Ar. m De-r fhtytm Arrz-t-er erfchemt täglich, cmtzer Sonntags. - Beitagcri: viermal wöchentlich GietzenerLami! rendiLtter; zwe-tmatwöcknnll.Nreis- dlatt für Len Kreis Sietzen (Dienstag und Freuag): zweinml monntl. LanL- wirtschgstttche Zeilfrayen Fernsvrech - Anschlüsse: sür die Schristleitung 113 Perlag,Geschaktsstel!e51 Adresse für Dratnimch- rrchtem Anzeiger Sichen. Annahme von Anzeigen iür d,e TageSmtmmer l)iS zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Freitag, 25. August WS nototfott^rad mb Verlag der Brührschen Amv.Such- und Slciirtruderei K. La-rge. Lchriftleitung. Seschästrstelle und Druckerei - Schuiftr. 7 Bszn gsvrei >: mcmatl. 90 Pf., viertel» jährl. Mk. 2.65: durch Abhold u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokalloPs., ausrv. 20 Pf. — Haupt» schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz. sür Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zer«: sür den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, . (WTB.) Großes Hauptquartier. 24. August. (Aruttich.) We st Li ch er Kriegsschauplatz. Nördlich der Somme sind gestern abend und nachts neu-' Anstrengungen unserer Gegner zum Scheitern gebracht morden. Die Angriffe der Engländer richteten sich wieder gegen den vorspringenden Bogen zwischen Thiepval und Bo- ziöres, sowie gegen unsere Stellungen um Guillemont. Bei und besonders südlich von Maurepas wurden starke frani- zöfische Kräfte nach teilweise ernstem Kampfe zurüügeschlagen. Rechts der Maas nahm der Artilleriekampf nachmittags im Abschnitt Wanrnont—Fleury. im Chapitre- und Gergw-alde an Heftigkeit bedeutend zu. Mehrfache französische Angriffe südlich des Werkes Thiamnont sind zusammengebrochen. * In den letzten Tagen wurde je ein feindliches Flugzeug im Luftkampf bei Bazcntiu und westlich von Peronne, in der Gegend von Richebourg und La Vassee abgeschossen. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. Abgesehen von kleineren erfolgreichen Unternehmen siegen russische Vortruppen, wobei Gefangene und Beute ein- gebracht wurden, nichts von Bedenlu/ag zu berichten. Balkan-Kriegsschauplatz. Auf den Hohen nordöstlich des Ostrovo-Sces setzten die Serben dem bulgarischen Angriff noch Widerstand entgegen. Ihre Gegenangriffe gegen den Dzemaat Jeri sind gescheitert. Alle Berichte aus den feindlichen Lagern über serbisch- französisch-englische Erfolge sowohl hier, wie am Wardar und Struma sind frei erfunden. Oberste Heeresleitung. Unsere bulgarischen Verbündeten fahren fort, die Flügel der Heere Sarrails zu zerhacken und aufzulösen. An den neuesten Ergebnissen spürt man es bereits, das; das bulgarische Heer mit deutschen, österreichisch-ungarischen und vielleicht auch türkischen Verstärkungen den Franzosen, Engländern und Serben überlegen ist. Aus dem rechten Flügel der bulgarischen Angreifer wurde die Stadt Kastoria besetzt. iDer neueste bulgarische Bericht gibt das Ziel der hier ein- 'setzenden Angriffe näher au. Die Höhe nördlich des Ostrowo- .Sees ist bereits besetzt. Es erfüllt sich das, worauf der Berner ,,Bund" in seinen Kriegsbetrachtungen bereits in seiner .'Mittwoch-Nummer hinwies: Ter Angriff erfolgte indessen nächst spitz, sondern richtete sich gegen bat ganzen Abschnitt Biklifta-Florina-Boniea zwischen dem Prcffpa- und bent Ostrowosee und scheint b:c Serben über Bi.klista liTtb Bcmica zurückgedrückt zu haben. Tie Kämpfe umspülen jetzt hier die Südflanke des von Norden nach Süden streichenden, hier Malta Nidze genannten Gebirgsmassivs, dessen .Höchsterhebung der Kfimakcalan (2525 Meter) ist. Verlieren die Serben ihre Stellungen südlich Bmrica und^gelingt es den Bulgaren, ohne Gefährdung ihrer eigenen rechten Flanke über Eksi.su vorzustoßen, so greifen sie südwestlich um den Ostrowosee Herr an intb bedrohen die Westslanke von Saloniki empfindlich. Tie braven serbischen Divisionen stehen ai Regierung an unsere Regierung. Wenn irgend eine solche Mittci- linng gemacht werde, würden wir, denke ich, zuerst mit lmseren Alliiertm l>eratai. Es hat aber keine solche Gröffinmg in irgend einer Form ftattgrpunbm. Wenn diese geschieht, so wird eS, wie ich sagte, unsere Pflicht sc'snl, mit den Alliierten darüber zu Rate zu gehen. Ich lfalte es nicht für wünschenswert, sich mit dieser Frage irgendwie weiter zu befassat. Was die Lage auf dem Balkan betrifft, so glaube ich, dag gegeinväctig in dreier Beziehung die militärischen Operationen, die ^ Saloniki begonnen haben, von wesentlichem^ Jrtteresse sind, und über diese irgend etwas diesem Hause zu sagen, wi'irde, das ist ganz ttar, für mich durchaus unangebracht sein. Was unsere Haltung! gegenüber der g r i e chi s che n Regierung bettifft, so hat das Haus davon .Kenntnis, daß es vor kurzem für uns unbedingt notMndrg air griechische Regierung bestimnlte Forderungen zu Iteuen. Sie wurden gcitetlt im Einvernehmen mit unseren Alliierten und wurden angenommen, wie das Haus lveiß. Die Regierungl L)ruiuois wurde entlassen und eine neue Regierung zur Macht be- rufen unter dem Vorsitz Z a i m i s, der ein allgemein geachteter ..cann rn Griechenland ist und der nicht wie es sonst dort üblich, an der Partclpolitlk beteiligt ist. Er ist ein Mann, der große Achtung t^entetzt, einen großen Einfluß hat und unsere Beziehungen mit seiner megienmg lind, soviel ich weiß, zu eiutzm durchaus befriedigenden: Schluß gekommen. . ' §V««5n weiteren Ausführungen sagte Lord Robert Ceeil: -r^ie Polittt der s ch w a r ze n L i st e n war einfach die, daß es unser ^ ^Ernunstig hielt, daß sein Eigentum, sein Kredit und seine Schiffahrt nicht zur Verfügung seiner Feinde gestellt werden sollten und daß seine Untertanen und Bürger dazu an gehalten werden Wltten, nicht mit gewissen Personen Handel zu treiben, wenn sie eurct) eine solche Handlungsweise die Feinde unseres Landes unter- l,atzen und damit die Vtacht des Feindes erhöhen, dessen Soldaten unsere eigenen Soldaten töten. Er glaube nicht, daß irgend eins ^and einicylteßlich die Vereinigten Staaten unter einem ähnlichen Zustande zögern würden, dieselbe Politik zu befolgen. Er sei über- zeugt, daß, wenn sie verstanden lvürde, ein Tadel daran als auf fal- )ck)er Unichailung beruhend und als unwesentlich erkannt werden wurde, und daß die Kritiker einsehen würden, daß die Regieruna bei dem, was )te getan, lediglich die Pflicht von Ministern eines Landen erfüllten, das in einen großen Krieg verwickelt sei n-.- ^er den nieder ländis d) c n Uebeseetru st: Es bestehe aller Grund zu der Annahme, daß er, im ganzen genommen, gut arbeitete. Einiges Durchsickern könne nicht vermiede werden Es fei da eine falsche Grenze ohne jedes natürliche Hindernis mit jehr hohen Preisen auf der einen und großen Vorräten auf der anderen Seite: was man auch für Vorsichtsmaßregeln treffen wurde, es würde doch immer einige Schmuggelei geben. Natürlich könne die briti, che Regierung der holländischen nicht vors-chreiben und wolle thr nicht vorschreiben, was für Schritte sie zu unter- uehmen habe Das liege bei den Holländern, und er müsse sagen, daß ihre Gesetze gut abgefaßt seien, um den Schmuggel zu unterbinden. Es wi ihre Sache, dafür zu sorgen, daß diese Gesetze ordnungsgemäß ausgeführt würden. Wenn irgend ein Mcnrgel bei der Esuhrung zu seiner Kenntnis gebracht werden solle, so werde er nach Möglichkeit dafür sorgen, daß dieser der niederländische Regierung mitgeteill würde. Im allgemeinen habe der Trust gut gjsnbcrtet aber es sei da ehr Druckt in der Lage .Hollands, der der Regierung große Sorge mache. Holland sei, was seine Landwirt!chaft betreffe, ein ausführendes Land, trnd vor dem Krieg- Habe cs eine beträchtliche Menge seiner Erzeugnisse in verschiedener Gestalt ausgeführt. Unzweifelhaft habe es vor dem Kriege einen vre! größeren Teil nach England ausgeführt, als seither. Die Holländer seren ein kaufmännisches Volk: sie könnten in Denffchland sehr viel höhere Preisen erzielen, als in dein vereinigten Königreich'und rn den alliierten Ländern, deshalb verkauften sie ihre Waren nicht. sei vour britischen Standpunkt aus keine befriedigende Lage In emtgen Waren habe England fast die ganze Einfuhr aus Holland seit Beginn des Jahres verloren, das sei durchaus nicht beftiedigerrd. Das sei entschieden eine schwierige Frage. Er könnck dem Hause nicht genau sagen, was die Regierung getan habe, um mrt ihr fertig zu werden, aber er könne dem Hause versichern, daß in den letzten Wochen eine entschiedene Besserung eingetreten sei. Er habe Veranlassung zu der Hoffnung, daß die Besserung in der Zukunft nicht geringer sein würde, als bisher, und die Engländer würden nicht sehr viel Anlaß zu Klagen haben im Vergleich zu der Lage vor dem Kriege. Ceeil sagte, er wolle nicht versiwechen, daß England befriedigt sein rverde, denn es werde niemals befriedigt sein, solange ein Krümel von Lebens, ur i t t e l n n a ch Den t schl a n d g e l a n g e. Die Regierung hab< die sehr schwierige Sache von verschiedenen GesichtsPuMen aus betrach'tzndüffen. Sie habe sich bemüht, den Fischmengen eine Grenze zu setzen, die aus Norwegen und Holland nach Deutschland gelangten und er glaube, daß die ergriffenen. Maßregeln im ganzen ihren Zrveck erfüllten. Churchill bläst auf einem anderen Horn. Rotterdam, 23. Aug. (WTP?. Nach dem ..Nieuwe Rot- terdamsche Courant" erklärte Marineminister Churchill gestern im Unterhause: Bor Verdun und an der Somme dauert das strategische Gleichgewicht fort. Der erbittette Kwups bringt keine fühlbare Veränderung in der allgemeinen strate,fischen Lage der beiden Armeen mit sich. Die deutsche Arm«m' waren niemals zahlreicher und besser ausgerüstet, als jetzt. Es stehen mch- deutsche Divisionen im Felde, als zu irgend einem anderen Zeit- vnnkt des Krieges. Wir miüssen, loenn wir den Sieg erringen wol^ len. unsere ganze Energie daraus konzentrieren. Deutschland spöttelt über unsere Siege: wir wissen, daß es der stircktbarste Gegner ist. Wir müssen in aller Ruhe auf ivissenschaftliche irnd systemasische Werse unser gmizes Leben für die Hauptaufgabe, die miser Law zu vollbringen hat, einriästen. Französische Verrohung. Berlin, 25. Aug. Viele übereinstimmende Nachrichtsn bestätigen, wie die „Nordd. Allg. Ztq." schreibt, die Tat. ache, daß in der französischen Armee rnneryaw des Kompagnieverbandes besondere Formationen ausgestellt wrrrden, die den ausdrücklichen Befehl erhalten, bei'einem Angriff in den genommenen Schützengraberr zurückzubbei^n und dort alles noch Lebende niederzunrachen. Die Truppen, denen dieses Henkeramt übertragen nnrd, bezeichnet die ftanzösische Dienstsvrackie mit: Les nettoheur^ auf Deutsch: Die Reiniger, Sauberer oder Auskehrrr. Ihre Ausrüstung besteht nicht, wie bei den anderen DLmruschaf- ten, aus ßKnoehr, Patronen und Bajonett, sondern ans eurem Revolver, einem Messer und einenr Sack voll Handgranaten. Wer von den Insassen von den Spreng stücken verschont geblieben, koimnt dennoch tttenlals lechend heran. > Ohlie Erbarmen und mit kalter Ueberlegung wird jeder ern- zeine, ob verwundet ober 1 xnbcärtntb«t, ob bewaffnet ober nicht, nieder geschossen ober erstochen. Und ba wegen unsere Nein de, fügt die „Nordd. Mg. Ztg.", uns Deutsche der Barbarei zu beschuldigen. Zur Rüü-ehr der „Deutschland". B e r t i n , 25. Aug. Aus allen Teilen des Reiches werden Meldungen verzeichnet, die von der großen Freude über die glückliche Heimkehr der „Deutschland" zeugen. Bei der Einfahrt des Tauchbootes in die deutsche Bucht erschien ein Flieger, der aus die „Deutschland" zuhielt. Sein .Mrs erweckte zunächst, eine gewisse Unruhe. Indessen^ war das Flugzeug alsbald an den Kreuzen kenntlich. Es senkte sich bis auf wenige Meter über das Tauchboot und „Willkommen in der Heimat!" klang es herab. Es war der erste Gruß, der Kapitän König und seinen Leuten bei der Rückkehr zuteil. Gleich wie bei der Ankunft der „Deutschland" in Balti- nwre begeisterte Deutsch-Amerikaner erhebliche Summen für die Mannschaft und ihren tapferen Kapitän zeichneten, haben auch seht eine ganze Anzahl Großkaufleute der Reederei für die Mannschaft, den Kapitän und sogar für die Besatzungen der künftigen U-Handelsboote beträchtliche Summen zur Ber- sügung gestellt, die nahe an die Hunderttausend reichen. Die Rückfracht, die das Schiss genommen hat, ist sehr reichlich. Die Erwartungen der Reederei in Bezug auf die Ladefähigkeit sind bei weitem übertroffen worden. Bremen, 24. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) lieber die Einfahrt des Handels-Unterseebootes „Deutschland" erfahren wir noch folgendes: Herr Alfred Lohmann fuhr der „Deutschland" bis ans die Höhe von .Helgoland entgegen. Er begrüßte dort den Kapitän, die Offizrere und Mannschaften, die sich in großartiger Stimmung befanden und sämtlich erklärten, sich für eine neue Reise wieder an- mustern p lassen. Herr Loh mann nahm die wichtige Kurier- 'post in Empfang. Das Schiff hat eine sehr gute Ladung genomnren. Tatsächlich wurden die Erwartungen der Reederei in Bezug auf die Ladefähigkeit übertroffen. Es war ein geradezu erhebender Anblick, wie die „Deutschland" am Horizont sichtbar wurde. Das Dock war von Wetter und Wogen hart mitgenommen. Kapitän König in seiner schlichten Seemannsart stand aus dem Turm des Schiffes und gab ruhig und bestimmt seine Befehle, trotz des großen Augenblicks. Nichts schien ihm mehr am Herzen zu liegen, als' die kostbare Ladung dem deutschen Volke sicher zuzu- sühren. Bremen, 24. Aug. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Börsenversammlung hielt der Präsident der bremischen Handelskammer,Achelis, eine Ansprache, der glücklichen Heimkehr des Handelsunterseeüootes „Deutschland" zum Gedenken: Mannesmut und Selbstverleugnung trotzten den Gefahren, ließen das große Werk zur Bollendimg werden und trugen einen. Sieg über die Verfolgung der Feinde davcht, die dem Schifte den Ausgang ans der neuen Welt und den Eingang zur alten Heimat versperren wollten. MannesmM und Selbstverleugnrmg sind die Merkmale unserer Tage: damit einen sich Trerte im Aushalten, auch im Leiden. Treue zum Heimatboden und Treue zu unserem > Kaiser. Ter „Deutschland", die die Meere kreuzte, gelten unsere » guten Wünsche für alle Fahrten der Zukunft, dem Derckschtand, dem wir alle eingeboren, unsere (Mxnifen, Hoffnungen und -Wünsche für Zeit und Ewigkeit! Unserem .Kaiser aber gehört^ unsere Treue bis zum letzten! Darum, meine Herren, stimmen Sie mit .mir in den Ruf ein: Deutschland jetzt und immerdar: Heil unserm Kaiser! Seine Vdajestät der Deutsche Kaiser Wilhelm II.. Hurra! Glückwünsche und Kundgebungen. Berlin, 24. Aug. (WTB.) Der Kaiser hat gestern an die Deutsche Ozean-Reederei in Bremen folgendes Telegramm gesandt: „Mit herzlicher Freude empfange ich soeben Ihre Meldrmg von der glücklül-en Heimkehr des Handelsunterseebootes „Deutschland." Indem ich der Reederei, den Erbauern des Bootes und den tapferen Seeletiten unter Kapitän Königs Führung die wärmsten Glückwünsche ausspreche, behalte ich mir die Verleihung von Auszeichnungen für die großen Dienste vor, die sie alle dem Vaterlande geleistet. Wilhelm I.R. Berlin, 24. Aug. (WTB.) Der Präsident des Deutschen Reichstages, Dr. Kaempf, hat anläßlich der glücklichen Heimkehr des Handels tauch bootes „Deutschland" folgende Depesche an Alfred Lohntann gerichtet: Vorsitzenden des Aufsichtsratzes der Deutschen Ozean-Reeder er Bremen: Ich beglückwünsche Sie munens des Reichstages zu dem gewaltigen, ganz Deutschland bewegenden Erfolge, den Sie und Ahrc Gesellschaft drrrch die glückliche Heimkehr Ihres Handelst tauchbvotes ^.Deutschland" errangen lsaben. Ein dreifaches Hurra Äem heldeirmütig!L7t Kapitän und den unerschrockenen Offizieren lund Mannschaften der „Deutschland". Kämpf, Präsident des Deutschen Reichstages. Budapest, 24. Mg. (WTB.) Das Abgeordneten- haus hat mit einstimmiger Begeisterung beschlossen, an den Präsidenten des Deutschen Reichstages anläßlich der .glücklichen Heimkehr der „Deutschland", wodurch ein neuer Beweis deutscher Kraft, deutschen Wissens und unerschütterlicher Ausdauer geliefert worden sei, ein Gtück- wunschtelearanan zu richten. Der Seekrieg. Maaßluis, 24. Aug. (WTB.) Heute früh wurde zehn Meilen vom Maaßlnrs-Leuchtschiff der norwegische Dampfer „Belox", der mit Lebensmitteln von Rotterdam nach London unterwegs war, torpediert. Die aus elf Mann bestehende Besatzung wurde gerettet. Aus dem Reiche. Eine Antwort des Reichskanzlers. Magdeburg, 24. Aug. (WTB.) Auf die Berttcmens- kundgebung des Hauptausschusses der Bereinigren Unterbeamten-Vereine Magdeburg hat der Reichskanzler an den Vorsitzenden der genannten Vereinigung, Eisenbahn-Magazinanffeher Ehebrecht, folgendes Schreiben gerichtet: Berlar, 20. August. Sehr geehrter Herr Ehebrecht! Sie 'haben im Aufträge des Vorstandes der Bereinigten lütter* beamtrnvereinc Vtagdcburg in herzlichen Worten dem Vertrauen, der Bereme M nreiner Politik Ausdruck gegeben. Düse Kundgebung, die, wie ich aus dem mitübersandten Bericht über die Hanptausschußsitzmrg voM 19. I'icki ersehe, einmütige Mfnahme gesunden 1>at, ist mir eine roerlvollc Hilfe auf dem Wege, den die Pflicht mich gehet! heißt. Ich bitte Sie, den Vereins Mit gliedern meincnr wärufften Dank zu übermitteln und Ihnen zu sagen, daß nichts mein Vertrauen in den ft arten und treuen Gei ft des deutschen Volkes erschüttern kann, der sich in diesem heiligen Kampfe um die Verteidigung und dauernde Sichtung un- )cmx geliebten Heimiat je länger, desto schöner betvährt und uns aller feindlichen Uebennacht zuin Trotz dem Siege uno ruhmreick-en Frieder: cntgegmführt. Mieten auf sich in der Erdbedecknng bildende Riffe rmd Oeffnnngen. durch welche die Luft an das Sänerungsgut gelangen könnte, G rn den Arbeitsplan einer bestimmten Person aufzunrhnrcn. (vntcs Sauersutter muß einen an et nehmen säuerlichen Geruch. etttra poij saurer Milch, haben, andernfalls' ick durch irg.ndwllch- Ruchlos rgkert keine Milchsäure- swtdern ButtersLuregärung entstanden und düs Futter ist mehr oder weniger unbrauchbar. Bei obene sind wasserdurchliissigen in Sand- odcr 5)unrusbödcn angelegten vorzuziehen, da bei letzteren die Näl?r- stoffverluste durch Versickerung von Zellsaft besonders groß sind. Tie Wände der nicht ausgemauetten ffstuben müssen utit gutem Stroh ausgelegt werden, alle Gruben siltd vor der Beschickung auf das Sorgfältigste zu reinigm. Ber der Einsäuerrmg hat man ztvei Arten, die Reinkultnr- einsäuerimg und die tvilde Einsäuerrmg zn unten cheiden. Bei der erfteren werden die Gärungserreger (Milchsäurepilzreinkilltitren) dem Säuerungsgnt in Mengen von ungefähr Vz Prozent des ffse-- .Wichts hes Einsäuerungsmaterials zngeseht. Dieselben sind zum Preise von 1 i>Nk. mit ertrsprechender Gebrauchsanweisung vom Institut ftir Gäruugsgewerbe. Tstrlin N„ Sees'ttaße zu beziehen. Bei der wilden Sänerurtg überläßt nistn die Bildung der (Mrungs- erreger, die überall in der Luft und am Sänernngsgut vorhaitden sind, sich selbst. Der Reinkultnrcinsäiuermtg ist ander 'allen Umständen der Vorzug z!u tfeöen. ba es mit ihrer Hilfe bet gewissen^ Hafter Jnnehaltmlg der Vorschriften gelingt, die Verluste an Nährstoffen auf em Mindestmaß zu beschränkest. Bei der Efttbringtmg des Säuermtgsgutes in die Gruben sind, unabhängig davon, ivelches Einsäuerungsversahren gewählt unrd, folgende Punkte besonders zu beachten: Dem Säuernngsgitt darf möglichst wenig Erde anhaften. Es muß bei der Einbringung in die Grtlbeit möglichst kurz bezw. klein gestantpft werden, dies geschieht zweckntäßig mit L-Eisen oder Spaten. Hierbei wird es von selbst sckwn fest eiugelagert, ein Festtreten durch Menschen oder Ockffen kann zweckmäßig außerdeni vorgenommen werden. Hohlranme dürfeit sich unter keinen Umständen bilden. Wurzel- tind Knollettfrüchte kömren roh o->er gedämpft eingesänert werden. Das 'Einsäuent gtchäntpfter Früchte ist vorzuzieben. es Das heutige Kreisblatt Nr. 102 enthält Bekanntmachungen über weitere Ausnahme von der Bekanntmachung über Nohtabak, Durchführtcng der Verordnung über Gerste, Bereitung von Obstknchen, Abschuß von Eichhörnchen und Eichelhähern, Verkehr mit Taubert; Ausführung des hessischen Gesetzes über die Entschädigung für an Milzbrand. Rauschbrand und Schweinerotlaus gefallene Tiere und Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Städtischer Eierverkaus. Samstag, den 26. Aug. 1916 wird für die Brotmarkenbezirke I—IV auf die in der Brot- marken-2lusweiskarte vernierkte Personenzahl je ein Ei zum Preise von 26 Pfg. für das Stück abgegeben. Siehe Bekanntmachung im heutigen Blatte. Landkreis Gießen. •• Garbenteich, 25. Aug. Dem Vizefeldwebel W e h r u m von der Feldbahn-Betriebs-Ko nrpagnie 104, im Osten. Inhaber der Hessischen Tapserkeitsntedaille, ist das K. und K. Silberne Verdienst- kreuz mit der Krone verliehen worden. g&. Grünberg, 25. Aug. Lehramtsasieffor Dr. Heinrich L e v v e r, früher an der Realschule in Grünberg, starb den Heldentod fürs Vaterland. xa. Lauter, 25. Aug. Dem Gefreiten Julius Möbus in der 4. Jnf.-Mun.-Kol. 18. Armeekorps wurde das Eiserne Kreuz verliehen. ** Lich , 25. Aug. Vizefeld webe! d. Res. Di pl.-Jugenieur Ehr. Werner wurde bei den Kämpfen vor Verdun mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse artsgezeichnet. ** O b e r - B e s s i n g e n , 25. Aug. Dem Maschinengewehr- schützen Ernst Rink er von hier wurde das Eiserne Kreuz-zweiter Klaffe verliehen. Rinker erhielt vor längerer Aeil die Tapferkeitsmedaille mtb wurde jetzt zum Unteroffizier befördert. ke. L o l l a r, 25. Aug. Der dem Rittergutsbesitzer H e itheck e r irr Oberweimar gehörige Hof wurde ein Raub der (jlammetu Die sämtlichen großen Heuvorräte find verbrannt. ** Wieseck , 25. Aug. DiuSketier Heinrich H e ck r o t h von hier erhielt am 12. Arrgust wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hess. Tapferkeitsmedaille. Kreis Büdingen. ke. V ü d i n g e lt, 25. Aug. Das Getreidelesen ist hier an Sonntagen verboten worden. Kreis Alsfeld. 25. Ang. Denr Pionier Robert M e y - bei der Strrrmkolonne der 5. Attillerte wurde dem Kaiser das Eiserne Kreuz eigen- 02. Alsfeld, t h a l e v von hier am 18. August von händig überreicht. Kreis Lauterbach. ^AusdenrOberwald, 25. Aug. In diesetn Jahre ist die Himbeerernte nicht gut ausgefallen. Zur Zeit der Blüte bat es zu viel geregnet. Man sieht auch nicht so, wie voriges Fahr^ die BeerensaTnnrler dem Oberivüde lltsttvnven. Damals gingen ganze Scharen von Frauen, Kindern und rnüttulichen Jugcndllchen mit dem nötigen Essen für den Tag trnd Gefäßen versehen., des Morgens! >rus dem Torfe hinaus, um die im WalÄe versteckt stehende Hiin-, beere zu suchen. Und rvie warert sie avettds mit Beeren rewf). bei wird überall dort Schwierigkeiten machen, wo keftte größeren Däntp- laden! Dieses Jahr ist es damit nichts. Nur ganz vereinzelte Pev fungsanlagen (Brennereien. Dämpfturgssüsser usw.- vorlranden > sonen motten sich diese NahrnngSquelle denn dach nicht entgehenl sind. Nichtgedampfte Bodensrüchte müssen sehr stark ze-rlletnert werden tutb zwar durch 3 Eisen, Spaten, Sckxffbenschncide und Schnitzel- Maschine, Düngermühlen usw. Das Einsärrerungsgut must bis zn einer Höhe von ungefähr 50—60 Zentimeter über den oberen Rand der Gruben aufgeschickstet werden, damit bei dem späteren, durch bie Gärung verursachten Einsacken, keine Vertiefungen entstehert, in denen sich Regenrvasser sammeln kann. Die auf diese Weise beschickten Gruben werden mit Stroh abgedeckt und 50—80 Zentimeter hoch mit Erde beworfen, die Erde must glatt und fest angeschlagen^ werden, damit das Reacnwasser ablänft. Eine tägliche Kontrolle der lassen; sie müssen jedoch mtt einent ganz bescheidenen Tell vorlieb nelnnen. Während voriges Jirhr ein Sammler bis zu 30 Pfund täglich zu pflücken imstarrde war, kvnrmt er dieses Jahr kaum aus 10 Pfund. § Aus dem östlichen Dogelsbera, 25. Aug. Man ist jetzt so recht mit dem Schneiden des Roggens beschäftigt. In diesem Jahre ist rvohl arrcl) viel von dieser teueren Frucht angebarrt worderr, denn überall sieht mart Harrserr ans dem Felde steherr. Ein geschlossenes Feld mü solchen arrsgesehten Haufen, wie man es hierzulande häufig hat, sieht recht verheißungsvoll aus. Ärtte Schotten. sk Schotten, 25. August. Auf Anregung des Hauptaus- schufses. für krie gs, vi rts cha stl ickv' Sammluntier: und Verimrttmg von MfäNen zu Darmstadt siird im diesseitiger: Kreise vier Bezirks- lstellcn zur Sammlung von Olfftkernen, Zeitungen, Zeitschriften, Altpapier, Kastanien. Eicheln. Birchckeri: usw. errichtet worden, an die genannte Oü:genstände abaoliefert werden sörrrrer:, rurinllch in Schotten: Leiter: Lelwer Kröll: Lau bach: Leiter: Ächrer Maffirrg: B o b e n h a u s e n II: Leiter: Lehrer Braun: Over-(See men: Leiter: Lehrer Keller. Leite:- der Kreis- ^amnrelstelle des Kreises Schotten ist Schulrat Kreisschulinspektor Feuerbach zu Schotten. § Hart mannshain, 25. 9kug. Seit einiger Zeit l>errscht Ml hresrgem Bahn Hofe ein ganzer Betrieb mit Heu verladen. Es werden täglich fast durchschnittlich 10 Waggon ladefertig gemacht und gar oft fehlt es dann noch an leeren Eisenbahnwagen. B^ablt werden für den Zentner 3,00 bis 3,20 Mark. Der Vogcls- bergcr Bauer weis; aber auch jedes Fleckchen anszunntzen -- jede mit Gras bewachsene Stelle wird abgemäht und ivenn es meist auch.nur ein ganz kleines Dumitum Heu darauf gibt - und dem Mw Yen „Stock" in der Schmer zu geben. Wächst an solchen Plätzen: lnn Hecken, an Rainen und Wegen gerade kein Gras, welches sich M Heu eignet, so wird es doch abgemähl, dürr gemacht und zum Streuen verweirdet. Dieses Zeug ist in diesem Jahre, zu dieser Zeit, bitrcb das vorige stvohanme Jahr auch sehr begehrt. Ist alles Heu geerntet, wird von denr grwßen „Stock" Heu das überzählig:? Quantum, welches der Landwirt nach jahrelanger erpwbter Praxis gut at^-uschätzeu nreiß, dem Bahnlws snr Verladung zugefahren. ga. Laubach, 25. August- Ter Landsturrnmann, Unteroffizier Karl Otto Jäger, der schon längere Zeit die Hessisch Tapferkeits- lnledaiUe l«esitzt. erhielt dieser Tage auch das Eiserne Kreuz 2. Kl. Das gleiche Ehrenzeichn erhielt mit 17. August der Dragoner Gefreiter Wilhelm Semmler im Dvagoner-Regt. 23, zurzeit in: Ins Regr. oL SemMler sieht schon seit dem ersten Tage der Mobilmachung im Feld. — Trotz des Krieges hatte sich in den vergangenen sonnigen Wock)en eine größere Zahl S o ntinerfris chler hier ern.schunden. um wie alljährlich die Zeit ihrer Sommerferien der Erholung zjn widmen und sorgenfrei zu verbringen. Jir: Solmserhos tvaren Knallen trnd Mädchen aus Gießen in größerer Zahl zur Er- hodrng längere Zeit untergebracht. Da nun seit einigen Tagen die WiLierrmg uMgeschlager: ist, ist auch der Frenrdenverkehr schnell Mrückge-mngen. — Auch für unsere Getreide- und Kartoffelernte durfte das lätlgere Anhalten dieses Regenabschnittes nicht von Nutzen sein, zumal die Fruhkartoffelernte durch das nasse Wetter selw gelitten Ixit. Obst, besonders Hoch tapse l und Zwetschn gibt es itt besriedigetrder Mdtlg?, so daß die neuen emaillierten Kessel bald in Tätigkeit treten und die Probe für ihre Tauglichkeit abgeben dürften. Kreis Friedberg. oz. Friedberg, 25. Llug. Zur Rückkehr der „Deutschland" bat ein hiesiger ^Bürger der Niannschaft des U-Bootes 300 Mark übersandt. — Unter dem Namen ,Lcl>ensmittel-Ein- f a u f s v e r e im i g tl u g F r i e d b e r g" haben sich fast aUe Fried- 1>erger .Kolonial,varcngcschäfte zusrnnUiTNgeschlossen; dieser Zusammenschluß beruht erstens auf behördlicher Anregung, zioeiiens. um die wirtschaftlichen und Dtandcsinteressen bessac gewahrt zu wissen, loeiter darin, durch geschlossenen Einkauf m:d die dadurch erzielten Vorteile die Kunden stets gut und preiswert bedienen zu können. — AusderWetterau, 25. Aug. Wir stellen m i t t e n i n der Ernte, an einzelnen Orten geht es bereits dem Ende zu. Bereits sind Korn nnd ('berste, die Brotfrucht des Landmanns, in der Scheune untergebracht. Soweit nich allzu große Aengstlichkeit zn allz!n frühem Einfahren veranlasse, so kann man sagen, daß diese Fruchtarten gut nnd trocken eingebrackut worden sind. Bereits sind die Dreschmaschinen schon an der Arbeit und Probedrusche dieser beider; Getreidearten Haber: ein ersreulick>es Mehrergebnis gegen das Vorjahr ergebe::. (bogerrwärtig wird der Weizen eingefahren. Wenn auch hier und da der Gitterrost Blätter rmd Stengel befallen hat, so cht er doch nicht die ilAirkiiugeil gehabt, die man befürchtete. Auch das starke Ariftteten der Zottelwicke, stellenweise auch der Vogelwicke, haben den Erttag des Weizens beeinträästigt. Infolgedessen Hab«: die Probedrusche den Mvrgenertrag nur um ein Geringes den des Vorjahres übertrofsen, nämlich Malter. Hingegen iiticrtrTfft die Hafer er nte alle Schätzungen. Während voriges Jahr eine Mißernte zu verzeichnen war. kann man die diesjährige als Vollernte bezeichnen. .Halme von Manneshöhe siiw keine Seltenheit nach selbst geringe Böder: bringen fast Höchterträge, x Es ist nrit Bestimmtheit darauf zu rechne::, daß nicht mir die Haferration für die Pferde erhöht wird, sondern auch die fast ganz von: Markte verschwundenen Haferflocken und das H a s e r n: e h: als wichttge Nahrungsnrittel wieder zu haben sein roerden. Auch der Strolnnangel des Vorjahres ist behöbe::. Der vielfach im Hafer gesäte Klee war durch! die mnstige Witterung sehr gewachsen und zeigte die Knöpfe. Dadurch wird der Futterwert des Strohes noch erhöht. Die Woche schlechtes Wetter hat so gut wie keiner: Schaden verursacht, nrrr ganz vereinzelt war der Hafer in den Klecken gewachsen, da die Bauersleute, sobald er einigermaßen ab- chtrockrret itxtr, die Muhe des Wendens nicht scheuten. Jetzt imü noch zwei Wochen So mm erlvetter und darin wird eine Ernte eingebracht sein, die alle Hoffnungen unserer Feinde, uns auszu- hnngerr:, für das dritte .Kriegsjahr zuschanden iverden läßt. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 24. Aug. Die Insassen von Kölner Lazaretten weilten gestern und heute hier. Sie hattet: rnit einem Dampfer einer: Ausflug nach Bingen nnd Rüdes- heim nnternomlnen, Veranstaltern: gesterr: mit der mitgebrachten Musikkapelle ein Konzert in den Rheinar:lagen nnd fuhren heute nach Rüdesheim h.nd dem Nationaldenttnal m:f denr Niederwald. Besonders poetisch nahm sich, das in aller» Frühe heute erfolgte Wecken durch Tronrpetensignale und Trommeln ans, wobei die Trompetensignale sich in den Straßen unserer Stadt regelrecht antworteten, während die Klänge an den .Hängen unserer steilen Berge verhallten. Bingen als Garnisonstadt würde doch sehr viel für sich haben. ko. Eberstadt b. Darmstadt, 24. Aug. Händler geben hier bekannt, daß sie Z w e t s ch e n zu 32 Mark den Zentner auikaufen. Ein so hoher Preis wurde hier noch nie geboten. — Worms, 24. Aug. Der Kommunalverband Worms setzte heute Richtpreise für Hasen n n dRebh ü h n e r fest. Im Kleinverk.ist dürfen nachstehende Preise nickst überschritten werden: Junge Rebhühner das Stuck 95 Pfg., junge volle 1,30 Mk 'üi: Hase über 5 Pfund mit Fell 5Mk., ein Hase über 5 Pfund abgezogen 4.75 Ms. Des-Interesses weger: sei hierbei erwähnt, daß man am Donnerstag in den besseren Speisehäusern Frankfurts für ein „Rebhuhn mit Kraut" die Kleinigkeit von 4,50 Mk. anleget» r wußte. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 25. Aug. Mit den: Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde Geireiter der Reserve Lehrer Wilhelm Burkhardt. Jiü.-Regt. Nr. 137. Wa. Dutenhofen, 25. Aug. Für das Vaterland gestorben ist Gefreiter Ludwig Volk, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 91, 10. Komp. Er ist Inhaber der Hess. Tapierkeitsmedaille. Hessen Nassau. 250 Jahre ..Verlobter Tag". — Flörsheim cr. M., 24. Aug. Am kommenden Montag, 28. August, feiert die Gemeinde zum 250. Male den „verlobten Tag". Der Tag hat seinen Ursprung im Pestjahr 1606, das in Flörsheim von 1000 Einwohnern fast 300 dahinrasfte. Angesichts dieser furchtbaren Geißel gelobten die Florsheimer eine Wallfahrt, „solange als noch in Flörsheim ein Stein auf dem andern liege". Nach Abhaltung der ersten Prozession ging nach dem Ehronisten die Seuche zurück und erlosch bald völlig. Bis 1866 ivurdc der „verlobte Tag" alljährlich am 28. Juli gefeiert. Dann wurde er aus zwingenden Gründen auf chen letzten DLontag des Monats August verlegt. Das Gelöbnis von 1666 haben aber die Flörsheimer Heuer ent Vierteljahrtausend gehalten. Hessen-Nassau. G Marburg, 25. Auq. Am Süd-Bahnhof ist jetzt ein K r e: s - L a g e r h a n s f u r G e t r e i d e, Akehl und Futtermittel erbaut und bereits in Benutzung genonuncn worden. — In: Dorfe Kern-b ach verbrühte sich bei dem bei der Dreschmaschine begndlichen Wa„erbehälter ein 8 Jahre alter Junge derartig, daß er An den erhaltenen Verletzungen starb. ~ Bad Homburg v. d. 24. Aug. Bon den Fluren eines hieligen Hotels wurden in der vergangenen Nacht 11 Paar Schuhe, die von den Hotelgästen zun: Putzen herauSgestellt waren, g e st o h l e n. Der arme Wirt .ist für den Schaden natürlich haftbar. - . ^ Öüitau, 24. August. Dem in der Versammlung dVerein dreier: Straßen entlang möglichst iuncrbalb des Bades SchreoerAärlen anzulegeri. die mit Bäumen und Strauchern bepflanzt w Schutz gegen den Staub bieten Werder:. M:t dem Lickit-Lustoad ist beabsichtigt ein Schwimmbad zn vcr- bmden. Auch das kleine städttsche Waldgelände, das dem Ererzier- platz nach, der Äarstraße zu vorgelegt ist, soll angepachtet werde::. Der Verein beabsickitigt nach Errichtrmg des Luftbades mit den Kinderfchutz- und Pslegevereiner: in Verbindung zu trete::, Ferien- kruder aufzunehmen, den Schulen, sowie den Turn- und Sport- vereinen das Bad zum Freilichtlunieu zur Verfügung zu stellen, um so weitgehend die Voltsgesundheit zu fördern. X. Kassel, 25. Ang. Um Müttern vor und nach derEntüir:- dung dre Abfertigung in Lelrerrsmittetgeschästeu zu erleichtern, gibt der Magistrat der Stadt Kassel eine Börzugskarte für solche Mutter m:s. Die Kirrte berechtigt zur vorzugsweisen Abfertigung auf die ^.auer von sieben Mvfuaten vom Tage ihrer Ausstellung ab. 55 Schlüchtern, 24. Ang. Der Krersansfchuß i'ibennrnmt für OK gesamte diesjährige Obsternte im ^kreise den '?br- und Verkarrs aller Obstsorten. d?ach Versorgung der einheinttschen Be- Völkern::g rnit den: Winterbedarf verkauft der .Kreisausschuß den Ern te über s chu ß nad), auswärts. Die Obstzüchter Ves Kreises haben ihren Ueberschuß genau d e urch italienisch.' Konsularagent und einige Italiener au-s Seres sind in Saloniki eingettoffen. Die neue Lüge auf dem Balkan. Genf, 25. Angnst. Die Radio-Agentur mckldct aus Athen, daß die Bulgaren ihre Operationen in Ostnnrzedonien fort setzen, olmo vor: den griechischer: Truppen behindert zu werden. Drei griechische Divisionen ivurden in Kavalla eingeschifii. um die Rückfahrt nach Alt-Griechenland anzutreten. In den griechischen Forts, die die Bulgare:: besetzter:, befanden sich noch Geschütze nebst Munition. Siiblich nnd südöstlich Florina daueri: die heftigen Kämpfe an. — Lyoner Blätter melden aus Saloniki, daß die Bulgaren, von den Albanern urtterstützt, in' der Richttrng Kori tza-Hochepi aus vorrnrcken. Rumänien urid die Entente. L u g a n o, 25. Aug. Die .^Ztalia" schreibt zur Durchsührur:g des Hauptzweckes der Bai kan offensive, nämlich der Durchschrreidmrg der Verbindung der Zentralmächtt nrit der Türkei reiche auch eine l>albe Million Truppen nicht aus. Gs könne nur gelingen, wenn die Rumänen mittun würde,:. Würde das nicht erreicht, so rverde aus diesem Schauplatz nichts Erttjcheidendes geschehen und Garrail sich lveiter daraus beschränke masten, j>mtsche und bulgarisch' Kräfte festzut-alteu. Das gleiche sagt der Militärkritiker des „Giornale d'Jtalia": Ohne Rumünierr sei nichts zu nrachen. Dabei ,vrrd. wie am Arffang des vorjärigen Balkanfeldznges, die Zahl Ber deutschen und bulgarischen Streitkräfte möglichst gering erngx^ schätzt, obgleich das „EKormate d'Jtalia" in einem Telegramm aus Athen berichtet, auf beni_ äußerster: linken Flügel an der Struma seier: deutsck-e und bulgarisch Divffimwn zum Angriff übevgvgangQr. Der kleinlaute Venizelos. Amsterdam, 25. Aug. Nach einem, hiesigen Blatte hat Venizelos einen: Korrespondenten de:' „Times" in Althen mitgeteilt, daß er vor denr bulgarischn Einmarsch in (Griechisch- Mazedonien, erwartete. daß seine Partei der den Wähler: 215 von den 330 Sitzen in der .Kanrmer erhalten wurde. Jetzt glaube er aber, daß die Wahlen nicht Möglich! fest: lver'den, ivenigstens nicht in dem von der: Bulgaren besetzten Gebiete. kMNger Kriegsaufschlaa GalemAleikum GalemGolö (OoIckmurrckLkück) Aigcrreiien. Itevescssds? pl°ejL^ r 3)i 4 5 6 fl io 4 5 ö 6 10 12 Pf.cLSKkk O, Vaterland, du forderst viel, Wiedersehn war seine Hoffnung. Ach du warst so glücklich und zufrieden, Und von allen so geachtet und geliebt, Deiner Lieben Hoffnung, Trost und Freude, Wie es deinesgleichen wenige nur gibt. Plötzlich wurdest du von uns gerufen, Mußtest in den Kampf fürs Vaterland. Nie kannst Du zu uns mehr wiederkehren, Liegst begraben in des Feindes Land. Ach, wir können dich ja nie vergessen, Solang’ wir noch auf dieser Erde gehen. Denn wir nur wissen, was wir an dir besessen. Ruhe sanft! Hab Dank! Auf Wiedersehen! Leicht sei dir die fremde' Erde. Schmuck und Hoffnung sind nun entschwunden, Vorbei der Traum von künftigem Glück, Geblieben nur herbe, unheilbare Wunden. Kein Klagen u. Weinen gibt dich zu uns zurück. Nun ruhe sanft, mit Helden Seite an Seite, Die Liebe zu dir bleibt unseres Lebens Geleite. Ruhe sanft in fremder Erde. Nach zweijähriger treuer Pflichterfüllung starb auf dem Felde der Ehre am 1. August den Heldentod fürs Vaterland mein herzensguter Mann, seines Kindes treusorgender Vater, mein guter Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Gefreite Ludwig- Volk Res.-Inf.-Regt. 81, 10. Kompagnie. Inhaber der hessischen Tapferkeitsmedaille, im 32. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Frau Marie Volk, geb. Müller, Familie Karl Hildebrand und Kind Familie Karl Hossbach Ludwig Volk, Vater Karl Volk Familie Otto Volk Kathrine Volk Philipp Volk nnd Frau Familie Georg Müller, Schwiegereltern Familie Ludwig Volk Familie Wilhelm Hofmann Familie Ludwig Viehmann Ludwig Weber und Frau. Dutenhofen, Aliendorf und im Felde, den 24. August 1916, [011456 Für die vielen Beweise ausrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Entschlafenen sagen wir allen auf dieiem Wege unseren herzlichen Dank. 011450 Im Namen aller Hinterbliebenen Joh. Glöckle. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber, guter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Willi Fink im blühenden Alter von 20 Jahren am 17. ds. Mts. den Heldentod erlitten hat. In tiefem Schmerz: Frau Kath. Fink Ww. nebst Kinder. Giessen (Krofdorfer Str. 51), den 25. August 1916. , 011457 Heute früh 5V 2 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden mein guter. innigstgeliebter ]\Lann, unser herzensguter Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Oi^kel Rentner Adolf Möller im vollendeten 77. Lebensjahre. Giessen und Zürich, den 24. August 1916. 6055V In tiefer Trauer: Frau Susanne Möller Familie Emil Brinkmann Familie Eugen Walleniels. Die Beerdigung findet Samstag, den 26. August, nachmittags 5 TThr auf dem alten Friedhof statt. f m Wegen Erkrankung meines aassniäflcheBS suche ich für 1. Okt. guten Ersatz,- desgl. eine Köchin, die auch Hausarbeit übern, krau äoäeinirnt Krüger, Löberstr. 22. [5084 Ein sauberes, tücht. Dienstmädchen, am liebsten eines, das schon i.Wirtschaftsbetrieb tätig mar, ges. Näh. Bahn- boSswirtsch. Halgsr, (Dillkr.) TW. junges laödieti gesucht. Frank?. Str. 41. [6067 jjjjjj LlMtlckitt In! m. erstem Kalb zu verkaufen. Hermann Kremier I., Gründers t. H. P 058 m ertz.v. Marktplatz 181. [ 0113g8 Zimm er] Pension Branfl! Nenon B3ne22 r&pariort t empfiehlt zum billigsten Tagespreis * ÄaJerwea 53 Ludwig Lazarus Es ist da! Das neuest«* Favorlt-rodcn-AIhnm für Herbst und Winter 1016. Zu haben i im Alte leistgsf. Firma 6063hv sucht Vertreter mit guten Beziehungen zur Industrie Angeb. m. Ref. u. K. L. 1319b. Fasenslei!i'feyoQl(5rÄ.-G.,C5iii Maurer für dauernde Arbeit gesucht. 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