M.1-8 3Mte$ Blatt Erscheint tSzlich nrtt Ausnahme des Sonntags. Die ..«tetzener ZaEe«diStter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis «leben- zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit, fra-ev" erscheinen monatlich zweimal. Jahrgang nze. General-Anzeiger für Oberheßen Monttg. 2 [. Augnst l9|- Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'jchea l'.niverjltäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen« Schrrftleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» straße?. Geschästsst-lle lr. Verlag: e^K51,Schrift« leilung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Die feindlichen Berichte. Der französische Bericht. PL-ri-S, 20. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 19. August nachnrutags: der So mime richteten die Deutschen im Laufe der . mcht heftige Gehenangriffe gegen die neuen französischen Stellun- Maurepas bis Clery. Int Maschinengewehrfeuer mw tErchtigen Gegenarcgrrsfen mit Handgranaten brachen alle ^ersuch^ mtt Ausnahme von einem.Punkte nördlich von Maurepas, m ent kleines Grabenstück eindrangen, zusammen. Dre r^vallzo^r machten rm Laufe der 9?ad>t von neuem 50 Gefan- Somme sehr lebhafter Artilleriekampf in der Gegend non Beltoh und Estrses. Auf dem linkenMaasufer f 1 ' 1 « 11 Deutschen aM späten Al>end zweimal mit Handgranaten den Wowprung nordöstlich des Kernwerkes Avocourt und die Gräben an der Diohe 304 an. Sie konnten jedoch nirgends in unsere Linie erndrnrgen und mutzten nach ihren Airsgangs pur; kten zurückkehren E Lote^und Verwundete zulücklassen. Auf dem rechten Ufer dauerten diegesterii begonnenen erbitterten Kämpfe fort. Die Fran- ^b^^bberten Schritt für Schritt Häuserblöcke und Trümmer, die die Deutschen noch am Ostrande von Fleu rh besetzt hielten. Die rMmzosen haben letzt tatsächlich das ganze Dorf trotz heftigster Ge- ge^bgri^, die dm Deutschen blutige Verluste kosteten, inne. Im osllrchen Teile des Geholzes von .Baux-Chapitre dauerte der Hand- der Strafte nach dem Fort Vaux fort. Die ^genstötze der Deutschen führten keine bemerkbar? Veränderung herber. Die Zähl der durch die Franzosen auf semachterr unverwundeten 300. Dre Bescksteßung war auf beiden Teilen sthr pcftißin der Angristsgvgend. Die Nacht war verhältnismäßig ruhig auf denr übrigen Frontteile. An der Sommefront schoß Unterleutnant 1 iSw fl diese Anspielungen aus Paris und London ivaren glücklicherweise nur sehr selten.. Wenn die deutschen Arbeiten sich durch Schlichtheit und Vonrehm- l-eit rn den Formen ausz-eichneten, rüh-mend auszeichneten, so offenbarten die Affeuer Schöpfungen zweifellos auch hohe Geschmacks- - H e find für ben Ernst der Zeit M üppig und kosten zu viel Gecd. Unter den Hüten herrschen ganz große uud gauz kluneFor^ meil vor. Großes Aussehen errcgen die kos-baren Spitzenbesätze an den Kleroern, dre oft kleine Vermögen darstellim und - das fet lobend h^rvorgehoben — deutschen Ursprungs (Plauen) sind. Prachtvolle ArbertQi zeigen ferner die Brokatkleider. — So zeigte schon der erste Tag der auf eine Woche berechneten Modftcksai:, daß der Modcbimd auf dem richtigen ^L?g ist, eine deutsche Mode zu scbaffen, dre frei von jedweder ftemden Beeinflussung ist. R. H. Ktinff, wi^enschast und Leben. «.* _ ^ ^ ^ n g bei Großstadt' bäume ii. In dm Stratzen der Großstadt gehen oft gesunde, kräs° ttge Baume trotz alles BegiMens ein, zuwetlm befällt ein rasch« Tod ganze Baumrechen, und eine Bergiftung durch Leuchtgas wird gewöhnlich als Grund angegeben, rvenn sich keine andere Ursache erkennen läßt. Durch Versuche hat nun jüngst P Soraner fest- gestellt, trne sich die Leuchtgas Vergiftung bei Bäumen äußert, und aus diesen Untersuchungen scheint hervorzugehen, daß es tassäMch Leuchtgasoergiftung ist, die bei deir Großstadtbäu inen in den Strahn zuweilen das Absterben herbeiführt. Me die bei Gustav Fischer m Jena erscheinende „Naturwissenschaftliche Wochenschrift" berichtet, stellte Sorauer seine Versuche in einem Teile der Treptower Baum- schule an, der vorher nicht an die Gasleitung angeschlossen war Es ^würden Rohre in den Boden gelegt, die Reiheic feiner Löcher enthielten und dem Boden annähernd zwölf Wochen hindurch in der Stunde ernen halben Kubikmeter Gas zuführten. Alle wichttgeren Arten von Bäumen und Sträuchern waren unter den Versuchs- pflaiizen vertreten: an ihneü wurden alle krankhaften Veränderungen über w-ie unter dem Boden beobachtet, und vor dem Versuche wie auch danach wurdeir die Pflanzen anatomisch genau untersucht. Die Beschädigungen durch Leuchtgas traten nach verschieden langer Emwirkung und in wechselnder Stärke auf: nicht immer war das Krankheitsbild das gleiche, doch stimmte es in den wesentlichen Zügen -überein: die Spitzen der diesjährigen Triebe werden welk und gviu: schneidet man sie ab und stellt sie ins Wässer, so vertrockneii sie schrreller als gesmcke Zweige. Die Blätter bekommen gelbe, sich später brmrn färb ende, oft durchscheinende Flecke, die sich vom Rande und von den Mppeiiseldenr aus allmählich über die ganze Fläche ansbreiten. Hier enthalten die Zellen verfärbte Blattgrünkörner, die nach und nach verschwirrdQi oder imt dem übrigen Inhalte zu unförmlichen Massen verschmelzen, während die Wandungen teilweise zusammensinken. So im Blattstiele Drusen von oxalsaurem Kalke vorhandeir sind, vermindert sich ihre Zahl zu-- sehmds. Eine Verstopfung der Gefäße ist in der Regel nicht bemer5- bar. Die jüngeren Wurzeln tveisen, soweit sie unmittelbar von dem ausströmenden Gas getroffen tverden, ausgedehnte Braun- färbungeit in der Rinde auf. Auch hier schvindet der Zellinhalt, ursbesondere die Reservestärkc. An einzelnen Stellen sind die Ri nden Par euch hmzellen auffallend in der Richtung des Radius gestreckt. ^uese Ueberverläuc^erung führt an älteren Wurzelteilen vielfach zur Bildung von örtlichen Anschwellungen, die später aüfreitzeir und ihnen ern au „Lohkrankheit" erinnerndes Aussehen verleihen. Ebensolck-e Wucherungen finden sich zuweiten anr Grunde der oberirdischen Achse ^sehnliche Krankheitserscheinungen konnte Soraner auch an emer Anzahl von Zierpflanzerr beobachteir, die im Geivächs- hause der «Einwirkung von Leuchtgas ausgesetzt waren, das unver- brmlcht aus der Leitung entwich. Tie Gesamtheit aller dieser Kc-nw- zeichen darf also als ?.köerkinal für die Leuchtgasvergiftung gelten^ Merkwiirdig dabei ist, daß die oberirdischen Teile vertrocknen, also offenbar unter Wassermangel leiden, während die ilntereir nick mtter Aus Studt und Land. Gießen, 21. August 1916. ** Saccharin. Auf Grund einer Veröffentlichung in unserem Blatte über S a c ch a r i n s ü ß st o f f waren Zwerfel entftanden, wie der neue Süßstoff zu erhalten |bl,,da in den Apothekeir nur Saccharin in Röllchen von 110facher Süßkraft abgegeben wird. Auf eine Anfrage beim Kmegsernährungsamte gehen uns jetzt folgende' aufklärende Zeilen zu: „Die Apotheker haben betr. der Saccharinabgabe zwischen dem Süßstoff-Gesetz von 1902 und dem ogenannten KriegsversorgungAgesetz zu unterscheiden. Nach dem Sußstoffgesetz von 1902 darf Süßstoff ohne ärztliche Anweisung nur in den bekannten Glasröhrchenpackungen abgegeben werden. Die übrigen Packungen unterliegen der ärztlichen Anweisung. Auf Grund der Verordnung vom 30. März 1916, Reichgesetzbtatt S. 213, wird Süßstoff nun auch in Kr i e gs p a cku n g e n , und zwar an Kornmu- n a l v e r b ä n d e, auf deren Antrag bei der Reichszucker- telle abgegeben und zwar in sogenannten II- (5^anshal- tnngs-) Packungen mit 1*4 Gramm im Süßwert von zirka ^Pftrnd Zucker zum Preise von 25 Pfg., also sehr erheblich billiger als die Röhrchen-Packungen, und in l> (Gasb- haus-) Packungen mit 500 Stück = 7i/ 3 Pfund Zucker zum Preife von 1.85 Mk. Von solchen Packungen sind derLebens- mittelversoraungsstelle .Hessen in Mainz auf Antrag am 9. August erhebliche Mengen überwiesen. .Hessen bezw. Gießen könneti von Mainz Saccharin beziehen." — Auf Gmrnd dieser Mitteilung wäre es sehr zu wünschen, wenn der hiesige Kommunalverband die Beschaffung der Äicc^nän- Krieaspackungen in die Hand nahnre, da in der letzten Zeit dre Apotheken von diesem drinaerrd erforderlichen Zucker- .ersatzstoff nur mehr ein Röllchen auf einnral abaeben könneii. ^ Z ^ ie KartoffelPreisfestsetzung von 7 Mq fiir Mengen über 25 Pfund ünd von 7y 2 Pfg. für Mengeri unter 25 Pfund hat verschiedene Kartoffeichändler imu verleitet, nur Mengen unter 25 Pfund mit der Begnün^aa abzugeben, daß die Kartoffeln knapp seien, und daß daher eine Einteilung auf die verschiedeneii Knickei! erfolgeir müsse. Diese Angaben sind unzutreffend; es stehen genügend Kar- toffeln zur Berfügwig. Wir verweisen auf die heutige d« Felegenen Ur nevgen, b*e augenscheirr- ^ orüichem Wasseruberschuß berul-en. Dies erklärt sich dar- aus, daß das Leuchtgas eme ausreichende Versorgung der Wurzeln • .ürS • erforderlichen Sauerstoffe verhindert, so daß m«^brstmckte „intranvolekuilare" Atmung erntritt, durch die die Reserve,toffe verbraucht werden. Bei längerer Dauer des Sauer- ^ ^ S u i ben oberirdischen Pftanzentellen herber geschafft Unter dem Ernfllffse der uttinmolekularen Attnuug vermindert ftch zugleich der Wurzeldruck, und die Folge ist Wasser- bm Triebsandes bar dann die Bildung der Flecke auf den Blattern bewirkt, sowie die Anhäufung von Wasser in den im- teren Teilen, tna sich in Anschwellungen äußert dritten Krregsisommer. „Langsam aber stetig so schreibt dre „Times" in einer Betrachttmg über dre Emwrrkungeir des Krieges auf das Leben im britischen Insel- verch, „hat auch London sich m dieser Zeck der großen' Veränderungen umwandeln müssen. Wenn wir heute im dritten Kriegs-' somüier zmuckblicken, sehen nur nrit Staunen, daß auch) wir uns« ^ dieser Beziehung nicht gleichmütig zu verhalten oerinochten. Kr Zert Kriegsbegmns ivaren die iieuen Erscheinungen hauptsächlich äußerlicher Natur: dre Straßen wäveir dunkel — so Gaumen wrr wenigstens' — und überall erblickte inan Männer rn Khaknmiwrmen. Erst heute aber wissen ,orr, une wirklich verdunkelte Straßen aussehen, und die Zahl der Soldaten inj Lwndon ist so groß, daß kern Mensch überhaupt noch daran denkt es ser lemals anders getvesen. Auch die Zivilisten in London ge^ mahnen m diesem drttten Kriegssommer allesamt an den Krieg, da es Mich unter den Nichssoldaten karmt einen Mann gibt, dessen Arbeit un Dienste des Krieges nicht durch irgend eine offizielle Armbinde ober cm sonstiges ")lbzeichen kenntlich gemacht ist. In der ersten .Kneg^ert ivurde die allgenwine ')lufmerksamkeit durch, dre Rekrutterungsiplakate auf sich gezoFeu, hchrte aber sind solcki« da das Unerwartetste von allem geschehen fft. namllch der allgemeine Dienstzwang für die Bürger Englands. Doch auch letzt sind du Zaune und Häuserfvonten mit Plakaten verschiedensten Formen zur Lparsanckeit geinahmn. Ter größten Veränderungeii wird man wSdSS&JSP J 111 F^da sonst das Mnzende und orglos-frohliche Treiben der Londoner „Seasvn" herrschte In diesem Jahre gibt es keine svirllickie Saison Lr, ^chbt keine EMerblumen m den Gärten, da man die Erde zu praktischeren Zwecken verwendet, und auf den Landstraßen in der Uingebung Londons kann Man nicht mehr die endlosen Kolonnen der Aus- m Autonwbllen erblicken. In der Stadt ist auch ietzt noch - ^erkehr sehr gwß, aber die privaten Krafttvaqen sind fast gänzlich verschwunden. Und dann: nichts gemahnt in London o sehr an den Krieg, wie die ins Ungemessene, wachsende Dätrgkert der Frauen. Wenn du rn eme bn Pstrdednosckkeu steigst, die ^uerdings rweder mifgetaucht sind, so sitzt eine Frau auf dem Kutschbock: ivenn du rn ern Restaurant gehst, wirft du von eine? bedient: weim du die Halle eines Hotels betrittst, wirst du von lvetblichem Personal empfingen, und eine Fvau fährt dich nn Auszug nach deinem Zimmer. Ter Fremde wird finden, daß London ^var nicht drrekt traurig, ledenfalls aber sehr ernst ge- ist. Mmichmal suhlt man sich an die Zeit nach dem TZe der Kpnimn Viktoria ermnert. Früh am Mend wird es All in w ^ Bezeichnung pes ewig brausenden LcMvn hat sehr vrel von ihrer Richttgkeü eingebüßt" ZlZP v * € ftermaschin e. Beim Beginne der Winter- ffstelzeit wird m großes Theater in Chicago seinen Besuchern mü einer lleberraschung auftvarten, die selbst für ameriümiscke Be- griffe etwas Uivgehemrliches^dafftellt: au diesem Tha!t^ fat man narnlcch lvahrend der Spielpause eine „Orchesterniaschine" btc alles in den Schatten stellt, >vas man bisher'vvu Musikinstrumenten und Orchestern gekannt hat. Bereinigt sie in sich doch alles, was I ich an Musik- uick Geräusche Werkzeugeil nur crsumeu laßt: ne nmsaßt eme ganze Riesenorgel, alle Werkzeuge d^ amerikanischen Militärkapellen (die bekänntlich sehr^«W voll smd.), ern gewöhnliches Opernorchester mit ungenwin reichem ^^lagze ug, dazu Kirck>englocken, Nückel hörn er, Fabrikpfeifen Vogelsttmmen, das Gesinnm von Bienen und da>n Werkzeuge die das Galoppieren .von Pferden, den Donner des Gewitters 'das Heulen des Sturmes sowie alle übrigen nur erdenklich cu Natur- A^^s^benswahr Hervorrufen. Zur Bedienung dieser Or- chestermaschllm rcicherr —^ so berichtet ein amerikanisches Fach- ^ — du Krache eines einzigen Menschen aus. Dieser Orchester^ bultartigen Gebäude, das eine enlseimte AehrflichBeit nnt erner Orgelbank l-at; es gehören dazu, gerade Nne bei Orgel oder Harmonruni, Manuale und Pedale, fernm Reaii^ ^le diese m viel größerer Anzahl, und dazii kwnn^r Tasten, Hebel und Züge. Im cünzen sZ es 43 pusten (wenn man Tasten als Misdruck für alle Arten dm Anschläge zusammenfa send bemckt), die mit den Füßen «errieten »erben 160 Registerzüge unb 1Ö7 andere Tasten Meie srnd ällmdngis doppelt zu zählen, da sie sich) beim Anschchu e mck Oft können und dabei ganz verschiedene ^ Töne auslofen. ^ic Reanuale sind, wie bei der Orgel, stusenartia in wer Rerheii angebrachit; hinter und über ihnen lregi im Halb- kreise eure Doppelrell-e von weiteren Tasten Das Spielen der kiirpvrliche Arbeit, L{l frcD&c Umsicht. Mes wrck dabei natürlich elcftrifd) ausgelöst unb trt dem eigentlichen Orchesterräume, der gut mid gern als .RaschrneurMiM bezeichmt werden kam,, sind zahllose Hilfsmaschff' neu untmgebE dEnter ein elektrischer Dcktor vm: acht PsÄÜ- llaften, der denWrnd ftir die Orchelpfeifen und die Blasinstai- bl-r Orchelpfeifen ist ellva eure Spawie ?? ^as das bedeutet, veranschmulickn viel- lelchn am beskm die -lu^mbc des Fachwlattes. daß die kanadis^'e Regiemobg rm Kustendu-nste ellvas kleinere Instrumente als ü eb?i dormer venvendet deren Ton 50 Kilometer weit mniehmlick ist wE^daß mau die Besucher des ainerikailische.t ?«maschm- ftdingen nrivb.tZ'V. bestehen, ohne Schaden dammzutragen lKmnim Bekannttrrachuntz, wonach auch Mengen üb er 2 5 P fd. ohne Besch vänckurrg abzngeben sind, solange ein Vorrat an Kartoffeln vorhanden ist. Kreis Büdingen. # Büdingen, 20. Aug. An der Spitze seiner Kompagnie starb bei einem Sturmangriffe am I. August der Oberleutnant der Reserve Ulrich Ul l mann, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1 . Klasse, Sohn des früheren Landwirtschastslehrers Dr. Martin Ull'nann. ^ Nidda, 20. August. Wie alljährlich hielten auch heute wieder der Veteranenverband von Nidda und Umgebung und der hiesige Kriegerverein eine gemeinschaftliche Gedächtnisfeier an die Schlacht bei Gravebotte ab. Geschlossen beteiligten sich die Mitglieder- beider Vereine mit Fahnen an dem Kirchgang Tie Festpredigt hielt der 1 . Pfarrer W e r n e r. Nach beendigtem Gottesdienst zogen die Vereine zum Kriegerdenkmal, an dessen Stufen Oberst z. D. Weimer von hier erne begeisterte Ansprache an die Vereine, die Verwundeten des hiesigen Lazaretts und sonstigen Teilnehmer an der Feier hielt. Redner verglich kurz -die jetzt oft Wochen- und nwn-atäangen Schlachten msit den Ereignissen von 1870/71 und bezeichnetc die Schlacht bei Grvvelotte als einen Markstein in der Geschichte der Hess. Divrsronen uich als einen Grundstein z-u den Heldentaten des deutschen Volkes rm Weltkriege. Zum Schlüsse legten Oberst Weimar im Namen des .Kriegcrvereins und Bahnhofsvorsteher i. R. Hammel nn Aufträge des Veteranenverbandes zur Ehrung der Helden von 1870/71- Kränze an dem Denkmal nieder. Ein dreifaches „Hurra" auf unseren obersten Kriegsherrn, Kaiser Wilhelm II., beendete die erbebende Feier — Wegen ihrer großen Verdienste um dre Krregs- fürsorge und die Verwaltung des hiesigen Bereinslazaretts vom Noten Kreuz erhielten die Herren KonrmerzrenrcU Clous, Bur- g?rmeistzer Erk, Sanitätsrat Dr. Koch undGerichtsvvlsiwherr. P. Vetzfferger von hier Ordensauszeichnungen. — Amtsgerichts- ral 2 e t l h"e i m , der über 18 Jahre am hiesigen Amtsgericht als Richter tätig war und sich im ganzen Gerichtsbezirke großer Beliebtheit erfreut, wurde als Oberamts richter nach Butzbach versetzt. # Unter» Storni t teil, 20. Aug. Aus dem Felde der Ehre starb am 31. Juli der Ossizicrstellvertreter Ludwig Ulm, welcher vom Jahre 1912 bis zum Ausbruche des Krieges an hiesiger 2. Lehrerstelle als Berivalter wirkte und dann als Kriegsfreiwilliger in das Heer eintrat. Börsen-Wocherrbericht. Frankfurt a. M., 18. August. Die guten Meldungen von den Kriegsschauplätzen, die vergeblichen Anstrengungen der feindlichen Heeresmassen in Ost und West, die deutsche Front zu erschüttern, wirtten auch in dieser Woche günstig auf die Bürsenstimmung, doch erzeugte anderseits die Ungewißheit über die rumänische Politik einige Zurückhaltung, wenn man auch in dem großen Schienenabschluß zwischen der rumänischen Staatsbahn und dem Deutschen Stahlwerksoerband ein beruhigen- >des Symptom erblickte. Der freie Verkehr zeigte im großen und ganzen, wenngleich unter Schwankungen, recht feste Haltung. Dies prägte sich besonders auf dem Markte der R ü st u n g s w e r t e aus, von denen namentlich die Aktien der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik sowie der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken kräftig anziehen konnten. Rege Kauflust zeigte sich auch 'für Hisch .Kupfer-, sowie für Autowerte, von denen besonders Benz Daimler, Kleyer, Fahrzeug Eisenach, Neckarsulmer Fahrradwerke und Hansa Lloyd größere Kursgewinne erzielten. Armaturen: Klein Schanzlin und Becker waren ebenfalls auf günstige Abschlutz- gerüchtc gefragt und höher. Auch für die Aktien der Mitteldeutschen Gummiwarenfabrik Louis Peter trat neuerdings Interesse hervor. Bon chemischen Werten waren Scheideanstalt, Gries- heimer und Höningen begünstigt, im übrigen konnten sich die Kurse dieses Gebietes gut behaupten. Elektrowerte lagen sttll und teilweise etwas schwächer. Rückgängige Kursbewegung ver- folgten auch Schuh- und Ledersabrikaktten. wenn mrch die Umsitze> darin keinen größeren Umfang erreichten ^.ebhasterem Jntereste begegneten noch Deutsche Erdöl-Aktien und Stvaua RomE. Ordere Jndustriepapiere lagen still und kaum verändert Schwankungen unterlag der Montan ma rk t, wo Glatt stellungen und Rückkäufe mit einander wechselten. Eunge Anregung boten die günstigen Berichte aus der Ei,enIndustrie sowie- die Beschlüsse der Oberschlesischen Kohlen ko nven non Die unveränderten .Kohlenpreise galten als Beweis für dre rm Allgemem- Interesse dringend erwünschte Zurückhaltung in der Montanindustrie gegenüber zu weitgehenden Bestrebungen einzelner Gruppen Mmr glaubt, daß auch bei den gegenwärtigen Preisen die oberschlestschen Kohlengruben ihr reichliches Auskommen finden. Von den führenden Montanwertcn stellten sich Phönix, Bochumer, Deutsch ^rxem- burger, bselfenkirchencr und Harpener nach vorübergehender -^etestt- gung schließlich wieder niedriger, ebenso oberschlesische Werke wie Bismarckhütte, Earo und Oberbedarf. Eine größere Steigerung erfuhren die Aktien der Friedrichshütte aut den glänzenden Jahresabschluß und die ansehnliche Dividendenerhöhung. Fn Schisf- fahrtsaktien und Banken fanden kaum nennenswerte Umsätze statt Sülles Geschäft herrschte auch am Rentenmarkt, wo deutsche Anleihen ihre Kurse aber gut behaupten Von ausländischen Staatsanleihen waren Rumänier schwankend, btc4ß., Lilh Derh.) In Unterschrift des Direktors: Heller. Unterschrift des Rendanten: Schnabel. •2.-W., .yi-nnfr. Str. 61 fofort au vermieten. Näheres Frankfurter Str. 59. ( 3 Zimmer Sdr. r-Zimmer Wohnung sofort zuoerullelen. 'Näheres Ü11371I Schottttraße 15 ZK» 3-rim.-Vohn.. 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Knabenaniflgeu, Uoänderaus von nen and alt, Separateren, Bügeln in und außer dem Hause. K. Hübner, Schneider, Müh lstr.3III.lmi«,, Verstkiqerung/"'" Mittwoch, den 23. August lfd. Js., nachm. 3 Ubr, sollen i. hiesigen Pfandlokale, Selteröweg 11, die wegen rückständiger Ortskranken- kassebelträge sowie die wegen rückständiger Gas-, Wasser u. Stromgelder usw. gepfändeten Gegenstände, Möbel aller Art versteigert werden. Gemmecker, Pf andmeister. Dienstag, den 22. August 1016 , nachm. Lstg Ubr, sollen imDarulstädterHaus, Wall- torttr. 6 dahier, öffentlich zwangsiveise gegen bar versteigert werden: Hausmobt- lien aller Art. .'5969 Saintvnges, stellvertr. Gerichtsvollzieher, Gießen, Bahnhofstr. 29. MalzkaffeeWn^53P,g. Kornkaffee Mund 38 Feine Vanille - Schokolade Tafel 30 und 35 Pfg. Schokoladen pnlver l l 4 Pfund 90 Pfg. 15981a Zitronen Zwiebeln Stück 12 Ma Psund 15 Psg. Sahnhoi.sh af»e 26 Lmlwigslrafle 20 WalltorstraBo 24