m. ( 8 r SVettes Blatt O 6 . Jahrgang Erscheint Ktzllch mir diuSnayme des Sonntags. Die „Giehenrr §«m!!ienh!Ltter" werden dem „Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das ..Xreisblatt für den Ureis Kietzen'' zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- frage«" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Keitog, !,. August M« Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchea Nniversitäts - Buch- und Steindrucke«! R. Lang e, Gießen, Schriitleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» ftraße?. Geschäftsstelle u.Berlag:^E51, Schrift- leitung: ^ 4 K 112 . Adresse für Drahtnachrichten.- Anzeiger Gießen. Kriegsbriefe aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsbericbterftatters. (Unberechtigter Nachdruck, Mich auszugsweise, verboten.) Die Schacht in Wolhynien. Armee Linsingen, den 9. August. Fast emr Woche lang waren die wütenden russischen Stürme ein« Ruhe der Erschöpfung gewichen. Es war nock) ein: standrgev Gesparmtsem an der Frmtt, ein Verschroben, Umgrupch««,dre Arttllerie kam nicht zur Ruhe, man wußte, daß nur ein Atemholen vor dem neuen Kampfe stattfand, aber die Lage hatte doch eine Woche lang den Sck^eiu des Stellungskrieges angenommen. Am 7 Aumcht fingen die Batterien Wied« Mi, zu schrnen, rm Atorgen- aralven des 8.'August setzten neue JnsantesieslüriM mft >er ganzen wolhynischen Front ein. Südwestlich von Luck der Zwinmeze wurde d« vorbrechende Angriff schon in lmserem Mtittmi^Sperrtzm« erstickt Im Raume von Szelwow hatten die Russen starke Kräfte massiert. Es gllaug den imM« erneut vorgetrrebenen Sturmkolo imen. einKudrrngen, ein GegAistoß wärs sie^ z-uruck. Vor der ftroTtt eines Regiments wurden 900 russische ^ote gezahlt, am oberen Stochod, bei Kieselin, gingen die Massen durch das von oen fristen Regengüssen fast unpassierbar gewordene SnMgelande vor. Stundenlang hätte die russische Artillerie tue fantscheu Stellungen bearbeitet, dann stürmlte die Jnfantene m sechs BMlen, Gruppen- kolonnen folgten. Die russischen Feldgendarme standen mtt Pett- fchen hinter den Stürmender, sie kamen bis zu dem Dato rns Wasser, die armen, tapf«err Mluschiks. arbeiteten ftch hoch und fielen in dem rasenden Sfarrfeii« der deutschen Mtrllerie, die eingeschossen war und jede Bodenfalte kannte Ten Rest sichelten die Maschinengewehre nieder, die Stürmer fameit nrcht brs an das Hrrü>ernis. Wvdlich d« Bahn Kvwel-Rowno enllvickelten sich die Infant errekämpffe am späten Rackj,mittag: südwestlich Kuchary grift die russische Garde in wiederholten Stürmen an. Mari soll der Garde 'gesagt fabelt, Man risse ihnen ihre Garfaabzeichm von der Uniform, wenn sie nickst durchkämen. Es ist möglich, es rst^aber auch gleich, womit Rußland seine geduldigen und tapferen L>ohne in den Eiscnfagel der deutschen Batterien treibt. Kowel wird den Russen einmal wie ein Ungeheuer erscheinen, cut entsetzlicher Name, der von Hekatomben tot« russischer Soldaten sfwicht. Südwestlich Kuchary bis Rudka-Mirynsra steigerten sich die Llngrisfe gegen Abend. Es gelang deti russischen Wellen, in die Gräben zu tommen. In far Nacht vom 8. zum 9. wurde die Garde wieder aus dem (ienommenen Grabentell südwestlich, Kuchary geworfen, die blutigen Verluste der Russen iM Bchonettkampf und im Artillerie-Sperrfeuer waren sehr schwer, ein Offizier, 141 Mann wurden von deutschen und österreickstschmngarischen Truppen gefangen, ein Maschinengewehr «beutet. Oestlich Mielnica tvaren sckion am Abend alle Angriffe unter allerschwersten Verlusten Msammengebro chm. Vor einem Regimentsabschnitt wurden hier 800 Tote gezählt. Mrdlich d« Bahn Kowel—Sarny stürmten die Sibiren. Das erste sibirische Korps, das schon einmal iw März bei Postawy die eiserne Hindenburg-Mauer kennerr gelernt hatte und daiin völlig neu ausgefüllt werden Mußte, grift durch den Sumpf bei Zarecze und Stobychwa taps« an. Ter erste Angriff «folgte am LLbcnd, nach 8 Uhr, zwischen Zarecze und far Sanddüne von Zarecze auf einer Front von nur IV» Kilometer, bei zunehmend« Dunkelheit verbreiterte sich die ^lngrisfslfvont, und von Smolary bis Bol-Obzt)r tobte bald ein «bitterter Kampf. Nur am Zentrum der Sanddüne konnten die Stürmer Fuß fassen. Um 4 Uhr morgens wurde der 6. russische Dngrift abgeschlagen. Die Verluste des sibirischen Korps waren wieder ungewöhnlich^ Es klingt iMnter in den gleichen Worten von den kamst glaublich schweren russischen Verlusten, die hoch scheinbar das russische Menschenmieer nicht ausschöpfen. Es kam ein« in den letzten Kämpfen durch die Linien; er war nwnate- lang bei den russischen Truppen gewesen. Ein schirisches Regiment hatte noch 300 Mann Bestand gehabt nach den Stürmen von einer Wock-e, eine andere Kompagnie 34 Leute. Hinter der Front stehen die Rekrutendepots. Was vorn die Kanonen fressen, schiebt Rußland nach. Wie lange? Sie fragen nicht, klagen auch nicht, die Muschiks. Sie gehen ganz gut zuM Sturm. Vielleicht werden sie nur verwundet und haben dann Ruhe für einige Zeit, vielleicht auch fallen sie und haben dann Ruhe für iMm«. „Was sagen sie zur Zukunft?" Nichts. Sie essen ihr Brot, dulden Strapazen Mid Entbehrungen mit fast gleichgültigem Sinn, sind kräftig und geduldig. Tie Offizi«e sind streng, eine ganze Konrpagnie wurde gsohrseigt von ihrem Rottenführ«, weil sie nicht richtig da stand. 9hir bei dm älteren llnterosftzieven hört Man zuweilen die Worte: Nach dem Krieg geben wir Misere Gewehre nicht ab, «st sollen dte Toutsch>en, die Deutschen in Rußland, die für alle Niederträchtigkeiten d« Intendantur alsl Sündenböcke gemailt w«den —, daran glauben, dann die Offiziere, alle. IM Lazarett sagte der Pope: „Meine Kind«, es steht gut um den Krieg." „Ja, für deinesgleichen," schrien die Vernmudeten, und ein Feuerwerker aus -Sewastopol prügelte den. Priester aus deM Saal. Tumpf, taps« Mid furchtsam rennen sie an, die „kleinen grauen Tiere", tere ste sich selber nennen, die Leichenhügel frißt d« wolhyirische SuMpf, der neue Ersatz stürmt. .. Deutsche Stämme, Oesterreich«, Ungarn, Polen halten die Mau«. Es ist erschütternd, ihren Widerstand zu sehen, ihre Stärke, ihre Güte, ihre Leiden, ihren Kampsstolz. lieb« die Riesen front sehen stählern die Feldherrnaugen Hindenburgs. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatt«. . . Die mexikanische Frage. Amsterdam, 10. Mrg. (WTB.) Nach einem hiesigen Blatt meldet der Washingtoner Korrespondent der „Times", daß Wilson Carran'zas Vorschlag, eine gemischte Kommission auszustellen, um die mexikanische Frage zu erledigen, angenommen habe. Krtegsbrlefe aus dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten^' Schwere Angriffstage. Großes Hauptquartier, den 9. August Vorgestern und gestern zeigte sich der Feind längs der ganzen Westfront äußerst tätig. An oer Dpernfront unternahmen wir einen erfolgreichen Gasangriff. An der Somme griff der Feind an vielen Stellen gleichzeitig an. So entstanden heftige Kämpfe bei Guillemvnt, bei Maurepas, in der Gegend von Clery, zwischen Tiepvcll und der Somme, beim Foureaux-Walde und bei Pozieres. Nirgends konnte der Feind einen entscheidenden Schritt vorwärts tun. An einigen Punkten gelang es seinen starken Kräften, in unsere Stellungen einzudringen, doch wurde er alsbald wieder daraus geworfen. Nur bei Clery und Pozieres ist der Kampf gegen die in das Dorf eingedrungenen Franzosen iroch im Gange und hat bereits dazu geführt, sie aus dem größeren Teile der von ihnen gewonnenen Gräben wieder hinauszudrängen. Restlos zurückgewiesen worden sind die starken französischen Angriffe an der Verdun-Front, tvv sie beim Berglvalde und beim Fuminwalde, südlich von Fleury und bei Lausfee mit bedeutenden Kräften und bei Dhiaumont dreimal hartnäckig angriffen. In der Champagne begnügten sie sich mit Feuerübersällen. Die beiden Kampfestage an der Somme und an der Verdun-Front gehören zu den heißesten des Krieges. W. S ch eat e r m a n n, Kriegsberichter statter. Aus Heften. rb. Darmstadt, 10. Aug. Die Zweite Kammer wird für ihre voraussichtlich am 12. September beginnende Spatsommertagung eine große Anzahl von Beratungs- gegenständen ju erledigen haben. Den wichtigsten Gesetzentwurf, der sre beschäftigen wird, blldet die Vorlage über die Verlängerung der Landtagswahlmandate, in welcher dre Regierung, wie schon berichtet, nicht nur die Fortdauer der Gültigkeit der schon im Herbst 1914 abgelaufenen Mandate um ein weiteres Jahr beantragt, sondern gleichzeitig den Vorschlag macht, die iNandatsdauer der andern .Hälfte der Kammermitglieder, die im Jahre 1911 zum ersten Male auf Grund des neuen Wahlgesetzes in direkter Wahl gewählt wurden, und deren Mandat im Herbst 1917 ablaufen würde, um weitere drei Jahre (also bis 1920) zu verlängern Der Kriegs-(Wirffchasis-)Aus'schuß und der Finanzausschuß werden übrigens am 24. und 25. August wieder zu mehreren Sitzungen zusmnmeirtreten, um alte noch unerledigten Beratungsgegenstände für die Ptenarverhand- lungen der Kammer fertigznstellen. Wann der Gesetz- gebungsausschuß zur Beratung der varerwähnten Wahlvorlage Zusammentritt, ist noch' nicht bestimmt. AivchlZche NachrrchLetu Israetttifche Rellgionsgemeinde. NotteSdienst in der Shnaaoge (Süd-Anlage). S a in s t a a , den 12. August 1916: Vorabend: 8.30 Uhr. — Morgens: 8.30 Uhr. — Predigt. —AbendS: 9.05 und 9.40 Uhr. Srrarlitische ReligisnrgefMchsft. S a b b a t \ e i e c am 12. August 1916: Freitag abend 7.50 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. — — Nachm. 4.0!) Uhr. — Sabbatausgang 9.40 Uhr. — Wochengottesdienst morgens 6.30, abends 8.00 Uhr. Märkte. fc. Wiesbaden, 10. Aug. Heu- und Strohmarkt. Mau notierte: Heu, ueues, 5.00-6.50 Mk., Stroh altes 5.80 bis 0.09 Mk. Alles für 100 Kilo. Witterungsbericht. (O e f f e n t l i ch e r Wetterdienst.) r . Gießen, den 8. August ll)16. Auch diese B«ichtswoche — 2. August bis 8. August — war durch gutes Erntewett« charakterisiert. Das etwas kühlere Wett« war insofern für den Landwirt günstig, als die Reife sich etwas langsamer vollzog; in d« vorigen Woche begannen nämlich bei d« -großen Hitze sämllick>e Geteeidcarteii so schnell zu reifen, daß es dem Laiidwirt umnöglich Aresen wäre, die einzelnen Fruchtarten lede rn ihrem richtiaen Reisestadrum einzubringen. Am Anfang dieser Berichtswoche lagen wir zwar in einem Hochdruckgebiet: von Nordwesten drang jedoch eine starke Depression ostwärts vor, die sich bis Freitag, den 4. August noch weiter verstärkte und im Norden von urrs wert« südöstlich nach Rußland hin abzog. Aus d« Grenze zwischen diesem nordöstlichen Tiefdruckgebiet und dem wesllichen hohen Druck herrschtear bei uns heftige Winde aus nördlichen Richtungen, die uns Bewölkung — zeitweise auch geringe Niederschläge — ünd starke Abkühlung, besoiiders bei Nacht, brachten. Während nämlich das Temp«aturmaximum in Gießm am Mittwoch, den 2. August -s- 27 o betrug, sank es nach dem Eiide der Woche zu bis auf st- 18 0, das Temp«aturMinimum von -j- 13 o sogar bis aus ~p / und dementsprecheird das Temperaturtagesmittel von >21 o auf ungefähr + 15°. Auch heute ist die Wetterlage rm allgemeinen dieselbe, wie am Anfang d« Bmichtswoche. Im Westen lagert hoher Druck, während inr Olten die Depression weiter nach Ru Wand hin abzieht. Auf d« Rückseite dieses abziehenden Tiefdruckgebiets gleicht sich über Deutschland hin d« hohe Druck inrm« mehr aus, so daß die Winde an Stärke ab nehmen, und die Tenipevv turen bei abnehmend« Bewölkung wenigstens bei Tage wiefar zu steigen beginnen. Meteorologische veobachtungen der Station Gietzen. Sonnenschest» Regen Höchste Temperatur am 9. bis 10. August 1916: -ft 86,1 0 C. ‘ " 1916: -ft 8,9-0. Aug. 1916 »-» I o — 1" O .« O s -- 3Z c « o w 3.05 o Tl ä 'S I 'S JO c s -a c Ä «poi C«; 2fi SJ -LB 1^1 10. 8- 26,0 9.8 89 1 10. 9" — 20,7 12,9 71 — _ 5 11. 7« 17,4 13,4 90 10 Wetter Niedrigste Niederschlag 0,7 mm. 9. 10 . Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 11. August: 17- R. war montenegrinische Prinzessinnen erzählen. Zu fan Insassen des hübschen Reiiaissmice-Schlosses Merignac bei Bordeaux, das gegemvärttg die landflüchttge Königsfamilie von Monterregro beh«b«gt, gehören auch die beiden jmrgsten Töchl« Nikitas, die Prinzessinnen Lenia Und Vera, mit denen eine am«i- kauische Journalistin, Fräulein Cfatarine D. Groth, unlängst eine Uiit«haltting hatte. Beide Prinzessiirnen werden als ungewöhnlich« hübsch geschildert; es sind südländische Erscheinungen, jedoch mit broßen dunßslblauen Augen; ihr ganz« Typus eriiinert an den ihr« Schwester, d« Königin von Italien. Prinzessin Vera soll nicht weiiiger als neun Sprachen beh«rscheii, während Prinzessin Denia, die ältere d« beiden, nach deml Miister ihres Vaters literarisch tätig ist, doch hat noch keines ihrer Erzeugnisse das Licht d« Oeffentlichkeit «blickt. Es läßt sich begreifen, daß die beiden Prinzessinnen in der Unterhaltung mit ihrem amerikanischen Besuche, über die in „Politiken" ein B«icht erschieneti ist, d« >Trau« über ihr Schicksal Ausdruck gaben. Prinzessin Dcnia bezeillntete es als fürcht«lich, daß sie ihr Land .hätten v«lassen müssen, „ab« es wäre unserent Lande irur zum Schaden gewesen, wenn wir gebliebeii, und von den Oesterveichern gefangen genant men und als Kriegstrvplhäcn (!) nach, Wien gebracht worden ivären." Das Interessanteste, was die Unterhaltung bot, war die Schilderung der Flucht der mvntenegrinischen Wnigsscrmitie, die die Prinzessinnen Fräulein Gvoth eiitwarsen. Prinzeß V«a beschrieb ausführlich^ jenen Morgen, da sie mrs ihrem Fenster aus dem! Schloß in Cetinje nach dem voir den Oesterreichern beschossenen Lowtschen hinblickten. Tie Montenegrin« hatten zwar keine schweren Kanonen, doch der Lowtschen hielt sich. Sein Steilabfall nach her Festung hin war wit Schnee bedeckt und glänzte in un- b«ührteirtz.Weiß. Mit einem Male sah sie auf dies« weißen Fläche einen schwarzen Punkt. Sie griff zum Glase — es war der Feind! So y/ar denn d« Lawtsckien gefallen und der Weg jwdji Cetinje war offen. Ta mußten sie sehen fortzukommen, und es war keine Zeit mehr, um an das Reisegepäck zu denken. T« Augenblick drängte. Die Wnigirt war krank und mußte getragen rverden, der König ntiüde und verbrauchit. Es wür her sM« so viel be- spwchene achttägige WaffeirsMstand, der eS, woraus die Prinzessinnen kein Hehl ntachien, den Angehörigen des montenelrrinischen Königshauses erlaubte, sich nach Skutari und weiterhin nach Dalorm zu retten, )w der italienische Kreuzer sie abholen sollte. „Auf der ganzen Reise wurden wir von Fliegern p«folgt; die Bomben sieten rund uin uns, und iiirablässtg donnerten die Ka- mmen von der Küste in die F«ne. Während die Königür auf den Kreuzer überführt tvurde, explodierte eine Bombe so nabe, daß sie ganz Mit Wasser bespritzt toiurde. „Hätte ste mich bloß getroffen und alles wäre vorbei," so weinte Meine Mutter — dermaßen traurig und kummervoll sah alles aus. ,,T« König, so schlössen die Prinzessmiieli ihre Erzähluiig, Verließ dann Skutari erst eine Woche später als seine Frau mtb Töchter, und nur ztvei Stunden bevor «die Oesterreicher cinrückten. Es hing nur an einem Haare,, daß er gefangen genomnten wurde. Prinzessinnen Xenia urid Vera erllärteii, daß sie sich im Schlosse Meriguae wohl und heimisch fühleii und daß die Bevölkerung sich zu ihnen sehr nett benehme — ab« freilich., der Gedanke an ihr Land, an sein Schicksal imd an« die vielen Freunde, von denen ste so lange nichts Mehr gehört haben, verläßt sie keinen Augenblick. — Bismarck Und der Berliner Kurfürsten dämm: nach einer neuen BisMiarck-Urkunde. Es ist bekannt, daß der jetzt so viel gencnrnte Kurfürstendamm, die Hauptader des rreuen Berliner Westens, als eine Schöpfung Bismarcks auzusehen ist, d« die Bedeutung der Herstellung dies« immittelbaren Verbindung ztvischen dem Westen B«lins und dem Gnmcwald mit weitem Blicke .vvrausgcsehen und für die H«- stellung dieser Straß-enanlage mit allem Nachdrucke sich eingesetzt hat. Pvschmg« hat eine Reihe von Densichriften und Eingaben« Bismarcks üb« die Angelegenheit veröffentlicht: in seinent Nachlasse hat sich jedoch noch Weiteres Material geftmden, das iM nächsten Hefte der „Grenzboten" zur Veröffeiitlichunq gelangt und woraus hervvrgeht, daß das Jitt«esse Bisrnarcks für diese bedeutende stadtbauliche Frage iwch weiter zurückreicht, als bish« bekannt war. Bisniarcks Anteil an der Angelegenheit wurzelte bekanntlich in seinen ganz persönlichen.Erfahruirgen: er hatte bei seinen gewohnten Morgeuspazterritten den Mangel der Reichshauptstadt an guten Reitwegen immer Wied« kenn« zu lernen^ Gelegeiiheit, und aus dieseii Erfahrungen ist sein bisher unbekannter Bericht an König Wilhelm vom 18. Mai 18ü8 hervvrge- gangen, der Ivohl das erste Zeugnis für Bismarcks Interesse an den,B«lin« StadtbaufvagkNi darstEt. Die i?teußernNg«i BisMarcks lauten: „Meinein Dafürfalten nach wären folgende neue Reitlvefa besonders umnschenswert: 1. Längs d« Promenade an der Ticr- gartcnistraße von der Bellevuefdnrße bis MM Hofftiger. Es dürfte hierbei wohl kaum nötig sein, gute Bäume zu opfern, da dieselben gewandten Reitern kein Hindernis bieteir. 2. Ein Reitweg durch die svgenannten neuen Anlagm jeuseits Bellevue bis zum Schifs- sahrtskanal, da bish« d« T«l des Ttergartens zuHchen Bellevue, dem Charlotteuburg« Chaufseefause und dem Ächisfafatskanal nicht einmal längs der Cfarlottenburg« EHMrssee einen durchgehenden Reitweg enthält. 3. Eine direktme Verbindung zwischen dem Ti «garten irnd dem Grunewald, in der B«längcrung des Kurfürstendammes direkt nach dem Walde und durch Anlage eines teilweise vorhcuideneu Wegs vvM Knie in Charlottenburg südlich von Cfarlottenburg nach Witzleben, resp. dem Uuterförster. T« Kurfurstendamrii führt bisher irur bis zum Cfarlvttenburg-Wil- mersdorf« Wege und ist der einzige weiche Weg dahin." <. 2ahre 1868. Seitdem hat Bismarck aii dem Gedanken des Llusbaues des KurfürftendamMes zähe festgchalten J'ml Anfänge der siebziger Jahre ist er in den Kampf um den Platt «ngetreten, den Grunewald als „Ausfallstraße" großen Stiles ; sein Gegner hierbei war die Kurzsichtigkeit und Schw«- falltgkett d« Birremikratte. Der Widerstand, aus den « stieß war w scharf, daß « seine Wünsche eist in den achtziger Jahren, in V«brndung mit dem Plane der Begriinduug der Kolonie Grüne- Durchsetzen konnte. So durfte er mit vollem Rechte sagen' „Den KursürstendaMm Und die Villcnkolonie Grunewald, die damit zaisammenhängt, habe ich ganz allein durchgekämpft. Ich kann wohl sagen, daß mir in dies« Sache mehr Schwierigkeiten bereitet wurden, als es durch sämtliche Diplomaten Envopas je geschehen ist." , . ^iebermänn als Kopist. Im neuesten Hefte der bei Vrpno Casstr« tn B«ltn erscheinenden DLonatsschrift „Kunst irnd Künstl«" macht Max Liebermanns Biograph, Erich Hancke. mtevessante Mitteilungen über die Tätigkeit des Klinsllers als Kopist. Sie lreziefai sich auf Kopien von Frans Halch die Lieber- K^nn angeferttgt hat. Frrnrs Hals ist neben Reurbrandt d« Meister, dem Ltebermann seine fachste Verehrung widmet, und besonders ivurte er iM Jahre 1875, als er mit sich, uneins und einigermaßen entmutigt aus Paris nach Holland käm, durch die Toelenstücke des HaarleUter Meisters über.ms mmlftig augezogen. Damals salid er in Frans Hals „den Meister, dessen Köitneil jedes andere in den hatten stellt, den Anreger, der- ihm den Wcxt tveiseu konnte, den er zu gehen hatte" : UM sich dieser Mn st nach Möglichkeit zu beMächlttgen, begann « mit großem Eiftr nach den Therk« des Meisters zu kopieren. Heute ist von den Kopien, deren Anzahl sehr groß gewesetr sein Muß, mrr das crhalterr, was Liefarmanii selbst oder seine Vertvandten ausbewafat haben. LiÄxrmann fat keines der Bild« im ganzen kopiert, sondern nur einzelne Stücke, die ihm besonders geftelen. In seinem künstlerischen Säwften ist der unmittelbare Eiilfluß dieser Kopien von der „.Meinten der stütze' bis zu „Jesus unter den Schristgelehrten" deutlich lvalirzunelnueu, und noch jetzt wirft Liebennatui öft«s aut die Frans .Hals-Kopien in sein« W«kstatt einen Blick oder stellt sie gar neben feine Arbeit, loic um sich zu vergeimss«n, ob er auf denr rechten Wog ser^ s-hr wichtig! Alphabetisch geordnete Liste der waren die ohne Bezugsschein in hiesigen Geschäften gekauft werden können. *. SJrmbfafter (Schweißblätter). ■flHStufhingsgcge-nftättbe für Militär, nicht Pulswärmer, Leibbinden, Lungen- und ' Kopfschützer. ^ >Vadetlicher für Säuglinge (bis 100/130 cm). DLffchen und ähnliches. Wnder. Baumwollene, bedruckte Kleiderstoffe über Mb. 2.— bei 90 cm Breite. Baumwollene gewebte und einfarbige Kleider- und Schürzenstoffe über Mk. 3.— bei 90 cm Breite. 'SBemfckider für Darrten über Mk. 5.—. Beinkleider für Herren über Mb. 18.—. Bekleidung und Wäsche für Säuglinge. Bekleidungsstücke. ganz aus Spitzen. Umsatz für Uniformen. Besätze für Kleider (Borden, Spitzen, Gimpen, Bänder, Tressen usw.). Besatzstickereien. Betten, ferttg., u. Mattatzen (nur mit Füllung). Vettüberdecken (Bettdecken). Binden für Damen und Verbandstoffe. Blumen, künstliche. Burschen- und Knabengarderobe, siehe Herrengarderobe. Blusen, woll. u. wollgemischte, üb. Mb. 15.—. Blusen aus Waschstoffen über Mk. 12.—. Blusen aus Seide. IBlusen aus Halbseide. ^ Brautschleier. ^ Tanevos und glatte Kongreßstoffe. Towsmatten, -Läufer und -Teppiche. Gombination, s. unter ,,Hemd". D. ^Damenbeinkleider über Mk. 5.—. Mrmenbinden und Verbandstoffe. Damenbekleidung, fertige, auch aus Velvet. Me Artikel der fertigen Damenmäntel- und Mädchenmäntel-, Damenkleider- und Mädchenkleider-, Damenblusen- und Mädchenblusenkonfektion, sofern sie am 6. Juni 1916 fertiggestellt waren und sich im Besitze der Kleinhändler befinden, oder sofern deren Kleinhandelspreis für einen Damenmantel für ein Jackenkleid . für ein Waschkleid . für eine wollene Bluse für eine Waschbluse für ein. wollen. Morgenrock f. ein. Waschstoffmorgenrock f. ein garniertes woll. Kleid für einen Kleiderrock übersteigt. Fertige Damenwäsche Mk. 60.— 80.— 40.— 15.— 12 — 30 — 20 .— 100 .— 25.— aus Webstoffen, sofern der Kleinhandelspreis Mk. 6.50 10 .— 5.— 5.— 10 .— 12 .— 10 .— 5.— für ein Damenhemd für ein Damennachthemd für ein Damenbeinkleid für eine Untertaille für einen Frisiermantel für einen Waschunterrock für eine Morgenjacke für eine Uachtjacke übersteigt. Damensttümpfe, baumwoll. u. Florsttümpfe uttter 750 § Gewicht per Dutzend paar. Damensttümpfe, durchbrochene; hier ist die Grenze in jedem Lall 50 g weniger im ' Gewicht per Dutzend paar. Damensttümpfe, seidene und halbseidene. Damentaschen, auch wenn Web-, Wirk- und Strickwaren mit verwandt sind. Daunendecken. g Erstlingswäsche und -bekleibung. 'Einsätze für Herrenhemden. Einsätze aus Spitzen, Tüll usw. zur Garnierung für Damenbekleidung. S. Lestons (Wäschestickereien). ^Filz, alle Waren aus. Llorsttümpfe u. baumwoll., s.Damensttümpfe. Fracks, fertige. Fransen. Frisiermäntel über Mk. 10.—. B. Gamaschen, gewickelt. Gardinen aus Tüll, meterweise. Gardinen und Vorhänge, abgepaßte. .Gehrock über Mk. 47.—. Gehrockanzüge über Mk. 75.—. 'Gobelins und Gobelinstoffe. Gummimäntel und Gummibadeartikel und Ersatzgummi. Gummiunterlage für Säuglinge. H. Halbleinene und reinleinene Stoffe über Mk. 3— per Meter bei 80 cm Breite. Halbseide sowie daraus angefertigte Waren, sofern Kette oder Schutz ausschließlich aus Natur- oder Kunstseide besteht. Halskrausen und ähnliches. Handschuhe, seidene und halbseidene und solche baumwollene gewirkte, die aus Garnen ifr. 80 u. darüber hergestellt sind. Handschuhe aus Leder mit Ztoffutter. Hausschürzen über Mk. 4.50. Hauben. Hemden für Damen über Mk. 6.50. Hemdentuch, siehe Wäschestoff. Hemdhosen, wie Damenhemden, üb. Mk. 6.50. Herren- und Damen-Dber- und Unterkleider nach Maß über die festgesetzte Preisgrenze für Fertigkleidung. Herrenbekleidung, fertige, auch Burschen- u. Knabengarderobe: Herrenrock- und Gehrockanzug .... über Mk. 75.— Herren-Sack- u. Sportanzug „ „ 60.— Herrenrock und -Gehrock „ „ 47.— Herrensackjacke . . „ „ 32.— Herrenweste . . . „ „ 10.— Herrenbeinkleider . . „ „ 18.— Herrenwinterüberzieher „ ,, 80.— Herrensommerüberzieher „ „ 65.— Herrenwettermantel aus Lodenstoff ,, 40.— Herrenstoffe über Mk. 14.— per Meter bei 140 cm Breite. Herrensocken, seidene und halbseidene. Herrensocken, baumwollene, unter 450 g per Dutzend paar. Herren-Tag- u. -Nachthemden über Mk. 7.—. Hosenträger. Hüte, Mützen, Schleier, Hauben. Ssolierfabrikate. Jacketts aus Seide und Kunstseide. Jackenkleider für Damen über Mk. 80.—. Jabots und ähnliches. Kinderkleider aus Waschstoff bis zu sechs Jahren über Mk. 15.—. Kinderkleider aus Wolle u. Velvet üb. Mk. 25.— Kinderleibchen (wie Korsett). Kindertücher (Windeln). Kinderwagendecken. Kindenväsche (wie Damenwäsche). Kleider für Mädchen aus Waschstoff für das schulpflichttge Mer über Mk. 15.—. Kleider für Mädchen aus Wolle oder Velvet f. d. schulpflichttge Mer über Mk. 25.—. Kleider- und Mantelstoffe, wollene und woll- gemischte für Damen, über Mk. 10.— per Meter bei 130 cm Breite. Kleider: Jackenkleider über Mk. 80.—. Waschkleider über Mk. 40.—. Wollene, garn., f.Damen, üb. Mk.100.—. (wie bei fertiger (Ober- und Unterkleidung, für Damen und Herren) nach Maß über die festgesetzte Preisgrenze. Kleiderbesähe und Posamenten (siehe Besähe). Kleiderrock über Mk. 25.—. Kleider- und Schürzenstoffe, baumwollene, einfarbige u. buntgewebte über Mk. 3.— per Meter bei 90 cm Breite. Kleider- u. Schürzenstoffe, baumwollene, bestickte üb. Mk. 6.— p. Met. b. 90 cm Br. Kleiderstoffe, baumwollene, bedruckte über Mk. 2.— per Meter bei 90 cm Breite. Kleidungsstücke, gettage ne, soweit ihr Kleinhandelspreis die Hälfte der festgesetzten Preisgrenze übersteigt. Kleidungsstücke, gettagene, durch die bisherigen Träger an Trödler. Kleidungsstücke, m. pelz gefütt. od. überzog. Knaben- und Bursche ngarderobe, s. Herrengarderobe. Knabensocken, siehe Herrensocken. Koffer mit Web-, Wttk- oder Strickwaren überzogen oder ausgestattet. Kokosmatten, Läufer und Teppiche. Konfektionierte Weißwaren. Konfirmattonsschleier. Kongreßstoffe, glatte und Tanevas. Kordel. Korbwaren mit Web-, Wirk- und Strickwaren überzogen und ausgestattet. Korsetts und Korsettschoner. Kragen. Kragenschoner aus Seide und Kunstseide. Krawatten. Künstliche Blumen. Kunstseide, sowie daraus angeferttgte Waren, Kurzwaren (Maschinengarn usw.). Läuferstoffe. Lampendochte. Leibchen für Kinder. L. Leinen, reinleinene und halbleinene Stoffe über Mk. 3.— p. Met. b. 80 cm Breite. Linoleum. £ * tn - M. Mädchenkleider (siehe Kleider für Mädchen). Mädchenmäntel, wie Damenmäntel. Mädchenwäsche, wie Damenwäsche. Mäntel für Damen über Mk. 60.—. Mäntelstoffe über Mk. 10.— per Meter bei 130 cm Breite. Manschetten. Maß-, Dber- und Unterkleider für Damen u. Herren über die festgesetzte Preisgrenze Mattatzen und fertige Betten. Mieder, wie Korsett. Miederschützer, wie Korsettschoner. Militärausrüstungsgegenstände, nicht Pulswärmer, Leibbind., Lung.-u.Kopfschüher. Militäruniformen. Möbel, mit Web-, Wttk- und Sttickwaren überzogen oder ausgestattet. Möbelkattun. Möbelposamenten. Möbelstoffe. Morgenjacken für Damen über Mk. 10.—. Morgenröcke, wollene, über Mk. 30.—. Morgenröcke, Wasch-, über Mk. 20.—. Mützen (Hüte, Schleier, Hauben). Mundtücher. ^ Nachthemden f. Dam. u. Kind. üb.Mk.10.—. Nacht- u. Taghemden f. Herren üb. MK. 7.—. Nachtjacken f. Damen u. Kind. üb. Mk. 5.—. Nachtanzüge für Damen und Herren. £>. Gber- und Unterkleider nach Blaß für Damen und Herren über die festgesetzte Preisgrenze (wie bei fertiger Herren- und Damengarderobe). P. pelz, Kleidungsstücke, überzog, u. gefütt. mit. polsterwaren. posamentterwaren für Möbel und Kleider. R. Neinleinene und halbleinene Stoffe über Mk. 3.— per Meter bei 80 cm Breite. Neisetaschen, mit Web-, Wttk- und Strickwaren überzogen oder ausgestattet. Nock für Damen über Mk. 25.—. Nock- und Gehrockanzug über Mk.75.—. Nock und Gehrock über Mk. 47.—. Nüschen und ähnliches. S. Sackjacke für Herren über Mk. 32.—. Sack- u. Sportanzug f. Herren üb. Mk. 60.—. Säuglingswäsche und -bekleidung. Sammete (ganz a. Seide od. d. Flor a. Seide). Sammete (Velvet) aus Baumwolle (wie einfarbiger Baumwollstoff). Seide, sowie daraus gefertigte Waren. Seidene Schuhe. Serviteurs (Vorstecker). Socken für Herren, baumwollene, unter 450 § im Gewicht per Dutzend paar. Sockenhalter. Sommerüberzieher über MK.65.—. Schttme. Schlafanzüge für Herren und Damen. Schlafdecken, reinwollene, über Mk. 30.—. Schleier. Schnüre. Schnürsenkel. Schürzen: Hausschürze über MK. 4.50. Zierschürze aus weißen, dünnen Stoffen über Mk. 2.—. Schürzen- und Kleiderstoffe, baumwollene, einfarbige u. buntgewebte über Mk. 3.— per Meter bei 90 cm Breite. Schürzen- u. Kleiderstoffe, baumwollene, bestickte üb. Mk. 6.— p. Met. b. 90 cm Br. Schuhe, seidene. Schuhwaren, sämtliche, die nicht ganz aus Web-, Wttk- und Sttickwaren hergestellt sind, also: Schuhe mit Gummi-, Leder- und Filzsohlen. Schweißblätter. Spinnstoffe u. aus ihnen gefertigte Erzeugnisse, Z. B. Garne, gesponn. posamentierwaren. Spitzen und Besatzstickereien. Spitzen, geklöppelte und genähte. Spitzenkragen. Sportanzug für Herren über Mk.60.. Steckkissen. Steppdecken. Stickereien. Stoffe, halbleinene und reinleinene über Mk. 3.— per Meter bei 80 cm Breite. Stoffe für Herren über Mk. 14.— per Meter bei 140 cm Breite. Stoffe für Kleider, baumwollene, bedruckte über Mk.2.— p. Met. b. 90 cm Breite. Stoffe für Kleider und Schürzen, baumwollene, einfarbige und buntgewebte über Mk.3.— per Meter bei 90 cm Breite. Stoffe für Kleider und Schürzen, bestickte über Mk.6.— per Meter bei 90 cm Breite. Stoffe aus Seide, Halbseide sowie daraus angefertigte Waren. Stoffe, glatte Kongreß- und Eanevas. Stoffe, wollene und wollgemischte, für Damen-- Kleider und -mäntel über Mk. 10.— per. Meter bei 130 cm Breite. Strümpfe, seidene und halbseidene. Strümpfe, Florstrümpfe und baumwollene unter 750 § Gewicht per Dutzend paar, bei durchbrochenen ist die Grenze in jedem Falle um je 50 g wenig, anzunehm. Strümpfe, baumrgolltzne (siehe oben). Strumpfbänder und Strumpfhalter. T. Tag- u. Nachthemden f. Herren üb. MK. 7.—. Tapisseriewaren. Taschen für die Reife, auch wenn sie mtt Web-, Wirk- und Strickwaren überzogen oder ausgestattet sind. Taschen aus Wachstuch, Leder und Kunstleder, auch wenn sie mit Web-, Wirk- und Sttickwaren überzogen oder ausgestattet sind. Taschentücher. Teppiche. Tischdecken, farbige abgepaßte, jedoch nicht Meterware. Tischzeug (Tischtücher, Mundtücher). Trauerkrepp. Trikotagen und Wirkwaren, seidene und halbseidene (z. B. kunstseidene Jaketts). Tülle, gemusterte und bestickte, bis zu 30 Zentimeter Breite. Tüllgardinen, meterweise (nicht Tülle selbst). U. Ueberzieher, Sommer-, über MK. 65.—. Ueberzieher, Winter-, über Mk. 80.—. Uniformbesatz. Unter- u. Gberkleider f. Damen u. Herren nach Maß üb. die festgesetzte Preisgrenze. Unterlagen aus Gummi oder Gummiersatz. Unterröcke aus Waschstoff über Mk. 12.- Unterröcke aus Seide und Halbseide. Untertaillen über Mk. 5.—. Velvet, baumwollener, wie einfarbige Baumwollstoffe, wenn über Mk. 3.— bei 90 Zentimeter Breite. Verbandstoffe, Damenbinden. Vorhänge und Gardinen, abgepaßte. Vorstecker. r Vorleger, Vorlagen. W. Wachstuch und Wachstuchtaschen. Wäsche für Mädchen, wie Damenwäsche. Wäsche und Bekleidung für Säuglinge. Wäschestickereien nur b. z. ein. Br. v. 30 cm. Wäschestoffe aus Baumwolle über MK. 2.— per Meter bei 80 cm Breite. Wäschestoffe aus Leinen und Halbleinen über MK. 3.— per Meter bei 80 cm freite. Wandbespannstoffe, gemusterte. Waren aus Seide, Halbseide und Kunstseide Waschblusen über Mk. 12.—. Waschkleid über Mk. 40.—. Waschkleider für Kinder und Mädchen bis 14 Jahre über Mk. 15.—. Waschmorgenrock über Mk. 20.—. Waschunterrock über Mk. 12.—. Watte, alle Waren aus. Weißwaren, konfektionierte genähte, un- gewaschen, wie Bäffchen, Nüschen, Halskrausen, Jabots, Schleifen und ähnliches. Weste für Herren über Mk. 10.—. Wettermantel aus Lodenstoff für Herren über Mk. 40.—. Windeln. Wickelgamaschen. Winterüberzieher über Mk. 80.—. Wirkwaren und Trikotagen, seidene und halbseidene. Wollene Blusen über Mk. 15.—. Wollenes garniertes Kleid für Damen über Mk. 100.—. Wollene Kleider für Kinder und Mädchen über Mk. 25. —. Wollene Morgenröcke über Mk. 30. — . Wollene Schlafdecken über Mk. 30.—. wollene Damenkleider- und Mäntelstoffe üb. Mk. 10. p. Met. b. 130 cm Breite. ... »• Zierschürzen aus weißen dünnen Stoffen übel Mk. 2.—. 5766 Bezugsscheine sind in den hiesigen Geschäften zu haben. dC 3u den Grten Ullendorf a. d. Lumda, Großen-Vuseck, Grosten-Linden, Grünberg, heuchelsteim, Hungen, «lein-Linden. Lang-Göns. Lich. Lollar und Londorf werden die Bezugsscheine von den Bürgermeistereien dieser Orte ausgestellt. Zur alle anderen Orte des «reifes Gießen geschieht dies auf dem «reisamt in Gießen. Auf Bezugsscheine au; auswärtigen Grten werden in den “ * ~ — ■ Eichener Geschäften die waren anstandslos verabfolgt. Verein der vetaillisten zu Gießen. (E. v.j