Ht. 2(5 Der äfeftctter LszeßG« erförftnt tä-gkch, sicher Sonntags, - Beehrqen: tnermcrf wöchentlich SirtzeuevKamir««brStter; flmc tmaf vMfenfi .Kurds* vl«ttfSr-c»1Lrei6Hietze« (Dienstag und Freitag); zweimal mvnatl. L- deu, die Faust zu ballen. Damit deutet Herds eine ganze Liste versäumter Gelegenheiten an. „Petit Parisien" ist optimistischer. Das Blatt erklärt — woher ihm diese Weisheit ip bed^tlenlvs übermittelt worden ist, verschweigt ^ leien 250 000 Russerr und 60000 Serben von Reni her gegen Bulgarien iin Vormarsch. Mau wolle jetzt nicht nach Lofia, sondern gleich ltad) Konstantinopel marschieren! Von Re n r her, der bessarabischen Grenze, so weit her und so spät? Der bulgarische Bericht gibt uns heute den Völlen Ueberblick über die im deutschen Heeresbericht früher bereits erwähnte Niederlage der Russen bei Dobrie Nach dreitägigen Kämpfen mußten die Russen am 7. d. M. bei Dobric flüchten, und sie wurden vom Sieger verfolgt. Der bulgarische Bericht spricht von einer völligen Nie. der läge des Feindes, und jetzt, wo der große Schlag auf linken bulgarischen Flügel erfolgreich geführt worden wo Silistria gefallen ist, wird wohl selbst der echt sran zosische labulierenbe Eisenfresser „Petit Parisien", dessen Niedlicher -Name so stark mit seinen Welteroberung!o- p^nen kontrastiert, einen Pflock zurückstellen. Das „Echo de Paris", dem der Fall von Silistria noch nicht bekannt war, ließ sich viel ernster vernehmen. Schon durch die Wegnahme Tutrakans, meint das Blatt, sei den Deutschen und den Bulgaren ihre Aufgabe erleichtert und sie könnten zur Bedrohung von Bukarest übergehen. der Tat, letzt, wo es sich zeigt, daß wir in der Dobrudscha nicht nur ein kurzes Abwehrmesser, sondern ein großes, blit- zendes Schwert zum Angriff gezogen haben, kann man mit ^>^-^- 0 ^lchkeit emes Vorstoßes über die Donau rechnen. Das Erschrecken der Kundigen unter unseren Feinden wird sich mehren, wenn sie das Blatt mit dem neuesten Ereignis m ihren Händen haben. btn spöttischen Ausrufen Hewss ist das französische Mißvergnügen noch nicht bezeichnet. Der Chor einer ganzen ^p?.von Zeitungen schleudert zornige Worte geaen den französischen General, der an der Front von Saloniki sich als so faumig erweist. Er soll endlich angreifen, stürmt und drangt der „Temps", das Blatt des Ministerpräsidenten Bmand, und man weiß es ja, daß Sarrail längst von Paris aus zlunr Handeln ausgefordert worden ist. Viele öffenttiche Stimmen in Frankreich sprachen darum schon von seiner Wberusüng und Ersetzung durch einen geeig neteren Führer. Bezeichnend für diese' Stimmungen ist sol gende Aenßerung: Bern, 9. September. (WTB.) „Gazette de Lausanne" setzt Zwepel! m >den Ernst von Sarrails Offensivab pichten. Man habe erst davon gesprochen, daß das Ab stauen der Sommerhitze und der Fiebergefahr m den Niederungen abgewartet werden müsse, ehe die Offensive durchführ- bat sei. Der Sommer sei jetzt vorüber und es sei angebracht, aus den Niederungen Vtazedonieus ans die bulgarischen Gebirge zu gehen. Griechenland fei auch keine Gefahr. Man müsse entschlossen auf Sofia lvsgchen, da aber Sarrail immer noch nicht angreife, müsse der Grund in anderen Dingen lügen: vermutlich mangele es an der Einheitlichkeit k>es Kommandos. Der Vier- Verband sollte ebenso wie die Zentratmächte einem General allein! den Befehl im OrientfeldMge übergeben. Dir mangelnde Einheitlichkeit, ja, darin liegt das Grundübel! Die Russen wissen nicht, was Sarrail tut, und dieser verläßt sich auf die Russen. Mögen sie sich noch eine Weile weiter unterhalten! Dann wird sich zeigen, daß die Initiative des bisherigen Siegers im Weltkriege noch immer auf der alten Höhe steht! Man schreibt :ms aus Berlin: Tiie politischen Folgen des dQrtsch-bulga riMrn Sieges bei MutraÄrn haben nicht auf sich wiarteir lassen. In der ganzen Dobrudscha wütet der Aufruhr. Was vor der Kriegserklärung Rumäniens nur rar manische Mache und perftdes Manöver war, ist jetzt furchtbare Wahrlcht geworden. Vor der Kttegserklärung niüßte der rumänische Präsent der Dobrudscha, Jan Canrarascescu, ein Sckkwiegersohn des sranzö-sischen Gesandten in Bukarest. Blondel, fortgesetzt Berichte über bulgarische Umtriebe in der Dobrudscha an Bratianu smdsn, um endlich den Casus belli im Sinne der Entente M liefern. Camarascescu erhielt für den Fall, daß er wegen seines Vorgehens seine Stellung verlieren sollte, von den Gejandten der Entente eine große Entschädigung zugesichert. Es gelang damals nicht. Der bulgarische Bauer tu der Dobrudscha blieb ruhig und timtt /varf deshalb den Fedeharroschuh zunächst den Oesterreichern hin. Wer was maac in dev Dobrudscha , zu eigennützigen rumäuischen Zwecken inünschte, die Revolutüm und den blutigen Korcflikt mir der Zivilbevölkerung, das erfüllt sich jetzt und rächt sich grausam an Rumänierr. NtchC nur ül den neuen Gebieten, auch ht der Älteren Dobrudscha, wo der Rumäne wegen seiner Mißwittschaft wird Ausbeutungslust verhaßt ist, steht der Bauer auf, hißt die bulgarische Fahne, verjagt die rumänischen Geicharmerietruppen und winkt die bulgarischen Befreier herbei. Aber nicht nur in der Dobrudscha, auch im allen. Rumänien, ja in Bukarest selbst gärt es gewaltig. In der Hätrpt- stadt veranstaltet die Arbeiterbevölkcrmrg Malsenversammlungen gegen die Politik Bratianus und fordert den Widerruf der Kriegserklärung! Und im fltnuai rumänischen Lande rumoren die Bauern. soweit sre nicht zum Heeresdienst eingezogen sind. Die rumänischen Bauern sind nur die Bebauer, nicht die Eigeirtümer des Landes, Das wirkliche Volk Rumäniens, der arme Bauer, der bisher sw mm bei|eite saß und die vom Größenwäsnsinn verblendeten Schreier schcuten und walten ließ, erhebt sich und schreit den Frevleni das furchtbare Wort entgegen: „Es ist nicht unser Krieg! Auch wir, die eigenen Landsleute, sind gegen Euch und wirken mit. Euch zuj vermchten? Die österreichisch-ungarischeu Tagesberichte. Wien, 9.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. September 1916. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. In den Karpathen beiderseits der Straße Pelro- seny—H-atzcz warfen unsere Truppen den Feind bis vier Kilometer hinter seine ursprüngliche Stellung zurück. Ein neuer starker feindlicher Angriff gegen den rechten Flügel dlefer Gruppe veranlatzte ihr Zurücknehmen in die ftüheren Stellungen. Mehrfache Verfuck>e des Feindes, mit Infanterie und Kavallerie gegen die Höhen westlich von Czik—Szercda vorzudringen, wurden vereitelt. Oonst Lage unverändert. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Nach mehrfachen vergeblichen Stürmen starker feind- Ilcher Kräfte gegen die Höhen östlich des Cibo-Tales bemächtigte sich der Feind einzelner Teile dieses Fronb- abichnittes. An den übrigen Teilen unserer Karpathen-Front herrschte gestern verhältnismäßig Ruhe. In Ostgalizien südöstlich und südlich Brzezany versuchte der Feind gestern abermals, unsere Linien zu durchbrechen. Er wurde überall unter für ihn großen Verlusten abgewiesen. Das tapfere Verhalten der in dieser Gegend kämpfenden ottomanischen Truppen muß besonders hervorgehoben werden. In diesen Kämpfen büßte der Feind 1000 Mann an Gefangenen und fünf Maschinengewehre ein. Heeresfront des Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Das feindliche Artilleriefeuer war nachmittags m der Mont zwischen dem Monte Santo und dem Meere lebhafter. Auch an der Tiroler Front wurden mehrere Ädschnitte von den Italienern erfolglos beschossen. Feindliche Pa- truillen und Abteilungen, die an einzelnen Stellen vorzA- gehen versuchten, wurden abgewiesen. Ein italienisches Lust- ichlff warf bei Nabresina Bomben ab, ohne Schaden anzurichten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. und 5. Truppen keine Verändemng. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 10.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' 10. September 1916. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Die Lage ist unverändert. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Ein feindlicher Angriff gegen unsere Stellungen westlich des Cibo-Tales wurde abgewiesen. In Ostgalizien ist Ruhe eingetreten. Sonst keine Ereignisse. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Stellenweise etwas lebhaftere Artillerietätigkeit. Am unteren Stochod scheiterte ein feindlicher Angriffsverfuch im Artilleriesperrfener. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front standen die Karsthochfläche und der Tolmeiner Brückenkopf unter stärkerem feindlichen Artilleriefeuer. Lebhaftere Artillerie- rmdPatrouillentätigkeik an einzelnen Mschnitten der Tiroler Front hält an.NördÄh des Travignoto-Tales zerstörten unsere Truppen eine vorgeschobene feindliche Deckung und brachten hierbei, ohne auch nur einen Mann zu verlieren, den Italienern beträchtliche Verlirste bei. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstads v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * * * Rache an Rumänien! Der bulgarische Bericht. Sofia, 9. Sept. (WTB.) Bulgarischer (^eralftabSberrchit vom 9. September. Rumänische Front: Dm Donauuser herrscht Ruhe, bloß irc der Richtung auf Widin ivuröen vom rumänischen Ufer einige Schrapnellschüsse abgegeben. Nach der Kapckulatron von Tntrakan haben die Rumarlen vom linken Douauufer die Stadt beschossen. Als Erwiderung darauf hat unsere Artillerie Olten itza bonrbardrert. Tie Vo r r ü ckuu g i n der Dobrudscha dauett mit großem Erfolge fort. Ueberal^geschlagen, zieht sich der Gegrrer zjrrück Am 5., 6. und 7. Septgnlber entwickelten sich csifeüw Kmnpfe in der Gegend von Dobritsch und erideten atu 7. nachmittags mit der völligen Niederlage des Gegners^ der das Kampffeld verließ, gefolgt von unseren 'Truppen. Don seiten des Feindes haben an diesen Kämpfen tcilgrnoim'.e.n die 61. russische Division, eine russisch'-serbischp Division und die 19. m- mänische Reserve-Division. An der Meeresküste herrscht Ruhe. Am 5. Septeucher haben zwei feindliche Torpedobootszerstörer Kawa rüg uUd Balls chi k beschossen, ohne großen Schaden anzurichttN. Sie trm rben tn>it deutschen Hydroplanen durch Bvvrbenwurfe vertriebn. Die letzteren bombardierten ntit Erfolg, die r u s s i upKivn 1-uu^.UUtUl.UI MLU ^-UUty WC l U | | l - scheu Schisssein beite n iin Hafen von Konstanza, Lager- Häuser, Petroleumreservoire und den Bahnhof. Sie Marsen über 200 Bomben auf den Hafen, die DepoIs und die Kasernen von Mcmgatta. An der mazedonischen Front herrscht Ruhe. Ein erfolgreicher Luftangriff auf Conftauza. Berlin, 9. Seht. WTB. Amtlich.) Deutsche See- flugzenge belegten am F. September mittags Getreideschuppen, Öltanks und den Bahnhof Constanza, sowie im Hafen liegende russische Scestreitkräfte mit gutem Erfolg jrrit Bomben. Trotz starker feindlicher Gegenwirkung firtb sämtliche Flugzeuge unbeschädigt zurückgekehrt. Erfolgreiche Beschießung MangaliaS. B erlin, 9. Sept. (WTB. Amtlich.) Eins unserer Unterseeboote beschoß die Stadt und die Hasensnlagen von M an - galia an der rnmänischen Schwarzen Meerküste erfolgreich mit Bomben. Berlin, 11. Sept. Das „Bett. Tagebl." schreibt: Mm: hat ein Recht, zu sagen, daß auf dem rumänischen Kriegsschauplatz die Rächt' schnell schreitet. Bor 14 Tagen ließ die Regierung nn Bnftrrcft die heuchlerische Maske fallen. Am 6. Septembep Mtchmen deutsche und bulgarische Kräfte in energischem: Anlauf den staiS beseitigten Brückenkopf Tutrakan und setzten, wie die feindliche D«Lse entmutigt jiij.geffHjt, ein Zehntel der ru manischen Streitkräfte außer Gefecht. Run ist am zweiten Sonntag lurck der verhängnisvollen Kriegsedklärung auch Silistria, der zweite wichtige Brückeubvpsi< der die Verbindung mit der Do- bnutdscha sichern und offen Halden sollte, in den Händen der deuttck-- bulgarischen Sieger. Rach einem Bericht des „Lokalanzeigers" gleicht Bukarest ijebt letztem Mittwoch einer kopflos fliehenden v er zweifle lten Stadt. Als die Nachricht von dem Verluste Tutrakans >sich verbrettete, wurden die Fahrkartenschalter gestürmt und Karten für die nordwärts gehenden Abendzüge gekauft. Die mit den, südwärts kommenden Zügen erntreffenden Flüchtlinge steigerten die «Panik durch schreckliche Berichte vvn dem Borrücken des Feindes. Ein Offizier des Genevalstabes, der aus S i l i st r i a eintraf, wurde vvn der ängstlich fragenden Menge halb erdrückt. Gegen drei -andere Offiziere entlud sich plötzlich die kochende Volkswut. a« wurden mit heraus gerissenen Stei neu totge- sch lagen. Ueber die Rückkehr des Gesandten von dem Busche erMrt die „Vossisclst Zeitung", daß die Verhandlungen in Bukarest durch Ve rmittlung eines rrerrtralen Staates soweit gediehen seien, daß mtt der Abreise des gesamten deutschen und österreichisch- ungarischen Gesandtschafts- und Konsulatspersonals ans Uleabecg im Verlause dieser Woche zu rechnen ist. Ihm würden sich noch andere in Rumänien ansässig gewesene Angehörige der Zentral machte anschließen. Der König von Bulgarien beim Kaiser. Berlin, 9. Sept. (WTB. Amtliche Ter König der Bulgaren, begleitet von dem Kronprinzen, ist im G r o ß e n H a u p t g u a r t i e r im Osten zu Besprechungen mit dem Kauer emgetroffen. Im Gefolge des Königs befinden sich Exzellenz Tobooottsch und die Flügeladintanten Oberst Storanoft nnd Major Kvlfaff * Der König von Griechenland an die treuen Offiziere. Haag, 9. Sept. (Zf.) Der Athener Korrespondent der „Teures meldet, daß König Konstantin crm Mttt- 157 Offiziere der 11. Mvifion ans Saloniki in .Audienz empfangen h Ueberliefernngen seiner Vorfahren l^lctzt, von denen mehrere bedeutende Achter getÄsen Das neue »erfische Kabinett. X ?i C fc U K " h Türkei und An bänger des Jsl-imS iSrnh ^iJf i - ,lc ^ 1 er seine Studien in Xeartf du a " s «« ss-mdin bcs Absolutismus i mbte Idiu, MMiJlJaEr 1 - ^ 1>al ^ Val, von T°br,s »dm di- englifch-kuMchc Politik Der Seekrieg. Ein neue- Seegefecht in der Nordsee? Berlin, 11. Sept. Verschiedene Blätter berichten ans Bergen: Bewohner der Inseln westlich von Kaasjord und Mcrrste7«n melden, daß sie in der Nacht zum 9. September nichtsignale aus See wahrgemnnmen hätten. Gleich, zeitig wird von Sogiafjord gemeldet, daß man Schein- Werfer in Wirksamkeit gesehen habe. Maii horte von südwestlicher Mchtung schwachen Kanonendonner u.nd glaubt, daß in der Nordsee ein Seegefecht stattgeftuiden habe. Der Untergang eines japanischen Kreuzers. ^ 25*«, (WTB.) Der „Bund" nreldet nach dem ,»rßkii Invalid", der japanische Kreuzer „Kasa gi" sei während ernes Sturnres an der Küste von 5)ekkaido gesunken. Die Besatzung habe aus 440 Mann bestanden » London, 9. Sept. (WTB.) Lloyds nwldet: Der bri- tische Danrpfer ,cheath Dene" (3541 Br.E-T) ist ae funken. London, 8. .Sept. (MB.) Llohüs meldet: Der »wr- wegisck>e Dampfer „Hiß" ist versenkt würden London 18. Sept. (WTB.) Wckdnng des Renterschen Bureaus Der schwedische Dampfer „Gcc m e w' (2585 Brntto- Mgrstei>Donnen) aus Stockholm ist gesunken. Die Mann jchaft ist gerettet. Der Aufstand in Mederlänöisch-Zndien. Amsterdam, 9. .Sept. (WTB.) Der „Telegraaf" mel° det aus Weltsweden: Die Aufständischen nahm«, Meara Tambesr tnt Sturm. Die inländische Polizei ist zur Sache des Islam übergegangen. Au§ dem Küche. Die neue Ernte. Der Präsident des Kriegsernährungsamtes v B a t o ck i chrmbt über „.Kriegswirtschaft" in den „Mitteilungen aus dem .Krregsernahrungsanitt' u. a. folgendes : > , ^ ne ^? rr ^, c Erzen gungsmöglichkeiten reichen, angesichts der ^sfeven dreAahrigen Ernte, trotz de,- verschärften Abschneidung der Zufuhr völlig aus, um bis zur neuen Ernte durck- zuhalten. Sie reicher aber nur dann aus, wenn die lausende Erzeumma auffecht erhalten und wenn beim Verbrauch nach jeder Hinsicht sorgsam mtt, haushälterisch umgegangen wird. Es ist 1 l d) ' l ld) ^dlbäden, daß die neue Ernte eine R e k o r d e r n t e fft. ^as konnte fte her der Knappheit an Arbeitskräften und Kunst- b€n vorjährigen Mißernte, bk die dies. ***& der bewunderns,vüroigen Pflichttreue der ^Hmdbevölkerung, vor avlem der al(eim4?irtschaftmd- Die Goldankaufftelle ist morgen von 3 bis 5 Uhr geö ffnet! A«s Stadt «nd Land. Gießen, 11. September 1916. Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- cm* c ® dat am 6. September 1916 dem Kammermusiker Karl M echter das Silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Hofdienst ver- liehen. - Ter Groß Herzog hat am 16. v. Mts. den Bahn- hofsverwalter Wilhelm M e n q e r zu Griesheim auf sein Nach- suchen vom 1. September 1916 an in den Ruhestand versetzt. A u s z e i ch n u n g. Oberleutnant d. Res. Ed. H e s s i n g e r, Jns.'Rgt. 116 (kommandiert zum Res.-Jns.-Rgt. 99) wurde das Erserne Kreuz 1. Klasse verliehen. ok ** Regiment Kaiser Wilhelm 116. . ist der ■ ^ Tages, an dem sich für das Regiment zu den reichen Auszeichnungen, die ihm im Laufe der Zetten zuteil ge- wordmi find, die höchste Au^eichwung anreihte, die dem Regiment ,verden konnte, die Uebernahnste der vom Grvßherzog anae<- tragenen Chefftelle des Regiments durch den Kaiser. Das Regiment erhielt durch nachstehendes Telegramm davon Kenntnis. Wilhelmshöhe b. Cassel, 13. September 1891. Telegramm. Regrmient Nr. 116 Oberz«wehven. >ich setze hierdurch das Regiment davmi in Kenntnis, daß AE Königliche Hoheit der Groß Herzog Mir heute als an Dochstseinem Geburtstag die Stellung eines Chefs des Regimentes angerragen und Ich Mich gerne bewogen gesunden habe, dasselbe anzunehmen. Ich freue Mich, gerade an diesem Tage in eine nähere Ver- vrndung mtt dem tapferen Regimente zu treten, das die ehrenvollen Uradttronen von Gravelotte und Orleans in treuer und ersvlg- reickfer Friedensarbeit zu erhalten getvußt hat. (gez.) Wilhelm. Die lieber,lahme der Chefftelle wurde dem Regimente durch einen Tagesbefehl bekannt gegeben. Welchen Jubel alle diese Gnadenbeweise im Regiment erregten, bedarf keiner Beschreibung. Ganz Hessen, besonders auch die Hei- mätprovrnz und die Garnisonsbadt Gießen, imhmen an der Freude des ,Regiments warmen Anteil und gaben dem in mannigfacher Weife Ausdruck. Nach dem Manöver wurde noch die Benennung des Regiments festgesetzt. Im Einvernehmen mtt Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog wurde durch Seine Majestät den Kaiser am 5. November 1891 bestimmt, daß das Regttnent den Namen ^nsanterre-Regiment Kaiser Wilhelm (2 Groß- Hessisches) Nr. 116 führen solle, und ihm am 30. Januar 1892 Achselklappen mtt dem Allerlüichsten Namcm- zug Seiner Ndafeftät und der Kaiserkrone darüber verliehm Aus Anlaß des JubiLajnms findet i >„ - im „Großherzog von Hessen" eine schlichte Feier des Vereins ehemaliger 116er statt. Gieß euer Freilichtbühne. Durch widrige 11m- ftande gehenrmt, hat die Gießener Freilickstbühne in diesem^ Sommer nickst die gleiche rege Tätigkeit entsalten können, wie in den Jahren vorher. Die Tragödie „Des Meeres und der Liebe Wellen", die anc Samstag in Szene ging, mar erst die dritte Ern-- studierung und wird wahrscheinlich die letzte bleiben. Man muß das ehrlich bedauern, denn selbst wenn man den gleichen Maßstab anlegt mit dem man sonst die Leistungen von Vcrufsschauspielern zu messen pflegt, -so muß man sagen, daß „Des Meeres und der Liebe Wellen", in dem alle Rollen, mit Ausnahme des Oberpriesters, von Dilettanten besetzt waren, künstlerische Werte answies, die nicht gering zu veranschlagen find. Zugegeben, daß ein gut Teil des Eindruckes der weihevollen Sttmmung zuzusckweiben ist, die das veränderte Vuhnk 2 ibild bei Einbruch der Dunkelheit auslöste. Es war ein erhabener Augenblick, als der Vollmond im blauen Himmelsgewölbe hoch über der- Szene stand, da im ftackernden Lichte der beiden Fackeln H«ro ihre Klage an Leanders Leiche erhob. Es war in diesem Augenblicke der illusionistische Mstand vorhanden, der zwi- fchen den VorcKngen auf der Bühne und dem Zuschauer immer eingesckMet sein Muß und der bei Bggrnn der Aufführung, als Felsgruppe und Wachtturm ihre wahre Natur noch unschwer erkenne,! ließen, nicht genügend Vorhände,! toar. Aber gerade daß vorher schon, als noch düs Licht des Mrren Sommer- ta^eS auf der Szene lag, die Darsteller es vermochten, m dieser allzu bestimmten Wett eine neue Mt reiner Musion zu schaffen, das zeugt für gute schauspielerische Befähigung. Auch einzelne Unebenheiten und kleinere Mängel kamen bei dem künstlerischen Ernst, der bei allen Mit spielenden zu estkennen ,var, kaum störend znnr Bewußtsein. Es darf also demnach mit voller Bevechtigung von einem künstle r r, ch e n Erfolg gesprochen werden, der bei der großen 9luf- gabe, dre man sich gestellt hatte, eine berechttgt« Skepsis angenehm enttäuschte imd die Erwartungen überttaf. Ten größten Anteil an diesem Erfolge hatte Ruth Walther als Hero. Tie noch - iuv ge Darstellerin, die zum ersten Male auf der Gießener FEckt- bühne auftrat, spielte mit rmrkticher seelischer Anteilnahme und dies gab ihrem Spiel einen großen Zug und chrem Ton durchweg echten Mang. Dem endgülttgrn Durchbruch des Gefühles schien md \ *** Mwffse, vielleicht mehr äußerliche Hemmung entgegen - Mwttken. Würde diese Hemmung erst durchbrockZen und gewänne die tun ge Künstterin noch etroas größere Sicherheit in Gang und Bewegung, so könnte sie getrost die gleiche nnd ähnliche Mlttnj auf inner wirklichen Bühne zur Darstellung bringen. Auch die Lottrmne, du im Freien zu klein schien, dürfte unter bessere,^ akustischen B^kstiltnissen aUsreick^nch sein. Die Rolle des Lander hatte Hernz Schmidt, der in diesem Sommer als Wackffmeister m „Wallensteins Lager" und in Paul Hevses „Unter Brüdern" sich rodjit gut eingeführt hat. Seiner diesmaligen Aufgabe schien er nicht immer ganz gewachsen, wobei ,ngn allerdings in Betrackst ziche,i muß, daß für die Rolle des Leander Fönst mir eine reise Snrait in Frage kommt. Von diesem Gesichtspunkte ans betrachtet, ist auch seine Leistung als die eines nicht berufsmäßigen Sckian- spielers recht hoch zu veranschlagen. Tie ersten Szenen gelangen ihm besser wie die späteren. Auch bei ihm kann schon eine'Wiedcr- hvttmg des Stückes in mancher Beziehung korrigierend wirken. Von den übrigen Mitspielenden zeigte sich Annelotte Sievers als reckst anmuttge nnd natürliche Ianthe. Wlllielm Michel als Nankleros, Ludwig Krämer als Hüter des Tempel^ Erick, Reine wald als Heros Väter und Frl. Elsa Kutzner al^ Hevos Mutter waren teiüveise gut, teilweise befriedigend WÜbel,n Hellmuth als Oberpriester bedarf als schätzenswertes Mitglied imseres Stadttheaters 'keiner besonderen Würdigung Seine Regst- führung war sehr umsichtig. Tie Aufzüge der Priestennnen usw waren gnt angelegt, die Einschaltung des Chores beim Aufzuge be sonders wirkungsvoll. Bedenken muß nran gegen die starken Reoie striche am Dicksteruiort erleben, dst den Zustlmmerchang mancknnal uuriwch we erkemien ließe,:, Der sMiische Entwurf, der von Herrn Köhler stammt, hat m somer Mhagv bw beiden Hütten veiyl gü)LMct.t oertzectl. ^o,u.ug vr-, 4^-mpatD L|i iou-tuia; tu i- crfmirnivioftt. Jedoch wurde, wie schon mrg^eutet, die Felsen- Kulisse erst bei Anbruch der Dunkelheit erträglich. Die Frage der Vcrsatzstücke ivird eben ans einer Bühne im Freien kaum jemals restlos zu lösen sein. Alle diese Einwände reichen aber nicht tzin. den Gesa mterfolg der Aufführung zu beeinträ>ehtigen. Au einer nochmaligen Aufführung kann man nur ermuntern. ** Zur fünften Kriegsanleihe. Aus Sparkassekreisen wird mitgeteilt, daß bei den Sparkassen jEinlagen abgehoben werden, da den Einlegern von irgend «einer Seite vorgeredet ivird, es werde an die Beschlagnahme der Sparkassen gelben gedacht. Dieses Gerede vermag sich zu halten, ockwohl schon wiederholt darauf hingeiviesen wurde, daß keine amtliche Stelle an eine solche Beschlagnahme in irgend einer Form denkt. Die iarntlichen Stellen vertrauen, wie bei beit früheren Kriegsanleihen, so auch dieses Mal fest auf den gesunden Sinn des Volkes, das zu urteilsfähig ist, Um sich durch Gerüchte der erwähnten Art von der Erfüllung seiner vaterländischen Pflicht abhalten afu lassen. Die Behörden sind angewiesen worden, die Verbreiter dieses und ähnlicher Gerüchte zu ermitteln und sie entweder zur Bestrafung zn bringen oder durch Bekanntgabe ihrer Namen der öffentlichen Beurteilung zu übergeben, die sie als Schädiger des Vaterlandes verdienen. ** Rumänische Kleie. Von unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: Durch die Blätter gehen in der letzten Aeit des öfteren Meldungen, wonach das häufig anftretende Wpoeinesterben bald auf verdorbene, ans dem Ausland »eingeführte Kleie, bald auf unbekannte Seuchen zurückzu- stchren sei. Es wird sogar behauptet, die rumänische Kleie sei vergiftet. Alle diese Mutmaßungen sind von der Wahrheit weit entfernt. Die Ursache des allerdings sehr be- La genswerten Sterbens der Schweine ist lediglich die be- jkamte Ro tlaufseuch e, die in diesem Jahre besonders K g auftritt. Ihre starke Verbreitung ist ans mangelnde rcht zurückFuführen. Beim Umgang mit dem Fleisch kranker und deshalb notgeschlachteter Schweine ist in vielen gölten versäumt worden, gesunde Tiere vor der Berührung vrit Abfällen oder Abspülwasser zn schützen. Gewöhnlich Wird das gekaufte Fleisch abgewaschen und das bluthaltige GpLlwasser entweder an die Schweine verfüttert oder doch wenigstens in den Hof gegossen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, daß die in dem Blut befindlichen Krankheitserreger auf gesunde Schweine übertragen werden. Erfreulicherweise ift das Schweinesterben in der letzten Zeit in Hessen mit Schutztmpfnngen erfolgreich bekämpft worden, so daß mit einem Erlöschen der Seuche baldigst gerechnet werden kamr. Besitzer von Schweinen können ohne Bedenken auch weiter ausländische Kleie verfüttern. Sie ist nicht vergiftet; die Seuche ist in gleichem Umfang auch in Geständen aufge- treten, die nur mit einheimischer Kleie gefüttert worden sind. (Nachdruck erwünscht.) ** Verhaftet Gestern gelang es der hiesigen Polizei, jden Ladenkassendieb, der in letzter Zeit verschiedene hiesige Geschäfte h-einrgesucht hat und auf den wir schon einmal hengewiesim hatten, in der Person eines hiesigen Hausburschen dingfest zu machen. Das ganze Geld, das er in den Strümpfen unter den Fußsohlen mit sich führte, wurde noch bei ihm vorgefunden, so daß es den Geschädigten wieder zurückerstattet werden konnte. ** Dieb stahl. In der Nacht znm 9. September wurde an zwei Stellen in hiesiger Stadt eingebrochen, wobei den Dieven, es müssen mehrere Personen gewesen sein, außer einem ansehnlichen Geldbetrag ein schwarzweiß melierter Ueberzieher mit schwarzseidenem Futter, ein silb. Ziga- «tten-Etui, gez. H. S., verschiedene ausländische kleine Münzen, schwarze Wolle, graue Stocken, Zucker, zwei Dosen fcbectmsxit, eine hellbraune Handtasche und ein Paar Henren-llhchalla-Normal stiesel Nr. 43 in die Hände fielen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. — Ueber das Kuchenbacken wird uns geschrieben: Rach den Bestimmungen der Bekanntmachung des Kreisamts vom 21. August, veröffentlicht im Kreisblatt Nr. 102, betreffend die Be- Veitung von Obstkuchen, dürfen Bäcker nur solche Obftkuchen von Privatpersonen zum Ausbacken annehmen, deren Teige mit Backpulver unter Ausschluß der Verwendung von Hefe hergestellt sind. ** Zeiß Wanderschau hatte am Samstag und Sonntag recht gatten Besuch auUuwersen. Im Mittelpunkt des Programms Hetzt eine Sängerin $ai Pferde, Thevese Hüttmann, die bei ihrem GosarrgSvortrag gleichzeitig den Bewegungen des Pßndes, eines lpoachtvvllen GoüHarbwaÜachs Beachtung schenken muß. Außerdem -ejgeu sich komische Tanzkünstler, türkische Gaukler, ZoHnathleten -md Spaßmacher am Werk. Für das Gckwtene bewies sich das Publikum sehr dankbar. * Ein gute« Mittel gegen Kartoffelkeim- btldung, das bei ungeeigneten Lagerräumen benutzt werden sollte, besteht darin, daß man den Boden des Lagerbebältnisses handhoch mit kleingeschlagenem Koks bedeckt. Die Beseitigung der im Laufe der Zeit sich zeigenden Keime geschieht zweckmäßig erst beim Verbrauch, weil sonst allzuleicht schwarze Druckstellen «tstehen. ** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen Aber die Mehlpreise des Kvmmwrakverbandes, die Ergänzungs- mahl des Kreistages durch die 50 Höchstbesteuerten des Kreises, die Wähl von Mitgliedern des Kreistages durch die Bevollmächttg- tett der Gemeindevorstände, sowie Rechtsmittel gegen die Gemttnde- Aeuerveranlagung für 1916. Landkreis Gießen. ** Allendorf a. d. Lda., 11. Sept. Der Sohn unseres Herrn Pfarrer« M i ck e l, der als Kriegsfreiwilliger seit 1914 dient, hat als Leutnant in Galizien da? Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten. Die Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse besitzt er schon. Im Frieden steht er als Pfarrer in Rhemheffen. ga. GeilS Hausen, 10. Sept. Gefreiter Wilhelm N ü h l, Sanitätsgehilfe de« 2b. Feldart.-Regts. Darmstadt, erhielt das SanitätSkreuz. Unteroffizier Wilhelm Ranft wurde in den schweren Kämpfen an der Somme verwundet. Es ist seine zweite Verwundung während des Krieges. ga. G r ü n b e r g, 10. Sept. Leutnant der Res. Dr. Lenz «auS Atzenhain, früher Lehramtsassessor an der Realschule in Grünberg, der im vorigen Jahre während der Offensive im Mas- Mosel-Gebiet schwer verwundet worden war, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. u. H e u ch e l h e i m, 9. Sept. Daß die edle Turnerei während des Krieges auch hier nicht geruht, sondern tüchtig weitergepflegt »Hürde, beweisen die schönen Erfolge, die unsere jnngen Turner »owohl gelegentlich des letzten Feldbergfestes als auch noch in erhöhtem Maße am 3. September errangem Bei dem an diesem Tag auf der Hardt stattfindenden Gauwetturnen erreichte in der Zög- lmgs-Oberstuse: Herm. Wagner mit 861/2 Punkten den 3. Preis, E. Rinn mit 80 den 12., Herm. Volkmann mit 761/2 den 18., Willi Sack Mit 76 den 19., Adolf Rinn mit 721/2! den 25., Ab. Gernandt Mt 65 den 40., Herm. Becker mtit 631/2 den 43. und Otto Gorr mit 58 Punkten den 54. Preis. In der Zöglürgs-Unterstufe holte Denn. Freitag mit 85 Punkten den 3. Preis, Er. Gllbert Mit 78 bar 12., Paul Volkmann mit 731/2 den 21., Adolf Reuschling mtb Otto Schleenbecker mit je 691/2 den 29., Paul Schmidt und Herm. Mnn mit je 67 den 34., Ernst Hofmann mit 63 den 43., Rudolf Kreiling mit 5 71/2 den 52., Ludwig Kröck mit 59 den 58. und Otto Zehner mit 54 Punkten den 59 Preis, Bon den mitturnenden Schülern erhielt Robert Römer mit 871/2 Punkten den 2. und Herm. Kröck mit 80 Punkten den 8. Preis. .Außerdem wurden Otto Volkmann mit dem 19., Mthur Jung mit ociu ^5., Mioit uuluu uuj Arthur ^uhnerder utu. Dem zi., 1LIL Kreiling mit dem 39., Ernst Schmidt und Frz. BolkMann mrt dem 40., Aug. Römer und Di. Mandler mit dem 42., K. Schmidt mit dem 4,9.^ K. Reidel mit deM 45. und Otto Mandler mit dem 29. Preise bedacht. 1p. Hungen, 9. Sept. Von dem in russischer Gefangenschaft sich befindenden Richard P l e t s ch von hier ist nach fast halbjährigem Schweigen bei seinen Eltern die Nachricht eingegangen, daß er mit einer größeren Anzahl Gefangener im April von Ostsibirien fortkam und nach vierwächentlicher Eisenbahnfabrt in Südrußland (Station Satancll angekommen sei, wo er in einer Fabrik arbeite. — Vielleicht ist diese Mitteilung eine Beruhigung für andere Angehörige russischer Gefangener, die ebenfalls lange ohne Nachricht geblieben sind. g. 'Steinbach, 11. Sept. Matrose Kurt Koehler, Sohn unseres Ortsgeistlichen, auf einem U-Boot iit besonders verantwortungsvoller Stellung sich befindeird, erhielt am 5. ds. Mts. das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kurt Koehler stand vor dem Kriege bei der Handelsmarine, machte bei ihr mehrere große Seereisen mit und rettete, als das bett. Schiff bei Kriegsausbruch in dem Heimathafen Antwerpen an langte, vor der Wut des belgischen Pöbels mit Mühe das Leben. Kreis Alsfeld. 02 . Alsfeld, 11. Sept. Dem Armierungsfoldaten Heinrich Kern (Arniierungsbataillon 63) wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Kriegsverdienste- am Kriegsbande verliehen. Kern ist inzwischen an einer schweren Krankheit in einem Reservelazarett gestorben. X Alsfeld. 10. Sept. Wie anderwärts, so ist auch hier von Agenten der feindlichen Mächte das Gerücht in Umlauf gesetzt worden, die Guthaben bei den deutschen Sparkassen würden demnächst beschlagnahmt. Um dem durchaus unsinnigen Gerücht entgegenzuwirken und um auf die Spur der Verbreiter zu kommen, hat das KretSamt Alsfeld eine Belohnung von 50 Mark ausgesetzt. ga. Merlau, 10. Sept. Musketier Heinrich K ä in m e r Sohn des Johann Kämmer, ist am 20. August in einen! Feldlazarett fürs Vaterland gestorben. Sein Bruder, Pionier Karl Kämmer, kam bei Kriegsbeginn ins Feld und erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Schotten. ** Schotten, 10. Sept. Dem Unteroffizier Ludwig K a l t e ritz aus er, zurzeit im Armieruugsbntaillou 103, ehenraliger Angehöriger des Res.--Jus.-Rgts. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. • R., Bobenhausen II, 10. Sept. Der Lehrer Louis Schuchardt von hier starb am 28. August in Galizien ben Heldentod fürs Vaterland. — Den Kriegsfreiwilligen Julius Hermann und Karl Repp, beide von hier, bet dein 5. Dragoner-Regiment, gegenwärtig in Galizien kämpfend, wurde die Hessische Tapferkeits Medaille verlieheii. oa. Laubach, 10. Sept. Reservist Wilhelm Hofmann iin Landwehr-Jufanterie-Regk. 83, erhielt vor einiger Zeit die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e. — Der Gräfl. Jäger Wilhelm Karl Krauß und seine Ehefrau Marie Luise geb. Meyer begingen den Tag der Goldeneii Hochzeit. Kreis Friedberg. ---- Friedberg, 10. Sept. Das Kreisamt bezeichnet, wie so viele andere Kreis- und Landratsämter, den vonc Kriegsernährungsamt festgesetzten Zwetschenhöchstpreis von 10 Mark im Hinblick auf die sehr gute und reichliche Ernte in der Provinz Ober- Hessen als zu hoch. Es hat infolgedessen den Einkaufspreis für den Zentner Zwetschen auf 7—8 Mark und für auserlesene gepflückte Tafelware auf 10 Mark festgesetzt. Als Verkaufspreis im Kleiit- handel dürfen 15 Pfg. für ein Pfund nicht überschritteir werden. oa. St a x cf) e n, 10. Sept. Dem Gardisten August Weiß bei der 12. Kompagnie des 115. Infanterie-Regiments, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. oa. Nieder-Erlenbach, 10. Sept. Grenadier Wilhelm Brückmann, beim Ers-Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 1, erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitSniedaille. oa. Vilbel, 10. Sept. Das Eiserne Kreuz wurde dein von hier gebürtigen Techniker bei der Frankfurter Baupolizei und Gefreiten beim Armierungsbataillon 119, R. Wagner, und denl Flieger-Gefreilen Karl Wolfs von hier verliehen. Kreis Wetzlar. ra. A tz b a ch , 10. Sept. In der hiesigen Gemeinde haben 17 heimatlose Krieger aus dem Regiment 254 für ihren 14lägigen Erholungsurlaub eine gastliche Aufnahme gefunden. Der Oberst des Regiments hat bereits den edlen Gastgebern seinen Dank ausgesprochen ; die wackeren Urlauber gönnen sich keine Ruhe, sie helfen überall in der Landwirtschaft tüchtig mit. va. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. Sept. Das seitherige schöne Wetter hat den Fortgang der Erntearbeiten unserer Gegend außerordentlich gefördert. Die Fruchternte ist völlig beendet, ja trotz der fehlenden Arbeitskräfte sind aus tneien Ortschaften schon die Dreschmaschinen abgewogen. Jetzt ift die Grummeternte flott im Gang, im Gegensatz M der verregneten Heuernte wird ein-g gan^ vorzügliche Qualität eingebvacht. Mit der neuen Woche beginnt auf der ganzen Linie die Zwetschenernte, die Bäume sind vielfach unter der schweren Last zusammen gebrochen. Auf fast allen Bahnstationen sind rheinffche Obsthändler eingetroffen, um den Bedarf für die großen Städte zu decken. Ter Zentner Zwetschen wird überall mit 10 Mark be-aUt, im Kleinverkauf (unter 20 Pfd.) ift der Höchstpreis pro Pfund auf 15 Pfenrrig festgesetzt. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 9. Sept. Auf der Fohtt nach der Westfront berührte am Freitag Generalfeldmarschcük von Hin- d e n b u r g in Begleitung des Ersten Qnartterineisters Generals der Infanterie von Ludendorff den hiesigen Südbahnhof. Während des etwa viertelstündigen Aufenthalts hatte das rasch sich in großer Anzahl versammelte Publikum Gelegenheit, den großen Feldherrn in seinem Salonroagen zu begriißen. Hindenburg, der den Wagen nicht verließ, fühtte von seinem Arbeitstisch aus rnehrere Ferngespräche, die für ihn durch eine rasch hergestellte Leitung vermittelt wurde. Indessen hatte General Ludendorff aus dem Bahnsteig einige/Erfrischungen zu sich genommen. Bei der Abfahtt bereitete die Menge den beiden Heerftihrern stürmische L»uldigungen, ivofür die Herren fteurrdlichst dankten. Die Weiterfahtt erfolgte über Mainz, wo ebenfalls ein kurzer Aufenthalt gcrwmmen wurde. X Hanau, 8. Sept. Nachdem Admiral S ch e e r zum Ehrenbürger der Stadt Hanau ernannt worden ist, hat der Magistrat einen kunstvoll ansgestatteten Ehrend ürgerb ries Herstellen und diesen an Admiral Scheer mit einem Schreiben abgehen lassen. g. E s ch w e g c a. d. Werra, 9. Sept. Durch ein verheerendes Großfeuer wurde während der vergangenen Nacht das gesamte Bauerngehöft des Landlvirts Kohlhaasc in dem benachbarten Dorff Germerode vollständig eingeäschert. Mitverbrannt sind die bis jetzt eingebrachren diesjährigen Ernte porräte und drei fette Schweine. Kohlhaase erlitt bei den Rettungsarbeiten erhebliche Brandwunden. Der große Schaden ist nur teilweise dikrch Versicherimg gedeckt. Die EntstehungsNrsgche ift noch unbekannt. Sindlingen, 10. Sept. Die Gemeindevertretung stimmte ,nit überwiegender Mehrheit einem E i n g e >n e i n d u n g s - V e r- t r a g mit der Nachbarstadt Hoch st a. M. zu. Nach Genehmigung des Vertrages durch die Höchster Stgdtverordneten-Versammlnng wird die Angelegenheit der Wiesbadener Regierung zur Weiter- beratung unterbreitet. X. Aus der Rhön, 10. Sept. J,n ehemaligen Schlosse zu H a m m e l b u r g , erbaut in den Jahren 1725 bis 1731, brach Großfeuer aus. Der Dachstuhl und der südöstliche Eckbau brannten vollständig nieder. Der Schaden ist groß; die Entstehllngsursache noch unbekannt. vermischtes. Ansbriiche des Aetna. Bern, 9. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Französische Blätter melden aus Rom archerordentlich heftige A u S b r ü ch e d e 8 Aetna. Ter Hauptkrater sei eingestürzt. In der italienischen Presse verlautet noch nichts davon. — Frankfurt a. M., 10. Sept. Der Häuserverwalter Knrl Weber wurde von der Strafkammer tvegen wucherischen Kettenhandels zu 2000 Mark Gelbstrafe verurteilt. Wenn er dem Antrag des Staatsanwalts geinäß zu 4000 Mark verurteilt worden wäve, daim hätte ihn die Strafe wirklich am 0)cldbeutel geschädigt. Do Weber aber, wie die Verhandlung reststelltt, ohntt jede Mühe und Unkosten lediglich) für 23 500 Mark Rtarmelade emlcurfte und diese noch am glttchen Tage für 26 700 Mark iveiterverkauftc, so verdiente er bei der Schiebung 3200 Mark. Er hat also nach Abzug der gerichtlichen Strafe von 2000 Mark noch immer 1200 Mark bei dein „Geschäft verdient". Das Urteil der Strafkammer widerspricht dem gesunden Reckstsempftnden des Volkes. X Hanau. 10. Sept. Das Schöffengericht Windecken hat den Landivirt Jakob Vetter imb dessen Ehefrau in Oberdorfelden wegen Ueberschreitung der H ö ch st p r e i f e beiin Verkauf von Schlveinerr zu je 500 Mk., also zu insgesamt 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Beide hatten zwei Schweine verschiedenen Personen für 1000 Mk. zum Verkaufe angeboten, obwohl die Schlachttiere nach den Höchstoreisbeskintmtlngen nur einen Wett von 543 Mk. besaßen. Metkoroiogische Beobachtungen der Station Gießen. Sept. 1916 r-. 055 S c - U | -M 2=5 Lg« 2-* Z-S § yj | 55 S | t» «u 2 .2 Ö jiÜ SJ <» 2 € •c JQ A «* 5 f ß «wb i C«« " w 6 11 5 .§ *«5. 0 £ 5« Wetter 10. 3 « 1 23,2 I 8,4 40 _ _ 3 Sonnenschein 10. 10" — 17,0 | 11,3 78 — — 0 Klarer Himmel 11. 8" 14,2 | 10,8 90 10 Nebel i i 111 11 1 Höchste Temperatur am 9. bis 10. Sept. 1916: -ft 28, 2° C. Niedrigste „ „ 9. „ 10. . 1916: -ft 11,8° 6. Niederschlag 0,0 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 12. Sept. 1916: Bedeckt, zeitweise Regensalle, tagsüber etwas kühler. Letzte Nachrichten. „Ne/ten wir Venedig!" Bern, 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Unter der Ueberschrist: Retten wir Venedig! bringt „Corriere della Siw-cr" die Zuschrift eines Abgeordneten, ivonach ö sie r- reichische Flugzeuge fast unfehlbar in jeder mondhellen Nacht nach Venedig kommen und die Bevölkerung in höchsten Schrecken versetzen. Um den Angriffen ein Ende zu rnachen, verlangt der Abgeordnete Vergeltungsmaßregeln, vor allen Dingen eine ernsthafte Bombardierung des Arsenals von Pola, über dem die Italiener erst einmal erschienen seien. Wenn man entschlossen vorgehe, müsse man Pola, auch wenn es einige Flugzeuge koste, ernstlich treffen können. Neue Zumutungen an Griechenland. Budapest, 11. Sept. Das Sofioter Blatt „Mir" meldet aus Athen: Die Gesandten der Bi er v erb a n dsmä chte erschienen gemeinsam beim gttechischen Ministerpräsidenten Zaums und forderten, die griechische Regierung solle eine Zone feststellen, auf der rnt Falle des Uebertritts von Bulgaren aus dieses Gebiet die gttechischen Truppen gegen die Bulgaren in Llktion treten sollten. Die Gesandteil erklätten, wenn die Regienmg bicrfe Forderung nicht annehme, werde die Zone von General Sarrail festgesetzt werden. 200 000 streikende Eisenbahner in New Uork. Haag, 11. Sept. „Daily News" meldet ans New Pork. daß sich l3üte Schleier Binsen! I i 1 QUO. 3chfti-30a Cröpe Flcrej %dchmfs Q