Nr. 226 Srfte; Blatt Der GfefpaeY Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiebenerZainllienblätter; zweimal wöchcill.Nreir- blallsiirdenrlreis Sietzen (Dienstag und Freitag): zweirnal monatl. landwirtschaftliche Zeilsragen Fernsprech - Älnschlusse: fürdieSchristleilnng113 Verlag,Geschäitsstelleöl Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieden. Annahme von Anzeigen für die Tagesmnrnuer bis zum Abend vorher. (bb. Jahrgang Dienstag, 21. September (9(0 enera!-Anzeiger für Oberhessen Rotoflonsftrud uni» Verlag der vrühi'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschästrstelle und Druckerei: Schulftr. 7. <5 e h u a ö j monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Aik.2.^5 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallöPf., allslv. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Vera,:twortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. GoeK; für Stadl und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz: für den Anzeigenteil: H, Beck, sämtlich in Gießen Neue ArtiAerievorbereitung au der Somme. Erfolgreiche Nümpse in der vobrudscha. (WTB.) Großes Hauptquartier. 25. Sept (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. FrontdesGeneralfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Der gewaltige Artilleriekampf zwischen Ancre und Somme dauert an. Feindliche Teilvorstötze gegen den Atz schnitt Combles—Raneourt und bei Bouchnvesnes mih langen. Front des Deutschen Kronprinzen. Am 23. September wurden am Werk Thiaumon schwächliche, gestern nordöstlich der Feste Souville starke französische Handgranatenangriffe abgewiesen. * In zahlreichen Lustkämpfen des gestrigen Tages haben wir neu n F lu gz e u g e ab g esch o ss e n, unsere Abwehrgeschütze holten in den letzten Tagen vier Flieger herunter. Durch feindlichen Bombenabwurf auf Lens wurden sechs Bürger getötet, achtundzwanzig schwer verletzt. Einem Fliegerangriff auf die Gegend von Essen fiel gestern nachmittag ein Kind zum Opfer, andere wurden verletzt. Der Sachschaden ist bedeutungslos. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die am 23. September durch sofortigen Gegenstoß wieder eroberte Stellung bei Manajow wurde gegen erneute starke russische Angriffe behauptet. Front des Generals der'Kavallerie Erzherzog Karl. Zwischen der Z l o t a L i p a und der N a j a r o w k a hoben die Nüssen vergebens die Stellungen der türkischen Truppen angegriffen. Cingedrungene Teile wurden durch Gegenstoß geworfen. Einhundert'zweiundvierzig Gefangene wurden eingebracht. Im Ludowa-Abschnitt (Karpathen) sind abermals russische Angriffe abgeschlagen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Rumänische Vorstöße zwischen dem Szurduk und Vulkan-Paß sind gescheitert. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeld marschalls von Mackensen. Für die verbündeten Truppen erfolgreiche Kämpfe südlich der Linie Cobaöinu-Topraisar. Die F e st u n g B u k a r e st wurde durch e i n e s u n - serer Luftschiffe bombardiert. Mazedonische Front. Am 23. September kleine Gefechte bei F l o r i n a. Wiederholte starke serbische Angriffe gegen den Kajmakcalan sind zusammengebrochen. An der Struma wurden in breiter Front vorgchende schwächere englische Abteilungen ab- gewiesen. Der erste Generalquartiermeister L u d e n d o r f f. In den letzten Tagen hatten die englisch-französischen Angriffe wegen deA trüben Wetters abgeflaut, aber der heutige amtliche deutsche Bericht bereitet uns auf neue heftige Kämpfe vor. Denn der Feind hat, wie Ludendorff sich aus drückt, einen „gewaltiger: Artilleriekampf" zwischen Ancre und Somme wieder aufgenommen. Wir brauchen darum! keine großen Besorgnisse zu hegen, denn eben wird irr der Presse eine Unterredung des Kronprinzen vor: Bayern, der bekanntlich auf dem nordwestlichen Kriegsschauplatz das Oberkommando hat, mit dem Berliner Vertreter der Hearst- dlätter, William BaYard Hale, veröffentlicht, woraus »vir die beste Zuversicht schöpfen dürfen. Der bayerische Kronprinz sprach sich sehr optimistisch über die Aussichten unserer Verteidigung inr Westen aus, so daß die Londoner Zens»r diese Unterredung aanz unterdrückte. Herr Hale hat nun seinen Bericht über den Besuch im Hauptquartier des Feldmarschalls auf drahtlosem Wege nach Amerika geschickt. Wir entnehmen seinen Darlegungen folgende wesentliche Stellen: Ja, sagte der Prinz in tiefem Ernst, Sonntag, Montag und Dienstag, die Tage, deren tragische Kampftätigkeit Sie so glücklich und unglücklich waren, mitzu erbeben, haben bisher den Gipfel der letzten verzweifelten Anstrengung der Entente zur Erzwingung 'unserer Stellung bezeichnet. Meine Offiziere haben Auen Mitgeteilt, oder werden Ihnen »roch das Ergebnis, wie wir es auf dieser Seite ansehen, Mitteilen. Unsere Verluste an Gelände kann man ans der Karte mit der Lupe erkennen. Ihre B e r l u st e an etwas viel Wertvollerem, an Menschenleben, waren geradezu tun geh eu erlich. Reichlich und in barer Münze haben sie für wdeic Fußbreit Boden bezahlen 'müssen, den wir ihnen verkauft yaben^Zn demselben Preise können sie so viel haben wie sie wollen. Mr Rutschen sind vollkommen imstande die Lücken in unseren Rerheil aufzufüllen. Wir haben eine Reserve ai: geschulten Offi- zieverr und ausgebilbeten Mannschaften, die rroch nicht in Anspruch tzerromimen worden ist. Wir sind nicht wie die Generäle der Entente genötigt, unfertige und unausge bildete Rekruten in die ergenllrche Kampffront zu »verfem Ob dies der letzte Versuch gewesen fein wird, können wir Nicht tmiieit. War haben als Dtaß ihrer Kraft ihre Hocli'-- leistung angenommen Und sind auf alles vorbereitet, was sie unternehmen können. Im Interesse Tausender, die in einem ' neuen Angriff vergeblich hingeschlachtet werden würden, hoffen, wir, daß sie daraus gelernt haben. Soweit es unser Vaterland) angdht, so ist es uns gleich: wir sind fogdr geneigt, weitere Torheiten, die sie begehen sollten, zu begrüßen. Während der letzten Woche haben Sie unsere Front gesehen, und ^>ie sind durch die ganze Gegend gekommen, die bis zu unserer Aasis Mrückreicht. Dabei müssen Sie die völlige Uneinnehmbar keit unserer Stellungen und unsere überreichlichen Vorkehrungen bemerkt haben. Wenn Sie eine Mitteilung von dem, was Sie gesehen haben, Ihrer: Freunder: in England znkommen lassen könne::, ,so werden Sie.vielleicht der Sache der Menschlichkeit einen Dienst erwiesen haben." Nun, die Feinde wollen ihre Stoßkraft, wie es scheint, doch noch einmal probieren. Gelingt es den Franzosen nicht, so schreibt der Berner „Bund", über B erny und Chanl- n e s Boden zu gewinnen, so werden sie vermutlich ihre Anstrengungen abermals weiter nach Süden trqgen und über Rohe vorzustoßen suchen. „Die Angriffsfront beträgt jetzt über 45 Kilometer, das ist genug, um einer großangelegten Durchbruchsschlacht als Entwicklungsraun: zu dienen, aber sehr viel, um so reichlich bestückt und besetzt zu werden, wie es die englisch-französische Heeresleitung für notwendig hält, um den Widerstand der deutschen Linien zu brechen. Auf zehn.Kilometer Frontbreite kann kein Durchbruch reifen, weil er abgequetscht wird und ein Loch von 45 Kilometer Breite kann nicht herausgeschossen werden, weil dazu statt 4000 etwa 20000 Geschütze aller Kaliber und Ersatzrohre nebst Munition für unbegrenzte Feuertätigkeit notwendig wären, von -den erforderlichen Jnsanteriemassen ganz zu schweigen. So ergibt sich zwischen Berechnung und Ausführung ein Zwiespalt, der nicht leicht zu loser ist und über dessen Bedeutung erst der Ausgang dieser furchtbaren Dauerschlacht uns belehren wird." Im O ft c n sind die neuen russischen Massenangriffe noch nicht abgeflaut. Immer noch wälzen sich die Korps B russilo w s mit Todesverachtung gegen die deutschen, türkischen und österreichischen Linien. Es fehlen, so meint das genannte neutrale Blatt, nachgerade Worte und Zahlen, um die Größe und die Verluste dieser russischen Offensive zu bezeichnen. Gelingt es den Russen nicht mehr, wie im Juni, die feindlichen Stellungen zu überfluten und nach rückwärts in Bewegung zu bringen, sondern ist der Gegnerin der Lage, operativ zu verfahren oder standzuhalten, so bleiben die Massenstürme nicht nur ergebnislos, sondern schlagen auch dem Angreifer unmittelbar zum größten Nachteil aus. Auf die Dauer erträgt keine Armee, nicht einmal die russische, eine monatelange Offensivanstrengung, die mehr und mehr auf das Jnsfeuertreibcn gewaltiger Streitermassen hinausgeht und die immer wieder aufgefüllten Korps stets aufs neue lichtet und zermürbt, ohne mehr als eine starke Belastung des Verteidigers zu erzielen. Offenbar war es Brussilow wieder darum zu tun, auf Kowel, Wladimir-Wolinski und Lemberg aus der Stochodlinie, dem Lujaabschnitt und an der Reichsstraße Zloczow-Lemberg durchznstoßen. Zugleich wurde die Front an der Zlota Lipa und Narajowska angegriffen, um dort an der Straße Tarnopol-Brzezany-Chodorow und am Dnjestr über Bolszowze-Halicz Bahn zu brechen. Nicht mit Divisionen, sondern mit zusammengefaßte:: Armeekorps ausgeführt, besaßen diese Angriffe zweifellos sehr große Kraft. Sie sind teils im Feuer zusammengebrochen, teils im Nahkampf erstickt worden und haben nur zu geringen Verschiebungen geführt. Die Pargllele zu der Offensive an der Somme drängt sich aufs neue auf. Der öfterrcichisch-unqarrsche Tagesbericht. Wien, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. September (916. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Zwischen dem Szurduk- und dem Vulkan-Paß wurden rumänische Vorstöße abgewiesen. An der siebenbürgischen Ostfront herrschte lebhaftere Gefechtstätigkeit. Heeresfront des Generalsder Kavallerie Erzherzog Karl. Nördlich und östlich von Kirlibaba stehender Kampf. Im Ludowa-Gebiet griffen die Russen abermals vergeblich an. Nordöstlich von Lipuica Dolna stürmte der Feind gegen die Stellungen der türkischen Truppen. Er wurde überall zurückgeworfen, in einem Abschnitt durch Gegenangriff. HeercsfrontdesGencralfeldlnarschalls Prinzen Leopold v o n Bayern. Die Russen versuchten gestern abend neuerlich, nördlich von Perepelniki durchzudringen. Ihre Anstrengungen blieben ergebnislos. Ihre Verluste sind schwer. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Feuertätigkeit des Feindes an der küstenländischen Front war nachmittags in einzelnen Abschnitten lebhafter. Nachts überflog ein Luftschiff unsere Linien und warf in der Gegerw von Comen einige Bomben ab, ohne Schaden anzurichten. An der Front der Fassaner Alpen griffen zwei Alpini-Bataillone in der Dunke.'h it d u ^ b'chnitt Gardinal T^i'ua Busa Alta an. den die feindliche Artillerie unter- hatte. Die Italiener wurden nach er. vlttertem Nahlampr blutig abgewiesen. Auch gegen die Kor eella di Coldose versuchten feindliche Gruppen vorwärts zu kommen. 52 Ätpinl, darunter ein Offizier, fielen hier in Gefangenschaft. Am Monte Simone befinden sich ver schüttete, noch lebende Italiener in den Kavernen. 24 ver UH. zu befreien und ergaben sich. Die übrigen rufen um vrlfe, dle ihnen aber wegen des Feuers ihrer Ar ttllerre bisher nicht gewährt werden konnte und von der A nähme eines dem Feinde aus Gründen der Menschlich-eit o; gebotenen örtlichen Waffenstillstandes abhüngt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. u. k. Truppen nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Luftangriff auf England. ^ London, 24. Sept. (WTB. Amtlich.). Eine um 5 Ubr 20 Minuten nachmittags ansgegebene Verlautbarung besagt: Die letzten Berichte zeigerr, baß wahrscheinlich nicht wehr.als zwölf Luftschiffen»: ben: Angriffe leilnahmen. Die polizeilichen richte aus der Provinz geben an, daß der angerichtete Schaben nur leicht sei, immerhin ist auf eine Stabt des östlichen Midlands eine Anzahl Bomben geworfen worden; zwei Personen wurden getötet, elf verletzt. Es wird befürchtet, daß rroch zwei Tote unter einigen Trümmern der Stadt liegen. Am Bahnhof ist einiger Schaden angerichtet worden. Ungefähr ein Dutzend Häuser und Schuppen wurden entweder zerstört oder beschädigt, eine Kapelle und ein Warenhaus m Brand gesetzt. Außer diesen sind keine Todesfälle außerhalb des Gebietes der Hauptstadt gemeldet. Obgleich sehr viele' Bomben unterschiedslos über die besuchten Bezirke abgeworfen sind, ist der Sachschaden unbedeutend. «Eine große Anzahl Bomben ist ins Meer oder ans offenes Gelände gefallen. Im Bezirk der Hauptstadt sind 17 Männer, 8 Frauen, 3 Kinder getötet, 45 Wärmer, 37 Frauen und 17 Kinder verletzt; eine beträchtliche Anzahl kleiner Wohnhäuser und Schuppen wurden zerstört oder beschädigt, eine Anzahl von Bränden wurden verursacht, zwei Fabriken erhielten Beschädigungen, einige Eiscnbahngnterwagen sind zerstört, an zwei Stellen tvurden die «Eisenbahnlien leicht beschädigt. Berichte über militärische Schäden sind nicht eingegangen. Amsterdam, 25. Sept. (WTB.) Nach dem sehr unklaren, h:er vorliegenden Telegramm« Mer das Abschießen der zwei Luftschiffe scheinen beide Luftschiffe in Essex verunglückt zu lein. Der Kommandant des einen, dessen Besatzung umkam, hatte keine Brarrdnninden, Man glaubt, daß er aus der Gondel stürzte. Korrespondenten aus verschiedenen Orter: zwischer: Lorwou Unid der Küste schilderr: den Untergang des einen Luftschiffes, der sich gegen 1 Uhr nwrgens ereignete. Der Donner der Abwehr - kanonen lockte die Menschen aus der: Häusern. Die Leute stellten sich an Punkten auf, vor: wo sie die nach Osten fahrenden, von Scheinwerfern beleuchteten Luftschiffe sehen konnten. Das Geschützfeuer hörte um 12 Uhr 30 Mniutlyr auf. Es folgte trete} Stille, dann sah man aiU Himmel einen roten Funken und wie über die Oberseite des Luftschiffes Flammien liefen. Das Luftschiff ivurde zu einem einzigen riesigen Feuerball, richtete sich senkrecht auf und schlug mit der Spitze noch vorn zu Boden. Bon anderer Seite wird gemeldet: Als die Kanonen das Feuer eröffneten, warf die Besatzung die noch übrig gebliebenen Bomben ab. Ungefähr 50 fielen auf das Feld bei einem Dorfe, richtete^ aber, bis auf einige zerbrochene Fensterschieiber: keinen Schaden an. Eine Gondel blieb in den Bäumen hängen. Der Rest des Luftschiffes liegt auf Idem Felde. Tie Feuerwehrleute löschten die brennender: Trümmer. Ern anderer .Korrespondent teilt mit, daß man eines der beider: Luftschiffe hüflos Herumschweben sah, rrnd daß es endlich aus das Feld niederkaw. Tie Besatzung vost 21 Mann hätte, als sie gefangen wurde, die Giondeln bereits verlassen. Wie „Daily News" berichtet, bemerkte man bei dem Zeppelin, dessen Bemannung gefangen wurde, daß seine Mäschinen offenbar defekt N'aren, währerrd er über >Essex flog. Aus Rotterdam wird gemeldet, daß die Besatzung eines Bata-- Vier-Dampfers, der gestern abend in Rotterdam ankam, folgendes erzählt: Ätan sah, während der Dantpfer im Londoner Dock lag, wie ein Zeppelin heruntergeschossen imirde. Das Luftschiff schien voir den Abwehrkanonen angeschossen zu sein, denn es schwebte in geringer Höhe über der Küste. Plötzlich sahen die Beobachter, daß fick über den: Zeppelin ein Flieger befarrd, der nftt einem roten Lichte Signale gab. Gleich darauf erscholl ein Knall, und der Zeppe- lir: stürzte, in Flammen gehüllt, zu Boden. Offenbar ließ der Flieger eine Bombe auf das Luftschiff falle:: und gab ihm damit den Gnadenstoß. B e r l i n, 26. Sept. Ueber die Z e r st ö r u n g e n in London, die durch den letzten Lu fts ch i s s a n g r i ff bewirkt worden sind, bringen die Blätter noch viele Einzelheiten. Ueber 160 H äu- s ie r sollen vernichtet oder beschädigt »vorder: sein. Bei Lincoln wurde eine große von der Regiennrg eingerichtete Munitionsfabrik mit Bomben geradezu überschrittet. Mehrere ärrßerst heftige Sprengschläge legten sie bald in Asche. IA m ft e r d a m, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich. Wie ans einer Meldung der „D»a i l »i M a i l" hervorgeht, »vurde das eine der beiden verunglückten Luftschiffe in einer .Höhe von etwa 300 Metern nach der See gettieben und kehrte dann! plötzlich uin. Es wurde durch die Gipfel der Bäume geschleift »md kan: schließlich zur Erde. Das Luftschiff soll von mehreren Granaten getroffen »vorder: sein. A n: st erbau:, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Tijd" wird aus London berichtet, daß die gefangen genommene Besatzung des einen der beiden herab geschossenen deutschen Luftschiffe die m i l i t ä r i s ch e n I n st r u k t i o n c i: und wichtigsten Einzelteile des Luftschiffes vernichtet oder über das Larld verstreut hake. Der- bulgarische Bericht. §£> H gc-ordnetenhauses, Dr. Sylvester, der Obmann, des deutschen National Verbandes, Dr. Groß und andere deutsch- österi'eichisch? Reichsrats- und ^Landtagsabgi?ordnete eingefunden. Tie Beratungen )>egaraten am Samstag und wurden anr Sonntag fortgesetzt. Ten Vorsitz führte abwechselnd ein veichsdeut scher und ein österreichischer Abgeordneter. Die Besprechungen umfaßten eine ganze Reihe von Angelegenheiten der jetzt im Kriege verbündeten Mächte. Ter Inhalt der Berattmgen selbst wurde aber als vertraulich erklärt. Dr. Naumann hält heute einen Vortrag über das Thema: „Ter Kampf um Mitteleuropa." Der Seekrieg. London, 25. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Zwölf Fischdampfer aus Grimbsby wurden rn der Nordsee versenkt; die Besatzungen sind gerettet. Berlin, 25. Sept. (WTB.) Der holländische Dampfer „Batavier II" der Niederländischen Dampfschiffs-Gesellschaft, mit Bannware auf der Reise von Rotterdam nach London, wurde am 24. September morgens von einem deutschen Tauchboot angehalten und nach Zeebrügge eingebracht. Unter den 38 Passagieren befanden sich vier Russen, die offenbar aus einem Gefangenenlager entwichen waren. , Kopenh a g e n , 25. Sept. (WTB.) „Nationaltidende" meldet aus Kristiania: Die Besatzung des versenkten norwegischen Schiffes „Elizabeth" berichtet, daß das Schiff an der Küste von Sardinien torpediert worden sei. Die Besatzung, bestehend aus 47 Mann, ging in die Boote und wurde nach vier Stunden von einein vorbeifahrenden Dampfer ausgenommen. „Elizabeth" war das größte S ch i f f N o r w e g e n s , sein Heimatshafen Drammen. Das Schiff war, als es torpediert wurde, mit einer Zuckerladuna nach Italien bestimmt. Der Gesamtwert des Schiffes und die Ladung werden.auf neun Millionerr Kronen veranschlagt. London, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der b r i tis ch e.Damp fer „Dresden" deren k t worden ist. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. September 1916. durch die Bulgaren. Athen, 25. Sept. (2ßTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Wie verlautet, hat die Regierung eine Note über die Gefangennahme einer griechischen Kompagnie in Florina durch die Bulgaren nach Berlin gerichtet. Ein rumänischer Offizierszug von eigenen Soldaten in die Luft gesprengt. Berlin, 25. Sept. (Priv.-Del.) Der „Berl. Lokal-Anz." rneldet aus Stockholm: In der Nähe einer Stadt au der Donau verübten kriegsnnlustige rumänische Soldaten ein furchtbares Attentat. Ein dichtbesetzter O s frzi ersz u g , der über Kronstadt zur transsylvanrschen Front sollte, lvurde durch eine Dynamitbombe in die Luft gesprengt. Von 400 reisenden Offizieren find nur sieben gänzlich unversehrt geblieben. Das zweite Ar- tlllerieregiment, welches in Jassy steht, ist stark der Begehung des Verbvechens verdächtig. Die Stimmung dies« Truppe wird als besonders ausgereizt geschildert, so daß mcm nicht einmal wagte- fie unmittelbar an die Front zu überführen. Es soll schon zu den schwersten Gehorsamsverweigerung«: gekonunen sein. Sechs Leute, darunter zwei Unteroffiziere, sind standrechtlich erschossen ivorden Seitdem verweigert das ganze Regimjent den dienstlichen Gehorsam. Eine neue MinifterkrifiS in Griechenland? Bern, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.' Wie der „Temps" berichtet, HAI man in Athen eine neue M i n ister kr i s e für unverineidlich. Um Schwierigkeiten bei der Neubildung ans dem Wege zu gehen, spricht man von der Berufung offizieller Persönlichkeiten, die nicht dem Parlament angehören. Köing Konstantin werde seinen Aufenthalt in Athen nicht weiter verlängern. Das königliche Palais sei bereits geschlossen worden. London, 25. Sept. (WTB. Nicktumtlich) „Daily News" erfahren ans Athen von gestern, daß Venizelo,s, der wiederholt ausgefordert worden sei, nach Saloniki zn kommen, be- ' schlossen hat, sich dahin zn begeben und die Leitung der revolutionär- .nationaler: Bewegung selbst in die Hand zn nehmen. Mehrere Führer der liberalen Partei sind bereits abg^reist. Berlin, 26. September. Ter griechische Ministerpräsident -Calogeropulos beschloß laut „Voss. Zeitung" die kriegs- -gerichtliche Verfolgung aller Militärpersonen, "die an der Sal o niker Revolte beteiligt sind. — Eine weitere Meldung besagt, daß das nationale Komitee an Bord des tnt Piräus angekommenen Dampfers „Chios" den Metropoliten von Drama, Agmtthengelo, einen bekannten Ententsgegner, verhaften ließ. Aufstand auf Kreta. Athen, 25. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Meuterschen Bureaus. Die Insurgenten auf Kreta beherrschen die ganze Jttset; sie besetzten Kamen, Heraklion und andere Msüenstädte. Die griechischen Behörden haben alle -Megierungsgebäude den Führern der separatistischen Bewe- .-gung ausgelresert. Man betrachtet die Insurrektion für völlig gelungen. Die kretische königliche Leibwache hat sich aufgelöst, nur elf Leute sind loyal geblieben. Die aufständische Bewegung auf .Kreta kommt nicht über- vafchend. Es war zu erwarten, daß Benftelos in seinem Heimat- brnde alles versuchen würde, um seiner Anhängerschaft die Gewalt zu sichern. Nicht minder wirkungsvoll waren die britischen Umtriebe, und das britische Geld wird hier, wie überall wohl die Hauptarbeit geleistet haben. Saloniki und Kreta sind die Hauptherde des Avffruhrs geworden, Saloniki unter dem Druck der Fremdherrschaft und Kreta aus Mangel an müicmalpotttischer Erziehung. * . * Eine Zusammenkunft reich-deutscher nnd deutsch-österreichischer Parlamentarier. Wien, 25. Sept. lWTB. Nichtamtlich.) Die „Deutsche Nachrichten" veröffentlichen folgende Mitteilung über die Zu samm-enkunft Reichsdeutscher und deutsch-öfter ichischer Parlamentarier in Salzburg: Am 23 und 24. d M. fand in Salzburg eine Zusammenkunft reichs Deutscher und deutsch-österreichischer Parlamentarier statt, be welcher eine zwanglose Aussprache über die künftige Gestaltung Der polttffchim, militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen de< Deuffchen Reiches und der österreichisch-ungarischen Monarch:! Dnolgte. Die eingehenden Verhandlungen führten zu einer voll ständigen liebereinsti-nmung über gewisse Richtlinien, durch welch eitne weitere Annäherung der befteundeten Mittelmächte bezweck werden sott. Die Tagung :var von dem Gedanken getragen, das ein militärisches und wirtschaftliches Durchhalten bis zum end gültigen Erfolge unbedingt nötig sei, wobei auch allerseits de, Ueberzeugung Ausdruck gegeben wurde, daß der Heldenmut de: weübündeten Armeen und die Opferwllligkeit der Bevölkerung in Dinterlande die sichere Gewähr für den endgültigen Sieg buten W:en, 25. Sept. lWTB. Nichtamtlich.) Dü „Deutscher Nochrußten" melden aus Salzburg: Zur Aussprache nndgegew fertigen Annäherung haben sich in .Salzburg die reichsdeutschen PoiMker ^r. Schiffer, Dr. M üller-Mei ui n g e u , Freiherr von Zedlitz, Dr. Naumann, Graf W e st a r p Sternhold Dietrich, Dr. H e r s ch e n stei n e r, Dr «ö u n ck und Oe,er, ,owie chterreichische Politiker, darunter dm ** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß-, Herzog hat dem Poftsekretär August B ö l z i n g in Groß- Bicberau das Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Ober-Briefträger Andreas Kl e i n - kauf in Ofthosen das Allgemeine lEhrenzeichen mit der Inschrift „Für laugiahrige treue Dienste" verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder fteiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog verliehen Johann Jakob Bausch 1. zu Kelsterbach. — In den Ruhestand versetzt wurde am 23. September der Gerichtsvollzieher m:t dem Amtssitze in Darmstadt Karl Wilhelm T h ü r e aus sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1916 unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gestullcheit. Gleichzeitig wurde ihm die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Phllipps des Großmütigen verliehen. In den Ruhestand versetzt wurde am 20. Septeinber 1916 der Kauzlist am Oberlairdesgericht Peter Grünewald in Darmstadt aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1916. Aus Anlaß seiner Versetzung in den Rul-eitand in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste wurde ihm das Silberne Kreuz des Verdienstordens Phllipps Des Großmütigen mit der Kvone verliehen. — T>er Großherzog hat am! 23. September den Privatdozenten an der Universität Straßburg i. Elf. Professor Dr^ phil. Paul Hartmann zum ordentlichen Professor der Kunstgeschichte an der Technffchen Hochschule zu Tarmstadt, mit Wirkung vom 1. Oktober 1916 an, ernannt. — Der Großherzog hat am 23. September d. Is. den Steuereinnehmer des Steueramts Pfungstadt, Mlll-elm Lotz, zurzell in Mainz, zum' Hauptsteueramtsasfistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz ernannt. ** Auszeichnung. Dem Unteroffizier Maxinnlian B u s ch e r, Landw.-Jnf.-Rgt. 81, 5. Komp., wohnhaft Gießen, wurde vom Großherzog von Oldenburg das Großh. Oldenburg. Friedrich-Auqust-Kreuz 2. Klasse wegen Tapferkeit vor dem Feinde verliehen. Bufcher ist bereits Inhaber des Eisernen 5lreuzes 2. Kl. ProvinzialauSsch uß. Am Samstag, den 30. September 1916, vormittags 9 Uhr, ftndet in dem Sitzungssaal des Regierungsqebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Pro- vtnzialausschusses derProvinzOberhessen mit folgender Tagesordnung statt: Verkündigung der Entscheidungen in Sachen: Konzesstonsgesuch Kgrl Reuß von Friedberg. Kartoffelvcrsorgung. Um hervvrgetrebenen Zweffelr, entgegeirzutreten, loird wiederholt darauf hiu- gewiesen, daß Kartoffeln zentnerweise sowohl von den Kartoffelhändlern wie auch von sämtlichen Landwirtennur gegen Kartoffel-Bezugsscheine abgegeben werden dürfen. Es enrpsieht such, daß diejenigen Hanshaltnn- gen, die den Bezugsschein auf weniger als die zulässige Höchstmenge von 5 Zentnern für die Persmr ausstellen, die vorgedruckte Zahl 5 durchstreichen und die von ihnen gewählte einsetzen. Bei einer Familie von 3 Köpfer:, die zwölf Zentner einlagern will, müßte der Bezugsschein in folgender Weise ausgefullt werden: Kopfzahl 3 mal 4 Zentner -- 12 Zentner, abzüglich eiaerver Ernte oder Vorrats 0 Zentner, Gesamtbedarf: Rest 12 Zentner. ** Diebstahl. Am 25. September 1916, vormittags gegen 10 Uhr, wurde von einem in den Neuen-Bäuen stehenden Milchwagen eine glanzlederne Handtasche entwendet, in der sich ein schwarzes .Kopftuch und zwei Notizbücher mit Kilndschaftsverzeichnis befarchen. Ferner an: 12. September 1916 ein schwarzgrau meliertes Schülerkapes mit Kaputze. Um sachdienliche Mitteilungen ersucht die hiesige Kriminalpolizei. ** Zur Lahn kanalisier lang. Daß der Wan der Kanalisierung der Lahn auch in der sbrisgszell ltad* Kräften gefördert wird, zeigt die in diesen Tagen vorgenvmme::e Bereisung der Lahn durch en:e Ministerialkomimssion. Tie Besichtigungsreise nahm in Gießen ihren Anfang m:d wird die Teilnehmer bis nach Lahnstein führen. Zn einer vorberellenden Besprechung hatten sich im Liinburger Hvtel „Preußischer Hof" unter Vorsitz des Minfftcrialdirektors Peters nahezu 30 .Herren, unter ihnei: Vertreter der Provinzen Hessen-Nassau und Hessen, des Lahnkanal- vereins, vom Hütten- und Bergwesen, sowie der Schwerindustrie an der Lahn eingefunden. Bei dieser Gelegei:hkit tvurden die Erfahrungen mit dem Lahnfchiffe einer Würdigung unterzogen. Wenn auch ein mdgültiger Beschluß über die Frage der Lahnkanalisierungj noch nicht gefaßt wurde, so raun doch gesagt lverden. daß der Plan eine erfteuliche Förderung erfuhr.. Im Jntcreffe der Industrie des Lahngebiets ist eine baldige Lösung der Angelegenhell sehr zu begrüßen. ** E s herbftelt. Im botanischen Garten sotvie in allen Gärtnereien rüstet man sich in den Ueberwinterimgshäusern, um die zarten Kinder der Flora unterzitbringen, die ldie rauliere Witterung des Herbstes -nicht verttagen rönne::. Ueberall auf den Feldern gilt es, den letzten Grntesegen einzubringe::, und der Pflug ist für die Aussaat des Roggens bereit gestellt. Vereinzett sah man in diesen Tagen schon die ersten Kartoffelfeuer rauchen, die Kartoffel- errtte scheint befriedigend auszusallen. Auch in mrsern Gärten inü> besonders in den 'Anlagen herbstelt es merklich, wenn auch vereinzelt Blumen mrgepflanzt sind, die jetzt rn Blüte stehen. ** Z u m Verzeichnis der P o st s ch e ck k u :: d e n bei den Poftscheckämtern im Reichsvostgebiet wird in den nächsten Tagen der 2. Nachtrag (Slanö vqn: 1. Septeinber) erscheinen; er wird den Beziehern des Hauplvec;eichnisses kostenfrei geliefert. ** I n großer Aufregung nrtuxi: gestern mittag b:ott gewarnt worden, Kinder auf der Straße ohire die Aufsicht von Erwachsenen umherlaufen zu lassen. M Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen, betreffend Durchführung der Verordnung über Gerste vom 6. Juli 1916: Absatz von Sauerkraut; Web-, Woll- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung; Schlachtverbote; Einführung von Freizngigkeitsbrotmarken; Bezngsscheinansfertigung für Web-, Wirk- und Strickwaren; Richtpreise für Geflügel; Fahrradbereifung; Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. ** Bissige Hunde a n die Leine! In den letzten Tagen werden wieder Klagen laut, daß bissige Hunde frei uncherlaufen und Schaden anrichten. Wir warnen die Besitzer solcher Hunde, da sie für den Schaden haftbar sind. Landkreis Gießen. ra. Alten-Buseck, 24. Sept. Mit der abgelaufenen Woche hat in unserem Tale die Obsternte begonnen. Sämtliche Obst-- qattungen sind diesrnal sehr begehrt; zn der Rabenauschen Versteigerung waren viele Kauflustige erschienen, ein hiesiger Bewohner erzielte für ein Obstbauingrundstück den schönen Betrag von 290 Mk. — Ueber die Ursache des Brandes, der die Scheune des Schuhmachers Vogel in der Donnerstagnacht zum Opfer fiel, fehlt bis jetzt noch jegliche Aufklärung. u. H eu che l he im, 25. Sept. Um in unseren auf dem Wmd-- t fr rer Genesung und Erholung untergebrachten Feldgrouen. nicht das Gefühl anfkommcn zu: lassen, daß sie in dieser vbstveicherr Zell d:e allein ftiefnllitterlich Bedachten seien. !>atten sich am! L-amstag lzum zweiteniiml eine Anzahl hiesiger Fllanen und Jungfrauen in an erkennen slverter Weise bereit gefunden, den derzeitigem Bewohnern des Windhofs eine reichliche bernessene Anzahl Zweffchcuv^ kuchen M bereiten, zu denen die Verwaltung das Mehl, der Garten, des Windhoss die Früchte geliefert hatte. Unsere Feldgrai^n selbst beförderten die Kuchen tzium Bäcker, und es gewÄhtte einen heitereir Anblick, als diese, jeder mit einem Kucken bewaffnet nnd jm Gcn:semarsch von und Nack) dem Wrndhof marschierten. — Wiederum forderte der Krreg mehrere Opfer au^ unserer Gemeinde. Es sind dies die Mrrskeliere Karl Rinn. Adolf Rinn und Wlllr Rens ch l i n g. Das gleiche Schicksal traf den bis zn Ausbrirch des Kr:eges hier tättgen nnd allgemein beliebten Schall verwalten: Keller, während der ebenfalls hier wirkende SchillVerwalter B x e tz schm: lange als vernnßt gilt. Als vermißt gemeldet werden auch Landsturmmanll Karl B e n n e r und Musketier Richard Sa ck. — Landsturmmann Oe streich wurde zum Unterofftzier befördert und init dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Für ihre überaus rege Tättgkeit m:f dem Kriegsfürsorgegebiet wrnde Frau Dr. H o i m a n n mit dem Elirenzeiche:: für Kriegsstirsorge bedacht. ** Langsdorf, 26. Sept. Wegen Tapferkeit vor dein Feinde in den schweren Kämpfen an der Soinme wurde den Gebrüdern Lehrern Otto Roth und Hermann Roth von Langsdorf die Lavferkeitsmedaille verliehen. Beide find bereits im Besitze des Eisernen Kreuzes. Der Leutnant Otto Roth ist heute als schwer verwundet gemeldet worden. Lollar, 25. Sept. Ersatzreservist Alwin I u g h a r d, be: Krieqsbeginn zum Jnf.-Regt. Nr. 144 einqezogen und alsdann den: r^estungslazarett Kriegsschule zu Metz als Bandagist zugeteilt, wurde mit den: Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am rot-weißen Bande ausgezeichnet. g. S t e i n b a ch, 25. Sept. Unteroffizier d. R. JaLib Gerhard von hier, in einem Landwehr-Jnfanterie-RegimenL an der West front stehend, empfing zn Arffang ds. Mts. die Hessische Tapserkeitsmedallle. Gerhard rückte Herbst 1914 im Regiment der Bischweiler (Res.-Jnf.-Regt. Nr. 222) ins Feld imrd nahm an den Kmrrpsen in Flandern, danack) an dem schweren Ringen in Polen bis Lodz teil. Mll Kopfwunde in die Heimat zirrückgekÄM, zog er nack) seiner Genesung, :mchde7n er noch einige Zeit sin Ersatz- Bataillon zu Gießen sich mit der Mannschaftsausblldung besaßt batte, zum zweiten Male ins Feld und zwar auf den tvesllichen Kriegsschauplatz. * Utphe, 25. Sept. Der Bezirksausschuß Gießen für vermißte und kriegsgefangenc Deutsche vermittelte vorgestern der Familie Friedrich Feuerbach eine Nachricht von llxrrm, in russischer Gefangenschaft vornberge^hend in Darnitza bei Kiew befindlichen Sohn Musketier Wilhelur Feuerbach. Der älteste Sohn des Friedrich Feuerbach ist seit 10. Septenrber 1914 :>ernrißt. — Der Leutnant der Reserve Lehver Otto K n e i p v wurde am 14. ds. Monats in der Sommeschlacht durch> Granatschuß in den rechten Oberschenkel verioundet. Im Oktober 1914 trirg er iüne leichte Verwundung an der ehten Hand davon. — Der Gefreite August B ä h r befiirdet sich nach einer muerlichen Mitteittrng des Roten Kreuzes von Genf in einem englischen Geftmgeillager an der Nordküste Frankreichs. * Kreis Lauterbach. *'Landenhaufen, 26. Sevt. Am 23. August 1916 starb den Heldentod fürs Vaterland auf dem westlichen Kriegsschauplatz Jost Wahl, Sohn de? Gastwirts Nikolaus Wahl von hier. Es ist dies das 19. Opfer der kleinen Genreinde. Kreis Friedberg. oa. Friedberg, 26. Sept. Den: Leutnant S e l h e t m wurde das Eiserne Kreuz verliehen. oa. Nieder-Erlenbach, 26. Sept. In hiesiger Schule wurden zur 4. und 5. Kriegsanleihe 3834 Mk. gezeichnet. — Aus der Wetterau, 26. Sept. Während in frühere:: Jahren nach der Grununeternte eine lleftre Panse einzntreten pflegte, hat man in diesem Jahr davon absehen müssen; dem: durch die :mgünstige Witterung war man mit allen Arbeiten um 14 Tage später. .So ist der Bauersmann eben am Kattofselausmachem Schon die Frühkartoffeln reichten im Ertrag nicht an die Grille des Vorjahres an: so ist es auch mit der Ernte der Spätkartoffeln. Tie Sonne scheint dm Bauer nicht aus dem Land, sagt ein altes Sprichwort. Das gilt gai^ besonders für den Kartoffelbm:. Dieser kann lcher Trocke::heit als zu große Feuchtigkeit verttagen. Besonders auf sehr schweren, sogenannten Tonbödei: entsprickft die Ernte keineswegs den Erivarttmgen. Hier und da ivaven auch die Stöcke ersöffe::, wie der Bauersmann sagt, besonders an fotcfwrrt Stellen, wo das Wasser nicht abftießen konnte. Auch sind die Knollen sehr mit Schmutz behängen. Tie beste:: Erträge liefern die selrniglvp Aecker. Tie allgemein bekannte Speisekartoffel „Jndnsttie", die überwiegend angebaut wird, liefert eine:: mittleren Ertrag. Danebatz ist man mit ,Bater Rhein" sehr zufrieden. Neben diesen Arbeitet ist man jetzt fteißig daran, die Obsternte ernzubtingen, so daß der La::dmam: eben alle Hände voll U: tun hat. Bor allem müssen die Zwctschen abgemacht werden, da sie durch das anhaltende Regenwetter aufgeplatzt sind und bereits anfangen zn faulen. Deshalb wird eben auch der Honig gekocht. Um nichts zu versäumen, wird diese Arbeit in der Nacht vorgenommen, indem die Familieirmit- glieder abwechselnd am Kessel tätig sind. Daneben .m^n>ielt es an Kesseln, well die Fabriken nicht schnell genug Kupfer-Erst:tzkessel! liefern können. Aepsel und Birnen werden m:ch gepflückt. So ist jetzt für den Bauersmann die arbeitsreichste Zeit des ganzen Jahres her ein gebrochen, eine Zeit, von denen UneingQveihte sich keinertz Begriff machen können. Starkenburg und Rheinhessen. - Wersau i.O., 25. Sept. Der 51 jährige unverheiratete Arbeiter Wllhelm Atdendorff von hier, der :urch 29jährigem Zuchthausleben im Landeszuchthaus Marie::schloß bei Butzbach vom Großherzog von Heffm: im vorigen Jahre begnadigt war und sich 'eitdem anstä:ll>ig geführt hatte, es aber nirgerchs recht aushielt, zündete bei seine,: Streifzüge:: kürzlich in der Gemarkung Aschaffenburg einen Heuhi'.ufen an. Das Wü^buvger Schwurgericht verurteilte Oldeiworff, dyc aus Berzwkifttvrg gehaichelt l)aben will, dafür zu emeut Jahr Zu ch M nu s. w Mainz, 25. -sept. (prw.-^.ei.- oiauiütioiu' nctcnoerlammlunfl bat die Beteiligung der Stadt Mamz au der fünften Kriegsanleihe durch Zeichnung von 2 Millionen Mark genehmigt. * Krrts Wehlar. ^ rfu Wetzlar, 26. Sept. Unsere Stadtverordneten baden in jüngster Sitzung unter anderem beschlossen: 1. Die Ein- iührung der Schulkinderspeisung vom 1. Oktober für insgesamt 600 bedürstige Schüler; diese erfordert eine tägliche Ausgabe von 800 Mk., dazu können nitrf) auswärtige Kinder, welche die Volksschule besuchen, an der Speisung gegen Entgelt teilnehmen. 2. An die städtischen Beamten, Angestellten und Arbeiter, sowie an sämtliche Lehrer und Lehrerinnen eine Teuerungszulage vom 1. September ab zu gewähren. rL. Kinzenbach. 28. Sept. Wilhelm Pf aff (11- Komp. Jni.-Regt. 129), der seit den Kämpfen a»n 7./8. August als vermißt galt, hat sich jetzt aus russischer Gefangenschaft zur Freude seiner Angehörigen gemeldet. . p . » Wißmar, 26. Sept. Hauptmann Schnabel schoß in seinem hiesigen Jagdrevier einen kapitalen Zehnender-Hirsch i,n Gewicht von beinahe 3 Zentnern. Hessen-Nassau. jr Marburg, 25. Sept. Morgen werden es 100 Jahre, baß in Kassel der chemMge Oberbürgermeister und Mrenbürger Marüirgs, Georg.August Rudolph, geboren wurde. Sein Vater war der bekannte Stadtbaumeister Rudolph in Kassel. Oberbürgermeister Rudolph, der hier studiert hatte und dem Korps Teutonia angchörte, übernahm sein Amt im Jahre 1856 und versah es bis zrnn Jrchrc 1884, sein Nachfolger wurde der jetzt hier noch im Ruhestand lebende Gelxnmrat Schüler. Im Jahre 1863 hat Oberbürgermeister Rudolph das Zeitliche gesegnet, feine Gattin lebt noch hier in Marburg. Zur Erinnerung an die Verdienste Oberbürgermeister Rudolphs um die Entwicklung Marburgs wird derPlatz Ecke Lahntor-Pilgrimstein-WeidenhLuserbrücke nach ihm benannt. [] Mar bürg, 26. Sept. Die seit Over Jahren rm Gang be-- sindlichär Arbeiten zur Wiederherstellung des großen Sitzungs «saales im Rathause, das in den letzte,: Jahren durch vielfache Umbauten und den großen neuen Anbau an der Westseite bedeutend erweitert würbe, sind jetzt ebenfalls ferttggestelll. Der Saal, in dem cheute zum ersten Male unedler die Stadtverordneten tagten,, bffbet nach Wegnahme der vor Jahren eingesetzten Seitenwändc jetzt wieder ein würdiges Bild. Unter Leittmg des Stadtbaumeisters Marx und der Mitarbeit hiesiger Kunsthandwerker sind auch die alten historischen reichverzierten Eichenhol ztüren mit ihren Inschriften, die an ihren früheren Stairdortev kaum zmr Geltung Kamen, hier wieder eingebaut worden. — In der Sitzung der Stadtverordneten wurde,: die Mittel für die Einrichtung einer Krieqsküche für Massenspeisung bewilligt. Ferner gab nmn dem früher einmal abgelehnten Magistvatsantrag betreffend Erhöhung der Hundesteuer für einen Hund von 24 aus 36 Mk. und ftir jeden weiteren Hund von 36 aus 54 Mk. jährlich Zusttmn:ung. P: Jagdhunde wird die Steuer nicht erhöht. ^ Frankfurt a. M., 25. Sept. Zun: Andenken an ihren , im Felde gefallenen Sohn schenkte das Ehepaar Karl und Bertha Walther der Städel'schen Gemäldegalerie ein kostbares Gemälde von Dirk Hals, dem jüngeren Bruder des großen Haarlemers ö X. % a n a u, 25. Sept. Bei dem hiesigen Landst.-Jns.-Ers.- .Batl. 13/38 haben die Zeichnungen auf die 5. Kriegsanleihe bis detzt den Betrag von Mk. 160 000 ergeben. fc. Wiesbaden, 26. Sept. In der Wiesbaden-Biebricher Schweinemast anstatt werden bis jetzt 165 Schweine gemästet. Die Tiere gedeihen bei der vorschriftsmäßigen Fütterung zusehends, so ,daß sie den Festbraten zu Weihnachten abgeben können. X. Hünseld, 25. Sept. Ein entsetzlicher Unglücksfall mit tödlichem Ausgang hat sich im benachbarten Spahl zugetragen. Der 20 Jahre alte Sohn des Landwirts Konstantin Schmelz wollte an der in vollem Gange befindlichen Dreschmaschine einen in Unordnung geratenen Riemen wieder zurecht rücken. Er wurde dabei von dem Schwungrade ersaßt und mehrere Male herumgeschleudert, so daß er förmlich bei lebendigem Leibe gerädert wurde und der Tod auf der Stelle eintrat. -- Vom Main, 26. Sept. Das Ergebnis der Getreideernte liegt, nachdem das Dreschen allgnnein begonnenf hat, vor und kann im allgemeinen als ein recht befriedigendes bezeichnet werden. Die besten Erträgnisse liefert der Hafer, der die vorjährige Ernte durchweg um das Dreifache, oft auch um das Vierfache überragt. Außerordentlich reich fällt ferner die Gerstenernte aus. f©ben}fo ist der Weizenertrag besser als im Vorjahr. Nur der Roggen bleibt im Wrnevertrag gegen das letzte Erntejahr um einiges zurück, doch befriedigt seine Ernte durchaus. „Gedenkt ser Geburtstogrspende ffir’s Rote Rreuz"! vermischter. * Berlin 26. Sept. (W. B.) Gestern abend ist der Kommandeur des Füsilier-Regiments Prinz Albrecht von Preußen (Hannover). Oberst FreiherrvonundzuderTann, Ecke Königin Angusta-Bendler-Straße durch einen Kraftwagen überfahren worden. Er wurde mit einem doppelten Schädelbrnch in das Elisabeth-Krankenhaus gebracht und ist nachts seinen Verletzungen erlegen. . p . . . . , . , * Berlin. 26. Sept. Riesige Gelre:desch:ebungen sind der ,Voss. Zeitung" zufolge in der Stadt und Provinz Posen ausgedeckt worden. Ob diese Schiebungen, d:e einen Umsang von Hunderttansende von Sack erreicht, haben, irgendwie mit den tn Westpreußen verübten Zusammenhängen, sei noch nicht sestgestellt. Gerichtssaal. Kiel 25 Sept (W. B.) Vor dem außerordentlichen Kriegsgericht vom 18. September wegen Landesverrats wurde die Witwe Han dt und deren Toaster Erna zu je 1b Jahren Zuchthaus, die -weite, erst 14jährige Tochter Lu,,e zu einem Jahre Festungshaft verurteilt. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt. McheM. Ueberficht der Todesfälle i. d. Stadt Eietzen. 36. Woche. Voin 3. bis 9. September 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 25,13 °/„. Nach Abzug von 10 Ortsfremden: 9,43 °/ 00 . Er- Kinder ES starben an Zus- 1 (1) 2 ( 2 ) Diphtherie Wundkrankheiten , Tuberkulose anderer Organe 1 (1) Krankheiten der Almungs- organe Krankheiten der Kreislauf- orqane Gehirnschlag anderen Krankheiten des Nervensystems anderen Krankheiten der Der dauungsorgane Krebs anderen Neubildungen Selbstmord Verunglückung anderen benannten Todesursachen wachsene °2 ( 2 ) im 1. Lebensjahr vom 2. biS 15. Jahr 1 ( 1 ) 1(0 1 ( 1 ) 1 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) 1 1 ( 1 ) 2 ( 1 ) 2 ( 1 ) KD 1 1 ( 1 ) 1 1 ( 1 ) 2 ( 1 ) 2 ( 1 ) Kl) Summa: 10 (10) 13 (7) — 3 (3) Anm - Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. Walger, Med.-Rat. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Sept. 191« »-* £ — S O e S? 1- gs ff ^ (W S3 3 O 7^. 'S 55 L (Z> o» ^ -ir || Ol e 3 ÜJ jQ i «> *w •a JQ a czugL 2 2 *■= Wetter 25. 3» 17,5 11,2 75 0 Sonnenschein 25. 10" 10,8 9,5 98 — — 0 KlarerHimmel 26. 8" 8,0 7,8 97 10 Nebel Niedrigste „ Niederschlag 0,0 mm. 24. 25. 1916: -ff 18,3° C. 1916: ff- 8,3 °C, * tctjtc ricicyrrehren. Die neue Schlacht am Stochod. Genf, 26. Sept. Eine Sondermeldung des Pariser „Iouv nal" aus dem russischen Hauptquartier besagt, daß seit die Deut> scheu unter der Leitung des Generalfeldmarschalls von Hinden- b u r g stehen, der Kampf an der O st front täglich für die Russen ernster wird. Die österreichisch-deutsche Front sei von neuem befestigt worden, was dem Feinde gestatte, cm manchen Stellen aus der Verteidigung zum Angriff überzugehen. Am Stochod und in dem Gebiet, durch das die Bahnlinie Kowel- Rowno geht, tobt fett drei Tagen eine stettg sich steigernde Schlacht. Die deutsck>e Artillerie habe mit aller Kraft in den Kampf einge- griffen. Ein Hagel von Feuer und Eisen prassele ohne Unterbrechung auf das Gelände längs des Flusses nieder. Die englische Arbeilerrrot. Amsterdam, 26. Sept. Wie aus London gemeldet wird, ist durch die zahllosen Einberufungen zum .Heeresdienst in ganz England ein Arbeitermangel entstanden, die alle Industrie und Gewerbe, die keine militärischen Bedürfnisse Herstellen, in nächster Zeit zur Betriebseinstellung zwingt. Finanzsekretär Montagu reist im Lande umher und besucht die Munitionsfabriken, wo Lücken in der Arbeiterzahl eine empfindliche Einschränkung der Mmrittonserzeugung verlassen. Es ergehen überall Aufrufe an die Arbeiterfrauen, sich in den Munitionsfabriken mehr fru betätigen. Die Löhne sollen noch erhöht werden. In politischen Kreisen mehren sich die Sttmmen, die eine scharfe Krittk an den jetzigen Maßnahmen üben, durch die die Erschöpfung des englischen Volkes herbeigeführt werde. Das könnten die Verbündeten Englands nickst wollen. Die griechischen Wirrnisse. Rotterdam, 26. Sept. Der heutige „Daily Telegraph" meldet aus Athen: Einer der Offiziere des vierten griechischen Armeekorps, Oberleutnant Dubiotis, ist znm Kommandeur des in Athen garnisonierenden siebenden Infanterieregiments befördert worden. Die Regieimng, welche die Uebergabe von Kawalla offiziell mißbilligte, zeichnet einen te* dafür verantwortlichen Offiziere aus. Daß Frankreich immer noch auf eine bewaffnete Intervention Griechenlands hofft, geht ans dem heutigen „Temps" hervor, der einen Druck dadurch auszuüben versucht, daß er Griechenlands Zukunft in ihrer ganzer: Trostlosigkeit malt. Besonders folgende Anspielung ans einen bulgarischen Separatfrieden ist vor pikantem Reiz. Wer:n die Bulgaren einen Separatfrieden erbitten, schreibt der „Temps", so kömrte man Bulgarien das mazedonische Territorium Werlassen, das sie mit Einwilligung der griechischen Regierung besetzt haben. Int Falle der Vernichtung Bulgariens würde rvahrsä-einlich Serbien, Ansprüche auf die Gebiete des ungetreuen Griechenland erheben. Unter der unwahrscheinlichen Voraussetzung eines deutschen Sieges Wer wäre Mazedonien für Griechenland erst recht verloren. Deshalb könne sich Grieck^enlaud nur auf der Seite der Schutzmächte seines angestammten Bodens versichern und aus die Erfüllung der anderen Vorteile rechnen, die ihm durch eine unmittelbare Intervention sicher sind. (Fast mit denselben Worten, so schreibt die „Vossische Zeitung", hat Venizelos Griechenland zur Teilnahme am Kriege an der Seite der Entente bewege:: wollen. Man kann also kaum fehl gehen, wo diese Sachen lausgebrütet wordeir sind.) Lugano, 26. September. Nach einer Pariser Meldung des „Eorriere della Sera" find die Ententegesandten tri Athen mit der griechischen Regierung noch, nicht wieder in neue Verhandlungen ein getreten. Dagegen setzten die griechffchen Vertreter in den Hauptstädten der Entente die Verhandlungen mit den betreffender Mächten fort. Die Ententemächte ließen Griechenland wiffeu, das es ihnen nicht um ein Eingreifen von feiten Griechenlands, sondern nur rum' Garantien ziur Sicherheit der Orientarmee Ku tun wäre. Trauerfeierlichknten in Cronberg. Cronberg 26. Sept. (Drahtnachr.) Die Leiche des in de> Dobrudscha gefallenen Prinzen Wilhelm von Hessen wurde heute früh von Frankfurt nach hier überfühtt und ttaf kurz vor 7 Uhr ans dem Bahnhof ein. Als der Zug den Bahnhof erreichte, begannen die Glocken von Schönberg und Cronberg zu läuten. Am Bahnhof erwartete Prinz Friedrich Karl mit seinen vier Söhnen den Sarg, der von Ulanen aus Hanau aus dem mit Tannengrün und auf den mtt vier Pferden bespannten Wagen gesetzt hmtben. Auf dem Sarg lagen der Degen des Helden und ein schlichter Lorbeerkranz. Bei dem Zuge durch die Stadt schritt unmittelbar hinter dem Sarge der Vater mit den vier Brüdern des Gefallenen. In der .Kttche wurde der Zug vom Prinzen Friedrich Karl, der Landgräftn Anna von Hessen, dem Herzogspaar von Meiningen -und dem Herzogspaar von Hessen erwartet. Unter stillen Gebeten imirbe die Leiche vor dem Altar bis zur Tranerfeierlichkeit auf- gebahrt. Statt jeder besonderen Anzeige. Den Heldentod fürs Vaterland starb unser herzensguter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, mein lieber, teurer Konrad Ploch Vizefeldwebel und Offiziersaspirant Inf.-Regt. Nr. 116, 10. Komp. Inhaber des Eisernen Kreuzes. In tiefem Schmerz: Familie Ploch, Ene Sauer, Giessen (Lieber Str. 80), den 25. September 1916. 012172 bleibt unser Geschäft am Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsre gute Mutter grau Hedwig Mader nach langem schweren Leiden im Alter vou 44 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Robert Mader. ms Gießen, Ncuenweg 28, den 25. Sept. 1916. Beerdigung findet Donnerstag, den 28. Sept., nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Kietzener Hau§srailen-Verem. Die Abgabe des Weißkrauts findet statt Mittwoch, de» 27. September an der Bahn, Eingang dem Lenzscheu Felsenkeller gegenüber, von 10 Uhr vormittags an. Mitgliedskarten müssen vorgezeigt Der Zentner kostet 5,25 DU. 16945c Wtiz für LaMcutc! tfessei liefert sofort in Guß' und Stahlblech in jeder Größe. Wilh.Diii'becl^Xnclif., Diezstraße 6. 1012178 Dieselben eignen sich vorzüglich zum Honigkochen. Unsere am 23. ds. Mts. erfolgte Vermählung beehren wir uns hiermit ergebenst anzuzeigen. Karl Sames und. Frau Anny oiai«i g e b. Fischer. Bleidenrod Gießen 2 Waggon Statt Karten! Karola Prätorius Wilhelm Schmidt Direktor der deutschen Schule ln Madrid z. Zt. Leutnant d. L. und Eomp.'Führer beehren sich ihre Verlobung anzuzeigen. Gießen, September 1916. sind eingetrofsen u. empfehle so lange Vorrat reicht, per Zentner 10 Mark. Vtf. Hankelg Neuen Bäue 7, TeleS. 612. Aromatisches [6909 Entsäimllllisplllvcr s.ZwetschenmusspartZucker! Adlei-Itroserie SelterSweg 39. Otto Schgaj Lebende Spiegelkarpfen und Schleien empfiehlt «L W. Sc©!ie,«!läe&# s Telcf. 119 . Markistraße 6917 Papier-Bindfaden !n allen Starken, eratklaaaifires süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen M1t*s© prftpariert, _ empfiehlt zum billigsten Tagespreis ■ Ä *’™" Lndwig Lazarus "1 •k. Herr Stadtverordneter Krumm spendete: 100 Mark für U-Bootmannschaflen 200 „ für die anderen Besatzungen. 300 Mark. (6919 D Mtt herzlichstem Danke bescheinigt dies Prof. Völzing. Mhrrben- Zahn-Cr^me in echten Zinntuben Mk. 1.20 und 70 Pfennig. Mvrrben Zahnpasta 8> Adler-Drog., Seltersw. 39. Otto Schaaf. Zurückacsetzte Gaslampen Speisezimmerkrone« Lyfter nnd Lyren empfiehlt billigst o““* J. 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Die 4%°/o Reichsschatzanweisungen, in 10 Serien, auslosbar mit je einer Serie in den Jahren 1923 bis 1932 zu 95°J 0 . Stückeeinteilung bei beiden Gattungen: 20000, 10000. 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark. Die Zeichner können die gezeichneten Beträge vom 80. September d. F. an voll bezahlen. Sie sind verpflichtet: 30°lo des zugeteilten Betrages spätestens am 18. Oktober d. I., 207 « . n n ti „ 24. November d. F., 25 »|, „ II n tt ., 9. Januar n. I.. 25% „ ii u n ., 6. Februar n. F. zu bezahlen. Frühere Teilzahlungen sind zuläffig, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts. Auch auf die kleinen Zeichnungen find Teilzahlungen jederzeit, indes nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts gestattet; doch braucht die Zahlung erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark ergibt. Die Unterzeichneten nehmen Anmeldungen von Montag, den 4. September, bis Donnerstag, den 5. Oktober, mittags 1 Uhr entgegen. ^ ' Gießen, den 1. September 1916. Sank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen Bezirksparkasse Gießen - Gewerbebank zu Gießen E. G. m. b. h. Jakob Grünewald. Bankgeschäft Mitteldeutsche Lreditbank, Filiale Gießen Baruch Strauß Aachs. Während der Zeichnungsdauer halten wir unsere Effekten-Sch alter auch nachmittags von 3 bis 5 Uhr mit Ausnahme der Samstage, jedoch nur zur Entgegennahme von Zeichnungen und Einzahlungen auf die Kriegsanleihe offen. *