Kr. 228 Zweites Natt Erscheint fifCty mit Ausnahme des Sonntags. tbb. Jahrgang Die „Giehener ZamiNenbt-tter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das ..Urelsvlatt für den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „r«nd«irtjchaf11icheu Sett« fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Vberhejjen Donnerstag, 28. September Mb Rotationsdruck und Berlaq der 23 r ü h l'sche» Nniverfttäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schrilt!ettunq,GeschäitSstelle «.Druckerei: Schul» straße?. Geschäftsstelle tt.Verlag:s-^51,Schrift« leitung: Adresse für Drahtnachrichten^ Anzeiger Gießen. m ReichrLagsbeginn. □ Berlin, 28. Septbr. Der Reichstag tritt heute, Donnerstag, zu seinen Beratungen wieder zusammen. Auf der Tagesordnung steht mrr ein Punkt: der Prüfungsbericht des Rechnungshofes über die Schutzgebietsrechnung von 1910. Bliebe es nur bei diesem Gegenstand, so würde den Verhandlungen der Stoff sehr rasch ausgegangen sein. Ebenso mager sieht sich, von außen betrachtet, das Programm der ganzen Herbsttagung an. Es enthält an Gesetzesvorlagen nur den Entwurf über die Verlängerung der Legislaturperiode, die am 12. Januar 1917 ihr natürliches Ende finden würde. Die Vorlage geht bekanntlich dahin, die Lebensdauer des Reichstags um ein Jahr zu verlängern. Sie wird vermutlich ebensowenig wie der erste Punkt der Tagesordnung zu langen Auseinandersetzungen sichren. Das einzige, was an der Vorlage über die Verlängerung der Legislaturperiode vielleicht noch umstritten ist, beschränkt sich aus die Frage, ob eine Verlängerung auf bestimmte Zeit oder auf Kriegsdauer vorzuziehen sei. Darüber wird man sich, wenn überhaupt Aäeinnngs- verschiedenheiten im Reichstag bestehen, sicher leicht einigen. Das Programm der Herbsttagung ist aber nicht so mager, wie es aussieht. Es erhält eine sehr wichtige Füllung durch die Regierungsdenkschrift über die wirtschaftlichen Maßnahmen des Bundesrates. Daß sich mit der Aussprache örber diese Denkschrift eine ganz respektable Anzahl von Äitzungstagen verbringen ließe, ist zweifellos. Die Hauptsache bleibt dabei, daß die Aussprache gute Früchte trägt. Schon um ein Echo der Votksstimmung zu sein, wird der Reichstag an dem Wirtschaftsthema nicht stumm und kritiklos vorübergehen können. Er trifft damit auch auf das Verständnis der Regierungsseite. Denn Herr v. Batocki, auf dessen Konto die Ernährungsmaßnahmen gebucht sind, hat wiederholt die Berechtigung der Kritik anerkannt. Wenn rächt alle Zeichen trügen, wird es daran diesmal nicht fehlen, nachdem der „Lebensmitteldiktator" bei seinen: letzten Auftreten im Reichstag als Neuling im Amte noch mit zarten Händen angefaßt worden war. In den kommenden Tagen wird .Herr v. Batocki die zarte Hand wahrscheinlich etwas vermissen, und es wird dann genügend Gelegenheit geboten sein, auf die einzelnen Fragen unserer Lebensmittelpolitik zurückzukommen. Als Leitgedanken darf man den unvermeidlichen Auseinandersetzungen wünschen, daß sie eine Verschärfung des Gegensatzes zwischen Erzeuger und Verbraucher vermeiden. Die deutschen Genossenschaften und die Kriegsanleihen. Daß in den deutschen Genossenschaften sich ein großer luib wichtiger .Teil des deutschen Wirtschaftslebens abspiÄt, ist bekannt und ist durch ihre Beteilig:mg an den Kriegsanleihen von neuen: erwiesen. Die Geno-ssenschafben haben zu den vier Kriegs- ailleihen rund 2,5 Milliarden Mark aufgebracht. Hierzu waren die Genossenschaften dank ihrer inneren Stärke in der Lage. Am 1. Januar 1914 betrug das eigene.Vermögen von rund 27 000 Geiwssenschafteu 772,3 Millionen Mark, die ftentden Gelder beliefen sich auf 5 346,2 Millionen Mark. Am 1. Januar 1915 betrugen diese Zahlen 841 Millionen bzw. 5 570,2 Millionen Mark. Eine Statistik für den 1. Januar 1916 liegt für sämtliche Genosse:: schafteu noch nicht vor, nur das Ergebnis der dem Ml- gemeinen deutschen Genossenschaftsverbande angeschlossenen Genossenschafte:: ist bekannt. Nach dem Jahrbuch des Allgemeinen deutschen Genossenschaftsverbandes für das Jahr 1915, das sich zurzeit in: Truck befindet und in einigen Wochen erscheint, ergibt sich für die Genossenschaften des Allgemeinen Verbandes folgendes Bild: € Geschäfts- Gut- haben ~V=J miß. Mk Reserven Mill. Mk. fremde i Gelder ' Mill. Mk. davon: l"rz- friliige Gelder davon: laug- srislige (Gelder 1.1.1914 1508 j 262,6 121.2 1433,8 i 321,3 822,5 1.1.191b 1458 254,9 125,9 1435,9 1 403.3 827.5 1.1.1916 1531 [ 250 131,6 1513 ; 552,4 788 Das eigene Vernüigen (Geschäftsguthaben und Reserven) hat sich hiernach etwa aus der gleichen Höhe gehalten: 361 Millionen in 1916 gegen 384 Millionen Mark in 1914. (Line wesentliche Steigerung haben die Reserven erfahren, während die Geschästs- gukhaben zurückgingen. Ter Rückgang erklärt sich aus verstärktem Ausscheiden der Mitglieder in der Kriegszeit. Man wird nicht fehlgehen, wem: man annimmt, daß ein Teil der Geschäftsguthabe:: durch Ausscheiden von solchen Mitgliedern flüssig gemacht wurde, die ohne bei der Genossenschaft verschuldet zu sein, den Betrag für die gesteigerten Kosten der Lebenshaltung benötigten. Verschuldete Mitglieder können nicht aus scheiden, da andernfalls das Kapital zur Rückzahlung fällig lvird. Daß es mftrberkapitalkräftige waren, die ausschieden, geht daraus hervor, daß der Prozentsatz der ausscheidenden Mitglieder 19.14 5,72 v. H. und 1915 5,17 v. H. betrug, lvährend der Prozentsatz der auszuzahlenden Guthaben 1914 nur 4,87 v. 5). und 1915 nur 4,69 v. H. ausmachte. Das Geschäftsguthaben der Aüsschcidenden blieb also hinter dem Durchschnitt zurück. Besonders interessant ist die Bewegung der fremden Gelder. Trotz der großen Beträge, bic von den Genossenschaften des Allgemeinen Verbandes für die Kriegsanleihe aufgebracht wurden, haben die fremden Gelder eine beträchtliche Zunahme erfahren. Bei den Genossenschaften des Allgemeinen Verbandes wurden gezeichnet für die 1. Anl. 80 Mill., davon eigene Zeichnungen der Genossensch. 14,8 2. „ 265 „ „ „ „ „ „ 46,9 3. ,, 354 ,, „ ,, ,, ,, ,, 42,3 4. ,, 30o ,, t f ff ff ff t, 38,6 insges.1004 Millionen 142,6 Sehr charakteristisch ist die Verteilung der Zunahme der fremden Gelder in Ansehung der _ Kündigst::gssristen. Tie Zunahme der Gelder entfällt ausschließlich auf die kurzfristigen Gelder; die Gelder mit Kündigungsfrist über drei Monate sind dagegen zurückgegangen. Diese Erscheinung ist ein Ausdruck dafür, daß cs sich bei den neuen fremden Geldern nur zum Teil um Ersparnisse, zum größeren Teil dagegen wohl um müßig liegende Betriebsmittel handelt. Das würde noch stärker hervortreten, wenn auch der Rest des Gesamtbetrags der fremden Gelder, der in obiger Tabelle nicht enthalten ist, aber in der Hauptsache ebenfalls aus kurzfristigen Geldern besteht, z. B. Schulden bei Banken, mitberücksichtigt wird. Tie starke Beteiligung der Genossenschaften an den Kriegsanleihen mit eigenen Mitteln (142,6 Millionen') kommt in: Wert- papierbestand zum Ausdruck. Dieser betrug am 1. Januar 1914 rund 97 Millionen Mark 'und stieg bis 1. Januar 1915 aus 130 Millionen, bis 1. Januar 1916 auf 209 Millionen Mark. Das Erfreuliche ist, daß der Betrag der fremden Gelder, trotz der enormen Aufwendungen für die Kriegsanleihen — sie betragen annähernd 3 4 des Bestandes der fremden Gelder — eine Zunahme erfahren hat. Die 4. Anleihe ist freilich erst nach dem 1. Januar 1916 aufgelegt, ihr Einfluß kommt daher in obiger Tabelle sowie in dem Wertpavierbestand von: 1. Januar 1916 noch nicht zum Ausdruck. Doch dürfte sich das (Gesamtbild den bisherigen Ergebnissen entsprechend weiter entwickelt haben. Aus (Mo Greiner Es ist «ein besonders schwerer Verlust, den die deutsche Kunst durch den Hingang Otto Greiners erleidet. Die deutsche Kunst: das. muß in diesem Falle besonders betont werden. Denn von Greiner gilt in weitestem und schönstem Sinne das Dichterwort: „Cr war unser." Er gehörte zu den wenigen nwdernen Künstlern, deren Schaffen sich von jedem Tropfen fremdländischer Einwirkung freizuhalten vermocht hatte. Paris lag vom Wege seines Lebens und seiner Entwicklung fernab; deutsche Meister, Menzel und Klinger, sind es neben der Natur gewesen, an denen er sich geschult hat. Deutsch war der ausgeprägt zeichnerische Charakter seiner Begabung — er war ein Reis von Dürers Stamm. Deutsch war seine Phantasie, ernst und spielend, reich und gebändigt zugleich. Deutsch war endlich sein Verhältnis zur Natur, der er in einer wahrhaft leidenschaftlichen Verehrung nachging und der gegenüber er auch jene Liebe zum kleinen und kleinsten bewährte, die sich'wohl nur im deutschen Kunstschaffen findet. Was er war und konnte, hat sich Greiner in hartem Lebenskämpfe redlich erarbeitet. Denn er ist aus schwierigen, kleinen Verhältnissen hervor- gegangen. Zu Leipzig an: 16. Dezember 1869 geboren, hatte er sich durch eine freudlose, von Sorge und Kummer vielfach überschattete Jugend durchzuringen. Die Mutter fteüich schien für die Eigenart des Kindes ein natürliches Gefühl zu besitzen, aber sie starb zeitig, der Vater mußte seines Berufes wegen Leipzig verlassen, und der Knabe hatte, der Fürsorge von Verwandten überlassen, einen bitteren Kamps ums Dasein zu sichren. Indes schon früh seine Phantasie mit besonderer Vorliebe sich zu den lichten Höhen einer heiteren Fabelwelt emporschwang, hielt ihn die Wirklichkeit im Banne grauer Alltäglichkeit und drückender Dürftigkeit. Ein Glück war es, daß matt den jungen Menschen auf die Lithographie tat, das entsprach seinen Wünschen und öffnete ihin eine Laufbahn, die ihm später den Hebergang zum Künstlertume erleichterte. Me handwerkliche Ausbildung, die Greiner in der Werkstatt des Steinzeichners erhalten hat, ist für sein ganzes späteres Wirten entscheidend geworden, dem eine gediegene handwerkliche Grundlage und eine gut handwerkerliche Gewissenhaftigkeit immer ihr Gepräge ausgedrückt hat. Nachdem Greiner ein paar Jahre in der Lithographemverkstatt tätig gewesen ivar, wurde man denn doch aus seine Begabung aufmerksam. Alexander Liezenmeyer in München bot im einen Platz in seiner Schule an und der Buchhändler Kroner gewährte ihm die Mittel zur Uebersiedelung. So bezog Greiner die Akademie und es begannen damit Jahre ernstesten künstlerischen Ringens. Damals war es, wo er in seinen Zweifeln sich auch an Menzel wandte, dessen ungeheures Können und unerschütterliche Auftichtigkeit ihm vorbildlich waren. Der Meister gab dem Lehrling auch wirklich seine:: guten Rat; er bestärkte ihn, wie Julius Pogel m'itgetellt hat, darin seinen Weg ruhig weiter zu gehen: „Das täglich Umgebende ist am beiten, am gründlichsten zu studieren. Die alte Kunst ist ja mich auf keinem arideren Wege zum Flor gekommen." Es war vor allem das Gebiet der Steinzeichnung, auf dem Greiner sich betätigte und sich eine künstlerische Stellung erwarb. Aber zur vollen Sicherheit gelangte er doch erst, als es ihm 1892 vergönnt war, nach Italien zu ziehen und er in Rom die Bekanntschaft von Klinger machte. Greiner ist nicht im wörtlichen Sinne Klingers Schüler gewesen und doch muß man Klinger seinen Meister nennen. So verschieden die beibeit sächsischen Künstler auch von einander sind, so gehören sie doch lunstgeschichtlich zuscun- men. Von diesem Zeitpunkte hat sich Greiners Leben dauernd in aufsteigender Linie bewegt. Er kehrte zunächst nach Leipzig zurück, diente sein Militärjahr ab und siedelte später wieder nach Rom über, das ihm dann für lange Jahre zur zweiten Heimat geworden ist. Dort wurde er im Laufe der Zeit eines der gefeiertsten Häupter der deutschen Künstlerkolonie. Seine Lithographien hatten ihm längst Rang und Ruf eines Meisters erworben. Jedes Exlibris von seiner Hand war ein bis in die letzte Einzelheit aufs feinste durchgearbcitetes Meisterstück. Sein „Parisurteil", seine Ehren- und Gedenkurkunden — es sei nur an das Schießdiplom für seine Kompagnie und das Kantateblatt für die Buch händlermesse erinnert — wurden von allen Sammlungen und Sammlern eifrig begehrt. Inzwischen strebte Greiner einem neuen Ziele zu: er bereitete seinen Uebergang zur Monumentalmalerei vor. Als die Frucht vieljähriger Arbeit entstand sein jetzt im Leipziger Museum aufbewahrtes Meisterwerk „Odysseus und die Sirenen", dem eine kleine^ Anzahl weiterer Malwerke, vor allem die „Hexenschule" zur Seite getreten ist. Dante, Homer und Faust sind Greiners Lieblingsbücher gewesen. Die großen Probleme der Menschheit und des Lebens bewegen.ihn; sie spiegeln sich in seinen Werken. Da tritt Prometheus auf, da behandelt er vor allem immer wieder das unerschöpfliche Thema von der Frau, ihrem Einflüsse und ihrer Macht. Auch sein Odysseus-Bild gehört ja in diesen Gedankenkreis. Künstlerisch ift, wie bereits angedeutet, der echt handwerkliche Zug seines Schaffens für ihn kennzeichnend. Selbst für das kleinste Blatt fertigte er, ehe er an die Ausführung ging, eine Unzahl von Naturstudien an, durch die er sich aller Einzelheiten bemächtigte. Diese Naturltudicn gehören zu dem Meisterhaftesten, was Greiner geschaffen hat. Aus ihnen arbeitete er dann die vorher entworfene Komposition zusammen: es ist nicht zu leugnen, daß bei dieser Arbeitsweise seine Werke zuweilen jenen Zug der Leichtigkeit eiu- büßtcn, den man am Kunstwerke nur ungern vermißt. Dafür waren sie echt, lebensvoll, durchgearbeitet und reich; nie kokettierte Greiner mit dem „Ungefähren", nie suchte er sich seiner Ausgabe zu entziehen oder sie sich zu erleichtern und das reiche Spiel der Naturformen hat kann: ein .Künstler seiner Generation so wahr und schön beobachtet und wiedcrgebcbcn, wie er. Man nennt ihn gern einen „Phantasiekünstler", aber dieser Phantasiekünstler lebte und webte in der Natur, nährte sich von ihr und suchte gestaltend ihrer Elemente Herr zu werden. * Neuaufgesundene Theateraufsätze von Ibsen. Ein ungewöhnlich wertvoller Jbsenfund ist H. E i t r e m gelungen, indem er eine Reihe längst verschollener Theateraufsätze entdeckte, die Ibsen im Herbst 1662 in der zu Christiania erscheinenden Zeitung „Morgenbladet" veröffentlicht hat, und die nun an derselben Stelle durch Neudruck der Literatur iviedergegeben) worden sind. Als sie damals, vor mehr als einem halben Jahrhundert, in der Zeitung erschienen, da wurden sie von deren) Publikum gelesen, vielleicht auch ein w?n'i besprochen und bald auch wieder vergessen — und doch mertt man den Aufsätzen, fallen sie gleich nur in den Bereich der Tagesliteratur, durchweg) cm, mit welchem Ernste pnd mit welcher Gewissenhaftigkeit sie welchen Duellen sich die fremden Gelder im einzelnen immer wieder erneuern, ist noch nicht festgestellt. Zn verwundern ist an sich die Zunahme der fremden Gelder nicht. Wenn in Zwischenräumen von je 6 Monaten rund 10 Milliarden in den Wirtschaftskörper hineingepumpt werden, so müssen diese Summen natürlich wieder irgendwo in Sammelbecken, wo sie statistisch erfaßt werden, an die Oberfläck>e kommen. Welche Erwerbsschichten, namentlich ob und inwieweit Landwirtschaft, Handwerk, Arbeiter- schast an der Erneuerung der fremden Mittel beteiligt sind, das festzustellen, wäre außerordentlich wichtig. Zweifellos tvird die landwirtschaftliche Bevölkerung in erster Linie daran beteiligt sein. Rund 26 v. H. der Mftglieder der Genossenschaften des Allgemeinen Verbandes sind Landwirte, den nächst stärksten Prozentsatz stellen die selbständigen Handwerker mit rund 23 v. H. sowie selbständigen Kaufleute und Händler mit 10 v. H., sowie die Arbeiter (industrielle und landwirtschaftliche Arbeiter mit ebenfalls 10 v. H. Daß die Landwirtschaft über reichliche flüssige Mittel verfügt, ist bekannt. Dagegen sind weite .Kreise des selbständigen .Handwerks, namentlich soweit die Geschäftsinhaber zu den Fahnen einberusen sind, durch den Krieg schwer geschädigt. Freilich haben andere, namentlich soweit sie Kriegsaufträgc er-: halten haben, schönen Verdienst gehabt. Indessen wie dem auch sei, die Genossenschaften zeigen sich als Sammelbecken für einen sehr großen Teil unseres Volksver- mögcns. Die rein landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbände werden wahrscheinlich das Bild, das die Genossenschaften des Allgemeinen deutschen Genossenschaftsverbandes bieten, bestätigen, ja in Anbetracht des Umstandes, daß die Landwirtschaft sich zurzeit in guter Finanz Verfassung befindet, vielfach noch eine stärkere Vermehrung der fremden Gelder aufznweisen haben. Zeigen sich so im deutschen Genossenschaftswesen nicht mir gesunde Verhältnisse, sondern sogar eine aufwärtssteigende Entwicklung, so werden die Genossenschaften dazu mithelfen können und gerne daztxinithelwn, um auch der fünften Anleihe zu einem vollen Erftilg z^^vörhelfen. Eichener herbflpferdem«m, V th. Gieße n^. 27. Septemher, Dem heutigen Gießener Pferdemarkt wav unmittelbaF die Pfcrdemustcrung vorausgegangen, welche mit einer zwar nur kleinen Pserdcaushebung verbunden war, und dieser Umstand hatte Lücken in den Pferdebeständen unserer Industriellen usw. gegeben, die wieder gefüllt werden mußten. So kam es, daß diesmal trotz der Herbstzeit, in der in Friedenszenten jeder Pserdehalter seine! nicht unbedingt nötigen Tiere verkaufen oder abschasfen will, bei dem gestrigen Markte eine starke Nachfrage nach -Arbeitspferden und nach Wagenschlägen vorbanden war. Bei dem kleinen Vorrat des Marktes, der sich auf kaum 100 Pferde und Fohlen belief, wurden Preise für gute Tiere 1>ez.ahlt, die nicht einmal als Luxuspreise zu bezeichnen sind, sondern die märchenhaft klingen. Erzielten doch zwei Paar Pferde den Preis von 9 100 Mark und 9500 Mk. Dabei waren die Erwerber nicht etwa Leute, die den Preis der angekauften Pferde in Raten tilgen, wie dies vielfach im Pferdehandel üblich ist, sondern es heuchelt sich um Preise gegen Bargeld, Zug um Zug. Trotz der gezahlten enormen Preise verließen aber die Käufer nach beendetem Geschäft, bei den: gar nicht einmal lange gefeilscht worden war, hoch befriedigt den Pferdemarkt. Man hatte anscheinend gefunden, was wan brauchte, nämlich ganz vorzügliches Material, und das schien die Hauptsache und den Ansschlag zu gebe::, bei allen Händeln, die auf dem Markt gcinacht wurden. Schlechte Pferde wäre:: wenig am Märtt ::nd waren auch schlecht anzubringen. Käufer und Verkäufer wußten was sie wollten, und heuer, und besonders in Kriegszerten, muß eben alles sehr hoch bezahlt werden. Auffällig bei dem Markt war, daß der Sttom der Lente mit dem Pserdeverstand und die Zuschauer aus der Landbevölkerung der Umgegend diesmal weit weniger vorhanden war. als dias sonst der Fall war. Die sogen, neugierigen Kenner stehen wohl meistens zun: Schutze der Grenzen in Feindesland und die Landbevölkerung bevölkerte den Markt bei dem schönen Wetter nur spärlich, weil im Feld Arbeit vorhanden ist und die Zwetschen und Aepsel abgemacht werden müssen. abgefaßt worden sind und wie Ibsen jedes Mort darin aus die Goldwagc gelegt hat. In jenem Herbste schrieb Ibsen mehr als sonst für Zeitungen, was neben anderem auch darin seinen Grund haben mochte, daß seine Einkünfte knapp und seine Schulden im Wachsen waren. Aber- er stand damals überhaupt in einer der schwersten Krisen seines Lebens. J:nl Sommer hatte er die „Komödie der Liebe" geschrieben, in der er von seiner -eigene:: eigenen Vergangenheit Abschied nahm, im Jahre daraus vollendete er die „Kronprätendenten" und zu gleicher Zeit stand der Dichter, der mit diesen Werken in die Zeit seiner Reise eintrat, in de:: Augen des Publikums als eine gestrandete Existenz da, als ein Mann, der nichts erreicht hatte und von dem wohl auch nichts zu erwarten war. Er batte kein Amt, kein festes Einkommen, keinen gesicherten Namen. Mehr als ein -olles) Jahrzehnt Theaterpraxis und Theaterleitung hatte er hinter sich, und da gerade damals in dem Kampfe zwischen der dänischen und der norwegischen Richtung im norwegischen Theater sich eine nationale Bühne zu entwickeln begann, so lag es Ibsen am Herzen, sich dem Publikum als gründlichen Kenner des Theaters in Erinnerung zu bringen, um aus diesem Wege möglicherweise die Stelle als Direktor oder wenigstens als künstlerischer Beirat an dem Cbristianiatheater zu erringen. Das ist der Ursprung dieser fast durchweg verschollenen Aufsätze, die, gezeichnet mit „A. I.", im .Herbste 1862 erschienen. In der Hauptsache enthalten sw Besprechungen der jüngsten Nenausführnngen des Chr:st:ania-Thcat?rs. Darunter befand sich Hals, „Sohn her Wildnis", Oehlenschlägers „Axel und Valborg", sowie eine Reihe von modernen französischen Lustspielen, und diese bunte dramatische Speisekarte gab Ibsen Anlaß, seine Stellung zu den verschied"neu. Gattungen der drarnatischen Dichtung manigfach zu beleuchten Die allgemeine Haltung der Aufsätze ist streng, sachlich und zurückhaltend, und dock: kann man, wie der Herausgeber treffend anmerkt gelegentlich gleichsam ein leises Zittern des Tones herausfühlen) das erkennen läßt, in welch kritischer Lage sich „A.J." befand Nur zweimal geht er mit der Sprache freier heraus. Das eine Mal m dem Aussätze 'über die damalige Theaterkrise, in dem er der Kunst, ihrem Ermte und Adel, und der Llutopferungsfähigkeit für s:e einen begeisterten Huldigunqssang darbringt. Aber gleich bekam er zu cmpftnden, daß er „töricht g'nug sein volles Herz nicht wahrte": eme mephistophelische Antwort in „Morgenbladet" erinnerte den Verfasser an seine wenig glänzende Theaterleit::ng> und eme andere erklärte, daß es schwier sei, den.„sentimentalew Verf-ap'er". dessen Gehirn „von einem mißverstandenen Schön- heitsbegrifse umnebelt sei", zu einer nüchteren Betrachtung zu bringen. Jb^sen hat denn auch in der weiteren Folge diese Aufsätze der werten Leserschaft nie mehr einen Blick in sein Inneres vergönnt: wohl aber hat er in dem letzten Artikel der Reihe mit schneidendem Hohne dem Pnbtik::m die Wahrbeit gesagt, ja gleich- fajni sie ihm v»ar die Füße geworfen, indem' er über die Anteil- losigkeit des norwegischen Volkes an den Fragen und 2lnf- gaben seiner nationalen Kultur und die 9 eich Fertigkeit, womit sie! behandelt wurden, rücksichtslos seine Meinung anssprach. Die Stelle ist für Ibsens Entwickelung von Wert: man sieht, wie die Stimmungen und Ueberzeugungen in ihm wachsen, die ihn im Job^ 1364 veranlaßten, seinem undankbaren Vaterland zornerfüllt den Rücken zu kehren, und die später in der erbarmungsloser: Kritik seiner vom ewigen .Hasse.gegen die Masse -wfüllteni Gesellschaftsstücke zu llassi^hem Ausdrucks kamen. Zur Prämierung war durchgängig gutes Material vor gefütirr, besonders waren unter den Stuten und unter deren jungen Nachwuchs präckrtige Tiere, die die Augen der gestrengen Preisrichter hell anfleuchten ließen und die bei ihrer .Kritik diesmal wenig zu tadeln, desto öfter aber zur Lobpreisung Gelegenheit rrahmen. Die Preis Verteilung hatte fragendes Ergebnis: Reitpferde unter den: Reiter gezeigt: Daniel Schaefer II., Heskem (dunkelbraune Stute, 5jähr.) 2. Preis. Wagen sch läge, paarweise zu prämiieren: < 2 ?. Söm_Tn, Kirtorf (FuchsWallach, öjähr.) 3. Preis. -schwere Arbeit sschläge, paarweise: S. Michel, Gretzen (brauner Wallach und Lstute, 7- und 5jahr.) 3. Preis. Leichte Arbeits schlage, paarweise: Simon K a u f- mann, Nieder-Wcisel (Zjähr. FuchsstutcM) 2. Preis; S. Michel, Gießen (3- und 4jahr. brmrne Stuten) 3. Preis. Leichte Arbeitsschläge, einzeln: Simon K a u f m a n n - Nieder-Weisel (4 jährige Schimmelstute) 1. Preis; August Frensdorf - Gießen (3 jähriger brauner Wallach) 2. Pr. * F. R ü l f - Holzhcnn'en (3 iährige Fuchsstute) 3. Preis; August Frensdorf - Gießen (3 jähr. brauner Wallach) 5. Preis. Schwere Arbeits schlage, einzeln^ Konr. Jakob D'2 ringer - Ober-Hörgern (lOjähr. hellbraune Stute), 1. Preis; Hch. Pfarrer -Weckesheim (4jähr.Fuchsstute) 2. P r e i s; 51vnr. .HäuserXIX., Nieder-Weisel (Ljähr. Fuchsstute', 3. Preis; Ludwig Tasch-Atzbach (9jähr. dunkelbraune Stute), 4. Preis: Aug. P,e t r y - Hattenrod (7jähr. Fuchsstute) 5. Preis; Peter Richte r- Nieder-Weisel (4jähr. dunkelbraune Stute) 6. Preis. Es erhielten außerdem in dieser Klasse noch Anerkennungen: Freiherr v. D ie- m a r - Eberstadt (7jähr. Fuchsstute), Rud. V e i t h - Heuchelhcim (5jähr. braune Stute), Wilh. Wagner II., Kirch-Göns (Zjähr. Fuchsstute), Wenzel Haffes III., Nieder-Weisel (5jähr. Fuchs- stute) und Aloys E ß - Dornassenheinr (lOjähr. Rotschimmel-Stute). LeichteArbeitsschläge, einzeln: Joh. Keßler XI., Großen-Linden (Zjähr. Fuc^ftute) 1. Preis; Ludw. Walb-Stein- bach (lOjähr. dunkelbraune Stute) 2. Preis; L. KeßlerV.» Großen-Linden (lOjähr. braune Stute) 3. Preis; Aug. Petry- Hattenrod (Zjähr. Fuchsstute) 4. Preis; Joh. Volk II., Großen- Linden (lOjähr. dunkelbraune Stute) ,5. Preis. Arbeits schlage, paarweise: Aua. P e t r y - Hattenrod (7* und Zjähr. Fuchsstuten) 1. Preis; Rich. E s a u s - Großen- Buseck (4jähr.braun. Wallach u. Stute) 2. Preis; Daniel Schäfer II., Heskem (4- Und ojähr. braune Stuten) 3. Preis und Aloys E ß - Dornassenheim (10- u. Zjähr. Rotschnnmel u. braune Stute) 4. Preis. Dreijährige Fohlen, geboren 1913, Arbeitsschläge: Joh. K e ß l e r XI., Großen-Linden (Fuchsstute) 1. Pr.; Willi Wagner II., Kirch-Göns Hattenrod (5-jähr. Fuchsstute), Will-elm Wagner II., Kirch- Göns (3-jähr. Fuchsstute), Jvhs. Richter, Nieder-Weisel (4-jähr. dunkelbraune^Stute), Hch. Pfarrer, Weckesheim (4-jähr. Fuchs-, stute), Hch. Sehrt, Nonnenroth (3^/g-jähr. lfellbraune Stute). Wenzel Ho ff er III., Nieder-Weisel (5-jahr. Fuchsstute), Alois Eß, Tornassenheim (10-jähr. RvtschrinnrÄstute) und (3-j ähr. braune Stute), Rud. Ta sch, Abbach (9-jähr. dunkelbraune Stute), Karl Keßler I., Großen-Linden (3-jähr. hellbraune Stute) und Wilh. Straßheim, Griedel (11-jähr. belg. braune Stute). Die gesperrten Preise sind von dem Landwirtschaftskammer-Ausschuß für die Provinz Ober-« Hessen gestiftet. Ter Ausschuß war jÄwch diesmal am Markt unvertteten, während der Landes-Pferde^uchtverein für das Großherzogtum Hessen seinen Sekretär Msripr v. S1 r a ck - Darmstadt gesandt hatte, der mit Interesse der Prämiierung beiwohnte und seinjü freudige Anerkennung über die Fortschritte der oberhvssischen: Pferdezucht äußerte. E.KahleG.rn ! b.H. Frahkfurf a /M. ö utleufsrrl sucht Sammler, vorübergebend „ „ ^ hier, aus Privatband gegen bar zu kaufen. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter 012213 an den Gieß. Anz. erbeten. Briefmarkensammlung TWnbkiM Wcß 85 4-Zimmcr-Wobnung. neuhergerichtet. sofort zu vermieten. Näheres bei 16211 Hcrzbergcr, Lvberstrane 3. Papier-Bindfaden ln allen Starken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen pr&parlert, empfiehlt zum billigsten Tagespreis I Ludwig Lazarus rw ‘8r rt - Aatrrwoa sr Bekanntmachung. I" unser Genossenschastsregister wurde heute bezüglich des Spar- und Vorschußvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Lollar, eingetragen: An Stelle des am U. Juli 1916 verstorbenen Liquidators Heinrich Geißler VI. von Lollar ist Pvstsekretär i. P. Georg Storck zu Lollar bestellt. ^esß Gießen, den 20. September 1916. _ Großherzogliches Amtsgericht. Krofdorser Str. 22 3 - Zimmer - Wohnung au vermieten. (0970 _Abermann <& Kling;. 2 JZimm.Gr ) Vergebung. Für die Großherzogliche Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1916 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: a) Die Lieferung von: 15 Zentner Tafeläpsel 50 „ Kochäpsel 25 „ Weißkraut 6 „ Meerrettich 300 Stück Rotkraut 300 „ Wirsing b) Die Lieferung von: 500 Zentner Speisekartoffeln je zur Hälfte der Sorten „Up to date" und „Industrie" frei Keller. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem VerwaltungS- bureau zur Einsicht offen. Angebote sind ver- schloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Donnerstag, den 5. Oktober1S16mit1ags 12 Uhr auf dem obengenannten Bureau abzugeben. Zuschlag erfolgt innerhalb 3 bis 5 Tagen. Gießen, den 25. September 1916. Großherzogliche Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten Gießen. Sommer. Milch-Ceiitrifuqen Blittermnschinen FutteOnci-ci-iaschim Schrotmühlen Haferquetschen Knochenmühlen Futterdämpfer Kartoffelquetschen Pntzmnhlen, Trieure Fanchepumpen ^auchefäsier { Verschiedene j Depmallvaaen uitn. ! Aiic«*ir. 2& r, schön-, n vof ie pmtiKpfiif in 5-8-2lM..1Vodng.m.Kammern, emv stehlt in neuesten Kon- > ^^ktr.n.GaS,Gartcnnnt.ver 3 Zimme r ch.3-L.-V/oho.z Weil, verm. Neustadt 10. t>23ö L Gobi*. Die ».Herrn Laz.-Insv-Herr- maml innegeh.W. best. a 3Z., K. u.all.Zubh.. Marb.Str.74 1 v.l.Nov.verseyungSh.z.verm. kr tz Lrswsr, Marb. Str. 68. 012192 • «UI öi • Oblüiiood 1 finden dauernde lohnende Arbeit. Stahl-EisenwerkeÄSIarG.m.b.H. Einige tüchtige 2-Zi,,l.-Wolin. mit Küche zu vermieten. Näheres in der Geschäftsst. d. Gieß. Anz. Eine n. ruh. L. z. v. Näh.1Vsizsteillslr.L0k. I 012178 2 Zimmer n. Küche, für einzelne Person neeianet. zu vorn,. &ark!p!. 11. '01^219 struktionen M. Rosenthal Lleblostrafta 13. Fsrnsur. 77. 1 Waggon prima | ! ^ 47 i sof. 0.1 Okt. preiswert-, vern^ ; Nah, dorlsetbst II. Stock. | 5M4 1 einaetroffen und empfehle so lange Vorrat reicht, per Zentner 16 Mark. Wilsons!;-.GUI, 3-Z.-W. m. Zubeh. u. Gartenant. Näh. E. Wallacli, Biömardstr. 14. Sch. 3 gesucht. Schriftliche Angeb^ mit Preis unter 6991 an beit Gießener Anzeiger erbeten. bis 4 -Zim.'Wobn. rifkli Hankel, ^eneo Säue 7, Telcf. 612 Etne schöne 2—3 Zimmer- Wobnung m. Gas u. elektr. Licht an ruhige Leute zu vermieten. 16929 Marktstrastc 21 . Zimm er werden sofort angenommen. Jean Dern & Co. 68461 Frankfurterstraße 114. Arbeiter gesucht. Ferd. BtirEc. [«« 7 guDrinann u. 1 Arbcitcr gesucht. Cd. Klinket, Bnhn- hosstrohe 10. 1012-261 filacsbiirsche Neustadt 24. gesucht. 1012187 Ml. Hliusbiu'sltzc qes. Plockstr. 9, Laden. | 6m IcifererEiJiiljiiniie zum Auötragen v. Sachen für nochmittags gesucht, i 8 *™ xj. Heitbronncr, Markt str. Zwei gewandte Mnlmiütfit vom 15. Oktober bis Weihnachten zur Aushilfe gesucht. 697? | J. 2. Fahr, Sonnenstr. 25. Layf f rau, Zuverlässige Frau ist bereit an den Bor- u. istachinittagen je drei Stunden eine Stelle alöLaukfrau zu übernehnien. Schriftl. Angeb. unt. 6880 an den Gieß ener Angebote erb. mit flotter Handschrift, das bereits in einem Bureau tätig rvar, sucht baldigst Stelle. Schr. A uaeb. u. 012211 a. d. G. A. BraveS, ordcntt. Mädchen sucht Stelle alsSllleinmadchen in besserem, ruhigein Haushalt zum 15. Oktober oder l.Okovember. Schriftl. ölugeb. unt. 01-2210 an den Gießener Anzeiger erbeten. Irl. ^vlidcS 1^ jristr. Mädchen sucht Stelle in kleinen Haushalt. Näh. Ssltarsw. 77,1. 012220 Gebrauchte Schnell- und Tafelwagen billig z. verkauf. Ncueuweg 42. 1012221 Dauerbrandofen fast neu, zu verkaufen. 1 01MM Sohuach, Bahnhofstratze 54. Jüngere Hass m. LoheasniitolgsschSlt billig z. verkauf, od. z. verm. Schriftl. Angeb. unt. 012204 a. d. Gießener Anzeiger erb. j Mahl. Rchter Weinessig Adler-Drog., SelterSw. 39, 0(to Kchaaf. Wilhtig für Sanölcutc! SCesseE liefert sofort in Guß- und Stahlblech in jeder Größe. W ill». Dllrbeck'Vachf., Diezstraße 6. 1012178 Dieselben eignen sich vor- zügltch zum Honigkochen. Vergebung. Für die Großh. medizinische Klinik, Frauenklinik und Klinik für Hautkranke in Gießen soll im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden die Lieferung von: 1. 35 Ztr. Aepfeln, 2. 10 Ztr. untererdigen Kohlrabi, 3. 15 Ztr. Zwiebeln, 4. 3 Ztr.Meerettich, 5. 10 Ztr. gelbe Rüben, 6. 20 Ztr. Weißkraut, 7. 10 Ztr. Rotkraut, 8. 400 Stück Wirsinq, 9. 200 Stück Lauch, 10. 350 Stück Sellerie. Die Bedingungen können nachmittags von 3 bis 5 Uhr aus dem Verwaltungsburcau, Klinik- straße 32, eingesehen werden. Verschlossene Angebote und Muster sind getrennt mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 5. Oktober 1916, vormittags 12 Uhr bei der Verwaltung einzureichen. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Zuschlagsfrist bis zum 10. Oktober 1916. Gießen, den 25. September 1916. Großh. Verwaltungsdirektion der medizinischen Klinik, Frauenklinik und Klinik für Hautkranke. Vvit. 6S75Z Saatbeize „Hspmlm,“ von landwirtschaftlichen Universitäts-Instituten geprüft und empfohlen. Im Groß- und Kleinbetrieb erprobt. Niederlage bei Otto SeLaak, SloBon, Seltersweg39. [7618 Mvrrbcn- ,'«« Zahn-(^rHme in echten Zinntuben Mk. 1.20 und 70 Pfennig. Mvrrben Zahnpasta 8S Fl«. Adler-Drog., Seltersw. 39. Ott« Schaaf. Ponsion Sranäl Heaea BSneüft lBellevuejZim.m.u. ohneBer. pfleg.s.jedeZeitdauer. Elektr- Licht. Bad. Tel. 1085. 4805 Gebildes Ehepaar sucht in nur gut.Hause p. 1.10. möbl. Zimmer m.Kttchenbenntziing. Schr. Angeb. m. Preis unt. 6974 an den Gieß. Anz. erb. Zll Weihnachten evtl, früher soh. 2- oder 3-Zimmer-Woha. im fflbl. Stadtv. ges. Sdir. Angebote mit Preisangabe ». 012203 an den Gieß. Anz. Verkäuferin per I. Oktober, sowie ein Lehrmädchen aus guter Familie m. guter Schulbildung, Lebrzeit 2 Jahre und hohe monatl. Bergütunw werden für ein hiesiges Kurz-, Woll- vnd Modewaren-6)eschäft gesucht. Schriftl. Angeb. unter 6971 an die Geschäftsstelle des Gießener ZlnzeigerS erbeten. Machen Sie einenVeriuch mit Tsn- 5 eife tn bester Ware 1 St. 15 Pfg., zu haben im [6048 Reformhaus _Kreuzplatr 5. Wasserdichte Westen und Füßlinge ßußde H Co., fcw _ Seltersweg 52. [6179 Bei den Dienststellen der Strecken Gießen Gelnhausen Friedberg - Hungen - Miicke, Friedberg -dcidda - Schotten werden weibliche Kräfte für d. StalionSdienst, Schasstler- dienst oder den Slreckeuar- beiterdienst angenommen. Meldungen bei den Dienststellen oder bei dem Unterzeichneten Amt. 6'HiöD Großh.BetriebsamtL,Gi eße n i p. Stamm, Wilhelmstraße 10. Milchziege zu kaufen gesucht. 6987 Pr. Perrelel. 0nen8acli a. BI., Aliceplatz 3 wohlbekömmlich K J?dermar.n kann si<.t°'^ Schlosser «. Hilfsarbeiter für dauernde Beschäftigung gegen hohen Lohn sofort gesucht. , 16760 B. Schallsiaedt, 6. m. b. H. Aromatisches [6909 Entsäuruilqspnlver f. Zwetschenmus'spartZucker! Adlop-Drojferi© SelterSweg 39. Otto Schaaf , Gl ne 4-Zinrmcr-Mölinüttg, parterre, per 1. Oktober zu vermieten. ,'4869 Wilh. Plant. Mühlstraste 3. Gesucht Maurer und Handlanger gegen hohen Lohn tauch Wmlerbeschäftigung). Baustelle iu der dtähe Bahnhof Wetzlar. Ätelduugen b. Gast- wirr Seivp. Wetzlar. 1 °'«^ Rohrleger für Kanal- u. Wasserrohr- Verlegung gesucht. 698 « C. L 8. Panse, Wetzlar. 2nvcrl., bess. Är*aiuin5U''lion mit guten Zeugnissen, in Kochen und Hausarbeit be- ivanderb ges. Borzust. 2—4 nnrlnn.u. x / 2 f>—‘/«IO Uhrabds. 6 3i I O st Anlagc >1. ] _ Sauberes Mädchen für ^ ö tagsüber gesucht. 1012222 j Marktstraße 34. i X?r~ Fttsser ~«SI (6939 Orhoit-,ganzen, halbe Stückfässer kaust jedes Quautum, ESarmoladealahrik, Cassel*!. 0[S|icr0^ül(| I mit Leibriemen z. kaufen ges. LvohÄoker. Kvaon Eäne 11. ) ges. Astcrwcg 35,1. [6993 M.indermilr. Berdax, Bahnhosstraße 1 0,22<, ° Wegen hoher Feiertage werden die städtischen Eier statt Freitag Sarnötag verkauft. 1012205 ^tc-Is,r-el«b.(5ierhandl!nrg. (Lüherv Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit. Gute Erfolge. Einjährigen-, Prininreife-, Abitnrienten- prüfnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch 4n * Direktor Brackemann, Ludwigstr.70,Femr 633 Empfehle mich im Krautschneider!. Johann Baiser. Bestellungen bei Schmidt, Sonnenstratze (Burggraf), Wagner, Schuhmacher, Maigasse. >012214 Garten mit Qdstbäumen, bis zu 800 Qlladratmeter groß, zu pachten gesucht. Schriftliche l'lngebotc mit Angabe der Lage und des Preises unter 99 an den Gieß. Anzeiger. Ei-aauerKlzMkrgeli. Sandale, am Dienstag v. Kath. Kirche. Liebigstr., West-Anlage nach Dammstr. vert. Gegen Bel. abzug. Dammstr. 86. | 01ti * Vereine Jg. Mann, vcrf. in Stcnogr., j Maschincnschr. und Buchführung. in Zigai rcnsabrik tätig, s. St. versos. Schr. Ana. i unter 6942 an die GcschänS- stelle d. Gießener Anzeigers. Schi alten können unentgeltlich abge- fahren werden. 0973 8 Med. u. Frauenkliniken. V. 8. 6. Mig-tein Morgen abend bei Mtal. »avdaed. Roähelmer Str.^D s