Nr. 222 Der Me-ever NsziHrr «scheint tächüch, anßer E«M!tagr. — Belagern iH<1tft3 •fetener ^owiftf irMJHJer, awetrnal rn6cfxntl.Kremi,thch sind die Gemüter in Frankreich nicht. Es wurden der französischen Regierung (siehe aus sichten steht. Und Herr Briand hatte mit seiner Rede d'.o ?ugeschlagen werden soll, einen Erfolg. Er lobte zu- nächst die Bemühungen der übrigen Bundesgenossen, Englands, Italiens und Rußlands. Das mußte er, nachdem Klagen über mangelnde Uuterstützung vorgebracht worden waren, schon nm die gute Laune Englands zu erhalten, das, wie wir aus neuesten Meldungen erfahren, Anstrengungen macht und Ueberlcg ungen veranstaltet, sein Heer zn ergänzen und zu vergrößern. Um das französische Volk zu neuen Opfern, zu neuer ^ut gegen den Feind aufzupeitschen, gebrauchte Herr Briand ewige theatralische, aber nicht sehr geistreich wir- lende Bilder: „Eines Tages sprang Deutschland seinem Rachbar an die Gurgel. Um ihn zu erreichen, schritt es über den Körper des kleinen Belgien." Das sind wahrlich Feststellungen von verblüffender Neuigkeit' Dann folgte aber lener Aufruf, den wir uns merken müssen, au dem auch der deutsche Reichstag nicht vorübergehen wird: das Wort Friede sei eine Herausforderung, eure Schmach für das Gedächtnis aller französischer Toten! Frankreich will siegen dann Frieden schließen. Dieser An ft ns Briands ist ftr uns auch nichts Ueberraschendes, nichts Neues. Es war vorauszusehen, daß es so aus der Kammer heraus- schallen werde. Wie wäre es auch anders möglich da ja der Vertrag besteht, nur gemeinsam mit England und den anderen Bundesgenossen Frieden zu schließen. Briands große Worte machen uns Deutsche nicht ängstlich. Es kommt viel- leuht dennoch bald der Tag oo die Hossnunaen unserer westlichen Nachbarn sich langsam verslüchngen. Warten wir lioch ein lvcnig, und hüten auch wir uns, das Wort Frieden zu früh auszusprechen! Erwartungen, wie sie dieser Tage ein schwedrjches Blatt äußerte, erleichtern uns das Ausharren. Siegt Mackensen in der Dobrudscha, gelingt es den Franzosen und Engländern nicht, unsere Front zu erschüt- tern so w«d bald für dm Entente das WRerfechtR klinen rechten Zwea mehr haben. Daran würde auch der neue engrstche Heere^rjatz irichts ändern. Erfolge deutscher Seeflngzeuge. Berlin, 20. Sept. (WTB. Amtlich.) Deutsche See- slug zeug e griffen am 19. Septeutber nachmittags wi^-erurn^ die vor der flandrischen Küste stehenden feindlichen t r e i t k r ä f t e mit Bomben an und erzielten auf einem Zerstörer einwandsftei mehrere Treffer. Tie griechischen Gaste in Deutschland. ^ . Berlin, 20. Sept. (Priv-Tel.) Die „Voss. Ztg." mel- det aus Görlitz: Die Mannschaft des vierten griechischen Armeekorps, etiva 6000 Mann, wird in dem Lager an der neuen Kaserne untergebracht. Die Offiziere, lt, ' er ^ )CTt iu der Stadt in möblierten Zimmern und Gaghofen unterbebracht. Sie tonnen sich ebenso wie die Mannjchaft frei m der Stadt bewegen. Der türkische Bericht. ^Konstantin opel, 19. Sept. (WTB.) Bericht des Haupt- An der Fron tvon Felah i e haben wir feiTidliche Batte-- rien wirk)am bekämpft und ein feindliches Munitionslager in die Luft fliegen ^lassen. Feindliches schweres Artilleriefeuer blieb wir- kungslos, ob wo Hst es durch Flugzeugbeobachtung geleitet wurde Wir warfen eme wiudlichc Abteilung, die auf das Erbiet von Een- saye kam, in ihre Ausgangsstellung zurück. Aii der v erfischen Front warfen wir am 18. September mue Schwadron femdkicher Kavallerie zurück, die sich dem Dorfe Crndum a nh!y, me ^ er nördlich Deolet Abad, näherte. Feindliche fld ’ unieren Vorposten näherten, wirr- Zungen zurnckgeworsen. Durch einen über- vlllchenden Angritt zerstreuten wir eme feindliche Schwadron in der Hä k lIa9 - Wrr warsen den Femd, der in f*? 1 -^f ' 80 Kilometer östlich Bidgjar, eingedrunpen war, L.Esund b^etztcn,die genannte Ortschaft. Aus wercinstimmeir- ^.L^°^^^us,agen geht hervor, daß in den vortzerge- «ampfen von En-d-kad und Hamadan die Rnssen ra, ^090 Mann verloren haben, und daß eins ihrer Geschütze uad cmes ihrer Automobste zerstört wurden. nod ^+£t*£E fa rJ; U *l X 0n J ^rnrützel, Artillerrezweikampf w N^a ub e rbande, die van unseren Feirr-- Unh . intter rhrem Schutze stand, l Lipnica Dolna versucht der Feind ver- SK'L ««-»-»-»- »um ^ ter ejf* ^ f des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei der Armee dc§ Generalobersten von Tersztvanskn tagSutzer russische Anflriffsversuche sm Keime er- ftmt: atzends trr-eb der Feind zwischen Pustomity und Szel- Massen gegen die deutschen und öster- Truppen des Generals v d. Marwitz überall geworfen. Heute früh erneuerten *''^™e. Es gelang ihnen bei Szewow stellen ui unsere Gräben einzudrinaen rasch zu weÄn ( ^ rörnnn ^ ri ftc zwangen den Feä?td aber, wieder Italienischer Kriegsschauplatz. Das italienische Geschützfeuer gegen die Karftbochfläche L^lttneise wieder sehr lebhaft. lt ^. n Infanterie kamen dank unserer Artillerieivirkuna "eMae^der^tt^- ^ IUIn ^Meht. hatten die Ve" S f Hochfläche in den viertägigen schweren .Kämpfen ä Schaden, eine Kavallerie-Division und etwa Io Bersaglreri-Bataillone gegenüber. griffen die Italiener uilsereStel- lungen auf dem Civaron und am Maso-Bach an. Sie wur- d^n nach heftigen, bis Mitternacht währenden Kümpfen UN ker groben Verlusten völlständig zurückgeworfen Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarfchalleutnant. Eine neue Nede des französischen Ministerpräsidenten. ^WTB.) WdbmiQ der Ag-euce Havas. Kammer. Im Zenite ber Beratung übrr Me provisori- [Aft \ r l !te orderte der sozialistische Abgeordnete Rour die Regierung am, bestrebt zu sein. Me Einheit der Kräfte ^ tn * Zimmer Me Eiwl?eit der Front verwirk-, lrcht worden sei. Frmckreach könne, so ftihrte er aus, nicht das ^ Me Miiertmr müßten auch M^ uotwenMgen Opfer brmgen. — In seiner Erwiderung auf die Aus- fuhrungen des wzmlisttschen Redners rühmte Briand die ein-- zelnen Anstreugun^gen der aftiierten Völker, um den Sieg der her- Die^ Forderung, ein Land müsse f-' s m eines anderen in das rechte Verhäftmrs, fe^n, schv«ßt emtn ungerechten T adel in sich. Briand sagte. England riefte nicht nur eirte ruhmvolle Rolle in! Frankreich, Wstdern es schütze auch in so nüklickwr Werse die Schwierigkeiten habe England eine große Armee ausgestellt. Freiwillig, so führte Briand aus, sind Me Eng- lander nrtt Üwer ganzen Loyalität in den .Krieg eimwtreten SebMi Sre ftre ZM ihrer Verluste und beurteilen Sie danach ihw glanzende Anstrengung. Was Italien betrifft, so ist es freiwillig zu uns getonunen. Sie wissen, mit ivelch beumnde-, rungswurdigem Mut und unter welchen IckiMerigen Verhältnissen L!? Lande iür die gemeinsame Sache kämpft. ^) Dre Russen haben trotz Transportschtrierigkeiten Me Wel^rKwert um ihren brWerlichen Armeen in Frankreich und dem Balkan zur Hilfe zu kommen. Wir alle vereinigen mtfere Austiengimgen gegen den gemeinsamen Feind. Wir müssen alls unsere Hrlfsnirttel, alle uiiwre Kräfte und unser Geld vereinigten. Daftrr wollen wrr arbeften, denn wir alle snrd aus ganzem Herzest Sekvnrmen. Was ganz Frankreich lxuw will ist, daß so viel Blut nicht vergebens geffossen ist, daß Frankls groß e rt hervorgehe und daß es beweist, daß Me .^ache der Frnhert trruistphiert, und daß es morgen den Strahlenkranz des Ruhmes erlangt, den es verdient Bnand fulst- sott: Das Land ist durch keinerlei Propagandü irrsgewhi-t worden. Es richtet stnieii Mick auf den Sieg und es wrll rhu schleunigen. Zu Mesem Zwecke gibt es Kanonen, Geschosse und MensckMi mit unerjchüttettrckiem Adute. (Beiiall.^ Der Sozialist Brizon erhob in einem! ZwischenNuf Ein-. c h S e Verewigung des Krieges, der to tnel Menschemwier koste. Briand erwiderte, Frankreichs das nicht amgehört habe, sriedliche Gefühle kundzugeben, sei lang- sani emein vorbereitenden Angrift zum OpffM gefallen. Eines ^tages sprang ihm Deutschland au die Gurgel, lim es zu erreichen, schritt es über den Körwer des kleinen Belgien, dessen -lieutralität es einstmals verbürgte. Seit zwei Jahren erwägt Frankreich den Eindrtnglüig, drängt ihn Fuß um Fuß zurück und S i e m? L c ^ l n ^ 11 diesem Augenblick t> o it Frieden' ^oAchc Heiansforderung, welche Schmach für das Ole- dächtnis all rnrserer Toten! In mehreren unserer Departements sind die Deutschen eingedrungen und begehen dort schändliche Llns« schreituugen gegen die Bevölkerrnrg, die indessen eine beir-mr.xu-ungs^ würMge Haliung bewahrt. In bem Augenblick, wo diese gespannt auf die Geschütze der Besreruug horchte, sagen Sve, imt luallat Friodcn schließen. Sie 'Kennen den Edelmut Frankreichs nichts eine ^rujcfypTÖmxe gewährt wird, steht noch nicht fest. In' nnd glauben, das; es um! den Preis feindlick>er Milliarden einen Z seinem Falle würde sie in der bisherigen Höhe festgesetzt sofortmen Frieden annebmen könnte. Djas würde ein Kriegs | ipcrbett. Es liegt also im dringenden Interesse der Landsriede swst mangelhafte. Das erklärt sich daraus, daß bei weit über den sonstigen Fleischpreisen stehenden Wildpreisen das Wild von den Jägern selbst für sich nnd ihre Angeskelltenl verbrauckit oder dert Einwohnern der Jagdgemeinden überlassen wurde. Vielfach wurde es auch zur Verköstigung der Kriegsge ** Rohhet t e n.' Tie in Nummer 214 des „Gießener Anzeigers" genannten Personen Bureaudiener^ Georg Simmermacher und Schlosser .Karl Gvrr von Gießen haben uns durch ihre Anwälte ersucht, die Llngabe, daß sie nä!cht- licherweise Lärm verursacht und an der Erkerscheibe des Photon graphen Borst, sowie an Straßenlaternen und Straßenbahn- saugenen vertvendel, da es tatsächlich das billigst« Fleisch war, sogar gF ' « . ,, jr imVTWtfvr ,,, als Pferdefleisch. Niedrige Höchstpreise nützen nichts, j^t hatten,,als unwahr^zu be^rchnen. billiger ^. .. _ ... _ . ... /andern schaden, wenn sie die Waren Markt fernhalten. Das Beide Personen erklären, an den Vorfällen nur insoweit beteilig^ jg gfatf att Sässb 8at es den richtigen Grad der Twckenheit erlangt. Dann schneidet es sich glatt und gut, läßt sich ordentlich kauen, dementsprechend leickst verdauen und hat an ^Wohlgeschmack tzanz bedeutend getvonnen. Llußerdem aber sättigt es viel ausgiebtger und bedeutet infolgedessen eine recht beachtenswerte Ersparnis au« Nahrung und Geld. Sehr vorteilhaft ist das von Großbäckereien hergestellte dunklere sogenannte Kommißbrot, weil cs härtere Rinden hat, die tüchtig gekaut werden müssen. „Mehr-Kauen" bedeutet eben immer „Weniger-Essen", bei trotzdem besserer Ernährung. Man laufe also intmcr so viel Brotvorrat im voraus, daß jedes Brot vor dein Verbrauch mindestens vier Tage liegen kann; allerdings an kühler, trockener Stelle. Auch Schrippen sollten niemals, risch gegessen tverden, sondern.erst am zweiten Tage. Die frische Krume ist geradest eine Gefahr für den Magen, da sie sich in ihm zu festen, unverdaulichen Klumpen zpsammenballt. Was aber schlecht verdaut wird, nährt auch nicht richtig und muß als Nahrungsverschwendung betrachtet werden. Es ist ein Gebot der uns jetzt obliegenden Sparsamkeit, ebenso der Gesundheit, nur richtig altbackenes Brot zu essen, (^ut durchspeicheltes trockenes Brot nährt mehr als rasch verschlucktes gestrichenes. ** H eizu ng der Züge. Infolge der durch dre Berhaltntne gebotenen Einschränkung der Zahl der sSchnell- und Personenzüge während des Krieges ist deren Länge so gewachsen, daß eine hm- reichende Heizung nicht immer möglich sein wird Auch ist rn dresem Winter mit einer späteren Ausnalmre der Heizung der Züge rm allgemeinen zu rechnen. Den Reisenden, wird deshalb emprolsten, irch durch Mitnahme von W i n t e r s ch u tz kl e i de r n, Decken und dergleichen vor lbälte zu sckMtzen. Es darf angenommen werden, daß die Reisenden den obwaltenden Umständen volles Verständnis entgegtmbrrtigen. Beschwerden über mangelhafte Heizung der Züge werden im allgemeinen auch Berücksichttgung nickst finden können. Landkreis Gießen. L P. Hungen, 20. Sept. Sattlermeister Wilhelm Hof - mann hier kann am 23. d. MtS. da? 5 0jährige Jubiläum feiner Geschäftsgründung begehen. Ebenso lange ist er auch Bürger unserer Stadt. ^ '* WeilerShain. 20. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Will). Weiß von hier. Er steht seit Herbst 1915 beim Res.-Jnf.-Regt. Nr. 222, unter dem er Kämpfe mitqefochten. Gleichzeitig wurde der noct) jugendliche Krieger zum Gefreiten befördert. — Das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge wurde Frau Lehrer Jnderthal und Jndustrielehrerin Frau Schwöbel verliehen. Kreis Büdingen. Hi Büdingen, 20. Sept. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite W i t t e k i n d. — DisfeS, 20. Sept. Mit der Hessischen TapferkeitSmedaitle ausgezeichnet wurde der Unteroffizier Gustav Simon von hier. Er sieht bei der 9. Kompagnie Jnf.-Rgls. Nr. 168. — Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der iu gleicher Kompagnie stehende Musketier Richard Kaufmann. ^ # Düdelsheim, 20. Sept. Im hiesigen Lazarett starb der Landsturmmann H. A. Luft. - Den Heldentod starb der Unteroffizier Reinhard Al brecht. ^ . t> . a m 4 — Fauerbach bei Nidda, 20. Sept. Den Tod fürs Vaterland starb in der Nacht vom 5. zum 6. September der Landsturmmann Friedrich Wilhelm Lind von hier im 1. Landst.-Jnf.-Bat., 1. Kompagnie. ^ ** Echzell. 20. Sept. Der Lehrer an der hiesigen israelrttschen Schtile, Jos. Stern, konnte vorgestern auf eine 25jährige Tätigkeit in der Gemeinde zurückblicken. Dem Jubilar gingen aus diesem Anlaß zahlreiche Glückwünsche zu. ^ . § S t o ck h e i m , 20. Sept. Am 10. d. MtS. wurde nach einer zahlreich besuchten Versammlung von Interessenten ein Kreis- v ere tn für K a n in ch enzil ch t gegründet. Vorsitzender deS Vereins ist Oekonomierat Andrae-Büdingen, Stellvertreter desselben Völzing-Nidda; Schriftführer Akt.-Ass. Schäfer-Büdingen; Rechner Kreisaintsgehilfe Büttner, und Vorstandsmitglieder Lehrer Gonner- Hitzkirchen und Philipp Osthei,n-Echzell. Kreis Schotten. ^ Burkhards, 20. Sept. An einer schrveren Verwundung starb den Heldentod in einem Feldlazarett der Ersatz-Reservist Otto TingeS im Jnf.-Rgt. 37. Kreis Alsfeld. X Mücke, 20. Sept. Einem jungen Feldgrauen au« der Nachbarschaft, der sich aus Urlaub befindet, scheuten die Pferde. Der junge Mann stürzte ztl Boden und wurde von den Pferden geschleift. Dabei wurde ihnr die eine Wange so schwer verletzt, daß die Mundhöhle sichtbar ward. /X Aus dem B o q e l S b e r g , 20. Sept. Der Mangel an Petroleum hat auf dem Lande die Nachfrage nach Karbid sehr stark gesteigert. Die Folge davon ist eine Verteuerung deS Karbides nur iast fünfzig Prozent. Don 60 Pf«, ist der Preis auf 85 bis 90 Pfennig aesliegen. Ebenso stark ist die Nachfrage nach Karbidlampen. Ob die Preissteigerung des Karbides begründet ist, uiuß dahingestellt bleiben. Allein an den Stoffen, woraus das Karbid besteht, an Kohlen und Kalk, fehlt es bei uns nicht. ES steht wohl zu hoffen, daß auch die Preise für Karbid wieder ihren normalen «tand erreichen, sobald die Verteilung deS Petroleums geregelt ist. Kreis Schotten. g He r ch c n h a i n, 19. Sept. Am vvrigcn Sonntag rmch- mittag sand im hiesigen Gotteshause die Gedächtnisfeier deö beiden fürs Vaterland gefallenen .Krieger aus der Kirchen^ menche Sichenhausen statt. Diese Gedenkfeier galt dem Land-- sturmmann Baltasar Haas und dem Ersatzreservisten Otto Appel. Haas war 41 und Appel 29 Jahre alt. Letzterer Unterläßt eine Frau und drei kleine Kinder und war noch der einzige Sohn seiner Eltern., ersterer war ebenfalls verheiratet, doch kinderlos. Die Gedächtnisrede hielt der Ortsgeistliche Pfarrer Römer. Es ist dies seine letzte Gedächtnisfeier, denn mit nächstem Sonntag verläßt er unsere Kirchengemeinde, um riach Ulfa bei Schotten überzusiedeln. Die beiden Kriegervereine von Herchenhain und Hartnuumshain waren mit umflorten Fahnen erschienen. □ Laubach, 19. Sept. Der Großherzog l-at der Gräfin- Mvttrr zu Solins-Lanbach, Freifräulein von Follenius, Frau ^vecamtsrichter Zimmermann, Frau Pfarrer Nebel, Frau Pfarrer Volp, Frau Sanitätsvat Dr. Dieb, Frau Bürgermeister Ritter, Frau Rentamtmaun Bohn, Fräulein Sophie Hardegg und Fräulein Anna Nebel die „bronzene Medaille" für Kriegsfürsorge verliehen. Lehrer Julius Silz, Leuttrant und Kompagnieführer im Land- wehr-Jnf.-Regt. 116. der-bereits mit dem „Eisernen Kreuz zweiter Klasse und der hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, hat das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen bekommen. Wehr mann Karl Rühl hat die hessisct^e Tapserkeitsmedaille erhalten. — IN den kommenden Herbstserien werden 20 Schulkinoer cnls Darmstadt zu einem Erholungsmifenthalt in hiesigen Familien Aufnahme finden. Hessen-Nassau. i-ft. Biedenkopf, 20. Sept. Alis Veranlassung des Vaterländischen FrauenvereinS konnten 55 erholungsbedürftige Krieger- kinder der Stadt Frankfurt aui die Zeit von 4 Wochen unentgelt- ckich in ländlichen Familien unseres Kreises nntergebracht werden. — Für die Volksspende der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen im Anstande ergab im Kreise Biedenkopf den Gesamtbetrag von 8352,46 Mark. — Frankfurt a. M., 20. Sept. In einem hiesigen Geschäft kaufte ein Homburger Bürger einen Schinken für 78 Mk. und wollte damit frohgemut mit der Elektrischen nach Hause fahren. An der Hauplwache legte er seinen teuren Schatz einen Augenblick auf eine Brüstung, um das Fahrgeld zurecht zu suchen. Diesen ^Augenblick" hatte eiu^Dieb erspäht. Als der Homburger sich umdrehte, war der teure Schinken verschwunden. — König stein, 20. Sept. Im nahen Schneidhain büßte der 13jährige Schüler Weck bei einem Sturz vom Scheunengebälk sein Leben ein. Kurze Zeit nach dem Unfall erhielt Frau Weck die Nachricht, daß ihr Mann auf dem Schlachtfelde gefallen fei. Ste steht jetzt mit fünf Kindern allein da. X Gelnhausen, 20. Sept. Vom Landratsantte ist die Aus f u h r von Kartoffeln aus dem Kreise Gelnhausen verboten worden. Ausnahmen werden nicht bewilligt, bevor durch eine sorgfältige Ermittelung der Gesamtkartoffelernte des Kreises sestgesteltt worden ist, ob nach Erfüllung der von der Reichs-Kär- toffelstelle auserlegten Lieferungspflichten der Bedarf der Kreiseingesessenen aedeckt ist. g. Bebra, 20. Sept. Das I2jährige Töchterchen des Landwirts Metz in dem Dorfe B r i tz e n b a ch a. d. Werra wurde gestern auf dem elterlichen Gehöft von dem Riemen einer im Betriebe befindlichen Dampsdreschmaschiue erfaßt unb gegen eine Scheunenwand geschleudert. DaS Kind erlitt Ijterburd) eine schwere Kopfverletz u n g und st a r b nach einigen Minuten. Zur Uriegszeit in London. Vvn Karl Wichmann. JntOstend-Ghettv. Ein russischer Freund 1>atte mich bei einem zufälligen Zusammentreffen für den nächsten Abend emgeladen, um mir Neues und Interessantes über die russischen Inder: in London mitzuteilen. Sv fanO ich nrich auch pünktlich in seiner neuen Wohnung ein, .>eren Adresse er mir übergeben Hane. Ich war zunächst erstaunt Uber den Lupus in seinem neuen Heim — mein Freund, ber vor dem Krieg auf einem gedrückten, unsauberen Zimmer bei englischen Handwerkern gewohnt, hatte jetzt durch glänzend bezahlte ruft sisttie Stunden und „literarische Ergüsse" d. h. Zeitungsartikel “über das heilige Rußland offenbar in kurzer Zeit einen Haufen Geld zusammengebracht. Aber mein Erstaunen wuchs. Tenn kaum hatte er mich in dem reich und geschmackvoll eingerichteten drawing- room empfangen, als sich die Tür auftat und eme schlanke, elegant gekleidete Dame eintral. „Gestatten Sie. daß ich Ihnen mein« 'Frau vorftelle," sagte mein Freund gelassen. Nachrräglich erklärte er mir, daß ihn nur die hohen „Professvren-Verdienste" jetzt in die Loge versetzt 'hätten, zu heiraten, nachdem er mit seiner Braut jahrelang aussichtslos verlobt war. „Natalie ist ebenfalls Russin", meinte mein Freund, „sie sympathisiert sehr mit den unter-, drückten. Inden und auch sie wird Ihnen viel Wertvolles und Interessantes zeigen können. Anstatt zu erzählen, wollen wir Ihnen lieber etwas Mgen. Wir wollen jetzt rasch einen guten russischen Tee trinken und dann alle ins Ostend. Sind Sie einverstanden?" Selbstredend war ich es, und nachdem wir uns erfrischt hatten, ? raten wir die Reise in die Londoner „Unterwelt" an. Ms wir nach langer, dunkler Fahrt endlich die Untergrundbahn verließen, kamen wir auf Whitechapel hinaus, das die Themsebabel-Bewvhner rn ihren guten humoristischen Tagen scherzend White Ehapelle hießen. Es war inzwischen siechfinster geworden und bei der ganz spärlichen Beleuchtung wälzte sich aNes wie Schatten Hin. Wie .Gespenster zogen die Knäuel von Menschen und Fuhrwerk vorbei, wenmckelten und entwirrten sich wieder unter gedämpften Geräuschen. Unbestimmte Gerüche wie von ranzigem Fett machten 'die schwarze Finsternis noch beklemmender und der stickige Nebel ,.Klima" des Ostends immer trostloser. Wir atmeten aut, als wir eine Minute später vor unserem Bestimmungsort standen "Hier ist die Schneiderei, die ich Ihnen zeigen will", sagte ih't ruf,nche „Professor". „Da Sie jetzt von dem ganzen Gebäude U' gu: wie steine einzige Linie sehen können, muß ich Ihnen sagen, daß die „^abnk" ein würfelförmiger Kasten von dunkel-brann- snnonrzcr Farbe ist und mit kleinen Fensterchen, deren erblindete Serben, die überdies von Schmutz starren, auch zu hellen Tageszeiten nur spärlich das Licht durchschimmern lassen. Hier werden fast ausschließlich Khaki-Uniformen hergestellt und damit smd, wenn ich nicht irre, etwa 350 Arbeiter beschäftigt, fast nur Juden, dre aus Rußland stammen. Ten Besitzer kenne ich schon seit Z^ren, ich kann jederzeit die „Fabrik" besuchen und meine. Freunde mttbringen." Durch eine bescheidene Oeffnung, die dm Eingang vorstellen sollte und kaum beleuchtet rvar, traten wir in die Schneiderwerkstätten ein. Ta standen und saßen alte Männer mw ganz ftmge Burschen an langeil Holztischen und sckpfttten und nahten, zum Teck mit Hilfe von elektrisch betriebenen Maschinen. • ?^ 5 .F?we mittlerer Jähre waren zu sehen. Sie alle hatten eine fahle Gesichtsfarbe und einen todestraurigen Blick. Ein tiefes Mitleid überkam mich beim Anblick dieser entivurzelten, heimatlosen Menschen, dre so mechanisch das gelb-braune Khaki-Tuch zu recht- schnitten, während die Maschinen eine melancholische Begleitmusik vazu summten und surrten. Der braune Nebel erfüllte die Werkstatt von einem Eirde zum andern, und die elektrischen Glüh- lampen verloren in dem drückenden Nebel und der Feuchtigkeit alle Leuchtkraft. Mein Freund sagte: „Die können ganz ruhig mit den Leuten reden. L-re sprechen sich recht gern zu Fremden aus. Es bedeutet o •• l Jr ei ? C r-“ e * ne Abwechslung in der Oedigkeit ihrer Arbeit." Zunächst fesselte mich ein Mann mit langem weißen Haar und iw. .£'' en Augen wie Kohlen glühten, eine wahre Ahasver-Gestalt. „Bor memen Augen," erzählte er mir bald, „sind in einem pogrvm mern Vater und nleine Mntter umgebrachl worden. meine Schwester, ein bildschönes Mädchen von(22 Jahren —" die Stimme versagte ihm. „Damals Hab' ich> einen Eid getan, sobald wie möglich auszuwandern, nach Amerika oder England. Jetzt bin ich schon über vierzig Jahre hier. Und was muß ich. aus meine alten Tage erleben? Um nicht zu verhungern mit Weib und FamUie, muß H? UnFormen nähen für Soldaten, die meinen Todfeinden, den Russen helfen! Ein bitteres Brot, ein wüstes Brot. . . ." Ich trat aus einen jung aussehenden schmächtigen Menschen zu, der mit ernenl wahren Fanatismirs die Stücke Tuch zerschnitt und imme^u vor sich hinmurmelte, als betete er. Als ich über den K"eg zu sprechen begann, schüttelte er traurig den Kopf. „Ich bin Zwnrst,' erklärte er mir, „und gäbe jederzeit gern mein Blut für unser Heiliges.Land, für unfern geweihten Boden hin Nun aber stellt mran.mich vor eine bittere Wahl, hier, im freien England: Entweder will man mich sofort nach meiner geliebten „Heimat", d h. nach Rußland fortschieben — lieber treffe mich der Dod! —, oder ich soll, trotzdem man mich offiziell für einen Russen änsieht, der britischen Armee in einem besonderen jüdischen Batalllon beitreten, Welches Interesse Hube ich, gegen Deutschland und für Rußland, für die Sklavenhalter und Verfolger zu kämpfen die mich angespien, mit Füßen getreten und ärger als einen Wurm verachtet haben?!" — „Was aber trollen Sie tun?" — Er zuckte hoffmingslos die ?lchseln. . . . Tann begann sein 'Nachbar, ein ältlicher, von der Not des Lebens niedergedrückter Mann, der mtt einer wahren Wut in das senfbraune Khakituch schnitt' „Lieber Herr, einmal Hab' ich gedacht, man hätte in England nichts gegen die Juden. Aber wie ich vor vielen Jahren aus rem russischen Ghetto in das hiesige Ostend-Ghelto eingewandert war, da konnte dem „verdammten Ausländer" nichts Aergeres nachgesagt werden, als daß er „so'n unverschämter Russian Jew^ wäre. Freilich jetzt ist es Mode geworden, den „German Jnv" als den Verachtungswürdigsten hinzustellen. Lieber Herr, mit Ihnen können wir ja offen sprechen; erklären Sie mir, wo gehören wir hin? Zu „unseren russischen Brüdern", wie sie jetzt heißen? Es ist war, im Ostend wird jetzt viel verdient, aber es wird verdient mit blutendem Heiden. Denn wir sind heimatlos, in jedem Sinne heimatlos." Ein Schneider, den sie den „Philosophen" hießen — er führte fortwährend Spinoza, Schopenhauer und Nietzsche im Mund — brachte mich nun zu dem „Dichter" der Fabrik, der während der Arbeit nicht allein Verse sondern auch Dramen. Dramen der Zeit ersann. Er war von einer großen Leidenschaft für Goethes „Faust" erfüllt, den er, wie er nrir versicherte, schon mehrere, Male ins Jiddische übertragen hatte, und zeigte eine tiefgehende Kenntnis und ein tiefgründiges Verständnis auch der modernen deutschen Literatur. Und dieser Mann, der nun im Londoner Nebel Khaki-Uniformen zuschneiden mußte, setzte uns mit zwingender Logik auseinander, wie eine Niederlage der so geschmähten deutsche Kultur und der Sieg der russischer ein unerhörtes Unglück für das ganze Judentum bedeuten imiftte. Mit letfer giimmc begann er zitternd einige Verse zn zitieren, die den Kampf zwischen seiner Englandfreundschaft und Russenfeindschaft rn bewegten Worten schilderte. Immer begersteler klangen diese Worte — als er jäh abbrach. ... Ein kleiner dicker Herr, mit aus der Nase ttes sitzendem Zwicker war ein getreten und hatte ihm einen vorwurfsvollen Blick zugeworfen. „Der Chef!" murmelte der „Dichter" erschrocken und sckmitt, so eifrig er nur konnte daraus los. Nachdem der „Ehef" verschwunden war, sagte der Rezitator: Er kommt selbst aus Rußland, der Mr. Sellin, ist selbst weggelaufen, weil er's dort nicht aushielt, aber — das hat er jetzt vergessen. Doch ich ^aube, im Herzen ist er gut jüdisch geblieben, er tut nur so nach außen — er muß es schließlich als Chef der Ersten Khakiuniformierungs-Anstalt im Ostend. Ich hoffe Tag für Tag, er wird vernünfttg werden, ebenso wie der berühmte Jzrael Zangwill, der bei Ausbruch des .Krieges begeisterte Reden gegen Deutschland hielt und seit er erfuhr, wie elend es den Juden in Rußland jetzt geht, von seiner großen Begeisterung für die A'llnerten arg zurückgekommen ist. Jetzt ist er überzeugt, daß der Welt kern größeres Unglück zusboßen könnte, als ein Sieg Rußlands. Und wissen Sie anch, wie man ihn deshalb behandelt? Kein englisches Blatt, keine Zeitschrift will eine Zeile von ihm drucken. Bon allen Seiten wird er jetzt angefeindet. . . ." Wieder war der „Ehef" aufgetaucht, wieder arbeiteten die Lochneider mrt verdoppeltem Eifer. Mer die tiefe Niedergeschlagenheit wick nicht von ihren Gesichtern. Mr. Selkins, der Chef der Figura, lud uns alle in sein.kleines Kontor. „Ich verdiene jetzt vrel Geld, erklärte er nach ein paar allgemeinen Bemerkiingen,» „aber aufrichtig gestanden, es macht mir wenig Freude. Ebenste wenig wie — meinen Arbeitern. ..." ™ der angegebenen Ziffer dürfte die Zahl der Menschenleben, bit die Katastrophe forderte, nicht erschöpft sein. Jüxe Ausränmungsarbeiten können nur langsam fortschreiten. R^b a ch a . M., 20. Sept. Das unterfränkische Schwur * 8fW verurteilte den 41 Jahre alten Taglöhner Joseph von hwr der m der Nacht zum 29. Jarmar bs.Js. die 82 Jahre alte Wrtwe Weiß m ihrem Bett mit einem Beil erschlagen und dann beraubt hat, zu 15 Jalwen Zuchthaus und 10 Jahren Ehreuverluit. Ter Staatsanwalt hatte lebenslängliche Zuchthausstrafe beantragt. Zur fraglichen Zeit aus der Strafanstalt st Georgen nach Verbüßung einer längeren Gefängnisstrafe ent- lasjen, ,chickte er sich sogleich wieder an, Diebstähle auszuführen. Er auch nach seiner Heimatgemeinde Retzbach. N^ als der Ort ™ tieffter Ruhe lag, drang er in otwas abseits vom Orte stehende Haus der alten Weiß ein, bei der er viel Geld vermutete. In der Mche holteer sich ein Holzberl, ging in da>? Schlafzimmer und ch ug der Wnß äus den Kops. Als sie sich rührte und Hilfe schrie, chtug der rohe Mensch uvck> mehrmals hin, bis die alte Frau still U' ^unde nach der Entdeckung der Tat starb sie auch. Ruii ossuete Gopfert mehrere L^ckjränke, fand aber nur eine geringe Vie Tat m verwischen, setzte er verschichene Dcobelstücke in Brand. 2rrael,ttsche «eligionsgesellschaft. Sabbats ei er am 2 3. September 19 16 : - machm 9 in! ?t? 5 Uf,r ‘ ~ ® Q,n§ta fl vorm. 8.3« Uhr. - tad)r V; ,^'0^ Uhr- — Sabbatausgang 8.V5 Uhr. — M^m^o"Esdlenst : Sonntag und Mittwoch morgens 6.00 Uhr Montag und Dienstag morgens 6.15, abends 6.30 Uhr. Letzte Nnelirichten. Die Wiedereinnahme von Petrezsenp. e n j}' „Az Est" berichtet über die W i e de r- wttrp« eingeleiteten Operatwneni b ■ ^kront. p:e verbündeten Truppen sind bereits bvh ^nmarschiert. In den Bergwerken ist der vom verursachte Schaden ganz gering, lieber die Zurückeroberung Petrezsenys wurde gestern berichtet, daß die unter Mhrung des ltehende Guippe die rumänische ^te geschlagen und nunmehr den Feind verfolgt. Die letzten Kämpfe En südlich der Msenbahnlinie .Hatszeg—Petrezseny bei bem ben 7 mea Ct nnrh°^J! ^orisoberge Mlsg^ochben, desjen Eroberung na 3 öffnete. Dieser Erfolg ist 'sowohl aus ^/EEn, wie Militarisä-cri und volkswirtschaftlichen Gesichts^ Mrezseny ist die erste größere Stadt, die aus feindlicher Herrschaft wieder befteit wurde. Mit Petrezsemi ^^n luftr dw dortigen reichen Kohlenbergwerke wieder zurückgewonnen. pie rum Mi il che Grenze befindet sich ungefähr 10 Kilo- Elbr von Petvczjeny und der dortige Surdue-P-aß bietet einen vorzüglichen Weg auf rumänisches Gebiet. ^ ^. Das einst so vergnügte Konstantza. Stockholm. 21. Sept. In Konstantza sieht es nach Be- rrchten trostlos aus Pas Badeleben hat unmittelbar nach Msbrnch des Krieges ^och keinen ^ahen Mbruch erlitten. Erst die Flieger- angrrfte verscheuchten die vornehmen Reisenden. Nach dem 'Fall JÄ* 0 begannen mch die Behörden und Regierungsstelle die Stadt zu verlaßen, pas große Kürhotel wurde von Amts unmittelbar darauf von der Heeresverwaltung uls Lazantt beschlagnahnrt. Heute ist das einst so vergnügte .Kvn- ftantza nichts als eme Feftuhg. Mit Bukarest gibt es seft ^mstag nur noch telegraphische Berbindimg: jede andereist aus unbekannten Gründen unterbrochen. Tie Zivilbevölkerung von Konstant! ?we Stunde vormittags und nachmittag verlassen. Der .Kanvuendonniw hört nie auf. Truppen durckMehen unausgesetzt me Stadt. Die milftärischen Maßnahmen werden streng geheim gehalten. General Sciontschewskij, der hier das Ober- tommando führt, soll sein Hauptquartier jensefts der Dobrudscho ver^gt haben. Der verschärfte Belagerrrnaszüstand ist bereits verhängt worden. HauptstäÄäsch Mlftärkrmse fassen dre Lage sehr ernst auf. Die Mederlagen seien nicht mehr gut zu E^^Dnntrieft erklärt im iwfi dir B--lkrni>iplönmtrr oez En^nte wiederum und nun wohl endgültig Schiffbruch gelitten .. 'Aan wollte bei Saloniki, der albmnsch-italrenischen und rnmanrsch-en Front z-usammenwirken, aber die Führung sei verloren gegangen. Man sei militärisch in die Defensive gedrängt. Vermischte-. Der Tolsperrendmch im Jsergebirge. Reftchenberg 19. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung der Rerchenberger Zertung zu dem Talsperren-Unglück waren bis zum Vormtttag 26 Leichen geborgen, und zwar ift Dannwald, Schumburg. Dessendors und Tiefeirbach. Auf der Jser- Strecke von Temnivald bis Eisenbrod wurden sieben Tote ans Ufer gezogen Im Friedhof Dessendors liegen 17 Leichen. Die meisteii smo derart verstümmelt, daß es bisher nicht möglich war, sie zu erkennen. Ja Dessendors iverden insgesamt 56 Persvnein vermißt. Ucbcr 380 Personen sind durch die Katastrophe obdach. Das sicherste Gtaatspapier der Welt m , ifl die »eulsche Kriegsanleihe. - Sie irägt h»he Zinsen M» ist (anch Äs Zwischenschem) jeöerzeii verkäuflich und beleihbar. L« Sienerkraß bes deutschen DEes, das Vermögen sämtlicher Bundes» Saaten sowie des Reiches selbst hasten für sie. Modellhut-Ausstellung In sorgfältig gewählter Zusammenstellung stehen die grössten Neuheiten in meinem Geschäfte aus. Ich bitte, auch meine Schaufenster zu beachten. Bestellungen aus anerkannten norddeutschen Saalgutwirtschaftenwerden entgegengenommen. 6775 Vereinigte Setreideliäniiler 6. m. b. 1.. Giessen ^elevbou Nr. 148 u. 2004. Ariedrichstrahe 8. >- \ Reparaturen an Schreibmaschinen aller Systeme führen ln eigner Spezial* Werkstatt« gewissenhaft aus. Ersatzmaschineu stehen zur Verfügung. 16135 Franz Vogt & Co., Giessen Goethestraße 32. Fernruf en Statt besonderer Anzeige. Heute wurde uns unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Hanna im 27. Lebensjahre nach kurzer Krankheit durch einen sanften Tod entrissen. Professor Dr. Gustav Kröger und Frau Helene geb. Vermehren Margarete Stepp geb. Krüger Gerichtsreferendar Georg Krüger, Leutnant d. R. Helene Krüger z. Zt. im Felde Anna Krüger Professor Dr. Wilhelm Stepp Luise Rathschlag. Gießen, den 20. September 1916. Die Beisetzung findet in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 16767 Todesanzeige. Heute morgen 9 Uhr entschlief sanft nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Faber Ww.geb. Klanges im Alter von 68 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Großen -Linden, den 20. September 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 22. September, nachmittag 3 1 /* Uhr, statt. 6770 Bekanntmachung. Wir geben hiermit bekannt, daß die Stücke von Mk. 100, Mk. 200 und Mk. 500 der SV. Deutschen Kriegsanleihe erschienen sind und von den Zeichnern, die bis Mk. 500 bei uns gezeichnet haben, während unserer Kassenstunden von 8-1 Uhr vorm, unter Vorlage der Abrechnung und einer Legitimation an unserem Wertpapierschalter in Empfang genommen werden können. Weldmsche Creöttbanf:: Male Siesten gegenüber der Iohanneskirche. Todes Anzeige. Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Roloff geb. Dauernheim heute mittag um y,4 Uhr von ihrem langen schweren Leiden durch einen sanften Tod zu erlösen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katinka Dauernheim. Gießen (Riegelpfad 19), Traisa b. Darmstadt, Bensheim, Worms, den 20. Sept. 1916. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag um 3 Uhr vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. [ 0 i 907 i liefert In Jeder gewünschte* Ausstattung stilrein u.preis wert die Brihl’sthe Uaiv.-Oreokertl 3. G, (Alte Stuttgarter) Versicherungsbestand ^ 815 * ' 1 Militante 164 Millionen M. 474 . . Kriegsversicherung v.Laiidsturmpilictitig..GamigoBdieDgHatiig^Bea]nteDU8w. gegen müßige ExtraprAmlc v Auskunft erteilt 677488 ^Fr. Karl Henzerling, Neustadt 46.y^| Der 2. Waggon Weißkraut trifft Montag ein. Bestellungen werden schon jetzt ent- gegengenommen. 012070 1, Hankei, Neuen Baue 7 Telephon 612. Oeffentl. Bortrag von Frau L. BucksatH. Mainz Donnerstag, den 2(. September, abends 8 Uhr püM lich, in der großen Aula der Universität. Eintritt frei für jedermann. wie können wir Frauen helfen den Krieg gewinnen? Alice-Hrauenoerein. Allgemeiner Deutscher Zrauenverein. Llisabethen-Verein. Evangelischer Gemeinde Hrauenoerein. Frauenbund der Deutschen ttolonial-Gesellschast. Hrauenverband des Deutschen Lustflotten-Vereins. Zrauenverein vom Roten Rreuz für die Rolonien. hausfrauen-verein. Israelitischer Zrauenverein. Rindergarten-Verein. Lehrerinnen-Verein. Verein für Zrauen-Stimmrecht. WD /-—- — Statt Karten. Die Verlobung unserer Tochter Gustel mit Herrn Albert Kätner, Zahnarzt und cand. med., Leipzig, beehren sich anzuzeigen Oberstabsarzt San.-Rat Dr. Klingelhöfer und Frau Rodheim a. d. Bieber. September 1916. J Gafe Ernst Ludwig Hente [4794 KÜNSTLER-KONZERT IllircfdjuIcJ Das Wintersemester beginnt für alle Kurse (Weitzzeug- Naben, Hand - 'Arbeiten. rbncidcrn.Bügelrr.Kochcnl sowie für die Hausbaltungöidmle «mit halbjähriger Dauer! Dienstag, den 26. September. DieHaushaltnngsschule dient auch zur Vorbereitung für die Seminare lOster-Anfangl, deren Abgangszeugnisse zur staatlichen Anstellung in Hessen wie in Preußen berechtigen. Internat für auswärtige Schülerinnen. Prospekte gratis vom Vorstand des Alice- Schul-Bereins. Anmeldungen für die Haushaitungsschulc spätestens bis 15. September beim Vorstand erbeten, für alle anderen Kurse sväteitenS Samstag, den 23. September von 10—6 Uhr im SchulhauS. Steinstratze 10. 5571D