Nr. ziH v $*r ©ferner «sttzenN täglich. anher Sonntags. — Beila^n: viermal wöchentlich GicheirerKmnilienbi otter; zweimal wöchcntl.Rreis- otatMr den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- Wirtschaftliche seitfraaen Fernsprech - Anschlüße: sürdie Schrrstlei1ung112 Verlag,GeschästSstelleLI Adresse iiir Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzerr. Aruttüftne von Anzeigen für die TageSnummer bis zum Abend vorher. Erster Blatt $6. Jahrgang Donnerstag, 3;. Angu^i M V ezugs vcqi ^ nwnatl. 90 Ps^ vierrrl- iährl. Dtt. 2.65: durch Abhole- il Zweigstelle^ monatl. 80 Pi.: durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!. ausjchl. Bcitellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., crusro. 20 Pi. — Haupt* fchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. GoeK; sür Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; sür den Anzeigenteil: H. Rotattensdruck Md Verlag der vnMschen Umv.-Vuch- und Steindrnckerei R. Lange. Zchriftleitrittg, SeschäsLsstelle und Druckerei: Zchuiftr. 7. Beck, sämtlich in Gießens KonftanLinopel, den 30. August. (WTB. Nichtamtlich). Wie die „Agence Milli" meldet, hat der Ministerrat gestern die Kriegserklärung der Türkei an Rumänien beschlossen. Bulgarien. In Sofia fand, wie das „B. T." meldet, gestern abend ein Attnistervat statt, der sich mit der durch Rumäniens Kriegserklärung geschaffenen Lage beschäftigte. Der Ministerpräsident Radosla - wom war kurz vorher von einer Rücksprache mit dem König, der aus seinem Landsitz weilt, nach Sofia zurückgekehrt. Berlin, 30. Aug. In der diplomatischen Lage ist bis heute Mittwoch mittag keine Aendernng zu verzeichnen. Man wartet mit Spannung auf die militärischen Ereignisse an der Grenze Rumäniens, an der wohl auch die Kanonen der Bulgaren bald zu bören sein^werde::. Der bulgarische Gesandte Rizofs hat sich für einen Tag nach Leipzig begeben und kehrt von dort heute abend wieder jarrikt Berlin, 30. Aug. (WDB."> Die bulgarische Gesandtschaft gibt bekannt: Die in Deutschland sich aufhaltenden jungen bulgarischen StaatsMigehörig'.m, die denr 41. „Rabat" angehörcn, werden anfgefordert, sich unverzüglich> nach Bulgarien zu begeben, um bis Kmn 3. September dort einzui reffen. hindenburgs Ernennung. Berlin, 30. Aug. (WTB. Amtlich.) Die allerhöchsten Kabinettsordres, mit denen Seine Majestät der Kaiser den Wechsel in der Besetzung der Stelle des Chefs des Generalstabes des Feldheeres anordnete,, haben folgenden Wortlaut: !An den General der Infanterie v. Falken Hayn, Chef des Generatstabes des Feldheeres. Großes Hauptquartier, 29. 8. 16. Mein lieber General von Falksftayn! Indem ich Ihrem Wünschte nm Enthebung von Ihrer bisherigen €&effc nacht entgegen sein will, nehme Ich Veranlassung, Ihnen ans vvllem Herzen zh danken sich die Hingabe und Pflichttreue, mit der Sie in nunmehr zwei Jahren Ihres schweren und verantwortungsvollen Amtes wrter entsagungsvoller Einsetzung Ihrer Kräfte und Ihrer Person gewaltet haben. Was Sie insbesondere an tatkräftiger und vorausfchcruender Arbeit, in uner- nEckichem Schaffensdiarrg für die Armee und das Vaterland geleistet hüben, Ihnen nicht vergasen werden Die volle Würdigung Ihrer jetzt im Krivap an der Spitze des Cienckralstabes erworbenen Berimns^ wird aber einer späteren Zeit Vorbehalten, sein mKsftn. Mir persönlich sind Sie ein treuer und selbst- tioser Berater gewesen; in Dankbarkeit hierfür begleiten Sie Meine besten Wünsche für die Zukunft, und verleihe Ich Ihnen Kreuz und Stern der Gwßkomture des Königlichen Hausordens von Hohenzvllern urit Sch werterer. Sie beziehen Ihr bisheriges Gehalt aus dem Etatskapitel für Offiziere in besonderen Stellungen, bis Ich über Ihre anderweitige Verwendung eine Entscheidimg getroffen habe." gez. Wilhelm R. An den Generalfeldmarschall von Beneckendorff und von Hindenburg. Ich ernenne Sie zum Chef des Generalstabes des Feldheeres und bin überzeugt, daß Ich diese Stellung in keine besseren Hände legen kann. Ich erwarte mit Vertrauen, das; Sie Meiner Armee und dem Daterlande die erdenklich besten Dienste in dieser Stellung leisten werden. Erneut benutze Ich diesen Anlaß, um dem siegreichen Beschützer unserer Ostfront warmen Dank zu sagen für alles das, was er wähtend zweier Kriegsjahre für das Vaterland geleistet hat. Großes Hauptquartier, den 20. August 1916. gez. Wilhelm R. Mn den Generalleutnant Lndendor ff. Ich ernenne Sie unter Beförderung zuM General der Infanterie zum ersten General quartiermeister mit den Gebührnissen eines Kommandterendelt Generals und spreche Ihnen bei dieser Gelegenheit warmen Dank für die vottrefflichen Dienste aus, die Sic während zweier Kriegsjabre Mir und der Armee geleistet haben." Großes Hauptquartier, den 29. August 1916. gez. Wilhelm R. * * * (WTB.) Großes Hauptquartier, 30. August. (Amtlich.) WestlicherKriegsschauplatz. Im Sonnnegtbiel kamen unter beiderseits andauerndem bedeutendem artillerischcn Einsatz fiindl. Unternehmungen am Tage in unserem wirkungsvollen Sperrfeuer nicht zur Entwickluna. Abends und nachts erfolaten starke Angriffe ans der Linie Ovillers—Pozisres und zwischen Guillemont und Miurcpas, währerw anschließend bis zur Somme und über sie hinaus bis zur Gegend von Chilly der sturmbereite Gegner auch nachts in seinen Gräben niedergeh alten wurde. Unsere Stellungen sind restlos behauptet. Nördlich von Ovillers—Poziöre^ haben unsere tapferen Truppen im schweren Nabkampf die an einzelnen Punkten eingedrungenen englischen Abteilungen wieder geworfen. Rechts der Maas sind erneute, durch heftiges Feuer vorbereitete französische Angriffe bei Fleury und gegen unsere Stellungen zwischen dem Dorfe und dem Chayitrewalde abermals zurüttgeworfen. Südöstlich von Fleury wurde der Feind durch Gegenstoß z u r ü ck g e schlage n Nördlich des Anerebaches und westlich von Mülhausen wurde je ein feindliches Flugzeug im Luftkampf außer Gefecht gesetzt. Zwei Flugzeuge sind durch Abwehrfeuer nördlich der Somme henmtergeholt. Ein weiteres mußte bei Soyecoirrt innerhalb unserer Linien landen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Nördlich der .Karpathen keine Ereignisse vcn besonderer Bedeutung. Deutsche Truppen haben den Berg Kukul (nordwestlich von Zabic gestürmt. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. * * * Auf den Glückwunsch des Reichskanzlers zu seinem goldenen Mil:tärjnbiläum hat Hindenburg gecrnttvortet: „Was ich dem Ba.terla.nde leisten d::rste, dancke ich Gott, dem Herrn, der Gnade Seiner Majestät, der nie versagenden: Arbeitskraft meiner bewährten Gehilfen und der unvergleichlichen Pflichttreue meiner Truppen." Aber wenn im Kriege 1870 71 der große Rtoltke ganz allgemein mit dem Titel des „Schlachtenlenkers" bezeichnet wurde, so wird man diese ehrenvolle Bezeichnung mit Fug und Recht auch auf den Mann anwenden können, der sich in diesen: .Kriege wie kein zweiter im Lenken der Schlachten bewährte, und dem jetzt die Ausgabe übertragen worden ist, nicht nur Schlachten, sondern den Krieg zu lenken. Wenn der oberste Kriegsherr, wenn unser Kaiser, der, getreu dem Vermächtnis Kaiser Wilhelms I., seine vornehmste Ausgabe immer darin gesehen hat, den b e st e n M a n n a n s d e n h ö ch st eu P o jte n zu! stellen, jetzt, wo sich die wichtigsten Entscheidungen auf allen Kriegsschauplätzen vorbereiten, ans den verantwortungsvollsten Posten den Mann beruft, der wie kein anderer dazu berufen ist, den Mann, der die Riesercheere des Zaren im August 1914 bei Tanneitberg und im Februar 1915 bei den Masurischen Seen zerschmetterte, der in unwiderstehlichen: Vormarsch Polen und Kurland eroberte, so wird das sicherlich die gleiche fteudige, jubelnde Zustimmung bei unseren Feldgrauen da draußen wie bei uns daheim auslöse::. Denn unser Hindenburg erfreut sich des rückhaltlosen Vertrauens des deutschen Lölkes wie des deutschen Heeres, das unter ihm lernte „die Kunst, zu siegen" und gewillt ist, „sie fürder noch zu üben". Aber es handelt sich bei der Ernennung Hindenburgs zum Generalstabschef noch um weit mehr als einen Personenwechsel, denn es ist in gewissem Sinne ein neuer Posten, der für ihn geschaffen worden ist, ein Posten mit größeren Machtbefugnissen und größerer Verantwortung. Dem Generalfeldmarschall, von dem man weiß, daß er von Anbeginn eine völlig selbständigeStellung inne hatte, war erst vor einigen Wochen in Ilcbereinstimmung mit unseren österreichisch-ungarischen Waffenbrüdern der Oberbefehl über die gesamte Ostfront übertragen worden. Jetzt gibt es keinen selbständige:: Befehlshaber des Ostens mehr, soltdern der neue Generalstabschef vereinigt in sich die Leitung der gesamten militärischen Operationei: auf allen Kriegsschauplätzen. Damit ist ein bedeutungsvoller Schritt für die Vereinheitlichung der Fronten getan, die Einheitlichkeit aller militärischen Operationen gewährleistet. Auch die Kriegserklärung der Türke: an Rumänien bedeutet einen lveiteron Schritt dieser Vereinheitlichung, der sich jedenfalls auch Bulgarien bald ansch ließen wird. Und mit nicht eringerer Befriedigung wird es begrüßt werden, daß durch ie Berufung des zun: General beförderte:: Lu d e n d o r f f, den Hindenburg als seinen „lieben, treuen Gehilfen und Berater" bezeichnet hat, zum Generalquartiermeister, der im Felde de:: Generalstabschef vertritt, das erfolgreiche Zusammenarbeiten dieser beide:: einzigartigen Strategen auch in Zukunft gesichert ist. In wenigen Tagen begehen wir die Erinnerung an den glorreichen Tag von Sedan, mrd w:r vertrauen darauf, daß auch unser Hindeuburg uns einem neuen ^edan entgegen- führen wird. Und wenn die Welt voll Teufel war und wollt' uns just verschlingen, >So fürchten wir uns nicht so sehr, es muß uns doch gelingen! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 30. August. (WTB. Nichtamtlich.) Anrtlich wird verlautbart: 30. August 1916. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Auf den Höhen nordöstlich von Orsova schlugen unsere Truppen wiederholte rumänische Angriffe ab. Sonst wurden die an oie Grenze vorgeschobenen Kraftgrup- pcn schrittweise und planmäßig, wie es für den Kriegsfall seit langem vorgesehen war. zurückgenommen. Der Feind wird sich rühmen. Petrosenn. Brasso und Kezdivasar- helv besetzt zu haben. Die nördlichsten rumänischen Kolonnen stthen im Gyergyo-Gebirge im Kampf. In den galizischen Waldkarpathen haben deutsche Truppen den Russen die in den letzten Wochen heißumsttittenc Höbe Kukul wieder entrissen. Im übrigen außer Vorfeldkämpfen an der russischen Front keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere D o n a u f l o t t i l l e zerstörte bei Turnu Magurele an der unteren Donau r u m ü n i s ch e S ch l e p schiffe, Hafen Magazine und militärische Anlagen. Sie erbeuteten bei Zimniea zwei volle Schlepper, ein Segelschiff und zwei Motorboote. An der unteren V o j u s a erhöhte Patrouillentütig' keit. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralftabs v. Höfer. Feldmarschalleutnant. * Wien, 30. Aug. (WTB.) In einer Besprechung der gemeldeten einleitenden Kämpfe auf dem neuen Kriegsschauplatz heben die Blätter unter Hinweis auf die eigentümliche Gestaltung infolge der 'Ausbuchtung der 600 Kilometer langen ungarisch-rumänischen Grenze, deren Endpunkte Dorna W a t r a und O r s o v a in gerader Verbindung, jedoch nur 300 Kilometer voneinander cntfe-rnt, liegen, hervor, daß die an den strategisch wie taktisch günstigen Abschnitten und Punkten angelegten Defensivftellungen sich nicht überall mit den politischen Grenzen Siebenbürgens decken. Wo die Bodengestaltung überlegenen Streitkräften des Angreifers ein Umfassen oder Abschneiden vorgeschobener Abteilungen ermöglichen konnte, werden letztere bei Wahr- nehnrung solcher Pläne des Feindes in rückwärts ausgebaute stärkere Stellungen verlegt, eine Maßnahme, die sich auch auf dem italienischen Kriegsschauplatz auf das glänzendste bewährte und wohl auch im Südoften Rumänien die bittersten Enttäuschungen bringen wird. Die Rumäne« Oestcrreich-UngarnS. Budapest. 30. Aug. «WTB. NichtalEich.) In der außerordentlichen Versmnmlung des Komttcctsausschussts von Szolnok Doboka gab der Präsident der 97attonaliEenPartei des Rerä^s- tages, der tuntmnfcftc Reichstagsabgcordnete Mihvli, namens der ungarländischen Rumänen folgende Erklärung ab: Nachdem Rumänien, anstatt zur Verteidigung unserer wiidu* sämen Existen-interessen an unserer Seite in den Kireg eiw'ntreten, was lmr hofften, zu unserer schmerzlichen IleberraschLing a's neuer Feind gegen unsere Monarchie austritt, erklären itnr feierlich, daß diese neue Phase des Weltkrieges unser pattiotisches Verhalten und unsere bisherige traditionelle Tveue und unverbrüchlickw Anhänglichkeit an Thron und Vaterland nickt erschdlttett. ja uns noch zu gesteigerter Erfüllung unserer bürgerlichen und prtriolischen Mickr. ten anspornL. Die Versammlung nahm von der ©tffcfrung mit Begeisternng Kenntnis. ^ ^ Wien, 30. Au«. (WTB. Nichtamtlich.) Der Rumänen llub> des Abgeordnetenhauses versendet folgende Erklärung: Die Abgeordneten des rumänischen Volkes der Bukowina können den AnscÄuß Rumäniens an Rußland nicht fassen. ^ Nach ihrer Uckerzcugung ist er ein Unglück für den ganzen rumänischen Volks- stanrm, dessen Bestand durch einen Sieg Rußlands geradezu verlernt werden nrürde. Unter diesen Umständen beklagen sie aufs tiefste die Kriegserklärung Rumäniens und verharren ebenso wie Das rumänische Volk der Bukowina, das seine Liebe für den Kaffer und das Reick mit seinem Mute besiegelte, nach wie vor in unverbrüchlicher Treue zu Oesterreich. Der bulgarische Bericht. Sofia, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 28. August: . Die Truppen deS rechten Flugels befestigen sich, nachdem sie die in der Lerinacbenc l Florinch befindlichen Serben zü- rückgeschlagen haben, in den nenen Stellungen nöMich und westlich des Ostrvwo-Saes. Wiederholle serbische Angriffe in der Mogleagegend wurden unter beträchtlichen Verlusten zurück- geKlagen. die die Serben zum Berzickt auf die Wiederholung ihvtt Unternehmungen zwangen. Unsere Trudven rückten aus 'den eroberten Höhen südlich SborsiÜo vjor. Im Wardartak auf beiden Seiten schwaches ArtiUerieseuer und Patrouillen gerechte. Die Truppen des linken Flügels befestigen sich, nachdem sie alle französisch-englischen Streitkräste in der Gegend von Scres, Drama und Kawalla hinter die Struma tmd den Tahinosee geworfen haben, in den neuen Stellungen östlich der Strunra und an der ägäischen Küste vom Golf von Orfano bis zu^ Mestamündung. Der türkische Bericht. i Kon stantinovel, 29. Aug. (WTB.) Das Hauptguartier 'teilt mit: An der Kaukasus front setzte unser rechter Flügel die Offensive auch gestern erfolgreich fort. Infolge einer Bewegung gegen die Rückzugslinie eines Teiles der feindlichen Streitmacht wurde dieser in aufgelöster Flucht nach verschiedenen Richtungen zerstreut. Feindliche Soldaten, die auf dem Kampfvlatz verblieben waren, wurden teilweise gefangen, diejenigen, die widerstanden getötet. Im Zentrum intb auf dem linken Flügel kein wichtiger Vorgang außer unbedeutenden Uckersällen von hüben und drüben, Patrouillengefechten, die für uns günstig verliefen, Feuerwechsel und örtlichen Gefechten ohne Bedeutung. Von fünf feindlichen Flugzeugen, die in den Gewässern von Gasa von einem Flugzeug-Mutterschiff oufgestiegen waren und Bomben abwarfen, mußte das eine niedergehen und wurde mit dem Führer ein gebracht. Zwei feindliche Flugzeuge, die am selben Tage über El Arisch erschienen, wurden durch Feuer zur Flucht gezwungen. Von den anderen Fronten nichts Erwähnenswertes. Aon stantinopel, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Haupt- auartiersbericht vom 29. August.: Von der Irak-Front und an der persischen Frot ist nichts Neues zu melden. An der Kaukasus-Front wurden auf dem rechten Flügel Gegenangriffe, die der Feind in verschiedenen Abschnitten -unternahm, um unser Vorrücken aufzuhalten, mit Verlusten für '.ihn zurückgescUagen. Im Zentrum wirrden die Schanzarbeiten des Feindes durch unser Artilleriefeuer gestört und seine Schützengraben vernichtet. Auf bem linken Flügel nur heftiges Jnfanterieseuer- ! gefecht. Ein feindlicher Flieger, der von Jmbrvs ausgestiegen ivar, um Sedd ül Bahr zu überfliegen, wirrde durch unser Feuer vertrieben. An.' der Südküste von Tschesme wart ein feindlicher Monitor etwa 20 Geschosse gegen zwei Punkte, ohne eine Wirkung zu erzielen, und zog sich darauf zurück. Kon den übrigen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden. Der Bizc-Generalissimns: E n v e r. Italien. England an Italien und Rumänien London, 30. August. lWTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lock Grey sandte an Sonn in o folgendes Telegramm: Ich bitte. Eure Exzellenz, meine aufrichtigen Glückwünsche zu dem Schritte, den soeben die italienische Regierung Unternommen hat, entgegennehmen zu wollen; dieser wird der Welt ein rreuer Beweis für die feste Entschlossenheit Italiens sein, in vollster Einigkeit mit den Alliierten den endgültigen Sisg der Freiheit mtb der Zivilisation herbeizuführen. — Asguith telegraphierte an Bratianu: Ich beeile mich, Eurer Exzellenz die aufrichtigen Glückwünsche der britischen Regierung zu der Entscheidung der rumänischen Regierung, tätig an der Seite der Alliierten in den großen Dampf für Freiheit und Recht zu treten, zu übermitteln. Ich brauche Eurer Exzellenz nicht zu versichern, daß die lvahre Freundschaft, die schon so lange zwisck)en den Völkern unserer beiden Länder besteht, durch das denkwürdige Vorgehen Ihres Königs und der Regierung gestärkt und befestigt wick. * Bern, 30. Aug. (WDB. Nichtamtlich.) Nach der Agenzia Nationale beabsichtigt das italienische Marineministerium alle deutschen Schiffe, darunter vier große Einheiten, zu be- .schlagnahmen. Bern, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.- „Corriere della Sera" meldet aus Rom: Gestern sind am Kapitol die Inschristen, die an den Besuch Kaiser Wilhelms II. erinnerten, im Aufträge der städtischen Behörden entfernt worden. Lugano, 30. August. (Priv.-Tel., zf.) Nach amtlicher Angabe warm Mitte August noch 4180 Reichsdeutsche in Italien, davon 2546 Frauen und 1634 Mckrner. 900 Wehrfähige werden nunmehr in Sardinien interniert. Bern, 30. Mg. (WTB. Nichtamtlich.! Nach einer Meldung des „Secvlo" aus Athen hat der italienische Gesandte dem Ministerpräsidenten Zaimis eine Note überreicht, in der die Besetzung albanischer Küstenpunkte zwischen Porto Palermo und Chimara damit begründet wick, daß die Küste österreichisch-ungarischen Unterseebooten zu Signalstationszwecken diente. Rumänien. Berlin, 30. Aug. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am Mittag" schreibt: Einem Redakteur des „Petit Journal" wurde von einem französischen Abgeordneten versichert, daß die Kriegserklärung Rumäniens in den ersten Tagen des August beschlossen worden sei. Seit einiger Zeit seien aus Frankreich große Lieferungen von Waffen, Munition, Gasmasken, Verbandsstoffen und Arzneien über Wladiwostok nach Rumänien abgegangen. Amsterdam, 30. Aug. Nach einer ,,Times"-Meldung aus Bukarest übernahm Vintilla Bratianu, einer der Brüder des Ministerpräsidenten, an seiner Stelle die Leitung des Kriegs- miniiteriums Die Zkammir tritt Donnerstag zusammen. (Vintilla Bratianu war bisher Bankdirektor.) Zrer der Peter Seit den, Marx feindlicher Staa heitsmai einberui Üm 9 l der dfln rumänn Bukarest Ung Heu Tages Kuadge tcton. lburg, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung rger Telegraplienagentur. Man meldet aus Bukarest: 1 *** ?Z- wurden mehrere Untertanen n verhaftet und besondere militärische Sicher- . Nach dem bereits 10 Uhr morgens de die Äckbilmachung bekannt gegeben, der Krieg gleichzeitig hier und in Wien n Regierung bekannt gemacht, worauf die Grenze überschritten. Die Bevölkerimg in ilmachunq mit allgemeiner Begeisterung, l veranstalteten mehrmals im Laufe des rg« vor dem Gebäude der russischen Gesandt- Jsixo ergnti 7pm dü oie M Befehlswechsel in Griechenland. Genf, 27. Aug. (WTB. Nichtanttlich.) Die AgenceHavas" Meldet aus Äthem: Der Chef des Generalstabes, General D u s M a n i s und der Unterchef Oberst M e 1 e x a s sind durch königlichen! k^rlaß ihrer Aemter enthoben worden. General Moschopolus, der Befehlshaber des dritten griechischen Armeekorps, wucke tzum Generalstabschef errmnnt. Tie Entscheidungen riefen großen Eindruck hervor. Saloniki. Saloniki, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) EssadPascha ist mit allen feisten Truppen in Saloniki cmgekommen. Bern, 30. Aug. (WTB. Nichtanttlich.) „Depeche de Toulouse" meldet von der Saloniki-Armee, daß bis jetzt mit drei Hospital- schiffen 12 000 französische Soldaten krank oder verwundet in die Heimat zurückgebracyt worden sind. Englische Verluste. London, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die englische Verlustliste vom 28. August euthält die Namen von 429 Offizieren (141 gefallen) und 5407 Mann, die vom 29. August von 184 Offizieren (46 gefallen) und 5227 Mann. * Aegypten. London, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht aus Aegypten vom 24. August: Eine an hundert Mann starke feindliche Kundschafter-Abteilung von Kamelreitern versuchte sich Bir el Bayud zu nähern. Sie wurde vertrieben und wird jetzt meilenweit verfolgt. Aufrührerische Umtriebe in Indien. London, 28. Aug. (WTB.) Die „Mwrning Post" meldet aus Schanghai vom 25. August: Dort wurden 23 I nder verhaftet und vor einen britischen Gerichtsl-of gebracht. Die Unkluge lautet ans aufrührerische Umtriebe. Unter den Wächtern und anderen Indern niederer Klaffe mache sich eine illoyale Gesinnung bemerkbar. Neue französische Anleihe. sLondo n, 30. Aug. (WTB.) Die „Times" meldet, daß die neue französische Anleihe etwa in 14 Tagen ausgegeben- und daß ein Teil davon in London aufgelegt werden wird. Der Sccfricg. Englische Bnnkerkohle keine Bannware. Nach norwegischen Meldungen sollte Deutschland planen, dem englischen Beispiele folgend, Bunkerkohle auf neutralen Dampfern für Bannware zu erklären, soweit es sich um Kohle englischen Ursprungs handelt. Nach den eingezogenen Erkundigungen ist die Nachricht nicht zutreffend. Eine entsprechende Maßnahme ist nicht von Deutschland, wohl aber, wie bekannt, seinerzeit von England getroffen worden. * Kopenhagen, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Mitteilung der dänischen Gencralpostdirektion ist die gesamte Brief- und Paketpost des dänisclsen Amerika-Dampfers „United States", der von Kopenhagen nach New Jork fuhr, von den englischen Behörden bei der Durchsuchung in Kirkwall beschlagnahmt worden. Bern, 90. Aug. (Priv.-Tel., Zf.) Das portugiesische Kanonenboot Nr. 180 wurde, einer Lifsaboner „Temps"-Meidnng zufolge, von einem feindlichen Tauchboote angegriffen. Das Torpedo ging wenige Meter vor dem Bug des Schiffes vorbei. „Petit Journal" meldet aus Marseille: Das Orientpakeiboot „Sid Jbrahinr", das mit 630 Passagieren, meist Soldaten, in Marseille angerommen ist, wurde am Montag vormittag durch ein großes Tauchboot unbekannter Nationalität angegriffen. Die Granaten, die mit vollkommener Genauigkeit ab geschossen wurden, schlugen ganz in der Nähe des Schiffes ein, dem es nur durch fortwährendes Lavieren gelang, oen Schüssen zu entgehen. Das Paketboot erwiderte Schuß auf Schuß. Der Kampf dauerte über eine halbe Stunde. Kristiania, 30. 9lug. (Priv.-Tel., Zf.) Der große englische Dampfer „Wavelet von Reith", 4600 Brutto- Tonnen, mit Kiesladung, wurde am 26. d. M. ircche Bjugna Hustadviken bei Trondhjern unter voller Fahrt angerannt. Die Beschädigung ist so schwer, daß man das Schiff für verloren hält. Schwedens wachsame Neutralität. Die „B. Z. cun Mittag" meldet aus Stockholm: Der oberste schwedische Flottenbefehlshaber hat neue verschärfte Bestimmungen über die Wachtätigkeit der schwedischen Kriegsflotte in den ostschwedischen (bewässern zwischen Lulea und Kalmar ausgearbeitet, die schon am 1. September in Kraft treten. Amerikanischer Linienschiff gestrandet. San Domingo, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Das amerikanische Linienschiff „M e m p»h i s" ist durch einen Sturm gegen die Küste geworfen worden. Es werden die größten Anstrengungen gemacht, um die 1060 Mann starke Besatzung zu retten. New Jork, 30. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Rertterschen Bureaus. Nach einein Telegramm aus San Domingo wurde von dem gestern durch eine Flutwelle auf einen Felsen im äußersten Hafen geschleuderten amerikanischen .Kreuzer „Memphis" (früher „Tennesses") wahrscheinlich die ganze Besatzung gerettet, mit Ausnahme von 20 Mann, die in einer Barkasse nach dem Schiffe zurückkehrten und ertranken. Pour le märite. Berlin, 30. Aug. (WTB.) Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist dem General der Kavallerie z. D. v. Bernhard i, zurzeit Führer einer Armeegruppe, und dem Oberst Heye, Chef des Generalstabs einer Armeeabteilung, der Orden Pour le msrite verliehen worden. Au» Stadt und Land. Gießen, 31. August 1916. M Beförderung. Kriegsfreiwilliger Rudolf K i m v e l von hier, Jnf.-Rgt. Nr. 168, 8. Komp., wurde zum Unteroffizier befördert. ** Der Unterrichtsbeginn im September. Das Großherzogliche Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheilen, hat durch Ausschreiben vom 26. dieses Monats gestattet, daß der Unterrichtsbeginn im Monat September auf acht Uhr g e l e g t'wird. Wo mehrere höhere Lehrgnstalten an einem Orte sind, haben sich die Leiter über den gleichinäßigen Schulanfang zu verständigen. — Für die Volksschulen ist es den Schulvorständen überlassen, die Verlegung des Unterrichtsbeginns zu beschließen. ** Der U- Bootkrieg. Auf Einladung des Grobherzog - lichen Garnisonkommandos hielt gestern abend 7 Uhr in der neuen Aula der Universftät, Oberleutn. Dr. Z ow« für die Truppen unter Beteiligung der Zivilbevölkerung einen Lichtbildervvrtrag über den U-Bootkrieg. Der Redner gab in 1^/!>st^T^^igem, stets von Lichtbildern begleiteten Vortrage, einen unrfassenden Einblick in die Anwendung und Wirkung des Torpedos, der Torpedoboote und U-Bootte und ihrer Feinde, der schnellen Kreuzer, Zerstörer und Marineflieger. Es erweiterte sich der Gesichtskreis des Vortrages allmählich zu einenc Ueberblick über unsere gesantte Sec- streitmachl und lel-rt mit Staunen und dankbarer Bewunderung ihre bisherigen Erfolge iiu Kampf mit der überlegenen englischen Flotte erst richtig einschätzen. Dem Redner wurde für semelr klaren und sehr lehrreichen Vottrag reicher Beifall zuteil. ** Fleischverbranchsregelnng. Laut Bekanntmachung des Oberbürgermeisters unterliegt der Fleischverbrauchs - regellmg vom 11. Mai d. I. das Rot-, Dam- und SäirvarUwild: auf die übrigen Wildarten und Wildgeflügel findet die Bekanntmachung keine Amvendung. Es ist dies für die am 1. September aufgehende >H a s e tt j a g d von Bedeutung. Für - Hasen ftrib Fleisch- marken nicht auf dem Lebens ckittelantt abzUliefern; sie können! ohne Fleischmarken in Geschäften und von Jägern gekauft wecken. *• 3 u r Fra g e der B e st a n d s a u f n a h m e. Vom Kriegs- erna'hrungsamt wird geschrieben: Es sind Zweifel aufgetaucht, ob zur (tzruppe Fleischkonserven, die bei der Erhebung in den Haus» halturrgen aufzilnehmen sind, auch eingekochtes Wild und Geflügel gehören. Tie Frage muß bejaht werden. ** Beschlagnahme und Bestandserhebung der Fahrradbereifungen. Die Befttzer von Fahrrädern, dia zur weiteren Benutzung nicht mehr zugÄaffen worden sind, haben die Bereifungen an den in gestriger Nummer des Gieß euer Lln- zeigers benminten Tagen in der Turnhalle der Stadtknabenschule in der Nordanlage abzuliefern. Die Reihenfolge der Ablieferungslage erfolgt nach den Brotmarkenbezirken. Die Bereisungen wecken gegen die an Ort und Stelle festzusetzende und sofort auszuzahlende Vergütung abgenoinmen. Bereifungen, über deren Vergütung eine lEinigung nicht erzielt wird, werden nickst angenommen und später cnteicyret, desgleichen diejenigen, die bis zunt 15. September mcht freiwillig abgeliefert wecken: diese müssen bis spätestens 1. Oktober dem Oberbürgermeister angemeldet werden. Die Ablieferungspflicht bezieht sich auch auf Fahrräder, die zur tveiteren Benutzung nickst inehr zu gelassen toorden sind, und auf solche, die seither mckenutzt aufbewahrt uwrden sind. — Es werde?! auch Fahrradbereifungen, ohne Entgelt angenonrmen, wenn die Besitzer auf Bezahlung Verzicht leisten. Die hierdurch erzielten Erlöse sollen die dRöglichkeit gewähren, die wickerhergestclltcn Decken und Schläuche zu den in Aussicht getrommenen Preisen den mittelbar und unnrittelüar für Heeres- und Volks Versorgung arbeitenden Tellen der Bevölkerung zur Verftjgung zu stellen. ** Zur Bestandsaufnahme. Ucker den Zweck der Bestandsaufnahme in den Haushaltungen herrscht vielfach Unklarheit. Das Kriegsernährungsamt hat nicht die Absicht, allgemeine Vorschriften über die etioaige Anrechmmg vorhandener Bestände zu geben, weil dazu das Verteilungssystem in d-en einzelnen Gemeinden noch viel zu verschieden ist. Wie bei den früheren örtlichen Bestandsaufnahmen obliegt die Entscheidung über die Anrechnung den Gemeinden. (£ß erscheint ausgeschlossen, daß die Gemeinden hierbei lleinlich Vorgehen linb kleinere Vorratsmengen anrechnem die aus einem sparsamen Verbrauch in der vor angegangenen Zeit angesammelt wotden sein können. Die ?lusdehnung der Bestandsaufnahme entspricht einem, seit November in der Oeffentlichkeit lebhaft vertretenen Wunsch, der sich gegen vermeintlich weitverbreitete, tatsächlich wohl nicht in sehr zahlreickien Fällen geübte nnvernünftige Hamsterei einzelner Haushalte wendä. Sehr viel wichtiger und deshalb auf sehr viel mehr Waren ausgedehnt ist die gleichzeitige Bestandsaufnahme der Lebens mittel in Handels- nnd öffentlichen Verbänden usw. Hier ist unbedingt nötig, endlich einmal einen llaren Ueberblick über die sehr verschieden verteilteft Gesamtvorräte zu gewinnen. Die Frage, wie Fleisch in Konserven- gefäßen zn betverten ist, ist aus dem. Erlänterungsvermerk aus den Unmeldesormularen dahin zu beantworten, daß das Bruttogewicht der Konserven anzn geben ist. ** Verkauf von Margarine und Feintalg. Die der Stadt Gießen zugewiesenen Mengen an Margarine und F e i n t a l g gelangen, nach Brotinarkenbezrrken geordnet, in den Verkaufsstellen der Molkerei Gebr. Grieb zum Verkauf am Freitag, den I. Sevtentber, Dienstag, den 5. Sept., Freitag, den 8. Sept., und Dienstag, den 12. Sevt. Auf jede Fettntarke werden je nach Vorrat 1 I„ Pfund Margarine oder Feintalg abgegeben. (Stehe die Bekanntmachung in vorl. Nr.) ** Haferfrühdrusch preis. Das KriegsernährungZa mt weist darauf hin, daß nur für solchen Hafer 300 Mark die Tonne gezahlt wick, der bis zum 30. September einschließlich geliefert worden ist. von da ab tritt ein Vreisc Kriegsgefaugeuenfürsorge in Beot ihre Tättgkeft zugunsten der Juternilwftm erweitert. Sie hat zunächst ein „Ülterk- buch für die Jntenrierlen" herausgogcken, das in kurzen Zügen alles 2Rff«Swvtte Wer We SD«rz 'und Wer dire JÄLern^rnngs^d'tn- gitngen enthätt. Daneben erscheint seit Anfang Juli auch eine „Deutsche Jntermertenzeitung", die an jedes Internierungslager in mehreren Exemplaren umsonst geliefert wird. Dieses kleine Blatt tarnt gt ( die Internierten, die ja in ganz verschiedenen Teilen der Schweiz untergebracht sind, in Fühlung miteinander und hält sie über die wichtigeren Ereignisse in den verschiedenen Jnterniermtgs- orten auf dem Lausenden. Die Jnterniertenzeitung gibt auch Auskunft über die allmählich geschaffenen Möglichkeiten beruflicher Betätigung, insbesondere Unterrichtskurse und Einrichtung von Werkstätten. Die neueren Nummern enthalten auch kleine Beiträge schildernder und poetischer Aut von den Internierten. Die Nummern der Jnterniertenzeitung werden manchen Sammler interessieren^ Nichtinternierte können die Zeitschrift, 12 .Hefte, zum Preis von 4 Francs beziehen. Die Zeitung soll später wöchentlich erscheine. Geldbeiträge, die ihr zufließen, werden zum Besten der Gefangenenhilfe verwendet. Für die Angehörigen von Jnterniertenaus Gießen und Umgebung und das übrige Publikum hat der Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangene Deutsche hier je ein Exemplar der Zeitung in der Lesehalle des Lesehallenvereins am Selterstor sowie in der Universitätsbibliothek ausgelegt. ** ©in Wetturnen deS Gaues Hessen findet am 3. September, vormittags 9 Uhr, auf der Rennbahn an der Hardt statt. ** P ferdever strigerAng. Santstag, den 2. September 1916, vormittags llft /2 Uhr, kommen aus dem 5)ose des Jagdschlosses Kranichstein 49 aus Belgien überwiesene lriegSunbrai'chbare Militärpferde zur Versteigerung. An der Versteigerung können Nur hessische Landwirte teilnehmen. Tie Versteigerung erfolgt gegen Barzahü. :g. Die näheren Berkauss- bedinMn-gen werden vor Beginn der Versteigerung bekannt gegeben. ** Anläßlich der bevorstehenden Jagdzeit wird die Verordnung des Stellvertretenden Generalkommandos vom 1. Juli 191b betr, den Verkauf von Waffen und Munition aüen Beteiligten in Erinnerung gebracht und besonders darauf hingeunesen, daß die iy Absatz 3 der Verordnung erwähnte schritt- Kche Genehmigungserklärung der Ortspolizeibehörde zum Ankauf von Waffen und Munition nicht durch einen Jagdschein ersetzt wird, sondern neben diesem beigebracht werden muß^ ** Leder-Verteilung. Nach Mitteilung der Handwerkskammer zu Darmstadt beträgt die bei der ersten Verteilung entfallende Menge des freigegebenen Leders 1,8 kg für jeden Arbeiter. Voraussichtlich anfangs September wird eine weitere Verteilmtg stattfinden, sofern der Kontrollstelle wieder eine genügende Menge Bodenleder zur Verfügung steht. ** Das Kreisblatt der vorliegenden Nummer enthält Bekanntmachungen, betr. den Obsthandel, den Hafer aus der Ernte 1916, die Lieferung von Milch an die Molkereien, dre Gerste aus der Ernte 1916, sowie den Nachtrag zur Friedhossordnung der Gemeinde Münster. ** Eicheln und Kastanien. Die Bezugsvereinigung der . Deutschen Landwirte in Berlin weist auf ihr alleiniges Ankaufs- : recht für Eicheln und Kastanien hin und macht aus die Strafbarkeit des gesetzwidrigen freien Handels, der sich sogar ans unreife Früchte erstreckt, nachdrücklich aufmerksam. Die Sammelstellen der Bezugs- Vereinigung toecbcn demnächst öffentlich bekamttgegeben. Da die ^^4nein nützliches Viehst itter und die Kastanien neben den Futterwerten ein gutes Speiseöl liefern, wird dringend gebeten, a!ur Zeit der Reife eine allgemeine Sammeltätigkeit im ganzen Reiche Ar entfalten und Früchtesamnrelstellen einzuführen. ! Landkreis Gießen. •• Birklar, .36. Aug. Pionier Wilh. Link von hier wurde -mit der Hessischen Tapferkeilsmedaille ausgezeichnet. 8 .8. Großeu-Buseck, 31. Aug. Gefreiter KlooS von ^ hier, beim Res.-Rgt. 223, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Er i steht schon seit Mai 1915 bei diesem Regiment. 8 .?. L i ch, 30. Aug. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Vizefeldwebel d. Res. Dipl.-Ing. Ehr. Werner von hier. 8 .8. Ober-Bessingen, 30. Ang. Dem Maschinengewehrschützen Ernst Rinker, der bereits Inhaber der Tapserkeits- medatlle war, ist das Eiserne Kreuz verliehen worden. ** Ober-Bessingen, 30. August. Schon in der Erbsenernte ntnfrfien verschiedene Bürger einen großen Teil ihrer Ernte an Diebeshände abtreten. Jetzt müssen sich Bohnen, Gurken »und Zwiebeln, dem gleichen Schicksale fügen, und werden in unserer Gemcrckung in Massen gestohlen. Es wäre sehr am Platze, wenn diesen Dieben etwas mehr ans die Finger gesehen würde. — 'Musketier Wilhelm Nachtigall von hier, der in der 4. Komp, des Ins.-Regt. 129 diente, gilt seit dem 7. Ajngnst als vermißt. Bon der Kompagnie tvurde mit geteilt, daß er verwundet und höchstwahrscheinlich in Gefangenschaft geraten sei. Kreis Alsfeld. 0. Z. Bernsfeld, 30. Aug. Dem Kriegsfreiwilligen Gefreiter Gustav B a s s e l l i im Husaren-Schützen-Regiment 1 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen, nachoem er schon im ^August 1915 mit mm Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. up. Ruppertenrod, 36. Aug. Hart heimgesucht wird die .Familie des Johann Preiß hier. Der älteste Sohn wurde gleich bei Beginn des Krieges als vermißt in den Vogesen gemeldet. Der zweite Sohn hat jetzt im Westen den Heldentod erlitten. Beide Söhne wohnten in Frankfurt a. M. Der dritte Sohn ist schwer verwundet und der vierte Sohn ist kürzlich ins iFeld gerückt. Der Schwiegersohn liegt hart erkrankt im Lazarett. up- Vom unteren Vogels berg, 30. August. Von einer .-sehr guten Brombeerernte wird berichtet, gerade wie von einer -Iolchen dm Himbeevernte. Das trifft aber ebensowenig für die serstere zu, wie für die letztere es gewesen. Nasse Jahrgänge sind -kerne Jahrgänge für reiche Beerenergebnisse. So hängen auch die Brombeeren in unseren Gegenden mäßig. Umso reicheren Behang , zeigen die Hollunderbeeren. Die geben umso besseren Ersatz, als sie viel weniger oder gar keinen Zucker zu ihrer Verwertung brauchen, .und das fällt bei der Zuckerknappheit wohl ins Gewicht. Nnr ist .-die Verwendung der Hollunderbeere nicht so verallgemeinert wie -die der anderen Arten. np. Aus demOhmtal, 30. Aug. Nach dem tmgewöhnlich , reichen Apfelsegeu des vorigen Jahres ist es eine natürliche Folge, 'daß eine mindervolle Apfelernte folgt. Die Apfelbäume an .der Ohmtalstraße Ober-Ohmen—Ruppertenrod—Mücke, sind aber , teilweise doch gut behängen. Allein alle Früchte zeiget! eine ausfallende Unvollkommenheit, wie sie voriges Jahr nicht vorkam. ■%it Aepfel sind vjel kleiner als gewöhnlich, gründig, verhutzelt. Einen richtig ausgewachsenen, vollkommenen Apfel findet man nicht. Das Obst ist nicht erstklassig. Das muß eigentlich als ausfällig erscheinen, da es doch an Niederschlägen in diesem Jahre keinesfalls mangelt. Kreis Schotten. — Schotten, 31. August. Seitdem die Heuernte beendigt ist, wird ummterbrochen tagtäglich auf dem hiesigen Bahnhose He u eingeladen. Nicht selten stehen bis acht Eisenbahnwag eit beladen am Abend auf beu Einladegleisen, und bis 20 Heuwagen beladen eine lange Reihe bis zur Stadt hinein. Aus allen Ortschaften der Umgebung bringen die Landwirte das überflüssige Heu zunt Verkauf., Der Zentner gutes Heu 'wurde anfänglich mit 4 Mark, dann mit 3,50 Viark und 3 Mark, bezahlt. Der. Hauptgrund paß der Landwirt seinen Uebecschuß an .Heu verkauft, besteht'darin,'daß er in seiner Scheune Platz machen muß für die nun ball/ein- Msahoende Frucht. Tatsächlich ist es mehrfach vorgctbmmen, daß Landwirte das Heugras nicht aus allen Wiesen abmähen konnten da es am Aufbewahrungsort mangelte. Solche Wieselt ltaben als treffliche Weideplätze ft'ir das Vieh gedient. O b e r - S e i b e r t e n r 0 b , ‘ 31. Aug. Nach den letzten heißen Kämpfen wurde dein Ersatzreservisten Wilh. S ch m i r m u n d im Jns.-Rgt. 186 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieben. — Unser Bürgermeister, Landtturmmann Rühl, der bei einer Munition?', kolonne stand, zurzeit sich beim Art -Rat. 25 (Darmstadt) befindet wurde mit der Hessischen Tavferkeitsmedmlle ausgezeichnet. ?= 'Akrs dem oberen Bo Oelsberg, 31. Aug. Endlich bricht auch für den Vogelsberg die Zeit der Ern t e an. An einzelnen günstig gelegenen Orlichaston hat man bereits das Korn geschnitten. Hier und da beguutt auch die Gerste sich zu färben, so daß sie rwch 3—4 warmen, sonnigen Argen zur Reife gelangt ^ ^ irr Abmachen des Weizens und Hafers farm noch nicht güjoct werden, da der Hafer überall, selbst auch aus dürren Berg- gepseln, m»ch vollständig grün ist. Vermuten könnte inan, daß er rcoa) wachj>an wolle. Allerdings rührt die diesjährige spätere Ernte, nur von der bisher ungünstigen Witterung her. Kein Tag t att .dem nicht der Himmel seine Schleusten geöff- Ohitehin schon leid-en die gebirgigeu Gegenden an grö- Nrederschlagsmengett als die Ebenen. Meine sonst unscheiu- oare Bqche waren stets in reißende Flüsse verwandelt. Trotzalle- sich der Vogelsiberger nicht irre machen, denn er weiß, c? • A^upternte der Frucht nicht im Monat August, sorrdern erst int September ein gebracht wird. Das Korn hat unter den Hagelkörnern etwas gelitten, es liegt vielfach wie gewalzt auf dem Boden. Viel anders und weit günstiger steht es mit bent Weizen jojmc mit der Sommerfrucht. Gerste mkd Hafer haben durchweg die Länge des Kornes. Will ntan den vorläufigen Körnerertrag beurteilen, so wird man sich nickst verschätzen und vergeben, wenn man ihn neben manchen CLtrag der Wietterau stellt. Manchen! Landmann sieht man staunend und denkend vor seinem Acker stehen, indem er sich ausrechnet, wo er nur in diesem Jahre die; Garben alle unterbringen will. Tatsächlich reicht vielen Landwirten nicht der Platz in der Scheune. Fast sämtliche Gemeinden/ des Vogelsberges waren im Vorjahre schlecht mst Stroh versehen. In diesem Jahre ist nicht! nur genug Stroh da, es bleibt sogar noch ein ansehnlicher Ueberschnß. — Die Spätkartoffeln zeigen bis jetzt einen guten Stand; man rechnet manchenorts annähernd mit der gleichen Ernte des Vorjahres. Frühkartoffeln werden kaum an gebaut. Kreis Friedberg. --- Fried berg, 30.Aug. Der Tiamautschleifer Wilhelm H il d mis Bruchköbel wurde unter der Friedberger Eisenbahnbrücke bei Hanau von dem geisteskranken Diamantschleifer Keudel überfallen und n i e d e r ge s ch 0 s s e n. Die Erschösse fügten dem Hild schwere Lungen- und Beinverletzungen zu, so daß er dem Hanauer Landkrankenhaus zugesührt werden mußte. Keudel kam ebenfalls in das Krankenhaus zur Beobachtung seines Geisteszustandes. oa. Friedberg, 29. Aug. Das Großherzogliche Kreisamt warnt davor, daS unreife Obst ab zu machen. Die Schuljugend wird gervarnt, Obstdiebstähle und Baumfrevel zu begehen, da dieses jetzt ganz besonders streng bestraft werden wird. Die Aberntuug darf nicht der Willkür des Besitzers überlassen bleiben, sondern soll unter Aufficht der -Ortspolizeibehörde erfolgen. Die Obsternte muß geschont werden. — Die Hessisck)e Tapserkcitsmedailte erhielt der Kandidat der Theologie Schäfer, das Eiserne Kreuz erster Klasse der Leutnant der Reserve Habbel. — Bad-Nauheim, 31. Ang. Im nordöstlichen Taunus richtete, ein Unwetter, das von schwerem Hagelschlag begleitet war, schweren Sck>aden an. Ganz besonders arg hauste das Wetter im Weiltal, in den Gemarkungen Rohnstadt, Wolsenhausen und Latchuseschbach. Hier schlugen die Hagelkörner die noch stehenden Hafer- und Gerstenfelder zunichte, auch die Hackfrüchte litten böse. Die Mte Obsternte wurde größtenteils herabgeschlagen. In Laubuseschbach zerstörte das Wetter viele Fensterscheiben und richtete auch an den Gebäuden mancherlei Unheil an. 0. A. Ockstadt, 30. Aug. Dem Musketier Johann H e n r i tz i, im Jns.-Rgt. 168, 6. Kompagnie, ivtlrde die Hessische Tapserkeits- medaille verliehen. —'Llu s d e r.W e t t era u , 31. Ang. Die Frühzwetschen werden gegenwärtig abgeerntet. Da die Bäume gut behängen/ sind und die Händler gute Preise befahlen, ist es für manckxl Bauersleute eine gute Einnahnle. Die Spätzwetsck>en liefern einen Ertrag, wie seit Jahren nicht. Während die vorigiährige Zwetschen- ernte gleich Null war, weil es in die Blüten regnete, steht dieses, Jahr eine jehr gute Ernte in Aussicht. Ueberall mußten die Bäume ^gestützt und gebunden werden. Begünstigt durch die feuchte Witterung des Vorsommers haben sich die Frt'ichte sel-r gut entwickelt. Es sind keine Früchte heruutergesallen, wie es in trockenen JalTren der Fall war. Bereits hat der Bauersmann fürs Honigkochen Vorsorge getroffen und für die abgegebenen Kupferkessel Ersatz an geschafft. Was die Aepselernte anbetrifft, so sbeht sie weit 'hinter der des Vorjahves zurück. Nur in einzelnen Lagen und auch-da strichweise ist der Ertrag einigermaßen und auch da sind es wieder einzelne Sorten, wie Schasnase, Winter-Goldparmäne, Gelber Richard, Roter Eiserapftl und Herrnavsel. Die Birnenernte fällt unter Mittel aus. Bessere Dorten zeigen geringen Verhäng, während die Wirtschaftsbirnen teilweise sehr guten Ertrag ab geben. Starkenburg und Rheinhessen. --- Worms, 30. 2luq.' Ans Anlaß seines Silbernen Hoch- zeitssestes stellte Geheimer Kommerzienrat Fritz Doerr dem hiesigen Roten Kreuz 3009 Mk. und der „Hassia"-WormS zum besten notleidender Feldzugsteilnehmer 1006 Mk. zur Verfügung. Kreis Wetzlar. wo. Wetzlar, 29. Aug. Mt dem Eisernen .Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet wurden: Unteroffizi-er Karl Ludwig, Fuß- Llrtillerie-Bataillon 42, aus Großrechtenbach, Pionier Franz Kurz, Pionier-Bataillon 21, aus Brrunfels. Mit der hessischen Tapferftitsmedaille ausgezeichnet wurden: Reservist Heinrich Matteru, Infanterie-Regiment 168, 12. Kompagnie, aus Dorlar. Er wird vermißt. Gefreiter Heinrich Hild, Reserve-Infanterie- Regiment 118, aus Katzenfurt. W. A Wetzlar, 30. Aug. Ein schweres Gewitter mit starken Regensällen ging gestern abend über die Stadt und ihre nähere und fernere Umgebung nieder. Auch Hagel scheint dabei gewesen zu sein. Leider hört man, daß das Obst mancherorts gelitten hat. So sind int Dilltal ältere Bäume umgeworfen und Aeste abgerissen worden, auch Früchte in größerer Anzahl abgefallen. W. A. Wetzlar, 30. Ang. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden: Leutnant Regierungslandmeffer W i r tz . Gefreiter Gottlieb Barth, Res.-Jns.-Rgt. 46, Kanonier Ernst Vogt. Landw.-Fnß-Art.-Batt. 8, sämtlich aus Wetzlar. — Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Reservist Wilh. Kuntzsch, Jns.-Rgt. 116, aus Wetzlar. W. A. Aßlar, 30. Aug. Der Obergefreite Schaub von hier, Fuß-Art.-Batt. 603, erhielt das Eiserne Kreuz. Hessen-Nassau. ff M a r b u r g, 30. Aug. Aus südwestlicher Richtung kommend entluden sich gestern abend über -der hiesigen Gegend schwereGe- Witter, welche mit starken Regengüssen und heftigem Sturnr verbünden waren. In Heskem im Ebsdorfer Grund schlug der Blitz in das Gehöfte des Landwirts Balthasar Steinhaus, wobei ein Wirtschaftsgebäude im Werte von 5000 Mt. inFlammenauf- ging. In der Nähe von Dagobertshausen brachen 14 1 Schafe ans einem Pferch und rannten davon. Bis heute nachmittag war über ihren Verbleib noch' nichts bekannt. ff Marburg, 30. Aug. Der Magistrat liat jetzt eine Verordnung erlassen, nach welcl>er das den Bäckern uttd Konditoren gelieferte Mehl nur noch zum Backen von Brot und Zwieback benutzt werden darf. W^nn sie Küchen, Tarten und sonstige feinere Backware backen, sind sic gehalten, ein Buch zu ftihren, ans welchem ersichtlich ist, woher und zu welchem Preise und in welchen Mengen sie das Mehl hierzu erworben haben. = Frankfurt a. M., 30. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung faßte in ihrer gestrigen Sitzung eine Reihe wichtiger Beschlüsse. Sie stimmte einstimmtg einer Magi- stratsvorlagc zu. die eine wesentliche Erhöhung der Familiennnter- stütznngen der Kriegerangehörigen forderte. Diese Zuwendungen bestehen in Kohlen- und Kartofselgutscheinen in einem Werte von 5,50 Mk. allmonatlich für Ehefrauen. Außerdem erhaltm Kinder und sonstige Bezugsberechtigte monatlich für eine Warf Kartoffel- gnlscheine Danach erhält vom 1. Oktober ab jede El^eftau monatlich mindestens 35,50 Mk. und jedes Kind 12 Mk. Unter,Ätzung. Für die Kohlensck-eine bewilligte man 7 0 0 0 00 Mk. und für Kartoffelgutscheine 400000 Mk., zusammen 1100 000 ferner bewilligte die Sitzung für Unterstützungen aus werteren Einberufungen 100000 Mk. Wettere 5 00 00 0 Mk. genehmigte man zum Bau von Industriehallen im Osthafengeläirdc. — Gin-er Vereinbarung der Städte Frankfurt a. M., Äiassel und Wiesbaden tn Frag«r künstlerischer Wettbewerbe gab man seine ZustimMrmg. Danach sollen Wettbewerbe auf dem! Gebiete der Mdhauerknnst, der Baukunst und des Städtebaues, die als allgemeine Wettbew rbe nicht ausgeschrieben werden sollen, di-e aber ihrer Art und Bedeutung nach über das rein örtliche Interesse hinaus gehen aus die in der ganzen Provinz Hessen-Nassau wohnhaften Künstler ausgedehnt werden. Dabei ist es zulässig bei Werken der Bildhauerkunst bis zu 20 000 Mk. und der Baukunst bis zu 100 000 Mk. Wettbewerbe auch künftig rrur uttter den iKürrftlern der drei Städte auszuschreiben, auch Notstandswettbewerbe sollen einbezogen werden. Zu den Provinz-Wettbewerben soll miitdestens ein nicht in Hessen-Nassau wohnender Sachverständiger als Preisrichter zugezogen werden. Die Vereinbarung gilt twm 1. April 1916 ab auf drei Jahre. — Für die Versorgung der Stadt mit Wlinterkartoffeln bis 1. April 1917 sind 1 600000 Zentner angemeldet worden. Für Maffenspeisurrgen sind 270 000 Zentner vorgesehen. — Frankfurt a.M!., 30. Aug. Durch wiederholten Einbruch in das Fabrikgebäude und den Maschinenwaum der Königlichen Maschiuenbauschule wurden hier 16 mehr oder minder starke Treibriemen aus Leder in einer Gesamtlänge von 120 Metern gestohlen. Der Schaden ist recht erheblich. Von den Dieben hat Man noch keine Spur. X Schlüchtern, 30. Aug. Der 60 Jahre alte Landwirt Johann Amon in Reutweinsdorf brachte sich an der rechten Hand eine kleine Wunde bei, die er nicht beachtete. Es trat Blutvergiftung ein, der er alsbald erlag. — Schlüchtern, 30. Aug. Eine Win 0 h 0 se richtete in der Umgebung von Stangenroth schweren Schaden an. Auf ihrem Wege kuickte sie zahllose Obstbäume glatt ab oder entwurzelte sie. Im Gemeindemald von Burkardroth zerstörte sie einen großen Bestand sehr alter Fichten. Auch das Wahrzeichen von Stangenroth, eine rveit das Dorf überragende Pavpel, siel dem Natur- schauspiel. das in knavp sürts Minuten vorüberzog, zum Opfer. ra. Bicken (Dlll), 29. Aug. 10. August 1912 wurde unser uraltes Kirchlein durch Blitzstrahl zerstört und nunmehr ft-nnte die neuer baute Kirche ihrer Bestimmung übergeben rverden., Es waren als Gäste erschienen Gmerulsuperintendent O hly- Wiesbadeu, Bezirkspräses Dekan Schmitt-Höchst, Professor 55a u ß t n und Kirchbaumeister H 0 f fma nn - Herborn u.a. m. Ortspsarrer Krücke legte seiner Festansprache den 84. Psalm zugrunde, Lehrer Schäfer verschönte die Feier durch wohlgeübte Chorweisen und meisterhaftes Orgelspiel. X. Kassel, 30. Aug. Nachdem! der Kreis Stallupönen mit Ausnahme der Kreisstadt Stallupönen der einzige durch den Ruffen- etnsall zerstörte ostpreußische Kreis ist, für den eine Kriegspat«n- schast noch- nicht übernommen ist, soll hierfür der Regierungsbezirk Kassel, mit AusnalMe des Stadtkreises Kassel, welcher die Kwiegspatenschaft für die Stadt Stallupönen übernommen hat, ernrreten. Es wird für den Regierungsbezirk Kassel?ein Verein gegründet unter dem Namen „Kriegshilssberein, des Regierungsbe^iöks Kassel für deir Landkreis Stallupönen". Mitglieder des Vereins sollen die Land'kveisc des Regierungsbezirks Kassel und der Stadtkreis Hanau werden, die unter Zugrundelegung ihres Gesamterükomm'enstetversolls für die osb- pveußische Hilfsaktion zusammen 150 000 Mk. auszubringen haben. g. Bebra, 30. Aug. Während der vergangenen Nacht überfuhr auf der Eisenbahustreckr Bebra-Kassel in der Nähe des Dorfes Lispenhausen ein Personenzug eine aus intern Pferche aus- gebrochene Schafherde. Hierbei wurden 17 Tiere getötet und eine größere Anzahl verletzt._ vermischtes. Waldbraud in Nordontario. Ottawa, 30. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterscken Blireaus. Die Waldbrände in Nordontario sind durch Abbreimen. von Wald bei der Urbarmachung entstanden. Nahezu 70000 Acres Forst sind abgebrannt. 300 Menschen stnd um ge kommen. Ter Schaden an Holz und anderem Eigentum wird aus mehrere Millionen Dollars geschätzt. Das Fetier ist noch nicht überall gelöscht. _ Gerichtssaal. = Aus dem Sp« ss-art, 30. ^Aug. Der Taglöhner Hock, der am 7. September 1915 bei Schweinheim die Dienstmagd Pauline Roth ermordete und sich brs ie&t zur Beobachtung seines! Geisteszustandes im Irren hause befand, ist für zurechnungsfähig erachtet worden. Er wird sich nunmehr am 18. September vor dem Würzburger Schwurgericht zu verantworten haben. — Auch der Taglöhner G ö p f e r t, der auf der Benediktshöhe die Privat- ftcru Christine Weiß ermordete, hat sich in dieser Schwurgerichts- periode zu verantworten. _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienste Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freilag, den J. Sept. 1916: Wechselnd beivöttt. Mein trocken. Tagsüber etivas wärmer. Letzte Nachrichten. Die ersten Schüsse. B u d a p e st, 31. Äug. Der Az-Eft-Berichterftutter Adorjan, welcher aus Bukarest im letzten Moment zurückgekehrt ist, berichtet über einen Angriff, welcher noch vor Eintritt des Kriegszustandes schon um 8V2 Uhr am Sonntag abend unter schmählicher Verletzung des ittternationalen Rechtes gegen mffeve Ängestellten im Grenzbahnhof Predeal gerichtet worden ist. Eine aus rumänischen Grenzwächtern und Finanzwächtern improvisierte Komitatschi-Bande richtete einen 2lngriff auf die ungarischen Beamten und Gendarmen und einen Kugelregen gegen die Zivckftüchttinge. Sie plündertenj dann im ungarischen Bahnhofsgebäude Personen und Zollgelasse. Nachdem aus Bukarest der Schnellzug schon am Sonntag nütp mehr nach Predeal abgelassen worden war, wurde die ungarische Bahnhofsftation in Predeal verständigt, daß am Abend ein großer Zug eintresfen werde, welck)er auch Flüchtlinge aiffnehmen könne. Der Zug blieb anßerl)alb des Bahnhofs stehen, nm dem rumänischen Gebiet nicht einmal nahe zu kommen. Die rumänischen Banden' schlichen jedoch an den Zürg und eröffueten das F«rer. Nach 8.30 Uhr wurde die ungarische Gendarmeriekaserne durch tm- mänische Grenzwächter unter Feuer genommen. Der ungarische Wachtmeister forderte die Rumänen auf, das Feuer einzusteUen. Als dies keinen Erfolg hatte, befahl er Gegenfeuer. Mt diesen Salven begann der Kamps zwischen Rumänien und Ungarn. Unter fortwäl/rendem Gewehvgeknall ging um 9.30 Uhr der letzte Zug aus Predeal ab. Die Räumung von Kronstadt. Bu dapest, 31. Aug. Nach den vorlicgeuden Einzelheiten über die Räumung von Kronstadt wurde diese rechtzeitig betätigt. Die flüchtende Bevölkerung konnte ihre Habseligkeiten zum Teil mit sich sortnehmen. Einige lxrtten 10, ja 15 Stück Handgepäck. Etwa 12 000 Personen dürsten die Stadt verlassen hoben. Der größte Teil der Bewohnet- mit dem Bürgermeister Dr. Schnell an der Spitze ist dort verblieben. Verwandten und Bekannten zeigen wir tiefbetrübt an, daß heute morgen 5 Uhr nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen ist und bitten um stille Teilnahme. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gießen (Mühlstraße 4), den 30. August 1916. Die Beerdigung findet Freitag, mittag 3V* Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. [011580 Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir innigen Dank. Frau Kath. Fink Wwe. und Kruder. Gießen, den 31. August 1916. Krofdorserstr. 51. 011586 Im Kampfe fürs Vaterland starb unser lieber a. B. stud. jur. Henny Sommerlad Vizefeldwebel und Offiziers-Aspirant im Res.-Inf.-Regt. 80. Ehre seinem Andenken! 6185D] Die Landsmannschaft Darmsiadtia! Statt jeder besonderen Anzeige. Nach kurzem Krankenlager entschlief gestern morgen im 76. Lebensjahr, unsere liebe Schwester und Tante Fräulein Chnstme Schneider Im Namen der Hinterbliebenen: Elise Ossman. grb. Schneider. Gießen, den 31. August 1916. vii584 Die Beerdigung findet in der Stille aus dem neuen Friedhof statt. Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bitte abzusehen. KeisßeZWscheuHMM in drei Preislagen [09132 empfehlen m Babnbofstrafie 27 Fernsprecher 231 Maus m Mamrine und Fcktch. Die der Stadt Gietzen zugewiesenen Mengen an Margarine und Feintalg gelangen bezirksweise in den Verkaufsstellen der Molkerei Gebr. Grieb zum Verkauf und zwar: . , . . _ _ _ _ . [ Brotmarkenbezrrk I, Schanzenstraze Frettag, den | IT, Plocksrratze 1. September 1916: | „ ui, BiSmarckstratze . i * IV, Schanzeustratze DienLtag, den | y Plockstratzc 5. September 1916: \ VI, Biömarckstratze Aliceschule. Das Wintersemester beginn für alle Kurse (Weißzeug' Naben, Hand - Arbeiten. Sdmcidern.Pügeln.Kochcn- . sowie für die HausbaltunaSfchule «mit halbjähriger Dauer) l Dienstag, den 26. September. DieHaushaltungssckule.dient auch zur Vorbereitung für die Seminare (Oiter-Amangi, deren Abgangszeugnisse zur staailichen Anstellung rn Hessen wie in Preußen berechtigen. Internal für auswärtige Schülerinnen. Prospekte gratis vom Vorstand des Alice- Schul-Vereins. Anmeldungen für die Haushaltungsschule spätestens bis 15. September beim Vorstand erbeten, mr alle anderen Kurse spätestens Samstag, den 23. September von 10—6 Uhr im S chulhaus, Steinstratze 10. 5574D am Sonntag, den 3. September 1916 auf der Rennbahn bei der Hardt. Wir laden unsere Mitglieder und Freunde der Turnsache recht herzlich ein und bitten um zahlreichen Besuch. Das Turnen beginnt um 9 Uhr vormittags. Die Turner marschieren gemeinsam um 8 15 Uhr vom Bahnhof Gießen ab. 6184D Ä Tnns tod II. Cafe Ernst Ludwig Heute [4794 KÜNSTLER-KONZERT Iseamatkiee neuer Ernte 5935 in sch öner Qualität empfiehlt Metnr. M »hn, Samenhandlung, Neustadt 8. Telefon 403. 557 4P Seifen pul ver-Verkauf In nur bester Qualität. 1 von morgens 8 bis 12 Uhr OCH 1. tfCjJUmülL und von 2bis6Uhr. Stern, West-Anlage 31, HilltttlMs. VII, Schanzeustratze VHI, Plockstratze IX, Bismarckstratze X, Schanzeustratze XI, Plockstratze XII, Bismarckstratze Freitag, den 8. September 1916: Dienstag, den 12.Septemberl916: Aus jede Fettmarke werden je nach Vorrat l /a Pfund Margarine oder Feintalg abgegeben. Die Preise find in den Verkaufsstellen angeschlagen. Es stehen genügende Mengen Fett zur Verfügung, sodatz ein Andrang gänzlich zwecklos ist. Gietzen, den 30. September 1916. 6194B Der Oberbürgermeister: Keller._ Fleischverbrauchsregelung. Unter Abänderung der Bekanntmachung über die Fleischverbrauchsregeluna vom 11. Mai 1916 wird für den Bezirk der Stadt Gietzen bestimmt: 8 1. Der Fleischverbrauchsregelung vom 11. Mat 1916 unterliegt das Rot-, Damm-, Schwarz- und Rehwild,- auf dre übrigen Wildarten und das Wildgeslügel findet die Bekanntmachung keine Anwendung. ^ ^ A § 2. Diese Vorschriften treten am 1. September 1916 Gietzen, den 1$0. September 1916. 6193B Der Oberbürgermeister: Keller._ Bekanntmachung. Die bei unserer Kasse während der Zeichnungsfrist der neuen Kriegsanleihe auszugebenden sog. „Kriegssparkarten" im Betrage von 2 Mk., 3 MK. und 16 Mk. werden vom 1. Oktober 1916 ab bis zwei Jahre nach Friedensschlutz den Erwerbern zu s°/°. verzinst. Es werden nur Barbeträge, also Neueinzahlungen, angenommen. Die Sparkarten können auch in Blocks zu je 20 Stück von Schulen oder anderen Personenkreisen bezogen werden, und ersuchen wirdie verehrlichen Schulen, Betriebe usw. des Bezirkes, etwaigen Bedarf alsbald gefl. anmelden zu wollen. Gietzen, den 28. August 1916. Bezirkssparkasse Gietzen. Zacheis. 6146P Spiritu»- Erfah 15953 Liter Mk. 1.30 auSHchl. &l. AOler-Drog., Seltevsrveg 39, Otto Schaaf. EinM-ipparaie aller erstklassigen Systeme Eisaiacb-GIäser MUapparate MtaUNn empfiehlt 5117a in grober Auswahl und zu günstigen Preisen Hai!8- und Küchengeräte-Geschäft Telefon 165 Neustadt 11 30 cm breit 36 cm hoch 12 yjgji (Glanz) mj (einschließlich Karton) Piiotograpfilen Eine Vergrösserung vollständig UHSCH 3 T 30 cm breit 36 cm hoch (einschließlich Karton) erhält jeder von seiner eigenen Aufnahme, der sich in der Zeit von heute bis einschliesslich Montag, den 11. September, einerlei in welcher Preislage, bei nns photographieren lässt. 3 Verkaufe Freitag frttb Ttagr* kl fern 8 Uhr an, eine etofcc Jejuna Salnt-, Seni-, Ufeff-r- «nd Einmack,gurken 100 Stück von Mk. 3— an am „^elsenheirer llnhn ho fstraße. [6178] Fran Frosch . S - “ “ > Die gründliche Anleitung tm Selbstanfertig-en 'von Kleidern, JBlusen usw., sowie das Aendern von alten Kleidern wird an Haustöchter erteilt. 6«jt Dauer des Kursus 6 Wochen 6X3 Stunden wöchentlich. Preis Mk 35.- Anmeldungen 2-4 Uhr, nachmittags. Settersweg 22 ITT. Gießen ein« 6192B 12 Postkarten von Jt 1.90 an 12 Visit (Glanz) für Kinder Jl 2.50 Bflait- • 12 Visit Mk. 4- — And. Formen BiSder • 12 Catlinst ML 8.- ent ^SS£ Bei mehreren Personen kleine Preiserhöhung. Gleiche Geschäfte In vielen Städten Süd- und Mittel-Deutschlands. Vergrößerungen nach jedem Bild. UliMM 84 i n ft i h m Ol «MM MioiM s m 8 m r.w ,ro IS SS 64 m Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Max Stahlberg, getragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 23. August 1916. Großherzogliches Amtsgericht. _ Grummetgras-Versteigerung der Fürstlich Solmfischeu Rentei Sich. ^as Grummctgras von den fürstlichen Wiesen wird versteigert: Montag, den 4. September 191«. vormrt- ~ **' von den Wiesen in der Gemarkung Ach^oberhalb^der^Stadt. susammen^ca. 50 Morgen. Zusammenkunft auf der Peinmühle. Sonntags von 10 Uhr vorm, an geöffnet. fürstlichen Wiese gegenüber der Ä'ndemselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in dem Schlotzgarten an der Gisenbayn- brÜ §m Anschlutz an letztere Versteigerung soll das GrummelgraS im Schlotzgarten versteigert werden. Dienstag, den 5. September 1916. vormittags vraris 9 Mir von der fürstlichen Riedwiese in der Gemarkung Mühlsachsen, ea. 11 Morgen. Zusammenkunsl in (Äeiä!zeitig soll dieseWieseinelfAbteilungen, alMorgcn für die Zeit vom 1. Fcumar 1917 bis zum 31. Dezember 10*12 an Ort und Stelle meistbietend verpachtet werden. Fürstlich Solmfische Renteu Gut bub. 6168V