Kr. 205 3miie$ Blatt Erschrlnl täglich mit Ausnahme des So.mtagS. ^ --- M Die ..Gießener FamMenblätter" werden dem «Anzeiger- viermal wöchentlich veigelegt. das „Kreirblatt für den Kreis Gletzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Leit, fragen" erscheinen nwnatlich zweimal. M. Jahrgang legeiter General-Anzeiger für Gberhesfen Krettag. \. September M Rotationsdrirck und Verlag der Brühl'jchea llnwerstlärs - Buch- und Steindructecei. R. Lange, Gießen. EchriMeiLung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul« straße?. Geschäftsstelle u.Berlag.L^öl,Schrift» leitung: e^112. Adresse für Drahtnachrichten- Anzeiger Gießen. Günstige Witterung für den Anbau von Wrnterraps ans EicheuschÄValdschlageu. Von Professor Dr. B o r g m a n n. Die gegenwärtige feuchte Witterung läßt cs an- Oezergt erscheinen, nachdem! auf das bis vor kurzem herrschende rroaene Wetter ausgiebigere Regenfälle gefolgt sind, nunmehr mit alten Kräften an die Aussaat von W i n t e r r a p s auf Eichen- "chal Waldschlägen heranzugehen. Die Aussaat erfolgt nach vorheriger Bodenverwundung — unter Ausschluß vergraster oder nasser Bodenstellen — mit starken eisernen Rechen, erforderlichen falls mit entern drei; mki gen Karst, bretttWirftg unter Verwendung von höchstens 8 Kilogramni (Samen auf 1 Hektar. Die Aussaat wird leicht eingekratzt. Die Kosten der Bodenbearbettung stellen sich bei dem einfachen, besonders audj von grauen und Kmdern leicht zu bewerkstelligenden Verfahren auf etwa tiur 20—30 Mark, diejenigen des Saatgutes auf etwa o Väark. im ganzen somit auf nicht mehr als 25—35, nn Mittel 30 Mark für 1 Hektar. m Dieser Aufwendung steht unter Berücksichttgung der besonderen Verhältnisse des Waldbodens ein Ertrag von immerhin 25 Zentner Korner, 40 Zentner Stroh und 8 Zentner Schoten gegenüber ' ue_ttt)iit kann der Anbau in Ansehung der geringen Kosten bei recht befriedigendem Ertrag als durchaus vorteilhaft angesehen werden Der durch'Humus in längerer Zeit angereicherkc Waldboden in dem selbst eine reichlichere, wenn nur lose gelagerte Steinbei- mengung dem Anbauerfolg nicht hinderlich ist, ist der Entwickelung der Rapsfaat, lohne daß es einer tiefergehenden Bodenlockerimq oder Düngung bedarf, durchaus günstig. Es ist bei der Auswahl der Anbauflächen darauf zu achten, das mmeralkrafttge, etivas bindige Böden in milden Lagen aus- gewahlt werden, die zuvor einen gutwüchsigen und geschlossenen Eichenniedcrwaldbestcmd, besonders auch einen solchen von Edelkastanien getragen haben. Aus solchen Böden ist der Nachteil der Unkrantentwickelung nach dem erst kurz zuvor im Vorsommer er folgten Abtrieb des Schälholzes noch gering. Geeignete Standorte für den Rapsanbau dieser Art finden ttch in größerer Zahl in dem Eichenschälwaldbesitz des Staates der Gemeinden und Privaten besonders in Süd- und Westdeutschland '.Alttayern, Pfalz, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen und in den preußischen Bezirken Hessen-Nassaus, der Nheinprovinz und Westfalens). Die heutige Eichenschärwaldfläche dieser Bezirke beträgt noch immerhin 250 000 Hektar, von denen etwa 35 000 Hektar auf die diesjährigen Lohschläge gerechnet werden können, so daß bei ent sprechendem Zugreifen des Staates, der Gemeinden und besonders auch der Privaten im Kl ein - Wa ld b e sitz eine beachtenswerte Fläche zum Anbau herangezogen werden könnte A^esehen von dem nur geringen Risiko des Anbaus, für den auf Antrag Ars Saatgut von dem Kriegsausschuß für Uelt und Fette tit Berlin vorschußweise sogar kostenfrei gdffF* e f ? m ' ^ die Betreibung des Anbaus von größten Interesse als wertvoller Beitrag zur Behebung der bestehenden Oelknappheit. Insoweit der Anbau inzwischen noch nicht erfolgt sein sollte wird derselbe nunmehr nach Kräften zu beschleunigen sein i-r bat eawtnen Landes- tnUn selbst Vorräte vecMgbar fern sollten, durch alsbaldige An- meDmrg tont ban gmametar Kriegsausschuß für Oele unb Rette itt Berlin prnt PE von 0,75 Mark für 1 Kilo- MMwi unter genauer AnMöe der Post- und Bahnstatton bezogen LmtfichWch der TGnfttg hem Erzeuger zugute fom^ Ahnden besonderen Vergünstigungen wird noch ach ^ e rcS e & mmu der „Bekanntmachung über den Verkehr mit ^elftuchren und daraus gewonnenen Produkten vom 15 1915" (KeMW«feiK. ©. 438) und dir „Bekanntmachung'zu Aenderung derselben vrmi 26. Juli 1916" (Reichs-Gesekbl. S 595l hmgeNnesen Hiernach dünen von der Ernte zur Herstellung von NahrnngsnEn m der Hauswirtschaft des Lieferungspslichtigeu BtS zu 30 Kllogrcmmi ernbehllltcu werden: außerdem werden dem Erzeuger auf je 100 Kilogramm abgelieferten Samen auf Antrag für den eigenen Bedarf bis zu 35 Kilogramm Oelkucheri zu Futterzwecken ^ von der Bezugsveremigung Deutscher Landwirte Überwiesen. „„ den in jeder Beziehung vorteilhaften wid aus vaterländischen Interessen in hohem Maße wünschenswerten Anbau auf Eichen sch älwaldschlägen ist seitens des „Krtegsernahrungsamtes" durch ein an alle Bundes- VE Schnubcn vom 29 Juni 1916 B. 934 bezm 00m a£c L-r .... 10386 hin gewiesen worden, her beiden Schreiben, zu denen von seiten beteiligten Bundesregierungen rmd Elsaß-Lothringens die er- ganaen^nd '‘'ftf'Fr Bekanntmachungen und Anweisungen er- fÄ (t )Er J ,oar i^ besonders hmgewiesen. Die- an vom „.Kriegsernährilngsamt" firh fift "t. 1 Abschrift mitgetellt werden, mioweit diese ^ o^^^nder über die wirt|chaftliche und organisatorische Seite ttÄnsclu?^"^^ Eichenschälwaldschlägcn zu unterrichten Kriegsbrlefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. fünberechttgter Nachdnuk, auch arcs zugsweise, verbotzerr) Kleine Bilder lion der Sommefront. Großes Hauptquartier, im August 1916. Unser Quarti er. hnt ^ ir diesmal unser Quartter hatten, Stube und eure Küche wild oben einen niederen - m J?f m J xan chcht aufrecht stehen kann. Im Frie- ^.d^^er ernFlurhüter imt ferner Frau und seinen vier Kindern gewohnt. Jetzt ist der'^nn ^r^zösis^r'^ttnist "und .ganz nahe von hier aus der großen Wahlstatt an kämpft vielleicht 0—^0 tfCüü m Bawiau an der Somme Seme Frau und die Kinder müssen sich mit der Küche w ™ h r m Bummer wohnen acht Infanteristen. In, dem Speicherraum aber, der durch ein Stück Dachpappe in zwei L alftei. geteilt ist, wohnen der Feldwebel, der Schipper mit seinen hinaiis Westen und zwei Kriegsberichterstatter nach Osten Mit den Bewohnern des unteren Geschosses kamen wir ru- ^n durch irgend einen Kriegszusall ist die Treppe, die nach dem Solcher führte, vollkommen abhandeii geraten Wer zu unv herauf will muß mit einer Leiter durch das Feuster klettern emeii «ndereii W-eg gibt es nrcM.. Es ist sehr eng bei uns, aber! £? m . r '3 Tt . b .^ ir vereinsamt. Denn das Quartier des Feldwebels dient gleichsam als Kmnpagrrieschreibstube, und unser „Zimmer" ist « Durchgmig für die vielen Männer, welche die Leiter herauf- geklcttert kommen. Nachts glüht das Dach von aufgespeicherter Sonuemvarme nne ein guter Kachelofen, aber dafür sind die Betten rüfÖT ^ überemander gezimmerte Lattenroste mir Stroh- schirtten brauche nur den Kopf nach der Seite zu drehen, so sehe ich durch Stroh und Liitteiispalte hindurch den Kollegen unter mir, und der kann sich we-iden, wie er will, stets im Wachen und Traum jchwebeich m voller Leebns grüße über ihm, wie ein aus den Bratroft ^ gestreckter Laurentius. Diese Aiwrdnung der Bettstätten erleichtert nächtliche Zwiegespräche. Aber wir brauchen nicht selbst mr unsere Unterhaltting zu sorgen. Die ganze Nacht hindurch fluten Stnlonnen und Ablösungen an unserem Quartier vorüber Mt Sonnenaufgang wird es stiller. Aber um 6 Uhr füngt scbvn der der Mnttngwef chveibs'tube an. Die Schipper kommen, um ihre Löhwrng an ihre Frauen zu schicken. Es sind sehr ordentliche Leute, und es ist erstaunlich, wie viel in einer einzigen Kompagnie von bat braven Familienvätern an Löhnung erspart wird. .r . IT dis 3 tthr nachts draußen gervesen und wollten gern rwch ecM (^unde schlagen, als ganze Züge von Schippern die Leiter Fenster stnmütcm. ,^st es denn schon so spät 7" dm Koll^e etwas verdrossen. „O bitte," sagt einer der Schipper rurkftchtsvoll, „Sw können ruhig weiter schlafen. Uns stören Die garnicht. G a s b e l ä st i g u n g. ,Das erste, was wir mach Beziehen unseres Quartteres tun mutzten war datz nur zur Sanitätskompagnie hinüber gingen und uns Gasmasken verpaßen liepen. Das' wird sehr sorgfältig überwacht. Die Gasmaske muß sich der Kopf- und Gesichtsform genau auschmiegeil, und sie darf kern stecknadelgroßes Löchlein in Tuch noch ( mmmnpannung haben, denn das Würde gcnügm. um' einer töt- öan ^Tingang zu gewähren. Paßl die Maske Mrlrch wie angewachsen so daß man dreinschaut, als ob man als Russeltier auf die Welt gekommen wäre, so wird man in die Stink- wmmer Fleckt und mit einem tränen- und hustenerregenden Gase «alt man das eine längere Zeit ohne Beschwmden aus, -a :5^ a ^ e c n ^- Uebrigens würde man des Stinkraumes d^burfen. Denn der Fttnd schießt nach dem Lager der Danitatskompagnie Mit Vorliebe seine Gasmunition; in dem Garten hinter dem Hanse sind alle Pflanzen von dem Gas getötet worden. Gras, Dträucher und Bäume stnd gelb angelaufen, man sieht feilt valmchen mehr. Diese Wirkung hat das französische Gas oft Man sieht, mitten rn Feldern und Gärten die Mätze, wo die Gasnmnition gefallen rst, und auch de?: Weg, den das ausströmende hvt. durch die von Tag zu Tag zunehmende Vergil- Pflanzenwuchses gekennzeichnet. Das Gas setzt stch hauptfachlich m Gelandemulden fest, und Punkte, wo die Stra- ^lehm, beschießt der Feind Mii bttonderer irSÄi! Gasmunitwn. Das Gas kann bei windstilkem Wetter £ ahnungsll^ durchgehenden Kolonne noch nach Stunden ^en. Darum sind diese Gefahrenzonen durch War- S7mÄi-^^''^unMchnet, und niemand, der im Hinterlande der ^o^mettont zu tun hat. geht ohne Gasmaske aus. Die Wirkung d^r ick weilte 'lll ^ en ‘ fani) bei einer Division, bei S mSri Vv Hauptmann Mis der vordersten Stellung zurück und erzählte beiläufig wahreiid ides Mittagessens, daß er in einem ft «neu leichte G°s,evuch wahr^vmvicn ' L i>och i Obacht &abc, feine Gasmaske auf- 3 l r d) F Ue b» we ihn eine wachsende llebel- ieii oeicyttch und er lag dann -nm,ge Tage fchuier krank zu 9lett Ziegen haben einige Krankentrage! folgte Erwhrimg gemaw^ Verwundete, deren Gasmasken durch Granatsplitter zer- a^LT^ bUnl) mehrere hundert Meter b-eick d^L. d'n der 3^pTon den Vätern überlieferte Malerhandwcrk hinein. Zu Grünstadt in der Pfalz geboren, verlebte er seine Jugend und seine erste Lchrzeit in Worms, aber diese Stadt mar damals, nach dem französischen Raubkriege, verarmt und verckslMmett und konnte dem jungen Maler nrcht viel Anregung bieten. So entschloß er sich deim — bereits ein Mann von etwa 30 Jahren! — nud} ein zweites Mal in die Lehre zär gehen und begab sich zu diesem Zwecke nach Mairnheim, wo Philipp Hieronymus Briiikmann als kurpsälzer Hofmäler nürktc. Von Brinknrann selbst scheint Seekatz auch nicht viel Neues zugelernt M haben, aber die kurfürstliche Residenz bot ihm durch die reichen Kunftsckatze, die sie barg, vielfältige Anregung, mrd so machte er sich denn einen bescheidenen EklekttzisMus zurecht, indem er nach dem Gescknnackc der Zeit das Beste von den Jlalienem Und den Franzosen, von Rubens iund von ReMbrandt zu vereinigen gedachte. 1753 wurde Seekali zum Hofmaler in Darmstadt ernannt, aber das Postchen war nicht gerade glanzend; der 5>of besoldete neben ihm auch noch andere Maler, und mit den Allfträgen wäre es knapp bestellt gewesen, hätte mcht Seekatz'im nahen, reichen Frankfurt Beziehuugen und Aufträge gesunden. Es scheint, daß der Tapeten- fabrckant Nothnagel der erste war, der rhM Aufträge in Frankfurt verschaftte: aber mrt 'keinem .Hause Frankfurts hat der Darmstädter .Hofmaler in so nahen Beziehungen gestanden, wie mit dem des Herrn Rats Goethe. Seekatz und der Herr Rat haben einander wfenlmr gut verstanden; sie waren ein ivenig vom' gleichen Schlage: Verdes rechtliche, ruhig denteirde, auch ein svenig pedanttsche Männer, me mehr aus Gedregc'nheil, als aus blendeirden Schein sahen. So ward Seekatz einer der Freunde des Giottheschen Hauses, und er ward m auch mit dem Aufträge bedacht, (in Gruppenbildnis der stanzen rätttchen Fanttlie anz'uftrtigen. es ist jenes Bildnis, das ernst über dem Schreibtische Herumn Grimms gehangen hat und fetzt rnr Wermaver Goethe-Nationaluiuseum anfbewahrt »oird. r UC l ^iuwvhner waren Gasmasken verteilt worden Ich S L fe 4 b£r { A -n Qmrrtier ZTTr LZ fangen. Dennoch hatte es unter der französischen Jrvilbevolkerung der benachbarten Dörfer eine Reibe ^on sckwpi-pn ^Jffranfmxgen gegeben. Ich.to* ,rt 2Ä“ rG ^ >en und erfuhr, daß die Leute stch meist der ÄÄÄ ^ '-m Sinfdügg einer bei ^ S n?' furchte man .ich und suche man sich zu s ~ man ans offener Estraße oder gar ans freiem r^elde, stundenlang, nachdem kein Schuß melw aetallen mr rmrt einen schlechten Geruch in die Nase bekommt uM) davon ^attr ichwer krank werden kann, das wollten die Leute erst glauben Äbr ^ mit gemacht «-Es Sft Mn f r(UI ^ verständigen, denn sie sprach KJ! retn ttanzoftich, sondern pikardisch, und an die lautreicken Wmw d^er Sprache ist mein Ohr ebeipowerttg gewöhnt K ittck^tt^x^El^ geleritt habe. Ich fragte die Frau, ob sie denn nicht in der Schule franzoirsch gelernt habe. ,Ssn der Scknle sckon L^Ewg Aoer nachher vergißt man es sofort wieder. In nns^m lEick Wir sinden das Französische häßlich, ^as Bikardische ist )cyon!" Und in der Kirche? Dvediot der Pfarrer pikardisch." Sie zeigte mir das einzige Buch"das sie ein Gebttbuch. Es enthielt außer der bischöflichen Druck- erla^niskerne französische Zeile. „Wie verständigen Sie sich aber ist sehr einfach! SS? dieKinK.^ m ,^ r S.MujöftW in der Schul« als "Was denken Sie? liniere Kinder haben ihr Fwanzosiich auch ,chon ver.7es|en. Aber sie baben Deutsch .wlernt in im zweß Zähren, imnie keine Schule mebr haben und den ganzen chen Soldaten sind. Die Kinder sind unsere Dol- metscher." In der Tat konnten alle Kinder des DoA etw^s Ät Wf 63 - W&fi :,mte im Mschtnasch mitbe-rrt 45iwrbwn. d.ian kann sogar mehr vehaupten: sie sprechen denttch bayerischer Färbung. Man hört es ihrem D^ftch an §iß anderthalb ^ahre lang Bayern in dem Dorfe gelegen haben Wun- richtet der Weltkrieg mit seinen Launen an. Im Äff rrbontes Transformatoren- VnWamulc für den Heeresbencht unb Kttegsbilder 10 zahlte man mir. versammelt sich die Dorfiugend 'angeklebt werden, und sucht die Unter- schriften zu entziffern. Ich habe das dann selbst beobachtet. Die Unterschrift, hie ihnen geäcke Kopfzerbrechen machte, lautete: ,^Harz- Ein frosttges Bildnis ist es, ohne Ziveisel, und doch können wir Sedkatz es nicht gemäß der früheren Skizze ausgesührt dar: denn da hatte er im Schäsergeschniacke den Herrn Rat in Sandalen und mit nackten K.iieen und Frau Aja breit, schwerfällig uiid mit ausgeichürztem Rocke dargestellt. Was Sedkatz als Maler Instcu romibe, das beurt-eilt man billiger uach jenen dekorativeir Arbeiten, drc er berri Grasen Therane, dem allbekannten Königs- Mttnant, mr sem Pvovencer Schloß geliefert hat. Da zeigt es sich, Daft. der durchaus rM 'Bannkreise des Handwerks ausgewachsene Malermeister doch unablässig bestrebt war. voranzukommtzn und sich Zv Zner eigenen 'künstlerischen Persönlichkeit auszubilden. In der BerühlWng mit dem Frankfurter Bürgertume hatte ec den M-ut gesunden. seine Kunst zu verbürgerlichen, sie natürlicher und unbefangener zu gestatten, und noch heute erfteuen senc Kindcrszen.eu me schon Goethe gerührnt hat. Die letzte große Arbeit seines Lebens, die erst letzt von Bainberger naher untersuchten Supraporten für Vas. prinzlichie Schloß Braunshavd zeigen ihn auf dem Wege zur kunjtlerifcken Freiheit weiter fortgeschritten, und so war Seekatz, damals noch nicht 49 jährig, gerade an dem Puntte angelangt, wo er als selbstandigee Künstler hätte beginnen können, als ihn rm Jahre 1768 ein srühzelttger Tod dahrnraffte. Welch'r Art der ..Gevatter" gewesen ist, davon können wir uns nach Goethes und anderer Mitteilungen recht wohl ein Bild machen. Der Sohn der Pfalz konnte sich im Freundeskreise als heiterer, trefflicher Ge- lellschafter bewalden, neigte aber im übrigen zur Berschlossenhert Und Hypockwudrre, unb als Kmvstler hatte er feinen Eigensinn und fernen Stolz. Er hatte übrigens auch noch seine liebe Frau zu ertragen, die Tochter eines Wiesbadener Oberförsters, die Goethe eine „Mte, aber unangenehnre Person" Nennt und der auch andere nicht Vvel Günstiges nachz'ufagen loissen. So bietet das Bild des Gevatters seekatz im ganzen das Bild eines redlich zur Freiheit und Selbständigkeit strebenden Künstlers, dem /ein Grdeugang nicht gerade lercht gemacht worden ist. 'Aber dafür ist ch-in vergönttt ivordeu. was manchem bedeutenderen Kunstgeiwsseu versagt geblieben ist: der danerndc Mrchr-us: mrd wenn der bramräugige, lebhafte Wolf gang den Gevatter so manch liebes Mal durch! einen Schabernack ärgerte da hat sich der wohl nicht träumen lassen, daß es gerade dieser mut- imlligc Jmrge, den er doch lieb hatte, sein sollte, der die Erinnerung seines Namens »nd seines Schaffens der Nachwelt aufbewahreni nmvde. m unter dem Hammer. In dem toskanischen Badeorte Viareggio bat unlängst eine ganz merkwürdige Verstcige- imng stattgesunden. Dort hat die bekannte englische Romanschriftstellerin Qurda, die mit ihrem bürgerlichen Namen Louisa de la 1908 erfolgten Tode ihren, ^ fie testamentarisch nicht verfugt, vorniuttrch, rveil ,re außer ihren Verlagsrechten nicht über vre zu verpigen hatte, stttfn ist es aber geschehen, daß in jüngster £** vrelgedruckte.nnd viel gelesene Erzählung der Omda, d« ^ne .Holzichutze", die Aufmerksanrkeit und Mtte^st auf sich gezogen hat. Die No- eindrucksvw?' unb schildert £ r r * hl Liebe eines einfachen holländischen Mädchens in Holzschuhen zu einem Pariser Künstler. Jetzt haben sich nun wie das Buchhändler-Börsenblatt erzählt, gleich zwei Sterne des fta- liemschen OpertihiMniels gemeldet, die diese 9?ovclle als Grundlage beehren, nämlich Puccini und Mascagm. Der Nach- aßvenral er den Ourda, der über das Verlagsrecht zu ve^fügeU hatte, entschied' trun dahin, daß er es in öffentlicher Versteiaeruuo verkaußmwe^e Auf dieser eröfsnete der Musikverleger Ricordi für mit 2000 Franckeu. um jedoch von Sozogno. deni 'oÄ^lch Um 4000 Franken überboten zu werden. ^ Ä ö ^ er - Nicordi Sieger und der wirksame Sttff Ä, : Verfügung. Schade, daß Ouida dieft Versteigeriing nicht nrehr hat erleben können. Sie hätte ihr gewiß w seiuacht als sie trotz ihrer 40 bis 50 gutgebenden Romane beständig an Geldmangel litt. ^ge^n f *£7+ e a/ tr ? n !- i ^ e aarf-al^c unter wissen- LL [ff 1 a 1 äs c. L. Reutter hat eine Haarsallw aus der Zeit der alten Römer der wissenschaftlichen AnaWse unterworfen ^n dem Direktor des dortigen d^^onuns, M Bolly, oorgenommen wurden, fand mau TO 1 !* r f mtfc ^ l ’! i ;,Erng, der eine ziemlich weiche, sakbwartigg etttdc Masse von gelbbrauner ,>arbe mft einem Gerucke naä> Ter- p>enttn und S^ovax-vd enthielt. lieber das Ergebnis der Anchvse mrd urtnmeftai Hpft der bei Julins Springer in Berlin chci iienden „Naturwifimschaften" berichtet. Die Masse schmolz bei e^men gegen 58 ^rüb zu einer gelblichen FNsftgkeit mft vieles und pflanzlicheri festen Bestculdteilen Die weites llstt^suchung zmate daß fte teilweise in Pett-olemnätl^r, %^bl, s ? m0 EbwLo^orM löslich war, und die chemische Analnsg deiltÄe darauf hrft daß die Masse ein Gemisch von Bienen loa und Fetten darstellte, idem die Römer Storap-Harz und Terventtft zugesetzt, fetten $ie beiden letzten Bestandteil waren ft Mip[ sMro mrMwi-rcht Außerdem nnrr Hemm der brwmm tfMnmfl mtb des Geruches ivrgen zugefirgt. sowie ein Gttbstoff und ihr euren besonderen Duft vJ leihen follte. Du>.> Geincnge dientt in der llicit der alten den M'dcknrmrrr als Salbe ffir die Haut nb« für kn- H^e. gewtntruttfr int Potsdamer Forst." Das mag für einen Pikarden- rungen wvhl schnTer zu übersetzen sein. Eine Granate. Soeben ist wieder eine Granate in das andere Ende des Dorfes geschlagen. Sie hat drei Einwohner getötet und einem Landwehr- mann beide Beine abgerissen. Er sollte heute abend in Urlaub nach der Heimat reisen, um sich kriegstrauen zu lassen und mar in glücklicher Abschiedsstimmung in den Garten gegangen, um sich zu sonnen und von den seligen nächsten Tagen zu träumen. Da hat ihn die Granate gefaßt, gleichzeitig mit den französischen Bauersleuten, die in ihrem Garten Obst pflückten. Der Arzt ist sofort zur Stelle, aber es ist keine Hoffnung mehr. „Wieviel Zeit habe ich noch?" fragt der Verwundete mit fester Stimme. „Wenig." „Dann will ich gleich mein Testament diktieren!" Da er sonst niemanden auf der Welt hat, vermacht er sein ganzes Vermögen seiner Braut tnrd schreibt ihr dazu: „In meiner letzten Stunde sollst Du von inic wissen, daß ich Mein Leben gern für das Vaterland gegeben habe und als braver Mann gestorben bin, ohne zu klagen. Ich uritt, daß auch Du nicht klagst. Mein Wunsch ist, daß Du einett braven Mann findest, und wenn es sein kann, einen KriegsbesMdig-- tcn, dem Du das Dasein mit Deinem Vermögen erleichtern kannst. Du sollst nicht ledig bleiben, denn das Vaterland braucht nach dem Kriege die Kinder braver Mütter. Ich werde vom Himmelauf Dich lstnrmtersehett tind Deine Kinder segnen, als ob es meine wären." — Am Abend bestatteter: ihn die Kameraden auf den: kleinen Friedhof vor dem Dorfe, wo täglich die Erttte des Todes ans der: Verbandsplätzen beigesetzt wird, und jeder streute eine Hairdvoll Blumen auf das Grab des braven Mannes. W. S ch e u e r m a n n , Kriegsberichterstatter. rrnv Schure. rr. Schlitz, 31. August. Gestern tagte hier die Synode des Dekanats Lauterbach: sie begann mit einem Gottes- dintst, li n dem Pfarrer Frank- Crainß4d die Predigt Istelt über: Joel 2, 21 „Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich rrnd getrost; denn der Herr, kann auch große Din,ge tun." Unter Leitung von Dekan Müller folgten sodann die geschäftlichen Verhandlungen. Aus dem über das Jahr 1915 erstatteten 'Jahresbericht des Dekanatsausschusses entnehmen wir folgendes: Erledigt waretr 3 Pfarreien, 1 Missionsfest wurde gefeiert, 4 Taubstu mmen gottesdienste fanden irr Lauterbach statt. Wöchentliche Andachten ivjuvden in den 4 Lazaretterr des Kreises gehalten, des- glÄchen Kriegsbetstuuden in sämtlichen Gemeinden. tz-edächtnis- gottesdiertste zur Er innertnig an Gefallene wurden in den Land- «öröen aklgemein gefeiert. —. Im Berichtsjahre wurden getauft) 432 Kinder (138 weniger als in 1914), konfirmiert 597 Kinder, .73 Ehen kirchlich eingesegnet (69 weniger als in 1914), 320 Personen kirchlich beerdigt (5 mehr als im Vorjahr). Austritte aus, der evangelischen' Kirche kanten im Dekanat keilte vor. Kirchen- und Abendmahlsbesuch hielt sich 'ungefähr auf derselben Höhe toie in 1914. — Für Werke der. Wohltätigkeit wurden aufgebracht^ Au Vereine urrd Anstalten evangelisch-christlicher Liebestätigkeit! 25 859 Mark, allgemein erhobetre Kirchenkollekten 13 262 Mark; an sonstigen Gab«: gingen ein 6 844 Mark; int ganzen 43 965 Mk., gegett 1914 ein Mehr von 8 927 Mark. — Es wurden sodann genehmigt verschiedene Wahlen, Anschluß des Dekannts in Lauterbach an das Fernsprechnetz und der Voranschlag für die Dekattats- kasse. — Es folgte ein Vorttag von Pfarrer Knott-Schlitz über: „In welcher Weise kann die Kirche mit ihren Organen einen: etwaigen Mangel att Zuversicht und Vertrauen in bezug auf ein Turchhalten während des Krieges entgegeiuvirken". Den Ergän- znngsvortrag hielt Pfarrer B o e ck n-e r - Schlitz. Eine rege Aussprache schloß sich an. Zum Schluß berichtete Pfarrer Naumann- Meder-Mdos über die Arbeit des Dekanatserziehungsvercins. Mit dem Gesang von „Ach bleib nrlit deiner Gnade" nahm dicr Synode ihr Ende. Offenbach, 1. Sept. Ter lMische Hauptoerein dev G u st a o - Ä d o l s st. i f t u n g hält seine diesjährige Kriegstaguna, seine 72. Jahresversammlung, am 11. und 12. Septetnber hier ab. Die Tagung ivird eröffnet mjt einem Fcstgottesdienst am 11. d. M., abertds 8 Vs Uhr, in der Fciedmskirche, in dem Pfarrer Berk- Maittz-Mombach die Predigt hält, am folg.",wen Tag, nachm. dret Uhr, findet,im Gemeindehaus der Friedenskirche die Sitzung des Vermaltut:gsrates statt, abends 8 Uhr hält Geh. Kirchenrat Professor I). R endt « rff-Leipzig ebendaselbst einen Vortrag über das sehr zeitgemäße Thema: „Deutsches Volkstum und evangelische Kirche in Polen und im Befehlsbereich des Feldmarschalls von Hindenburg". X. Frankfurt a. M., 1. September. An Stelle der sonst üblichen Jahresversammlung hält die „Südwestdeutsck>e Konfermz für Innere Mission" wegen des Krieges am Mittwoch, den 13. September, vormittags liy* Uhr, eine Arbeitskonferenz in dem großen Saal der hiesigen Matthäuskirche ab. Im Mittelpttnkt der Tagung stehen zwei wichtige, zeitgemäße Vorträge: Prof. I).! Mahling, Berlin, spricht über: „Der Beitrag der Inneren Mission zur Lösung der Bevölkerungsfrage", Pfarrer IägerI Frankfurt a. M., über „Der Beitrag der Inneren Mission zur Lösung der Iugendfrage". Abends 8V2 Ubr wird die Tagung durch einen liturgischen Gottesdienst in derselben Kirche abgeschlossen, 'für den Pfarrer I). Grünberg, Straßburg, und Professor D. .Mahling, Berlin, die Ansprache:! übernommen haben. H KlaNner Knegsaufschlag Arechlrche rr«chVrehten. Israelitische Re!igron§gememde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage) Samstag, b e it 2. September 1916: Vorabend: 7.45 Uhr. — Morgens: 8.30 AbendS: 8.20 und 8.55 Uhr. Uhr. - Israelitische Religionsgesekschaft. SabbaNeier an: 2. September 1916: Freitag abettd 7.15 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. — Nachtn. 4.00 Uhr. — Sabbatansgang 8.55 Uhr. Wochengottesdienst tnorgens 6.45, abends 7.00 Uhr. GalemAleikum Salem Golö (GoldmundstücK) Aigarieiien. ‘Willkommenste Liebesgabe? Prels:N r 3 >s 4 56 aio .. 4 5 Ö & io 12 Pf.dSfuck einschließlich Krieqsemfschlo Q Todes-Anzeige. Gestern mittag 1 Uhr wurde uns nach kurzer schwerer Krankheit unsere liebe, treue Tochter, unsere herzensgute Schwester Anna Väth im 24. Lebensjahre durch den Tod entrissen. In tiefem Schmerze: Familie Ludw. Väth. u m | SelX, •. iiEwiaMMrArt I Ti!Ä., älterer tafmaint durch d. Krieg gezwungen, Stellung als Buchhalter, Beitender ufw. Schriftliche 1 Angeb. u. 011612 a. ö. G. A. Jg. rrsu, selbst, i. Koch. u. H., w. Schneidern n. Wochenvfl. erl. hat, s. St. Wallt&retr. 2SII. °^> Mädchen, d.s. jilnmer- Naharbettcn eignet, s. Stelle in t. H. Näh. d.Wv.Liroivwsl, gewerbsmäßige Slellcnver- milllerin, LssspLs, Stemm. 2. Grossen-Linden, am 31. August 1916. (011592 Die Beerdigung findet Samstag, den 2. September nachm. 3 l / 2 Uhr statt. erteilt fonfcrimt. gebildete Dame zu mäßigen Preisen. Schriftliche Angebote unter 6197 an den Gieß. Anzeiger. für Tertianer gesucht. Sckr. Angebote mit Preis unter 011610 att den Gieß. Anz. VtMiMnMhlk»,? 11 Wochen alt, zu verkaufen. Wilhelm Kreiling, Wiöscck, Kirchstr. 24. Ein Mutterkalb MM- .« V. i hiielLuyen f 4 Zimmer LMeibeiM Äkg ih 4 Zimmer Wobnnna, neuhergerichtet, sofort zu ver mieten. Näheres bei 16211 Herzberger, Löberstraße 8. 3 Zimmer 011562] Marktplai* 18 1. Schöne 3-Bim. Wohn 1 St. »er 1. Oktober zu vermieten. Nüb. Marktstr. 25. [011560 2 Zimmer 2717] Schöne 2-ttm.°Wohn. mit Zubeh., Gas, v. sofort zu vert niet. Babnt w fstr. IS II' 2 Zimmer m. Küche an kl. Fninilie zu vermieten. 16218 Neuen Baue 17 1. 1 mooi. jjunmcr zu verrn. 0 11588) Dammftraüe 28 I. Möbl. von eineraußergeivöhnlichen schweren SlAmsutaior Küh zn verkaufen. M. Kenler, Pferd eatetzger. [6222 Zimmer zu verm. Qmm ] b ntzosstrabe 02 n . Schön möfei. Lim. ntil Schreibtisch zu verm. Nord Anl. 7 nächst der West-Anlage. I 011591 «r; maai. Zitaraer m. elektr. L.v. Geschästöleiterin p. l.Okt. gef. Schr. Angeb. unt. 011594 a. d. Gießener Anzeiger erb. Ein solider fleihtger, tüchtiger v Snftauatcut ( Verschiedene ) kleine Wobnuna äii verm. We U1160S wietecker W» s 181. ■jmBarden“Wflhn!»in zu vermieten. Xre>.dor!ey Sir. 6.! 011601 ffi«»i.'»ar(lea-WeliH. nt. Gas z. verm. vrv^kRlr. 17. 101 1611 Schöne «vdi. 3-Zim.-Wolm. mit Küche zn vermieten 0llfllw West Anlage 56 111. Hager nebst Stall, auch einzeln, zum 1. Oktober billig zu vertn. vUrnnitr. 48. aus sofort gesucht. Meldungen ntil .'eugnisabschriften und Lohnansp.. Hub zu richten an die Stiiöt. M-Mi> Waßer- wcrke, Dilltüburg. Mehrere Saitiergehüfen auch Schuhmacher Gutes altes Cello sofort gesucht. Selbständige Meister erhalten Heimarbeit. August Kilbinger, Gießen Seltersweg 79. «181 Kraft., jüngJaplöliner passend für Schüler, f. 150Ml. mit Bogen zu verk. Ba«! Natt- dstm, Gartenieldstr. 12. Fast neuen 8teiligen Haien- Wö lall billig zu verkaufen, l 9 " 6 ^ Äsitrelcb Lik. Groß en-Buseck. Äiatratzen, Atöbel, Betten, Sofas, Küchenschränke, Klei derschränke, Stuhle, Tische, Kinderbettenkanftjedermann stets billig bei I. Jttmann, Balinhofstrnße 29. Teilzahlung gestattet. [5719 Jims gute Bienenvölkar und eine SchleRüe^mnschiaB sind sehr bill. z. verk LisrrnLrtkrke? kann m. abgegeb. tv. Näh. b. Bletäntr. 40. i 011615 Tüchtiger Spilsr:!. Uw | Möhl Eimme r ] Faastqn Branfll Hacen BJtfie22 tNellevuelZim.m.u. ohneBer. pfleg.f jedeZeikdauer. Elektr- lücht. Bad. Tel, ins'.. 4805 Sch.möbl.Vodn-n.SekIakaliU.. a.einzeln abzngeb.,z. vermiet. Schreibtisch, Tel., elektr. Licht. Möbl. Ummer mit elektr. tt. z. o. Crah wiRlr. 4 U LI 011SM Möbl.6imRierm.GaSl.,evt. Klavierbernltz. billig zu ver- i -- Asterwea Gut möbl. billig zu verm. kNGt^b^lr. 8 p. L. i Einfach inöbl. Zimmer, ^iäbe der Bahn zu verrntetell wrRbenstr. 4 IIL r. f“«* sofort gesucht. [011556 Cartrioax, Prioiberg [Hessen!. Imtger Geigenspieler zrun Anlernen gesucht. 0115971 Steinstrafte 35 p. gesucht. Karl Kalar. Hammüraße 5. 1011616 Hilfsarbeiter bei gutem Lohn gesucht. Gesrg Karl Reit, Maschinenfabrik. Taglöhner tverdcn attgeuommen. f610H Haeh- a. TielbftngaüaUscbafl, Bahnhofstraße 65. gesucht von V. Fiesser, Zigarrenfabrik Kaiser-Attee 33. 6213 Kräftige Frauen und Mädchen ln schwarz und farbiff Mr Blusen, Kleidern und [ B 98ia Kleider-Äusputz - Meter von 2.60 — bis 10.00 Mark in 15 verschied. Qualität en u. ztrk a 200 F ar b en ipirltus« Ersatz 15953 Liter Mk. 1.30 ansschl. Fl. Aai«r°Drog.. Seltersweg 39, Otto &chaa»f. Eüte Schleier Blasen Sekttrzea G?ejto Flore ^f ^debaus^abw oit Isearnatklee Musier u. Auswahl bereitwllligjl. frdehaus' Zurückgesetzte Gaslampen Speisezimmer krönen Lyster und Lyren empfiehlt billigst om« Jostallatioas- nener Krnto in schöner Qualität empfiehlt Helnr. Hahn, ^amenhandlans, Neustadt 8. Telefon 403. 03 VS SesckkCl, LftrtwigsraSe 49. Wer zerrissen« SAnfc« rerk, Gesdiirre, Leder, I Zellstoffe, P'ahrralnÄitfd, | Fitz usir. settwt ausbessem will, verwendet vorzflgüda die Nähahle »tepperia D.R. G.M. Solide, beste Konstruktion. Näht Stepp» sti. MLdch. fiir sehr erträgliche Lani stcllc gcsncht. Näbcretz in der Gcjchst. d. G- A. I 011 ** Wer eine gebrauchte Kontrollka^e National Totalnddierer zu verkaufen hat, sende billigste Offerte mit Fabrikuummer der Kasse unter 4790sl an deff Gwßener Anzeiger. LehensniHtel jeder Art kauft zu guten Preisen das 5615 1 ^Lmiwlggt r. 7 9. Gut erhalt. Kinderlciter- wagen, Leitern 70—80 cm laug, zu kaufen gesucht, l 01 " 50 * Hch. Aff, Großen-Buieck. Faliäpfe! und Kochbirnen kauftzu den gesetzlichendöchst- pretsen in jeder Menge, ab Station, Bermittl. erwünscht. A. W. HeitzButzboch. M. elektr. Pfanne u. kl. lffoä>tops gebe, zu kaufen gesucht. Schriftliche Augeb. nt. Preis u. 011595 a. d. G. verlaq von Lmil HLL in Sichen. Soeben erschienene Neue Gesetze aus der Sammlung ^Deutsche Neichsgeietze in Ei»zelabdrucken." Beliebte Ausgaben mit Einleitung, Kernworten, erläuternden rlnmcrkungen und ausführlichem alphabetischen Sachregister. — Bearbeitet vom 1. Staatsanwalt M. Huhn in München: vom 21. Juni 101«, [Nr. SLS/561 der Sanimlnug). Preis 60 Pfg. Gesetz über die Feststellung von Vom 3. im Reichsgebiet M 3lüdil;U?c i.'OlJfrtcrtiflnfr d. R.-G. ges. Schristl. LLngeb. u. M1606 an den Gieß. Anz. (Nr. 562/563 der Sammlung). Preis 40 Pfg. Gesetz vom 12. Juni 1916, betreffend entenin -erlnvallüeiwerficherung R (Nr. 564 der Samminng) Preis 20 Pfg. Gesetz über die Kapitalabfindung an Stelle von Kkiegsversorgung vom 3. Juli 1016, v. 8. Juli 16, (Nr. 565/56« der Sammlung) Preis 40 Pfg. apitalabfindungsgesetz M. d. Aussührungsbcstimmung. Ferner 5915 » ergänzt durch die neuen Tlerordnnngen vom 21. Juni 1016, (Nr. 467/460 der Samntlnng» Preis 6V Pfg. MUIUINIllMI Zu beziehen durch alle Buchhandlungen sowie auch bei Einsendimg des Betrages direkt von der Verlagsbuchhandlung Emil Rolh in Gießen. Bekanntmachung (Nr. M. 1./9.16 K. R. M), betreffend Beschlagnahme nnd Bestarrdsmeldnttg von Platin» Vom 1. September 1916. NaMchende Bekanntmachung wird ans Ersuchen des Kö»ig- lickten K,-jegsnnnisteri'u.m< yux Kenn Ons gebracht mit dem Be nfriEni, daß, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Stra-seil verwirft sind, jede Zuwit^rhandtung gegen die Beschlag- nahrne nach 8 6 her Bekannt mackurng über die Sickperstellung twn Kn«gsl»edars mnn 2 !. Jmn 1915 (Reichs gesetzbl. S. 357) rnVerbiit dUmx mit den Bekanntinackwngen vom 9. Okt. 1915 (Reichsgesetzb! IS. 645) mtd 25. Nov. 1915 (ReickBttesetzbl. S. 778) nnd jede Zu widethandlung gegen die Meldepflicht nach § 5 der Bekanntmachung über Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915 (Neichs-Gesetzbl. S. 54) in Verbindung nrit den Beürnnlnrachmtgen vom 3. September 1915 (Reichs-GesetzLl. S. 549) nnd 21. Oktober 1915 (Rcickis- Gesetzbl. S. 684) lresttaft Wird*). Auch kann die Schließung des Ä ML^es gemäß der Bekauntmachimg Kur Fernhaltung unzuver- ltWftr Persomnt vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs- Ostsetzbl. S. 603) ungeordnet werden. Me 12 ISrr, § 1. Inkrafttreten der Bekanntmachung. Vekcmntmachrrng tritt am 1. September 1916, mittags in Kraft und umfaßt auch diejenige natürlichen und j uristischen Pcrsvrten, deren Vorräte durch schriftliche Einzel Verfügung der rntterAeicstreten Behörde beschlagnahmt worden sind. Tiie EiirzelversügUngen treten mit dem Inkrafttreten d res er BskanntTnachung nutzer Kraft und lvetden durch diese ersetzt. 8 2 . Von der Bekanntmachung betroffene Stoffe und Gegenstände. * Von den Anordnungen dieser Vekanntnva chnng tverden betroffen sämtliche Mengen der nachstehend bezeichn et en Klassen: Stoffe 51 • Platin fauch Platin sckpoamm nnd Platinasbest), U n- verarbeitet, auch als Alttnaterial nndAbfall jeder Art, nrit einenr Reingehalt an Platin von mindestens 98 v. H. des GesaMtgeunchts. .Klaffe 52: Platin in Legierungen**), un ve r a r b e r t e t, äuch als Altmaterial Und Abfall jeder Art. Klasse 53: Platin, vor- irnd fertiggearbeitet in Form von beweglichen und ortsfesten Blecken, Tricksten, Röhreii, Tiegeln, Schalen, Kesseln, Folien, Laboratoriums- und Fabrikationsgeräten mit einem Reingehalt an Platin von mindestens 98 v. H., bezogen auf das Gewicht des platinhaltigen Teiles des Gegenstandes ***). Klaffe 54: Pkvtin in Legierungen****) nnd Platin plattiert nrit anderen Metallen, vor- und fertiggearbeitet in Form von beweglichen und ortsfesten Blechen, Tricksten, Röhren, Tiegeln, Schalen, Kesseln, Folien, Laboratoriums- urch Fabrikations- geraten mit einem Rcingehalt an Platin von mindestens 5 v. H., bezogen auf das Gewicht des platinhaltigen Teiles des Gegenstandes*****). Blaffe 55 : Platin in Erzen, Güldisch, Mfällen, Krätzen und Rückständen, mit einürn Rerngehalt au Platin von nrindestens 1 v. T. des Gesamtgewichts. Klasse 56: Platin in Salzen und Lösungen, insbesondere Platiuchlarid und Platindoppel salze. 8 3. Von der Bekanntmachung betroffene Personen usw. Von der Bekanntmachung werden betroffen alle natürlichen Und juristischen Personen, die Meiwen der im § 2 bezeichnet en Klaffen im Besitz haben, oder die solche Mengen unter Zollverschluß halten. Für die Dnrckstührung der Anordnungen dieser Bekanntmachung ve rantwortlich ist der Besitzer. Sind in dem Bezirk der verordnenden Behörde Zweigstellen vgManden (ZweigsabrMn. Filialen, Zwei.chureaus ir. derglo, so ist diD-anptstelle Mir Durchfühnmg der AmwdniuNgen dieser Bekanntmachung auch für diese Zweigstellen verpflichtet. Me autzethalb des genormten Bezirks (in welchem sich die Hauptstelle befindet) ansässigen Zweigstellen werden einzeln betroffen. *) Mit Gefängnis bN Kr einem Jahve oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark wird, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: T. ,. . ..; 2 wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite« schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft, oder ein andere- Verchußerungs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt: 3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwider handelt: 4. wer den erlassenen Ausführtmgsbestimmwrgen zuwiderhandelt, ZQr vorsätzlich die Auskunft, zu der er aus Grund dieser Verordnung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Ar^aben mackst, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mar? bestraft, auch können Vorräte, die verschwiegen sind, im Urteil für dem Staate verfallen erklärt werden. Ebenso wird bestraft, wer vorsätzlich die vorgeschriebenen Lagerbücher einzig richten oder zu führen unterläßt. Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Verordnung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige loder unvollständige Angaben macht, wird mit (Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder im Unvermögenssalle mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. Ebenso wird bestraft, wer fahrlässig die vorgeschriebenen Lagerbücher einzurichten oder zu führen unterläßt. **) Unter legiertem Platin wird ein Material verstanden, bei wehstem Matin mit rncjk als 2 v. H. 'andrer Stoffe verschmolzen ist, und M welchem der Platingehalt dem Gewichte nach mindestens 5 v. H. beträgt. ***) Gegenstände der Klassen 5.3 und 54, welche Teile eines anderen in diesen Klassen ntat aufgefülirten vor- oder fertig- gearjst steten beweglichen (Gegenstandes bilden nnd nackMeislich zur KfltfMhjtm des letzteren benutzt z!u Werden pflegen, wie Teile von (stUhlampen, RöMgenrühven, ThermoelemeNverl u. dergl., werden von dieser Besanntmachung nicht betroffen, sofern der Platmgehalt des M^ammengesetzten Gegenstandes, bezogen auf dessen Gesamt' gewicht, weniger als 10 v. Hi. beträgt. ****) Unter legiertem Platin wird ein Matsrial verstanden, bei !v«llcheM Platin mit meftr als 2 v. H. anderer Stoffe verschmolzen ist, nid bei welchem der Platingehalt foeirt Gelaichte nach mindestens 5 v. H. beträgt. *****) Gegenstäime der Masten 53 und 54, welche Teile eines andren, ru dieseic Klassen nicht aufgefülirten vor- oder sertrkp- gearbeiteten bEglickMr Gegenstandes bilden nnd TMck-weislich zur Herstellung des letzteren beirntzt zu werden pflegen, tvie Teile von Wimlcrmp.m, Röntgenrölnen, Thermoelementen u. dergl., lverden von dieser Betanntmachung> nicht betroffen, sofern der Platingehalt des Msammeilgesetzten Gegenstandes, bezogen auf dessen Gesanft- gewicht, weniger als 10. v. K. beträgt. S 4. Beschlagnahme. Tie von dieser Bekanntmachung betroffenen Stoffe und Gegen stände sind beschlagnahmt. Die Beschlagnahme hat die Wirkung, daß die Vornahme von Veränderungeri an den von ihr betroffenen Stoffen und Gegenständen verböte:: ist M- rochr-geschäftlich? Bersügungeri über sie nichtig sind. Ten recht? iwschästtickren ^rfügu-mgen stehen Bersitg- Ungerr gleich, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrest- Vollziehung erfolgen. Die Benutzimg der Stoffe und Gegenstände in eigerrerrr Betriebe bleibt m'stattet. sofern die Stoffe und Gegen stände im Gebrauch keiner sichlbarrn Albrrutzrrng unterliegen. 3 5. Ausnalnnen von der Beschlagnahme. Trotz der Beschlagnahme bleiben für rde int 8 2 anfgeführten Stoffe und Gegenstände zulässig: a) Die Verarbeitung auf inechanischern rmd thermischem Wege*) im eigenen Betriebe, vorausgesetzt, daß eine ahn. liche oder gteickie Verarmirung solchr Stoffe nnd Gegenstände vor b 'm 1. April 1916 in diesem Betriebe gewerbsmäßig ausgeführt wurde. Ter Vertrieb der' so gesel'tigtcm Stoffe und Gegenstände ist gestattet, sofern sie nicht unter Klasse 51 bis 56 fallen; d) die Venvendung für medizinische Zrvecke: dies gilt mcht ftir z a h n ä r z t l i ch c Zwecke: c) die Besitz- oder Eigentumsübertraginng an die Metall-Ntobil rnachungsstelle der Kriegs-Rohstoff-Llbteilung des Königlich Preußischen K'rietrsminisierinms. Berlin SW. 48, Wilhelm stragste 20, an die Kr i egsmet all - M ie n gesc llscha ft, Berlin W. 9 Potsdamer Straße 10/11, nnd an Beccustragte, die einen von der Kriegsoetall A. G. ausgestellten, zeitlich lregrenzten Er laUbnisschein für Ankauf von Platin vorlegen. In diesem Schein sind Ankaufspreise vorgeschrieben: ck) andertveitige ^ierfüg^mgen, wenn sie aus Antrag durch bc>- sandere schriftliche Genehmigung von der Kriegs-Rohstofs-Mteilung des Königlich Preußischn Kriegs mnnsterrums gestattet worden sind. 8 6 . Meldepflicht und Lagerbttchftlhrung. Die von ^dieser Bekanntmachung betwffenen Stoffe und Gegen stände snrd gemäß § 8 zu melden und iu ein Lagerbuch eftrzutragen Aps dem Lagerbuch muß jr"de Aendenmg der Vorratsmenge und ihre Verwendung ersichtlich sein. 8 7. Ansn^hinen von dcr Meldepflicht. ^Ausgenommen von der Meldepflicht sind Bestände der im' 8 2 aufgeführten Massen, sofern der Platrngeliult der Summe der Bestände sänctlicher Klassen die Menge von 10 g nicht überschreitet. 8 8 . Meldrbestimmungen. a) Für die Meldepflicht ist der am l. September 1916 (Melde tag), mittags 12 Uhr, bestehende tatsächlick)« Zustand maßgebend Für diejenigen Stoffe und (Äegenstände, welche zu dieser Zeit sich unterwegs befinden, tritt die Meldepflicht erst mit dem Empfang oder der Einlagerung in Kraft. Für die rm § 7 Zeichneten Ausnahmen beginnt die Meldepflicht mit dem Tag', an ivclchem die Mindestmenge von 10 g über schritten wird. Meldcpflickstige Bestände, die sich nachträglich wtter die Mindestmenge des § 7 vermindern, bleiben weiterhin melde Pflichtig. b) Außer den Angaben über Vorrats mengen ist anzugeben ivenr bi? fremden Vorräte gehören, welche sich im Besitz des Aus ftmstspftichtigen befiuden. e) Die Meldung hat unter Benutzung des amtlichen Meldescheins (Nr. Lgt. 815 b für Platin) zu erfolgen, für den Vordrucke in der Kriegs-Rohstoff-Mteilung, Sektion Bst. I, Berlin SW. 48 Verlängerte Hedemannstratze 10, zu haben sind. Die Bestände sind nach den vorgedruckten Massen getrennt, aWugeben. IU denjenigen Fällen, in nvlchen genaue Werte nicht ermittelt werden können (z. B. der RierngchUlt bei Ersen), sind Schätzungsweise einzutragen Deut Meldepflichtigen wird anheimgestellt, gleichzeitig mit der Meldung-auf besonderen: Bogen ein Mrgebot zum Verkauf eines Teils seiner Bestände oder der gesamten Bestände eü:z!urerchen Tiefe Angebote werden an die Kriegsmetall - Mtienges.ellschaft weitergogeben, die in kersber Linie als Kläufer für das Kriegs Ministerium in Frage kommt. ' We itere Mitteilungen irgendwelcher Art darf die Meldung nicht enthalten. Tie Vteldescheine sind an die Metall-Mobilmachtungs stelle der Kriegs-R oWoff-AbteilUng des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 20, Fernsprecher Lützvw 9426, vorsrhristsmäßig ausgefüNt icnd ordnungsmäßig frankiert bis zum 15. September 1916 einzureichen. Tie Bestände sind gleicher Weise fortlcriffend alle 2 Monate au^ugeben Unter Einhaltung der Einreichamgsfrrft bis zum 15. des betreffenden Monats. ^ Anlagen. Alle Anfragen, bie die vorliegende Bekanntmachung betreffen, sind zu richten an die M.ttall-Mobilmack'/imgsstelle der Kriegs sttohstoff-AbtekVung des Königlich Preußischen Kriegsrnmisteriurns, Berlin SW. 48, Wilheftnstraße 20. Frankfurt a. M, den 1. Septemiber 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. *) Somit ist ft-de andere Verapbeittrng. insbesondere die lieber füchrwig der beschlagnahmten Stoffe und Gegenstände in Platinsalze, verboten. Bekanntmachung. Betr.: Neschlagnahme und BestandserhepiMg vvn Platin. An die Gwhh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indern wir auf die vorstch-eilde Bekanntmacknsrg des stellvertretenden Generalkommandos des 18. Armeekorps verweisen, beauftragen wir Sie, folgendes alsbald- ortsüblich bekannt #uj rniackien: „Das steNw-rtretende Genreraldornmondo des 18. ?lrmeekovps hat Mtevm 1. September d. I. eine Bckanntrnachung betrvffeitd Befflst«gnahmje und Veftands(whel.mnig von Platin erlass-en. Diese Bcklaumtmacknmg enthält Bestimmungen über Iukrafttveten der BekaunImNchsmg, von der BeVcrnntnrachmvg betroffene Stoffe rmd (^egensmnd-e. Von der BekanntmiackMUg betvoffene Personen Usw., Beschmgnahnte, ddrsnahmcm von der Beftlillagnadme, Melb>e- pfticht toid Lagerbuchftffngmig, Ansmrhinlen von der VLeLepflüiit, MeHdebestimmungen und ÄTrfragen. Tiefe Bekanntmachimg ist im! Gioßener Anzeiger abgedruckt und karrn auf unserer Amtsstube eingesehen n>erden." Der Gmßener Anzciaer, der vbi«e '4^Vannttmuliiung enthält, ist von Ihnen aus Wmffch den Interessenten vorMUegen, letzteren, mich ans etwaige Fragen eingehende Anskunft zu geben. Gießen, den 29. August 1916. Großherzogliches Kr ei samt Gießen. Dt. Usinger. Bekanntmachung (Nr. V. I. 1886/8. 16. K. R. «.), betreffend Höchstpreise für Naturrohr (Glanzrohr) nnd Weiden. Vom 1. Septentber 1916. Alls Grund des Gesetzes über den Üielagernngszustand vom 24». Juni 1851 — in Bayern auf Grund des bayerischen .G<4etzeK Wer den Kr b - gsz » chuu d vvm 5. Mvrntber 1M3, in Brockindnn^ Mit der Mlaihöchsten VerordNlMg vom 31. Juli 1914 — sowie mit Olrund des Gesetzes, betreffend Höckchpveisc, vom 4. August 1914 (Reichs-^tesetzbl. S. 339) in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Neichs-Hfesctzbl. S. 516), der Be kann tma chm gen über die Aenderung dieses Gesetzes vom 2l. Jam rar 1915 KnH Gesetzbl. o. 25), vom 23. Septtirber 1915 (Neichs-Gesetzbl. 603 imd vom 23. März 1916 ^-Reick>s-Gesetzbl. S. 183) rvird uachsieheudc BekanntirUlcknmg mft dem Bemerlrn zur allgemeinen Mimtuis gebracht, daß Zruviderhandlungen, sofern nicht nach allgemeinen. Strafgesetzen hölnre Sttasen venviik! sind, gemäß den in der Anmerkung *) zum Abdruck gebrackycn Bestinummgen bestraft >verden. Auch kmrn die SckLießung des Betriebes gemäß der Be- kann tma chung zur Fernhalttmg mrzrwerlässiger Personen vom Handel vom 23. Septcntber 1915 (Reichs-0)esetzbl. S 603) an gc-ordnet werden. 8 1 . Bon der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Bou dieser Bekanntmtachrmg werden betroffen: Naturrohr, (Glanzrohr, Sttrhlrolw, Korbvohr, Malakka rohr , Peddigrohr, Flechtrohr, Rohrschinien, Rohcbast, Rohrabfall (Bruch peddrg, Peddrnenden), Weiden. 8 2 . Höchstpreise. Ter Preis der von dieser Bekanntmack>irng betwffenen Gegenstände darf die folgenden Sätze nicht übersteigen: , ^ für je 50kg 1. Naturrohr (Glanzrohr, Stuhlrohr, Korbwhr. Malakkawhr) hart mid weich a) bis 10 Millimeter Durchnr. 175,00 Mk. b) über 10 Millimeter Durckml. 125,00 2. Peddig (mit und ohne Glauzstellen) a) unter 3 Millimeter Durchnr. 250,00 b) 3 Millirmier lns 10 Millimeter Durchnr. 200,00 ,, c) über 10 Millimeter Turchm. 150,00 „ 3. Peddig naturhell (gebleicht) a) amter 3 Millimeter Turchm. 275,00 •„ b) 3 Millimeter bis 10Millimeter Turck)m. 220,00 ,, 4. Flechtwhr bis 2 Millimeter sprtk 400,00 ,, 5. Rvhrschienen (Korbschienen) 2 Millimeter und darüber stark 6. Rohrbast 7. Rohrabsall (Bruchpeddig, PeddigeUden) 8. Grüne Weiden ungeschält » a) feucht d) trocken 9. Meiden geschält 3 bis 12 Millimeter Durchm. a) bis 1,0 Meter Länge b> über 1,0 bis 1,3 Meter Länge c) über 1,3 bis 1,6 Meter- Länge ck) über 1,6 bis 2,0 Meter Länge e) über 2,0 Meter Länge 200,00 40.00 20.00 '4,00 6,00 33.00 30.00 27.00 25.00 22.00 § 3. Zahlungsbedingungen. Die Höchstpreise schließen die .Kosten der Beförderung bis zur nächsten Bahnstation oder svnstigen Abnahmestellc des Empfängers innerhalb des Deutschen Reiches, sowie die Kosten der Verpackung ein und gelten für Barz.ahltmg. Wird der Preis gestundet, so dürfen 2 v. H. Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzugeschlagen werden. 8 4. Zurückhalten von Vorräten. Bei Zurückhalten von Vorräten ist Enteignung zu gewärttgen. Sb Ausnahmen. Mt träge auf Bewillimmg von Ausnahmen sind an die Kriegs- RrollLloff^lbteilnng, Sektion V. I. des Köwglich Preußischen Kriegsministerrums, Berlin SW. 48, Verl. Hedemanusttaße 9/10, zu richteit. Tie Entscheidung über diese Anttäge ist dem zuständigen Milftärbesehlshaber Vorbehalten. 8 6 . Inkrafttreten. Tiefe Bekanntmtachimg tritt nrit ihrer Verkündung in Kraft. Frankfurt a. M., den 1. September 1916. Stellv. Gencralkommatwo des 18. Armeekorps. *) Mit Gefängnis bis zu einem tJahr und mit Ost:ldstrafc bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafeit wjFd bestraft: 1. wer die festgesetzten Höchstpveise überschreitet: 2. wer einen anderen zum Abschluß eines Bertrageg aufsordert, durch den die .Höchstpreise überschritten werden, oder sich zu eittem solchen Vertrage erbietet: 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung ($ 2, 3 des Gesetzes, betreffend .Höchstpreise) betroffen ist, beiseite-., schafft, beschädigt oder zerstört: 4. tver der Auffordenmg der zuständigen Behörde ;,um Verkauf von Gegenstände, für die Höchlstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt: 5. tver Vorräte an O^enständen, für die Höchstpreise festgesetzt sittd, den zuständssgett Beantten gegertüber vechernilicht: 6. wer den nach 8 5 des Gesetzes, betreffend .Höchst) i. ise erlassenen MtsführmtgsbestintntUttgen zuwider handelt. Bei vorsätllichen Zuwiderhandlungen gegett Nr. l und 2 ist die Geldstrafe mindestens aus das Doppelte des Betrages zu bemessen, um den der Höchstpreis überschritten worden ist, oder in den Fällen der Nr. 2 tcherschrftten werden sollte: übersteigt der Mindestbettag zehtttausend Mark, so ist auf ihn zu erkennen. Im Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bts mcs die Hälfte des Mindestbebetrages ermäßigt werden. In den Fätten der Nr. 1 nnd 2 katm neben der Sttafe angevrdnet werden, daß die Vertcrteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekarmtzmnachen ist: auch kann neben Gefängnisstrafe aus Verlust der bürgerlichen Ehveirrochte erkannt werdrn Betr.: HSchstpreffe für Nvturro-hr (Glanvrohr) imd Weiden. An die Großh. Bürgermeistereieir der Landgemeinden des Kreises. Zudem tvirauf die vorstehende Bekattnttnachttng de-> stellvcrtte- teuden Getieralkommandos des 18. Arnteekorps Venvei hm, boauf- wagen wir Sie, folgendes alsbald ortsüblich bekmrnt zu machen. ,Das steAvorttetntde Generalkominandv hat unterm 1 September ds.ZS. eine Bekanntmachung betr.: Höck>!iprri,e für lurrohr lGlanUrvhr) und Reiben erlassen. Diese Bekaimtmachnng enthält Bestimmungen über „von der Bekanntmachimg betrofiene Gegenstände, Höchstpreise, ZahlungsbedinMngen, Zurückbalteu von Vorräten, Ausnahnren und Iuttafttrcten'h Diese M'kannl- mUchung ist im Meßkner Anzeiger abgedrnckt rrnd kann ans mt • ferer Amtsstube eirrmckehen werden." Der Gieß euer Anzeiger, der obige Bekanntmachung' eutliälft ist von Ihnen auf Wünsch den Interessenten vorzulegnr, h'Uternt auch aus etwaige Fragen eingehende ))lusftmft zu geben. Gießen, den 29. Mrgust1916. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen, vr. Usinger.