m. 223 Der «etzmer Ä«zet-er erscheint tagüch, «Wer DsMrtadö. - iReü-age«: r>ier m at wöckren t l ich sreheoerFEMevbtüller; zweimal wöcden rii , monaiL 90 Pf., uicrtei- jäbrl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. SO Pf.: durch die Post Mk. 2.15 viertel- jährl. auSschl. Bsftellg. Zeilenpreis: lokaNSPf., auslv. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für ben Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Giessen. Neue Mitzerfslge deutscher See t zugleich der anderen, 0 -emde negkwit erwehrten. Dies weitere Kriegs-iel gewinnt msoivert noch , an Bedeutung, als England nach' feiner GeflogenheN ferne Landschaften auch in diesem Kriege durch ferne festländische .Verbündeten schlagen läßt. Nicht mehr ganz so ausschließlich wie früher, aber doch . ~Jr r Hauptsache. Ter Sieg über diese bedeutet aber mittelbar euren Sieg über England und somit weiter eine wirksame -llerjtarkung der Wirkung- eines unmittelbaren Waffenerfolges !3PÄ cr ** Zuselrerche zur Erringung eines unseren Interessen xKÄ^bchenden Friedens. Ein so großer Sieg über einen der st'AEZÜheu Glieder des ursprünglichen Dreiverbandes, daß er tatiachtich ganz, lahmgelegt wäre, würde voraussichtlich die Schale fpn?ir a3 V- Ud i gegenüber endgültig zu unseren Gunsten unken. Ber der Verstärkung ^-rankreickB mit unserem Haupt- vornehmlich Rußland in Betracht. Taber wiw freilich wenigstens zurzeit der an sich naheliegendct G^nke emes Sonderfriedens mit Rußland ganz auszuscheiden p^en.An emen solchen ist vorerst ledenfalls nicht zu denken, und lebe Fühlungnahme nach dieser Richtung wäre nicht nur ver lorene Liebesmühe, sondern auch ein technischer Fehler. Rußland spielt den Trumpf eines Sonderfriedens selbst gern zm Linderung seiner Finanznöte zu rik Preßmrtterlungen renommiert midererseits der Prä- “ ^Duma damit, daß ^ahlreLche deutsche Annäheruiigsver- no y ) eurer gegenüber dem Vizepräsidenten der Duma ^ 9 J at r unter ? eit Tilch gefallen seien. Das ist sicher der tapachlichen Unterlage entbehrende Pcnommage zu dem Zwecke, sich bei dem cnglilchen Goldonkel lieüs Kind zu machen. Lassen diese Tat- sachm erkennen, wie hoch man an Mßland den Wert ein schätzt, den! I ein zlllönlll't’Ptt TT11 fl tT (,Ut vi /v l 1 ^ .c . ^rück Sonst scheiterten olle Anstürme an der Tapferkeit der c in den Karpathen fechtenden Truppen der verdienen die braven ungarischen Land- f.urmbatalllone des Obersten Papp besonders Erwähnung. w ^iyarowka blieben alle Anstürme des FciN' oev vergeblich. Heeresfront des GcneralfeldmarsKalls Prinzen Leopold von Bayern. Armee des Generalobersten von Tersztyansky und Zatuseu die verbündeten ivm von der Marwitz abermals unter ff n " i!frtlrr Massen. Die Kampfesweisc t u } axc 'mmcr im skruppellosen Öinschlach- ten der ur tiefen Kolonnen vorgetriebencn Angriststruppen in deren Miite sich ruich die Garde befindet. Nur östlich von tzt der Kampf noch nicht entschieden. Sonst wurde der Feind überall unter den schwersten Verlusten geworfen. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine größeren Kämpfe. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei unseren Truppen unverändert. Der Stettoertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der erste Generalquarticrmeister Ludrndorff. Es ist im höchsten Maße bedeutungsvoll und erfreulich »EÄ « dlngriffe der Russen wiederum aügewiesm r deutsche tarne der fifterreichisch>uuqa- heben die tollen Anstrengungen dieses Uuedes,ab-r. auch seine Mißerfolg- Hervorruf fen ersten Eunde in den Tagesberichten nicht all- d^r l at fl ^L 5U fe&r daran gewöhnt und wird vielleicht sogar versucht sein diese Dinge langweilig seien und zu gar nichts ÄÄ 11 !"' Sl-Ht man aber etwas schärfer zu. so liegt Ä Sint i^ etg - Rußland hatte in der Reorgain- 'ISf S 1 ”° n Enudenburg und Mackensen geschlagenen * emf k hervorragende Leistung vollbracht Die ten un i benn uuchl in den letzten Mona- rtffiSiJ ^^°rht. Aber jetzt zeigt sich's, daß die end ausreichen, unsere strategisch glän ™ w r Sstgrenze umzuwerfen. Jeder Sriritt 9ene ariff der Russen ist ein ter%uM t Mr teben - Ein .Kriegsrat in Pc- auf dem !umönl^» %^ 1 lM e ^ mmen fei,t ' daß Rußland in Schauplatz keine weiteren Berstärkun- Äftr tow ?Ek uud der Zar soll darum die Ep. Sto™Generaloffensive durch seine aen und äWmm.»?' Karen Zeichen von Unbeha- yen Be)org?lrsfen, dre wir nrit hofier Gewnotuo^no LZiZZ LMZ K? sür (±mldm> hat, so wird man andererseits ^Äla.nd Klughert nird Vorsicht erwarten müssen, paß es wird^^D^ r b e inzen. Süd front: In der Dobrudscha lebhafte Känipfe auf der ganzen Front Die russisch-rumänischen Truppen schlugen alle llngrisse des Feindes ab und brachten ihm Verluste bei: sie unter- iiahmen mehrere Gegenangriffe. Feindliche Flugzeuge warfen Bmn- veN aus Konstantza ab ohne Schaden anzurichten und auf Pia- trud, wo ein Kind von sechs Monaten verletzt wurde. Der Schutz der deutschen Interessen in Rumänien. Berlin. 21. Sept. (WTB. Nichtcnntl.) Dhe ameri- ka n r sche n Vertretungen in Rnmän i e n haben den Schutz der deutschen Interessen in diesem Laiche über» nonmven. Ein Kriegsrat in Petersburg. Berlin, 21. Sept. (Priv.-Del.) Die „Voss. Ztg." meldet aus Budapest: Nach einer indirekten Meldirna Petersburg befaßte sich der letzte Kriegs rat in stzeterK. bürg, dem auch die Vertreter Englands. Frankreichs und Italiens beiwohnten, mit der durch die Mittelmächte in der Dobrudscha geschaffenen stt'ategisck)en Lage. Der Zar soll an die Vertreter der Miierten die Aufforderung qerÄhtet haben, dahin zu lvirken, daß durch gleichz eitigeOffen- fiö-Crt cm alten Fronten. lvcibere Truppensendungen der ^Etennächbe nach dem Balkan unmöglich gemacht n>erden sollen, da Rußland ntdTt in der Lage ist, weitere Truppen dorthin zu senden. Aus Griechenland. , Berlin, 21. Sept. Der „Bert. Lokalanz." meldet aus Kopenhagen: Pariser Blättern wird, ivie die „National Ti- dende" erfährt, aus Athen gedrahtet, dort gehe das Gerücht, daß der König befohlen habe, die A t he n er Ga r n t f o n um fünf Bataillone zu verstärken. Bern, 21. Sept. (WTB Nichtamtlich.) Der Mitarbeiter des „Secolo" in Saloniki will von zuverlässiger Seite aus A t he n erfahren haben, daß dort eine. Verschwörung -legen Venizelos bestehe Dimitrakopntos soll sogar die Verhaftung von Venizelos in seinem Programm gehabt haben. Das Schloß Tatoi soll zum Schutze des Königs von Kavallerie, Artillerie und Infanterie rungeben^ sein. Die -Nachrichten seien jedoch ohne jede Bestätigung. Sicher aber sei, daß sowohl in Athen, wie in Saloniki die Bevölkerung gegenüber, den Ereignissen nicht ruhiger u nd g leichgültiger sein könnte. Venizelos lverde in Saloniki erwartet. Der französische Kammerausschuß und die Lage in Griechenland. Paris 20 Sept lWTB. Meldung der Agence Davas. Der Ka m m e r a u sschuß für auswärtige Angelegenheiten ist unter dem Vorsitze Leygues zusammengetreten. Er prüfte die durch die Ereignisse in Griechenland geschaffene Lage und kam zu dem Schluß, daß eine entschiedene und feste Politik, wie sie iu der in Athen am 24. November 1915 überreichten Note der Entente zum Ausdruck gebmcht ist, die einzige ist, die zu positiven Ergebnissen führen kann. Me auch die Alliierten über die zukünftige Rolle 0ftieä>enlands dachten, könnten sie doch nicht dulden, daß in Athen ein Mittelpunkt für BersäMörnngen der Feinde bestehen bleibe und sic hätten die Pflicht, die entschiedensten Maß- nahrncn zu ergreifen, um die Sicherheit und volle Bewegungsfreiheit ihrer Heere zu sichern. Rußland an Griechenland „nicht interessiert". London. 21. Sept. (WTB.) Meldrmg des Reuterschen Bureatus. „Daily Mail" meldet uns Athen: Die russische Regierung hat ihrem Gesandten in Athen die Instruktion zngehen lassen, daß Rußland an Griechenland nicht interessiert sei. Die -Uederlage der italienischen Valtanexpedition. Bern, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Secolo" meldet aas Saloniki vom 19. September: Die Italiener wurden am Sonntag von einem dreifach überlegenen Feinde an den Abhängen der Delesberge umfassend angegriffen. Das Blatt sagt weiter, ihre Stellungen seien durchaus unhaltbar gewesen, da die feindlichen Schützengräben kaum 300 Meter entfernt waren und die italienisck>en Stellungen vollständig beherrschten. Der Rückzug der Italiener habe sich unter einem von allen Seilen erfolgten Gewehv- und Maschinengewehrfeuer vollzogen. Während der Feind ans verschiedenen Richtungen mächtig angegriffen habe, um das Heranziehen von Verstärkungen zu verhindern, hätten die Bulgaren gleichzeitig eine weiter westlich liegende Stellung angegriffen. Der Rückzug sei bis in die späte Nacht unter andauernden Kämpfen vollzogen worden. Kaiser Wilhelm in Saybusch. Lemberg, 21. September. (WTB.) Ter amtlichen „Gazeta Lwoivzka" wird aus Zywiec (Saybusch) gemeldet: Am Montag nachmittag ist der deutsche Kaiser mit Gefolge züm Besuch des Erzherzogs .Karl Stefan und Gemahlin hier eingettvffen^ Er blieb beinahe eine Stilndc in dem erzherzoglichen Schloß. Die 'Gemeinden Zablvcie, Jsep und Zywiec litten Flaggenschmuck angelegt. Die Schuljngend und ein zahlreiches Publikum begrüßten den deutschen Kaiser bei der Vorbei fahrt mit begeisterten oimifert. In der vergangenen Woche weilte auf bent schlosse des Erzherzogs Carl Stefan der König von Bulgarien mit Gefolge. Am 13. Sept. war der 'Armeeoberkommandant Erzherzog Friedrich zum Besuche des Erzl'erzvgs Carl Stefan in Saybusch. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 21. Sept. (WTB.) Bericht des Haupt- auartiers vom 20. Sept. An der Front von Felahie besck>oß der Feind gestern von neuem unsere Stellungen mit sck)werer Artillerie, ohne irgendwelchen SckPaden anznrichten. An der persischen Front griffen gestern die Russen aus verschiedenen Richtungen mit schrmchen .Kräften Devletabad an. Gleichzeitig ging russische Kavallerie nördlich von Bemedan zum Angriff über. Alle diese Angriffe wurden zurückgeschlagen. An der kaukasischen Front tmternahm der Feind im Abschnitt von Oghiivt heftige Uebersälle, die er zweimal wieder- lwlte, die aber mit Verlusten für ihn abgeschlagen wirrden. Kein Ereignis von Bedeutimg von den übrigen Fronten. Frankreichs finanzielle Verhältnisse. Paris, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird eure .Verordnung bekannt gegeben, welche das Moratorium für! Zahlungen ans Wechseln, aus Handelskäufen und auS Vorschüssen 'auf Wertpapiere um iveitere drei Monate verlängert. Nach dein „Journal des Tebats" ist dies das zwölfte derartige Moratorium seit Beginn des Krieges. Die Verlangen mg werde vont Finanz- ministerftlm recht eigenartig immer wieder mit der Steigerung des Wirtsckiaftslebens rmd damit begründet, daß durch das Moratorium beftistete Wechsel in den letzten Monaden in befriedigenster Weise bei der Banane de France eingelöst Jxwtbttt seien. Daraus sollte man. )oie das Blatt bemerkt, eigerttlich auf die Aufhebung des Moratorium-' schließen. Tatsächiliäi seien aber, wie aus dem Bericht des Handelsministers hervorgeht, am 14. September noch für 1393 Millionen Francs befristeter Wechsel vorhanden gewesen. Die neue russische Anleihe. London, 21. Sept. (WTBi Die Blätter melden aus Petersburg, daß. die neue inländische Kriegsanleihe von. 300 Millionen Pfund Sterling Ende Oktober ausgegeben, werden wll. Es soll eine fünsprozentige Anleihe sein, in zehn Jahren rückzahlbar. Tie Anleihe soll zum Kurse von 95 ausgegeben werden. Die allgemeine Dienstpflicht in Australien. Melbourne, 21. Sept. (WTB. Nichtcrnrtlich.) Meldung des Reuterschen Bureans. Das Repräseutmrteuhaus hat mit 47 gegen 12 Stimmen beschlossen, ein Referendum über die Einführung der allgemeinen Dienstpflicht abzuhalten. Neues dänisches Ausfuhrverbot. Kopenhagen, 21. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Justizministerium hat ein Ausfuhrverbot für folgende Fische in geräuchertem, gedörrtem und gesalzenem Zustande erlassen : Aalmütter, Heilbutt, Kli eschen (Schollen- ^>art), Flrnrdern uird Dorsch, darunter Kabeljau. Das Verbot tritt am 23. September iu Kraft. Das Ministerium des Innern ernamrte einen Ausschuß zur Regelung der Fischversorgung des Landes. Die Fischcrnsfu.hr wird zukünftig durch ine vom Laudwirtschaftsminiftevium dazu ermächtigten Firmen geschehen. Eine Rede dcS Grafen TiSza. Budapest. 21. Sept. 'WTB. Nichtamtlich.) Im Abgeordneten hau ie brachten Andrassy und Ap p o n y i einen Antrag wogen der Einberufung der Delegationen ein. Am L>ctstuß der Aussprache erklärte Graf Tis za: Nhan dürie nicht vergessen, daß die ö nenn cf* f ch-un garri che Armee feit mehr als zwei Jahren gegen eine riesige llebermacht heldenmütig und erfolgreich kämpfe. Seiner Ansicht nach sei es nicht richtig, einzelne Vorfälle und einzelne ungünstige ^Rvmente herauszugreifen und so das Bild der Armee zu entstellen, freuen SEinmrung im großen und ganzen durchaus auf der Höhe sei. Er wimschtg. daß innerhalb der Monarchie und jenseits ihrer Grenzen der Krieg mit dem hervorhebenden Bewußtsein abschließen möge, daß die RLonarchie in diesem Kampfe aui Tod und Leben nicht mcr in einzelnen Augenblicken, sondern mehr als zwei Jahre hierdurch nie geahnte Beweise von Lebensfähigkeit, Kraft und' jugendlicher Energie gegeben habe. Der Ministerpräsident ging sodann zum Kern der Aussprache des Antrages auf Einberufung der Delegationen über und sagte: Bei Behandlung dieser Frage sind vielfach österreichische Fragen berührt worden. Ich gedenke jedoch diesem Beispiel nicht zu folgen, weil das ungarische Abgeordnetenhaus, das so eifersüchtig darüber wacht, daß nicnnand sich unbefugt in ungarische Verhältnisse einmische, und welches gegenüber ungünstigen Erörterungen in Oesterreich mit Recht empfindlich ist — — ich tage, das ungarische Abgeordnetenhaus sollte ebenso mit größter Sorgfalt be- strssen sein, in diesem Punkte Zurückhaltung zu üben. Schließlich erörterte der Mm ster Präsident eine Bemerkung des Grafen Michael Karo lyi über den Dreibund und sagte: Mit Freuden nehme ich die Erklärung des Grafen Karelyi zur Kenntnis, daß auch er die Vollstreckung der bestehenden Verträge und Treue und Anhänglichkeit an sie für Wünschenswert erachtet. Es war sehr wichtig, daß Zier Herr Abgeordnete diese Erklärung abgab und dadurch die Tendenz eines Bemühens entkräftigte^ welches die Auffassung des Grafen Karolyi imd die seiner Partei als eine auf einen Vertragsbruch gerichtete Tendenz hinstclle^ wollte. Wenn jedoch der Herr Abgeorditete sagte, daß der Dreibund ausgelöst sei, so kann ich das nur in streng formalistischem Sinne cmnehmen, insoferne, als durch das Ausscheiden Italiens der Dreibund selbstverständlich aufgehört hat, ein Dreibund zu sein. Der Herr Abgeordnete hat in arithmetisck>em Sinne recht. Was jedoch das Wesen der Sache anbelangt, so bildete das Bündnis zwischen dem Deutschen Reiche und der Monarchie das Rückgrat dieses politischen Gebildes. Der Anschluß Italiens erschien nur als erfreuliche Kräftevermehrung, aber das Wesen war das Bündnis zwischen dem Deutschen Reiche und der Monarchie. Dieses besteht unverändert fvrt. Ich muß auch der Behauptung des Herrn Abgeordneten widersprechen, daß unser Verhältnis zum Deutschen Reiche sich gewidert haben sollte. Wenn in diesem Kampfe kauf Leben und Tod, in dieser riesigen und ruhmvollen Kraftprobe sich etwas zwischen uns geändert hat, so ist es nur das, daß das Vfündnis noch viel inniger geworden ist. Auch gewisse Sonderinteressen haben auf das Bündnis keinen Einfluß. Ich bin nicht berufen, den Gedanken des Deutsck>en Reiches zu vertreten. Aber ich bin überzeugt, daß jeder ernste Faktor des Deutschen Reiches es als eines seinewichtigsten Interessen erachtet, daß unsere Monarchie in ungeschmälerter ßkvaft fortbcsteht. Und dies gewährt mir die Hoffnung und das sichere Bewußtsein, daß dieses Bündnis auch nach dem Kriege in unveränderter Kraft und sogar noch inniger fortbe- stehen wird. Die sozialdemokratische Reichskonserenz. Berlin, 22. Sept. Zu der gestern im Saale des Budgetausschusses des Reichstages zusammengetretenen Sozialdemokratischen Reichskonferenz waren etwa 300 Delegierte erschienen. Laut „Vorwärts" gedachte Ebert in seiner Eröff- nungsansprad-e der int Felde stehenden Parteigenossen und der Gefallenen.. Zur Ehrung für diese, zunr Danke für die Kämpfenden erhob sich die Versammlung'. Als Zweck der Konferenz erklärte Ebert, der Einheit der Partei zu dienen, ihre Aktwns- fteiheit zu sichern und dem Pactcischiff einen festen, graden Kurs für die Zukunft zu geben. Im Wärmen von über hurlderL Abgeordneten und Delegierten gab Ledebour eine Erklärung ab. die die Zusanvmensetzung der Reichskonferenz kritisierte mrd aussprach, daß die Unterzeichner sich au der Konferenz nur beteiligen, um diese (Gelegenheit zur Aussprache nicht vorübergehen zu lassen. Eine ähnliche Erklärung, die überdies die Beteiligung an sachlichen Abstimmungen ablehnt, wurde für die Anhänger der Gruppe .^Inte rnational" cchgegcbeu. Ms Referent über die Politik der Partei legte Scheidemann dar, daß die mit sieben 9lchteln Mehrheit beschlossenst ZustiurmUng der Fraktion zum ersten Kriegskredit durchaus der Vvlksstimmung entsprach, die sich damals der von Rußland dwhetiden Gefahr voll bewußt war. Heute übersehe die Opposition, daß die Deutschland drohende Gefahr wahrlich nicht geringer «worden sei. Es bestehe kein Anzeichen dafür, daß eine Ablehnung der Kriegskredite durch die deutsche Sozialdemokratie einen gleichen Vorgang der so^iotlisrisck^en Parteien Englands und Frankreichs zur Folge haben tvürde. An dem Gerede von einer sozmldemokrarischär Regierungspolitik sei tricht mehr, als daß jetzt die soziialdernokratische Fraktion von der Regieru.7ig ebenso informiert werde, wie die anderen Parteien, so daß nur ein Ansnahinezustand beseitigt erscheine. Die mtematiaitülej^ Kongveßbeschlüsse, daß die sozialistischen Parteien auf die rascheste Beendigung eines aus- gebrochenen Krieges hinzuwrrken haben, gelten für alle sozialistischen Parteien. Unser Bemühen, danach zu handeln, begegnet aber immer wieder der schroffen Ablehnimg auf der anderen Sefte. Scheidemarm schloß mit der Zuversicht, daß die deutschen Arbeiter schließlich selbst fordern werden, daß die deutsche Sozialdemokratie einheitlich und mit ganzer Kraft sich den kommenden imübersehbaren großen Aufgaben zmvende. Nur dem Reiche. Zum Wiedertieginn des Reichstags. Berlin, 22. Sept. Der Wiederbeginn des Reichstages wirst seine Schatten voraus. In den nächsten Tagen werden vertrauliche Be sp re chu naen der leitenden Persönlichkeiten mit den Fährern der p oli- tischen Parteien stattsinden. Die Reich stag s frakti o n der Fortschrittlichen Volkspartei hält ihre erste Sitzung nach den Parlamentsferien cun 28. September mittags ab. An demselben Tage werden die Führer des Zentrums zu einer Sitzung geladen. Zwei Tage vorher tagt iu Frauksurt der Reichsausschuß der Zentrmns'partei. Haferfreigabe für Arbeitstühe und Ziegenböcke. Berlin, 20. Sept. Das Kriegsernal-ruilgsamt gibt bekannt: Im Nachgangc zu der bereits erfolgten Erhöhung der Hafer- rativneic für Einhufer und Zuchtlnülen sowie der Freigabe vow Hafer für Arbeitsochsen hat es sich nun auch noch ernröglickien lassen, entsprechend zahlreichen und aus allen Teilen des Reichs geäußerten .Wünschen auch für die zur Feldarbeit oerivendetcul stigenanuten Zuästkül-e auf die Tauer der Herbstfeldbestellung eine geringe Haferration zur Versütteruug fteizugeben. Nach den getroffenen Bestimmungen darf für die zur Feldarbeit verwendeten Kühe in der Zeit bis 30. November 1916 einschließlich mit CK'- nehmigung der zuständigen Behörden 1 Ztr. Hafer für die Kuh und den ganzen Zeitraum verfüttert werden. Dem einzelnen» Unternehmer darf nur für ein Gespann, das ist höchstens zwei Kühe, die Verfütterungsgenehmigung erteilt werden. Es ist zu erwarten, daß sich die Maßnahmen rächt rrnr im Interesse einer gesicherten Herbstfeldbestellung, der sie trt erster Linie dienen soll, sondern auch im Interesse der Erhalturrg .der Milchproduktionj während dieser Zeit segensreich erweisen und die Aufwendung der jur Durchführung erforderlichen Hafermengen wohl rechtfertigen wird. Gleick>zeitig wurde auch ftir die Ziegenböcke, die wahrend der bevorstehenden Teckperivde zur Zucht Vianvendnng ftndeu, eine geringe HaservalMM zur Verfüttcrung in der Zeit bis 31. Dezember 1916 t i*:*rf*!icn'i-;': »re'.gegeben. Nach den gctroffeneil BesrüsmmMN darf an derartige Ziegenböcke mit Genehmigung frer zuständigen! Behörde für den ganzen Zeitraum 1 Ztr. Hafer verfüttert werden. Dre Maßnahme entspricht einem vielseitigen Wunsch, insbesondere aus den JnÄlstriebezirken, und rechtfertigt sich durch die Bedeutung, die der Ziegenzucht für die Mil-chversorgung beson1>crS der minderbemittelten Bevölkerung zukvmmt. * Berlin, 21. Sept. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: der Entwurr einer Bekanntmachung über das Verfahren von außerordentlichen Kriegsgerichten, der Enftvurf eines Gesetzes betreffend den Landtag für Elsaß-Loth- r.i n g e n , der Entwurf eines Gesetzes über die Verlängerung der Legislaturperiode des Reic!)stages. eine Borlaae betreffend die Kontingentierung der ohne Steuerzuschlag herstellbaren Züudtvaremnengen für das Betriebsjahr 1916/17, der Entwurf einer Bekanntmachung über den Fang von Krammetsvvgeln. Hesfischee Landtag. Zweite Kammer der Landstünde. rb. Darmstadt, 21. September Am Regierungs tische: Staatsminister Dr. v. Ewck.ld, Mc-- mster des Jimern v. Ho m b e r ä k, Finanzmimfter Tr. Becker, Staatsrat Hölzrnger, Miinsterralrat Dr. Schwarz,'. Geb. Oberschulrat Nvdnagel; Geh. Legationsrat Dr. Neidchart. Pra,rdent Köhler eröffnet die Sitzung um 107* Uhr. Das Haus ist schwach besetzt. Erster Gegenstand der Beratung ist der Antrag Calmaw-l »Wunzer, betr. Ergänzung der Verordnung vom 8. 9Lu«r. 1914. ul>er die Geschäftsaufsicht zur Abwendung des Konkursverfahrens. Der Antrag >^eht dahin, Grvßh. Regierung zu ersuchen, beim Bundes rat eine Ergänzung der erwähne ten Verordnung zu bewirken, mrd zwar iit dem ^inlie, daß unter bestimmten Voraussetzungen ein Zwangsvergleichsverfahreu möglich sein sollte. Die Notwendigkeit dieser Ergänzung wird mrt der langen Dauer des Krieges begründet. Die Großb Regrenmg hat seinerzeit ein zwingendes Bedürfnis hierzu ^ftcht anerkannt. Inzwischen hat aber die Reichsregierung seliger en.'eTr diesbezüglichen Gesetzentwurf in Aussicht gestellt. Abg. E a s- m a n, der im August d. Js. hierzu noch einen Ergänzungs-^ antrag einbrachte, begründet diese Anträge und betont als Zweck derselben, durch den Köieg unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geratene Existenzen vor dem Konkurs zu retten. Es gelte also hier nicht nur eine ideelle, sondern auch eine bedeutende vvlkswcrb-, schaftliche Aufigobe zu erfüllen. Damit würden auch maneberler Schwierigkeiten im Geiwssensck)aftswesen beseitigt. Ministerialrat Dr. Schwarz führt aus, die Reichsregiernrrg !>abc sich dem hier ansgesprockwnen Gedanken frermdlich gegenüber-- gestellt. Es l-abe infolge der Erfahrungen des Krieges seinen« Wrderspruch gegen die Zsvangsvergleichsvorlage ausgegeben und daher werde auch die Großh. Regierung die von den An trag stellernt vorgebrachten Wünsche bei Begutachtmrg der in Aussicht gestellten Vorlage möglichst berücksichtigen Im übrigen müsse abgetoartek werden, ivie weit das Reich den Kreis ziehen werde, für den der Zwangsvergleich lremessen werden solle. ^taatsminister Dr. v. Ewald bemerkt, bei Erledigrmg dieser Sache bestehe die hauptsächlichste Schnnerigkeit darin, auch die In teressen der Gläubiger in richtiger Weise zu wahren. Das sei wohl auch die Ursache, weshalb sich die Einbringung der Reichch)orlage bisher iwch verzögerte. Abg. Dr. Osann (iliatl.) begründet den Ausschußantrag, der den Antrag Cälman Wün.zer der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen wissen will, und weist aus die segensreiche Wirkung des Antrags hin. Auch in den Kreisen des ?ln ivalts stau des seien Schlvierigkeiten vorhcurden und er ersuche deshalb die Regierung, die.diesvezügliche Einlgabe der liessischen Anwaltskammer'>n Be rückftchtigung zu ziehen. Staatsminister Dr. v. Ewald benierkt dem Vorredner, fraß zu denjenigen Zbategorien und Bernfeii, die nt der zu erwartenden Vorlage für die Unterstützung vorgesehen sind, auch die Anwälte gehören. 'Der Antrag des Ausschusses wird daraus vom Hause einstimmig angenommen. Zur Beratung konrint danach die Regierungsvorlage, bctr die Gewährung von Bezügen an Beamte und ständig vernnmdele Bedienstete, die während des Kriegs ihrer aktiven Militärpflicht geimgen, mrd in Verbindung hiermit die Anfrage Tr. Schmitt mrd Genoffen, betr. Ge^haltsregelumt der infolge des Kriegs Mn Militär einberufenen Lehrer usw. Ter Ausschuß, Berichterstatter Dr. Osann, beantragt Zustimmung zu der Regierungsvorlage. Llbg. Wolf-Stadecken (Bbd.) wendet sich in längeren Ausführungen gegen die Vorlage und beantragt, die Regierung ivvlle beim Bmidesrat eine Abänderung des Reichsmilitorgesetzos dahingehend anregen, daß die ZibilbeKüge der Beamten gestrichen werden. 9lbg. Bach (Nall.) tritt für die Annalime der Vorlage ein irrtb weist nach, daß es sich in vielen Fällen um Verheiratet« handelt. Er bringt eine Anzahl Härten zur Sprache, die in dem Eiitwurf der Regierurrg iwch vorhanden seien, besonders für die Lehrer. Ter Redner stellt den Antrag, die Regierung zu ersuchen, bei den Lehrern die Mietsentschädigung nicht ahzuziehen. Gegenüber dem Abg. Wolf weist Redner daraiff hin, daß bei anderen Berufeii immerhin iioch die Möglichkeit vorhandm sei, ihr (Geschäft in einem gewissen Unffcrng weiter zu betreiben, während dies bei den Lehrern ausgeschlossen sei. Abg. Tr. Schmitt (Zentr.) erklärt, daß er den Aus- führmigen des Vorredners beistimme. Es blieben in der Vorlage immer noch geivisse Ungleichheiten und Härten besteben. Der Gesetzenttvurf soll die Regierung ernracksti.ien, Beamten und Bediensteten, die während des Krieges ihver aktiven Dienstpflicht geiiügen, den Bezug ihres Diensteinkommens zu geivähren, für die Zeit, zu der im Frieden ihre aktive Dienstzeit beendet gewesen wäre. Dasselbe gilt für solche, die fveiwillig ins Heer eitigetreten sind. Schulamtsaspiranten, die ihre Schlußprüftmg bestanden haben, sollen 1100 Mark (ganz oder die Hälftei erhalten. Schulamtsaftnranten und andere, die den Vu rbereitungs-Dienst beeiideten. aber an der SchlußsTrüßmg verhindert »oaren, erhaltest 1000 Mark. Fin-anzminister Dr. Becker geht auf die Ausführungen des Vorredners und die Art der Begründung seines Antrages näher ein. Ganz tmzrttreffend sei dessen Belauptmtg. daß zu viel Beamte nt den Bureaus säßetr. Bon der Militärbehörde werde jeder Beamte da verwendet, wo er die besten Dienste leisten könne. Wenn angeblich aus Barmtenkreisen gegenwärttg die Sparguthaben vermehrt werden, so weist der Minister dagegen auf die grvßen Spargelder der Landrvirte hin, die während des Krieges ebenfalls an- gesammelt wordetr sind. Man könne durch solche Reden mir die allgemeine Verstümmmg vermehren, besonders anch unter den Beamten, die ihre volle Pflicht tun. Bei den Offtzieren, die auch Beamte sind, fallen bekanntlich and) die Doppelbezüge weg; es werden ihnen 70 o/o abgezogen. Wenn man der Anregimg des Abg. Woli folgeti wollte, beim Bfundesvat die BcseLttgung der Zivilbezüge von Boaniten zu beantragen, so würde man sich damtt nur blamieren. Die Regierung lvird diesen Vorschlag jedenfalls nicht berücksichtigetr und Redner beztveisett auch, daß er hier im Hause Beifall fruben wird. Die Regierung beabsichttge mit ihrer Vorlage, eine llngleichlxnt zu beseittgen. die sich bei der langen Andauer des Krieges rächt länger anfteckü erbalten lasse: däbei seien jedoch zwei Einsd-ränkungen gemadit ivorden, für die ledigen Beamten und die Forderung einer abgeleisteten zrveijäk-rigen Zivildienstzeit. Es gebe gewiß auch Grenzsälle, lvie sie von derr Abgg. B a ch und Dr. Schmitt angeführt wirrden, aber für diese Fülle habe sid) die Regierung die Möglichkeit vorbel-alten, dnrd) Gewährung von Beihilfen eine Milderung der Härten herbeizuführen. Abg. Wolf-Stadecken (Bbd.) hält seinen vorhin gekennzeich- Eten Standpuntt aufrecht mtd wendet sich im einzEden gegen die Ausführungen des FntarrzmiMsters, v^A-y. i* u u v * er ins Ungeheure gestiegen. In der Hauptsache wird zur Herstellung dieser Kaffee-Ersatzmittel Gerste verwandt. Um nun mack) Mglichkoit an Gerste, die zu Futterzwecken dringend benötigt wird, zu sparen, ist die Verwertung der Weißdornsrüchte, auv denen sick) gleichfalls ein geeignetes Kaffee-Ersatzmittel Herstellen laszt. behördlich in die Wege geleitet worden und zum Zwecke der Sammlung imd Verwertung des Weißdorns unter Beteiligung des Deiitschen Reichs und Preußens die Kriegsgesellschast für Kaffeeersatz G m. b. H.. Berlüi W 66, Wilhelmstr. 55 gegründet iwrden. Diese Gesellschaft l>at, um die Sammlung der züchte m weitestem Umfange zu ermöglichen, eine Organisation geschossen. Es sind in allen Kreisen und Bezirken des Deutschen Reiches, in denen sich nennenswerte Mengen Weißdorn befinden, Kreis- bezw. Bezirks sammelstellcn eingerichtet worden, denen die für die einzelnen Ortschaften errichteten Orissammelstellen unterstellt sind Die Gesellschaft zahlt cni die Bevölkerung für ein Kilogramm luftgetrockneter, von Stengeln, Aesten und Blättern befreiter Fruchte 20 Pfg Die Ablieferung und die Empfangiiahme des SanrmeNohnev erfolgt bei den Ortssarnmelstellen. . An die Bevölkerung wird die dringende Bitte gerichtet, daE »n sorgen, daß die sämtlich vorhandenen Weißdornsrüchte gepflückt rmd an die Ortssammelstellen abgeliefert werdew Sollte m irgend einem Bezirk, in dem sich nennenswerte Mengen Weißdorn befinden, keine Sammelstelle eingerichtet sein, so nnrd dw Kriegsgesellschaff für Kaffeeersatz, sobald sie Nachricht davon erhalt, für Errichtung einer Sammelstelle sorgen. . . f , Insbesondere geht an die Heroen Lehrer die Bitte, milchen Fällen selbständig Sarmnelstellen einMrichten und der Krregs- gesellschafk ffir Kaffeeersatz Nachricht zugehen zu lassen. Durch Samnilunq von Weißdorn wird die entsprechende Menge Gerste, des für uns so notwendigen Futtermittels, gespart. Es ist daher Pflicht jedes Einzelnen, die Sammlung der Weißdornffüchte zu fördern. ^ •• Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Karl B e ch t l u s t, Martin B e ch 1 l u f t und Heinrich RoosIV. f ' ‘ öffentliche Versammlung findet am Dienstag, 26. Sept., abends 9'/, Uhr. im Saale des „F ü r st e n h o f e s* früher EEinhornE) statt mit der Tagesordnung: ,D i e neue KriegSanleih e". Freie Aussprache über alle die Kriegsanleihe betreffenden Fragen ist vorgesehen. . , _ ** Bestandserhebung für Schmiermittel. Im ^'tnschluß Mi die Bekanntmachung betreffend „BescUagnahme von Schnnesinittel" (Bst. I. 1854/8.16. K. R. A.) vom 7. September 1916 die im Deutschen Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 211, sowie in den Staatsanzeigern von Bayern, Sachsen und Württemberg vov' 7 September 1916 veröffentlicht ist, erscheint heute eine smrc Bekanntmachung betreffend „Bestandserhebung für Schmiermittel" lNr Bst. I 100/9.16. K. R. A.) vom 22. September 1916. Von dieser Bekaniitmachung betreffend Bestandserhebung werden die gleichen Gegenstände betroffen wie von der Beschlagnahme, daä lind 1. Alle Vdineralöle und Minevalölerzeugiffsse, die als Schmieröl oder als SpindeM für sich allem oder in Mischungen verwendet weiden können, und zwar werden sie sowohl für sich allein als auch in Mischungen betroffen. Insbesondere sind somit betroffen: alle im vorhergehenden Absatz bezeichneben Oele, die zum Schmieren von Mcrschrnenteklen. zu HLctnngs- oder Kühlzwecken. oder bei der Herstellung von Textilien, bei der Herstellung oder Er- haltimg von Leder, zur Herstellung von Starrschntieren (konsistenten'Fetten), von wasserlöslichen Oelen (Bohröl usw.), von Vaseline. von Putzmitteln (auch Schuhcreme) gebraucht werden können. •2 Me Mineralölrückstände (Goudron, Pech), die zu Schmierzwecken r»erwendet werden können, oder aus denen Schmieröle oder Schmiermittel gewonnen werden können. 3. Alle der Steinkohle, der Braunkohle und dem bituminösen Schiefer entstammenden Oele, die zu Schmierzwecken verwendet werden können. 4. Me Starrschmio- ren ^konsistenten Fette).. 5. L-ctternenöle (Mineralöle). Melde- VfticlTtig sind alle Personen usw.. die die genannten Gegenstände im Gewahrsam haben. Die erste Meldung ist für die bei Beginn des 82. September 1916 (Stichtag- vorhandenen Vorräte bis zum 12. Oktober 1916 zu erstatten und zwar auf besonderen Meldescheinen, die unverzüglich von der Kriegsschmieröl G. m. b H. (Abteilung für Beschlagnahme.. Berlin W. 8, Kanonierstraße 29/30 anzufordern sind: an diese Adresse sind auch die Meldungen einzusenden. Ausgenommen von der Meldepflicht sind nur Mengen von i n s g e - , u ul l luciuyit ula oJJ ..... taiiUii. -Dte Betannrinacyung uiUi>au noch eine Reihe von Einzelheiten, die für die Meldepflichtigen von Wichtigkeit sind; sie tritt mit dem 22. September 1916 in Kcaft. Die Veröffenllichiung erfolgt in der üblichen Weise durch Anschlag und Llbdruick in deir Zeitungen. Außerdem ist der Wortlaut der Bekanntmackmng im heutigen Kreisblatt abgedruckt und am Bürgermeistereigebäude angeheftet. ** Gießener Freilich - Bühn e. Obwohl das Wetter sich etwas zu stellen scheint, hat die Leitung der G. F. B. ihrtz Absicht, Morgen lSamstag) noch einmal Grillparzers „Des Meeres und der Liebe Wellen" in Szene gehen zu lassen, ausgegeben. Bei■ der herrschenden kühlen Wi t t e r u n g könnte, selbst, wenn es in diesen Tagen nicht mehr regnen sollte, ein zwei- bis dreistündiger Aufenthalt auf dem feuchten Boden und den noch nicht ganz trockenen Bänken — dazu am Abend — cre Gesundheit der Zuschauer und Darsteller (diese z. T. in sehr leichten Gewändern) ernstlich gefährden. Ta bei der vorgeschrittenen Jahreszeit ein weiterer Spieltag für 1916 nicht mehr in Frage kommt, ist die Ausführung vom 9. l. Mts. als Schlußvorstellung zu be- trachen. ** Wichtig für Kartoffelerz enger. Auf Grund der Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen betreffend Kartoffelversorgung vom 14. September 1916 (Kreisblatt Nr. 115) hat der Oberbürgermeister folgende Bestimmungen erlassen: Jeder Kar- tvfselerzeu.ger, der in der Gemarkung Gießen und Schiffenberg ein Grundstück mit Kartoffeln ausgestellt hat. ist verpflichtet, alsbald dem städttschen Lebensmittelamt, Ostanlage 39, schriftlich oder mündlich folgende Angaben zu machen: Name des Kärtoffel- erzeugers, Lage und Bezeichnung des Grundstückes, Größe des Grundstückes in Quadratmetern. Die Aberntung der Grundstücke ist schriftlich oder Endlich vorher dem städttschen Lebensmittelamt anzuzeigen. Die Beendigung dm Ernte ist gleichfalls milzuteilen. Das Ergebnis der Ernte der einzelnen Grundstücke ist schriftlich oder mündlich alsbald dem städttschen Lebensmittelamt zum (Antrag in die Kärtoffelerzeugerliste Ezuterlen. ** Kartoffel Versorgung. Wir verweisen aus die Bekanntmachung im heutigen Blatt über die Versorgung mit Win- lerkartoffeln und nnpfehlen genaueste Beachtung der Vorschriften. Es können für die Zeit bis zum 15. August 1917 bis zu fünf Zentner Kartoffeln für die Person bezogen werden. Diese Menge darf nicht überschritten werden; wohl aber kann eine geringere Menge bezogen werden. Die Abgabe der Kartoffeln darf nur gegen Bezugsscheine, die nach Maßgabe der erlassenen Vorschriften auf den .Brotmarkenbezirken erhältlich sind, erfolgen. Die Winterkartoffeln können sowohl von jedem Kartoffelerzeuger direkt als auch von jedem Kartoffelhändler der Stadt Gießen bezogen werden. Die Preise werden noch festgesetzt werden, Für den Bezug von Kartoffeln aus dem Kreis Gießen bestehen keine weiteren Beschränkungen; dagegen ist Hum Bezug von Kartoffeln, die außerhalb des Kreises Gießen gezogen worden sind, die Ansfuhrerlaubnis des betreffenden Kommunalverbandes (Kreisamt. Landratsamt) erforderlich. Es ist nicht notwendig, daß der Bezugsschein unbedingt auf die zulässige Höchst- menge ausgestellt wird: vielmehr empfiehlt es sich, den Bezugsschein Nur auf die Menge Kartoffeln auszustellen, die ßür eine ausreichende Versorgung für erforderlich erachtet wird: es können so lange neue Bezugsscheine ausgestellt werden, bis die zulässige Höchstmenge von fünf Zentner für die Person erreicht wird. Ein Andrang bei der Ausgabe der Bezugsscheine ist zwecklos, da die Ausgabe nicht nur am Samstag, den 23. ds. Mts. (vormittags von 8—42 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr), sondern täglich zu den üblichen Geschäfts stunden auf den Brotmarken bezirken erfolgt. Wir weisen auch! au dieser Stelle daraus hin, daß es dringend erwünscht ist, daß jede Familie, die dazu in der Lage ist, sich bis zum 15. August 1917 mit Winterkcrrtoffeln versorgt. Andererseits ist aber darauf aufmerksam zu machen, daß eine Haushaltung, die die zulässige Höchstmenge von fünf Zentnern erhalten hat, unter keinen Umständen aus eine Nachlieferung rechnen kann. Die sorgfältigste Lagerung und Aufbewahrung der Kartoffeln ist daher dringend geboten. ** Die Verbraucher von Süßstoff (Saccharin), die ihren Bedarf angemeldet haben, können die auf sie entfallenden Karten unter Vorlage der Brotmarkenkarte bei den Brotmarkenbezirken von DÄrrtaq den 25. d. M. ab ent> gegennehmen. Die Abgabe des Süßstoffes bei den in der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters angegebenen Stellen erfolgt erst einige Tage nach der Anmeldung; sie wird noch besonders bekannt gemacht. Diejenigen Verbraucher, die sich bisher noch nicht für den Bezug von Süßstoff angemeldet haben, können dies auf dem Lebensmittelamt nachträglich tun. **Pferoemusterung und -Aushebung. Am Montag, den 25. September, vormittags 9 Uhr, findet auf dem Viehmarktplatze hinter dem Schlachthof eine Aushebung von Pferden statt. Vorzuführen sind alle in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg gehaltenen Pferde mit den in der Bekanntmachung deS Oberbürgermeisters angeführten Ausnahmen. Landkreis Sieben. ** L i ch, 21. Sept. Frau OberamtSrichter Rausch erhielt daS Ehrenzeichen für Krtegsfürforge. th. Linden st ruth, 20. Sept. Für ihre Tätigkeit auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge wurde Frau Lehrer Hahn das vom Großherzog gestiftete Ehrenzeichen für Kriegsfürsorbe verliehen. - Dem Dragoner Karl Schmidt von hier, der bel Ausbruch des Krieges aktiv diente und den Krieg seit Beginn mitmacht, erhielt das Eiserne Kreuz. ** L i n d e n st r u t h , 21. Sept. Der Unteroffizier Heinrich Ludw. M e n z II von hier erhielt für hervorragende Leistungen im Straßen- und Brückenbau die Hessische Tapferkeitsmedaille. •• Nieder-Besfingen, 21. Sept. Landsturmrekrut Heinr. Pein, schwer verwundet bei Kowno, wurde dieser Tage mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Vermißt wird nach den Kämpfen bei Thtepoal Reservist Hch. Hofmann; ebenso wird seit kurzem der Landsturmrekrut Hrch. K r a u s ch beim Res.-Jnf.-Regt. 222 vermißt. ^ w l l l il Ü U tl) , — (j % tt 4 t -yj\ U4 L Cl •)> li IJ i C V ifal wurde am 17. September das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge vom Großherzog verliehen. Kreis Büdingen. 4- Ortenberg, 21. Sept. Georg Hebbel, Sohn des Jakob Hebbel, wurde zum Vizewachtnreister befördert. Er steht seit Beginn des Krieges im Felde, rückte als Gefreiter ans und wurde dann wegen besonderer Tapferkeit zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kren; ausgezeichnet. Kreis Schotten. — Schotten, 21. Sept. Lecitnant d. Res. Hitz von hier erhielt die Hessische Tapferleitsmedaille, nachdem er vorher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war. — Ludwig Kaltenhäuser wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasie ausgezeichnet. — Stumpertenrod, gl. Sept. Ende dieses Monats werden bei hiesigen Leuten 23 Kinder aus Darmstadt untergebracht werden, die ihre Ferienzeit hier verleben sollen. In vielen Orten der Umgegend haben die Einwohner sich bereit erklärt, Kinder arlfzunehmen und ihnen unentgeltlich Kost und Wohnung zu geben. _= Aus dem Kreise Schotten, 21. September. Im Kreise Schotten ergab die Volksspcnde für die deutschen Kriegs- und Zivil gefangenen int Auslande, nachträglich zusam-- mengestellt in den einzelnen Ge^neinden, wie folgt: Schotten 607,70 M., Laubach 642,60 M., Gedern 403 M., Ulrichstein 204,60 M., Ulfa 212 M., Stumpertenrod 188.70 M., Ruppertsburg 185 M., Rarnrod 158 M., Unter-Seibertenrod 152 M., Burkhards 283 M., Eichelsdorf 238 M., Ober-Seemen 146 M., Gonterskirchen 144 M., Eichelsachsen 150 M., Lardenbach 170 M., Ober-Schmitten 225 M. usw. Kleinere Gemeindeir brachten die Beträge über 100 M. zusammen, so daß insgesamt 6168,62 M. eingingen. Dieses schöne Ergebnis liefert einen neuen Beweis für die Hochherzigkeit und vaterländische Gesinnung der Bewohner des Kreises Schotten. Starkenburg und Rheinhessen. fc Dieburg, 21. Sept. Durch ein Großfener wurde die Süddeutsche Asphalt-undTeerproduktensabrtkLouis Strauß dahier vollständig eingeäschert. Der Schaden wird auf einige hunderttausend Mark geschäht. Kreis Wetzlar. Wa. ffletjlar, 21. Sevt. Mit dem Eisernen Kreuz allsgezeichnet wurden Kriegsfreiwilliger Gefreiter Fritz Hecker, Insanterie-Regt. Nr. 130, 5. Komp., aus Schwalbach, und Unteroffizier der Res. Wilhelm E m r i ch, Fuß-Art.-Batl. 22, 2. Batterie, aus Oberquembach. Wa. Wetzlar, 21. Sept. Laut einer dem Dombau» verein zugegangenen Mitteilung des Amtsgerichts zu Wiesbaden hat der jüngst zu Wiesbaden verstorbene Rentner Albert H o f m a n n , ein Sohn unseres Kreises, der auch Patron des Dombauvereins war, dem Verein ein Legat von 25 000 Mar' vermacht. Hessen-Nassau. g. Es chwege a. d. Werra, 21. Sept. In S t e i n b a ch » Hallende rq wurde gestern der in einem Fabrikbetriebe beschäftigte Schlosser M e n z beim Auslegen eines Treibriemens von der Transmission ersaßl und herumgeschleudert. Er erlitt schwere Verletzungen, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. vermischte». *Times-Anzeigen. Erholungsbedürftiger Offizier, der eben erst vom Höllenlärm der Westfront zurückgekehrt ist, sucht Gelegenheit, seine Nerven durch Fischen an einer stillen Küste zu beruhigen und amzusrischen. — Ein schönes und gesundes Kriegskind wird aus patriotischen Gründen adoptiert. Anerbieten unter der Marke ^Gemütvoll^. — Imitiertes Perlenhalsbaild, in dieser Zeit, da L»«xus ein Verbrechen ist, das einzige statthafte Geschenk, ist lächerlich billig abzugeben. — Ein Mann von nachweislich guter Erziehung wird für ein Munitionsunternehmen gesucht. — Der Unterzeichnete Arzt sucht seine in den Tropen gemachten Erfahrungen möglichst schnell gewinnbringend daheim zu verwerten. — Erholungsbedürftiger Fliegerofftzier sucht gesunden Sport aus festem Boden, wie Tennis und Golf. Letzte Nachrichten. Die Reichstagsardeit. Berlin, 22. Sept. Ter Reichskanzler wird, wie daS „Berl. Tageblatt" erfährt, seine große Rede beretts in der ersten Sitzung des Reichstages am 28. September halten. Ob der Stnasttekretär des Innern Dr. Helfferich seine Tarlegwngay über fote wirtschaftliche Lage am gleichen Tage oder an einem der folgenden dem Reichstage geben wird, steht noch nicht fest. „Daily Mail" über den deutschen und bulgarischen Sieg in der Dobrudsch-a. Haag, W. Sept. Ueber die Lage in der Dobrudscha meldet >,Darlh Mail". Es ist bedauerlich für Rumänien, daß die Deutschen in ihr Land einfallen konnten, und daß Mackensen seine Truppen in die Dobrudscha M werfen vermochte. Die deutschen und ballgarffchen Truppen waren besonders reichlich mit Munition und 11-Zoll-Kanonen versehen. Ihre Zusammenziehung geschah so heimlich, und der Angriff erfolgte so schnell, daß er gelang und der Sieg dem Feinde für den Augenblick znfallen mußte. Man erwartet eine Unterbrechung des Vormarsches in Siebenbürgen und vielleicht einen Stellungskrieg in der Dobrudscha. Dies ist vielleicht unangenehm für Rinnänien, das sein Haupttnteresse in Siebenbürgen sieht. Aber es nmß zu- geben, daß es wichtiger ist, Bulgarien zu zerschmettern und_ bi* Türkei zu isolieren, ehe Rumänien sich endgültig gegen die österreichischen Truppen wenden und das ersehnte Gebiet erobern kann. Rumänischr Flüchtlinge. Budapest, 22. Sept. „Estt Ujsag" berichtet aus Softa: Tie „Nvwvje Wvemja" berichtet, daß Hl der letzten Woche 40 000 Flüchtlinge aus Bukarest in Rußland eingetroffen find. Man kann sein Geld nicht zweckmäßiger und bei gleicher Sicherheit nicht gewinnbringender anlegen als durch Beteiligung an der Kriegsanleihe. Der eigene Vorteil verbindet sich hier aufs glücklichste mit dem Vorteile des Vaterlandes. Oeffentliche Versammlung Dienstag, de» »k. Septe.nber l»lß, abends 8-tzUhr, im Saale des GasthafeK Fürsteuhas z» Wetzen Lindenplatz Nr. 1. ie neue Arie, Freie Slussprache über alle die Kriegsanleihe betreffenden Fragen. Die Bürgerschaft wird hierzu freundlichst eingeladen. Der O berbürgermeifter Giehener Stabil Realer Tod es-An zeige« k Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht daß e* OnM ah Wilhelm Ranft im Alter von 53 Jahren nach kurzem schweren Leiden zu sich in ein besseres Jenseits abzurufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Margarete Ilanft Anglist« fffof’mann, geh. Ranft .lolmiitoa Ranft 681k if ur i *? anff » 2 . Zt. im Felde, mit Kraut Marl Ilofmann. Gießen (Landmannstr. 16), den 22. September 1916. AUendorf (Ld.), Brockliu, New-York. Die Beerdigung, findet Sonntag nachmittag 4 Uhr, auf dom neuen Friedhof statt. Anmeldungen zum Abonnement für die Spielzeit 1916/17,beginnend am 10. Okt,werden fernerhin bei Herrn Ernst Challier Neuenweg 6668c entgegengenommen, woselbst Liste zum Einzeichnen und der Plan des Theaters aufliegt. Gute Plätze ^ sind noch in genügender Zahl vorhanden. Direktion d es ö tadttheaters. i fisesseeer Freiliefet - Biiime (1909) LS S fl 'TV * • Schlutz der Spielzeit 1916. Die für, morgen (Sainstag) geplante Zweite An»s,'ibr,.na WWWKMfA . y.‘<- AVA'« Statt jeder besonderen- Anzeige. fernher fand durch sofort tödlichen Granatschuß den 8<Äwager0^"0^o^' ^^brOtreu^er Brudm^^chwicgcrbohn^Ne^b^^ llrust v. Pentz Hauptmann u. Bataillonsführer im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hessisches) Nr. 116. Ritter des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille und anderer Orden. 6785D ^ Im Namen aller Angehörigen: Christine v. Pentz geb. Lucas. Berlin W. 15, Kaiser-Allee 221, 2 . Zt. Niepruschewo b.Otusch.Prov.Pos. j Hnflaramig u. mehrflammig sowie CnslH-atüfon in Ausführung und in : Allen Grössen empfiehlt zu 1 »llhgen Preisen [1764 Edgarßorrmann Eisenhandlg., Neustadt 11 Wer zerrissenes Scfmfw- werk. Geschirre, Leder, rCeltstoffe, Fahrrad nuintel, Filz usw. selbst ausbessern will, verwendet vorzüglich die Nähahle Stepperin D. R. G. M. Solide, beste Konstruktion. Näht Stepp* stich wie Maschine. Leimt zu handhaben. Garantie fflr Brauchbarkeit Viele Anerkennungen. — Preis Mk. 2.50 mit Nadelsor» tierung und Leinenzwim, verpadtt und postfrei. In Lecforhandlungen käuflich oder direst durch Ohne Bezugsschein zu haben! Hosenträger $ U ghtnfi von uns mit frohem Herzen, Und hofftest auf ein Wiedersehn,- Doch grötzer sind nun unsere Schmerzen, Da wir jetzt von dir verlassen ttefc’n; Nutze sanft, du treues Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 18- September unser lieber Sohn und Bruder Ausl. Allßllsi vlhiesttßcili Ref.-Jnf.-Regt. 28 , 12 . Komp. im 22. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Schieferstein u. Krau geb. Dietz actic '«'«* Ludwig ^vchieserstein Anna Schiefcrstcin Tbcodor Schiefcrstcin Heinrich Schiefcrstcin Karl Schiefcrstcin Adam Schicscrstein Auguste Schiescrslein Friedrich Schicscrstciu Dina Brück. 1012091 Gietzen (Neustadt 57), den 22. September 1910. Jloh. Zucker Stuttgart-Botnang. Luftkurort Miltenberg a. Main. Bauplätze, Äasserleituna, Kann. ? omt D!P und Wuner-Schwimmbad. ^cü1 1 1tfdouobabn, &vovt? und Tennisplätze, Proaumnanum, Handelsschule mit emmbr. Berechtigung, Töchter» 'Institut äor,i> u. Kolonialschule. 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September gegen Rückerstattung der eingezahlten Betrags bei Herrn Eballier abgegeben wer den, der autzerdem un Laufe der nächsten Woche die noct ^umstehenden Rechnungen entgegennimmt. ^ 6b09c Dr. K. Berubeck -—____ w« wtwwcu Konsumverein Giessen u. Umg. E. O. ui. b. St. Sonntag, 1. Oktober nachmittags 3 Ubr General-fer-sammlimg im Saale des GewcrkschastsbauseS. Scharizenstrake Tagesordnung: l und Kaffenbericht. 2. Befchlutzfassung übe: dre Verteilung des Reingewinns. 3. Erwerbung einet Grundstücks. 4. ErganzungSwahl des Vorstandes. 5. Er ganzungswahl des AufsichtSrateS und Wahl der Stell Vertreter. 6. Anträge. Anträge sind spätestens bis 27. September schriftliä etnzuretchen. _ Für den Aufsichtsrat: Vetters. GichenerKöbel-Seminat Gartenstratze 30. Bortenstraße 30. Ausstellung von Arbeiten der abgehenden Schülerinnen 23 ., 2\. und 25 . September. Samstag von 3—6 Uhr, Sonntag und Montao _ oon 11—1 und 3—6 Uhr. 6749E Saatgufangebot Von unserer Saatbaustelle geben wir wie alljährlich Roggen und Weizen in doppelt gereinigter Ware ab Roggen im einzelnen per Zentner 15.00 Mark Wetzen „ „ „ „ 17,00 „ ^n^.^rsand^geschiohr per Nachnahme ab Rixfeld. Saatkarten und Säcke sind vorher einzusenden. 166701) Freiherrlich Riedesel'sche Gutsberwnltunq Stockbauien. Kr. Lauterbach, Fernruf L ** Der 2. Waggon Weißkraut trifft Montag ein. Bestellungen werden schon jetzt ent- gegengenommen. 012070 M, HASBkeZ, Neuen Vüuo 7 Telephon 612. i! Astrachan, Krimmer noch reichhaltiges Lager. Samte, Plüsch. Seidenstoffe in Schwarz und vielen Farben! 6811a fjJ Tbdekaus Qalomon Ge' ' »"ÖtesÄtüi Schutzlraß« Mvrrbcn- [«» Zahn- Cr^m e in echten Zinntuben Mk. 1.26 und 76 Pfennig. Mvrrbcn Zahnpasta 50 kkg. 21dler-Drog., Sellersw. 39. Otto Schaaf. 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