Nr. 269 Der L«-j«tOer täqüch, archrr Sorsrtags. — Beringen: vlernrai wöchentlich MetzeAreFGvilie svlatter; zweimal,vöchentl.Ureis^ dlatt sür-«n Ureis Sietzen (Dienstag und Frei lagst- zweimal monarl. Land- wirtzchMiiche FeitfraKr« Fernsprech - Anscbküffe: snrdieSchrMeilungl.12 Verlag,Geschäitsstetteol Adresse für Drabtnach- richten: LnzetqerSletz«;. ArwEhme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Mittwoch, 6. September (9(6 3 “™2 ---- «um»* «m£L «. mu .. .«*«,, ■OlnMBBQK] VezugSvre'. • monatl. 90 Pf., Dtcael- ja'hrl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pi.; durch d ie Post Mk. 2.4b Vierteljahrs ausschl. Vestellg. Zeilenpreis: lokalrSPf.. ausw. 20 Pf. — Haupt» schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh-, für Stadt und Land, Vermischtes und Gt> richtssaal: Fr.R.Zenz- für den Anzeigenteil: H.' EMB.)' Großes Haupt quartirr, 5.September (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die große Sommeschlacht bauert an. Unsere Truppen stehen zwischen Le Forest uns der Somme in heißem Mmpfe. «üdlich des Flusses erwehren sie sich! des auf der 2Ü Kilometer breiten Front von Barlcur bis südlich von Ehilly anstürnn-nden Gegners. Das Dorf Ehttsi, ist verloren gegangen. Rechts der Maas sind neue Angriffe der Franzosen ge^n unsere Linien östlich von Fleury und gegen die am i,. September an der Souvilleschlucht gewonnene Stellnna -rbgeichlageo. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. » Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Zn hartnäckigen Kämpfen haben deutsche Bataillone den mehrfach zum Gegenstoß anfetzenven Feind südöstlich von Brzezany wieder vertrieben. An Gefangene,r haben die »er vrmdetrn Truppen in den beiden letzten Tagen zwei Offiziere ffvnhuuürrtncuumtöfünfzig Mann cingcbracht. Karpathen entspannen sich an mehreren Srellen klernrre Gefechte. Südwestlich von Zaüie und Schi- wird ^kämpft. Stärkere russische Kräfte find südwestlich von Frmdrrl Moltzowl blutig nvgervirsen. Balkan-Kriegsschauplatz. . ^Derltf che mW bulgarische Truppen stürmten die befestig ten Rorftellungen des Bmckenkopfes T u t r a k a n. Die Stad- D o v. r c ,,t von den Bulgaren genommen. Bulgarische Ka vatlern zersprengte n.ehrsach rumänische Bataillone M Deuffc^ Seeflugzeuge belegtm Constanza sowie rusirnsie leichte Secstreitträfte mit Bomben. Unsere Luft- sch,ff« haben Bukarest und Erdölanlagcn von Ploesti m,t guiem Erfolge bonibardiert. Der erste Generalguarnermeister Ludendvrff. Der ReicyÄanzler hat den versammelten Parteiführern Kenntnis gegeben von Aenßernngen Hindenburgs und Buoendorsfs, die übereinstimmend die militärrsche Lage als gut bezeichnet hätten, so daß keine Befürchtungen gehegt zu werden brauchten. Daß eine solche Erklärung gerade in dem Ntzigen Zeitpunkt abgegeben wird, ist verständlich und wird eine gute Wirkung tun. Wir haben gestern darauf hin- gewrefen, Ime sehr sich dem Auge des Laien durch die viel- Vorgänge auf vermehrten Kriegsschauplätzen die Feststellung der nächsten Aussichten verschleiert hat, wie wir zwar vor großen Entscheidm,g«n stehen, aber nicht zu erkennen vermögen, nach welcher Richtung sie sich z u n ä ch st abspielen. Selbstverständlich konnte auch in den vertraulichen Be,prechungen des Reichskanzlers mit unseren Parlamentariern über die strategischen Absichten unserer tzceres- b^ttnng nichts vcrlautbart werden, und es ist uns heute mehr den» le vom Schicksal vorgesetzt, das vo lle Vertrauen zu bewahren, be,anders gegenüber den hochverdienten und Muralen Mamrern, die jetzt auf den Schlachtfeldern die Ge- S s r 3 eu i ,d)f; ? Icnfeu - Dazu gehört selbstverständlich dao wir durch reiche Zeichnung der neuen Kriegsanleihe alle Maßnahmen unterstützen, die jetzt von un- lercr Heeresleitung vor der Entscheidung in die Wege geleitet ©3 bleibt uns unbenommen, 'uns, wie bisher, in die unmaßgeblwieu Ansichten und Darstellungen militärischer Fachlchrrf steiler zu vertiefen, die auch nach Rumäniens - Kriegserklärung un,ere Lage keineswegs mit düsteren Blicken mustern Wenn wir gestern meinten, die nächsten Hauptziele Er Militärischen Anstrengungen richteten sich nach dem flj J? i on r nc L ,mr b"lte darauf verweisen, daß der Berner „Bund di^se Meinung teilt. Das Blatt schreibt: . Kie letztem Tage zeitigten, wie nicht anders zu erwarten war rm Osten, lm We,ten und iLüdm heftige Angriffe der Alliierten. mit dem Zwecke, bte Deutschen an der Verschiebung ihrer Kräfte entf den rumänischen Kriegssckmuplatz zu l)indenn. In der Tat * * € S J : J > ?- r t A U r l äch st eine wichtigc Ents ch eid u nq und Titufe me Aufgabe Deutschlands sein, den Bulgaren und' den Sdeiwryeilpern und Ungarn cnr eigener Stoßkraft mitzugeben, was cm anderen Fronden irgend entbehrlich ist. Insofern entspricht die ?3EJ£$*? ^L?rn H.ew',L vorigen Jahres, als die deutsch-öfter- -rÄ^'^EAarriche Offensive gegen Serbien vor sich ging. Ver- stls es sich diesmal nicht unr eine Offensive der ^entralmachte, sondern unr eine Offensive der Entente, im be- 5 * e0cnoffenfit,e cu ?r?Y-"^ unö ' bezeichnet denn auch ausdrücklich die letzte Ansnsssbewegung der Feinde im Westen als eine fort- > ^rctfaffangsoffejtjTüe, und möchte Hindenburg und Ludendorff den Rat erteilen, die Front im Westen zu einem geeigneten Zeitpunkt zu verkürzen, um die Hauptziele desto kräftiger verfolgen zu können: f%T artm ' ^ bie Deutschen auch in diesem S f Gegenangriff verzichten und die Verteidigung an^er ^hen ihnen im Raume gz f -• 'T' s^urenicht verloren, und es wäre eine strategische StaMng lhrer Gesanitpo,rtron, wenn sie im Westen im geeignetem A naher bestimmbaren Moment eine bedeutend": denieniaen -Ehrlichen Kräfte auf ^1-5 lte skrategifche Einheit bildenden arropäi- tourten, tm> letzt von allen Parteien eine klar- pojirrve Entscheidung geiucht werden muß. . E solche Entschlüsse unseres neuen Generalstabschefs $ lc ®U te ^ n i .. l,t eine ^dere Frage. Bis jetzt sind dafür vorhanden, daß eine Verkürzung der Westfront angebahnt^wird, im Gegenteil, die Angriffe der rL mt Ö r °6 em Erfolge znrückgeschlagen worden, und sie haben nür ganz unbedeutenden Bodenqewinn aus Anstrengungen zu verzeichnen. Der Kri- tlter im Berner „Bund", der die Mittel nicht überschauen ur y ere E ^►©ere^teiturtg zur Verfügung stehen, ist vielleicht zu der Anheunstellung einer Verkürzung der deni- schen Westfront hauptsächlich deshalb gelangt/ weil ihm bekannt ist, daß .hindenburg kühne Entschlüsse liebt und Bewegung in den Schützengrabenkrieg zu bringen weiß, wenn ihm dies nützlich dünkt. Wir wollen aber in Geduld y at lrs Absichten Lindcuburgs und Ludcndorffs wirklich sichtoar werden, und wollen unfern taufen Truv- pen danken, daß sre bisher alle Anschläge der Feinde ver- ertelt und der deutschen Heeresleitung Ehre gemacht haben Latz unsere Kriegführung gegenwärtig im Osten be- elmgt, dort alle Lore zu verrammeln, durch bie der Vorgehen und seine strategische Lage verbessern könnte. Oie Offensive in der Dobrudscha ist rüstig voranaeschritten- die bulgarischen Truppen haben bereits die Stadt Dobric genommen, die etwa 14 000 Einloohner zählt und 33 Kilo- mertzr nordwestlich vom Hafenort Baltschik liegt. Stellungen südlich von CoEes gerichtet wurden nmaewebr ^EE debvnchierten, brachen in unserem Mäschi- BtÄ S Ö““ zusammen, das dem Feinde sehr schivere bauvwt ganze von uns erobert- Gelände wurde be- Ä. % le -3aU der m diesen beiden Tagen nördlich der Somme ® e «? ll0 ?r C l? ? rmd)t gegenwärtig 2500. Außer der gestern ^ ,|>njte noch 10 Maschinengewehre ein- gevrastt. S üblich der Somme haben die französischen Trn- 90 t i!r C feindlichen Einrichtungen auf einer Ausdehnung von Äwg '0 Kilometern angegriftcn, von Barleux bis in die Gegend südlich unser^A^iÜ:/'^^?^^^ unserer Soldaten und'die Gcwall unjerer ürtillerre ermöglichte nns nberoll, d-ü Vorgesetzten ^iele wi/dü Äff fÄÄ T?ont von Barleux nach Deni6court nahmQi wir die erste feindliche Schutzengrabenlinie und setzten uns im Vor- 5 ourt Beruh und am nördlichen Rande von Denie- fcHZÜJL ' f unierem rechten Flügel Murde das'vom Norton und ^-ugegristene ^.ori Soyecourt im Verlaufe eines glanzenden S.urmangriftes gänzlich genommen. Weiter si'Mich gegen Vermmidovülers bei ClMy nahm unsere Infanterie nach än'K Ausdehnung von über 4 Wometern die ^/nkHeren oentschen Front, umfassend meh- ^ßbbaute Verteidigungslinien. Das Dorf CHMv benommen. Wir besetzten im Osten die Ue66 sowie die Westränder des CHaulneswaldes. Wir sind über LFoNVernmndovülers himms, von dem wir einen Teil besetzt - halten, von .worden und von bilden her glatt Vorgä>rungen. Unsere schwere Artillerie nahm feindliche Truppen, die auf der Stroße ^ alT ^ > > r Q~/? I x Td ' e ^ ^^oucbierten. unter ihr Feuer und zerstrQite Ni... p.ie Znhl der von uns heute südlich der Somme gemachten un- steig?^00^ ^bfcrngenen, die bis jetzt festgestellt worden sind, über- ^ lT - f er her Maas erweiterten wir trotz heftigen Bombardements des Feindes unseren gestrigen Gewinn und ruckten um etwa 109 Meter in der Gegend östlich von Fleurv Ätschen unternahmen gegen 9Uhr einen sehr mäM- auf unsere Stellungen iM Ehenorswalde. Dieser ^Aü- Der öfterreichi?ch-unt;arische Tagesbericht. . / 5.Sept. ten tarnen 5 dtaft% Der eugkische Bericht. R »t t c r d 2 m 4. Sept. 1 Uhr 20 Mimitrn n-chimitt-m«. Der geftnge Kampf zwilchen Somme lmö Ancre war sehr h im Tale den Magien^ N^inL schi-V Luruckgewresen wurden. Die feind- 'lve F l o t t e. beschost die Beseftigungen nördlich K a v a l l a SÄ fn7 i b ; M)ie Flugzeuge Bomben abwarfen, ebenso wie auf «ae ^onri ^tlno-oo, .vaznatar und den Bahnhof von Angnrsta Mehrere ErnwVhnm. darunter Frauen und Kinder, wurden getötet Grer^an^d^Er^^^ mtt ^ „September imfere Armeen bie Oieitac^ait bn- Top r^irb) efta, wobei ftc vorgeschobene ?lbtrilwt°. iaiks ^udes kräftig zurückdrückteii. Unsere Armeen auf Uurtbunar vor und bemächtigten sich dieses Punkts imch einem entscheidenden Kampfe, wobei 159 Soldaten Offiziere zu Gefangenen gemackt wurden. Dm Feind ließ 199 Tote ünd etne große Anzahl Gewehre und AusrüstungsgeqenMtda zuruck^Eme iuns«er Mürilnngen besetzte die Stadt Akka^i nlar ^er Vormarsch wird auf der ganzen Front fortgesetzt Der türkische Bericht. J LM Der französische Bericht. Paris, 4. Sepr. 11 Uhr abends: Auf der Front der So mm e cnfttmMte sich die gestern von den französisch-britischen Streit- kraften begonnene Schlacht l>eute auf beiden Ufern der Somme und dauerte den ganzen Tag über mit äußerster Erbitterung fort. Nord UÄ des Flusses haben wir in Erweiterung unserer Erfolge östlich des Dorfes Forest ernstliche iFortschritte gemacht, sind übe' die , ^opital-Ferme hinaus vorgedrungen und haben die Kuppe westlich des Waldes Marriöres besetzt. Heftige deutsche GegenMigriffc, die I Konstantinopel, 4. Sepl. (WDB .1 Amtlicher Bericht September. Bon t>en verschiedenen Fronten lwat kein e Je ü d> r I d> t über eme erwähnenswerte Veränderung der Lage vor. Sl _ Der Bi-L-Gei.eralffsimus. Kvnstantrnopel, 4.^ept. (WTD Nichtamtlich.', Auf Grund des neuen Statuts der kirchlichen und nationalen VernwI- tung der gregonschen Armenier in der Türkei ist der bi.-ü rme K'atholrkos von Sis (Cilicien'. Monsignore Sabak Habüian -um Kathollloo und Patriarchen aller in der Türkei lvvhmmdetE^ melier mtt dem e Flugstation Arensburg auf Oesel an und kehrten trotz heftiger Gogettwehr unbeschädigt zurück. Angriffe des Gegners ans die n o r d t u r l ä u d i s ch e K ü st c wurden durch unsere See* flugzkuge und Abwehrbo ttericn vereitelt. Einige Bomben fielen, ohne Sckxtden anzurichlcn,' in die See oder auf loalliges Gelände. Ein russisches Flugzeug wurde durch unser Mivehrfeuer beschädigt. Das englische Zeppelin-Dementi. London, 5. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bn- lveans. Der deutsche Marinebericht meldet, daß in der Nacht zum 3. Septt'mber Luftschiffe die Festung London und andere Plätze mit Bonrben lx'Iegten, die Fenersbrünste und l>eftige Explosionen^ verursachten. Demgegenüber !seist die Admiralität darauf hin, daß 'der- angerichtete Schaden gleich Null ist, tz>as in der amtlichen Mitteilung genau bekannt gegeben morden ist. Es sind keine Brände tarn irgendwelcher Bedeut>eng und keine Explosionen em- getreten Ueberdi-'s besteht der stärkste Grund zu der Annahme, daß außer dem zerstörten noch ein anderes Luftschiff ernstlick) beschädigt worden ist. Basel, 5. Sept 3u dein Massenangriff von Zeppelinen sagen die „Daily Neu.", die AhschüßUng von Bvandpfeilen ans besonderen Flugzeugen habe sich ausgezeichnet bewährt. Der Feind sei dadurch in Verwirrung gebracht morden. London, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neu- terschen Bureaus. Der verunglückte Zeppelin wurde durch den Fliegerleutnant William Robinson bevabgeschossen. Der König hat denn Offizier das Viktoria-Kreuz verliehen. Robinson war zu>ei Stunden in der Lust geblieben und I>atte vorher ein anderes Luftschiff angegriffen. Griecheniand. Lugano, 5. Sept. Die Mailänder Blätter' melden aus Athen: Die Alliierten haben etwa 20 Schiffe, Deutsckftand und Oesterreichcklngarn angehörig, beschlagnahmt. Unter diesen besän den sich der große U eberseedampf er „Marienbad" der Hamburg Amerika-Linie und vier Dampfer der Deutschen Levante-Lini „Arratoliv" „Tira". ..Bagdad" und „Serifos". Die meisten deut schon und österreichischen Schisse seien in den beiden kleinen Häfen Salamina und Eleusina seit Kckiegsbcginn verankert. Die Mann fc&oftert «wurden verhaftet und anstatt der deutschen Fahne die französische Trikolore gehißt. ^ London, 5. Sept. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus Athen: Sonntag sei ein Auto mit dem Sekretär und zwei anderen Beamten der österreichisch-ungarischen Ge sandtschaft nach Eleusis gefahren. Da cs offenbar ihre Absicht war, die Flotte ba* Alliietten auszuspähen, hätten ihnen englische Agenten, die in einem anderen Auto saßen, befohlen, zu halten. Die Oestcrreicher, heißt es weiter, trachteten zu entkommen. Das Auto Ider Engländer holte sie aber ein. Es wurde ein Schuß auf die Ocsterrcicher abgegeben, um ihnen zu zeigen, daß sie unmöglich entfliehen könnten. Darauf ergaben ffe sich. Der Kawaß der Gc- sandtsck-ast wurde l e i cp t verwundet. Genf, 5 Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin" meldet ans Athen: Das Blatt „Imbros" meldet, daß eine Abteilung po r t n g ie s i s ch e r A nt i l l e r i e in Saloniki ausgeschrfft wurde. Das Blatt versichert, bafj denrnächst 15 000 portugiesische Soldaten gelandet werden Nnirden. Oftafrika. London, 4. Sept. (WTB) Amtliche Meldung. Am 4. September morgens 9 Uhr nnrrde Dar-es-Sakm besetzt. (Sec* streitkräffe in Verbindung mit Truppen aus Bagamoyo und Saoaani sind tvmtit beschäftigt, den ehemaligen Sitz der Regierung und die Hauptstadt des deutschen Schutzgebietes zu besetzen. Südlich M rag oto wird unsere .Verfolgung der deutschen H aupt- streitkräste fortgesetzt. Der Hauptteil der Truppen unter General Smuts befindet sich in der Umgebung von Mato mbo im Osten der Slopes- und MnMrw-'Berge. Kleinere Abteilungen stoßen südlich durch das Hügelland vor, während im Westen berittene Trittchen nach Süden ans die Uckbergänge über den großen Fluß Nuah.! drücken, im Gemeinsamen Vorgehen mit einer Abteilung, von van Deventers zweiter Division, die Kiknmi (42 Meilen südlich Küoisfiai erreichte. Im südlichen Gebiet besetzten Abteilungen unter Nlorthep Neu-Jringa: sie wurden von diesem Ort und von Lupembc nach Vüahcnge zu iveitergeleitet, in welcher Richtung alle noch im Felde steltcmden deutschen Drüppen den Rückzug an traten.. Der §eekrieg. Atnsterdam, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden, daß der englische Dampfer „Rievaul Abbey" (1666 ^bmltto-Registertonnen) der Linie Rotterdam- Hutt, der am Samstag abend von Rotterdam aussuhr, am Sonntag vormittag in der Nordsee verseiHkt wurde. London, 5. Sept. (WTB.) Meldung des Renterschen Burecrno. Lloyds berichtet, daß die norwegischen Dampfer „Gotthar d" (1462 Brutto-Registertonnen) und „G e t e s- d a l" (1476 Brutto-Registcrtonnen) versenkt worden sind. New Port, 4. Sept. (WTB'.) Funkspruch des Vertreters des WTB. Eine Meldung der „Associated Preß" aus Schanghai besagt: Die hiesigen Geschäftsleitte sind sehr erbittert darilber, daß die Engländer 147 amerikanische Postsäcke, die hier vvn Vancouver aukcrmen, der Zeusur mrtev- worfen haben. Sogar die amtliche Post des amerikanischen Konsulats wurde zensuriert. Stockholm, 4. Sept. (WTV. Nichtamtl.) Das Schwedische Delegraphen-Burecm meldet: Laut belegraffhische-r.Mit- tetlung der schwedischen Gesandtschaft in Petersburg hat die russische Regierung eine entgegenkommende Antwort bezüglich der Kaperung des deutschen Dmupsers „Desterro" gegeben. Kristiania, 5. Sevt. (Priv.^Tel., Zf-) Der englische Darnpser „Nunima" (4000 Tonnen) ist im Weißen Meer ausgelaufen; die Ladung mußte über Bord geworfen wer- Lden. Das Schiff ist wahrscheinlich verloren. Haag, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Im Monat August wurden 62 Minen angespült, davon 46 englischen, 10 deutschen und 6 unbekannten Ursprungs. Die Gesamtzahl der feit Beginn des Krieges angespülten Minen beträgt 1279 , wovon 702 englischen, 62 französischen, 229 deutschen und 386 unbekannten Ursprungs waren. Der Aufstand in Nlederländisch-Indien. Haag. 5. Sept. (WTB.) Amtlich wird bekannt gegeben: Dein Generalgonvernenr vvn Niederländisch-J'ndien wurde telegraphisch berichtet, daß der Kontrolleur Walter mit seinem Personal Und den Mannschaften der bewaffneten Polizei in Sörolangeou ' i bei worden sind. Sonntag nachmittag 65 Mann vvn Tandjvng—Priok nach Palembang abgegangen, gestern zwei Zwmpagnien Jnfaitterie. Haag, 5. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung des „Tele- aranf" mis Wellevreden wird ans Möaratebo berichtet, drrß die Europäer flüchten. Ein befestigter Ort wurde in Brand gesteckt Ans Batavia sind Teile des zelxnten Bataillons abgegangen, wntcrr^ erlangen mit Artillerie werden folgen. Man will euren stterrurg durch das anfftändische Gebiet unternehmen. Haag, 5. Sept (WTB. Nichtamtlich.) 'Das Kolonia!- nnnln'-irmn hat die telegraphische Mitteilung erhalten, daß hie Europäer in Wosuvatebo in Sicherheit sind Japan imö Ctzlna. Peking, 5. .Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Der japanische Gesandte hat der chinesischen Regierung am Samstag eine Note überreicht, in der die Bestvasung der für die Vorfälle in Changcyiatung verantwortlichen Personen und Maßregeln zur Verhütung der Wiederholung eines solchen Zwisck)en- falles gefordert wird. Roller d a m, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Maas- bode veröffentlicht eine Meldung der Central News aus Tokio, nach fbcr chinesische Truppen in der Mongolei neuerdings auf die Japaner gefeuert haben. Beide Parteien hatten Verluste. Aus dem Reiche. Die Parteiführer beim Reichskanzler. Berlin, 5. Sept. Am heutigen späten Nachmittag findet ftn Reichskanzlerpalais eine Zusammenkunft der Vorsitzenden aller Reichstagsfraktionen statt. An ihr werden voraussichtlich teilnehmen: Graf Westarp von den Konservativen, Freiherr von Gamp von der Deutschen Fraktion, Dr. Spahn und Fehrenbach vom Zentrum, Bassermann von den Nationalliberalen, von Paper von beit Fortschrittlern, Scheidemann und Eüert von den Sozialdemokraten, sowie die Vorsitzenden von den kleineren Fraktionen. Bei der Zu- sammenkunft wird der Kanzler Gelegenheit nehmen, den Führern der Parteien einen Ueberbluk zu. geben über unsere gesamte militärische und irmerpolitische Lage. Hieran wird sich ein Meinungsaustausch knüpfen. Weiter wird die Zusammenkunft Stellung nehmen zu dem Termin des Zusammentritts des Reichstages. Berlin, 5. Sept. (Pttv.-Tel. der Franks. Ztg.) In der heutigen KPnfererkz der Parlamentarier mit dein Reichskanzler beschäftigte sich der Reichkan-ler bei seiner Uebersicht übey die allgemeine militärische Lage it. a. auch mit der Beteiligung Rumäniens am Weltkriege. Dabei machte der Reichskanzler die Mitteilung, daß der Chef des Generalstabes, Generalfeldmarschall p. Hindenblurg sorvie General v. Ludendorsf sich übereinstimmend dahin ausgesprochen hätten, daß die allgemeine militärische Lage gut sei imd zu keinerlei Befürchtungen Anlaß gebe. Selbstverständlich hätte der Einttttt RuTnäniens in den Weltkrieg D-eutschland eine gewisse Erschwerung gebracht, aber das gute Endergebnis des Krieges werde er gewiß, nicht in Frage stellen. An eine Heraufsetzung der militärischen. Altersgrenze tverde ebenfalls nicht gedacht und das ist ebenfalls ein gutes Zeichen. Allgemein zuversichtlich sei auch die Stimmung bezüglich der fünften Kriegsanleihe. * Breslau, 5. Sept. (WTB.) Ter konservative Landlags- abgeordncte Gras Harr ach, Landrat a. D, Vorsitzender des d ei lisch Ion sc rvaliv^i Vereins für Schlesien, ist häute, laut Schlesr- scher Mvrgenzeittmg, auf seiner Besitzung Groß-Sägewitz iw Älter von 77 Jahren gestorben. Aus Stadt »rnd Land. Gießen, 6. September 1916. Nur ein gutes Ergebnis der Kriegsanleihe kann den Krieg abkürzen. Wenn zum Kricgführen Geld gehört, kann man dann sagen, daß der Kr i aufhöre, wenn die Gelder'dem Vaterlande vorenthalten werden? Nein! Das wäre ein verkehrter Schluß. Nur wer zeichnet, hilft den'Krieg abkürzen, denn: 1. Deutschland steht mit^dem Betrag an freiwilligen festen Anleihen an der Spitze "von allen kriegführenden Staaten, Es ließ selbst England und Frankreich weit hinter sich zurück und hat.der ganzen Welt ein Zeugnis von geschlossener Kraft, unerschütterlichem Vertrauen und festem Willen gegeben. Tein Feinde 'aber hat es gezeigt, daß alle .Hoffnungen aus ein Wirt- schastliches dttederriugen Deutschlands hinfällig, sind. 2. Unbestritten haben Frankreich, Rlchländ und Italien mit ihren Kriegsanleihen emcit Mißerfolg gehabt. 3. Hat deshalb der Krieg aufgchött oder auMren müssen? 4. Nein! Und zwar deshalb hat er nicht mifhüren müssen, weil es.zur Not auch rmch andere Mege der Geldbeschaffung gibt, loenn das Volk die freiwilligen langfristigen Anleihen nicht zeicharet. Diese anderen Wege entsprechen zwar nicht den Anforderungen einer gediegenen, auf die Tauer gesund zu erhaltenden Owldwirtschrft. Wer danach fragten diese Feinde nicht. Sie wissen Darlel>en für ganz flirre Dauer mit baldiger Rück- zahttnlg zn erlangen, oder sie drucken im Uebermaß Bankiwten. Das sind Schuldscheine, die drücken und irgendeinnial eingelöst werden müssen. Letzten Endes körmen sie aurch noch. Zwangs- anlcihen machen. Das Vettrnnen der deutscherr Volksgenossen und die Kraft des deutschen Geldwesens, die gefüllten Kassen der Geldanstalte^r haben uns bisher zunr größten Schmerz des Feindes davor bewahrt, einen ächrlichen Weg ungesunder Geldbeschaffung zu gehen. Sie bewahren uns auch jetzt wieder davor, werm wir rmr wollen und nicht in einer falschen Vorstellung uns von der Kriegsailleihe zurücklialten. Halten wir uns.zurück, so hört der Krieg nicht mrs. Was wir mit der Zurückhaltung -erreichen, ist lediglich das, daß wir unter ungünstigeren, d. h. erschwerten Bedingungen weiterkämpsen müssen. Unter erschvetten Bedingumgen deshalb, tveil der Feind ein Nachlassen unseres Könnens und Wollens annehmen würde. Ein gllttes Ergebnis der neuen Kriegsanleihe wird dagegens auf das Äljuslcmd um so wuchtiger wiüken, als der Feind die Hoffnung, der eine oder andere neuttale Staat vielleicht die Meinung l>at, daß es nach dem glchltzenden Ausstieg unserer geldwittschastlichen iKraft nun rasch abwärts gehen werde. Wer die Abkürzung des .Krieges, die ^Abkürzung der Nöte urrd Leiden des bluttgen Ringens sich und den kämpfenden Angehörigen wünscht, der muß. hiernach folgerichtig zur Zeichnuirg der Kriegsanleihe erpmntern und selbst mit seinen Mitteln zum Erfolge beitragen. Wer anders handelt, wer die Zeichmmg imterläßt oder abrät, versündigt sich am Volke, denn er verlängert dessen Leiden. Die Gri'inde daft'lr sind im Vorstehenden entwickelt und können vmc jedem, wie man meinen sollte, leicht nachgeprüft werden. Liegt es im übrigen allein an dem guten Willen Deutschlands, den Krieg zu beendigen? Ist es nicht vielnkehr so, daß wir uns immer noch der wild vvn allen Seiten anstürmenden Feinde zu crwehrerc haben, um sie von der Verwüstung und Vernichtung alles dessen, was uns lieb und teuer ist, mit eisenbewehrter Faust abzuhalten r Wie möchte der Frieden aussehen, wenn wir ilftr jetzt von den Feinden erbitten wollten? Kann es fi'tr einen einsichtigen Mensckfen im deutschen Reiche da wirklich noch einen Zweifel geben? Nein! Ein großer Erfolg der Kriegsanleilie wird die Bedeutung eines Sieges haben und unsere Stellung im tvetteren Kargps und in den Friedensverhandlungen stark erhalten. / (Nachdruck erbeten!) W * Kartoffelpreise. / Das Kriegsernähpungsamt hat seinerzeit bekamttgcMben, daft der Berbrcuccherpreis für Kartoffeln zum Einkellern im .Herbst den Satz von etwa 4,75 Mark und zum Kleinvcrkauf während des Winters von et)va .5,50 Mark je Zentner nicht überschreiten solle. Die Verhandlungen über die zur Erreichung dieses Zieles zu treffenden Maßnahmen, insbesondere auf dem Frachtgebiet sind nunmehr abgeschlossen. Fast alle Staatseisenbahnverwaltungen haben sich schon bereit erklärt, den .Höchstftaüstsatz für Kartoffeln, der bisher 50 Pfennig je Zentner betrug, auf 25 Pfennig herabzusetzen. Das Reicki erstattet denjenigen Gemeinden, deren Fracht- aiufirendungen in der Zeit vonr 1. Oktober 1916 bis zum 15. August 1917 trotz der Frachtermäßiginig noch mehr als 16 Pfennig im Durchschnitt betragen, den Mehrbettag. Die Gemeinden habem also infolge dieser erheblichen Leiskun-gen Oim Staat und Reich für die von ihnen auf Anweisung der Reichskartoffelslelle bezogenen Speisekarlöffeln 'vom 1. Oktober 1916 ab im Höchstfälle 15 Pfennig Turchschnittssracht'zu entrichten. Die Reichskartoffelstelle wird vonc 1. Oktober .1916 ab die von den Bedarfs gemeinden an die ^le)erungsttei,e zu zaplenoe VermirlolungsgeVuyc, oce ,ett oein! Februar 191(1 25 bcs 30 Pfennig betrug, aus 20 Pfennig für den Zenttrer l-erabsetzen. Da nur Orte, gesunde, verlesene Kartoffeln dem Erzeuger mit 4 Mark zu bezahlen und für Minderwert AL- züge zu machen sind, können den Gemeinden irgendwie erhebliche Verluste bis zum Eüttellern kaüm erwachsen. Die Kosten für Anfuhr zum Keller, Sackbenutzung nsw. liegen örtlich oerschi^ren. Verhandlungen mit den Bedarfs verbänden mit dem Ziel, üah der eingangs gedachte Preis überall innegehalten wird, sind etngdeiteU * ** Un ser neuer Roman, der in: hentigen Familienblatts beginnt, „Der RadrumvuMrn" von White und Adams, ist ein hochinteressantes Beispiel einer bcksonderen Abart der modernm Literatur, die in manchen Zügen an Jüt-es Verne erinnert. Es ist eins der Webte, die aus dem starken Ptzantasiededürfnis und der Aden teurer lu st entstanden sind. Die wissenschaftliche Voraussetzung des RvTnans hat ettvas Gewaltiges, Faszinierendes. Ein deutsckier Gelehrter ist auf der Suche nach der Quelle aller Erdenkraft^ nach einem Stoff, der die Radiumwnnder in höchster Potenz in sich vereinigt. Tie Geschichte gibt ein scharf gezeichnetes Männerdasern von großer Spannung. Der Romain ist inr Hinblick ans den deutschen Entdecker- und Erfindergeist der WelÄnegs-eit und dem sich in dem Werk ab spielenden Kampf eines deutschen Gei steshelden mit der Natur und rohen englischen Bvlkselernennen voir besonderem Interesse. **' Personalnachrichten der O be r - P ostdirek - tivn in Tarmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Kreuz 1. Kl. dem Hauptmann d. R. Vize-Postdirektor Frisch aus Friedberg (Hessen); das Eiserne Kreuz 2. Kl. den FeldpostsekretäreNj L i p p s aüs Offenbach (Main),. Re i d e l aus Mainz und Mundschenk aus Tarnrstodt und dem Unteroffizier d. R., Postsekretär Becht aus Darmstadt; die Hessische Tapferkeitsmedaille dem Feldwebel-Leittilant, Ober-Posta ssistmt Sei pp aus Bingen (Rhein) und dem Telegraphisten. Postgehilfe Steffens aus Gwß-Gevau; das Hess. Kriegsehrenzeichen dem Hauptmann d. L., Vize-Postdire'ktor Roos in Darmstadt. Ferner beim Scheiden aus dem Dienst: das Hess. Allgemeine Mrenzeichen mit der Inschrift : „Für langjährige träte Dienste" dem O derb riefträger Finkernagel in Ruppertenwd rmd dem Briefträger Adam in Wonsheim. ZumOffizierdesBeurlaubtenstandcs wurde befördert: der Postaffiftent Ludtvig Weber ans Groß- Gerau.^ Ernannt wurde zum Vize-Posddirekbvr der PostiinsPektor Seelig in Gießen. Angenommen wurde znm Postagenten der Ortseinnehmer Karl Stahl in Kailbach (Odvnw.) Freiwillig a u s g e s ch i e d e n ist der Po-stagent Konrad Stahl in Kailbach (Odenw.) Entlassen wurde der Telegraphengehilfe Scherer in Bad-91auheim. Vor dem Feinde gefallen ist der Leutnant der Reserve, Posteleve Herbst aus .Tarmstadt. ** Warnung vor ausländischen Kaffee-Ersatzmitteln. Der Kriegsansschuß für Kaffee, Tee und deren Ersatzmittel. G. nt. b. H., Berlin, macht den Kaffee- und Kassee-Ersatz- mittel-Handel aus folgendes ausnrerksam: Es werden in letzter Zeit vielfach ausländische Kaffee-Ersatzmittel zu sehr hohen Preisen an geboten, welche dem Wett der Ware nickü entsprechen. Da in Teittschland für Kaffee-Ersatzmiscl-uicgen Richt preise festgesetzt sind, liegt es' im Interesse der Firmen, welche ausländische Kafseo-iErsachnittsl einM)ren, die Angebote möglichst unter Vorlage von Mustern dem .Kriegsausschuß vor dem Kauf der Ware zur Begutachtung einzusenden. ** Weiteres ü b e.x S ü ß st o f f (Saccharin». Gelegentlich wird der Fehler gemacht, daß künstlicher Süßstoff in festem Zustande (direkt als Kttstall-Süßsloff oder als Täfelchen) gekostet wird. Ties sollte vermieden Iverden, weil derartige Süß - stofszubereitungen fonrie starke Süßstosflöjungen auf der Zunge einen, unangenehmen, lange haftenden. Nachgeschmack verursackMc Man f o ft e daher Süßstoff nur in verdünnten! Lösungen! Speisen, die gekocht werden, süßt ntmt zweckmäßig erst n a ch dem Kochen mit Süßstoff oder besser mit einer. Slißstosslöffmg, weil sie sonst einen bitteren Geschmack lwkonnn-en können. Jtl den nur 110-sach süßeir Täfelchen ist der Süßstoff mit etwas doppelttohletn'aturem. Natron gestreckt. Daher entwickettl die Täfelchen beim Auflösen in sauren oder heißen Flüssigkeiten etwas Kohlen scütre. ** Beim Papier der amtlichen Postkarten wird neuerdings darüber geklach. daß .bei Anwendung von Tinten- s ch r i f t die Buchstaben nickst inaner die bisher gemofynte Deutlich- seit zeigen rcnd auch ber Herstellung Vvir UiNdrucken mit Kdpiettinte gewisse Erschwernisse auftreteri. Diese ErscheiNuingen hängen nickst ttwa -mit Sparsanfteitsmaßnahnren der Postverwaltung zusammen, sondern sind in Schwiettglkeiten begründet, die sich bei Herstellung des Papiers tn den Papierfabrik^: ergeben haben, und die als eine unabwendbare Begleiterscheinung des Ktteges hingenommen werden müssen. '*Oeffentliche Bücherhalle. Im Tl u g u st wurden 2465 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1508, Zeitschriften 146, Jugendschriften 215, Literaturgeschichte 18, Gedichte und Dramen 42, Länder- und Völkerkunde 57, Kulturgeschichte 21 , Geschichte und Biographien 146, Kunstgeschichte 34, Oiaturwisselffchaft und Technologie 146, Heer- und Seewesen 20, Haus- lind Landwirtschaft 19, Gefundheitslehrc 15. Religion und Philosophie 57, Slaatswisfenschast 16, Sprachwissenschaft 3, Fremdsprachliches 12 Bände. Nach auswärts kamen 32 Bände. **Ihre Silberne Hochzeit feiern am 9. September Stadtverordneter E. Krumm und Frau Elisabeth, geb. Klein. ** Pfleger gesucht. Die Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten Gießen bittet dringend um lvteldungen von männlichem Pflegepersonal. Landkreis Gießen. Großen-Buseck, 6. Sept., Der Sanität« - Gefreite Christian Wagner im Res-Jnf.-Rgt. Nr. 118 wurde vor kurzem mit de,n Hessischen SanilätS-Verdienstkreuz alisgezeichnet und ist am 2. September zum SanitälS-Unterosfizier befördert worden. -m- Großen- Lin den, 6. Sept. Einen sästwen Erfolg hatte unser Turnverein bei dem zweiten Kttegswetturnen des Turn- gaue« Hessen ans ber Hardt. Vvn 16 Durnsrn konnten 14 als Sieger, zum Tell mit hohen Preisen, heimkehren. Unter den aktivetc Turnern errang Otto Hof mann den 8., Gffreiter Bernhard Gaß mann den 10. Preis. In der Oberstufe der Zöglinge holle Wilhelm Röhn öen 3 Preis, Ludwig Volk den 7., Albert Feiler den 9., Will)elnr (Größer detr 14. und Wilhelm H o f m a n n den 16. Preis. Bei bat Zöglingen der Unterstufe erhielt Wilhelm Fab er den 38., Karl Sei pp d«rt 40., Mlhelm Keil den 52., August Becker und Ludwig Fab er bea, 56. Preis. Bei dem Schülettunren endlich bekam Wilhelm Weiß den 3., Heinnch Ke stier beu 30. Preis. th. Li n den strinth, 6. Sept. In den letzten Taget! wurden iridber zwei Söhne unserer Gemeinde mit dech Eisernen Kr^nrz 2. Klasse ausgezeichnel. Es fitib dies die Vriider Karl und Otto $8 e i ß, Söhne des Ludwig Weiß. Ter Erstere wicrde bei KHiegs- begimt als Ersatzveservist einge-oglett und kämpft seit längerer Zeit am Hartmannsweiler Kops. Otto Weist zurzeit wohnhaft in Giroßen-Bvtseck, erwarb sich die Auszeichnung als Vtzewackstmeister in den Kämpfen an der Somme. Er ist attch bevetts Inhaber der Hess. TaisterkcttsMedaille. K S t e i n h e i m b. Hungen, 5. Scpt. Mit dem Eisernen ftreu# ausgezeichnet wurde der Gefreite der Res. Rnd. Hof mann von hier vom Res.-Jnf.-Regt. 206. Er ist auch bcweits Inhaber der Hessischen Tapfetteitsmedaille. Zu KTiegsbeginn zog er mit dem Fnf.-Re.tzt. 116 hinaus und wurde in det» ersten Schlacht bei Anloy verwundet. Seiire zweite Verwnujduug zog er sich in der Durch- bruchsschl Bedenken gegen die .Kriegsanleihe 'durch die .Vertrauensmänner beseitigt werden können. Die Aussprache, die sich anschlvß, nmr sehr rege und wertvoll. Es wurde «h^rvorgehoben. daß auch diesmal Wieder die Hauptwerbearbeits 'durch die Agitation von Harts zu 'Haus geleistet herben müßte, jdaß «stier auch, mo man sich davon Erfolg versprechen dürft, Vorfrage wicht unterbleiben sollen. Auf Anfrage erklärte sich Pfarrer Meid» er-Ober-Lais bereit, in den nächsten Wollten an ver- sdnedenen Orten des Kreises Schotten Vorträge über die fünfte 'Kriegsanleihe zu halten. Die anwesenden Kasseitbeamten erllärten auch in der heutigen Versammlung, daß Einlagen zur Zeichnung !für die Kriegsanleihe freigegeben werden. — Wegen der großen! Musdehnnng des Kreises Schotters fanden im Kreis vier Vertrauensmann crversammltmgen statt, in Schotten, Laubach, M- richftein tnrd Gedern. Kreis Friedberg. F. C. Bad-Nauheim. 6. Sept. Dem hiesigen Badedtrektor und Baural Bruno von Böhmer wurde von dem Sultan der Türkei der Kriegsorden vom Eisernen Halbmond verliehen. o». Bad-Nauheim, 5. Septbr. Feldwebel-Leutnant .Hummel, Inhaber des Eisernen Kreuzes, vom Pommerschen Landwehr-Rgt. Nr. 2, und der Gefreite Hans Heß, Sohn des Sanitätsrats Dr. Heß, wurden durch Verleihung der Hessischen ' Tapse rkeirsrne-daille ausgezeichnet. ba. Bad - Nauheim, 6. Sept. Der Gefreite Hartmann Mörler, Sohn des Gastwirts Ehriltoph Mörler, wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. bnz. B ab-Nauheim, 5. Sept. Bei den Ausscheidungs- käurpftn für das Wehrturnen am Sonntag in Gießen siegte bei den Mannschaftskämpfen die Butzbacher Schlagballmannschaft, nicht wie mitgewilt mit 39:12 gegen die Gießener Mannschaft, sondern nckt 39:10 Punkten. — Die nächste Klein vie Hab nah me für den Kreis Jriebberg findet bereits am Mittwoch nachmittag von 3 Uhr ab statt Schweine müssen in genügender Menge angeliefert werden. Kälber werden gleichfalls in reichlickter Menge gebraucht. Antrieb von Hammeln ist erwünscht. Kd. Bad - Nau h ei m , 6. Sept. Am Donnerstag den 7. September, abends 8^4 Uhr findet im Konzerthaus unter Leitung des Kgl. Professors Hans W in der st ei tt das siebente Philharmonische Konzert lein Richard-Wiagner-Abend) der .Kurkapelle statt, in dem der Kgl. Kammersänger Harts W n z e I mitwirkt. Herr Wuz6l .ist Msttgüed des Kgl. Hofthsaters zu. Ciassel und seine prächtige Stinrme, seine vortreffliche Atenttechnik, vor allem aber seine echt musikalische Auffassung machen seine Darbietungen zu entern großen, vollen Gmuß. Der Künstler wird den Monolog des Hans Sachs „Wahn, überall Wahn" ans den Meistersingern und die Ansprache des Wolfram „Mick ich umher in diesem edlen Kreise" aus Tann- Muser singen. Das Orchester, das das Konzert mis dem Vorspiel zum dritten Akt der „Meistersinger' eröffiret, bringt*noch die Ouvertüre zur Oper „Die Feen", ferner das „Waldweben" Mts Siegfried und die „Trauermussk beim Tode Siegfrieds" aus der Götterdämmerung. Den Schluß bildet „Wotans Abschied und Feuer- sauber" aus der Walküre mit Herrn Wtrzel als Wotan. Der Besuch des Konzertes kann aufs tvärmste empfohlen werden. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 6 Sept. Für das Vaterland sind gestorben: Leutnant und Kompagmesührer Otto S i r e o u I o m b, Jnh-Regt. Nr. 88, au? Wetzlar, Grenadier Peter Uhl, 4. Garde-Regt. z. F.. 5. Komp., aus Bonbaden. — Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Kriegsfreiwilliger Albert ® l fl § n e r, Minenwerferkomp. Nr. 225, aus Schwalbach. Glasner ist ein /Wehlarer Seminarist. ra. Wetzlar, 5. Sept. Da sich bei der letzten Kriegsanleihe die .tstrsönliche Werbearbeit aufs beste bewährt hat, so soll dieselbe auch diesmal bis in das kleinste Kreisdorf ausge^ nommien werden. Der Lattdrat hatte daher für Montag die schon früher Mtf Vorschlag der Bürgermeister besttmmlen Verttauens- manner der einzelnen Gemeinden zu einer mündlichen Besprechung mach dem Hotel Kaltwasser eingeblden. Wie die Tättgkeit der Vertrauensleute diesmal gedacht ist, würde eingehend erörtert, auf Vorschlag aus der Versammlung soll vor allem auch an die schulentlassene Jugend herangetreten tverden. Sentinardirektor Groth stellt auch diesmal wieder aus Wunsch seine Seminaristen zur Verfügung, wurden doch für die letzte Anleihe allein auf ihre Werbetätigkeit in den von ihnen besuchten Ortschaften 69 000 Mk. gezeichnet. , ü. Wetzlar, b. ocpi. Der ürersbommunalverband hat auch für den neuen Dersorgungsabschnitt vom 16. September 1916 bis 15. September 1917 die Selbstwittschast mit Brotgetreide übernommene und den einzelnen Bürgermeistereien die Berbrauchs- regelung innerhalb deren Bezirk übertragen. Als Sstbstwwsorger gelten alle landwirtschaftlichen Untertrehnter, die .selbst Brotgetreide gezogen haben, einerlei, wie lange sie mit ihren Vorräten auskommen. Die Versorgung der Selbstversorger beginnt am 16. September d. Js. Letztere dürfen das ihnen zustetzende Getreide nur gegen Mahlkarten, die von den zuständigen Bürgermeisterämter ansgegeben werden, vermahlen lassen. Tie Versorgung der nicht als Selbstversorger in Frage kommenden Personen, der sogenannten Versorgungsberechtigten, aus der netten Ernte, be- innnt ebenfalls am 16. September. DM Mehlmenge, die an diese Personen ausgegeben wird, ist auf 180 Gramm täglich festgesetzt. Tie Preise für das an die Bevölkerung abzugebende Mehl und Brot sind folgende: für 1 Zentner Roggenmehl 18 Mk., für ein Psuud 18 Pfg., für 1 Zentner Weizenmehl 20.50 Mk., für ein Pfund 21 Pfg., für Roggenbrot (Kriegsbrot) 2 Pfund 36 Pig., Roggenbrot (Kriegsbrot) 3 Pfund 54 Pfg., Noggettbrot (Kriegsbrot) 4 Pfund 72 Pfg., Weizenbrot (BrötchÄt) 100 Gramm 7 Pfg Für die Stadt Wetzlar setzt der Bürgermeister die Preise fest. In der Zeit vom 16. bis 21. ds. Mts. findet eine Bestandsaufnahme der vorhauden'en Brotgetreidevorräte statt. ä. Groß-Rechte nbach, 5. Sept. Den Heldentod starb der Sanftätsgefteite Wilhelm Schäker von hier. Schäfer genügte bei Ansbruch des Krieges noch seiner aktiven Militärpflicht, hat den Krieg von Anfang an mitgemacht und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Hessen-Nassau. Neue Eisendahn-Verkehrswege. Frankfurt a. M., 4. Sept. Bor den Westtoren der Stadt läßt die Eisenbahn-Verwaltung gegenwärtig bedeutende Eisen- bahn-Neu- und Umbauten Herstellen. Für die Homburger Linie wird mit Umgehung des Bahnhofs Bockenheim (West) eine völlig neue und selbständige Gleiseinführung unmittelbar in den Haupt- b ahn Hof gebaut. Tie neue Strecke gabelt südlich vom Bahnhof Rödelheim an der Mdda von der bisherigen Homburger Strecke ab, führt zunächst an der Bgderbahn entlang, wendet sich dann in scharfem ttach Osten offenen Bogen am Flugplatzgelände vorüber und mündet schließlich am Rebstock in die Tanttusbahn, jedoch als selbständige Linie, ein. Auch die Bäderbahn, die den unmittelbaren Verkehr zwischen Wiesbaden und .Homburg, Bad-Nauheint usw. herstellt und während des Krieges nicht befahren wird, erhält einen neuen Bahnkörper. Tie Bahitkörper dieser beiden Linienj sind so hoch gelegt, daß jede .Gleisüberführung vermieden wird. Zu diesem Zwecke swar die Erbauung einer größeren Anzahl Brücken aus Betört erforderlich, die so weit und tief angelegt sind, daß sie späteren Straßenbahndurchsührungen reichlich Raum gewähren. Die Gesamtkosten dieser Bahnbauten, wozu später noch eine Verlegung der bisherigen Honrburger Linie sich gesellt, sind auf fünf Millionen Mark veranschlagt. Tie Strecken dürften bald vollendet sein. Sodann baut man von den neuen Eiseubahn-Haupt- werkstätten bei Nied eine Linie nach dem Hauytbabnbof, die neben diw Nöaterial- auch der Personenbeförderung ttach den Werkstätten dienen soll. — Ferner wurden zur Entlastung der Strecke Frankfurt—Gießen — Kassel die Strecke zwischen dem Hauptbahuhof und dem Bahnhof West viergleisig ausgebaut und die Unterführungen dieses Abschnittes um das Doppelte verbreitert und teilweise auch vertieft. Dadurch erwies man dem Bockenheimer Industriegebiet. .das bisher nur einen schmalen Zufahrtsweg avt der Moltke-Allee besaß, einen großen Dienst. Endlich werden die Gleisanlagen des Bahnhofs Eschersheim erheblich vergrößert: ein neues Bahnhofsgebäude ersteht, und die Zufahtten nach dem Bahnhof erfahren durch neue Wege- und Brückenanlagen beträchtliche Berkehrsverbefserungen. * ----- F r a n k f u r t a. M., 5. Sept. In Verbindung mit der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission tritt der Hessi° s ch e L a n d e s v e r e i n für I n n e r e M i s s t o n am 13, September hterselbst zu seiner diesjährigen Harrptversammlung zusammen. — Frankfurt a. M., 5. Sept. Heute rracht gegen 1 Uhr entstand in bem dritten Stock der Fabrik elektrotechnischer Geräte von Dr. Schneider, Rebstöckersttaße 55, ein Brand, der an den dort llagertrden Vorräten und Kleidern reich Nahrimg fand und sich nnt großer Schnelligkeit ausbreitete. Die Feuenoach Westend mußte zur Bekämpfung des Feiters 2Rolwe und 14 Schläuche in Tätigkeit treten lassen, auch die Mäschnenletter kam zur Erreichung des hochgelegenen Brandherdes zur Anwettdurrg. Nach Ih^stündigcr Tätigkeit kmmte die Feuerwehr wieder abrücken. Der Brandschden ist erl)Ärlich. ** Frankfurt a. M., 6. Sept. Wegen Milchfälsching wurde der Gutsbesitzer Reß vom Beinhardshof vom Frankfurter Schöfsettgericht zu 800 Mk. die beiden Melkerinnen, die die Milch nrrt 20—40 Prozent Wasser gestreckt hatten, zn je 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Melkerinnen hatten angegeben, die Milch deshalb gestreckt zu haben, weil ihnen der Dienstherr Vorwürfe wegen zu geringer Mllchlieferung gemacht habe. 'Die eingeleitete Berufung des Reß hatte zur Folge, daß die Frankfurter Strafkammer die Geldstrafe auf 1200 Mk. erhöhte. WB. Frankfurt a. M., 5. Sept. Für die f ü n f t e Kriegsanleihe werden durch die städtische Sparkaffe für Sparer, eigene Beteiligung, sowie für städtische Stiftungen und Fonds wie bei der 2., 3. und 4. Kriegsanleihe 2 Millionen Mark gezeichnet. — Bad Homburg v. d. H., 5. Sept. Auf dem Heuboden einer hiesigen Villa wurde heute früh der seit fünf Tagen vermißte Schreinerlehrling Richard S t a d t m ü l l e r entdeckt. Der Bursche hatte sich dort häuslich entgerrchtet und mit Räubergeschichten zum Lesen reichlich versehen. Sein Leben fristete er mit Milch, die er nachts stahl. Als der Butsche ergriffen werden sollte, floh er und konnte bisher nicht erfaßt werden. = Renne rod, 5. Sept. Am Sonntag nachmittag wurde in der Nähe des hiesigelt Ortes der Westerburger Personenzug durch Bubenhände, die eine Schwelle über die Schienen gelegt hatten, schwer gefährdet. Der Zugführer bemerkte das Hindernis rechtzeitig, trotzdem cni^ieiiie noch oie üotomötme. Menschenleben kanten nicht zu Schaden. X. H a tt a u, 5. Sept. Die cheinifche Fabrik E a f f e l l a & E o., G. m. b. H. in Mainkur bei Hanau, hat für die 5. Kriegsanleihe 6 Mill. Mk. gezeichnet. =: Schlüchtern, 5. Sept. Auf der Staatsstraße zwischen Motten und Schmalnatt überraschte die Gendarmerie beim Morgengrauen einen Wägen, der in seinetn Innern 160 Pfund irisches Schweinefleisch, sowie größere Mengen Mehl, Zucker und Butter barg. Die für Berlin besttmmlen Lebensmittel wurden beschlagnahmt und vmt der otabt Brückenau zu recht billigen Preisen der minderbemittelten Bevölkerung überwieseir. Der Schmuggler, schon eitnnal wegen gleicher llebertretungen bestraft, kam ^ur Anzeige. vermischter. — Frankfurt a. M., 5. Sept. Mac Bayrhammer,der bekannte Frankfurter Rezitator wurde tvährend einer Ersenbahnfahrt als „englischer Spion" in Aßmannshauien verl-aftet. Der wackere Künstler wies ferne altbayerisckie Abkunft und deiftsche Gesinnung — trotz des englischen Gesichts — den Beamten in überzeugender Weife schriftlich und rnündlich durch einige kräftige baju- warisck>e Rezitattoneit, die nur bayrische Zungen sprechen können, nach. Selbstverständlich ließ man ihn sofort frei. * B e r n, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin" meldet aus Toulouse: Die chemische Fabrik Saittt-Sauveur ist vollständig niedergebrannt. Sehr große Mengen Ehemikatten wurden vernichtet. Der Schaden ist sehr bettächtlich. Universitäts-Nachrichten. Bk. Marburg, 6. Sept. Der Kreisassistenzarzt Prlvar- dozent für gerichtliche Medizin und Staatsarzneikunde an der hiesigen Universität I)r. meä. Akax D ö l l n e r ist zum Gerichtsarzt in Duisburg berufett worden. Meteoroiogische Beobachtungen der Station Sietzen. Sept. 1916 o Pf I? !s o T- 5 3 C ' t CO -3 05 l -N n Ja 1 - ■a jo ■S :0 - c 2 s- Z i-I Wetlei 5. 3” 14,4 10,7 88 _ 10 Regen 6. 10 " — 12,8 10,4 95 — - 0 Klarer Himme 6. 8 j - 11,9 9.4 90 " 2 Sonnenschein > \ I Höchste Teinperatur am 4. bis 5. Sept. 1916: -ft 14,8° 6. Niedrigste „ „ 4. „ 5. . 1916: -ft 11,4° 6. Niederschlag 3,6 mm. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 7. Sept. 1916 Ziemlich heiter, trockett; tagsüber etwas wärmer. —-- r " --!- -' ■ ü ggJglJ_.!]_! ■ Letzte Nachrichten. Die Schlacht an der Somme. ^ Ge n s, 6. Sept. Die seit Sonntag