llt. M Erstes Viatt )öL>. Zahrgayg Zmtag, 18. August Der tzktzener RnzeiHer erfchernt tä^ich, cnrtzer S«x«rtaqs. — Beitc^en: v i-e r m a l wechentttch SietzenerKamNienlckätter; zcvecmat wöchcntl.Ureis- b^Utfüröen Ureis Gietzen (Tienstng und Fvenag).' zweimal monatl. Land- wirsschastliche Zeitfragcn Fernsprech - Alstchlüsse: sürdieSchrittleitung113 Verlag,Geschäftsstelleöl Adresse für Drabtnach- richten: Anzeiger Siesten. Annahme von Anzeige« für dre Tagcsnummer bis zum Abend vorher. Notationrdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Buch- und Lteindruckerei 8. Lange. Schriftleitung. SeschäfWette und Druckerei.- Schulstr.7. Be ZU gsvroi j monatl. 90 Pf., viertel- fährt. Dlk. £.65-. durch Ab hole- il Zweigstellen monatl. 80 Pf.; burct) die Post Mk.2.4» vierteljäh rt. ausschl. Äestellg. Zeilenvreis: lokallöPf., ausiv. 20 Pf. — Haupt- schriftlsiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Leä und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. (WTB) Großes Hauptguartier. 17. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Das feindliche Feuer erreichte westlich von W y t - schaete, sowie am und südlich vom Kanal von La Bassse zeitweise große Heftigkeit. Nachdem bereits am Morgen starke englische Angriffe aus der Linie Ovillers — Pozieres und westlich des Foureaur-Waldes abgewiesen waren, sind abends nach stärkstem Vo rb c r e i t u n c s fc 11 c r mit sehr erheblichen Kräften die Engländer zwischen Po- ziöres und dem Fourcaur-Walde, die Franzosen zwischen Guil^mont und der Somme zum Sturm vorgegangen. Der Sturm ist gescheitert, ebenso wie die mehrfachen, von den Franzosen bis zu fünf Malen versuchten nächtlichen Wiederholungen. Nach hartnäckigem Kampfe wurden westlich des Foureaur-Waldes und südlich von Maurepas cingedrungene Teile des Gegners wieder zurückgewor- feu. Die feindlichen Verluste sind groß. Südlich der Somme wurde in der Gegend von Bellop gekämpft. Die Franzosen haben hier in unserem vordersten Graben in etwa 509 Meter Breite Fuß gefaßt. Oestlich davon und bei Estrees ist der Gegner abgcwiesen. Beiderseits der Maas war die Artillerietätigkeit wiederholt gesteigert. Der Versuch eines feindlichen Angriffes im ChapitrewalLe wurde durch Sperrfeuer unterdrückt. An zahl-reichen Stellen der Front sind französische Pa- trouLllenMttrnehmrrngen mißlungen. QeDttcher Kriegsschauplatz. - .Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Heftige, bis in lue Nacht fortgesetzte Angriffe der Russen gegen den Abschnitt Balkow —Harbuzow (westlich von Zaloeze) wurden restlos ab gewiesen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Die Vorstöße des Feindes nördlich des Dnjestr bei Toustobaby-.Konczaki blieben auch gestern erfolglos. Es wurden einhundertvierundfünfzig Gefangene eingebracht. In den Karpathen ist die Höhe StaraObczy na nördlich vom Capul) genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Südwestlich des Dojran-Sees warfen schwache bulgarische Vortruppen feindliche Abteilungen zurück, die aus Twldzeli vorzustoßen versuchten. Oberste Heeresleitung. 1 * * Auf eine Eingabe des Reichsverbandes der deutschen Presse vom II.Julr um Milderung der Zensur in allen nicht militärischen Angelegenheiten hat der Reichskanzler unter dem 1. August durch den Unterstaatssekretär Wahnschaffe eine Antwort überreichen lassen, in der die völlige Aufhebung des Verbotes der Friedenserörlerungen abgelehnt wird; es sott bei der bereits erfolgten Empfehlung einer milden Handhabung der Zensur in der Frage der Kriegs- Ziele bis aus weiteres sein Bewenden haben. Dazu wurde' ferner amtlich mitgeteilt, daß auf Veranlassung des Reichskanzlers eine Zensurverfngung vorbereitet ist, die den Wünschen der Presse entsprechen dürste. Sie gibt für die innere Politik folgende Richtlinien: Keine Beschränkung der Erörterung rmrerpolittscher und wirtschaftspolitischer Fragen, Vermeidung gehässiger und die Gesinnung anderer Parteien -und Gewerbestände herabsetzender Auseinandersetzungen. Solche Auseinandersetzungen müßten, so heißt es, gegebenenfalls Zensurmaßnahmen zur Folge haben. Gehässige und die Gesinnung anderer Parteien und ,Gewerbestäiide herabsetzende Aeuhermrgen sind im attae- !Minen nt der deutschen Presse nicht gefunden worden; mit -ganz veretnzeLteri Ausnahnven, die alsbald mit harten Zen- tfirrftrafen belegt wurden. Es scheint aber, als könnte die „süddeutsche Allgemeine Zertung" sich ungestraft etue Aus nähme erlauben. Man lese die unter der Ueberschinft „Eine neue Flucht des Reichskanzlers in die Oeffenttichkait" in dem .vorliegenden Matte eiithaltene Notiz, und man wird staunen i'ihcx die schroffen Ansdrücke, die sich darin finden. „Infame Treibereien", „Kleine, aber skrupellose Clique" — es nrag sein, daß derlei Bestrebungen sich zum Schaden der Allgemeinheit bemerkbar machen, aber man darf dabei nicht übersehen, paß die Regierung, wie der Vortrag Heydebrandtc wieder bewiesen hat, auch Andersmcinende gegenüber hat die leicht solche kränkenden Ausfälle auch auf sich beziehen 0 JYo/fo&t/s7\ 7 resf£//vws/r \r^ pY/adtmir Wotyfiätyj rM/Z/C C/70/m‘ %/e/rrflfacfj/* 'epomtec/7/ ’orndn/zs QXyp//njücrft 'S&arcrcfj'jh /Tr3S/7as'/-ffw irornrr ü/7/FQW*ZX Berdifä u /ü/JVJ7'/r0 J^n/wr/zy o72/fl3j3n* m ef6 Q o Fr/?s Czernowih FT2»iaaBasrsr33«risflEEs^ Storprt er W>*, • . \ }b 7 OO ^ fßgo-MfOL % V*/ vBapa Myfmafiffc/feZrontft/T/e 0//fe4i/&v$f/ t Afä/tf‘&/nS/icAf Zur Lff;/7 fVoffryme/r u/rtfGff//z/e/7 könnten öder wenigstens die berechtigte Sorge hegen dürften, daß ein großer Teil des Volles solche Schlüsse ziehen und also von den Konservativen, Alldeutschen und wie die BSsürrvorter eines unerbittlichen Krieges gegen England alle heißen tnögen, aus diesen Gründen abrücken könnte. Um so seltsamer ist es, da die „Nordd. Allg. ^cj." ihre Zornesrufe mit dem Vermerk „Wie es scheint" ern- leitet. Man wirft mit einem großen Brocken Erde itad) der „kleinen Clique^' und trifft, bewußt oder unbewußt, mit vielen daneben fliegenden Klumpen die genannten Kreise, deren ehrliche Gesinnung und vaterländische Tendenz man nicht verdächtiben sollte. Ueberzeugen und einigen, das soltte heute dte vorriehmlichste Allfgabe der Rcichsregie- rung und chres amtlichen Organs sein. Der einer Vermittlung der bestehenden Gegensätze zugeneigte Frecherr voll Zwlitz und Neukirch veröffentlicht in der letzten Nmnmer der „Postt unter der Ueberschrift „Der Weg zur Einheitlichkeit" folgende auffallertden Sätze: Dr. von Hel)debr«nds Frankfutter Red' läßt erkennen, daß die Konservativen sich in bezug auf Ktteaszitte von Maßlofigkeit oder, was Exzellenz von Harriack unter Verkeimung der inneren Znsannneuhänge als „Unersättlichkeit" bezeichnet, ganz fernhalten, sich vielinchr in durchaus' maßvollen, der Kriegslage entsprechenden Bahnen bewegen. Hieraus eröffnet sich eine weitere, sehr bedeutsame Aussicht für die Lösung des Problems, die verschiedenen Richtungen unter denjenigen, die reale Garantien für einen dauernden Frieden Nach Ost und West verlangen, zu eurer einheitlichen, starken D o l k s st r ö m w n g zusammenznsassen. Dazu bedarf es allerdings einer ungleich geschickteren Hand, als sie bisher in dieser Frage gewaltet hat. Fehler, wie das Bor- dräirgen derrwkratischer Tendenzen oder die einseitige und vielfach, weil nicht mehr gerecht, verletzende Bekämpfung der Alldeutschen, müssen liermreden werden. Damit verprellt man weite Kresse, die sich zu verständigen geneigt sind, und niacht in Wirklichkeit gerade die Geschäfte der Er treinen, denen man den Boden ent ziehen will. Menschenkeiurtniö rurd richtige Menscherrbehandkun'g dürfen nicht durch Ao-wesenheit glänzen und auch nach der persönlichen Sdite drrrch Großzügigkeit nicht vermißt werden. Andernfalls ist die Befürchtung eines schweren Rückschbrges mit persönlichem Gitnschlage nicht abzulveisen. Das ist mit erhobener Gtirnme gesagt und hat, gerade nach dem toütrnden, aber unklugen Ansf,rtt der „Nordd. Mg. Ztg.", dessen Form der Reichskanzler wohl fern steht, eine gewisse Berechtigung. Man kann auch ohne Schimpferei die Wahrheit vertreten. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 17. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: 17. August 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Hecresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Im Capul-Gebiet ist die Höhe Stara- Obczpna genommen worden. Südlich von Moldawa und an der oberen Bpsttzyca scheiterten russische Vorstöße. Sonst bei der Heeresfront nach den bereits gestern gemeldeten Angriffen bei Horozanka keine besonderen Ereignisse. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls von Hindenburg. Bei der Armee des Generalobersten von Böhm-Ermolli kam es gestern zwischen Percpelniki und Pienicki zu K ä m p f e n v o n g r ö ß t e r H e f t i g k e i t. Der Feind trieb durch mehr als zwölf Stunden ununterbrochen seine Massen gegen unsere Stellungen vor. Die meisten Anstürme brachen schon vor unseren .Hindernissen zusammen. Wo es dem Gegner, wie bei Monasev. vorübergehend gelang, in unsere Gräben einzirdringen, wurde er durch Reserven zurückgeworfen. Die siegreiche Abwehr des l-ussischcn Stoßes ist ebenso sehr dem trefflichen Wirken deutscher und österreichischmnga- rischcr Batterien wie der tapferen Haltung der Infanterie, namentlich der westungarischen Regimenter 12 (Kamawn) und 72 (Poszony) zu danken. Unsere Verluste sind gettng. die feindlichen mcherordentlich schtvcr. Weiter nördlich nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Während die Italiener gestern ihre Tätigkeit an der Front zwischen Plava und Wippach auf lebhaftes ArtNlerie- feuer beschränkten, griffen sie zwischen diesem Fluß und Op a e ch i a s c l l a unsere Stellungen fünfmal tiefgcgliedert an. Nur an einer Stelle hatten unsere Truppen den Feind rm Nahkampf zurückzuwerfen. Im übrigen brachen seine Stürme unter besonders schweren Verlusten schon in unserem Feuer zusammen. An der Tiroler Front scheiterten kleinere seirchlichc Unternehmungen am Monte Piaiw und Civarou. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nutzer der gewöhnlichen Gefechtstätigkeil an der unteren Vojusa nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabs v. Hücker, Feldmarschalleutnant. Ereignis sezurSee. In Erwiderung des feindlichen Fliegerangriffes auf Triest hat in der Nacht vom 16. auf den 17. ein Flug zeug ge sch wader Venedig angegriffen. Cs wurden der Bahnhof. Magazine, das Arsenal und militärische Objekte ausgiebig mit schweren, leichten und Brandbomben belegt, viele Volltreffer erzielt und ein großer Brand in den Vahnhofsmagazinen erzeugt. Ein zweites Geschwader griff erfolgreich den Inncnhafen von Grado. eine Batterie am unteren Isonzo und militärische Objekte von Monfalcone an. Trotz heftiger Abwehr sind alle Flugzeuge unversehrt eingerückt. Flottenkommando. Wirkung der Letzten Zetzpelina,»griffe. Berlin. 17. August. (WTD. Nichtamtlickst) lieber die beim Luftangriff vom 8./9. August auf die englische Ostküste erzielten Erfolge ist trotz möglichster Gcheim'- haltung durch die englischen Behörden bisher folgendes bekannt geworden: In H u l l am Humbcr wurden in der Dock- statiou der North Eastern-Eisenbahn-Gesetlschaft. sowie in Holzlagern in der Nähe davon, große Brände verursacht. Kohlenübernahme schiffe am Humbcr und an den Kaianlagen wurden schwer beschädigt, ferner wurde eine Munitionsfabrik in Brand gesetzt. Ein voller Getreidespeicher von 260 Meter Länge b rann te g ü n z l i ch a b. Die M on u m e n t a l b r ü ck e ist völlig zerstört. Das große Zollhaus und verschiedene Häuser in seiner Nähe sind bis a u f d e n G r u n d a tz- gebrannt. Großer Schaden wurde in den Alexandra- Docks angerichtet. Ein ganzes Dock soll unbrauchbar ge- .nracht sein. Ferner ist festgestellt, daß zwei bei Hawthorn. Leßlie u. Co. (Hebburn) auf Stapel liegende Torpedoboote vernichtet worden sükd. Bei Gates He ad ist ebenfalls eine Munitionsfabrik in die Luft geflogen. Außerdem wird sonst noch sehr schwerer Materialschaden gemeldet. Ein Ladung nehmender russischer Dampfer wurde total vernichtet. In Middlesborough. West Hartlepool und Whitby sind große Brände besonders von Fabriken und Einstürze von Lagerhäusern am Pier festgestellt wordM. Allgemein herrscht in England große Trauer und Bestürzung über diese neuen großen Erfolge unserer LuftschHft. Die Erregung unter der Bevölkerung ist groß. Der gierung werden schwere Vorwürfe gemacht. Mit Schnecken sicht man neuen Angriffen entgegen. Die Vorschriften über Wütenden, sowie sonstige Abwehrmaßregeln werden dauernd nach Möglichkeit verschärft. Der französische Bericht. P«riS, 17. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht vom Mittwoch nachmittag. Die Nacht verlief auf dem größten Teil der Front ruhig. Die Franzosen zersprengten deutsche Patrouillen in den Argonnen in Richtung La HarazHes. An der Front von Verdun ziemlich leb- Mftes Geschützter in den Abschnitten von Thiaumont, Fleury, ?Vaux und Ehapitre. Luftkrieg: In der Nacht zum 16. August warfen deutsche Flugzeuge einige Bomben auf Belsort. Niemand wurde getötet. Paris, 17. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht vom Mittwoch labend. An der Somme-Front schritten tvir nach einer kräftigen Artillerievorbereitnirg am Nachmittag zur Offensive, die uns nördlich Maurepas bedeutenden Gewinn eintrug. Unsere Truppen nähme,: in Verbindung mit dem britischen Heere eine» gantze Linie der deutschen Gräben ans einer Front von ungefähr 1500 Metern und erreichten einige Punkte der Straße G u i l l e - Mont — Maurepas. Südlich dieses Dorfes wurden auf einer lFchont von 2 Kilomieter und einer Tiefe tarn 300 bis 500 Meter wftc Stellungen des Feindes östlich der Straße Maurepas—Clery nach einem sehr heftigen Kampf, der dem Feinde erhebliche Verluste kostete, durch unsere Infanterie gleichfalls besetzt. Diese weiden glänzend geleiteten und schnell durchgefichrten Kampfhandlungen gestatteten uns, eine Anzahl Gefangener zu machen, derer: Zahl noch nicht festgestellt ist. Südlich der Somme gingen um dieselbe Zeit unsere Truppen zumk Angriff vor midi bemächtigten sich in einem einzigen Schwünge eines Systems stark befestigter deutscher Gräben auf eine Länge von ungefähr 1500 Me- 'ter südlich Belloh — en-Santer re. An 60 Gefangene blie- 'ben in unserer Hand. Aussetzender Geschützkainps aus dein übrigen Fvontteile. Velgischer Bericht. Heute herrschte sehr lebhafte Tätigkeit der FeLdarttllerie und der Grabengeschütze in der Gegend von Dixmuide. Uebertreibungen im russischen Heeresbericht. Petersburg, 17. Aug- (WTB. Nichtanttlich.) Aus dein russischen HeereÄericht vom 16. August nachmittags: Nach abgeschlossener Zahlung ist die gesamte Beute der ' Truppen des. Genaxals Bruffilom in der Zeit vom 4. Juli bis 13. Llugust und irm Laufe der Unternehmungen zur Eroberung der im Winter aus- aebauten deutschen und österreichischen Stellungen vom Pripjet Ms zur rumäniscl>en Grenze folgende: Gefangene Offiziere und Soldate» (Feldtruppcu, Etäppentrupven, Train, Sanitätspersonal usw.). Geschütze und Maschinengewehre: 1. Armee des Generals Kaledrn: 2384 Offiziere, 107 225 Soldaten, 147 Geschütze, 459 Maschinengewehre, 146 Bomben- und Ndinenwerser. 2. Armee des Generals Letschitzti: 2139 Offtziere. 100 578 Soldaten. 127 Geschütze, 424 Maschinengewehre, 44 Bomben- mW 9Nrnen- werser und mehr als 35 Munitionswagen. 3. Armee des Generals Sacharow: 1967 Offiziere, 87 248 Soldaten, 76 Geschütze, 232 Mnschincrrgewchre, 119 Bomben- und Minenwerser und mehr pks 128 Murritionswagen. 4. Armee des Generals Tscherbatschew- 1267 Offtziere, 55 794 Soldaten, 55 Geschütze, 211 Maschinengewehre, 29 Bomben- und Minenwerfer, 129 MunittonÄoagen. I m ganzen: 7757 Offtziere. 350 845 Soldaten, 405 (beschütze. 1326 Paschiuengewehre, 338 Bomben- und Minenwerfer, 292 Muni- tumswagen. Anßerdenr eine Anzahl Getoehre und 30 Werst Feld- bahnmaterial, Telephongerät, mehrere Artilleriedepots und Pionier- gerät. I Westfront: Die Lage ist unverändert. Kaukastrsffront: In Persien schlugen wir Angriffe von feindlichen Streitträfte westlich Kalapaisova und Ralapasova (?) südwestlich im Urmia-Sees ab. Vutzki Oberbefehlshaber der russischen Rordarmee. P-eckersbnrg, 17. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Delegraphenngenttrr. Gener«ladjutcmt Rußki ist Mini Oberbefehlshaber der Armeen der Nor^d- front ernannt worden. Ter bulgarische Bericht. Sofia, 16. Aug. (WTB.) Der General st ab berichtet: Am 14 August abends erösfnete die feindliche Artillerie ein heftiges Feuer auf unsere vorgeschobenen Stellungen süd- k.ftch und w«llich vom Dorr an-See. Unter dem Schutze dieses Feuers griff die feindliche Infanterie nachts diese Stellungen an, wurde aber zurückgeschlagen. Darauf setzte die gegnerische Artillerie das Feuer fort. Am 15. August vormittags griff der Feind von neuem die genannten Stellungen an. und zwar mit beträchtlichen! Ltrcitkräften, er nmrde wieder zurückgewiefen und genötigt, sich in großer Unordnung zurückzuziehen. — An der übrigen Front schwaches Geschützfeuer und Patrouillengefechte. Aus Rumänien. Bukarest, 16. Aug. (WTB.) Der Vertrag über den Ankauf von Braugerste und Erbsen wurde durch die Mittelmächte heute unterzeichnet. Bukarest, 17. Ang. (WTB. Nichtamtlich.) „Stcagul" zufolge, fanden gestern im K r i e g s mi n i st e r i u m B e r a t u n - g e n statt, an denen der Ministerpräsident, der Generalsekretär des Kriegsministeriums, der .Kommwrdant des 3. Armeekorps urrd der russische Militärattache -Oberst Tatarinow teilnahmen. Noch eine &tndjt des Reichskanzlers in die Oeffentlichkeit. Blerlin, 17. Aug. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Seit kurzem :i«rb,_ wie es scheint, in weiten Kreisen eine für schonende Kr: egfnhrnng gegen England eintretende Denkschrift verbreitet mit der Behauptung, daß der Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatssekretär Dr. H e l f f eri ch , der Verfasser sei. Staatssekretär Helsserich steht dieser Denkschrift gänzlich fern. Dasselbe gilt ho:: allen übrigen leitenden Persönlichkeiten. Es handelt sich hier offenbar abermals um eine jener infamen Treibereien, durch die eine kleine, aber skrupellose Cligue immer wieder den gänzlich haltlosen Verdacht gegen die Reichsleitung zu verbreiten sucht, als ob sie sich aus schwächlicher Berstäirdigungssucht scheue, g&]en England Kriegsmittel anzuwen- dcn, durch luelck-e Engllnrd in kurzer Zeit zürn Frieden gezwungen werden könnte. Da der Urheber dieser neuen Treiberei bisher nicht ' ermittelt merben konnte^ wird der Sachverhalt hiermit öffentlich fest gestellt. Neue Erfolge der deutschen Secftugzeugc. Berlin, 17. Aug. (WTB. Amttick).) Am 15. und 16. Aug. haben unsere S e eflugzeuge erneut die F l u g st a t i o n Pape n hol m auf O e s e l und am Strande der Insel Runöe stehende feindliche Flugzeuge mit gut deckender: Spreng- und Brandbombe:: angegriffen. Trotz listigen Abwehrfeuers mit anschließendem Luftkampf sind unsere Flugzeuge sämtlich wo h! b eh alten z n r ü ck g eke hr t. Ein in derselben Nacht von vier feüwlichen Flugzeugen aus A n g e r n s e e ausgeführter Angriff verursachte nur geringen Sachschaden. Die Beschießung dorr Reims. - Berlin, 17. Aug. Nach dem „Berliner Tageblatt" berichtet der „Matin" über das letzte Bombardement von Reims durch deutsche Flugzeuge: Am 13. August gegen 7 Uhr abends brachen in verschiedenen Stadtteilen Brände aus, welche durch herabgeworfene Bomben verursacht waren. Das Zivilspital wurde vollständig vom Feuer zerstört. Das Feuer wütete die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag. Deutsch-schweizerische Verhandlungen. Bern, 17. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die Unterhandlungen der Abgeordneten des Bundesrats und der deutschen Reichsregierung üb-er die gegenseitige Ein- und Ausfuhr haben heute begonnen,. Täglich wird eine Beratung der Gesamtabordnung abgehalte'n. Daneben finden Beratungen der Unterausschüsse über Einzelfragen statt. Eine Landesverteidigungsfterrer in Holland. Haag, 17. Aug. (WTB. stkichtamtlich.) Die Erste Kammer hat einen Gesetzentwurf angenommen, der die Einführung einer Landesverteidigungssteuer vorsieht. Zum Besuch des englischen Handelsminifters in Italien. B e x n, 17. Aug. (WTB.) Der „A v a u t i" bringt einen Leitartikel gegen Rune im an mit der Ueberschrift: „Bananen von Runciman". Dieser Titel stützt sich auf einen von köjtlicl>er Naivität und geographischer Unkenntnis zeugenden Rat Nuncimans, Italien rnöchte, um sich dem englischen Geschmack anzupassen, vor allen: Bananen pflanzen. In dem Artikel, der eine Zensurlücke von fünf Zeilen auf- w-eift, heißt es unter anderem: „Runcimm: verbrachte vier oder sechs Stunden in Mailand: znM Sttinden brauchte er im Hotel, um Toilette zu machen, zwei bis vier weitere Stunde:: verwandte er dazu, um zu baukettiereu» und zu redeu. Es scheint nicht, daß vier ^bis sechs Stunde:: einem Bürger genügen können, um' über die Wünsche und die Gemütsverfassung einer Stadt sich zu unterrichten, selbst wenn dieser Bürger der klügste Minister >des umsichtigsten Landes wäre." — Da jedoch IRuweiman ausdrücklich sagte, daß ihn: diese Zell genügt habe, um sich über die Wünsche Mailands zu vergewissern, will der „Avanti" ihm Glauben schenken, da er niemals Zweifel an der Aufrichtigkeit irgendeiner Person hege, um so weniger, n»eun diese Person ein Minister des alleraufrichtigsten Englands sei. Der „Avanti" hofft sc>gar, daß die italienische Regier:lng zu derselben Feststellung und ihren praktischen Folgen komnien nxude, wie Herr Runciman, d. h. zur Kriegserlläramg an Deutschland. Wem: nämlich das itaiicrtifcfje Bott, ime Runciman seststellte, nicht den Frieden wolle, so:rdern den Kr«g, und zwar de:: Krieg gegen Deutschland, wenn ferner dieser Krieg von dem größten Bundesgenossen Itulions verlangt werde, demjenigen Bundesgenossen, der die Kohlen^ Schisse und Gelder in der Hand habe, dann will der „Avanti" nicht Einsehen, weshalb die jetzige italienische Regierung und besonders die demokratischen, republikanischen und reformistischen Minister sich nickst beeilen, den Wrmsch des ttalieni- sEen Volkes und seines größten Verbündeten zu erfüllen. Es handle sich zudern nur um cintz äußere Formalität, wie der über Italie:: gut unterrichtete Herr Runciman sagte. Rrmciman ve-r- langte von Italien nur zwei kleine Dinge, Krieg gegen Teutschlano und Unterrversimg Italiens unter die englisch-rusftsch-ftanzösische Wirtschaftsliga. Italien rnüsse sich dieser Liga unterwerfen, denn es werde wegen seiner wirtschaftlichen Lage den anderen Eritente- mächten geradezu tributpflichtig sein müssen. Mir brutaler Offenheit kennzeichnete Runciman diese Stellung Italiens. Der „Avanti" konrmenttert dann die Aeußerung Rnncinums, Italien solle sein Heil in der Bananenkultur suchen, und bemerkt dazu: „Wir wissen nicht, ob die Aeußerung Runcimans «m Morgen erfolgte oder in jenen Narhnrittagsstunden, während denen der Engländer, vielleicht aus Angst, allzu lofsercherzig zu sein, gewohn- beitsgemäß kerne Geschäfte mehr abschließt. Sicher ist aus jeden Fall, daß der Rat zum Bananenexport geradezu wrbezahlbar ist Die Lösung des wirtschaftlichen Problems zwischen England und Italien wurde nur durch Runciman gefunden. Italien liefert England Zitronen, trockene Feigen, Mandarinen und Banmren. wennj deren Preise die spanische, porttrgiesische und algerische Konkurrenz uNd die Konkurrenz der englischen Kolonien schlagen können: England liefert dagegen Italien mrßerhalb jeder Konkurrenz zu Preisen, die seine Großmütigkkät feftfe&a: torrd, Geld, Kohle und Rohstofte für ferne ImArstrie." .. ... .. --- i Der Seekrieg. H««g, 17 Aug. (WTB.) Gestern nachmittag um 5Uhr kam das Fischersahrzeug „Lotos" im Hafen von Scheveningen an. Es hatte 15 Mann Besatzung von zwei norwegischen mit Holz beladenen Schiffen au Bord, 10 Bdann stammten von dem Barkschlsf „Restip", etwa 5 von dem <5dyonet „Freward", die von Frederikshald resp. Krtstrania mit je einer Ladung Grubenholz nach Hartlepool unterwegs Ware::. Die „Restip" wurde am Sonntag mittag um 12 Uhr, die „Freward" Sonntag :mchm:ttag 4y 3 Uhr von einem deutschen Tauchboot in Brand geschossen. Die Besatzungen wurden auf die „Lotos" gebracht. London, 17. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nack: einer Lloydsmeldung sind d:e italienischen Segelschiffe „Iva" und „Giuseppe P e t r i a r c a" gesunken. Aur dem Reiche. Die Adlicferungcn aus der neuen Ernte. Berlin, 17. Aug. (WTB. Amtlich) Die vielfach vertretene Auffassung, daß die noch vorhandenen Bestände an Brotgetreide so rcichlick) feiert, daß die Ablieferungen aus der neuen Ernte einer Beschleunigung nicht bedürfen, ist durchaus irrtümlich. Die Reichsgetreidestelle bedarf vielmehr dringend einer sofortigen Ablieferung von Roggen und Weizen der neuen Ernte. Berlin, 17. Aug. (WTB.) In der heutigen Sitzung des B u n d es r a t s gelangten zur • Annahme: a) der Entwurf einer Bekanntmachu::g betreffend Aenderung der Bekanntmachung über die Fl ei sch Versorgung von: 27. März 1616, b) der Entwurf eines (Gesetzes zum Schutze der Bezeichnungen „Nationalstiftung" und „Marinestif tung^ü Die vom Buudesrat am 17. August 1916 beschlossene Aenderung des § 10 Abs. 3 der Bekanntmachung über die Fleis chversorgung vom 27. März 1916 gibt dem Reichskanzler die Möglichkeit, die bisher den Gemeinden, bezw. den Landeszentralbehörden überlassene Regelung der Fleischversorgung selbst vorzunehmen. Die Verordnung bietet eine rechtliche Grundlage für die vom Kriegsernährungsamt vorbereitete, binnen kurzem bevorstehende ein- heitlick>e Regelung der Fleischversorgung und des Fleischverbrauches im ganzen Reiche. Berlin, 17. Aua. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" givt bekannt, daß Generalleutnant und Gneralqüartiermeister Fr eih e r v. F r cy ta g-Lo ri n ghoven nach erfolgter Wähl znnr stimmberechtigten Ritter des Ordens Pour le merite für Wissenschaften und Künste eri:annt worden ist. A»»s Stadt und Land. Gießen, 18. August 1916. Einmachzucker. Als Einmachzuckm sind vom Kriegseniährungsamt für die Monate ?1ucp:st und September wieder monatlich je 90 000 Doppel- zentner besonders z::gitterlt wordou. Diese Gesamtmcnrgen werden auf die Bundesstaaten nach einen: Maßstab verteilt, der in gleicher Weife die Zahl der .Haushalte :pie die Zahl der Obstbaume berücksichtigt: sür einige Bundesstaaten, die hiernach in: Verhältnis zur Beoölkcrungszahl und zum Bedarf :rnb im 'Verhältnis zu den übrigen Staaten osfenbar benachteiligt würden, ist das ihnen günstigere Verhältnis ihrer Einwohrur zugrunde gelegt worden. Die Verteilung innerhalb der Bundesstaaten obliegt den bundesstaatlichen Behörden. Hierfür einen allgemeinen Schlüssel aufzustellen, hat sich als unmöglich erwiesen, da zu viele Sonderverhältnisse bkrücksichftgt imnä>en müssen. Im allgemvinerr wird die Verteilung umso mehr die einzeln«: Verhältnisse berücksichtigen können, je rmhr sie vom weiteren in den engeren Krais gerückt wird. Bei aller Berücksichftgnng der bes«mderen Bedürfnisse, z. B. der Gartenbesitzer, wird es aber auch da nicht ohne 5)ärten abgelnn können. Es wird beachtet tiTerden :nüften, daß der Bedarf an Brotaufstrich überall mehr oder wernger gleich ist, und daß gerade im Kriege das Einmachen von Obst vielfach auch in solchen Haushaltungen hei arisch wurde, die es vor dem Kriege weniger pflegten. Das muß billigerweise auch von den Hausfrauen beachtet werden, die nun viel weniger beöom:nen, als sie in langen Friedensjahren gewohnt waren: mit Seitenblicken auf andere Nachbaren desselben ober des nächsten Kreises, die, wie man meint, weräger brauchten und doch das Gleiche oder sogar etwas mehr bekommen, ist nichts geholfen. Es gilt, sich mit dein Ivenigen einzurichten und damit abzusinden, daß so viel Zucker als zur Obst- verarbeitung nach alter BAftse nötig wäre, leiser nicht vorhanden! ist. Unsere Rübenernte 1915 ltKir an sich, da der Anbau um Z/z gegenüber den Vorjahren Aurückgegangen war, nicht reichlich: ihr stand ein außercn-dentlich gesteigerter Bedarf der Marrne- laden-, Kunsthonig-, schokoladen- und Süßigkeiten-Industrie gegenüber: als der Verbrauch i'm April 1916 beschränkt wurde, waren die Bestände bereits stark zusammengeschmolzen und wir mußten uns auf eine Berbranchsmenge einrichten, die zwar nicht allzu stark unter dem durchschnittlichen Gesamtjahresbedarf, aber doch erheblich unter de::: Somwcrbedars der Friedei:szeit blieb. Alles was hiernach verteilt werden kann, ist verteilt, Zurückhaltung größerer Mengen ist unmöglich gemacht. Was in Berdrauchszucker- fabriken und sonst noch liegt, wird plangemäß in den nächsten Wochen restlos in den Verbrauch kommen, bis diesem wieder Zucker aus der :reuen Ernte z::geführt werden kam:. Bis dahin :nüsserr sich die Verbraucher aller Kreise mit der Knappheit abftuden. Es ist gewnß bedauerlich, daß damit die vielfach im eigerwtt Garte:: geernteten Obst- und Beerenfrüchte nicht alle nach liebgewonnener alter Weise zu -Saft und Brotäufstrich verarbeitet werden können. Aber es ist übertrieben, wenn behauptet wird, daß deshalb Obst um kommen müsse. Die in vielen Daüfenden über das ganze Land verbreiteten Anweisungen, so namentlich die von den preußischen Ministerien veranlaßten und vom Kriegsausschuß sür Bolkserriährung herausgegebenen Anlei t:cn gen zur Erhaltung der diesjährigen Obsternte zeigen, wie Obst und Beeren auch ohne Zucker nach altbewährten Gn'ahinngen haltbar gemacht rverden können. Und endlich-bleibt ein Ausblick: der Rübenanbau ist üm mehr als 10 v. H. gestiegen und die Rübe::er7ite verspricht einen Ertrag, der erheblich über den des vorigen Jahres hinausgeht. W:r loerden somit in: Iabre 1916/17 au Zucker mehr verbraucheir dürfen, als wir in: Frieden verbraucht haben und da Zuckerherstellung und Berbrcnrch des Jalwes 1916/17 von Anfang an geregelt sein wird, wird gerechten Ansprüchen ftn nächsten Wrrt- tchaftsjabr genügt werden könne::. Wenn es den Hausfrauen jetzt vielfach an Zucker zum Einmachen fehlt, so wird es im Winter 1916/17 nickst an Zncker fehlen, um die ohne Zucker haltbar gemachten Früchte genußsertig zu machen. * L. U. Bon der Landes univ^nsitüt. Der ordentliche Prof. Dr. Paul Schmidt hat dem Ruf Mr Uebernahme des -Ordinariats sotzvie der Leittlng des! hygienischem Universi- tütsinstituts in .Halle als Nachfolger des ord. Prof. P. H. R öm er a n g e n om n: e n. ** Auszeichnungen. Musiker Wilhelm Schreier, Res- Inl.-Rgt. 116, wurde das Hessische SanitätSkreuz am Bande der Hessischen Tapierkeitsmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz erhielt er im November vorigen Jahres. — Dem Unteroffizier K. G er b i g aus Gießen Fuß^Artillerie-Munitions-Kolonne 238, wurde das Eiserne Kreu^ 2. Klasie verliehen. Wa. Eim bedauern s wer ter Uwglücks fall ereignete sich heute früh ans dem hiesigen BraunstLmbergwerk. Ter verheiratete 26Dhrige Jakob Gunkel non Breitenborn bei Gelnhausen, welcher von der Militärbehörde dem Bergwerk zur Verfügung gestellt worden war, tvurde in einem Schacht von einer herabstü:-zenden Erdmasse derartig getroste», daß der Tod auf der Stelle erntrat. ** Die P reise für Schuhreparatür cn. Die kürzlich in einer SchnhmacdwversamMuug in Frankfu r t a. M. a»»ge- küudigte Preis erhöhrmg von Sck. »hreparaturen auf 12 bis 18 Mk. bat. löte uns jetzt von dort berichtet wird, den maßgeberrden amtlichen Stellen zu eingehenden Prüfungen der Berhältnisst Ber- unlassuna gegeben. Taber sind die Hofsnunm-n der Schrchmach-r um ein Bedeutendes herabgesetzt worden. Es wurde vereinbart, daN nach dem 1. September der Preis für Herren fohlen und -Flecke ans 5,50 bis G .Mark autb .j'üc Damensohlen und gierte auf 4,50 bis 5,50 Väark herabgesetzt werden sckll. Ms zum 1. September 'Losten die vorstehenden Reparaturen lZxlKens 6 und 7, bezw. 5—6 Mark. Groß sind diese Preisherabsetzungen gerade nicht. ** Die R ei chH-G e r st e n g e s e l l s cha f t m. b. H., Berlin gibt bekämet: Wie uns mitgeteilt Ibird. ist noch immer vielfach die Ansicht verbreitet, daN im neuen Erntejahr den Landwirten der freihändige T^erkauf von Gerste an die zu deren Verarbeitung berechtigten Betriebe gestattet sei, und daß der gesetzliche Höchstpreis hier- be» nicht eingehalten werden müsse. Diese Ansicht beruht an» einer mißverständlichen Auffassung der durch die neue Bekanntmachung des! Bundesrats über G&xjffce ans der Ernte 1916 getroffenen Bestimmungen. Nach ^ 20 Abs. 4 dieser Bekanntmachung kann nämlich der Reichskanzler für den Ankauf der Gerste, welche die kontingentierte Betriebe benötigen, Bezugsscheine ausstellen und hat hierüber sowie über die Art des» lEinkaufs die näheren Bestimmungen zu treffen. Demgemäß ist durch Verfügung d.s Präsidenten des Kriegsernährungsamts, welcher insoweit gemäß gesetzlicher Vorschrift die dem Reichskanzler übertragenen Befugnisse ausübt, am 7. August 1916 nunmehr die Ausstellung solcher Gerstenbezugsscheine auch für das neue Erntejahr angcordnet und gleichzeitig bestimmt worden, daß diese Bezugsscheine zum Zweck des Ankaufs der Gerste sämtlich der neu begründeten Reichs-Gerstengesellschaft in. b. H. überwiesen werden. Der Erlaß der näheren Bestimmungen über diese Regelung des Gerstenankauss! ist der Reiehssuttermittelstelle übertragen worden, welch die erforderlichen Bekanntmachungen demnächst erlassen wird. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß auch im neuen Erntejahr die kontingentierten Betriebe ihre Gerste nur durch Vermittelung der Reichs-Gerstengesellschaft m.b. £>. beuchen können, welche an Stelle der in Liquidation befindlichen Gerften-Verwertungs-^sellschast m. b. H, getreten ist. Jeder freihändige Ankauf beim Landwirt ist also nach mie vor ausgeschlossen. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung setzen sowohl den Landwirt wie den Ankäufer der Gerste der Bestrafung aus § IO Nr. 2 der Gersten-Verordnung aus und führen zur ' Einziehung der unbefugt erworbenen Gerste bezw. des daraus her- gestellten Erzeugnisses oder seines Wertes gemäß 8. 28 der angeführten Verordnung. Da ferner nach 8 4 der neuen Verordnung des Bundesrats über die Höchstpreise für Gerste vom 24. Juli 1916 der gesetzliche Höchstpreis nur bei dem «Erwerb von Gerste auf Grund eines Bezugsscheines überschritten werden darf, so ergibt sich aus dem Vorstehenden weiterhin, daß solche höheren Preise allein von der Reickss-Gerstengeseltschaft m. b. H. angelegt werden dürfen. Jede Außerachtlassung dieser Bestimmung durch andere als die von der . Reichs-Gerstengesellschaft m. b. H. mit dem Ankauf beauftragten 'Personen und Firmen wird gemäß, ß 5 der angegebenen Höchstpreis- Verordnung mit Gefängnis bis zu 1 Jahr und mit Geldstrafe bis zu IO 000 Mark bestraft. ** Spei se vera-reichun g in S peise wir t s cha s - te«. lieber btt Auslegung der Bekanntmachung betreffend Vereinfachung der Beköstigung vom 31. Mai sind insbesondere in Gast- wirtschrftskreistn Zweifel ausgetaucht. 8 I Absatz 2 der Bekanntmachung bestimmt, daß feste Speisefolgen l-öchstens folgende Gänge enthalten dürfen: eine Suppe, ein Fischgericht oder Zwischen^ gericht, zu dem Fleisch nicht verwendet ist, ein Gericht aus Fleisch mit Beilage, eine Süßspeise oder Käse, oder Dunstobst oder Früchte. Die.Frage ist nun, ob außer dieser festen Speifefolge noch das eine oder andere Gericht (außer Fleisch), insbesondere Obst gegeben werden dürfe. Wortlaut und Sinn der Bekanntmachung! sprechen nicht dagegen, daß den Gästen, abgesehen von Fleischspeisen, noch weitere andere Speisen, insbesondere Obst ans Be- steÄung verabreicht werden dürfe. ** Fristverlängerung. Die Kriegsgesellschaft für Dörlrgeinüse m.b. H. in Berlin hat mit Zustimmung des Bevollmächtigten des Reichskanzlers bestimmt, daß Törrgenrüse bis zum 1. September ds. Js. ohne ihre Genehmigung abgesetzt werden darf. Lieferungen nach dem 1. Sptember sind nicht gestattet. Dadurch ist Fürsorge getroffen, daß in dem Handel mit Dörrgemüse keine Stockung pintritt. Die Kriegsgesellschaft wird bis zum 1. September die näheren Bedingungen für den Absatz festsetzen. ** Generalstabskarten. Da häufig Anfragen an die Kartenvertriebs stelle Coblenz gerichtet werden, ob die von der Königs. Landesaufnahme herausgegebenen Generalstabskarten jetzt während der Krstyszeit geliefert werden dürfen, sei daran s lnn- geniesen, daß gemäß Verfügung des KriegsMinisteriums der Vertrieb der Karben dem Handel sreigegeben ist. Nur die Meßtischblätter im NLaHstabe 1:25 000 im Gr en z s chu tz ge bi e t e — zirka 100 Kilometer vvn der Nord- und Westgrenze — dürfen nur an Militär- und Zivilbehörden abgegeben werden. Alle übrigen Personen, welche Meßtischblätter im Gren z s chu tzge bi e te er* werben wollen, können einen Erlaubnisschein durch das Bürgermeisteramt beim zuständigen stellv. Generalkommando beantragen. ** Sein 25jäbrigen Dienstjubiläum hat am 15. August der Kulschr Philipp Bocher von Gießen ber der Firma C. W. Nvwack u. Sohn gefeiert. Bsck-er hat sich in dieser langen Zeit als tüchtiger Pferdepfleger berviestn. Durch das Großh. Kreis- amt wurden ihm schriftlich Glückwünsche und. dhnerkemrung ausgesprochen. Die Firma Nowack u. Sohn übermittelte dem Jubilar eine wertvolle Uhr mit Inschrift sowie ein Geldgeschenk. Böcher «wurden auch aus anderen Kreisen zahlreiche Glückwünsche dargebracht. ” ® i e im heutigen Kreisblatt enthaltenen Bekanntmachungen betreffen: die Vornahme einer allgemeinen Bestandsaufnahme der w i ch t i g st e n L e b e n s m i 11 c I a m 1. Septem b e r, Hausschlacht un gen, den Verkehr mit Obst und Gesuche um Zurückstellung vom Heeresdienst. Landkreis Gießen. o. Daü bringen, 18. Aug. stuck, agr. Otto Lehr, ,Dize- feldwebel und Offiz-Asp., wurde lt. A K. O. v. 31. 7.16, zuM Leutnant d. R. befördert, nach dem er einige Tage vorher mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden war. Er steht mit n«ch zwei weiteren Brüdern, von denen einer ebenfalls Leutnant und Batl.°-AL>j. ist, im gleick^en Regäm'eirt — R.--J.-R. 221 —. ** Garbenteich, 18. Auq. Dem Pionier Ludw. Schneider von hier, der bei einem Minenwerferzug zuerst im Westen und jetzt im Osten kämpfte, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. . -g- Grv ßen --L in den , 18. August. Gefreiter Karl Kolb von den weißen Dragonern wurde, nachdem er kürzlich mit dem , Eifernen Kreuz ausgezeichnet wurde, nunmehr zum Unteroffizier befördert. — Bei den Kämpfen in Wolhynien wurde der Unteroffizier Wilhelm Vieh mann, ein Sohn des Bergmanns Wilh. Viehmann, mehrfach verwundet. Im Kreise Groß^-Gerau mehrere Jahre als Lehrer tätig, wurde er im Frühjahr vorigen Jaches ausgehoben und rückte im Herbst an die Ostfront aus, wo er sich die Hessische Tapserkeitsmedaille erwarb. — Forstwart Georg S e i P p ist in der Forstwartvertoal klung des besetzten (Gebietes im Osten verwendet. Als (befreiter war er längere Zeit bei dem Aus- bftdungspersonal des Gießener Regiments imd zog von dort aus auf den östlichen K'rstgsschauplatz. £a. Grünberg, 18. Aug. Ein Sohn des früheren Gerichts- dieners Kremmelbein, Georg Kremmelbein, dem bereits das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen wurde, erhielt die sächsische Friedrich August-Medaille und wurde zum G e i r e i t e n befördert. ga. Lauter, 18. Aug Für seine Tapferkeit vor dem Feind wurde Albert Reitz zum Gefreiten befördert und zugleich mit dein Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Büdingen. Büdingen, 17. August. Der (chmeiuderat beschloß die Errichtung einer Kriegs-Volksküche. ui der gegen billiges Gei» atttagtvh eine gute Suppe verabfolgt werden soll- Die Ws- und Durchführung des Planes n-urdvn dem Kriegshilfsverern Büdingen übertragen. Das Kochu und die sonstigen Arbeiten in der Mcch übernehmen hiesige Frauen und Jungfrauen in uneigennütziger ,Weist. z. Glanberg, 18. Ang. Unsere schon so reich heimgesuchte Gcmemde hat ein nenes Opfer zu beklagen. Lluf der»» Felde der Ehre fiel, durch einen Grauatschuß bei einem Sturmangriff schwer verwundet, der Musketier Wilheln» Völker, der einzige Sohn semer Eltern, im Alter von 24 Jahren. 2 . Hirzenhain, 18. Aug. Ten Heldentod fürs Vaterland starb der Musketier Zeitz voll hier, der einzige Sohn seiner Eltern, eine in Turnerkreisen sehr bekannte lind um den hiesigen Turn- verein besoilders verdiente Persönlichkeit. Kreis Alsfeld. 02 . B u r g - G e m ü il d e u, 18. Aug. Dem Unteroffizier Kon^ad R ü h l von hier, der vor einigen Wochen die Hessische Tapferkeits- inedaille erhielt, wurde am 5. August das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. Kreis Schotten. sk. Schotten, 18. Aug. Gestern früh um */,6 Uhr entftanb in der Adamsmühle ein Z i in mcrbtanb, der durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr ziemlich bald wieder erstickt werden konnte. Der Sachschaden dürfte unbedeutend sein. sk. Schotten, 16. Aug. Am Sonntag, den 4. August, fand aus Veranlassung des Regierungsrats Muhl im Beisein einiger Kveisausschußmitglieber eine Versammlung der Tresch- maschineubesitzer und Landwirte des Kreises statt, wo- bei erstere fast alle, letztere dagegen wenig vertreten waren. Bezüglich der beim Dreschen M stellenden Verköstigung des Dresch- perfonals, wofür gewöhnlich der Landwirt zu sorgen hat, wurden die Kreisausschußmitglieder beauftragt, bei der Behörde um Erhöhung der Fleisch- und Brotportionen vorstellig zu werden. Beim Festsetzen der Treschpreise entspann ficf> eine Aussprache: es mag hier einstweilen auf die den Zeitverhältnifstn entsprechende Erhöhung der Treschpreise Angewiesen werde-n. — Dem Unteroffizier Herrn. M ei sing er, Res.-Jns.-Regt. 116, von hier, sowie dem Gefreiten Karl Heber lein, Res.-Jns.-Regt. 222, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse, dem Fahrer Wich. 'Spam er. Res.- Fußart.-Regt. 3, 2. Munit.-Kol., die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. ch Feldkrücken, 18. Aug. Fürs Vaterland starb der Reservist Burg im Res.-Jns.-Rgt. 116. sk. Rebgeshain, 18. Aug. Dem Landsturmmann Karl Decher von hier, 6. Komp. L.-Inf.-Rgt. 81, rvurde das Eiserne Kreuz 2, Klaffe verliehen. ch Rudingshain, 18. Aug. Aus denr Felde der Ehre starb der Musketier Stein im Res.-Jns.-Rgt. 83. sk. Stornsels, 18. Aug. Dein Wehrmann Wilh. E d e l- m a rr n von hier, L.-Jirf.-Rgt. 87, rvnrde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verlieherr. Kreis Friedberg. oa. Friedberg. 18. Aug. Dem Vize-Postdirektor Frisch des hiesigen Postanrts ist als Hanptinann der Reserve das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen worden. oa. B r u ch e u b r ü cf c ti, 18. Aug. Kar! Michel, Sohn des Phil. Hch. Michel, der bei einem Artillerie-Regiinent seil Kriegsausbruch kämpfte, erhielt das Eiserne Kreuz. Starkeuburg und Rheinhessen. — Mainz, 18. Ang. Die Stadtve r ordnete nver- s amm lung beivilligte für Ren- und Umbauten auf dem kürzlich erworbenen Windhänser Hof 108 900 Mt. Das Gut soll zu einer städtischen Schiveinemastanstalt und Milchivirtschast Verwendung finden. Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 18. Aug. Im Steinbruck) der Bnderusschen Eisenwerke wurde der 52jährige Arbeiter Heinrich F e t h aus Steindorf durch abstürzendes Gestern getötet. ra. Wetzlar, 18. Ang. Gegen die überhandnehmenden Fl n r s ch ad e n zur Nachtzeit er-laßt der RcaiernngSprä,'ident nad^. stehende Verordnung, die durch die Ortsschelle in sämtlichen Kreis- gemeinden bekannt gemacht wurde: Das Betreten der bestellten und noch nicht abgeernteten Felder von 10 Uhr abends bis 4 Uhr morgens ist bei Strafe verboten. Ausgenommen sind Fläck)en, die als Hausgarten dienen und mit dem Wohnb^efitzttlm unmittelbar verbunden sind. bz. Dondvrf, 18. Apg. Tie Wittve Jak. Phil. Schneider von hier erhielt dieser Tage aus dem Felde ein an ihren Sohn, den Musketier Joses Schneider, abgesandtes Paket zurück mit dem Vermerk: „Ans dam Felde der Ehre gefallen". Glücklicherweise beruhte der Vermerk nicht aus Wahrheit, denn der Sohn befand fick) zurzeit gesund und munter hier aus Urlaub bei seiner Mutter und konnte seine Todesnachrickst selbst in Empfang nehmen. Den Jnlivlt des Paketes, bestehend aus Butter und anderen guten Sachen, konnte der Dvtgesagte mm daheim bei seiner Mütter mit gutem Appetit verzehren. d. Aus dem Kreise Wetzlar, 17. Ang. Für die Söodfe vom 13. bis 19. Llugust stehen dem Kreise Wetzlar für die Zivilbevölkerung und Gefangenen komm« udos unter J.00 Mann zur Verfügung: 22 Kinder. 52 Schweine, 35 Kälbcw und 9 Schafe. Es ientsällen auf die Bürgermeistereien Aßlar 4 Rinder, 6 Schveiue, 5 Kälber und 1 Schias. Krofdorf 2 Rinder, 7 Schweine, 3 Kälber und 1 Schaf, Braunfels 4 Rinder, 8 Schweine, 5 Kälber und 1 Schaf, Ulm 1 Rind, 5 Schveine, 3 Kälber und 2 Schafe, Hohensolms 1 Rind, 1 Schwein, 2 Kälber und 1 Schaf, Rechtenbach 1 Nmd, 3 Schweine, 2 Kälber und 2 Schafe, Schvalbach 1 Rind. 5 Schweine, 3 Kälber und 1 Schaf und Stadt Wetzlar 8 Rinder, 17 Schweine und 12 Kälber. — Das Einsammeln unreifer Haselnüsse im Kreise ist verboten. — Ter Erzen gerHöchstpreis für F r ü hta r to f fe l n in der Rbeinpwvinz ist durch die Proviirzial- rartvffelstelle der Rhnnpi'ovinz in Köln mit Wirkung vom 7. August 1916 ab auf 5,50 Mark für den Zentner festgesetzt. ra. Aus! dem Kreise Wetzlar, 18. Äug. Die Getreideernte hat ihren Höhepunkt erreicht:, sie fällt durchweg befriedigend aü-S. Ueberall in den Ortschaften surren die Dreschmaschinen, es fehlt vielfach an Arbeitskräften, da gilt es sich gegenseitig Hilfe zu leisten. Der Flegeldrusch, welcher sich früher bis um die Weihnachtszeit binairszog, ist fast gänzlich in Abgang gekommen. Heutzutage fährt jeder kleine Landivirt seine Getrerdevorräte zur Maschine, die in wenigen Stunden die Tresck>arbeit erledigt. Hessen-Nassau. da. Biedenkopf, 18. Aug. Major d. L. Sommerlad wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. Außerdem Gefreiten Ludw. Wagner von hier im Nes.-Jnf.-Rgt. 254. nl. Biedenkopf, 18. Aug. Das Eiserne Kreuz wunde verliehen: dem Vizefeldw. Robert Zimmer mann beim Artillerie- Meßtrupp 3, sowie den Samtätsgefveiten Heinrich Kunkel aus Wiesenbach, in einem Garde-Jnfanterie-Regiru'ent. Unteroffizier Hemrich Wagner aus Wiesenbach, im TWr. Jnsmrtorie-Reg!- meut Nr. 96, ist mit der Schwarzbnrger Verdienstmedaille aus- gezeichn-et worden. F C. Grebenau, 18. Aug. Beim Schwinunen in der Fulda ertrank der achtjährige Sohn des zurzeit im Felde stehenden Uferwärters A ß m a n n. ** Fran kfürt a. M., 18. Aug. Das Plakat zur Mod e- wochc ist erschienen und kündigt eine wichtige Aenderung an, welckpe sich ans feuerpolizeilichcm Grürnden notwendig machte: Die Ausstellung besirrdet sich im Msstellungssaal der Neue n Börse, die Mode s cha u nn^ alles Uebrig e , wie bereits! angekündigt, im Schurn annthea ter. Ein AuÄunsts- und Verkaussvermittlungsbüreau wird in der Neuert Börse eingerichtet. = Frankfurt o. M., 18. Aug. Im Streit stieß in der Alten Mainzergasse ein Mann seinen Gegner di« Treppe hinab. Der Hinabgeworfene brach das Genick und war sofort t o t. --Frankfurt a. M., 17. Aug. Eine wohlorganisierte Diebsbande sncht seit Wochen allmrchtlich etwa 16 — 20 Keller heim und raubt aus diesen die L e b e,r S in i k t e l v o r r ä t e. Sie arbeitet in fast alle»» Fällen nach dem gleichen Schema: Oeffnen der HattStüren durch Nachschlüssel und Anfspre»,gen der Kelker- türen. Bisher konnte die Einbrecherbande noch' nicht verhaftet werdeit. Ist. Herborn, ^18. Aug. Tie UrsackZe der gesderu in dm BvLuerei Adolf Sich ramm ersiststk Ex pCo sum wird auf em Versehen zurückgeführt. Es fehlte an Armnorriak: ein Arbeiter wurde deshalb z)ir Bahn geschickt, um ftne Flasche AmmonTak von 'der ^angeLimmenen Sendung voraö zu 7,ölen. Hierbei soll nun bve Verwechselung vorgelommen sein. Ter öetrefferwe Arbeiter br/ulstc anstatt Aimnoniak eine Flasche Sauerstoff, der bekanntlick> zum autogenen Schweißen verivaudt wird. Ter Braumeister schloß, nichts ahnend, die Sauerstoffflasck>e an und wenige Minuten daraus erfolgte die starke Explosion. Sauerstoff gibt in Verbindung mit Anlmoniak Knallgas. Alle Rohrleitungen der EisTTMschine waren mit einem Schlage geborsten und alles Bremrbare umher sing Feuer, das durch herbeieilende Arbeiter glücklicherweise sofort gelöscht werden konnte. Die WiA>erHerstellung der Eismaschine wird mrndestens 6 Wochen in Anspruckr nehmen: während dieser Zeit muß der Brauereibetrieb eingestellt werden. Die Verletzungen des.Braumeisters sind sehr schmerzhaft, Man hofft jedoch, ichr ohne daß er dauernden Schaden erleidet, wieder Herstellen zu können. ul. Ebern Hahn, 17. Aug. Uirser Dorfbrunnen, welcher bis zur Anlegung der Hochocuckwasserleitung.im Jahre 1911 fast den ganzen Ort mit gutem Trinkwasser versorgte, ist nun! seit 14 Tagen vollständig versiegt, ebenso einige gegrabene Hausbrunnen. In dem Tongrubenbetrieb der Gewerkschaft „Eintracht" unterhalb unseres Ortes ist im dortigen Tageban einige Tage vorher plötzlich eine Waiserguelle ausgetreten, die so zunahm, daß der Betrieb eingestellt wurde und noch eine zwefte Pumpe mit elektrischem Antrieb zur Bewältigung des Wassers angelegt werden soll. Man sckrließt daraus, daß unser Torfwasser dort zrrtage tritt. Unsere Quelle l)at ihren Ursprung in der Mitte des Dorfes, und bei .Anlegung der Wasserleitung mürbe dort ein Behälter erbaut, von wo aus, wenn das Wasser der neuen Leitimg nicht aus reichte, tue tiefer gelegenen Wohnungen lnoch 33 Haus- anschlüsse) mit Wasser reichlich versorgt wurden. Auch ein untm- irdiscl^r d Brandtvoiher erhielt seinen Zulauf aus dieser Quelle. Abhilfe ist dringend geboten, und es besteht, wie mau hört, die Absicht, im Marktwalde, Ivo das Wasser der Hochdruckleitung entspringt, nach weiteren Quellen zu filmen, um einem etwaigen, Wassermangel vorzubeugen. X. Kassel, 17. Aug. In der dahier abgehaltenen Hauptversammlung des Hessischen Tiakonissenhauses wurde u. a. mii- geteilt, daß^iu der Gappe lJwankreich 17 Sckitoestern und aus dem Balkan 4 'Schwestern arbcitcn. Ungefähr IM Schwestern pflegten in den Etappen- urrd Heimatlazaretten durchschnittlich 2500 verwundete oder erkrankte Krieger. Zu den bisherigen Lazaretten im Mutterhause zu Kassel, in Guntershausen, das noch um 30 Betten vermehrt wurde, in Schlückftern und Steinau übernahm das Mutlerhcuch noch die Verwaltung eines zweiten Vereinslazaretts im alten Kranken hause zu Schlüchtern und am 1. Januar 1916 ein Bereinslazarett mit 26 Kriegsbeschädigten in den.gemieteten Räumen der psycknatischen Klinik am Ortenbergr bei Marburg. ^ Hersfeld a. d. Fulda, 17. Aug. Beinr Baden in der Fulda ertrank der 8jährige Sohn des zurzeit im Felde stehenden Uferwärters A ß nt a n n aus dem benachbarten Grebenau. F. C. Von der M a i n s ch i f f a b r t. 17. Aug. In den letzten 14 Tage,, war der Schiffsverkehr ziemlich schwach. Rumänisches Getreide blieb, außer ein paar kleinen Postchen Hafer und Gerste, auef) diesmal aus. Im übrigen kamen Kohlen und Eisen an Borg. F C. Aus Niederhessen, 16. Ang. Auf dem Gefangenen lager-Friedbof bei Niederzwehren fand die Enthüllung eines mit Inschrift versehenen großen Gedenk st eins für die bisher un dortigen Gefangenenlager verstordenen Kriegsgefangenen statt. Zahlreiche zur Feier von den Kriegsgefangenen gewidmete Kranzspenden wurde»» an dem Deukftvin niedergelegt. Verrnischte». Erdbeben. Bern, 17. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Mailänder Blätter melden, daß die Eisenbahnlinie an der Adria durch das Erdbeben unterbrochen vmrde. Die PräfeAen von Pesaro und Ancona berichten, die Panik unter der Bevölkerung sei sehr^ groß. In Ri mint wurde der Bevölkerung verboten, wieder in die Hauser zurückzukehren. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen an» Samstag, den 19. August 1916: Vorwiegend bedeckt, Nachlassen der Niederschläge, Temperatur weilig geändert. . .. . . 1 . . . — 11 . . . Letzte Nachrichten. Der König von England an der Front. Haag, 18. Aug. In einen» Bericht gibt der Spezialberichter statt er der „Times" über den Besuch des englischen Königs a n d e r F r o n t noch folgende Einzelheiten: Der König begab sich oft in die gefährlichen Zonen, was bei den Truppen große Betounperung hervorrres. Sein Besuch war nirgends zuvor angekündigt worden, so daß die Truppen allerorts überrascht wurden. Sie brache»» in brausenden Jubel aus. Als der König eine verlassene Stadt durchschritt, war die Bwölkerimg, die auf de» Ruinen stand, ftoh überrasäft, als sie den König u»»d den Prinzen von Wales plötzlich in ihrer Mitte sah. Der König besuche auch den Ort, wo er im vorigen Jahre vom Pferde gestürzt war. Er studierte mit dem Oberbefehlshaber Haig die Karten. Sonntag besuchte er das belgische Königspaar und deren beide Söhne. Die Schwierigkeiten des englischen Heeres an der Somme. Haag, 18. August. Der „Daily Expreß" beschreibt die Schwierigkeiten, mit denen das englische Heer an der Somme zn kämpscn l)at, imb erwähnt voll Bewunderung die von den Datschen hergestellten Unterstände und unterirdischen Wohnräume. Besonders lobend wird ein Apparat beschriebe»», mit dem die Deutschen die Erde aus diestm Unterständen sofort in Sandsäcken nach -oben befördern, wo sie für den Ban der Berschan zuugen verwendet »verde. 30 Fuß unter der Erde »ourde ein »Zuständiges Lazarett für 30 Patienten gefunden. Eine englische Anfrage an Rußland? Genf, 19. AugList. ,,L'Eclair" meldet aus Lvndon: Die englische Regierung verlangte in Petersburg freundschaftliche Aufklärung über die Absichten Stürmers, da Gerüchte davon sprächen, er suche euren Separatfrieden zu erlangen. Stürmer grrb eine Erklärung ab, in der er seine völlige Einigkeit mit den Absichten des Bierverbandvs bekundete. Ein Rfesinskandal in Petersburg. Stvckhvlm, 18. ^bug. Ten U»»terschlagungsffanda1e»». die im»erlwlb des russischen Etwklmtronsulwultützungskomrtee- aupw deckt »vurben, folgt setzt eine »ocseirtlich sensakioireUere Unterscista gungsgeschickste innerhalb der >do»mnisschn zur Versorgung dev Hinterbliebenen gefallener Krieger, ,oorrn Darireu der Xwsgeiell schaft mit den höchsten Beanrteukreißm vermischt sitzen. Ter sehr beträckstlichc Fonds der WohltätigkeüsgeseUsck>aft ist spurlos m schwmidcu. Seitens der Dame»» einiger hockiaristokrat»scher Krrisc wird irun gegen die Vorsitzende, Madame Stürme r, der schu^v- Vorwurf erhoben, daß sie miildestens wisst. »»>o die Gelder gc-bLieiv»» sind. In lder letzten Sitzung unrrdevffrm der Verdacht ausgesp»ruchen, die Gattin des Mruisderpräfttamtcn iiabe die sthllmde,» O^esder es handlet.sich um mehrere N»»U»onen — ja» eigenen Zn>rken! vernrandt Madame Stürmer trat darauf entrüstet m»s de,n Ko unter aus, viele Damen ber ersten Hofkoeist Mntm, so daß die Gefahr vor1)ande,» ist, daß die «wsamw für aüe BeteüigNm gimck» einträglich' Stifümg »wlsig verschvirrdet. Die Riesenverluste der Russen. Wien, 18. August. Mit wachsender Besorgnis verfolgt man kut ..Neues Wiener Jemen»!" in Rußland die wir ß e r o r den ti ich hohen Verluste, ux^xrlb b»whivssen »oordc», ke»»re öffentlich»» Berlustliskeu mehr ausz»»>. ivas iebigsr?.15I. [“* Nutzt ge Leute suchen eine schöne 3-Sim.-Wohn. mit Küche per 15. September oder I. Oktober. Schr. Ang. ri. 011321 an den.Gietz. Anz. 2 Fräuleins iSchwestern) suchen ein grötzeecs, coentl. 2 kleine möbl. Zimmer mit voller Pension. Schrlsrliche Llngeb.mitPreisang. unt.101 an den Siebener Anzeiger. 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Gewerbe: Händler und Künstler, Alter: 26 Jahre, Geburtstag und Geburtsort: 24.10. 90 zu Goddelau, Kreis Grotz-Gerau, letzter Aufenthalt: Frankenberg, Bez. Kassel, Grötze: 1,55m, Gestalt: gesetzt, Haare und Bart: schwarz, Gesicht: volles Ge- sichtlbräunlicb),Augenbrauen und Augen: schwarz, Kinn: spitz, Gami und Haltung: schlägt die nände beim Gehen zusammen,Sprache: Fuldaer Dialekt, Bekleidung: feldgraue Uniform mit Schirmmütze. 15914 V Gietzen den 16. 8. 1916. Gericht des §. Erf.-Batls Jnft.-Ncgts. 116. empfiehlt 5117a in grotzer Auswahl und zu günstigen Preisen |pg|jgj:Eate Schleier Binsen ITPOTscbarsen Grape Here QTTo öchaus Qalomon. J f Schulst müo Ia. Mirabellen Hochs. Qual. Psd. 40 Pfennig, ff. Zwetschen Ztr. Mk. 18.- in Posi- od.Babnsend. ab hier geg. Nachn. oder Boreinsend. direkt an Priv. lies W.2iagior. Obstplantage u. Obstversand SLaIiviQ4b. 8r. Seran. [5911V Schmierseifen-Ersatz (lölLsie lorpentin-Uars- S^hDiorstzifo as. 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August 1916 bringe ich hiermit zur öfient- lichen Kenntnis. 5905 8 Der Verkehr mit Gerste; hier Mahliarten. Ich ver'.veise auf die Bekanntmachung des Grotzherzog» lichen KreisamtS Gietzen vom 8. ds. MtS., abgedruckt Im Kreisblatt Nr. 93 vom 12. August 1916. 59048 zu 3 Mutterhasen reck. Crednerstr. 23. i 011322 Kleiner, wachsamer Hnnd zu kaufen gesucht. Schristl. Angeb. mit Preis u. 011287 an die Geschäfts st. d. G. A. Ern Mann zum Schweiue- füttern auf sofort gestrcht. 0113291 ^eoenwei: 33. Saub.Hausbuvsche zu sosortigemEintritt gesucht. 0113201 Hofkonditorei EatUor. Gin zweiter Hausbursche esucht. Nerber'iebe Univ.- Zuchbandlung. Sellers- weg 87. 15875 Saub. Bursche zum Austragen für sofort ges. Soüeraw. 23, Laden. P 982 Ern ordentlicher [5788 Hausbnrsche gesucht. Balintzofitratze 62. 71 ) Fntzlran od. Mddcb. f.2 Nachmittaast. gesucht. Kaiser- Allee 7II. Nur nachm, oorzust. 6—8 junge Hühner zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 5910 an den Gietzener Anzeiger. cum] Gebr. 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A u g u st, n a ch m. 4 U h r an Ort und Stelle, bei der Aktienbrauerei, am Ohleberg- weg bei der Heyligenstädt'scheu Fabrik und in der Stephansnrark. Zusainmenkunft an der Schönen Aussicht. M o n t \a q , d'e n 21. August a) vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft am S ch tmch t ho f von den Wiesen im NeustSdterfÄd und am Elektrizitätswerk. b) vormittags IO 1 /« Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wtw., Kaiser-Allee 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland. e) nachmittags 2 Uhr, im Philosophenwald, von den Wiesen am Fürsterrbrunnen, im Wiesecker Tal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. 6) nachmittags 5 Nhr, an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 2 2. August a) vormit tags 9 Uhr: an Ort und Stelle votH den Ochsenwicsen, von den Wiesen im Stolzenmor-, gen, am Utersbrunnen und Altentisch. b) nachm ittags 3 V» Uhr: an Ort und Stelle vcm Oemc “ c) den Wiesen in der na ck mi t ta g s 3*/. Uhr: an Ort und Stelle von arkung Rödgetr. den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Steigliebhaber, tvelche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich an den städt. Wresenwärter Bellof, Wolsftraße 15, wenden. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegieirdett Gemeinden werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekmrntmachen zu lassen. 5844B Das im RUinat Mai und Juli d. I. fällig gewesene 1. u 3tcl («cmctnbcftcucrn nnd Kanalgebüfircn fn mit Rückficht auf die verspätete Ausgabe der Sicuerze noch bis zum 25. August ohne Kosten bczablt werden. 2 jenigen, die um der Zahlung dieser Ziele noch im Rnckstai sind, werden lnermit gemahnt, die Abgabe bis z a. August d.Js. an die Stadtkasse zu entrichten. ^ 21,. August nt die Kasse geschlossen. Vom 28. Augnst d. ! an gelangen beide Ziele zur Beitreibung, wodurch Pf ^"^^osten entstehen. Nebcrweisungen im Bank und P scheckverkehr müssen am 25. August ebenfalls bei der Sw Me gutgeidiricben sein, andernfalls die vorgeschrieber Beitrelbungskosten erhobetl werden. 1555