Ar. M SVLiier Blatt 166 . Jahrgang Erscheint K-lich mit AuSnahrne des So^uagL. Die „Sletzeaer Zamilieudtitter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Xreirblatt für den Areir fcitfctn" zweimal wöchentlich. Die ..LandVirtfchaftiichen Sett- srs-en" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberhejjen Dienstag, 15. Snpft \%b Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckecei. R. Lange, Gießen^. Schrtstleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schub straße 7. Ges chäits stelle u. Verl aq. «L-^51, Schrisv leitung: e^ll2. dldresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen« Ansere fünfte Kriegsanleihe. Nur fur^e Frist trennt uns noch von dem Beginn eines /reuen Finanzseld^nges. Es gilt, die fünfte deutsche Kriegsanleihe vorzubererten. Als Helfferichs Nachfolger im Neichs- schatzamt, Goas R'o>e d e r n Anfang «Muri ds. Js. vom' Reichstag loeitere 12 Milliarden Kriegskredit anforderte, setzte er den Termin der neuen Anleihecrusgabe auf die Zeit „nicht vor September" an. Bis dahin hilft sich die Reichsregierung mit kurzfrissigien Schatzanweisungen. Erst soll die große Ernte von oen Feldern eingebracht und das Geld den Sparkassen zuAeslossen sein. Von unseren bischerigen Kriegsaus,gaben sind dank dem Vertrauen des Volkes iu seine eigene Kraft und dank seiner Zuversicht 40 Milliarden durch Kriegsanleihen und 36 Milliarden durch Bankanleihen gedeckt, also mehr als Via der gesamten KriegSausgaben, mehr als in jedem anderen kriegführenden Lande sind konsolidiert. England hat Lcrum 50 Proz. konsolidiert. Frankreich >nur ein Drittel. Daher ist es nicht auffällig, daß in diesen beiden Ländern die Stimmen der wachsenden Besorgnis vor dieser Art Kriegskredit sich mehren. Gegenübler den Behauptungen des französischen Finanzministers Ribot muß immer wieder sestgestellt werden, daß das, was unsere Reichsdank an Gold ausweist, Gold ist. Der Goldbestand deckt die vor: der Reichsbank ausgegebcnen Noten mit über 36 Prozent, während die französischen Banknoten nur mit 30,5 Prozent durch Gold gedeckt sind. Unmittelbar vor Ausbruch des Krieges betrug die Golddeckung in Frankreich 62 Prozent. Sie war also «außerordentlich hoch, bei uns 12,5 Prozent. Es ist also in Frankreich eine Verschlechterung um 31 Prozent ein ge treten, bei uns nur um 6 1 /« Prozent. Unter den sonstigen günstigen Voraussetzungen der neuen Anleihe mag noch folgender Umstand erwähnt werden, auf den auch der neue Reichs schätz sekretär kürzlich hinwies: Unsere Kr i e g s ko ste n w er d e n geringer! Im Dezember 1015 berechnete Dr. Helsferich die Gesamtspesen des Krieges für Deutschland auf zwei Milliarden monatlich, trotz des furchtbaren Kampfes an der Westfront, trotz des gewaltigen Munitionsverbrauchs vor Verdun und trotz der N'euoraanisation der Hindenburgschen Kampffront im Osten. Das ist nur möglich, bei der außerordentlichen Genauigkeit, mit der sowohl unsere Heerführer, als auch die heimatlichen Leiter aller mobilen und immobilen Truppen arbeiten. Es werden jetzt, auch bei äußerster militärischer Anstrengung, nicht mehr wie zwei Milliarden Kosten monatlich lfevcrus kommen. Drese Stabilität ist ein Beweis für die sparsame und genaue Finanzwirtschast in unserem Heere. Dieses finanzielle Gleichgewicht ist aber auch die beste Grundläge für das Vertrauen zu der neuen Anleihe. Unseren Gegnern aber, sowohl denen draußen, als auch den inneren Feinden, Nörglern und Schwarzsehern sei vorgehalten, was ein französischer Schriftsteller über unseren kommenden Finanzseldzug zu sagen hat. Der Publizist de Saint-Albin, der sich im Haß und Wirbel des Krieges offenbar den Kopf kühl zu halten wußte, schreibt: „Deutschland bereitet seit einigen Wochen feine fünfte Kriegsanleihe vor. Man kann Unseren Feinden vieles vorwerfen, aber sie verdienen nicht, daß man ihnen die Methode abspricht, noch daß man ihre Finanzpolitik als schwankend und inkonsequent bezeichnet. Welche auch die Personen an der Spitze des Schatzamtes ivarcn, sie haben stets die gleiche, rechtzeitig sestgelegte und nach reiflicher Ueüerlegung als richtig erkannte Formel angewandt, welche sich den wirtschaftlichen Verhältnissen des Reiches und der Organisation seines Kreditsystems anpaßte. Man muß sich beeilen, hrnz-u- zufügen, daß, wenigstens bisher, das Schatzamt wunderbar von dem patriotischen Opfermut der Massen und von der einheitlichen Disziplin der Banken unterstützt war. Groß und Klein, sie haben alle mit gleichem Eifer beim Erfolg dieser riesigen Operationen, welche sich aus mehrfach zehn Milliarden erstrecken, .mitgewirkt. Sie haben nichts versäumt, sie vorzubereiten und sich darauf ein- zu richten. Sie konnten es um so besser, als der finanzielle Ackobili- sationsplan ihnen int voraus eine sowohl auf Vorbereitung wie Ausführung genau festgelegte Rolle Angewiesen hat. Es ist nicht überflüssig, wieder einmal l>ervorznheben, welcher Zusammenhang zwischen den finanziellen Organen Deutschlands besteht. Dieses Zusammenwirken des Schatzamtes, der Reichsbank nnd der Privatbanken, melckM§ seit Kriegsausbruch nngeschwächt besteht, liefert Uns das Geheimnis des finanziellen Widerstandes unserer Feinde/' Zur §rage der KrWartoffeMeferMg. Der „Nachrichtendienst für Ernährungsfragen" schreibt: Die Vorgänge, die sich bei der Anlieferung von Frühkartoffeln in der letzten Juliwoche und in den ersten Augusttagen in einer Rejhe von Städten zeigten, haben da und dort Befürchtungen erweckt, die weit über düs Berechtigte hinaus gehen. Die beklagten Zustände find nichts anderes als eine letzte Auswirkung oer Verhältnisse des eben ablausenden Wirtschaftsjahres. Sie sind wesentlich als ein Ausfluß der Kartoffelnot des Frühjahrs und Sommers zu betrachten. Am 2. März dieses Jahres sind durch den Bundesrat Frühkartoffelpreise von 10 Mark für den Zentner angesetzt, worden, die bis zum 15. August Geltung haben sollten. Der Preis war bestimmt, eine möglichst ausgiebige Anpflanzung von Frühkartoffeln zu bewirken. Es war schon zur Zeit der Ausgabe der genannten Bundesrctts Verordnung erkennbar geworden, daß in den Monaten kurz vor der neuen Herbsternte ein sehr fühlbarer Mangel an Kartoffeln eintreteu werde. Ein reichlicher Früh Kartoffelanbau sollte die Schwierigkeiten früher und leichter.üb«erwinden helfen. Dieses Ziel ist durchaus erreicht worden. Bei der Vorbereitung der Winterversorgung aus der neuen Ernte war sodann der Frühkartoffelpreis allmählich abzubauen und in den Preis des neuen Versorgungsiahres überzuführen. Die abbauende Preissvala setzte nickst wie ursprünglich vorgesehen am 15. August, sondern bereits am 1. August >ein. Die Preisregeluug war so angesetzt, daß man hoffen tonnte, durch sie eine frühe Anlieferung von Frühkartoffeln zu erzielen. Dadurch konnte man bedeutend eher, als das sonst wohl geschehen wäre, zu einer Milderung und auch zur Ueberwindung der Kartoffelknappheit gelangen. Auch dieses Ziel ist vollauf erreicht worden. Die Verhältnisse der Frühkartoffelanlieferung waren nun ganz ungewöhnliche. Einerseits soliden bald größere Mengen Heranrollen, Um die Bersorgungsnöte der Verbrauchs bezirke zu überwinden. Die Anbaubezirke aber, die zur Anlieferung in Betracht kommen, sind verhältnismäßig wenige. lieber die in den einzelnen Gebieten zu erwartenden Erträge war man bis zur Ausmachung der Frühkartoffeln ganz im Ungewissen. Es zeigt sich heute, daß die von den Sachverständigen vorgenommeuen Schätzungen des voraussichtlichen Ertrages durchweg viel zu gering angenommen waren. Dagegen ist an-frch nichts zu tadeln, da eine vorsichtige Schätzung eine viel bessere Unterlage für die Armessung der unbedingt sicheren Lieferungs-Mengen an die Städte 'ergab. Außerdem war Verlauf uni> Einfluß der Witterung aus die Frühkartoffelerträge zur Zeit der Ertragsschätzung nicht abzusehen. Die Ernte wurde nun ganz außergewöhnlich groß. Die ersten Frühkartoffeln halten iricht lange. Die Folge war ganz natürlich die, daß sie vom Lande, sobald sie ausgemacht weren, schleunigst dem Verbrauchsbezirk zurollten. Die Verbraucher aber scheuten sich aus der gleichen Furcht vor Verlusten, größere Mengen einzulegen. Dazu kam die Wirkung des fallenden Preises, Attnft, rvtssenschaft und Leben. — Das! Leben im U-Boot. Bon einem Teilnehmer an einer U-Bovt/Fahrt wird uns geschrieben: Bekannt genug ist es ja, daß das Hauptmerkmal des U-Boot^Lebens die Enge ist. Wenn man aber einige Zeit darin haust, erscheint eurem das garnicht mehr so schlimm. Im allgemeinen dürfte ein mittelmäßig großer Unterstand sreilich bedeutend geräumiger sein als der Raum, der hier einem Dutzend Menschen als Schlaf- und Wohnraum, als Feldküche und außerdem noch als Torpedomum dient. Daneben, nur durch einen Vorhang davon getrennt, liegt der Wohnraum der Offiziere, etwa 2 Meter lang und nicht ganz so hoch, gerade so breit, daß zwischen den beiden Schlafsosas ein Tisch Platz findet. Soweit also ganz bequem für diese drei Herren, nur müssen sie sich's gefallen lassen, daß. jeder vpn uns, der in den MaschinLnramn. will, bei ihnen durchgeht und ihnen auf den Pedalen herumtrampelt. Und das mit den schweren Seestiefeln, die wir hier ständig tragen! Aber daran gewöhnt man sich. IM Boot herrscht natürlich keineÄvegs stets ehre vorzü^iche Luft. Es laßt sich Petroleum-, Schmieröl und etwas Benzingeruch festftelleu, abgesehen von diesen Beimengungen aber ist die Luft ziemlich rein. .Manchmal ist sie freilich etwas dicklich, man könnte sie ganz gut in Stücke schneiden und einein anderen an den Kopf werfen, aber das wäre gegen die Kameradsckxfft, das tun wir nicht. Das' Essen ist im allgemeinen sehr gut und wäre noch besser, wenn es keinen Alarm gäbe. Alarm heißt: alle Mann auf Tauchstationen. Und dieser Alarm hat die schon von Fr. Th. Bischer gewürdigte Tücke des Objektes in vollstem Maße. Mit Vorliebe kommt er mittags, wenn man gerade essen will. Trälrendeul Auges sieht man den dampfenden Hammelkohl, oder was es sonst für Herrlichkeiten gibt, kalt und imnrer kalter werden; wenn er die größtmöglichste Annäherung an den absoluten Nullpunkt, die praktisch zu erreichen ist, erreicht hat, dann kann man gewöhnlich essen. Gerne kommt der Alarm auck zu Zeiten, wenn Man im tiefsten Schlafe liegt, dam: rattern die Klingeln los, und automatisch springt mrcm aus der Koje auf seine Tauchstation. Das Schlafen ist ja auch eine sehr uüUiche Beschäftigung, insofern, als man dabei nicht friert, denn im Wohnraum ist es oft sehr kalt. Zwar hat jeder 91hnm seine elektrisclMN Heizkörper, aber sie werden vorsichtshalber gerne auf der Werft abgeäcken, erstens sind sie dort vollkommen sicher vor .Beschädigungen, und zweitens verbrauchen sie keinen Strom. Wer friert, kann ja in den Maschinenraum gehen, dort ist es meist warm genug, geirügt das noch nicht, so kann er sich auf den Dieselmotor setzen und den Indikatorhahn öffnen, die 15 Zentimeter lang herausschlageude Stichflamme wird ihm schon genügend einbeizen . . . Daran, daß man tage- und wochenlang nicht aus dem Zeug herauskommt, und sich nur noch in der Erinnerung wäscht, gewöhnt man sich schließlich. weniger angenehm ist es, daß man die ganze Zeit über dem blauen Zeug auch noch das Lederzeug! tragen muß. Das haben die Militärsoldaten nicht nötig, und das macht sehr viel aus. Am Ende einer langen Fernunternehmung hat man dann auf alten sichtbaren Körperteilen so eine dicke Dreck- fettschmiere, in die inan ganz bequem Schützengräben baueir könnte. Dabei verliert man aber durchaus nicht seinen Appetit. Das Leben in den wachfreien Stunden ist recht vergnügt, der Humor geht uns so bald nicht aus, ebensowenig wie das Granrinophon aufhört zu spielen. Wenn das Boot ausgetaucht fährt, geht man gerue an Deck, um sich den Seewind um die Ohren pfeifen zu lassen, der besorgt das gewöhnlich so energisch, daß man froh ist, wenn man wieder rurrter konrnrt. Mmr freut sich, wenn man in den Hafen kvnrmt und und freut sichz, /penn man wieder ausläuft, weil man doch! immer ftsteder hofft, daß einem was vor's Rohr komMt. Dmrn ist doch die Mühe nicht umsonst gewesen ... * — Rouen iM Kriege. Als unsere Truppen in dem herrlichen Siegesläufe der ersten Kriegsmdnate Frankreich überfluteten, da hieß es auch- für die französischen Flußdanipser: Rette sich, wer kann! Trotz eiligster Flucht sielen damals doch noch etwa ein Drittel der mit mehr oder tveirrger Listbarer Ware beladenen Fahrzeuge als willkommene Beute in unsere Hände. Ten übrigen, etwa 6000 gelang es, sich nach Rouen und Le Havre zu retten. Auch, die großen franzosijchen Handelsschiffe nahmen mit Boll- txmchf ihren Kurs' auf diese beiden Häfen, die gleichlzeitig diä militärische Basis der englischen Hilfstruppen tvurden. Durch dieses überreichliche .Hinz.uströmen von Gästen aller Art hat sich naturgemäß das Bild der Häfen stark verändert, und der Mitarbeiter des „Temps", der die beiden Zufluchtsorte vor kurzem besuchte^ erklärt, daß Flaübert sein geliebtes Rouen nicht wiedercrkenuen würde. Rouens Bevölkerung ist in dem Kriege um 150 000 Seelen vernrehrt worden, häbeic doch die Eisenbahnzüge einen großen Teil der Flüchtlinge aus den von uns besetzten Gebietenk hier ab geladen. Am deutlichsten zeigt sich die Veränderung selbstverständlich in der Nähe der Hafenanlagen. Rouen hat sich zu einem Toppelhasen ausgewachsen. In der Richtung Paris liegt der Brnnen'hafen und ffußabwärts der Seehasen. Wer Rouen im Frieden kennen gelernt hat, kann sich kaum eine Vorstellung seines quecksilbrigen Lebens von heute ^nttchen, vou dem ohreubetäubendens Lärnr, der sich diesseits und jensetts der Boieldieubrücke erhebt. Da mischt sich das schrille Pfeifen der Schlepper mit der Haul- sirene der T an t p f b ovte, mit dem Knirschen der Flaschenzüge imd der Stahltwssen und dem schweven Stoheir der Arrker zu ement wenig harmonischen Konzert. Alle Arten von schwimmenden Fahr-- zeugen, Flöße Und Bagger, Segellvo-te und Dampfer, schwerfällig« Kähne und elegante Prnassen, Motorboote und Schaluppen drängen sich in dem beschränkten Räume zickanrmen. Die französische Haseiwrganisation sah sich vor eine schwere Aufgabe gestellt, als der Verkehr (71 000 Donnen iM Septencker 1914) imnrer mehr und rnehr auschwoll und ftch bis zmn Juli 1916 mit 727 000 Tonnen verzehnfachte. In aller Eile Mußten Notliegeplätze für die Seeschiffe acrichtet werden — statt 78 gibt es jetzt 140 — die alten Krane reichten nicht Mehr aus, und es nrnßten etwa fünfzig neue, besonders leistungsfähige li-ergestellt iv-erden. Deshalb sind viele von den Schiffern und Hafenarbeitern, die zuerst mobilffiert waren, wieder zurückgeschickt worden. Einen sehr großen Teil der not- rvendigen Arbeit aher Mußten die 4000 deutschen Gefangenen/ der die Verkäufer tanveizt, zu liefern, die .Käufer aber auf den niedrigeren Preis warten läßt. Diese Wirkung einer notwendig fallenden Preisskala ist nicht zir umgeheu Sie zeigt sich, wie auch diesmal, am schärfften beim Erntritt der ersten Stufe nach abwärts. Ein alle Zwischenfälle ausschalterrdes Mittel gibt es dagegen nicht. Jedenfalls hätte die Nicht-- vcrösfentlichuna der Preisordnung, was von einigen Stellen empfohlen wuroe, die Sache im ganzen nur viel unübersichtlicher und schwieriger gemacht. Ein weiterer Umstand hat zur Verschärfung der beklagten Vorgänge noch manches beigetcagen. Kurz vor ihüen war jeder Verbraucherbezirk über jede Seitdung froh, dre er bekommen konnte. Genaue Abmachutlgen über die Verteilung der zu liefernden Mengen auf bestimmte Termine bestaiioeil nicht überall zwischen den lleberschußorten mrd den Verbrauchsgemeinden. Erstere schickten darum, was sie eben ausgemacht hiatterl. Einzelne Verbrauchsgenrerndeir hatten auch größere Mengen anaefordert, als sie dann brauchen konnten, als die bestellte Sendung eintraf. Endlich kam dazu, daß gegen Ende Juli eine gewisse Arbeitspause in der Landwirtschaft zwischen Heu- und Kornernte eintrot. Auch begannen um diese Zeit die Schulferien urü> brachten erwünschte Hilfskräfte. Diese Zeit wurde dazu benutzt, um die Frühkartoffel aus dem Boderc zu nehmen. Die Folge war ein ungewöhnlich starkes, gleichzeitiges Angebot der in so erfreulich großer Ernte Vorgefundenen Frucht. Es wäre iäber auch verkehrt, den'wirkliche entstandenen Schaden zu groß zu seheir oder gar zu übertreiben. An d-er Gesamtmenge der Kartoffelernte gerechnet, handelt es sich doch nur um einen verschwindenden Teilbetrag. Aus die Winterversorgung aber haben die Vorgänge unter keinen. Umständen eine irgendwie nennenswerte Wirkung. Die für die Versorgurrg der Bevölkerung im dritten Miegswirt- schastsjahr feftgelegtm Kartoffelmengen sind von vornherein so berechnet und bestimmt worden, daß die Frühkartoffeln darauf keinen Einfluß haben. Völlig un- berechttgt wäre es darum, aus bt\\ geschilderten Vorgängen Schlüsse auf die Winterversorgung zu ziehen. Nur die eine Folgerung ist berechtigt und auch beherzigenswert, daß es in der Lebensmittelftage überhaupt und in der Kartoffelversorgung im besonderen nicht nur auf die Pläne und Anordnungen der zentralen Stellen, also hier des Kriegs- ernährmlgsamts und der Reichslärtoffelstelle mrkommt, sondern daß auch tue äußeren Glieder der Versorgungskette jich in ihreii Wmachungen und Vorbereitungen von langer Hand auf alle Fälle sorgfältig vorsehen müssen, um ihrerseits den ihnen zukommenden Aufgaben in sachentsprechender Weise gerecht werden zu können. Wird das für die Winterversorgung ans Grund der jetzigen Vorkommnisse noch mehr beachtet, so wird später die Versorgung umso ruhiger und sicherer vor sich geheu. Neteörölogische Beobachtungen der Station Gießen. Aug. 1916 |ä. s ir-s. g sM >* 2# 2 3 w 33? 5.^- § 5 " CO fs ■Sf g; 2 60 cn c M 'S V x» c i «> ^3 Xi c A S 5-1 2 B C -H SZZ«» %> £ 'S -0 in Wetter 14. 2 r ‘ I 21,2 14,1 75 _ 8 Bern. Himmel 14. 9" — 17.8 13,2 87 — — 10 Bed. Himmel 15. 1 16,6 12,7 90 10 Regen Höchste Temperatur am 13. bis 14. August 1916: 21,9 0 C. Niedrigste „ „ 13- . 14. , 1916: -f 14,0 0 C. Niederschlag 18,9 mm. ./ uii iii i/u/iicii ujiit-ii uvi.il Juty. U\j\J ÜDTI UTcfvIT UriffTOI Landsleuten sind nach Angabe des französischen Journalisten ganz gut untergebracht in einem ehemaligen norncannischcn Gittshofe, dessen alte zerfallene Gebäude wieder neu aufgerichtet snrd. Die so in eine Kaserne umgewandelten Gutshäuser strahlen von peinlicher Sauberkeit. Jeder der Gefangenen hat über seinem Bette Raum für sein Gepäck und die zahlreichen Pakete, die ihm aus der deutschen Heimat geschickt werden. „Wie ist es nur möglich, daß in diesen Paketen iminer noch so viel gute Sachen ent* halten sind!" fragt sich der Franzose. „Sollte man uns die Hungersrwt in Deutschland nur vorgelogen haben?" Nicht tveir entfernt von dieser Kaserne erhebt sich das Lager der Briten, wo es von farbigen und weißen Engländern wimmelt! ^ , “I ® in * Runenfund in Irland. Zu Kcklaloe in West- Irland ist kürzlich- ein interessanter Runenfund gemacht worden Tie Stadt Mlaloe, die nordwestlich von Limerick belegen ist besitzt eine merkwürdige, altehrwürdige Kirche mit schönem roina- nischen Rundportal. Die Gegend, in der sie liegt, ist in den ersten Jahrzehnten des 9. Jalchhimderts ein Haüptstiitzpunkt der Wikinger gewesen, deren beutelustige Scharen immer wieder den Limeruk- Fjord hinauffuhren und tief in§ Land eindrangen. Tie aufge- ffmdene In schüft ist in einen Stein in der Kirchenmauer ein ge- hauen,^ der, wie ans seiner Form' zu erkennen ist, früher einmal Teil emes größeren Steinkreuzes gewesen sein Muß. Der Wortlaut der Runen ist: „TEURKRIM RISTI KRUS THINA“ — das heißt zu deutsch: „Thorgrim' errichtete (im heutigen Mrwegisch - „r^ste") dies Kreuz." Obgleich unvollständig, ist die Inschrift doch auch in dieser Gestalt geschichtlich lwnterkenswert, weil sie nämlich das einzige uns bekannte Zeugnis ist, das mät voller Sick-erhett einem! zum Chrijtentume übergetretenen Norweger in Irland zugeschrieben werden kann. Merkwürdig ist, daß sich dieser Fund gerade in der Kirche zu Mlaloe gefunden hat, das zuin Bc'sitze eines erbitterten Willngeneindes gehört hat. Das toar Wian Borives, der zu Cena ^fl JSora, das die nordischen Sagen Kuniattaborg nennen, seine Residenz hatte. Bisher war mcr eine einzige Runen- rnschrlft aus Irland» bekannt gewesen, nämlich eine Bwnzeplatte aus Liouth, auf der zu lesen st«ht: „DOMNALA SUERTH THETA", was bedeutet: „Duffral besitzt £ 5 ?^ rfür die Geschichte und die Wanderungen der Rlmenjchrift dürfte der neue Runenfund von Bedeuttmg.sein. . —- Generalmusikdirektor Steinbach f. Gestern ist m München Generalmusikdirektor Fritz Steinbach eineni alten Herz- lechen erlegen. Er mar 1855 in Giünfeld «pboren und machte sich 11886 als Dirigem der Meininger Hofkapelle, mit der er mrmer erfÄgveick in den Städten konzertierte, bekannt. 1902 kam Steinbach nach Wln. Hier war er Retter des Konscrvattniunis mtb der^bekannten Gürzemch.Konzerte. 1914 schied er aus diesem Amt. Steinbach war ein vielgeschätzter Künstler, dessen gesunde, männliche Art hmner geffel. Er hing in dieser Richttmg mit Mai- Fiedler, Hans Richter zusammen und brachte hrsbesoardcwe B- l' :\*• Beethovensche und Brähmssch' MM vorzüglich zum Ausdruck Hauptsächlich galt er als ein tüchtiger BnchptK-Dirigent Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Abgabe der Sdeuererllärungen für das Steuer jahr 1917. A. S taatssteuer-Veranlagung. Nach Artikel 20 des Einkommensteuergesetzes vom 12. August 1899 hat' jeder Steuerpflichtige, der ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mark oder mehr besitzt, über den Jahresbetrag seines Einkommens und der etwa zum Zlbzug geeigrceten Lasten eine schriftliche Erklärung abzugeben. Von der Abgabe dieser Einkommenssteuererklärung ist nach Art. 21 des genannten Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Mfforderung des Vorsitzenden der Veranlagungskom- mission ergeht, derjenige Steuerpflichtige befreit, welcher im un mittelbar voraus gegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommen flauer 1. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und mehr) veranlagt lvar, auch inztoischen seinen Wohnsitz nicht gewsckffelt und keine Einkontmensverbessung erfahren hat, die seine Versetzung in eine höhere Klasse bringt. Nach Art. 2 Abs. 3, Art. 15 und 21 Abs. 1 des Einkommen flcuergesetzes sind die Vorstände der nach Art. 2 der Einkommensteuer unterworfenen Gesellschaften usw. verpflichtet, über deren E i n kon eme n alljährlich vollständigen Aufschluß zu erteilen Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus "JTEtien usw. der untenstehenden, mit einem Teil ihres Einkommens schon für sich der Einkommensteuer in Hessen unterliegenden Gesellschaften beziehen, dürfen die Einkommenbezüge aus diesen Aktien usw. nicht mit dem vollen Betrag, mit dem sie als Einkommen unter I Ord.-Nr. 9 der Steuererklärung aufzuführen sind, sondern nur mit den nach den unten verzeichneteir Prozentsätzen zu berechnenden Beträten urrter II Ord.-Nr. 1 der Erklärung in Abzug bringen. Nach Artikel 19 des Vermögens steuergesetzes vom 12. Ajuguft 1899 hat jeder von der Kommission für die Einkommensteuer erster Llbteilung zu veranlagende, ein jährliches Einkommen von .2600 Mk. und mehr besitzende Betriebsunternehmer (Personen, die Land- und Forstwirtschaft oder ein Gewerbe betreiben), der zum ersten Male mit Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt wird, eine schriftliche Erklärung über das int land- und fmwirtschaftlichen oder gewerblichen Unternehmen r*erwendete Anlage- und Betriebskapital und die es lielastenden Schulden ak^ugebcn. Weiter ist nach Arti^l 25 desselben Gesetzes ^eder, dessen sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen usw.) nach Abzug der daraus lastenden Schulden einen Wert von 3000 Mk. und mehr hat, bei seiner erstmaligen Veranlagung zur Vermögeus- itcuer zur Mgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vermögen verpflichtet. L. GcMek^rdesteuer-Beranlagung. Nach Art. 15 des Genieindeumlagengesetzes vom 8. Juli 1911 sind diejenigen Personen, deren Anlage- und Betriebskapital mindestens 3000 Mk. beträgt, verpflichtet, bei ihrer erstmaligen Veranlagung zur Gemeindsgewerbesteuer eine Erklärung 'über das Anlage- und Betriebskapital abzugeben. Ferner hat xusvlge Art. 44 jeder Pflichtige, dessen Kapitalvermögen mindestens 3000 Mk. beträgt, bei seiner erstmaligen Veranlagung zur Gemeindekapitalsteuer eine. Erklärung über sein Kapitalvermögen cinzkrreichen. Hat sich das Kapitalvermögen gegen den bereits zur Steuer veranlagten Betrag um mehr als 3000 Mk. erhöht, fb ist von dem Pflichtigen eine neue Erklärung über sein Kapitalvermögen abzugeben. Diejenigen Steuerpflichtigen. welche Aktien oder Geschäftsanteile jeder Art der untenstehenden, mit einem Teil ihres Anlage- und Betriebskapitals in hessischen Gemeinden zur Gewerbesteuer veranlagten Gesellschaften usw. besitzen, dürfen diese Aktien oder Geschäftsanteile nicht mit denr vollen Betrag, mit dem sie als Vermögen luntey Biss. 4 der Angaben über das Kapitalvermögen aufzufichven sind, sondern nur mit 'den nach den unten an-> ?egÄ»enen Prozentsätzen zu berechnenden Beträgen wieder in Abzug ^§i denjenigen Fällen, in denen bereits nach den für die Staatsstsuer geltenden Grundsätzen die Pflicht zur Abgabe einer Erklärung über das Anlc^e- und Betriebskapital oder über das .Kapitalvermögen besteht, ist eine besondere Erklärung für die Veranlagung desselben Vermögens zu den Gememdeumlagen nicht mehr abzugcben. 1 Soweit Ein kommen zu den Gememdeumlagen, nicht aber gleichseitig zur Staatssteuer heranzuziehen ist, -gelten d« Vorschris- ren für die Abgabe von Erklärungen zur Staatssteuer sinngemäß für Erklärungen über mrr gemeindesteuerpflichtiges Einkommen. 6. Gemeinsame Vorschriften. Tie noch Vochkehendem erforderlichen Staats- oder Gemeinde- steuererklärungen sind abzugeben: 1. für Minderjährige, Abwesende sowie für Personen, die aus anderen Gründen unter Vormundschaft oder Pflegschaft gestellt sind, von deren gesetzlichen Vertretern; 2. für juristische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften und sonstige juristische Personen, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, van den gesetzlichen oder bestellten Vorständen oder Verwaltern; , 3. in allen anderen Mlen von dem Steuerpflichtigen selbst und zwar hinsichtlich des gesamten eigenen wie des Ern- tommens und Vermögens seiner nicht selbständig besteuerten dingehörigen, bewert sie nach Artikel 5 des Einkommensteuergesetzes, Artikel 10 des Vermligenssteuergesetzes und Artikel 46 des Genreindeumlagengesetzes bei der Besteuerung mit ihm als eine Person anzuseheu sind. Zu diesen Erklärungen sind die vom Gvoßh. Ministerium der Finanzen festgesetzten und von den Bürgermeistereien zu beziehenden Formulare zu verwenden: sie sind je nach der Wahl des Verpflichteten offen oder verschlossen 1. in den Landgemeinden der Finanzämter Butzbach, Gießen, Grünberg und Hungen spätestens bis 15. September, 2. in den Städteiz., Butzbach, Gießen und Grimberg spätestens bis zum 1. Oktober ds. Js., unmittelbar bei dem Finanzamt oder bei der — zur Weitergabe an das Finanzamt verpflichteten — Bürgermeisterei abzuliefern, ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Llufforderung abzuwarten hätte. Tic Einsendung der Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des 2lbsenders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefs. Unter Bezugnahme auf die obigen Mitteilungen fordern wir die zur Abgabe von Steuererklärungen VerpflichtctenhierMit auf, ihre Erklärungen bei Meldung der gesetzlichem Nachteile und der verwirkten Strafen (Hinterziehungs- strafeuin Hö.hedes 4 bis 20fachen Betragsder Hinterz vgenen Steuer, Ordnungsstrafen bis zu 100 Mark) biszu denangegebenen Zeitpunktenandie Bürgermeistereien oder unmittelbar an uns gelangen zu lassen. Ten Steuerpflichtigen, die nicht zur Abgabe von Steuererklärungen verpflichtet sind, bleibt die Abgabe freiwilliger Steuer-? erklärungen unbenommen. Tie Großh. Finanzämter sind im übrigen bereit, über etwaige Zweifel an den bekannten Amtstagen Auskunft zu erteilen. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 14. August 1916. Tie Vorsitzenden der Veranlagungskommissionen für die FinanzMnter Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, I. V.: Berres. FlatH. Wenzel. May. Verzeichnis der in Hessen mit einem Teil ihrer Heberschüsse zur EinkomUren- steuer und mit einem Teil ihres Anlage- und Betriebskapitals zur Gewerbesteuer veranlagten Gesellschaften usw. Ml gemeine Deutsche Kleinbahn-Aktiengesellschaft in Berlin Allgemeine Elsässische Bankgesellschaft in Straßburg Mlgemeine Versicherungsgesellschaft für See-, Fluß- und Oandtranchwrt in Dresden Badische Asscknrationsgesellschaft in Mannheim Badische Feuervcrsicherungsbank Karlsruhe Bank für Handel mrd Industrie in Darmstadt Baseler Versicherungsgesellschaft gegen Feuerschäden in Basel Bayerische Elektrizitätswerke München-Landshich Berlinische Feuer Versicherungsanstalt in Berlin Binding'schc Brcmercigeftllschast in Frankfurt am Main Biosonwerk Bensheim, G. m. b. H., in Frankfurt a. M. Bonner Bergwerks- und Hüttenperein-Zen«nt- sabrik in Oberkassel bei Bonn Brauerei Stern, A.-G. in Frankfurt-O) bervad Buderussche Eisenwerke in Wetzlar Chemische Fabrik Griesheim, Elektrvn-A.-G. zu Frankfurt a. M. Chemische Werke, vorm. H. «. >E. Albert, A.-G. zu Mainz-Kaste! Cluß. Aktienbrauerei Heilbrrmn Cölnische Glasversicherungsakticngesellschaft in Cöln Cölnische Lebensversicherungsgesellschaft „Con- cordia", Cöln Tampffchissahrtsgeseflschaft für den Nieder- Und Mittelrhein zu Düsseldorf Teutsche Kunstleoer-Ä.-G. in Kötitz Deutsche Vereinsbank zu Frankfurt a. M. Diskontogesellschaft zu Berlin Dyckerhoff und Söhne, G. M. b. $>., Portland- Zementiverke in Mainz-Kastel Filter- und brmi technische Maschinerrfabrik, dorm. L. A. Enzinger, Worms Frankfurter Lokalbahw-A.-G. zu Frankfurt a. M. Tie Ueberschüsse.unterliegen der Eiükvmmensdeuer mit den in dieser Rubrik angegebenen Prozenten. (Die Dividende ist also bei dem Einkommen des Besitzers abzugssährg mit den gleichen Prozenten.) 2 ) Das Auflage- und Betriebskapital ist in Gemeinden des Großherzogtums zur Gewcrbsteuer herangczogen mit den in dieser Rubrik angegebenen Poozenten. (Der Geschäftsanteil ist also an dem Kapitalvermögen W Besitzers abzugsfähig mit den gleichen Prozenten.) o/o 1 ) 0,7 °/o 2 ) 1,3 7,19 5,10 0,69 1,61 1,35 7,26 1,82 1,46 1,64 6,9 1,14 Ü4 0,93 1,74 1,09 3,330 0,691 45 21,48 12,93 1,8 10,6 1,55 3,4 12,1 23,9 27,8 48,32 21,19 1,15 1,07, 0,95 1,54 0,99 26.6 3.2 5.2 , 1,94 18,83 3.7 5,3 0,68 89,88 89,88 64,32 16,87 57,32 5.6 Frankfurter Vorort-Terraingcsellschaft, A.-G. „Friedrichl Wflhelm", Preußische Lebens-, und Oüarantieversicherung, A.-G. Berlin Goldschmidt Th., A.-G. Harloff, Adolf, G. M. b. H., Kassel, Kohlenhand- lung und Spedition in Gustavsbuvg Heddernheimer Kupferwerk und Süddeutsche Kabelwerke, A.-G. in Gustavsburg Hessische Kunstmühle A.-G. in Mannheim Hofbierbrauerei Dchöfftrhos und Frankfurter Bürgerbrcmerei Ho fb van Haus Hanau, vorm. G. Ph. Nicolay, A.-G. zu Hanau Kaisers Kaffeegeschäft Viersen Kempsflche Brauerei, A.-G. Frankfurt a. M. Kunstledersabriken 5barl Bockhacker, G.m. b. H. in Gummersbach Landgräfl. Hess, konzessionierte Landesbank, A.-G. zu Homburg v. d. H. Mainzer Aktienbrauerei Mannheim - Bremer Petroleum - Aktien - Gesellschaft zu Mannheim Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, A.-G., Werk Gustavsburg Mitteldeutsch e Hartsteinindustrie A.-G. zu Frankfurt a. M. Mitteldeutsche Kreditbank Niederländische Dampfschiff-Rhederei Rotterdam North British Mercantil Insurance Compagnie Feuerversicherimg Berlin Oberrheinische Eisenbahngeftllschast in Mannheim Odenwälder Hartstein-Jndustrie A.-G. Oelsabrik Gvoß-Gerau-BreMen A.-G. „Olex", Petvoleum-Gesellschuft m. b. H. Berlin Pfälzische Bank, LudlvigsHafen Portland-Zementwerke Heidelberg und Mannheim A.-G. M Weisenau Preußisch - Rl/einische TcrMpffchiffahrtsgesell schaff ä'u Köln Providentia, Frankfurter Bersicherungsgesell- sckxlft in Frankfurt a. M. Rheinische Petrolemn-Mtiengesellschaft Köln, Zweigniederlassung Mainz Rheinisckie Schiucker tgeftllschaft A -G Rbein- und Seeschiffahrtsgesellschaft in .Köln „Rhenus" Transportgesellschaft m. b. H. Röderbergbrauerei A-G- M Frankfurt a. M. „Salamander" G. m. b. H. in Berlin Schaffstädt H., G. m. b. H., Gießen Scheidhauer und Gießing zu Duisburg-Wanheimerort Schlesische Feuerversicherungsgesellschoft in Breslau Schrammsche Lack- Und Farben fabrikeri vorm. Christoph Schramm A.-G. zu Offenbach Julius Sichet & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien Spieß Joh. & Co., G. m. b. H., Gießen Spiritus-Zentrale ^Berlin, G. m. b. H. Stadeinnann, Friedrich, G. M. b. H. Offenbach am Main Stahl und Nölke A.-G. für Zündwarenfabrikation in Cassel, Werk Kvstheim Stellawerk A.-G. vorm Wfllisch & Co. Homberg a. Rh. Strauß, David jr. G. m. b. H., Zigarvenfabrik Au Kleirr-Steinheim Süddeutsche DiskontogesÄlschaft :A.°G. in Mann- heinv Süddeutsche EisenbahngeseNchaft Tietz Leonhard, A.-G. in Köln Vaterländische und Rhenania, Beremigte Vev- sicherungsgesellschaft, U-G. Beithwerke A.-G. in Sindbach Verein chemisck)er Fabriken zu Mannheim Verein für ck-emische Industrie zu ^Nuin^-MvM- bach - Vereinigte Kapselfabrik-m Nackenheim, Bayerbach Nachf., A.-G. in Nacken heim Vereinigte Kunstseidefabriken A.-G. in Frankfurt a. M. Bereinigte Malzfabriken G. m. b. H. Worms Vereinigte Spediteure und Schiffer. Rheinschrff- fahrtsgesellsck>aft m. b. H. zu Mannheim Vereinigte Strohstoffabriken in Dresden Bereinigte Ultramarinfabriken P.-G. vorm. Levcrkus, Zeltner Und Kons, in Köln „Viktoria", Mlgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in Berlin Württembergis che Trans po rtvecsichernngsgesell- schaff in Heilbrvnn Zimmer, Georg Karl, Chemische Fabriken, G. m b. H., Kastel-Amöneburg Zuckerfabrik Frankenthal Eine bauchdüune, bochfllänzende, durch Wasser und Schnee unzerstörbare WaÄSschicht bildet sich auf dem Schuhzeug bei Benützung von vr. Gentuer'S Oel-WachS-Lederputz Nigrin ' welche das Eindringen von Wasser verhindert, Wassercreme dagegen ist durch Wasser lösbar und färbt ab bet naher Witterung. Sofortige Lieferung auch vr. Gentner's Schuh- seit Trauolin und Universal-Trau - Lederfett. Heerführerplakate. Fabrikant- Carl Geutuer, ckem. Fabrik, Göpviugen, sWürttog.) >4984bv T reibriemen —— alle Horten — Saschiiieu’, lüotor • Oel, Cyliaüer-Oel, ISaschlaon- fett, PntEVolle, Summt- ecklftaehe, Asbest [3438D Neue Mainzer Straße 80 Frankfurt am Kain. lürstenwaren Türvorlagen Kämme Schwämme usw. emoüehlt in oeiter Qualität Wilb. Leichtweis, .. fl. _ S onneust rast e 18. Dame,Flüchtling aus Fraiit- reich erteilt sranz. Unter» richl. von Prleadorff, ^euen Bäue 22. [011216 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. 1. Die der Stadt Gießen überwiesenen Kartoffeln werden von den Kartoffelhändlern zu folgenden Preisen abgegeben; a) bei Menget: unter 25 Pfund für 7‘/t Psg das Pfund, b) bei Mengen von 25 Pfund und mehr für 7 Pfg. das Pfund. 2. Die Abgabe von Kartoffeln darf nur gegen Kartoffelmarken der Stadt Gießen die für die laufende oder die nächste folgende Woche gültig sind, erfolgen. 3. Die unter 1) angegebenen Preise sind nach der Marktlage zurzeib als angemessene Kartoffelpreise zu bezeichnen, das Fordern höherer Preise erscheint als übermäßige Preissteigerung, die strafrechtliche Versol- gung nach sich ziehen kann. ___ 58428 Nachstehende Bekanntmachung brffrge ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 11. August 1916. 58346 Der O berbürge rmeister, Keller. Beir.': Bekanntmachung über BrvigeLreide und Mehl aus bn Ernte 1916. Vom 29. Juni 1916. Gemäß jj 63 obengenannter Bekanntmachung (Kreis- blatt Nr. 80- bleiben die Besliurmjungen, die von den flinnmAiralverÜMiden oder Gemeinden auf Grund der Verordnung vom 25. Januar und "om 28. Juni 1915 über die Verbrauchsregelung getroffen sind, in Kraft, soweit sie nicht geändert oder ergänzt worden sind oder werderi. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen, soweit sie in Kraft bleiben, werden nach 8 57 genannter Verordnung bestraft, also mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark. Gießen, den 7. August 1916. Gooßl^rzoglickses Kreisamt Gießen. I. V.: Lang ermann. % 90,Q */o' 90,0 1,11 45,78 1,37 38,91 7,79 2,36 11,40 43,873 4,96 100,00 26,39 11,93 3.1 1,50 1.2 0,41 0,62 0,21 6.4 6,5 10,67 93,00 1,75 86,6 3,08 4,24 21,14 18,05 16,65 7.4 9.99 40,40 4,6 11,9 0,10 3,049 99,2 18,36 2,81 5,38 1,13 2,585 60,0 12,30 3.73 4,98? 26,62 31,06 12,54 18,3 5,93 7,49 9,07 6,30 15,03 1,27 1,64 60,9 f3,59 7,71 17,4 10,3 9.7 2,15 100 35,3 38,3 1,27. 1,31 96 96 26,15 66,4 1,54 58,6 55,0 55,Q 17,81 15,23 3,06Q 0,116 78,34 25,0 2,29 12,9 7,06 1,04 15,7 0,03 0,95 85,28 9,73 1^5 100 16,02 34,68 26,3 56,25 73,59 33,333 21,52 60,59k 100 12,57 34,496 9,44 38,15 8,76 5,40 1,72 1J1 1,86 1,95 33,33 6,77 8,01 3,47 Grummetgras-versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, den 19. August, Montag, den 21. August und Dienstag, den 2 2. August 1916 soll das OftmTnmetgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag, den 19. August, nachm. 4 Uhr an Ort rurd Stelle, bei der Aktienbrauerei, am Ohleberg- weg bei der Heyligenstäldt'schen Fabrik und in der Stephansmark. Zusammenkunft an der Schönen Aussicht. Montag, den 21. August a) vormitta gs 9 Uhr. Zusammenkunft am S ch l a ch t h o f von den Wiesen im Neustädtersckld und am Elektrizitätswerk. b) vormittags 10'/2 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wtw, Kaiser-Allee 4, von den Wiesen im Heegstrc^uch und im Rußland. 0 ) nachmittags 2 Uhr, im Philosophenwald, von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecker Tal, von den Hospitalwiesen in der (ÄemarkuNA Wieseck. ck) nachmittags 5 U hr, an Ort und Stelle von lden Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 2 2. August a) vormittags 9 Uhr: an Ort und Stelle voi^ den Ochsenwiessn, von den Wiesen im Stolzenmor- gen, am Utersbrunnen und Altentisch. b) nachmittags3V« Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Oxmarkung Rödgen. e) n a ch m i t t a g s 3 *L U & r: att Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Steigliebhaber, svelche die Wiejen zu besichtigen beabsichtigen, woUen sich an den städt. Wiesenwärter Bellof, Wolfstvaße 15, wnrdeu. Die Gwsch. Bürgermeistereien der, umliegendeir Gemeinde weiden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekmmtmachen zu lassem 58446 Der letzte diesjährige ö ffentli cbeJmpf- termin für die Erstimpflinge der Stadt Gießen wird nächsten Mittwoch, den 16. August, nachmittags von 4 bis 4 Vd (Pünktlich) in der Turnhalle detz Stadtmädchenschule, Sckflllerstraße 8. abgehaltem Wer den Dermin nicht benutzt, muß sein rmpfpflichtiges Kind auf eigene Kosten, impfen lassen. Geunvfte Kinder, welche zur Nachschau noch nicht vorgestellt worden sürd, miffsen bei Meidung von Strafe ebenfalls zu dem Termin gebracht werden. Gießen, den 10. August 1916. 57566 Der Oberbürgermeister. I.B.: Emmelins. Aus der Stiftung der Friedrich Textor Eheleute sind am 23. September l. Js. 240.—' Mk. Jahreszinsen in Gaben nicht unter 40.— Mk. an verschämte Arme, ohne An sehr.rg der Religion, zu vergeben. Meldungen ninrmt das Städtische Arnrenarnt, Äster- weg9, bis 31. August 1916 entgegen. 58336 Die Friedhöft sind in der Zeit vom *6. August 1916 bis 16. Oktober 1916 von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet._ 58436 Erdauffüllimgdarcheiten. Die Lieferung und Anfuhr von ca. 300 ebm gutem Auffüllgrund zur Herstellung einer Zufahrt von der .Hammsttraße nach dem Elektrizitätswerk soll vergeben werden. Angebotsformulare sind auf dem Ties bauamt erhältlich und sind mit entsprechender Auffchrist versehen bis! zum Samstag, dm 19. August 1916, vormittags 11 Uhr,