nt. 2 j 6 Erster Watt flaiHtct ersthe«! täglich, cucher &*müaQ&. - Beilagen: viermal wöchentlich Oietze«erK«iMierchlStter; zrveünal möcherUl.Xreir- blattfLr-e« Kveis Sieben (Diemttag und Freitag); zweimal manatl. lbö. Jahrgang Donnerstag. September SS iurdieSchrMkeitunML Berl«m.»eichLitsstelleS1 AdreAe kkr Drahtnach- cuhiE Ltzeiger^ietzc«. LWOM von Lszei-e» iür bu Tagesnummer bis zum Abend vorher. Gietzener Anzeiger Gemral-Anzeiger für Oberhessen Bezu gSv r c 1 j. monati. 90 Pf., viertel» fährt, m. 2.65; durch Abhole» u. Zweigstellen monatl. 30 Pf.; durch die Post Mt.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auSw. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für L>tadt und Land, Vermischtes und Ge- ^ ^ ^ richtSfaal: Fr. R.Zenz; Nstattsnstzruck mb Verlag der vrühllchen Umv.-Such- nnd Steinöruderef R. Lauge. Zchriftteitnng. Seschäjt;stel!e und Druckerei- §chulstr.7. Heues schweres Ringen nördlich der Sone. Ein griechisches Armeekorps in Deutschlands Zchutz ubergetreten. (MkB.s VrotzeS Hlauptanartier, 13. September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Fr<«4 des Generalseldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Bon neittm ist die Schlacht nördlich der Somme entbrannt. Unsere Truppen stehen zwischen Combles nnd der Somme in schwerem Ringen. Die Franzosen sind in Bouchavesnes eingedrungen. Die Artillcrie- kümpfe nehmen mrf beiden Seiten des Flusses mit großer Heftigkeit ihren Fortgang. Krontdes Deutschen Kronprinzen. Rechts der Maas sind französische Allgriffe im Thiau- mont-Abschnitte und an der Souvilleschluchl gescheitert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Kleinere russische Vorstöße wurden nördlich der Dweten-Mündung und bei Garbunowka (nordwestlich von Dünaburg) abgewiesen. Krönt des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen setzten die Russen auf der Front von Smotvec (füdwestlich von Zabie) bis zur Goldenen Bistritz zu einem einheitlichen Massenstotz an. Sie wurden überall unter größten Verlustelt von unseren tapferen, unter dem Befehl des Generals von Conta stehenden Truppen Mgeschlagen. In SieveubSrgen sind deutsche Truppen im Abschnitt von Hermannstadt (Ragy-Szeben) und südöstlich von Hötzing (Haffzeg) mit den R u m ä n e n i n G e f e ch t s- fühlung getreten. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Bewegungen in der Dobrudftha vollziehen sich plan- mätzig. An der mazedonischen Front keine Ereignisse von Bedeutung Der erste General«martienneister _ l Ludendorff. Ein sekffanreK Ereignis wird uns Haube amtlich mit- getetll, ein Ereignis, das wir freudig als verheißungsvoll feiern dürfen. Crut griechisches Armeekorps, das in Mazedonien dem linken Flügel der Bulgaren gegenüberstand und seinen Standort in Kavala hatte, hat durch seinen Führer ein Abkommen mit Deutschland geschlossen, wonach es vor den Drohungen des feindlichen Bierverb an des, der das Korps gewaltsam zum Anschluß an seine Ziele drängen wollte, in deutschen Schutz Übertritt Und in Deutschland, unentwaffnet und unversehrt in seiner Neutralität, Gastfreiheit genießen soll. Der Vorgang erinnert ganz lebhaft an die bekanrrte Konvention von Dauroggen, die im Kampf gegen Napoleon der eiserne Jork auf eigne Faust mit Rußland abschloß. Nur ganz so folgenschwer ist der Entschluß des griechischen Korpsführers nicht wie derjenige Jorks. Jork zog das Schwert und wandte sich, ohne die Willens- Meinung seines Königs abzuwarten, wider den fremden Bedrücker Deutschlands und Preußens; er gehorchte einer vaterländischen Notwendigkeit, einem zwingenden Gebot der Stunde, wobei er freilich mit der begeisterten Gefolgschaft aller deutschen Herzen rechnen durfte. Dies letzte trifft für den Entschluß des griechischen Offiziers nicht zu. Er weiß, daß in seinem Volke dank der Machenschaft einiger verräterischer Führer die Stimmungen geteilt sind; aber er hält sich als Soldat an das Gebot und die Vorschriften des Königs. Er braucht nicht, wie einst Jork, die stille Möglichkeit vorauszusetzen, wegen eigenmächtiger, dem Willen des Königs zuwiderlaufender Tat der höchsten Strafe entgegensehen zu müssen. Denn er hält sich streng an die königliche Vorschrift, neutral zu bleiben. Da die schwerste Gefahr bestand, gewaltsam aus dieser Neutralität herausgedrängt zu werden, tat er das, was allein dieses schmachvolle Schicksal abwenden konnte: er erbat den Schutz Deutschlands, das gewillt war, die griechische Neutralität streng, zu achten und durch die vorliegende amtliche Veröffentlichung beweist, daß es nicht die Absicht hat, die griechischen Truppen irgendwie auszunutzen. Helfen werden uns diese Truppen nicht, sie essen unser Brot und beanspruchen unser Gast- recht; aber wir haben selbstverständlich das Interesse, das griechische Korps dem Machtwillen der Entente dauernd entrückt zu sehen. Wir dürfen das Ereignis als ein bedeutsames, erfreuliches Symptom betrachten. Es beweist, daß das griechische Osfizierkorps und das Heer königstreu zu bleiben gewillt und durchaus nicht geneigt sind, mit Sarrail gemeinsame Sache -u machen. Der König Konstantin hat vor einiger Zeit seine Soldaten selbst zu dieser Gesinnung angefeuert, indem er diejenigen lobte, die bei den bekannten Ereignissen in Saloniki sich korrekt an seine Weisungen hielten, allen Hindere uissen und Schwierigkeiten zum Trotz, die ihm der frair- zösische Befehlshaber bot. Der Kommandant des 4. griechischen Armeekorps darf gewiß sein, daß sein Verhalten die Billigung des Königs findet. Dieser selbst findet ja infolge seiner Weigerung, für die Entente zum Schwert zu greifen, in den letzten Tagen die bedrohlichste Beschimpfung in der gegnerischen Presse. In den französischen Zeitungen wird die Regierung Frankreichs offen aufgeforoert, mit neuen Machtmitteln gegen Griechenland nnd dessen König vorzugehen. Ob sich dann nicht die Entwicklung fortsetzen mag, die durch das 4. griechische Armeekorps angebahnt worden ist? Es wäre eine Lösung, die dem König Konstantin Freiheit, uns und unseren Bundesgenossen Genugtuung, den Feinden aber Verlegenheiten bereiten würde, ließet die Nachfolgerschaft des verabschiedeten Ministerpräsidenten Zaimis sind noch keine endgültigen Bestimmungen gettosfen worden. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. September 1916.. O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Die Lage ist unverändert. HecresfrontdesGeneralsderKavallerie Erzherzog Karl. Die von den Russen gegen unsere Karpathen-Front zwischen dem Smotree (südwestlich Zabie) und der Goldenen Bisttitz geführte einheitliche Massenangriff scheiterte an dem tapferen Widerstande der Verteidiger unter für den Feind überaus schweren Verlusten. In Ostgalizien keine Ereignisse. Heeresfront des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Außer müßigem Artillerie- und Minenwerserfeuer nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Jsonzofront hält das feindliche Arttlleriefeuer an. Zwischen Etsch und Astach-Tal ist ziemliche Ruhe eingetreten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Vojusa zeitweise lebhaftes Geplänkel. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer. Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 12. auf den 13. hat ein Seeflugj- zeuggeschwader Bahnhofsanlagen und militärische Objekte von Cervignano mit zahlreichen Boinben gut belegt. Zwei größere Brände, eine heftige Explosion in einem Objekt und mehrere Volltreffer in der Bahnhofsanlage wurden erzielt. Ein anderes Seeflugzeuggeschwader hat in der gleichen Nacht den Kriegshafen Venedig angegriffen. Cs wurden Volltreffer schwerster Bomben im Arsenal, in den Docks, bei den Gasometern, im Fort Alberone und in den Werstanlagen von Chinggia beobachtet, in Chinggia auch mehrere Brände. Beide Seeflugzeuggeschwader sind trotz heftigster Beschießung unversehrt zurückgekehrt. Flottenkommando. • * • Ein Abkommen zwischen Deutschland und dem 4. griechischen Armeekorps. B e fl t n, 13. Sept- (WDB. Amtlich.) Nachdem deutsch- bulgarische Truppen durch den Angriff Sarrails sich gezwungen gesehen hatten, im Gegenangriff in Griechisch-Mazedonien ein zu marschieren, stand hinter dem bis zum Struma-Fluß vorgedrungenen linken, bulgarischen Flügel das vierte griechische Armeekorps Geroehr bei Fuß in den drei Städten Seres, Drama und Kawalla. Die Maßnahmen der Entente zielten darauf ab, diese griechischen Truppen auf ihre Seite zu zwingen und ihnen ein ähnliches Los zu bereiten wie den in Salonik vergewaltigten Teilen dop elften griechischen Division. Die freie Verbindung mit Athen ivar unterbunden, der Verkehr mit den Behörden in der Heimat wurde von der Eu.ten.te beaufsichtigt und -nach Belieben verweigert. Ter Kommandierende General des vierten griechischen Armeekorps in Kawalla, treu dem. Willen seines Kriegsherrn und der gesetzmäßigen Regierung, an der Neutralität festzuhalten, hat sich angesichts der unhaltbaren Lage der ihm anvettrauten Truppen, bedroht von Hunger und Krankheiten, g^wlungen gesehen, selbständig zu handeln und am 12. Septembör die deutsche Oberste Heeresleitung gebeten, seine braven, königs- und re - gierungstreuen Truppen vor dem Druck der Entente in Schutz zu nehmen und ihnen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Diesem Ansuchen wird entsproche n werden. Um jeder Verletzung der Neutralität vorzubeugen, ist mit bcnl krjmmanldierendeu General vereinbart worden, die griechischen Truppen voll bewaffnet und ausgerüstet als Neutrale in Unterkunstsorte in Deutschland zu überführen. Sie werden hier G a st r e cf) t genießen, bis ihr Vaterland von den Eindringlingen der Entente verlassen sein wiird. Der Rücktritt Zaimis'. Bern, 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „Seeolo" meldet ans Athen, die Demission Zaimis habe unge-hsuren Eindruck gemacht. Man sage, daß der König sie annehmen muffe-, da Zaimis sehr dränge. Es gehe das Gerücht dorr ernem kommenden Ministerium Dimittokopulos. Die Gesandten des Vierverbandes suchten Zaimis von seinenr Entschluß abzubringen und ihm unter Versprechungen die schwierige Aufgabe zu erleichtern. Berlin, 14. Sept. Als bezeichnend für die Stimmung m Gr re ch enland wird in einer verspätet eingetrosftnen Meldung der „Voss. Ztg." berichtet, daß auf das Gerücht hin. der König habe sich vor dem Ententedrucke nach Larissa flüchten müssen, am 10. September in Drama eine Versammlung abgehalten wurde, in deren Verlauf dem König u n - bedingterGehorsamversprochen wurde. DerVersammlung wohnten Divisionsgenerale, Offiziere und Trup- pen bei Die Offiziere faßten den Entschluß, dem König telegraphisch zu melden, daß, was er immer befehlen würde, sie tun wurden. Sie verpflichteten sich gegenseitig durch Handschlag, wenn einer unter ihnen anders'handeln sollte, würde er die von Verrätern verdiente Strafe erleiden. Berckin, 14. Sept. Zu den Gerüchten von einem kommenden Ministerium Dimitrokopulos sagt das „Berk. Tagebl.": Der gegenwärtig 45 Jahre alte Abgeordnete Dimittokovulos war wiederholt Jnsttzminister. Anfangs ein Anhänger von Venizelos und Mitglied von dessen Partei, hat er sich später mit Benizelos entzweit und eine eigene Partei gegründet. Er steht auck heute noch Benizelos als Gegner, wenn nicht gar feindlich gegenüber. Er ist einer der bedeutendsten Anwälte Griechenlands, ein sehr geachteter Politiker und gilt als gewissenhafter, stteng königstreuer Mann. Keine Abberufung Sarrails. Lugano, 14. Sept. Die rumänische Agenzia Jnfor- mazione meldet aus wohlunterrichteter Quelle, daß man nicht nur niemals an die Abberufung des Generals Sarrails gedacht habe, sondern daß im Gegenteil die unter größten Schwierigkeiten geleistete militärische und politische Arbeit Sarrails in den Kreisen der Entente die höchste Anerkennung gefunden habe. Rotterdam, 14. Sept. Die englischen Blätter verhalten sich in der Frage, ob in Mazedonien eiue große Offensive der Alliierten eingeteitet würde, zweifelnd. „Daily Mail" sagt, es bleibe nur noch ein Monat übrig, bis ans dem Balkan der Winter einttete, bex durch Schnee und Eis größere Tritppenbewegungen sehr erschweren dürfte. Die Ergebnisse des Vormarsches in der Dobrndscha. Berlin, 14. Sept. Die Ergebnisse der bisherigen zehn Kampftage in der Dobrudscha sind einem Berichte des Lakai- Anzeigers zufolge etwa die, daß Bulgarien jetzt mehr als 10 0 0 0 Quadratkilometer rumänischen Bodens besitzt, also mehr, als es seinerzeit an Rumänien verloren hatte. Der bulgarische Bericht. Sofia, 11. Sept. (WTB.) (Verspätet eingetvofsen). Bericht des General stobes. An der rumänischen Front längs der Tonart Ge. schützfeuer bei Tettja, Widdin, Lom Palanka, Orenowo und Stißvw. Tie Offensive in der Dobrudscha geht weiter. AM 10. Sept. zogen unsere Truppen in Silistria ein, dessen Bevölkerung ihnen einen ttiumphähnlichen Empfang bereitete. Die dreifarbige bulgarische Fahne weht jetzt auf dem Fort Arabtabia. Wir fanden, in dem festen Platze 10 Festungsgeschütze und eiire g ro ßa Menge Kriegsmaterial vor. Tie feindlichen Truppen zogen sich, vor unserer Kavallerie verfolgt, Mts den beides Douaunsern no rd ostwärts und ostwärts zurück. Ter Rückzug der Rumänen, Russen und Serben, besonders der elfteren, geht unter den schrecklichsten Grausam feiten gegen dm wehrlose Bevölkerung vor sich. Ein Armeeführer berichtet unter dem 10. Sept.: „Vom! ersten Tage nach Ueberschreitrung der Grenze; stelle ich eine Reihe schändlicMr Unmensch!iMeiteu der rumänischen Armee fest, die sich mehr und^ mehr als Taten einer unglaublichen; Bertiertheit Herausstellen. So eutslihrteu die- rumänischen Behörden einige Tage vor der Kriegserklärung der Be» völkerung olles Vieh ohne förmliche Requisition. An.' dem RüÄtzluge bildete der Feind besmchere militärische tetlinwKit zur Niederbrcnnwrg der bulgarrscher: Dörfer: die Dörfer Erskioci. Aitvmrovo, Srebarna, Dschumaja Mahale/ Tatar Attnadw und andere in der Umgegend von Tutr.ttan und Dilistria Ifranmi nockr Eine bei onnfafat geschlagene Abteilung, die fluchtartig auf Siiistria zurückging. schickte am 7 . Septencher abettbö eine ganyc üämpagnie nrit zlvei Offizieren in das Dorf Srebarna, wcktche dort die ganze männliche .Bevölkerung fvftnehmen. und in der Nacht u ni bringen ließe n. Die Plätze und Straßen des Dorfes liegen-voll von Leichen unschuldiger, aufs unmenschlichste verunstalteter Opfer. Eine Anzahl Kinder desselben' Dorfes wurden in den Häusern ein geschlossen und verbrannt, die übrigen Kinder und Franeir nach Siliftria geschleppt. Am 8. Sep- ckenrber' morgens wurden die Männer aus dem Dorfe Alifal an das Donau Ufer .geführt, unbarmherzig niedergenmcht und die . Leichen irr den Fluß geworfen. Alle Eimvohner der Dörfer Kali petvowo. Aitemir, Karaomur und Rabuk wnrden ausnahmslos auf das jenseitige Donaumfer.abgeführt, >vo sie nach Aussagen der Bevölkerung diesseits der Stadt Kalarsch nahe am Flußufer fest- «gehalten werden, um den feigen Feind gegen das bulgarische Feuer zu decken." Makedonische Front: Am 10. September fand südlich des Q st r o v a - S e e s ein Infanteriegesecht gegen ein am Tage zuvor geschlagenes Zuavenregiment statt. In der Gegend von Moglenica inibismMardartale von beiden Seiten Geschützfeuer. Im Strumatale versuchten feindliche Abteilungen, den Fluß bei den Dörfern Newolen und Kardikiolcj zu überschreiten, aber, durch unsere Truppew angegriffen, wurden sie unter schweren Verlusten zurückgeworfen. An der Mürrdmtg der Struma versuchten mehrere englische Kompagnien von der Artillerie von den auf den: rechten Flußufer geschützten Kriegsschiffen unterstützt, gegen Osten vorzugehen, wurden aber vrtz: dem Feuer unserer Truppen empfangen, angegriffen und in ihre Ausgangsstellung zurückgeworfen. Zwei feindliche Batallione, die sich anschickten, diesen Vorstoß zu unterstützen, wurden durch unser Geschützfeuer zerstreut. Die feindliche Flotte kreuzt in gewohnter Weise längs der Küste des Aegäischen Meeres vor Kawalla und Elentheva im Golf von Orsano. gez.: Minister Radoslawow. Kundgebungen in Sofia. Sofia, 13. Sept. ^WTB. Nichtamtlich.) Verspätet ernge- troffen. Anläßlich der Siege in der Tobrndscha fanden Straßen umzüge der Schuljugend statt. Vor den Gesandtschaften der Verbündeten und vor den Ministerien wurden Huldigungen dargebracht. Ministerpräsident Radoslawow hielt eine Ansprache, in der er erwähnte, daß die rumänische Soldateska tu 4>er Doorudscha Schulkinder in den Sckmlen eingesperrt und leBertb verbrairnt habe, sowie deren Mütter und Schwestern vergewaltigte und mißhandelte. Aus entrüstete Ruse nach Vergeltung erwiderte der Ministerpräsident, die tapfere bulgarische Armee werde alte Schandtaten rächen. Der türkische Bericht. Ko n st ant in o p cl, 12. Sevt. (WTB.) Amtlicher türkischer Bericht. Ander Front von Fellahie lvarfen wir am 11. September mir Erfolg Bomben auf ein feindliches Lager, in de!M Brände hervorgcrufen wurden. 'K? a u k a s u s f r o n t: Auf dem linken Flügel schlugen wir einen Angriff des Feindes ab. Im Abschnitt von Oghnott wurden zweL feindliche Angriffe am 10. September und in der Nacht vorher, die durch Arttllcrieseuer vorbereitet wurden, durch unsere! Gegenangriffe zurückgewiesen. Die feindlichen Truppen, die sich in verschiedenen Gruppen unseren Stellungen zu nähern versuchten, wurden durch unser Geschützfeuer zerstreut und erlitten anßeror^ dentliche Verluste. Unter der Beute, die wir dem Feinde in dem Gefecht im Abschnitt von Kighi am 9. September abnahmen, ist eine große Menge Munition und Werheuge, deren Anzahl! noch nicht festgestellt worden ist. Die Anzahl der gefangen genommenen Offiziere ^und Soldaten nimmt noch zu. Aus dein! linken Flügel sielen Scharmützel zu unseren Gunsten aus. Wir machten Gefangene und erbeuteten Waffen und Ausrüstungsgegenstände. An den anderen Fronten kein Geschehnis von Bedeutung. Nach ergänzenden Nachrichten l)aben Misere Truppen an der galizchchen Front ani 7. September durch Gegenangriffs, mit Bajonett bis zum Abend alle Angriffe starker russischer Truppen abgeschlagen. Die Verluste des Feindes werden aus £^0 0 0 Mann geschätzt Bei Zusammenstößen im Ncchkampf wurden drei Offiziere und über 300 Mann gefangen genommen und ein Maschinengewehr dem Feinde abgerwmmen Der stellvertretende Oberbefehlshaber. Ein feindlicher Zerstörer zum Sinken gebracht. Berlin, 13. Sept. (WTB. Amtlich.) Am 11. September .griffen den tsche Seeflugzeuge vor Constanza und südlich bav»n russische Seestreitkväfte an. Auf einem Linienschiff, «einem U^Bvot imb einigen Zerstörern wurden einwandfrei Treffer b eo ba chte t. Sämtliche Ftt:gze::ge kehrten unbeschädigt zurück. .Am 12. September abends unternahmen mehrere unserer See- flugzeuggeschwaber imRigaischenMeerbusen einen Angriff vuf feindliche Seestrettkräfte. Es wurden mehrere einwandfreie Treffer erzielt, ein feindlicher Zerstörer zum sofortigen Sinken gebracht. Trotz heftiger Beschießung sind alle Mugzeuge unversehrt zurückgekehrt. Auszeichnung des Generalleutnants v. Stein. Berlin, 13. Sevt. (WTB.) Wie der „Reichsanzeiger" nreldet, ist dem Generalleutnant v. Stein, Führer eines Meservekorps, der Orden Pour le Me rite verliehen 'worden. Graf TiSza über die Vorgeschichte der italienischen und rumänischen Kriegserklärung. Budapest, 13. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Abgeordnetenhaus. Gras Tisza erwiderte auf die Aüssühcungen Andraff'vs und sagte, er bedaueve, den Lttrtrag aus Einberufung .der Delegationen ablehnen zu müssen. Er würde lebhaft wünschen, daß die Delegationen zusammen treten, und daß in Oesterreich die Wahl der Delegierten erfolgen könne. Allein die %mac, ob man in Oesterreich die Delegationen wähle oder nicht, sei Sache der Erwägung der dortigen Faktoren, und es wäre ein gefährlicher Vorgang, sich in die inneren Angelegenheiten Oesterreichs zu milchen. Der Ministerpräsident erörterte sodann die Kritik, »velche Graf Andrassv an der auswärtigen Politik geübt hatte und widerlegt- namentlich die Beschuldignngen Andrassys, daß der Krieg mit Italien hätte vermiede-.: werden können, wenn der Minister 'des Aeußeren Burian nicht Mißtrauen in den Ernst seiner An- ^erbietmigeu erweckt hätte, da er größere Zugeständnisse immer .in dem Zeitpunkte angeboten habe, da die Kriegslage sich ungünstiger gestaltet hätte. Tisza verlas eine Reihe von Berichten und Noten, welche drese BelMuplung widerlegen, und sagte. Am 4.unb 5. Mai 1915, nach dem Siege von Gorlice, haben wir eine Grenzberichtigung am I sonzo angeboten. Ferner haben wir die Erfüllung gewisser italienischer Wünsche inbezug auf Triest angeboten und erklärt, daß wir uns bezüglich Alba- uiens desinteressieren. Diese sehr bedeutenden Zugeständnisse »wurden drei Tage nach dem Siege bei Gorlice gemacht. Sodann erfolgte ein wichtigerer Schritt am 10. Mai. An diesem Tage hat -nämlich unser Botschafter positive Kenntnis davon erl-alten, daß IBaron Sonnino weder dem König, noch seüren Ministerkollegen unsere Anerbietungen getreulich mitgeteilt hat. Infolgedessen ent- ffck^oß er nck dem Lchrittq. daß er vereint mit dem deutschen« lÄoffchaftin die Zugeständnisse zu Papier brachte, sie noch ergänzte rund cm* . irrte Dieses von beiden Botschaftern unterschriebene ^Schriftstück ,ourde an die entsprechenden Stellen geschickt. Dieser «Schritt war vorwiegend die Ursache, man muß es wenigstens an- Kctynai, daß »mnmehr Meinungsverschiedenl/ei ten im Schoße der iLtalienischen Regierw»g «rtsuurden. Es folgte hu rauf die Kandidatur eines solchen Staatsmannes, vyu dem wir annehmen mußten, daß er ein für Italien so glänzendes Anerbieten nicht zurückweisen würde, und für den die Mehrheit der italienischen Kammer demonstrativ Stellung nahm Wir machterr sodann noch euren weiteren Schritt, indem ein Vertragsentwurf angefertigt und unser römischer Botsck-after bevollmacknigt wurde, diesen Enttvurs der italienischen Regierung zu überreichen. Dieser Entwurf ist in nicht un- tveseittlichen Einzelheiten noch um etwas inerter gegangen, als die bisherigen Anerbietungen. Er wurde am 17. Mai dem Minister des Aeußern des neuernannten Kabinetts Salandra übergeben, welcher darauf nicht antwortete. Am 23. Mai, dem Tage der Kriegserklärung, wurde .nur soviel gesagt, daß dieses Anerbieten verspätet sei. Dies ist die trockene Darlegung der Tatsachen. Tisza fuhr fort: Ich frage nun, ob diese Tatsachen die Beschuldigung rechtfertigen, daß wir unter dem Eindrücke der Bestürzung, in einem Zeitpunkte, wo wir militärisch schlecht standen, die Anerbietungen erhöhten, während wir in zünftigen Momenten keine Nachgiebigkeit zeigten. Ich glaube sagen zu könnest, daß der Minister des Aeußern durchaus nicht die Beschuldigung verdient, Anerbietungen im schlechten Augenblick gestellt -zu haben, und ebenso wenig die Anklage, daß der ehrliche Sonnino fein rechtes 'Vertrauen zu unserem tückischen Minister des Aeußern fassen konnte. (Mlgemeine lebhafte Zustimmung.) Tisza ging dam: zur Besprechung der LHriegserklärüng! Rumäniens über und sagte: Unsere auswärtige Vertretung hat uns pflichtgemäß auf die Gefahr seitens Rumäniens aufmerksam gemacht. Auch hat unser Gesandter pünktlich vom Grade der Bereitschaft der rumänischen Armee berichtet. Wir wußten und, wie die Folge zeigt, waren wir gut imtcrrichtet, daß die rumänische Armee noch nicht bereit sei. Aus diesem Bericht hin glaubten wir zu entnehmen, daß der Angriff reicht so früh erfolgen würde. Wir glaubten, daß Rumänien sich sein eigenes Interesse besser vor Angen Hallen werde. In dieser Annahme täuscht^ wir uns. Dieser Irrtum hatte für uns schädliche und traurigje Folgen, aber i«ch»äveiß nicht, öb diese Folgen, welche aus dem verfrühten Angriff entstehen werden, für Rumänien nicht viel schwerer sein werben. Tisza schloß: Ich bedauere, daß das Bündnis mit Rumänien sich nicht bewährt hat. Fch bedauere, daß jene gesunde politische Ueberlieferung, lvelche einen geschichtlichlv-i Berus R^imäniens darin erblickte, daß es sich der Mächtegruppe anschloß, die sich der Weltherrschaft Rußlands entgegen stellt, daß diese Ueberlieferung wenigstens derzeit gebrocheir wurde, urrd daß vorübergehende Strömungen Rumänien gegen sein eigenes Lebensinteresse zum Kriege gegen uns verleitet haben. Aber ich glaube, daß die Entschädig^mg, welche uns das Bündnis mit Bulgarien bietet, rrnter allen Umständen den rumänischeir Verlust vollkommen wcttmacht. (Lebhafte Zusttmmung.) Aeußerungeir des Barons Burian. Budapest. 13. Sept. (WTB. Nichtanttlich.) „Budapefn Hri- lap" veröffejntticht eine Unterredung mit dem Minister des Aeußern, Barorr Burian. Der Mmister sagte unter mrderenr: Ich würde dcr Erste sein, der die Einberufung der Delegationen auf das Wärinste begrüßen würde, denn dann! mürbe mein erzwungenes Stillschweigen ein Ende haben, und ich könnte meinen Anklägern Auge in Auge gegenüberstehen. Alts die Frage, ob man vielleicht nur den Preis vön Opserrc die feindliche Gesinnung Rumäniens hätte entwaffiren können, sagte der Minister: Wenn Graf Andrassy schon die Anerbietungen, die wir Italien, also einer Großmacht, gemacht haben, als demütigend b^eichnet, um wieviel dcnrüttgender wäre es gQvesen, wenn wir das Wohlwollen des kleinen Rumänien nnt territorialen Konzessionen hätten erkaufen müssen. Auch wäre die wahrscheinlick>e Folge gewesen, daß der perfide kleine Nachbar mit immer größerer Begehrlichkeit anj uns herangetreten wäre. Der Minister sagie dann bezüglich der .Krittk, die Andrassy an den Verhandlungen mit Italien geübt hat: Andrassy hat eine Auswahl aus diplomatischen Noten vorgelesen und diese so gruppiert, wie es ihm beliebte, ohne andere Stücke zu berücksichttgen. Ich versick-ere, daß ich andere Stücke auswählen könnte, ans denen hervorgehen würde, daß Sonnino teinesnwgs dieser vonvurrsffeie wackere 97dann ist, als den ihn Andrassy hinzustellen geneigt ist. Ueber den Friedens sckluß sagte der Minister: Melnn die Möglichkeit eines ehrerrvollen Friedens sich cr- gebsn hätte, so hätten >pi.r unb Deutschland die Gelegenheit mit Frendon ergriffen. Was besonders den rumänischm Einfall be- trifsr, so scheint das Hineindrängen des n.nvorberetteten Rumä- niercs in den Krieg nicht so sehr die Stärke, als vielmehr die Schwäck^ der Entente zu beweisen. Wenn die Entente wirklich so stark wäre, wie sie zu verkündigen liebt, so l-atte sie es weder nöttg', einen solchen Druck auf Rumänien auszuüben, noch so bedentmde! materielle Opfer zu bringen, um die Hilfe der kleinen Arnwe Rumäniens zu erkaufen. Ich mU nacht prophezeien, aber ich wage zu Vagen, daß ich Rumänien gegenüber einen sicheren und schnellen Erfolg erhoffe. Nach dem Zusancnrenbruch Rumänimls und nach dem geringen Erfolg der jetzigen gemeinsamen Offensive dürfte die EHrjente dann doch cinfehen, daß weiteres Mutvergießen ganz zwecklos ist. Schlieffttng der englischen Häfen für neutrale Schiffe. Haag, 13. Sept. (zf.) Der Hafenmieister von Rotterdam hat Bericht erhalten, daß feit gestern nacht 12 Uhr alle englischen Häfen für neutrale Schiffahrt geschlossen sttrd. Tie „Batavier Nr. 6", die gestern von Rotterdam abgehen sollte, ist deshalb in Rotterdam' zurückgeblieben. Ter gesamte Postoerkehr zwischen Blissingen und Rotterdam ist bis aus weiteres eingestellt, worderr. Rotterdam, 13. Sept. (WTB.) Die Ursache für die Schließung der englischen Häfen ist nicht bekannt. Man glaubt, daß es sich um eine vorübergehende Maßregel handele, die auf Truppentransporte oder auf Bewegungen der englischen Flotte zurückzuführen ist. Ter Postdampfer „Koninginge Regunbes" der Zeeland-Äesellschaft ist infolgedessen heute nicht nach Ecgland ausgesahvQi. Haag, 13. Scpt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Gerieralpost- dirükbor teilt rnit, daß der Po st verkehr nach und über Eigland bis aus weiteres eingestellt ist. Die Nack-richt, daß alle eng- lisck-en Häfen für aitkommende tmd abfallende neutvale Schiffe vorläufig gesperrt sind, wird amtlich bestätigt. Nach einer Mitteilung der britischen Gesandtschaft tiu Haag ist die Maßregel in der dtacht vom 12. auf den 13. September lmt 12 Uhr Mitternacht in Kraft getreten. Neger als Hafenarbeiter in Frankreich. Pretoria, 13. Sept. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. General Botha kündigte an, daß auf Wunsch der Londoner Regierung fünfBatailloneNe- ger, insgesamt 10000 Mann, für .Hafenarbeiten nach Frankreich gehen sollen. Die franzöfifchcn Finanzen. London, 13. Sept. at der Feind während der Nacht über Schtschara und Serwetsch geschlagen: auch gegen die an den rechten Flügel des Landlvehrkorps anschließenden Stellungen ist ein überfallartiger Angriff über den dorttgen Fluß- abschnttt vorbereitet. In der Morgendämmerung des 3. .Juli beginnt der Hauptangriff gegen die Fvorrt des Landwehrkorps und die österreichischen Stellungen nördlich des Koldytsck)ewo-Sees. Die Tage vom 3. bis 9. Juli bilden eine Kampfwoche von unerhörter L)eftigkeit in heißem und bluttgem Ringen der zweiten Schlacht von Ba- ranowitschi. Angriffe des Grenadier korps und der 81. Divffiow brechen im ruhigen Feuer der aus ihren zerschossenen Gräbeir stehenden schlesischen Landwehr blutig zusamMeri. Schnelle und rücksichtslos geführte Gegenangriffe werfen den hier und Port durch die zeri stöjrtün Hindernisse ein gedrungenen Gegner lffn ans. In einem solchen Gegenstoß bei Darowo nehmen die schlesischen Landwehrleute 9 Lfffzieve und 700 Mann gefangen. Am folgenden Tage werden drei in starker Tresenglic^derrrng angesetzte Angriffe bereits im Sperrfeuer abgewiesen. Weiter nördlich war es dem Angreifer gelungen, bei Skrobowa und Kartschewo in die durch das Trommelfeuer schverster Kaliber eingeebneten Stellungen unserer Verbündeten zu stoßen. Deutschs flieserven entrissen in kühnem Gegenstoß dem Angreifer die Stellungen bei Kartschewo und machten hierbei 1600 Gefangenes Ein Gegenangriff auf dem linken Flügel bei Skrobowa blieb ohnf Erfolg. Der 5. Juli brachte erneute starke und dichte Massenangrisse auf der Front zwischen Labusy und Zirm. Wieder schlägt die Landwehr, schlagen tapfere Pvsener icnd Brandenburger alle Sturmangriffe ab. Nur bei Darowo bricht der Gegner erneut ffn und wird nochmals hinausgeworfen. Deutsche Reserven haben in- zwischen die österreichischen Verbände verstärkt und weisen .im gemeinsamen jlamps die gegen Mittag mit erneuter Wut ein- setzenden Angriffe zurück. Die folqend^l. Tage zeigen, ein dauerndes An- und Llbschwekken erbitterter .Kampfhandlungen der zweiten Schlacht von Bcrronowit- schi. (Vorübergehende örtliche Erfolge >verden dem Gegner durch frischen Gegenstoß und blutigeir Handgrvnatenkamps sogleich entrissen. 9tnr in den zerschossenen Gräben bei Skrobowa vermag sich der Russe zu halterc. Einen Höhepunkt der Kärrrpse Leigt der ^ Juli Um 3 Uhr vormittags greift eine sibirische SchützeN-Dvision bei Darowo überfallartig an. Die dreimaligen, ohne besondere Arttllerievor- bereitung vor getriebenen Angriffe brechen zusammen. Das während der ^Angriffe auf unsere Stelliulngen abgegebene Feuer mit etwa 7400 Schuß, darunter 2000 schwerer Kaliber, erzielt 3 Verwundete. Gleichzeitig stürmt die 2. Grenadierdivision in dichten Angriffswellen iviederholt nördlich Darowo. Von 2 Uhr vormittags^ cä' zeffplittern zahlreiche tiefgegliederte Angriffe znnscheri Wygoda und Zirin gegen unsere seit zwei Tagen lurter heftigstem Arttllerie- sener in zerschossenen Gräben, hinter zerstörteic Hindermssen stehenden Truppen. In die zurückslutenidm Massen des Angreifers feuert unsere ArtÜleric. Grcmeul>ast räumt das Feiuer .einer 21-Zenttmeter-Mörserbatterie auf unter den fliehenden Angriffswellen. Tie 11. sibirische Schützendivffion läßt etwa 70 Prozent ihres Bestandes im Angriffsfelde liegen. Am 0. Jrcki flamen die Kämpfe ab. Die zweite Schlacht von Baranowitschi neigt sich dem Ende W. Geringer: Gelände gewinn bei Skrobowa als einzigen Erfolg bezahlte der nrtt mehr als doppelter Ueb ermackst an greifende Feind mit unermeßlichen Verlusten. Die schlesische Londivelff, Poserrer und Brandenburger halten mit den Verbündeten die Schtschara- und Serwetsch-Stellungen und Baranowitschi. Am 14. Juli wurde ein Gegenangriff auf die von den Russen gehaltenen Gräben bei Skrobowa angesetzt. Bon 6 Uhr nachmittags ali arbeiten -sich brandenbnrgffche Reserve-Regiwenter in schwerenr .Kampf heran. Dem linken Flügel gelingt es, in die früher öfter- reichisck>en Stellungen einzubrechen und sich dort festzusetzen. Dabei werden 11 Offiziere, 1500 Ruffen gefangen und 13 ^Raschinekr- gewehre erbeutet. Die starken Verluste in der zweiten Schlacht bei Baranowitschi ztomigen den Airgreiser in den kommenden Tagen zur Ruhe, zur Aufff'illnng seiner znlaanmen-gesckwsseiren Divisionen und zur Neu- grnppierung seiner Kräfte. Die dlrmee-Abteilung Woyrsch benutzte diese Ruhepause zum Ausbau der Stellungen und zur Anlage starker Riegelstellungen in Erwartung des erneuten Angriffs. Am 25. Juli entbrennt der Kamps aufs neue. Wieder versucht der Russe den Durchbruch an jener schmälen Stelle, die ihm den bescheidenen Erfolg am 3. Juli gebrach hatte. Ein Artilleriesener von unerhörter Hefttgkeit hämmert gegen die in den frühere:: Kämpfen stark mitgenvnrmenen Stelffmgen. Das riffsischc XXXV. Korps mit 55. und 67. Division, sowie die 52. Division des III. kaukasischen Korps stoßen auf einer Front von nur 3 Kilo meter Breite vor. Erscheinend sicher ihres Erfolges, stürmen sie in dicksten, tiefgegliederten Wellen herm:. Alle Verschwendung aber cm Eise::- und Menschenmassen bleibt nnrkungslos gegenüber der Zähigkeit der Brandenburger: — sie batten — und sei es in dem Erdloch, das die feindliche Granate riß. Artillerie, .Handgranate und Bajonett verrichten fürcksterlicki-e Arbeit und in beu späteren A bendstunden bedeckten Tausende von russischen Leichen das Angrifssfeld, von dem der Feind auch nicht einen Fuß breit gewann. Ter schtveren Anstrmrgung folgte btinr Feinde am 26. Jul: die Ruhe der Erschlafffmg. 9ttrr südlich Baranowitschi griff er in den Abendstunden nach kurzer heftiger Arttllerievorbereilnng eine Landwehrdivision an. Das Feuer vvu 17 russischen Batterien ergoß sich über diesen schn:alen Mschnitt. Die hier -um Stoß angesetztei: sibirischen Truppen wurden nach kurzem aber hartem Kämpf unter sckstmwste:: Verlusten abgewiesen. Ter amtliche russische Bericht am 26. Jluli belmuptet zwar: „In Gegend des Flusses Schtschara wurde der Feü:d imter scbr großen Verlusten Mrückgedrängt. Wft macbtei: 63 Offiziere und 4000 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 5 Geschütze, 6 Bi aschin en- gewehre, 12 Kastei: Munition und ai:dercs Kriegsmaterial." Dieser amtliche Bericht ist Wort für Wort unwahr! Mit einer auch dein: Feinde anzuerkennendeu Tapferkeit und Hartnäckigkeit wurde, am 27. Juli am Skroboloabtich noä-umls ein -I yut t»rlH'rcilcter und frqfttwft ftiiQBjefctar Stofo gesüh^ Dns fidi Win die Miliagszeff nun £ roiicrnd feuer freiem: bc Artilleriefalrer Witi* Der s Hin- *0 Limiten abeirds zmn etftxmmal verbrechenden, niififfl ^nfftjttrru' bert Weg drrrch die Mauer der Brandenburger bahnen. Ter >ti treuer »affnchrüderschaft länivf- ich Br,indenburgor w,d Schlesier imt den vcrdüirdrtt-i, Trnvven in drei außerordentlich blutigen Scküachttm. Kein Sckriu vorwärts m-«en di-n DurchbmchspmiN Barai«. »inticfn Einige hundert Meter SMkemrral>cn bei Skrobvwa^ — dien-n strategischen und taktisch?» Misxrfolg erkaitstc und beza«te der F«nnd mit ctma 10 000 Toten, 00 000 Verwundeten, mit fast 5500 Wcfauacunt und mit dem Verlust v»m 28 Maschinengiunelirrn endete für die rmsrschc Führung ine drcinraliqr Tnrächruchz- sclckocht von Baranoimtschi. Aur dem Reiche. Der Reichskanzler. Berlin. 13. Sept. Der Reichskanzler ist l-eute aus dern Großen Hauptguartier nach Berlin znrückgekchrt Die Kriegsanleihe. Berlin, 13. Sept. (MTB.) Die fünfte Kriegsanleihe ist gleich der fricheven mit einer Unkündbarst :t bis zum 1. Oktober 1924 ausgestattet. Diese Bedingung begegnet trotz weitgehender Aufklärung noch! immer gelegentlich einer unzutreffenden Auffassung. U. a. wird vereinzelt die Befürchtung ausgesprochen, daß das Reich dazu übergehen werde, alsbald nach dem Kriege eine Zinsherab^ setzung vorzunehmen oder eine besondere .Kuponsteuer für die Diegsanleihe einzuführen. Eine derartige Annahme ist vollkommen verfehlt, da das'Reich bis zum 1. Oktober 1924 vertraglich gebunden ist, eine fünfprozerrtige Verzinsung zu gewähren. Diese Zusage wird das Reich unter allen Umständen mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln halten; derm eine zwangsweise Herabsetzung des Zinsfußes der .Kriegsanleihen oder eine besondere Kuponsteuer auf die Kriegsanleihe würde nicht nur einen Vertragsbruch, sondern auch einen ungehenerlichen Akt steuerlicher Ungerechtigkeit darstellen. Auf diese Weise würde der Anleihezeichner, der dern Reiche in schwerer Zeit geholfen hat, gegenüber jedem anderen Kapitalisten, Obligatwneninhaber/ Hypotheken gläubiger usw. in sinnloser Weise benachteiligt werden. Sollte die Kündigung znm 1. Oktober 1924 oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, so könnte sie nur in der Weise vorgenommen werden,' daß dem Inhaber der V'icnTüuert in bar zurück gezahlt werden müßbe, wenn er der herabgesetzten Verzinsung nicht z.nstinrmen will. Er würde also in diesen: Falle keinen Schaden erleiden, sondern noch den Unterschied zwischen dem Nennwert und dern Ausgabepreis erhalten, den er für den Erwerb der Kriegsanleihe auf ge wendet hat. Der Gesamtausschuß des Allgemeinen deut- . chen Genossenschaftsverbandes (Schulze-Delitzsch) ha seiner Sitzung vom 12. d. M. folgender Ent- schließuu. onrütig zngestimmt: jamtcmsschuß des Allgemeinen deutsckxn Ge- loffenfcl) verbandes (Schütze-Delitzsch) erklärt es'für die dringe i D c Pflicht säm tlich er Genossenschaften, mir oller Kraft für die weitestgehende Beteiligung an der sünsien Kriegsanleihe einzutreten und zivar sowohl durch Anregung und Aufklärung chrer Mitglieder, als auch durch Ein i vnng der gesamten eigenen finanziellen Kraft für nrög'.i ln- hoch zu bemessende eigne Zeichrrungen. A«» Stadt «nd Land. Gießen, 14. September 1916. ** Fungwehrkämpfe. Die Endkümpfe zwischen den 'lungmannschasten im Bereich des 18. Armeekorps, die bei den vor aus gegangenen An sschei dungskämpfen in den Kreisen and den Provinzen Sieger geblieben waren, fanden am letzten Sonntag auf den Sandhöfer Wiesen bei Frankfurt statt. Die Leistungen, die diese .Kämpfe zeigten, waren großartig. Da nur eine, vielleicht zu engbegrenzte Anzahl von Sieger:: zngelasser: rmrrde, waren die Anforderungen für Erlangung eines Preises außerordentlich hoch. Me Sieger im ochnellauf (aus dem Liegen) z. B. benötigten für die 100-Meter-Strecke nur 12r/v und 122/5 Sekunden, gewiß glänzende Leistungen. Von den hiesigen Jungmann- schaften erluelt Jungmann Wilhelm Hainer einen zweiten Preis (eine Plakette , des Kriegsnrinifteriums) im Stabsechten, während die Eilbotennrannschast ein künstlerisch ausgeführtes Diplom für gute Leistungen erhielt. Exz. Schuch gab nach einer packenden Ansprache an die Jung- mamrer: die Ergebnisse bekannt und brachte ein begeistert crnfgenominenes Hoch auf unsere tapferen Streiter und ihren obersten Kriegsherrn aus. *• Das heutige KreiSblatt enthält Bekanntmachungen über dieAus- und Durchfuhr, Absatz von Dörrgemüse; Ergänzungswahl des Kreistages des Kreises Gießen durch die 50 Höchst- besteuerten; Verkehr mit Obst; Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, und Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. ** 150 Gramm Fleisch. Für die ylbgabe von Fleisch, Fleisch und Wlurstwaren jeder Art durch die Fleischergeschäfte der Stccht Gießen wird die HüchstMenge für die Person und Woche bis kmf weiteres aus 150 Gramm herabgesetzt. Der Nemttoert der Fleiscknnarken vom 135 Grannn wird auf 75-Gramm herabgesetzt; die Gültigkeit der Fleischmiarkon von 25 Grannn wird aufgehoben. Siehe Bekanntmachung. ** Der Unterricht in den städtischen Schulen be- giimt von Montag, den 18. September 1916 ab vormittags 8P2 Uhr. ** Der Preis für die Kartoffeln im Kleinverkauf beträgt für das Pfund 6V 3 Pfennig. ** D i e Silberne Hochzeit seierten am Dienstag, 12. Sept., Zugführer Peter Hönscheid und Frau, geb. Günther; ferner morgen Magazinverwalter Jul. D i ck 0 r 5 und Frau. ** D i e Wochen markte beginnen vom 16. d. MtS. ab um 8 Uhr vorinittags. •• Keltern und Branntwein her st ellung von Obst. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat ihre Be- stim:nungen vom 8. September durch Bekanntmachung im Reichsanzeiger und in: Reichs-Gemüse- und Obstmarkl dahin erweitert, daß das Keltern von Aepfeln weiter bis zum 1. Oktober und die Verwendung von Aepfeln, Birnen, Apfelwein und Obstresten zur Branntweinherstellung überhaupt verboten wird. Den Anlaß zu dieser Verschärfung hat die Erwägung gegeben, daß es unbedingt nötig ist, daß Obst in erster Linie für die Marmeladen- und Kraut- Herstellung erhalten bleiben muß. "Petroleum wieder frei. (WTB. Nichtamtlich.) Rach einer im »Reichsanzeiger" veröffentlichten Bekanntmachung des Reichskanzlers trifft die Bekanntmachung von, 29. August 1916, wonach Petroleum zu Leuchtzweckeu bis auf iveiteres liicht inehr abgesetzt werden durfte, mit den: 11. September 1916 außer Kraft. Landkreis Gießen. dt Treis a. d. Lda.. 14. Sept. Das Hessische Kriegs-^hren reichen ain Bande erhielt der feil Kriegsbeginu im Felde, stehende Landwehrmanu Paul Müller voll hier, zurzeit bei einer Landwehr-Schwadron der 6. Ulanen. — Einer durch einen Granatsplitter erhaltenen schwereil Kopfwunde erlag am 8. ds. MtS. tu einem Feldlazarett der Garbedivisiou der Unteroffizier Heinrich mus5^«00il hier. Er genügte bei Kriegsausbruch gerade feiner be i bcm Garderegiment iUv. 3 „Elisabeth", wurde m.fn! ! n fm rcn Schaltens zum Unteroffizier befördert und schon ua H mtt be,u Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapfer- rettSmedallle ausgezeichnet. Er war der einzige Sohn seiner früh verwitweten Mutter. ??. * l U Der an der Westfront sbehonde Unter- ou:z:er Karl Rü yl wurde mit dem ErsernOt Kreuz 2. Klasse crus- ,.ezerctmtr den Siege szvg dirrch Serbien mit :md steht letzt wieder an derselben Stelle iin Westen tvie 1914. Kreis Büdingen. d». Büdingen, 14. Sept. Kriegssreiwilliger Oskar Nürn 0 e r g e r vo,: hier erhielt die Hess. T a p f e r k e i t s m e d a i l l e. Kreis Alsfeld. oz. Arnsheim, 14. Sept. Der Ersatz-Reservist Heinrich Hess. Jnsanterie-Landsturnl-Bataül'o.Tr ^>arn:staot, wurde wegen hervorragender Leistungen vor dein Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgez<ächnet. vz Vadenrod, 14. Sept. Der Grenadier Karl Weber mr ReßvchH-Ersatz-^Jirsänter^e-Regt. Nr. 1 wurde mit der Hessischen Tapferkertsmedaillc ausgezeichnet. Ai- Aus dem Vogels berg, 1! Sept. Wem: bei uns wr Felde sich die Strohhansei: türmen, dam: ist das der beste Beweis, daß die Scheunen die Futter-- und Strohvorräte iricht alle bergen können. Das ist nicht in jedem) Jahre der Fall. Auch in den letzten Jahren sah man kerne Strohhaufen im Felde sitzen. ysn diesem Jahr füllten sich die Schämen gan- anders als im Boriahre mit Heuvorräten. Dazu kommt nun noch die vortreffliche Getreideernte mit ihren reichen Strohergebnissen. Die Scheunen vermögen )0nirt die (Arnte nicht zn fasse::, und ein Teil des> Stroh es Muß ins Freie gesetzt werden. Die Ernte geht ihrem Ende gai; Nur noch wemg Hafer ist heiiNzubrirrgen. Die letztes sonnigen Tage haben den Hafer noch recht gut rmter Dach bringen lassen. np Vlon der Ohm, 14. Sept. Das schöne Wetter der letzten Tage hat eine treffliche Güte des Grün: mets ernwglicht. Auch die Menge des Grummets ist nach einer so reichlicklei: Heu ernte ungewöhnlich. Die Preise für das Grummetgras waren bei den Versteigerungen entsprechend der trefstichen Futterernte billig. Kreis Lautcrbach. rr. Schlitz, 13. Sept. Nachden: in den Sommerferien der erste kleinere Versuch, bedürftige Gvoßstadtkinder während der Ferienzeit nnentgeltlich hierzuland unterzubringen, zrrr vollste): Zufriede:cheit airsgefallen war, ist es diesmal durch tatkrästigxi Mitarbeit der Pfarrer imd Lehrer gelungen, über 120 Osseirbacher und Tarnfftädter Ferienkindern für die Herbstferien freundliche Ausnahme im Schlitzerland zn versckiasfen. Tie Zahl mürbe noch größer sein, wenn nicht ztvci Dörfer, in denen vereinzelt Scharlach Und Diphtherie ausgetreten war, für die Alufnahmie solcher Kinder ausgeschlossen worden wären. Auch in unserem Städtchen haben sich 21 Famüien bereit gefunden, an diesem vaterländischen Werk sich zu beteiligen. -j- W a l l c n r 0 d . 14. Sept. Auf Anregung des Ortspfarrers haben sich bis jetzt 22 Familien bereit erklärt, erholnngs- bedürftige Kriegerkinder aus Gießen auf .3 Wochen kostenlos auszunehmen. Die Anmeldungen sind noch nicht abgeschlossen, und es ist zu erwarten, daß noch mehr Kinder in der Zeit vom 2b. September bis 15. Oktober hier Aufnahme finden. Kreis Friedberg. oa. Friedberg, 14. Sevt. Landwehrmann Adolf Schäfer I., Lai:dwehr-Jnf.-Regt. 116, 10. Komp., und Musketier Wilhelm Spitznagel, iß: Referve-Jnsanterie-Regin:ent 224. 9. Kompagnie,' beide aus den: Stadtteil Fauerbach, erhieltei: die Hefsische Tavferkeits medaille. ** Bad-Nanhoim, 14. Sept. Uebertragen Wierde am 6. septenrbe:' der Schulamtsaspirantin Margarete Bvrmuth Hühnlein eine Lehrerin stelle an der hiesigen Vvlskschule. dr:. Griedel, 14 . Sept. Der Gefreite Albert Wetz von hier, bei einem Marine-Jnf.°Regt. in Flandern, den: bereits früher das Eiserne Kreuz verliehen wurde, erhielt nun für erneut bewiesene Tapferkeit auch die Hessische Tapierkeitsdenkmünze. t)z. Kirch-Güns, 14. Sept. In schönster Weise verlief die Veranstaltung am 2bjährigen Stistungstaa des hiesigen Turnvereins -Vorwärts". oa. M a s s e n h e i m , 14. Sept. 48 Schulkinder zeichneten hier zur b. Kriegsanleihe 1219 Mark oa. Vilbel, 14. Sept. Der Wehrmann Fritz Schaub wurde zum etatsmäßigen Unteroffizier befördert; ferner wurde chm die Heslische Tapferke:tsu:edaille und das Eiserne Kreuz verliehe::. Starkenburg und Rheinhessen. mü. O f f e n b« ch a. M., 13. Sept. Im hiesigen KreNMatorüon nmrbe gestern nachmittag M/s Uhr bk sterbliche Hülle Des schon im 44. Lebensjahre verstorbenen Kreisrats des .Kreises Offenbach, Regienmgsrnt Heinrich Gemelt, den Flammen übergeben. Unter der stattliclien Trauerversammlung befanden sich Minister von Hombergk, Vertreter der stnatlick>e:: und städtischen Behörden, die Bürgermeister des Kreises, Vertteter verschiedener Mupvrationen u.a.m. Die Leichenrede hielt Pfarrer Mat thäus. Redner bettmte die Pflichttreue des Dahingeschiedenen, gepaart mit einem zarte:: Familiensinn. Hierauf sprachen noch Regierungsrat Dr. Reitz, :m Namen des Kreises Offenbach und der Beamten des Kreisamts, Kreisrat Freiherr von S ch e 1: f für den Kommunal verband Friedberg, Provinzialdirektor Fay- Darnrstadt für die Regierung der Provinz Starkenburg, ferner ein Vertreter des Rech:: er Verbandes des Kreises Offeubach, Kreisfeuerwehr-Inspektor Müller, Polizeikvmmissar Horst, Ger- häuser für den Kreisobst- und Gartenbauverband »nd ein Vertreter des Sanitäts- uiä) Rettungsvereins Darmstadt. Sämtliche Redner legten prachtvvUe Kränze an: Sarge nieder. Ein von der Freiwilligen Fn:erwehrkapelle vorgetragener- Choral begann und eirdigte die Trauer seier. ö. Mainz, 14. Sept. In der gesttigen Stadt verordnet ersitz ung nmchte O ber b ü rae r in erster Tr. Göttelmann die Mitteilung, daß er M der, hohen Kriegsauszeichnung unseres bisherigen Gouverneurs, dern Kommandierenden General v. Kathen, ein Glückwunschtelegramm namens der Stadt ins Feld gesandt habe, worarit dieser heute telegraphisch herzliche:: Tank ansge- spwchen habe. -- Für die Erbauung der Straßlmbahnlinie nach dem städtischen .Krankenhause wurden 145 000 Mk. und für An- liängewagen 102 450 Mk. bewilligt. Sämtliche Gegenstände der Tagesordmmg unurde ohne Aussprache angenommen. Unter 29 Bewerbern wurde die Stelle des Oberarztes beim städtischen Krankenhause denz Pvos. Tr. Güther, der an der chirurgischen Klinik in Marlmrg tätig ist, einstimmig übertragen. Kreis Wetzlar. ** W e tz t a r, 14. Sept. Die Mitteldeutsche Gerberei und R i e m e n f ci b r i f G. m. b. H., Wetzlar (Rheinland) und Neu-Isenburg (Großherzogtum Hessen) zeichnete für die fünfte Kriegayleihe 500 000 Mk., nachdem sie bereits fi:r die vorhergehenden Anleihen 600 000 Mk. zur Verfügung stellte. Außerdem erhöhte die Firma, ivelche bei den Zeichnungen auf die früheren .Kriegsanleihen ihren Beamten und Arbeitern einen Zuschuß von 5 Prozent ge- ivährte, letzteren bei der fünften Kriegsanleche ans lOPv'oz. Hessen-Nassau. Die Frankfurter Milchkonferenz. --- Frankfurt a. M., 13. Sept. Im den Räumen des Polizeipräsidiums begannen Dieirstag die Verhandlungen der „Frank- ürter Müchkonfereilz". Anwesend waren Vertreter des Süddeul- 'chen MuchproduzentenVerbandes, Landwirte des Frankfurter Wirt- ckivstsgeläetes, Vertreter der im Interesserrgebiet belegenen Land- wirtschaftskammeru und Abgeordnete der Städte Frankfurt, Aschaffenburg, Darmslad;, Gießen, Hanau, Offenbach, Ludwigs- Hafen, Wiesbaden und Worms. Regieruug-spräsideitt Dr. von Meister-.Wiesbaden leitete die nrehrstünbiMr Bevatungeu, die heute ,wch zu keinem Ergeln:^ führten, da zwischen dm beibm ^Mteresscntengrlrppeu eine Einigung nicht erzielt iverdm tmmte. — Für die Milchversorgung Frankfurts traf heute der Magistrat eine ernschneidende Besttiiummg. Sänttliche nach Frankfurt liefernden Hmwler, LMchwirte u:ü> dergleici^:: dürfen Vollmilch :utr noch ?•” Pnsvnm abgeben, die im Besitze von Mil chvvrzugs karten find. Alle übrigen Einwohirer der Stadt erhalten nur noch^hhager-' milch. Die Borzugskarten werd«: nur von Aerztei: a:wgestelbt Mlagermilch muß an jede Person in jeder beliebigen Menge abgv- geben werdm * X Frankfurt a. M., 12. Sept. Hier fand gester:: der mit einem Wettsclwnbm verbundene 37. Verlwndstag des .Heften Nastauffchen (Main-Rheingaw-) Verbairdes Gabelsberger Steno w'aphen statt. Die Frühzüge führtm aus allen Teilen des Bcr bandsgebiets große Scharer: Gabelsbergianer heran, so daß gegen 10 Uhr über 1 5 O'O W e ti s chrei b er in den G-bänden der in der ungHofstraße gelegerien städtischen Handelsschule versammelt tvvren, eine Zahl, die noch Von keinem Verbaird bisher erreicht worden ist. dLaci) der Austragung des friedlichen Wettstteits fa:w um 4 Uhr nachmittags iin „Steinernen Hans" eine Vertreterver^ sammlnng statt, der u.a. auch der ElwmVorsitzende des Berlmndes. M- SclAlrat Dr. Pitz-Alsfeld, der B::udesvorsitzmde, Pro: d s a n - Darnrstadt, und einige Vettreter des 23 er Ausschüsse-? anwohnteu. Für den im Felde stehende:: Verbandsvorsitzenden sUZrte Lehrer Schopp-- Mainz die ^rhandlungm. Folgende Ent schtteßung gelangte zur Annahme: „Der Hessen-Nassaüische Ber baud lteyt nach wie vor mff dem in der Entschließung seiner Ber treterverwmmlung vom 5. September 1915 festgelegten Stand punkte, wonach er es für unerläßlich hätt, daß der Entwurf einer Mnhettsstenographie nach endgültiger Fertigstellung durch den 23 er Ausschuß und vor Einreichung au die Regierungen der Gabeln bergericl>eu Schule bekannt gegeben wird, damit diese Stellung dazu nehmen kann. Der Verband verlangt deshalb, daß der Bundes- voritand entsctneden Ar die baldige Bekanntgabe des Entwurfs nutrttt. Getreu dem unsterblichen Meister Gabelsberger, für dessen Schöpfung der Verband nahezu 40 Jahre unabläffia eingetreten ist. nur d er niemals nrit einem Ernl>ei1swstem sich einverstanden erklären, welches auch nur in einem wesentlicl>en BifftaNdteile von dern erprobten Gabelsbergersct>en abweiclst. Dm König!. Bayerischen Staatsregierung spricht der Verbaird für ihr erneut zum Ausdruck gebrachtes treues Festhalten m: dem uiiübertroffeneir Werk des Er NN der s der deutschen Stenographie den wärmsten Dank aus." An den Protektor des Verbandes, Effoßherzog Ernst Ludwig von Heften, — (vranfjurt a. M., 13. Sept. Die Eisenbahudirektion wies das Zugpersonal aller aus dem Großherzogtum Hessen kommenden Züge aufs strengste au. die Marktkörbe usw. der Reffenden auf Obst gründlich zu prüfen und dadurch unter allen Umstanden die Ausfuhr von Birnen, Aepfeln und Zwetschen ans Hessen zu unterbinden. - oz. Lingelbach, 14. Sept. Unter großem Trauergefolge von nah und fern fand heute die Alstattnnlg des ur Marburg verunglückten Maler- und Anstreick^erMeisters Georg Appel statt Pfarrer Rausch hielt eine ergreifende Ansprache. D-ie Teilnahme :st allgeineiii. Dm Verunglückte hinterläßt eine junge Witwe mit zwle: unmündigen Kindern. = Selters (Wester,vald), 13. Sept. Bei Herschbach entgleiste ein Zug der Kleinbahn. Die Lokomotive und vier Personenwagen stürzten die steile Böschrnrg herab. Dabei wurden mehrere Personen schwer verletzt. Ter Sachschaden ist sehr erheblich. Die herabgestürztei: Wagen konnte»: noch ::icht wieder gehoben werden. Die verletzten Personen kamen ins Dernbacher Krankeichaus. ra. A u 8 den, UntertaunuS. kreis, 14 Sept. Die Ausfuhr von Zivetschen ist verboten worden, bis die minderbemittelte Bevölkerung ihren Bedarf zu den Höchstpreisen ge. deckt hat. , Universitäts-Nachrichten. -7 Frankfurt a. M., 13. Sept. Als ein sichtbares Zeichen des nn nächsten Jahre sdattffndenden Refvrmationsj:ck>ilämns wird ff: führenden evm:gelischen .Kreisen der Stadt die Stiftung einer theologischen Fakultät oder wenigste::^ der ersten theologischen Pröfessuren an der hiesigen lttnverfrtät angeregt. Zu dem Zweck soll in: kominenden Jahre eine Sammlung veranstaltet werde::, dlrrch die die Mittel für die Ettsaltung der Fakultät aufgebracht werde:: solle::. Mit der Berimrklichuug des Plan.es, die nach Ansicht maßgebender Persönlichkeiten durchaus rn: Rcrch der Möglichkeit liegt, enffstände dann an der Universität die sechste Fakultät. rrrvche NN- Schult. Südwestdeutsche Arbeitskonfercnz für Innere Mission. — Frankfurt a. M., 13. Sept. Unter unge:vckhnlich starker Beteiliguug ans Baden, Württemberg, Elsaß-Ä>thrmgcm der ;lcheinpfalz, Hessen und Hessen. Nassau lstelt lM,te hier selbst der SüdwestdOttsckx' Verein fi'ir Innere Mission eine ArbertskonsS- renz ab, die von Pfarrer Schaller-Speyer geleibet imcrde. Ter Tagung :oohntei: ,als Gäste u. a. Prälat Schnittbenner- Karlsriche, Polizeipiüsident Rieß von Sckmternsch1oß--Faankfurt a. M. und .Konsistoria«Präsident 0. Ernste Wiesbaden bei. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte Universitätsprofessor Dr. Schrödtw- -Kiel init, daß der Vorsitzende des Vereins für Innere Miftion Franksi:rt a. M., Gel>eimer Koiffistorialrat Kayser, von der Theologischen Faffcktät der Iffnoeiffität .Kiel znm Ehrendoktor ernannt wurde, und überreichte dem neuen Ehrendoktor das Diplom. Professor Bornhäuser-Marbnrg teilte mit, daß auch die Btarburger Fakultät Kayser znm Ehrendoktor ernannt habe und das Diplom am 18. Okt., dein Gelmrtstage Kaysers, überreicknm lass«: ioerde. In zloei Vorträgen behandelte die Tagung die Friedensziele der Inneren Mission. Prof. 0. M a h l i n g - Berlin sprach über „Ter Beitrag der Inneren Mission zur Löffmg der Bevölkerungs - frage". Ter ziveite Vortrag von Pfarrer M. Jäger-Frankfurt a. M. behandelte „den Beitrag der Inneren Mission zur Löffmg der Iugendfrage". Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 15. Sept. 1916 Wechseli:d bewölkt, meilt lrocken, kühl, besonders nachts. Letzte Nachrichten. Ein Ministerium Dimitrakopulos in Griechenland? Genf, 14. Sept. Eine Athener Depesche des „Temps" bv- stätigt, daß König Konstanttn den Rückttitt des Kabinetts Zaffnis angenommen hat. Tcr König beabsichttgt, sich an die zwischen Gunaristen und Venizelisten stehende Fortschritt spart ei zu ivenden und den Deputierten von Tripolitza, Dimitrakotwlos, imt der Neirbildung des Zbabffnüts zu beausttage::, falls ^laffnis ferrterc Entschluß ckufrvcht erhält. Gleichzeitig veröffentlickst das Pariser „Journal" sehr unklare Aaußerungen Dinntrakvpnlos'. Danach l-alte dieser die Politik Venizelos' allgenvein für ttchtig, mache aber Vorbehalte bezüglich der Intervention der grieckffschen Armee iin gegenivartigen Zeitpunkte. Gleichzeitig liabe Dlmittakovnlvs lerklärt, jeder Entschluß sei bester, als die Verschleppung der 9?eutralitätsftage, die bedauerlicherweise Gunaris und Sftlludis nicht den Interessen des Hel lenen tun:s entsprechend zu lösen vermocht hätten. Heute nach dem Erscheinen der ilalienff'ck?en Truppen auf dem Balkan sei das Problem diplomatisch schwieriger geipvrden. Der Kommandant der rumänischen Dobrudscha Armee abgesetzt. Bern, 14. Sept. Aus Bukarest wird gemeldet; Die rumänischen Mißerfolge in der Dobrudscha hatten eine vollständige Um- orientierung in der ruinänischen Heeresleitung zur Folge. General Averesco, der zum Konimandanten der dritten Armee ernannt njiirrbe, ist General Christeseo als Geireralstabschef zugeteilt ivor- dcn. General Crainieeano wurde zum Kommandanten der zweiten Armee ernannt, General Gevrgescv, der Kommandant der Dobrnd- scha-Armee ist seines Könuncuwos enthoben und zum Militär- Attache in London ernamtt ivorden. ME «äKWÄ-'EG'MK Du guter Gatte lebst nun nicht mehr, Dein Platz in unserem Kreis ist leer, Warst noch so jung, starbst viel zu früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht stehn, Auf zum Himmel woll’n wir blicken, Denn dort gibts ein Wiedersehen. - > Plötzlich und unerwartet erhielt ich die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel üKonrad Peil Ers.-Res. im Inf.-Regt. 118, 9. Kompagnie am 1. September im 30. Lebensjahre, infolge Kopfschusses den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Peil und 3 Kinder. Gießen, 14. September 1916. Wiedersehen war seine und unsere 6571D] Ein ili zum sofort. Eintritt gesucht SiomeuS'SchuGkßrtwerke, Wetzlar i. ä sofort bei hohem Lohn gesucht. ^ knkoQlltsrllvdMsr Appel. PsWönu.HWMlls?! Bei. SxoUaiiuxatsjh. Kuhn . 011937 Hoffnung. C508 O Vaterland, du forderst viel. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Mitteilung, dass unser guter, unvergesslicher Sohn, mein lieber, einziger Bruder, mein herzensguter, hoffnungsvoller Bräutigam Wilhelm Wagner Musketier im Landwehr-Inf.-Regt. Nr. 349, i2. Komp. nach 21 monatiger treuer Pflichterfüllung im 23. Lebensjahre durch einen Kopfschuss am 8. August sein junges Leben opfern musste. In tiefer Trauer: Wilhelm Wagner Maurer , und Frau Marie geb. Wagenbach Marie Wagner als Schwester Elise Hofmann als Braut. Rödgen, Alten-Buseck, den 13. September 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. rehdmß m. guter Schulbildung f. ein flottgehendes Eisenwaren- Geschästgesucht. Kostu.Logis kann gewährt werden. Schr. Angebote unter 6498 an den Gieffener Anzeiger erbeten. Gafe Ernst Ludwig Heute [4794 KÜNSTLER-KONZERT Alireschule. f Das Wintersemester beginnt für alle Kurse (Weiffzeug- Naben, Hand-Arbeiten, Schucidern,Bügclu,Kochci 6 sowie für die HauShaltungsschuic lmit halbjähriger Dauer» Dienstag, den 26. September. Die Haushaltungsschule dient auch zur Vorbereitung für die Seminare (Oster-Ansang), deren Abgangszeugnisse zur staatlichen Anstellung in Hessen wie in Preußen berechtigen. Internat für auswärtige Schülerinnen. Prospekte gratis vom Vorstand des Alice- Schul-VereinS. Anmeldungen für die Haushaltungöschule spätestens bis 15. September beim Vorstand erbeten, für „Ne anderen Kurse spätestens Samstag, den 23. September r>on 10—6 Uhr im Schulhaus, Steinstratze 10. 5574D i 011033^^(^3 Mädchen, im Kochen, Nähen u Haushalt erfahren, zn einz. Dame ges. 0110321 Moltkestrafte 2 v. sofort gesucht. [6548 Gefer. Imheuser, Marktplatz. Ordcnflliehe Lauffrau gesucht. Frau J. Stolir, 65661 Ludwigsplatz 5. Ftir sofort tüchtige Lauffrau oder Mädchen a uf3 Stunden vormittags bei gutem Lohn gesucht. 16516 Frau Prof. Kaiser, Löberstraffe 25. , llnabhängige [6475 FMüd.ältettsMi-eii zur Führung eines frauenlosen Haushaltes .(2 Herren) per sofort gesucht. Näheres Gerhard Klrurrp. Setters w. 46. 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September, nachmittags V,3 Uhr in Allendorf a. d. Lahn. j Verso hi edene Älieestr. 25 I, schöne, graste 5-6-Zim.-Wohng.tn.$[ammertt, Elektr. u. Gas,Gartenartt. per sof. o.l. Okt. preiswertz. verm. Näh. dortselbs! II. Stock, l biSi Wohnung zum 1. Oktober zu verm. kr. Vertsl W«;.'., Nittergaffe 11. [011881 Li. DNL»srll»llvohll. zu verm. 0119011 Brandgaffe 6 . Zimmrr mit Küche zu verm. Näh. Filiale Teipel, Frankfurter Straffe. [6562 \ Möbl. Ziminer\ Pension Brand! Neaen Bdn«22 (Bellevue)Zim.m.u. ohneVer. pfleg. f.jedeZeitdauer. Elektr- Licht, Bad. Tel. 1085. 4805 Wn giöbl. Zimmer zu vermieten. L dersir. !Sl. Mvbl. Zimmer sofort zu verm. v 2 WM«ir. 34II. [011894 Suche ein [6541 Mäicbeii aus guter Familie, zum Lv- äisnsn in meiner Last^irt- LehsU. Heinrich Rullmann, Sidda, Gasth. z. 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Js. nicht bezahlt sind, werden ohne weiteres durch Nachnahme erhoben. 6552 D Grimberg (Hessen), am 11. September 1916. K. Neeb 11., Rechner. MKK« 4 Zimmer Eine 4 Zimmer-Wohnung, parterre, per'1. Oktober zu vermieten. [4869 Will,. Plant. Mühlstraffefl. Lchisscnbergtr Weg ftö 1-Zimmcr-Wobnung. neuhergerichtet, sofort zu vermieten. Näheres bei 16211 Hcrzberger, Läberstratze 3. LÄ. I-Zlmiiitk-Woliiunig sofort zu vermieten. [6331 Aliccttraste 25. | 3 Zimmer | 52351 Sch. 3-2.-Wohn. z. verm. Gebr. Well, Neustadt 10. 3*Zim.-W. m. Zubeh., elektr. Licht, Gas, zu verm. 1011939 Kaiser-Allee 34. | 2 Zimmer Meine 2-Zimmer - Wobu. zu verm. Walltorstr. 59. I 011817 Zlvki BimiHEr tammS' Keller, abgeschl. Vorpl an einzelne Dame oder kinderloses Ehepaar zu vermieten. 65331 Ludwigstrake 8 II. Möbl. Zim. mit 2 Betten ii. Kockigelegenheit per 1. Okt. gesucht. Schriftliche Angeb. u. 011933 an den Giest. Anz. 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