Nr. 197 Der «etze»er l**ri*#«Mrtag#. - Beüaqen: vi«rr»al rvöcheutlich ^OWf^lfMIättCT; zweunal wochentlAreir- blatt für den U re i§ Sieh e n (Dienstag undFrerlagst zweimal mSttall. Land- wktfchaftkiche Zeitfraßc« ffernsprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitungllL Berlag,Gesck)ä»tsstLlle51 Adresse iür Deatztnack)- richten: Ln-eiger Siehe«. Anmüfme von Anzeize« sür dre Tagesnurnmer bis zum Abend vorher. Erster Statt Ivb. Jahrgang Mittwoch, 23. August IW eneral 8 »tatr»,s»nick «ntz Verlag -er vrühl'schen Univ.-Such- ua- Stein-r«tcker«i 8 . Laage. Schristiettung, Geichastrstelle und Druckerei: Schulftr. 7 . BezugSpco. .. monatl. 90 Pf., vierce':- jäbrl. Mk. 2 . 65 -, durch Avhole- u. Zweigstellen nwiratl. 60 Pf.: durch diePost Mk.2.45 viertel-' jährl. mrsschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps.. ausiv. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen Erfolgreiche zortsetzung (MW.) Trotzes tzauptaua rtier. 22 August. (AmtttM Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe nördlich der Somme hüben wieder größere Ausdehnung angenommen. Mehrfache englische Angriffe gegen unsere zwischen Thiepval und Poziörcs vorgebogcne Linie wurden atzgewiesen. Eine vorspringende Ecke ist verloren gegangen. Nordöstlich von Pozieres und am Foureaur- ivalde brachen die feindlichen Sturmkolonnen in unserem Feuer zusammen. Erbitterte Kämpfe entspannen sich um den Besitz des Dorfes G u i t l e m o n t. in das der Gegner vorübergehend eindrang. Das Württembergische Infanterie- Regiment ..Kaiser Wilhelm" hat alle Angriffe siegreich ab- gewehrt und hat das Dorf fest in der Hand. Mehrere Teil- Unternehmungen der Franzosen zwischen Maurepas und Clcry blieben ohne Erfolg. Südlich der Somme griffen frisch eingesetzte französische Kräfte im Abschnitt Esttees-Soycconrl an; verlorene Gräben sind im Gegenstoß wieder genommen. Ein Offizier, achtzig Mann blieben gefangen in unserer Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarfchalls von Hindenburg. 8Un Stochod fetzten die Russen ihre hartnäckigen Angriffe m der Gegend von Rudka-Czcrwiszcze fort. Bayrische Rertern mit österreichisch-ungarischen Dragonern wiesen den Gegl^ unter für ihn größten Verlusten jedesmal ab. nahmen zwei Offiziere, zweihundertfiebzig Mann gefangen und erbeuteten vier Maschinengewehre. Erfolgreiche Unternehmungen gegen die feindlichen Vorposten bei Smolarp brachten fünfzig Gefangene, zwei Maschinengewehre ein. Am Luh- und Graberka-Abschnitt und weiter südlich brachen russische Angriffe im allgemeinen schon im Sperr- ftucr zusammen. Bei Picniaka uiid Zwysyu drang der Gegner in kurze Grabenstücke ein. bei Zwysyn ist er noch nrcht wieder geworfen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Wiederholte Gegenangriffe beiderseits des Czarny-Cze- remofz gegen unsere neuen Stellungen auf dem Stepanski und der Kreta-Hohe hatten keinerlei Erfolg. Balkan-Kriegsschauplatz. .. Alle serbischen Stellungen auf der Malka- vidze-Planina sind genommen, der Angriff ist 'mdfortsch reiten. Mehrfach ist der zum Gegenstoß angefetzte Fernd rm Dzemaat Jeri und in Moglena-Gebiet blutig zurückgeschlagen. Zwischen dem Butkowa- und Tahiiurs- See smd französische Kräfte über den Struma geworfen, weiter östlich derKamm der Smijnica Planina gewonnen. Oberste Heeresleitung. ffenstve. Zu den dämpfen nndermazednr/fscf/en ffre/7z& _ r liegen uns heute zwei Berichte über allgemeine Offensiven auf dem Balkan vor: ein sehr ausführlicher bulgarischer und ein in matten und gewundenen Ausdrücken gehaltener französischer. Damit man die beiden miteinander vergleichen kann, setzen wir hier den Bericht Sarrails her: - , F0. August nahmen die Stteitkräfte der Mliierten bei -^vmk dre Offensive auf der ganzen Front aus. Aus dem rechten Mgel überschritten die Engländer und Franzosen die Struma und griffen den Feind auf, dor ganzen Front Kowakli—Kalendra— ^opalowa ail Nordwestlich Serres stehen sie in Fühlung mit der vom Feinde stark gehaltermii Stellung von Barakli. acht Kilometer sudwesllrch Demrr Hissar In der Mitte heftige Artillerie- tatrgkert auf den Lmdhangen des Pelesberges und z-u beiden Seiten des Wardar^ In der Gegend die sich vom Dvjran^See bis zum Wardar erstreckt, haben dre Alliierten sich in den Stellungen eingerichtet, die sie an den vorangegangenen Tagen besetzten Aus dem linken Flügel nahmten die Serben in der gebirgigen, Gegend zynischen Eerna und Mvglenica die vordersteir bulgarischen Graben auf den Höhen von Kikuruz und besetzten die Berschan- Men von Kackolalar. Auf der äußersten Linken mußteir die Alluer^n, nachdem ftc den aus Florina nach Banica vor- brechenden Bulgaren schwere Verluste zugefügt hatten, letzteren Ort aus geben ; sie haben sich auf den östlich davon gelegenen Höhen eingerichtet. Ter Kamps dauert an. Ein Blick auf den nachstehenden bulgarischen Bericht zeigt, daß die französischen Angaben ein höchst dürftiges Produkt srnd, mit der Absicht m die Welt gesandt, dem Bild der großen Offensive der Entente noch eine neue kräftige Furbe zu geben. Sarrail sollte Eindruck machen, und während er von seinen überlegenen Gegnern im Zentrum und auf beiden Flügeln seiner Front energisch angepackt wird, sagt er schnell noch sein Sprüchlein von der eigenen Initiative und Offensive. Aber die Ereignisse vom 20. August überdröhnen alle Ankündigungen. Die Bulgaren und ihre deutschen Helfer verweisen auf eine ganze Reihe bestimmter Gebiete, die von ihnen besetzt worden sind, und nicht nur die «folge gegenüber den Serben auf dem West- ftügel stnt) stark und schnell erweitert worden, sondern auch auf dem östlichen Flügel sind wichtige Stellungen auf dem linken Strumaufer erobert worden. Auf der ganzen Ebene von Dennrhissar, bis zum Tachynofee haben die Bulgaren sich siegreich festgesetzt und die Franzosen über das Struma- ,^r zurulkgeworfen. Wie Sarrail dazu kommt, solche» aus- jährlichen Angaben gegenüber, deren Bed'eutung aus jeder Kaite nachzusehen ist, zu behaupten, seine Truppen hätten 1 oeit Struma überschritten, ist völlig unbegreiflich. Auch ans dem -Schauplatz südlich von Monastir läßt er die Serben Stellungen erobern, während nach den bulgarischen Einzel- heiten alle Welt gewiß ist, daß gerade dort, wo alle Höhen- stelinngen östlich und südlich von Florina von den bul- garijch-deutschen Angreiferii geummnen worden sind, seine schwacyste Stelle ist. Tick ausaetragener Schwindel gehört nun einmal zur Offensir>Kriebtührung der Entente, und wie Brussilow zu seinen riesigen Gefangenenzissern ge- rornmen ist, darüber gibt uns heute das österreichische Krregspresseqirartier eine Mutmaßung, neben der jedoch auch ein ^>ck>erzgedicht im „Tag" seine Berechtigung behalten mag,^ worin die Meinung ausgesprochen wird, der russische Feldyerr habe — Läuse mitgezählt. Major Moraht saßt im „Berl. Tagcbl." seine Urteile über: den Krieg auf dem Balkan wie folgt zusammen: Es lastet ein seltfanves Schicksal mif den Entschlüssen des gemeinsamen Kriegsrates unserer Feinde. Wie nufere Offensive um ■öeroun üyre Plane des großen Vorstoßes zwischen Metz und Siraß- durg störte und das ^ Heer Kuropattins zrr einem zu frühen Los-- brechen, verführte, wie auch die Errgläiroer noch immer nicht ganz fertig ^ allzu früh an der Sonrine erschienen, so ftöreii wir ? uc 5 mi f i>er die Vorbereitung des Enteilte Heer es in Griechenland, Denn kaum hatte das Bortasten der Feinde iin Dojrangehiet 10 dulgarisck>--dekltsche Verteidigung gereizt, als unsererseits am 18 . August die allgemeine Offensive begann. Wir dürseii ^ -^.?^uber sehr freuen, daß unsere siete Bereitschaft sich dadurch mrsdruckte. Und noch erfreuter dürfen wir sein über die Anlage Operationen und über deren bedeutende Anfangserfolge, lunser gemcins'Mncr Angriff spielt sich gleichzeitig aus tvem rea>tcn uw dem linken Flilgel sowiie in der Front unseres Auf- nmrsches ab. Auf dem rechten Flügel ist er aus dem Raume von .;C o nalhr hervorgebrochen und hat sich an der griechischen Grenze sachevarttg ausgebreitet. Tie Gegend südlich des Prespasees ist nach Bertveibung der serbischeti Drinadiviston aus dem Raume von Flo- rma besetzt worden. Andererseits ist der Angriff längs der Bach-, wconasttr Bo den a fortgeschritten, und der ganze Raum zwischen den: Osttowosee mW demIZrespasce befindet -sich in den Hände.: des Siegers, -iie feindliche Sicherung des Ortes Bodena ist nördlich Weser-Stadt geworfen.- Ein serbisckier Angriff gegen den Ort Ljum- rnca lmrrde abgewresen, uiid zwifcks-eii hier und dem Tojrausce 5e- Südwestlich von Zie/no brachten unsere Abteilungen in erfolgreichen Gefechten 100 Gesungene und zwei Maschinengewehre ein. Heeresfront des Generalfeldmarfchalls von Hindenburg. Im Abschnitt Terepelniki-Pieniaka nahm der Fenid snuc Angriffe gegen die Armee des Generalobersten von Boy-ErmolLi wieder auf. Von einenl schmalen Grabenstück abgesehen, um das noch gekttmptt wird, find alle Stellungen trotz sck)werftcr russischer Opfer in unserer Hand. Jln der von Sarny nach Kowel führenden Bahn und be, ^molary verlor der Feind einige vorgeschobene'Gräben, wob.r zwei Maschinengewchre erbeutet wurden. Bei süudka-Eserwiszcze machten die Russen auch gestern ore größten Anstrengungen, an dem Westufer des Stochod Raum zu gewinnen. Sic büßten, überall restlos abgeschlagen Taufende von Kämpfern ein und ließen zwei Offiziere, 270 Mann und vier Maschinengewehre in unserer Hand. Fn- nntten bayerischer Reiter-Regimenter fechtend, haben ^sich unsere Kan'er-Franz-Dragoncr wieder ihres bewährten Namens würdig erwiesen. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generatstabs v. Höfer, Fcldmarschalleutnant. , rvy ° ' ^ Ui LU ivm LlWw lxiupttn unsere Berbünbeten ihre <%ttu.ngeu, die sie in den An- tcnrgsrampfcn stch erstritten haben. Dort hatte am 15. August die. . srrurzösische KoloniaIdivision durchznbrcchen versucht Das Ergebnis des Kampfes lv-ar ihre Flucht. Ter linke Flügel unserer Verbnru,c1cn 0 'cont hat sich! in dem schwiengen Gelände, zwischen! Struma rmd Me>ta vonoärtsbewegt. Bortrnppen haben das Gebirge der Sarlcia-Plairina überschritten. (Höheri über 1500 Meter,. o£ l *n ■ IL 11 ™ a - i r -r bulgarische Abteilungen bereits anr 28.Makvas griechische Fort Rüpel und dann den Ort Bettina r Kräfte im Struinatal vormarschiert mrd haben D e ttcu- hiss a r in der Gckwcklt. Auch der ioichttge Bahn- ttwtmpuntt Serres ist genommien worden, iind die dort zwischen -.enurhiiwr nrid Serres postierteii Kindlichen Bortriippeii wur- den «nf das rechte Stromufer znrückgedrängt. Wir seheii also ein gleickizeittges .AnM«; sund em konzentrisches Vorgehen unserer Heere m der idealen Richcnng Saloniki. ,, ®jf*f bes Generals Sarrail wird etwa eine Biertelmillian stavl sein. Es sind englische, französische, serbische Tnipoeuteile darunter zahlreiche Kolonialsormationcm aus Aegypten .und Marokko, schweizerische Zeitungen in-eldeten vor kttnigen Tagen bv: Landung von 24 000 Italienern tu Saloniki. Das serbische Heer scheint vier Divisionen mit 65 000 Mwrn stark zu sein Auch «X» W 10 000 Rnsscn haben sich nach weiter Rci^ mstk Tl r m H. Clt ' Mammengewürfelte .Heer hängt m jeder Richtung ab von der Versorlflmg über das Meer. Wir dürfen mancherlei Ge fahren für die Fortsetzung energischer seindlichen Widerstandes darin erblicken und ttvisen ausdrücklich auf die erfolgreiche Tätigkeit imserer lb- Boote rM Mitdelmeerc hin. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Bicn . 22. August. (WTB. Nichtümtlich.) Amtlich wird verlnutbarr. 22. August 1916. R n s s i f ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. HeeresfrontdesGeneralsdcr Kavallerie Erzherzog Karl. Bei Zabie. Bystrzec und im Bereich des Tartaren- Pajses wurden mehrfache russische Angriffe abgeschlagen. Ter bulgarische Bericht. <.r fn f ir fl ' " dliug. (WTB.) Generalstabsbericht vom 21 Aug Am 20. August rückten unsere, im Strumatale zwischen dem Tachhno- und Bukowa-See operierendeir Truppen vor, und loarfm den Fernd ans das rechte Sttumauscr zurück. Wir besetzten auf dem ttnken Ufer die Dörfer Hasnalar, Bavakli Tschuma, Kümli, Elissan ^odoroco, Nevmen, Yenikoej, Bala, Hristian uiid Kamlla, wv nnr im-,' einrichteten. Wir zersprengten die französische ^. r iga de Pertier, die aus dem ersten, vierten und achteir tttegiment afrikanischer Jäger, drei Zuaven-Batailloneii und einer Abteilung reitender Artillerie zusammengesetzt war. Wir machterr 4ü Gefangene, darunter einen HauptniMin ünd einen Konipagnie- fulircr und eure Abteilung Reiterei saint Pferden. Tie Franzosen liehen viele Tote und Verwundete zurück. Ini Wardartale oas übliche Artkllerieseuer. Aus dem rechten Flügel tvurde gestern dre Offeiiswe fortgesetzt. Unsere südlich Lerrn /Florinas operrerelideii Truppen gewannen den Pialaveka-Kümm und mar- [dwren südwärts werter. Tie östlich in der Richtung Leriw- Banica—Gorilitso'k—Gornitschewo—Oströvo vorrückenden Truppen grrfsen dre stark befestigte feindliche Stellung auf dem Kanrme Nidze Tlanrna an. dre von der serbischen Tonandivuion nrck) zwei Regi- mentern der Wardardivision verteidigt wird. Gestern abend gegen b Uhr bemächtigten wir uns dieser Stellung und des Dorfes Gornrtschelvo, wo wir eine.ganze Koinpaguie mit drei Offizieren klangen nahmen. Der Gegner zieht sich östlich zurück. Unser Vormarsch halt air. Radoslawow über das Verhältnis zu Rumänien und den Zweck der Balkanoffensive. So fi a, 22. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Ministerpräsident Radoslawow erklärte eitlem Mitarbeiter des A z Eft" gegenüber: Unser Verhältnis zu Rumänien ist nicht bloß korrekt, loyal und gut, sondern vielmehr ruhig un d Ncher. Wir sind unserer Sache ganz sicher, denn wir wün- fchen entschieden, daß Rumäiiien uiisererseits nie heraus gefordert oder gereizt iveroe. Es brauckst kaum besonders bi'- wiesen zu lverden, daß svir mit Rumänien in Freundschaft leben wollen und werden, da Rumänien es auch nicht anders tun wird. Wir haben ivohl alle erdenklichen Vorkehrungen getroffen, um uns gegen jedwede Ueberraschung von Norden her zu sichern. Ick) betone: von Norden, nicht von Rumänien aus, denn svir komren nicht wissen, ob es der russischen Diplomatie gelingt oder nicht, russische Triippen durch Ru- manicn gegen uns zu senden. Als mir diese Verteidigung- inaynahmen trafen, sta,id Rumänien, aus damaligen'ruma Nischen Meldungen zu schließen, vor der Entscheidung und kwnte üon einer endgültigen Vereitelung der Versuche der russischen Diplomatie noch kaum gesprochen werden Don Mer Rimränien stecht die russische Armee, die ganz offen die Absicht bekundet, gegen uns vorzumarschieren. Wir .müssen uns darüber im klaren sein, wann und auf welche Weise dies geschehen kann, und müssen diesen Bormarsch vereiteln. Mit Rumänien wollen und werden wir abek in Freunds -schafft bleiben. Und ich glaube, Rumänien wird mit den im "Norden erfolgten Maßnahmen zufrieden sein, da sich diese keineswegs gegen Rumänien richten. An der mazedonischen Front schreiten unsere Operationen im Süden, Weften und Osten mit vorzüglicher Sicherheit vorwärts, ohne die Empfindlichkeit der Griechen und des griechischen Heeres in irgendwelcher Richtung anzutasten. Die Verwaltung der von uns besetzten griechisch-mazedonischen Orte bleibt nach wie vor ausschließlich griechisch, denn wir wollen keine gritthisch-mazedonischen Ortschaften besetzen, sondern bloß uns einen Weg zu den in Griechenland eingedrungenen Ententetruppen eröffnen und ketztere vom Balkan gänzlich hinaust r e t - ben. Wir sind von den zuversichtlichsten Hoffnungen erfüllt. Hoch st wahrscheinlich wird die mazedonische Niederlage der Entente einen noch wertgro- ßeren Einfluß auf den Gang des Weltkrieges haben, als die Vereitelung der Dardanellen- a Berlin, 23. Aug. In Bukarest findet heute, wie verschiedene Morgenblcttter melden, ein Ministerrat zur Prüfung der auswärtigen Lage statt. — Dem „Lokal-Anzeiger" zufolge hätte die Beunruhigung der öffentlichen Meinung in Bukarest sichtlich nachgelassen Und die durch die Verhältnisse gebotenen Maßnahmen und diplomatischen Besprechungen würden mit größerer Kaltblütigkeit beurteilt . i. Köln, 23. Aug. Einer Bukarester Depesche der „Köln. Ztg." zufolge ist der Eindruck der bulgarischen Offensive auf die Verbandsfreunde umso größer, als ne sich über ivie Wahrbastigkeit der bulgarischen Berichte keiner Täuschung hingegen Die Kriegstreiber sehen mit gsipannter Erwartung dem 28. August entgegen, tvelches Darum die Föderalisten für die rumänische Kriegsentscheidung in Aussicht genommen haben. Kennzeichnend ist, daß gelegentlich der Betrachtung der Kriegslage die Anerkennung der Erfolge der Mittelmächte durchdringe. So schreibt der militärische Fachmann des föderalistischen Hauptblattes bei Erwägung der Vorteile der inneren Linie, auf der Rumänien im Kriegsfälle stände, daß die Mittelmächte zeigten, was man mit ihr leisten könne, denn obgleich von allen Seiten angegriffen^ widerständen sie noch inrmer. Die französischen Verluste. Berlin, 23. Aug. Aus amtlichen franz ösischen Angaben veröffentlicht ein französischer Journalist in einem spanischen Blatte Ausführungen, denen zufolge der Reichstagsabgeordnete Dr. Pfeiffer, lant „Nordd. Allg. ' Ztg", die Gesamtverlustc der französischen Armee seit .Kriegsbeginn ans 3917 860 beziffert. Die Verluste vor Verdun an Toten und Verwundeten sollen 200000 betragen. Der französische Journalist sagt ausdrücklich, die Berechnungen seien begründet auf die durch die Pensionskredite des französischen „Journal ofsiciell" gelieferten Zahlen. Sie entsprächen auch vollständig den von kompetenten Persönlichkeiten erhalten Aufschlüssen. Mißernte in Frankreich. Bern, 22. Aug. (MTB.) Der Großgrundbesitzer Q n i l l e t hatte mit einem Vertreter des „Pettt Parisien" eine Unterredung!, in der er als Präsident des Agrarverbandes für das Departement Eure feststellte, daß m Frankreich eine Mißernte bevorltehe, und daß der diesjährige Getreideertrag ungenügend sei. Die diesjährige Ernte sei derart mißraten, wie dies in seiner 35 jährigen Erfahrung noch nicht erlebt habe. Zn dieser Aeußerung bemerkt die Direktion des 2lqrarverbandes Fmnkveichs, es fei richtig, daß die diesjährige Ernte eine Mißernte sei. Die von Qstillet gegebenss Schilderung entspreche leider der Lage in gar vielen Bezirken. Es stehe fest, daß die diesjährige Ernte geringer sei als die vor- lächrrge, die auch nur einen mittleren Ertrag gegeben habe. Man dürfe aber zur Zeit noch annehmen, daß die Gefantternte Frankreichs nicht um ein volles Drittel hinter dem vorjährigen Ertrag zurückbleibe. Immerhin werde Frankreich rund 33 Millionen Doppelzentner, d. h. sechs Millionen mehr als im Vorjahre, aus dem Auslande ein fuh ren müssen. Vom Ackerbaunttnisterinm l?at der „Petit Parisien" eine Auskunft erhalten, nach der man zur Zeü nttt rlrnd 60 Million ein) Doppelzentner Getreideertrag rechnet, während das Vorjahr 68 Millionen lieferte. Durchschnittlich rechnet das Ministerium mit nur 70 Prozent des Ettrages vom Vorjahr. Ein« Frieden-debatte im englischen Unterhaus. Haag, 22. Aua. (Zf.) Reuter Meldet aus London: Im Unterhanse richtete Bytes die Anfrage an Asguith, ob er die Aufmerksamkeit auf die Aeußerung Zimmermanns gerichtet habe, daß sich die deutsche Regierrmg bereits wiederholt bereit s erklärt habe, rnFriedensv erbau dl ungen einzutveten, daß 1 -edoch d« Entente unter dem Drucke Englands niemals eine ähnliche Bereitwilligkeit gezeigt habe. Weiter inachte er Asguith auf , che Friedensneigungen, che auf der sozialistischen Versammlung in Lerpsig.zur Aeußerung gekommen seien, imd die zahlreichen Vvlks- deMonstrationen ^rn Deutschland aufmerksam und fragte, ob er wohl .erklären wolle, inwieweit die englische Regierung geneigt sei, diese . ausgesprochenen Friedenswünsche zu beantworten. Asguith antwortete. che deutsche Regierung habe bis jetzt keine Neigung gezeigt, zu Friedensunterhandlungen zu kommen, es sei denn ans Grund von Bedingungen, che ganz unerträglich und erniedrigend für einrge Verbündete wären. Dal ziel fragte: Send Bedingungen in Erwägung gezogen worden? Asguith antwortete: Allein das, tvas in den Zeitungen stand. Dal ziel: Also nicht offiziell? Asguith: Nein! Explosion in einer englischen Munitionsfabrik. London, 21. Aug. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Am Nachmittag fand in einer Munitionsfabrik in P o r k s h i r e eine Explosion statt. Einzelheiten fehlen. Es scheint, daß der Verlust an Menschenleben schwer ist. Russischer Schwindel mit Gesangenenzifsern. Wien, 21. Aug. Ans dem Kriegspresseouartier wird gemeldet: Der russische Tagesbericht vom 16. August enthält die wa hn w i tz i g e B e h an pt u ng, daß die T ru p pe n B r u s- 'sil o ws'vom 4. Juni bis 8 . August an der Front vom Prigjet bis zur rumänischen '.Grenze 7757 Offiziere und 3 50 845 Mann gefangen genommen hätten. Die Erklärung dieser stattstischen Genauigkeit liegt darin, daß die Russen die Gefangenenzahlen immer aus Hunderte oder tausende abrunden. Beispielsweise meldet das Regiment 200 Gefangene statt 143. Aus diesem Abrundungsüberschuß ergeben sich ^ene dann maßlosen Ab- weichungen von den tatsächlich erreichten Gefangemmzahlen. Um den Verdacht von diesen Machenschaften abzuwenden, wird dann im amtlichen Bericht die vorher aus Hunderte und Tausende abgerundete Summe bis aus die einstelligen Zahlen zugespitzt, so in diesem Falle 850 000 auf 350 845. Dasselbe gilt bezüglich der unwahren Angaben über die Kriegsbeute. Wenn außer der angeblichen Gesäusenen zahl auch die Toten und die Vernum deten in Berechnung gezogen werden, müßten nach dem Maßftab der Brussilowfchen Statistik an dieser Front bei noruraler Besetzung der Linien die Besatzungen sämtlicher Abschnitte spurlos verschwunden fein Demgegenüber ist allbekannt, daß vom Pripjet bis zur rumänischen Grenze die eherne Mauer unserer Fronten der großen feindlichen Uebermacht mächttgen Widerstand leistet und in schweren Ackchchen «ri «rsttze dy v ar Punkten sogar Raum gewinnt. Ter Gegensatz zwischen dieser Tatsache nnd den russiscl>eil Zahlenangaben, tonnte allenfalls nur durch die Annahme erklärt werden, daß Brussilow die ZNehrzahl seiner Gefangenen uns in entscheidenden Augenblicken zur Verteidigung unserer Fronten zur Verfügung stellt. Die russischen Anleihen. Kopenhagen, 22. Aug (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- lingske Tidende" meldet aus Petersburg: Finanzminister Bark ist aus dem Hauptquartier zurückgekehrt, wo der Zar seinem Bericht über die im Auslanoe aufgenommenen Anleihen zugesttmmt hat. In dem Bericht wird mitgeteilt, daß in Italien, Japan, Norwegen und Schweden insgesamt eine halbe Milliarde Rubel an russischen Anleihen untergebracht werden, die zur Bezahlung von Kriegslieferungen verwendet werden. Der Kampf in Ostafrika. London, 22. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Aus bem 1 Hauptquartier des Generals van Dev enter aus Kidete wird v-oM 20. August gemeldet: Kidete wurde heute früh nach heftigem Widerstande des Feindes unbeschädigt besetzt. Tie Infanterie des Generals Berran ge kam gestern früh in die gegenüberliegende Stellung. Ter Feind nahm mit vier Geschützen die starke Stellung auf dem Höhenpaß ein, der die Ebene beherrscht, und eröffnete das Feuer auf unsere berittene! Infanterie, die auf der Flanke stand. Unsere berittenen Truppen griffen ^darauf an, während die Infanterie iM Zentrum über offenes Gelände unter einem Regen von Granatkartätschen vorrückte. Der Feind eröffnete das Gewehrfeucr und setzte seine Sckmellfeuergeschütze in Tätigkeit. Wer unsere Infanterie rückte bis Mittag vor, wo sie der .Feind auf der ganzen Linie unter Feuer, nahm. Inzwischen begannen die berittener Truppen eure Umgehungsbewegung, die den ganzen Nachmittag fortgesetzt wurde.. Beim Anbruche des Abends blieben alle Truppen in den Stellungen, die sie nach zwölfstündigem Kampfe eingenommen hatten, ohne Essen und Trinken: denn sie waren nach einem 24stündigen Marsche sofort zum Angriff übergegangen. Bei Tagesanbruch zeigte es sich, daß der Feind seine Stellungen geräumt hatte. Unsere Verluste sind gering, wenn mau die Stärke des Feindes und die Bedeutung der eroberten Stellung in Betracht zieht. Das Gefecht war das hartnäckigste, das wir bisher bei unserer Bewegung nach Westen gehabt ’ haben. London, 21.. Aug. lWTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. General'S m u t s meldet ans Ostafrika: Britische Kolonnen besetzten nach einem: Gefacht mit eurer starken, feindlichen Truppenmacht, welche die Furt int Wamiffuß deckte, die Uebergangsstellen. Ter Feind zog sich zurück. General v a n Dev ent er, der von H papu-a östlich vorging, brachte einer deutschen Truppenabteilnng bei der Station Kidete an der Hauptbahnlinie schwere Verluste bei und nähert sich jetzt Kilosse. Weiter östlich gehen unsere Kolonnen jetzt auf Da r es Salarn vor, wobei sic von der Küste aus durch Marine unterstützt werden. Der §eekneg. Die letzten U-Booterfolge in der Nordsee. Berlin, 22. Aug. (WTB. Amtlich.) Zu den gestern gemeldeten Erfolgen unser er U -Bo ote werden im Hinblick auf die amtliche englische Veröffentlichung folgende Einzelheiten auf Grund der inzwischen eingegangenen Meldungen, bekannt gegeben: Am 19. August gegen 5 Uhr nachmittags sichtete eines unserer' U-Boote fünf k l e i ne e n g l i s ch e Kreuze r mit südöstlichem Kürs, die von zwei Zerstörerslottillen begleitet worein Hinter diesen standen sechs Schlachrkreuzer mit starker Zerstörersicherung. Dem U-Boot gelang c#, auf einen der sichernden Zerstörer, der vier Schornsteine hatte und anscheinend dem Typ Mvhawc angehörte, zum Schuß zu kommen. Kurz nach dem Treffer sank der Zerstörer, mit dem Heck hoch aus dem Wasser stehend. Als gjleich darauf per gesamte e n g l i s ch e V e r b a u d k e h r t machte, griff das U-Bvot einen nunmehr hurten stehenden. 25 Seemeilen laufenden kleinen Kreuzer vom Typ der Cha- tham-Klasse an. Es wurden zwei Treffer, der eine in die Back, der andere in den Maschinenraum beobachtet. Das Schiff bekam sofort starke Schlagseite und blieb liegen. Wegen der starker! feindlichen Sicherung gelang es dein U-Boot erst 21^ Stunden später, den Angriff auf den Kreuzer, der inzwischen ins Schlepptau genommen worden rvar, zu wiederholen. Kürz vor dem'Schuß des U- Bvotes wurde beobackcket. !vie ein 300 Meter querab stehender Zerstörer Mit äußerster Kraft auf das U-Boot zulief und es zu rammen verfuckste. Dies -sing augenblicklich auf eine größere Wasser- tiefe und vernahm gleich darauf eine starke Detonation über sich. Die feindlichen Zerstörer verfolgten das Boot bis in die Dunkelheit. Das Boot ist inzwischen wohlbehalten z u r ü ck g e k e h r t. Ter schwerbeschädigte kleine Kreuzer wurde später von einem anderen unserer U-Boote vernichtet. » Hern oe fand, 22. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Gvenska Telegram Byrcm.^Der „Bester Nordlands Allehanda" zufolge ist der deutsche Dampfer „Desterro", südwärts unterwegs, seit Donnerstag voriger Woche verschwunden. Das letzte Mal, als man von dem Dainpfer hörte, befand er sich zwischen Bremoe und Agoe. Er hatte nach Gefle telegraphiert, er werde von einem U-Boot verfolgt. Der Dampfer hatte einen schwedischen Lotsen an Bord, der ebenfalls nichts mehr von sich hören ließ. London, 22 .Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der italienische Dampfer „Er ix" und der italienische Segler „Dia" sind versenkt worden. Bern, 22. >Aug. '(WTB.') Der englische Dampfer „Swe- d i s h P r i n c e" (3712 Tonnen) ist deyr „Temps" zufolge versenkt worden. I Aur dem Reiche. Berlin, 28. August. Dem Kaiser ist laut ,LZoss. Ztg." von Generaldirektor Becker vom Stahlwerk Becker eine Million für ein O ffiziers ge nes u n g sheim in Homburg zur Verfügung gestellt worden. Berlin, 23. Aug. lieber die Lage des deutschen A r b e i t s m a r k t e s im I u li sagt das Reichsarbeitsblatt in seinem Augustheft: Die lebhafte Beschäftigung, die insbesondere die für die Kriegswirtschaft arbeitenden Gewerbe ausweisen, hat dem Vornronat gegenüber in einzelnen Gewerbsz-lveigen nock) eine Steigerung erfahren. Auch im Vergleich zum Juli des Vorjahres ist verschiedentlich eine Verbesserung festzustellen. Aus Stadt und Land. Gießen, 23. August 1916. Das Na,nenstnqsfe st deS Großherzoge wird kommenden Freitaq (Ludwigskaq) dadurch bedangen, daß an diesen! Taqe an sämtlichen Schulen des Landes der Unterricht ausfällt nnd an dessen Stelle Gedenkfeiern treten. "* Auszeichnungen. Der Großherzog hat dem Bataillons-Adjutanten Leutnant Emil H o ff in a n n im Landstnrm- Ins.-Batailloi! Gießen, Amtsrichter in Ofsenbach a. M., nnterin 26. 7. 16. das A l l g e m c i n e Ehrenzeichen mit der Inschrift ^F ü r K r i e q s v e r d i e n st e" am Kriegsbande verliehen. — Der Groß Herzog hat dein BatailloitSarzt Dr. Deibert im Land- sturm-Insanterie-BataiNol! Gießen unterm 16. 8. 18. das Militär- SanilätSkreiiz am Kriegsbande verliehen. ** Handelsbeziehungen mit den besetzten Gebieten Rußlands. Die seit langem erstrebte Ausdehnung der Amtlichen Handelsstelle deutscher HaNdelskaimnent, deren Tätigkeit sich bis jetzt nur auf das. Genera!gouvernem.ent Warschau er^ streckt hat, auf die besetzten Gebiete Rußlands ist nuinntehr nach Zustimmung des Herrn Oberbefehlshabers Ost beschlossen worden. Geschäftsstellen tverden in Kvttmo (Hauptgeschäftsstelle). Gwdno, Wilna, Libau, Milan und Bialystvt eingerichtet. Die Errichtung! einer Geschäftsstelle in Suwalki ist in Aussicht genommen. Anmeldungsformulare si'ir Firmen, die mit den besetzten Geb«tMl Rußlands in Geschäftsverbindung treten wollen, könnet! von der Handelskammer Darmstadt bezogen tverden. Firncen, die sich neu in eine der Listen Ober-Ost eintragen lassen, werden ohne Zahlung einer weiteren Gebühr auch in die entsprechende Liste für das Generalgouvernement Warschau eingetragen. ** Die Reichs-Gerstengesellschaft m. b. H. Ber-, lin teilt in einer Bekanntmachung im heutigen Blatte mit, daß sie für die Kommunal bezirke Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, Schotteu, Wetzlar, eine Geschäftsstelle errichtet und mit deren Führung die Firma: Vereinigte Getteidehändler G. m. b. H. Gießen, Friedrichstraße 8 , beauftragt hat. Ter Ankauf von Gerste gegen Bezugsscheine kann nur durch diese Geschäftsstelle oder deren Beauftragte erfolgen. Fälschlich ist vorstel-ende Notiz schon gestern veröffentlicht worden. ,Die Bekanntmachung besindet sich im heuttgen Blatte. **- Technische Hochschule Darmstadt. Unsere Leser machen swir auf die int Anzeigenteil unseres Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerksam, die eine vollständige wissenschaftliche nnd künstlettsche Ausbildung für den technisckM! Beruf gewährt. Auch Frauen werden! zunt Studium zugelasseu. Akademisch gebildete Personen und selbständige Männer, die ihrer äußeren Lebensstellung nach nicht als Studierende oder Hörer eintveien können, ebenso Frauen können! als Gäste zmn Bsiuch einz.elner Vorlesungen mrd Hebungen zugelassen werden. Tie ^Technisch!? Hochschule hat das'Recht, aus Grund besonderer Prüfungen den Grad^ eines Tchlonr-Jngemeurs und die Würde eines Doktor-Ingenieurs zu erteilen. Infolge Vertrags zwischen der Großherzogt. Hessischen nnd Kgl. Preußischen Landesregierung besteht Gleichstellung und gegenseittge Anerkennung für die Vorprüfung und erste Hauptprüftmg für den.Staatsdienst inr Hochbau-, Ingenieurbau- und MasÄiinenlxtufache. Besonders ist noch hervorzuheben, daß durch die eingerichteten Herbst- und Oster- kurse es möglich ist, zu Ostern oder im Herbst mit dem Studium zu beginnen und somit ohne Lellversäumuis nach je vier So mestern die Vorprüfung und nach je acht Semestern die Hauptprüfung abzulegen. , ** B r i e fschm'uggelvonKriegs gefangenen. Trotz aller Hinweise komück es llnmer wieder vor, daß Kttegsgefangene o^der deren Angehörige einen Sch-nMgget van Nachrichten nach den! Kriegsgefangenenlagern oder von dort versuchen. Bor solchen Ver- suchen kann lnich>t genug geüvanrt w'erden, weil dadurch! die Zustellung von Paketen^ nach Gefangenenlageru überhaupt gefähwet wird. Erst vor einiger Zeit hat die englische Negierung angedroht, die Zustellungen von Konservensendungen an die Gefangenen gmtz zu verbieten, wenn der damit verbundene Nachrichtenschrnuggel nicht aufhöre. Daß auch die Gefangenen, ivelche verbotene Wege der Nackrichten-Vermittelung beschreiten, sich selbst und ihre Landsleute großen Unannehmlichkeiten aussetzen, beweist der folgende Fall, den dieser Tage ein Internierter aus der Schweiz den Angehörigen eines seiner ivoch in französischer Gefangenschaft befindlichen Kameraden Mitteilte: „Bor Unserer Abreise sind wir oft genarnt worden, doch keine Briefe nach^ Deutschland dnrchznschmuggeln, b*. dies schwer bestraft würde. Ihr Sohn, der schon nach der Schweiz be- stimmt war, fvurde von den französischen Behörden im letzten Augenblick zurückbehalten, da irnian in seinem: Gepäck Briefe gefunden hat, die von anderen Kameraden iw Lager gesckwieben und nach Deutschland bestrmwt waren. Diese Briefe schilderten teillveise das Los sin der Gefangenschaft, teilweise enthielten sie Beleidigungen französischer Bester. Ter Schreiber eines dieser Briese ist sochrt verhaftet worden. Leider w^urde auch Ihr Sohn in das Lager zurückgebracht. Er erlchelt 15 Tage Gefängnis und alle wurden dann nad} der Stvafinsel Croix geschafft." ** Einschränkung des Briefverkehrs nach dem n i cht fein dlichen Llu slande. Zur zweckentsp miycvbeti Durchführung der während des .Krieges notwendigeir mjlitärffchen Ueberwachung des Kcachrichtenverkehrs mit dem Ausland ist es erforderlich, daß der Btteftext der offen aufzuliefernden Privatbrvefe nach dem n icht f eindl ichen Ausland, mit Wsuahu« der besetzter! Teile Belgiens und Russisch-Polens, gleichviel, ob d« Briefe in deutscher oder in einer für den Bttefverkehr nach denr Auslande gestatteten sientden Sprache abgefaßt sind, nicht über 51 m Bogenseiten gewöhnlichen Bnefformats (Quart) hrnansgeht. Tie Bttefe dürfen keine Anlagen enthalten, in denen sich Nachrichten befinden, sie müssen ferner in deutlicher, ohne werteres gut lesbarer Schrift mit nicht zn engem Zeilenabstaude geschrieben sein, auch dürfen keine Schriftzeilen über Schttftzeilen einer an* deren Richtung quer hückveglauseri. Bei Geschäftsbriefen kann- wenn sie im übrigen den vorstehenden Bedingungen entspreck>en, der Inhalt den Raum bon zwei Bogenseiten überschv:llen und die Beifügung von Rechnungen, Preisverzeichnissen mrd dergleichen geschäftlichen Anlagen erfolgen. Zur Verpackung der Briefe nmh dem Auslande dürfen nur Umschläge venvendetz werden, die aus einer einfachen Papier- oder Stofflage, also ohne Fntter-f einlage miß Seiden Papier oder andren Stoffen, bergesteil t sind. Bei Briefen, die den angegebenien Alnforderungen nicht ensiprechgn, müssen die Msender damit veck>nen, daß sie infolge der Erschioernng des Prüfimgsgeschäfts mit mehtlvöchiger Verspätung an! Besttnd- innngsort eintreffen. Bei dieser Gelegenheit wird besonders darauf hingennes-en, daß der Abfluß der nach dem Auslarwe gerichteten, Bricfsendungen sich naturgemäß mnso regelmäßiger nnd pünktlicher gestalten^'rvird, je geringer die Zahlsider zu bearbeitenden Sendungen ist. Es ist daher ivimschenswert, daß die Zahl des Privatbriefe nach dein nichtfeindlichen Mtslande auf das unabweisbare Bedürfnis beschränkt werde. ** Paketverkehr mit Belgien. Born 21. August ab sind im Verkehr zwischen Deutschland und dem Gebiet des Generalgouvernements Belgien gewöhnliche Pakete bis 5 kg gelassen. Die Gebühr beträgt 1.20 Mk.: für sperrige Sendungen 50 v. H. Zuschlag. Die Pakete müssen vom Absender sieigcnwcht werden: sie sind mit den gewöhnlichen graublauen Paketkarten für den Anslandsverkehr aufzuliefern. Zu einer Paketkarte darf nur e i n Paket gehören: Mitteilungen auf dem Abschnitt der Paketkarte sind verboten: in den Paketen dürfen keine Bnefe oder Mitteilungen irgend lvelcher Art entliallen sein. Jedem Paket sind drei Zollinhaltserllärungen (eine lveißie und zioei grüne) ist deutscher Sprache beizufügen. Wie bei sonsttgen Paketen des MS- landsverkel)rs haben die 91bfender in Deutschland sich selbst Wer. die bestellenden Ausftihr- und Einfuhrverbote zn unterrichten und sind für die Folgen der Nichtbeachtung dieser Verbote allein verantwortlich. Pakeie, die verbotene Gegenstände enthalten und von tänner Ws- und Einfuhrbewilligimg begleitet sind, werden ohne IInbestellLarkeitsmeldung portopslichttg von der deutsch-belgischM Grenze an den Absender zurückgeschickt. Für Verluste von Paketen aus dem belgischen Gebiet wird nicht gehaftet. Die übrigen Vev- sendungsvorschriften dürfen für den neuen Paketdienst, insbesondere' auch die Einfuhrbeschränkungen usw., lehnen sich im allgemeinen an die vor dem Kriege bestehenden Vorschriften für,den Paketverkehr, mit Belgien an. Genauere dluskunft, insbesondre auch darüber, nach welchen Orten Belgiens Postpakete zugelassen sind, erteilen dre. Postanstalten. ** Im Lichtspielhaus Bahnhofftraße 34 spielt von!, gestern ab ein neuer Stuart Webbs Dedekttvsilnt.: Der Amateur^ mit Ernst Reicher vom neuen Theater Frankftcrt in der Haupt-, rolle Außerden! bringt der Spielplan die neuesten Anfnahmenl von Ost und West und dein türkischen Kriegssck>awMtz, ein drei-* akttges Lustspiel, der lustige .Journalist, eine mtevvssarrte Nature auftiahme von der bosnischen Ostbahn von Serajewo und zrnn Schluß ein Lustspiel in einem Akte, Wer ist der Bd-ter. Bei der immer interessanten Auswahl der Spielfolae kann ein Besuch des Lichtspielhauses, zumal bei dem trüben Wetter, nur crnpfohlenj tverden. ** Die Hafer ernte ist gegemvärtig in vollem Gallge^ Ter Landwirt tyat tvohl selten mit solcher Freude seine Hafers selber, über und über mit Garben bedeckt, vor sich ausgebreitev gesehem wie in blefent Jahre. Seit Jahrzehnten wurde keine s« reiche Ernte crsiett, wie im Kriegsjahr 1916. Stroh- und .Wruvrch ertrag Hellen einen lat Umyiv iu.u*i motzr erlebten Rewrb dar Der vorjährige starke asfnll an Hafer wird durch die hie»tät)nm' Boilernte fast vollständig ausgeglichen. Jedenfalls über- trjfft diese jede andere Getreideerttte des so reich gesegneten Jahres 1916, und das ist nicht allein von Bedeutung für die Fütterung der Pferde, sondern auch für die menschliche Ernährung, bei der Hafergrütze und .Haferflocken ein äußerst kräftiges und bekömmliches Nahrungsmittel für Gesunde und für Kranke bilden. Landkreis Gießen. g. G r i'l nberg , 22 Äug Zwei Ehepaare begehen in dieser Woche ihre S i l b e r h ü e i t: Neinhold D r e p l i n g und Frau Dlarte, geb. Bock, und Karl Seim und Frau Auguste, geborene Zimmer. X Mainzlar, 23. Aug. Erstchreservfft .Heinrich Keller von hier, der mlit der Hessischen Tapferkeitsnredaille ausgezeichnet wurde, befindet sich seit der Sommeroffensive iu fvanzvsisck>er Ge- fangensckmst. Er ist bis jetzt der vierte Mreger Mts unserer Gemeinde, der sich in französischer Gefangenschaft befindet. Vermißt ist seit einigen Wochen Unteroffizier Becker. lp. N onnenroth , 23. Slug. Geireiter Wilhelm Nin ? er von hier, beim Reserve-Dragoner-Negimeut Nr. 4, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Der Schulverwalter Heinrich R i n k e r non hier, Dizeieldwebel in einer Maschinengewehr-Kompagnie im Westen, welcher schon früher in den heißen Kämpfen in der Champagne das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt, wurde neuerdings mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. $ Steinheim b. Hungen, 23. Aug. Der Musketier Chr. Emmerich von hier, bei der 4. Komp. Jnf.-Rgt. 129, gilt seit dein 7. August l. IS. als vermißt. Wie die Kompagnie mitteilt, ist es höchstwahrscheinlich, daß er in Gefangenschaft geraten ist. Kreis Büdingen. ba. Büdingen, 23. 2lug. Das hiesige Kreisamt gibt bekannt. Wie wir erfahren, gelten einzelne fremde Leute durch Orte unseres Kreises, die den Einwohnern Vorreden, die Kriegsanleihe sei keine sichere Anlage, und sie von der Zeichnung der 5. Kriegsanleihe abzuhälten suchen. Es handelt sich um! Agenten U nserer Feinde, wie schon im Frühjahr d. Js. mitgeteilt worden ist. Tie Sicherheit der Reichskriegsauleihen ist ohne jeden Zweifel allerersten Ranges. Wir fordern die Bevölkerung aus, sobald sich ein solcher Frenüder zeigt, sofort die Bürgernreisterei und Gendarmerie zu benachrichtigen, damit seine Festnahme erfolgen kann. ) bd. Merkenfritz, 23. Aug. Vizeseldwebel Kaiser erhielt das Eiserue Kreuz 2. Klasse und Musketier Karl Ganz die Hessische Tapserkeitsmedaille. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld, 23. Aug. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde verliehen dem Unteroffizier Rudolf Freundlieb aus Alsfeld, bereits Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille. — Gefreiter David Wiegand im Landw.-Jns.-Rgt. Nr. 87 wurde zum Unteroffizier befördert. oz. Elbenrod, 23. Aug. Die Feier der Silbernen Hochzeit begehen heute Bürgermeister Herm. Schmidt I. und Frau Katharine, geb. Weitzel. 02 . K e st r i ch, 23. Aug. Dem Reservist Heinrich Geiß von hier (|. Zt. beim Jns.-Regt. Nr. 116) am 11. November 1914 durch einen Granatsplitter am linken Oberarm verwundet und am 31. August 1915 entlassen, wurde nachträglich das Eiserne K r e u z 2. Klaffe verliehen. oz. Schwarz, 23. Agg. Zu den 13 tapferar Männern: unseres Ortes, die bisher Ehrenzeichen errungen haben, sind in den letzten Wochen wieder 5 neue hinzu gekommen. Kaspar Habermehl, der von Beginn des Krieges an ununterbrochen auf allen Tvonten mitgekämpft hatte, hat zu seinen Beförderungen, zum Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapserkeitsmedaille, nun wegen erneut bewährter Tapserkeft ein öffentliches Lob erhalten. Bei einer kurzlichen Granatverschaittung erlitt er nur eine kleine Ver- nmndmrg. Sein Schwager, der Freiwillige Korroad N e e b, erhielt irrfafge eines erfolgreichen Patrouillerrganges im Osten das Eiserne .Kreuz und wurcke kurtz daraus befördert. Auch Freiwilliger Hrchc Jockel, der bis zum Krieg in Amerika beheimatet und gerade vier zu Besuch war, sich aber bann mit seinen vier Brüderlt denr alten Daterlarcke zur Verfügung gestellt hatte, errang sich jetzt die hffsische Tapserkeitsmedaille. Er hatte ununterbrochen während eines furchtbaren Trommelfeuers am Fernsprecher ohne Schutz aus gehalten und wichtige Meldungen überbracht. Tiefelbe Auszeichnung erhielt am 1. August vom Großherzog der zum Unteroffizier ernannte Heinrich Urstadt. Eine Tat mit weittragenden Folgen vollbrachte bei der Erstürmung einer feindlichen Stellung mv> ser früherer junger Lehrer Ludw. Lehr. 2lls die Minus cktaften neben, ihm ins Wanken gerieten bei einem furchtbaren feindlichen Gegenstoß, richtete er in vorderster Stellung aushaltend sein Maschinengewehr aus die Anstüpmendcn, die so überrascht wurden, daß, sie nicht nur stutzten, sondern auch, um der völligen Beririckstung zu entgehen, sich ergaben. Ter Flügel faßte wieder Fuß und das Gelänge war unser. Das Efferne Kreuz und die Ernennung zum Untevosftz«r waren der Lohn dieser tapferen Tat. Kreis Lmtterbach. la. Lauterbach, 23. Aug. Am Sonntag fand im Schloß-- garten zu Sickendorf die feierliche Einweihung des von den Ver- iuunfceben gestifteten Denksteins statt. Rach Begrüßung der Herren Exzellenz Rredesel Freiherr zu Effenbach, Kreisrat v. Werner und Dekan Müller, der .sstrregervereinL Heblos und Slllmenrvd sowie der Lazarette mit Schwestern durch Frau Baronin Riedesel, Sickendorf, begaben sich die Herrschaften, Vereine und sonstige Teilnehmer in feierlichem Zuge zum Denkmal. Die Feier wurde eingeleitet Mtt dem Altniederländffchen Dankgebet. Dr. Stotz, der ärztliche Leiter des Lazaretts, wies in .seiner Festrede auf den Opfermut des deutschen Volkes hin, dem auch das Lazarett Sickendorf sein Dasein verdanke. Er gedachte des verstorbeirenl Gründers des Lazaretts und seiner Gemahlin und gab ein Bild der Entstehung von Lazarett und Denkmal. Hierauf gab Dr. Stotz das Zeichen zur Enthüllung des schlichten, aber in wuchtiges Formen gehaltenen schölten Denksteines. Die Rede llang in einem Hoch aus Kaiser und Gvoßherzog aus. Vizeseldwebel Becker über- gäb im Rameil der Verwundeten den Stern denr Schutze der Frei- herrlichen FaMklie Riedefel zu.Effenbach, Sickendorf. IM Namen von Frau Baronin übernahm Se. Exzellenz Oberstallmcister Moritz Riedesel zu Effenbach das Denkmal in den Schutz der Fanrilie. Mit dem Gesang des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" fand die Fmer ihr Ende. Während -des anschließenderr Konzertes der Jungdeuffchlandkapelle ergriff noch. Dekan Mütter das Wort zu einer von hoher Vaterlandsliebe getragenen Rede. la. Sieten borf, 23. Aug. Dem Vizefeldwebel Puchert im Lcmdsturm-Jnf.-Batl. Gießen XVIII. 9. wurde das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande verliehen. Kreis Schotten. g. Laubach, 22. Aug. Die Rote-Krenz-Medaille dritter Klaffe erhtelt Schwester Elisabeth F e l d m a n n, Kreis Friedberg. w. Bad-Nauheim/ 23. Aug. Das am Donnerstag, dem 24. August, abends Uhr, iM Kvnzerthaus unter Leitung des Kgl. Professors Hans Winderstein stattftitdende Sonder- konzert der Kurkapelle zum Besten der Mannschaften des hiesigen Rcservelazaretts verspricht, sich zu einem: ganz besonderen Genuß zu gestalten. Ter Solist des Abends ist Willielm Back- h a u <6 * Berlin, Großh. hessischer Kam'Mervirtuos, einer der größten Pianisten unserer Zeit. Seine Meisterschaft, die sich auf cirrem reichen Musikalischen Empfinden und einer einzig dastehenden souveränen Teckmrk ausbaut, ist oft mit Paganini verglichen worden. Die großen Triumphe, die er aus seinen Konzertreisen durch Europa, und Amerika feierte, sirrd die lebendigen Zeugen für die Anerkennung, die er gesunden l>at. Herr Backhaus wird das Klavierkonzert in Es-Tur von Beethoven, drei Klavierstücke von Max Reger und zum Schluß die Ungarische Rhapsodie Nr. 12 von Franz Liszt spielen. Das Orchester eröffnet das Konzert mit der Ouvertüre zur Oper „Köllig Manfred" von Karl Nein ecke tmd bringt ferner noch das „Siegfried-Idyll" von Richard Wagner. nt. S t a m m h e i m , 22. Aug. Unteroffizier Heinrich Jakobi aus Stammhetm, beinx 5. Laudsturm-Jiffauterie-Bataillou Darm- stadt, der bereits früher mit der Hess. Tapferkeitsmedaille auS- ezeichuet tourde, erhielt jetzt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. 0 ^turtcmmm uuO Rhetnheffe«. -- Dar m stadt, 23. Ätug. Gegen einen hier wohnhaften Geldvcrleiher ist eine Untersuchung wegen Wnchers eingeleilet. Der Alaun hat hiesige Familien, besonders bessere Beamte, aus- gebeutet und bewuchert. Fc. Worms, 22. Aug. Während der Fuhrmann Johann Jäger 6. ans Lorsch im Begriffe war, mit seinem schwer beladenen Fuhrwerk die disssseittge Rampe der Straßenbrücke herunlec zu fahren, kroch ein Junge unter den Wagen, um aus dem sogenannten Schiffchen einige Aüpseh die lose darin lagen, zu holen. Hierbei kam ev unter das Hinterrad, das ihm über Kopf und Hals ging und seinen sofortigen Tod herbeiführte. Den Fuhrmann trffst keinerlei Schuld. ch. Bingen, 22. Aug. Das bei Trechtingshausen aus Grund gesetzte Schiss „Gelria". das durch Festsahren erhebliche Beschädigungen erlitten hatte, ist nun soweit verdichtet, daß es abgeschleppt werden kann. Der Schraubend« mpscr „Favorite" wird es abschleppen. Das Sckffff hat 18 000 Zentner Eisengrund als Ladrmg. Ein Teil dieser Ladung wurde in einen längsseit liegenden Leerkahn überschlagen. Dieser .Kahn dient dem beschädigten Schiffe auch, gleichzeitig als Unterstützung. ke. A u s dem R i e d, 23. Äug. In zahlreichen Orten des Ried herrscht unter den Schweinen eine R o t l a u s s e u ch e, der schon zahlreiche Tiere zum Opfer gefallen sind. = Walo michelbach i. O., 22. Aug. Unter grobem Getöse ging bei Ober-Scharbach ein Meteor nieder, da? funkensprühend in den Boden einschlug. Die Stelle konnte, da der Regen bald alle Spuren verwischt hatte, noch nicht gesunden werden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 22. Aug. Der Spar- und Bauverein der Stadt Wetzlar hat auch während der Kriegszeit eine rege Tättgkeit entfaltet. Es galt vorerst weitere Bebauungspläne für seine in Niedergirmes belogenen Grundstücke fertig zu stellen, um durch sie für weitere 46 Familien Wo hnungs gelegen heit zu schaffen. Der Verein verfügt jetzt über einen Gesamtgrundbesitz von über 100 Ar im Werte von 31677 Mark, wovon bisher erst rund 22 Ar bebaut wurden. Wa. Wetzlar, 23. Aug. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Unteroffizier Karl M i ß b a ch , Fernsprech- Doppelzug, Lichtsignalzug 54, 54. Inf.-Division. Wa. Aßlar, 23. Aug. Musketier Konrad Mandler, Jnf.- Rgt. Nr. 190, 3. Komp , früher Jnf.-Rgt. Nr. 17, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. ra. Krofdorf, 22. Aug. Den Ehrentod für das Vaterland starben Obermatrose Wilhelm K o t h , 4. Matrosen-Regiment (ein geborener Rodheimer), Reservist Ludwig Schnevp, Res.-Jnf.- Regt. 81, wohnhaft in Vetzberg, und Unteroffizier Wilhelm S u ch a n, 10. Komp. Ref.-Jns.-Regt. Nr. 81. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 22. Aug. Unter bem Opern- personal tritt zu Beginn der Winterspielzeit ein umfangreicher Wechsel ein. Es scheiden aus die Tmnen Aich, Bvekh, Bettrndors, Fortner-Halbaerth und Keller-Weber und^ Herr Hauck. Neuver- pslichtet wurden Frieda Cornelius vom Stadttheater irr Mainz, Arrnie Kißling vom Stadttheater irr Würzburg, Kammersängerin Beatrice Lauer-Kvttlar vom Hoftheater irr Karlsruhe, Annie Netze aus der Frl. Wmkelschen Gesancffchule, Ottilie Schott vom Hof- theiater in Schwerin, Herr Alois Resni vom Operettentheater in Köln und Kapellmlerster Otto Selberg. --- Frankfurt a. M., 23. August Ter im Stadtteil Rödelheim wohrrerrde Zigarrenhändler Ohlenschläger hörte Montag nacht cüff dem Flur seines Hauses zwei Personen 'leise miteinander sprechen. Er öffnete die Flurtür und gab, ohne sich näher zu vergewissern, zwei Revolverschüsse ab, die einen sungen Mann im Gesicht sehr schwer verletzten. Der Täter hatte geglaubt, Einbrecher vor sich zu hoben, mußte aber jetzt die Entdeckung machen, daß er einen jungen Kaufmann, der ein lungeö Mädchen nach Hause begleitete, in Uebereilung niedergeschossen hatte. — Bad Homburg v. d. H., 22. August. Generaldirektor Remhokd Becker vom Stahlwerk Becker in Millich bei .Krefeld, ein langjähriger regelmäßiger Kurgast der Stadt, stellte dem Kaiser zur Erbauung eines O f f i z ie r ge ire su ng s hei m s in Bad Homburg eine Million Mark zur Berftigung. Fc W i e s b a d e u , 22. August. Die Hühnerjagd, die gestern im Regierungsbezirk aufging, berechtigt nach den an diesem Tage gemachten Resultaten zu keinen allM großen Hoffnungen. Vor allem lvrrd geklagt, daß wenig Ketten vorhanden und diese noch nicht jagdbar sind. 2luf der Jagd in der Hochheimer Gemarkung wjurdi' nur ein Volk ongetrofsen, in den übrigeir rechts- mainischen Gemarkungerr ivar das Jagdergebnis auch kaum nennenswert. g. Esch wege a. d. Werra, 22. Aug. Auf der Eisenbahnstrecke Eschwege—Treffurt—Mühlhausen wurde gestern nachmittag der I8jährige Etsenbahnarbeiter Adolf Koch aus Niederdorla beim lleberschreiten der Geleisanlagen von einem Personenzuge überfahren und getötet. g. Wabern (Bz. KasseH. 23. Aug. In dem benachbarten Dorfe Zennern wurde gfttern ein sechsjähriger Jungk durch eine von einer im Betriebe beftTrdlichen Dreschmmchme abspringende Riemenscheibe mit solcher Wjucht an den Kopf getroffen, daß die Schädeldecke zertrümmert wurde und der Tod sofort erntrat Bericht über die Lage der Arbeitsmattter im Grotzh. Hessen. Im Berichtmonat war in fast allen Berufen gegenüber dem Vormonat eine stärkere Bewegung auf dem Arbeitsmarkt zu beachten. Durch die giinstige Witterung wurden in der Landwirt- schast Mr Erntearbeiten zahlreiche Arbeitskräfte benötigt, konnten aber nicht alle beschafft wc-rden. Dcrrmstadt berichtet, daß in der Laitdwirtschaft sich 2lngrLvt und NachfvlM- ausglichen und auch in der Gärtnerei Angebot und Nachfrage zufriedenstellend geregelt wurden. In der Metallindustrie fehlte es, wie in den Vormonaten an tüchttgen Facharbeitern. Die offenen Stellen kolrnten auch nicht annähernd besetzt werden. Ersatz durch ungelernte Arbeiter wurde nicht verlangt. Vor allem l-errsckcke starke Nachfrage nach Schlossern und Drehern. In der Edel Metallindustrie in 'Hanau a. M. hat sich die Lage gegenüber dem Vormonat wenig geändert. 'In der Lederindustrie usw. wurden vorzugsweise Tapezierer auf bessere Möbel verlcmgt. In der H-o l z i n d u st r i e usw. 'war Nachfrage nach tüchtigen Möbel schreinern. Im Nahrungs mittelgewerb e bat der Geschäftsgang gegenüber dem Vormonat eine erhebliche Steigerung erfahren. Bäcker konnten fast alle untergcbrvcht werden. Im Metzgergewerbe war die Nachfrage üach Gehilferl nach wie vor gering: das Angebot ist auch erheblich zurückgegangen. Die Tabak- und Zigarren-Industrie in Gießen ünd Umgegend war im ganzen Berichtömorrat gut beschäftigt. In der Bekleidungsindustrie konnten die verlangten Arbeitskräfte gestellt iverden. In der- Zivilschnftderei mangelte es an brauchbaren Arbeitskräften, in der Uniform schneiderei bar noch genügend Arbeit vorhanden. Im Baugewerbe bürden Facharbeiter und Hilfskräfte Mich naen auswärts viel verlangt. Den Anforderimgen krmnte aber nur zum Teil entsprochen werden. Im allgemeinen ruht die private Bautätigkeit fast ganz, dagegen schasste die öffentlicht- Baittättgkeit für die m>r-' handelten Arbeitskräfte genügend Bejchäfttgung. In Frankfurt am Main herrscht besonders starke Nachftage nach Zimmerern. Jyl graphischen Gewerbe ist immer noch keine Besserung emgetreten: die velmittelten Aushilfsstellen waren immer nur für kurze Dauer. Lebhafte sltachftage war nach ungelernten Arbeitern zu verzeittnum. Bcffonders Fabrjkbetriebe, Kohlenbandlungen Und aucl! Landwirte verlangten Arbeiter. Mangel berrschte an Hausburstlien und 2luslmtsern Jugendliche Hilfsarbeiter waren ivegen ihrer lwhen Lleck 7 tere Beschäftigung für Wasch> und Putzfrauen ist loohl auf die Fericn- und.Reisezeit zurückzusühren. Für Haus und Kücheltpersonal und auch tur gewerbliche Aroetterrnnen fttegen oee rvermrtllmlgeu m erfreulicher Weise. Fiir k a u f m ä n n r s ch e und technische Angestellte hielt sich Angebot und Nachftage aut der gleichen Höhe wie im Bormcaii-it. Es fehlte Mt besseren Spezialkräiten/ hauptsächlich aus dem Eisen- und Maschinenfach. _ ~ _ ■ .... . — . vermischtes. Eine Gascrplosion in Eharlottenburg. * Berlin, 22. Aug. (WTB.i Im Hause Wallsttaße 95 üt Cl)arlottenburg erfolgte heute morgen eine heftiqc Gasexplosion, durch die das zweite und dritte Stockwerk sowie die Giebelwand zum Einsturz gebracht wurden. Drei Hausbewohner wurden von den Trümmern verschütttt und von der h.'rbeigerusencn Feuerwehr bafteit. Zwei von ihnen sind tot, einer lebensgefährlich verletzt. Neun Personen erlitten schwere Brarrdwunden und mntsterc nach dem Charlottenburger Krankenhaus gebracht werden; viele wurden durch Glassplitter verletzt. Ueber die Gasexplosion wird noch gemeldet: Die Vorderwano des Vorderhauses in einer Breite von zwei Fenstern, etwa vier bis fünf Meter der Seitemoand und der Giebel der Wohnimg im zweiten und dritten Stockwerk wurden heransgeschleudort. Die Decke zwischen beiden Stockwerkeii wurde zertrümmert. Zahlreiche Fensterscheiben zerbrachen in tausend Stt'icke. Tot sind der 58 Jahre alte, vielfach votbestraste Arbeiter Ernst D i k o m a i t, der die Explosion in v e r b r e ch e r i s ch e r W e i s e hervorgeruien zu haben scheint und die 39 Jahre alte Ehefrau Jda Weigerl. Schwer- vlerletzt sind der Arbeiter Hermann Trohl, seine Ehefrau Luise Trohl, deren Kinder Otto, 2lnna und Martha, die Ehefrau Luise Urbe, der Arbeiter Otto Sckmlze, Berta Schütt uu.d die EheftaU des Arbeiters Schön. Außerdem wurde eine große Anzahl Personen durch Glassplitter leichtverletzt. Die Schwerverletzten haben, nachdem ilmen Notverbände angelegt waren, im Krankenhaus Westend Ausnahme gesunden. Eisenbahnunfall. S ch w ä b i sch - Ha l l, 22. Aug. (WDB. ) Ter heute nachmittag von Herlbronn in Richtutrg Crailsheim abgefahrene Güter zug entgleiste um halb 4 Uhr bei der Einfahrt in die Station Sulzdorf. Die Lokomotive stürzte um. Ter verheiratete Lokomotivführer Heinzelmatrn aus Heilbronn wurde hierbei getötet, der Hetzer schwer und zwei Mann des Bremserpersonats leicht verletzt. Ter Materialschaden ist nicht unbeträchtlich. Der Personenverkehr wird durch Untsteigert auftecht erhalten. Tie Ursache des Unglücks ist noch nicht festgestelll. * X. Wie Du mir, so ichDir! Das Bürgermeisteramt des badischen Bezirksstädtchms Furtwangen bat folgende Bekanntmachung erlassen: „Trotz wiederholter Aufforderung durch die Aufkäufer, sowie durch die Poilizei, hat ein Teil der Einwohner mit großer Hühnerzahl noch keine oder nur sehr ivenige Eier abgeliefert. Auch die Selbswersorger haben keinen Anspruch darauf, mehr Eier für sich zu gebrauchen, als der sonstigen Einwohnerschaft zustehen. Von der nächsten Karrenausgabe ab werden wir allen denjenigen Familien, welche dieser unserer letzten Aufforderung nicht Folge leisten imd die vorgeschriebenen Eier nicht abliesern, keine Zuckerkartcn mehr verabfolgen. Wcrpn Nebenmenschen nichts abgeben will, hat kein Recht, von anderen etwas zu verlangen. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hejsen am Donnerstag, den 24. Aug. 1916: Zunächst noch iveitere Abnahme der Bewölkung, trocken, tagsüber etwas ivärmer. letzte Nachrichte«. Die russischen Mißerfolge in der Bukowina. Bukarest, 23. 2lug. 'Das Bestreben der Russen, um jeden Preis die Karpathen Pässe in der Bukowina zu besetzen, wird immer klarer. Die österreichisch-mrgariseben und die unlängst auf dieser .Front angekommenen deutschen Truppen nahmen eine kräftige Offensive im Moldavatale auf, welche täglich Fortschritte macht. Wie v-on der Bukowi^mer Grenze gemeldet wird, haben die deutschen und die österreichffch-ungarischen Truppen die Russen geschlagen. Die Muffen machten zahlreiche Baionettangriffe. wurden aber zurückgeworsen und mit den größten Verlusten Mis ihren Stellungen vertrieben. Vor der neu besetzten Stellung zählte man über 500 tote Ruffen Nächster Tage wird in Radautz der Olx'rkommLn- dant, Gmeral Leschitzki, erwartet, der über die letzige Lage und die Erfolglosigkeit der Russen in der Bukowina sehr besorgt tft, weil dadurch sein iPordrrngen in Südgalizren über Sramslau gefährdet ist. In JtzLrNi kamen gestern wieder 114 Ambulanzwagen mit schwer verwurrdeten Russen an. MgeMurnp mit einem englischen Geschwader. Kristiania, 23. Aug Der norweftsche Passagierdamvfer ,.Haaft)n VII" begegnete auf der letzten Reffe von Newcastle trach Bergen, am 20. d. Dfts., Mitte Nords«, einer mächtigen dritte schen Schlacht flotte, wohl hundert Kriegsschiffen, sowie m e h iere n Zeppelinen. Schwere Verluste der Engländer in Ostafrika. Amsterdam, 23. Aug. Wie man aus London erfährt, ist General Bothas letzter Ausruf zur Annx'rbung von Re- servetruppen in SüdaftiLi aus die enormen Verluste der Engländer in Ostaftröa ditrch Krankheiten und Seuchen zurückzu- ftthren. 2l-uli das langsanve VorwärtsLotnmen ist dreien Umständen zuzuschveiben. "Die „Südafrikaner" in London sagen, daß der Ausruf keinen Erfolg haben toerde. In Südafrika sei der Krieg nickt beliebt, und alles, was in die Armee cm gereiht werden kvnttte^ sei längst Mt der Front. Die südafrikanische Brigade werde bei weiteren 'Verttfften aufgelöst werden müssen. Beschwerden über Griechenlands Neutralität. Genf, 23. Aug. Nach „Seoolo" Depescheat gilt es aks mr* wahrschefttlich, daß die italieniscktett Abteilungen, welche oben erst ihr Quartter in der 8!achbarsckiaft der Rmsen bezogen haben, an den im Seres-Alffchnitt, sowie südlich ber Dotran-Sees irantittel« bar l'evorstehenden Jttfanteriezusammenstoßen teilnelnmu werden. Sarrails nächtige Truppenbetvogungen. so lvftßt es iveiter. seien geliernntt, da die geängstigte flüchtige Dörflerlnrnötkeruttg allenthalben die Wege verstelle. Diese nitd andere Beich,t*erden bringen heute die Gesandten in Athen vor, mährend die 'Larffer Blätter den griecltisäun Behörden ivitHerttni mißgünsttgo5 Verhalten gegen sarrails Hauptmacht mtd Hilfstruppeti vortverftn ttnd venichern die ganze Offensive der Ententemächte leide darunter empftndlich. p Au f dem Felde der Ehre starb mein geliebter Mann, mein guter, einziger Sohn, unser lieber Schwiegersohn und Schwager Dr. Heinrich Lepper Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment Nr. 130, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Frau Annie Lepper geh. Haas Frau Elise Lepper Ww. Familie Karl Haas. 60290 Danksagung. Für die tiefempfundene Teilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Zamrüe Joseph Langer nebst Angehörigen. Gtehe«, de» 2L August 1916. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste, der uns betroffen, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. [5997 I- N. aller Hinterbliebenen: Kätö Adam, geb. Seichfelder A. Kind. Giehen itzn Löbers Hof 31, 21. August 1916. Danksagung. Für die vielen Bewege herzlicher Teilnahme bei dem Hrnscheiden unseres lieben Entschlafene« sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Frau Marianne Perl u. Eltern. „Daaerlauf“ ud „Lillipntt“ Sohlenschoner ans bestem Kemleder, gesetzlich geschützt unter Nr. 649298, ist von allen Sorten der metet begehrte, praktischste, dauerhafteste und im Gebrauch billigste. Zu haben m allen besseren Schuh- und Lederhandlungen. Nur f. Wiederverkäufer. General - vertrieb für West- und Süddeutschland Josef Strack, Königswinter a. Rh. Bekanntmachung. ^ Dem Großh. Gerichtsvollzieher Müller dahier ist sur die Dauer des ihm bewilligten Urlaubs von sechs Wochen der Großh. Gerichtsvollzieher i. N Born dahier zum Stellvertreter bestellt worden Gießen, den 22. August 1916. Der Präsident Großh. Landgerichts der Provinz Oberhefsen. I. B.: Prätorius. «022 autogen gssohweiüt. — Kester Ersatz für Kupfer-Kessel. Einziger für die Landwirtschaft braucbarerKessel. Eignet sich für alles.-Zu beziehen bei Komverein Giessen u. Umg. Donnerstag früh mk firnln Uli Es ist da! Das neueste Favorit-Moden. Album für Herbst und Winter 1916. Zu haben im 59,6 a Schulslraße Papier-Bindfaden in attcn Starken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen präpariert, empfiehlt zum billigsten Tagespreis I Lndwig Lazarus F,r, sr i Aftterveg 63 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß das Register zur Echebuug der in unserer Gemeinde ausgeschlagenen Bedürfnisse für das Rechnungsjahr 1916 zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen liegt, mit dem Bemerken, daß Beschwerden gegen die in dem Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablaus der Ofienlrguagsfrist entweder schriftlich oder münd- lich bei Großh. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Gießen, den 22. August 1916. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. S. Heichelheim. 6012D Bekanntmachung. Wir teilen hierdurch mit, daß wir für die Kommunalbezirke Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Giehen, Lauterbach, Schotten Wetzlar eine Geschäftsstelle errichtet und mit Führung derselben die Firma: Bereinigte Getreidehändler ®. m. b. H. Gießen, Friedrichstraße 8 beauftragt haben. Der Ankauf von Gerste gegen Bezugsscheine kann nur durch die vorbezeichnete Geschäftsstelle oder deren Beauftragte erfolgen. Reichs-Cerstengesellschast m. b. H. Berlin. 5999E --—__ ^ 7 . .i Grummetgras-Yersteiämmg^ Montag, 28. August l. I. vorm. 9 Ufr* rotrb das M“ (ii ä' cn Wiesen in ben Gemar- tunnen Gardenie, ch, Lerbgeitern, Schjffeuberg und Watzenborn, das Gras von Schnetseu, Mufiplatten und den ElsteuHen tn den Forstwarteien Banmgarten und k^^tern in der Wirtschaft des Georg Säumer VI. ZU Watzenborn, versteigert. Wettere Auskunft erteilt ® r< &w r '»“w äu S°rschauS Baumgartc, Greben, 22. August 1916. 6021N Grobherzogliche Obersörsterei Tchtffenberg. Trautwein. 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