Erstes Blatt 166. Zahrgang Nr. 225 Der (Hebräer Aszei-« ersch««t täqkch, ander SonMtgS. - Beilagen: viermal wöchentlich «etzenerKamiliLNdlStter; zweimal wöchentl.Nreis- blöllf ü; Öen Kreis ßiefccu (Dienstag und Freitag).' zweimal monatl. Land» wirtschaftliche Seüfragen Ferusprech - Einschlüsse: iürdieSchrittleitu»g113 Verlag, Gcschastsstelleöl Adresse Mr Drahtnachrichten: Anzeiger Giegen. Annahm e von Anzeigen iür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Montag. 25. September Mö eiger für Natalionrdrmk «ntz Verlag der vrühl'sche« Univ.-Vuch- und §tei«drnckerei K. Lang«. Schristleiiung, SeschSftzjtells und Druckerei: Schulstr. 7 . •3 0 \ ll (|Ö D tv : • monatl. 90 Bf., viertel- jährl. Dir. 2.65. durch Abhole- ii. Zweigstellen monatl. 00 Pf.: durch diePost Ml. 2. ^5 viertel- jährl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps.. audio. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zeno, für beit Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich ni Gießeli Neuer Angriff unserer Luftschiffe aus England. (WTB.) Großes Hauptquartier. 23. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Front des General fcldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Nördlich der S o m m e hat die S ch l a ch t v o n n e u e m begonnen. Nach dauernder Steigerung des Arlillerre- feuers griffen die Franzosen die Linie Eombles—Rancourt an. Sie halten keinen Erfolg: ebensowenig die Engländer, die bei Conreclette vorzubrechen versuchten. — Nachträglich ist gemeldet, daß in der Nacht zum 22. September englische Teilangriffe bei dem Gehöft Mouquet und bei Eourcelettc abgeschlagen wurden. ^ Wir habssN im Lustkampf nördlich der Somme elf feindliche Flugzeuge abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls P r i n z e n L e o p o l d vonBayern. Bei Korytuica scheiterten starke russische Angriffe. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Nördlich der Karpathen keine Veränderung. In den Karpathen flauten die Kämpfe ab. Einzelne feindliche Vorstöße blieben erfolglos. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Beiderseits von H e r m a n n st a d t (Nagy Szeben) griffen etwa zwei rumänische Divisionen an. Sie wurden von unseren Sicheruugsavteilungen unter sehr erheblichen blutigen Verlusten angewiesen: bei Gegenstößen nahmen wir ach t Offiziere, f ü n f h u n d e r t u n d s e ch s u n d z w a n z i g Mann gefangen. Bei Szt. Janoshgy wurden tue e:gc neu Postierungen nachts zurückgenommen. Der V u l ka n - P a ß ist v o n uns genommen und gegen feindliche Wiedcreroberungsversuche behauptet. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v o n M a ck e n s e n. In der Dobrud sch a sind rnmänische Vorstöße in der Nähe der Donau und südwestlich von Topraisar abgeschlagen. Mazedonische Front. Vergebliche feindliche Angriffsvcrsuche und stellenweise lebhafte Artillerietätigkcit. Das Gelände südlich der Belasica Planina bis zmn Krufa Balkan ist vom Gegner geräumt. Der erste Generalquartiermeister L u d e n d o r f f. (WTB.) Großes Hauptquartier. 24. Sept. (Amtlich.) We st licherK riegsschau platz. Front des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Die Dauerschlacht an der So m m e ist wieder in vollem. Gange, der Artillerickampf zwischen Ancre und der Somme von selten erreichter Deftigkeit. Nächtliche feindliche Vorstöße bei CourcelcUe. Rancourt und Bonchavesnes sind mißlungen. Front des Deutschen Kronprinzen. Im Maas gebiet nahm die Feuertütigkeit links des Flusses und in einzelnen Abschnitten rechts desselben zu. Auf der gastzen Front war die Fliegertätigkeit mit zahlreichen, für uns günstigen Luftkämpfen in unseren und jenseits der feindlichen Linien sehr rege. Wir haben vierundzwanzig Flugzeuge abgeschosscn, davon zwanzig an der Somme. Oberleutnant Buddecke. die Leutnants Wintgens und Hochndorf zeichneten sich besonders aus. Unser Verlust betrügt sechs Flugzeuge. Am 22.Sevtember spät abends wurde durch Bombenwurf auf Mannheim eine Person getötet und einiger Sachschaden angerichtet. Bei mehrfachen feindlichen Fliegerangriffen auf das rückwärtige Gelände unserer Front wurden unter anderen in Lille sechs Bürger getötet und zwölf Häuser beschädigt. ... Eines unserer Luftschiffe hat in der Nacht vom 22. September englische Militäranlagen bei B o u l o g n e angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarsch alls Prinzen Leopold von Bayern. Mit starken Massen griffen die Russen fünfmal zwischen Sereth und Strypa nördlich von Zborow erneut an. Bei Manajew drang der Gegner ein. Er wurde im Gegenangriff wieder geworfen und ließ ü b e r s i e b e n - hundert Gefangene und sieben Maschinengewehre in unserer Hand. Weiter südlich brachen alle Angriffe mit schweren Verlusten vor unserer Linie zusammen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Zn den Karpathen gewannen wir zwischen der Ludowa und Baba Ludowa. sowie am Osthange der Cimbros- lawa in früheren Gefechten eingebüßte Teile unserer Stellung im Angriff zurück. Nordöstlich von Kirli Baba sind hartnäckige Kämpfe im Gange. Kriegsschauplatz i n S i e b e n b ü r g e n. Am Vulkan-Paß und westlich davon wurden mehrere »mmänische Angriffe abgeschlagen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Der erste Generalquartiermeister Ludendorfs. * * * Berlin. 24. Sept. (WTB. Amtlich.) In der Nacht zum 24. Septenlber haben mehrere Marineluftschiff- g e s ch w a d e r London und mi l itär i sch w ichti g e Plätze am H u mb e r und in den mittleren Grafschaften Englands, dar unter Nottingham und Sheffield, ausgiebig mit Bomben belegt. Der Erfolg konnte überall in starken Bränden beobachtet werden, die noch lange nach Ablauf sichtbar waren. Die Luftschiffe wurden auf dem Anmärsche vor dem Ucberschreiten der englischen Küste von Be wachungsfehrzcugen und beim Angriff selbst von zahlreichen Abwchrbatterien außerordentlich stark mit Brand - ge sch offen unter Feuer genommen und haben einige der Batterien durch gutliegende Salven zum Schweigen gebracht. Z w e i L n f t s ch i f f - ftnd dem feindlichen Abwehrfeuer über London zum Opfer gefallen, alle übrigen unbeschädigt zurückgekehrt. Der Ehef des Admiralstabs der Manne. * * * Wie seltsam sich neues Leben in der Kriegszeit gebärdet! Da draußen aus deu Fluren ein stiller Sonntag, ein schüchterner Erntetag, obwohl die Sonne mild und freundlich herniederblickt, denn die kraftvollen Männerarme fehlen, um den Segenspender Herbst lebendig und volltönend zu feiern. Es liegt wie eine Entschuldigung in der Lust, daß am Sonntage die Arbeit nicht ruht. Junges, weibliches Volk häuft die Futterernte zu Kegeln oder hockt in den Obstbäumen, um dort die Ernte herunterzuholen. Ter Menschen und Wanderer sind wenig da draußen, und in den kleinen Dörfern herrscht eine fast ängstliche Stille, und nur der blaue Rauch, der von den Schornsteinen sich langsam und beharrlich zur Sonne hinaufwindet, kündet uns, daß das Leben keineswegs erstorben, sondern daß ihm nur die Lust und Fülle genommen ist. Aber in diese „Stille der ländlichen Flur" mengt sich doch ein ereignisreicher Tag. Von welcher Fülle der Geschehnisse sind wir draußen in der Welt umgeben! Neue Schlachten, neues, mörderisches Wüten des Krieges; wir haben wieder siegreich standgehalten gegen die Angreifer im Westen und gegen die Russen und Rumänen. Wir haben aber auch wieder die stolzesten Taten deutschen Gepräges vernommen: in der Beherrschung der Luft haben wir dem Gegner im Westen schwere Verluste durch unsere Flugzeuge beigebracht und über dem nebligen England hat eine große Flotte von Zeppelinen einen neuen, furchtbaren Siegeszug gehalten. Selbst der amtliche englische Bericht, der. früher solche Angriffe mit erkünstelter Gleichgültigkeit und Geringschätzung behandelt hat, schlägt heute einen anderen Ton an und verkündet kleinlaut, über die angerichteten Schäden könne vorläufig noch nichts Umfassendes gesagt werden. Zwei unserer braven Luftschiffe sind bei dem kühnen Zuge den Brandgeschossen der Engländer zum Opfer gefallen. Wir beklagen dies, wissen aber, daß mit solchen unvermeidlichen Verlusten doch große Fortschritte im Kriege, dem Frieden näher, gemacht werden. Der scheinbar so stille Sonntag hat dennoch, jenseits der äußerlichen Natur, eine rege Tätigkett der Geister entfaltet. Entscheidungen sind gefallen, auch wo die Waffen sie nicht geführt haben. Die Ministerkonferenz der drei Nordstaaten hat uns ein Dokument vorgetegt, von dem wir mit einiger Befriedigung Kenntnis nehmen. Zwar vermissen wir zu unserem Bedauern energische Maßregeln gegen die zunehmende Bedrückung des neutralen .Handels, besonders gegen das skrupellose Vorgehen Englands in Sachen der norwegischen Einfuhr, aber wir müssen uns znfriedengeben danrit, daß England seine Ziele im Norden vorläufig doch noch nicht erreicht hat. Die Nordstaaten bekunden einen entschiedenen Willen zu gänzlich unparteiischer Neutralität und machen dazwischen auch Einwendungen gegen die Einschnürung ihres Handels. Ob England nach dem Muster, das es in Griechenland ausgegeben hat, nunmehr weitere Schritte zur Zwangsausübung tun wird? Wir vermuten es und sehen in zunehmender Helligkeit die ganze Gefährlichkeit und Unerbittlichkeit dieses unseres größten und widerwärtigsten Feindes. Es soll ihm nicht gelingen! Im deutschen Volke wurzelt der festeste Wille, dem anmaßenden Bedrücker der Völker mit allen Mitteln zu Leibe zu gehen. Unsere obersten Reichsstellen haben in einer Konferenz zu Berlin mit Vertretern von Handel und Industrie die Parole zu neuer, unerschütterlicher Zuversicht ansgegeben. Staatssekretär Helsferich sagte wirksame Worte über die Kriegsanleihe, und Herr v. Batocki erklärte, daß die Lage unserer Lebensmittelversorgung sich nicht verschlimmern werde. Wir bitten unsere Leser, sich in die Lektüre diesep Aussprache im einzelnen zu vertiefen, denn namentlich Herr Helsferich ist unsinnigen und schädlichen Gerüchten über die Behandlung unserer Kriegsanleihen entgegengetreten. Es war wirklich etwas Ungeheuerliches und Unerhörtes, das unzweideutige Wort und Versprechen unserer Regierung anzuzweifeln, ihr die Moral des Lügners und Betrügers anzuheften. Hoffentlich bleibt von diesen: Men Dunst nun nichts mehr übrig! Die Ergebnisse der sozialdemokratischen Reichskonse- renz, die am Sonnabend nack) dreitägiger Beratung, wie der „Vorwärts" mit schöner Poesie berichtet, „mit Sonnenuntergang" ihr Ende erreichte, haben nicht übel mit ihre: Fackel in den Sonntag hineingeleuchtet. Eine große Mehrheit der Delegierten erklärte sich für die Entschließung Dr. David, die wir heute in ihrem Wortlaut mitteilen und in der wir die erfreuliche Tatsache finden, daß die deutsche Sozialdemokratie das Vaterland auch fernerhin in der Not nicht verlassen, seinen Verteidigungskamps wie bisher unterstützen will. Es ist ein schöner Satz in dieser sozialdemokratischen Entschließung, wie wir ihn in dieser Gefühlsart bisher in noch keiner „Vorwärts"-Nnmmer entdeckt haben: „Wir danken unseren Brüdern im Felde, die auf allen Fronten dem Ansturm feindlicher Uebermacht todesmutig standhalten." Durch die ganze Kundgebung geht außerdem die Ueberzeu- gung, daß Deutschland nicht medergernngen werden kann; also müsse es aushcrrven bis zu einem — ja, bis zu einem befriedigenden Frieden, dessen Umrisse die Sozialdemokratie sich freilich etwas anders vorsteltt als die ührrgen Parteien. Daß ein Verteidigungskrieg, wenn er siegreich Mfnhrt werde:: kann, nicht wie ein Hornberger Schießen aus geh en darf, scheint uns selbstverständlich zu sein. Im übrigen .herrscht in der Sozialdemokratie keine Einheitlichkeit, und der „Vorwärts", der sich mit einer starker: Minorität brüstet, stellt weiteren Kampf in Aussicht: „Daß schroffste, unversöhnlichste Gegensätze vorhanden waren und durchgesochten werden müssen nicht erst in der beschaulichen historischen Rnckbetrachtnng späterer Zeiten, sondern gerade jetzt, im Augenblick wichtigster weltgeschichtlicher Entscheidungen' — muß mit äußerster Entschiedenheit und Unzweideutigkeit ausgesprochen werden. Jedes Referat, jede Diskussionsrede strotzte von solchen sachlichen Differenzen, von Gegensätzen mcht nur sogenannter TakUk, sorwern von unverembaren Gegensätze:: der Weltanschauung." ^ Das ehemalige Zentralorgan gründet d:e Hoffnung ans den Sieg seiner Anschauungen auf einem regelrechten Parteitag, an dem erst die Stimme des Proletariats erschallen werde. Vielleicht täuscht es sich. Denn die Kämpfer von draußen, denen wir heute für ihr Durchhallen danken, werden seit 1914 viel hinzugelernt haben. * * * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 23. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. September 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Der Vulkan-Paß ist vom Feinde gesästbert. Bei Nagy Szeben (Hermannstadt) wurde der Angriff zweier rumänischer Divisionen abgeschlagen; es blieben drei Offiziere und 526 Mann in unserer Hand. Südlich von Holczmany (Holzengmen) drückte der Gegner unsere Sicherheitstruppen etwas zurück. Hecresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. An der Dreilünder-Ecke südlich von Dorna Watra warfen wir russische Abteilungen durch Gegenstoß. Sonst wurde nur südwestlich des Gestüts Luczina und mt Ludowka- Gebiet stärker gekämpft. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Aus dem Bereich des Generalobersten von Böhm- Ermolli ist nachträglich gemeldet, daß am 19. September ein österreichisch-ungarischer Kampfflieger zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen hat. , ~ Bei der Armee des Generalobersten von Tersztyansky ruhte — vom Geschützfeuer abgesehen — seit gestern vormittag der Kampf. 11 a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Auf der Karst hach fläche wurden mehrere Annäherungsversuche des Gegners abqewiesen. An der Dolomitenfront scheiterte ein feindlicher Nachtangriff auf unsere Stellungen am Dange des Monte Sief. Nördlich Arsiero svrengten unsere Truppen heule früh den am 24. Juli von den Italienern besetzten Gipfel des Monte (Simone in die Luft und nahmen dabei 13 Offiziere, 378 Mann gefangen. , t . . Ein Geschwader feindlicher Sceftugzeuge warf be: der Punla Salvore (südwestlich Pirano) wirkungslos Bomben ab. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Bei den k. und k. Truppen nichts von Belang. Der Stellvertreter des EhesS des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. W i e n, 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 24. September 1916. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Im Bereiche des Vulkan-Passes wurden ruma- nische Vorstöße abgeschlagen. Bei Nagy Szeben (Hernumn- stadt) und an der siebenbürgischen Ostftont nichts von Be- ^'.He er es front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Oestlich und rundlich von K i r l i B a b a setzte der Feind seine Angriffe hartnäckig fort. Oestlich der genannten Stadt wurden seine Massen nach geringen Ansangsersolgen zum Stehen gebracht und weitere Vorstöße abgcw'.esen. ^ndwest-. lich des Gestüts Luczina brach auch gestern ein uarter russischer Ansturm, der siebente in den letzten Tagen, vor der Front der Budipestcr Honvcd zusammen. Im Gebiete der Ludowa wurden dem Feinde die von ihm in den jüngsten Gefechten errungenen Vorteile wieder entrissen. Ö eer es front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. ... Zwischen Zlwrow und dem obersten Sereth trieben Artillerievorbereitung gestern E7J2M^ rn ^f Angriff vor Schon waren mehrere Mu^nansturme abgewiesen, als es ihnen nachmittags nord- ü2!ri£ rc «f !ntf ' gelang, in unsere Linien einzubrechen. «Z Gegenangriff führte nach erbittertem Kampfe zit völliger Wiedergewinnung aller Stellungen. Es wurden über 700 Gefangene eingebracht und 7 Maschinen- gew^re erbeutet. Die blutigen Verluste des Gegners entsprechen seiner gewohnten Kampfweise. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Südabschnitt der Karsthochfläche kam es zu Nah- kampsen, in denen unsere Truppen ein Maschinengewehr erbeuteten. An der Fassaner Front wurde ein Angriff eines feindlichen Bataillons gegen unsere Stellungen auf dem Gardinal durch Feuer abgewiesen. Wie nunmehr festgesteltt ist, war die von Oberleutnant Mlaker imgeachtet seiner Verwundung vorzüglich geleitete Sprengung des Eimonegipsels von vernichtender Wirkung. Eine italienische Kompagnie wurde ganz verschüttet. »Wteilungcn des Infanterie Regiments Nr. 59 faßten die übrigen Teile der überraschten Besatzung in Flanke und Rücken. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 427 erhöht. Auch wurden zwei Maschinengewehre erbeutet. Der Monte Cimone steht seitdem unter lebhaftem Feuer der feindlichen Artillerie. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Albanien nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der neue Luftangriff auf England. Der englische Bericht. London, 24. September. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche .Meld,mg. 14 oder 15 lenkbare Luftschiffe waren an Angriff auf Großbritannien in der letzten Nacht beteiligt. j.Die Grafschaften im Südosten, im Osten und in der Nditte des Landes und Ost-Lin coln wurden hauptsächlich heimgesucht. Ter 'Augirrft "aus London wurde von zwei Luftschiffen ausgeführt, ' die aus südöstlicher Richtung zwischen Mitternacht und 1 Uhr Manien. Flugzeuge stiegen auf und die Kwronen des Spezialdienstes s«eröffneten das Feuer )md vertrieben die Luftschiffe. Immerhin wurden auf den. südlichen, südöstlichen und östlichen Teil von Lvn- fdrn Bomben abgeworfen. Leider sind 28 Personen getötet .Und 99 verletzt nwrden.' Zwei Luftschiffe wurden über Essex abgeschossen. Beide waren große Luftschiffe iu«rer Bauart. Das eine fiel in FlmnMen gehüllt herab und ging .Mit der ganzen Besatzung zugrunde, die Bemannung von 22 Offi- zieoen und .Maruffchafttm des anderen wurden gefangen. Genaue ^Nachrichten über die Zahl der Opfer und den angerichteteu Schaden 'sind noch nicht etnyegangen. Ein Luftangriff auf Dover. Merlin, 24. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 22. September abends wunder: durch eines unserer in Flandern stationier- ;lrn Flugzeuge btc Militärbaracken bei Dover Mit Bomben belegt. Arntterre zerstreute zahlreiche Aniaiumluicgen Ce:- FeruLes. örtlich vom War dar schwaches Artillericfeuer. Oestlich davon war das Feuer heftiger, aber zeitweise unterbrochen. Am Fuße der Be l a s i c a uno an der Front der Struma schwaches beiderseitiges Artilleriefeuer. An der Aegäischen Küste Ruhe. Front gegen Rumänien. Bon der Donau ist nichts zu melden. In der Dobrudscha war der gestrige Tag etwas ruhiger. Sin Versuch des Feindes, gegen das Dorf Mustafazi vorzugehen, wurde durch unser erfolgreiches Artilleriefeuer und das Sr,cheinen unserer Kavallerie vereitelt. Der Feind kehrte auf halbem Wage um und zog sich in seine Stellungen zurück. An der übrigen 6'ront entwickelten sich schtoache Kämpfe der Vortruppen zu unseren Gunsten. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Die griechischen Truppen in Deutschland. . 23, Sept. (WTB.) Der griechisch« Ge- ll ? rundlicher vertraueiisvoller Aussprache mit dem ^tmrtsiekretar des Auswärtiges Amtes zu erkennen gegeben, daß es ,einer Regierung lieb wäre, wenn die nach Deutschland überge- ruyrten gnechr,chen Truppen bald nach der Schweiz geleitet würden, um von dort aus ernem noch zu vereinbarenden Wege nach G r i e - che n tawd befördert zu werden. Im Sinvernehmien mit der ^Verven Leeresleitung hat der Staatssekretär dem Gesandten er lp ( t£l 2' Deutschland die griechischen Truppen in lolialer Be- obachtung der mrt ihrem Befehlshaber getroffenen Vereinbarung ledrglrm als Gape betrachte und dal-cr grniidsätzlich gern bereit ocm Wunsche der griechischen Regierung entgegenzukommen. lodoch tatsächliche und wirksame Sicherheiten dafür erhallen, daß dre rn deutschen Schutz geuominonen Truppen von der Entente nacht unterwegs ihrem Vaterlande entzogen oder würden^ n^^^"^ötstrene Gesinnung und Betätigung gestraft Angriff ruffischer Großflugzeuge. - ...Berlin, 24. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 23. September früh grrffen drei russische Groß-Flugzeuge die ^eeflugstataon Angernsee ohne Erfolg an. Eins unserer Kcrmpspflugzeuge brachte bei der Verfolgung einer: dieser feindlichen Doppeldecker östlich Dünamünde zum Absturz. Unsere Flugzeuge sind sämtlich wohlbehalten zurück- gekehrt. Amsterdam, 22. Sept. (WTB. > Das „>?am.>etSd1ad" Nteldet.. Die holländischen Schlepper „Gouwzee" u>cd ,X «uerze e", die gestern abend von 5) o e k van H o l - land mir vier belgischen Leichtern im Schlepptau nach Eng- /fuhren, kehrten im Lause des Aberrds ohne Leichter nach dem Neuen Wasserweg zurück. Die Leichter wurden von einem deutschen Unterseeboot in der Nähe des Maaslencht^ schrffes versenkt. Das Ergebnis der nordischen Ministerkonferenz. ^ , Kr i st ta n ia , 23. Sept. (WTB.) Aus Anlaß der n o r - drscheu Ministerkonferenz ist folgende Note per- offentncht worden: Tie drei Länder sind einig über die fortgesetzte Aufrecht' erlialtung loyaler und unparteiischer Neutralität wahrend des gegenwärtigen Weltkrieges. Tie Kränkungen der zechte und Interessen der Neutralen von Seiten der kriegführenden Rlachte, sowie die Schwierigkeiten handelspolitischer Art, die daraus für die Neutrglen entstehen, wurden einer eingehenden Erörterung unterzogen, die zur Einigkeit wegen erioeiterter Zusammenarbeit geführt haben. Besondere Aufmerksamkeit n Amtlicher Bericht Türkische Berichte. Konstantinopel, 22. Sept. (WTB des Hauptquartiers. . An der Front von Felahie fanden Artillerie-, Infanterie- Jruo^ Bonrben kämpfe statt Feindliche, getreirnt vorgehende Truppen wurden durch urrser Arttlleriefeuer zurückgeschlagen. An Maufa sus front Patroulllen-Scharmützel und von Bert jm Zett Infamer: ekämpfe. Wir verhinderten einen Erkun- .Dungssl'ug eines ferndlnt)sn Flugzeuges über der Halbinsel Gallipoli dem Angriff vom 18. September gegen Tschiolap Ada ^fanden wrr große Mengen von Dum-Dum-Geschossen. Oestlich ,Duer griffen wir feindliche Tnrppen in der Umgegend des Brun von Tavalc und zwangen sie, sich zUrückzn ziehen. Ich Wk * r o Cn ?L e a r S 0 ? emes unserer Flugzeuge zehn Bomben das ^Linienschiff „Kmserrn Maina" und auf einen Torpedo- baotszerstörer. W wurde beobachtet, daß mehrere Bomben das l genannte Lnnenschiff trafm Konstantinopcl 22 Sept. (WTB.) Amtlick»r Bericht >5?^ 21 -eptembrri An k>er Frmrt von F ela hi- fanden am September Ireiderseits Artillerie-, Infanterie- und Bomben- iwmpse statt^ Es wurde fcstaestellt, doh fnndlickv Infanterie infolge »wrrksamen neuerej unserer Artillerie sich hinter ihre Gräben fliich- tc * e - ..Fr»« m Persien: In Richtunp Tiz-Abad warfen ftmr schwache tcindlichc Kräfte zurück, die Devlel-Abad anaeoriffen 'Feindliche Erkundnn<,sabte,li,ngen, die sich nördlich von Wa m a ' pan zu nähern versuchten, wurden Vertrieben ^Jäfe U m!rie&eua t: *" f ^ **** ^nnützel Mchts von Bedeutung an den anderen Fronten. Der bulgarifche Bericht. ^ ' Bulgarischer Genernlstabsbericht choni 22 September: Mazedonische Front. Auf den Höhm der Stara Merecka ^.^rmia, pvischen dem Prespasee und Florüia, nördlich der Biqla i me > mnte feindliche AEerie diirch imser AEeriefeuer zer A»rengt. Urffeve vorderen Abteilrmgen nahmen die feindlichen Grä- cheu. In der Moälenitzaniedarnng wurde ein feindlick^s Bataillon Äborsko imb dre Hohe von Pveslax, vorzudringen ver- zerspreng. Mich des War dar Ruhe. Oest- slrch des Wardar war feindliche Infanterie nach starker ArtiNerie- ^veMeitnng vorgegmigen, wurde aber durch Feuer zuriickgeworfen zum Rnckmg m ihre alten StÄlungen gezwimqen. An den Mengen der Belaftca Planma nahmen wir die Dörfer $5' c 11 JB't 1 «- Zwischen den letztgenannten Lrten und der .vahe von DonMqie ließ der Feind «in Lager mit kvrel Kriegsmaterial zurück. P^f irn ma front. Schwachc's Artilleriefeuer. Aegärsche Mste Rumänische Front. Längs der Donau Ruhe. In der ^lich am 21. September in der Linie cccr—Enghez—Karakoei ein großer Kampf. Der Feind nnt etwa zwanzig -Bataillonen, drei Batterien und nenn Eska- vn an, wurde aber durch Gegenangriff in die Flucht qc- /chla gen und bis Einbruch der Düukell-eit von unserer Kavalle- r g *'nr Flugzeuge beschossen erfolgreich die ^onaiibrucke b^ Cernavoda und feindliche Lager bei den Dörfern Vockcrlem Und Jsrinez. An der Mste des Schlvarzen Meeres Ri.he ^^SoNa, 23.Sept. (WM.) AEicher Heeresbericht vom 23' Ans der Höhe von Starane- $ ^uplanina l>aben wrr den Kamm des Gebirges Mich vom Dorfe Popli im Sturm genommen. Der Feind ’S na> in Unordnung zurück und ließ eine große Zahl von m? • Verwundeten zurück In der Gegend von ß ^Sf- Juf der Höl>e von Ka i m a k ch a l a n ^ Ä Arttllerrefeuer und schnmcl^ InfanterieTä- Im Moglenica-Tal schlvaches Geschützfei.er. Unsere < ,-y{.*^v|V4iux*.i -miHirLiiumitn wurde der Bermchtung oder Zurückhaltung von neutralen Schiffen und Ladungen gewidmet, sowie den Folgen der sogenannten schwarzen L i st e n der Kriegführenden. In diesem Zusammenhang einigte man sich znm Zivecke gegenseitiger Erleichterung der Landelspolitrk dahin, daß teils durch die Regierungen, teils durch die betreffenden Behörden Mitteilnngeii gemacht werden über die handelspolitischen Maßnahmen der drei Ländcw, sowie über ein ^"Uigrnsen gegen die Handelsspionage. Zur Behaupturig der handelspolitischen Interessen nach dem Kriege sollen in den drei Landern vorbereitende Vtaßnahmen getroffen werden unter gegen- settigem Zusammenwirken derjenigen Organe, denen die Angelegenheit an vertrant ist oder anvertraut werdeii >mrd. Ein weiterer Gegenstand der Erörterung war. die Stellungnahme der nordischen Mlder zu gewissen Fragen betreffend die Wicht der neutraünz Machte, Maßnahmen zur Wahrung der Neutralität zu Lften- -ch diesem Punkte wurde auf Grund der Haager Mnventio^ vollständige Einigkeit festgestellt. Ferner eingte maii sich dahiil unter den gegenwarttgen Berhältnisseii zu erkläveii, daß die drei rwrdischen Regierungen cs für ausgeschlossen erachtmi, sei es allem oder in Vexbinomig mit anderen nentraleii Regierungen, die ^nitEive zur Vermittelung zwischen den krieg- s n h r e n d e n M ä ch t e n oder zu ähnlichen Veranstaltungen zu ergreifen. Andererseits stellte man als wünschenswert fest, daß eine erweiterte Zusammenarbeit zwischvi so vielen neutralen Landern wie möglich zur Wahrung geineinsamer Interessen, ier Ausschluß jeglicher Parteinahme ftir die eine oder andere der kriegführenden Mächtegriippen zustande gebracht ' 5Jl aS n, ? ni iJ e ! Bedeutung der Zusammenarbeit der nordischen Reiche sowohl ftir die Gegenwart, ivie auch für die Zuttlnft, trennten sich die Mirnster der drei Länder, völlig einig darüber daß neue Zusammenkünfte zwischen den Ber- tvetern bn drei Lander abtzuhalten feieit, so oft die Verhältnisse dies erforderter! oder wimschenswert erscheinen ließen. Der Seekrieg. Zur Seeschlacht am Skagerrak. 2?', Sept. Die Kruppschen Mitteilungen veröffentlichen folgenden Erlaß des Kaisers: Die mit den Instandsetzungsarbeiten der in der Schlacht vor dem Skagerrak beschädigten Schiffe meiner- Marine beauftragten dre Kruppschen unb andere, haben meinem Riffe, mit »oller Kraft die Wiederherstellung der Gefechtsfahigkeit der Schiffe zu betrecheu, tatkräftig und zielbewußt Folge geleistet In uberra chend kurzer Zert ist die Panzerung ausgebessert, sind neue ^ Jr5u a U J 9 e \ e a ^ e für die Kriegführung so wich- ttgen Apparate und Instrumente ergänzt wordm, so daß die flotte s chon vorige Woche wieder einen ausholen- °cL g egen den Feind lwt ansführen können. Ich spreche allen Ingenieuren Werkmeistern uiid Werkleuten, die bei den für die Verteidigung des Vaterlandes so bedeuttingsvollen Arbeiten so kraftvoll mitgewirkt haben, meinen kaiserlichen Dank und meme höchste Anerkennung ans. Das Vaterland kann stolz He Leistungen. Indem ich mir Vorbehalte, nach Frie- dcnsschluß Zucheii memer Anerkennung zu verleiben, beauftrage ich Sie, dieses zur Kennttns der beteiligten Werfte und Werke zu bringen und den Anshang an den Aushangsstellen zu der aniassen. Großes Hauptquartier, 10. September 1916. Berlin 23. Sept. (Priv.-Tel.) Der Berliner „Lokal anzeiger" meldet aus Basel: Ein amtlicher Bericht des Ad mrrals Jellicoe schreibt, daß alle englischen Schiffe, die m der Seeschlacht bei Jütland gesunken sind, bereits wieder ersetzt sind. Der Adnriral hat als Flaggschiff den neuen „Jron Ducke". ' . Berlin '24. Sept. (WTB.) Der holländische Post- dampfer „Prinz Hendrik" der Linie Vlissmgen-London am 23. September 8 Uhr morgens auf dem Wege nach der L hkmsemündung von unseren S e e st r e i t kr ä s t e n vor der flandrischen Küste an ge halten und durchsucht. Eine größere Zahl russNch-er und französischer Kriegsgefangener, die aus deutschen Lager n entwichen waren, sowie in Holland interniert gewesene, anscheinend beirrlaubte englische Soldaten wurden festgenomrineii, ebenso einige feindliche Kuriere mit ihren Sendungen' Um 12" Uhr mittags desselbmTages'wurde'der mitsamt den neutralen Passagieren, Frauen und.Kindern . +-U| |u 9 aiui, U tUUtiU UJlü .nrnvern unö ferner neutralen Post nneder entlassen und durch eines unserer Torpedoboote ausgelotst. Beiur ?luslaufen wurden der LvstdaliMer und das deutsche Begleittorpedoboot von drei Kindlichen Flugzeugen in i t B o m b e n angegriffen Der 'i«wn wurde dab-i leicht beschädigt. drei-Leiite der'Dampfer: Besatzung verwundet. Tos Torpedoboot blieb unbeschädigt Der Dampser letzte ferne Reise fort. Aur dem Reiche. Die Förderung einer Verdrutschnngsliste durch bas preutzischc Ministerium des Innern. Berlin, 23. Sepi. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Minister des Innern hat am 15. 9. 1916 an die Regierungspräsidenten folgeiiden Erlas; gerichtet: Durch den Polizeipräsidenten in Berlin 0t m Zusammenarbeit mit den berufenen Vertretern von Handel und Gewerbe und mit dem Allgemeinen Deutschen Sprach'- ? C c2 l c • e r £ c u [ ich ungsli ft c ausgestellt worden, K ClC jfr-5! e ^I^tttp.9, des äußeren Straßenbildes von den fremd- sprachlicheii Getchattsjchilderaufschi-iiten durch Ausführung geeigneter deutsa>er Eriatzausdrücke zu fördern bestimmt ist. Ten Land- raten und Magistraten, sowie den größeren PolizeiverwaltuiigLir wird empfohlen, die Anwendung dieser Verdcutschungsliste im täglichen Gebrcnlche zu fordern. Sie ist im Verlage des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins Werliu W. 30, Nolle,idorsr. 13AI, er- schienen und kann von dort bezogen werden 1 Strick zu 35 Psg.^ oO ^tuck zu 15 Mk, 1OO Stück zu 23 Mk . Ter Reiuerrrag wird zu vaterländischen Zwecken verwandt. — Es liegt in der Natur der ^aaie und rn dem derzeittgen Stande der Gesetzgebung begründet, daß der Ernsluß der Verwaltungsbehörden auf diesem Gebiete sich .H.^uiemen unter Abstandnahme von Zwangsmaßregeln auf gütliche Einwirkungen beschränken nmß. Aber die auf ttarende Arbeit, die bereits seil Jahren geleistet worden ist, und Kriegsereignisse gestärkte Sinn für alles Vater- tandische, vand in Haiid mit der verschärften Abneigung gegen die ^remdtnmelei, haben solck^en behördlick)en Einflüssen den Boden bereitet. Sie werden daher in toeiteu Kreisen Verständnis finden und unter der Besorgnis vor einer anttlichen Bevormimdung- leidai haben. Den Verwaltungsbehörden mit ihrem ^kchieterr des täglichen Lebens bietet sich volle Gelegenheit, sich durch Beispiel und Rat vorbildlich zu betätigen. T^r Geßnntvorstand der Dcutschvölkischen PaNci. hielt und Leitung des Roickststags-Abgeiordneten Professor Tr. W erncr c»m Lonntag, den 24. September, eine gut besuchte Sitzung m Kassel ab. Ani Vorabend der Tagung fand im großen. bes „EvMigelischen Vereinshauses" öffentliche Kimdgebuna stakt: Aba. Tr Werner sprach, über dc^s Thcmä „Der Kampf g.-gen England Er forderte die rücksichtsloseste Einsetzung aller uns z-u Gebote stehenden Kampfmittel, besonders auch gegen Eng-, land Rur dann sei nu baldiger, ehrenvoller deutsck-er Friet-.r moglicl-, der die Zukunft unseres Volkes sichert In seinen Aus- ful.'i!i?:g!'n wandte der Redner sich auch scharf gegen die inneren Z-e^de, die Krregswucherer, welche die Kriegsnot'zur Ansammlung giff.e. Reihtumer benutzen, die bewundcrnsrvenc Widerslandskraft unseres Volkes schwächen, und daher Landesverrätern gleichzustellen siiid. 7tur empfindliche (fretheits-, Ehren- und Geldstrafen, die iil fedem Falle den cnvucherteu Betrag mehrfach übersteigen mußten, konnten Wandel schassen. Mit der bis:-., geübten Milde sei nicht genügend zu erreichen. Am Schlüsse der .AindgLuna wurden dann entsprechende Entschließungen migenvunnen. darunter auch die folgeiiden: l^t'^^w.^Emrung erachtet den bisherige!: Zustand ans dem ebiete der Zensur, alv eines freien und opferbereiten Volkes ^rd fordert ihre gleichmäßige Handhabung und -.eichränknng aus rem nrllitarische Angelegenheiten. Sie Der- nflr -Z^^?ung der Kriegsziele und Nntzbarmackmng aller natwnakpolttischcn Kräfte des deutschen Volkes. ^ m bn: Geiamtvorltandssitzung am Sonntag, den 24. b* La^, dem Parteiprogramm und ^ Angelegenheiten der Partei beschäftigte, wurden dieselben Enffchlleßungen, nach längerer Anssprache, an der sich n.a die RerckfstagA-Abgeordneten Dr. Werner urw Bürgermeister Herzog sowie d:e Herren Stadtverordlieter Professor Dr Be-- ^^ih-Leipzig und Stadwerordneter Fuck>s-Erftirt beteiligten, angc- nommen. Ebenso erfolgte in der Gesamtvorstandssitzung die ein ■ stimmige '^pwhnre der nachstehenden Entschließung: vE Bersammliing kmntte nur darm einen Fri^>en für er- ^o^H.^lben )Mmn er außer der militärischen, wirtschaftlichen M ^tischen Sicherung urfferem Vaterlande auch den völckisck>en brachte Sw fordert daher Schluß der- bisherigen Reichs- grenzeii gegen dre Zuwanderung minderwertiger Völkerteile." Der Rnchsverbrnw der deutschen Presse und die Zensur. B e r l i n, 24. Sept. (WDB>. Nichtamtlich.) Die Vertreter-- v e r s ammlun g des Reichsverbandes der deutschen *U €f rL e J r JV lt * untcr beul Vorsitz von Marr-Berlin im Gast- ü'r rl! k Ä tagte, itxrr aus allen Teilen des Reiches zahlreich beschütt. Derl ^rharidlungen über einen Abban der Zensur, Ä^^on b^i Vorsitzenden mit einem Rückblick aus die bisheriaew. Schritte, Erfolge und Mißerfolge ans diesem Gebiete eingeseivet: Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Reichs- R^chßmarineamts, des Kriegspresseamts, des ^tellvertreteiideii Generalstvbes und des preußischen Mmifte- siunis dko ^niiern bei. Das Ergebnis der Verhandlungen ipnrde m emer emsttmnng angenommenen En ts ch sie ß u n'g nieder- b l e Schritte billigt, die der geschäftsftrhvende Ausschuß des Verbandes bisher zur Beseitigung der politischen; Zensur getan hat. Sie pellt aber feft, daß teikweise sogar Zensur ^ingetreten fei erllart daher unederholt, daß der Reichsverband grundsätzlich ro ran fuT I^ ^^ffur politischer Meiiumgsäußerungen und verlangt, in denen ein zwingende^ Militärisches Jntmesse vorliegt. Es fallen ferner unverzüglich Maßnahmen getroffen uvrden, durch die eine Ein heitli ch fei t ber Zensur über das ganze Reich gnvähr lei stet ioird. Verbote ^o'.^-o^^ungcn fallen nur im äußersten Notfälle und als letztes, Mittel, und zwar stets mtter Angabe der Zeitdauer des Verbots geschäftsführende Aussclmß umrde beauf- "chff' Entschließimg allen in Frage konimendeu Behörden und Parlamenten des Reiches und der Gm^elstaatan zu übersenden und bevollmachttgt, alle zur Durchsetzung dieser Z3etzhlüsse gechg- mten Schrttte zu tun ^Znr Frage der Sonntag sruheMord Erttlchadignng ftrr die Somttagsarbert umrde eine Reihe von Anträgen gestellt und schließlich dem Vorstand zu weiterer Behänd lung mrd zur Verhandlung mit dem Verein deutscher Zeitung-I- Verleger uberwiejen. Nur Stadt Httfc Cand. ießen, 25 . September 1916 . Vermeidet die Fremdwörter! Tic Köliff'che Vvl.sr.eiluug laß: auf der Rückseite aller rechnungeu :md der ihren Rtitarbeitern zugehenden Geschäfts- Papiere eine vorbildliche Benachrickftigling, die mich wir für unsere VerhÄttiisse uns zu eigen machen wollen, abdrucken. Wir logen daher unseren Lesern imd Mitarbeitern folgenden Wmisch vor: „Tic Zeitung erkennt die Bestrebungen, an Stelle leicht ent- behrlickm- Fremdwörter deutsche BcHeichmingen zu ge- braiichen, gerne an. Indes ist es der vielbeschäftigten „Redattfan" — für welck>e bei dem drei- bis viermal täglich-m Erscheinen des Blattes das rasche Arbeite!: ein .unvernieidliches Erfordernis i,t - nicht möglich, die Arbeiten der Herren Mitarbeiter in der Weise von entbehrlichen frenrdsprachlichen Ansdrücken zu befreien wie es wünschenswert wäre. Die „Redaktion" richtet daher an sämtliche Herren Mitarbeiter und Berichterstatter sowie an die Freunde der Zeittmg die ergebeiw Bitte, bei allen Einsendungen möglichst deutscher Bezeichnungen sich zu bedienen Andersetts aber bittet sie. jede Uebertreibung durch Zwangsubersetzung streng zu vermeiden. .Es handelt sich nur um bm Ersatz ber entdedrl rchen tfreittbtoteta:. das heißt foCdfer, für die ofliicmftit verständliche, flute deluts-che $fii$iyriWßr tv>rTxinbni f:„v »T'. . o' _ -v__ v ... v find erfror w ^ wr\ v m*»*v'*wi/v./ iwun'ium um immn n Kiv Vermeidung der Fremdwörter tu bot Zeittu,gen Ixtl tu Linie den Zivcck, die Mitteilungen allen Schichten der ZeittMiMeser verständlich zu machen. Dieser Zweck würde aber durch lmn*erständliche Verdeutschungen unentdelirlicher Fremdtvörter vollständig verfehlt. Der GrundsM laute: Kein Frenidwvrt für das, was tt'. gutem Deutsch cbcnfo verständlich ausgedrückt ,verden kann." * Das Cinlagern von Kartoffeln in städtischen Privatstaushaltungen. Im Frieden waren die städtischen, besonders die großstädtischen Hausdal tun geil ans die Aufbewahrung von Kartoffeln wenig eingerichtet. Im Kriege bat der Wunsch, sich gegen vorübergehende Btockimgeir der Zufuhr, die besonders in den Wintermonaten bisher nicht ausgeschlossen war. zu sichern, dazu gesübrt, das; auch die städtischen Haushaltungen Vorräte einlagerten. Bei der vielfach mangelnden Erfahrung in der Behandlung der Vorräte, mehr aber noch infolge der ungeeigneten Aufbewahrungsräume der groß- städttsckien Wohnungen, sind hierbei erbebliche Mengen für den menschlichen Verzehr verloren gegangen. Bei der entscheidenden Bedeutung,, die der Kartoffel für die VoWernähnmg zukommt, müssen Mißgriffe und Verluste bei der Aufbewahrung unter allen Umständen abgewendet werden. Das kann nur erreicht werden, wenn auch alle Hausfrauen in den Städten hierbei mithelfen. Diese Hilfe wird um so dringender erbeten, als nach dem Urteil Sachverständiger damit gerechnet werden must, das; die Kartoffeln im kommenden Winter sich voraussichtlich weniger gut halten, als in den voraufgeheuden Jahren. Die Hanptgebote für eine gute Aufbewahrung sind nachstehend angegeben: 1 Bewahre nur gesunde Kartoffeln ans. Verletzte, angestoßene oder sonst verdächtige Knollen lmlten sich niemals längere Zeit. Zur Aufbewahrung sind nur völlig gesunde Knollen geeignet. 2 Lies alle ft Tage die kranken und verdächtigen Kartoffeln? aus. Bei schlechter Haltbarkeit der Kartoffeln bilden sich zwischen eingelagerten Knollen stets von neuem Erkrankungen, die sich auf die noch gesund gebliebenen Knollen übertragen. Es ist daher dringend geboten, alle 8 Tage die cingelagertcn Kartoffeln durch zusehen und dabei affe verdächtigen Knollen mrszulesen und sofort zu verbrauchen. 3. Laß die Temperatur im Aufbewahrungsraum nicht über ft Grad Celsius steigen und nicht unter 2 Grad Celsius sinken. Die den Kartoffeln anhaftenden Fäulniskeinie können sich nur bei günstiger Temperatur entwickeln. Die Fäulnis wird daher gehemmt, wem, die Kartoffeln in kühlen Räumen aufbewahrt werden. Erfrieren macht die Kartoffeln unbrauchbar für den menschlichen, Verbrauch. Das Erfrieren tritt nicht ein, wenn die Temperatur des Aufbewahrungsraumes über 2 Grad Celsius liegt. 4. Bewahre Kartoffeln nur in trockenen Räumen auf. Feuchtigkeit begünstigt die Entwicklung aller Fäulniskeime. Trockenheit des Aufbewahrungsraumes und niedrige Temperattir sind die einzig wirksamen Mittel, der Fäulnis vorzubeugen. 5. Schütte die Kartoffeln nicht höher als ftO Zentimeter. Bei höherer Lagcrrmg werden zu früh geerntete, dünnschalige, empfindliche Kartoffeln sehr leicht verletzt. Die Gefahren der Fäulnis weichen dadurch wesentlich erhöht. 6. Sorge für Durchlüftung. Durchlüftung ist ein gutes Hilfsmittel, der Fäulnis vorznbeugen. Kleine Mengen werden am besten in kleinen hochgestellten Kisten aufbewahrt werden. Bei Lagerung größerer Mengen muß auf dem Boden ein Lattenrost angebracht und an den Wänden ebenfalls durch Anbringung von Lattenrosten für Zirkulation der Luft gesorgt werden. 7. Lagere nur kleine Mengen. Die Aufbewahrungsräume der städtischen Haushaltungen werden in vielen Fälle,; diesen Forderungen nur zum Teil genügen. Es sollten daher nur kleine Men- gen, möglichst nur der Bedarf für die strengsten Wintermonate, eingelagert werden. * ** Militärische Ausbildung der Jugend. Da die Jungnrannschäften durch die Vorbereitungen für die Wehrkanrpfe im August und September stark in Anspruch genommen wurden, schloß mit einer kleinen Nachtübung . September 1916, wird gegen Bor- zeigen der Brottnarkenausweiskarte auf d?n Kops der Bevölkerung ein Ei zum' Preise von 32 Pfennig abgegeben. Maßgebend ist die auf der Ausweiskarte vermerkte Persvnenz-ahl. Siehe Bekannt machung. *• D i e D i e n st sl uitbeii des Chemis ch e n Unter* s u ch n n g s a m t S für die Provinz Oberhessen sind für die Winter monate (1. Oktober 1916 bis 1. Mm 1917) auf die Zeit von 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachiniltagS — SaniStagü bis 12 Uhr mittags - festgesetzt. ft ** D i e Gewerkschaft G i e ß e n e r B r a n n st e i n - Bergwerke hat aut die 5. Kriegsanleihe 100000 Mk. gezeichnet. Die Beteiligung an den früheren Anleihen betrug 320000 Mark. Landkreis Gießen. Klein-Linden. 25. Sem. Dein Wehrmann Lndwig Reuschling, welcher seit Kriegsbeginn bei dem Infanterie- Regiment Dir. 29 ununterbrochen mittampft, rontbe das Eiserne Krenz verliehen. — Rodheim b. Hungen, 22. Sept. Ten; Wehrmann Karl Zoll von hier, der schon seit Beginn des Krieges im Felde steht, wilrde für hervorragende Leistungen bei den Stampfen in Nordfrankreich daS Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Wr. Rödgen, 25. Sept. Ein Wäschedie b ft a f) I wurde in der Nacht^ron; 21. zum 22. d. Mts. hier verübt. Die Ehefrau Schinitt und die Witive Becker büßten dabei Wäschestücke int Werte von ungefähr 100 Mark ein. Bon dem Täter fehlt bis jetzt jede Spur. IVa. Steinbach, 26. Sept. Einer hiesigen Fran wurden vergaiigenen Freitag von zivei unbekannten Schulmädchen 150 Mk. iind einein mtberen Dorfbewohner Eßwaren gestohleii. g. S t ein b a ch, 25. Sept. Kriegsinvalide Heinrich Fink ll. Landwirt, dahier, empfing das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Es wurde ihm in diesen Tagen durch Großh. Bürgermeister Krämer überreicht. Fink, Vater von sieben Kindern, rückte Anfang Juni 1915 ins Feld und kämpfte an der Ostfront. Er nahm an dev ruhmvollen Erstt'irmung Kownos teil und drang mit den Käme raden der heldenmütigen Truppe bis in die Nähe voii Wilna vor. Hier wurde er durch eine sehr schwere Schenkclverlctznng für jegliche Militärdienste untauglich. Kreis Büdingen. # Bleichenbach, 23. Sevl An den Folgen einer schweren Verwundung starb in einein Feldlazarett im Westen der Wehrmann Georg Heinrich Heß, Inhaber des (Sffernen Kreuzes. — Das Eiserne Krenz erhielten der Kriegsfreiwillige Theodor Höhn und der Musketier Gustav Heß, die Hessische TapferkeitSmedaille der Musketier Otto E m r i ch. # Düdelsheim, 23. Sept. Der Unteroffizier Schweitzer im Drag.-Rgt. 24 erhielt das Eiserne Kreitz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille. # Selters, 28. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt Friedrich Spahn. Kreis Schotten. r. Ober-Lais, 25. Sept. Landsturrnrekrut Karl N ie ß von der 12. Komp. Res.-Jnf.-Regt. 80, dar seit Anfang August als vermißt gemeldet war, I)at seiner Frau mitgeteilt, daß er sich in französischer Gefangensckwft befnidet. Am letzteii Sonntag wurde in der Kirche xu Unter-Lais foufrri) Dekan Brill- Ober- Wrddcrsherni eine ordentliche Kirchen Visitation abgclmtten. 4t Railirod, 25. Sept. An einer schweren Verwundung starb in einem Feldlazarett der Musketier Karl K r ö l l im Inf.- Regiinent 88. 4t Ulrichsteiii, 25. Sept. Durch einen Granatschuß starb den Heldentod der Unteroffizier und Offiziersaspirant Arnold Vogler vo,ii benachbarten Selgenhof. Kreis Wetzlar. ta. Aßlar, 25. Sept. Die zu einem Gemeinwesen vereinigten Orte Aßlar lind Klein-Altenstädlen erhalten jetzt gleichfalls elektrisches Licht. Die Errichtung dreier Transformatorenhäuschen wird in diesen Tagen vergeben. Hessen-Nassau. F r ci 11 k s u r t a. M., 25. Sept. Die geschiedene Gattin des in bett letzten Tagen viel genannten Barons Sch e n ck 1 “ ^ u, w unoünn 5 u vi i n e n , «KtrwrtTT ^chencr za Schweinsberg, lvurdc tot in ihrer Wohnung ansgefmrden. Es liegt Vergiftung vor; dock) ist noch nicht sestgestellt »vor- den, ob es sich um einen Selbstmord oder einen Unglücks- fall handelt. Frau Scheu ck zu SchuvinSberg pflegte ihres Herzleidens halber abends größere Mengen Schlafpulver zu nehnren. . . „.Dankfurt a.M.. 24. Sem Aus Grund einer M,eigr beun Polizeipräsidium mivarteten Smnstag früh zahlresdk' Knmi- ualbeamte die Wikuirft des sogen, ober hessi scheu Markt- znges, der 4.55 Uhr ans dem tzanptbabiihof eintrifft. Dieser Zug Nimmt ans fast jeder Station von Wabern bis Frankfurt Bauersleute lmt ihren la-ndlvirffclmftlicl^n El^m,missen aus, dre besonders Samstags in großen Mengen den hiesigen Markt, noch mehr aber die Prmatkliiidschaff.^bcsudmi (Gestern früh unirben die Händler ausnahmslos an der Sperre festgehalten und zur llnter» suchung ihrer Körbe wich der Bahnlwfswaclw geführt. Hier bo schlagnahnite man ihnen alle Eier, etwa 2800 Stück, die der städtt- scheu El er v e r t ei lnngs stelle zugeführt wurdl-ii. Die übrige Ware Kap-, Geflügel n.dcrgl., durften sie bcckialttni Die Goldankausstelle ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet! Arbeiterbewegung-' Lohnbewegung im Metnllorbeiterveeband. ^ -.Der(in, 24. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die tm m,bblä t f ^ tf 1 1 n r . b c l * c c Ü J v band organisierten Ban* d -iU'?.?^?E"-!Uragtcrn n, emer Versammlung nach mehr c\U hif si ÖU S n r stürmischen Ausema.idersetzungen die Branchenleituna b^ b?ii Arbeitgebern dahm vorsteUig zu werden, den Ban- anschlagern eine ansehnliche T e n e r u n g «z il l a a e zu bc- willigen, andernfalls den Tarif zum l. Oktober 1916 als gekündigt zu vetrachten. Ein großer Ansstand in New Nork. w 8S. Sept. (W.T.B. Nichtamtlich.) Meldung 5 »?,. ? outerRchen Bureaus. Da die Gesetlschaften sich geweigctt haben, den Aiigestelltcn der Eisenbahnen und Tranibahnen zu er- laubeii, den Gerverkschasten beiziltreten, beschlossen die Vertrete, p o ii , a sl n l l cn Indil st rien N e ,v BorkS die N i e d e r - legnng der Arbeit für Mittwoch früh 8 Uhr. Wird diese, Anordnung Folge geleistet, werden Tausende von Fabriken und «Spinnereien geschlossen, der Wagenverkehr und die 2lrbeit im Haie, und ui den Docks werden anshören. letzte Nachrichten. Htrabsctzulig der Kriegsbesoldung siir Offiziere und OstizierstcHvertreter. , Das Armeeverordnniigsblatt veröffentlicht einen die Offiziers. Besoldung neu regelnden kaiserlichen Erlass nach dem die Kriegs, besoldniig erl>cblich herabgesetzt wird. Wir veröffentlichen den vollständigen Erlaß in unserer morgigen Nuimlnrer. Französische Hceressorgen im Orient. Bern, 25. September. Ms Paris wird gemeldet: Der pa x \ . a ” l «ntatif ch e Marineaussch n ß beauftragte Nie.hrere Mitglieder, sich in Saloniki ülier den Zustand der Onentflotte soime über die Verhältnisse des Nachschubes und der Verpflegung des Expeditionskorps im Orient M vergewissern. Die Fraktionsvorstände bei dem Stnatssekretnr des Innern. erlin, 25. Sept. Neben den schon seit, eimgen Tagei, stattsuidendeii Besprechungen zwischen den, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Jagow und den Führern der eü,*eOie,t Parteien ist auf Dienstag im Reichsamt des Innern eins weitere Konferenz zwischen dem Stellvertteter des Reichskanz- lers Staatssekretär Dr. Helffcrich und den sämtlichen F-rak- twnsvorstänbcn auberaumt. Dabei handelt es sich, wie das „Berliner Tageblatt" hört, im tvcseiitlicheii mir um Öen ArbeiÜplatt des Reichstages, die Dauer der Tagung ufw. Zeit&em&a— Liebesgab« n Rh®lnl*ohe» "^^^^ 8 ik,»oklnvntzou floltTroleohnlk , 1 TprhntKlim Hinnfin Automobilbau, BrOokenba«. I CLIlISM Um Plliypll Direktion : Prototmor II o « p k e. Cbauffeurkurso. llie — Wof