Kr. 20? HsrtzMr Tfayttytz «tzhttrrt tsqiich, awfcet So»«t«vg§. — Beilagen: viermal wöchentlich Eirtze«erAumiü.nd Latter; zweimal wöchenll.Nreis- biaitM den Kreis Kietzen (Dier^wg und Freilag): zrveimal monatl. Laild- wirffchaftiichr Seitfragen Frrnfprech - Llnschlüsie: iür-ieSchristleit»mg112 Ver1ag,Geschästsstelle51 Adresse inr Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. Änmchme von Anzeigen für bie Tagesnunnner bis -um Abend vorher. Erster Blatt M. zayrgang Montag, 4. Leptevrber W Gretzener Anzeige? General-Anzeiger für Oberheßen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'iche» Unis.-Buch- und Steindr"^rei R. Lange. Schristleitung, Seichäftsstclle und Druckerei: Lchuipr. 7. Bezrr qSyrct >: nronatl. 90 oiercel- jährl. Mt. 2.65-, durch Aohole- u. Zweigstellen nnmatl. 80 Pf.: durch diePost Dkk.2.45 viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeileirpreis: lokal 15Pft ausiv. 20 Pf. — Haupt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtsfaa l: Fr. R. Zenz; für den Anzeigenteil: 6 . Beck, sämtlich in Gießen, SR.m3Cu Zeppelinangriff auf London. Einmarsch in die Dobrudscha. Die Ententeflotte im Piräus. Ätite Luftschiffangriffe auf England. B^er l i n, 2. Sept. (WTB. Amtlich.) In der Nacht zum 3.September haben mehrere Marineluft schiff-Ge- fchwader die Festung London, die befestigten Plätze Yarmouth und Harwich, sonne Fabrikanlagen von militärischer Bedeutung in den südöstlichen Grafschaften und am Humber ausgiebig mit Bomben belegt. Die gute Wirkung der Angriffe konnte überall an starken Bränden und Explosionen beobachtet werden. Sämtliche Marineluftschiffe sind trotz starker Beschickung unbeschädigt zurückgekehrt. Gleichzeitig fand ein Angriff von Luftschiffen des Heeres auf Südengland statt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Major Bcrird erklärte laut „Basler Nachrichten" vom 23. Llügust 1916 im Unterhaufe, die Alliierten hätten insgesamt 35 Zeppeline vernichtet. Es wäre interessant, wenn Major Baird sich die Mühe gäbe, die Behauptung durch nähere Angaben von Ort unö Zeit bÄveiskväfttH KU ergänzen. Die Antwort wird er aber wohl ebenso schnldrg bleiben, wie die amtlichen englischen und französischen Stellen, die mit Zahlenangaben und Erfolgen auf dem Papier stets sehr schnell bei der Hand sind, es gegenüber der deutschen Aufforderung getan haben, die Zahl der nach ihrer Behauptung erbeuteten deutschen Flugzeuge durch die Angabe von Namen der Besatzung und Nummern der Flugzeuge zu beweisen. Wie wir von maßgebender Seite erfahren, hat Deutschland seit Beginn des Krieges nur etwa den vierten Teil der von Major Baird angegebenen Zahl von Luftschiffen verloren. ■ i * (WTB.) GroßrS Hiauptguartier, 2.September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich und südlich der Somme dauerte der scharfe Artilleriekampf an. Im Abschnitt Foureaux-Wald — Longueval fanden Handgranatenkampfe statt. Westlich von Maure pas blieb ein französischer Vorstoß erfolglos. Bei Esteses wurde gestern abend ein noch in Feindeshand befindlicher Graben wieder genommen. Rechts der Maas lebte die Feuertätigkeit zeitweise er- htblkch auf. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Russen setzten ihre Anstrengungen südwestlich von Luck gegen die unter dem Befehl des Generals Litzmann stehenden Truppen fort. Ihre mit vielfacher Ueberlegenheit geführten und oft wiederholten Angriffe hatten vorübergehend bei Kroytnica Erfolg. Durch unseren Gegenangriff wurde der Feind in Unordnung zurückgeworfen. Wir haben hier gestern und vorgestern zehn Offiziere, eintausend einhundert Mann gefangen genommen und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Nördlich von Zborow gewamren unsere zum Gegenstoß angesetzten Truppen Boden. Nordwestlich von Maryampol (am Dnjestr) wichen vorgchende russische Kräfte im Artilleriefeucr zurück. In den Karpathen sind zahlreiche Teilunterneh- rmwgen des Gegners gescheitert. Der Erfolg schlesischer Truppen am Kukul wurde erweitert-, die Zahl der Eingebrachten Gefangenen erhöhte sich auf zwei Offiziere, d r e i- hundertdreiundsiebzig Mann, es sind sieben Maschinengewehre und zwei Minenwerfer erbeutet. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der erste Generalguartiermeisler Ludendo rff. (WTB.) Großes Haupt guartier, 3.September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die A rti lleri esch lacht im So mmegebie t hat größte Heftigkeit angenommen. Zwischen Maurepas und Ctery sind gestern abend starke französische Angriffe zusammen gebrochen. Rechts der Maas find dem auf die Front Thiaumont— Baux ausgedehnten Vorbereitungsfeuer beiderseits der Straße Vaux—Souville feindliche Angriffe gefolgt. Sie sind abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich von Zborow fetzten gestern erneut starke russische Kräfte zum Angriff an. Die tapferen, unter dem Befehl des Generals von Eben stehenden Truppen haben sie, zum Teil im Bajonettkampfe, restlos zurückgeschlagen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Oestlich und südöstlich voll Brzezany entspannen sich örttich begrenzte Kämpfe. Feindliche Angriffe wurden abgewiesen. Das Gefecht ist an einzelnen Stellen noch im Gange. In den Karpa the n richteten sich die russischen Unternehmungen gestern hauptsächlich gegen die Maaura und die Höhenstellungen südöstlich davon. Sie hatten keinen Erfolg. Dagegen blieb die Ploska-Höhe (stidlich von Zielno) nach mehrfach erheblichen Anstrengungen des Gegners in seiner Hand. Beiderseits der Bistritza im rumänischen Grenzgebiet traten Deutsche und Oesterreich-Ungarn mit feindlichen Vortruppen in Gefechtsführung. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Dobrudscha-Grenze ist zwischen der Donau und dem Schwarzen Meere von deutschen und bulgarischen Truppen überschritten. Der rumänische Grenzschutz wurde unter Verlusten für ihn z u rück - geworfen. An der mazedonischen Front keine Ereignisse von Bedeutung. Der erste Generalguartterrneister Ludendorff. Wir wissen nicht, was in Griechenland zurzeit vorgeht, sondern nur, was die Presse der Entente darüber zu berichten geruht. Aber daß dort mit allen Mitteln, der Bestechung, Erpressung, Drohung und Gewalt gearbeitet wird, um das unglückliche Land dem Vierverband dienstbar zu machen, das Hellenenvotk unter Sarrails Kommando zur Schlachtbank zu führen, das geht sogar aus den frisierten Londoner und Pariser Meldungen hervor. Engländer und Franzosen machen den Staatsstreich und Matter und Ha Vas die Musik dazu: Staatsstreichmusik. Mit den Balkanplänen der Entente ist es nicht ganz so fahrplanmäßig gegangen, wie es gedacht war. Sarrails buntgemischte Armee, die nach französischen Blättern angeblich 400 000 Mann, darrmter 300 000 Mann Kampftruppen, stark sein soll, hat trotz des scharfen Drucks von London und Paris noch nicht der: Mut zu einer ernsthaften Offensive gewinnen können, und selbst der Zulvachs durch das rumänische Heer schtnur Sarrails Siegeswillen noch nicht sonderlich gestärkt zu haben. Auch die Griechen sollen noch mitmachen^ denn, so kalkulieren die britischen Ge- sck>äftspolittker, jeder tote Grieche ergibt in der Schlnß- bilanz einen.lebendigen Engländer. Die rücksichtslose Brutalität, nrit der die Entente unter Mißachtung aller Völker- und Menschenrechte in Griechenland schaltet und waltet, um ihr Ziel zn erreichen, ist so himnielschreiend, daß man eigentlich einen geharnischten Einspruch aller Neutralen erwarten sollte, wenn es noch Neutrale gäbe, und wenn nicht die Völkernroral in diesem Weltkriege so gründlich Schiffbruch gelitten hätte. Die Art, wie der Vierverband die geknechteten Hellenen, denen man nur für je zwei bis drei Tage Nahrungsnttttel ins Land läßt, um die Hnngerpeitsche desto wirksamer schwingen zu können, gewaltsam in den Krieg zn treiben sucht, steht in der Geschichte aller Völker und Zeiten ohne Beispiel da. Das sind erst Errungenschaften dieses Weltkrieges, in dem England und seine Trabanten, von den Russen angefangen bis zu den Hottentotten, „für die Freiheit der Nattonen und für die europäische Zivilisation" kämpfen. Wie weit die Dinge in Griechenland schon gediehen sind, läßt sich von hier aus schwer beurteilen, denn Engländer und Franzosen haben das Land von Europa ab geschnürt, und Reuter Und Havas machen jetzt öffentliche Meinung. Die Meldung, daß König Konstantin bereits zugunsten des Kronprinzen abgedankt habe, ist offenbar zn durchsichtigen Zwecken in die Welt gesetzt, und der Wunsch dürste hier wohl der Vater des Gedankens sein. Aber was noch nicht ist, kann werden, wird wohl werden, denn der Staatsstreich der Sittente, der durch den Putsch in Saloniki eingeleitet wurde, zielt zweifellos auf den Sturz des Königs, auf ben man durch die Landung der Entente flotte in Piräus den nötigen Druck ansz-u.üben hofft. Die Pariser Blätter verraten offenherzig, wohin die Reise geht. Wenn „L'Oevre" weissagt, „bk Partie geht zu Ende, Griechenland muß ausspielen, wird es den König fortwerfen?", und wenn der Lyoner „Nouvelliste" das Leben des Königs für schwer bedroht hält (natürlich nur gesundheitlich) und versichert, König Konstantin könne bei aller Pflege kaum hoffen, noch ein Jahr zu leben, so sieht man, daß der Vierverband aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Oder doch eine Mördergrube! Auch wir halten das Leben des Königs für schwer bedroht. Man kann ihn zwar nicht wie Sir Robert Casement henken, aber die Brandstifter von Tatoi könnten auch einmal besseren Erfolg haben. Die vor mehreren Monaten veröffentlichten Briefe aus der englischen Gesandtschaft in Athen brachten es ja deutlich zum Ausdruck, daß man den König, das größte Hindernis für die brttischen Pläne, aus dem Lande jagen müsse. Und in Benizelos und seinen von der Entente bezahlten Parteigängern hat man gefügige Werkzeuge. Der König von Rumänien ist den Drohungen der Entente und der bezahlten Kriegshetzer im Lande gewichen. Er wollte lieber den Thron als die Ehre behalten und brach den Bundesvertrag, brach die Treue. König Konstantin hat bisher auch dem stärksten Druck ftaitt>gehalten. Und er weiß, daß er sich dabei auf einen großen Teil des Volles stützen kann, das gerade jetzt durch erneute Kundgebungen seinen Neutralitätswillen bekundet hat. Aber die Venizelisten- Partei verfügt über reiche Geldmittel, und gestützt auf die Armee Sarrails, die sich bisher nur gegen die griechische Front wendet, "nd auf die drohend im Piräus aufmarschierte Flotte, glaubt sie den Kumpf anfnehmen zu können: Griechen gegen Griechen und vor allein gegen den König. Wird es gelingen, was bisher noch nie gelang, ein Volk gegen seinen Willen zum Kriege zu zwingen? Wird dem Staatsstreich der Entente Erfolg be- schipden sein, und welches Schicksal erwartet dabei den beklagenswerten König Konstantin? Das sind drei Fragen inhaltsschwer, auf welche die nächsten Tage wohl die Antwort bringen werden. Aber stehen wir hier vor drei großen Fragezeichen, so ist uns doch eines gewiß: Ein Volk, das so widerstrebend wie die Griechen zur Schlacht, zur Schlachtbank geführt wird, könnte als militärischer Faktor unmöglich hoch eingeschätzt werden, könnte nur einen sehr fragwürdigen Machtzuwachs für unsere Gegner bedeuten. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 2.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirb verlautbart: 2. September 1916. O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. FrontgegenNumänien. Bei Orsova haben wir gestern unsere Truppen nach fünftägigen heftigen Kümpfen auf Vas Westufcr der Cserna zurückgenommen. Bei Nagy Szrben (Hermannstadt) und nördlich von Brasso (Mönstadt) folgt der Gegner nur zögernd. Im Gyorgyo-Gebirge entwickeln sich neue Kämpft. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In der Bukowina und in den galizischen Wald- karpa 1 hen wiesen österreichisch-ungarische und deutsche Streitkräfte zahlreiche russische Vorstöße ab. Auch rwrdwest- lich voll Maryampol scheiterten schwere Angriffe des Feindes. Bei Zborow stellte ein Gegenangriff die Lage wieder her. Her res front des Genera lfeld mar schal LS Prinzen Leopold von Bayern. Die aus deutschen und k. und k. Truppen bestehende Armee des Generalobersten von Tersztyanszky wurde gestern nordöstlich und südöstlich von Swiniuchi erneut heftig angegriffen. Der Feind drang in das Dorf K o r i t n i c a cm, inutzte aber vor einem umfassenden Gegenstoß in Ururrdnung zurück- weichen. Er ließ 10 Offiziere, 1100 Mann und mehrere Maschinengewehre in der Hand der Verbündeten, seine blutigen Verluste sind außerordentlich schwer. Italienischer KriegSschanplatz. Die Geschütz- und Minenwerferkämpfe an der küsten- ländischen Front danerteil in mehreren Abschnitten mit wechselnder Stärke fort und erstreckten sich auch auf den Raum von Blava. Im Plöcken-Abschnitt schritt der Feind nach sehr hrf- ttgem Artilleriefeuer zum Angriff mif den Kl. Pal. Er drang hier in einen Teil unserer Stellungen etu, wurde aber durch Gegenangriff wieder vollständig hinausgeworfen. An der Tiroler Front scheiterten mehrere Vorstöße schwächerer italienischer Abteilungerl am Rufreddo und ein zweimaliger Angriff des Gegners auf den Eivaran. S ü d ö st l i ch c r Kriegsschauplatz. Oestlich von Vlora (Valona) drang eine itakkenifche Kraftgruppe über die Vojusa vor. Sie wurde in Front und Flanke gefaßt und in zweitägigem Gefecht zurückgeworftn. Die Do nauflo t ti lle versenkte in der unteren Donau ein rumänisches Kanonenboot. Der Ssellvertreter des Chefs des Generafftabs v. Höfer, Feldmarschalleutnam. Wien. 3.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 3. September 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Die feindliche Arttllerie richtete gestern ihr Feuer gegen Nagy Szeben (Hermannstadl). Im Gyorgya-Gebiet fühlten die Rumänen gegen unsere Stellungen vor. Unsere Artillerie trieb die feindlichen Erkundungsabteilungen zurück. Sonst bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Südlvestiich von F u nd u l M o l d o v i und westlich von Moldawa schlugen unsere Truppen mehrere russische Angriffe zm'ück. Der Berg Ploska südwesttich von Rafai- lowa wurde von den Russen nach erbittertem Kampfe genommen. Südöstlich von Brzezany scheiterten gestern mehrere starke russische Vorstöße. Heute setzte der Feind erneut zmn Angriff an. Heeresfront des Genera lfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich von Zborow vereitelten deutsche Truppen der Armee des Generals von Whm-Ernwlli einen Augriffs- versuch des Feilldes. der nicht aus seinen Gräben herauskam. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front halten die Geschützkämpfe in mäßiger Stärke an. Im P lö cken-Mschnitt trat nach dem von uns abgeschlagenen Angriff zunächst Ruhe ein: daun lebte die Ar- tillerietütigkeit wieder mrf. An der Front Ndlich-desLieE- üUes scheiterten feindliche AngrM auf den Colturondo And die Zian rio lsch a r t-e. Südöstlicher Kriegsschauplatz. . Oestlich von Vlora (Valona) sind italienische Kiafte erneut über die Vojusa vorgedrungen. Sie wurden schon gestern abend zum grüßten Teil wieder zuruckgcworfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschallentnant. Der türkische Berichte Konstantinopel, 2. Sept. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 1 . September: An der Kaukasus front machten wir auf dem rechten Flügel nach den gestern in verschiedenen Abschütben aiis geführten Operatiorren abermals Gefangene. Wir schlugen einen Angriff des rZ-eindes im Abschnitt von Oghnon ab und brachten ilm zum Hatten: dabei fügten wir dem Feind Verluste ju. Ein Leutnant unö Soldaten, die 3 m Gefangenen gemacht worden waren, erklärten, da» nn Laufe ihrer vergeblichen Angriffe am 17. August das Io. Regrment der vierten Division kaukasischer Jäger dreiviertel ^s Bestandes verloren habe nnd daß die Verluste der anderen^ Regimenter noch grösiei' gewesen seien. Jnr Zentrunr drangen Teile irnjerer Truppen M einem Ueberfall auf die feindlichen Schutzen- ff^beil in eine dieser Berschanzungen ein, zerstörten vier feini>- M-e Geschütze, machten 45 Gefangene uttb erbeuteten einige Artillerupferde. Auf denr linken Flügel des Mstenabschnittes kerne Kämpfe. 1 ^• August wurde ein feindlicher Monitor von einer Granate unserer Artillerie getroffen, als Antwort aut d^ von einem Flugzerrg unterstützte Beschiestmrg der Küste von Ttchesirre: er zog sich nach Chios zurück, nachdem er acht Kanonen- ichüsse abgegeben I-atte. Bon den anderen Fronten ist nichts Neues zck nrelden. Konftantinopel, 3. Sept. (WTB.) Amtlicher Heeresbe- ncht. An der Kaukasus-Front ist der Feind auf dem rechten . Fungel nach seineii Gogeiiangriffen, die ihn schwere Verluste kosteten, g^emvättig im Begriff, seine Stellungeir zu befestigen. Ein Teil imserer Streitnmcht, d-ie die feindlichen Stellungen 20 Kilometer wich von O g h n o t angreift zwang den Gegner, sich in nord- örtlicher Isichtung zuttickzuziehen. Im Zentrum und auf dem linken FiUMl zeitweise nnterbrochetie Fenerkainpfe. ' Küstenabschnitt tötete eine unserer Erkundungs-Abteilungen bei ernem Ueberfall einen Offfzier und vier Soldaten des Fein des und erbeutete Gewehre, Bajonette und Bomben. ,. ^ 0 . Mgust warf ein Teil eines unserer Flugzen ggeschwa- . eineni Angriff ans Port Said erfolgreich Bomben auf teiiidluhe Bauwerke und Einrichtungen und kehrte unversehrt nach .Dem Ausgangspunkt zurück. or be]l rudere nFronten ist keine Meldung einer wichtigen ' Aenderung eingetroffen. j Bulgarien. Manifest Jtdnift Ferdinands. Sofia, 2. ©ejt. (MDB.) Meldung der Bulgarischen Tele- Huptxw-?ligentur. Gestern wurde folgendes Manifest durch An- tchlag veröffentlicht. Marrifest an die bulgarische Nation! Bulgaren! 'c2! T f ^°/ JT,c ^d13, nach Beendigung des bulgarischen Krieges, alv gezwungen war, sich mit seinem treulosen Verbündeten zu schlagen, griff uns unser nördlicher Nachbar NU Manien unter dem Vorwände eines Bruches des Gleich- Mmchtes auf dem Balkan, verräterisch an, und fiel in die nicht verteidigten peile unseres Vaterlandes ein, ohne daselbst Widerstand zu finden. Turch diesen räubettschen EinfaN in unser Land, hinderte es uns Nicht Nur daran, die heiligen Früchte dieses Krieges Zu ernten sondern es gelang ihm auch infolge des Friedens von Bukarest, uns zu demütigen und uns Misere fruchtbaren Teile der pobrudscha, den Mittelpunkt unseres ersten Königreichs, m eilt veilen. .Jcemen föefcfylen gemäß gab unsere tapfere Armee damals keinen emzigen Gewehrschuß gegen die rumänischen Soldaten ab und ließ ihn den traurigen nrilitärischen Rulpu crrverben, desseii zu rnhmän er sich bis jetzt nickst getraut hat. Bulgaren.' .Heute, da cs Bulgarien mit Unterstützung der tapferen Truppen unserer .Verbündeten gÄmrgvn ist, den Angriff Serbiens gegen imserü aAuweffen, letzteres niederzu schlagen und zu zerschmettern und sie Ernh^t be§ bulgarischen Volkes zu verwirklichen, heute, da Bulgarien Herr beinahe aller Gebiete ist, worauf es geschichtliche i.md völkische Rechte besitzt, erklärte dieser selbe Nachbar, Rumänim, nnlerein Verbündeten Oesterreick>-U 7 igarn/den Krieg, und zwar wiederum tmter dem Vorwände, daß der europäische Krieg nächtige ter^o^ale V^äuderungen auf dem Balkan in ffch berge, die seine Bakmeft bedrohen würdeii. Ohne irgend eine Kriegserklärung von Bulgarien, befchpsen rumänffche Truppen schon am 28 August die bulgarischen Tonaustädte Rustschnk, Swistow usw. Wegen dieser Herausforderung seitens Rumäniens befehle ich unserer tapferen Armee, den Feind aus den Grenzen des Königreichs zu lagen, den treubrüchigen Nachbar zu vernichten, die um den Preis so vieler Opfer verwirklichte Einheit des bulgarischen Volkes zu 'ichern undunj-ere Brüder tic der Dobrudfcha von der Knechtschaft zu befreien. Wir werden Hand int Hand mit den tapferen mrd ffeg- Truppen unserer mächtigen Verbündeten känrpfen. Ich rufe die bulgarische Nation zu einer neuen ruhmreichen Heldentat ,te lift gegenwärtiges Befreiungs wer k krönen wird. Möge der bulgarische Soldat weiter von Sieg Zu Sieg eilen Vorwärts? Gott segne unsere Waffen! gez. Ferdinand ff 11 ' ^te T ^ m nritteitten, daß sie bereit seien, sich beit *41 inerten zu. ergeben, aber nicht den griechischen Gegnern, ^arrarl erklärte, daß er in der Stadt, in der sein Hauptquartier sei, keine Kämpfe dulden könne. Er stellte Bedingungen, die von den Offizieren. angenommen ivurden. Sie dieiben Gefangene auf Ehrenwort, bis beschlossen wird, was weiter mit ihnen geschehen soll. Die Alliierten haben Anstalten getroffen, jeden Versuch, Widerstand zu leisten, 1° zu unterdrücken. Das Nationale Ver tei di gütig skv mit ee oeabsichtigt, die Kontrolle über gewisse Zweige der Stadt- venvaltung zu übernehmen. Oberst Zimbrakakis erklärte, daß die Ortsbehörde keine Schwierigkeiten in den Weg lege, wenn man ihn gewähren lasse. Das Komitee ist aber ent)chlofsen, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. r/ftaf iirf. r s U ' (28^©-).^bcr die Vorgänge in Saloniki laßt itd) der ^ccoto vom 31. August folgendes melden: ^^jtöirenoUe beteiligtoi sich bis jetzt 500 VLr e ^^ndarmen und 100 Freiwlllige. Der Befehls- ^gularen griechischen Truppen, Oberst Tripuchis, hat die Beteiligung verweigert. Oberstleutnant Z i mb r a ta lis , durch- M Getl.darm.en und Fveiwllligeti die Hauptstraßen und die ltmgebung des Hauptguartiers. S a r r a i l ^ rfiV- ^--5 öati01t • % der darauf folgenden Nacht wurde von SS™1 ^ n r . lw ^ l ^ riaIe ^ Berteidigungskomitee gegründet, sodann wurden die Polizerlokale nnd Antogaragen besetzt. Ein Teil dei Tagesanbruch die Umgebung der Kv- .^de des griechischen Generalkomtnandos be- Zwischen Aufständischen und regulären Truppen kam es französische Abteilungen eingriffen und die griechischen -toasttnen umzingelten. Sarrail verhandelte persönlich ??^deu griechischen Offizieren, mn den bewaffneten Widerstand zu Mittags ergaben sich die griechischen Soldaten in Stärke ^ ie entwaffnet uiid unter französischen^ von Zeitunlik gebracht. Wer von den grie- ^ den Aufständischen überging, rourde freige- N^.Nd dieseii zugetE, die übrigeii wiirden in Zeitunlik von den ^^t:erniert. Weitere hundert Soldaten von dem kleinen 0 e&en S ™ ra ^ urnu wußten stich unter den gleicherl Bedingungen er- U ^pt. .(WTB. Nichtamtlich) „Petit Parffien" .. lacht aus Saloniki, datz^sichder Ausschuß für Nationale Der er- Griechenland. Zum Putsch von Saloniki. Athen, 1. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Ditvemls. Dverßig englische und französische Kriegsschiffe sind vor dem Piräus angekormnen Bern, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Agcnee d'Athenes meldet vom 2 September abends: 42 .Kriegsschiffe liegen im Pnwis. Drei ffrhrm in dm Hafen ein unb landeten Truppen bvz drei Wäsche Kriegsschiffe bestchLagnahtmtben und darauf die rckaggeti der Alliierten hissten. Andere Trupp^m besetzten die Funkstation rm griechischen Arsenal. «« Septewber (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des RQiterichen Bureaus. Die im Piräus eingetwffene Flotte der Alliierten setzt sich aus Kreirzern, Transportschiffen, Torpedoboots- zerstorern und Barkassen zusammen und hat auch mehrere Wasser- flug.euqv Es wird bestätigt, daß zwei Regimenter der elften griechischen Division in Saloniki sich mit den Mliierten soli- ! darisch erklärt habeti. ' London 2. Sept- lWTB. Nichttmtlick).) Daily Telegraph 1 ■ alle beurlaubtes s Offrzrer, und Mannschaften der Flotte einberufen wurden Es werS)e kem Urlaub nrehr erteilt. "Times" iMdet mis Athen, daß die brttisch-franzö- sis.. flotte, du un ZtrauS erschien, aus Lalvnrki kam und von crnenr iratizosischen Adnuval befehligt wurde. Ein Teil der Schiffe liegt m der Bucht von L>alamseS und in der Brüht von Phalero is _ ^on oo n, 2 . Sept. (WTB Nichtamtlich) Die „Times" ^n hin ff der englis dm und französischen Kriegs- schnr. rm Prraus em Zeichen ist, daß die Entente der vieleii Front- verano-rungen m Athen müde ist mrd die Jntriguen ihrer FMnde «u^chre.nachen will. Das Llustreten ÄrrvaL gegenübm dm griechp^ Garnison von Sttoniki findet die „Tffües" durchs Amsterdam 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach ernem huttmen Blatte betuchtet Word Prwe aus Salo- m • mazedonische Revolution beendet ist. S ar- rarl hatte eine Unterredung mit den royalistischen Offt- ; -i- r: A ittt ^cartonaie ^)er-> Mr!,, 9 ir 1 arv l /^O^rsten Zymbrakakis und Mazarakis und emer unzayt Militär- und Zivilpersonen zusammeiis-etzt. Die provisorische nationale Negierung wurde ausgerufen. Gendarmerie, Kavallerie und Artillerie seien ,Anhänger der Bewegung. Die Truppen seien rn Parade vorbeiinarschiert. Zahlreiche Freiwillige hätten sich der Bewegung angeschlossen. . Das „Journal" meldet aus Saloniki: Die letzten Entschlüsse sewn abends von einzelnen Kreisen geheim gefaßt ivorden. Atn ..cittag des solgenden Tages seien in der Stadt Aufrufe verteilt worden Einer hctttt sich an die Zivilbevölkerung gewandt und ber- vorgehoben, der König habe die Uebcrlieferungm der griechischen Rasse vergessen er verttete die Interessen des Auslandes und liefere das Land der Väter cinent grausamen Eindringling aus. Die Griechen durften nicht mehr Behörden gehorchen, die die nationale Ä e verraten haben. Sie müßten sich an die Seite der Miierten sveueil und 'den 'Eindringling verjagen. Ein anderer Aufruf chi Militär und sagt, die Feinde seien unter dep Mitschuld desjenigen der sie einst zum Siege führte, in das Land oa 9 cny :im f en - ^ t CI llnstatthaft, denjenigen zu- gehorchen, die L)st-Mazedonren pretsgegeben hätten. Das Heer gehöre dem Vn- terlande, nicht einem einzelnen. Me Soldaten nri'ißten sich an rn- r e aJ c Alliierten stellen, um eine hehre Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufrufe hatten großen Emdruck gemacht und die Bewegung hervorgerufen. Sept. (WTB.) Der Korrespondent der .Times rn Athen berichtet, daß nach einem dort ansae- geben^n Bulletin König Konstantin das Bett hüten muß. Seine Temperatur ist gestiegen. Bern, 1 . Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Matin meldet ans Athen: Der König empfing vorgestern Zai- mrs, nachdem dieser vorher eine Unterredung mit Äeni- selos gehabt hatte. Ans Gesundheitsrücksichten empfange oer Kvnrg nur Zaimis. ^ Bern, 2 . Lept. (WTB. Nichtanttlich.) Laut Meldung des „stoeooto . wrs Athen liatte der ffanzösische Gesandte gestern eine c ^^lwlbstmrdige Urtterredung mit König Konstantin, der große Bedeuttng bergem'essen wird. Anscheinend wollte die Regierung die Wählen verschieben. jdpiK Ui ber Saflt m Nri-chenland, otne grir- SWe Jntervmtwn habc rmnmlchr 90 Prozent an B-deuwna verloren. Tre Lage mrf dem! Balkan dänge nicht mehr von Athen ab. Tre griechische Regierung habe die Stunde ungenützt vor-, uvergehen lassen. habe geglaubt, andere an der Nase herum-- zuführen, ser aber selbst irre geführt worden. - or+l Tn ' (WTB.) Laut französischen Blätterrneldungen aus Athen empfing Konrg Konstantin auch den russischen und den englischen Ge, andtssn in Audimz. Die griechische Regierung hat für die nächsten acht Tage Kundgebuirgen verboten. c> Meldung des Reuterschen Dnreans In Athen wurden mehrere Deutsche verhaftet. Biele halten sich verborgen. ' 1 Die Note, die die letzten Forderungen der Entente umschließt, wurde^Zatmie am Samstag nachmittag übergeben: über den Inhalt ist nichts bekannt. Hier herrscht große Nervosität. Ostafrika. - . ü 1 p 0 n, 1 . Sept. (WTB.) General SMuts berichtet, dis jeinonchen Strettkräfte, die ihm gegenübergeftmiden hätten, seiew in -^uckzüge östlich und westlich der Uluguru- Berge, wahrend sich ern kleinerer Teil, bei dem sich das deutsche militärische vauptquartter und die stellvertretende Regierung befänden, in die Aäuriicfgezogen hätten. Die Verfolgung werde nachdrücklich be-< ffEN- Gm Teck der deutschen schweren Artcklerie scheine zerstört oder verborgen wordeii zu sein. Mrvgforo, in das die britischen: Druppen am ^ 6 . August eingezogen seien, sei eine wichtige Stadt, me eine Zeitlang Sitz der stellvertretenden Negierung gewesen sei. England. Pest in England. London, / Sept (WM.) MÄdung des Reuterschen Bu- reaus. In H u l l erkrankten zwei Jungen, die auf einem Dampfer mcheiteten, an Pest. - ^ * London. (WTB. Nichtaurtlich, Die VerlustAtc vom 1 und 2 . Septemiber enthalten di-- Namen von 133 Offizieren ljd lsKllenf nnd 2131 Mann ,nid von ,06 Offizieren (39 gefallen) und 2750 Mann und außerdem von 326 Austtalierti ^ ^ Londo n, ,2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily News meldet, sind bisher über 2000 Verhaftungen nnd 167 Ver- ?l>n Leuten erfolgt, die sich aus Gewissensskrupeln dem Mckttardienst entzogen hatten. * * * Amerika. Long brauch (New Jersey). 2 .Sept. (WTB.) In einer Rede, in der er die Nomination znm demokratischeil Präsi- >entschaftskandidaten annahm, verteidigte Wilson lebhaft erne auswärtige Politik. Er erklärte dabei: Es ist unrmiq- lrch, daß wir unsere bisherige Politik der Jsolierttng sort-- führen. Wir sind xm Begriff, eine große Rolle in der Welt zu spielen, ob wir wollen oder nicht 3 b H U3 -- tWTB. Nichtamtlich.) Mel- düng des Reuterschen Burtxms. Roosevelt begann heute abend eine Anzahl von ^Msprachen zugunsten der Kmrdidatur von Huabes für die Präsidenffckjast. Er griff die mexikanische Polittk der 'steliie- ruttg an und ^rurteilte jedeii Versuch, amerikanische Bürger auf der Baffs der Rcffsenpolittk zu organisieren, wie es einige Deutscb- Amerikmter getan hätten. W a s h i n g t o n 3. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Dre Vertreter der Eisenbahjier haben infolge der Annahme des Achtstundentags durch den Kongreß den Ausstandsbefehl rückgängig gemacht N ew y ork, 31 Aug. (WTB. Nichtanttlich.) Nach einem Te- legramin der Central News auS Washington haben die Militärbehörden 20 000 Soldaten von der mexikanischen C-irenzc zurückgerufen um die Eijenbahnen und den Bvs;tz der Eisenbahugesetlschafteii zu icyützen. 0 Der Seekrieg. LinierrschiffsleuLttartt Bansteld. ^ Fbbt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Wiener Zei-. ttng zugolge befahl der Kaiser, daß dent Linienschifssleutnank V»anfield die allerhöchste bejonders belobende Anerkennung für hervorragend tapferes und erfolgreiches Verhalten als Flieger vor dem Fernde bekatmtgogeben werde. n^Ari Lit**’ (WTB.) Lloyds meldet aus New York amerikanische Dampfer „Admirale Clark", von Port Arthur nach Buenos Aires nntenvegs, am 16. August ans gesunken sei. Die Besachurg befindet sich bis aut Pan^^ ^ ber rn Port Eads (Peru) angekommenen Bark j^Sevt. (WTB. Mchtamtlich.) Die „hmnanitä- meioet. In Sables d Olonne wurden zwei Fischkutter mt Ine Küste geworfen und zerschellten. Die Besatzungen wro gencktet. an Havre wütete der Sturm mit solcher Hesttg-' Schiffe nicht ausfahren konnten. Durch Flutwelle^ Wurden der HafendaMm und der Strand an mehreren Orten bo sch'ädigt. Vlisfine, mindesteiis um 125 000 Fässer rm Wert von ungefähr 8 Millionen Kronen, m (WTB.) Das Vizekonsnlat in Great Aarnrouth hat an das Mrnisterinm des Aeußern am 1. September telegraphiert: Der Kristiania-Dlampfer „Dronnino Maud", von Lmrdon nach GirrMsby rmterwegs, ist zwischen Southwold und Lowesttft auf eine Mine gestoßen nnd um 5 Uhr 45 Min. früh gesunken. Der Kapitän mtd zwei Mffnn sind ertrunken, die ubrrgen 13 Mann der Mannschaft sowie der Lotse sind gerettet.- p n J* n ^ S - September. (WTB.) Ueber die Versenttmg des holländischen Motorffachtschiffes „Zecarend" ivrrd noch be- richtet: „Zeeare^" wirrde, als er das Leuchtscknff „Maas" passierte nick» 19 Meilen davon entfernt war, von einenr dent s ch e n N n t er s e e b o o t aufgefordert zn stoppen irnd seine Papiere vorzuzeigen. Hierauf wiirde befohlen, in zehn Minuten das Schffj zri verlassen. Das Schiff wurde dann durch Bomben versenkt. -i.ie Boote wurden von dem Unterseeboot ins Schlepptau genommen uiid nach dem Lenchtschfff Schourenbank geschleppt. Aus dem Relche. Reichskanzler ung Reichstag. B e r l i n , 3. Sept. Der Reichskanzler wünscht, nne der,Loka!. Anzeiijer" schreibt, die Parteiführer des Reichstages^ vor dem Zu sammentritt des letzteren bei sich zu sehen und wird sie Voraussicht lich. am Dienstag empfangen, um! ihnen Aiufkl^ärungen über hjit politische Lage geben und ihre eigenen Anschauungen entgegn zü nehmen. Einweihung der Deuffchen Bücherei. Leipzig, 2 . Sept. (WTB. Mchtamtlich.) In Gegenwart des Königs, des Prinzen und der Prirrzeffin Johann Georg, sowie der Prinzessin Mathilde fand mittags die feierliche Einweihung der Deuffchen Bücherei mt der Straße des l 8 . Oktober statt. Erschienen waren unter anderen als Vertreter des Reichskanzlers der Direktor des Reichsamts des Innern Dr. Lewald, Ministerialdirektor Dr. Schmidt vom preußischen Kultusministertttm, der bayerische .Kultusminister v. Küilling, die sächsischen Minister Graf Vitzthum v. Eckstädt,Dr.Beck und Dr.Nagel. Unter den äußerst zahlreich erschienenen Ehrengästen befanden sich österreichisch^urrga- rische und schwerzerffche Buchhändler. * München, 2. Sept. (WTB. Nichtamtlich.'' Laut Müncheiwr Neuesien >Nachrichten wurde Staatsrat und Mimsterialdirektvr vor. Strössenrcmtber, Stellvertretender Bevollmächtigter zum' Bundesrat. zunr RogiermigspräsrdentOi von Oberfvaäken ernannt. Hut Stabt unb Land. Gießen, 4. September 1916. Verwendung von Kristall-Süßstoff. Saccharin ist in der Form^ von K r i st a l l - S ü ß st o f annähernd 450mal süßer als KnLr, hat jedoch keinen Nähr wert, ist also lediglich ein Genuß-, aber feit Nahrungsmittel, und vermehrt zudeui nicht d i Masse der gesüßten Lebensmittel. Daher ist in ba Fällen, wo Zucker — wie z. B. bei der Herstellung von Obst erzeugnissen — nicht nur süßt, sondern auch die Masse der Lebens- Mittel bettächtlichi vermehrt, entsprechend weniger Saccharin zi verwenden, während beim Süßen von Getränken (Kaffee, Tee usiv. dem Süßwert des Zuckers enffprechende Saccharin men gen genow men werden können. Ein Päckchen Kristall-Süßstoff Mit IW Gramm Jtchalt env spricht der Süßkraft von annähernd 550 Granmc Zucker Wird der ganze Inhalt eines derartigen Päckcheiis in y 2 Libei Wasser gelöst, so enffpricht der Süßwett dieser Flüssigkeit etw<^ 1 Pfund Zucker: 1 Teelöffel voll davon kamt also an Stelle vor etwa 2 bis 3 Stt'lckchen Zucker zuM Süßen von Kaffee, Tee Kakao usw. dienen. Grundsätzlich ist eher zu wenig als zu viel Süßstoff zu vev wenden, nnr den Geschmack der Lebeirsmittel nicht zu veffä-lechtern zumal sich leicht jederzeit nachsüßen läßt. Mau schiuecke daher — ziuMcck anfangs — zunächst vorsichtig ab. BeimOb st ein kochen ist im allgemeinen folgendes zu beachten: Süßstvffhaltige Zubereitungen dürfen nickt gekocht werden Ein Sck-moren der Früchite mit Süßstoff ist daher zu veriiieiden Eingelegte Früchte, Dunstobst, Kompotts usw. werden mn zwecks mäßigsten erst vor dem Genuß tnü Saccharin gesüßt, ebenso Frucht- säste. Marm>eladen Wnneii den Süßstoffzus>atz schon bei Beendigung der Kochung erhalten. Da künstlich gesüßte Obsterzeugnisse nicht ohne weiteres haltbar sind, weil Saccharin — int Gegimsatz zu Zucker - nicht konser- viett, sind eiitlveder Sterilisierverfahren (Einklochen ohne Zucker nach Weck, Rex oder anderen bezw. Ginkochen oder Dünsten in sonstigen Gläsern oder Flajchen mit geeigneten Verschlüssenj oder chemische Konservierung (1 Gramm beuzoesaurcs Kättron auf ein Kilogramm eingekochtes Obst bezw. Fruchtsaft) anzuwemden. Je amch der Art der peTLustel lenden Oü-ftöclMttvmM vcrfnhve tzünn rm einzelnen etwa wie wl^t: Dunstobst, Kowipotts Und Aehnliches: Beeren- ffrückste aller Art werden imi Wafserbade für sich oder mit wenig Wasser in einer Schale gedünstet, bis genügend Flüssigkeit ausgetreten ist. Darm füllt mian das Obst in Flasch:: oder Maser, gibt den Saft hinzu, schließt die Gefäße, und dünstet bei etwa [75—80 Grad 3 A Stunden. Entsteinte Kirschen, Pflaunten, Pfirsiche ju-üd Aprikosen werden direkt ^in die Früchtegläser gefüllt und «ebenfalls entweder int «eigenen Saft, oder unter Zusatz von wenig Wasser gedünstet. Kernobst uird Steinfrüche miit dem Stein werden iin die Gläser gebrach, mlit abgeVochtem Wasser übergossen und dann gedünstet. Dian süßt Vor denk Genuß 'mit eürer entsprechenden Menge Sußstoss, die je nach der Fruchtart und benr Geschmack verschiebt sein kann. Soll jedoch nicht nachträglich, sondern gleich mit Süßstoff «gedünstet werden, so darf Man die Temperatur möglichst nicht bis Knut Kochen steigen lassen, weil sonst der Geschmack empfindlich Sterben kann. Iin Durchschnitt können ans ein Päckchen Kristall-Süßstoff {I1/4 Granim) an Johannisbeeren, Preißelbeeren, grünen Stachelbeeren und Sauerkirschen l l fi Pfund Früchte, an Erdbeere::, Himbeeren, Pfirsichen und Aprikosen 10 Pfu:rd Früchte, an Birnen, Mepfeln u::d .Heidelbeeren 15 Pfund Früchte gerechnet werden. Man hat jedoch stets abzuschntecken, zumal die Früchte verschieden süß sind. Fruchtsäfte werden nach einem! der üblichen Verfahren ohne Zucker bereitet und entweder sterilisiert oder mit benzoesaurem Natron (1 Grantm auf 1 Kilogramm Fruchtsaft) konserviert. Zum Süßen verwende miau auf etwa V* bis 3 A Liter Fruchtsaft den Inhalt eines Päckchens Kristall-Süßstoff (lr/4 Gramn:). Marmeladen: Tie zerkleinerten Früchte oder das Frncht- tMus werde:: genügend dick eingekocht und entweder mit benzoe- saurem Natron (1 Gramm auf 1 Kilogramm eingekochte Masse) [Versetzt oder sterilisiert oder nach sonstigen Verfahren haltbar gemacht. An: Ende der .Kochung kann künstlich gesüßt werden, wozu ßm Turchschnitt für 5 Pfund eingewogenes Fruchtmark 1 Päckchen Kristall-Süßstoff (IV4 Gramm) genügt. Werden Saccharinzubereitungen von nur llOfacher Süßkraft Verwendet (kleine Täfelchen), so ist hiervon 4m!al so viel M verwenden als von Kristall^Süßstoff. 1 * ** AmNiche Person alnachrich len. Der Großherzog hat am 2. September den außeretatsmäßigen außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Gießen Tr. Jan Versluys aus sein Nachsuchen mit Wirkung Dom 1. Oktober 1916 aus dem Staatsdienst entlassen. ** Auszeichnung. Dem Vizefeldwebel W. Vogel aus Gießen, Jns.-Rgt. 222, wurde das Eiserne Kreuz verliehen und von dem Brigade-General persönlich überreicht. — Der Gefreite Willy H e l s e n b e i n von der Telegraphen-Abteilung 18b wurde zum Unteroffizier befördert. ** Auch jetzt keine Ausdehnung der Land- jsturmpfticht. Wir wiesen in der vorigen Woche auch darauf hin, daß eine Ausdehnung der Landsturmpflicht über das 45. Lebensjahr hinaus entgegen den Gerüchten, die in der Oeffentlichkeit verbreitet waren, von unseren maßgebenden Stellen nicht beabsichtigt wird. Man ging hierbei von der Voraussetzung aus, daß sich die Verhältnisse für Mus nicht von Grund aus ändern würden. Inzwischen könnte ianläßlich des Eintritts Rumäniens in die Zahl unserer Feinde das Gerücht neue Nahrung finden. Wie dazu jedoch versichert wird, vermag man an unseren leitenden stellen in der Tatsache, daß Rumänien in den Krieg eingegriffen hat, keine grundlegende Veränderung der Verhältnisse zu erblicken. ** Leimversorgung. Der Vorstand des Ortsgcwerbe- Dereins macht darauf aufmerksam, daß in diesen Tagen an alle Schreinerbetriebe ein Fragebogen versandt wird für Erhebungen «über Bestand, Verbrauch und Bedarf an Leim, und daß nur die- fewigen bei späterer Verteilung von Leim Berücksichtigung findet Wunen, die diese Fragebogen genau beantwortet und rechtzeitig) «bgeliesert haben. ** Das Gießener Fröbel-Seminar mit I Ausbildung von Kindergärtnerinnen beginnt am 2. Oktober neue Kurse. (S. Anzeige.) ** Der Golem sil,m hat, wie nicht anders zu erwarten war, Scrmstzag und Sonntag eine große Zahl von Gießen er:: ins Lichtspielhaus Bähnhofftvaße 34 geführt. Der Film rechtfertigt seir:en Ruf vollkmmnen. Er ist nicht nur ein Meisterwerk der Filmkunst, sondern auch der Schanspielkunst Paul Wegeners, der dem Mn Leben erweckten Donklumpen eine gespenstige Wirklichkeit verleiht. Es kann demnach dringend empfohlen werden, den Filn: nnzusehen, der von allem bischer gebotenen abweicht. Gelegenheitj dazu bietet sich nur noch heute und morgen. **'Der städtische Verkauf von Büchsenfleisch:md Leber- tvurft in Dosen erfolgt bis auf werteres Montags, Mittwochs, Donnerstags und Samstags, vormittags von 8—12 und nachm, von 2—6 Uhr in dem Laden Ludwigsplatz Nr. 14. ** Das he L 0 tz, dienstlich verwendet in Brauerschwend und Darmstadt. 44 Schadend ach, 3. Sept. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Offizier-Stellvertreter Lehrer Roth. Kreis Lauterbach. Ia. Lauterbach, 3. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt Ersatz- Reservist Karl Peter von hier, zurzeit verwundet in Gießen, für Tapferkeit bei der Erstürmung von Beanmont im Februar ds. Js. — Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Andreas Hahn, Queck, Meldereiter beim Stabe des Hess. Drag.-Rgts. Nr. 25. it. Bernshausen, 3. Sept. Landsturmmann Heinrich Schmidt vom Jns.-Rgt. Nr. 81 gilt seit dem 5. August als vermißt. rr. S ch l i tz, 3. Sept. Musketier August H 0 f m a n n, der seit den: 30. Juli v. Js. in russischer Gefangenschaft sich befand, ist nach Mitteilung eines Kameraden nunmehr vor einigen Monaten gestorben. rr. Sandlofs, 3. Sept. Der schon bejahrte Gastwirt D ü ck e r t geriet gestern infolge Scheuwerdens seiner Pferde unter die Mähmaschine und trug am Kopse erhebliche Verletzungen davon. Kreis Friedberg. bv2. Bad-Nauheim, 3. Sept. Dem Gefreiten Paul Teschner von hier wurde das Eiserue Kreuz verliehen. — Emil Rudelius, Vizeseldwebel im 222. Res.-Jnf.-Ngt., wurde zum Leutnant d. Res. befördert. chp Gambach, 3. Sept. Das Eiserne Kreuz erhielt der Lehrer Heinrich Müller. 44 Oppershofen, 3. Sept. Am 24. Juli starb den Heldentod der Schuloerwalter Heinrich Junge l, dienstlich verwendet an der Seminarschule zu Frredberg. 44 Reichelsheim, 3. Sept. Einem 19jährigen Arbeiter aus Staden kam beim Arbeiten aus der Dreschmaschine der eine Fuß in die Trommel und wurde abgequetscht. 44 Stammheim, 3. Sept. In einer Sandgrube wurde ein hiesiger Bewohner durch eine herabstürzende Wand verschüttet und als Leiche geborgen. Kreis Wetzlar. ia. Aus dem Kreise Wetzlar, 3. Sept. Der Oberpräsident macht daraus aufmerksam, in diesen: Jahre keine zu großen Strohmieten und nicht zu dicht beisammen zu setzen und auf ein gutes Abdachen derselben bedacht zu sein. bz. Oberkleen, 3. Sept. Wegen starken Austretens der Diphtherie unter den hiesigen Schulkindern ist die Schule vom Landrat vorläufig geschlossen worden. Hessen-Nassau. F. C. Wetter, 3. Sept. Die Versorgung der hiesigen Stadt mit elektrischem Licht hat die Stadtverwaltung beschlossen. s. Marburg, 3. Sept. Vom schönsten Wetter begünsttgt, konnte heute mittag auf dem Marktplätze das Erinncrungs- mal an die jetzige große Zeit, eine die Form eines Opferstocks tragende, aufrecht stehende, mit einem eisernen Kreuz gezierte Säule, auf der später eine Sonnenuhr angebracht werden soll, der Bena- gelnng frei gegeben werden. Außer den Vertretern sämtlicher Behörden hatten sich zu der schlichten Feier zahlreiche Bewohner Marburgs cingefimden. Vorträge der Jägerkapelle wechselten mit Gesängen der vereinigten Gesangvereine Marburgs ab und Beigeordneter Mueller wies in längerer Ansprack)« auf die Bedeutung der Feier und auch darauf hin, daß die Oipfer, die wir in der Heimat bringen könnten und müßten, niemals an die heranreichten, die unsere Tapferen draußen brächten. Er erinnerte u. a. auch an das mutt ge Verhalten der Truppen, die aus Marburg im Felde ständen, fläach beendigtem Festakt wurden zahlreiche Nägel eingeschlagen. Wem: das ganze Mal, das später sm Schülerpark Ausstellung.finden soll, benagelt und sich aus Holz in Eisen verwandelt hat, können der Kriegsfürsorge rund 14 000 Mark zugewendet worden. Vermischtes. Erdbeben in Nvrdindicn. Bern, 2. Sept. (MTB. Nichtamtl.) Der „Temps* meldet aus Bombay: In Nordindien hat ein sehr heftiges Erdbeben stattgesunden. Der Hauptstoß dauerte eine halbe Minute. Er wurde in Simla, Delphi und Lucknon verspürt. In diesen drei Städten ist der Schaden wenig bedeutend. Orkan in Britisch-Westindien. New Pork, 2. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Bei einem Orkan, der Montag nacht auf Dominica (Britisch-Westindien) wütete, j:nd 5 0 Menschen umg e kommen, 200 G^oauoe wurden zerstört und sonstiger Schaden angerichtet. * Berlin, 2. Sept. Der 17jährige Fürsorgezögling Karl v. Klopotek und dessen Ibjähriger Bruder Willi, die im April die Witwe Gervo ermordeten und beraubten, wurden zu je 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 5. Sept. 1918 Vorwiegend trüb und regnerisch. Keine Temperaturänderung. Letzte Nachrichten. Furcht vor Hindenburg. Bern, 4. Sept. Oberstleutnant Pris im „Radical" gehr davon aus, daß .Hindenburg keinen Schritt tun tuende, der ihm nicht absolut sicher erscheint. Pflicht der Alliierten sei es, mit alten Mitteln für einen langen Krieg zu arbeiten. Die diplomatischen Erfolge haben gerechtferttgte Freude erregt, aber darunter dürfe der 'klare Blick nicht leiden. Es gehe zwar immer besser, aber vom Ziel sei Man weit entfernt. An der Somme habe sich rvieder einmal gezeigt, daß Erfolge an einer engen Front, selbst, wenn sie einige glückliche Ergebnisse «zeitüsten, sehr schwer auszubeuten sind. Man würde das Publikum täuschen, lvürde man ihm unmittelbar bevorstehende Entscheidungen verkünde::. Die Forderungen der Entente. London, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus turnt 1 2. Sept., abends. Die der griechischen Regierung übermittelte englisch-französische Note fordert d:e Kontrolle über das griechische Post- und Telegraphenwesen mit Einschluß der [uahtlosen Telegraphie und die Ausweisung feindlicher Agenten ans Griechenland, die der Spionage und der Bestechung schuldig sind, . sowie Ergreifung der notwendigen Maßnahmen gegen griechische Untertanen, die der Spionage und der Bestechung mitschuldig sind. Ter Bertvtter des Reutedchen Bureaus ist in der Lage zu erklären, daß die Erfüllung dieser Forderungen nicht aus Schwierigkeiten stoßen würde. Die Revolution in Griechenland. Genf, 4. Sept. Nach einer „Matin"-Meldung aus Athen werden auch in Larissa, also im alte:: Kmrigreich Griechenland, revolnttonäre Freiwilligeüt-Komitees gebildet, die von den französischen Militärbehörde bewaffnet werden sollen. Das Salonikier Nationalverteidigungskomitee hat den Jahrgang 1915 in Mazedonien einberufen u:rd die Abreise aller Griechen zwischen 19 und 45 Jahren Verbote::. Die provisorische mazedonische Regierung besteht Es dem Obersten Zimbrakakis, dem Obersten Mazarakis, dem früheren Präfekten von Saloniki Argyropnlos, ferner zwei Aerzten Zarbos und Pazis. dem Advokaten Grasos und fünf werteren Bürgern. — Die vor dem Piräus liegenden 42 französischen und englischen Kriegsschiffe und die sieben Transportschiffe, sowie die Drohung mit der Landung sollen dem Schritt der Eutentegesandten beim König Konstantin, der heute (Sonntag) mrternommen werden soll uird die endgültige Entscheidung bringt, das nöttge Gewicht geben, falls die Salonikier Revolution keinen genügenden Eindruck aus ihn gemacht haben sollte. Die französische Presse will zwar glauben machen, die Entente habe mit dem Salonikier Aufstand gar nichts zu tun, den Regieriu^en von Paris und London liege es durchaus fern, sich in diese innerpolittschen Händel einzumischen. Die Andeutungen der nämlichen Preffe verraten aber, daß das Ententegeschwader vor Athen wichttgere Ausgaben zu erfülle:: habe, als nur die militärisch-technischen Forderungen zu unterstützen. Die Schritte der Athener «Ententevertreter gelten dem König. Mit hinreichender Deutlichkeit schreibt die Information": Der Anfftmü» in SaloniL und die gleichzeitige Anwesenheit der Flotte der Verbündeten vor dem Wräus sind Tatsachen, die den König Konstantin über seine Pflichten ausznllären geeigiwt sind. Die rumänische Intervention läßt ein weiteres Zögern nickst mehr zu. Und der „Temps", der die Sicherheit der Armee Sarrails durch den Körrig selbst bedroht glaubt schreibt: Das Leben eines einzigen Entente-Soldaten hat für uns größeren Wert, als die Krone Griechenlands. Zum Erddebcn in Italien. Bern, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Secolo" meldet aus Rimini: Wie die amtliche Prüfungskommission zur Feststellung des durch das letzte Erdbeben verursachter: Schadens bekannt gibt, sind öfferttliche und Privatgebäude in 21 Gemeinden schwer beschädigt und 21 Dörfer vollständig zerstört worden. Die Untersuchung betrifft jetzt 78 Gemeinden, in der Provinz Forti wurden 8000 Häuser besichtigt, 2000 davon wurden für unbewohnbar erllärt. ___ Die Golöankausftelle ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet! Mansarden*Wohnung zu ver- M mtetew Lrokdorlsr 8lr. yü Kl. Logis zu vermieten. m rtnftfiQi uv.! Laichraf-PhilW-Pl 3Ziln.-Mamarden-Wo .mit Gas per 1. Okt. an tLeute zu vermieten. Anz 'LRllägral-pkiUpp-k!. 7p. l 3öä Kl. Wobnuug an 2 Leute zu verm. Näh. Setters«, ö. (° 11073 ruh. Kl. Wohn. m. Küche, für einz. ufr. Person geeignet, ver 1. Okt. 8269 zu verm. Marktpl. 11. 011690 Verschieden e J | Möbl. Zimmer | Eine 5 und zwei 6-Z »«erwobnungcu, Roon lmit allem Zpbehör, der 9 rzeit entsprechend ein geriet vermieten. 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Im Namen der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der M. G. K./88. Schultze 6Z84V Hauptrmmn und Komp.-Führer. Der iw dusche Verlauf von Büchsen fleisch und Levcrwurtt in Tosen erfolgt bis auf weiteres Montags, Mittwochs, Donnerstags u.Samstags vorm, von 8—12 rntd nachm, von 2—6 Uhr in dem Laden Ludwigsplatz Nr. 14. 6177p Giesten. den 2. September 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. M 6229V KricgttkamerMMUMii Bon dem am 2. Septbr. l.Js. erfolgten Hinscheiden unseres Atttgliedes und Kameraden Aarl Wemhardl setzen wir die Kameraden geziemend in Kenntnis. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. ü. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Zusammenkunft V« Stunde vorher am Fried- hofsportale. 629LV Der Borstand. GietzenerKröbel-ZemiiM mit Internat. Ausbildung von Amdergörmenimen. Staatliche Prüfungen in Preußen gültig. Kittdcrvtlegerinncnschulrt. Beginn der neuen Kurse am 2. Oktober. Kindergarten. Eintritt jederzeit. 1306V Prospekte durch 1L. Mo ca er, Garte« strafte 30 Herzlichsten Dank Men, die uns ihre liebevolle Teilnahme an unserem großen Leid bewiesen haben. Lehrer Saisioig Mer und Fenn. AnWiederverkäu »er franko Nachnahme Ersatz für ivohl- riechende [ 6S72 ss Toilettenseifo ' Kandslssike-Ers. 100 St. 20M. Sandwasehs- „ 100 „ 15 „ h^orksistte.- „ 100 „ 12 „ i S3nsL.-Ers.10Pfd.br1. 6,50 „ B. Frauenverein best. empf. j 8ekwivrs.-Ers.1OPfd.brt.7M. Waschpulv.- „ 10 „ „ 5 „ Schenerp.- „10 „ „2,50,, Nen!Baslsrs.-Ers.12St.7,80„ i SiLrhe-Ersatz 100 Btl. 20 j WagchwunäerlOO „ 22,50„ i Alles ohne Brotmarke vcrk .»«’ Wlisiric §G Berlin 30. 28, Orantenstr. 181. Noch einige Vertreter gesucht I räliGFsciifirssoa Mp« Fias Beitragen von Büchern. Schriftliche Angebote unter 011689 an den Giest Anz. In allen Stärken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gc&on Nüaue präp&riort, empfiehlt zum billigsten Tagespreis | “ff* Ludwig Lazaras F “ar a -