Nr. 206 'Der ««-«er L»zet-er erschein täqkch, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Oietzener^amMesdialier; zweimal wöchentl.Ureir- biatt sürden Ureir Giehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Lanö- «irlschafilich« Seitsraae« Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleituna 113 Verlag, Oesch ästsstell e 51 Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger OieheR. Annahme von Anzeige« für dre Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt J66. Zahrgang Samstag, 2. September Wü «otationLdruS unü Verlag der Brühl'schen Univ.-Such- und Ltein-ruüerei R. Lange. Schristleiwng, Scschästrfteile und Druckerei: Schulftr.7. B e z « g S v r c t >: monatl. 93 Pi., viertel» jährl. Mk. 2.65: durch 2lbhole- \l Zrveigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Ack.2.45viertel- jährl. ausschl. Lesrellg. Zeilenpreis: lokal iLPf., atlsrv. 20 Pf. — Harrpt- ichristleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz. für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Auzelgentell: £>. Beck, sämtlich m Gießen^ Türkensteg im Kaufajits. Sonstantinopel, 1. September. (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem letzten amtlichen Heeresbericht haben die Türken auf dem linken Flügel bei der Kaukafus- frsnt 2 1 /, feindliche Divisionen vollkommen gesprengt und fünftausend (5000) Gefangene gemacht. Außerdem wurden mehrere Geschütze,Maschinengewehre und sonstigen Waffen erbeutet. Konstantinopel, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht. Verspätet eingegangen. An der Irak-Front keine Aenderungen. Ein unsere Stellungen bei Fellahie überfliegendes feindliches Flugzeug wurde durch unser Feuer beschädigt und stürzte hinter den feindlichen Linien ab. An der Kaukasus-Front vertrieben unsere Truppen im .Laufe ihrer - vorgestern auf dem rechten Flügel aus- geführten Angriffe den Feind durch Sturm mit dem Bajonett aus seinen Stellungen imd nahmen ihm auf der Verfolgung 4 00 Gefangene und 80 Kästen mit Munition, sowie eine Menge Befestigungsmaterial ab. Die Gefangenen erllären, daß durch unser Feuer sechs Geschütze vollkommen vernichtet wurden. Im Zentrum örtliche und zeitweise unterbrochene Teuerkämpfe und Patrouillengefechte. Auf dem linken Flügel gestatteten uns glücklich verlaufene Ueberfälle, einen Teil der feinolichen Schützengräben abzuschneiden. Nach dem letzten Bericht wurden zweieinhalb feindliche Divisionen vollkommen zersprengt. Wir mrähten 5000 Gefangene und erbeuteten mehrere Geschütze und Maschinengewehre, sowie sonstige Waffen. Ern Flugzeug, das von einem Flugzeug-Mutterschiff aufgefüegen und welches von einem Torpedoboot auf die Höhe von Aemtalia (?) begleitet worden war, wiarf bei einem in der Umgebung dieser Stadt eine Bombe ab, ohne eine Wirkung zu erzielen. Es zog sich dann zurück. Kein Ereignis von Bedeutung von den anderen 'Fronten. Eine inrferer mit der Niederwerfung des Anfftandes beauftragten Kolonnen hat nach einem unbedeutenden Gefecht die Aufständischen, die sie 80 Kilometer südwestlich von Medina traf, geschlagen und in Richtung auf Yangu- raS (?) zrcrückgeworfen. Konstantinopel, 31. Aug. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers. Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel gelingt es unseren Truppen trotz des feindlichen Widerstandes und der Gegenangriffe, die er in verschiedenen Abschnitten mit herangeführten Verstärkungen unternimmt, allmählich das Ziel zu erreichen, das sie mit den Angriffen verfolgen. Die Angrrffe, die der Feind gestern mit einerg, Teil seiner Streitmacht in diesem Abschnitt unternahm, wurden völlig abgeschlagen. Der Feind wurde darauf überraschend angegriffen. Wir nahmen ihm Beute ab. Auf dem linken Flügel keine wichtige Kampfhandlung. Von den übrigen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden. Der Vizegeneralissimus. * * * (WTB.) Oberste Heeresleitung, 1.September. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die englische Tätigkeit nördlich der Somme blieb, abgesehen von einzelnen Handgranatenangriffcn, aus starke Artillerie-Entfaltung beschränkt. Französische Angriffsabsichten zwischen MaurepaS und Clery wurden durch Feuer unterbunden. Ein unsererseits unternommener Gegen st otz bracht? uns wieder in Besitz früher verlorenen Geländes bei Longueval und am Delvillewalde. Südlich der Somme setzten abends die nach Vorbereitung der letzten Tage erwarteten französischen Angriffe ein. Der Gegner legte den Hauptdruck ans die Front Barleur— Soyecourt. Es kam zu erbittertem Nahkarnpf im Abschnitt Estrees—Soyecourt. Entschlossene Gegenangriffe sächsischer Regimenter bereiteten den anfänglichen Fortschritten des Feindes ein schnelles Ende und warfen ihn in seine Ausgangsstellungen zurück. Im übrigen wurden die bereitgestellten feindlichen Sturmtruppen in ihren Grüben niedergehalten. Auf den Anschlußfronten entwickelten unsere Gegner an mehreren Stellen rege Feuer- und Patrouillentätigkcit. Im Sommegebiet wurden sechs, an der Maas ein feindliches Flugzeug im Luftkampf abgeschossen. Ein weiteres stürzte in unserem Abwehrftuer östlich von Ypern ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Vom Meere bis in die Gegend westlich von Luck ist die Lage im allgemeinen unverändert. Südwestlich von Luck gelang es den Russen. Boden zu gewinnen. Den Gegenangriffen deutscher Truppen mußten sie unter schwerer Einbuße wieder weichen. Zwei Offiziere, vierhundertsieben Mann blieben gefangen in unserer Hand. Neue Angriffe erfolgten heute früh und wurdenabgewiesen. Zwischen den von Brody und Tarnopol heranführenden Bahnen lebte das russische Artilleriefeucr merklich auf. An der südlichen Bahn schritt der Gegner zu Angriffen. Bei Zborow hat er auf schmaler Front Vorteile erningcn. Sonst ist er zum Teil durch Gegenstoß deutscher Truppen zurückgcworfen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Heftige Kämpfe halben sich auf der 24 Kilometer breiten Front zwischen der Zlota Lipa. bei Nosow und dem Dnjeftr abgespielt. Im nördlichen Teile dieses Abschnittes brachen russische Angriffe vor unserer Front zusammen. Weiter südwestlich mußte dem feindlichen Druck etwas nachgegebcn werden. Südlich desDnje st rhabentapserehes fische Regimenter im Abschnitt von Stanislau den russischen Ansturm gebrochen. In den Karpathen blieben Teilangriffe des Feindes gegen den Stepanski und südöstlich davon ergebnislos. Südwestlich von Schipoth haben ostpreußische Truppen ihre Stellungen gegenüber den Anstrengungen überlegener Kräfte restlos behauptet. Balkan-Kriegsschauplatz. An der Zeganska Planina und an der Moglena-Front brachen serbische Angriffe zusammen. Der erste Generalgnartiermeister L u d e n d o r f f. * . * Die bulgarische Gesandtschaft in Wien hat einem Buda- pester Vertteter gegenüber geäußert, daß Bulgarien seinerzeit an Rumänien nicht formell den«Krieg erklären wollte, da sonst der Bündnisfall für einen Verbündeten Rumäniens eintreten würde. Dazu ist zu bemerken: Bei der Beendigung des jüngsten Balkankrieges war es den gegen Bulgarien verbündeten Staaten darum zu tun, die auf Grund des Friede nsvertra^es festgelegten Gebietsveränderungen, so gut wie irgend möglich zu sichern. Vorläufig galt dies für Rumänien, das den Bulgaren den bulgarischen Dobrutfcha- Strich ab gezwungen hatte. Rumänien und Griechenland sicherten sich damals durch einen wechselseitigen Garantievertrag. Eine Kriegserklärung Bulgariens gegen eine der Vertragsmächte sollte danach automatisch den Casus Foederis für die andere Partei schaffen. Jetzt hat Rumänien inzwischen selbst die Lage geklärt und durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Bulgarien den tatsächlichen Kriegszustand von sich aus in die Wege geleitet. Die Verzögerung der bulgarischen Kriegserklärung an Rumänien war demnach unrein polrttscher Schachzug. An der Bundnis- treue Bulgariens war, wie wir in den letzten Tagen schon bemerkt haben, nicht zu zweifeln. Nach Abbruch der diplo- matischeu Beziehungen durch Rumänien hat es inzwischen folgerichtig mit der Kriegserklärung geantwortet. Der Wut über den nicht eingetretenen Bündnisfall machen sich die Anhänger der venezelisttschen Bewegung in Griechenland durch eine Art Revolution Luft, deren innerpolitische Folgen für Griechenland bis jetzt noch nicht beurteilt werden können. Das „Berliner Tageblatt" sagt: Ter Organisator ist Venize- los. Dadurch erklärt sich auch die Beteiligung der Gendarmerie an dem Putsch. Nichts wäre verkehrter, als anzunehmen, daß die griechische Gendarmerie der Regierung «den Dienst versagte und sich auf die Seite der Revolutionäre gestellt hätte. Die Gendarme- Irie in Saloniki ist jene ausgezeichnete, von italienischen Offizieren ausgebildete krettsche Gendarmerie, die Benizelos aus seiner Heimat mit herübergebracht hat und die ihm blind ergeben ist. Es ist eirte rein venizelistische Leibgarde. Diese und die dkattonal- freiwilligen stießen aber auf die strikte Weigerung der Garnison, mit ihnen zusammenzugehen, das heißt, sich auf die Seite dev Entente zu schlagen und sich entgegen den Befehlen der griechischen Regierung am Kampfe gegen Bulgarien zu beteiligen. Es kam zum Kampfe. Sarrail intervenierte, das heißt, Sarrail zwang die königstteuen griechischen Truppen, sich ihm zu ergeben und sich außerhalb der Stadt internieren zu lassen. So kam die venizelistische Revolution zum Siege. Dieser Putsch könnte dazu bettragen, Benizelos zu stärken und ihn über die Neutralitätspolitik des Königs siegen zu lassen. Befürchtungen brauchen aber deshalb noch nicht laut zu werden. In den letzten Tagen sind die beunruhigendsten Gerüchte über das Verhältnis Dänemarks zu Deutschland entstanden, die auch durch die öffentliche Neutralitätserklärung Dänemarks nicht zum Schweigen gebracht worden sind; wir können demgegenüber diese Gerüchte als völlig grundlos bezeichnen. Vielfach sind die beunruhigenden Meldungen durch die Acußernngen gewisser dänischer Zeittlngen hervorgerufen worden, deren bewußte zur Schau getragene Gegnerschaft zu Deutschland bereits von offiziöser Seite berechtigte Zurückweisung erfahren habe, bei der Wertung der Aeußeruu gen gewisser Politiker, daß man nicht außer acht lasst, daß Dänemark sich augenblicklich an der Vorbereitung eines Wahlkampfes befinde. Im Gegensatz zu alledem hat sich bisher die dänische Regierung einer unzweifelhaften Neutralität gegenüber allen kriegführenden Parteien befleißigt. Die militärische Lage ist durch einen Sieg der Türken im Kaukasus gekennzeichnet, bei dem 5000 Russen und willkommene Beute in den Händen unserer tapferen Verbündeten verblieben. Den neuen Kriegsschauplatz in Rumänien beurteilt Stegemann im Berner „Bund" wie folgt: Im Vorgehen ans .Hermannstadt-Kroustadt ist die linke F l ü g e l g r u p p e der Rumänen anzunehmLn, die ihrerseits ivieder durch einen gegen Westen und Nordwesten, in der Linie Turnn Severin-Vulkan paß aufgestellten Flankenschutz gesichert werden muß. Die rechte Flügelgruppe dürfte, verstärkt durch russische Korps, gegen die O st p ä s se Siedenburg e n s Vorgehen. Sie würde also voraussichtlich im Anschluß an die in der Bukowina operierenden Russen südlich Ki rl i b aba und Dorna vatra angveisen und die Pässe von Borgo, Petrosul, Tolgyes, Bekas, Gyimes und Oitoz zu erobern suchen. Am wichtigsten sind von allen diesen Uebergängen der von Gyimes, über den die Tatrosbahn führt, und der Predeal- und Rotenturmpaß, die ebenfalls Bahnen Einlaß gewähren. Es \)t nicht ausgeschlossen, daß die Oesterreicher die Verteidigung bedeutmd zurnckverlegen müssen, da die Grenzlinie Dorna- vatra—Kronstadt—Hermannstadt bei Kronstadt rechtwinklig abge- bogen ist imd durch konzenttischen Angriff von Osten und Süden und weitausholende Umfassung einzelner Vorstellungen leicht gefährdet werden^ kann. Ein auf Schenkeln dieser Winkelstellung angesetzter llngrifs bringt die Rumänen vermutlich in den Besitz der vorgeschobenen Stellungen am Oitozpaß in der Richtung Kezdi—Vasar- hely !und hat die Räumung von Kronstadt (Brassoi zur Folge. Wichtig ist für die Verteidiger, daß den Rumänen kein tiefer Einbruch über^den Bnlkanpaß und Pettoseny und Crivadia gelingt. Die Hauptwiderstandslinie in Siebenbürgen liegt weiter zu- ttick, und als Grundstellung kann wohl die Linie Karlsburg- Schäßburg (Segesvar) bezeichnet werden. Je weiter die Rumänen in das Gebirge eiirdringen, ohne operative Erfolge zu erringen, desto tiefer wird- ilyce linke Flanke und desto langer ihres rückwärtige Verbindung. Daraus geht hervor, baß*sie ans absolute f lanken- und Nückensicherung bedacht bleiben und dazu sehr starke , rüste zurückhalten müssen. Das russische Hilsskorps muß also sehr stark und nahe sein. Anderseits dürfen Oesterreicher und Ungarn den Feintd nicht tief ins Land gelangen lassen, da dadurch ihre Karpathenstellungen umfaßt würden. Den Rumänen muß es daran liegen, möglichst rasch greifbare Erfolge zu erzielen, den Z e n t r a l m ä ch t e n, den Krieg nicht im Steklungs- kampf erstarren zu lassen, sondern wenigstens aus diesem Kriegsschauplatz in der Bewegung und zwar m der Vorbewegung zu bleiben. Major Morath betrachtet im „Berliner Tageblatt" die Möglichkeiten, die sich an der b u l g a ri s ch - ru m ä n i - schen Grenze anspinnen können: \ Ein anderes russisches Heer, welches sich beveils Anfang Juni am linteit Pruthufer, bei Reni, sammelte, soll nach ■neutralen Angaben 250000 Mann betragen, wozu noch 60 000 Serben gestoßen sein sollen. Der Vormarsch dieses Heeres durch die Dvbrudscha wttd bereits gemeldet, und der Zweck dreses Vvtchrrngens ist^weistllos der An griffausdiebulgarische Lanügr enze zwischen der Dcman und Varna. Das rumänische Heer marschiert mcht in seiner ganzen Kraft gegen Ungarn. Zum mindesten gehen die St reit mittet ab, welche Bukarest zu sichern haben Und die 600 Kilvuwter lange bulgarisch-rumänische Gsimze. welche 'von Orsova an der Tomru folgt. Diese Grenze gestaltet sich für die Bulgaren günstiger als für die Rumänen rnfttlge Ueber- höhung des nördlichen Donaunsers durch das südliche und durch vorgelagerte Sümpfe, welche die UebergrmysmöglickckeiLen des rumänischst Heeres nach L-nden erheblich ein schränken würden. Eine russische Offensive gegen Bulgarien wird im allgemeinen begünstigt durch die schwer zu vetteidigende Landgrenze der Dobrudscha. Eckst der kleine Ballan, der Zentral- und Westbalkan geben einem schwächeren bulgarischen Heeve erhebliche Widerstandskraft. Es ist noch nicht zu übersehen, auf welcher Linie sich die Bulgaren zu schlagen beabsichtigen, jedenfalls wird ihre rechte Flanke bedeutend e n t l a st e t durch den Zusbtß türkischer Heeresteile. Es ist anzunehmen, daß die an ihren Verpflichtungen treu festhaltende osmanische Regierung sich bei einem russischen Angriff auf das bemrchbarte Staatsgebiet nicht rein passiv verhalten wird. Aus der Gesamtlage auf den türkischeir Kriegsschauplätzen ergibt sich, daß sehr wohl ziemlich starke Kräfte das Herz des osmanischen Reiches, Konstantinopel, durch eine Offensive wuchtig verteidigen könnm. Wir sehen, Hindenburg, dem selbst der militärische Mitarbeiter der „Times" zugesteht, daß er die vollendetst^ militärische Figur des Krieges ist, erwachsen große Llnf- gaben. Unser nrcerschütterliches Vertrauen in ihn und settren getreuen Mitarbeiter Ludendorsf, der mitllerweile zum zweitenmal als 1. Generalguarttermeifter den Heeresbericht unterzeichnet hat, nicht zuschanden werden. Erinnern wir uns heute am Sedans tage daran, wie schon einmal ein großer Schlackftenlenker, Moltke, das Vertrauen seines Kaisers und seines Volkes im höchsten Maße gerechtferttgt hat. Die moralische Stärke in diesem Kriege liegt ans unserer Seite, und die gibt Uns die Kraft der überlegenen, Kriegsführung die Mittel an die Hand zu geben, mir denen sie siegen kann. „Südlich des Dnjestr haben tapfere hessische Regimenter im Abschnitt von Stanislau den russischen Angriff gebrochen." Hirrdenburgs Führung und die Tapferkeit unserer Truppen sind die beste Gewähr unseres Sieges. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, I.Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart: 1. September 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Bei Orsova und Herkules Fürdö wurde der Feind auch gestern abgewiesen. Sonst ist eS nirgends zu wesentlichen Kämpfen gekommen. Nagy Szehen und Sepsi-Szt. Gyorgy sind der allgemeinen Lage nach vorgestern geräumt worden. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In der Bukowttm und in Ostgalizirn gingen die Russen wieder zmn Angriff über. In den Karpathen und bei Stanislau wurden sie überall abgeschlagen. Wrdlich des Dnjestr im Mi'mdungSlvinkel der Zleta Lipa griff der Feind auf 24 Kilometer breiter Front an. Nördlich von Maryampol und bei Z amu low fcheitcr ten alle Ansttirme. Bei H o r o z a n k a lmrrden unsere Linien über den Ort zurückgedrückt. Sri ZVorow tat ein starker rusfMer Angriff, nach- den- er eine« begrenzten örtlichen Erfolg errungen, durch Gegenangriff zum Stehen. HeercSsrontdes Prinzen Leopold von Bayern. Die Armee des Generalobersten von Böhm-Ermolli verstelle bei Berepelniki einen russischen Vorstoß. Bei der Armee des Generalobersten von Tersztyanszky drang der Aeuro an einzelnen Stellen in unsere Linien ein. Ein Gegenangriff deutscher Truppen warf ihn Dieder zuruck, wobei er z w e i O f f i z i e r e und 4 0 7 Mann als Ge- fangene elnbntzte. Südwesttch von Kaszowka scheiterte ein Vorftog des Gegners. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Küstentande wurden gestern mehrere Abschnitte unserer Front zwischen dem Monte Santo und dem AEe von ttalienischer Artillerie zeitweise lebhaft beschossen. Südlich S a l c a n o und westlich L o k v i c z a ging feindliche Infanterie zum Angriff vor. Unser Feuer trieb den Gegner überall wert zurück. an und ergab sich den Franzosen unter folgenden Bedingungen: Die Gruppen werden enssvasfirtt und in dem Lager von oattemlrk außerhalb der Stadt interniert: die Offiziere behaltett ihre Sertenwaffen und geben ihr Ehrenwort, den Revolutionären gegenüber nrchts pi unternehmen. Die Kaserne wurde vorläufig den Franzosen besetzt. Auch die Garnison des kleinen Forts Kara Burnu wurde umzingelt und ergab sich bald nach der Ueoergabe der Truppen in Salonik. Man erwartet, daß ein .nvmrtee vom R'evolutionären die Kontrolle über die Verwaltung dreser Teile Mazedoniens auf sich nehmen wird. Waag, 1 . Sept. (Pttv.-Tel.) Reüter meldet aus Saloon'- Die griechische Garnison, die sich den Franzosen ergab, zählt 1500 i>Rann, darunter 11 Offiziere. -Saloniki, 1. Sept. (WTB.) Meldung des Renterschen Bnreoms: Es wurde ein Ausschuß gebildet, deml hochgestellte L)fttziere angehören und der an das Volk appelliert, sich denl lll lr-rerten an zu schließen, ianl die bulgarischen Unter-, Mucker vom griechischen Boden zu vertreiben. Auch wurde eine Riesenversammlung einberusen, um die Absichten des Ausschusses zu erklären. Tie .Rekrutierung von Freiwilligenbakaillvnen wrrd angeregt. r * . * Aus dem Reiche. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallentnant. Türkei. Die türkische Kriegserklärung. !?.?st-intinopeL, 31. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Dw turksiche Regrenrng erklärte gestern lidend 8 Uhr durch 2ÄJ rei1 *^ 0 einer Note an die hiesige rumänische Gesandtschaft an Rumänien den Krieg. (Wiederholt, weil nur nr einem Teile der gestrigen Auflage enthalten.) Konstantinopel, 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Infolge Unterbrechung des Verkehrs mit Rumänien wurde dem rumänischen Geschäftsträger in Konstantinopel bekannt- gegeben, daß die osmanische Regierung ebenso wie die Verbündeten des Kaiserreichs, sich mit Rumänien als im Kriegszustände befindlich betrachtet, und zwar ab gestern, 17 /30 August, nachmittags 8 Uhr. . K-onftantinopel, 31. Mg. (WTB.) Der „Taniw- schverbt: , Der Vrerhund antwortete mit der heldenmütigen, mächtigen Ernhett seiner Heere auf den.Dolch des Verrates, den Ru- ncknnen seit zwei Fahren heimliche gegen unsere Verbündeten ge- L? ^'.7 Zer „Tasvrr i-Eskiar" schreibt: „Rumänien, das hmter den irebDiburgrschen Illusionen herlief, setzt seinen Bestand in Gefahr. Nach dem feilen Entschluß des Vierbundes wird von emer rumänischen ^ Li'genwnic auf dem Balkan keine Rede sein Esen " bringen die Blätter ihre Zuversicht aus den -Endsieg zum Ausdruck. * * * Bulgarien. Die bulgarische Kriegserklärung. Sofia 1.Sept. (WTB.) Heute um 10Uhr vormittag wurde dem Hungen rumänischen Gesandten die Kriegs- larung übergeben. Frühmorgens wurde in den StUspLn das Kriegsumnifest angeschlagen. ._A (W B.) Angesichts der perfiden Mel- oungen der feindlichen Presse betont der bulgarische Gesandte Doslyew m dW Neuen Freien Presse", da Bulgarien ms zum Ende des .Krieges und über das Ende hinaus mit seinen Verbündeten Schulter an Schulter geht Sofia, I.Sepü (WTB,) Das Organ des Kriegsministe- rvrms „Boenm JsweUa" schreibt: In dem Eu-n Abschnitt des.Krieges wird die bulgarische A^vve e «n« «wße Rolle zu spielen hcchen: sie ist dazu durch die sevtzna^ksche Lage ,Bulgariens berufen und zeigte sich ihrer in ^ ^ nnchrend dreier Kriege mit ihrem Blute schrreb. Drese Rolle bildet ein Vermächtnis des großen bill- gmwchen Helden aus den Befreiungskämpfen: dieses Vermächtnis nnrd sre erfüllen und die Hoffnungen für die Zukunft zu recht- serttgen, ist dre bulgoriiche Arrnee heute mehr denn je bereit. Sie tyxlt heute noch fester den eisernen Hammer, mit dein sie jeden Gegner mederschlüg, der das.Land betreten wollte. Dieser Hammer wrrd mtt noch größerer Wucht auf die vielköpfige Kindliche Hydra medmausen, mrt deutscher Methodik und bulgarischem Ungestüm. .SoNa, 1 . Sept. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Tele- graphen-Agentnr. Der Generalstabsches Schostow ist gestern er englischen Hungerblockade die stärksten und unser Zuschußbedarf am grössten und dringlichsten war. Sie hörte in einem Augenblick aus, in dem sich die Voraussetzungen unserer Substversorgung so wandelten, daß wir fest auf eigenem Füßen stehen, und die ganze Brotgetreide- und Futtermitteleinfuhr für uns keineswegs mehr grundlegend, -sondern — am sonstigen wich- ttgen Grundfragen der Kriegführung gernessen — nebensächlich ist. K.rrbrauchendierumänischenImportenichtmehr. 4drr brauchen sie so wenig, daß wir neue Bezüge, auch wenn ste uns ohne weiteres zugänglich geblieben wären, tarn PreiszugestöNduisseu abhangrg gemacht hätten. <5 Einrichtung der organisserten und zentralisierten Zufuhr, ?k,o snt^ September 1915, sind bis 26. August 1916 alles in allem 1 433 347 Tonnen Zerealien und Futtermittel ans Rumänien nach Deut, chland importiert worden. Nicht viel kleinere Mengen flössen ^.gleichen Zeitraum Oesterreich-Ungarn zu. Diese fi'ir die rumä- msche Produktion siotlliche Menge war nur zu erreichen, weit sie aus den «Erttägen zwner Ernten genommen werden konnten, nach- deiN uns Rumänien bis zum vorigen Herbste den Lebensmüktelbezug wenn nicht gesperrt hat. Das uns sehr erwünschte, für Rumänien ebenso dringliche, wie vortellhaste Geschäft fit T a st restlos ab ge wickelt, bis auf etwa 20 000 Waggons. Den Höhepunkt hatten die Bezüge im März, 9lprll und Mai 1916 erreicht, ^n der letzteit Zeit ^sanken fee wieder. Auch bei Fortdauer der rumämsckien Neutralität wären Mengen. N 7 re die vorjährigen, keineswegs zu beziehen gewesen, weil diesmal nur der Ertrag eurer Ernte verfügbar ist, die ^udem durch Hitze und Hagel geschÄiy- wurde. ^ Ef diese Zufirhr fällt unß durchaus mcht schwer, da selbst ber vorsichtiger Beurteilung unsere Brot- und Futtergetreideern t e die vorjährige um rund 500 000 über trifft, also um! ein Vielfaches der MjMge, die wir aus Rumänien hätten beziehen können. Rumänien. Da» vberkommandv des rumänischen Heere». Rom, !. @q*. (WTB.) Die :%eit yvx Strstrm mrldct aus Bukarest: Das Oberkommando des rumänischen Heeres l^gt m den -Händen des Königs. General Fliese wurde zum Unterchef des Generalstabes ernannt. Der Generalftabs- chef ist noch nicht ernannt. Das Parlament fft zum 2. September emberufen und wird nur eine einzige Sitzung abhalten Der Mmisterrat hat im Prinzip beschlossen, die Grundlage des erweitern durch Ernennung von Minsstern ohne PorteMille Und von Unterstaatsfikretären. Die Maßnahmen werden erst in der nächsten Woche zur DurchfüHruNg gelangen. Der rumänische Aufmarsch. Stockholm, 1. Sept. Rumänien trifft alle Kriegs- vor'oerertungen gegen Bulgarien. In Petersburg vorliegenden Berichten zufolge hat der Aufmarsch des rumänischen Heeres an den Eisenbahnlinien nach Calafacu, Turmnaga- E, Zmnrcea, Grurgevo und Oltenitza bereits begonnen. Die Militärbehörden erklärten den Massinkanal, der das Sumpfgebiet der Donau durchschneidet, als Operationsgebiet Jeder Privatverkehr längs den Donaueisenbahnlinien nach Donaustatwnen ist verboten. Die rumänische Gesandtschaft in Petersburg wandte sich an den Stadthauptmann zwecks Auslieferung der rumänischen Militärpflichtigen. Petersburg, 1. Sept. (MTB.) Die Petersburger Dele- graphenagentur rneldet, daß serbische Truppen unter Befehl des ehemaligen Chefs des serbischen Großen Generalstabes Gad- ichitich in Rumänien eingxtrofien sind, um mit den russv- icheit und rumänischen Streitkräften germssisant zu operieren. ^ * * * Griechenland. Griechische Revolution in Saloniki. Saloniki I.Scvt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Büros. Diese Nacht umzingelten Gendarinen und Nationalfrei- wrllige du Kaserne von Salonik, befferi Garnison sich geweigert bitte, muchnen zusammen zu gehen, säßritten die Was- ?Ä frlcn ^ Lebensmittelversorgung. Gegen 4 Uhr versuchten 60 Mann emen Ausfall, um Lebensmittel zu E s w uiDe von berden Seiten gefeuert. Die cSjOir 1 gezwuuaen, in die Kaserne zurückzu kehrm: zwei lie'ötct, zwei stwetwiMssc oen ounom . denerÄ^a r-r a i l rnterverrrerte, um weiteres Blnt- m oeöimöew. Xte (Garnison nahm feine Vermittlung q _ ern, 1. Sept (WTB.) „Petit Parisien" rneldet aus t a ^ Mch^rmpfer „Fantasque" hat bei den Walfisch-Inseln Schiffbruch gelitten, 20 Mann sind um gekommen. Fm Hafen von La Rochelles lrmrde der Vier- master „Quevilly" durch Sturm beschädigt, desgleichen ber Havre der norwegische Dampfer „Tun ge". Die Mannschaft rettete sich auf St. Andre. Das Schiff ist bald nachher gesunken. Es hatte verschiedene Waren art als unzerreißbare Einheit empfanden, und dafür auch, daß wir ihn als unfern Krieg empfarrden, wir gachi persönlich an ihm beteiligt, so wie es sein soll: alle Einzelnen sind ihren Sondergeschicken in das allgemeine Weltgeschick verwoben. Unser Krieg! „Südlich des Dnjeftr haben tapfere hessische Regimenter im Abschnitt von Stanislarr den russischen Ansturm gebrochen." Wen fmtte es nicht, daß das in einem der ersten Tagesberichte, die 8«L>e«- d o rf fs Nainen tragen, zu lesen stand. Unsere Hessen, gewiß, auch Gießens Söhm sind darunter. Wie sich das^ in unserer Stadt liest! Wie fluten die Gedanken um die wenigen Worte? Sie kennen die Gegend. Von den Karpathen kämmen haben sre einen langen Winter hindurch nach dieseir Ebenen ausgeschaut. Sie beißen die Zähne zusarmnen: all die Erinnerung an die dorttgen Erlebnisse, härteste Mmpfe, schwere Entbehrungen, bitter-schmerzliche Verluste in Eis und Schnee, wird wieder in ihnen wach. Noch ermrml. jetzt vom Norden Her 7 ringen sie um dasselbe Kampfgelände. Sie wissen, wie unser Herz, unsere Sorge und unsere Hoffnung bei ihnen weilt. Und wir zweifeln nicht: es wird gelingen. Sollen die Siege von 1915 dort umsonst erkämpft? das BLut deuffcher Krieger dort vergebens geflossen sein? Die Gräber, über die ihr Fuß schreitet, werden ihnen grausige Wegweiser zu neuen Siegen sein. Es muß gelingen. Fetzt zumal, wo in ihrem Rücken über Siebenbürgens gesegnete Muren der neue, der jüngste Feind hereinbricht. Auch das empfinden wir in Gießen unmittelbar mit. Nicht nur im allgemeinen: sett acht Jahrhunderten blühen dort deutsche Ansiedelungen: man zählt an 400 000 Siebenbürger Sachsen. Gießen hat auch persönliche Beziehungen dahin: in vergangenen Jah«n immer wieder haben einzelne Siebenbürger Studenten un^r den SckMenr unserer Universität gezählt. Mehr als einer tft bei uns aus- und eingegangen: es waren liebe Gesellen, nach Fahren noch kamen Kartenyrühe ans jener Ferne in unsere Stadt. Auch dort wird um eine Gren^uark derrsschen Geistes gekämpft. Soll muh da dasTwilde Heer hausen, wie es in Ostpreußen getan? Und es muß gelingen. Das seitliche Recht deS Krieges, den wir sühnen, tritt uns bei ber jüngsten KrievserWrMg so handgreiflich wie im August 1914 vor die Seele. Es ist ein mlchLoser Älngriffskrieg, zu dem sich Rumänien spät entschlossen hat. Nicht gering gewiß n*irb ber diplomatische Druck gewesen sein, der das Volk zu schnödem Vertragsbruch gezwungen hat. Aber gierige Raublust kam dem Druck entgegen: mau hätte ja vor drei Jahren erfahren, wie später Eintritt in das Kriegsgetmmnel die Gewähr leichten Ge- winius zu Metern vermochte. Wir aber wissen wohl, daß das gute Recht im Kriege nicht ensscheidet. Es geht viel Uuae- ühntes Unrecht frei in der Welt umher, ün Ernzeb- und rm Völkerleben. Aber der guten Waffe gibt ein gutes Recht erst die volle Wucht. Und wenn HindenbUrg Unser Schwert uhrt, das Mcht soll es ihm furchtbar schächen. E ck. * ** Amtliche Persona ln ach richten. Der Groß- Herzog Hot am 30. August 1916 den von der Gestimtfamüie der Freiherren Scheu ck zu Schweinsberg aus die evangelische Pfarrstelle zu Ulfa präsentierten Pfarrer Hernrann Römer zu Herchenhain und den von brn Grafen zu Solms-Rödelheim aus die evangelische Psarrstelle zu Ottünälgen präsenristten Pfarr- verwalter Gottfried Weber daselbst — für diese Stetten bestätigt. ... T Aie .LilAgivehrübungen" (Aussclieidungs. kainpf«- für tue Provmz) beginni-n kommenden Svniltaa. 3. September, IVsUhr, auf der Hardt. * _ /* 2 u n g wehr. Sonntag Antreten 12V* Uhr Garte«- straße—Sckifffinberger Weg. Samstag abend V £ Ubti Uebung der Wettkämpfer aus der Hardt. 0 ** Dom Roten Kreur. Im Monat August 1916 wurden von der Sanitätswache deS Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen >15086 Mann erfrischt. Ferner wurden 503 Transporte ausgesührt, !sorvie in 219 Fällen sonstige Hilfe geleistet. ** Mett urnen des Gaues Hessen. Zu bent morgen Ssmttag auf der Rennbahn bei der Hardt stattsiudcnden zweiten Kriegs-W-etturutm des Turngaues Hessen haben sich trotz der Schwierigkeiten, unter denen die Turnvereine seit dem Kriegsaus- frntdj leiden, indem in vielen Vereinen der Turnbetrieb zeitweise oder ganz eingestellt ist, über 650 Turner angenreldet. Es handelt sich vorwiegend um junge Leute unter 18 Jahren, welche bemüht sind, die deutsche Turnsache hochzuhalten, die älteren Turner, darunter bereits wieder viele, die vor Jahresfrist bei dem Kriegsturnen auf dem Schiffenberg teilnahmen, haben das Turnerkleid mit dem feldgrauen Kriegsklerd vertausckst. Das Turnen beginnt um 9 Uhr, um ' 8 Vk Uhr erfolgt der gemeinsame Abmarsch vom hiesigen. Bahnhof nach der Hardt. ** De r Kriegsausschuß, für Ver br au cheri n t e r- essen hielt gestern abend 9 Uhr im Hotel Köhler eine gut besuchte Versamntlun-g ab, in der verschiedene Fragen der Lebensmittelversorgung sowie Mß stände auf dem Lebensmittel markte zur Sprache kamen. Vorschläge zur Erleichterung der Lebensmittelversorgung wurden beraten. Für den inzwischen zurückgetretcnen Vor- fitzenden Valentin M üller konnte ein Ersatz noch nicht gefunden werben. Die Geschäfte führt bis zur nächsten Versammlung Schrist- fühver Grünig. ** Der Golem film wird von heute ab im Lichtspielhaus Bahn Hofstraße 34 gespielt. Dies phantastisches Filmschauspiel behandelt in Anlehmrng an den Meyrürkischen Roman der Gotem, der in ungeheurer Auflage in diesem Jahre erschien, die GeschichEe -der von einem sagenhaften Prager Rabbiner geschaffenen und znm Leben erweckten Lehmsigur. Dieser Film ist ein wirkliches Meisterwerk, da sein Wpfasser, Paul Wege ner, von den in diesem Jahre noch als weitere refornratorische Filmwerke „Rübezahl Hochzeit" und der „Zvghi" zu erwarten sinjd, Aum ersten Riale diff eigenartigen techniscl)en Kunstmittel der Filmkunst Mr Amoep- dung bringt. Die Hauptrolle des Golem wird von dem berühmten Chc-rakterschauspieler Paul Wegen er selbst verkörpert, seine Partnerin ist die ebenso gefeierte Schauspielerin Lidha Salmanova. Wir werden aus die Vorsiihrung noch zurückkvnrmen. Dantes Hölle in Rußland. Den unter dieserUeber- schrift verbreiteten Protest der „Nordd. Allg. Ztg." gegen russische Schandtaten an deutschen Gefangenen, auf den wir gestern in unserem Leitartikel Bezug nahmen, haben wir aus Raummangel im heutigen Jamilienblatte veröffentlicht. ** Preußisch-Süddeutsche Klassen-Lotterie. Die Erneuerung der Lose zur dritten Klasse muß unter Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 4. September, abends 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis diesem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose eingelöst werden. Landkreis Gießen. r. Allen darf a. d. Lda., 2. Sept. Dr. med. W. G o e tz, der schon föft seit Kriegsbeginn im Osten weilt und bereits mit Lew Eisernen^ Kreuz 2 . Masse ausgezeichnet worden ist, erhielt jetzt das Militär -Sanitätskreuz für Verdienste im Kriege. e. Grüningen, 1. Sept. Unserem seit drei Jahren hier tätigen Pfarrverwalter Weber wurde durch Präsentation des sGrafen zu Solms-Rödelheim vom Großherzog die hiesige evangelische Pfarrstelle übertragen. -L Lvllar, 1. September. Kriegsfreiwilliger Gefreite stud. ckheöl. K. Da ab, im Avt.-Regt. Nr. 205 wurde wegen persönlicher Tapferkeit vor dem Femde — er überbrachte, weil dkl Telephondrähte zerschossen waren, eine wichtige Meldung während furchtbaren Granatseuers in die vorderste Stellung — zuM Ittrtervssizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Hier wurde Weichensteller Hch. Schäfer II. am AÄontag früh von dem Lvndvrfer Zuge überfahren und ge- schjleist. Gr liegt noch jetzt besinnungslos in der Klinik zu Gießen. bz. Mnschenheim, 2. Sept. Dem Musketier H. Becker Kon hier, bei der 3. Komp. des Jnf.-Regts. 116, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Gleichzeitig wurde durch Regimentsbefehl dem Musketier Becker als Anerkennung für sein tapferes .Verhalten bei einenr Sturmangriff und die Gefangennahme von Franzosen eine BelobigungÄrrkunde des RegimcntskotnmaTrdeurs ausgehändigt. Kreis Büdingen. Nidda, 1. Sept. Die Bezirks-Sparkasse Nidda hat beschlossen, ani die neue Kriegsanleihe eine Million Mark zu zeichnen. Kreis Alsfeld. f. Nied«rr-Ohm»en, 2. Sept. Dem Miusketter Otto Erb, 9. Komp., Res.-Jnf.-R>eyt. 88 , wurde vor kurzem die Hessische Tapferkeitsnredaille verliehen. — Der Musketier Joseph Stern, der seit dem 2. Juli ds. Js., den schweren Kämpfen üml KolomÄa, als vermißt geineldet worden war, hat nun ans russischer Gefangenschaft an seine Angehörigen geschrieben. — Den Heldentod fürs Vaterland starb in den heißen Kämpfen vor Verdun der Ers.-Res. Karl Weisen fee, der seit Herbst 1914 in der 4. Komp, des Landw.-Jnf.-Otegt. 118 im Westen kämpfte, aber vor kurzem einem anderer Reginrente zugeteilt worden war. Ein Bruder des Gefallene, der bei Ausbruch dos Krieges noch aktiv diente, kämpft seit dieser Zeit int 1. Großh. Hess. Drag.-Rech. Nr. 23. Kreis Schotten. r. Ober-Lais, 31. Ang. Mn letzten Sonntag fand in der Kirche zu Unter-Lais für den am 16. Juni in Frankreich gefallenen Wehrmann Karl Kirchhof eine Gedächtnisfeier statt. Nach eindrucksvollem ,Vorspiel (Morgenrot) sangen die Schulkinder währenddes Altardienstes unter Leitung des Lehrers Mohr Näher mein Gott zu Dir" und „Das Leben welkt wie Gras". Der Ortsgeistliche, Pfarrer Weidner, hielt im Anschluß die» Gedächtnisrede. Kirchhof, der seit Kriegsausbruch dem Landw.- Juf.-Negt. 116, 7. Komp, angehörte^ ist das neunte Kriegsopfer in nuferer Gemeinde. Vier Krieger- werden schon seit Herbst 1914 vermißt. — jWchrmann Adolf SiMo n, zurzeit in einem Lazarett in Württemberg, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die hessische Tapfepkeitsmedaille hat er bereits im Juni erhalten — Musketter Rudolf Theis hat, nachdem er seit Mitte Juni" vermißt war, seinen Eltern mitgieteilt, daß er sich in russischer Gefangenschaft befindet. — Seit Anfang August wird der Land- sturmrckrnt Karl Nieß vermißt. Er gehörte dem! Res.-Jns.-Regi- ment 80, IP2. Kwnp., cm. Kreis Friedberg. ** Friedberg, 1 . Sept. Otto Loos von hier, dem heute seine erste Altersrente anSgezahlt wurde, überwies den Betrag mit 11 Mk. an erblindete Krieger und mit 6 Mk. an die deutschen Kriegsgesangenen. Bravo! bz. Butzbach, 2 . Sept. Dem Oberleutnant d. Res. Stroh (Lehrer in Gambach) wurde die Hessische Tapferkeitsdenkmünze und das Bayr. Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern verliehen. Das Eiserne Kreuz hat er schon seit Ende 1914. dz. B o d e n r o d, 2. Sept. Dem Gefreiten P. Kühl von hier, der seit Kriegsbeginn bei einem Infanterieregiment im Westen dient, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. nt. H e u ch e l h e i m i. d. W., 2 . Sept. Dem Gefreiten Rud. Ostheiin von hier wurde für tapferes Verhalten in den Kämpfen an der Somme die Hessische Tapferkeitsmedaitle verliehen. Hessen-Nassau. [] Aus dem Kreise Marburg, 1 . Sept. Von den 141 Schafen, die sich vorgestern ans ihrem Pferch in Dagobertshausen entfernten, sind etwa 130 Stück in der Gemarkung Michel- bach ermittelt und ihrem Besitzer wieder zugeführt worden. — In Heskem begehen die Eheleute Heinrich Rudolph morgen das Fest der Goldenen Hochzeit. Ihnen wurde die Ehejubiläumsmedaille verliehen. ra. Eamberg, 2. Sept. Leutnant der Res. Karl Fischer wurde mit dem Eisernen Kreuz allsgezeichnet. ra. Dil len bürg, 2. Sept. Bei Donsbach wurde bei Schürfarbeiten eiil vier Meter starkes M a il g a n e r z l a g e r und ein Edel-Eisenerzlager von gleicher Mächtigkeit fretgelegt., g. Eschwege, 2 . Sept. (Drahtnachricht.) In dem Basaltsteinbruch Gudensberg wurden die verheirateten Arbeiter V a u p e l und Thiele durch einen vorzeitig abgegaugenen Sprengschuß getötet. XBadBrückenau,2. Sept. Infolge eines Fehttrittes von ber Scheune zog sich Bürgermeister Hnscher-Krantheim lotbringende Verletzungen zu. —■ Irr Hainert stürzte der 77 Jahre alte Landwirt Hosmann von der Treppe seines Hauses herunter und war sofort tot. F. C. Wiesbaden, 1. Sept. Infolge ständiger monatlicher Gaben einiger wohlhabender Bürger und eines Zuschusses der Stadt ist der Magistrat in der Lage, von jetzt ab täglich etwa 800 linterernährten Schulkindern kostenlos Mittagessen zu verabfolgen. Die Einrichtrmg soll demnächst auch auf nur weniger gut ernährte Kinder ausgedehnt werden. _ Gericht»?««!. F. C. Marburg, 2. Sept. Zwei Gastwirte hatten für Rehfleisch auf Verlangen mehr wie den Höchstpreis gezahlt. Das Schöffengericht verurteilte sie zu 1 b, bezw. 12 Mk. Geldstrafe. Die Strafbefehle hatten aus 30, bezw. 25 Mk. gelautet. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdienst /Gieße m Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 3. Sept. 1916: Wenig bewolr, meist trocken. Temperatur wenig geändert. Gewitterneigung. letzte Nachrichten. Der erste rumänische Heeresbericht. Genf, 2. Sept. FraiHösEchen Blättermeldungen aus Bukarest Mfvlge lautet der erste amtliche rumänische Häwesbericht vom Donnerstag: Die allgemeine Mobilisation der rumänischen Armee begann in der Nacht vom 27. zum 28. August urrd dauert fort. Tie Kriegserklärmrg an Oesterreich-Ungarn wurde 9 Uhr abends in Wien überreicht. Die Verbündeten Truppen beginnen den Durchs marsch durch die Ti 0 brutscha. Sie werden von der Bevölkerung mit Begeisterung begrüßt. In der Nacht vom' 27. auf den 28. August haben die rumänischen Truppen die Grenze Oestarreickit-Ungarns überschritten. Die österveichisch-amgarischen Monitvre und Batterien beschossen die Stadt Vercrorova, Turnseverin und Giurgewo. v Vorgänge im rumänischen Kronrat. Wien , 2. Sept. „Pefti Hirlap" erhielt von einem Flüchtling, einem Ungarn, der in Bukarest eine angesehene Stellung innehatte, folgende Einzelheiten über die dem Kronrat voraus gegangenen Be- gcbcmheiten: Am 26. August war in dein Palais, in dem der Kronrat abgehalten wurde, eine sehr lustige Gesellschaft beisammen, mr der alle Minister und Diplomaten als Gäste des Königsteitnahmen. «Von besonderer Lustigkeit war Bratianu. Die Meldung, daß der König pur durch Drohung zugestimmt habe, ist grundlos. Er mußte nicht karge gebeten -werden, zumal die Königin die beste .Helferin für die ententesreundliche Politik war. Während der Unterhaltung wurde viel getrunken, und das dauerte bis in die Morgenstunden. Daraus erklärt sich auch die Verschiebung des Kronrates von 10 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags. Der sorgsame Herr Bratianu wollte seinem Herrscher Gelegenheit gÄ>en, sich ausMruhen. Der Körrig, der während des ganzen Kronrates sehr verschlossen war, zog sich nach dem Kronrat, der 20 Minuten dauerte, zurück. Peter Carp begab sich nicht mähr in die Hauptstadt, sondern direkt auf sein Landgut.' Die Königin fuhr in die Stadt und begrüßte die vor dem Palais demrnrstrierende Menge. Die griechischen Wahlen. London, 2. Sept. „Central News" meldet aus Athen, daß dort am Montag ein Ministerrat abgehalten wurde, in dem Ministerpräsident Zamris erklärte, daß die Wahlen am 18. September anfangen würden. Die italienischen Erdbeben. Bern, 2. Sept. Im letzten italienischen Ministerrat wurden weitere 20 Millionen für Arbeiten in der Erdbebenzone von 1915 in den Abruzzen und Mersicha bewilligt. \ „Unsere Meffrac" | Zigarette 2 % Pfg. einschliefelich KriegsmxfsAlag Trotz Steuererfeöhang behalten unsere Zigaretten ihre alten anerkannten Qualitäten! | Georg A. Jasmaizi Aktien-Gesellsdiaft i v bei Nierenleiden, Harnsäure, ^ 1915. 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Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser guter, treuer Bruder Heinrich Luft Leutnant der Reserve im Res.-Inf.-Regt. Nr. 88. Inhaber des Eisernen Kreuzes Anfang August nach zweijähriger treuester Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist Gießen (West-Anlage 51), den 2. September 1916. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Eleonore Luft, Lokomotivführer Wtw. Emil Luft, Leutnant der Reserve Willi Luft Elli Luft. 62S7 Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat meinen lieben, guten Mann unseren guten unvergesslichen Vater, Schwiegervater, Grossvater,’ .bruder und Schwager • ’ Herrn Johannes Langll. nach langem Leiden im Alter von 72 Jahren unerwartet in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. ( Grossen-Linden, 1. September 1916. * Lichtspielhaus - Batinhofstr. 34 DER GOLEM Phantastisches Film Schauspiel in 5 Akten mit Paul Weener, dem berühmten Ghararakterschauspieler, in der Hauptrolle. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3.Septbr., nachm. 3 1 /, Uhr 011646 statt. Entzückendes Lustspiel in 3 Akten. = Dazu das gute Beiprogramm. ISilitär nach dem Feldwebel abwärts labil werktags die lälfte. 6242a Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hruscheiden unserer teuren Entschlafenen, der Elisabeth Hanse! Ww. sagen wir allen ausrichtigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: hemr. Hansel. Gießen, den 2. September 1916. «eo Kriegsausitellung Frankfurt a. M. * Holzhausen-Park. Angast bis Oktober 1916. Geöffnet 9—8 Uhr.) Eintritt 50 Pf. Militäru. Kinder unter 14 Jahren25Pfg. Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Eiskoeb-ippsrate aller erstklassigen Systeme Einncl-Gläser Süd-Anlage 7 160231 Süd-Anlage 7 8rür die Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen herzlichen Dank. Luise Wirth Ww. OE Else Wirth. Metzen /Bletchstr. 36), den 1. September 1916. Vereinigte Hassia-Vereine Zam Andenken an Sedan, Sonntag, den 3. September gemeinsamer Kirchgang (Stadtkirche) Antreten 9 1 /* Uhr ara Kriegerdenkmal. Der Vorstand. Prei-Säeke«. Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten: Weiß-und in graste/Aus wähl unb^Au Maschinennähen, Stickereien jeder Art, Klöppeln. Occhi, günstigen Preisen Aenderungen von Wäsche, einfachen Kleidern und _ Blusen, ferner Kunsthandarbeiten in allen Techniken, l/fln a n Dnnnmami Griindüche Wildoog io allen Zweigen des Haushalts. aMi WWW Haus- und Küchengeräte- Geschäft Telefon 165 Neustadt 11 [6259D Giessener Freilicht-Bühne. (Gegründet 1909) Samstag, den 9. September, Anfang pünktlich «V, Uhr, Ende gegen 9 Uhr: (Hero und Leander) Trauerspiel von Franz Grillparzer. Spielleitung: Wilh. Hellmuth, Obersmelleirer am Kurtheater in Bad-Nauheim. Ppfise öfr flUflkr Vorverkauf bei (g. Cballier. DU lNeuenweg» und an der Waldkasse: Numerierter Platz.Mk. 1.50 Unnumerierter Platz .... Mk. L— Stehplatz Mk. 0.50; für Schüler Mk. 0.30 Verwundete haben aus unnumerierten Sitzplätzen freien Zutritt. Sonstiges Militär, vom Feldwebel abwärts, zahlt auf nnnumerterten Sitz- und Stehplätzen halbe Preise, l Ter Retnertrag wird' wie der der ganzen Spielzeit, der lStadt Gtesten für kriegswohltätige Zwecke überwiesen, s 6233c _ Or. IL Bernbeck. j Der Gesang-Unterricht ! ? :::::::: hat wieder begonnen :::::::: | IDA STAMMLER | , Konzertsängenn und Gesanglehrerin Anmeldungen: Wilhelmstrasse Nr. 1 " I Gafe Ernst Ludwig Samstag und Sonntag [4794 KÜNSTLER-KONZERT Stadtsäle Marburg. Sonntag, den 3. KONZERT zu kleinen Preisen. Fränlein Hertha Zondervan (Sopran) Frau Johanna Weichelt (Klavier) Beethoven: Bagatellen. — Naint-Sattns: Arie aus feamson und Delila. — Schumann: Romanze Nr. 2. — Lieder von Kendelsohn. — Draeaekc: Sternen- nacht. — Lieder von Wolf, Weichelt, van Eyken. — Weichelt: Tiere und Menschen. I. Suite: 1. Eintritt, 2. Schaukelnder Bär (Branle), 3. Hänschen, ein Känguruh (Allemande), 4a. Inder mit Elefant (Paduane) b. Ponys (Rigaudon mit Musette), 5. Schlafende Löwen (Courante) 6. Tiger im Käfig (Passacaglia), II. Suite: 1. Vorspiel’ 2. Gezähmte Tiere (Rondo), 3. Der Türke Brahim Hamid (Sarabande), 4. Turnerische Vorführungen (Marsch) 5. Clown (Burla), 6. Der Mensch und die Bestie (Ostinafco). Numerierter Platz 50 Pfg. und 1 M. Vorverkauf bei Köster (Kasemepatr.) und Neufeldt (Elisabethstr.) 6223D Caf £ Amend Samstag und Sonntag Künstler - Konzert 4799 Nationaler Fraueiidienp Attgeui. Deutscher Frauenverein Ortsgruppe Gießen. 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