ungedeuren ^ '..rg.eurdrgeS L de: «allen, ^ax'd: rrch: a R>. !:a - . X«: AufschwunKr' verNrrrkre. nickt nur nach dem Wortlaut j Raub Politik dow ersten Tage an ad-da gemach: von Xr nd e S w len sick den Z e n 1 r a l m ä ch r e n ch ließen müsse. Als eine Verleugnung des Bundn >"aer träger erschien Xm verstorder-.en K.n:g X-. Ernuxin.d da^ Rumänien r^n der tsterreickisL ungarischen Demarche :n Serbien nicht benachrichr:g: und über sie n.ch: befrag! worden sei. Aber n dem entscheidenden KabrnettSrat-drang der bejahrte König mit seiner Meinung gegen eine Regierung nicht du rck. deren Ministerpräsident ran An -airg an über alle bestehenden Verträge hinweg mit der EnXnae fpMparhstierte. Kurze Jett darauf starb der König an den Folgen Xr seelr chen Erregungen, d.e '.bw. Zar Bewußtsein bereiter darre Xiß Rumänien seine Bundesgenossen verraten würde. De rumänische Politik unter Leitung der Herrn Bratianu ginß darauf aur. sich auf Kasten der .m Val5erkriege liegenden Parteien zu bereichern, ohne große eigene Opfer dringen zu müsien. Es birß nur. rechtzeitig zu erkennen, i-ruf welche Eei.e sich -r Waast-Xr.e deS Sieges a» genolrck dr? Anschluß KriegSjadre. vermutlich ig neigen werde und den s nickt zu verpuffen. Schon im ersten noch dem F».r7.e von Lemberg, schloß Bratranu dinier dem Rucken seiner Souveräns ein«, Neutralität-Vertrag mit Rußland. Nacb dam Fall von PvAemyst oder schien ihm die Zeit gekommen. sich mir unseren Gegner» über de» Fudtidlobn zu verständigen. Die Verhandlungen schlugen indes fehl. Rußland wünschte, seinen eigenen ungeheuren Länderbesitz durch die Bukowina zu vergrößern, auf da» Banai aber batte Serbien sein Auge geworfen. wahrend Rumänien nicht nur die Bcikon'ina. sondern auch die österreichisch-ungarischen Gebietsteile ln? zur Theiß für sich haben wollte. So kam nickt? zum Abschluß. aXr die rumänische Neutralität nahm immer mehr die Form einer ein- s e i t i g e n B e g ü n jt r g u n g der Ententemächte an. Um die Hungerpolitik Englands zu unterstützen, suchte man» da? von uns aufgekaufte Getreide zurückzutzalten. und es bedurfte unseres sehr energischen Druckes, um seine Freigal»« zu erwirken. ?lach dem Durchbruch de: Gorlice wurde Herr Bratianu zrveifel- X^ft. ob er auf das richtige Pferd gesetz: habe. Die Verhandlungen mit der Enwnie grrieten in? Etocken. Immer war e? ja die all- gemeine Kriegslage, dre btc rumänische Politik bestimmte. Al? dann aber die große russische Offensive dieses Frühjahrs kam und gleickzeittg und danach die Angriff« an der Somme einsetzten, glaubte Herr Bratianu den Z»,sammcnbruch der Zentral- machte vor sich zu.sehen. Jetzt war er entschlossen, sich «m dom ve-nneintlichen Leichenraub zu beteiligen. Die Ententsinächde ihrerseits batten mit ihren Verballungen mit Herini Btotianu freiere Hand ol? vorher. Serbien Unir besiegt, die Beschützer der kleinen und schwachen Staaten brauchten also mif die früheren Annexionswünsche diese? Landes keine Rücksicht mehr zu nehmen. Um so frestrebiger konnten sie sich Rumänien gegenüb'r zeigen. Um die Mitte August wurde Herr Bratianu mit unseren Gegnern handelx^- einig. Den Zeitpunkt des LoSschlagen? bebielt er sich vor. er machte ihn von gewissen Vc>rauSsetz. erklärte der König dem österreichisch- ungarischen Verttcter. daß er den Krieg ,icht wolle. (Hört! Hört!) Al? ein Kuriosum erwähne ich nur. daß Herr Brcktianu an X'msellx'u 26. August dem Grasen Czernin versichert hat. er sei entschlossen, die Neutralität Rumäniens mlsrecht zu erhalten, der K r o u r a t. der für den n ä ch st c n Ta g a n g e s e tz t sei. werde d i'e Wahrheit seiner Morte beweisen. (Hört! Hört! und Gelächter.) UebrigenS, meine Herreir, no-ch am 2?.. August waren steh di« Ententemächte selbst nicht darüber im klaren, wann Rumänien den Krieg erklären s»lle. Wir wußten das auS zuverlässiger Qlielle. Dann haben sich die Ereignisse überstürzt. Nach Nachrichten, die ich für zu» verlässig halten möchte, stellte Rußland plötzlich da? Ultimatum, c S wc r d c ü b c r d i c u u g c s ch ü tz t e r u m ä'n i s ch e Grenze e i n r ü ck e n , falls Rumänien nicht luS zum 28. August den Krieg erklärt habe. Ob diese? Ultimatum ein mit Bratianu abgckartrtr- Spiel war, um den König mit sortzurcißc-n, laste ich Dahingestellt; aber Rumäniru wird fick kdcniv mUirsiriick vrrrccknrn. ^ wie sich in Gemecnschaii mit se neu Eureutefreunden po.rnfck ! dererr? verrechuek dar. Man dosite ja z. ver'rckurck dre ! erklärung RumänreuS werde den Abfall der Türker und But- - gxrrren? von un? nach sich zreden. Ader d»e Türke: und Bulgarien sind nrch; Rumänien und Italien. » sprengen unsere Vereinigung mit dem Orient zu zerreißen, hie Türkei. Bulgarien. Oesterreich-Ungarn, eine nach dem anderen niederzuzwingen. u,n dann die vereinten Kräfte allein gegen Deutschland richten zu können. Seit fast einem Jahre w»rd al? Vorbereitung dazu ein große? Heer in Saloniki erlitten. Immer neue Divisionen Uvt«u binzu. englisches und französisches Völkergemisch von der ganzen Welt wird mit Russen. SerXn, Italienern und schließlich Par. tugiesen zusammen gedrillt. Der Verrat Rumäniens schloß die Kette^ Und wieder frage ich Was i st erreicht? Die Lage unserer treuen und tapferen Verbündeten i st u n e r s ch ü t t e r t Oesterreichsilngarn steht an X'r Ostfront zusannnen mit m>? bl? nach Siebenbürgen. Türkische Truppen kämpfen in Ewlizien. Blilgarische. deutstde und türkische Truppen haben die Runwnen in der Dobrudscha geschlagen. Vereint kämpfen sie in Mazedonien. Der Plan der Entente, in der Dobrndstsia und in Mazedonien einen entscheidenden Sstlazi zu führen, ist im Entstehen getroffen. Die Salonikiarnwe ist ülvr schwächliche Angriffe, nicht hinausgekommen und in der Dobrudscha ziehen lutlgarisäie. deutsche und türkische Truppen gegen Norden, anstatt, lvie die Feinde e? sich dachten. Russen nick Rumänen nach Süden. Im ganzen also, meine Herren: An der Sommefrent einzelne Erfolge X'r Gegner, die aller die Gesaintlage nicht ändern. Jin übrigen erfolgreiche Abwehr aller seindlickwn Angriffe und damit Durchkreuzen der feindlichen Absichten; auf dein Balkan Scheitern der feindlichen Pläne! (Beifall.) Meine Herren, so geht der ungeheure Krieg weiter. Immer neue Völker stürzen s ich i n da? B l u t b a d. Zu welchern Ende? Die Kriegsziele, die unsere Gegner iimner »mverhüllter verkünde», diilden keine Mißdeutung: ErolleriingSlust und VernichtiingSwille! (Zustimmung.) Ich habe hier wiederholt darüber gesprochen: Konstan- tinopcl deii Russen, Elsaß-Lothrittgeu den Franzosen, da? Tren- tino iliid Triest den Italienern und jetzt Siebenhürgen deii Ril- münen. Für unS war seit seinem ersten Tage der Krieg nicht? anderes als Verteidigung unseres Rechte? ans Leben, Freiheit und ( s hI- Wicklung. (Beifall.) Darum konnten wir als die ersten und die einzigen unsere FriedenSbereitfchaft erklären. Ich habe darüber am 0. Dezember vorigen JahreS und später wiederholt deutlich gesprochen. ASguith und Lord Robert Eeeil schaffen meine Worte nicht mit der Behauptung aus der Welt, wir hätten entweder gar keine oder unerträgliche und erniedrigende FriedenSbedingnngen knud- gegeben. Wir haben das unsrige getan: wer wagt eS, von uns ein neue? Friedrndnngebot zu verlangen, wenn unsere Gegner, wie eS ganz kürzlich der französische Mi. nisterpräsident Brian d getan hat, einen heute zu schließenden Frieden als eine Erniedrigung, den Gedanken an Frieden als eine Herausforderung al? eine Sägnach an da? Andenken der Toten bezeichnen? Wenn manche den Krieg führen, weil sie ihre utopischen Kriegsziele zu erfüllen hoffen, (mit erhobener Stimme) ihre E r o b e r u n g d l u ft ist e ? . die die Schuld trägt, da ß die Berge der Toten sich täglich türmen. (Lebhafte Zustimmung.) Herr Briand äußerte m einer seiner jüngsten Reden, Frankreich kämpfe für einen festen und dauernden Frieden, in dem durch internationale Abmachungen die Freiheit der Nationen gegen jeden Angriff geschützt werde. Das wollen auch wir. Wir wollen Deutschland für alle Zeiten und gegen jeden Angriff schützen. (Lebhafter Beifall.) Glaubt Herr Briand, daß die Gedanken, die unsere Gegner vor dem Kriege zusammen führten, französische Revanchepolitik, rusfi- sche Eroberungspolitik, englischer EinkreisungS- mit Weltbeherrschungsdrang, daß die Haßgedanken und der Vernichtungswille, die Bvykottierungstendenzen, die ihre Politik nicht nur jetzt im Kriege, sondern weit über den Krieg hinaus bestimmen, den Boden für internationale Abmachungen bereitet, daß sie allein die Würde der Nationen im Dienste der Sittlichkeit verbürgen, oder meint Herr Briand ernstlich sein hohes und ideales Ziel durch einen Vernichtungskrieg erreichen zu können, in welchem die jetzige Jugend Frankreichs auf den verwüsteten Schlachtfeldern an der Somme dahin stirbt? Meine Herren, letzthin 'st wieder die Mär aufgewärmt worden. Seine Majestät der Kaiser habe durch seinen Einfluß beim Zaren die Entwicklung Rußlands im freiheitlichen Sinne ge- hindert. Diese Behauptung — ich will das öffentlich feststellen — ist unwahr. Sie ist das strikte Gegenteil der Wahrheit! (Hört, hört!) Fm übrigen aber, meine Herren, in die inneren Zustände der anderen Länder mischen wir uns nicht ein. Wie Rußland seine inneren Verhältnisse regeln Null, ob autokratisch oder konstitutionell, das ist Rußlands Sache. Ich verliere kein Wort darüber. Ach vertrete nur deutsche Interessen; nur die Achtung vor dem deutsihen Recht, vor den deutschen Interessen 'st das, was wir rm Frieden von den ärgeren Mächten verlangen, sie mögen unter diesem oder jenem Regime leben. Don Eng- l a n d: Das sich England von der erhofften Beute behalten, was es sich von den Kolonien züeigNen will, hat eß bisher nicht gesagt. Aber mehr als daS: wäS die Briten aus Deutschland machen wollen, darüber laste« sie keinen Zweifel. Militärisch wehrlos, wirtschaftlich zerschmettert und bohkottiert von aller Welt, verurteilt zu dauerndem Siechtum. so sieht das Deutschland aus, das Englarü) sich zu Füßen legen will. Wenn dann keine deutsche Konkurrenz mehr zu fürchten ist, wenn Frankreich sich verblutet hat, wenn alle KrietzSverbündeten wirtschaftlich und finanziell England Frohndienfte leisten, die europäischen Neutralen jedem englischen Geheiß, jeder schwarzen Liste parieren muffen, dann soll auch ein ohnmächtiges Deutschland den Traum einer englischen Weltherrschaft nicht mehr stören. Für dieses Ziel kämpft England mit einem in seiner Geschichte unerhörten Kräfteeinsatz, mit Mitteln, die einen Bruch deS Völkerrechts an den andern reiheu. Darum ist England der s elbsüchtig st e, hartnäckigste, erbittertste Feind. Ein Staatsmann, der sich scheute, gegen diesen Feind jedes taugliche, den Krieg wirklich abkürzende Mittel zu gebrauchen, dieser Staatsmann verdiente gehängt z« werden. (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Ich sehe, daß Sie aus meinen Worten den Grad von Unwillen oder von Verachtung erkennen mögen, den mir die immer wieder verbreitete Behauptung erweckt, als ob aus einer unbegreiflichen Schonung, aus veralteter Berftändigungsneigung, oder gar aus dunklen Gerüchten, die das Licht des Tages scheuen, gegen jeden Feind nicht jedes irgendwie gebrauchsfähige Mittel ongewendet würde. AuS Rücksicht auf das auf jeden unserer Ausdrücke lauernde Ausland gehe ich nicht darauf ein. Die Zeit ist zu ernst dazu. Als wir im August 1914 gezwungen wurden, das Schwert zu ziehen, da wußten wir alle, daß wir gegen eine mächtige, ja fast übermächtige Koali- t' o n Haus und Hof zu verteidigen hätten. Eine brennende, bisher unbekannte, oft verschwiegene Liebe zum Vaterlande loderte in allen Herzen auf, kampfeSmutig und siegesbewußt. Heute nach zwei Jahren des Kampfes un- Ringens, des Duldens und Sterbens wissen wir genauer als je zuvor, daß es für uns nur eine Parole gibt: Durchhalten und Siegen! Und wir werden siegen. (Lebhaftes Bravo!) Wenn sich rm vorigen Winter die Sor^, zu regen begann, ob unsere Lebensmittel reichen würden, — sie haben gereicht. Heute stellt uns eine neue, g-ute Ernte alles viel sicherer als im vorigen Jahr. Ich weih, reichlich ist es trotzdem nicht. Ich kenne die Schvächen und Mängel der Organisation. Ich hoffe, daß rm Laufe der Beratungen die Herren uns mit Besserungsvorschlägen helfen können. Ich teile die Hoffnungen, unter denen zahlreiche Existenzen für ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen, ich teile die tiefe Trauer um die Gefallenen und um die Verstümmelten. Ich ne»ge mich vor allem Heldensinn, mit dem die Opfer ge- tragen werden, von Frauen wie Männern ohne Unterschied von Rang und Klasse, einig in der heiligen Liebe zu dem Lande, das all ihr Eigen umschließt, das in Arbeit und Kampf erworben ist Hoch und groß flt das, aber höher und größer ist der Todesmut unserer Söhne und Brüder draußen, mit dem sie den wütenden Anstürmen de-r an Zahl und Geschossen überlegenen, mit äußerster Tapferkeit kämpfenden Feinde trotzen. (Beifall.) Nie hat vordem die DLenschengeschichte ähnliches gesehen. Vor ihren Heldentaten muß unser Leid verstummen. Kein Wort der Klage darf an ihr Ohr draußen klingen. Dur Dank, heißer Dank aus der Heimat, für die sie bluten, soll ihr Gefährte sein, wenn höllisches Trommelfeuer sie umdröhnt. (Lebh. Beifall.) Sind wir denn ihrer würdig, wenn wir nicht alles entschlossen daran geben, um ihnen zum Siege zu verhelfen? In diesen Tagen hat das deutsche Volk wiederum Gelegenheit, bei unserer Kriegsanleihe zu beweisen, daß c zu allen Opfern fähig ist, daß es fest an unseren Sieg glaubt. Ich weiß, daß wir uns auch in dieser Sache auf die Kämpfer hinter der Front verlassen können, daß jeder Deutsche, der sein Vaterland liebt, eS als seine Ehrenpflicht ansieht, durch die Hergabe aller verfüg, baren Mittel die Riesenarbeit unserer Streitmacht zu unterstützen und damit das'Kommen des Sieges zu beschleunigen. Die Zähne auseinandergebissen. aber die Herzen und die Hände weit auf. so wollen wir hinter unseren Feldgrauen stehen, ein Mann und ein Volk. (Lebh. Beifall.) Ich komme zum Schluß. Der Krieg steht vor uns. An die Werke des Friedens zu denken, ist uns noch nicht vergönnt. Ich las neulich das Wort: „Das HauS brennt, zu löschen gilt eSl Wie wir das Haus nachher aus. statten, bleibt spätere Sorge!" Das mag sein. Und doch: Dieser Kriegsbrand, beglückt und erschüttert erleben wir es täglich aufs neue, er hat uns gezeigt, auf wie festem, wie unzer- störbarem Fundament unser Haus gebaut worden ist. Was anderes befähigte uns denn, diesen Kampf gegen fast die ganze Welt siegreich zu bestehen, wie die Liebe zu dem Lande der Väter, die seine Söhne mit unzerreißbaren Banden umschlingt, als die unverlorene Kraft der Arme und der Herzen, die im Urgründe des Volkes lebt, aus dem sie in ewiger Erneuerung emporwächst. Nichts von dem. was unS diese Feuerprobe bestehen läßt, können wir im Frieden vermissen. Was sich im Kriege so wunderbar bewährt, muß auch im Frieden leben und wirken. Unermessliche Arbeit erwartet uns! So schließt Friedrich der Große, als der Siebenjährige Krieg zu Ende ging. Unermeßliche Arbeit war die Wirkung all der Kämpfe, in denen wir seit 150 Jahren um unsere Existenz gerungen haben. Unermeßliche Arbeit war unser Glück und soll es auch weiter sein. Die gewaltigen Aufgaben, die auf allen Gebieten des staatlichen und sozialen, des wirtschaftliche und politischen Lebens, unser harren, bedürfen zu ihrer Lösung aller Kräfte, die in unserem Volke leben. Eine Staatsnotwendigkeit, die sich gegen alle Hemmungen durchsetzen wird, ist es. diese Kräfte, die da sind, die zu schaffen, zu wirken verlangen, für das Ganze zu nützen. (Bravo.) Freie Bahn für alle Tüchtigen, das ist die Losung. (Lebh. Beifall links.) Die Regierung wird diese Losung vorurteilsfrei durchführen. Dann wird unser Reich fest gefügr, weil jeder Stein und jeder Balken mit trägt und mit stützt, einer gesunden Zukunft entgegengehen. Dcuur werden die Starken aus allen Ständen gern und freudig teilnehmen an den Werken des Friedens, wie jetzt am blutigen Kampf. (Lebh. Verfall im Hause und auf den Tribünen.) Abg. Spahn (Ztr.) beantragt die nächste Sitzung auf Donnerstag, den 5. Oktober festzusetzen und dann mit der Besprechung der Rede des Reichskanzlers zu beginnen. j Abg. Scheidemann (Soz.): Angesichts der gesamten politischen Lage hätten meine Freunde den dringenden Wunsch gehabt, sofort im Anschluß an die Rede des Herrn Reichskanzlers in eine Debatte über sie einKftreten. Dieser Wunsch wird jedem begreiflich erscheinen, der weiß, wie groß die Anteilnahme deS gesamten Volkes an allen politischen und wirtschaftlichen Fragen zur Zeit ist. Nachdem aber eine Reihe Parteien dieses Hauses den Wunsch ausgesprochen haben daß einige der Fragen, die wir hier erster,' werden, zunächst in der Budgctkommisston besprochen werden sollen, in der auch bestimmte Auskünfte irber eine ganze Anzahl anderer Fragen, die sehr wichtig erscheinen, gegeben iverden sollen, hat meine Fraktion einstimmig beschlossen, dem Wunsche der Parteien nicht entgegenstehen zu wollen. Wrr werden also dafür stimmen, daß die Debatte am Donnerstag kommender Woche einsetzt. Abg. Ledebour (Soz. Arb.): Wir hakten dS für notwendig, daß das Haus sofort morgen in die Erörterung der vom Reichskanzler vorgebrachten Fragen eintritt. Im Volke wird man es nicht verstehen, wenn der Reichstag nach einer Paufe in dieser außerordentlichen Zeit zufammentritt und sich jetzt nach Anhörung einer einleitenden Rede des Herrn Reichskan^ers wiederum auf längere Zeit vertagt, anstatt sofort in die Beantwortung der von dem Reichskanzler dargelegten Ausführungen ernzutreten. Sind wir denn etwa in Deutschland minderbesähigt, so große und wichtige Zlngelegenheiten im Reichstag zu erörtern, als in Ungarn? (Sehr gut b. d. Arb.-Gem.), wo von allen Seiten des Hauses in der ausgiebigsten Weise sofort die wichtigsten Fragen im Meinungsaustausch mit der Regierung erörtert worden find. Wenn jetzt davon Abstand genommen werden soll, sofort in die Erörterung einzutreten, so kann das nur die Wirkung haben, daß die Politik der Neichsrcgierung und der maßgebenden Parteien dieses Hauses vom Volke noch ungünsttger beurteilt wird als sowieso. Es nruß dann der Glaube erweckt werden, die Rede des Reichskanzlers waren Berlegenheitsworte. uns man ist nicht in der Lage, jetzt das zu sagen, was notwendig ist. (Sehr richtig b. d. Soz. Arb.) Ich beantrage daher, daß der Reichstag bereits morgen mit der Debatte über die Rede des Reichskanzlers beginnt. Abg. Bassermann (Natl.): Der Hinweis des Abgeordneten Ledebour auf Wünsche der Regierung trifft nicht,zu. Der Antrag Spahn entspricht den praktischen Erwägungen und ist das Ergebnis der Beratungen des AeltestenauSschusses. Die Regierung ist dabei nicht beteiligt gewesen. Ebenso unrichtig ist es, wenn Abg. Ledebour zwischen den Verhandlungen im ungarischen Reichstage und der Art und Weise, wie hier vorgegangen werden soll, einen Gegensatz konstruiert. Davon ist doch nicht die Rede, daß hier eine eingehende Beratung über di» auswärtige Politik unterbleiben soll. Aus rein praktischen Erwägungen hat der Seniorenkonvent beschlossen. daß wir zunächst eine Besprechung in der Budget- kommissicn, in dem Ausschuß für den Neichshaushaltsetat wünschen, weil eine ganze Anzahl von Fragen der auswärtigen Politik zunächst der eingehenden Besprechung im Ausschuß bedürfen, zumal Fragen darunter sind, d'e nur in vertraulicher Beratung erledigt werden können und weil Aeußerungen des Reichskanzlers in verschiedenen Punkten eingehender Darlegung und Besprechung bedürfen werden. Wir halten eS für richtiger, im Besitz des gesamten Materials zu sein, ehe wir im Plenum des Reichstages Stellung nehmen. Ich halte es für vollständig richttg, daß keine Pause von erheblicher Dauer zwischen der Rede des Reichskanzlers und den Verhandlungen im Plenum eintritt. Die morgen beginnenden Ausschußberatungen über die auswärtige Politik werden voraussichtlich vier Tage dauern, daran knüpft sich sofort in der nächsten Woche die Verhandlung im Plenum. Damit ist die Kontinuität gewahrt, und ich bin überzeugt, daß unser Volk diese aus praktischen Erwägungen hervorgegangene Behandlung der Dinge durchaus verstehen und billigen wird. (Beifall.) Zur Unterstützung des Antrages Ledebour erheben sich' nur die Mitglieder der Soz. Arbeitsgemeinschaft; diese Unterstützung reicht nicht aus. Gegen dieselben Abgeordneten wird darauf der Antrag Spcchn angenommen. Näcbste Sitzung: Donnerstag 11 Uhr: 1. Rest der heutigen Tagesordnung, 2. Besprechung der heuttgen Kanzlerrede. Der deutsche Michel. (Zum Michaelstage, 29. September.) Am 18. Oktober 1913, also 10y 2 Monade vor Ausbruch des jetzigen gewaltigen Weltkrieges, wurde zur hundertjährigen Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leiptzta auf diesem Schlachtfelde, an der Statt«, auf der in der glorreichen Zeit der deutschen Befreiungskriege die drückende Gewaltherrschaft des ersten Napoleon Über Ernvopa zusammengebrochen ist, das wuchtigste und größte Denkmal errichtet, das die Erde kennt. Dieses gewaltige Völkerschlachtdenkmal weist an seiner unteren Vorderseite ein riesenhaftes, bon Professor Behrens ansgeführtes Relief auf, das den Kampfschutzengel des deutschen Volkes, Sankt Michael, in sieges- srcherer Ruhe umgeben von den Schrecken des Schlachtfeldes, verkörpert. Wer sich dem ungeheuren Bauwerk des Bölkerschlacht- denkmals von vorn nähert, dem fällt von allem bildnerischem Schmuck des Denkmals am allermeisten dieses Rieseirrelief in die Esingen. Jeder, der das Denkmal gesehen hat, wird zugeben, dass dieses Mchael-Bild seine hervorragendste und eigenartigste Zierde darstellt. Ja, diese in selbstsicherer Ruhe dastehende Kolossalfigur eines gepanzerten deutschen Helden in seiner schönsten und vollsten Mnrnesckvaft m der Rechten das feurige Schwert tragend, die Linke fest auf den Schild gestützt, verkörpert uns in der Tat auf das Zwingendste und lleberzeugendste die deutsche Mannhaftigkeit die einige Monate später nach der Enthüllung des Denkmals sich auf das glänzendste bewahren sollte. Das ist jener dux Michael, der Verzog MchaÄ, der vor mjehr denn 1000 Jahren die deutschen Arider rn den siegreichen Kampf geführt hat. Der Fahne des tyeäigen Michael folgend, sangen die deutschen Krieger den berühmten lateinischen Schlachtgesang, der mit folgenden Versen an hebt: magne Heros gloriae / dux Michael / proteclor sis Germaniae " Ans Michaelslied wurde dann auch in deutschen Texten als Kampf- Iheb viel gesungen. Das wirkungsvollste von diesen alten deutschen Mimpflledern, das gerade in der heutigen Zeit die weiteste Beach- ijtung in unserem Vaterlande zu beanspruchen hat, beginnt folgender- chratzen: „Du urchesiegbar starker Held, Herzog Mchael, Führ' Du das deutsche Heer ins^Ao, Steh uns zur Seite, hilf uns zum Streite, Herzog Mchael!" Dach einer Verherrlichung der starken Hilfe des deutschen Kriegs- hewen, die den bösen Feind zu Boden wirft, schließt das kraft- Mtk Kampflied mit einer Bitte um Neuen Schutz und um das köst- krche Geschenk des Frizens: „Wirf nieder grimmer Feinde Wltt, Belebe der Verzagten Mut! Gib dann dem blutigen Geflld Des holden Friedens Segen mild, Von Pest und Hunger uns befrei. Der Knechtschaft Ketten brich entzwei. Mit Schwert und Schild, mit starker HaNd Schütz' unser deutsches Vaterland! O Michael, mit uns zur Schlacht Wir stehn dann aller Höllen Ddrcht." fn ü^rücksichtigung al thermischer Bräuche hatte die Kirche Azengels Michael in die Zeit der heidnischen Herbst- der größten Festzeit unserer altgermanischen Vorfahren, ver- Daher komntt: es, daß der heilige Michael viele Züge vor» dem (Köttervater Wotan übernonrmen hat, und daher votz der Mrchaelistermin — das kirchliche Fest des her- liSkM Michael trifft auf den 29. September — noch heute eine so starke Bedeutung für unser bürgerliches Leben hat. In späteren Zerben freilich wurde der Name Michel in seiner verdeutschtes aus dem kirchlichen Namen Michael hervorgegangenen Form bei uns und namentlich im Munde unserer Nachbarn zum Spottnamen un ^ uian liebte es bekanntlich, den deutschen Michel schlafend mit einer Zipfelmütze aus dem Haupte darzustellen. Heu^ Wäre es wirklich an der Zeit, daß die Witzblätter ihr altes Klischee vom deutschen Mchel endgültig vernichten würden. Wer uns heute dDi deutschen Michel bildlich vor Augen führen will, der n ehme sich vielmehr die erwähnte herrliche Gestalt jenes deut- Muster, die zum hervorragendsten Schmuck des Böllerschlachtdenkmals bei Leidig gehört. * — Das von Wells prophezeite Schützengraben- automobil. Wie einer unserer letzten Heeresberichte bekannt- gab, wurde bei den jüngsten Kämpfen an der Somme ein englisches „Schutzengrabenautomobil" erbeutet. Schon seit einiger Zeit hatten sowohl englische wie französische Blätter das neue „Wunderwerk" gerühmt, das bald die Deutschen an der Front in wildesten.Schrek- ken versetzen und scharenweise niedermähen werde. Verschiedene Andeutungen ließen erkennen, daß es sich um ein Mittelding zwischen Automobil und Motorschlitten handle, um einen gepanzerten und mit mehreren Maschinengewehren bestückten Wagen, der auch bte größten Unebenheiten des Bodens wie Wälle, Gräben zerstörte Unterstände und Minentrichter ohne weitere Schwierig- keiten überwinden könne. Inzwischen wurde, wie erwähnt, eines dieser Wunderwerke von uns erbeute!, und unsere Militäringe nreure werden wohl schon feftgestellt haben, ob es sich wirklich um eine Meisterkonstruktion handle. Da die Zeitungen der Alliierten bisher natürlich nicht die Einzelheiten des Schützengrabenautomobils schildern durften, suchten sie dafür Ersatz, in dem sie ans emer Novelle des bekannten phantastischen englischen Schriftstellers H. G. Wells erne Stelle zitieren, in der ein solches Schützengrabenautomobil prophetisch geschildert wird. „Diese Maschinen," heißt es rn der Erzählung waren außerordentlich lang, schmal und aus besonders starkem Stahl hergestellt, auf acht Paar merk- wurdige Räder montiert, deren jedes einen Durchmesser von 10 Futz hatte. Durch eine geschickte Konstruktion verschiedener memandergreisender Achsen, bte im Kreise beweglich waren, war es dem Wagen mügl«ch, über den un-ebensten Boden dahinzu fahren. Sie kletterten über das aufgewühlte Erdreich, mit dem Vordertell ernen Hügel emporkrabbelnd, mit dem rückwärtigen Teil zu gleicher Zeit fast m einem Erdloch verschwindend. Selbst auf den wildesten Rurnen konnten sie sich ziemlich schnell fortbewegen, ohne jemals ™ ne Gefahr zu geraten, umzustürzen. Die Ingenieure steuerten dre Maschrnen unter dem Oberbefehl eines Hauptmanns, der aus emem hochgelegenen Fenster in der Panzerung eines dieser Wagen die Gegend überschaute. Der Kriegsberichterstatter wollte nicht glauben, daß erne solche Maschine wirllich fähig sei, über ein von breiten Schützengräben durchzogenes Erdreich dalsinzusahrm. Aber er wurde vom Gegenteil überzeugt, da die Maschine sich durch alle Hindernisse vorwärts arbeitete urrd wie eine Ameise, aufwärts und abwärts kriechend, ihren Weg fand, bis sie alle Schützen graben ohne Unfall gekreuzt hatte." Im weiteren Verlaus schildert die Wells'sche Zukunstsnovelle, welche Verheerungen der dämomscl-e und vom Feind nicht zu fassende Wagen beim Gegner anrichtete. Trotzdem Wells bereits öfter als Prophet aufgetreten ist und wegen seiner Voraussicht von weiten Kreisen des eng- lischen Publikums gepriesen wird, hat er bei dieser Zukunfts- schtlderung vollkommen eine Möglichkeit vergessen, daß der Wunderwagen bei seinem rastlosen Klettern auch dem Feind in die Hände laufen könnte. Die Alliierten aber, die nach Erfüllung der Prophezeiung von den durch den Wagen erzielten außerordentlichen Wirkungen phantasierten, scheinen wieder zu sehr die Schilderung von Wells im Köpft gehabt zu haben, da den des Wms- schen Buches unkundigen Deutschen derartige Wirkungen nicht bekannt wurden. — Ein ungedruckter Brief Blüchers. Schon wn der Persönlichkeit Blüchers willen, dessen Volkstümlichkeit nach miehr als hundert Jahren noch unvermindert ist, interessiert uns ledes bisher unbekannte und neu auftauchende Schreiben des Miarschall Vorwärts. In dem soeben erschienenen Heft der „Forschungen zur Vvandenburgischen und preußischen Geschichte" ver- öftentlicht Adolf Hasen clever aus den Papieren seiner Familie ernen ungedruckten Brief Blüchers vom 30. Oktober 1748, aus einem Jahre also, ans dem wir noch keine briefliche Aaußerung des damals in Münster stehenden Generals kannwu. An den in Frankfurt a. M. ansässiaen Kaufmann Jvhamr Gottfried Hasenclever, fernen dortigen Korrespondenten für nichtpolitische Neuig^ ketten, schrieb Blücher u. a. folgendes:^^Jetzt ist hier alles wieder ruhig, ohnerechtet es vor wenigen Wochen den Anschein hatte, daß wir auch aufs Neue mit den Fransofen wieder cmbmden würden, llm einen Durchbruch der Demarcattons-iLinie zu ver- lyixtm, welchen die Franzosen zu bvbadnaai scheinen (mit dem Ziel Hanvver), habe ich einen Theil der unter meinem Commando stellenden Truppen marschieren lassen Esten, vrz-wifchen ist es bis jc&t nur noch bey den Demonstvations geblieben, und das von den Franzosen sich int Coellnischen Sauetlande gefamwlelbe Corps hat sich Wieder zurückgezoami. In Brabant aber sowohl als in Holland herrschet das größte Mißvergnügen, und im erstercn haben einige Städte sich schon den^. Requifttions der FraiAosen wiederftzzet, bednrch besonders in Antwerpen ein großes Blutvergießm arU standen, indem die Ermvohner die ftanzö fische Beizung gezwungen haben, mtt entern Verluste von 800 Mann sich in die Cftadelle zu werfen. Der Verlust der Einwohner ist indessen auch beträchtlich geloesen. In Holland ist gleichfalls alles in der größten Gährung, die nmhrscheinlich bey den anballenden FordMament der FraNzvftn ehestens pm Msbruch kommen möchten." All diese llmstände schien Blücher darauf hinMdeuten, daß es mtt der Franzvsenherrschaft nun endgültig vorbei sei: „Es scheint," so fährt er fort, ^,ats wenn das Glück sich jezzl von den FvanAoftrh gelvandt wrd ihre unglückliche Epoche mrsängt, bey der ich ihnen nicht viel Gutes prophezeie, denn da sie zur See ruiniert sind (infolge der Schlacht bei Aboukir), möchten sie zu Lande wohl schwerlich mehr große Prvjecte durchsezzen, weil sie durch ihre unbilligen Forderungen sich den Has mrd die Abneigung aller zugezogen haben. Gutwillig ^werden wir ihnen unsere Clevischen. Länder sicher auch nicht abtreten, und es scheint mir ganz, daß wir nur einen bequemen Zeitpunkt abwarten, um uns solche wieder zu verschaffen, da wir ganz zum Schlagen in Bereitschaft stehen und im Stttlen Zurüstungen machen: so ist unter anderen Wesel verproviantiert und mit ntehreren Truppen die Besamung verstärkt worden. Aktes dies läßt mich nrit Geloißheil hoffen, daß wir bev einem neu ausbrechenden Kriege nicht untätig bleiben! werden." Leider erfüllten sich Blüchers Öffnungen in Bezug aus die Franzosen vorläufig nicht; bmn Napoleons Stern war domhotf, um den Präsidenten Wilson in der Vor- ^rntuntl seines Wahlseldznpes ztl unterstützen. Die Tat- S der Reise stimmt, die Begründung stimmt nicht FL ^tames Watson Gerard ist zwar ein glanzender Wahl- ^-Miker seines Vaterlandes, er war vier Jahre lang Vor- swnd des demokratischen Wahlausschusses im Staate New. lÄ"und hat sich bei den letzten Wahlen als Vermittlcv Wichen Tammanh Hall und der Wilsonpartei sehr vcr- ^ent gemacht. Aber diesmal käme er zu solcher innert volitischcn Tätigkeit zu spät. Kaum, daß er nun ^ Newyork ^trifft, werden die Wahlen schon beginnen. Es ist also anderer ©rrntb, der ihn (wie auch den amerikanischen Atschaster in Paris und London) ans kurze Zeit von seinem Mosten abruft. Es handelt sich, wie man ,n Berliner politc- ® en Kreisen weiß, um eine diplomatische Mission, um eine Da jedes Zeichen der EstnÄdunä oder der Schwäche von den Feinden gierig au-fgegrifstn wirb, um neiien Ansporn zu weiteren Krastansircngungen zu bilden, bebentet i«de Lässlgnnt oder NMbcteiligun« an der Zeichnung nwiedmgt edcr, er die Anleihe zeichnet, zur Verkürzung der Krregsdaucr bei. Auszur Zeichnung i m " DicWasfedcr Dal, e im a c bl t e bene n MN uiiserc Feinde ist heute die Zeichnung auf du Kriegsanleihe^ Wer gleich- gilltia an dieser vaterländischen Pflicht vorubergeht wird nach alückitcher Bcendigiing dieses Kriegs den heimkehrendcn -äch en Brüdern iind Vätern Nicht mit fteiew Auge und dem Beivnschen Mtnpwntroi™ Wirf™ *. Auchf t6 W* ™ 1*™ Wrrtschastskrteg u Marburg, SS.^Sept. Den ProftNortU.l «h»u-" D. Privatdozentcii ber , V', ebi > 1 "!,n . sowie Grstter, Dr. Berbling er Philologe Dr. W e g e n e r , ts ch a j t e r I on ser e n z , die Wrlson nach Washiiia ton zusackmenberüfen und für die sich auch Herr Gerard, ^ wir erfahre», in den letzten Wochen durch eifrigen Be- des Berliner Auswärtigen Amts vorbereitet hat. feg dürfte wohl allgemein weniger bekannt oder in den Sorgen des Krieges wieder vergesse» ftn daß Wilson Anfang dieses Jahres eine ttmltche, nicht so weit wie jetzt gehende Aktion ernleitete damals alle amerikanischen Berwetnngen Europas an, ihm über di« wirtscha f t lr che n V e r h a l t n i s se der Staaten, bei denen sie beglaubigt sind, emen gmtz e,n gehenden vertraulichen Bericht zu liefern. Der auf Deutsch s^dbezüglich« Bericht wlird« von Herrn Gerard und dem NenetEonsul Hay ausgearbeitet. D« d^dent woMte nur Tatsachen wissen, aus denen er sich die Schlüsse sBlsl ziehen »nne. Die Botschafter und Generalkonsuln m Engend .Frankreich, Rußland, Italien, Oestervnch-Ungarn und der Türkei sandten gleichfalls ihre Berichte ein. Präsident Wilson ließ nichts ut ftrnen Anweisungen dwcu-ber ver- Inirten wozu er diese JNfornratione.ii brauche. Man glaubt -ch^ i»ß er aus den Tatsachet, ftstMllen woNte, wievwl Anforderungen die kriegMirenden Mächte noch an Amerika stellen würden, und um sich ein Bild darüber zu inachcii, ob iim weiteren Verlaus diese Nürtschastlichen Verhältnisse die iprtedensnidqlichkeiten iM«r rücüm. Es sckzetnt nun, daß ürw ähnliche Aktion zurzeit von Washingtoiiaus im Gange ist SM»" sie aber führen soll, zu ennw persönlichen fc- mittlungstätigkeit Wilsons oder zum Besuch etwa eures »orbereitenden Friedenskongresses, das bleibt noch reich sich unklar. In jedem Falle darf gesagt werden, daß Deutsch tori, und seine Verbündeten solchen Bemühungen nickst nur hMstöndig (fern stehen, sondern ihnen üruch nrrt großer MHLe, m nicht zjn sagen mit Mißtrauen begegnen. Dr. H a g e m a n n der „7j* IV M. "27. Sevt. Mit Rücksicht -ms die W Kriegsteilnehmer und de stütze „„ erfolgt An» Stadt ««d Land. icn, 29. September 1916, Fragen und Antworten zur Kriegsanleihe. eine Herabsetzung des AinsfnßeK möglich? Das Reich hat sich verpflichtet, mrter alte* Umstanden brs -um kladre 1924 die Kriegsanleihe mit 5 Prozent z-u verzinsen. Erne ^«rbietzuna des Zinssatzes vor diesem Termm ttt lurbedrngt aus- Ä ^ > OktL 1984 an hat Reich d-S RM. «n ^insfus' -u ermjätzigen; falls aber tne desrtzer bex shiffr^ nicht Erstanden sind, besteht die VerpflMung die ietzt mit 98 Prozent ansgegebenen Paprere ^^00 Prozent ™ ^^uLablen. Daran, daß diese Verpflichtnng tmter allen Um* den^eingehalten wird, kann bei einem Schuldner vom Range er» Deutschen ^steiches keinen Asugenblrck gezwe,selt werderr, selbst yvm der Krieg noch so lange dane^r^wurde Wa« ist vo n den Gerüchten ^ber erne Sonder 9e>uer aus Kriegsanleihen z>u yatteNk' . . . ! >Snlmrd zur Besördenmg der HeereSbcdürsNisse ein großer Test der Wagen bestände danerird in Ansvr,uh genommen, es , t bafjc fla W verständlich, datz der übrige Terl der Wagenbesta, de nw an« reickmrd bleibt, alle Anforderungen der^Berkehrstreibenden mU Lus nab ne der Wagen für Speisekarto eln voll zu befrrednnn. ^,e Mde; dadurch täglich ausfallenden Wagmbes«n und dfe Stellen, auf denen sie aussaNen, smd der Gtsenba mdir Mon, die die Verteilung der Wärmt selbst vormmmt genau bekam, Es ', daher zwecklos, datz die einzelnen Verfrachter ,,cl> d'.eftrhstb an d e Eiscnbahndirektion schriftlich, telegraphisch oder m>t FernsPretMw ivenden und sich über unpünktliche Wagenbesst lung beNag-n. Bn den Fällen, in denen die beste, ien Wagen mcht nbeclm sen werden konnten, kann vorerst keine Abhilfe erfolg, n. ^us solch - ^ vermag die Eisenbalmverwaltung daher „>, ttnstelnen. >nch gehen inst, insbesondere d e r R e N e „ a ch auch k-me Antwort «n erteilen. Indem die Eise.nbahnd>rekt,on von Met« brtjfl b matt absieht geht sw von der Annahme ans. das, die Verkelststreiben diesem durch die Verhältnisse bedingten Verhalten d-w zugleich °uw notwendige Geschäftserleichterung bedeutet, vott&Xir «nbm« m gegenbringen werden, und s,e qlaubt sich zrl dieser Anna > mn mehr berechtigt, als sie ihrerseits bestrebt ist den * 6 ™ össentlichen Verkehrs auch währeich der Krugszelt mit all-n st rauen 0ete ** D "*"» 1 1 füttern von Kartosfe ln und E rzeust- nässen der K art ° f fel tr o ck n er e , nach -wer Anor-P nung des KriogsernährlingSamtes für die J^linst nur w Schweine und an F edervie h gestattet ^e-lnordwmg ist notwendig geworden, da die ^v^mende He^stkart 1 . cr ^ (tJ Ansicht aller beteiligten Stellen W wo hl an Ertrag me an v WFHf- liir Deckuna de-^ Bedarfs an Spenekartosseln und an -vrm peckung'smLrial so^ie zur Aufziehcns^des Geflüwi"'uM> des Äufmästens v°» Schwenwu »ü ben würden Die als Speriekartofteln benötigten Doonyen wuwen alsdonnistcht mehr vorLen s°w Als Ersatzfür SpeiseMtoMw Karlofselpraparatr, insbesondere KvptosselflEN, ru verwenmi ist ^'er" schirre Be-iwrächtigun« der B°lksern°hrnng. nM möglich. Das Krrsgsernälfrungsamit verkennt nicht, .^ß dre g Mene Aiwrdimng gerade in der jchigen Z-ü Ar dteLandttnrlL änßecst schwer ertragen werden kann. Fnr die zur 'öA.daroeit m loendcten Spanntiere mutzte aus die Dauer der bEsc dbestelliMg unbedingt die Möglichkeit eines Ersatzes für die intotge oer Anordnung sehlende Karchsselsütterung ge,chafsen werden. D es ist W M Weise geschehen, datz gleichzeitig mit dem Verfuttern,igst- net^te die Landeszentralbehörden wtta , Gietzener Strafkammer Gietzen, 22. Sqstenwer E Ter bei der Wnsterung mn 2. Äiärz >9'^ w°genserm« leidenden Zustande« als zeitig arb-'tsverwendnngstäh.g 9^^ Nt.^,t^r.''M^cksTs^^^n^AusMch mV der Ätnstmung vorzulegem Ämrzu Vom es a«r iw, ^ »ä ssfarssÄ «s ätsäC d »Ä* 7 ,= 7 S STAS Ä BtÄS äI S'iärr a ea 3 ®S L.'S" Kriegs^eit ,zn befreicn._ ■ — Eingesandt. und tassr&s» Verantwortung.) 3um Karloffclbezuß. ©er in der lebten Reit Kartoffeln bezogen b^, wird benker t haben" datz'auch w den kleinsten Mengen d'° °M.7äa?.Kln ^^^-.mnit'aLrtL-wuns^ a bi T' n *i' m Z$ «"SrÄÄ '°m- .in'ach den uereinicitcL Kartoffelhändlern, lowie den M^ * Kartoffeln verladen, bic Provlswn bet ..berarttgen ^endunge lieben Auch jolltc sie beit (ttießener Händlern, löffeln neben. Ich bin überzeugt, datz wir schon in einigen ^°g° zur Freude der Hausfrauen wieder nach Sorten getrennte narioge, sendungen erhalten. ,- etwas von b er ln rTTfe Steuerbehörde B, ‘te "Ai“ 'iüiL'tiSA. 0ßüft oder irgend eine Bank, Sparkasse “-fttJ. Stlxm baä 91^, ßSt MTebtsflncii Aeichrmngscmmeldmrgen der Steuerbehörde Aus- rrt oder verkürzt die Beteiligung ai der^Leichnüng die Kriegs d aue r ? den in denm VE Kartoffeln an Pftnde und Rind- m>h bis^ üblich war, die Lstimmung ,uGreffen, daß die Land^ wi^e in der Zeit bis 16. November an ihre zur Fetdarbert vet- wendeten schweren Arbeüspserde, Arbeftsochsen und ^ugkuhe neberr den diesen allgemein zustehenden tzaserinienMr noch eme außer- ordentlicl^e tzaserzulage von 3 Pfund taglrch der deir Pferdert u^d l^ Pfund täglich bei den Ochsen und Kül>en verfuttern dürfem Nüben sa ft. Ter Präsident des KrregsernahrmtHsamles tvAT 4 -tniYrii hrtfe ÄUt Ä CtÄtuCltlirtfl (Xlll Rüb^nsÄt ^mft 'Genehmigung der KriegsrübensaftgesMschaft verwendet und abgesetzt werdim dürfen. Anträge von feeri>cllerit rmt Rübensaft die Zuckerrüben hix'rzu erwerbeir oder verwenden wollm^ sind^ an Kriegsrübengesellschaft zu achten. ^s gr t auch für diejenigen Betriebe, die rm ^hre wenr^r als 100 Doppel Herstellen und deshalb aus Grund der Lie vom 6. Zuni 1916 von den Landesbehörden zum freietr Absatz' ihrer Ware.ermächtigt werden konnten Auch dreie Betriebe &&n zur Erwerbuteg rmd zur Verarbeitung von) Zucherrüben der Gen-ehmigui^ der .Kn^srubeniastgeffellschach ** Die rumänische Klerenrcht vergiftet. >r„rc durch die landwirtschaftliche jrLl'nchzstatwvrnn L^'g-M°ckern »o^ge- munmene Untersuchung der rumanrschen Mete, nad, veren fütterung angeblich Schweine erkrankt und erngegangen lern sollten,! hat eine einwandfreie BesckstiffenM derse ben eraebm. ine Kren^n Tiefdruckgebiets hoher Druck VE ^eutiäüaud hin vor nnd brachte imsere Wetter- ^dünes KmWWna ÄtttSta Mt Morgennebel herrschte fast bEte chescr Berickstswoche hmdinch. J'E M^S^^r>ickgeb^ei-WN ticki>netl n«ch Osten lnn ab, wahrend von ^esüllid per erne neim hcrannalste Schon am Samstag glanbtx- man einen Wtttkinngsumschlog befüEen zu mnsfen, jedoch änderte sich dre Wkstteckage nur sLr memo. Die ÜBcttertorte J»n M vMag sewtr wi chl^ineimn dasselbe BA> wie ine von das Itai&t, ■ laacxtf noch immer hohkr Druck, rm We)tL U dagegen drang^die Depr^si^ kaunr mmklich vor^ Wir blieben alft der Gren-e zwischen dem festländischen Hvchdrnckgebret und ^Imi^nUcscn Truck. Trotzdem behielttn tmr auch fmuerhm bei Winden aus voNviegend östlichen und südlichen das heitere bis aus Viivrgyrnebel Iwckene WÄm. Uuber dem Einftuß der allmählichen ?msheiterrmg stiegen dte^ Tagestempera^ ^cn stark an -Gie^n von 12 (^ad bis aus l^lrad - wahLmd die Nachttetnperaturen infolge der WärmeMtsstrElMg sehr sanken, Gießen vmt8 Grad bis auf 3 Grad, ftr Iwheren Lagen sopar unter Null. Seit MEtag ist die westlrche Depresswn etwas '«nber südostwarts nach Deutschland hin vorgedrungen. Twtzdem hält auch beute wxl> das heitere Herbstwetter an, und zwar bn lÄnWinden infolge von ^Shnwirkung. Dre sr^-npeDMu^^ datier auch nachts relativ hock, - besten sogar 12 Grad. Märkte. w ^ t fc. Wiesbaden, 28. Sept. Heu- und S tr o h m arr Man notierte: Heu b.bO bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh) 0.00-0.02 Mk., Krummstroh 0.00 Mk. Alles für k>0 Kilo. _ —Woic3a .Q'Z nochmals darauf aufmerksam, das; die Bezugs- i?hnrtL U so r und Strickwaren alsbald nach nhor V ^ b0t £}i f verzeichnelen Waren mittelst Durch- lochen oder Durchstrelchen zu entwerten sind. -Gerung der Bezugsscheine an die städtische BekleidunßssteÜe, Stadthaus, Zimmer Nr. 16, muh in ord- niingsmäglger Verpackung mit Namens- oder Jirmen- austchrift und unter Angabe der Stückzahl, am 1. Werktag eines jeden Monats erfolgen. sk„ ® e " , erli c ivetbcnbe, die von Grotzhändlern Stoffe ohne BezugSfcheui einkaufen und zum Gebrauch für sich oder andere Personen verarbeiten, dürfen diese Stoffe nur gegen Bezugsschem abgeben und find verpflichtet, die Bezugsscheine in gleicher Weise wie die Handelsgeschäfte hier abzuliefern. Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat die in obengenannter BundeSrntsverordnung festgesetzte Strafe zur Folge. I7010R iehen, den 28. September 1916. Der Oberbürgermeister. __ I. A.: Dr. Seid. ^Grifft : n ^r C t ® j/^ U v" a *L C * Schöffen- ».Schwurgerichte. ®JL ß lltliste für die Schössen und Geschworenen liegt M September bis Samstag, den 7. Oktober d.Js. auf dem Stadthaus, Znnmer Nr. 8, zu ledermanns Einstcht offen. Innerhalb dieser Frist kann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste Ein- fvruch erhoben werden. 70118 Zu vergeben sind aus der Elisabeth Schmidt-Stiftung ? ® öt S? 1 ? 17.-^- Mk. an bedürftige, unbescholtene Jcbiße Dienstmädchen un Alter von über 50 Jahren und 10 desgleichen an arme Wltrven. 70128 werden bis 15. Oktober 1916 beim Städtischen Armenamt, Asterweg 9, entgegengenommen. , ^ch^b-Stiftuna sind am 11 . Dezember l. Js. die dteSrahrlgen Zinsen m Gaben nicht unter 20.— Mk. an Witwen und Walsen armer Kaufleute, oder an arme Kaufleute selbst, sofern sie unverschuldet in Not gekommen sind, ohne Unterschied der Konfession zu verteilen. Meldungen nimmt daS Städtische Armenamt, Aster- weg 9, bls zum 15. Oktober 1916 entgegen. 70138