m. W Der Gietzttrer erscheint täglich, außer Ssnntaqs. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzeAeeZamiUenblätter; -rvermai wöchentl.Ureis- diatl für den Ureis Sichen (Dienstag und Freitag): zweinral monatl. L weihe Engländer vereinzelt und ergebnislos angegriffen. Ebenso mißlang der oftmals wiederholte Ansturm ftanzösischer Truppen hart nördlich des Flusses gcgenilber dem standhaften Festhalten sächsischer Reservetruppntteile. Fm übrigen sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung zu berichten. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Zwischen Wiszniewsee und Smorgon. sowie in der Gegend nördlich von Krewo sind zahlreiche schwache russische Angriffe mühelos abgewiescn worden. An der Stochod front beschränkte sich der Gegner nach seinen Niederlagen der letzten Tage im allgemeinen auf lebhafte Artillerietüligkeit. Von ihm versuchte Teilangriffc westlich des dkobelsees, bei Lulnefzow und südlich von Zarecze sind nicht geglückt. Die südlich voilZalocze eingeleiteten Kämpfe haben größere Ausdehnung angenommen. Der russische Angreifer, der zwischen Bmloglowy und Gorodischtsche zunächst Boden gewann. wurde durch deutschen Gegenstoß zum Stehen gebracht. Starke Angriffe des Feindes in der Gegend von Trescianice wurden blutig abgewiesen. Seine Versuche am Sercth. südöstlich von Gorodischtsche Vorteile zu erringen, sind restlos gescheitert. Front des FeldmarschalleutnantS Erzherzog Karl. Südwestlich von Monasterzyska, sowie im Winkel des Dnjeftr und der Bystrzpca griffen starke russische Kräfte an. Der Überlegenheit des Gegners muhte der tapfere Verteidiger an einzelnen Stellen nachgeben. Gegenangriffe fingen den feindlichen Ansturm wieder auf und brachten den Kampf zum Stehen. Die im Gange befindliche Umgruppierung der verbündeten Truppen, die angeordnet wurde, um den russischen Kräfteverschiebungen Rechnung zu tragen, ist in weiterer Durchführung. . In den Karpathen bemüht sich der Femd mdlrch von Zabic vergebens, uns die errungenen Vorteile wieder zu entreihen. Balkan-Kriegsschauplatz. Südlich des D o i r a n s e e s unternahm der Gegner mit schwachen Abteilungen einzelne Scheinangriffe, die ohne ernsteren Kaurpf durch unser Feuer abgewiesen wurden. Oberste Heeresleitung. Der „Vorwärts" veröffentlichte in seiner Freitag-Num- tner einen Aufruf des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei an die Parteigenossen, worin es für eine „unabweisbare Pflicht der Regierung" erklärt wird, die Erörterung der Kriegsziele allgemein sreizugeben. Man kann erfreulicherweise aus dem Aufruf nicht herauslesen eine Aufforderung, nun sogleich Frieden zu schließen oder Verhandlungen anzubahnen; im Gegenteil, es wird die Feststellung gemacht; „Der Reichskanzler hat mehrmals erklärt, daß er zu Friedensverhandlungerr bereit sei. Leider haben die gegnerischen Regierungen eine Erklärung, daß auch sie zu Verhandlungen bereit sind, bisher nichtabgegeben, weil sie, wie die blutigen Offensiven an allen Fronten beweisen, immer noch hoffen, Deutschland und seine Verbündeten militärisch niederringen zu können. Sie stützen sich dabei auf ihren unerschütterlichen Glauben an die größere Volkszahl und Hilfsquellen der Entenieländer." Die entsprechende Schlußfolgerung spricht der sozialdemokratische Parteivorstand nicht aus; sie liegt aber auf der Hand; Also muß unter Aufbietung all unserer Mittel weiter gekämpft werden. Was die Sozialdemokratie bei dem Verlangen nach Freigabe der Kriegs ziele erstrebt, geht aus folgenden Sätzen des Aufrufes hervor: „Der Friedenswille, der bei den Völkern der gegnerischerr Länder ebenso stark ist, wie in Deutschland, wird zweifellos geschwächt und zurückgedrängt, wenn gleich den chauvinistischen EroberungsPolitikern in den Ententeländern auch in Deutschland einflußreiche Kreise Kriegsziele anfstellen und Erobevungspläne propagieren, die die Völker jener Länder zum zähesten Widerstand aufstacheln müssen. Es erscheint deshalb an der Zeit, daß das deutsche Volk frei und unbeschränkt zu diesen , Eroberungsplänen Stellung nimmt, deren Verwirklichung 'den Keim zu neuen Kriegen legen würde und die nur zu sehr geeignet sind, den Krieg zu verlängern." Zum Schluffe heißt es; Die Parteiorganisationen in: Reiche fordern wir auf, demnächst öffentliche Versammlungen zu veranstalten, in denen zu den Kriegs- :nnb Frieidenszielen Stellung genommen werden soll. Auch er- - suchen wir, Vorbereitungen sür die Unterzeichnung einer Petition zu trefsänj, ich der ein Friede verlangt wiird, der dio Freundschaft mit den Nachbarvölkern -ermöglicht und unserem Zand die territoriale Unversehrtheit, Unabhängigkeit und wirtschaftliche Entwickluugsfreih e i t ' gewährleistet. , Wie weit die „Sicherungen" unserer Unabhängigkeit .und ^vistenz yehen müssen, das ist die große Streitfrage, An der die Sozialdemokratie natürlich weniger weit zu gehen geneigt ist, als die bürgerlichen Gruppen, die in ihren Ausschüssen bisher zu Worte gekommen sind. Immerhin; wir glauben, daß die sozialdemokratische Mehrheit, gerade wegen der noch heute sich äußernden Vernichtungswut unserer Feinde, nicht auf dem grundsätzlichen Standpunkt steht, daß die Grenzen, die vor dem Kriegsausbruch bestanden haben, nicht verrückt werden dürften. Es würde innerhalb dieser Partei bei der Erörterung der Kriegsziele wohl auch zu Meinungsverschiedenheiten kommen, die ja in einer so großen Sache von weittragender Bedeutung auch ganz natürlich sind und deren Fehlen nur darauf hindeuten würde, daß Gleichgültigkeit und mangelnder Eifer im Spiele sind. Es geht nach zwei Kriegsjahren, die uns die deutsche Krast enthüllt und das* Nationalbewußtsein gestärkt haben, das tiefe Bedürfnis durch das Volk, auch für die Folgezeit einig im Handeln und Streben zu bleiben. Wenn die Reichsregierung wirklich die Erörterung der Kriegsziele demnächst freigeben sollte, so würde jedermann im stillen wünschen, daß der Geist der Verständigung über die Streitsucht den Sieg davontragen würde. Dieser Gedanke be;eelt auch Frhrn. v. Zedlitz und Neukirch, wenn er im „Tag" einige bemerkenswerte Vorschläge zur Vorbereitung des Friedens macht. Er meint, das ganze deutsche Volk wolle ohne Ausnahme einen Frieden, der unseren Opfern entspricht und die Gewähr der Dauer in sich schließt. Aus der Mannigfaltigkeit der Meinungen das Richtige herauszuschälen, sei Sache gründlicher, unbefangener, verstandesmäßiger Untersuchung und Erörterung der Gründe für und wider. Dazu sei Arbeit erforderlich, gemeinsame Arbeit, und Herr v. Zedlitz fährt fort; Für solche gemeinsame Arbeit bietet die Einigkeit über das Kriegsziel selbst und die Einmütigkeit in Vaterlandsliebe eine sichere Gdmndlage, -es kommt also allein daraus an, sie zweckmäßig zu organisieren, währen^ das gemeinsame Kriegsziel das Leitmotiv für eine alsbaldige wirksame Aktion zur Pflege des Geistes der Zuversicht im Volke daheim sein kann und daher auch dazu zu verwerten sein wird. Versucht man an diesen Vordersätzen praktische Schlußfolgerungen für die Gegenwart zu ziehen, so gelangt man zu folgerten Ergebnissen: Neben dem Deutschen National au sschuß verfolgt auch der unabhängige Nationalausschuß unter Leitung der Professors Dr. Dietrich Schäfer das Ziel der Vorbereitung des Friedens. Arbeiten beide weiter getrennt, so kann es kaum aus- bleiben, daß aus dem diebeneinander bisweile:: ein Gegeneinander iftird ulst» die Kräfte. in Reibungen unnütz verbraucht werden. Vereint könnten beide Ausschüsse sür die wirksame Vorbereitung des Friedas ungleich niehr leisten. Fragt sich, ob und inwieweit sür Zusammengehen die sachlichen Voraussetzungen vorliegen. Gemeinsam ist beide:: neben dem kräftigen Patriotismus das allgemeine große Kriegsziel. sie ersirebdn beide einen Frieden, der dem großen Opfern unseres Volkes an Mut und Gut voll entspricht und die Ge- ivghr der Dauer in sich schließt. Insoweit erscheint daher schon jetzt ein Zusammengelien lpeider Ausschüsse angängig, also in den Grenzen, in denen sich im Interesse der , Erhaltung unseres siegverheißenden Eintracht eine Aktion zur Pflege der Zuversicht im Volke daheim jetzt iwch zu halten hat. Es, würde daher sachlich nichts, entgegenstehen, waren beide Ausschüsse an einem, geeigneten Tage, z. B. am Sedan tage, mft gemeinsamen' Veranstaltungen iu breitester Oeffentlichkeib sich an das deutsche Volk wenden und seine Siegesziwersicht und damit zugleich seinen Siegeswillen stärken roollten. Ein solches Vorgehen würde bei sachgemäßer Vorbereitung einen ungleich stärkeren Widerhall in unserem Volke finden, als die Reden vom 1- August, und eine» nachhaltige einheitliche Wirkung tim Sinne der Erhaltung und Stärkung der Siegeszuversicht zu üben geeignet sein. Leider sind bei dem Uebereifer, der in beiden Ausschüssen schon zum Worte gekommen ist, die Schwierigkeiten, diesen vernünftigen Vorschlag zu befolgen, ziemlich groß, denn „zu tief schon hat der Haß gefressen und zu schwere Taten finb gescheh'n, die sich nie vergeben mrd vergessen". Soeben sino übrigens auch einige Großindustrielle aus dem „deutschen Nationalausschuß" ausgetreten, weil Prof. Harnack, der eine leitende Stellung darin einnimmt, in seinem Berliner Vortrag einer zunehmenden Verstaatlichung der Großbetriebe das Wort geredet hat. Wer die bisherigen Rufer im Streit müßten eben in die zweite Linie zurücktreten. Wenn der Zedlitzsche Vorschlag befolgt werden sollte, müßten allerdings die leitenden Männer beider Ausschüsse nebeneinander und zusammeuarbeiten. Und .Herr v. Zedlitz ruft nach einem Mittler, nach einem dritten, außerhalb beider Ausschüsse stehenden Dttrnue: „Wer diese Aufgabe mit Aussicht auf Erfolg in die Hand nehmen will, muß ein völlig unabhängiger Manu von sehr kräftiger vaterländischer und dabei doch maßvoller Gesinnung sein und sich großen Ansehens und Vertrauens erfreuen." Wäre vielleicht Fürst Bulvw, der in seinem Buche über deutsche Politik kräftige Kriegsziole verlangt hat, für diese Ausgabe der richtige Mann? Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 11. August. (WTB. Nichtanttlich.) Amtlich wird verlautbart; 11. August 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Front des Feldmarschaileutnauts Erzherzog Karl. Unser«' K a r p a th e n t r u p p e n hab.'u südlich von Zabic nm-Rich starke russisch? Angftsft' abgeschlagen. Nord- üstliw von S ta n i s l a u unD südwestlich von M o n a ste r - zyska griff der Feind wieder mit überlegenen Kräften an. Er errang wohl einige örtliche Erfolge, wurde aber schließlich nach hartem Ringen zum Stehen gebracht. Die in diesem Raume kämpfenden Streitkrüste sind im Begriffe, jene Räume zu erreichen, die ihnen angesichts der Kräfte- Verschiebung des Gegners Angewiesen worden sind. Dre Russen haben Delathn und TySmienica besetzt. Auch Stanis- lau ist von uns ohne Kampf geräumt worden. Front des GeneralfeldmarschallS von Hindenburg. Südöstlich von Zaloeze wurden russische Massenangriffe durch Gegenangriff abgeschlagen. Ebenso wurde bei Tro sein nie c der Feind blutig abgewiescn. Im Sto- chodbogen von Kaszowka nahm eine österreichisch-ungarische Abteilung eine feindliche Vorposition. Bei den Truppen des Generals Faty erstickten neuerliche Uebergangsvcrsuche des Gegners in unserem Artilleriesperrfeuer. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front erneuerten die Italiener ihre Anstrengungen gegen den Abschnitt von Plava und griffen auch unsere neuen Stellungen auf den höhen östlich von Görz mit beträchtlichen Kräften an. Alle diese Angriffe wurden abgeschlagen. Ebenso scheiterten mehrere Vor flöße des Feindes in den Dolomiten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren V o j u s a Geplänkel. Sonst nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. h ö f e r, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zurSee. In der Nacht vom 10. auf 11. wiederholten unsere Seeslugzeuggeschwader den Angriff auf Venedig. Arsenal. Bahnhof, die Außenwerke und Außenforts wurden ausgiebig mit Bomben belegt. Gute Wirkung und Brarrde \m Arsenal und in den Bahnhofsanlagen konnten trotz des herrschenden Gewitterregens einwandfrei festgestellt werden. In der Luftschifflmlle von Campalto wurde ein Volltreffer erzielt, ferner wurden die Batterien m Grado und an der Jfonzomündung erfolgreich mit Bomtzen belegt. Trotz des sehr ungünstigen Wetters und des heftigen Adwehrfeuers sind alle Flugzeuge unverfehrrt eingerückt. Flottenkommando. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 10. Ang. (WTB.) Mricht deS haupt- lMrrtiers. Von der Jra kfronk und der persischen Front liegt kein Bericht vor. An der Kan k a s n s fron t auf dem recht«: Flügel besetzten unsere Truppen vollständig die höhen nördlich, östlich und westlich von Bi t l i s; sie gerieten auf der Verfolgung in Kamps Mit Teilen der feindlichen Streitkräfte, die im Engpässe von R a n o v a sich zu halten bemühten. Ein anderer Tell unserer Truppen verfolgt enerqisch den Feind, der sich nach dem weltlichen Ufer des Wansees hin zurückzieht. Unsere Abtellungen nahmen aus der Verfolgung 20 feindliche Soldaten nördlich von Musch gefangen. Feindl:ck)e Truppen, die sich am östlichen AuÄgmrg des Engpasses von Buglan verteidigten, wurden nach der Ortschaft Ziaret östlich des genannten Engpasses zurückgedrängt. D:e Verfolgung des Feindes im Abschnitt von O gm o t t hält an. Unsere Truppen, die in Richtung Kighi operieren, warfen in einen: Eingriff den Feind, der sich dort zu halten bemühte, in nöck>- licher Richtung zurück. Sie besetzten am 27..Juli die Ortschaft K^h:. 80 tote Feinde, darunter zwei Hauptleute, ttmrden südlich von Kighi gezählt. Eine unserer Patrouillen in der Stärke von acht Mcnm hatte nördlich von Kighi einen Zusamweirstoß nti± einer ans 20 Mann bestehenden ftindlichen Patrouille, von der sie 18 gefangen nahm. Iw Zentrum und am link«: Flügel entfaltet der Feind große Tätigkeit, um seine Stellungen zu befestigen. In einem überraschenden Angriff, den wir vorgestern gegen einen Teil der feindlichen Stellungen richteten, nahmen wir dem Feinde Gefangene ab. machten Beitte und verjagten den Feind aus dieser Stellung. Der Gegenangriff des Feindes wurde mit Verlusten sür ihn zurück- geschlagen. Von deragyptischenFrontist kein Ereignis zu berichten. Nach Aussagen von Feinden, die :vir im Kamjps bei Katig gefangen nahnren. wurde ein feindliches Kavallerie-Regiment fast vollständig ausgerieben. Alle Offiziere wurden getöter und drei Geschütze zerstört. Am 22. Juli verlor der Feind drei Flugzeuge im Luftkampf oder durch Feuer unserer Abwehrgeschütze. In der Umgebung von Mou ham d i e und Roman: warf unser Luft- geschioader uftt Erfolg mehrere große urw mittlere Bomben,auf ein feindliches Lager. Kämpfe bei Mekka. Konstantinspel, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter erfahren, haben die bei Mekka opervererchen türkischen Stteittt'äfte die Anhänger des ehemaligen Emirs Hussein aus ihren Versckanzungen im Afchar-Paß, 80 Kilometer südlich Medina. vertriebe::. Eine Kantelreitetkompagnie der Aufständischen ergab sich mft ihren Waffen. Ter Scheich Achmed el Mansur. der die alljährlicher: Pilgerkaralvanen eskortiert, hat sich unterworfen. Der treugebliebene Sckioich von Rabign erbeutete bei Dscheddah die Zufuhren Husseins, dessen Meiste Anhänger sich in die Wüste und in ihre .Heimat zurüchogen. Der italienische Bericht. Rom, 10. August. Nachnftttags 4lll>r: Die Operationen in der Zorw von Görz dauern mft Erfolg fort. Nachdem die Brücken repariert worden sind, dauerte gestern der U eher gang unserer Truppen ans das linke Jfouzo-Ufer fort. Kavaller:« und Radfahrer drangen östlich der Stadt vor und wurden von einem lebhaften Feuer empfange::, das von den benachbarten höben und der Linie von Bertojba -Biglia Ikt kam (höhenrand südlich von Görz, der etwa der Straße Görz—Men:a folgt. Vertvrba lugt an dieser Straße, Biglia dicht östlich von Merrva.) Unsere tapferen: Schwadronen grifftn an mrinwn Punkten den Feind gllmzend an. fäfftat ihm schwere Bettusie at int b nahmen ihm einige hundert (#efcmffeTte a£. Auf dem Karst drückten -unsere tapferen Truppen in ernem heftigen und harten Kampfe mächtige Linien der feindlichen Lerschanzungen nordwestlich) des Monte San Michele m bei Umg-efcura von San Martins ent 'Midi besetzten kleine ^.bcuder- Auf den Stationen, wo die Gefangenen gesammelt werden, zahlen wir bis jetzt 268 Öftere und 12 072 Mann. Tie Gefangenen, strömen fortgesetzt zu. Der Gegner versuchte am gestri- gen^ -rage ur der vergeblichen Absicht, unsere Aufmerksamkeit zu zeritreuen oder unfere Tätigkeit am unteren Jsorrzo zu verlang- -anien, heftige unerroartete Angriffe oder führte an verschiedenen Enklen des Restes der Front heftige Beschießung aus. Solche Attwneu sanixu: auf dem Tonaro, im Judiearum- und im Laga- rriia-Lale, auf dem Painbim auf dem Monte Cimone, im Tra- Mgnola-Tccke und ans dem Mrzl (Monte Nero) sratt. Ueberall behaupten wrr unsere Stellungen. Gin Geschtvader von 18 Caproni, das ppn Rieuiport-Verfolgungsapparaten begleitet war, machte gestern erneu glänzenden Vorstoß gegen die Berpflegungsslation' pon f^ruaclana und Dornberg.- mehr als 3 Tonnen mächtiger Ex- plchlvstosfe wurden mit sichtbar wirksamen Ergebnissen auf die Eiienoaynanlagen und die militärischQi Magazine geworfen. Trotz des peners der ^lbwehrbatterien und der imederholten Angriffe! vtw ferndlicheii Flugzeuge, poii denen eins abgeschossen wurde, lehrte das tapfere Geschwader wohlbehalten nach seinem Aus- gangspunkte zurück. Feindliche Flugzeuge warfen gesterii zahlreiche Bomben ckuf Vcnrsdig. Gs waren 2 Tote in der Bevölkerung ulid einiger Schaden zu beklagen. Türkische Truppen an der Ostfront. Berlin, 12. Aug. Wie das „Berliner Tageblatt" aus dem KrDegspressequartier Meldet, sind unlängst größere Transporte türkischer Truppen au die Ostfront abgogaugen. Es waren fast durchweg stvamnre junge Leute zwischen 25 und 35 Jahren, fast alle ans den afiattsävn Provinzen stammend. Die Ausrüstung der Türken ist ffmkelnagelneu. und bequem. Verschiedene hatten bereits am Sue^Lanal oder auf Gallipoli mit gekämpft. Bon der feindliche» mazedonischen Front. PariS, 11. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Auf Wunsch des Genevals Sarrail! Jrtufflbe ihm General Cordonnier beige-- ordnet, um dre svanzösisckfen Divisioiien unmittelbar zu befehligen, ^irrrail wurde beauftragt, den Oberbefehl über die gemeinsamen Strettkräste der Allnatten in der Gegend von Salonicki zu übernehme. Der Reichskanzler in Wien. Wien, 11. Aug. (WTB.) Der Reichskanzler v. Beth- nrann H>vllweg und Staatssekretär v. J-agow begaben sich vormittags IO /2 llhr nach dem Ministerium desAeußern, wo sie mit dem Minister des Aeußern Baron B u r i a n eine zweistündige Unterredung hatten. Um iy 2 Uhr nachmittags nahmen der,Reichskanzler und der Staatssekretär als Este Baron Buriarrs das Frühstück im Schönbrunner Stöckelgebäude. Der Reichskanzler wurde spater vom K a i ser in Audienz, empfangen. Kürz darauf empfing der Kaiser auch den Staatssekretär v. Jagow. Wien, 11. Mrg. (WTB. Nichtamtlich.) Zu Ehren der Anwesenheit des Reichskanzlers fand abends beim de-ttscheu Botschafter von Tschrrschky und Gemahlin inr Botschaftspalais mn Abendessen statt. Erschienen waren der Reichskanzler, Legations- rat Graf Zech, Staatssekretär von Jagow, der Minister des Aenßern Baron Burian mit dem ersten Sektionschef, Botschafter Freiherr von Maochio, KrbinEhef Legationsrat Graf .Hoyos, der gemeinsame FinanAmtnister Kverber, .Kriegsminister Gencral- vberft Fvecherr von Krvbattn, Mmfftzerialpräsident Graf Stnerak u. a. M. Die in Rutzland. Berlin^ 12. Sbeg. Wie der „Bsttiner Lokalartzeiger" ans Kopenhagen mttdet, Lcherte sich ein amerikanischer Groß- der gm Rußland bereist hat, Über Stimmung vxfo ZnstLnde in Rußland folgendermaßen: ©? herustht die Mge- meirve Ueberzentzung vsr, daß Rußland die Belastungsprobe eines Mmen Winterfelbzugetz nicht müyv aushalten kann. Die (Not s« infolge der unzulänglichen Organisation und des schr.rnken- lojen Wuchers entsetzlich, die Kindersterblichl^it infolge des Milch- mangels sehr groß. Die Hoffnung auf die militärische Nieder- zwurgrmg Deutsästands sei erloschen. Die Finanzlage Englands. London, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Bei Beratung der Finauzbill sagte Fmunzminister Mac K e n n a: Unsere Gefmrttverschuldiiug wird für Ende März 1917 auf 3440 Millionen Pfund (gleich 68,8 Milliarden Mark) angenommen. Nach Abzug der 'unseren Alliierten und den Donttnien gewährten Vorschüsse im Betrage von ungefähr 800 Millionen Pfund (gleich 16 Milliarden Mark) be- träch die Schuld netto 2640 Millionen Pfund (gleich 52,8 Milliarden Mark). Das geht gnnz über alles Maß dessen hinaus, was wir je gekannt haben. Das gesamte Nattonav- ein kommen beträgt ungefähr 2 700 Millionen Pftmd (gleich 64 Milliarden Mark), so daß die gesamte Nationalschuld ungefähr dem jährlichen Nationaleinkommen gleichkommt. Das ist rrrcht als eine unerträgliche Last zu betrachten. Wir geben täglich auf dem Festlande mehr als eine Mllion wahrscheinlich nahe an zwei Millionen Pfund (40 Millionen Mark), fiir eigene Rechmmg und Rechnung unserer Alliierten aus. Mac Kenn« verteidigte die Finanzpolitik in Bezug auf, die kurzfristigen Sicherheiten und sagte weiter, wenn bte finanzielle Verschuldung es rechtfertige, werde man ohne Zögern eine Anleihe auflegen und das Versprechen auf Umwandlung der schwebenden KrieasschuLd in Anleihen erfüllen. Der Seekrieg. Marseille, 8. Aug. (WTB. Nichtanttlich.) „Central News" melden: Der Dampfer „Ascar" ist in Algier angekommen, nachdem er von einem deutschen U-Boot mit 30 Granaten beschossen worden war. Die Ankunft eines französischen Hilfskreuzers veranlaßte das U-Boot, zu verschwinden. London, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der Schoner „Demarie" ist versenkt worden. L 0 n d 0 n, 11. Aug. (WTB. Nichtanttlich.) „Daily Telegraph" meldet: Die beiden Schiffe „A g e n d a" und „P r e- ference" sind vom Feinde in Brand geschossen worden und gesunken. London, 11. Aug. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reuterschen Dnreaus. Der foa nz ö sische Se g ler „Annette Marie", der franz. Dampfer „Hennry Elise", der Dampfer „Robert" und der Dampfer „San Bernardv" aus Glasgow sirrd versenkt worden. Die Besatzung des „San Bernardv" ist gerottet. Bern, 11. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet aus Toulouse, daß der spanische Dampfer „Gans- kogo r ta Men di" (3061 Tvmren), der der Gesellschaft Solay Amar in Bilbao gehört, am 9. August von einem osterreichisch-ungarischeu Unterseeboot versenkt worden ist. Die ans 24 Mann bestehende Besatzung wu.rde in zwei Rettungsbooten in Port Vendres gelandet. Der englische Dampfer „Bayeraig (?) hat in Marseille die Märrnschaft des englischen Dampfers Imperial" (3818 Tonnen), der kürzlich im Mittelmeer versenkt worden ist, gelandet. Kopenhagen, 11. Aug. (WTB. Mchtamtlich.) Der dänische Dampfer „Danevang", mit zugeschnitte- nein Holz von Haparanda nach Hüll unterwegs, wurde in der Nordsee von einem Unterseeboot to rpeh i'e r t. Die Besatzung wurde gerettet. Kristiausand / 11. Aug. (WTB. Mchtcmrtlich.) Der zwischen Kristransand und .Höganäs verkehrende schwedische Dampfer „Enid" hat 16 Mann der Bes^atzmig des Berge- ner Damp fers a g narck" gn Bord des-Oxc>er Lotsen- scyrffes gebracht. „Ragnarck" war von Gothenburg am 5. Augirst abends nrit Stückgut nach Rouen ab gegangen Am 7. August sank das Schiff mitten in der Nordsee binnen 2f/ 2 Minuten nach einer Explosion. Die Besatzung wurde von einem schwedischen Schoner aufgewunmen und später auf den „Enid" übergefichrt. Da die Explosion im Achterteil stattfand, so ist sre nach Ansicht des Kapitäns nicht die Wir kung einer iNine, sondern auf eine im Lastraum mtter gebrachte Hö-llemnajchine zurüötzuführen. Die holländische Brotausfuhr nach Velgieu. Berlin, 12. Aug. Nach dem „Berliner Tageblatt" berichtet das hollLndis^ Blatt Het Bolk", daß infolge beTAnhaltung ?--°J I( L nb . I1 ^ cr Schiffe m'Tt Getreide durch die en^ lilche Regierung du hoiländische Brotausfuhr nach Belgien für dnse Wost-e um vre Hälfte verringert worden sei und nächste Wock» ganz eurgestellt werden würde. * Aus Irland. . August- (WTB. Mchtamtlich., Dar rS° misch-knthvlttche Bischof von Limerick wendet sich gcgenj J' l ! l€ s ch iv i s t über den Pätriotisuvis, die in den Schuleii snnm Dwzese verbreitet wird. Der Bischof erklätt, daß die Flug- Rekrutterungsmanifest sei, und w-nrn man sie wvlle, sMride das vermutlich einen un- l^porrusen. In diesem Augenblick, er- Tlttland pn, aller» dav nnd drc vielen anderen Beispiele voii Ziverdeuttgkett, dir soebm rm ^Parlament enthültt nwcden sind hab-nr das iNsche Volk in eine Stnmmmg versetzt, daß es von Ena- Imid keme Lehven über Patriotismus mshr anninwtt. London, 11. August. (WTB. Mchtamtlich.) Die Arbei- terpartei versammelte ffch gestern im UMerl-ause und nahm eu:,e Entschließung über die I ren f r a ge an, in der^ bedauert wird to'ö eine vorlcnmge B ilegung der Homerule-Streüftage für die Dauer des .Krieges nicht zustande gekommen ist, nnd die den iri- ld>en Nationalisten wegen des nstederholten Aufschubes K>r (frfüfe unrg ihrer nationalen Münübe ihre SümvatLie aus spricht Der verkauf der däufsch-Weftindrscheu Inseln. Kopenhagen, 11. Mig. (WDB.) Jtn gpleething ivurde Festem das Gesetz, über den Verkauf der dänisch-westindische n I n s e l n in erster Lesung beraten. Ter M i n i st e r des Aeußern erklärte, für die Regierung sei der Umstand l>e- stttnmend gervesen, daß der dauerrtde Besitz dieser ferneii Inseln eine Gefahr für den dänischjen Staat bedeuten könne, der dort in streit:gketten verwickelt werden könnte. Ter Führer der oppiv- fftivnellen Linken, C'hriftenseN, erklärte, er könne nicht glauben, bütj eine große Gefahr entstehen kömtte, denn diese würde eine Beleidigung eures großen irr Frage Sommenden Staates serrr, Er empfahl, während des! Krieges keine endgültige Entscheidung^ zu tvefferr. Tie Angel-ogenhert erscheine oendeir? Die Regierung halte sich vestpffrchitet, dem Wunsch eines großen Staates nachzugeben; ec bedauere, dag die Fahne ein gezogen werden müsse, aber wenn ein Orkmr rase, müsse man fix^ üxm beugen . Ter Minister erklärte es für Mrmvglich, die Angelegenheit aufzuschieben,- aber warm das 6>esttz abgelehktt werden sollte, fei die Regierung bereit, eincNi neuen Reichstag die Entsch-idrmg zu überlassen. Jedoch falle di-e Bevakttwrtun g für die etwaigen Folgen eitrer solchen Vermögen mg auf den Reichstag. Der Minister des Aeußern sagte, die Lage her ernst, wenn die Angelegenheit aufgeschoben würde. Er betonte dhß der gegenwärtige Reickistag durchaus zuständig sei, eine Ent^ s-cheümng zu tteffen. Tie Beratungen werden heute sottgefetzt. Ans Stadt unk Land. Gießen, 12. August 1916. Ssnntagsgedanken. Haß ikberflntzet die Welt. Seit mehr als zwei Jahren. Heimlich, lang, langher muß sich das schmutzige Wasser an- gesamnrelt haben aus tausend dunkeln Quellen. Mm ist aus den Gerinnseln ein Sttom, aus dem Strom ein Meer geworden, eine Sintflut, in der Liebe und Güte zu versinken drohen. Wir wollen die trüben Quellen hier nicht Untersuchen. Genug, der Strom Und das Meer sind da. Was hülf e es dem. Ertrinkenden, wenn man zuvor, ehe mau ihn zu retten suchte, eine lange Nachforschnug nach den verborgenen Ursprüngen der SittirmMtt anstelleu wolltet Ich bcnte es gilt zugreifen, das Rsettungswerk vollzichen. tun, was der Augenblick gebietet. Ist denn Rettung überhaupt möglich? Wo sind die Kräfte, wie benennen sie sich, die schweren Kampf gegen das Ungeheuer mrfnehmen könnten? Die Kräfte sind da. Langst haben sie unter uns auf deutscher Erde fröhlich gedeihen wollen. Kampferprobte deutsche Helden haben sie in sturmbewegtem Leben für sich errungen, sie in dem' Gemüt ihrer Heben Deutschen groff- ziehen wollen. Ich sage mit Bedacht: kampferprobte Andere herbeizurüfen, wäre in dieser Zeit ein vergebliches Bemühen; sie würden die Luft, die -wir atmen, gar nicht zu ertragen wissen. Aber Kampfer, wenn die reden, die hören wir doch. Wer aber kann nrrs detttffche Helden nennen, deren Leben nrehr Kampf gewesen wäre, als Luthers nnd Lessitras'? Zorn, wenn man will: auch .Haß, haben leidenschaftlich in rhrer Brust getobt. Und doch waren sie überzeugt, daß das Letzte und ^ Höchste die Liebe sei. Wenn man Gott malen wollte, meinte der eine, dann müßte man ein solch Bild treffen, das eitel Liebe wäre. Und wieder, wenn mcur die Liebe bilden ws-llte, dann mühte man ein solch UM macherr, das Gott selbst wäre. Kann er '.wch höher hinaus? Äll- rnächtig denkt er den einen und die andre. Und der zwette, den ich nannte, schrieb in schwerster Kampfz^t seines Lebens eine Keine Schrrst, der er den wunderlichen Titel gab - das Testament F-hannis. Das Testament I-shEris^ Es ist apo- kryphisch, sagt er, aber daumn nicht minder gvEch Das Testament des greisen Alwstels, von dem eine sagenhafte Kunde berichtet, lautet kurz, sehr kurz: „Kinderchen liebet einander^'! Warum so kurz? ,LSell das allein, das allein 1 wenn es ge^cyleyr, genug, ynttangncy genug t|E." Mehr c 1 genug läßt sich ja wohl wieder nicht bieterr und fordern. Das ist beides freilich an noch ältere Worte angeknüpft, die nicht ursprünglich auf deutscher Erde heimisch sind. Wäre es darum minder wahr? und minder Veuffch? Mit den Narren freilich, die die Weltgeschichte am liebsten auf deutschem Boden anfangen lassen nwckuen, verhandle ich lieber nicht. Deutsche jedenfalls haben der Gewißheit gelebt: Liebe, eine andre Kraft, dem Haß zu steuern, gibt es nicht. Aber wenn sie sich nun einnml nicht lieben lassen wollen? Ich rede ja garnicht zu ihnen, und will darum auch nichts von ihiien reden. Wir haben vor der Hand genug mit uns selbst zu tun. Genug und übergenug. Urrd wenn ich nicht weiß, wie der Flut des Hasses in der wetten Welt zu wehren sei, da sehe ich doch, wie Liebe allein uns helfen kann in Heimat nnd Vaterlarid. Wenn man die Geschichte dieses Krieges erzählen wird, dairn wird man nicht nur reden von Kämpfen und Schlachten, von Gas- und Fliegerbomben. Man wird auch reden, und zwar mit hellen Zungen, von dem, rvas die Liebe getan, die Wuitden zu heilen, der M>t zu wehren, das Elend zu lirrdern. Sollten die Tausende und aber Tausende, die in dieser Zeit Liebe zu üben lernten, nicht in gcm* neuer Weise dies Glück helfender, wirkender, schaffender Liebe erfahren l)aben? Und wie sie's in sick) erfahren, sollten sie mit ihrem Empsinden und Tun nicht eine Saat der Zukunft in deutscher Seele geworden sein und immer weitex werden? Der Haß wird doch vergehen, aber die Liebe wird bleiben. Eck. » ** Amtliche Persona ln achrichle». Der Groß- Herzog l-at am 9. August den Lehramtsäffessin: Tr. Eduard ^tohr aus Gießen zuM Oberlehrer an der I^cckschule m Mm mtb den LchraiMsiassessior Karl Emmel aus Vacha (SLftsen-Wettnar) zum Oberlehrer an der Realschule und dem Prvgymnajmm zu Alzey ernannt. ^ * nn*,-5 U r? ^ e * d) n u n ? c n - Don dem Großherzog wurde wlltar-Danitätskreuz verliehen an Medizinalrat Dr. O s w n I b, Medizmalrat Dr. Wagner, Sanitätsrat Dr. Alker, Dr. H o s- m a n n, Sanitätsrat Dr. K a e ß, Sanitätsrat Dr. S ch l i e p h a ke. S ein 25jShrrgeS Arbettsjubiläum begeht Mon- tag, den 14. August, der Schneider Hermann Müller bei der Firma I. Pfeffer. ** Rinderkraftfleisch und Leb'erwurst in Dosen werden im hic-siaen Schlachchvfe am Mvntag von ^ 12 und von 3—6 wieder ohne FleischUrarken «ch- 10 gegeben. ** D^r Verschönerungsverein Gießen hat b« Ausbruch des Krieges 500 Mark fürs Rote Kreuz gespendet Da di ihm Wetter zur Verfügung stehenden MittÄ durch die Faffun vcrschredener Quellen, durch die Ausstattung von Wegen mit Rtühr banken, dre Errichtung der Schutzhütte am alten Annerödcr Wo (Kotzlettreg) aufgebrauäst sind, sieht sich -der Verein gezwungen Jahre eineir Beitrag z-u erl-eben, inrumn im Jvhc 191o uberhtnrpt abgesehen war. Der Beitrag ist tn Anbett»ch der Krregszett aus 1 Mark ermäßigt. Ohne diese Urttersd'chung dre um so dringender notwendig ist, als böswillig beschädigte Au lagen wieder hergestellt werden müssen, wird der Weiterbe stand des Verems in Fra ge gestel11. Da dies für unsev Vaterstadt emen sehr fühlbaren Verlust bedeuten wi'irde, wett« hosfimttrch,, dem^ Verein von Mttgliedern und NichLnttchüedern me stchi seiner Einrichttlngen zu erfreuen haben, die ^wtwerrdig« Mrtrel wreder zuflreßen. ** Entwendet wrrrde aus einem Garten d« Hinteren Wilhelmskrcche verschiedenes Gartengeräte: Spaten Rechen nnd .Hacken, gezeichnet „R. W." und „C. D.". Sach drenlrche Mitteilungen nimmt die hiesige Krrmtt«ckvoltte entgegen )** Das heutige Kreisblatk enthM folgende Bekannt machungen: Aendenmg der Bekauntmachmrq über die Sichenm der Ackerbeftellung vom 31. März 1915, Verkehr mit Tauben. ^hr unt Mchllatten, Einschränkung des Fahrrabverkehrs Ergänzung der Bärord-nung über den Händel mit Lebens- ms Futtermitteln und zrrr Bekämpfung des Kettenhandels, Kmtvffü t'rescrrmg, Regelung des Bettrauchs mm Brot und Mehl acrs de Errttc 1916 im Mmrmunalverband (Kreis) Gießen, Brottartou Nachweisung für vorüüeraehend anweserkde Persom-n, (Gesuche va Landwirten um Ueberlassimg von Mannschaften zur Hilstteistun- m der Landwirtschaft. Landkreis Gießen. "Bellersheim, 11. Aug. Leutnant und Kompagnie iührer Adolf Math es, der schon im Besitz des Eisernen Kreuze 2. Klaffe und der Heff. Tapferkeitsmedaille war, wurde fünlic mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Kreis Büdingen. ad. Büdingen, 12. Ang. Landwehrmann Gg. Meuse erhielt aus dem russischen Kriegsschauplatz die Hessische Tapferkeits medaille. na. Borsdorf, 12. Llug. Auf dem! Felde der Ehre fort gefoffen: Otto Koch Gebrüder Otto und Ludwig Schmidt 5)einrick^ Jäger, Heinrich Döll, Willi Schmidt und Willen Fleischer. Vermißt .[mb: Martin Döll I., Otto Klaus Rudolf Scherer und. Otto Michel. In russischer Gefangenschaf beftndet sich Geftetter Heinrich Michel. — Das Eiserne Kreui haben erhalten Willi Schmidt, gefallen, Untervffsiier Eise- und Wehrmann Wilhelm Michel: die Tapferkeitsmedaille Landst Gefreiter stein, Wkhrmänn Otto Kirchner, Res. Otto Döll und Otto E i s e r. — Die Spende für die Kriegsgefangenen bettiv 118,80 Mark. 4- Hirzenhain, 12. Aug. Schon wieder forderte de, Krieg ein Opfer arrs unserer Gemeinde. Im Feldlazarett flarl nach schwerer Verwundung am 3. August der Musketier Heinriö Seum, der einzige Sohn unseres Bürgermeisters, den Heldentat sürs Vaterland am 4. Llugust. na. Kohden, 12. Augirst Richard Lind, der als alliva UntevofflZier bei Kriegsbeginn mit dem FeDattillei-i^.Regimvn Nr. 61 ins Feld zog und schon vor lairgerer Zeit das Eiserne Kr«p erhielt, ist z-um etatsmäßigen Wachtmeister befördett worden. - Me Hessische Tapfetteitsmedaitte erhielt Vizefeldivebel H. Wol -aus Nidda, bei eiriem Pionierregiment an der S mcme stehend. Da^ Eiserlre Kreuz besitzt er bereits. na. Nidda, 12. August. Vermißt wird fett 20. Juli Lehre, Fritz Geiger, Nnter-offtzier bei sttvem Insanteris-R^iEtt in Westen, sett 16. Juli NTetzgergeselle Heinttch Orth, mbe nah men an der Somme an den schweren Kämpfen teil. 4- Ortenberg, 12. Aug. Der Maurer Wilh. Kneip, von hier, der seit Beginn des Ktteges bei einem Landwehr°Regi ment im Felde stcht, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Kreis Alsfeld. 0 %. Eudorf, 12. Aug. Dem Unteroffizier Heinttch Steuer n a q e l dahier wurde das E i s e r n e K r e u z zweiter Klasse ver- ttehen. Im vergangenen Jahr wurde er mit der Hessischen Tap^- kertSmedaille ausgezeichnet. 02 . Romrod, 12. Aug. Forstmeister Nikolaus. Rvai° mentsadjutant im Thüringischen Inf.-Regt. 94, ivurde mit dem Ersernen Kreuz ersterKlasse ausgezeichnet. Kreis Lauterbach. n ,,^ a : \ ra ^«5 e J^r H' Die am vorigen Samstag hier ^ttgeffmdene Krrchensammlung des Kirchspiels für die Kriegs- beschädigten ergab 37 Mk. * . Ifc I 1 - A>>». Tie 95oI.tSfpe.ibe ffl, mifett beutfrf)«,. RrtegS. und Zioi>-,efmnie,.°n betrug in hiesig« Gemeinde 94 Mk. 20 Mg., die Jiollcttc fiic die Kriegsbeschädigte,i m der Kirche am vorigen Sonntag 36 Mk. a iq cl a, r 6 ,Q,L ä ' U *3 u 0* Johannes Herchenröder II. ist am 19. Jul: 1916 vor Verdun gefalle». Kreis 3 rtdrtert oft. Friedberg. 12. Atrg. Dem Ersatzreservisten Gottfried Langstrof im Landw.-Jnf.-Rgt. 81 wurde die Hessische Tapfer- keitsmedaille verliehen. Kd. Bad-Rauhe int, 12. Äug. Tos Wirre Wetter der letzten Zeit beeinflußt das Kurlebcn sehr günstig. U-cbcrhaupt ist der Besuch Bad-RaulMnts in diesem Sommer bis setzt über alles Erwarten gut gewesen. Tie Gesamtzahl der Kurgäste beträgt zurzeit 22 227. Es sind auch viele österreichische, ungarische, türkische irnd bulgarische Offiziere hier. Zum Besten der Deutschen Krieger- fürsn-rge für die Verbündeten (Deutsches Genesungsheim) fand kürzlich aus der Ktirhairsterrasse bei Toppelkonzert ein Rosen- verkaus durch junge Damen statt, der ein sehr befriedigendes Ergebnis e^ielte. Die musikalischen Darbietungen der,letzten Zeit brachten viel ZnLcressanteö. Tie vorzüglich' KlavierLiirrstlerin Adele aus der Ohe spielte in einem Philharnronischen Konzert, Wiesbadener Bühnenkünstler gaben einen Rich«rd°-S trau \y Abend, Robert Kothe sang seine reizenden deutschen Lieder und Balladen zur Laute und im letzten Philhcrruvonischen Konzert — einem Max-Reger- Abend — spielte der ausgezeichnete Geiger Gustav Davemann aus Dresden. In der nächsten Woche wird durch erste Frankfurter Bühnenkräfte der Rigvletto gegeben werden. Q. Bad-Rau heim, 12. August. Dem Andenken des verstorbenen Max Reger gewidmet, kamen im gestrigen Phil harmonischen Konzert der Kurkapelle vier Tondichtungen nach Böck- lin'schien Bildern und ^Variationen iM Schlnßfuge, über ein Thema von Mozart, des vornehm empfindenden Komponisten zur Erstausführung und erzielte bei dein gut besuchten Saal eineii vollen nachhaltigen Erfolg. — Fähnrich Hermann Fvrger von hier wurde zum Lentnont befördert. 0 ». T r a i s - M ü n z e n b e r g , 12. Aug. Dem leitenden Arzte des Seuchenblocks im Kriegsgefangenenlager Ohrdruf i. Thüringen, Tr. M. M o r e l l von hier, ist das Hessische Militär-Sanitässkreuz verliehen worden. --- Vilbel, 12. August. Die Friedberger Kreisschulkommission hat den hiesigen Schulkindern das Tragen von H o l z 4 schuhen und Holzpantoffeln, vor allem aber-das Barfuß geben Miss dringendste ans Herz gelegt. — In den öderen Klassen fällt, wenn die -Grutcarbeiten besonders drängen, der Unterricht von früh 10 Uhr an aus. Starkenöurg und Rhemhessen. Wb. Mainz, 11. Aug. Der Kommandant von Mainz, Generalmajor von Ruville, ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches unter Belastung in seiner bisherigen Dienststellung und unter Verleihung des Sterns zum Kronenorden zweiter Klastc zur Disposition gestellt worden. 5e. WormS, 12. Aug. Auf dem städtischen Obstverkauf wurden gestern für Mirabellen 35 Pfennig für das Pfund gezahlt. ch. Dom Rhein, 12. August. Vorgestern früh ist die Fahrt der Köln-Düsseldorfer Dampfer nach Mainz ausgefallen, da der Dampfer ,Kaiserin Friedrich" einen Maschinenbruch erlitten hatte. Int allgemeinen ist der Verkehr auf den Rheindampfern ganz bedeutend, und nicht nur die Dampfer der Köln-Düsseldorfer Gesell- '■ schast, sondern auch jene der Niederländischen Gesellschaft weisen eine starke Besetzung ans. Auch die VerwuntxUen unternehmen viele DMTtpisersalyrten. Von Koblenz aus werden von den Dampfern der Niederländischen Gesellschaft wöchentlich viermal je 30 bis 40 Verwundete von Koblenzer Lazaretten unentgeltlich zu einer Fahrt mitgenommen. Hessen-Nassau. st.Aus dem Kreise Marburg, 12. Aug. Dem Wehrmann Siemvn aus Wehrda mmrde das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. — Im Gehöfte des Bürgermeisters Bingel zu Ilschhausen brache vorgestern abend ans unbekannten Ursachen Feuer aus, wobei eine gestillte Scheune in Flam'nven aufging. --- Frankfurt a.M., 11. August. Ein gewaltiger Gewitterregen ging heute mittag bei halbstündiger Dauer über Frankfurt nieder, wie er hier seit langen,. langen Fahren nicht beobachtet worden ist. Die Fluten stürzten mit solcher Wucht her- nßeder, daß die Kanäle nicht im stände waren, die Riesenmen gm« zu schlucken. Dabei herrschte eine Finsternis,^ daß man in dev Zimsitzarn die Lampen anbvennen mußte. Die Niederschlagsmenge betrug nach Mitteilungen des Physikalischen Vereins rund 65 Millimeter, wovon auf die Zeit von 12,35 Uhr bis 2,25 Uhr allein 58,2 Millimeter kamen. Damit wird der bisher beobachtete niederschlagveichste Tag, der 17. Juni 1885 mit 64,0 Millimeter noch um 1 Millimeter übertrofsen. Mit 65 Millimeter ist aber auch ein Zehntel der gesamten Jahresdurchschnittsmenge, die im Mittel für die Jahre 1857 bis 1207 596 Millimeter beträgt, am 11. August 1916 erreicht worden. = Frankfurt a. M., 11. 2ürg. Jü einem Lagerhaus der Reederei Carl Presser u. Co. am Osthafen entstand heute früh gegen 3 Uhr ein Brand, der an den im Dachstühl lagernden großen Futtervorräten und Sacklagern reiche Nahrung fand und sich, in wenigen Augenblicken auf das ganze Dachgeschoß ausdehnte. Der gesamten Feuerwehr gelang es in fast zweistündiger Arbeit, ein Uebergreisen des Flamürenmeeves auf die unter«: Lagerräume zu verhindern. Tie dlusräumiungsarbeiton währten jedoch, noch bis Mittag. Als Ursache des Brandes wird Selbstentzündung der Vorräte angeiumrmen. Der Schaden beträgt etwa 80 000 bis 100 000 Mark. --- Bad Homburg v.d. H., 11. August. Wahrend der kürz- lichen Anwesenheit des Kaisers in Bad Homburg stellte ein langjähriger Kurgast der Kurdirektton den Betrag von 10 0000 M k. zum Ausbau des Die Stadt Hanau wird zum Dörren und Trocknen von Obst und Gemüse auf ihrem Grundstücke aM Sandeldamm eine große Trocknungs- und Dörranlags errichten. Mit Erzeugern aus der Umgegend sind Verträge über Lieferung von Obst und Gemüse abgeschlossen worben. — Der hier mit seiner Mutter zu Besuch weilende 7 Jahve alte Sohn sdes Zollinspektors Rinteltzn aus Oberlahnstein wurde auf der Straße von cn*an Automobil erfaßt und totgefahren. — Rechh mager ist für die Gläubiger der Konkurs des Landwirts Johann Dietrich Bauer, auf Gut Jäger Hof in Unterfranken, verlaufen. Bei der Schlußverteilung sind an nicht bevorrechtigten Forderungen vorhanden 153 296 Mk., denen ein verfügbarer Massenbestand von mrr 1166 Mk. gegenrchersteht. ul. Würges i. T., 12. Aug. Von dem vorgestern über unsere Gegend niedergegangenen Gewitter wurde unser Dorf heim gesuch t. Der Blitz sch lug in die Scheune des Landwirts Franz Löttt ein und bald darauf stand die Scheune in Hellen Flammen. Durch den Mangel an Wasser blieben die Löscharbeiten zurück, so daß auch die angrenzenden Stallungen bis auf die Umfassungsmauern niederbrannten. Der Schaden ist nicht durck Versicherung gedeckt. -----Kassel, 12. Aug. Am kommenden 'Montag wird die normalspurige T e i l st r e ck e Ermelrod — Usseln der Neubaustrecke Corbach—Brilon-Wald eröffnet und dem Betrieb übergeben. fc. Vom Taunus, 12. Aug. Sonntag vormittag findet die Einweihung des Joseph Wisloch-Tnrms auf dem Großen Eichwaldskopf bei Schmitten statt. vernrischres. * Das montenegrinische Königshaus. Nach einer Meldung des „Temps" ist die Königin von Montenegro mit den Prinzessinnen Xenia und Vera und dem Prinzen Peter in Paris angekommen. Der König und seine Familie werden sich vielleicht endgültig in der Umgebung von Paris niederlassen. Spielplan der vereinigte« frankfurter Sta-tthearer. Opernhaus. Sonntag, den 13. August, abends 7 Uhr: „Konigskinder." Montag, den 14. August, geschlossen. Dienstag, den 15. August, abends 7 l / a Uhr: Letztes Auftreten der Frau Elara Keller- Web e r: „Der Evangelimann." Mittwoch, den 16. August, abends 6H, Uhr: „Lohengrin." Donnerstag, den 17. August, abends 7)4 Uhr: »Der Postillon von Lonjumeau." Hierauf: Tänze von Brahms. Freitag, den 18. August, abends 7)4 Uhr: „Tiefland." Samstag, den 19. August, abends 77, Uhr: „Heimchen am Herd." Sonntag, den 20. August, nachmittags 5 Uhr: „Parsisal." Montag, den 21. August, geschloffen. Schauspielhaus. Sonntag, den 13. Anglist, abettbS 7'/, Uhr : Viertes und letztes Gastspiel des Herrn Albert St ein rück: „Othello." Montag, den 14. August, abends 7 1 / 2 Uhr: „All-Frankfurt." Dienstag, den 15. August, abends 7 Uhr: „Hamlet." Mittwoch den 16. August, abends 7 1 /, Uhr: „Tic Siebzehnjährigen." Donnerstag, den 17. August, abends 7 1 /* Uhr:- „Henno, der Bauer." Hierauf : „Tie Komödie der Jrrungeli." Freitag, den 18. August, geschloffen. Samstag, den 19. August, abends 7 l / 9 Uhr: Politischer Satiren- Abend: „Der Schlachtenlenker." Komödie in 1 Akt von Bernard Shaw. Hierauf, zum erstell Male: „Der Stainmgast." Tragische Posse in 1 Akt von Georges Courteline. Zum Schluß, zum ersten Male: „Zeitungsausschnitte." Komödie in 1 Akt von Bernard Shaw. Sonntag, den 20. August, abciids 7 1 /, Uhr: „Alt-Frankfurt." Montag, den 21. August, abends 7 1 /, Uhr: „Die gutgeschnittene Ecke." Bücher«,ch. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- raturfrennde. Verlag : Egon Fleische! & Co., Berlin W. 9. Das 2. Augustheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Waltlfer t eymann f: Zum Verständnis neuerer Wortkunst I; Rud. Krauß: arl Ernst Knodt; Hanns Johst: Vorahnung des Krieges; Eonrad Schmidt: Hermann BahrS „Himmelfahrt"; Guido Glück: Das Lustspiel als Problem. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. - Kurze Anzeigen. Börsen-Wochenbcricht. = Frankfurt a. M., 11. Aüg. Tie Grundstimmung im freien Verkehr der Börse bleibt nach wie vor recht zuversichtlich. Der gewaltige Ansturm der Feinde an allen Fronten, der sich glücklicherweise immer mehr a!S cm Fehlschlag enocift, hat das Vertrauen auf einen guten Ausgang bis jetzt nicht zu erschüttern vermiocht. Auch in der Be- urterbmg der allgemeinen Wirtschaftslage ist keine Beränderimg im .Sinne einer Verschlechterung eingctreden, im Gegenteil hat die zunehmende Gewißheit, daß wir eine mindestens besrüLigende Ernte einbringen werden, die allgem-ente Zuversicht neu gestärkt. Und was im besonderen die Verhältnisse in trnserer Industrie aw- belangt, so neigt die Börse weiter dazu, die günstigen Verhältnisse einzelner Industriezweige, besonders der Montanindustrie zu verallgemeinern. So färbte die günstige Verfassimg der Eisenindustrie auch aus einzelne Werte der Maschinenmdustt'ie und der Metallverarbeitung etwas ab. Reben Montanpapieren, die durck^ weg feste Haltung zeigten, waren auch Rheinmetall, Deutsche Waffen, Soettx, Dynmnes, Munscheid, Mainzer Gußappavate und noch andere Nebenwertd begünstigt. Besonderem Interesse begegneten in dieser Woche and} Autvwerte, von denen namentlich, Benz, Daimler, Kleyer, Fahrzeug Eisen-cuü. Neckars ul mer Fahrradwerke und Hansa Lloyd größere Steigerungen erzielten. Chemische Werte lagen ruhiger, doch gut behauptet, nur Scheide- anstalt waren gebessert und für Kunstseide trat ebenfalls größere Nachfrage zu anziehendem Kurse hervor. Bon Elektro werten waren Edison, Schuckert und Kabelwerk RlMdt bevorzugt. Auch Reiniger Gebbert & Schall waren zu höherem Preise gesucht. Ans den übrigen Gebieten bewegten sich die Umsätze in engsten Grenzen. In znnehtnendem Maße'wendet sich dagegen jetzt, das Interesse bereits der Rüstung für die n e u e Kriegsanleihe zu. Weitgehend ist auch diesmal der Boden vorbereitet worden und wird es auch kveiter- hin durch die Abgabe von kurzfristigen Schatzanweisnngen,dre spicket an Zahlungsstatt hereingegeben werden. Daneben haben auch die Banken ihre vorbereitende Tättgkeit ausgenommen, indem sie bekanntlich für die Anleihezeichnung besttmmte Gelder schon jetzt mit 41/2 Prozent verzinsen, ebenso machen andere -Organisattonen mol ck. irm auch der fünften Anleihe einen guten Erfolg zu fichern, in besondere die Sparkassen und Genossenschaften. Gitte Hoffnum-, . darf man bei der diesmaligen Anleihe wohl auch ans die Betei.i M der lmrdwirtschaftlichen Kreise setzen, denen der reiche Erme- fegen bei den gmrsttaen Preisen für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse erhebliche Geldmittel zuzufühven verspricht. Deutsche Anleihen blieben gut behauptet, während ausländische Staatsanleihen, namentlich exotische Werte, einigem Angebot unterlagen. Geld war leicht. Privatdrskont etwa 4 1 /« Prozent. Mchenü. Aeberflcht berToderfSV« i. -.Slsdt 30, Woche. Vom 23. bis 30. Juli 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 31100 (inkl. 1600 Mann Militärs Sterblichkeit»ziffer: 14,13 7^,. Rach Abzug von 6 Ortsfremden: 4,71°/oo* Es starben an Zus. Er- Kinder "Er«. Lungentuberkulose 1 1 — — Lungenentzündung KU - - MD Herzleiden 1 (1) 1 (1) RückemnarkSleiden 1 1 — — Krämpfen 1 - - 1 anderen Krattkheiten der Der- dauungsorgane 3(3) 3(3) - Blinddarmentzündung - 10 ) 1 (1) — Summa: 9 (6) 7 (5) — 2 (1) Im Kriege gefallen 1 Mann aus Gießen; an Verwundung gestorben 1 kriegsqefangener Franzose. A tun.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. __ I. V.: Dr. Schenck. _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 13. Aug. 1916: Wechselnd beivölkt, meist trocken, Temperatur wenig geändert. Letzte Nachrichten. Die deutschen Hundgranatenwerfer. Haag, 12. Aug. Die britischest Kvrrcffponderrten in Rord- frankreich betonen in ihren Berichten, daß die Deutschen! BontbenWerfer aufstellten, die HandgLaimten in grvßer Menge vor sichl aufgestapelt hätten, so daß fte nur die BmnLLn aufzunehmen brauchten. Demgegenüber befänden sich dir eng- li s chen Soldaten, die schwe r bepackt ihren Angriff aus-- führen müßten, im Nachteil. Tie deutschen unterirdischen Eirr- rickjttlngen seien so verwickelt ausgebaut, daß mxh häuftg Deutsche zum Harschem kämen, die wohl gar entwichen, wenn die Engländer die deutschen Stellungen bereits längere Zeit besetzt hätten. Um solchen Uederraschungen in Zuttmft Vvrznbeugrn, würden die Ettgländcr jetzt in alle Gänge, nach vorheriger Warnung, ohne Rücksicht darauf, ob sich tatsächlich rwch Leute darin befinden Bvlnbcn werfen. Die Wirkung der Einnahme von Görz in Rumänien. Buk areft, 12. Aug. Die von italienischer Seite gemeldete ^Besetzung von Görz hat natürlich einen gewissen moralischen Eindruck in Bukarest hervorgerufen. Die militärische Bedeutung, dieses Ereignisses wird lfier aber gleichwohl nicht überschätzt. So schreibt die offiziöse,^JndöpendanceRouMaine" heute abend: „Tie Einnahnve von Görz ist der erste sichtbare Ekffilg der Armee Cardonas nach langen Bemühungen und schweren Opfern. Seit langem ist Görz ein Trümnterhawsen. Warm man die Folgen der Eümahme dieser Stadt beurteüen will, mnß Man sich daran erinnern, daß die wichtigste Verteidigungslinie der Oesterreicher auf dem Ostuser des Jsvnzo sich befindet. Ob die Italiener jetzt versuchen werden, sich nach Kaibach oder nach Triest zu wenden, sie werden zunächst sich in den Besitz der Beffsttgungen setzen müssen, -die General Conrad von Hötzendors seit langer Zeit errichtet l)at, noch in der Zeit, da es in Voraussicht eines Krieges mü Italien sogar ein Konflikt über diese Frage Mvischen ihm und dem Grafen Aehrental gab. Man weiß, daß damals der Standpunkt des Soldaten gesiegt hat. Tie ententefreundliche Presse unterscherdet sich in ihren Kommentaren natürlich sehr ivesenttch von der Sprache ruhiger Erw^ägung. Der Rechtsstreit um die „Appam". Haag, 12. Aug. Reuter meldet aus Norfolk, daß die amerikanische Regierung für die Uebettasftmg der „A p p a m" 400 000 Pfund Sterling Klautton gefordert hat. — Hierzu schreibt der „Berliner Lovalanzeiger": Erst hatte Reuter gemeldet, die Kaution solle 250000 Pfund Sterling l«trogen, jetzt siollen es 400 000 Pfund Sterling sein. Verminttich ist die ganze Geschichte von der Freilassung, d. h. vorläuftgerr Rückgabe der „Appantt' an die englischen Eigentümer nur eine Erfindung des englischen Lügenlmreaus. W« wir von zuverlässiger Seite erfahren, nimmt nämlich der Rechtsstreit — es ist, ilvie beretts gemeldet worden ist, ein besonderer Gerichtshof in Washnrgton eingesetzt worden — seinen ordentlichen Verlauf. Rasputtn wieder obenauf. Bukarest, 12. August. Wie die Moskauer Zeitung „Rutzkoje Slvwv" meldet, hat der russische Minister des Innern durch ein Geheimzirkular der gesarrrten russischen Presse verboten, irgendwelche Angriffe gegen den Wundermönch R a s p u t i u zu richten. AMz F 8 lt 6 l von bester Zucht, schnellwüchsige Edelraffe, langgestreckte, breit- buckelige Tiere, die besten ^ur Zunit und Schnellmaft. Sehr gute Fresser. Kerngesund. 6 —8 wöchige 8— 10 wöchige 10—12 wöchige 12—15 wöchige 22-28 Mk. 28—34 Mk. 34—40 Mk. 40-50 Mk. ,viir vrlma Schweine lebende Ankunft Garantie. Nachnahmeversand. 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August nachmittag 4 Uhr, m ^ -LL vAB = im Saale des Hotels „Großherzog von Hessen“ Vortrag —- halten und praktische Winke geben über == __ £ M i 1111111111)) 11 ] | (II11M111111111111II11111111:1111II f 111111111111II11111111111 (111111J. == = | Vorteile im Kochen, Backen und | W Erleichterungen in der Küche inf g | §* * * * jetziger Zeit * * * * 1 H ^ uhiiiiiii 11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 , 111111111 ^ s H Unter anderem wird eine zum Patent angemeldete == = neue Back- und Bratform vorgeführt, die auf offener ErGasflamme und ohne Backofen in 30 Minuten vor- = D züglichen Kuchen sowie Fleischspeisen bereitet. Ebenso W ~ ein Apparat, der lediglich durch Zusatz eines geringen = «Quantums gewöhnlicher Milch aus V* Pfund Butter = g', 5 Pfund Butter bereitet, ohne daß diese an' Wohl-ü “geschmack verliert. Damen werden gebeten, Buttert ==zum Verdoppeln mitzubringen. r= =Eü Eintritt frei. 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Von der Reise zurück Med.-Rat Prof.Dr.Walther Frauenarzt Sprechstunden nur Wochentags, 1 / 2 3—4 Uhr Liebigstraße 43. f ’ _Höhere H aDfelssehnle iandjngMTp liagöelsFEaiseliDle“-^-^ zurkaufm. Ausbild. „ > Lout« von Jahren. ....---- — Beaufsich!igung AusführLJahresborlchtevereand. Direktor A. Harr I. UBÜUU1UI Lill JbllUU) " ^ II. ial 3 ji?laiiilü!stee !Eä Im Schülerhelm gute Verpflegung u. Beaufi Wauaufnahme 12. Okt. 1918. Alfa- Separator wichtigste, notwendigste 'Maschine für jeden Landwirt! Sichert Höchste Butter-Auö beute; feinste Qualität. Uebcr 1000 €>0*^ Greife. Silke Magermilch- rcriesr-vorzugr-öeülngllngen. bestes Aufzuchtnnttel. Vestätigte Alfa-Agentar: Edgai- Borrmann, Ei senbandlung, (dicken. K«fbt-od«r 5 toppdrilic 8 JacarastKlec, Zriöeirei sämtliche Gemüse-Samen zur Herbst-Aussaat -^="= empfiehlt in hochfeiner Qualität =- Hkinich Hch«, ZmchÄug. lgjcSk» Neustadt H v Gcl^icke ! B ester Entrahmer 5780 j niit Ifu^ella^ernnc:. Vollkommenste Zentrifuge der Neuzeit. 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Bekanntmachung. unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Spar- und Vorschußvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Daubringen eingetragen: Wilhelm Schwalb II. zu Daubringen ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an seiner Stelle Wilhelm Braun II. daselbst als Rechner gewählt. 5775 p Gießen, 'den 9. August 1916. _Großherzo gliches Amtsgericht. _ Bekanntmachung. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Friedrich Neeb II. zu Staufenberg wird an Stelle des zu den Fahnen eingezogenen Rechtsanwalts Di*. Aaron in Gießen Kaufmann L. Althofs daselbst zum Konkursverwalter ernannt. 577 «^ Gießen, den 9. August 1916. _Groß berzogliches Amtsgericht. _ Bekanntmachung. Die am 1. Juli l. Js. fällig gewesenen halbjährlichen Schuldzinsen können in den nächsten 14 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 11. August 1916. _Bezirkssparkasse Gießen. 5799 V f - 1 ---v Grösstes Lager am Platze. 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