Ar. 215 Erstes Blatt evich-n-rl ta^üdö, ou&et So««tagr. - Beilagen: viermal wöchentlich zweunat wöchentl.Arrir- diatistr-ea Kreis Sießen sDienstagund Froüaq)- zweimal monatl Ls«d- Girischaftliche Zeitstage« s>er,2prech - Anschlüsse: s wc b\ e Sdjvi KI eitu n g 112 Verlag,Geschäs1sstelle51 Adresse für Dratstnach- richten: 2«Ztigcr Gießen. Amiahmc von Anzeigen sür die TageSmunmer bis zum Abend vorher. Jahrgang Mittwoch. 13. September M B e L u g S v r et monatl. 90 Pf., viertet- jährl. Mt. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2.45 viertel- jäh rl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallüPf, ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land. Vermischtes und Ge- Rotatfons&rmf uns Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch- uni» Steindnickerei N. Lange. Schristleitung, Seschästrftelle und Druckerei: Schulstr. 7. ~ c - bc " atni 'M' nte “ : i 1 '- Beck, sämtlich in Gießen weiterer Vormarsch in her RMritt des Kabinetts Zaimis. odettfen. (WTB.) Großes Huuptttuartier 12.September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Frsnt des Generalseldmarschalls Kronprinz Rupv recht von Bayern. C^iderseits der Somme sind feindlickrc Attgrifssabjichtt'll im allgemeinen durch Sperrfeuer vereitelt worden. Im Fvuveaur- und im Leuze-Walde versuchten die Engländer vergeblich im Handgranatenkamps Boden zu gewinnen. Das Dorf Gimljp fiel gestenr früh in die Hand des Feindes. Der Artilleriekampf wird mit Heftigkeit fortgesetzt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldrnarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich von Stara Czerwiszcze brach ein mit starken Massen gefichrter russischer Angriff unter schweren Verlusten vor unseren Hindernissen zusammen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen wurden feindliche Angriffe in Gegend der Baba Ludowa, an der Cimbroslanm Wk. und dem Capul abgeschlagen. Im Gegenstoß an der Eimbroslawa Wk. wurden hundertsiebzig Gefangene gemacht. Balkan-Kriegsschauplatz. Die unter den; Oberbefehl des G e n e r a l f c l d m a r - schalls von Mackensen stehenden deutschen und bulgarischen Kräfte setzen ihren Vormarsch in der D o b r u d s ch a fort. , An der mazedonischen Front lebhafte Artilleriekämpfc im Wardar-Gebiet und für die bulgarischen Trnppert erfolgeiche Gefechte am Struma. Der erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. * s * Der griechische Mimsterprösident Zaimis hat seinen Posten verlassen. Er hatte bekmrntlich am 22. Juni d. I. Gknlubis abgelÄst, als dieser den Unerhörten Zumiitungen der Entente sich nicht batte ftigerr wollen. Skuludis war urcfern Feinden sehr verdächtig geworden, als die griechische Garnffon von Rüpel sich vor den anrückenden Bulgaren tgmpfloS zurückzog. Im gegenteiligen Fäll, wenn die Trippen SarraiLs diesen Patz besetzt haben würden, wäre es für die .Herren in Paris und London ganz selbstverständlich gewesen, daß die Griechen sich gefügt hätten, deren „Neutralität" sie eben auf dem einen Auge blenden wollten. Griechenland war ein Spiclball in den Händen der En- ftlrte, seit diese sich entschlossen hatte, in Saloniki einen Standort für Truppen zu errichten. König Konstantin wollte sein Land nicht m den Krieg stürzen, ohne zu wissen, welche allgemeine Richtung die Balkanpolitik nehmen würde, denn die E i n i g u n g der Balkanstaaten war ja restlos zusammen- gebrochen. Körrig Konstantin konnte auch bei hellstem Auge and schärfster Wachsamkeit nicht erkennen, welchen Verlauf die Dinge nehmen würden; er war daher so besonnen und klug, in der Neutralität zu verharren. Sein Urteil war wohl dahin gegangen, daß die Mittelmächte die überlegene Kraft entfalten würden, rnrd er hatte sich mit seinem Heer und Volk diesen nur deshalb nicht angeschlossen, weil die Lage des meerumspülten, der englischen Willkür ausgelieferten Landes besonders schwierig war. Er hatte zudem mit Widerständen im Innern zu rechneil, mit dem ehrgeizigen, verschlagenen und im Solde der Entente stehenden Venizetos, den er zwar als Ministerpräsidenten verabschiedete, als dieser den Anschluß an die Entente vollziehen wollte, dessen Untz- triebe ihm aber die Führung der Geschicke des Landes fort und fort erschwerten. König Konstantin kam m eine außerordentlich beengte, düstere und immer läge. Wir haben wieder kritisch sich zuspitzende ilw mit dem Dulder Odysseus verglichen, der am eigenen Haus und Herd die Fremden schalten und walten lassen muß, bis die Stunde der Vergeltung geschlagen haben würde. Aber ihm war bisher noch nicht, wie dem Helden aus Jthccka, göttlicher Rat und Beistand beschreden Tie Ensichetdungen im Südosten schleppten sich hinaus, und die Dinge wollten nicht zur Reise kommen. Die Wünsche und Forderungen der fremden Eindringlinge wurden im- nrcr anmaßender. Umso lebhafter müssen die Geduld und der Weitblick des Königs bewundert werden. Er nahm die vielen Entrechtungen, die zahllosen Kränkungen seiner Würde stumm und abwarteiid hin, und während sein Land unb Volk Dort den Schrecknissen des Krieges und voni schärfsten Sturm der Zeit verschont blieb, wob die Geschichte im Königshause em seltsames und erschütterndes Drama von persönlichen Errungen und Wirruilgen. Wir hoffen, daß.König Konstantin üenrwch einen Tag des Triumphes erleben wird Trotz vielfacher Hetzereieil sind ihm ein großer Teil des Volkes und der größte Teil des Heeres treu geblieben. Es wird der Entente immer zweifelhafter, ob die Neuwahlen ihren Liebling Vernzelos an die Leitung der Rcgierungsgeschäfte führen werden. Daher die stets erneuten Üebergriffe und Schio- bungen, deren letzte bekanntlich zur Uebergabe der griechischen Lost- und Telegraphenämter an die Entente führten Da- wurde Herrn Zaimis, der eine für die Entente stark hI?"ml2 ?e V tra l ltat r fleliBt ^tte. aber doch anscheinend mcht dav Abwerfen des letzten Restes der eigenen Würde ^rantworten wollte, das Weitexregieren sauer gemacht. Oder war eS weniger sein Unwille als der seines königlichen Ministerwcchsel führte? Wir wissen c ^ nu ^* Elften vor allem auch nichts über die jetzt kommenden Entscheidungen. Wird König Konstantin nicht notgedrungen doch noch Venizelos an seine Seite berufen müssen? Seine Zwangslage wird von Tag zu Tag pein- lAer — aber wir sehen im Norden, auf dem rumänischen Kriegsschauplatz, eine Entscheidung nahen, die vielleicht auch einen überraschenden Unischwung in Griechenland zur Folge haoen wird. Mackensen rückt an der Spitze der deutschen und bulgarischen Truppen in der Dobrudscha weiter vor. Und General Sarrail sieht sich vor die Notwendigkeit gestellt, zu zeigen, ob das Unternehmen von Saloniki ein besseres Ende nehmeir wird als das au den Dardanellen. * Der Berner „Bund" schreibt über die strategische Lage Ruznänieiis: Ms die Rumänen in den Krieg eintraten und auf Grund ihres 5 mamitten mit dem' russischen Hauptquartier vorbereiteten, Operationsplanes starke Kräfte nach Siebenbürgen Vortrieben, hEn sie offenbar der Anschauung gehuldigt, daß dadurch einq Umfassung und Zertrümmerung der Karpathenfront ermöglicht A^be und die ungarische Südslanke ihrem Zugriff preisgegeben sei. An der Don au front glaubten sie, wie mair nach dem bisherigen Zuschnitt ihrer Operationen annehmen möchte, mit starker defensive auskonrmen zu können, bis eine große russische Hilfsarmee in der Dobrudscha aufmarschiert war. Das wäre ein ge wagter Feldzugsplan, der mehr den operativen Absichten Brasst low schienen und den politischen Wünschen der Rumänen als allgemeinen strategischen Erwägungen und dem großen Gesetz der Vereinheitlichung der Anstrengungen in der Zusammenfassung der Kräfte ans dein Entscheidungsfeld entsprechen würde. .. Um so mehr muß man verwmrdert sein, zu sehen, daß die Rumänen auch jetzt iwch ihre AotlonneN in Siebenbürgens nach viorn treiben. Haben sie sich tiicht begnügt, die Pässe zu sichern nno svch durch eine begrenzte Offensive Rücken freih eit für erne großzügige Angriffstätchteit an der West- und Südsront zu erkämpfen, sondern rücken sie immer rwch mit starken Kräften! in Srebeiibürgen vor, wo die österreichische Front weiter und werter zuruckweicht, so setzen sie sich unter Umständen der Gefahr schwerer Verstrickung aus Zwar war der Widerstand des osterretchisch-ungarischen Grenzschutzes msvlge der Überraschung durch, idexr Angreifer anfangs irrcht nachhaltig genug, um die Räumung des Preiszugebenden Gebietes in Ruhe durchzuführen, jetzt ist iiides der Eindruck vorherrschend, daß die weitere Zurücknahme der Front vollkommen planmäßig und im Zusammenhang mit deii Operationen auf der rumänischen West- und Südftont erfvlgt. Dre in Siebenbürgen eingedrungenen rumänischen Armeen haben iiicht iiur die Passe hinter sich gebracht, sondern versucheii auch aus den überlassenen Flußbecken weiter vorzudriugen und windens ich durch Gcbirgsengen, die beim Vormarsch und einem schweren Kampf weichenden Feitrd leicht zu durchschreiten, ftnd,bei einem Rucks ch l a g aber zum Verhängnis werden können So sind die Rumänen mit dem rechten Flügel dabei, durch die Eoplikaengc m die Marosklmnm einzusteigcn und haben sich vom Gyimespaß ln die Csiklandschaft vorbenwgt, Um das tiefeingekcs- selte Becken von Gyergyo-Ujsalu zu erreichen. Im Zentrum haben sie sich daran gemacht, über Kronstadt nach Fogaras zu gelangen und mit dem linken Flügel dringen sie über Pe- troseny ans Hat sc cg vor, auch hier tief ein- gcschiiittcne Schluchten durchschrcktend, die ihnen nur von germncn Kräften streitig gemacht werden. Schon trennen sie hohe Gebirge von ihrer Grundstellung, schon muß es sehr schwer halten, von ^Turgul-Ocna, Ploesti, Pitesti, . ffmnicu, Vilcat, Targn Jiu, den Hauptetappen und Sanunlnngs- oruen der .Roldau und der Walachei den Nachschub nach vorn zur Kampftruppe zu bringen. I m H a n p t q u a r t i e r P l o e st i a b e r r-r Tf 11 “fin die Meldungen von Tutraka n und % “f! „ r \ e - vordem Umlenknng von Reserven nach Silden, tatb tu V u faxe st Hort man den Kaiionendonner der Beschießung von Oltenita, der mit dem Zuströmen von Flücht- ^ c J fric ^! un9CtooWcn ' von Luftschiffen überflogenen S tadt zur Panik rerzt. Der öfterrcichisch-ungarifche Tagesbericht. ^ , ^en,12.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 12. September 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Lage unverändert. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. den Karpathen dauern die Kärnpfe an. Alle Alv- griffe, ble der Feind gegen unsere Stelünrgen nördlich des Goldenen Blstrltz-Tales und im oberen Czeremosz-Tal richtete blieben erfolglos. Sonst in Ostgalizien keine Ereignisse Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Am unteren S toch od versuchte der Gegner mit dich- ten Massen unsere Linien zu durchbrechen. Er wurde unter fttr chu schwersten Verlusten abgewiesen. An den übrigen Frontteilen mäßiges Artilleriefeuer ^ Italienischer Kriegsschauplatz. ^ . An der Fron, zwischen dem Etsch und Astach-Tale wie- derholten die Italiener ihre Angriffe gegen den Abschnitt ^on.te Spil-Monte Majo: sic wurden überall unter empfindlichen Mrlusten abgewicsen. L^As^nlmrde hat die Artillerietätigkeit im Absthiiitt der Mrsthochftäche zugenommen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. und k. Truppen keine Veränderung Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * Ereignisse zurSee. In der Nacht vom 11. auf den 12. Setztemdcr hat ein Flugzcuggeschwader die Lustschiffhatle in Icsi, Bahntwfs- > anlagen von Falconara und Wwehrdatterien von Ancona angcgrifsen. In der Halle wurden mehrere Volltreffer erzielt. Die Flugzeuge wurden von Mwehrbattcricn beschossen, kehrten jedoch alle unversehrt zurück. Flottenkommando. * * * Hu$ Griechenland. Der Rücktritt Zaimis'. Athen, Iß. Sept. (WTB.) Meldung des RentteiTschen Bureaus. Zaimis ist zu rück ge treten. o Sept. (WTB.) Nach einer Meldung der Agence '^oa^aus^Athen ist das geiamte KabinettZaimiszurück.- N 12. Seist. (WTB.) Meldung des 'Reuterschen Bn- SDemission des Ministerpräsidenten Zai- lich verlmitban ^^^urmen worden, wurde aber noch mcht amt- Athen, 12 Sept. (WTB.) Meldung der AgenceHavas. f 1 * ^uterfuchung» des Attentats wird LEäftiq fortgesetzt. Die an Zaimis überreichte Verbalnote, die die Forderungen der Entente enthält, war nicht in die Fornr eines Ultimatums gel'leidet, aber trotzdenr sehr kategorisch. Me Gesandten ssrnd von der Auftichtigkeit Zcnmis' überzeugt, dem sre von der Gefährlichkeit der geheimen Organisationen Mitteilung gemacht haben, die der -Kotrtrvlle der Regierung entgehen und eine Lage schaffen, aus der anarchische Zustande hervorgehen. Die Tatsache, daß Bünde eme Gefahr für die innere Lage Griechenlands bedeuben, wurde der Regierung von dem Vierverbande schon lange vor den Ereignisserl der vergangenen Nacht klaraeleat - ^ l L ä ^ noe Hovas meldet ferner aus Athen, daß die ariechische Regierung alle Forderungen des Verbände^ angenommen hat. Die Polizei hat es übernommen, die Reservisten-Bereinigungen aufzulüsen. Berlin, 18. Sept. Zu den griechischen Dinavn sagt dre Germania^: Der Wnig steht scheinbar qanz ein- sam und hnslos da. Aber die königstreuen Herzen, wenn auch zurzeit zur Untätigkeit verurteilt, fahren fort Lu schlagen, fa fte schließen sich chrem Monarchen in dieser Zeit der Prnfnng um so ftster an. Die „Freisinnige Zeitung" sagt: Der König ist rju bedauern und zugleich zu bewundern. Er hat Ni all dem Wirrwarr bis fetzt noch immer seine Ruhe Und unerschütterliche Ueberzeugnng von der Richtigkeit seiner Polittk bewahrt. * » * Auszeichnungen an Heerführer. c r (WTB.) Dem „Reichsanzeigeck^ zufolge ist dem Generalobersten v. H e e r i n g e n, Oberbefchls- haber der Kustenverteidigung, das Eichestlaub zimr Orden Pour le merite und dem General der Artillerie z. D. von S ch il b e r t, Oberbefehlshaber einer Armee, der Orden Pour le merite verliehen worden. Feindliche Fliegerangriffe. Berlin, 12. Sept. (WTB.) Am 9. Septeknber abends erschien,ein feindlicher Flieger, der sich anscheinend verirrt hatte, in der Gegend von Rottweil und wttrs yret Bomben ab, die, ohne Schaden anzurichten, auf unbebautes Land fielen. Ebenso erfolglos blieb ent am 10 We ^^.^^nlntener Angriff mehrerer Flugzeuge aufdie militärisch bedeutungslose Stadt Saarburg?^ Rücktritt des Generalobersten v. Pflanzer-Naltiin -Wien, 12. Sept. (WTB.) Der Kaiser stehendes Handschreiben vom 8 . September erlasse- Mem lieber GeneraLoberst Freiherr von Pfla nzer-Bal- l Bedauern habe ich vernommen, daß Sie Ihrer erschütterten Gestnrdheit gezwmrgen, um die Ent- Hebung von Ihrem Ar mee-Kommändo bittem Äen nach hm^bimgsrwller, ausreibender Wirksamkeit währet Atzten Entschluß voll imrrdia^fühl^Z s? ltte c genehmiMn. Dankvollst getenfr ^ lLXt[} S e . schwierigen Lagen entwickelte Tätigkeit und die wertere Führung der 'shiceii Svenen Städte «Wed»«' mente besondere belobende Anerkennung ans. ^ ,xlWl ^ 01t Itt den Rnhefdmd tretenden Generaloberst von Pflanzer-Baltin sagt der „Lokal-Anzera-r"' Eu hat seit dem dlusbvuch des Krieges aus einem schweren venrni- wortmigsvollen ioftm geftonbet, auf dem er sich glanzend bewahrte. Erst dem gelvaltigen, mit unerhörter Berschivendum? ton KMMäS ?C 4 : »urSÄSlpräf 1 ®crtdbt3img ,nVr _Russische Vorbereitungen. . , .0 l tt 1o-^ Sept. Der „Kölnischen Zeitung" zu solar wurde der frühere Oberbefehlshaber der russischen Südwest-Ärmer. J wa- !1 «mit einem größ-nen Stabe von Offizieren cun 11. September >abenr»ö, vmi Cnaland komnvvnld, in der norwegi s chen H a u pt- ÜEöt emgvlroffcn, um am TäenStag nach iltußland weiter zir! Wrccti. Dvefe Meldung fei mit Vorbehalt auszunehnven. Die russischen Verluste. Berlin, 12. Sept. (Priv-Tel.) Die „Boss. Ztg." meldet aus Sofia: Laut einer BerÄff-entlichung des .Biewer -ZLntzralbureaus enthalten die russischen Ber lu st- !listen vom 1. Juni bis zum 20. August die Namen von ; 54*4500 Offizieren und 685 000 Mann. Bon den Offizieren jfind 18 000 tot, darunter 23 Generäle und 88 Regimen ts- .ksmmandeure. ®er „Berl. Lokalmiz." meldet aus Kopenhagen: Einer »Petersburger Meldung zufolge hat der russische Mini sie xxat beschlossen, wegen der ungeheuren Ber- ,lu ste an Menschenleben teils durch ^»idemien, teils in \btzi Msnpfen, das Mindestalter für männliche Personen zum Eintritt in die Ehe von 20 aus 18 Jahre herabzusetzen. Der bulgarische Bericht. Sofia, 12. Sept. (WTB.) .Der Bulgarische Generalstab beachtet unterm 12. September: Rumä ni sche Front: Am Donau-Ufer herrscht Ruhe. Das Borrücken unserer Truppen in der Dobrudscha dauert fort. f Mazedonische Front: Gestern, am 11. September, in der Gegend des Ostrowo-Sees schwaches Artilleriefeuer und> Patrvuillenkämpfe. Im Mogle na gebiet Hot der Gegner mit Leinen Abteilungen angegriffen, wurde jedoch überall durch Feuer «rkgewstsen. Im Wiardartal und bei Doiran lebhaftes Ar- EleriefeMr. Beim Butkowo-See sind zwei italienische Kompagnien mit Maschinengewehren, sowie eine Eskadron in Richtung auf Dorf Butkowo—Dzuntja vorgedrungen, wurden iedoch durch euren kühnen Gegenangriff unserer Truppen zer- sprengt. Es wurden 30 Italiener gefangen. Dies ist unser erster Zitsirntmenstoß mit Italienern. Im S t r u m a t a l hat der Gegner in dem Kampfe arn 10. September bei den Dörfern Nevolen und .Kcrrdzikoej 7 Offiziere und gegen 100 Mann an Toten verloren. -Es winden viele Gewehre, Tornister, Munition und anderes Kriegs- rckrterial, das der Feind auf seiner panischen Flucht weggeworsen hotte, erbeutet. In diesem Kampfe wurden zwei schottische Offiziere und IjMri&ett Mann gefangen. , , An der AegÄischen Küste kreuzt die feindliche Motte. Unsere Bscffserflugzeuge haben die feindliche Flotte im ,‘üttfen von Kavalla erfolgreich angegriffen. Ein rumänischer Ksrpskommandeur ertrunken. Berlin, 12. Sept. (Priv.-Del.) Die „B. Z." meldet efs ^Gefolge. Die Besprechungen im Hauptquartier) Nahmen den ganzen Nachmittag des 10. und den Vormittag des 11. lÄptemLer in Anspruch. Am 10. September abends fand bei «m Armeaoberkommandanben Erzherzog Friedrich eine Tafel statt, M? Der Enver Pascha mit den Herren seines Gefolges teilnahm und bie Heroen der Kaiserlich deutschen Mllitärmiffion bmm K K. Oberkommando und der bulgarische Mrlttärattacho in '.Wien, Oberstleutnant Tentilvw, ferner der Chef des Generalstabs 'Generaloberst Freiherr Crmoad von .Hötzendors mit den obersten Funktionären des Armeeoberkonrmandos zugezogen ivaren. Am 11. pepternber urittags verließ Enver Pasckia das öfterreichisch- nngarncho Hauptquartier. Aus der Fahrt vom und zum Bah'n- yos sowie überall sonst, wo der türkische Vizegeilergttffimus sich aggte, wurde er von der Bevölkerung -der Stadt auf das sympathischste begrüßt. Dre japanischen Forderungen an Ilryina. . Anist er dam, 12. Sept. (WTB.) Einem hiesigen Blatte zufcol ge meldet die „Times" ans Peking: Nach dem Zusammenstoß tzwischeu chinesischen und japanischen Truppen in Chengchiatung hat ote japanische Regierung an die chinesische durch ihren Gefandten rn Peking folgende Forderungen gestellt: 1. Be- strasung der chinesischen Offiziere; 2. Errichtung japanischer Poli- zerstattonen in verschiedenen Orten der Süd Mandschurei und der Ostmvugolel: 3. Ernennung japanischer Berater für diese Orte und Plakatierung von Aufrufen, in denen die chinesischen Trup'pen vvr Zusammenstößen mit japanischen Truppen gewarnt werden; 4. Schadenvergütung und Bestrafung des chinesischen Militar- gouverneurs; 5. wird verlangt, daß bei jedem Hauptgnartier dgr Befatzungstruppen in der Südwandschurei und der Ostmongolei ein jaMnrscher Tnilitärffcher Berater angestellt werde und daß japanische Zehrer an die Militärschulen und die Akademie berufen werden. Der §eekrieg. London, 12. Sept. (WTB. Nichtanrtlich.).Lloyds mel- det: Der Dampfer „Ly der hem" aus Bergen ist gesunken. Die Besatzung ist in Sicherheit. Bern, 12. Sept. (WTB. Nichtanttlich.) „Echo de Paris" meldet: Der Frachtdampser „Suint-Marc" der Compagnie Trans-atlantigue ist gestern versenkt worden. Die Besatzung von 34 Manu, ist gerettet. Die russische Zommeroffensive M6. H. Aus den Kämpfen um Baranvwitscht. Erster Abschnitt. Aus dem Gwßen Hauptquartier wird uns geschrieben: Anfang Juni hatte die russische Heeresleitung das Gewicht ihrer Menschenmassen in Bewegung gesetzt zu der einheitlich geplanten, gwtz angelegten Offensive mit den strategischen Ziel«^ Baranowitschi—Kvwel—Lemberg. d« Wygodo. und ^Zirin gegen du' Srellungen unserer BerbunbettR! bleibt erolgloi- Tie russische Artillerie mag am 13. und 14. Juni gegen den ganzeil Arrgrifssabschnitt etwa 30000 Sckxuß verfeuert haben. Sie besck>ädigte unsere Gräben, sie zerstötte die mühsame Arbeit vieler Mmiate — sie beugte aber nicht den Geist der Truppe: | das beweisen etwa 6000 Tote und Verwundete, die der zurück- wercheirde Angreifer nach sieben vergeblichen Sturniversuchen liegen la^eu mußte. Ueberläufer gaben einige Tage später die Verluste des Grenadierkorps aus 8000 bis 10 000 Mann an. Ten Grenadieren war der Angriffsbefehl erst am Morgen des 13. Juni bekannt gegeben worden. In gedrückter Stimmung hatte ihn die Truppe ausgenommen. Sie wußte, was ihr bevorstand. Sie hatte Erfahrung gesammelt in russischer Angriffsmethvde und deutschem Ber- teidigungsfeuer. J£cv völlige Zusammenbruch des Greuadierkorps hatte seine emdrucksvolle Wirkung auf die russische Führung wohl nicht verfehlt Jedenfalls wurde ein für den 14. Juni geplanter nvch- malrger Massenangriff durch Gegenbefehl zunächst aufgehoben. Cmrge Tage verhältnismäßiger Ruhe ttaten ein. Kriegsbriefe aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die .Kämpfe bei Stara-Czerwiszce. .. 11. September Auch gestern haben die Russen den Versuch, ihre Stellungen am Unterlauf des Stochod gegenüber Doboly zu verbessern, tviederholt. Ein Auariff um 4 Uhr nachrnittags wurde bereits durch unser Artilleriefeuer erstickt, ein zweiter um 5 Uhr brach in den Hindernissen zusammen. Nach 6 Uhr setzte nach neuer kräftiger Artillerievorbereitung ein stärkerer Angriff ein, der sich auch nach Norden ausdehnte, er wurde ebenso wie die anderen abgeschlagen. In der Nacht begannen um 9 Uhr und 4 Uhr neue Angriffe, die bis dicht an die Drahthindernisse kamen, dort stockte die Vorwärtsbewegung, und Handgraniaten und Minenwerfer setzten den Russen, die bei der beginnenden Helligkeit nicht mehr zurück konnten, hart zu. Die Kämpfe, in denen die Bcchern sich nnt unerfchütterlicher Ruhe und Tapferkeit schlagen, haben durchaus örtliche Bedeutung. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Die Neutralität Norwegen-. Berlin, 12. Sept. (WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." .meldet: Der norwegische Gesandte hat hier im Austrage feiner Regierung die Neutralitätserklärung Nor- 'wegens erneut bestätigt. Die Haltung der norwegischen Presse. Be r l i n, 12. Sept. -WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt Unter dem Tittt „Nochmals die Haltung der norwegischen Presse"' „'MlÄags Avisen" ein viel gelesenes norwegisches Blatt, »nuckle am 31. August unter der großen Ueberschrift „Dantes Hölle" den Wortlaut emes Arttkels der „Norddeutschen Mgemeinen Zeitung" über die Behandlung deutscher Kriegsgefangener in Rußland, *nrsbe,ondere an der Murmmiküste, an hervorragender Stelle in fetten Lettern ab Am 1. September verüffknrtlichte „Middags Avi- Der gleichen stelle einen von einem Belgier eingesandtem AE, m welchem die Behauptung aufgestellt nmrde, die „Norddeutsche Allgenrnne Zeitung" habe gswiß aus Tatsachen geschöpft, aber aus den Grei^ die von den Deutschen in Belgien verübt 4^>rden stren. Daran knü-pft die Rddaktivn folgende bezeichnende Nottz: „Wir ichlretzen uns vollkonrmen den Worten des belgischen Einsenders an mrd wir haben rnrch der haarsttäubenden Schilderung .der „Norddeutschen Allgemeinen Zeittmg" Platz gewährt, well es gleicht von JnteMe war, ein für alle Mal zu zeigen, was in d«ser Zeit „offrzrell" geschneben werden kann. Red." Die „Nord- deutfch . Allgemeine Zeitung" bemerkt hierzu: Dieser Fall bietet E.^Beämel ftcr die .Haltung der norwegischen Presse in der letzten Zert Mögen dre Deutschen in Rußland zugrunde gehen, das ist . dreier Krt von Presse glerchgülttg. Sie zieht es vor, immer noch an die abgel-ackten .Hände der belgischen .Kinder *u glauben mit (mten rn allen neutralen Ländern Reklame gemacht wurde, die aber Algier und ihrer Freunde nirgends emoertt we^en konnten. Jetzt ntuß sogar im „Semenr Baudois" ein Utttersuchungskvntmission zugeben, daß Art nicht aufrecht erhalten werden können Wir uorwegffchen Presse, daß sie davmr Notiz fÄ B «tJn. ^ WäKW Während der Gang der Ereignisse den operativen Schwerpunkt über die Gegend von Luck zunächst auf den Turchbruchspnnkt Kvtoel verlegte, vhne das pvlüisch wichtige Ziel Lemberg aus dem Auge Zu lassen, entwickelteic sich auch an der Schtschara- und Serwetsch- Fwut erbitterte Kämpfe, deren nächstes Ziel der wichtige Eisen- bahnknvtenpunkt Barmrowitschi war. Tie zunächst fortschreitende Offensive über Luck schlug nach dem Ern setzen stärkerer deutsck>er .Kräfte ein lastgsanreres Tempo ml und kam dann zum Stillstand. Um diesen Zeitpunkt mag vielleicht für die russische Heeresleitung das ursprüngliche Ziel Baranowitschij einem werter Aelegenen Ziel gewichen sein: — etwa dem Gedankerr. unes strategischen Durchbruchs über Baranosvitschi in Richtung Brey Lrtvwsk gegen den Rückerr der HeeresgrirpPe von Linsingen. Unter dreser oder erner ähnlichen LlnnalMe wäre die maßlose Er- brtterung der russischen Angriffe am Sschtschara- imd Serwetsch- User, wäre der Ernsatz so ungeheurer Opfer gegen Barmrmoitschi lerchter erklärlrch. , Brandenburger, twsener und schlesische Truppen, sowie öster- rerchrsch-nngariscke Verbände Wten unter Generaloberst v. Woyrsch dre Wacht an Sschtschara und Serwetsch. Tie Stellimgen folgen im allgemeinen Lew Lause des Oginski-Kanals, erreichen beim Wy- Mnowskoje-See die Sschlfchara, durchqueren das Gelände östlich Baranowitschi—Gorodischtsche und ziehen sich dann aus dem linken ^erwetschuser nack, Norden lstn. Etwa Mitte Juni setzte hier die russische Filhrung den ersten gwlyeii Angriff im sttategischen Zusammenhang mit den Operationen im Gelände Luck—Kowel an. , Tie Vorboten jeder großen Offensive trafen ein:„Baranowitschi loll genommen werben" — sagten Ueberläufer. OstfMigene des Grenadierkorps erzählteii auch von einem Armeebefehl des Zaren, der den Kamps Üuls^lands bis zum letzten Mann und die Eroberung Warschaus ankündigte. Am 13. Juni bricht das Unlvetter los. Starkes Artilleriefeuer setzt em gegen unsere Stellungen im Gelände von Stvlowitschi Und l aIb Tn n ^ b li cb ? T Richtung aus die österreichischmnga- mschen Gräben aus^ Bald liegt der ganze Msckpiitt Sagorse (östlich AholvwitsclTi -Skrobowa (östlich Gorodttschtsck^> unter heftigem Artilleriefeuer, dem Sturmboten des Jnsanterieangriffes Ueberläufer behaupten, der Feind iovlle noch an demselben Tage Mi greifen, ztver Korps seien,dicht hinter die Fwiit he.rangezogen^ Rasendes Artillerrefeuer schernt ihre Aussagen zn bestättgen. Auf unsere Gräben westlich Massy allem >virft der Gegner 12000 Lchutz. Nach etwa zwölfstündiger Artillerievorbereitung bricht der Angreifer gegen Mend in mehreren Wellen über die Linie Kra- schlii - Wcnkowitschl vor. Siebenmal treibt er seine Sturmwellen gegen die teibveise erheblich beschädigten Gräben vergeblich an Weder das zwölfstündige Trommelfeuer, iwch siel>enmaliger Angriff noK seine Begleitiing durch belgische Panzerautomobile erschüttern das Selbstvertrauen des Verteidigers, ^lusl den zersckiv-ssenen Gräben werden dre sieben Sturmangriffe restlos abgeschlagen. Ter deritschm Artillerie und den weltlich des Koldytschewo-Sees stehenden öfter reichisch-ungarischen Batterien gebühtt die Anerkennung entscheidender Mitwirkung bei der Mwehr der Angriffe. In die unter schwersten Verlusten mrnckflntenden Grenadiere der 1. und 2 Gre- nadier-Division feuert die russische Artillerie ihr Strafaerickst Tee Einnahme von Baranowitschi ist nnißglückt • Ä. Morgengrauen versucht der Russe sein Glück noch einmal, ^vem Vorgehen beiderseits der Bahn Kraschin—Baranowitschi sowie Ms dem Reiche. Reichszuschüsse beim Kartoffelbezug. Berlin, 12. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Verhandlungen über die Bewilligung von Reichszilschüssen. durch welche der Kartoffelpreis frei Keller auf 4,75 Mark für den Zerrtner, im Kleirc- vettauf aus 5,50 M-rk für den Zentner ermäßigt werden soll, sind Niiiimehr abgeschlossen. Das Kriogsernährungsaint gibt hierüber folgendes bekannt: Gemeinden, die für .Kartoffeln aus der 7*^^1916 i>en Preis frei Keller des Verbrauchers auf höchstens 4 7o Mark für den Zentner und den Kleinhandelspreis bis einschließlich 15. Februar 1917 auf höchstens 5,50 DLark festsetzen, erhalten ab 1. Oktober ein Drittel der Kosten für die über die genannten Satze hinausgehenden Aufwendungen aus Reichs- Mitteln e r fta t t e t, ivenn diese Kosten im übrigeii anderweitig mlfgebracht werden. Die Gemeinden lfoben jedoch der höheren Vor'- wal tun asb e Hörde nachzuweiseii, daß sie mit Rücksicht aus die ört- lichen Verhältnisse höhere Anfwendungen machen mußten, als sie durch den Preis von 4,75 Mark bezw. 5,50 Mark gedeckt werden. Aus Stadt unv Land. Gießen, 13. September 1916. Können wir „aufhören"? Dürfen wir Nachlassen? Geknebelt und geschwächt, zerstückelt und geknechtet, das sollle Deutschlands Los sein. So wollten eS 1914 die Feinde. Was wir zu erwarten hätten, wenn wir heute aufhören wollten, uns gegen wilde HoÄxm zu verteidigen, rvas rntfer Schicksal wäre, wenn wir auch nur nachließen, das erkennen nur au denk verimisteten Ostpreußen. Allein die unntittelbaren Kriegsschäden in Ostpreußen haben den Betrag von 1 * 1 U Milliarden Mark erreicht. 2000 Zivilpersonen wurden getötet, noch mehr verschleppt 30 000 Gebäude gänzlich zerftött, der Hausrat von 100 000 Woh- miugen, die damalige Ernte im Werte von 100 Mwncn vernichtet imb -ein Viehschaden von 300 MMomtn m blinder Zerstörungswut angerichtet. Man ideitke weiter Mi deri Si'idwestwmkel des oeuttck^en Reiches! Als die Fieinde von damals ihre grausamen Absichten nicht durch- jctzen komtten, iwell die Waffen sie zurückschlugen. ließen sie da etwa ab ? Nein, sie preßten andere Völker zur Hilfeleistung. Denken wir an Griechenland. Nur ein Beispiel; nicht das einzige Die rol>e Gttralt sollte herrschen, nicht die Menschlichkeit, auch rncht die Gerechtigkeit. Das besagen die unaufhörlichen Vergewaltigungen des neutralen .Handels. Sogar Amerika hat gvklcmt. daß England, der angebliche Beschützer des' Rechts mm der Natioir«:, auch einem Großstaat gegenüber gelegentlich die gewöhnlichsten Regeln der Rechtlichkeit selbstsüchtig verletzt Walde Senegalneger und andere „Träger der Zivi- lisatton werden gegen unsere Angehörigen, gegen deutsche Truppen gehetzt, Gefangene unmenschlich mißhaichelt und aufs Unwürdigste geguält. .Kann das deutsche Volk in seiner GittmÄtrykett so rasch ber- gelten, daß es nach den Plänen der Feinde ntit allen Frauen und Kindern znm Hungertode verurteilt war? Daß es nicht dazu kam lag wahrhaftig nicht an einem menschlichen Rühren der Feinde , .Wonn^ wir uns rächt selbst preisgeben wollen, gibt es in dieser Schicksalsstunde nur eine Antwort an die Feinde, da sie es nicht anders wollen: Dur ch halten und mit Ehren bestehen! Dazu gehört: Stark bleiven und sich unbeugsam zeigen, auch mit dem Gelde. Das dlent dem Frieden, den wir alle wollen. Und das ganz allein' Darmftadt. Bastian. ** Jung wehr. Heute abend 81/4 Uhr: * _A^^lwillige zur Feuerwehr' Turnhalle . Y o't'MTiiwtHii Infolge ber melcn Einberufungen ist der Mannschafts bestand der beiden htesten freiwilligen Feuerwehren derartig ziurückgoaangeri, daß ihre Verstärkung mit Rücksicht auf einen ausreichenden Feuerschutz der Stadt dringend erforderlich erscheint. Iir der heutigen Nnnrmer wendet sich der Oberbürgermeister wnnnltchen Einwohner der Stadt rnit der Mtte, sich frerw-llltg zum Diettst in einer der beiden Wehren zu melden Altbewährter Büraersinn wird diesen Aufruf nicht ungehört verhallen lassen, so daß vmi der Errichttmg einer Pflicht- feuerweyr, wobei alle männlicheri Einwoh-ner vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 60. Leliensjcchre zum Feuer- wehrdienst herangezogen werdet: können, und ans ein N:ch bersche: nen bei Uebungen, Bränden usw. hohe Strafen stehen, abgesehen tverden kann. ** E r m i t 1 e l u n a v 0 n V e r m i ß t e n. Die „Norddeutsche Allgememe Zertung" schreibt: In der „Ernnttelung von Vermißten" überschriebenen Notiz in Nummer 196 ber Norddeutschen Allgemeinen Zeitung war bemerkt worden, daß Anfragen nach Vermißten nicht an das Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Noten Kreuz zu richten seien, da dieses für die Ermittelmig von deutschen Vermißten nach den utzigen Vereinbarungen nicht zuständig sei. Diese Angabe ch nach den neuesten Vereinlmrnngen dahin zu berichttgen, daß die Nachforschung nach einzelnen deiitschen Vermißten nicht nur den zuständigen Organen der Laiches und Provinzialvereine des Roten Kreuzes und den Ausschüssen für deutsche Kriegsgefangene in 5>amburg und Frankchrt a M sonden: auch dem Zentralkomitee der deittschen Vereine vorn fgotftt Kreuz, Abteilung für Gefangenenfürsorge, zusteht Insbesondere hat letzteres die Versendung gedruckter Listen nach Lon jdon und Paris im Austausch gegen entsprechende Listen der feindlichen Lander übernommen. Die Zusammenstellung der Disten ^rjvlgt aus Grund der von den Vereinen, und Ausschüssen an das Zentralkomitee erstatteten Meldungen: die gedrucktcu Listen werden an die verschiedenen Gefangenenlager verschickt und dadurch die Gefangenen in die Lage versetzt, über ihre vermieten Kameraden Auskunft zu geben. Es empfiehlt sich, daß die Angehörigen von Vermißten in jedem Falle Ansvagen stets an die für sie zuständige lokale Stelle (Hilfe für kriegsgesangene Deutsche, Provinzial verein «der Landesverein vom Roten Kreuz) richten, welche das weitere -veranlaßt _ . „ „ „ „ „ , . ** Der Krieg saiusschütz für Kasfee, Tee und deren Ersatzmittel G. nt. b. H. (Berlin, Bellettuestr. 14) schreibt uns: Die beteiligten Erwerbs'kreise werden hierdurch wiederholt daraus aufmerksam gemacht, daß sie sich einer ernsten Gefahr anssetzen, wann sie Kaffee verkaufen, ohne sich an die be- lkannten Vorschriften zu halten. Obgleich diese schon mehrfach in Erinnerung gebracht worden sind, fehlt es nicht an Verstößen dagegen. Beispielsweise ist in jüngster Zeit der Fall vovgskommen, daß von einem Kleinlwudelsgeschäft hundert Pfund gerosteter Kaffee MM Preise von: 4,20 Mark für das Pfund an Verbraucher ab-- gegeben worden sind. Die Ware ist bereits beschlagnahmt und der Werlust für den Käufer recht erheblich. Man darf wohl erwarten, daß mantSfir endlich der durch die Kricgsumstände hervorgerufenen. ^Sachlage allgemein Rechnung getragen wird. ** Den unsinnigen Preistreibereien im Weißkohl Handel I>at das Kriegscrnährungsamt durch seine Maßnahmen und die Einsetzung der Kriegs ge fall schäften für die Sauerkrauts und Dörrgemüse-Industrie erfreulicherweise Halt geboten and die Preise schon erheblich heräbsetzen können. Die Maßnahmen wurden -unterstützt durch eine außergewöhnlich große Früh-Weiß- ^obl-Ernte. Auch die Herbst- und Winterkohl-Ernte verspricht nach fccn bisherigen Berichten ein besonders günstiges Resultat. Nach vorliegenden Mitteilungen werden durchschnittlich 300—400 Zentner Weißkohl aus einem Morgen geerntet werden. Bei diesen .günstigen Ernteaussichten braucht nieinand besorgt zu sein, daß er nicht genügend Weißkohl erhalten könnte. Die Maßnahmen der Regierung haben auch der Industrie ausreichende Mengen gesichert, sv daß wir in diesem Winter wieder nrit normalem Greisen für Sauerkraut rechnen können. Im Interesse Unserer Volksernährung wäre dies feljr zu begrüßen, denn gerade ltzas Sauerkmut ist in allen Teilen des Reiäses doch das beliebteste jM'ntergemüse und hat außerdem noch den Vorteil, daß es ohne jweitere Zutaten in den Haushaltungen verwandt werden kann turrd große Nährwerte bietet. Der gegenwärtige Marktpreis für 'Weißkohl ist aber immer noch viel zu hoch, nur den Kohl in größeren Mengen zu Sauerkraut einschneiden zu können. Aengstliche Monrmunalverbände und Einkaufsgenossenschaften zahlen in der !Sc>rgk. daß sie sonst vielleicht keinen Kohl bekommen könnten, den Produzenten und den Händlern Preise, die zu den tatsächlichen »Ernte-Ergebnissen in gar keinem Verhältnisse stehen. Bei mittleren »Ernten sind die Preise an die Produzenten durchschnittlich 80 Pfg. bis 1 Mark pro Zentner gewesen, gegenwärtig haben wir eine reichliche Ernte, aber trotzdem noch Preisfvrderungen von 3,50 Mk. bis 5.50 Mk pro Zentner. Das ist Kri eg s w u ch e r. Nicht nur, wer solche Preise fordert, sondern erst recht, wer solche unsinnig hohen Preise bezahlt, versündigt sich am Vvlkswvhle und sollte deshalb zur Rechenschaft gezogen werden. Vielleicht setzt hier das Kl r i e g s w u ch e. r a m t noch ein und Hilst den Maßnahmen der Kriegsgesellschasten. unserem Heere, der Marine und vor allem ruck unserer Bevölkerung das nicht nur allgemein beliebte, sondern auch st notwendige Wintergemüse zu mäßigen normalen Greisen sicherzustellen. .. , . ' Die Ablieferung der noch rückständigen Fahrradbereifungen kann Freitag, vormittags von 9—12 und nachmittags von 3—6 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule, Nord-Anlage 8, erfolgen. Landkreis Gießen. -m. G r o ß e n - L i n d e n , 13. Seht. In den schweren Kämpfen im Westeil ist der älteste Sohn des Eisenbahnschaffners Ludwig Junker der Pionier Ludwig Junker, bei einer Minenwersav- ^mnpagnie, fürs Vaterland gefallen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde er ansgehvben, Anfang Mrgust rückte er in Feindesland und war nur wenige Tage in der Kampffront. — Vizefeldwebel Launsvach, der mehrere Jahre beim Gießener Regiment diente und bei Ausbruch des Krieges einem Reserve-Regiment zugeteilt wurde, ist bei Verdun durch Granatsplitter schwer verwundet worden Ter linke Arm mußte abgen-ommen werden. — Schul- verwalter Diehl, der im ersten .Kriegsjahr hier wirkte, ist nach einem Ausbildungskursns für Offiziersaspiranten Min Untevoffizrer befördert worden. Vorigen Herbst hat er den serbischen Feldzug mitgemacht. ga. ® r ft n b e c o , 13. Sept. Am 6. September wurde Land- tturmrekrut Albert K r e u b e r im Inf.-Rgt. 118, 8. Komp-, von einem Granatsplitter getroffen. Er starb den Heldentod für daS Vaterland. LJ Lang-GönS. 18. Sept. Landwehrmann Wilh. Bopf, welcher von Anbeginn des Krieges im Felde steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen- W. Bopf ist der Sohn des Landwirts Anton Bopf VN. g-a. Rüddingshausen, 13. Sept. Mit der Hessischen TapserkeitSmedaille wurde Ersatzreservist Peter Dietz im Inf.- Rgt. 55 ausgezeichnet, der vor einem Jahre daS Eiserne Kreuz erhalten hatte. Kreis Büdingen. m. Ge iß-Nid da, 13. Sept. Adolf S ch rv a b , Sohn des Ludwig Schwab, im Infanterie-Regiment 221, Maschinengewehr- Compagnie, wurde zum Gefreiten befördert und erhielt das .Eiserne Kreuz. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld, 13. Sept. Ter Zahlmeister-Stellvertreter R a n de» 2. Bat. Lcmdw.-Jnf.-Ngt. 118 wurde mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen für Kriegsverdienste ausgezeichnet. ga« Nieder - OhNien, 13. Sept. Ersatzreservist Karl Metsensee im Jns.°Regt. 87 starb nach zweijähriger Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland. Kreis Lauterbach la. Nied er-Stoll, 13. Sept. Für das Vaterland fiel Musketier Konrad Fischer, Res.-Jns.-Rat. 68. Wenige Tage zu- ^,or hatte er die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. — Musketier Jakob Weber, Res.-Jns.-Rgt. 223, der seit einigen Wochen ver- mifit wurde., har nunmehr aus russischer Geiangenschast geschrieben. Er liegt verwundet in einem Hospital in Moskau. sb. Schlitz, 13. Sept. Leutnant und Adjutant Hermann 1 a e g e r (der älteste Sohn des ehemaligen Kaufmanns und 1. Beigeordneten Ludiv. Jaeger hier), unirbe mit dem Eisernen Kreuze e r st e r Klasse ausgezeichnet. la. Uetzhausen, 13. Sept. Auf dem Felde der Ehre fiel Ersatzreservtst Valentin Ritz, Res.-Zns.-Rgt. 87. Kreis Friedberg. — Friedberg, 12. Sept. Für den Verkauf von Geilügel und Wildbret im Kretzisbaveich Friedberg setzte das Kr ei samt neue Höchstpreise fest. Gänse Eoften im Gewicht bis 10 Pfund 1,70 Mark, über 10 Pfund 1,90 Mk. das Pfund für den Einkäufer beim Züchter. Der Verbraucher hat für das Pfund nicht ausgenommen 1,80 Mk. bei einem Gewicht bis 10 Pfund und 2 Mk. für ausgenvmmene Ware zu zahlen. Tiere über 10 Pstrnd kosten 2 Mk. bezw. 2,20 Mk. das Pfund. Enten kosten' 2 Mk. im Ein- und 2,20 Mk. im Verkauf das Pfund., Für Hähnchen bezahlt! man 4,80 Mk., im Verkauf 2 Mk. Hasen kosten mit Fell Dctm' Jäger 4 Mk. das Stück, ohne Fell beim Händler 4,75 Mk., zerlegt 5 Mk., mit Fell 5,25 Mk. Feldhühner kosten beim Jäger 0,90—1,40 Mk., beim Händler 1,50—1,80 Mk. das Strick. — Vorstehende Wildbretpreise sind annehmbar, Nichtbewohner des Kreises sind von dem Erwerb der Tiere ausgeschlossen, da dev Kreis ein Aussuhrverbot erlassen hat: es sei denn, daß man als Jäger seine Beute im Rucksack selbst mitnimmt. — Bei der Versteigerung der städtischen Zwctschenbäume wurden derartig hohe Preise geboten, daß der Zentner Zwetschen auf 10 Mk. ungepflückt kommt, während der Höchstpreis nur 7 Mk. betragen darf. -Butzbach, 11. Sept. In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde die Zeichnung einer Kriegsanleihe im Betrage von 4000'Mark seitens des Armenfvnds und 15 000 Mark seitens der Stadt beschlossen. — Vom 1. Oktober 1916 ab sollen die Wieg- gebühren erhöht werden und zwar als Mmdestgebühr 30 Pfg. und für jeden weiteren Zentner (über 20 Zentner) l 1 /* Pfg. — Dem städtischen Fürsorgeausschuß wurde ein weiterer Kredit in Höhe bis zu 500 Mark für Verwendung zu Mietsunter stützimgen an bedürftige Familien, deren Ernährer im Felde stehen, bewilligt. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 13. Sept. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurden Unteroffizier der Res. Wilhelm Falk, Re serve-Jns.-Regt. Nr. 118, aus Burgsolms, und Unteroffizier Heinrich Same§, 5. Garde-Regt. zu Fuß, 12. Komp., aus W er d o rs. ra. MuderSbach, 12. Sept. In der Stallung und Scheuer des Landwirts und Fuhrunternehmers Friedrich N e u h o f brach ein Brand aus, dem ein großer Teil der bereits geborgenen Ernte zum Opfer fiel. Auch ein Kalb kam in den Flammen um. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. ra. K i n z e n b a ch, 12. Sept. Auch hier wurden wiederum zwei Familien durch beit Ehrentod ihrer braven Söhne in tiefe Trauer versetzt. Ersatzreservist Ernst Schäfer, Jnsant.-Regt. Nr. 88, Sohn'von Jakob Schäfer, ist am 81. August, und Grena dier Paul D i e h m a n n , Garde-Grenadier-Regt. Nr. 4, Sohn von Karl Viehmann, ist am 3. September gestorben. ul. Wald Hausen, 12. Sept. Während ein Bergmann von hier in der Mittagszeit ein Schläfchen »nachte und seine Frau abwesend war, stahlen schulpflichtige Mädchen aus Wetzlar aus einer Tischschublade 250 Mk. Bald darauf wurde der Diebstahl entdeckt und die Weilburger Polizei verständigt. Der Beamte Nies, dem die Kinder unterwegs auf dem Wege nach Braunfels begegneten, eilte den jungen Langfingern nach und stellte sie in Odersbach, wo sie dem im Automobil nachfolgenden Polizei- Wachtmeister Bachmann übergeben wurden. Das gestohlene Geld wurde biß auf 20 Mk. in Taschen, Schuhen und Strümpfen versteckt bei den Kindern vorgesunden. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Sept. Für die Landschulen unseres Kreises beginnen in diesen Tagen die großen Ferien, deren Anfang sich nach den» 15. September richtet, je nachdem derselbe aus einen Montag oder Donnerstag fällt. — Fulda, 13. Sept. Durch Selbstentzündung von öligen Arbeitskleidern entstand in einer Halle der Lokomotio-Werkstätlen ein Brand, der erheblichen Schaden anrichtete. Der Betrieb erleidet keine Unterbrechung. wt. Herborn, 13. Sept. Die im Verlage von Buch- und Steindrtickereibesitzer Einil A n d i n g in Herborn herausgegebenen Blätter „Nassauer Volksfreund" und „Dillenburger Nachrichten" tetlen mit dem 30. September ihr Erscheinen ein. In Zukunft werden die Blätter von der Siegener Zeitung „Das Volk" übernommen und mit deren Text mit den beiden Untertiteln herausgegeben. ul. Weil bürg, 13. Sept. Unter dem Schutze der Nacht wurden in einem hiesigen Hofgut 5 Säcke zu 150 Pfund aus- gedroschenes Getreide, das am anderen Morgen zur Mühle gc- bracht werden sollte, gestohlen. Auch kleinere Mengen Käse wurden bei dieser Gelegenheit entwendet. Obwohl die Polizei sofort nach Entdeckung des Diebstahls umfassende Nachforschungen anstellte, hat man bis jetzt von den Dieben noch keine Spur. vermischtes. Der Brückeneinsturz in Quebec. Quebec, 12. September. (WTB.> Meldung des Reuderschen Bureaus. Die Brücke von Quebec war die größte Aus- Legcbrücke der Welt. Gestern früh wurde mit der Arbeit be- gmrnen, das Mittelstück der Brücke aufzustellen, wobei d-re berühmtesten Brückenbauin genieitre der Bereinigten Staaten und Kanadas anwesend waren. Das Mittelstück wurde auf Pontons heraus geschleppt und mit Kranen zu bert Lagern cmpor- gehißt. Hunderte von Fahrzeugen ließen in diesem Augenblick die Dampfsirenen spielen. Alles schien in bester Ordnung zu fern, als plötzlich ein Träger am nördlichsten Brückenlager brach und das Mittelstück an diesem Ende in den Fluß glitt. Da die übrigen Stützen noch hielten, versuchte inan in fieberhafter Eile eine Kette um das schwankendc Mittelstück zu schlagen. Es war aber bereits zu spät. Mit einem Knall wie bei explodierenden Granaten brach eine Stütze nach der andern und schließlich fiel das M-rttel- stück der Brücke ins Wasser und verschwand in der Tiefe. Man sah, wie die auf den» Brückengerüst stehenden Arbeiter in den Fluh sprangen. Es kamen sofort Boote zu Hilfe, sodaß viele Arbeiter gerettet wurden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst? Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 14. Sept. 1910: Wechselnde Bewölkung, strichweise Regen, etwas wärmer. Hessen-Nassau. ]\ Marburg, 12. Sept. Die VolVsspende für die deutschen Kriegs- und Zivilgesarrgenen ergab im Kreise Marburg 13931,31 Mark, davon entfallen auf die Lckadt Murburg 6315,17 Mark. — Die Stadt Marburg hat eine Zwelscheneinkaufs- Vcrmrttlungsstelle eingerichtet. Bei Benutzung dieser Stelle erhöht sich der Preis um eine Mark der Zentner. Tie Zw-etschen-Höchstpreise sind jetzt une folgt bestimmt: Pflückzwetschen 7 Mk., Schüttelware 5 Mk., Zwetschen zum Selbsternten 4 Mk. und Fallzwetscherr 2 .Mk. der Zentner. Die Zwetschen ernte ist strichweise sehr reichlich, besorrders im Ebsdorfer Grund hängen die Bäume übervoll. Die Stadt beabsichtigt auch der Einrichtung einer Obst- und GemÜse-Twckenaulage näher zu treten. da. Biedenkopf, 13. Sept. Der Kriegsfreiwillige W. W i m m e r t im Jnf.-Reqt. Nr. 25 wurde für Tapferkeit vor dem Feinde zum Gefreiten befördert und mit dein Eisernen Kreuz ausgezeichnet. da. Niederhörlen, 13. Sept. Dem Oberlandmeffer Thomas wurde für seine Tätigkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen und zum Kommandeur der Pioniere der 5. Landwehr-Division ernannt. = Sindlingen, 12. Sept. Der von der Gemeindevertretung abgeschlossene Eingmneiudunasvertrag mit der Stadt Höchst a M. sieht für die Gemeinde u. a. folgende Vergünstigungen vor: Bau einer elektrischen Bahn nach HiMt, gleiches Schulgeld für die Siudlinger Schüler beim Besuch der Höchster Schulen, Anlage eines Parckes aus einem vorhanbenerr G^ruutdsLvck von 30 000 Mk., Aushebung der geistlichen Schulinspektion, Anlage öffentlick-er Bedürs- nisanstalten, Besoldung der Gemeindebeamten Und Lehrer, Verbleib von Standesamt und Steuerstelle am Ort und Veräußerung des Gemeinbewaldes bei Eppstein. ra. Idstein, 12. Sept. Im nahen Oberlibbach hat sis die I u g e n d w e h r beim A e h r e n l e s e n eifrig betätigt. Aus den erlesenen Aehren wurden 230 Pfund Korn ausgedroschen. — Langendernbach, 12. Sept. Beim Holzsuchen stürzte der Witwer Georg Betz von einer Felswand ab und fand den Tod in der Tiefe. Die Leiche des alleinstehenden Mannes, den niemand im Orte vermißt hatte, wtirde zufällig durch spielende Kinder aufgesunden. Letzte Nachrichten. Eine Netze des bayerischen Ministerpräsidenten. K o b l e n %, ,13. Sept. In der Dienstagssitzung der G ö r r e s- gesellschast wurde der Ministerpräsident Graf Hertling, der schon 15 Jahre Präsident ist, mied er gewählt. In einer Schlußansprache sagte er unter arrderein: Wir wollen hoffen, daß die Eintracht in unserem Volke, wie sie durch den Krieg herb»- geführt worden ist, erhalten bleibt und gestärkt tverden möge. Wir hoffen insbesondere, daß die konfessionellen Zwistigkeiten, wie sie früher waren, nicht mehr wiederkehren werden. Befreimigsseier in Tilsit. Tilsit, 13. Sept. Der Dag der Befreiung Tisits von den Russen wurde am Dienstag unter allgemeiner Teilnahnre in Form eines Ovtertages gefeiert. In allen Kirchen waren Gottesdienste für die GefolLnen. Eine besondere Gedächtnisfeier fand auf dem Waldfriedhofe in Splitter statt. Die rmnänische Niederlage. Zugano, 12. Sept. Der „Corriere della Ser