m.m Swettes Vlatt LMetttt «-sich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sleheuer ZamiUenblLtter' werden dem .Ln-eiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seil, fragen" erscheinen monatlich zweimal. *66. Zahrgang Eeneral-Auzeiger für Oberheßeu Mittwoch, 23. August *9*6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchea Universttäts-Brich- und Steindruekerei. R. Lange, Gießen, Echriftleitung, Geschäftsstelle u.Druckeren Schul» straße 7. Geschäftsstelle mBerlag^^Oöl,Schrift» leitung: ^-^112. Adresse für Drahtnachrrchtew Anzeiger Gießen. Die Keichssleifchkatte WeitbZmZlhUH 22 ' w U9 ‘ Nickitamtlich.) Wad) der im Ateuhsgefetzblatt erschienenen Verordnung des Reichskanzlers und der dazu gehörigen Bekanntmachung des Präsv- denten des Kriegsernährungsamtes tritt die Verbrauchs- m sur Rer^ und Fleischwaren im ganzen Reiche am °? € r c m Damit bekommt also die Reichs- sleifchkartc, das heißt die Fleischkarte, die zwar von den ^rndeszentralbehorden oder den von ihnen bestimmten stellen, insbesondere den Kommunalverbünden hergestellt hat GülllAeit" * mrb/ bk abet im ganm Reiche Geltung Der Verbramhsregelung durch die Reichsfleischkarte werden alle wirtschaftlich wichtigeren Fleischarten untev- ^orfen. Hasen, Wildgeflügel, Gänse uiid Enten unterliegen der reichsrechtlichen Regelung nicht. Sie können auch nach dem 2.Oktober ohne Karte gekauft wer- den es sei denn, daß einzelne Bundesstaaten auch das Fleisch ?? E^ner Vcrbrauchsregelung unterwerfen, wozu sie srnd^Daß man diese Tiere der Reichsfleischkarte nicht untersbeNte, hat verschredsne Gründe. Bor allem ^0i der niedrigen Höchstmenge von wochentnch 250 Gramm, die vorläufig nur gegeben werden a -' Ul /.A / • Ankauf dieser Tiere für die Haushaltungen urp- moglich sem we^e. Sie würden deshalb fast ausschließlich in die Gastwirt,chaften wandern. Bei Hühnern mußten diese zurücktreten. Das Verbot des kartenfreien Vert- orauches von Hühnerfleisch ist erwünscht im Interesse einer starken Eierproduktion. Daß die wöchentliche Hffchstmenge von 250 Gramm, die das Kriegsernährrutgsamt vorllrnfiq fest- gesetzt hat, nderall sofort gegeben werden kann, auch in den ^rten, die jetzt erheblich weniger erhalten, wird sich nicht evreich^r lassen. Die emheitliche Rationierung im ganzen erne Grundlage für eine solche Verteilung des Schlachtviehes bieten, daß möglichst bald die Höchst menge wirklich überall gegeben werden kann. Die Bewohner von Orten, die bisher über 250 Gramm erhalten haben, \vctten sich damit trösten, daß ihre Mindermengen anderen bisher besonders stiefmütterlich behandelten Bezirken ru gute kommen. ^ * Berbranchsvegel-ung nachten auch die Selb st^ Versorger nnterstellt werden. Ms Selbstversorger gilt wer durch Hausschlachtung oder Ausübung der Jagd Fleisch und Fleischwaven zUm Verbrauch im eigenen Haushalt: gewurnü Diese Personen gänzlich von der Verbrauchsreqe- lung frei zu lassen, war aus Gründen der 0>erechtiqkeit unmöglich. Andererseits wäre es unbillig und unllug gewesen, sie allzu sehr zu beschränken. Eine gewisse Entschädigung für die Arbeit und Mühe der Mästung, für den Veiüuft beim Ernsch lach den und das mit der Tierhaltmig verbundene Risiko mußte ihnen zngesttrnden werden, dst andernfalls vor allem die Schweiuemastunq die ia gmiz überw^end in der Hand des kleinen Mannas liegt, unfehlbar stark zuruckgegangen wäre, und auch die Neigung ^8ilo abzuschietzen, geringer geworden wäre Das iMitzte man unbedingt verhindern. Deshalb wird dem Selbstversorger das Schlachtgewicht eines hausgeschlachteteu Tieres mtr zu einem Telle, zu drei Fünftel, beim ersten Schwein, enre Famllve für sich schlachtet, nur zur Hälfte anaerech- net. Man darf hoffen, daß hierin ein kräftiger Anräz r.ur vermehrten Schiveinehattung liegt. . L^li n, 22. Au^ (MDB. Mchtamtl.) Die am 2. Oktober l n K^rst tretende Verordnung über die Rcgelnng des Fleischver orauches bestimmt: U c!& im Sinne dieser Verordnung^ u dNuskelchnsch Mit eingewachsenen Knochen von f™?? Schaken und Schweinen, sowie Hülmer; zweitens: Mus- mch ein^wachfencn Kiiochen von Rot-, Dam-, Schwarz- -i^d Rehwlld lWildoret)' drittens: roher, gesalzener oder ge- raucherter Speck und Rotstett; viertelis: Eingeweide des Schlacht- S chlach tv i ehfleisch und Wildbret, sowie Wurst, Fkepch Konserven und fonstige Dauerwaren aller Art Dagegen gelten m>m Fleisch losgelöste 5llrochen, Euter, Fi'jße (nut Ausnahme von Schwemecholen), Flecke, Lungen, Därme, Ge- kbrner Wlldaufbruch einsclüießlich Herz und Leber, jowie Wildtcsttze Nicht als Fleisch und Fleischwaren ^t e .)tzndeszentralbehörden können den Verbrauch von .Fleisch jnb Fleijchwaren, einschließlich Wildbret imb Geffügel, die diefer WmyvbmuiQ nicht unterliegen, ihoerseits regeln. Hierbei darf je- doch dre vom Kriegsernährrmgsantte festgesetzte Höchstmenge an Fleiich >und Me^lvaren, dre dreier Verordnung unterliegen, nicht erhohtwerden. ^ie Berbrauchsregellrug erfolgt durch die KvmstUr- natv-eroandc. Fleisch und Fleischwaren dürfen entgeltlich oder unentgelt-i U» an Verbraucher nur gegen F l e i s ch k a r t e abgegeben, von Verbvcmchern irur gegen Fleischkarte bezogen lverden. Ties gilt auch für die Abgabe in Gast- Ufw. Wirtschaften. Tie Fleisch- karte gilt m ganzen Reiche. Die Abschnitte sind gültig nur rm Zusammenhänge mit der Stammkarte. Das Krtegsernäb- Qingsamt setzt fest, welche Höch-stmenge an Fleisch mrd Fleisä>- PechchAlle bezogen werden dars und mit welchem GLwrA die einzelnen Arten von Fleisch mrd Fleischwaren auf die Höchstmenge anMrechnen sind. Hierbei ist auf eine entsprechend geringere Bewertung des Wildes, der HÄ-ner mrd Eiiigcweide Be- daäp zu nehmen, Person erhält für j c vier 'Wo eben erne Fl eisch karte. Kinder erhalten bis zunr Beginne des- Die Leben§mittelversorgung Polens. S n ^^^Zahres in dem sie das sechste Lebensjahr vol lenden, nur die Hallte der festgesetztmi Wocheninenge Die Verbraucljsregelrmg erstteckt sich auch auf die Selbft- ö , er| ,° Selbstversorger gilt, wer durch .Hausschlachtung er durch Ausübung der Jagd Fleisch und Fleisch waren zum Verbrauch int eigenen nanshall gewinnt Mehrere Personen, die Ar aisienen Gebrauch gemeinsani Schweine viästen, werden ebenfalls Sr angesehen Tie Selbstversorger bedün'en zur Schweinen und Rindvieh, mit Ausnahme von lech, Wochen, einer Genehmigung des Kommunal- koirnen das aus Hausschlachtunge,i oder durch Aushub-ung der Iagn geroonnene Fleisch unrer Au- grunhelegmig der jeftgesetzten Höchstmenge zum Gebrauch im cwe= benpnien. bk SWtbimg be? Zeiträume«, k-r m.lchen der SeIbswcn°r^fb«lZs Fleiscli^rten erhiell, io hat er die entsprechende Anzahl Fleisch- z^Äzu^en^^^ Regelung des Kommunal verbände s an diesen Tie L«mdeszt2iträtbehörden können anordnen, daß Fleisch-mid Flerschwanm mit Ausnahme von Wild und vidpaxii, aui riSm Kommnnalverbcrnd oder größeren 'Bezirk nur mit behördlicher Ge- nehmmung ausgevchrt werden dürfen. ^ ^ hfprf inC '^^r5 l ?^ lin ? fr? Krisgsernährungsantts bestimmt S. C1 2?\-? K Flerschkarte besteht auS einer Stanmnkarte und 10 Ät«S! tta, ^V° kür eme Woche: bAbSLS SSSf s0 ^bschnttte, je ö für eure Woche. Die Höchstmenge au Flerfch uno Fleischwaren, die wöchentlich auf eine FlerschLrrte N)rrd bis auf weiteres aus ^50 ©effron Schlachtviehfleisch lmt erngewachsenen Knochen festgesetzt Stelle ^ Gramm Schlachtviehfleisch mit ein^^ch^ren Kochen können entnommen werten 20 Gramm Schlachtvühfleisch o^e Knochen, Schinken, Dauerwurit Airrre einFAr^rh 3 ^ 1 ^? ' 5 ' ri ^ cf,!OTlr, ’ t ' ®R«areibe und Ncischfouserveu Si Ä ft ^nn- ■ ^ il,n ‘' r n"b mir einSn Du^> T ÜS!! Dähuc bis au einem Kuben E 200 ©ramm auf die Feldgraue Briefe über Goethe und neuentdeckte Gespräche mit Goethe. Den mtglkbam der Goeihe^Kcfellschaft, deren stattliche Zahl sich auch in dem! letzten Kriegsjahr in erfreulicher Weise vermehrt hat. geht rn diesen Tagen, regelmäUg und pünktlich wie in Friedens- tzerten, das letzt im JNselvorlag erscheinende neue Jahrbuch »u das diesmal neben mcrtvollcn historischen Beiträgen in zwei vom Hermrsgeber Prof Sans Gerhard Gras veröffentlichten fcldqrauen Bnlcfen auch zeitgeschichtlich bedeutsam^ und für das deutsche Geistesleben sehr bezeichnende Dokumente enthält. Wer diese naiv-hcrz- unbefangenen Aeutzrungen einer gesunden nnberbildeten Wesensart liest, nnrd die Wahrheit des Sprüchleins von Peter Rosegger ,meder einmal bestätzgt sehen: „Bon Schiller geglüht. / Bon Goethe geklart, / Hast Du, deutsches Stahllkrz. / In Not Dich bewahrt." Im Juni dieses Jahres schrieb nämlich ek, Feld- tzEiec ans dem Schützengraben an ein Vorstandsmitglied der Ge- lellschast: „ Gelegentlich der Tagung der Goethe-Gesellschaft haben wir uns hier >ehr oft über Goethe. Weiinar. Frau von Stein u"d Christine von Goethe unterhalten. Ich selbst war schon vkrmül rn Weimar urrd habe rch meinen .Kameraden viel erzählt Ich ,oar «staunt, daß viele Mermr Kameraden gut Bescheid wußten üb?r Goethe und was dazu gehört, aber selbst nichts von Goethe gelesen darein Nur einer mtzrnerKameraden arbeitet inir entgegen und sucht die Meinung der übrrgsn zu bseinftuifsen. Er erzählte z. B, daß Ghrrfttm ern Fabrrkmadcl>en gewesen rväre, nrrd Goethe hätte die Armut des Mädchens ausgenutzt und sie später nur der öffentlichen Mernmrg wegen geheiratet: auch Gretchen würde so ähnlich behan- dre Berhältinsie anders lagen, irnd daß man bei dem Wort ?zabrikmadchen rncht an die heuttge Zeit denken darf, und daß le-yrrittne aus guter gebildeter Familie stammte, wenn sie auch in en^r Fabrik arb^ete, das alles sagt der gute Miann natürlich "E . . . E Feldgraue bat dann, um seine Kameraden eines Ketzeren belehren zu können, um Büclier, die ihm sofort gesandt! wurdm. Darauf tmf ein begeistertes Dankschreiben ein, in dein es u.a. herßt: .^Wrr freitten uns alle, daß unsere Bitte in Weimar '0 Bodm gefallen ist. Oft wird natürlich über alte möa- llchen -"amen und Gedanken gestritten, man muß bedenken, daß! ^eute aus allen Berufen und allen möglichen Anschaittmgen heraus- gewachsen hier frnd . Sie sollten mal die vielen Ansichten ge- E Über Goethx Horen . . In den letzten Tagen und Nächten wurde bei meiner Abteilung „Giöf;" und .Mgmont" gelesen. Man yi St^na türlich dre vorstehenden Eigenschaften fest, und erst mif manchen besonderen Zug der Persoiien uiid des Ganzen aufinerksam gemacht, eiitspann sich eine sehr anregeiide Unterhaltung. Solche Frauen wie sabeth konnten wir jetzt besonders gebrauchen, meinte emer meiner .Kameraden, lind solche Männer wie Götz seien in den leisten Jahren ^weiße ^Raben gewesen: welm man mit offenen! Augen Leben blute,b so könne mail meinen, die Menschen. Ä ^Mander in Eharakterlosigkeit zu über-, ^effen. -re,Aden, dre dainals die Femde aller geradeii HcrzenI warm, sind es auch heute, und nnen Götz sollte mail haben gegen die Hanisterer imd LebenswEwncherer. Im „Eginont" bewnnd'it Mrn wjeint aber, Eginvnt hätte sich nohl auch retten können, cs wäre eigentlich garnicht nötig gc« gekommen wäre. Trotz Trauerspiel habe das .^tuck s^ncn ganz angenehnöen Ausgang Man dackle dabei an den „Mbclungen-Ring", in dem die durchgeführtc Tragik zum Untergang der Nibelungeii führte. Mich personlicb hat der Grille,igang eigentlich sehr gesnmt, zuiwll mt e sich dre einzelnen Gedanken im Lwufe des Gespräches ifro'Stte' ?wL r ®L 6eüett und SchilkrS Ufw. Nimmt das Zehen der Männer ernen großen Rabnrerr in Sl?"Ääp? £?• ein gutes Zeichen, das; man Sit™ JflT -A r ^en, sondern auch mit dem Verfasser ver. ua lagte mernen Kameraden, Schiller habe liwl .Bücher und laßt den Menschen ^liegen^ ^ mkm teile ich auch Ls Interesse ÜU 1 ? ^ Übrigen reichen .Inhalt des Buches werden besonders stttnL Meder, Goethes Freund aus römischen Tageil lemem langtahngen Hausgenossen imd Berater in Knnsldinaen' 2^mribifi0^^^ l ir^^ n r- a '^ mal berichtet Meyer: d^ Voesch .er habe Niemals über die Theorien wtfS Ä r und ernst nachgedacht: von allen seiilen Poetischen Werken sei keines mrt llarem Verstände dessen was müsse, sondern bloß durch ein Gefühl' ^ne Ahnung, das ;ec das Rechte, entstanden ohne weiteres bade ^ü^-t darüber In Sachen der bildendem' Ktznst lstngegm SsÄ ^eurg geleistet, aber viel über die Theorien derselben und memic, i>ievc hätten bet ihm gleichsam statt eines Symboll der Poc-sre gedient und das Nachdenken im Fach de^ llm in semem eigentmnlichen Feld, im Poet sären Schaffen Mid Wlrkni. viel gefördert." Das sttnnnt g^tan zusmumen U>as Ävethe in „Dichtung irnd Wahrhert" sagt daß er ^ c£r Salbaderei" aufgcgebcn, den „ganzen Plunder" ent schloffen loeggeworsen habe. Wie er den , Wierther" ohne Vor. Womlnt? vedlrchstes Bemühen mir im unbewußtem ^f d) Agende Anfteichnungen aaceyers. „Anfang November 1806. Goettv? verglich die Franr-»ch 7 , Scklmh^^ btC/ m Fuchses durch Löckp-r nnö k^sbrerchelt werden und sich am Eich^ 3« Bozug auf SlVrPc rf!> r - a ?n lm ^ Sa<1Vr tz.tr l»rr iK-bätlrfc, ukkS für 2L* 'Tk'T 1 *2" lieber keine» backen. - L-titijjc Zeit vor dem 14. Oötkvber ging er in Fv»rrn iv„ rtimi-B*»« sX; b Ä^ ÄVÄ F olgen, blickte über die Häuser der Stadt, und Um dünkte es rwW ünnc ^veien steht imd man über derselben die Luft Hm ,Ut tvcrfrOnml Wwyo»e stAale, utbent er wiederholt seinen Blick ans die ^n Hchl, daß dieses Ereignis Ursache war, von Jena inrch Weimar zu f^n, wo seine Gegenwart auch Tie „Norddeutsche Allgemeiue Zeitung" bringt längere Ausführungen über die Lebensmittelversorgung Polens, in denen es heißt: Mehr noch als in Deutschland selbst bedeutet in den besetzten Gebieten des Ostens vor allem in den Bezirken des (Generalgouvernements Warschau die günstige Ernte von 1916 einen Wendepunkt in der Gestalluug der Vo l ks er n ä hrung In Polen wie in Deutschland ist die Ergiebigkeit des Ackers in den beiden letzten Jahren nicht gleich gewesen, aber dieser Umstand trat weit hinter dem andern grundlegenden und l>e Herr schänden zurück, daß die polnische Ernte von 1915 unter der russischen Zerstörungswut gelitten hat, die von 1916 dagegen dsrrch die planmäßige imd rastlose deutt'che Wiederaufbauarbeit geordert und gesichert war. _ . . Tie polnische Bevölkerung hat — das ist kein Gehe»«M — wtt Jahresfrist viele Harde Entbehrungen erlitten: aber nur durch die vereinte und vereint zu vevanttvvrdende ruiftsch-«iglische Schuld. Sw wird ,ich von diesem Herbste ab einer fühlbaren Besse- r n n g i hr er Le b e n s hal tun g erfteuen, aber.einzig und allein deutsches Verdienst. Nicht, wie von der Vierverbaridsseite lugnerpch behauptet wird, Deutschland, sondern Rußland hat Polen zur Aushungerung verurteilt: England hat Rußland in der Aushungerung Polens durch die völlerrechtswidrige. Verhindeiswa neutraler Zufuhr unterstützt. Schon sehr früh im Jahre 1915 ist von den niaßgehenden •fceüeu aus ähnlicher Grundlage wie in Deutschland die Beschlagnahme der nnchttgften Nährfruchte und die Rationierung ifp^ Verbrauches durchgeführt worden. Es hat durch die Gleichmäßig- .,j ow es nach der UeHergangszeit der Anpassung und Eingewöhnung verbürgte, wenigstens den Erfolg sichergestellt, daß die ewigen der ruprschen Zerstörungsarbeit der polnischen AAgenrem- Mt so wenig fühlbar Murdcn, als dies unter den gegebenen Umstanden überhaupt möglich war. Die von den Russen verbräu n te n und vernichteten Nahrungsmittel waren und blieben verLmwn ^ste potnpche Bevölkerung mußte sich deshalb mit Kopsverbrrcuchs- mengen bescheiden, die niedriger waren als die der deutschen Be- ^"^-^^N 2 ^^.^bbrnar 1916 nrußte die Brotration für die grsß- stadtl,che^Bevölkerung des Generalgouvernements (etwa zwei Mll- llonen - Seelln) von 143 Gramm Cöetreidemehl und 35 Gramm Kartonelmehl .also zu,armnen 173 Gramm) auf 115 Gramm Ge- treidemehl und 35 Gramm Kartoffelmehl täglich, der Satz für ^wstnersorger au) dem Lande von neun Kilogramm auf sechs Kilograirnn Brotgetrerde monatlich herabgesetzt werden. Auch die Fleischration (1 eit 1. Februar 1916 besteht im Generalgouverne-- ^ Viehmonopol, das in den einzelnen ländlichen Kovisert JTO Äonb^ durch Zwangsaufkcmfe befchaffk) ist ganz erheblich lleiner al^ önnahe lcherall in DeutfchUlaLd. Daß drerAer- brauchsmeinen, die bisher zugestauüen werden konnten, ituiSne notdursttge Ernährung gewährleisteten, ist nicht zu leugnen: die Polen wr)»en, bei wem sie sich dafür zu bed«tten haben Mit Beginn des neuen Erntesahres werden im General««-, vernement die Brotrationen erhöht und voraussichtkch auch dv cuttell irrigen von Goaupen mid Grütze — die die ächLLaden Hül,enrruchte ersetzen nüffsen — vergrößert werden Der Er- wird sich also in beträchtlichem Di atze bestern.^ Dre deutsche BerwaÜung hat durch tT -^ n allergrchßtem S4ils, die Berettstellung jeber notwendigen Hilfe — rchist geldlrcher, sondern vor allem auch sachlicher — erstreckte, err e icht daß W All wie akle^ Boden, der einen Ertrag versprach, in d«kem Herbste bereits wieder Früchte trä«L frf>e Verwalllrng bewegte Saatgut und Spannvich^ stuichete den Präs im Bedartsfalle, ilellte Aivwrvfllrge zur Versügrrng und J VlC - ^ Betriebsstoff für die vorhandenen PvivEn T1 f r - ^ , c Astete östlich der Weichsel von der Mllitär- C £Hy rt t'r -® TC stberwies ganz verlassene Grundstücke benachbarten Grundbesitzern zur Verwertung. Das Gen^^ver- nement ordnete dre Gestellung von militärischen Kommandos und ÖTT ' dies irgend möglich war. Der 9lusbvn der ^ikchrswege wurde auss eifrigste betrieben. Die Verwaltung ^tsache war, daß sein Haus von Münderun« ^blieben: sonst gedachte er in Fena nocki länger^ verweilen und semen Elgenor für den Druck zu korrigieren." liches werden, wav die Leipziger Meffe für den Handel ist Um>rpT- sl n9 S' r x Icpt Tm ^tge erwachten Schaffenslust in Modedingen schert und^br^itt^!!' eine gedeihliche Entwickln^ l'lf Leben gerufen. D,e bie»I)crbfttie bk am hr°r (dn+firf2" boher Fürstluhkeiten imb der Svikon 1C ^oT l statischen Behörden eröffnet ivurde zeiate "ivckst uÄ a ^Ä 3 Ä a S n 2m 2ÄÄ?S -'Y .wollen Rockes beibehalten, wenn sich auch das öWh- Stoneriwrni» und uulrbiger GiuÄt gcltcnb , mdm" Etui t a i ner lief'i!' : ftäaai.teyäÄ'A# Ifnfd)cr Unterricht für Modebeslissene 'Ini s^J n ^. n,t sä tÄ Xn x vi mewtv Ä5t!Ä dZ ML^Ewnalen Bedang Boden fallen und in Zukunft immer (mäürtr ^fttnchlbaren ziehen mögen. ^ ^ 1 mrcer Ee« Kwr,e tu ihren Bann feferir fftr den Wiederaushau von Notgeb Luden in den zerstörten Ortschaften Bauholz, zunächst -unentgeltlich, dann, da bte Miß- tzrsukhe überhandnahmen, gegen eine mäßige, den Verhältnissen des GrwerLers aiigepaßte Bezahlung und vermittelte auch aUe jüLrigen Baumaterialien, wie Ziegel, Kalk, Dachpappe, Türen, fairfter, Glas, Nägel, der Bevölkerung billig, soweit nötig, kaiteir- los R u ß l a n d hat das östliche Polen als eine rauchende Brandstätte in unsere Hände gegeben. Deutschland hat mit dein grüßten GrsdLge, der in so kurzer Zeit überhaupt erreichbar war. Um b-e^ muht, dieses Gebiet wieder in ein Land ettragreicher Knlturarbett zu verwandeln. Der erste Nutznießer dieser deutschen Arbeit ist das polnische Volk fdfcft, das dem Hunger entgeht, den ihm seine ^russischen Zwing Herren und ihre englischen Freunde m voller Ueberlegung und Planmäßigkeit zugedacht haben. Meteoroiogische Beobachtungen der Staüon Sietzen. Aug. Y'°Z 'o 5 - i* LZ (ft -*-* •-* 51 »-* « 2 02 I — ^ l 173 H,2 12,9 JS ■*- -JS I 33 33 ^3 1 5 3 55 « SS •* e-2 do i 10,0 10,8 10,3 68 90 92 i o L»s ^ s * -M Höchste Temperatur am 21. bis 22. Augu t 1916: -4- 1916: -f- 12,4 0 C, ZS'e JO l=- 9 10 9 Wetter Bew. Himmel Bed. Himmel Bew. Himmel 18,3 ° 6. Niedrigste „ „ 21. Niederschlag 0,2 mm. 22 . Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 23. August: 14° R. Briefkasten der Redaktion. jAnouhme Anfragen bleiben unberückfichtigt.» Nidda. Ihr Schreiben vom 21. Aug. ist mir nicht klar. Wir bitten um nähere Angabe, auch der betr. Nummer unseres Blattes. O. 8. Mücke. Tauglichkeit zum Landsturm, Augenleideu. Amtliche»- Teil. Betr.: Vornahme einer allgemeinen Bestandsaufnahme über die wichtigsten Lebensmittel am 1. September 1916. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Bezugnehmend aus die Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 11. August ds. Js. (Kreisblatt Nr. 98) betr. obige Bestandsaufnahme teilt uns die Großh. Zentralstelle für Landesstatistik mit: Die zur Verwendung kommenden Vordrucke sind: 1. Fragebogen A für Haushaltungen mit weniger als 30zu verpflegenden Haus hat tungs Mitgliedern; 2. Fragebogen B für Harts Haltungen mit 30 oder mehr zu verpflegenden Haushaltungsmitgliedern, üffentlickie Körperschaften, Anstalten, Gewerbe- und Handelsbetriebe aller Art; 3. Zusammen st ellung 61; 4. Zusammen stellung 62 bis 5; 5. A n w e i s u n g für die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte und . . _ . 6. Anweisung für die Großh. Bürgermorftereren der Landgemeinden. Die Bestandsaufnahme hat unter Leitung der Großh. Bürgermeistereien (Oberbürgermeister, Bürgermeister) stattzufinden. Eine Vergütung für die Milwirkenden wird von Staats wegen wicht ge- leistet. Wie die Ausnahme durch»uMren ist, ist den genannten Vordrucken zu entnehmen. ... j. Die ErhebungsPapiere werden den Großh. Bnrgermer!tereh«r unmittelbar Mgeschickt, und diese haben sie, soweit angeorvnet, anal urtmittelbar wieder an die Zentralstelle einzulenden. ^ Sie wollen das für die Ausnahme ENorherüche tun licht bald anordnen und die Zenttalstelle sofort telephonisch oder telegraphisch benachrichtigen, wenn Sie iricht bis -um 2 8. A u g u st rm Benpe der nötigen Erhebimgspepiere sind. Gi e ßen , den 21. August 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Betr.: Kostenfreie Aufnahme von Urlaubern. An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Der Königliche Regierüngs-Präsident zu Coblenz hat deN Gedanken angeregt, ordentlichen und verdienten Urlaubern aus dem Felde, die nähere Angehörige in der Heimat nicht mehr besitzen, Gelegenheit zu .geben, während eirves kürzeren AuMit^ Haltes in der Heimat bei geeigneten Familien kostenfreie Aufnahme zu finden, wo ihnen durch Familienanschluß. Unterhaltung und Verpflegung gezeigt iverden soll, daß das Vaterland ihrer ge* bcnft und bemüht ist, den Dank für die außerordentlichen Ocher, d« der K'rieg von ihnen fordert, nach besten Kräften abzuttagen, und ihnen die wohlverdiente lErhoLnüg in geordneten Verhältnissen zü ermöglichen. m , c Auf Wunsch des Generalkommandos zu Franksurt a. M. beauftragen wir Sie. feststellen zu lassen, tver in Ihrer Gemeinde gewlllt ist, sich zu gleicher Aufnahme solcher Urlauber zur Verfügung AU stellen. Die Verzeichnisse dieser Personen sind uns sodann ors 1. k. Mts. einzurei cheir. Gießen, den 21. August 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. 1 „Oie schwarz© A n an as - Erdbeere aus Vierlanden. Aufsehenerregende Erd beer * Neuheit. Der Familie des König Albert angehörend. Die fruchtbarste Erdbeere der Jetztzeit. Hält, von aller, Welt bewundert, einen, Siegeszug durch die Länder, jeden Markt sich im Sturm erobernd. iDie Pflanze macht biß 14 mit Riesenfrüchten überladene Fruchtsten- geL Ein Quartier von dm viertel .Morgen gab jeden Tag drei Zentner Erdbeeren, festfleischige, zuckersüße köstlich aromatische Früchte, zum Teil von einer Größe, daß man dreimal zerbeißen muß, ehe man sie bewältigt. Die schwarze Farbe, das lange Transporte und nasse Witterung aushaltende feste Fleisch, die ungeheure Fruchtbarkeit, wird die „schwarze König Albert bald zur begehrtesten aller Erdbeersorten machen, besonders seitens der Marktgärtner, die Massen-Er- träg«, Transportfestigkeit, raschen Absatz von einer neuen Erdbeersorte verlangen. Wo auch die „schwarze Ananas“ auf dem Markte ausgestellt wurde, alles griff nur nach ihr, und sie war überall sofort aus- verkauft. — Die schwarze König Albert ist ein Findling, ein Findelkind: niemand weiß recht, wer ihre Eltern sind, sie war, wie vom Himmel gefallen, plötzlich da, diese schwarze Prinzessin, auf dem Felde der Vierländer Erdbeergärtuer, zu deren größter Verwunderung, und die Vierländer nahmen sich dieser Neugeborenen herzlichst an, hegten sie und pflegten sie, und man steht jetzt voll Verwunderung vor diesem schwarzen Königskinde, dieser schwarzen Ananas, die bald durch ihre enormen Erträge den ganzen Erdbeerbau beherrschen wird. — 12 Pflanzen M. 1.75 — 25 Pflanzen M. 3.—. 50 Pflanzen M. 5.—, 100 Pflanzen M. 9.—. 200 Pflanzen M. 14.—, 1000 Pflanzen M. 46.—. Die Aufträge werden der Reihe nach, in der sie einlaufen, ausgeführt, soweit, wie das beschränkte Pflanzenmaterial, da Neuheit, zuläßt. Verbindlich ist dieses Angebot bis 2. September. 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