Ar.2P Erstes BIM Der &tefaptx M-etz« erscheint kaqtiä), außer So««ttags. — Beilagen: viermal wöchentlich KichenrrK«rmMenh1ättek ; zweimal niöeyentl.Nreir- blsttfürtzen Kreis Girtzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wietschsftiiche Zeirfratzeu Feriftprech - Anschlüsse: jürdie-Schriitleltuug112 Verlag,Geschäitsstellebl Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gie Herr. Anmchme von Anzeige» iür bic Tagesnummer bis zum Abend vorher. M. Jahrgang Donnerstag. ?. Zeptember Mß General- Notation;-rock ««- Verlag der Brühl'schen Univ.Guch und Steiii-rncterei H. Lange. Zchristieitung. Seschästrfielle und Oruckerei: Schuistr. 7. Bez« gSvreis: monatl. 9V Bl., viertel» jährl. Mk. 2.65; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellst. Zeilenpreis: lokallöPf., ailsw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen Sieben Werke der rumänischen Kstnng Tutrakan erstürmt. Visionen an (WTB.) Großes Hnuptpuartier. 6.September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Schlacht beiderseits der Somme wird mit unverminderter Heftigkeit fortgesetzt: 28 englisch-französische Divisionen greifen an. Nördlich der Somme sind ihre neuen Angriffe blutig abgewiesen. An kleinen Stellen gewann der Gegner Raum. Clery ist in seiner Hand. Südlich des Flusses ist im hin- und herwogenden Jnfanteriekampf die erste Stellung gegen den. erneuten Anlauf der Franzosen auf der Front von Barleur bis südlich von Chitty behauptet. Nur da, wo die vordersten Gräben völlig eingeebilet waren, sind sie geräumt. Spätere Angriffe sind restlos unter schwersten Verlusten abgeschlagen. Mecklenburgische, holsteinische und sächsische Regimenter zeichneten sich besonders aus. Bis zum Abend waren an Gefangenen aus den zweitägigen Kämpfen südlich der Somme cinunddreitzig Offiziere, eintausendvicr- hnndertsiebenunödreihig Mann von zehn ftanzösischen Divisionen, an Beute dreinndzwanzig Maschinengewehre eingebracht. Im Luftkampf und durch Abwehrfeuer wurden drei feindliche Flieger abgeschossen. Oestlich er Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Russische Angriffe sind rrördlich der Bahn Zloezow— Tarnopol in unserem Feuer gescheitert. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Zwischen der Ztota-Lipa und dem Dnjestr haben die Russen ihre Angriffe wieder ausgenommen. Nach vergeblichen Stürmen drückten sie schließlich die Mitte der Front zurück. In den Karpathen hat der Gegner in den berichteten Kämpfen südlvesttich von Zabie unb von Schivoth kleine Vorteile errmrgen. An vielen anderen Stellen griff er gestern vergeblich an. Balkan-Kriegsschauplatz. Sieben Werke von Tutrakan, darunter auch Panzer-Batterien, sind e r st ü r m t. Mrdlich von D o b r i c sind stärkere rumänisch-russische Kräfte von unseren tapferen bulgarischen Kameraden zurückgeworfen Der erste Gencralguartiermeister Ludcndorff. Uober unsere Welt von so vielfältiger Regsamkeit, die wir vor dem Kriege so oft als „schnellebig", hastig und ideal los bezeichnet haben, hat sich ein schwerer Druck, eine alle*; . erfassende Hemmung gelegt. Die Räder gehen langsam, die Geister stürmen nicht mehr von diesem Gegenstand zu jenem und in die Heimat ist die Tage und die Wochen hindurch! eine Stimmung gekommen, die man mit dem Ermatten der Lebensregungen bei einer Sonnenfinsternis vergleichen könnte. Bei einer solchen, auf alles Lebende erschauernd wir kenden Naturerscheinung waren wir jedoch niemals lange stehen geblieben; der Schleier vor unserem Lebenslicht verzog sich schnell, und bald war wieder Mensch und Tier ipt* vermindert geschäftig. Aber der Krieg, dieser Krieg, 'ist mn schwerer Schatten von längerer Dauer. Er „zwingt uns, sttllzustehen", wie die Betrachtung über das Geheimnis des Todes. Und es ist ein Zwang nicht nur seelischer Art, sone dern ein Gebot, das sich! aus einer völligen, technischen Umi- gestaltung-e r-gibt. Alles was wir schnffen und denken, strebt nur einem Ziele zu. Wir wollen kämpfen und den Krieg gewinnen. Auch von dem Leben der mit den Waffen kämpfenden Brüder sind alle mannigfaltigen Triebe aus früherer bürgerlicher Wirksamkeit gewichen. Wie anders stellt sich das ^oldatenleben dar, als es uns Schiller in seiner großen Trilogie geschildert hat! Freilich, noch „hat altes 'neu großen Schnitt"; aber wo sind die bunten Typen, die dem Lagerleben dre satten Farben unb Hellen Tone gaben? Da kann keiner „für Ungeduld wieder heimlaufen zum Schreibepult", sondern es muß durchgehalten werden, auch wenn der Spaß weniger gering ist als ehemals bei den „Ligisten". Unsere Kriegswelt ist in Eisen und in einem geschlossenen, natto- nalen Willen nahezu erstarrt. Das ist unsere deutsche stärke; wo es bei unseren Feinden anders bestellt sein sollte, da ist nrcht die Siegesverheißung, nicht die Kraft, aus der lohenden Zeit in eine geläuterte Zukunft zu gelangen. Stellt uns diese Vergleichung zwischen einst und jetzt eine günstige Prognose für eine spätere Knlturentwicklung? ^lch, wir wissen alle, die Wiederausbesserung der Schäden und Verheerungen, die der Krieg angerichtet hat, wird Jahr- zehnte erfordern! Neben uns und unseren Kindern wird die Füyrerm Sparsamkeit einherschreiten und die vollen Lebensklange werden zurücktreten müssen. Was uns der Friede von gesteckten Zielen wirklich bringt, was er in die Tafel der Geschuhte neu emzeichueu wird, wer kann dies heute wissen? Wrr hoffen es, daß es uns gelingen wird, England von zurückzudrängen und neuem Geiste siegreichen Einzug zu verschaffen. Denn das wissen wir auch: wenn wir siegreich durch diese schweren Prüfungen hindurchgekommen sind, so werden aus der stillen, im Schatten liegenden deutschen Erde neue .Kulturen aufwachsen. Es wird wieder farbigem und traulicher werden bei uns. Farbige Mannigfaltigkeit wird wieder kommen und der rechte, ungetrübte Genuß mit ihr, wenn der läuternde Prozeß des Krieges die frühere Unruhe und Ner- vosltät ausgetilgt haben wird. Aeußerlicher Flitter kann fallen, wenn dafür ein neuer, natürlicher Sonnenglanz aus der Höhe und aus den Herzen kommt. Wir werden aufgerich- tete Kämpfer bleiben gegen Gefahren der Verrohung und Entsittlichung. Wer wollte sagen, daß in einer solchen Zeit nach dem Kriege es keine Lust mehr sei, zu leben? Dann erwachen erst die wahren Friedensziele, die keinen Hader entfachen, sondern gesunden Wetteifer und Lebensfreude entwickeln. Wir wollen die grauen Schatten, die heute um uns liegen, die Entbehrung von materieller und ideeller Ernährung gerne noch eine Weile hinuehmen, wenn wir in der Zukunft die Türme einer schöneren Kultur schimmern sehen. Wir warten und harren in der Heimat, während draußen die ehev- nen Würsel fallen — unsere Geduld soll entlohnt werden. er Wien. verlautbart: Außer keine besonderen österreichisch-ungarische Tagesbericht. . 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirb 6. September 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Kämpfen vorgeschobener Nachrichtenabteilungen Ereignisse. HeeresfrontöcsGeneralsder Kavallerie Erzherzog Karl. An unserer Karpa thenfro nt erneuerte der Feind gestern seine heftigen Angriffe. Abgesehen von schwer errungenen kleinen Vorteilen scheiterten alle Versuche des Feindes, Raum zu gewinnen. Auch im Raume östlich von Halicz wurde mit größter Erbitterung gekämpft. Nach mehreren vergeblichen Stürmen gelang cs schließlich dem Gegner, dieses Frontstück zurückzudrücken. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bavcrn. Oestlich von Zloczow brachen feindliche Angriffe, die nach heftigster Artillerievorbereitung zur Durchführung kamen, teils an den eigenen Hindernissen, teils schon in unserem Sperrfeuer zusammen. An der übrigen Front außer mäßigem Artillerie- und Minenwerferfeuer keine besonderen Ereignisse. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschatteutnant. EreignisfezurSee. Am 4. September abends hat eines unserer Seeftug- zeuggeschwader militärische Anlagen von Venedig und Grado wirkungsvoll mit Bomben belegt. Ein Seeflugzeug ist nicht zurückgekehrt. F l o t t e u k o in m a n d o. Der französische Bericht. Paris, 5. Sept. Nachmittags 3 Uhr. An. der S o m m e - front behinderte das schlechte Wetter, das die ganze Nacht anhielt, di-e Operationen der französischen Trappen, die sich ans dem eroberten Gelände ein richten. Nördlich des Flusses unternahmen die Deutschen eineil starken Gegenangriff vom Anderlu-Walde aus gegen die französischen Stellungen zwischen Combles und Forest. Unter dem Feuer der französischen Geschütze und Maschinengewehre zogen sich die anstürmenden Truppen wieder gegen ihre Ausgangsstellungen zurück, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatten. Der Feind hat seinen Versuch nicht erneuert. Südlich der Somme versuch teil die Deutschen nur an einem Punkte der Front, nämlich mm Belloy- en-Santerre, zu debouchieren, wo mehrere Angriffe durch das Feuer der Franzosen abgeschlagen wurden. Der Feind ließ etwa hundert Gefangene zurück. Auf dem rechten User der Maas Verhältnis-, mäßig ruhige Nacht. In dem Abschnitte von Fleury und Chenois machten die Franzosen weitere 50 Gesangeire, darunter zwei Offiziere. Ein feindlicher Angriff gegen eine kleine Redoute südöstlich des Werkes Dhiaumont erlitt einen vollständigen Mißerfolg. Flu g we feit. Ein französisches Flugzeug, das von vier feindlichen Apparaten angegriffen wurde, konnte sich seiner Gegner entledigen, von denen einer ans großer Nähe durch Maschinengewehrfeuer abgeschosscn und in der Gegend von Chaulnes auf dem Boden zerschmettert wurde. 11 Uhr abends. Auf der S o m m e f r o n t setzten unsere Truppen trotz des schlechten Wetters ihre Fortschritt im Laufe des Tages fort und erzielten ernstliche Vorreile. Nördlich des Flusses drängten r i < r „ y . “ ii/u. u.iuj Ltgiutui nuiiuu/C. .auiwiur in.» uuu.iiyii.ji )tVntx angemaßten und anmaßenden Weltherrjchaftsstellung wir nach einer Reihe glänzender Kämpfe, bei denen unsere Truppen von einer unwiderstehlichen Stoßkraft Zeugnis ablegte»- unsere Linien vor in der Gegend östlich von Forest. Wir erreichten den Westrand des Anderlu-Waldes, nahmen das Gehöft Hopftal im Sturme sowie das Reinettegehölz, nahmen einen Teil des Mnrck^- res-Waldes und besetzten nordöstlich von Clery die äußerste Kuppe, die die Straße Bouchavesnes—Clery schneidet. Wir stellten and) die Verbindung her zwischen unseren Stellungen nördlich des Flusses und denjenigen des Südufers, wobei wir das Dorf Ommieeoirrt nahmen, das 'ganz in unserer Händ ist. Bei dem von pns -feit dem 3. September erbeuteten Material wurden bis jetzt allein rm Nordabschnitt 32 Geschütze, darunter 24 schwere, 2 Bonckenwerfer, 2 Grabengeschütze. ein bedeutendes Depot von 15-Zenttmeter-Grmpv- ten, ein Fesselballon und eine große Menge Maschinengewehre gezählt. Die im Laufe des Tages eingebrachten Gefangenen sind noch nicht gezählt. Südlich der Somme dauert den ganzen Tag über die Schlacht mit äußerster Erbftteruug fort. Der Feind vervielfältigte seine Gegenamrriffe, die er in dichten Massen auf einer großen Burzahl von Punkten unserer neuen Front unternahm, so südwestlich von Barleux, südöstlich und südlich von Beloy. Trotz der wiederholten Anstrengungen des Feindes hielten wir unsere Linien intb fügten dem Gegner blnttge Verluste zu. Zwischen Vermandovillers und Chilly Nahmen wir einen Vorsprung mW einige noch von den Deutschen gehaltene Jnselchen. Oestlich von Soyecourt konnten wir dank eines Angriffs unserer Truppen t;iue Linie deutscher Gräben nehmen und dm Parkraud von Deniscourt im Norden, Westen und Süden erreichen. Die Zahl der Gefangenen, die seit gestern im Süden der Somme eiugebracht wurden, beläuft sich zurzeit auf 4047, banmtcr 55 Offiziere. Im gleichen Abschnitt sind 4 schwere Geschütze Und gegen 100 Maschinengewehre in unsere Hand gefallen. Insgesamt beläuft sich auf der französischen Sonkmefront (südlich und nördlich) die Zahl der seit dem 3. Septenrber gezählten Gefangenen auf 6650, diejenige der Geschütze auf 36, darunter 28 schwere. — Zeitweilig aussetzendes Geschützfeuer auf verschiedenen Punkten der Front, ziemlich heftig im Osten der Maas, im Abschnitt von Fleury und von Chenois. Der engLische Bericht. Rotterdam, 5. Sept. 1 Uhr nachmittags: In der Nacht erweiterten wir unsere Gewinne in der Umgebung von GuLllern o n t. Trotz dem erbitterten Widerstande des Gegners und andauernden sinfflutartigeu Regengüssen drängte unsere Truppen vorwärts bis 1500 Meter östlich von Guillemvnt, und faßten im Leuze- Walde Fuß. Weiter südlich ftel nach einem hatten Kampfe das gesamte starke feindliche Verteidiguugssystem auf eiirer Front von beinahe einem Kilometer bei Falsemont und in der Umgebmrg dieser Ortschaft in unsere Hand. Die Kämpfe seit dem 3. Septenrber verschafften uns also die Einnahme alles dessen, was noch von der zweiten feiudlick^en VetteiLügrrngslrnie übrig blieb auf der Front vom Monauet-Gehölz bis zu dem Punkte, wo die englischen und französischen Linien zusanrmentteffen. Die Gesaugerren strömen immer noch zu. Ihre Gesamtzahl seitdem Morgen des 3. September betrug gestern abend über 1000. Der' Kampf dauert bei Ginchy fott. Während des 3. September zeigten sich die feindlichen Flugzeuge sehr tätig, und unaufhörlich) kam es zu Luftkämpfen. Die feindlichen Flugzeuge wurden, gezwungen, sich mehrere Kilometer hinter- ihren eigenen Linken zu halten. In zahlreichen Kämpfen wurden drei feirrdliche Flugzeuge abgeschossen und zerstört und mehrere andere gezwungen, in schlimmem Zustande zu landen. Eines unserer Flugzeuge hat einen feindlichen Drachen zerstört. Zwei imfe» rer Flugzeuge sind nicht zurückgekehtt. Zweiter englischer Bericht vom 5.September: Der Kamps führte zu enter weiteren Befestigung unserer Stellungen im Leuzegehölz. Twtz des schweren Attulerieseuers und nn- bekümmiert um das Wetter tticken unsere Truppen iveiler vor und halten alles Gelände zwischen Falsemont und dem Leu.zegeWbz und zwischen diesem und dem Dorsfaum von Ginchy. Russische Fliegerangriffe in Kurland. B e r l i n , 6. Sept. (WTB. Amtlich.) Gestern nachnnttag gM> fen mehrere russische Flugzeuge Angernsee in Kurland Ahne Erfolg mit Bomben an. Unseren Abwehrflugzeugen gelang es, einer, feindlichen Doppeldecker zur Landung zu zwinge». Die Besatzung lst gefangen genommen. uer ttampj gegen Humftnten. ' Köln, 6 . Sept. (WTB. ^Nichtamtlich. MTer Korrespondent der ,„Kölnischen Zeitung" meldet aus ^ofia: Der bulgarische Ministerpräsident Nadoslawow erklärte mir heute, wie das schnelle erfolgreiche Vorgehen der Bulgaren in der Dobrudscha beweise, sei Bulgarien militärisch stark -und ein vorzüglicher Geist herrsche in Heer und Volk. Die Stunde sei gekommen, da Rumänien an Bulgarien alte Rechnungen bezahlen werde. Das viertägige Zögern der Regierung mit der Kriegserklärung an Rumänien sei bedingt gewesen durch notwendige st rate g isck e M a tz n a h m e n , welche Rumänien und dessen Verbündeten in dieser Zeit geschickt verschleiert werden konnten. Der Ministerpräsident wies auf die Lage hin, die inzwischen die Säuberung des größten Teiles der Neu-Do- brudscha ergeben habe. Zur griechischen Frage erklärte er, daß die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen weiter gepflogen würden. Es sei ruhig abzuwarten, ob und^vas in Griechenland vorgehe. Jedenfalls sei vorläufig nichts Störendes zu befürchten. Der Ministerpräsident hielt den jetzigen Kriegsabschnitt für den letzten, der den entscheidenden Eichsieg für den Vierbund bringen werde. Nach hier amtlich bestätigten Nachrichten lassen die rumänischen Behörden beim Verlassen der Neu-Dobrudscha alle Dörfer in Brand stecken und die bulgarische Bevölkerung schrecklich mißhmcheln. In Balbunar kamen mehr als 3000 flüchtende Landbewohner an. Das Vordringen der bulgarischen Soldaten wird hierdurch noch mehr angefeuert. Sofia, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Me Militärkritiker heben die große Bedeutung der Erfolge hervor, welche die verbündeten Truppen in der Dobrudscha erhielt haben, durch die der Krieg von den bulgarischenGrenzen 'ferngehakten werde. „Voe:rni Jsvostia" führt aus: Der Erfolg ist um so werlvoller, als er das Ergebnis ernster andauernder Kämpfe südlich von Kurtbuner ist, Jpobei einige feindliche Truppenteile geschlagen, andere sogar vernichtet worden sind. Truppen des Vierbundes haben bereits zwei rumänische Verteidigungslinien überschritten, von denen die eine nahe der bulgarischen Grenze, die zweite durch die fRzurfbe, wo die ernstesten Kampfe stattgefnnden haben, verläuft. Die Ueberschreitnng dieser Verteidigunaslinien be- : deutzrt einen großen Sieg, weil die Rumänen nicht über viele derartige Stellungen verfügen dürften. — „Preporetz" zü- ffölge wurden zwei rumänische Bataillone, welche die Awhut der zur Verstärkung nach Dob r its ch gesandten Kolonne bildeten, südöstlich von Kurtounar vonbülgari scher Reiterei überrascht. Mehr als 600 Mann wurden getötet, über 1000, darunter 10 Offiziere, gefangen genommen. Der rumänische Bericht. Bukarest, 4. Sept. Nord- und Nordwestfront. Es fanden kleine Zusammenstöße an der gesamten Front statt. Wir schlugen izrvei feindliche Angriffe bei Marisor im Sir ein täte ab und erbeuteten in Sapsi Szent Gorgi über 500 Wagen mit verschiedenem Lebenscairteli: und Futter, sowie ein vollkommen ausgerüstetes Lazarett. Im oberen Teile des Marostales benutzten die feindlichen Truppen Dum-Dum-Geschoffe. Wir nahmen 7 Offiziere und 620 Mann gefangen. An der Südfront griffen überlegene ierndliche Kräfte den ^B^ückenkops von Tut^akan an. Sie unternahmen zehn Stürme, die sämtlich abgeschlagen wurden. Die Beschießung von Bukarest. B er l i n, 6. Sept. (Priv.-Tel/ Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet ans dem Sofioter Blatt „Dncvnik" über die Bombardier rung der rumänischen Hauptstadt, daß das Bombar dement den größten Erfolg erzielt habe. Die Panik unter der Bevölkerung wachse ungeheuer. Der deutsche Gesandte in Numänren. Berlin, 6. Sept. Nach einem hier am Montag einge- gangenen Telegramm soll der deutsche Gesandte in Rumänien mit dem Gesandtschaftspersonal über Rußland nach Schweden abgereist sein. Deutsche Seeffugzeuge in der Dobrudscha. Berlin, 6. Sept. (WTB. Amtlich.) Deutsche See- s-lug zeuge haben am 4. September im Zusammenarbeiten mit bulgarischen Land- und Seestreitkräften rumänische Batterien und befestigte Infanterie-Stellungen in der Dobrudscha, sowie den Bahnhof und Oelbehälter der Stabt Constanze erfolgreich mit Bomben belegt. N Sns Griechenland. Davis, 5. Sept. (WTB.) Der „Temps" meldet aus Athen: Nachdem die griechische Regierung die englisch-französische Note angenommen hat, werden die Gesandtem Frankreichs und Englands dem Ministerpräsidenten diejenigen sreiüderl Agenten, die ausgewiesen werden sollen, ihre griechischen Helfer und feindliche Organisationen, gegen die Vollwachten verlangt werden, namhaft machen. Nur die griechischen Behörden werden die Verhaftungen vornelnnen dürfen. .Keinerlei .Kundaehungen oder Versammlungen werden bei Androhung sofortiger Verhaftung geduldet. Neutralitätserklärungen Hollands, der Schweiz und Spaniens. Berlin, 7. Sept. lWDB. Nichtanrll.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Ter königlich niederländische Gesandte und der schweizerische Gesandte haben in Berlin im Aufträge ihrer Regierungen die Erklärung st r i k t e r Neutralität gegenüber ben kriegführenden Staaten erneut bestätigt Nach einer Madrider Mellnung hat die spanische Regierung ihre. Neutralitätserklärung veröffentlicht. Ein Besuch des türkischen Ministers des Aeußern in Berlin. Konstantinopel, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Minister des Aeußern Halil Bei reiste heute abend zum Besuch der leitenden deutschen Staatsmänner nach Berlin ab. England und Schweden. 1 Kopenhagen, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) „National Trdende" meldet aus Malmö: Es scheint,, als ob Eng)- land plötzlich Schweden gegenüber eine freundlichere Haltung annimmt. Die Beschlagnahmungen von Dampfern haben sich in letzter Zeit vermindert. Ferner wurde eine Anzahl Schiffe freigegeben. Heute traf hier ein großer Dampfer der Johnson-Linie mit einer Ladung Häute, Gerbartikeln und Mais ein. Die Wirkung der Luftschiff«« griffe auf England. Köln, 6. Sept. (WTB. Nichtairrtlich ) Ans Rotterdam wird der „.Köln. Ztg." gemeldet: Nachdem die Luft- schiffangmffe cruf englische und schottische .Küstenorte sich in der letzten Zeit gemehrt haben, hat die englische Regierung ans Drangen der Arbeiterpartei beskimnrt, daß die Muni- t:onsfabr:ken von Chatham, Hüll, Dundee und Brighton geschlossen und die Betriebe nach der Westküste Schottlands verlegt werden. London, 6. Sepr. (WD'-o. pcichraullt.) Mewung bc6 dlluler- schen Bureaus. Die Leichen der Offiziere und Murnschaften des am 3. Septchniber 7)e r u n t e r g e hol te n deutschen Luftschiffes sind unter militärischen Ehren bestattet worden. Eine große Menge verfolgte barhäuptig und schweigend den Vorgang. Der Sarg des Kommandanten trug die Inschrift: Ein unbekannter deutscher Offiziere, der als Befehlshaber eines Zeppelinluftschiffes am 3. September 1916 den Tod gesunden hat! Ein Luftverkehr zwischen den feindlichen Vierverbandsstaaten. Bern, 6. Sept. (WTB.) Der italienischen Presse zufolge soll zur Vorbereitung eines Luftverkehrs zwischen den B i e rve r b a n d s sta a te n dieser Tage eine Gesellschaft gegründet worden sein. Flugzeuge italienischer Bauart sollen vorerst eine Verbindung zwischen Mailand und Paris Herstellen. Die holländische Obstanssuhr. Haag, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ackerbauminister hat verfügt, daß frische Aepfel und Birnen, die bis zum 6. September zur Ausfuhr verlade,: sind, noch ausgeführt werden dürfen. ' . Neues aus der Gesetzgebung der Bereinigten Staaten. Washington, 6. Sept. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Senat hat das Steuergesetz angenommen, durch das jährlich 205 Mill. Dollars durch Steuern' auf Erbschaften und Munitionsgewinne, sowie durch Erhöhung der Einkommensteuer aufgebracht werden sollen. Tie Gesetzesvorlage legt einen Schutzzoll aus Farbstoffe und enthält Bestimmungen zum Schutze amerikanischer Firmen vor einer Uebcr- schwemmung des Landes mit billigen Waren (Dumping) nach dem Kriege. Ferner sind darin Vergeltungsmaßregeln gegen Länder vorgesehen, die das amerikanische Transportgeschäft zu benachteiligen oder den amerikanischen Postvert'ehr zu unterbinden suchen. ; Der Zeekrieg. Balfour über die englische Flotte. London, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Erste Lord der Admiralität Balfour besuchte gestern in Begleitung der Mitglieder der Admiralität die Werften am Clnd. Hierauf hielt er vor den Vertretern der Syndikate und den zahlreichen Arbeitern und Arbeiterinnen von Kriegsmaterialfaöriken in Glasgow eine Rede, in der er unter anderem sagte: Wir haben den Krieg mit einer mächtigeren Flotte, als die aller unserer Feinde zusammen genommen, begonnen. Seit den: hat die Flotte nicht mir an Schiffstzcchl und Schlagfertigkeit zuge-, nommen, sondern auch an großen Kampffchiffen, deren wir jetzt mehr haben, als zu Beginn der Feindseligkeiten. Bei den Kreuzern und Torpedobootszerstörern sind unsere Streitkräfte zu jener Zeit uw) der jetzigen überhaupt nicht zu vergleichen. (Beifall). In. ollen Kategorien unserer Seestreitmacht verfügen wir über beträchtlichere Hilfsmittel, als am 4. August 1914. Wenn trotzdem immer mehr gearbeitet werden muß, so kommt das daher, daß der Feind, wohl wissend, daß er in einem lm-alen. Kampfe wenig Aussicht hat, die von Jelliaoe vorzüglich befehligte Flotte zu schlagen, ans dem Wege des U n te r s e e boo t s kr iege s- versucht, die numerische Gleichheit zwischen beiden Flotten durch Torpedierungen herbeizuführen. Um die U-Boote zu bekämpfen, mußte eine große ZahlkleinerEinheitengebaut werden, von denen gegenwärtig schon Tausende verwendet ,werde::. Und das erforderte eine vor dem Kriege völlig unvorhergesehene Arbeit. Auch drei Reparaturen waren zahlreich. Ueber die Handelsflotte sagte Balfour: Wir besitzen Ungefähr die Hälfte der gesamten Tonnage der Welt. 42 Prozent unserer Tonnage werden für militärische Zwecke verwendet. 10 Prozent stehen ohne jeden Vorbehalt unseren Verbündeten zur Verfügung. Die Gefahr, die der Handelsflotte von den Unterseebooten drohte, ist gewichen, denn wir haben besondere Fahrzeuge zu ihrer Bekämpfung gebaut. Wir fahren wach fort, Handelsschiffe zu bauen. .Wir müssen weiter, so viel wir können arbeiten, denn ivie Mensche::, Kanonen und Geschosse notwendig sind, so ist es ebenso unerläßlich, daß wir die See absolut beherrschen. * London, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet aus Waymouth: Der Kapllän und die Besatzung des Dampfers „Fe a n n e" (1198 Tonnen) aus Kopenhagen wurden hier gelandet. Das Schiff ist gesunken. Rotterdam, 6. Sept. (WTB.) Der versenkte englische Danwftr „R: e v a u l - A b b e h" war zugleich mit den Dampfern „Mascotte" :md„Grenadier" am Samstag abend von Hock van Holland nach England ansgefahren. Bis zur englischen .Küste wurden die Schiffe von englischen Kriegsschiffen eskortiert. Offenbar unternahmen dann, als die Kriegsschiffe de:: Konvoi verließen, deutsche Kriegsfahrzeuge einen Angriff auf die Dampfer. Es behauptet sich das Gerücht, daß außer den Dampfern „Mäscolte" und „Rievaul- Abbey" auch der Dampfer „Grenadier" versenkt worden sei. Der Wert der Schiffe und die Ladung wird auf drei bis vier Millionen Gulden geschützt. Rotterdam, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Passagier eines eben angdkonrmenen Dampfers der Batavia-Linie teilt mit, daß der englische Dampfer „Mas cot te", der am Sonntag ge- smrken ist, nach der Erklärung von Mitgliedern der Besatzung nicht torpediert wurde, sondern auf eine Mine gelaufen ist. China nnd Japan. Peking, 6. Sept. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Aus Anlaß des Zwischenfalles v o Ehengchiatung forderte Japan von China Errichtun von Polizeistationen an de:: Plätzen der südlichen Mandschurei und der westlichen Mongolei, wo Japaner wohnen. Der Ko mm an- dant der 28. Division, deren Truppen an.dem Zwischenfall beteiligt waren, soll einen Verweis erhalten, und die untergeordneten Beamten, die für die Ereignisse unmittelbar verantivortlich sind, sollen bestraft werde::. Japan hat keine Kompensationen verlangt' Es dürste aber wie man annimmt, Chi:ur mitgeteilt haben, daß erwartet wird, China werde zur Bekundung seines guten Willens eine Kompensation anbieteu. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. September 1916. Die Verwertung von Brennesseln. Das Einsammeln der Brennefftln, deren Vcrwertungsmöglich- keiten uns der Krieg gelehrt hat, soll in diesem Jahve bis Ende Oktober fortgesetzt werden, da es darauf ankommt, möglichst grdße Mengen Nesselstenget zu ernten. Für das kommende Jahr wird man daran feschalten müssen, daß die beste Zeit für das Ernten der Brennesseln von Ende Inn: bis Ende Juli ist. In dieser Zeit hat die Blüte der Nessel eingesetzt, die Faser ist reif und in Höchster Ausbeute vorhanden. Bei späterer Ernte verholzt der Stengel, die Faser selbst wird gröber und ein Teil der Faser geht außerdem in Holz über. Ta in diesem Jahre die Organisation zum Sammeln der Brennesseln erst spät eingesetzt hat. müssen die Bedenke:: gegen eine verspätete Ernte diesmal fortfatten. Tie Brenn esselfaser-Ver- niertungs-Gesellfchast m. b. H. (Berlin W. 66, Wilhelmstr. 91) überni.mml bic völlig getrockneten und entblätterten Nesselstengel zum amtlicher: Preise von 14 Mart für 100 Kilogramm. Der Prozentsatz, her nach der Trocknurrg bleibt, ist je nach dem Standort der Nessel sehr verschieden. Es gibt Brennesseln, die durch Trocknung big 88>Z)ie gegenwärtigen ungünstigen Witterungsverhält- ni sc lassetr-hefürchten, daß das noch draußen stehende Ge- tr/ibe nicht immer und überall in ganz trockenem Zustand in dke Scheunen gefahren wird. Damit ist namentlich in diesem Jahre mit seinem reichen Kleewuchs die große Gefahr der Entstehung von Bränden durch Selbstentzündung verbunden, wie wir sie vor zwei Jahren in großem Umfange bekannt^ lich erlebten. Daß solche Brände nach Möglichkeit vermieden werden, ist aus wirtschaftlichen und vaterländischen Rücksichten in diesem Jahre doppelt erwünscht. Das Kriegsernährungsamt richtet an die deutschen Landwirte die drin-- gende Bitte, beim Einfahren des Getreides, namentlich dann, wenn in ihm Klee sich befindet, sehr vorsichtig zu verfahren, auch nach der Einfuhr regelmäßig und dauernd Prüfungen des Getreides auf seine Erhitzung vorzunehmen, indem es darauf hinweist, daß Selbstentzündungsschäden vor zwei Jahren bis in den Monat Februar hinein festgestellt worden sind. ** Ergebnisse des Gauwelturnens bis zu fünf ersten Preisen. Aktive Turner: 1. Olko Tertor, Marburg (T.-B.), 76 Pkt.: 2. H. Thöt, Gießen (M.-T.-V.-, 76'4 Pkt.; 3. Fritz Henkelmann, Butzbach (T.-V.), 68 Pkt.: 3. H. Schneider, Cölbe (T.-V.), 68 Pkt.: 4. L. Langsdorf, Bav-Mmheim (T.-V.), 65 Pkt.; 5. P. Ludolf, Marburg (T.-V.h 63 Pkt. Zöglinge (Unterstufe): 1. Jul. Güngerich, Gießen (M-T.-B.), 90 M.. 2. Gg. Kirchhain (T.-B.Y 87 Pkt.; 3. H. Bvnteiller, Gießen (M.-T.-V.), 85 Pkt.; 3. H. Freitag, Heuchelheim (T.-V), 85 Pkt.: 4. Franz Drücke, Kirchhain (T.-B.), 83 Pkt'.; 5. W. Schwarz, Gtzßen (M.-T.-V.), 821/2 Pkt. Zöglinge (Oberstufe): 1. W. Arm>ld, Gießen (T.-B.), 88') Pkt.; 2. E. Sommepkorn, Gießen (T.-V.), 88 Pkt.; 2. M. Steindvrs (Turn- und Spiel-V.), 86 PKt.; 2. W. Zinn, Schlitz (T.-V.), 88Pkt.; 3. L. Schäfer I., Tanbrülgen (T.-P.), 6liV»Vkt.; 3. W. piohn, J^Dülveu i. inücji, oo-V, Pkt. : 5. v>. >iuLüinn: Swftffifun (T.-V.), 86' . Pkt.: 4. W. Schmidt, WetzLar (T^V) M > &• Wallenfels, ' Gießen (T-B-. 85Vo Pkt - 4 W maxi, (Mienen (M.-T.-B.), 851/2 Pkt.; 4 H Mebrina s« o’ 11 « r T " e " k 1'K. Kramer, Giesim (M.-T.-P ' » P" ' ^.. R. -Römer, Henchclherm (T.-V) 87Va Pkt “ 3. W. Werß, Großen-Linden (T.-V.), 87 Pkt.: 4. W Protei!. - l lT-L<), 86 JSft.; r W. Rußmann, BerghLLsen (T.-B « 66 Mt.: 5. .v. Gombert, Kvosdorf (T.-V.ss 84 Pkt - 5 K^"- HocheH-eim (T.-B.ß 84 Pkt. ^ 0> ÄflL ‘ ^ ** ? er Inhaber ber Hof- und Universitätsbuchdrucke ei O. Klndt, Bertagsbuchhändl-eir Otto Kindt ist einem Schlagansall erlegen. Der Verblichene war in hiesigen Der einigungen und. Gesellschaften eine bekannte Persönlichtei Auch seinen Fachkreisen brachte er Lebhafte Anteilnahme entgegen und bekleidete seit Jahren die Stelle eines Bezirk- Vorsitzenden im Deutschen Buchdrucker-Veretn. In seinen, eigenen Betriebe nahm er mit Erfolg an den Bestrebungen iteil, nur gute Drusckachen herauszubringen ** Teilweise Verschiebung des'Inkrafttretens der El er Verordnung Das .Inkrafttreten der Vorschriften der Ererverardnung ^ Reichst, etzbl. S. 927) über den Erlaub,'ft zwang der Aufkäufer (§ 5 und 6 der Verordnung), die Ä"nn- zerchuungspfticht beim Postversand (§10) und den Berechtigung^ ausweiszivang bei diesem und dem Bahnversand (811) ist durch BekanntmackMng im Reichs-Gesetzbl. S. 991, vom 1 auf den 18. September d. Js. hinausgeschoben worden, da sich die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Vorarbeiten in einigen Teileir des Reiches nicht ermöglichen liefen und Stockungen in der Eierversorgung vermieden werden mußten. Bis zum 18. September dieses Jahres können demnach Eier, sofern nutzt rn einzelnen Bundesstaaten schon seit jeher ent gegen stehen de Bestimmungen bestanden, von jedermann ohne Kennzeichnung und Vorlage eines bezüglichen Ausweises mit der Post zur.Versendung gebracht kverden. ** Neuregelung des Viehhandels. Berliner Blätter melde:'.: Es ist wiederholt bemängelt worden, daß die Provision, die von den Vichhandels gesell schäften den Viehhändlern gezahlt wird, zu lyo& bemessen, ist. Die Gesamtsumme der Provisionen, betrug bekanntlich sieben vom Hundert, wovon die Haupthändler V2%, die Aufkäufer 2—40/0 und die Kommunen l°/o erhielten. Nunmeft ist eine neue Verordnung erlassen worden, die in ver- sclnedenen Bezirken nach Möglichkeit eine Herabsetzung der an die Händler zu zählenden Provisionen vorsieht. Die Berechmmg der gesamten Provision wird, nachdem Erfahrungen gesammelt sein werden, eben.alls einer Revision unterzogen werden. Doch ist schon heute dazu folgendes zu sagen: Nicht in allen Bezirken erzielen die Viehhandelsverbände Ueberschüsse. Wo dies aber der Fall ist, werden sie ausschließlich M genieimrützigenr Zweck, d. h. zur Fordern,ig der Äandwrrtschaft, ,>erivandt. Sie dienen besonders zur Ergänzung des Viehstandes, also zur Mschafsnng von Mast- und Zuchtvieh, von Futtermitteln usw. Was die Unkosten betrifft, mtt denen die Viehhandelsverbände arbeiten, so wird ebenfalls ^us eine Verringerung hingearbeitet. In dieser Hinsicht dürfte mrErnrichtung der neuen preußischen Viehtzentrale und die damit verbundene Herausgabe einer neuen Sitzung für die Vietzhandels- Gesellschaften reformierend wirken. ** Das heutige Kreisblatt enthält folgende Bekanntmachungen über: Bestimmungen über die Errichtung, die Zu- samjmensetzung und das Verfahren der Preisstelle für metallische Pvodukte in Berlin: Höchstpreis v0n 'Zwetschen-"'die Gemüje: Richtpreise für Aepfel, Bir- Bevarbeituua von neu und Zwelsch en. Landkreis Gießen. S. Hausen, 7. Sept. Auch in unserem kleinen Dörfchen ist ftatzrend^des Krieges die turnerische Tätigkeit nicht unterblieben Unsere Inn (Mannschaften nahnren in diesen, Sommer schon an mehreren Weltkämpfen teil. Zuerst besuchten sie das Feldbergturm- feft. Dort zählten Heinr. Ru pp ent hat mit 45 und Walter Z ö l l e r mit 58 von 70 erreichbaren Punkte:: zu deu Siegern Werte, nahmen unsere Jtrngmannen an den beiden Borkänrpfen «um Wehrturiren des 18. Armeekorps und an, Turnen des Gaues Hessen in Gießen teil. Sowr>bl bei den am 27. August ausgeführten Vnttä:npfen ftnwchalb der Fungivehren des .Kreises Greßen als muiy bei den lveiteren AnsscheidungAkämpfen zwischen den Mannschaften aus oer Provinz Oberhessen, am 3. September zeigten unsere jugendlichen Turner bemetkinswerte Leistikngen. So er- vangen beispielsweise bei den Einzel Wettkämpfen unter sämtlichen Iungwehrturnern aus Oberheffen im Stabhock)sprftrgen nur vier dve Punktzahl, die für das am 10. September in Frankfurt statt- fbtix'rr xupwunreu erforderlich ist, und von diesen vier Siegern waren W,lh. Mack, Heinr. Ruppen thal rmd Walter Z öl l er von hier. Letzterer errang aueh im Schnelläuf über 100 Meter (Amlaur aus dem Liegen die höchst erreichbare Punktzahl, ebenso Mch«rte er beim Gmwurnen am Vormittag des 3. September nnt 70 Punkten ztn den Siegern. Hoffentlich gelingt es unseren langen iarrnern auch am wnmrendeir Sonntag in Frankfurt Preise zu erringen. S ®tein(|ttm b. Hungen, 7. Sept. Wegen Tapferkeit vor dem ssemde wurde der Kanonier Gottfried N i ck l a s, Sohn unseres Burgermestlers, nnt der Hessisck>en Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, ^ülcklas, der bei Kriegsausbruch aktiv diente, 3. Batt. Feld-Art.» Rgt. 61, steht seit dieser Zeit ununterbrochen im Felde. Staufenberg, 7. Sevt. Dem Gefreiten Ludwig D 0 r f e! d wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Büdingen. a». ut. D a u e r n h e i m , 7. Sept. Dem Gefreiten der Reserve Richard Schmidt im Feld-Artillerie-Regiinent Nr. 61 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. rü. Echzell, 7. Sept. Dem Gefreiten Gustav Schnl t h e i ß wmt ck Vusaoen-Regiment, bereits Inhaber der Hessischen Tapser- »utsm^ackle, wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. Mft der Mll^eickmung der Hessischen Tapferkeits'niedaille wurden vor JS2E5Jk , ? t ' Gefreiter Ernst Schmidt beim Gardekorvs, T ^ tnoffiiia Groth beim Fub- Kreis Alsfeld. tro..ap P *; c P ? e «f tenro0 ' 7 - Sept. An der Somme starb der Musketier Karl Bu n g den Tod für das Vaterland. Kaum ins selb geruckt, traf ihn die feindliche Kugel. Mit ihm hat aus unserer Gemeinde der zwölfte Mann den Heldentod erlitten. Dazu find drei vermißt und vier in Gefangenschaft geraten, m. .ff- ohmtal, 7. Sept. Roggen-, Gersten- und Wetzei^erule ftnd beendet, die Haferernte neigt ihrem Ende zu. Die Getreidesorten ftnd gut m die Scheuern gebracht worden, nur der Kerzen hatte yre und da dürrer dürfen sein, allein das urrbeständige manchen Landmann, den Weizen direkt nach dein Sckintt hem^usahreü. Züm Einernten am Sonntag sind die meisten unserer L-r- oiochen ln Feuerstellung, während der Sckstachten an der Somiue ttu.emer Gasvergiftung schwer erkrankt, kam er in ein Lazar,tt ^ rym Dienstag voriger Woche die außergewöhnliche Auszeichn» n g Amt wurde. Unteroffizier Hans Goth, bei der Dentsck-en Süd aim & echrelt sür^Topserkeft vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 7 -Sepk- Oberzahlmeister Fink, beim Gr. Inf.-Regt. Nr. 168 — zurzett bei dem Grsatzttuppenteil der 81er m Homburg — wurde der Charakter als Rechnungsrat ver U^n. — ^re Söhne des Rentners Heyd von hier: Gemeinde ^/„Leuttrant Fr. Heyd (zurzett in Aäazedonien) und Offizier-- Stellvertreter Herm. 5)ey d (bei emer Fkiegevabteilung im Westen) erhielten das Erserne Kreuz. Kreis Wetzlar. r f ^ a ' 5 Si C | lar ' 0. Sept. Das Königliche Konsistorium hat den Kirchengememden, kirchlichen Anstalten und Vereinen für größere Emnah,nen und Ausgaben die Beteiligung am ^ 0 st s ch e ck v e r k e h r empfohlen. Die Geistlichen sind ersucht ivsnden ^legenheit ihr besonderes Augenmerk zuzn- Naunheim, 7. Sept. Eine alte Einrichtung hat die luestge Gemeinde erneuert. Wie vor 40-50 Jahren geht nachts der Feldhüter nnt Hi,nd und Gewehr ausgerüstet in Begleitung Pcm %~ r b .® lir 8 ecn durch die gefährdeten Obst- und Gemüsefelder zum Schuhe gegen Obst- und bZemüsedicbstähle. Hessen-Nassau. -l 7^ ß u ? Bekämpfung des immer mehr . er^nd nehnienden Wildschadens in der städtischen Gemarkung beschloß die Stadtverordnetenversammlung, einen durchgreifenden Abschuß des Rehwildes herbetzuführen. r König stei n i, T„ 6. Sept Auf dem Butzimkel ging am Sonntag an großer f ran z 0 si s ch er O e l pa p ie r b all 0 n mröer, der ungezählte Zettel nnt der Inschrift enthielt: „Deutsche Soldaten! Rumänien, das mtt den Zentralmächten verbündet war hat ftch soeben auf un,ere Seite gestellt: es hat Oesterreich-Ungarn den Krieg erklärst. — 50 dieser Zettel waren zu einem Päckchen v«rel.mgt, die an Zündschnürcheu befestigt Iva reu und beim laug- wmen Abgl,mmen der Sckmnr nach und nach zur Erde flattern sollten Durry irgend ein Versehen erlangte aber der Ballon msit seinem gesamten Inhalt über die Schlachtsvont hinaus und wurde weit ms deutsche Land hineingettieben. , Hanau, 6 Sept. Ein schwerer Unfall ereignete sich in dem Spessartdorse Amorbach. Mehrere Knaben befanden sich au, dein Sommerberg. In den Hecken dort schnitt sich der 12 jährige Sohn der Gaitwirtswitme Steruheimer einen Stecken, an dem er vermutlich noch während des Gehens herumschnitzte: dabei stürzte er auf dem hvlperichen, steilen Weg so unglücklich, daß ihm das wcesser imterhalb des Halses tief eiudrang und die Schlagader durch,chnitt. Binnen wenigen Minuten hatte sich der Junge verblutet. g. Esch we ge a. d. Werra, 6. Sept. Das seck)sjährigc Töch- wrchen des Oberstörsters L>ildebrandt in dem benachbarten! Mumden nahm gestern abend beim Schlafengehen unbemerkt eine Schachtel Streichhölzer nnt in sein Bett. Dao Kind, dessen Schlaizrminer sich rn dem über der Wohnung gelegenen Stockverk allem besmdet, lya.t wahrscheiMch msit den Streichhölzern gespielt und hierbei das Bett in Vvand gesetzt. ' Ms die Eltern/ dnstch Wernen au,merk,am gen mcht, nachsahen, fanden sie das Kind mit schw-mchl BiraichN'wrden bedeckt vor, es starb unter gualvollew Schmerzen nach kurzer Zeit. ul. o im b u r g, 7. Lrept. Ein junges Mädchen ruderte allein m einem Boote die Lahn entlang Beim Hereinholen des Rnders das ihr ms Wasser gesalleu, verlor sie das Gleichgewicht und fiel m die Lahn Ter ans Bayern gebürtige Otto Schleuer beobachtete den Vorgang, sprang ins Wasser und rettete das Mädchen vom Tode des Ertrinkens. ra. ^ " s. N a s s a u, 6. Lept. Tie Kreisschnlinspektoren de§ Regierungsbezirks Wiesbaden wurden von der Regierung ermächtigt, alle Gesuche der Ortsschulbehörden, um den Unterricht „n Monat September erst um 8 Uhr beginnen zu lassen, zu genehmigen. ' ' ° o S. r T ul ^>5" der Lahn. 6. Sept. Bei dem starken S t n r m der letzten Tage sind die A e p f e l so stark von den Bäumen abgefallen, dag ganze Wagenladungen eingebracht wurden. Ta das Obst meist schon gut entwickelt ist, wird es größtenteils von den Vcsstzern selbst emgekeltert und zu einen, guten Haustrank ver-- aroeuet. Die von den Händlern für 5—6 Mk. der Zentner auf- gekausten Falläpsel gehen meist an Wirte nach dem Landchen und dienen gleichen Zwecken. AöonMen Gefängnis, wozu noch zwei Aüonaste für dre BelerdiMng der Mutter kommen. Amtlicher Wetterbericht. O e f f e u t l i ch c r W e t t e r d i e n st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am nreitag, den 6. Sept. 1916: Ziemlich heiter, rroctcn ; lagsüber nräßig warm. veemrschees. Eine Flngzeugmtzrik niedergcbrannt. Berlin, 6. Sept. (WM.) In der viwgnngenen Nacht ist die Flugzeug,abrlk, Luftfahrzeug-Gesettsckiaft Adlers h0 , größtenteils n r e der ge b ra n n t. Ter Brand ist auf Fahrlässigkeit zuruckzu führen; Brandstisttmg ist völlig ausgeschlosscu. Der Verlust au Kriegsmaterial ist nicht bedeutend. Sownt bis- ,etzt festgestellt Nwrden ist, sind nicht mehr als sechs bis sieben abnalmn-- bereitc Flugzeuge und zelpr Flugzeugrünrpfe verbrannt. Die übngen Flugzeuge, alle Modelle, Schablonen und Lehren sind geborgen. Es ist Vorsorge gettoffeu. daß der Betrieb an ariderer Stelle in vollenr, Maße fortgeführt wird. Verluste an Menschenleben smd nicht emgettren. Letzte Nachrichten. Die Zeppelin-Angriffe auf England. Klöln, 7. Sept. Ueber die Wirkung der Luftschiffan- grisse ans England und über die allgemeine Stimmung in En gl and berichtet ein Brief, der einem englischen Gefangenen aus der Heimat-zuging: Der Brief ist datiett vom IX August. Es heißt darin nach der „Kölnischen Volkszeitung" : ttnfolge der Luftschiffangriffe herrscht hier an der Oftküste ständige ''lnfregnng. Wir sind kffegsmüde geworden. Eine große Anzahl 0er bessergestellten Familien ist nach der Westküste verzogen. Auch geschäftlich ■ ist nicht mehr viel zu verdienen 5 a !* jeder Fanittie ist der Vater oder ein -ohn Soldat geworden. Das fällt hier in kleineren Plätzen natürlich v,el mehr aus, als m London. Wie lange wird der Krieg noch dauern? Wenn man sich hier wenigstens sicher fühlen könntet Aber was nützen uns alle Kanonen! Erft gestern wieder wurde l rer me Besatzung von drei Patrouillensahrzengen, deren Schisse ,n dieser Woche^ versenkt ivorden sind, gelandet. Die Leute wollen nicht mehr in See gehen, weil ihr Leben jeden dlugenblick auf dem .üeht. Im Häfen ftnd keine Geschäfte mehr zu machen Mles fahrt für die Admiralität. Die Lage in Aegypten. - i- Köln, 7. Sept. Die „Köln. Völks-Ztg." erhält von zuver- lässigen neutralen Persönlichkeiten, die in der letzten Zeit von den Engländern aus Aegypten ausgewiesen worden sind, Mitteilungen über dre schlimme Lage der Engländer in Aegypten. Als der Be- ,ehl des englischen Oberkonftnandos zur Wegirahme der Austra- >uer und Neuseeländer erging, herrschte unter ihnen förmlicher 'lufrn hr. Nur mit den schwersten blutigen Opfern konnten die zahlreichen Militäraus,lande in diesem Lande nach längerer Zett unterdrückt und die Ausrührer durch allerlei Versprechungen beruhigt werden. Das englifche Oberkommando in Aegvpteir erließ die an die Front äbgebenden Australier und Neuseeländer einen Befehl, worin ihnen, wenn sie die feindlichen Länder erobert hätten, auf .Kosten des Feindes ein herrliches Leben in Aussicht gestellt wird. Verwundete Engländer geben entsetzliche Schilderungen über dre mit schrecklicher Wildheit geführten Känipse mit starken Ara- ber- und Sudantruppeii. Die blutigen Verluste der Gu gl ander in dielen Kämpfen liezisserten sich in den ersten 6 Monaten dieses Jahres aus 30—35 000 Mann. Fortgesetzt ent- landten die Engländer^ starke Trnppenkorper ttr die'bedrohten! Gegenden an der ägyptischen West- und Südgrenze. Außerordent- nchr bedrohlich war die Lage im Zuli. wo es den Sudanesen ge- lang, alle Bahn- und Telegraphenverbindungen mit dein ägyptischen Sudan zu zerstören. Zahlreiche englische Palro,rillen und auch größere Truppenäbteilungeu an der Suez-kanalftont sind den verheerendeii Sandstürmen zum Opfer gefallen. Tollwut iu Frankreich. B e r'n, 7. Sept. Laut „Mattn" ist die Tollwut iu Frankreich in nie da gewesenem Maße ausgetreten. Im ersten Halchah,' 1910 wurden mehr als 2000 Hunde davon befallen. Etwa 15 Fälle wurden bei Menschen beobachtet. Die Jnstttute von Paris, Bordeaux, Montpellier und Lyon seien mit Toll,vutve,rdächttgen über- ftillt. Mehr als zehn nicht behandelte Personen seien gestorben Ktirzlich feiert sieben Kinder in Houtgate gebissen worden. Auch rn anderen Orten seien Todesfälle durch Tollwut vorgrssoinmen. fz. Bad-Nau hei m, 7. Sept. Der Kaufmann Anton C a f ^ 11 ' ^ D.rrektvr des „Großherzoglichen Tennis-Cafes" in Bad-Nmcherm, hat nach der „Franks. Ztg.^, ,me der Vorsitzeirde E Schöffengericht ausfübrte. die Geivohnhett, alle Personen, die m fernen zalstveichen P-vc^esssn als Zeugen gegen ihn auftreten„ nachher mtt Memerdsanzeigen zu verfolgen. Nach seinem letzten Strafprozeß, der ihm sechs Mcmate Gefängnis tvegen Begünstigung m einer Abtreibungssache einttug, machte Capitain w. a. eine Meineidsanzeige gegen seinen Schwiegersv-Hn Richard Schäfer, der als Zeuge Men ihn ansgesagt hatte. Die Anzeige erwies sich als grundlos Dieser Schwiegersohn ist kürzlich vor Verdun gefallen Eapiitain teilte das der hier lcben.den Mutter des Gefallenen in einem Brief mit und fügte gefühlvoll lftnzn, das sei Gottes Fügung für den Meineid. Zugleich erhob er auch gegen die Mutter den Vorwurf des Nkaimids. Das Schösfengericyt verurteilte ilm wegen Beschimpfung des Andenkens emes Verstorbenen zu sechs f on 10—6 Uhr im Schulhaus, Steinstrahe 10. 5574D T Verkaufe Freitag früh itMII ■ von8Ubran,ciucgrosrc Sendung Sens-, Zucker-, Salat- und Eiumachgurken am Hotel Feljenkeller, Bahnhosstr. (6178) Frau Frosch. Gafe Ernst Ludwig Heute [4794 KÜNSTLER-KONZERT Mur wenige Tage! Zeiss felt-VaiMai Giessen, Kolosseum (Cafe Leib) Eröffnungs- 9. Vorstellung Samstag, den Sepf ■ abends S 1 / i Uhr weiter täglich abends 8'/« Uhr grobe Vorstellung mit wechselndem Programm. Einiges aus dem Spielplan Frau Illusion, Dichtung, Schönheit, Frau „Das elektrische R iebt" in seiner herrlichsten Farbenpracht? I 0UtQoifl Unzerbrechlich der komische Fangkünstler. August Fips mit seinem Vollblutpferd Susanna. Kriegsbilder Kein Film. Kein Film. Pedersen aus dem wilden Westen. Lebende Reiterb Uder aus dem Weltkrieg 1914/15, Dramatisch-aktuelle Reit- und Gesangs-Szenen. I. Husarenleben, II. Das feldgraue Ehrenkleid, III. Morgenrot auf dem Schlachtfeld SoisfonS, IV. Heimkehr. " 177 » Die seltsam® Figur ein Kunstwerk der Technik oder ? ? ? RerTodesflugimFenerring: DaS in der Luft mit Insassen Salto-mortale schlagende Jndianer-Canoe. Hita To—uh das Wunder der Zahnkraft. Der Boxkampf amerikanische Unsitte, durch die Barbaren Max und Moritz genuhreich gestaltet Ras lebende Phantom Türkische Gaukler in ihrem geheimnisvollen Spiel. 4W Mittvood, Samstag n. Sonntag tägl. ie 2 gr. Vorstellungen aachm.Kindcr halbePreise. n im Trotz arokenUukostenbilligePreise (ein, chl.Steucr). Loge numeriert 2.75: Sperrsitz numeriert 2.20; _ 1 . Platz 1.50: 2. Platz l.OO: Galerie 0.50. Die Kasse ist täglich vormittags von 11 bis 1 Ubr und ab 7 Ubr abends geöffnet. Vorverkauf: Kaufhaus Salomon, Schulstr. Telefon 249. Kinder zahlen zu allen Abend-Vorstellungen volle Preise, nachmittags HalbePreise für Kinder. Die gelösten Billels gelten nur zu denjenigen Vorstellungen, für welche sie verlangt, und wird für gekaufte Billets kein Geld zurückgegeben. E. Zeiss. Direktor, Neumanns, artistischer Leiter.