Die „Gietzener Famllienblatter" werden dem »Anzeiger" viermal ivöchentlich beigelegt. das ..Ureisdlatt für den Urei? Siegen" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Seneral-Anzeiger für Gverhelfen Blatt X66. Jahrgang ür. 2vg Zrvettes Erschein> täglich tmt Ausnahme des Sonntag?. Donnerstag, 3H August M6 Rotationsdruck niid Verlag der '33 r ü! 1 1’ko c Ikniversiläts - Buch- und Preindructerel. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, GefchnitSslelle ».Druckerei: Schutz straße?. Geschäitsst-lle u.Verlag:^tz^ör,Schrift« lettung: e^ll2. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Rumäniens böses Gewissen. Was wird Bulgarien Mn? In der Presse des Bierverbandes wird mit einer gewissen aufsallenden Geslissenttichkeit behauptet, der ^osmarsch Rumäniens richte sich lediglich gegen Ungarn und habe nur das eine Ziel: Siebenbürgen. Bon Bulgarien erwarte man nichts. Gegen Bulgarien führe man nichts im Schilde. natürlich handelt es sich hier um einen Versuchsballon. Man mochte gar zu gern wissen, wie sich Bulgarien jetzt verhalten werde, ob es alle seine Kräfte gegen Saloniki zusammenl- nehme, ob es vielleicht seine rumänische Front vermindere und sich so für einen hinterlistigen Uebersall abgezweigter rumänischer Truppeil ahnungslos schwäche usw. Bei solchen Entente-d^otizen ist eben alles Absicht und vieles böses Gewissen. Man fürchtet die Rache Bulgariens für das, was im zweiten Balkankrieg geschah. Dainals, im ^uli 191Z nwbili- sierte Rumänien feine Truppen, um dem diirch zwei .Kriege geschwächten Bulgarien in den Rücken zu fallen. Es war kein Kampf, sondern eine Erpressung. Ohne militärische Lorbeeren kehrten die ausmarjchierten rumänischen Lvldateii iii ihre Hermat zurück, da Bulgarien freiivillig ein -^tück Land Qbtrat. Das hat man in Sofia sicherlich nicht vergessen, zumal sich jetzt aus der geheimen Vorgeschichte der rumänischen Kriegserklärung mancherlei ergibt, svas die Spitze gegen Bulgarien richtet, wobei es fast verwunderlich erscheint, daß die Beteiligung Rumäniens am, Weltkriege mit dem Vormarsch nach Siebenbürgen uud nicht nach Süden gegen Bulgarien beginnt. Man erinnert sich vielleicht noch jener Bewegung in der rumänischen Kammer, die sich mit Heftigkeit gegen die bulgarische Gesandtschaft in Bukarest wandte und sie beschuldigte, der Mittelpunkt einer weitverzweigten bulgarischen revolutionären Verschwörertätigkeit in der Dobrudscha gegen Rumänien zu sein. Der Angriff, in die Form einer ' erpellation gekleidet, war bestellte Arbeit des Vier- Derbanöv... Als es nämlich schien, daß weder Drohungen, noch Bersprechungen Rumänien in den Krieg auf seiten her Entente gegen die Mittelmächte hineinhetzen konnten, beschlossen die Ententevertreter bei einer Konferenz in der russischen Gesundffchast zu Bukarest, um jeden Preis erneu Konflikt zwischen Rumänien und Bulgarien in der Do- brudscha herbeizusühren und so das Rad ins Rollen zu tbringen. Der rumänischePräsekt der Dobrudscha Kamaracesku, per Schwiegersohn des französischen Gesandten Blondel, erhielt von seinem Schwiegervater den Auftrag, Bratianu keine Ruhe zu lassen und ihn unausgesetzt zu alarmieren unter der Behauptung, daß in der Dobrudscha ein bulgarisches Revoluttonskomitec in gefährlichster Tätigkeit sei, um die Dobrudscha Ritmänien abspenstig zu machen. Dadurch sollte vor allem die rumänische Regierung zu Massenverhaftungen von Bulgaren in der Dobrudscha veranlaßt werden, was Mm leicht zu blutigen Konflikten an der bulgarisch-rumänischen Grenze führen könnte, womit der Casus belli im Sinne der Entente endlich erreicht worden wäre. Den: rumänischen Präfekten Kamaracesku wurden von den Ententcvertretern in Bukarest gWßc Entschädigungssummen zugesagt, falls er hei der Erfüllung dieser Ententemission seines Dienstes enthoben werden sollte. Und damit aber alles auch gleich klappte «und keine Verzögerung erlitt, wurde das ganze runtänische Armeekorps in der Dobrudscha mobilisiert. Man sieht, die Karten waren geschickt gemischt, aber es kam etwas dazwischen, nämlich Verhandlungen Mischen Rumänien wnd Bulgarien über das Kriegsmaterial, das die Bukarefter Regierung von den Vereinigten Staaten bezogen hatte, das rm Hafen von Saloniki geLlscht worden war und nun nach Rumänien weiter transportiert werden sollte. Da der Bierverband fürchtete, daß das Material von Bulgarien mit Beschlag belegt werden könnte — immer das böse Gewissen! mußte Bukarest mit Sofia verhandeln. Darüber vergaß ntatt die Dobrudscha-Angelegenheit, oder vielmehr man konnte zu gleicher Zeit nicht Bulgarien um etwas bitten und ihm meuchlings in die Seite stechen. Als Bulgarien gar noch erttärte, es habe gegen die Durchsulst: des Kriegsmaterials nichts einzüwenden, da wußte man in Bukarest überhaupt nicht.mehr, was inan mit den eingefädelten Ränken gegen Sofia anfangen sollte. Mart verfiel also auf andere Pläne und andere Schliche und man Hai ja erreicht, was man wollte, den Krieg, allerdings nicht, wie ursprünglich gedacht, Windrichtung ttach Süden. Aber man fühlt, daß v o n Süden plötzlich ein Sturm losbrechen kann, der die schönen Luftschlösser der Herren Jonescu und Poklewski Koziel ldes russischen Gesandten in Bukarest) übeh den Hausen wirst und alles ganz anders gestaltet, als man hofft und wünscht. Die prompte Kriegserklärung Deutschlands an Rumänien hat den Bukarestern gezeigt, wie die Waffenbrüder der Mittelmächte Zusammenhalten. Bulgarien und die Türkei werdeti mit ihrer Meinung 'auch nicht lange warten lassen. Gemüse-, Obst- und ttartosfelstagen. Hinsichtlich des Gemüses und des Obstes wurden bald nach Einrichtung des Kriegsernährnngsapttes zahlreiche Klagen laut, einmal über Ausfuhrbeschränkungen verschiedener Staaten oder Bezirke, durch die die bisherige Versorgung einzelner Großstädte stark gefährdet wurde, andererseits über zu hohe Preise Hierzu teilt das KriegsernährungsMnt mit: Zahlreiche,' neu geplante Ausfuhrbeschränkungen konnte das Amt verhindern, zahlreiche schon bestehende beseitigen. In vielen anderen Fällen war das aber nicht möglich, weil sonst der durch die Absperrung geschützte Bezirk geschädigt worden wäre, ohne daß den Rach barbezirken dadurch wirklich dauernd genutzt wurde. Die von vielen Seiten verlangte Festsetzung von Höchstpreisen für Sommergemüse und Sommerobst für das Neichsgrlbiet tonnte nicht erfolgen, da gerade hierbei die örtlichen Verhältnisse in den einzelnen Reichsteilen zu verschieden liegen, da der Wert ja nach der S-chsnelligk.'it des Reitens von» einem Tage zum anderen sich ändert, und da deshalb ein Preis, der an dem einen Ort oder in der einen Woche noch zu knapp ist, anoerweit schon viel zu hoch sein kann. Ein Rkvttel, die bedauerlichen Preissteigerungen an S o m m e r o b st und Sommer- gemüse zu beseitigen, hat sich trotz aller Mühe nicht finden lassen. Dagegen ist versucht worden, die Zufuhr von irischem Herbst- gemüse und Obst zu erschwinglichen Preisen in die Stabte dadurch zu fö-rderu. daß die preis treibend wirkende Konseroenindustrie unter Aussicht gestellt wurde. Die Gemüse und Obst verarbeitende Industrie ist zu arntlich beaufsichtigenden Verbänden zusammenge- saßt- durcki die einerseits auf dem Herbst-Obst- und Gemüsemarkt Preistreibereien vermieden werden, andererseits die Versorgung der Bevölkerung und des Heeres, insbesondere mit Marmeladen, Obst- krmit. Sauerkraut und Dörrgenrüsc gesichert werden soll. Roch schwerere Sorgen und lebhaftere Kritik schuf dem Amt die F r ü h ka r t o f f e l s r mg e. Das frühe Schwinden der Vorräte air alten .Kartoffeln mackste es notwendig, — wollte man die Rot au einzelnen Orten nicht ins Ungemessene steigen lassen — auch für die FrühLartosseüt, die man. loenn alte Kartoffeln genug dagewesen. wären, lieber dem freien Handel überlassen hätte, Zwangslieserun- gen vorzüsck,reiben. Durch Reickskonzlerverordnung vom 2. März 1916 war für die Zeit bis 311 m 15.'August 193 6 cm Höchstpreis von 10 Mark für den Zentner festgesetzt. Um frühe Lieferung zu erzielen wurde dieser Preis schon 00 m 1. August ab auf 9 Mark und dann in einer gleitenden Skala so gesenkt, daß zuM 1'. Oktober der Herbstkartcfffelpreis erreicht wurde. Ein genau ausgearbeiteter Plan bestimmte, was und wohin jeder Ueberschußkreis zu liefern hakte. Die Verhältnisse waren stärker als dicte Anordnungen. Bis Ende Juli blieb die Ernte zurück und die Not wurde groß. Das dann plötzlich eintrercnde warme Wetter ließ die Frühkartoffeln überall schnell reifen, die während der Knappheit von allen Seilen ergangenen Notschreie führten zu starken Anlieferungen, die Ernte war ganz ungewöhnlich ergiebig. Ehe die Lieferungen gebremst werden konnten, was bei solcher Massenware nicht von heute zu morgen geht, waren stellenweise Märktüberschwemmungen da, die bei der geringen Haltbarkeit der Ware in manchen Fällen ihren Verderb'zur Folge hatten. Die Nachrichten über che cingetretenen Verluste sind freilich stark übertrieben: in der Mehrzahl der Fälle hat die Reichskartoffelstelle die zu starken Lieferungen rechtzeitig ander- weit unterbriugen können. Aus He^eir. rb. Int nt st adt, 30. Aug. Ter E r w e i her t e Fi n in * - au s s chuß Kriegsausschuß» hielt heute wieder eine gemnn'ckaft liche Beratung mit der Regierung ach die durch die Herren Mi- nister des Innern v. H 0 m b e r g k, Staatsrat H ö l , i n g c r und Ministerialrat S chliephale vertreten war. Es gelangte zunächst eine Anzahl fertiggestellter Alls schuß berichte der Ülbgg. Di. Osann, Stöpler, Henrich und S 0 h e r r zur Derlei ung und Genehmigung. Dann folgte sie Beratung über den Antrag Henrich, belr. Lebensmittelversörgung im Erntejahr 1916. wer Antrag, der die Schaffung eines Kommunaloerbaudes für das Groß Herzogtum bezweckt, rourde vom Ausschuß abgelehnt. Tie Vorstellung des Kriegsausschnsses für Konsumenteninteresscn in Mainz, der die Festsetzung von Höchstpreisen für Obst und Gemüse betrifft, wurde der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Ein dringlicher Antrag des Abg. L a n g . die Heidelbeerernte !ie- treffend, wurde vom Antragsteller ?nrückgenommen, die Vorstellung des Verbandes der deutschen Obst- und Beerenleltereien. hierzu wurde für erledigt erklärt. Ein Antrag der Mgg. Ulrich und Adelung, den Fährradftempel betreffend, und ein Antrag Ulrich und Eißnert, betr. die Einschränkung der Arbeitszeit in den Schuhfabriken, wurden vom Ausschuß angenommen Ein Antrag Henrich und Genossen, betr. die Versorgung der Hinter bliebenen von Kriegsteilnehmern, wurde der Regierung zur Berück iichtignng überwiesen, und endlich noch die Vorstellung des Vereins für Handlungskommis in Hamburg über Mar.-iahinen zugumten der heintlehrenden Kriegsteilnehmer für erledigt erklärt. Der Ausschuß hat damit dank der umsichtigen Leitung seines Vorsitzenden, Abg. Dr. Osann, alle wesentlichen Beratungsgegenpande in der heutigen Sitzung erledigt und damit für die demnächst natt- sindende Plenarberatung der Zweiten Kammer ein weiteres wesentliches Material sertiggestellt. Hk. Aus Frankfurt wird uns berichtet: Für das Fach der inneren Medizin habilitierte sich in Frankfurt a. M. Dr. med. I iaac aus .Wln a. Rhein, Sekundärarzt der medizinischen Universitäts-Poliklinik. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel: „Beiträge zur Kenntnis des intermediären Stoffwechsels bet per experimentellen Phosphorvergiftung". Kirche tmfc Seattle. Der H e s s i s ch e L a n d e s v e r b a n d d e s Allgemeinen evangelisch protestantischen Missionsvereins hält seine diechährige (eierte) Jahresversammlung am Sonntag, den 3. September in Osthosen ab. In dem Miffionsgottesdienw vormittags 9\ -> Uhr predigt Pfarrer Eschenröder-Frankwrt a. M. Um' 2 Uhr rindet die öffentliche Hauptversanrnrlnng in der Berg- kirckre statt. Nach Erledigung der Rechnungsablage und des Jahresberichtes wird Mifffonsinspektor .Knodt-Berlrn einen Vortrag hatten über: „Unsere Ostasien-Mffsion im Kriege". Mit einer um 4 Uhr int Pfarrhaus stattsindenden Vorstands- imd Vertrauens- männer-Litzung wird die Jahresversammlung abgeschlossen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Aug. 1916 m ^ ! •- 3 “ a» o.’| 2 | 55 a* W | ^ .3 « £ §- CJ — K 2 eo £P atte, daß jenes Phänomen nichts weiter als ein äußerst gelutigenes Dressurkunststück >oar. Am meisten Aussehen aber erregte der denkende Hund Rolf in Manicheim, bet» mm seiner Besitzerin — der Familie Moeckel, als das erste eitt- wandsreie Beispiel eines tatsächlich denkenden Tieres hingestellt wustde. Die Verständigung erfolgte Mt Hiffe eines Klopsalpbabetesl ' nach Art des bei der Tesegraplste angewandten Morsealphabets Die Arbeit ging so vor sich. da,h. eines der Mitglieder der FaMlich ^Nioeckel dem Hund einen Pappdeckel frei hinhielt, auf den das Tier seine Buchstaben klopfte z. B. vier Aopsschkäge für A, 11 für G, neun für D usw. Die einzelnen Buchstaben wurden sorgfältig protokolliert, jedoch wandte man niemals ein rein nrechanisches und daher allein objektives Regristrierversahven für die Klopsschläge an, sondern die Versuchsleiterin hielt den Pappdeckel stets so in der Hand, daß ivillkürliche oder unwillkürliche Zeichengebung seitens der den Versuch leitenden Person nicht Mt vollkommener Sicherheit festgestellt lverden konnten. Trotzdem' ivurde immer Meder betont, daß es sich bei den Denkleistungen des Hundes Rolf nicht um Dressur, sondern um eigene selbständige Denkarbeit handle. Mit Hilfe dieser Klopfzeichen konnte der Hund rechnen, lesen Briese schreiben, ja sogar Gedichte verfassen, und er beantwortete Fragen über Religion, Poliffk, Plstlosophie usw. Dabei lvar m bemerken, daß die geistigen Leistungen des Hundes manchmal aus der Stufe eines Kindes stehen, manchmal jedoch den alltäglichen Gedankengang mittelmäßig begabter Erwachsener über- treffen. Begreiflicher, veise erregte die Kunde von dem Denkvermögen des Hundes Rolf viel Mißtrauen, schließlich aber erklärten eine Anzahl bedeutender Psvchologen nach persönlich angestellten Versuchen, Iffer tatsächlich bvr dem Rätsel eines denkenden Tieres M stehen ' So wurden z. B. dem Hunde durch die betreffenden Forscher Bilder gezeigt, die er taffächlich in zahlreichen Fällevs -Lchtig benannte. Erst Dr. 9caumann ist es nach langen und sorg- i angestellten Versuchen gelungen, zuernein Ergebnis zu kominen, ; die „Tatsachen von Mannheim" auf neue Weife beleuchtet. Der rscher stellte nämlich fest, daß der Hund, wenn er unter strenger aussichtigung derjenigen Personen, die anwesend waren, dre rsuchsgegenstände vorgehalten betam und die betreffenden Gegen- ide dann anderen Personen zu nennen l>atte, die während des rsuches räumlich getrennt gewesen waren, stets versagte. Wurde och die Isolierung und Beaufsichtigung dieser beiden^ Personen- cppen ausgehoben, so vermochte das Tier die Versuchsoblektt, irt richtig zu benennen. Hievairs schloß Dr. Neumänn, daß lf in seinen Klopfzeichen durch die den Papdeckel hattende, rson geleitet wurde. Unr den Nachweis für diesen Verdacht zu ringen, ging der Forscher auf folg,ende Weise vor: er brachte 1 Privatdozenten für Neurologie Dr. Lvttnar mit nach Mamr- m und führte ihn in der Fanfflie Moeckel ein, um ihn an den perimenten teilnehnten zu lassen. Hierbei wurde ledoch Ottmar unter dem Namen Ferdinand vorgestellt, so datz dre Mlie von seinem richtigen Namen nichts nmßte. In dlbwesenhett - Familienmitglieder prägte Tr. Neumann dem Hund denj men Ferdinand durch mehrsaches scharfes Vorsprechen ein, doch : die Sitzung begonnen hatte, vermochte Rolf den Namen des mden Besuchers nicht durch Klopfzeichen anzugeben. Während 1f in eine Ecke des Zwtmers sprang, flüsterte nun Dr. Neumann - VersuckMefteri^ ^u, daß der Besucher Ferdinand Lotntar ße und daß dieser Name für den Hund wohl zic schwer su. Die rsuckslefterin erwiderte, dies sei durchaus nicht zu schwierig, d als'Roli zurückgerüfen und abermals nach dem Namen befragt gde antwortete er ahne Zögern sofort: „Lotnmr" Er buch- vierte also einen Namckn, den er me gehört hatte, der jedoch ben der BersucvÄefterin mit geteilt worden war. Die inerte reih rmche aber klärten das Rätsel von Mannheim erst völlig auf. - Neumann ist nämlich davon überzeugt, daß es sich nicht um ien bewußten Schwftckel handelte, sondern daß die Familren-. tnlieder durch Autosuggestion den Pappdeckel so bewegten, daß vonerfolgen mutztem Demnach »beit es sich bei dem Hund nicht um eigene Denklustnngen, idern nur Um DenAeistmigen seiner Umgebung, und auch der md Rolf konnte, nickt den ütachwers für ern devarttg entwickeltes !Äenleben eines Tiaves erbringen. - Di? (Srotten t.« SaalMb. l^ ttne fefit beivraitenbe nnfc airMh->rdr Stond,ram]$afihdxK Schönheiten ThürinMirs ienäfSH «wls ÄM irinben Anisatze im nächsten Hefte «g Lnstalt in StlMzart erlch«nenöcn Wochen>chrrst imd Meer". Tort, n» i* drei S^l-m tzmM Soatjeld ems dem ewatetafc hochchrrdend der alten Lwgftadt einen ivundervollen Hintergrund ausbauen, liegen seit alter Zeit verlassene Stollen und Gänge, die tief in das Innere der Kuppen gegraben sind. Die längst unbefahrenen Stollen suchte ein Berliner Gelehrter, Dr. Heß von Wichdorff, um, der hier Studien zur Geschichte des Thüringer Bergbaues nachgehen wollte, und er entdeckte dabei eine Wunderhöhlenwelt von einer Mannigfaltigkeit und einer Farbenpracht, wie sie vielleicht keine andere Höhft der. Welt erreicht. Die kilometerlangen Stollen sind jetzt durch beaueme Verbindungen leicht gangbar geniacht. Zunächst kommt man in dav obcrste der drei StvMvMke, wo die Bergleute bis 1731. dem Abschlußjahre des Bergbaues, Alaunschieser gewannen. Alsbald bekommt man einen Begriff dieser wundersamen Höhlcnbildungen, deren Stalaktiten und Stalagmiten von dem Minerale Diadockit gebildet sind, und die eine erstaunliche Fülle und Mannigfaltigkeit der Formen answeisen. Ihre Eigenart erhalten diese Bildungen aber erst durch ihre ganz einzige Farbenpracht, die bereits im obersten Stockwerke der nach dem Altmeister der Thüringer Geologie benannte „Zimmermannssaal" aufwmst. Die hier ausleuchtenchm Farben sind bunter als die blüterireichste Wiese und brennende- als der herbstfarbene Wald. Den blaugrünen Grundton erzeugt der seltene Mophan, während der Di adv chit in seinen vielen Tönungen von Rotbraun, Braun, Gelb und Weiß Leben in die Farbens^>ckom? bringt. Jin mittleren Stockwerke liegt die Perle der Saalseld^- Grottenschönheit: die drei Quellgrotten. In ihnen auillt Wasser zlutagje, das man mit .Hilfe glasüberzogener Betonmauern strut, um die tägliche Maffe von 20 000 Litern Heilwasser durch Röbrrn- leitungen zu Klärbeckeu zu leiten, in denen sich Herlockerschlamm niederschlägt, dessen wohltättge Wirkungen bereits hinreichend erprobt sind, und an dieser Stätte später planmäßig ansgenutzt werden sollen. In dem ruhigen, scheinbar abgrundtiesen und dabei doch stachen Wasserspiegel der linken Qüellgrotte spiegeln sich farbenfroh die Decken und Wände- es ist die bunteste der drei Grotten, aus der in Mllionen von Pünktchen der Diadocku. der hünmelblcrne Melanterit. der blau grüne Allophan, der oliven- grüne bis lederbraune Pittiz-it und Pissophan ausvlitzen. Die mittlere Quellgrotte zeichnet sich durch ihre ervrdenen Ausmessungen ab. und lveiter hinten baut sich eine riesige Sinterkaskade mtt wmcdervollen Treppchen Lus und bildet den Hintergrund einer mi: bimtfarbigste-n, aus settenen Mineralien ^gebildeten Tapeten ln- hängten Höhlenlvölbmrg. Im untersten Stockwerke envarten den Befnchm dei- .. Butterte ller", wo riesige, in reinstem, nur leise aerep- tew Weiß schimtmernide Diadochrd masten lag um und der „M ar ü.m - dam", ein Höhlenraum. in dmn Farbe und ^ iwruttg cmr riesige Stalagmiten sich zu einem barnionischen Bilde vereinigen Und ein Riesenstolagmft eine „Gralsburg" ausgebaut bat. Bau da führt ein kurzer Stollen zurück in die ü imringet Landschaft, deren bunte Berge nach dem Glanze der Hvbl-enwelt beinahe als sarbeurrn-. erfthernen. tr i nc 4 S * mmc r-Wolluung, parterre, per 1. Oktober ;u reiuiieten. ,'48M Wilb. Plank, MuhlstrasieO. _ 3 Zimmer _j 5235 &dj.3-Z.-Wo!m7v vernr. ii ebi’. \Ve!5. S J?e : r taöt 10. V/üsnnstr.Sm. 3- Z' - W., Mab., nbnefrijl. Voepi., Gar kenn nt, G ns, s o g l. ?>. v. 9? n 5. F.Wai! aeh Bismarckstrasic 5 4. iO 1117-5 Schöne 3-Zin..WoKn. i- St. per 1. Oktoberzu nerinieten. Nah. Marktstr. 25. (OllSüO \ 2 JZi mzKo r J 2 Zrmmcr m. Küche an kl. Familie zu vermieten. [6182 Neuen Baue 17 1. j Verschiedene Mkestr. 25 i, schöne, grosie E-fi-2ixa.-Wchat{.m.Slamincrn, Eleltr. u. Gas,Gartenam. per sof. o.l.Okt. preiswert,;, venn. Näh. dortselbst 11. Stock, Wohnung an 2 Leutelzu verm. Näh. Seftsrsv. 5. I 0,1&22 Zlmmor mit 2Betieu an zwei innge Leule mit Kost zu verm. Näheres WaiKarstr. 27. [6176 Kl. Wohnung zu vermieten. Carle, Neuenweg 28. 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