Nr. m Der etefcMtr Iwy i ifT erscheint täqttch, a n tzer Eonntags. — Beilagen: viernial wöchentlich Kietzen erFamiUendiStter; -wennalwöchenll.Nrrir- biatt stir den Kreis Gietzen (Dier^tag und Freitag): zweimal monatl. Land- wirtichapvche Settfraoe« Fernjprech - Anschlüsse: sürdieSchrütleilung112 Verlag,Geschättsstelleöl Adreüe lür Drahtnachricht«: Anzeiger Siehe«. Ämahme von Anzeige« iür dte Tagesnunnner bis zum Abend vorher. Erster Blatt *66. Jahrgang Samstag, *9. August *9*6 tS C \ II <\ 6 v r c ; ' monatl. 90 Pf., viercel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mt.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokallbPf., ausw. 29 Pi. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz-. Hotatfonsfcrnd und Verlag der vrühl'scheu llmo.-vuch- und Steindruckerei R. Lange. Lchristleitung. Seschästsftelle und Druckerei: Schnlstr.7. B-ckImMchmG^ß-n: General-Anzeiger für Oberhe ßlorina im Nampf gegen serbische Truppen genommen. Türkische (Erfolge bei der Armee vothmer. (WTB.) GrotzeS Hauptquartier. 18. August.! (Amtlich.) . ^ , Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der Somme setzt der Feind seine starken Anstrengungen ohne Rücksicht auf die schweren Opfer fort. Dir Engländer haben hierzu mehrere Divisionen neu eingesetzt. Südwestlich von Martinpuich ist es ihnen gelungen, unsere vordere Linie in eine dicht dnhlntergelegene in geringer Breite zurückzudrücken. Dagegen sind sie nördlich von Pozieres und hart westlich des Foureaurwaldes glatt nbgewiesen. Die Franzosen verlegten ihre Angriffe wiederum auf die Nachlsttmven. Starke Kräfte brachen etwa um Mitternacht gegen unsere Stellungen zwischen Guillemont und Mmrrepas vor: sie sind aufs blutigste zurückgeschlagen. ^m vorgttbogenen Teil unserer Linie nordöstlich von Hardecourt wurde erbittert und bisher ohne Entscheidung gedampft. t\t Tätigkeit der Artillerie ist andauernd besonders heftig. Rechts der Maas griff der Gegner abends auf breiter Front zwischen dem Werke Thiaumont und dem Ehapitre- walde, sowie mehrmals im Westteile des Bergwaldes an. Am Dorf Fleury ist der Kampf noch im Gange, sonst ist der feindliche Ansturm überall gebrochen. *. * Bei Nesle wurde am 16. August ein französischer Doppeldecker durch Abwehrfeuer zur Landung gezwungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarfchalls von Hindenburg. Abgesehen von einevi kleinen, aber lebhaften Gefecht westlich des Nobel-Sees, das noch nicht abgeschlossen ist, fanpen nur bedeutungslose Vorpostenznsammenstötze statt. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Auftder Anneeftont des Generals Grafen v. V o t h m e r haben türkische Truppeii russische Angriffsabteilungen abgcwiesen. In den Karpathen wurde der Erfolg auf der Stara Obczyna erweitert. Es silid etwa zweihundert Gefangene und mchrere Maschinengewehre erbeutet. Balkan-Kriegsschauplatz. Nach den vergeblichen Angriffen der Entente in den letzten Tagen traten die verbündeten Truppen zum Gegenswh an. Florina ist nach Kampf gegen die serbische Donau-Division genommen. Deutsche Flugzeuge griffen russische Zerstörer und ein U-Boot nordöstlich von Karaburun mit Erfolg an. i* Der amtliche russische Bericht vom II.Augilst abends spricht von der Vernichtung eines Bataillons des deutschen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 3 durch das Maschinen gewehrfeuer eines Panzer-Automobils bei Monasterzyska. Demgegenüber wird festgestellt, daß das Bataillon bei dieser Gelegenheit im ganzen zwei Verwundete verloren hat. Oberste Heeresleitung. Das Bild der militärischen Lage, das uns heute die „Times" vorhält, schillert zwar für ihre Leser in einem verführerischen Schmelz der Farben, aber es ist ein trostloses Augenblicksmachwerk, die Farben haben keinen Bestand, und sie haben zudem die wahre Natur der Dinge gefälscht. Die Wahrheit ist, daß die große Zusammenfassung der Kräfte, die von der Entente niemals mehr wird überboten werden kön nen, in wochenlangerUeberanstrengung ermattet ist. Brussilow teilte zwar in seinem letzten Heeresbericht noch einmal riesige Gefangenenziffern mit, die wir für weit übertrieben halten und die Sachlage a-ich nur halb erhellen würden, da die russischen Verluste daneben ebenfalls angekreidet werden müssen. Und die Stöße des Gegners im Osten sind gleichp- falls stark abgemattet. Die Armee Vothmer hat im Verein mit türkischen Truppen neue Angriffe in der Gegend von Kowel zurückgeschlagen: in den Karpathen müssen die Russen weichen. Nun sollte das letzte Aufgebot der Entente, unter General Sarrail in Saloniki, in den Kampf Eingreifen und die letzte Lücke der „Generaloffensive" schließen. Es war ein unglücklicher Gedanke, von dem Sarrail nicht viel wissen wollte, und nach einigen kleineren Kämpfen am Doiransee sind die bulgarischen und deutschen Truppen zum Gegenstoß angetreten und haben an ihrem westlichen Flügel im Kampf gegen serbische Truppen bereits die Stadt Floriita genommen. Wir dürfen damit rechnen, daß ge rüde auf dem östlichen Kriegsschruplatze unsere .Heeresleitungen größere Unternehmungen vorbereitet haben. Es heißt in einer Meldung, die aus Wien über Kopenhagen kommt, daß der deutsche und österreichisch-ungarische Gesandte in Bukarest auf oie Folgen einer rumänischen Erlaubnis für den Durchmarsch russischer Truppen hin gewiesen hatten. Das ist kein Zeichen von schwachgemuter Auffassung der künftigen Entwicklung im Osten, und Rmnänieu wird die Nutzanwendung zu ziehen wissen. Die deutschen Militärkritiker, die in der Presse ihre Anschauungen niederlegen, sind alle von der gleichen Zw verficht erfüllt. Auch der frühere Oberst Gädke, der in der Freitagnummer des sozialdemokratischen „Vorwärts" die militärische Lage bespricht, erklärt, daß den Feinden die Ueberzahl nichts nützen werde und daß die Zenttalmächte nach wie vor die Lage beherrschten. Major Moraht macht im „Berliner Tageblatt", in wohltuendem Gegensatz zu den vielfältigen Maumachereien dieses Blattes folgende Feststellungen : Mit jedem Tage, wo England dem Boden seines Menschenreservoirs sich mehr nähert, ändert sich die Lage, und zwar zuungunsten unserer Feinde. Machen wir uns doch immer wieder klar, daß in ganz Frankreich augenblicklich England als Retter der Republik angesehen wird. Joffre selbst konnte diese Ansicht nicht besser zum Llusdruck bringen, als er neulich einem jener unermüdlichen amerikanischen Aussragec gegenüber tat. Joffre betonte, daß wir durch den gleichzeitigen Angriff der Feinde auf allenj Fronten an der Verschiebung unserer Reserven gehindert würden, und setzte damit den General Haig ins Unrecht, welcher schon seit Wochen über das nnvernrntete Austauchen deutscher Reserve- kr äste klagt. Joffre selbst weiß, daß diese Reserven vorhanden sind und wirken. Er hat also nichts anderes getan, als England an seine endliche Pflichterfüllung zu erürnern, nämlich daran, bte Entscheidung selbst herbeizuführen. Man kann sich auch vorstellen, daß die ernsten Erörterungen hinter der Sommefront, die Reise des Königs Georg und des Präsidenten Poineare alle den sinen großen (Zweck verfolgen, alle Welt vor der Erkenntuis zu bewahren, daß tatsächlich die Pläne im Scheitern sind. An der ö st l i ch e n Front besteht dieselbe Verlegenheit unserer Gegner, und wir werden wohl bald Zeuge des Schauspiels werden, daß sich die Alliierten gegenseitig an den Mißerfolgen die Schuld geben. Die Blutarbeit im Osten war noch umfangreicher als die westliche. Uud dieser iEnergie entsprach der inr Landgewinn pnsgcdrückte größere lErfolg der Russen. Aber darüber sind sich alle Beurteilungen einig: die AngrifsSkraft der Brussilowschen Heere ist schwächer geworden, macht größere Pausen innerhalb der „entscheidenden Offensive" Nötig und beschränkt sich nur noch, aus einzelne Angrisfsräume. Offenbar hat der russische Heerführer kein Vertrauen inehr zu einem Versuch, Kowel zu nehmen. Dagegen sieht er sich aus Gründen des Prestiges intmer noch gezwungen^ von zwei Satteln in der idsalen Richtung auf Lentberg vorzustoßen. Es sind die Armeen v. Bothmer und Böhm-Ermolli. wüste zwischen der Bahn Dubno—Lemberg und dem Dnjestrlauf diesen wütenden Kämpfen ausgesetzt sind, welche anmuten wie die letzten Zuckungen eines Riesen und meines !Trachtens das Scheitern der russischen Pläne verhüllen sollen. Warum? Weil man immer noch auf den rumänischen Kräfteznwach^ und aus das Lebendigwerden! der Armee des Generäls Sarrail hofft. Nun, bei Florina hat Herr Sarrail seine international zusammengewürfelte Herde' nicht davor bernähren können, daß der bulgarisch-deutsche Wolf einbrach und im „fernen Westen" einen Erfolg davontrug, der für den Anfang viel bedeutet. Wenn man an dem Bilde des Schäferidylls in Saloniki festhalten will, muß man freilich hinzufügen, daß die Sarrailsche Herde etwa eine Viertelmillion zählt, während der Wolf noch in der Ueberzahl ist, denn das deutschbulgarische Heer ist weit größer. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. August 1916. RussischerKriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Bei der Ersttirmung des Berges Stara Obezyna haben die verbündeten Truppen 200 Gefangene, zwei Maschinengewehre eingebracht. Südlich von Horozanka warfen österreichisch-ungarische Bataillone den Fcknd aus einem vorgeschobenen Graben. Die bei der Armee des Generals Grafen Bothmer eingcteilten kaiserlich ottomanischen Truppen schlugen Angriffsversuche zurück. Heeresfront des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Bei der Armee des Generalobersten von Böhm-Er- molli Hirt sich der Gegner in den Letzten Tagen so schwere Niederlagen geheilt, daß er gestern in völliger Ruhe verharrte. An der wolhynischen Front erfolgreiche Streifungen. Italienischer Kriegsschauplatz. Das feindliche Geschützfeuer gegen unsere neue Front im G ö r z i s ch e n hält an. Abgesehen von einem abgewiesenen Angriff gegen die Höhe südwestlich von Sau Grado di Merna, kam es zu keinen Jnfantcriekämpfen. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Bei den k. und k. Truppen unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der türkische Bericht. *Kon sta, n tino pel, 17. Aug. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers : An der Jrakfront versuchte ein Teil der englischen Streit- kräfte, Infanterie und Kavallerie, unter dem Schutz von zwvi. Kanonenbooten und drei Motorbooten unsere Abteilungen bei Hassirich anzn greisen; nach einem vierstündigen Kamps zu Lande und ans dem Flusse mußte sich der Feind aber zurückziehen. Er verlor 40 Tote, ebensoviele Verwundete und mehrere Zugtiere, und ließ einige Ausrüstungsgegenstände in unserer Hand. Im Abschnitt von Fellahie kein Ereignis. Von der Front jn Persien liegt kerne neuere Nachricht vor. An der Kaukasus front schoben unsere Truppen ihren! rechten Flügel trotz der Schwierigketten im Gelände der Vorstellungen 40 Kilometer in nördlicher Richtung vor und stellten überall den Kontakt mit der feindlichen Nachhut her, die sich zurückzog. Im Zentrum hält die verhältnismäßige Ruhe an. Mehrere Teilangriffe des .Feindes ans eine unserer Stellungen! wurden zurückgeschlagen und einige Gefangene, darunter ein Offizier, gemacht. Aus dem linken Flügel und im Küstenabschnitt für uns günstige Patrouillenunternehmungen. Am 2. August morgens machten vier Flugzeuge von einein englischen Flugmutterschiff aus, das unter dem Schutze von französischen Torpedobootszefftörern vor Haifa erschien, eilten Angriff aus 'Äsul (Karmel) und Nazareth, warfen Bomben, löteten ein Kind und verletzten vier andere Personen. Tie Flugzeugs wurden unter Wirkung unseres Artilleriefeuers gezwungen, sich zur Küste zurückzuziehen. An der A e g y p t i s ch e n Front nichts von Bedeutung, außer Patrouillenscharmützel. Osmanische Truppen in Galizien. Wi e n . 18. August. lWTB. NiMamtlicb.) Aus dem Kriegs- presiequartier wird gEemeldel: Erzherzog Carl Franz Josef richtete aus Anlaß des EinttEens osmanischer Truppen an der von ichn befehligten Heeresftont an den Sultan eine Begrüßungsdepesche. Der Sultan beauftragte den die Devesche überreichenden österreichffchen Mil ft är bevollmächtigten, dem Erzherzog zu melden, daß er sich besonders freue, seine Truppen unter dem Befehl des Thronfolgers zu wissen und daß er die gleiche Zuversicht für den Erfolg der verbündeten Waffen hege. Italienische Truppen in Saloniki. Berlin, 19. 2(ug. Wie die Morgenblätter berichten, ist einer Rede des „Temps"-Redakteurs und Deputtetten Tardien, die -er in Genf gehalten hat, zu eittnehmen, daß die Landung .einer italienischen Truppendivision in Saloniki er- folgt ist. England scheine gelegentlich der Verhandlungen von Pallanza erklärt zu haben, daß jede weitere Verzögerung der ttalie- nischen Hilfeleistung den Alliierten nachteilig wäre. Daraus dürfte Eadorna sich mit der Entsendung der Division beeilt haben. Fraglich 'bleibt, ob sie an die Front gehen, oder vorläufig als! Reserve in Saloniki bleiben wird. i Die „Times" über die militärische Lage. London, 18. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Die „Times" bringt einen Leitartikel über die allgemeine militärische Lage. Das Blatt schreibt: Tie Alliietten üben auf allen Hauptfrontcn einen Druck auf den Feind aus, so daß der Krieg zu ein'r eiuzigen Kampague geworden ist. Wir haben noch einen Zeitraum von drer Monaten vor uns und wenn wir diese Zeft über mft aller Energie durchfest ttn. müssen wir innerhalb dieses Zeitabschnittes neue Stellungen erobern, welche die Wiederaufnahme der gemeinsamen Offensive iw 'nächsten Frühjahr sehr vereinfachen werden. Die Deutschen sind fafy dieser Gefahr be-, wußt. Es sind allerlei Gerüchte über unsere Absichten im Umlauf, die aber alle unbegründet sind. Das einzige, worauf die Alliiertenj ausgehen, ist, die .Deutschen zu besiegen. Die Schlacht an dep Somme bringt uns nach ivie vor Vorteile, jede Woche erzieleni wir Erfolge, die wir zu behaupten vermögen. In Galizien ist von Botbmcr imstande gewesen, sich einer Umzingelung zu entziehen. Wir erwarten dort keine großartigen Ereignis s e. Ter Feind vermag sich noch zu behaupten, wennj seine Streitkräfte auch vermindert sind. Die Att, wie der Feind von Zeit zu Zeit seine Verteidigungsliuien zurücknimmt, gestattet nicht den Schluß, daß der Rückzug in eine Flucht ausarten wird. Das Charakteristische bei den Kämpfen in Galizien ist, daß Brussilow ohne Pause aus den Feind loshämmett. Aber es wird noch lange dauern, bis die Borbercftunaen zu einem weiteren' ansehnlichen Geländegewinn beendet sind. An der i t a l i e n i s ch e n Front ist der Feind noch immer im Besitz der Höhen nördlich und südlrestlich der Hochfläche von Asiago und es ist nicht leicht, ihn dort zu vertreiben. Indessen sind alle Anzeichen dafür vorhanden, daß sich das Tempo der Kämpfe an der ma z e do n i s ch e n Front beschleunigen wird. Berlin, 19. Zlug. Wie der „Vossischen Zeitung" aus ?tmsterdam gemeldet wird, werden in London alle möglichen Mittel angewandt, um das englische Volk, das bereits aus seiner Unznfriedenh^ft über die lange Däner dess Krieges kein Hehl macht, zu weiterem Aushalten zu bestimmen. Um dem Einfluß der Friedensfteunde entgegenzutteten, wird der britische Reichsverband einen spsttmatisckien Feldzug durch alle Londoner Bezirke veranstalten. Es sollen Reden gegen einen schnellen Friedensschluß gehalten und Resolutionen emgebrachh werden, die der Regierung versichern, daß die Nation gewillt sei, durchzu l>alten. Eine Antwort an ASquith. Berlin, 18. Aug. (WTB.) Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Mnisterpräsü>en t As auith erklärte, daß die englische Regierung beschlossen lmbe. die Wiederauftrabme des diplomatischen. Verkehrs wiit Deutschland nicht zu dulden, bis Genugtuung für die „Ermordung" Frpatts gegeben werde. Der englisckM Ministerpräsident scheint anzunehinm, daß nach dcni Friedensschluß deut scherseits mit Ungeduld der Wiederkehr eines englischen Vertreters entgegMgeseben wird. Herr Asquitb irrt.^ Jn Deutsch!end siebt man der Wiederaufnahme der dip^nnatischon Beziftumge' wtt einem Lande sehr kühl gegenüber, dessen Staatsmänner und Presse in Beschimpfungen und Verleumdungen Tetttschlands^ n>ctteifenr uud einen Mangel an Anstand in der Form und Gesinnung erkennen lassen, wie cs in der Geschichte uv hl beispiellos daftcht. Lord EreweS Beha«ptu«g über die deutsche U-Bootstaktik. Werls«, 18. Aug (WTB.) Von unterrichtet« Seite wird wrsgeschnÄben: Hn- Crewe soll auf eine anscheinend bestellte Anfvagc im englischen Oberhaufe behauptet haben, dvedeutschen Unterseeboote häym Neamdmgs in süderi Fällen ohne Ä?^^i?E 5 ls,chchfe versenkt. Er lässt dabei durcbblicken, «N; vmrden Unterseebooten auf Rettungsboote mit Ueberlebenden der Schiffe gcreucrt worden sei. Tamil behauptet er, daß die Urrter- .seeboote mehrfach das Beispreeben gebrochen, da-, die deutsche Re- tzrerurlg rn der letzten Unterseeboots-^tote der amerikanischen Re- &at._ teilte Absicht ist durchsichtig. Er will erneut vre -L^Kieyungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten perguten um ftir England weitere Deckung hinter Amerika zu gi noen. J scaic Behanchtungen sind unwahr. Seine gewundene sKmavei^cjetgt chon, daß es ihm unmöglich ist, den Beweis für }?EL ' i v^ c ringen.. Besonders hingewiesen sei aber auf die nrchwwurdtgc Behauptung, deutsche Untersoebooie lstuten auf Flücht- trngc rn Lrcylftsvootcn geschossen. Diese Behauptung patzt zu einer ^Regterun^ dre stch schützend vor die „Baralong"- und „Äinq Stephen -Mörder stellt und das „Heldenmädchen von Loos" für ernen gemerrven Mord mit einem' Orden ausgezeichnet hat. Englische Ausfuhrverbote gegen Schweden. ^ 0 n ' (WTB.) Das Reutersche Bureau mal chet: Wre inan erfährt, steht die Veröffentlichung ein« königlichen EÜ ««tron bevor, die eine VerhirLerung d« Ausfuhr 'war allen Gegenständen des täglichen Bedarfs Eommodittes, nach 'Lochweven zum Gegenstand hat, deren Ausfuhr gegenwärtig, ^wch nicht verboten war. Gleichzeitig wsird eine Kriegs- und Han- oetsamtsgencrallizenz für die Erlaubnis der Aussul)r von Gc- ^^^anden^s täglichen Bedarfs gegen Vorlage einer Garantie ^EielskvMTnission in Vorgeschrieoen« Form bei den Zoll- bekannt gegeberc. Die Beweggründe für den Erlas; dies« keml sollende: Unter der Ä^riegszollakte ha! die t Befugnis, von dem Exporteur die Beibringung d« pcachuxru zu l^rlangen, daß « alle denkbaren Vorsichtsmaßregeln chychen^ die von ihm ausgeführten Waren, gemäß den v-o,c iynl der der B«srach1ung abgegebenen Erklärungen verwandt frverden. Bon drei« Befugnis wird für die Waren, deren Ausfuhr i Verboten ist, reichlicher Gebrauch gernacht, weil d«en Be- Handlung vor d« Verfrachtung nicht derselben genauer: Prüfung -nrterworfen ist, wie bei den verboten«: Waren. Die schwedischen Bestrmrrnu-gen von: 17. April 1916 lassen für der: schwedischen Jm- wr^rr nicht zu, dem britischen Exporteur Mitteilung üb« die Beno enduu g der Gist« zu rnachen. D« britische Exporteur muß frei d« Forderung der btttisäien Zollbe- nast, d« Bekanntgabe der Verwendung d« Gut« oft zu gebm, datz « zur Beibringung der von ihm verlangten Beweis mcht rrn ftartbc ist. D« englische Exporteur setzte sich da- «mrrch vhneseme Schuld nur durch die Wirkung des schwedischen »G^etzeS schweren Strafen aus. Die englische Regierung könne :d^h« mcht, zugeben, daß die ihr gemäß d« Zollkriegsakte zu- . stehende BcguMns^zu toten Buchstabe:: gemacht wird, ohne daß sie ^ durchwandere Magiwhmen die Verwendung der Llusfulwgüter in ^geschrieben« Weise sicherst. Es sei dah« notwendig gewesen, d« geianste Mlsxuhr nach Schweden, von einigen ui:bedeutenden Ausnahmen abgesehen, von der Vorlegung ein« Garantie ab- ^än&ig zu machen, die von dem Inrporteur zu unterzeichnen und von der zuständigen Abteilung d« schwedischen Regierimg zu be- nach der lowohl an Wann: wie die aus ihnen herge- IteUber: Erzeugnisse aus Schweden nicht wieder ccusgeführt :o«d«:. England und Holland. , ^rnfterbam, 18. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Di- holländischen Dampfer mit Regierungsgetreide >tmrrden mul, rncmrr tn England zuruckgehalten .Das geschieht nun schon seit sechs bis acht Wochen An zwei Darnpsern hat das Getreide zu keimen begonnen eisenbahn noch durch 25 MeiLm offene Steppe getrennt. Me wichtige Araberstadt und militärisch wichtige Station Baga- mojv, 35 Meilen nördlich Tar-es-Salam, wurde «obert. Der Seekrieg. Der Geburtstag de» Kaiser» Kranz Josef. Wien 18. Aug. (WDB.) Der Geburtstag des un^Se in d« ganz«: Monarchie mit mchsvrdentstch« ,^ckichS«t durch Tagesreveille, Festgottesdirnste ^ mWnigtal^e Vev-n)talttngen für die Kriegssürsorge be«an- gemD^ffEchmund ubevcrus zahlreichen Privatgebäude all« Rm-es sind stvit Fahnen in den Reicks- und L«chessarbM, nebM welchen Fahnen d« Verbündeten slatt«n, ge- ^ Parteirichtnng, fci«n HersönlichLcrt ein «n^cr:des Band um ferne Unterünum schlm.^, dw nrrt unvermindert« Zuversicht u:ü> Treue «n stegrerch^ Ende des dem friedliebendsten aller barrscher auf- ^^^^^Epses unt« heiß«: Segenswünsche:: für .datz es ihm vergönnt sein den dem. Kriege folgenden Zeitabschnitt des Ausschoungs ^nl«chie zu erleben. Der Kai ser ioolmte mor- Lub^«^ß em^ sEen Messe bei und nahm vor- bcs Ztv:s«l>auses entgeg«:. s^currrlientafel bei dem Röonarchen statt. Pisfl zelebrierten Fesrgvttesdienst mrStt^i^dom wolprten alle Mrmst«, holien Staatswürd«: träger, b« "?tonom.«i Behörde:: und, Körp«fchaftcn und ein bie Garnison«: fand«: in Ä^sdgottesd:«:sde statt, ebenso für die Schul- U1!b ^tteShünsem aller Riten wohnte eine ^ MensckMMienge den Gottesdiensten bei, die überall 7Mt d« Mmgung der Bolkshymne schlossen. Aus Rumäuien. tuna^^L n® 3 ? ® Kta5eil « d« "Bossischm Z-i nal ^ ^ch ^Eegenhest, imt entern rumanrschen Staa ts- ^5un tü,« die augenblickliche Lage in Bukarest m gut informiert angesel)«: w«den darf Staatsnkann erklärte u. a.: Am 16 . August sei d« n«:e V«- u:L Runränien über beträchtliche UHi) 'Br-Dlgerste eudgüttsg! Mn: Abschluß gelangt -lprilcMomnren nnt Rum amen über (Rtreidelies«ungcn sei ^urchmstülwt. Zu den Gerüchten üb« eine a n - geblrch ern sie Verwarnung der Mittelmächte an OTTuillül er P^ rtc d« Staatsmann, eine solche sei seines v^i^ffknswed« erfolgt noch^ habe eine Veranlassung dMu vorae- ^ Earc1 " t ^ wvhl, daß die Mittelmächte emen ruM^er als Preisgabe der Neuttalstät^^ sehen wurd-n und hob- muerlmlb der ruiuanischcn Remer>ma dar mu- dre erfoiLerlrchen Schlüsse gezogen. Wmudaher ein ftljgen- der^ Gackwnustauich seinen ungehinderten Fortgang nehme so ichernc kern Mister Grund zur Beunruhig,mg vorzuüegen 'Der gegensemgc WmMverkchr und di- daran sich kniwsend^n srna^ "ch m Rekordziffern. Am Vornbend emlchncrdender Erergnrffe Nnrrde sich Rumänien Nwhl weder s^ner L-ben-mittelvorrate «ttledrgen, noch in grotzem Unrf.nnge JndrffZ" erzeugnrssc omr den Mrttelmächten einffrhren können Die Wahle« in Griechenland. - , Bern, 18 Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" zu. folge finden die grtechischSn Wahlen am 27 Sen. tember statt. ' v Die amerikanischen Kriegslieserungen. Berlin, 18. Aug (Priv.-Tcl.) Das „Bcrl. Tagebl" meldet aus dem Haag: Nach dem „Evenrng Standard'' be- trügt der Gesamtwert der K r i e g s l i e f c r u u g e n , die dutch bte Entente m Amerika bestellt wurden und deren Liefirung bis ,n das FruhfHr 1918 hincinreicht, etwa 600 Millionen Pfund Sterling. Kaum die Hälfte dieser Bestelluir- gen wurde ausgefichrt. Die Kämpfe in Oftafrika. London, 18 . August. (WTB.) Meldung des Renlerschen ^ivaus. Bericht des Generals Smuts: Unsere Truiw«^ die vo« den Nguru-Bergen vortwangen, sind jetzt von d« Zentral- Berlin, 18. Aug. (WTB.) Wie wir hören, hat der K a i i c r dem Kaprtänlentnant Walter F o r st m a n n, Kommandanten eines Unterseebootes, in Aiierkennung seiner her- vorragerrden Erfolge im Unterseebootskriege den Orden Pvur le merite verliehen. Berlin, 18. August. (WM8.) Zu d« V«leihung des Ordens pvur le m6rite au Kapitänleuttrai:t Fv rstmann in Airerkennung ragend« Erfolge im UntersoLwvtskrieg «fahren wrr, datz ,>7orsyiwnn bisher nicht weniger als 100 feind- Hl e Sch isfe mit 260000 Tonnen, barunt« mehrere Kriegs- Ichrsse, Beivachungsdamps«, Kr:egsmat«ialdampf« und bewaffnete HMdelsfahrzeuge versenkt hat. Er hatte in vielen FälDm Gefechte mrt feindl:cl)en bewaffneten Dandelsdanipfern und erwehrte Nch errolgreiff) den listenreichen engUscl-en U-Bootsallen. Der Wert d« von Forstmann versenkten .Kriegslxmdelsschiffe samt ihr«: Ladung«: betaust sich auf rund 600 Millionen Mark. * L oTtbon, 18. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach ein« Lloydmeldung :st d« spanische Dampfer „Pagassari" (3287 sonnen) zum Sinken gebracht worden. London 18. Aug. MTB. Nichtamtlich.) Der russische Kampfe r „K o v d a" und dieitalienischenSegler „Lo- ren zo , „D onato" unb „S an Antonio" sind gesunken. M§ dem Reiche. Eine Berichtigung Dernburgs. owr ^ Erl in, 19. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Me „Nordd. AUg Ztg." hat fvlgeirde Zuschrift erhalten: Bestlin-Grunc- wald, 18. Airgnst 1916. In alldeutschen Blättern wird eine Erzählung verbreitet, wimrach ich kürzlich bei einer Reise :rach der Nordvstftoitt in Li bau einen 23 ot- trcig gel)alten habe, in den: ich eine Anlehnnna an England empfohlen hatte. Dieser Vortrag sei einer allgemeinen Ablehnung begegn-et. Diese^Geschichte ist von Anfang bis zu Ende erfunden. Hochachtungsvoll Dr. Dernburg, Staatssekretär a. D. Berlin, 18. Äug. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichskanzler macht im ,,Reichsanzeiger" bekannt, daß für die bei der Entrichttmg der au ß eror dentli ch en Krirg s- abgabe an Zahlungsstatt anzunehmenden 4V»proZentigen Schatzarllveisungen der Kriegsanleihen des Deutsche:: Reiches ein Kurs von 96.50 Prozent zugrunde gelegt wird. Berlin, 18. Aug. (WTB. Nichtamttich.) Tie Reichs- sackstelle gibt im „Reichsanzeigett' bekannt: Der Verkauf leerer Säcke durch Sackhändler und an Sackhändler ist durch besondere, 2Zerfügung geregelt. Die Genehmigung der Reichssackstelle ist nicht erforderlich, ivenn leere Säcke von dem Verbraucher an einen anderen 2Zerbraucher in Mengen bis zu 100 Stück ab gesetzt werden. Berlin, 18. Aug. (WTB. NichiarnMch.) Zum Warenumsatzstempel schreibt die „Nordd. Mg. Ztg.", daß der Mgabe ersttnalig alle Zahlungen unterliegen, die der Inhaber eines stehenden Gewerbes in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1916 fstr die aus seiner inländische:: Niederlassung gelieferten Ware:: erhält, g sterben müßten wir und unsere Kirüier!? ' Eier es gehört doch wenig Besinnung dazu, diese Frage zu verneinen. Mehr als anderthalb Monate nun schon tobt d:e Schlot an der Sonrme. Ebenso lange die arrdere im Osten. Das sind Schlachten, wie sie kein Kriegsvolk vergangener Zeiten erlebt hat, wie keines sie m:ch nur für möglich gehalten hätte. Es ist eine Steigerung des Kriegs erlebn:sfes über alle frühere Kriegserfahrung, ja auch nock: über alle bisherige Erfahrung dieses Krieges hinaus Ke:ne ^ahne daheim hat den Rrchm dieser Taten veEndet' ke:n Glockeirgeläut hat den Dank für diese Verteidigunas- s:ege über alles Land hin erschallen lassen. Der Kaiser l at an der Westfront de:: Truppen seinen Dank gesagt In vielen Herzen, hoff ich, haben Millione:: dähern: es mit ihm getan. W:r staunen, wie es mir nützlich ist, rvie diese Mensch- he:t, tue man noch vor kurzem für nervenschwach oder nerven überreizt hielt, das aus^uhalten vermna. Wir staunen und ernpfind-e:: es wie eine Befreiung vor: schwerem Druck daß all das Gerede von einer erschlafften, in der Stickluft e:nes Klllturüberflusses entmannteu Jugend sich als eilles OKrede erwiesen hat. Wir können rwch ertragen und entbehren, noch das Unerhörte leisteii, wenn die Pflicht es fordert, noch Leib und Leben fröhlich wogen, wie nur ie ein Üarkes, ftisches Geschlecht zuvor es' vermochte. Und demwch: das spüren wir Wohl, zu einem Mtäa- l:chen, einem gewohnten Lebenszustand kann uns das niemals werden. Gerade die furchtbare Steigerung träat die Gewähr dieser Unmöglichkeit in sich. Es mag nvch dauern, so lang es soll und mag. Wir wissen heute, daß wir es! aushalten werden, daß die Kraft des Willens uns nicht erlahmen roird. Aber solch einen üüieg führen wft nicht uin des Krieges willen, nieniäls aus Freude an Kampf imb Gs i ft merklMrdig, und es ist doch lvirklich so: denn Krieg, gerabe in seiner Unerbittlickcheit, in seinen rnierhörtLn Anforderungen an das ganze Volk, d«fer Volkskrieg darunr i)t der untrügliche Beweis für die hohe Schädigung der Güter des Friedens. Für sie geben wir 2Ant und Leben, zum Sck)ich delitscher Arbett und deutschen Wesens. Im Bewußtsein dieses Zieles macht Friedensfehnsucht uns stark :m Kamps. Eck. m Gerftenpreise. Der Höchstpreis für die Tonne inländischer Gerstx ist E'ch d:e Verordnung des 2kundesrats vom 24. Juli -1916 >Reichs <^>esetzbl. S. 824) für 2^erkäufe durct) den Erzeuger b« Lieferung bis zum 31. August einsästießlich auf 300,— Mark, für die Zeit vom 1. bis 15. September auf 280,—, Mar: festgesetzt. Für die Zeit nach dem 15. September werden niedrigere Preise festgesetzt werben, die rnrch bei vorher abgeschlossenen Erträgen Anwendung finden sollen, 1 orve:t sie bis zum 15. September noch nicht erfüllt sind. Höhere Gerstenprerse als die vorstehend bezeichneten sind! zugelassen für Wintersaalgerste, soweit die besonders erlassenen Besttmmungen über den Verkehr mit Saatgerste auf Saatkarte innegehalten werden, sowie für Gerste, die ans Bezugsscheine abgegeben wird. Besttmmungen über den Handel mit Scnttsomnrergerstx werden später erlassen werden. Vorläufig ist der Haüdel hiermit zu Ueberpreisen verboten. Der Bezugsscheinankauf dient vorzugsweise zur Versorgung der (Graupenmühlen sowie der Betriebe, die Gersten- oder Malzkaffee, Preßhefe -oder Malz-ertE Herstellen, der Brauereien und Brennereien. Sämtliche Gersten- Dezugsscheine werden der Reichs-Gerstengesellschast m b. AEElin W 8 Wilhelmstr. 69a, zur 2Zerfügung gestellt, an d:e such alle contingmtterten Betriebe zum Zwecke ihrer Versorgung mit Gerste zu wenden habeu Der Reichs-Gerste::^ gesellschaft sind lvegen der Höhe der Zuschläge, dre sie beim Erwerb von Gerste aus Grund von 2)ezugsscheinen bezahlen darf, binde:che Anweisungen von dem Präsidenten des Kriegsernährungsamts erteill worden. Nach diesen Anweisungen ist d:e Reichs-Gerstengesellschast ermächttgt, für gute, wockene, reine Qualitätsgerste aus Bezugssck-eine einen Mrrchschnittspreis von 320— Mark für die Töune zu zahi- Fm Interesse der Herbeiführung einer beschleunigten Abluferung von Gerste ist die Reichs-Gerstengesellschaft außerdem ermächttgt, bis auf weiteres, allerdings voraus- ftSEck) mix für kurze Zeit, eine Fr::hdrusck>Präntte von 20 Mark für dre Tonne zu zahlen, so daß zunächst ein Gerstenprers von 340 Mark für die Tonne zur Zahlung gelangt. Für Gerste, welche während dieser Zeit rncht zur Äb- lreserung gelangt, wftd dann zunächst der Durchscksuittspreis von 320 Mark gezahlt werden. Zum Ausgleich für die an- fanbliche Preiserhöhung infolge der 0>ewährung einer Früh- drusch-Pramie ist beabsichtigt, für tum letzten Dell der von den Landwrrter: abgelieferten Gerste einen entsprechenden Prersabschlag eintreten zu lassen, so daß für die Tonne zuletzt 300 lNark gezahlt werden. Sofern die Gerste oen vorstehenden Anforderungen an Qualttätsgerste nicht voll ent- spricht, aber doch über Futtergersterusualrtät hinausgeht, xoll «m entsprechend geringerer Zuschlag zum gesetzlichen Höchstpreis gezahlt werden. Für Oberste, dre nur für Futterzwecke geeignet ist, darf der gesetzliche Höchfwreis nicht über- schrrtten werderr Etwa rwch aus früheren Erntejachren vorhandene Gerste ist gemäß der Bekanntmachung vom 17. Januar 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 40) zu enteignen und der Uebernahmepreis um 60 Mark für die Tonne zu kürzen. Das Vorhandensein solcher Gerste lZaben die Aufkäufer der Reichs-Gerstengesellschast der zuständigen 8)ehörde zwecks Einleitung und Durchführung der E::teignung anzuzeigen. Im vorigen Jahre betrug der Höchstpreis für Futtergerste 300 bis 360 Mark, der Preis für Oualitätsgerste bis zu 400 Mark. Mit Rücksicht auf die bessere Ernte sind diese Preise, wie oben angegeben, wesentlich herabgesetzt worden. D:e rm Vorjahre eingetretene nachträgliche Preiserhöhung hat in weiten Kreisen der Landwirtschaft zu ttef- gehender Erbitterung aeführt. Es ist datier beabsichtigt, an den angegebenen, im Laufe der Zeit sinkenden Preisen für das laufende Erntejahr unter allen Umstäniden festzuhalten. Den Landwirten kann daher in ihrem eigenen Interesse nur empfohlen werden, ihre Qualitätsgerste sobald als möglich an die Aufkäufer der Reichs-Gerstengesellschast m. b. H. zur Ablieferung zu bringen, damit ans diese ZAeise der vorübergehend vorgesehene Preis von 340 Mark für sie nutzbar genracht wird. 2Imtl:che Personalnachrichten. D« Charakte, als Rektor wurde erteilt zum 4. August dem Hauptlehrer an de: Volksschule zu Wornrs Georg Rieß. ** Auszeichnung. Dem Unteroffizier Karl Weller aut Gießen, im Feld-Art.-Rgt. Nr. 8, wurde die Hessische TapserkeitS- Medaille verliehen. ^^Nachmusterung. Wie mir erfahren, ist eine Nach. Musterung der bei früheren Kriegs:nusttrungen nur gar nison- bezw. arbeitsvenvendungsfähig oder zeitig gar- nison- bezw. arbeitsverwendungsunfähig erklärten Wehr- pflichttgen (einschließlich der auf Reklamattvn usw. Zarrückgestellten) in Aussicht genommen. Ob die bei früherer Kriegsmusterungon für dauernd gcrrnisorr- und arbetts- verwendungsunfähig erklävten Wehrpflrchttgen (sogenanntt D. U.) nachgemustert werden, ist noch unentschieden. ** Jungwehr. Samstag, 19. August: Abmarsch 8Uhr Oswaldsgarten nach d-r Hardt. Sonntag, 20. l. M., 10 Uhr Untersuchung Turnhalle der Ober-Realschule. Mittwoch. 23. l. M., wie letzten Mittwoch. ** JungWettkämpfe. Am kommenden Samstag, 26. l. Mts., 4 Uhr, finden auf der Hardt die Wettkämpfe der Schulen unserer Stadt nnt den „Hin den. burg - Schild" statt. Alle Schulen beteiligen sich mit Gruppen aller Altersstufen. Der „HindenbUrg-Schild" wurde im letzten Fahre von der Mittelstufe des Realgym- nas:ums gcitHmnen und ist jetzt von dieser zu verteidigen. Anr darauffolgenden Sonntag, 2 7. l. Mts., finden ebenfalls auf der Hardt die ersten Aussche: dungs- kämpfe zwischen Jungmannen des Kreises Greßen statt. Der Abmarsch erfolgt um 1 Uhr von Oswaldsgarten. Am folgende:: Sonntag, 3. Septbr find ebendort die Ausscheidungskämp fe für Inn a- mannen der Provinz Oberhessen. Der Abmarsch findet um 1 Uhr ebenfalls .von Oswalds garten statt Das Gau turnen ist vormittags, so daß Jungmannen, die daran tellnehnren, dam: nachmittags sich an den Ausscheidungskämpfen bet«l:gen können. Die Endwettkamp fe für Jungnrannen :m Bezirk des 18. Armeekorps finden Sonntag, 10. September, in Frankfurt a. M statt. .. Opfcrwilligkeit unserer Feldgrauen I Kon eumtt unserer üefer wird uns mitgetellt: 'Anläßlich fee» „SfeWfjJOrt* Mr Me derrkschen Fivil- linb beim Scmbfturm^nfaTrtenc wiL ^ijK 1 ^ XVniA zurzeit im Westen, zu r^T ^'k ^n, d chen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, n. xe. S t a u f e n b e r g 19. Aug. Der seit 9 Wochen vermißte tinöjtimnmmn Hammel hat seinen Angehörigen mitgeteilt, daß er sich in russischer Gefangenschaft befindet. - ^ ^.0-Aug. Mt dem «Eisernen Kreuz ausgezeichnet Ludwig Ost w a l d rn der Maschinengewchr-Kompag- 2£ Mit der Hefsnchen TapferVeits Medaille ausgezeichnet wurde r^ lCr am&?' t ^ Heckroth im Infanterie-Regiment ^168. ■acice im Westen. Kreis Büdingen. bda. Büdingen 19. Aug. Dem Fürsten Wolsgang zu ic C cv n r U tSA l i n ^ JP« ö 1 n ^ cn in Büdingen ist dlwch Dekret vom j?'. ■" 1 ' 6 f . b 2 ä Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für KrtegSoerdienste" verliehen worden. ' ^ Kreis Lauterbach. f „vh Si7 e “r/S'i' 18 * %u ß- Jrn hohen Alter von fast 94 Jahren starb die älteste Frau unserer Gemeinde, El.se Schmelz. Der tt. emaun oer ehrwürdigen Greisin war seiner Lebensgefährtin p.)ou vor 29 Jahren in die Ewigkeit vorausgegangen. Die Eheleute wohnten nach ihrer Verheiratung erst iu Sickendorf: später zogen sie hierher. ' ’ ]y KttiS Friedberg. ofc. Friedberg, 19. Aug. Dem Dragoner Otto Kratz, Traqoner.R-gim-nt L<, wurde di- Hessische TapserkeitSmedaille vertreheii. r ^ fi k yjfe 'e _ 19 ‘ verstarb auf dem hiesigen '' ' J^ri*** 1 Bad-N«cheim kommende Berg- ^ +rl\ € 5 t Bmru. cm Herzschlag. Wie nun scst- i . sich.b?bser Herr schön in Bad-Nauheim nicht mehr trfS? )cc ? € n ^ en ^f t in Bichbach ein Berfuchswerk \ ^bat, wollte er bestimmt am rag^rch.u Mend rwch^nach Austbech gelangeil. Volbert stand erst im öö. Aebeusiachre. Seme Leiche wird nach Paderborn überführt. Starkenburg und Nheinhessen. - am ^ U§ ^^b.cn c n, 19. Aug. In Gabsheim verstarb im Alter von 92 Jahren der rm Ruhestand lebende Lehrer sodann iÄa^n! 3er - m it)m ^ ^Senior der hessischen Lehrer. Kreis Wetzlar. d. Wetzlar, 19. Aug. Dar Laudrat hat mit Kustimwunc, des Necheimngspräsidenpm für Mu Umfang des ^Z W^la? augaoichnet, daß, soweit Unternehmer landwirtschaftlicher Helr^eb^ Tat wen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb Grütze, (5Wt>c^' GeNtmschwt herswllen lassen, Zes nur ^f Grund von MahlVarten^ dve von den zuständigen Bürgermeisterämtern ausgegeben werden, erfolgen darr. — Ferner ist xnpcfa, ftatigrüfatQ der TEtbenschläge auf Brieftauben vom 21 ul 25. de. Mts. mne Tauben sperr e für Tauben jeder Att angeordnet. cr ^ bauseU. 19 Aug. Den Heldentod starb der §^ols M a ck,em Sohn des Änstreichermcisters Heinrich A/üa^ von hier, welcher bei einem Armiermigsbataillon rm Westen stand, — Ms.vermrßt gemeldet ist der Landsturmrekrut August Steinbach iM Reserve-Infanterie-Regiment Nr 80 .. rL. Dorla r 19- Aug Die W a s s c r s r a g e kormte bisher .ur unser Dorf noch nicht gelost werden, innerhalb der Gemartuna rtt nwgends Quellwaffer aufzutreiben. Eine im Wiesental nach Bubenrod ausgeschloffene Quelle kann wegen der Nähe der Grube Morgenstern nicht mehr in Frage kommen. ™ ra ; 2 ?* ^"6- Gestern wurde Gemeindevorsteher August Va entin unter großer Beteiligung zur letzten Ruhe ge- bettet. Unser hochgelegenes Dorf verdankt dem bewährteii Manne seine Wasserversorgung, elektrische Beleuchtung, Schirl. Hessen-Nassau. ^ rt = ®'m L fl [< 19 ‘ ^ U P* J^ ie Beutckanone, welche vor dcm Rathanv Aufftellung gefunden hatte, ist heute vormittag von ihrem Standort entfernt und nach Kassel gebracht ivorden ul. Runkel, 18. Aug. Arnie, Kranke und Elende hielten vor hundert Jahren ihren Einzug im RunkÄer Schloß, in dem ein Hospital für typhuskrauke Soldaten des preußischen Heeres eingerichtet wurde. Fast machtlos stand man der Epidemie, die rasend saMell um sich griff, gegenüber, ja man konnte sogar nicht einmal verhindern, daß ein großer Teil der Runkeler Bevölkerung von der Seuche^ ergrifsLN wurde^Ein allgemeines Sterben Hub an. -don den Soldaten, die im schloß untergebracht waren, fanden nicht wMiger als 709^ ihr Grab in der Schanze in den ,-Cmnericher sichten , huilderte bestattete man aus dem Iiunkeler Friedhof. „„p or ? r - a ? : ? E fj - M., 19. Aug. Im hohen Dom fand -gestern au. tnlas; des 86. Geburtstages des österreichischen Kaisers ein. seierlicher ^ e st gv t te sd i e-n st statt, an dem u. a. der Kom- manOierenoe General von Galt, OberlandesgerichtsPräsident Erz. >Lpahn, Pvlizeipräsident Rieß von Sebeuernschloß, Eisenbahnpcäsi- dcnt Rcilleaux, Oberbürgermi-ister Boigt, österreichische Ge- ??Ä U ! Freiherr Max von Goldschmidt-Rotbschild wid zahl- fZn^^i teT Körperschaiteii lei (nahmen. Das .Hvchamt hielt -2tadtpsarrer Gerstl. Rat Abt.Ein feierliches X&aim schloß erur. Jak. Roß cinäscherte Der Brand ist m dem Hause des Karl Kurz ausgebrochen imd dehnte sich über die erheblichen Stwh- und Heuvorräte auf die Nachbargebande aus. Tie Feuerwehren von Oberdiebach, Rhein- diebach, Nianubach und Bacharach und die trieqsgefmigenen Russen nahmen die Loscharbeiten auf imd schützten die benachbarten Gebäude. Letzte Nachnchteii. T^er DrKümr Bsrsiermeister Lischt Sschrrr. Haag, 19. Aug. Der „9cieuwe Rotterdamfche Courant" md* det aus London: Im Uirterhanse erschieii gestern der Bürgermeister von Dublin in voller Amtstracht imd ersuchte im Namen der Stadt um eine neue ^llnterftichung der Grscheßung der Dublcner Bürger in der Klönigsstrahe während des irischeii Aufstandes. Die allgrineme Welkrpflicht in Kanadn. K-openhagen, 19. Aug. Der „Natronalüdend^^ wird aus London berichtet: Nach einem Telegramm aus Ottawa bes'"wtz die kanadische R>?gierung die Einftilmung der allgemeitren Wehrpflicht. Alle Mäiiner ini wchrpflichttigen Alter, du: zum Mtt: i er- dienst tauglich sind, sollai in die Listen eingetnprm r^erden. S lyon m der nächsten Zukunft sollen die Aushebungshälmvm in den verschiedenen Militärbezirken ernannt werden. Gegen die schwarzen Listen. Zürich, 19. August. In den Bereinigten Staaten we.den, ime die „Neue Zürcher Zeitung" berichtet, iu fast allen Städtrn gegen die schwarten Listen Pwtestversammlungen äuget ist-Tor Auch amerikanische Reeder und Kaufmmmskreise haben gegen -Englands Vorgehen Protest eingelegt und fordern Wilson zum Handeln auf. Nenes Hrrrenhausmitglied. Münster, 19. Aug. Laut „Westfälischer Merkur" ist Ober- ^ermeister Dieckmann-Münster durch allerhöchsten Erlast als Mitglied des Herrenhauses berufen. Gin zweiter Hopf? ffst Frankfurt a. M., 19. Aug. Vor einiger Zeit starb Umsrande Nchrten zur Verl-aftung ihres Bräutigams, des Pivw- graphen RickxrrH Loos, der seiner Bvaut, als sie leicht erfranft n>aT, ein Pulver zum Einnehmen gegebm hatte. Tie Untersuchung V3&t£l£3jZ3 ^sgaretten direkt von derFabrik sn UrlyinalprelMn Zigareti. Kieinv. 1,8 ö 1.30 183 .. 3 ..1.88 m .. .. 3 ,, 2.00 llN „ „ 4,2 „2.75 m .. .. 6.2 „3.0t) o^jio jeden ZnHchla^ f. peue Kicitet‘-u.^oUerhi>hi]iiR ZiQarettentaüriK KÖLN, Ehrenstrasso 34. ^ ist Schneider von Beruf, am 9. Seplember 1689 rn Wiesloch gebvreri, vielfach vorbesttaft rmd wird verl'chiedentlich stecklnneflich verfolgt. Es wurde ernrrttelt, daß Scholl, als er mit der Kandlbinder in Beziehimgeu trat, schvn verlobt war. Er hatte sie um ihre Ersparnisse gebracht, und es dwvte ibm Entlarvung, da er beiden Mädchen für deii Monat 9lugust d I die Ehe versprochen hatte. Dadurch ivird die Annahme, daß er du gesälnlichste Zeugin mit Gift beseitigte, zur sichersten Wtihr- scheinlichkett. Nach behördlichen Feststellungen hat Scholl nock? ein drittes Mädchen zu betrügen versuchst. In seinem Zimmer fand man mehrere Schlüssel; es ist Möglich, daß Scholl noch eine zweite Wohnung gehabt hat. Me Vermieter öden andere Per-, onen, die das Ausibleiben eines Verdächtigen, besonders seit dem 19. Juli, aus der Wohuuug bemerkt, irnd Frauen, die etlva die Bekanntschaft des Sckwll bezw. Loos gewachst, leiben wer-den im Interesse der Oeffentlichkeit ersucht, sieh bei b:x hiesigen Kriminalpolizei zu melden. Scholl ist etwa 1,56 Meter groß, schlank, hat dunkelblondes L)aar, lleinen Schnurrbart, blaue Augen und etwas knochiges breites, Gesicht. Eaek-, Mosel- mi Rotweine in empfehlende Erinnerurlg w Weinstube Seibel. Empsehlc zur Ernte: Guasmäher mit Hanoablagen und Anmübblechen, Getreidemäher Garbenbiuder mit Bindegarn, z Pferde- ».Hand Ernicrechrn, auch eiuiae gebrauchte lvrniemA^cSiinen in, la«chfricnfabrik ^ikh, Oberhessen Fernsprecher 17. billigst Brtihl’schc Druckerei. liiciidegirip in allen Größen tauch für Ziegenbaltungi vorrätig und sofort lieferbar. 15321 M. Rosenthal Ltebtgstraße 13. §srg-l.sg 6 r Hatto gtots sin sröüervg Iraser von 137 ~Märgens in allen Preislaffon Emil H. 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IZZ Bermö'.enderLandlvirt sucht Mit so'idem Mädchen oder mut> Ww. zwecks Henak be- kantlt zu werden. Sairifllichc Angebote nnr. 011314 an den Gießener Anzeiger erbekem. UMtioZt ins Latze. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Du forderst viel, o Vaterland. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unser lieber, hoffnungsvoller, einziger Sohn und Enkel Wilhelm Inderthal Musketier im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 87, 3. Kompagnie am 3. August, nach 24 monatl. treuer Pflichterfüllung, im Alter von 23 Jahren fürs Vaterland gefallen ist. In tiefer Trauer: m Familie Wilhelm Inderthal IV. Ww. Rodgen, den 19. August 1916. % Ruhe sanft in fremder Erde, unsere Liebe deckt dich zu. Am 2Ö./26. Juli, gelegentlich einer Patrouille, fiel unser braver, treusorgender, einziger Sohn und guter Bruder, mein innigstgeliebter, treuer Bräutigam, unser Nefie und Enkel Steiidracker Heinrich Kehr Gefreiter im Reserve-Infanterie-Regiment 87, 12. Komp, vorher Ersatz-Reservist im R-gt. 222 und im Landwehr - Regt. 116, nach fast zweijähriger treuer Pflichterfüllung in seinem 25. Lebensjahr. In grossem Schmerze: Familie Konrad Kehr III. Aima Hildebrand, Braut Familie Karl u. Georg Damm Familie Heinrich Kehr Familie Ludwig Schäfer Familie Kaspar u. Heinr. Damm. Beuern, W ieseck, Bochnm, Toledo, 18. August 1916. 011364 Am 18. Juli fiel auf Horchposten unser lieber Sangesbruder Herr Küfermeister Karl Jung Unteroffizier in der 10. Komp. Pomm. Inf.-Regt. 114 durch Kopfschuß. Durch seine vorzüglichen Charaktereigenschaften, verbunden mit einer gewinnenden Liebenswürdigkeit, ward er allgemein wertgeschätzt, besonders in unserem Verein, dessen Vorstand er viele Jahre hindurch angehörte. Wir werden ihm ein treues Gedenken bewahren. 5934 V Gesangverein „Männerquartett Lieh“. Statt Karten. Dr. Erasmus Pauiy Emily Pauiy Zsh. j3änniru>er Vermählte. Gießen, den 19. August 1916. Ludwigstraße 73. 011339 aller erstklassigen Systeme EiiHich-BlIser Statt Karten. Helene Althoff Georg Keil Gießen. Verlobte August 1916. S. M. 8. Goeben. empfiehlt 5117a in grober Auswahl und zu günstigen Preisen Haus- und Küchengeräte- Geschäft Telefon 165 Neustadt 11 Siohherzogttche Lcmdes-BaugewerkschuleDarmstadt. ! Beginn des Winter-Semesters für Hoch- und Tiefbau am 16. Oktober. Schluß desselben Mitte März 1917. Programme sind durch die Direktion zu erhalten. Das Schulgeld beträgt 100 Mark für das Halbjahr. Schluß der Anmeldefrist am 1. Oktober. 5925 D Die Direktion. Jagdpatronen, rauchlos und Schwarzpulver Marke Köln-Nottweil Marke Utendörser eingelrosseu. Sofortiger Einkauf empfehlenswert. Aug. Kiibinger, SelterSweg. [5806 Du guter Sohn lebst nun nicht mehr, Dein Platz in unserm Kreis ist leer; Du reichst uns nicht mehr Deine Hand, Du starbst zu früh fürs Vaterland. Warst noch so jung und starbst zu früh, Vergessen werden wir Dich nie! Du sankst dahin wie Rosen sinken, Wenn sie in voller Blüte stehn, Und heiße, bittre Tränen fließen, Weil Du so schwer mußt’ von uns gehn. Als Du hinauszogst, welch ein Schmerz, Vor Heimweh brach Dir bald Dein blühend junges Herz. Wir konnten Dich nicht nochmals sehn, Doch hofften wir auf bald’ges Wiedersehn. Nun hast Du alles überwunden, Hast einen sanften Tod gefunden. Zwar liegt es in des Höchsten Plan, Was Gott tut, das ist wohlgetan! Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass im Morgenrot des 2. August unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser treuer Bruder, Schwager, Vetter und Neffe Grenadier Friedrich Mach Garde-Infanterie-Regiment Nr. 7, 2. Komp., im 20. Lebensjahre nach sehr kurzer, treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. In tiefem Schmerz: Friedrich Hoßbach und Frau geh. Euler Luise Hoßbach Karl Hoßbach und Familie Helene Hoßbach Anna Hoßbach und alle Angehörigen. Allendorf a. Lahn, den 18. August 1916. 011348 Nachruf! Am 11. Juli starb den Heldentod Assistenz-Arzt der Landwehr I. und Bataillons* Arzt Dr. Fritz Wolff Inhaber desEisernenKreuzes II. Klasse und des Hess. Militär-Sanitätskreuzes. Seit 15. Mai 1915 mehrfach eingegeben zum Eisernen Kreuz I. Klasse. Als Kriegsfreiwilliger eingetreten, widmete er in ernster Dienst- u. Pflichterfüllung sein ganzes Können dem Bataillon. Keine Gefahr schreckte den Tapferen, der sich als Arzt im Interesse des Bataillons oft weit mehr der Gefahr anssetzte, als er es nötig hatte, zurück. So fiel er denn auch „hilfebringend“ in einem Kampfabschnitt, der schwer unter feindlichem Feuer lag. Die Liebe aller Angehörigen des Bataillons hatte er für sich. Diese wird auch über sein Grab dauern. Im Felde. [5933D von Wenckstern Hauptmann u. Bataillonsführer. Ev. Arb.-Vereiu. Am 16. starb unser Mitglied Herr P. Conrad Seim Postschaffner. 5942D Der Vorstand. Die Beerdigung findet statt auf dem Neuen Friedbof Samstag nachmittags 4 Uhr. Für die uns erwiesene Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste sagen wir hierdurch unfern besten Dank. 011B45 Betty Münze! und Linder. Gießen, Ederstraße 18, den 19. August 1916. Die gründliche Anleitung im Selbstanfertigen von Kleidern, Blusen usw sowie das Aendern von alten Kleidern wird an Haustöchter erteilt. 6