Nr. 206 Zweites Blatt M. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. D»e „Lietzener ^amtltenblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Xreisblatl für den Ureir Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Oberhejjrn 5amstag, 2. September W6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jche-i Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» straße?. Geschäftsstelle u.Verlag:e^K^51,Schrift» Leitung: e^H2. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. • 9 ^ Der Marsch durch die Dobrudscha. Der Russendurchmarsch durch die Dobrudscha ist von der Entente so oft angedroht und angekündigt worden, daß seine Verwirklichung jetzt nach dem Eintritt Rumäniens in den Krieg keine Ueberraschung mehr bietet. Rach Meldungen neutraler Blätter soll die bulgarische Festung Rustschnk das Ziel starker russischer Heeresteile sein. Es sind vielleicht jene angeblich 250000 Mann, die bereits Anfang Juni am linken Pruthnfer, bei Reni, versammelt und durch 60 000 Serben verstärkt worden sein sollen. Auch rumänische Truppen aus Silistria schließen sich, wie es heißt, deni russischen Vormarsch an, so daß, wenn die Meldungen zutreffen, eine allerdings sehr ansehnliche feindliche Hecresmacht im Anzuge ist. Man braucht fein Stratege #u tfein, um den Kriegs plan dieses Vorstoßes zu durchschauen. Es gilt, die 1913 geschaffene bulgarisch-rumänische Grenze im Süden der Dobrudscha zu zerbrechen und dann auf Sofia oder auf Konstantinopel oder, wenn man sich stark genug fühlt, auf beide Ziele loszurücken. Da die bulgarische Heeresleitung weiß, daß hier, zwischen Rustschnk und Warna, die schwächste Angriffsstelle liegt, hat sie sicherlich alles getan, um der Natur durch künstliche Befestigung zu Hilfe zu kommen. Ein Glück, daß im Bukarester Protokoll von 1913 die Bahnlinie Rustschnk—Warna bulgarisch blieb und jetzt die Möglichkeit bietet, dem herant- marschierenden Feinde einen Wall von Verteidigungsmitteln cntgegenzuwerfen. Ob die Russen hier an der Dobrudscha?- grenze auch aus türkische Truppen stoßen werden, ist noch unbekannt. Die Promptheit der türkischen Kriegserklärung an Rumänien spricht dafür, daß man gewillt ist, den Feind nrcht südlich an der türkischen Grenze zu erwarten, sondern ihm durch eine Offensive entgegenzukommen. Bulgarien und die Türkei werden also das Bild innigster Waffenbrüderschaft bieten, das den Gegnern auch an anderen Fronten so unangenehm aufsällt. Jedenfalls dürften sich an der Do- brndschag.renze die nächsten und heftigsten Kämpfe der nach Süden gerichteten rumänisch-russischen Front abspielen und den Rumänen, die sich in Siebenbürgen große Erfolge erhoffen, wird bald die Erkenntnis ausgehen, wie schwierig und gefährlich dieser ihr Zweifrontenkrieg ist, zumal die Bulgaren an ihrer Donaugrenze sicherlich nicht schlafen werden. Die Donau' zwischen Bulgarien und Rumänien ist ein großer, tiefer und breiter Fluß (700—2200 Meter) und verhindert einen schnellen feindlichen Uebergang. Das bul garische Donanufer ist meist hoch, dominierend, und stellenweise sind ihm sumpfige Niederungen vorgelagert. Tort aber, wo es für einen feindlichen Einfall von Norden günitig wäre, gerade an diesen Stellen wird das gegenüberliegende rumänische Uftr von ausgedehnten Sümpfen begleitet, so daß an dem ganzen rechten User Bulgariens eine Strecke von nur etwa 60 Kilometern übrig bleibt, wo der Feind von Norden nach Süden übersetzen könnte. Aber der Feind müßte mit Rücksicht auf die Taktik und Strategie die Stelle des lieber- gangs mit Umsicht answählcn, und dadurch verkürzt sich die günstige Strecke zum Einfall noch mehr. Gerade an den strategisch wichtigen Stellen sind die Sätdte Widin, Lom Orechowo (Rahova), Nikopol Swischtow (Sistowo) und Rust- schuk Bollwerke d^r bulgarischen Verteidigung und Ausfalls- Punkte der bulgarischen Truppenmassen, die man zum Vormarsch nach Saloniki etwa nicht verwendet, sondern zur Bekämpfung des rumänischen Schakals Vorbehalten hat. Das wußte man wiederum in Bukarest, und deshalb ist durchaus nicht die gesamte rumänische Streitkraft gegen Ungarn gerichtet. Rumänien bedarf eines ziemlich bedeutenden Teiles seines Heeres zum Schutze seiner Hauptstadt, die zugleich die Zenlralfestung des Landes ist. Die Russen werden sich bei ihrem Vormarsch durch die Dobrudscha herzlich wenig um die Sicherung Bukarests kümmern. Ihnen schwebt ein ganz anderes Ziel vor Augen. Rumänien mag also zuschen, wie es seinen so gefährlich nahe an der Grenze liegenden Zentralpunkt wahrt. Bukarest wurde zwar von jeher als eine der stärksten Festungen der Welt ausposaunt, aber der Weltkrieg hat ja mit vielen Dingen, so auch mit dem FestnngÄ- nimbus aufgeräumt. Der Fortgürtel von Bukarest hat einen Umfang von 72 Kilometern, besteht aus 18 Forts mit zahlreichen Panzertürmen und 18 Panzerzwischenbatterien. Dazu kämen 70 Panzerlafetten für Haubitzen und eine Hauptreserve von 300 Fern- und Nahkampsgeschützen. Zweifellos eine wuchtige Rüstung, aber die Stärke Rumäniens, die sich erweisen soll, beruht nie und nimmer in seinen Festungen. Die offene Feldschlacht wird entscheiden und hoffentlich das Schicksal der verräterischen und erkauften Nation recht bald besiegeln. Was Bulgarien vermag, das hat es im Kampfe gegen Serbien gezeigt, das zeigt es in seiner Offensive gegen Sarrail. Mit Enver Paschas kampfgeübten Truppen zusammen wird es auch dem rumümsch-rnssischen Ansturm siegreich die Spitze bieten. den das Entbehren des persönlichen Glücks des Umganges mit dem großen Feldherrn und Menschen mit sich bringt, stark, aber im Geiste Hindenbnrgs und Lndendorffs wird weitergearbeitet. Ein alter Mitarbeiter Hindenbnrgs, der Nachfolger Lndendorffs, sprach es mit aller Besttmmtheit aus, daß von einem durchgreifenden Erfolg der Russen, wenn sie noch einmal den Versuch der Mafsenstürme wagen sollten, nicht die Rede sein könne. Deutsche Truppen stehen überall bereit. Es kann bei einer so langen Front möglich sein, das; irgendwo ein örtlicher Einbruch einmal funcit Erfolg hatte, aber das wird denn eben ausgeglichen. Von Kap Domesnes bis zur Lemberg-Front kann man mit völliger Ruhe jedem russischen Versuch entgegensetzen, er lvird nur die russischen Opfer vergrößern. Die neue Ostfront ist festgefügt. Ans die russischen Verluste in den vergangenen Kämpfen hinweisend, sagte der Stabschef, daß wir es nicht nötig hatten, zu betonen oder zu übertreten. Die einfachen Zahlen sprächen deutlich genug. Ein Bild, etwa wie es das Vorfeld eines deutschen Grabens bei Kisielin zeige, beweise mit der Sachlichkeit der Photographie die geradezu ungeheuren Leichenhausen der russischen Stürmer. Gar nicht genug allerdings könne betont werden, wie großartig sich unsere Truppen überall unter nicht leichten Verhältnissen geschlagen hätten. Besonders auch die deutsche Armeegruppe, die die wütenden Stürme der russischen Garde erledigte. Die Lage an der Ostfront? Sie ist sicher und so, daß man jeder Entwicklung mrt großer Ruhe und Zuversicht entgegensehen könne. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Aus Stadt nnd Land. Gießen, 2. September 1916. Allerlei Sedanseiern. Von den mancherlei festlichen Veranstaltungen, die anläßlich der Siegesnachricht im Jahre 1870 am 2. September vor sich gingen, ist jedenfalls eine der eigenartigsten die, welche sich in Drag vollzog. Dort lebte damals der bekannte österreichische Reichsratsabgeordnete und Publizist David Kuh, ein warmblütiger Patriot, der, obwohl durch und dura) Oesterreicher, doch ganz und gar die Bedeutung dieses geschichtlichen Ereignisses fühlte. Er ries seinen Sohn herbei, hielt ihm die Größe des gewaltigen historischen Moments recht vor Augen, ,umd damit du," so fuhr er fort, „die Bedeutung dieses Tages niemals vergissest —" in diesem Aloment hatte der brave Junge eine kräftige Ohrfeige am der Backe sitzen. — In den Jahren nach dem Kriege wurde der Sedantag zumeist dazu ausersehen. Sieges- und andere Denkmäler patriotischer Att zu enthüllen. So wurde 1873 am Sedantage die Siegessäule aus dem Königsplatz in Berlin in Gegenwart des Deutschen Kaisers enthüllt. Drei Jahre später wurde am gleichen Tage im Berliner Tiergatten das Denkmal Friedrich Wilhelms III. der Oessentlichkcit übergeben, und in Schmalkalden feierte man den Sedantag 1876 durch Enthüllung des Denkmals für Karl Wilhelm, den Komponisten der „Wacht am Rhein". In kleineren Orten, wo das Geld zu Siegesdenkmälern nicht reiche, nLirden Fricdenseichen gepflanzt. Im Jahre 1884 befmrd sich der Dichter Encil Ritters Haus am Sedantage auf der Insel Helgoland, und er dichtete dott zur Feier des Sedanfestes ein Lied, „Auf Helgoland", in welchem er daran erinnert, daß Hoff- mann von Fallersleben daselbst „Deutschland, Deutsclstand über alles" gesungen habe: „Er hat gepriesen deictsches Lied, Den Wem, die deutschen Frauen. Und was er sang, begeisternd zieht Es rings durch Deutschlands Gauen! Heut' preist man nicht mir deutschen Wein, Des deutschen Geistes Werke, Nicht nur die deutschen Frauen allein Heut' gilt auch Deutschlands Stärke!" Denn auch nicht deutlich ausgesprochen in dem Liede, so ist doch angedeutet der Wunsch, das; auch der Boden, auf dem das Lied entstanden, wieder deutsch werde, was sechs Jahre später Wirklich- kett wurde. Rrlegsbriefe aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters, (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die Lage an der Ostfront. Hauptquartier des Oberbefehlshabers Ost, 31. Aug. Am 8. Au.gu.st haben die letzten ernsthaftett und schweren Angriffe der Russen gegen die gesamte wolhyniscbe Front des Generalfeldmarschaus von Hmdenburg mit völligem Mißerfolg geendet. Der 12. August, der Termin, an dem Kowel unbedingt, toie groß auch die Opfer wären, genonv- men sein sollte, verstrich, und Kowel blieb fest in deutscher .Hand. Von dem Marsch auf Lemberg »vor nicht mehr die Rede, wohl aber sah man die mächtige Figur des Feld- marschalls unter dem Jubel der deutschen und österreichischen und ungarischen Tvtrppen durch die Straßen von Kowel fahren. Bis ans die sich in örtlichen Grenzen haltenden Angriffe der Russen bei Rudka-Czerwiszcze herrschte seitdem Ruhe oder mix größere Patrouillentätigkeit an der Front Hindenburgs. Der Feldmarschall und sein Stabschef sind nun vom Kaiser vom Osten von der sehr großen Ausgabe zu der größten berufen worden. An den östlichen Verhältnissen, die eine Festigkeit inzwischen ganz erreicht haben, ändert dies natürlich nichts. Im Stabe empfindet inan den Verlust, ** Die Mieß euer ig Li. ™ Freilichtbühne teilt uns nritD Ms nächste Vorstellung ist beabsichtigt, Grillparzers „Des Meeres und der Liede Mellen" in Szene gehen zu laßen Die Schwierigkeiten, welche erfahrungsgemäß die Lösung eurer solch großen Ausgabe mit sich bringt, werden weder verkannt, noch unterschätzt. Llber trotzdem glaubt man diesen Wurf lvagen zu können, schon im Hinblick daraus, daß ähnlich wie im Grün - dungsjahr (1909, Kteift's „Hermaiuisschlachtth sich Kräfte zur Verfügung gestellt haben, welche den Ansprüchen gerecht werden dürften. Die Spielleitung liegt in den Händen des Herrn Hellmuth, der auch die Rolle des Oberpriesters übernommen bat. — Wenn ein Besuch der Vorstellung schon aus den angegebenen Gründen empfohlen lverden kann, so komntt noch ein anderer, sehr beachtenswerter hinzu: einen Kunstgenuß an und für sich bietet die dem Stücke angepaßte Szenerie, so daß auch einer, der die Waldbühne öfter besucht hat, diese kaum müderer kenw-n wird. Tempelfassade, Opsevaltüre, Felsgruppen u. dergl. m. verleihen der Bühne einen der Dichtung würdigen Hintergrund. Die Anlagen! sind nach den Plänen des Erbauers der WaLdbühne, des Herrn) Technikers Köhler, errichtet. ** Konzert. Die zahlreichen Fottcnde Hdvr Morst, die Fräulein Hertha Z ander van sich während der letztem Winter- spielzeit in unserer Stadt erworben hat, lverden mit besonderes Frende die Gelegenheit begrüßen, Fräulein Zondervan vor ihrer lieber siedlung nach Straßjbuvg, wohin sie sich für dir kommende Spielzeit verpflichtet hat, noch ermwal zu hören. Sie wirkt Sonntag , den 3. September, in einem Konzert in Marburg mit, nachdenv sie scl-on int April dieses Jahres mit großem, auch in unserem Blatte gewürdüftem Erfolg als Kviiz^ängerin in Marburg ausgetreten ist. Das Programm enthält außerdem il a. auch lvieder eine arööcre Komposition von Frau Johanna; Weichelt, z-oei Suiten für Klavier, betitelt: „Tiere und Menschen". zu der die .ivomponistin durch den Besuch der Hagen-, feckschen Vorstellung angeregt worden ist. Die Erntrittspoeffe sind den Preisen der in Marburg so beliebten Volksvvrstellümgru angeglichen. Da mit Rücksicht auf die späte Mfahttszeft des Zuges die Wirtschaft der Stadtsäle bis zwei Ilhr geöffntt ist, ist der Besuch des Konzertes von Gießen leicht M bewirken. (Sieche Dtzeige.) ** Zur V erteil nngsf rage änßeru sich die Vtttteilunaeu aus dem Kriegsernährungsamt. Daß in Deutschland infolge der englischen Absperrung Mrappheft an versckiiebenen Lebensmitteln herrscht, ist bekannt. Je geringer aber die Men Felde verloren haben, in geeigneten Familien der von ihr in Posen angesetzten Landwirte zur Erziehung und Ausbildung in landwirtschaftlichen Berufen mtter- zubringcn. Die Fürsorge der Ansiedlungsfemmission erstteckt sich auf Kinder deutscher Abstammung, evangelischen oder katholischen Bekenntnisses, die das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten iyabcn 4 Nach den hierfür geltenden Bestimmungen müssen die Pslegoeltmn in gesicherten, wirtschaftlichen Verhältnissen leben, gut beleumundet ^und von t'önigstreuer und gottesfürchtiger Gesinnung sein. Es wird darüber gewacht, daß das Kind stets ausreichende diahrung und Kleidung erhält und eine Lagerstätte &imt! alleinigen Gebrauch zugewiesen bekornnrt. Ferner wird das Kind zum regelmäßigen Besuch 'der Schule urrd Kirche an gehakten, und es ist strengsl-eus untersagt, das Kind zu Arbeiten ^eranzuziehen, die seine Kräfte übersteigen. Für jede Kriegswaise werden 2 Vormünder bestimmt, welche die Aufsicht über das Wohlergehen des Kindes zu führen haben. Tie den Kindern^ aus Kriegswaisenrenten zu fließenden Einnahmen und ihr sonstiges Vermögen hat der bestellte Vormund uir- ter Leitung des Präsidenten der Ans red lungS kommiss ion im Einvernehmen mit dein Vormundschaftsgericht zu verwalten. Näheres ist zu erfahren bei dem Vertrauensmann der Anftedlungsbom- mission W. Schaumburg, Kassel, Schönfelder Straße 7. ** Hessischer Schutzverein für entlassene Gefangene. Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes für 1915/16 ist erschienen. Er verbreitet sich über den Einfluß des Krieges auf die Zahl der Pflegebefohlenen, besonders auch über die Fürsorge für deren Angehörigen _ und die Fürsorge für die Jugendlichen, deren sich der Verein mit besonderer Sorgfalt anzunebmen bemüht ist. Die Vermittelung vor: Arbeitsgelegenheit für die Pfleglinge war wesentlich erleichtett, weil der Ktteg einen empsiEichen Mangel an männlichen Arbeitskräften zur Folge hatte. Die VerriTigerung der Zahl der Für sorge fälle erlaubte die Zuführung von Bereinsmitteln zur Kriegsanleihe,^ deren Zinsen den Pfleglingen künsriger Jahre zugute kommen sollen. Der Bettcht erwähnt mit Befriedigung die Reform des Strafrechts, die eine weitgeheTrde Rehabilitation bestrafter Personen ermöglicht, insbesoTidere durch Löschung des TLrasver- merks. — An Unterstützungen wurden im Berichtsjahre 4682,83 Mk. verausgakst, wovon 942,44 Msk. auf Oberhessen entfallen; von den 112 Pfteglingen wohnten 20 in Oberhessen. ** Die Hessische Lazarettzeitu ng dir. 27 enthüll: Preisausschreiben: Des Freiherrn von Münchhausen merftvürdige Rttse nach Rußland: Die Grundsätze der öffentlichen Kriegsfür- forge: Nutzen vori Buchführung und Kalkulation für dre Handwerker: Kursus^ für Otthopädiemechaniker: Arbeitsgemeinschaften der Kriegsbescbädigten-Fürsorge; Bücherschau: Lazarettberatung; Vom guten Willen: Rätsel-Ecke. — Die Gieß euer Beilage enthält^ Tie iveltgeschickstliche Bedeutung des Balkan; Sprichwörter aus der Wetterau: Heiteres:^ Die Gießener Bücherei für Verwundete; Stellen für Kriegsbeschädigte: Vcrwundeten-Unterricht. ** Verlegung der Erntevorschätzung für Wurzel früchte. Die in der Zeit vom 1. bis 25. September 1916 augeordnete Erntevorschätzung für Kartoffeln. Zuckerrüben, Futterrüben, Runkelrüben, Kohlrüben «Bi^earkoblrabi und Wruken-, Wasserrüben, Herbstri'iben, Stoppelrüben (Trnnips) und Möbren (Karotten) ist nach einer beute ergangenen Bekanntmachung des Bundesrats über Ernteschätzungen erst in der Zeit vom 20 Sep- tentber bis 5_ Oktober vorzunehmen. Gleichzeitig ist eine Einte- schatzung der Hülsenfrüchte, und zwar der Erbsen, Linsen und Bohnen, letztere getrennt rmch Eßbobnen (Stangen- und Buschbohnen) imd Ackerbobnen, vorzunebmen. Die Ernteschätzungen erfolgen durch nach der Bundesratsverordnung vom 22. Mai 1916 ernanute Sachverständige ober Vertrauensleute. Die Ernteschätzung für Hülleu- ftüchte, die zum ersten Male anberaumt ist, soll eine llebersicht über das Ernteergebnis der Hülsenftüchte geben. Tie Verlegung der Erntevorschätzung der Wurzelfrüchte ist mit Rücksicht aus die Erntezeit der Wurzelfrüchte uud auf die gleichzeitig vorzuuehmende Nachprüfung der Erntevorschätzung des Getreides geschehen. ** Die Haltbarkeit der Kartoffeln kann nach einer Mitteilung aus GLttnerckreisen erhöht werden, wenn sie schichtenweise mit feuchtem Sand bedeckt werden. An einem ttockenen Matz sind sie in dieser Weise etwa einen halben Meter hoch aufzuschichten. Der Haufen wird dann ebenfalls mit einer Sandschickt zugeö^xfei Trockener Sarrd wird vorher mit der Gießkanne leicht angefeuchttt. — Um Fäulnis zu verhüten oder die Verbreitung der Fäulnis zu verhindern, streut man Kalkstaub zwischen die Kattoffeln. Kreis Büdingen. '^l Ortenberg, 1. Sept. Der Pionier Wilhelm Günther wurde zum Gefreiten beforb-ett, der Reservist Robert Kauf- mjann, Kanonier bei eineni Feldartillerie-Rcgimeut im Westen, erl)ielt die Hessische Tapferkeitsmedaille, mit dem Eisernen Kreuz war er schon vor längerer Zeit ausgezeichnet uwrben: dieselbe Ühuszeichnung erhielt Reservist Holzwarth: alle drei >ltzüeger stehen seft Begimi deS Feldzuges ununterl'rochen im Feld. — Der ltzesige Vorschuß- und Kreditverein beschloß zur Förderung der ftlnfteu 'sth-iegsanleibe die Einfübnmg der K r i e g S - ßparkarten und die Rtöglichkeit der Abzahlung der von den Zeichnern bei der Kasse .gezeichneten Hnleihen in beliebigen. Mständeu und Teihbettägen. — Hier starb Albert Söhn ge, ein unt die hvesiigm Bereöve. die VorschißKaße uard den Hassiabezirk Ottenberg sehr verdienter Mann. 20 Jttnv war er Kvmmcncd' Bezirksvorstel>er des Bvzirfes der Khn^zerkaiueradschlft 5>affia. 10 Jahre Direktor der Vorschuß- und Krrditkassc. Viele Jahre Vor'krndsuritgIre> des istreisobst- und ^iarteudautx-rnirs Bildirupm imd Obmann det Otts - gruppe Ottenberg desselben Vereins Seine öfsenttickren Mw di cu sie u«r en durch Verleihmrg des Roten 9ldlen>rdens vi^-rdn "i? und des Ritterkreirzes zweiter Masse Milftws d<^ Großnnlirmu Mn Jkchrn ansgezeiämet worden. S'imtlich' Mweine lüßeu unter mtsprcchendeil Ausprachm und AGchruftn Kiänze am Grabe n legen. — Der allen Wändererrt l>ckannw „Mia u e r g a v t n nach den: Tode seines Besitzers. Allendorf. auf dem We' Zwangöversteigenmg in sdcn B^! rdr-d:gl. 31 Uhr: HI. Messe mit Predigt. Nachm. 7 Uhr. Christenlehre, darauf Andacht. Nackm. 4U Uhr - ^..nn- frauenkoiigregatlo, Kriegsbittandacht. ' . fi n^ ia c> P V e§bienft am 3 - Sept.: In Hungen 8^Uhr. In Laubach 1 0 Uhr. In Llch 9^ Uhr. ___ Spielplan des Srotzh.«urhaurtheatersvad-NmlhekmI b.« , ben 3 -Jf e ^ t( ; rnbe , r: -Der Leilchenfresier." Montan. I 5 ^ r 4 ‘w Ptemb « r: c?^- e leklge Exzellenz." Mittwoch, den 6. Sepu: den 8. September: Gastspiel des Neuen tn ? ^»»kfurt a. M: ^Achter und Sohn." Sonntag, den h0- September: „Al ^rch noch im J lügelkleideck Spfelplan des Hentgi. rwttheattrs Vad-Lmr. ■ Dienstag, den 5. September: „Die Haubenlerche/' Samstaa .Unsere^Käte^^' der Frankfurter Künstler-Vereinigung 8 I Spicipia» der vereinigten Sranffurfet Stadttheaier. ~ Gpernhairr. i* nrt \ September, abends 7 Uhr: .Fidelio/' Mon- Seplenrber, geschlossen. Dienstag, den 5. Septembe»- liUtyc-. „Die Zauberflöte." Mittwoch, den 6. September, Ä^ssen. Donnerstag den 7. September, abends V/„ Uhr: ftT tba - „ ^ltag, den 8. September, abends 7>* Uhr: „Die ideale Samstag, den 9. September, abends 7 Uhr: „Hofsina.ms Sonntag, den 10. September, abends 6 Uhr: ; ^Ä ,CCfm3fr 00,1 mutnbtx ®- U Montag, den 11. September, Schauspielhaus. bc ? 3 September, abends 7V, Uhr: „Wie einst im Jia . Montag, den 4. September, abends 6 1 /, Uhr: Zum ersten l? JftIe * o'$ eec ®9nt/' Ein dramatisches Gedicht in 5 Akten von . Henrik Ibsen. Musik von Edvard Grieg. Dienstag, den 5 Sevl «°st"L8'Uhr: Okhello.. Mitwochs den «"S^t-mber^Ls l7.>' Donnerstag, den 7. September, abends \ltrl.s ./°l""cher Lak-.ren-Abend: .Der Schlnchienienker." . Zum Schlich: .Zeitungsausschnitte." rtr-!tag,^-de» 8. Sevtemlier, geschlossen. Samstag, de» 9. September, “ mil i /- Uhr: „König peinrich der Bierte," I. Teil, Historisches »I? ^-n von Shakespeare. Sonntag, den 10. Eept,, adlndS k Z/ .L'^".rt " Montag, den 11, September. Börftn-Wochenvericht. Frankfurt a. M., 1. September, e Z.^?uversichtliche und feste Haltung des freien Verkehrs ^.^or)e hat mrt Begmn dieser Woche einen starken Dämpfer er- halten. War inan hinsichtlich Italiens und Rumäniens auch auf alle Cwentualitäten gefaßt, so haben doch die beiden! bEavu Ti gc n einigermaßen Überrascht und ihren trn-, ö ? «trumrung nicht verfehlt- sie bildeten Älan für die Tendenz das eritscheidende Mament. Auf fast allen Marktgebieten übte b\e neite Wendung, die der Weltkrieg genommen hat, engen icharfen ^iursdruck ans; von drängendem An- ? bCr Cl 2f? kannte indessen auf keinem Gebiete die E.05 ' e ™- Käufer z-ergten allerdings begreiflichermeise eine \ ^ ouruakialttrng und infolgedessen war die Kursgcstattung davon abhängig, wre dre verhälLvismäßig kleine Menge von Wert- papieren, die znm Verkauf stand, Unterkunft fand. Die erstaunliche Ruhe, mit der man die neuen Kriegserklärungen entgegennahm r, daß sich die Börse in i! V . Tre Nagelung des neuen Brun- ^n^nstseks fix BrunnÄi dahier, nahm bei der? ~vS?*3ien treter m ,,G-abruru^ _mtai vreLversprechenden Llnfang. Vuix»_ i uvci m tprcxipTwm rmsang. sich «ruf Einladung des Stadtv-arstandes' ^ ^^??^orten von BurZermeifter Eck begrüA m&OL .?*. D«S«L«V mt leiteten die Mitglieder des Stadt- * ***<*■ urc muyuTm oes ^raor- -»s rsitmdes m , *t Wfflimm ffix 400 Mark NLgrl in das am ^^rnnOpw-ik ern^chnchte Nrddaer Stadtwappen em schlugen. Zm :3? r ^L M^k vereinnahmt, welcher' Betrag daderB^rnsen mid die damit zusammen hängenden Arbeiten E sind, bftSWesäWjrge zuflicht, i Zf* Brurruenfsm. Jfcrflt emc achteckige UnÄleiduiia der schwevm Erchenholzbotsten dar, die MsmnMcn N/2 Wettt' hoch und durch umMreßende Eisenbänder in drei ^»berste überraget TeÄ, der von einem ^chieferdach Mit KnpsvrLrgel gekrönt roerden soll — das Kupfer a™?5L ^ vorn.und hmtertz *13^ r i §reuz 1914, LmWsintlrch das Niddaer Stadtwappen, rechtsiertlich das Wappen der Grafen vori Nidda, der mittlere W £L hm Lött^r, seitlich je ein Schwert mit ^rchenfranz, hmten em Lprrrchseld. Der untere Teil tragt vorn ben Spruch: ,^ch!gebe Mein Wasser, chr gebt euer Gut, sie gabm ihr Bestes, , r. . ^ f« nrben ihr Mut." ? ra ^ n ' welche die vier Kauten schneiden, mm ^DriNtellungen. Von zwei Seiten ist das Gehaust ovn Jf 6 ??*« BSMmenvEnd Nidda imd ttmgegend hielt am 27. Aiigust ferne ordentliche Iahresverfamm- bmj ab. bm y*m K^sstrE^Ittspedor Belzberger er- >retteten JahreÄ>ericht ist folgendes zu entnehmen: An Sterbe- i^ra wurden ^ d« Ar^ehörigen 6 gestorbener Kameraden ??9 • Ms Unterstützungen wurden an Wttwen mw Warfen 326 Marf gewährt. Ter Verband bchitzt noch eirü Vernrogen von 4060 Mmck. An den Groß.'herzog wurde eine! HRldtgrmgs-Trahtung gesandt. Kreis Alsfeld. ÄjS t ? w «f r F < ®« e Ä^- 2 ' Sept. Reservist Heinrich Jäger (Feldarl^llerre-Regiment Nr. 25), Sohn von Konrad Jäger II dahrer. wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. KlM aus' gezercynet. & > ?/c» ? lf b ■' a?‘ „Dem Vizefeldwebel Heinrich ZjLZlL JS" f u € ^ Hefstfche T a p f e r k e i ts m e d a i l l e ver rehen. Er rst berests Inhaber des Eisernen Kreuzes Krris Lsuterbach. '■}' n Altona, zum Ordinarius und Direktor M Matches meb ^ un f c f f * n Rllmt »'s Nachfolger von Geh. Rat Pro,. Urrche titri «rfml*. o , ? Dekanats syu-ode des Dekanats r c£. 0C ^\Jfe W ^ ihrer diesfährig-en Tagung eingehend rmt der Frage beschäftigte, in welcher Weise die Kirche Mit^ibren ^rMnen ernem etwaigen Mangel an 'Vertrauen und Zuversicht in Bezug -mrf eut Dnrchhalten wahrend des Krieges erttaegenwirken grfaszt. dt- den A-Enb-n inS-Uitz taq-ndo Stprodr des Dekanats dir Gem-nndcn der atgmsi Heimat Mgativc i Sr ^El»m, an der Lieb-, an der Dofinrrna Ä 9P* aU Listen in dieser eutscheidung/ E! Denn bte TRiHto roaJa« rnJ^few^f ro^bCT R Step den eweg fehlten. Ne trotz aller rn starkem Gotwertmuen wid steter Opfer willrgiüeit dirrchhnlien bis Mletzt." Ge»rit»ie if e imrrde hcnte vom Landacricht der ju 10000 fflfwTfc» i verurteilt. Der ?lngeklagte verkaufte in der ZentrolTn/ri-fi-- Wie WNndifchen Weißkohl mit 8,50 Mmk I lsNzuglrch ber Unkosten und seines Verdienstes bei dem (binfouiä.. meis m m 4.Z7 M ark mit etwpl 6 Mark Ä Ä Der totertSmwdl l>a«e :»00 Mark Geldtzrase beEragL ~ 5>r«»»*fien n. M . 1. ©e®t Tlls SchSffkngeriM ver die „beruhntte" P-hrenvloGin Fveya Schmitz dir- Äk "Wifsmschafch^ betrieb und'auch , 5°®^' wegen Schwindelei und Kuppelei ^ Ehrtuirürst und St^ig Lilien tm R. Jllli bra ch te eine ^ "botunqsbeikmrllm Iirch grhiörten dem Mittelsmnde ’V^ , t ’ nfl?E - Am 28. August nmrden die lMttm, »an einer Schwester wieder ^ vrtsgeistlichm und mr »MTi.l »nCTfritrt, m wo gl gelungen und hat atke Aetei- verdient. . - , , r . »w*;t iftiHnacn i ^ ^ Nachahmung verdient Unsere pichen Dank der Stadtveen ™, ft , LfeL* : ^ bies«D°nk in. einem > f,u,tbf ' RirchUctze Nachrichten« Lvangeiijche SememSe. d«n L September, 11 . nach Trinitatis t, ^ ° Ü l?/i e n f in SoSe{ * e dtir die Kaiser-Wilhelm-Stistuna iit Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Dhristenlehre sur die N-uk-nfirmi-rt-u ar^ der WarkusaAneind? Z°rm- ^'-2 Uhr: Psarrer Mahr. «orm. 11 llhr: KindEche Ar d»e Ntvtthausgemeinde. Pstrrrer Mahr. — I» der Zoba«»^ Nrch. Dorm. 8 Uhr: Pfarrer A usfeid. Zugloch Ehrist ab nS ^konswm.erten «u* der JohanneSgenieinde. Vorm Uhr: Pfarrer Bechtol sh« i m e r. Vorm. 11 Ubr - fh:cf>e firr die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheim er — SSSS^I "“"***' aiaM 8 Uhr: KriegSbetstunde. Kirchöerg: Sonntag, den 3. Sept., vorm. 10 Uhr. 11 Uhr- tnerrlsnrs tnr hlP innriiifirli« 4»^«._ . e- y ' Christenlehre für r»e märmkche Jugend: - 3. Sept., nachm. /,2 Uhr. Mittwoch, den 8. Sept. Kriegsbet- iw w t “;-' - imcjrn AMiur NI ment ber*. sffilSS E ab X« Aoftaiedsgruß Zl mitiHm^ chlch noch riniae Nabningsmittek b,- f Wfet>tVchen ntichstes Zghr' Ez besteht du: votimma.^ch sm muh ,m Oerhfte cintm- Kinbar anfnehm^r rlatholifche Semeinde. Dekan I ußmann. 1 ebt CrrrZ 'Z u ^ jLinprr anfneynnm dman in der W7du7Z°!"°" ^ ^ ?^Etesdie„st Samstag, den 2. September: o n ^ Qbö ?* 8 3 r i Gelegenheit zur heil. Beichte. ' ^ 0 ^ a fl' den 3. S e p t., 12. Sonntag nach Bfinasten Vorm. 6^/, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte; 7^ Uhr: SÄ-W rurückMführen, daß sich die Bbrse in ihrer hmnchtlich de»- endgirttiZen Ansganges des Kampfes auch durch Rumankens Kriegserklärung nicht beirren, läßt imd znm Mkdern darauf, daß die politische .vaLtnng Rumäniens schon seit längerer Zett in Deutschland starkem Mißtrauen begegnet wstc ^hr urkgunftig beeinflußt wurden in erster Liniie die Aktien von Unternehmungen, die in Rumänien direkt und stark intereffrert und, also die Knr,e der Aktien der Steaua Ro- mana und der Deutschen Erdöl-Akti en-Ges T^bbm gin^i aber auch die Kurse der in der letzten Zeit lebhaft ^Eeige.rten R K st u n g s w e r t e, wü Är dm.Datschen Waffen- und Munittonsfabriken, der Dynamit Akttm-Ge,. der Vercrmgten Köln-Rottweiler Vulverfabrik^i fmd der Rhennscheu Melallwaren schnell und beträchtlich zurück Ange- ^bn .und sbrrk rückgängig waren auch Hirsch-Kupfec, sowie alle Falwzeug Eisenach. Hansa, und Neckarsnlmer Fahrradwerke. Chemische und Ekektr^- ..^^^^-^^tnism^äßig wenig von der allgemeinen Ab- schwachnng berührt, dagegen gaben Schuh- und Lederfabrikaktien wie Adler L Oppenheimer, Sicher; und Gebr. Fahr stärkt im 5^*2: Am Montanmarkte lagen namentlich Phvrrix und sehr matt, währeich schesifche Werte sich etwas besser be^npteten. Banken und L> chi f fa hr t sa ktien lagen ruh» doch ebenfalls et»wls schwacher. Am Rentenmarkt waren Uemde Spratsanleihen vorwiegend matt, inslEsonderr :lLumLwm Rusfen, (^rechm und Chinesen, auch österveichisck)Egarische Wert^ Äi ge schwächt. Deutfche Anleihen waren nur wenig verändert Mriae Nachträge trat für 4 prozeutige Stadtanleihen hervor. Auch'der jetzt herauskommenden fünften Kriegsanleihe fieh«t mbn mit ^erficht entgehn. Ein gittes Bezeichn für den Erfolg ist vor allem der Umstand, daß ihr Erscheinen mit einer sehr guten E^^Enfältt. Das Bild des Stzrndes der diesjährigen Sntfe bOTi Brotfrüchten präsenttert sich in einer Beleuchtung, die eine gute stellenweise sog«r eme sehr reichliche Mttelernte aufweist und dem E«rtritt ins dritte K n-egserntefahr die glücklichsten Auspizien bietet. den Gel d v er h Ll t n i s s e n hat sich in den letzten acht Tagen keine Nennenswerte Veränderung vollzogen. Michsdiskont 4 3 /«®/o imh. ^.runter. > /8 ' ■ Märkte. TO Jt*****' 2. Sept Marktbericht. Auf dem heutigen Wochinmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühner- 5»er das Stuck 20 Psg.; Käse 10 Pfq., Käsematte 3 Psg. da- Stück- Ochsenflelsch das Pfmrd 2,10 -0,00 Mk., Kuhfleisch 3,10-0,00 Mk. das ^uud, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfimd 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk Hammelfleisch das Pfund 2,20-0,00 Mk.: Kartoffeln d«8 Pstmd 7—7'/, Psg.; Zwiebeln das Pfund 30- 25 Psg.; yitffoh da« Liter 30 Pfg.; Nüsse 100 Stück 00-00 Pfq.: Spinat 00^00 Mg das Psilnd, Kopfsalat 5-10Pfg^ Gelbe Rüben 15-00 Pfg. dasMnnd Weißkraut das Stuck 12-15 Pfg., Rotkraut 15-30 Pfennch', dfg. das Stück, Römisch Kohl 15 P^g. das Päckchen, Kohlraben 10 bis 15 Pserlntg das Stück, Gurken 7—8 Pfg das Stück: Blumenkohl 00-00 Pfg.: rote Rüben 15 Pfennig das Pfund; Bohnen 30 bis 35 Pfg. das Mund stvetschen 20—26 Pfg. das Psd., Fallobst 5 Pfg. das Mm,d^ rrnen das Pfund 20-30 Pfg., Aepfel dar Pfund 18-25 Pfq — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. w Jur Vermeid ang Iwn Verwechselungen M ISVbeftellimg von Vermietung»» v»zciqe« oder dgl. wird dringend um >n-s » e öerHn ze i gern» u ttrm er gtbti. 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Geburtstagsspenden werden täglich an unserer Kasse in der Alten Klinik entgegengenommen, woselbst auch nachdem der Svender keinen Namen einen, händig rn das Goldene Buch emgezeichnet hat, die Aushändigung des künstlerischen Dankerinnerungsblatte?mit der zugehörigen Urkunde erfolgt. Origina neueste Wendepflüge U. W. Universalpflüge Wehrscharpflüge Hack- u. Häufelpflüge Acker- u. Wieseneggen, Düngerstreuer Hackmaschinen Hederichspritzen Deutsche Alemannia-Mähmaschinen mit neuesten Ticfechnittbaiken Getreide- Mäher, Garbenbinder, Pferderechen, Heuwender, Deichselträger,Yorderwagen,Schleifapparate, sowie alle Geräte für die Landwirtschaft in neuesten Ausführungen auf Lager = Permanent© Ausstellung = Kataloge kostenlos Vertreter gesucht E^- Ihaä Llebigstrasse 13 LuJ Fernsprecher 77 Sämtliche Original Sack’schen Geräte und Ersatztei le sind mit nebenstehender Schutzmarke versehen, w or auf man b. Ankauf achten wolle. !=$cminar Mein ständiges Lager umfaßt 80 bis 100 pkotogr. 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Auf emen Abschnitt der Karre für Haushaltungen entfällt jedesmal nicht mehr als ein Briefchen Sützstoff mit dem Inhalt SS? lV4g Ätmaü ; gußUon und einer Sühkraft von etwa -->00 g Zucker zum Preise non 0,23 M., auf einen Abschnitt der Wirtschaftsbetriebskarte nicht mehr als eine Schachtel mit dem Inhalt von 500 Sützstoff-Täfelchen mit einem Suhwert von etwa 3'/« kg Zucker zum Preise von 1,85 M. Der einzelne Haushalt erhält nicht mehr als eine Karte an Haushaltungen von mehr als 5 Köpfen können auf besonderen Antrag 2 Karten ausgegcben werden. , ..Wer danach Süßstoff zu beziehen wünscht, bat dies spätestens bis zum 8. September ans dem städtischen Lebensmittelamt. Oftanlage 39, Zimmer Nr. 4 schriftlich unter Angabe der Anzahl der HanSbaltungsmitglieder o^??soge der Brotmarkcnaustveis» ober mündlich untcr-^w^v ^iwimuiunaueiueie« karte anzuzeigen. Meldungen die nach diesem Zeitpunkt erfolgen, können lm Monat September nicht mehr berück- ffchttgt werden, sondern gelten erst für den folgenden Monat. Die Sützstoff'karten selbst werden erst zu einem späteren Zeltpunkt ausgegeben, auch wird noch später bekanntae- geben werden, bet welchen Stellen derSützstoff erhältlich ist. 2. Als Abgabeitetlen von Sun,ton kommen die Avo- tbeken und Drogenhandl,ingen in Betracht, die nach der Verordnung, betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln außerhalb der Apotheken, vom 20. März 1905 (Regierungs blatt Seite 125) angemeldet sind. Die Apotheken und dar- nach m Betracht kommenden Drogenhandlungen, die zum Vertrieb von -sützstoff zugelas/en werden wollen, haben dies spätestens bis zum 8. September ds. Js. dem Lebensmlttelamh Offanlage 39, Zimmer Nr. 4 mitzuteilen. Anträge die nach diesem Zeitpunkt eingehen. können nicht mehr beruckffchttgt werden. Gietzen, den 1 September 1916. 6238B Der Oberbürgermeister. Keller. Grummetgras-Versteigerung der Fürstlich Solmsischen Rentei Lich. Das Grummetgras von den fürstlichen Wiesen wird verffeigerl: Montag, den 4. September 1916. vormit- vrazrs 9 Ubr von den Wiesen in der Gemarkung Ltch oberhalb der Stadt, zusammen ca. 50 Morgen. Zusammenkunft auf der fürstlichen Wiese gegenüber der Petnmüyle. An demselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in dem Schlotzgarten an Ver Eisenbahn- Im Anschlutz an letztere Versteigerung soll das Grummetgras im Schlotzgarten versteigert werden. „TwnStag. den 5. September 1916. vormittags präzis 9 Ubr von der fürstlichen Rtedwiese in der Ge- Mühlsachsen"^ ad) en ' Ca * " Morgen. Zusammenkunft in für 1922 Fürstlich Solmsische Rentei. G u t b u b. 61681) liefert billigst die BrQhl’sche Universität*-,Buch- und Stern- druckere;, Gießen, Schulstr 7. Freitag, den 8. September, vormitttags 9 Uhr. Gemarkung Erda. 40 Morgen. Anfang „Brühler Teich"- nachmittags 4 Ubr, Gemarkung Irankenbach. 34 Morgen'. Anfang „Langwiese". 16^266 Jfeparaturen an Schreibmaschinen aller Systeme führen in eigner Spezial -Werkstätte gewissenhaft aus. Ersatzmaschinen stehen zur Verfügung. [6135 Franz Vogt & Co., Giessen Goethestraße 32. Fernruf 2064. in allen Größen und jeder Preislage. 6241a Ferner großes Lager in sämtlichen Bedarfs - Artikeln, wie verschiedene Platten- und Füm - Fabrike, photographische Papiere und Postkarten, porzüglidi vernickelte Metall»Stative, , 3- und 4teilig. UledizinabDrogerie Zum Kreuzplatj“ —- Spezial-Photo »Baus - Fernsprecher 706 Kreuzplafj 9 Schreibmaschinen - Reparaturen werden in unserer Spezialwerkstatt für alle Systeme schnellstens ausgeführt. Aushilfsmaschinen zu Diensten. Reichhaltiges Lager in Farbbändern, Kohlepapiere usw. 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