Bt. 228 Erster via« D«r tägkch, «mßer ,- Beil»gen: ot«v m-a l wöchentlich ■avexowi (LKi e is < l&im&og undFreuaq); p»timal mo«otl. Land- Wi^chaßMcheSettfragen Femchn^ech-Anschlüße: sürdie Schrittleilung 112 Berlag.Gefchäslsstelleöl Adresse tür Drahtnachrichten: Lvzetger Gieße«. S»mchmc von Anzeige« für die TageSnmnmer bis zum Abend vorher. M. Jahrgang Donnerstag. 2b. September MV Metzener Anzeiger Genera!-Mzetzer für Oberheffen Roialknsdnick und Verlag der vrühl'l chen Univ.-Such- und Steindknckerri». Lange. Schristleitnng. Seschäftrfteile uud Druckerei: Zchulstr.7. B-ck lsmtüch E-ß?' 6 eit ci d o c c noncrtl. 90 Ps^ oieneL- jährl. Mt. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 M-: durch di e Poft Mk. 2.45 oi ettel- jährl. ausfchl. Äesretlg. Zeilenpreis: lokcrllöPs., arrsw. 20 Pf. — Haupt- schrntlecker: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politstchen Teil und das Femllewn: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz; Erbitterte Kämpfe an der Somme. Revolution in Griechenland. rrgen Ausgabe zu schützen. Nach dem Wunsche des Gefallenen witt «ttte &td)e rn Feindesland an dem Orte, wo er für sein Vaterland deir Fliegertod gefunden hat, beigesetzt. , Leutnant Wintgens war einer unserer erfolgreichsten Kampfflieger, der ftrnfzehn Gegner aus den Lüften herwnterhvlte. Anfang Julr wurde ihm der Orden „Mur le mörite" veckiehen, auch mit dem Ritterkreuz mit Schwertern des königlichen Hausordens von Hohenzollern war er ausgezeichnet. Noch am letzten Montag war er un deutschen Tagesbericht als erfolgreicher Teilnehmer an der mwßen Luftschlacht im Westen rühmMd erwähnt. Nun hat dieser Tapfere auch das „Fliegerlos" erlitten, und das deutsche VoV wud wieder um einen HeldenliEng trauern. Verluste unserer Feinde. Berlin, 28. Sept. lbder Riesewverlufte der Drgländer und Franzosen ^beruhtet dre ,LZosftsche Zeitung", daß die Zahl der Ver- wundeten der den «mglisch-französischen Truppen in Frankreich in den letzten Wochen so bedeutend gewesen ist, daß große Transporte Lerchtwerwundeter von Frawkreich nach Italien gebracht itntrbatJ UKÜ ttr Fvankrerch ferne Lazarette mehr zur Verfügung standen. Dre Verlustlisten des unter dem Mvtektorat der rumänischen Konigm stehenden Sanitätskomitoes verzeichnen bis zum 16. Sev- tember 72 ,24 Mann und 3 426 Offiziere, darunter 4 Generale und 19 Obersten tat, verwundet oder vernrrßt. Erhöhung de» Dienstpflichtalters in England. ^.Manchester. 27. Sept. (WTB.) Der „Manchester Gu- awian mttdtt aus London, daß die Erhöhung des dienst- Pflichtigen Alters auf 45 oder 48 Jahre anscheinend ernstlich m Erwägurrg gezogen wird. Maßgebend dafür scheinen nicht nur militättsche Gründe M sein. Anch das Beispiel Frankreichs und einige Wendwigen in der kürzlichen Rede Briands werden so aufgefaßt, daß Frankreich von den Verbündeten die gleichen Leistungen verlange. Angriff rusfischer Flugzeuge auf Angernfee. Berlin 27. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 26. Sept vov. Ulrttags ^de die Seeflugstation Angernfee durch zwei russpche Flugboote ohne Erfolg erneut angegriffen Unseren Ab- Wehrflugzeugen gelang es, das eine Flugboot über Angernfee zum 1 P t ^ > ^ TTOcf? kurzem Gefecht abzuschießcn, während ^rs zweiteFlugboot, durch Artillcriefeuer beschädigt, in der Richtung Rmrue entkam. Urr^evsuchnng der rumänischen Greneltaten. Sro s i a , 27. ©etJt. tWTB. DKchtnm+t-irh "i N?eldiiNk7 Spr r , m ■ ■ . -—vw Untersuchung ^ jnjtTt Gräueltaten m der Dobrudscha angestellt. Die untersuchenden P 61 **?.. a ' cn ^ 7 - September in Dobritsch ein, wo sic von Ofm -vilrgermieister, den Militärbehörden und zahlreichen anderen Lerjonuchreiten empfangen wurden. Sic machten sich unverzüglich an dre Ordert und stellten die von den rumänischen Soldaten began- amen Grausamkeiten in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise Mt. Von Dobritsch ans begaben sie sich in das Dorf Balodscha, das u* überliefert worden war. Die Bewohner waren von »erc Rumänen niedergemacht oder fortgeschleppt worden. Sie he- ftchttgten ferrrer die Dörfer Karras und Nasradin, die gleichfalls durch rumänische Untaten schlver beimgesucht worden waren und fuhren am 18. September iiach Silistria, wo sie die von den Rumänen begangenen Verbrechen auis genaueste untersuchten. Weiter wiurden besichtigt die Dörfer Kalipetrow, Aidemir, Babuck, Da- latadschl, Janikoe, Kora, Omar und Srabarna. Unterwegs nrachten die Herren auf dem Schlachtselde von Zeseswala Halt. Mit Rücksicht auf die kurze zur Verfügung stehende Zeit und die Schwierig- ’Seitüt der Verbindungerr konnte der Untersnchun gsausschuß. dre srepten Dörfer nicht besichtigen. Zur Reise der „Bremen". Zc/rAnkt/rfi ker Bremen "i/7 Amerika Berlin, 28. Sept. Dem Berliner „Lokalcmz." wird aus Bremen gemeldet, daß Kapitän Schwartzkopsf vor der Ausfahrt nnt Kapitän König, als dieser mit der „Deutschland" zurückkehrte, eine eingehende Unterredung hatte, so daß die Abreise der „Bremen" von Helgoland also etwa zu gleicher Zeit erfolgte, wie die Einholung der „Deutschland' in den Heimathafen. Inzwischen dürfte auch die „Deutsch land" wieder fahrtbereit sein, um ihre zweite Amerikareise anzutreten. Der Seekrieg. London, 27. Sept. (WTB.) Lloyds meldet aus Grimsbh, daß der Fischdampfer „Aphelion" versenkt worden sei. London, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der Dampfer „D r o m v e n" versenkt worden ist. London, 28. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet ans Scarborough vom 26. Sept.: Elf Fisch erfahren ge aus Scarborough sollen versenkt worden sein; außerdem wurde das Fischers ahrzeug „Trinidad" (147 Tonnen) versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. Der britische Dampfer „Poail" ist versenkt worden. Der französische Segler „Marie" ist nach einem Zusammenstoß mit einem Dampfer gesunken. Amsterdam, 27. Sept. (WTB.) Der niederländische Dampfer „Commewijne" landete in Ymuiden die aus zwölf Mann bestehende Besatzung des britischen Schleppdampfers „Cynth i a Nr. 36", der von einem deutschen Tauchboot versenkt worden war. Der Kapitän des Schleppdampfers teilte dem Korrespondenten des „Handelsblad" mit, per Kom- marrdant des Tauchbootes habe ihm erzählt, daß er in 24 Stunden vor der Versenkung des Fischerfahrzeuges 22 Schisse versenkt habe. Die Besatzungen, 120 Mann, seien einem nach Westhartlepol fahrenden Dampfer übergeben worden. Rotterdam, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Einige Dampfschiffabrts-Gesellschasten, bereit Dampfer zwischen hier und London verkehren, nehmen, da in den letzten Tagen mehrere Dampfer nach Zeebrügge aufgebracht wurden, eine abwartende Haltung ein. Der zur Ausfahrt fertige Dampfer der Batcwier-Linie wurde zwar beladen, fährt aber heute nicht aus. Die Harwrch-Linie hat ebenfalls ihren Dienst nach London vorläufig eingestellt. Kopenhagen, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Einem hier ein getroffenen Telegramm zufolge rettete der Dram- menex Dampfer „Tromp" in der Nordsee am 26. September auf der Reise von Rotterdam nach dem Tyne 111 Menschen. Ans dem Kelche. Eine Erklärung der Zentrumspartei. Frankfurt a. M., 27. Sept. Der Reichsausschuß der deutschen Ze n tr um s p artei veröffentlicht folgende Erklärung: Aus seiner aus allen Teilen des Reichs zahlreich besuchten Tagung am 26. und 27. September in Frankfurt a. M. hat nach eingehender Erörterung der inner- politischen, kriegs- und wirtschaftspolitischen Frage des Deutschen Reichs die Haltung der Zentrumsfraktion des Reichstags einmütige Zustimmung gefunden und sind vom Boden unseres Parteiprogramms aus Mchtlini-en für die Zukunft vorbereitet worden. Die Mitglieder unserer Partei in Stadt und Land bitten wir, ihren Siegeswillen und ihr Vertrauen auf die Zukunft des deutschen Volkes durch die Zeichnung der fünften Kriegsanleihe eifrigst zu betätigen. Zurückhaltung ist hier gleichbedeutend mit Verlängerung des Krieges, um dessen siegreiche Beendigung wir alle Gott anrufen. Der Reichs'leitnng gegenüber 7nuß der Reichsausschuß ganz besonders verlangen, daß übermäßig gesteigerte Preise von Lebensrnitteln ans eine für die Verbraucher angemessene .Höhe herabgesetzt werden, und daß M eine Vermehrung der Nahrrmgsmittet- Erzeugung Sorge getragen wird, namentlich durch die Beseitigung aller Maßnahmen, die auf die Produktion hem- uren d ein wirken. Zur Ueberleitung der .Kriegs- in die Friedenswirtschaft ist eine baldige Reichsorg anisation in das Leben zu ruferr. Dr. Spahn, Dr. Porsch, Held. Ares Stabt unb Cand. Gießen, 28. September 1916. Sicherung der Obsternte. In diesem Jahre tritt ganz besonders deutlich die häufiger wahrzunehmende Tatsache in die Erscheinung, daß zu mehr oder weniger völligem ^Ausfall der Obsternte in mmckhen Gegenden ein besonders reicher Segen an Obst in anderen Gegenden sich gesellt. Ganz allgemein gerrng aussallen dürfte wohl die Birnenernte. In Bezug aps Zivetschen und Aepsel aber scheint die Sache so zu liegen, daß rn vielen Gebieten die Zwei sehen bäume so reich wie seit Jahren n^cht und da Ae-felbäume nur teilweise gut tragen, während in anderen Gegenden die Aepfelbäume reich tragen, die Zwetschen aber aussallen. Me Zwetschenbäume sind z. B. im Westerwald, in der Gegeild von Hulda, in Südhannover so reich mit Früchten beladen, daß )io züm Teil schon unter ihrer Last gebrochen sind. Es handelt sich rn diesen Fällen aber um Gebiete mit fast rein Landwirtsäxrft treibender Bevölkerung und ohne nahegelegene Großstädte. Ta sind im Herbst alle Hmrde notwendig für die Ernte- und Bestellungs- arbciten aus dein Felde, namentlich jetzt in der Kriegszeit, wo die besten Arbeitskräfte fehlen. Auf ein sorgsames Bergen namentlich, der reichen Zwetschcnvorräte, die ja nach dem Abernten sofort irgendwie verwertet'werden müssen, ist daher kort vielfach nicht zu rechnen. Hmzu kommt noch, daß es nach Llbgabe der kupfernen Kessel jn manchen Orten rer wictschaftlichen Lage auch dadurch zu rmterstützen, daß ihireu die Versorgung mit Kar- tosseln erleichtert wird für den Falt, daß sic schon im Laufe des Herbstes ihren gesamten Jähresbedarf, oder doch den größten Teil davon, insbesondere also ihrer: Winterbedarf an Kartoffeln decken. Es ist dies aus den verschiedensten Gründen im allgemeinen Jrtteresse, wie and); für die Verbrauchter selbst ärrßerst erwünscht.^ Für Beamte, Bedienstete und Arbeiter im Staatsdienst mit einem tatsächlichen Dieirfteinkommen bis Au 3000 Mark kann, sobald ihr Winterbedarf an Kartoffeln geliefert mrd die Rechnung durch den Empfänger anerkaurtt ist, a , Mansch der Lieserpreis durch! die örtliche staatliche Kaffe begl. , n und ratenweise im Laufe von 8 Monaten mr dem^ Menstein kommen abgezogen werden. ** P aketefür Kriegsgefangene. Man sollte Meinen, daß jeder, der einen Angehörigen in einem Kriegsgefangenenlager der feindlichen Tänder hat und ihm Sendungen zukommeu lassen wAl, um sein Los etwas zu erleichtern, von selbst darauf achtet, daß die dem Gefangenen zugü>achten Sachen gut verpackt und die Pakete mit einer Adresse versehen werden, die seden^ Irrtum bei der Beförderung und Bestellung mlsschlleßt. Leider ist diey^ nicht immer der Fall. Häufig müssen Pakete wieder an die Msender zurückgegeben werden, well die Adressen nicht gen«u oder nicht dentlich genug angegeben sirrd, und oft ereignet es sich auch, daß Pakete unterwegs ausgehen, und daß es dann nicht möglich ist, den Inhalt wieder zusammenzrtsuchen und seiner Bestimmung zuzu- führcn. Bei der Riesenarbeit, die die ungeheuren Mengen der täglich air Kriegsgefangene gesandten Pakete der Post und der Heeresleitung verursaä-en, ist es dringend erforderlich, alles fest und sicher zu verpacken und die Adressen so zu schreiben^ M* sie leicht lesbar sirrd und jeden. Jrrmm oder Zweifel bei der Bestellung ausschließen. Das sollte jeder, der Sendungen an Kriegsgefangene schickt, sich zur Regel machen. ** Verloren. Gestern, am 27. September, rmchnrittags um Vs5 Uhr. wurde in hiesiger Stadt von der Johannesstraße bis zum Kaffee .Hettler ein Briefumschlag, in dem sich 2 Stteck 5°/o III. Deutsche Kriegsanleihe: Viooo Nr. C. 3 869 695, Vsoo Nr. D. 2 684 087 urtb 1 Huirdertmarkschün sowie 30 Mark in Papiergeld befanden, verloren. Dem Fnwer werden 200 Mark Beksstnuingt zugesichert. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. ** Erzeugung von Hafernährmitteln. Das Krregsernährungsamt gibt bekannt: Inden Tageszeitttngen :md in Eingaben an das Kriegsernährungsamt wird zurzeit vielfach einer reichlichen Ausnutzung der großen Haserernte für die Zwecke der Volksernährung das Wort geredet. Tellweise werden die Jiorderungen dahin präzisiert, daß eine Million Tonnen Hafer snr die Bolksernälwung, d. h. zur Herstellung von Lxrsernähr- nntteln, Verwendung ftnden sott. Das Kriegsernährungsamt hat der ^lngelegenheit, deren Bedeutung nicht zu verkennen ist, ber Allfstellung des Haferwirtschaftsplans seine volle Ausnrerksmn- kett zugewendet, und es ist im Haferwirtsckiaftsplan für die .Herstellung von Hasernährniitteln diejenige Hasermeiige bereitgestellt rvorden, die die bestellenden Hasernä hrmittelfabriken bei Jnanjpruch- nähme ihrer Einrichtnngen bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit verarbeiten können. Tie Leisttrngssähigkeit der bestehenden Fabriken reicht aber bei wüten: nicht so weit, wie Pie gestellten Forderungen anzunehinen scheinen. Tic Möglichkeit einer Steigerrmg dieser Leijtungsfäbigkeit wird zurzeit geprüft. Eine wesentliche Erweiterung bestehender oder die Errickstung neuer Hasernährmittelsabriken scheitert schon an der derzeitigen Unmöglichkeit, die erforderlichen neuen Maschiiren und Effirichtungen rechtzeitig zu beschaffen und m Betrüb zu setzen. Ob die Heranziehung anderer bestehender Betriebe zur Haferiiährmittelfabrikatiion sich technisch durchführen laut, wird geprüft werden. Jedenfalls wird keine Möglichkeit der Steigerung der Erzeugung unbenützt bleiben. Im übrigen bedeutet die vorgesehene volle Ausnützung der bestehenden Hasernährmittel- fabriken gegen das Vorjahr bereits eine ganz bedeutende Steigerung der Hafernährmittelerzeugung, die bei den ivertvollen Eigenschaften der Hajernährmittel der Ernährung ganz wesentlich zugute kommen wird. Die gejteigerte Erzeugung kann allerdings erst in dar nächsten Zeit fühlbar werden, da die Fabrikation ans der neuen Ernte erst jetzt in Gang kommen kann, während die Fabrikate aus der alten Ernte naturgemäß zurzeit sehr knapp geworden sind. ^Sitzgelegenheit für Laden-Angestellte. Man schreibt uns: In Kasiel gibt das Polizeipräsidiuni bekannt, daß zahlreiche Angestellte in offenen Verkaufsstellen darüber klagen, daß für sie m den Verkaufsstellen, in denm sie tätig seieii, keine Sitzgelegenheit vorhandeii sei. Ist vielen Fällen sei sie imgeeignct Z. B. Leitersprosse, hercmsgezogene Schiiblade, Treppenstufe usw. Ferner werde von eiiier.Reihe von Geschäftsinhabern nicht ge- wünsck.t, daß überhaupt eine Sitzgelegenheit benutzt werde. Das Polizei-Präsidium weist deshalb rtitf die genaue Befolgung der zum Schutze der Gesundheit der Angestellten am 28. November 1900 vom Reichskanzler erlassenen Bekanntmachimg hin, nach der n. a.m denjenigen Räumen der offenen Verkaufsstellen, in welckjen dre Kundschaft hedrent !vird, sowie in den m solchen Verkaufsstellen rebörenden Schreibstnben (Kontoren) für die dort besckjüstigten Ge- hllsen irnd Lehrlinge eine nachher Zähl dieser Personen ausreicheiidL geeignete Sitzgelegenheit vorhanden sein muß. Für die mit der Bedienung der Kundschaft beschäftigten Personen muß die Sitzgelegenheit so eingerichtet sein, daß hie auch während kürzeren Arbeitsmiterbreehungen benutzt werden kann. Tie Benutzung der Sitzgelegenheit muß den bezaichneteni Personen während der Zoit, m welcher sie durch ihre Beschäfttgimg nicht daran mlstudeitt ftnd> gewaltet werden. Zuwrderbmrdltmgen sind nach § 147 der Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 300 Mk. bedacht. ** Dernächste Städtische Seefischmarkt beginnt Donnerstag, den 28. September, nachmittags 3 Uhr, in den Markt- tauben. Zum Verkaiis kommen nur beste frischeste Seefische: Schell, suche, Kablian, Schollen, Bratfisch zu Selbstkosten der Stadt. Militär-Urlauber. Bisher war es Bestimmung, ivonach auf den Strecken Mainz - Bingerbrück, Mainz—Darnistadt, Mainz—Jrank'urt, Mainz-WieSbaden, Mainz-Worms, Frank- snrt—Darmstadt. Wiesbaden—Mainz—Kastel—Frankfurt Militär- Urlauber keine Ei finge benutze,! duriten. Dies ist jetzt für die weitere Dauer des Krieges ausgehoben worden. Die Freigabe des Krammetsvogelfanges. Seit 1908 war der KrammetSvogelsanq mittels Dohnen verboten. Um auch den Krammetsvoqel, dessen Fang in einzelnen Gegenden eine nicht nnerhebliche Bedeutung bat, der Ernährung zuzuführen, bat der Bundesrat eine Verordnung angenommen, durch die die Landeszentrnlbehörden er,nächtigt werden, den Kram,netsvogelfang inittels Dobnen in diesem Jahre wieder zuzulassen. ** Licht spiel Haus, ^Bahnhofftt. 34. Von Samstag, bcn 30. September, bis irrkl. 2. 'Oktober, wird in jeder Vorstellung Ahn Wilka, die bekannteste Berliner -Filmschnuspielcrin, in ihrem^ heiteren Filmsketsch in drei Akten, „Mamma hat es gervvlltt' persönlich cmstteten, Landkreis Gießen. ga. Grünberg. 28. Sept. Bon Georg Schombert und Karl Henkel ist aus russischer Kriegsgefangenschaft Nachricht eingetrvffen. Sie werden alt der Murman-Eisenbahn ans der Halbinsel Kola im Regierungsbezirk Archaiigclsk beschäftigt und teilen mit, daß sie noch gesund sind. Georg Schombert schreibt, es befäiiden sich noch bei ihnen: Heinrich Arnold aus Beuern, Karl Hof mann ans Queckborn, Gustav Diehl aus Höckersdorf N7id Otto Dörr aus Lardenbach. Die Karten sind am 16. und 23. Juli geschrieben. U Lang-Göns, 27. Sept. Ein schönes Beispiel von Vaterlandsliebe gaben die Arbeiter der Wilhelm Frey'scheu Zigarrenfabrik. Sie sammelten nahezu 1000 M., und diese Summe, als Grundstock für eine Ar beiter-Fü r so r ge kas s e von der Firma aus 2000 Mark erhöht, wurde als Kriegsanleihe ge-, zeichnet. Me Firma beschäftigt nahezu 80 Frauen und Mädchml von hier unb Großen-Lindeu und Leihgestern. — Frau Lehrer Schwinn von hier wurde für ihre eiftige Tätigkeit in der Kriegsfürsorge vom Großherzivg mll dem Ehrenzeichen stir Kriegst fürsorge ausgezeichnet. — Musketier W. Bink, welcher als »ermißt gemeldet wurde, beftndet sich nach Mitteilung an seine! Eltern in russischer Gefangeiischaft. $ Steinheim bei pnnqen, 28. Sept. Musketier Christian Emnrerich, der seit den Kämpfen am 7.18. August als vermißt geineldet wurde, hat sich jetzt aus russischer Gefangenschaft zur Freude seiner Angehörigen gemeldet. Er schrieb vom Transport. * Trais-Horloff, 28. Sept. Der Gutspächter Hugo I a c o b i von Utphe hat nahezu 100 Morgen mit Raps ausgestellt. Einige hiesige und Landwirte der Umgeqend haben auch »Dölp'l" geiät. Die rohen Kartoffelpfannkuchen, die man nur noch ans der Erinnerung kennt, können nächstes Jahr wieder aufgetischt werden. Auch den Imkern dürsten die Rapsselder recht willkonimen sein. — Die Baggerarbeiten gehen rüstig vorwärts. Einen großen Teil des aufgefüllten Bodens hatte der Gutspächter Jacobi voin Hofgut Utphe mit Weizen ausgestellt. Er erzielte eine gute Ernte. Kreis Büdingen. z. Nidda, 27. Sept. Ein großes Schad-enfeü er Lntstand auf dSm' benachbarten Guts Hof Oberdcmernheim. Zwei vollgeftiMe Feldscheunen mll Inhalt fielen bmt verheerenden Elemente zu nt Opfer. In der einen befand sich das Stroh letzthin gcörsscheneut Getreides, während in der anderen der Wleizen von 60 Morgen! d - Ausdrusches harrte. Eine Anzahl landwirtschaftlicher Maschinen würbe zerstört In der Tenne lvarteten 300 Ztr. ver-, sandtbereite Kartoffeln des Verladcns. Sie sind vollständig gckbraten. Ter Schaden ist groß, allerdings durch Versicherung zun, großen! Teil gedeckt. lieber die Entstehung des Brandes verlautet nichts. Man vermutet Brmidstiftung, da die Scheunen ziemlich absellS stehen und der Brand nach 10 Uhr abeirds ausdrach. Me Wehren tvtt “ItaitmtbrnnL Mu GM. intb Wbi» konnten sich imr eu Schutz brr eigentlichen Hvsgebänve beschränken, imb n»ch in der Nacht tvieder ad. Kreis Alsfeld. Uv- Ruppertenrod, 28. Serst. Del! Heldentod fürs Vater- sarrd Tw* rteäer erlitten der^ MMketier Otto Schmidt von hier. v2*fei*it üjbcr ein Ialvr im Felde stehend, bat er die Jmrioffensioci der Russen an der Rigvsrvnl mitgemacht. Jetzt traf ihn eine Kugel ^M-nds 11 Uhr lx-nn Stellungsbau mitten in die Brust. Der Ge faklene NArr mit der Hessischen Tapferkeit^mrdaille ausgezeichnet. Sein Kompagniefitckrer bedatiort in ilmr einen lieben Kameraden, der treu seine Pflicht erfüllte. up. A»-dem Ohmtal, 28. Setzt. Die Grummleterntc ist beendigt. Sie hat zuletzt noch eine ausgezeichnete Qualität er- qEtzen und damit das rvrtrefflickie Futterergebnis dieses Jahres zu tiatm ungewöhnlich reichen gemacht. Mit ganz anderen Aussichten Mr den Winter- tritt der Landmirt diesem entgegen als inr vorigen ^chre. Für Viehzucht und Milchwirtlchaft sind mitlstn die besten Kvrbedingungen gegeben. Von allen landwirtschrfttichen Produkten sind mn die Kartoffeln hier nicht gilt gediehen, die anderen Hart- gewächlse dagegerr vollkommen. Kreis Lauterbach. la. 2 aut erb öcf), 28. Sept. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse eröieft Gefreiter Philipp Hansel ans Dirlammen, Landw.-Jns - ^gt. Nr. 116. I». Uetzhausen, 28. Sept. Aus dem Felde der Ehre fiel Ersatz-Reservist Valentin Nitz. Res-Jnf.-Regt. 87. la. Nieder-Stoll, 28. Sept. Für das Vaterland fiel Musketier Konrad Fischer. Res.-Jns.-Regtment 88. Wenige Tage zuvor hatte er die (hessische Tapserkeilsmedaille erhalten. - Musketier Jakob Weber, Res.-Jni.-Regt. 223, der seil einigen Wochen vermißt wurde, hat nunmehr aus russischer Gefangen- sckast geschrieben. Er liegt verwundet in einem Hospital in Moskau. Kreis Schotten. £». Laubach , 28. Sept. llnterosfizier Heinr. O e ch l e r im Jni.-Rgt. 163 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. up. Stumpertenrod, 28. Sept. Auf Veranlassung des hiesigen Pfarrers G l o ck sind aus Ofsenbach a. M. 25 Schulkinder in diesige landwirtscliaftliche Familien aufgenonrmen worden, um während ihren .Herbstferien Erholung und Stärkung zu finden. Die herzliche Aufnahme der Kinder in den beteiligten. Familien im Der ein miit der gesunden Gelnrgsbuft unserer Gegend läßt den vollen Erfolg des ländlichen Ausentlwltes der- Kinder erwarten. r. Ober-Lais, 28. Sept. Für den am 20. Juli gefallenen Krieger Friedrich Fritz, Sohn des Landwirts Karl F ritz, fand am letzten Somrtag in der Kirche zu Unter-Lais in der üblichen Weise eine Gederrkfeier statt. Der Otts geistliche gedackste des Gefallenen, der an schweren Kämpfen irr Rußland, Serbien vrrd Frankreich, Mo er vor Verdun den Heldentod erlitt, teil- genonrmen hat. Fritz ist das zehnte Kriegsopfer in unserer Gemeinde. Ar diesem zehnten Toten ist in diesen Tagen ein weiterer hmMgekommen. An den Folgen einer am 18. d. Mts. crlml- teneir schweren Benvmrdung starb am 20. Septencker in einem Feldlazarett der Sanitätssoldat Gustav S chneid e r von der Leib Kompagnie Jnfanterie-Rechmertts 116. Er hinterläßt eine Frau mit drei unversorgten Kindern. — In Gefangenschaft befinden -sich aus unserer Gemeinde jetzt fünf Krieger, davon drei in Rußland und ie einer in Frankreichs und England. = Ulrichstein, 27. Sept. Welche schweren Wunden der Mrieg nieder in unserer Gemeinde geschlagen hat, zeigt die Gedächtnisfeier, die in der Kirche am vergangenen Sonntag gehalten tmrrde. Zwei im schönsten und blühendsten Alter stellende Krieger harten den Ehrentod in den letzten heftigsten Kämpfen im Westen gebenden. Es waren dies der Vänskttier Giesel und der Unteroffizier und Osfizicrsaspirartt Arnold Vogler, der älteste Sohn des Pachters vom nahgelogenen Selgenhof. Giesel war 21 Jahre, Vogler 22 Jahre alt. Bögler hatte noch seinen Eltern mitteilen können, daß er den 20. August in Heimaturlaub fahren dürfe. Doch sein Wunsch und Freude sollte ihm nicht erfüllt werden: denn 3 Tage vorlwr. ent 17. August, traf ihn das feindliche Blei. Alle disber stattgefundenen Gedächtnisfeiern waren durch die schönen Musikvorträge des hiesigen Gesangvereins- und Musikvereinsdiri- gertten Appel, sowie seines Sohnes Rudolf verschönert worden. Da aber letzterer zum Heeresdienst einberusen wurde, fiel der musikalische Dell diesmal tveg. tvas die Anwesenden nur ungern mißten. Der Orcksgeistliche Pfarrer Hellwig hielt die Gedaclstnisrede für die bÄden so früh gefallenen hoffirungsdollen jungen Leute. - Vergangenen Dienstag wurde der Herbstinarkt hier abgehalten. Es fand nur ein Krämermarkt statt. ß-a. Wetterseld, 28. Sept. Der Unteroffizier Wilhelm Neuß von hier. Lehrer in Sickendorf, Inhaber des Eisernen Kreuzes, ist nach 25monatiger Pstichterfüllung im Felde am lb. September in den Kämpfen an der Somme den Heldentod fürs Vaterland gestorben. Neuß war ein allseits beliebter Lehrer und Mensch, dessen frühen Tod viele allsrichtig bedauern. ---- Aus dem oberen Vogelsberg, 27. Sept.. Wie schon von verschiedenen Seiten des Vogelsberges mitgeteilt wurde, ist die Getreideernte fast zum Mschttiß gelairgt. Diese Tatsache läßt sicki mm besonders aber vom oberen Teile des Gebirges nicht behaupten. Wer die Täler durchschreitet und die Höhen überklettett, nürd nocl) zur Genüge Fruchtäcker erblicken, auf denen der Hafer' noch fast rn grünem Zustande steht: nicht viel besser und günstiger steht es mit dem Weizen. An anderen Stellen, die geschützter liegen, sind beide Getteideatten zum Teil sckwn geschnitten. An düsen Verzögerungen in der Ernte ist die diesjährige, meist vögnerische Witterung schuld. Kein Tag geht vorüber, an dem. nicht einmal eni kräftiger Regen moder geht. Nun haben aber die beiden letzten Tage besseres, fast sommerähnliches Wetter gebracht und mit Riesenschritten schreitet die Arbeit voran. Es ivird Frucht abgemäht, gebunden, heimgefahren. ' Unausgenutzt läßt man diese prächtigen Tage nicht verstreichen. Das Gras zur GrumMeternte, das fast die Länge imd Güte des HeUgrases erlangt l>at, wird bereits abgemäht. Die Menge und Qualität des diesjalnigen Grummets steht dem Heu mir wenig nach. Wo soll der Landmann diese Vorräte alle nnterbringen? Diese Frage stellt sich gar mancher Landwirt. Soll doä) auch rroch die Frucht unter Dack) gelmackst nxntzen. In diesem J^chre nürd es scküver halten, da die ®etrciiK v rntr4t gute Erttlige liefern. Letzteres ist besonders bei bem Hafer, Weizen und der Gerste der' Fall. Die Spätfinckossttti lwben imter der dauernd nassen Witterung mr Fäulnis gelitten. Trc>tzdem l«fft inan noch auf eine ziemlich reiche Ernte. Von den Obstsorten, die im Vogels l^erge. angebant werden, liefern die Zivetfrli-enbäume die reichsten Erträge. Da dre Zwetschen irr grrrßen Rreriipm vorkonrnnm, so 1»t das Ottvßf^r^vgliche >breisaml Sckwtten die Höchstpreise für den Zentner Zwetsclren auf 6 be;w. 8 Mk. festgesetzt. Dadurch wird den ärurercrr Schichten der Bevölkerung möiMI, (Mn-rckst, für nicht allzalviel Geld Honig oder Latwer;w in ei einem Feldattillerie-Rcgiment in Flandern, lmrrde das Eiserne fttcw twietjen. — Der Kulturtechniker Mattke bei Großlb. Kulturinspektion Friedberg erhielt das Eiserne Kreuz. Der Techniker Kaiser bei genannter Behörde erhielt das Bulgarische Tapsnckeitskreuz. Es sind mm 5 Beamte dieser Behörde im Besitze von Ktte ge- «lsznchnungen. — Ten Heldentod fürs - Vaterland starb der 21jährige Karl Brack, Sohn des Schriftsetzers Leonhard Brack. . Q Bad-Ran beim. 28. L>ept. Dre im Reserve-Lazarett tätigen Sckrwestern Amri Kissel, Lissi Mobbe, Helene Müller, Anna Beck, Margarete Lampert, Elisabeth Osterfeld, Margarete Gerbert, Elisabeth Bock, Anni Krüber, Hanna M ö ck e l. Elisabeth P v v pc , Olga Po dl e ck umrden mit dem Militär-Saurtätskveuz ausgezeick»ret. — Der 50fähngen Zn gebürigkeit BadDAuheims zum Großlrerzogtnm Hessen gedachte Bürgermeister Tr. Kahser in einer kurzen Ansprache rm Sitzungssaal des Stadthauses. Bnä. Bad- R a n b e i m , 28. Ein kleines Schadenfeuer entstand in der Nackt vom 25. zum 26. Sv'pt. auf dem m der Gemarkung Ober Mörlen liegenden Gutshvf „Hasselheck" wo das Brennbaus in Brand geraten war. Da die zuständige Ober- Mörler Feuerwehr ausblicb, rief der Besitzer der „Hasselheck" du Bad'Naubcimer Wehr um Hilfe an, die mit zehn Mann abrückte und den Brand mit Unterstützung des Gutspersonals balb ablöschte. Der Dachstuhl des Gebäudes wurde vernichtet: werteres Umsichgreifen des Feuers wurde verhütet. oa. Ober- Wöllstadt, 28. Sept. Dem Grenadier Theodor Gondolf. Solm unseres früheren Bürgermeisters, im ersten Garde-Reserve-Regiment, ivurde die Hessische Tapferkeits- medaille verliehen. Hessen-Nassau. ra ÄuS dem Biebertal. 28. Sept. Die Vorwoche stand im Zeichen der Obstversteigernngen, wie überall, so zeigte sich auch hier rege Kauflust. Während bei dem Schnuller Hofgut und an der Kreisstraße die Preise angemessen zu nennen waren, wurde das Gemeindeobst Nodheün Verhältnis, näßig teuer bezahlt. Be, Lokalsorten stellte sich der Baum wiederholt ans 50 Mark, ein Privatmann erzielte sogar 82 Mark für einen Älpselbaum. Die Zufuhr von Zwetichen nach Station Abendstern ist fortgesetzt sehr rege, setzt erst sind diese begehrten Früchte vollständig zur Reife gelangt.^ ^ E in r o t h . 28. Sept Pfarrer Wilhelm Nassauer ist ans seinen Wunsch nach Dautphe versetzt. — Frankfurt a. M., 27. Sept. Der Bezirksverein Sacksen- haufen beschloß, von einer Beteiligung an den bevorstehenden Stadtverordnete «wählen abzusehen, wenn sie im Zeichen des Burgfriedens vollzogen werden. Die für die Wahlen vorgesehenen Mittel finden für Kriegswohlfahrtszmecke Verwendung. Vevtnrscbtes. Eisenbahnunglück bei Marseille. Bern, 27. Sept. (W.T.B. Nicbtanttlich.) Laut einer Meldun des „Eckw de Paris" fand bei Marseille ein Eisenbahnunglück stat Zwei Güterzüge stießen zusammen; 12 Waggons entgleisten. Da Unglück forderte drei Opfer. Nir^versttäts-Ncrehkichten. — Frankfurt a. 'Di., 27. Sept. Der Kultusminister hat für den neuerrichteten Lehrstuhl für Pädagogik an der philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt den Stadrrat Prof Dr. Ziehen als Professor beim König in Vorschlag gebracht. Er er- jucht den Magistrat, die Wahl eines Nachfolgers von Dr. Ziehen halb vorzunehmen. eitrage. Wertere Befehle verlneteir das unnütze Spaznwengeckeü ans den Straßen, welche nur als Wege zu den Arbeitsstätten bemrtzt lverden dürfen. Sogar das Stehenbleiben vor Scksaufenstern ist verboten. Nach zuverlässigen Bericksten loird im Piolizeidcpartement eine Liste von Personen ausgearbeitet, die aus der Hauptstadt ausgewiesen werden sollen, darunter befindet sick^ der Rttakteur des „Adeveriü", Mille, sowie alle, die bisher unter den schlimmsten Kriegshetzern waren, wie Oberst Maniescu. Offenbar fürchtet die Negienurg den angedrohten geivaltsameir Ministersttwz. Der spanische Gesandte in Rom. Haag, 28. Sept. Die „Tiines^ melden aus Rom, daß der dortige spanische Gesandle rtnerwartet nach Madrid zurückberufen! umrde. Sein Nachfolger sei der Aargiris T>illa Orubia, der srirhere Botschafter in Wien, Paris und London. Amtlicher Teil. Bekanntnrachnng. B c t r.: Behandlung von Zurückstellungs-, Bersehungs- und Beurlanbungsgesuchen. Es häufen sich in letzter Zeit die Fülle, das; beim stellvertretenden Generalkommando 18. Armeekorps und bei den Ersatztruppenteilen Zurückstellungs-, BersetzungS» und Beurlaubungsgesuche cingehrn, die nicht entsprechend den erlassenen Vorschriften bearbeitet sind. Es wird hiermit erneut darauf hingewiesen, dah die Gesuche bei dem Unterzeichneten einzureichen sind. Gießen, den 26.September 1916. Der Zivilvorjitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen. I. V.l .Hem werde. hast D« Geleßerchett, Dir die Vorteile der Kriegsanleihe zu sichern: billigen Erwerb, hohen Zinsengenuß, größte Sicherheit, bequeme Gmzahllmgechedingnngen, keine Nebenunkosten. Schluß: Donnerstag, den S. Oktober mittags -1 Llhr Tel. 2077 L i c h t s p i e I h a u s BatmlioTstr .34 Dienstag abend verschied nach längerem Leiden unser Von Samstag, Kar 3 Tage! den 30. September, bis inkl. 2. Oktober. Kar 3 treusorgender Vater und Schwiegervater Georg 1 Möhl Weissbindermeister. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen (Bahnhofstrasse 26), den 28. September 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 29. September, nachmittags 4 Uhr, von dem Portale des Neuen Friedhofs aus statt. 6963 In jeder Vorstellnng persönliches Ada t^elka Tag«! Auftreten von der beliebsten und bekanntesten Berliner Filmschauspielerin in ihrem heitere Filmsketsch in 3 Akten Mamma hat es gewollt Entzückendes Lustspiel in Feldgrau. Grosses Orchester. Beginn der Vorstellung wochentags nachmittags 5 und abends 8 Uhr. Sonntags nachmittags 3, o^Wind abends 8 Uhr. [6983a ^Eintrittspreise: III. PL 50 Pkg.. II. PL 75 Pfg.. I. Platz 1.00 Mk. Loge 1.50 Mk. 1 XUUJULXJJULAUJJUXP T jjjj j jv öz ttxiXAUjjuajMxxjUL imim a5 cB 555 E 5 5BB in schwarz und farbig für Blasen, Kleidern Unffp und l»«»a 0 lu IIG Kleider-Aospotz - ■ Meter von 2.51) bis 10.00 Mark in 15 verschied. Qualitäten u. zirka 200Farben Musler a. Auswahl bereitwilligst. flJ Todehaus Qa/omoru öiexseri Schulst rode m Den Heldentod fürs Vaterland starb am 20. Sept. unser hoffnungsvoller, herzensguter Sohn, Bruder, Enkel und Neffe sturi. agr. Albert Leonhard Gefreiter im Leibgarde-Infanterie-Regiment 115, 7. Komp. 012217] In tiefem Schmerz Familie Leonhard. Giessen (Bahnhofs tr. 18), den 27. Sept. 1916. Man bittet von Beileidsbesuchen abzusehen. Wacf) langer Ungewißheit erhielten wir die traurige Nachricht, daß auch mein zweiter, lieber, unvergeßlicher Sohn, unser Bruder, Schwager und Onkel Karl Fink im Alter von 23 Jahren am 27. Februar 1916 den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. 012195 Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Äath. Fink Ww. nebst Kindern. Gießen (Krosdorfer Str. 51). 27. Sept. 1916. Gafe Ernst Ludwig Heute (4794 KÜNSTLER-KONZERT Konsumverein Giessen u. Ifang. JE. G. m. b. H. Sonntag. 1. Oktober 1916, nachmittags 3 Ubr General-Versammlung im Saale dcS (tzewcrkichastSbauses, Schanzenstrabe. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Beschluhfassung über die Verteilung des Reingewinns. 3. Erwerbung eines Grund,tücks. 4. ErgänzungSwahl des Vorstandes. 5. Er- ganzungswahl des Aufsichtsrates und Wahl der Stellvertreter. 6. Anträge. Anträge sind spätestens bis 27. September schriftlich einzureichen. [6788 _ Für den Aufsichtsra t: Vetters. StocincncrMernnpöereiii Gießen. Tic verehrliche Mitglieder, welche noch nicht im Besitz von Vcreinssatzungen sind, werden ersucht, dieses bis zum 3. Oktober bet dem Schriftführer. Herrn Becker anmelden zu wollen, alsdann werden dieselben gegen Zahlung von 20 Pfennig zuge,teilt werden. 6981V Der Borstand. Todes-Anzeige. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige tieferschütternde Nachricht, dass unser lieber, guter, einziger, unvergesslicher, hoffnungsvoller Sohn, mein einziger, herzensguter, unvergesslicher Bruder Georg Hofmann Musketier im aktiven Inf.-Regt. 116, 12. Kompagnie im 26. Lebensjahre am 14. September 1916 im barten Kampfe sein Leben lassen musste. 01,197 T • n m In tiefer Trauer: Peter Hofmann und Frau Emma Hofmann. Giessen, Grabenstrasse 4, den 27. September 1916. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, insbesondere auch für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Kimilie Wilh. 6d)l«n&eiffr. Heuchelheim, 27. September 1916. Reparaturen an Schreibmaschinen aller Systeme führen in eigner Spezial-Werkstätte gewissenhaft aus. Ersatzmaschinen stehen zur Verfügung. [6135 Franz Vogt & Co., Giessen Goethestr .ße 32. Fernruf 2064. Städtischer Seefischmarkt. ,.?""«cpstag, den 28. September 1916, nachmittags 3 Uhr beginnend, in den Marktlauben. ^.Lum verkauf kommen nur bette frischste Seefische Schellftsch, Kabeltau, Schollen. Bratnsch zu Selbstkosten der «tadt. 6979B V erloren Mittwoch nachm, gegen 5 Uhr auf dem Wege Neuen Vaue—Süd-Anlage, im weiften Umschläge 1500 Mk. III.^Dentiche Kriegsanleihe nebst Zinsscheiuen i sowie 135 Mk. in Patncrgeld. L™ obige Werte auf dem Polizeiamt abgibt, erhält 200 Mark StNderlohn. 012231 B a nd±? n fL AU ** 9t fle ‘ 3Uf dem FeWe d6r Ehre °°'» lieber Alfred Mahr (stud. theol., x) Fi&hnrich im Infanterie-Regiment 118 . Auch sein Andenken wird uns heilig sein. Die Giesser Burschenschaft im A.D.B. Arminia und ihr Altherrnbund 1- A.: Prof. Dr. T o d t. Darmstadt, 25. September 1916. I6955D Versuchen Sie mein vorzügliches, ohne Ersatz- = Chemikalien hergestelltes == «5 Backpulver ^ und Sie werden nur dieses weiter gebrauchen. Mediz.-Drogerie zum Kreuzplatz Krenznlatz 9. 6975a jsanleihe. Der Zeichnungspreis beträgt: für die 4V 2 % Reichsschatzanweisnngen 95 %, für die 5% Bei chsan leihe, wenn Stücke verlangt werden, 9S°/ 0 , wenn Eintragung in das Reichsschuldbuch mit Sperre bis 15. Okt. 1917 beantragt wird, 97,80»/,. - Anmeldungen nehme ich bis Donnerstarr den 5. Oktober 1916, mittags 1 Uhr, entgegen. Phil. Jockel ßaukgeschätt Grünfoerg i.HL in schwerster Qualitätsware liefert prompt und billigst Effli! PiStOr Nachfolger Holländische Blumenzwiebeln Hyazinthen für Gläser, Töpfe und Jreiland ^ 1 t f tl * tt einfache und gefüllte in ^allen Farben Narzissen, Croeus Scilla, Schneeglöcklein empfiehlt in schönen Zwiebeln Heinr. Hahn, SamkiikiWUlM Neustadt 8. Oln Bezugschein! Samte, Plüsch, Seidenstoffe in Schwarz und vielen Farben! 6811a Astrachan, Krimmer noch reichhaltiges Lager. ^JJTodehaus Qalomon . ßiessen Schulst roß*