m. m Der HktzrMer erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: viermal wöchentlich EsteheuerZaimüeichMtter; zweimal w-chentl.rireis- blatt ftirden Ureis Gießen (Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Land- wirtschostltchr Zeitstagen Fernsprech - Anschlüße: sürdieSchristleitungI13 Verlag,(Seschäitsstelleöl Adresse iur Dralilnach- richten: ApzeigerGletzeiu Annahme von AnzejgeÄ iür dre Tagesnurniner bis zum Abend vorher. inoa Wir. ZatzrgtNkg ZreiLag, \\. August |9(6 99 Uomonsbnt und Verlag der Vrühl'schen Umo.Buch- unö Ste-nüruck-rei 8. Lange. Lchr-stleitung. «eschäft-fte!?- und vruckerei- SchnZstr. Vezngsvrei >. monatl. 99 Pf., viertel, jährl. Mk. 2.65-. durch Ab hole- \l Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2. ^viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schrijtleiter: Aug. Goeh. Verantwortlich sür den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goelz; für Stadt und Land. Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zensur den Anzeigenteil: ö. Beck, sämtllch m Gießen dsmme g (WTB.) Großes H-auptyuartier, 10. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. £*t Artilleriekanrpf zwischen Ancrebach unD der Somme » 11 ^ mit großer Kraft fortgesetzt. Englische Angriffsabsichten ver Bazentin-le-Petit wurden durch Feuer unterbunden. Die Zahl der seit dem 8. August in unsere Hand gefallenen un- verwundeten Engländer hat sich auf d r e i z e h n* O f f i - ziere, fünfhundert Mann, erhöht. Zwischen Manrepas und der Somme scheiterten abends und wahrend der Nacht acht heftige französische Angriffe. Rechts der Maas wird, abgesehen von kleinen pandgranatenkämpfen, keine Znfanterietätigkeit gemeldet. * Im Lnftkaurpf und durch Abwehrfeuer sind zwei feindliche Flugzeuge südlich von Vapaume, je eines südlich von Lille, bei Lens und bei Saarburg in Lothringen allgeschossen. OestlicherKriegsschauplatz. .Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Südlich von Snrorgon herrschte lebhafte Feuer- und Patromllentatigteit. Mehrfache russische Angriffe sind am Strumien bei Diwczycze, am Swchod dei Lubieszow-Berecvcze, bei Smo- lary-Zavecze und bei Witoniez b l u t i g a b g e w i e s e n Bei Zarec^e nahmen »vir bei Gegenstößen zwei Offiziere d reihundertvierzig Mann gefangen.Unternehmungen kleinerer feindlicher Abteilungen und ein Ueberrmnve- lungsversuch im Swchodbogen östlich Kowel blieben ergehn,sws. • Südlich von Aalocze entwickelten sich heute früh neue Kampfe. Front des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. Mi und südwestlich von Wrlesriiow sind starte russische Angriffe teilweise,m frischen Gegenstoß zurück ge sch lasen Hwr und südlich des Dnjestr sind die befohlenen neuen Stellungen planmäßig eingenommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. i Oberste Heeresleitung Erfolge deutscher Seeflugzeuge. »"lln, lo.Aug. (WTB. Amtlich.) Ein Geschwader am 0 August mitta^Lr der stchende englische Monitor« und leichte Srrr itträf te erfolgreich mit Bomben angegriffen und mehrere einwandfrei festgestellte Treffer erzielt ^ r , Am gleichen Tage sind ferner die russischen Flua- statiünen Arensburg und Lehara auf Oesel von mehreren deutschen Wasserflugzeug-Geschwadern mit gutem Er- «Äffiß m“'"' ^mt den zur Abwehr aufgestiegenen feindlichen Flua Zeugen wurde eins gezwungen, niederzugehen. ' ,.Alle Flugzeuge sind trotz heftiger Beschießung durch die mii) Streitkräste unversehrt zurückgekehrt. Der Ehef des Adunralstads der Marine. nn^s^8^b u-ur noch als em im englischen Schlepptau be- Wrack. Unter den: englischen Knie begannen sich 'Er und Sonnuro, den Ueberbleibseln ihres Handels «^^mtischen Interesse den tzals umzudrehen und nach Rezepten „schwarze Listen" anzulegen. Alles ge- ^ht srcherlrch unter Aenasten und Nöten in der Zwanqs- ^sE-Eng eines knnheitlicheu Vorgehens. Das ist vielleicht .- h H l t et l be ^on den: schon SalanLra öffentlich ge- Efe^ att y Gkbcn und Nehmen im italienischen Wirt- 'ich bre Freundschaft g-ekundigt, und K\hrt k ^sgl^che Vermittler die beiden wiäer zusamrnen- Uinninfal*** Brüder, Armut und hrlflose Abhängig tert, m Italien ihren Einzug. * f?r rne y "^^^"^bspricht die strategische Lage im ^"en tn folgenden Ausfuhrungen: ® ir 2 du»ch die unermüdlich fortge- «cher «plMcwä bespricht, ohne dab «russttow tiotz aSüf! i Enslsc öte strategr,che LluAvirkung seiner mit ganz«, unternouwllmen St-fsel-ngriffe gefichert ähe. Es ist Na ÜLisLrfilSfS? b o Cr B-s-Wb-reich- auf deutscher und öst«: r ' t(^-' < '* t ' Lage nicht von eineni Tage aus den anderen WqÄ <*? U-Eärzea kann. ZnnZst is *Sfa toll ' n s 1 V n - *J c r £f‘J*»»t eine wenn W J® ^ )&Wrtm&vw Maßnahme der Zcnjial- . . -J .I c Vereinheitlichung und Vereinfachung den Ove- tofeb > sanz abgesehen Jkjbm, ch and fernen besten Mann 7)ervoraezvgcn bat und ke Verleihung des t Tilget he Bedeutung der im- Osten in erfarm^ betont hat. Hindenbu^s t*I friflie bt '" ^'vs- -rnd umschließt nürdtich ^»r'^bvrn lnor-mats Hnldcnüurg, und Prinz mLn Knnr^^.dwch>et (BrechchunA Pinsk' stehen die Ar. DiS MaKerrer sind in di« Stabt Mrz einaerückt ^ das nach dm Preisgabe des Brückenr»?fek^rlnsme Bundesge nossen zn erwarten, nnd diese hotten '^d^ batlt,r f verwiesen, daß der ^zeino me Stadt Gorz heftig beschieße Merm ieüi ^ imt fernen Mannen dort ans der BilSfläS^chEt^wm^n -hn keine Fahnen und Festgesänge bVgrüßen^s^Trnpoen werden durch keine Triumphbogen und Roseng rlandm mar" schwren. Denn d,e Stadt Görz ist ein Trümmcrhmffen und dre Bewohner der Stadt sind längst abqewandert DW Ein nähme von Görz ist der erste kleine Erfchg d n d e F a- l-ener m mehr als jahrelangem Ringin davonqitraaen haben, aber ob er bleibenden Bestand bat ^ K 1 Sö9e auf ben übrigen Kriegsschaw ^ Schatten der großen allgemeinen Offensive der Entente ist es Cadvrna nicht allzu sauer geworden das ien- sertlge Ufer des ^wnzo zu erklettern, aber wenn die Wolke u 1lt)t - u £ er ben Häuptern der Zentralmäcbte l]f } c haben wird — wir siiid auf dem besten Wege rineß halb ju er! eben - so ipiri> den »alimm derSchwhß b *? n9en und sie Kerben schwerlich ^^^^>olge festhalten können. Niit einiaen Bitik'Tkpltc'-m fft der Erfolg von Görz übrigens heute scho/für sic acwür-t Venedig hat die Schrecken^"eines^nWn F iegerübL falles ausgestanden als eine Entgeltung fü/itali^is^ Ffchg«,,riffe aufFiunie. Und nach echer mntlich bisber^iweb Nicht bestätigten Meldung eines Pariser Blattes alw riwr in d^ser Sache glaubwürdigen Stelle, istimHa^vonT^re^ df' -tonische Ueberdreadnought' ,,Le°na?do da Lmi"7n dw Luft gMgen. Die Großmachtpolittk Italiens erscheurt dothmer (zwischen Zalose und trof^i i» ® ftarfer “ Kracken vom Balkan einge- MtanleE^ 3t< 5 lme Äablonika-Dslachn kämrft, nnt> IS mttw ** wrt i_-3erenio^ bis m bat sieö-nbÄchschen bürste. >Lowoh! Hinbenburg als a'wf m&lU ^ a6Clt -ind österreichisch-nngwüsche Trichpen S»Jl WsSÄÄÄss'aÄl: a äs» «aS - sÄ*?S |~'i|Ĕđ i £€ 5 s;ö£® , ?;II“Si sstB <- i ät^äsäs*' 4 " r iSST ^ ür ^er Richtung Stanislau gra^i- »SfvUenci ^»chitskl, wie anzunehmen ist, große Verstärkungen kann er die Linie Tlnmmz-ovynch nel^n ^ bÄfe&S’ 13 « s«E Mmke geltend Echt. ' « ässä" sr & ss- sixsä.'a >mvd. Losch Ist ind7s NM Ä Nobels« hmmtsgelangt. und Kar«din k-nnvst noch N^nn an! hre und da Bod en gewinnend, zwischen. Stochod und Stvwak Siiid seitens Lundochurgs opevacknr Mrtznabmech in Vo^^nn^ w kchurm c*e Kanchfe am Sbochod fliifr die SKitifeTaBaSafe v-ri>uche, snr die Deutschen als Kantpse um Zettgencknn acteT 3 ©te werden angenblnktich durch che ecbitter^GefH^mt^ v°n Br°dy üchwtSnt, wo Böhm-EVmoUi ®auf steht und im Wü-men begriffen scheint. Das war zu erwartcu und gleich bedeutcich mit eurer ZnriiMahme der F^nt «aa W* 11 ' itwmchfe lptdcit sich am Oberlauf uüd iin Quell- 6tf6tet des galizifchen Sereth ab, dessen Ueberaärae Zalosoe unttämpft irerden. Am UeberganJpE ? etwa 18 Kckomet'er norwestlich Zalosoe, ist bn: Kamvf anirb-k-ir^ Südöstlich Zatosce wllcrde ein Durchbrnchs^ich der MLsen bei den Sweth-Terchen von Mertel ka anso^)nlf>»m Unverkemibar ist Ssachavows Streben darauf gerichtet, ■^ anit bcr Verbündeten an der Nabtstelle Milchen Bohmj-Ern«lll und Rchbm.,. «.iT Russisch er Kriegsschauplatz. ' Mi- Front des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. ..... Auf den Höhen südlich von Zabie wiesen Ssterrcichlsch- FeiMvettnstm ach" ruf ’ i *' d » eu Angriff unter schweren d,,.*'* ®.® r Armee des Generalobersten v. Kö vetz trat der G&ß& 0 nm im m,,m mx * Clatt > n insW" atfilif'‘"1° u J tif f* a öic Russen wieder ver- LÜamvf- gLsen. °" ^ Wt > rmn Stellen im Sront des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. entömnnf* 0on 3 ö 10 c * e ^nd seit heute ftüh neue Kampfe uud nordwestlich von Lu ck verhielt fick der schweren Mißerfolgen vom 8.d. M. rlchiger, iilgegen tr»eb er nördlich der von Sarny nach Kowel ftrhren- M^stnbel Tag und bei Nach tz um ben ? t0d}0 5 00r - ^eme Sturmkolonnen brachen duÄweo Hludcrmssen zusammen. Sie erlitten KiebeTjef/v S ^ nlam ' ® xc ® trin ' )te öcr Bussen sind zwischen Böluw-Eiuwlli und Bothmer zu zierreißm. Auch'ist erne langfristige Operat-on, dwen Bedeutu-ng sich erft im %! sMwmLnhang Nnt der allsememen Entwicklung erkennen lasi^, 3?ÜS hechelt es sich rmüwer noch um nnernrüdliche Stasielangrisse der Armeen Brns,ilows in der Richtung Konvl- UEr Unrständan wird fynSirlhutzt. Nicht mehr geborgen tverden. richteten sich die stürfftcn Anstrengungen der Italiener gegen Ocn Abschnitt von Plava. Nach^mwlf- »ttlstdigem ArtUleriemafsenfeuer griff die feindliche Fnfan- üblich von Plava dreinml an. Alte öu,e sturme brachen sich am festen Widerstand fl!!]* 121 ' LV . il ^ cn ' unter denen sich Abteilungen der Fn- V c^ im f 11 tc X ^ r ‘ 22 und 72 neuerdings auszeichnrten w ir l J ü er scheiterten mehrere Angrjffsversuche des Feindes »n den Dolorniten und drei Angriffe üuf unsere Stellungen im Pasubio-Gebiet. T T }m Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. ( 7 > . E r e i g n i s s e z u r S e e. Besuch der »talienischen Großkarnpfflugzeuge in Fiume am l.d.M. wurde in der Nacht vom 9 zum 19 von unsren Geschwadern, zusammen 21 Seeflugzeugen, in Venedig erwidert, wo sie das Arsenal Balmhot mili aewrwt hmtn ^ Fabrikanlagen mit Bomben im Gesamt- gcwlcht von 3^Tonnen mit verheerendem Erfolge belegten. n ^ ^ o n ö p iDurbe hervorgerufen, davon zwei von sehr großer Ausdehnung bei der Baumwollfabrik und m der Stadt, die noch o.uf 25 Meilen Entfernung sichtbar waren, ao hefttO^ Abivehrfeuer der Batterien war ganz wirkungslos. Alle Flugzeuge sjtid unversehrt eingerückt. Flottenkommando. Der italienische Bericht. (WTB.) Amtlicher Bericht. Unsere Truppen md^ute in G-orz emFedcunFen. Unsere Infanterie hatte schon anr Morgen, nach kräftiger Artillerievorbereitung, bie Eroberung T b /kt P n °f£ n wT 0 f r ! ? vra-Podgora vollendet, indem sie die ttZ Ölungen vertrieb, die dort noch eingenistet Gräben und Unterstände wurden voller feindlicher- Lnchen angetrosfen. Wir fanden überall Waffen, Munition und Material, da^ von dmr in voller Auflösung befindlichen Feind zuruckgelassen wurde Bec herernbrechender Nacht überschritten Ab- terlungen der Brrgade von Casale und Pavia die Furt am Jsonz.o wo der Feind einen ^.er£ der Brücken gesprengt hatte :ind ver- schanzten sich auf dem linken Ufer. Ein? K'oloE^befte^nd Ziavallcne imd Ber,agsieri zu Rad, wurde alsbald auf va^ arthne ^olgiing ausge,andt. Die unermüdlichen Pioniere ^ r^.^ell im Feuer der feindlichen Artillerie Brücken und ^-? be b 5 lchädigttn aus. Auf dem Karst ivurden X£? Hbhcf * e mir den Gichel des Monte Sa n Michele abgeschlagen und mr Sturm neue Gräben in der Nachbarschaft des San Martino genvmwen. Die Gesanrtfmnme der bisher gezahlten Gefangenen beträgt über 10 0Q0. Andere trefsen fc^tgeseht aufden Samwelplüpen ein. Es ist noch nicht Möglich, he gesamte Kriegsbeute festzustellen. Sie wird sehr groß sein. BcschränEungen des italienischen Handelsverkehrs. Rom, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der ugenzia Ein rm heutigen Anttsblatt erschienener Erlaß verbietet italienischen Mrgeru, auch deir im Auslairde wob - nenden, ebenso wie abteir in Italien und in italienischeii Kolonien fid) anfhaltendeir Personell ben Handelst) er- t jp r , V ^t Personen, Anstalten und Gesellschaften im Gebiet der Italien feindlichen Staaten und ihrer Verbüu- beten, sowie in dem vom Feinde oder ch«n MMindete^ ^jlCOix4jCu, ULU UiUtXxUiU-U lK-L Ui>i^CiUUUÜJtai ©tagten, wo sie sich auch befinden: 3. mit Personen, Handelshäusern und Gesellschaften, welche in einer aus Vorschlag des Ministers für Handel, des Innern und der Justiz durch königlichen Erlaß festzustellenden Liste aufgeführt werden. Ein ariderer heute im Amtsblatt erscheinender Erlaß unterwirft alle Handelsunternehmungen im Königreich, die von Angehörigen Italien feindlicher Staaten oder ihrer Verbündeten verwaltet werden und Handelsunternehmum gen, an denen solche Personen den überwiegender: Anteil besitzen, der Aufsicht der Regierung und fallweise der Beschlagnahme und Auflösung. Wirtschaftliche Verhandlungen der Schweiz mit der Entente. Paris, 10. Aug. (WTB.) Meldung der Agentur Havas. Tie dritte Besprechung der Vettrtter der schweizer:-- schen Bundesregierung mit denVertretern der allrrer- ten Regierungen fand gestern im! Ministerium des Aeußern statt. Tie schilveizettschen Vertreter haben im! Zusammenhang nttt der künftigen Verpflichtung der schweizerischen Regierung bezüglich . der Frage der in der Schweiz- durch die ausländischen Regierungen zugelassenen Vorräte neuerdings verlangt, daß die vorhandenen Vorräte zu ihrer Verfügung gelassen werden. Die Vertreter der Mliietten tonnten lediglich ihre früheren Erklärungen aufiecht-, erhalten. Tie schweizerische Abvrdmmg brachte einen Borlchlag ein, welcher daraus abzielt, den sogenannten Restttutions-Haudrls- verkehr zu regeln und auf eine große Zahl von Waren zu erstrecken. Der .Harrdelsverkelir soll darin bestehen, daß die Schweiz ernecherts die durch Vermittlung der S. S. S. eingeführten Rohstoffe liefere und dafür andererseits Industrie-Erzen gnrs 1 e aus führen .könnte, welche die schweizerischen Industriellen und Geschäftsleute nur aus den Mittel reichen beziehen können. Die Vertreter der Alliierten entgegntten nach eingehender Prüfimg 'der vorgelegten Schriftstücke, daß eine derartige Regelung des Handelsverkehrs in der Gesamtheit nicht ins Auge gefaßt werden könne. Sie bemerkten jedoch, daß bezüglich jener Rohstoffe, welche nicht von höchster militärischer Wichtigkeit seien, Ansnähmcn ausgeitellt werden könnten, falls dies notwendig efichttne. Schließlich erktätten sie sich :m Rainen ihrer Regierungen bereit, einer Erweiterung der Satzungen über ,,Vervvllkommnimgs-Handelsverkehr^' betreffs der schweize- rffchen Einfuhr von Maschinen und Maschinen-Bestcmdtttlen zuzu- stiUMnen. Die Vettrtter der Schweiz nahmen diese Erklärungen zur Kenntnis und bemerkten, daß sie ihrer Regierung darüber Bericht erstatten werden. _ Bern , 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Schwer- zerischen Telegraphen-Agentur. Die Unterhaudluugen der schweizerischen DÄegietten nttt den Vertretern der alliierten Regierungen in Paris sind gestern beendet chlorten. Aus dem heute eilt getroffenen Berichte geht hervor, daß- die Unterhandlungen für die Schweiz zu einem völligen Mißerfolg fast mff der ganzen Linie gefühtt haben. Dem Begehren tim die Ueberlassung von in deutschem und österreichisch-ungarischem Besitz stehenden Bannwaren zu Kvmpensationszwecken wurde nicht entsprochen. Ter von der Sckwtt; vorgeschlagene Rohstofferfatzverkehr mit den Mittelmächten, wonach- gegen Lieferung von Fabrikwaren^ die entsprechenden in denselben verwendeten Rohstoffe zmückerstattet werden sollten, wurde in bezug auf die in bewacht faltenden Rohstoffe abgelehnt. Ebenso wurde die von den schweizerischen Delegierten gewünschte Bindung mit Bezug auf einzelne noch freie Warenkalegorien nicht Die Lebensmitteleinfuhr in Griechenland. Bern, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Demps" meldet aus Athen: Die Gesandten der alliierten Mächte haben die griechische Regierung unterrichtet, daß ihre Regierungen die Höhe derLeoens mittelein fuhr in Griechenland folgendermaßen festgesetzt haben: <Äe- tteide und Mehl 36 000 Tonnen monatlich, Zucker 2000, Mais 3000, Kohle 25 000 Tonnen. (Darin sind die von der Marine und dem Staat benöttgten Mengen nicht einbegriffen.) Reis 17 000 Sack monatlich. Die Kaffee-Einfuhr ist bis auf weiteres gan^ untersagt, weil noch bedeutende Bestände im Lande seien. Ein Knecht Englands. Bern, 10. Aug. (WTB.) Der „Temps" meldet aus Lissabon:!^: den Kammern teilte Assonso Costa mit, daß die portugiesische Regierung in Ibebevemstimmung mit den Grundsätzen der Pariser 'Wittschaftskonferenz entsprechende Gesetze erlassen wetde. Die englische Regierung N7ill die deutschen, von Pottum gal beschlagnahmten, jedoch nicht benötigten S chif f e für 3 Millionen Pfund Sterling Kaufen, wird sie aber nur unter Uebernahme von Verttfftgefahren mieten. Die portugiefffchen Bemannungen werden den Loh:: von den Engländern erhalten. England wird, wie der Finomzminister ferner erklärte, Portugal Bor s chÄfse für alle Ausgaben leisten, die unmittelbar mit dem Kriege xusammen- hangen und von den beiden Regierungen für notwendig erachtet werden. Die Darlehen werden in englischen Schatzifchttnen gewährt, die nach zwei Jahren durch eine auswärtige portugiesische Anleihe rückzahlbar sind. Der Minister deS Attrßern, Soares, verlas eine Erklärung, nach der Großbritannien Portugal zu weitgehender militärischer Mitarbeit herzlich ein lädt, soweit Portugal sich dazu imstande halte. Berlin, 11. Aug. Rach einer Meldung der „Boffischen Zei- trntg" bestätigen französische Mättermcldurlgen, daß die Entsendung portugiesischer Truppen an die Westfront endgültig feststeche und zwar von zwei Divi^ftcmen, 40 000 Mann. Das russische Finanzministerium. Berlin, 10. Aug. (Prtv.-Tel.) Der „Berl. Lvkcllcmz." meldet aus Stockholm: Man erzählt in Petersburg, daß Mnanzminister Bark von seiner Reffe nicht mehr auf seinen Posten zuriickkehren werde. Sern Nachfolger werde voraussichtlich der jetzige Reichskonttolleur Pokrowski sein, ein enffchiedener Anhänger der Forderurig der russischen wirtschaftlichen Unabhängigkeit von England. Ä i • Angriff auf eine deutsche Lustschiffhalle. London, 10.August. (WTB.> Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Bei Tagesanbruch griffen Marineflugzeuge unter starkem Feuer die feindliche Luft- schifshalle in Eveve bei Brüssel an. Sie lviurde aus einer Höhe vvn 200 Fuß erfolgreich mit Bomben belegt. Man sah wie 8 Bomben die Halle trafen, aus der dichte Wolken weißen Rauches ernporstiegen. Unsere Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekcchtt. Die englischen Reserven. '-Berlin, 11. ylü gust. Der „Berliner Lokalanzeigett Aibt eine Meldung aus London wieder, derzufolgie sich aus den amtlichen englischen Verlustlisten das Eintreten acht neu formierter Divisionen in die So-mme- fchlacht seit dem 1. August ergibt. En-lische „Vergeltungsmaßregeln" für die Erschießung des Kapitäns Frpatt. London, 10. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Im Oberhause erwiderte Lansdowne aus eine Anfrage, in der als Ver gel tun g sma ßre ge t für die Ermordung des Kapitäns Fryatt die Beschlagnahme des feindlicher: Eigentums in Großbritannien ar:geregt wurde, diese Art von Vergeltung sei sehr verschieden von dem Versuch, Handlungen der Barbarei und der grausamer: Verfolgung durch Handlungen ähnlicher Art zu erwidern. die Person, sondern gegen den Geldbeutel des Feindes fei etwas ganz anderes. Die Regierung habe schon d:e Mog- lichkeit eines Vorgehens in dieser Richtung geprüft, doch seien schwierige kommerzielle Fragen dabe: im Spwle. Die Regierung beratschlage gegenwärtig mit maßgebenden Persönlichkeiten aus der Haudels- und Bankwelt. Die Wirkung unserer Lustschiffangriffe. Berlin, 10. August. (WTB. Nichtamtlich.) Bekanntlich ist die englische Regierung ängstlich bemüht, das Bekanntwerdeu der Wirkung unserer letzten Luftschiffangriffe zu verhüten imb bte Angriffe selbst als völlig belang- und ergebnislos hmzustell«:. Sie ist so weit gegangen, zu erklären, die deutsche Meldung, daß d:s deutschen Marineluftschiffe am 1. August London angegriffen hätten, sei glatt erfunden. Entweder hätten die Führer der Luftschiffe bewußt falsche Meldung erftatttt, oder sie müßten völlig die Orten - tierung verloren und nicht mehr gewußt haben, wo ste sich>bo- fanden. Zu solch verzweifelten und törichten Mitteln ntifß Eng^ ianb greifen, um die WeU über seine Bedrängnis hmwegzutäu-^ schen. Taffächlich herrscht in London allgemein die Ueberzeuguny, daß der Angriff am 1. August der schwerste war, den London bis- her durchgemacht hat. , . ' . Im Nachfolg lmden [uib eimgc emwandfreie Nachrichten über die Luftschiffangttffe in den Nächten vom 28. zum 29. Juli, vom 31. Juli zum 1. August und vom 2. zum 3. August zusammenge- stjellt: Lincoln: Zwei Fabttken schwer beschädigt, mne:m Bau beffndliche Halle, in der ein Remontedepot untergebracht war, völlig zerstött; der größte Teil der Pferde kam in den Flammien um. Die Bahnlinie nach Chesterfield ist an mehreren Stellen unterbrochen. Bei Reepham, 20 Kilometer südwestlich Cronver, wurde:: ein Eisenbahngebäude und die Anlagen schwer bffchädigt. —- Jxm der Humbermiindung wurde ein Leuchtturm zerstött uiid verschiedene Brände wurden beobachtet. Ein kleinerKreu zer nttt dvm. Schornsteinen und einem Mast wurde durch eine Bombe getroffen und schwer beschädigt. Unterhalb Grintsbh wurden Zwe^ Schuppen, /die Munition enthielten, völlig zerstött. ZwrscMu' Gttmsby und Eleethorpes wurden die Hafenanlagen und Gebäude, vor allem irahe Eleethorpes ankernde Fahrzeuge sehr schwer beschädigt. Imming Ham, Grimsby und SMrn Head haben ich wer gelitten. — Die in Hüll angerichteten Beschädigung gen gehen in die Millionen. Vöehrere Waffen- und Munitionsfabriken, sowie sonstige Anlagen von militÄu- scher Bederrtung wurden zerstört, besonders be: SouthErcg, de- Road, in der King-Street, Mason-Stteet und in den Prmcetz- Tocks. Die Eisenbahnstation Newfoint und die Dockanlagen wurden schiwer beschädigt. Unter der Bevölkerung brach eine Panik aus, als sie erkannte, daß die Mwehrbatterien gegen die Lnfi- schiffe vollkommen ohnmächtig waren. Ter Hafen von JntmmghaM wurde wegen der bedeutenden Schäden, die in den Docks und Kohlenlagern angericbtet waren, gespertt. — Die Bahnlinie der Great Eenttal Railway zwischen Norwich und Yarmvuth ivurde an verschiedenen Stellen durch Bomben getroffen und beschädigt. Nordwestlich Norwich wurden auf der Bahnlinie Norwich—North Wal- sham und in der Eisenbahnhalle bettackstliche Zerstörimgen ange- ttck'tt. In der Nähe von Wation, 30 Mometer westlich Norwich, wurde eine Reihe von Schuppen durch Bomben zerstött. Südlich Cambridge wurde eine große Fabttkaulage in Brand gesetzt. Die Scheinwerserbatterie bei Great YarMouth wurde zerstött, desgleichen eine Ab'wehrbatterie vernichtet. In H a r w i ch brannte die im Bau befindliche Luftschiffhälle nieder. In Dover wurden die Wellington-Docks getroffen und Brandbomben auf die Luft- schiffhallc im Nordosben von Dover geworfen. Eine halbe Stunde lang w'urde dott ein Brand bMbachttt. Woolwich und Umgebung wurden sch,wer beschädigt; verschiedene Munitionsfabriken wurden getvoffen. — In der östlichen Vorstadt Londons wurde eine zur Hülsenfabrikation benutzte Spinnerei vollständig vernicht. Ueber 1000 Männer und Frauen sind hierdurch beschäftigungslos. Mehrere große Themsebrücken, darunter die Laufbrücke am Tower-Bridge wurden befchädigt. In den Docks wurden nwhrere Magazine und Anlegebrücken vollständig zerstört und dott ankernde Schiffe zum Teil schwer beschädigt. In einem Dock sind zahlreiche Schiffe, darunter ein großer englischer Frachtdampfer, die Lebensmittel für die Truppen nach Fwnkreich bringen sollte::, verbrannt. Durch die Ballon-Ab- wehr-Geschntze wurden viele Personen teilweise schwer verletzt. Auf der Themse nn:rde ein Torpedoboot durch eine Bombe getroffen und versenkt. Bomben ffelen ferner an der Themse zwUchen Northend, Erith, bei den Lillwall Docks, Deptford. In Otted bei London wuttien zwei Munitionsfabriken vernichtet. Die Umgebung der Fabttken stand noch am nächsten Tage in Flammen. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 9. Aug. lWDB. Nichtamtlich.) Bericht des Hauptquartiers. An der Iraksront keine Ereignisse von Bedeutung. Die feindlichen Lager, die sich bei Massettch am Eu- phratabschnitt befinden, wurden durch unsere überraschenden nächtlichen Angttffe beschädigt, wobtt wir dem Gegner Beute cntttsscn. In Persien fahrt unsere Armee an der russffche:: Front sott, mit ihrem rechten Flügel den Feind tu der Richtung auf Hcrmadan zu verfolgen. Der Feind vett'wchte energisch, sich in dem Engpaß ösllich Sakna zu verteidigen, aber er wurde gezwungen, sich nach Konkaver zurüc^uziehen und ließ eine Zahl Gefangene,, zwei Munitivnswagen mit Bespann für acht Kanonen und eine große Menge anderer ntilitättscher Gegenstände in unseren Händen. Ein-e feindliche Haubitze wurde durch daS Feuer unserer AttillettL zerstött. Gesänge:« erTLtten, ein französischer General sei von Anfang an nttt der Befestigung des Engpaffes ösllich Kankaver beaiuftvagt gewesen. ^ ^ Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel fahren unsere Truppen fott, gegen die Engpässe nördlich! Bitlis und Musch vvrzurücken. Die vvn uns gegen die feindlichen Stellungen in der Umgegend der Ottscbcrst Ognott nordwestlich Musch, ungefähr 80 Kilometer von Erzerum, begonnene Offensive nimmt für uns einen günstigen Fortgang. Ein Teil unserer Truppen nahm nach heftigen Stürmten den Hügel BuMan und die Hochfläche Melquan zwischen Musch und Ognott, ebenso den Hügel Tscheli-Gaul, zwei Kil-omtter östlüb Ognott und die feindlichen Stellungen westlich der genannten Oettlichlveit in einer Ausdehnung^von acht Kilo- metern. Btt diesen Kämpfen nähmen wir dem Feinde 400 Gewehre und ttne Menge Munition und PwnierMatettal ab. Auch machten wir 120 Gefangene. Ein anderer Teil lmserer Truppen, der '46 Kilometer südlich, Mamachatmn in der Richtung ans Kighi opettette, nähert sich der letzteren Ortschaft. Im Zentrum und am linken Flügel entwickelte der Feind gestern Verne wichtige Täti^tt^ ägyptischen Front hat kttn Ereignis vvn Bedeutung in der llmgegeru) Von Katta stattgeftmden. Die Kämpfe am Suezkanal. Kvnftantinopel, 10. August. (WTB. Nichtamtlich.) Der letzte Bettcht, den wir über der: Kamps vom 22. und 23.. Juli in dem Gebitt von RoMsani und Katia erhalten haben, lautet: Unsere Mtttlungen, die mit der Bestimmung vorgerückt waren, einen Erkundungsangriff cmszuführen, hatten voll Aufopferung den Sturm gegen die stark eingerichteten Stellungen unternommen Sie besetzten die efftem Linien der fttndfichen, Gräben und gelangten gegen Abend an die Drahtverhaue der serndlrchen Hauptstellung. Zn der Zwiscliienzeit hindettei: verheerende Sandstürme die Bewegung unseres linken Flügels Und nahmen ihm jede Mpqttchkttt, die Eickundung :vMerzuführen. A:rs dieser Lage z!og der Feind mit Hilfe von Abteilungen KLnrelreitertt uich Der- stärkungen, die er aus der Richtung vvn Kantara^und Duidar her- >cn:sühtte, Nutzen, und machte einen überraschenden Angriff gegen den Rücken unseres linken Flügels. Von diesem fiel ttn Teil nach langwierigem Kampfe ft: die Hände des Feindes. Einige unserer Maschinengewehre, die ft: der Stel- 2 ing zurückgeblieben waren, wurde:: nach Unbrauchbarmachung auf- genommen. An: 23. Juli unternahm der Fttnd mit allen :einen! Kräften und Verstärkungstruppen, die er ttligst aus KLntarLyer- anführte, einen Angriff auf unsere Truppen, d:e :n dem Gebvtt vvn Katta lagerten, wurde aber infolge unseres Ge gen angnH zurückgefch lagen und erlitt schwere Verluste, -on der Nacht vom 23. zum 24. Juli zogen wir unsere Truppe:: aut e:n/ Linie östlich Katia zurück Eine Reise des Reichskanzlers nach Wie«. Berlin, 10. Aug. (WTB. Amtlich.) Der Reichskanzler ist mit dem Staatssekretär v. Jagow nach Wien ab gereist, um den Besuch des Ministers Baron Bu- rian in Berlin zu erwidern und die Besprechungen über die Ordnung der Angelegenheiten in dem von den Verbündeten gemeinsam besetzten Gebiet fortzusetzen. Kuropatki«. Petersburg, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Delegraphen-Agentur. General Ku- ropatkin, der Oberkornmandierende an der Nordfront, ist zum Generalgouverneur von Turkeftan ernannt worden. Der Seekrieg. Ein italienischer Ueberdreadnought in die Lust geftogc». Bern, 10. Aug. (Zf.) Das ^„Pettt Jmrrnal" meldet ans Turin: Am gestrigen Tage war das Gerücht verbreitet, daß der italienische Ueberdreadnought „Leonardo da Vinci" im Hafen von Tarant in die Lust geflogen ist. Man weiß nicht, ob die Katastrophe, die leider wahr zu sein scheint, durch einen Zufall, ein f eind- liches Torpedo oder im Verlaufe eines Kampfes mit einem feindlichen Geschwader hervorgerufen wupde. („Leonardo da Vinci'" ist ein am 14. Oktober 1911 vom Stapel gelaufenes Linienschiff von 22 400 Torrnen Wasserverdrängung nttt einer Artillerie von 13 Geschützen von 30,5 cm, 18 von 12 cm und 20 von 7,6 cm Kaliber und einer Besatzung von 994 Mann.) ^ Kopenhagen, 10. Aug. (WTB.) Die „NationalTidend«^ meldet aus Kttstiania: Aus Bergen wird gemeldet, daß der große englische Dampfer ,Jupiter", dessen Ankunft bereits letzten Freitag erwartet 'wurde, wie jetzt angenommen wirb, von ttnem deutschen Tauchboot t orpediert worden ist. Die Besatzung eines ft: Bergen ttngttroffcnen norwegischen Dampfers berichtet, daß sie ans der Fahrt von London drtt große brennende Schiffe gesehen hat. Die Nattonalität war nicht ieskzustttlen, da die Schiffe berttts bis zur Wasserlinie niedergebrannt waren. Der norwegische Dampfer btta:ü> sich Anfang voriger Woche in London und war Zeuge ttnes nächllichen Zeppttin-Angttffs aus den Hafen Spanien und Portugal. Bern, 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Temps^ aus Madrid hat unter dem Vorsitz des Wnigs ein Ministerrat stattgefuuden, in dem die Beziehungen Spaniens zu Portugal ausführlich erörtert wurden. Diese bildeten gestern und heute auch den Gegenstand privater Unterredungen zwischen den Ministern bei dem Ministerpräsidenten. Der König bleibt in Madrid, um die endgültigen Beschlüsse des Kabinetts zu bestätigen. Ass dem Reiche. :n Die Fifchpreift. Die Höchstpreisfestsetzung für Fische haben nicht jeder Beziehung erfreuliche Erfolge gezttttgt. Einmal haben :e vcrhindctt, daß Fische in starkem Maße in die großen Kousmn- zentren gelangten; die Fische sind vielmehr in der Hauptsache auf dem Lande verzehtt worden. Die entsprechende Abstufung zwischen den Prttse:: auf dem Lande und in den Städten, die ttne ausreichende Fisc^ufuhr in die Städte gewährlttsten würde, läßt sich ehr schwer durchführen, well die Händler zu den Stadwreffen verkaufen, aber wegen der auf dem Lande herrschenden Höchstprttse doch nicht die enffprechenden Preise anlegen dürfen. Der Fisch ist daher pn größten Teile auf dem platten Lande geblieben. , ^ t . . _ Soweit es sich um Teichfische handelt, du i-u «rem be- sttmmten Ztttpunkt gefangen werden^, hat sich gezeigt, daß rnfolge der L>öchstpreise die Fische nttt ttnem Wale Ms den Markt geworfen iverden, da ttne Prttsstttgerung infolge der Höchstprttse nichts mehr zu erwarten ist und daher der Händler kttn Entgelt für lange« Aufbewahrung erhält. DaS hat insbesondere che: Karpfen und Sel-ltten zu ttnem unwirtschaftlich schnellen Verzehren der Fische go- fühtt. Endlich muh btt Festsetzung von Höchstpreisen, wenn man keinen Tttl der Prodnzertten und der Händler schädigen will, :mmer auf die ungünsttge:: VerMtniffe Rücksicht genommen werden. DaS verteuett für den Konsumenten die Fische, ohne dem Produzenten Reichskanzler hat daher auf Antrag des^Krie^. Ernährungs-Amts ttne Bekanntmachung erlassen, durch d:e fflr Karpfen und Schütten anstelle des Höchftprttses ttne Syndizierung gesetzt wird, die ttne ausrttchende Ueberwachung des Prttses gewährlttstet und donebe:: möglich macht, die Terchftsche in ditteuigen Gebiete zu bttngen, in denen sie zweckmäßig verz^chrt werden sollen, nämlich in die großen Konsumzentren. Zu diesem Zwecke ist, unter fchtarsvr Rttchsäufffcht, die Kr:egsgese1I- schaft für Teichfischverwertung m b. L. :n Berlin W., Königin-Au-gusta-Straße 21, Geschäftsführer Herr Klee, gegründet worden. ., M Der Absatz von Karpfen und Schltten ist fortan an die Geneh- migung dieser'Gesellschaft gebunden. Bon der Genehmg ungsp flrcht sind rtt>iglich ditt ewigen Karpfen und Schltten ausgenomm en, Jy aus inländischen WLldgeiwäffern oder aus rnlcmdttchen Lerchwvt- schaften runter drtt Lwktar stammen. Die Gesttls^haft wrrd den Absatz der Karpfen und Schltten mit Hilfe von Konnnnnen und Handel vornehmen. Sie wird unter Aufstcht eines durch den Reichskanzler zu ernennenden Bevollmächtigten ficr d:e Regttung des Absatzes und für ttne angemeffene Preisbildung Sorge tragen. Berlin, 11. Aug. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, daß die Stadt Köln es erreicht habe, daß der Bevölkerung Birnen für 15 Pfennig für das Pfund von den Großhändlern verkauft werden, welche ihrerseits 11 Pfenrrig zu zahlen hätten. Berlin 10 August. (WTB. Amtlich.) Ein feindlicher Flieger warf in der Nacht vom 8. xum 9. d. Mts. mehrere Bomben auf Rottweil in Württemberg ab. Ein Wohnhaus wurde getroffen, mehrere Personen verletzt. Milftättscher Schaden ^trUn, 11. August. Nach dem „Berliner Tageblatt" wird das herzoglich an Haitis che Lan de sernährungsamt nicht mehr als sechs Mark für den Zent ne rausger erster Kartoffeln zahlem Nach dem ..Anhaltischen Generalan- m.arc 11 :mrd in Kalbe das Strafverfalwen gegen Kartoffel er z enger erössntt, welche Spätkcrrtofseln gegraben und als Frühkartoffeln verkauft haben. „ t .. Königsberg i. Pr., 10. Aug. Nach den inmesben Feststellungen sind von 300000 geflüchteten Bewohnern Ostpreußens bisher 280 000 in ihre alte Heimat ^xstckgekehrt. 5Jti$ Stadt tifitfe Land. Dießen, 11 . August 1916. Kartoffelpreise. Seit kurzem ist bei den Kvrtosfeln der bei Lebens- intteln gewiß seltene Fall erngetreten, daß die amtlich festgesetzten Höchstpreise von den Erzeugern nicht qleich- als Mindestpreise angesehen werden, sondern daß Die Kartoffeln u n ter dem Höchstpreise angeboten wer- oen und erhältlich sind. Obschon der von Reichs wegen festgesetzte Höchstpreis zurzeit (ab 11. d. Mts.) 8 Mk. "für den Zentner betragt, kann man Kartoffeln zu 6—7 Mk. für den Zentner kaufen. Seine Erklärung findet dieser Vorgang darin, daß die amtlich festgesetzten Höchstpreise, jedenfalls unter dem Eindruck der damals bestehenden Kartoffelknapp- hert, wesentlich zu hoch festgesetzt Worden sind, wie dies auch von einsichtigen Landwirten zugegeben wird. Die Preise wurden bereits zu einer Zeit, als man noch keinen Ueberblick über den Ausfall der Kartoffelernte haben konnte, fest gelegt. Naturgemäß spielt nach dem bekannten nationales Grundsatz von „Angebot und Nachfrage" der Ausfall der Ernte bei der Preisregulierung eine wesentliche Rolle. Zu einer Steigerung des Angebots mag auch der Umstand beigetragen haben, daß man eine gleitende d^sskala wählte; die Kartoffel-Erzeugerpreise fallen atl- V 1 ™« - 9 Mk. für den Zentner am 1 . August aus ü Mk. am 1. Oktober d. I. Deshalb haben die Kartoffel- erzeuger ein Interesse darau, ihre Kartoffeln möglichst frühzeitig auf den Markt zu bringen, Um die höheren Preise auszunittzen. Teilweise inußten die Behörden bereits besondere Verbote mit Strafandrohung erlassen, um im Interesse einer gleichmäßigen Versorgung und der Haltbarkeit der Kartoffeln das Ausmachen vor der völligen Reife zu verhindern. Mehrere Kreisämter der Provinz Oberhessen haben in anerkennenswerter Weise durch öffent- liche Bekanntmachung ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Marktpreis für Frühkartoffeln zurzeit wesentlich nredriMr ist als der gesetzliche Höchstpreis, und daß es daher als übermäßige Preissteigerung zu bezeichnen ijt, wenn Landwirte den Höchstpreis für Kartoffeln ver- langen. Während vielen Städten durch Verderben der Frühkartoffeln infolge unerwartet rascher Anlieferung großer Mengen empfindliche Verluste erwachsen sind, konnte dies durch vorsichtigen Einkauf in Gießen vermieden werden; 06 ^..allerdings in Kauf genommen werden, daß QUl für einen halben Tag eine gewisse Knappheit an Kartoffeln eintritt, da mit Rücksicht auf die geringe Haltbarkeit der Frühkartoffeln größere Vorräte nicht angelegt werden können. 9 s ö n b e § - u n i 0 c r M t ö t. Dem Professor Dr. Ranch Mett ^'gh'brer in einem Kriegslazarett, wurde das Hessische Mllitar-Sanltatskreuz verliehen. " Aus zeichnu n g e n. Dir bei einer Fuß-Art.-Battr. in den Vogesen stehende Unteroiftz,er Leonhard Treu sch. welcher schon NN Besitze der Hessischen Tapferkertsmedaille war. ist jetzt mit dein Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet worden. — Gefreiter Herin M I-it Beginn des Krieges W m zweitenmal im Scften lieht, erhiett vor Verdun das Eisern- Kreuz. In Rußland erhielt er die Hessische Tapferkertsmedaille und wurde zum Gefreiten befördert. . *? 0 ? u *! 9 tve h r. Pflichtübungsmarsch: Sonn- >^s^er Ganseburg, Großen-Bnseck nach Treis (Waldweg). Abkochen. Alle Kochgeschirre, Beile und Picken sind mttzubringen. Antreten 9 Uhr (Gabelung Licher-Grün- bergsr Straße). Abmarsch 91/4 Uhr, Rückkehr 6.10 Uhr Hoteldiebrn. In der Nacht zum 6. August 1916 wurden Ä Dueklvrium der Rerchsversicheruiigsansialt für die Angkfielltmversicherwig hat beschlossen, bei vcrstänwte>l Kriegsbe- schädigten die Ber u fSb e r a i >, n g uiid B >- r u s sn m l c r n u n q als Heilverfahren im Sinne des § 36 des VersichernnaSaesekes für bic AngesielltiMversicherung anzuschen und die Kasten hierfür zu üb ernehmen^ soweit sie lücht von dritter Seite getragen werdeil Difie Kosienübciuahmc soll auch ixmii ersolm^ lwot der bMec bei der ReichSversicherungsanstalt versicherte KriegsbeschLigte für euan Berus ausgebildet wird, nach dein er Lili ! -J m ^ naä * Versicheningsgesrtz für die Am- IS Ä? verstcherten Angestellten nicht mehr gehört tüe Bbr^sumllerming soll durch die für ''S< | 4ai»i«tn | fü r iot0C gegründeten öffentlich rechtlichen Or- " "wlgcn. Innerhalb dieses Rahinens übcrnimmi dt- Kosten der Hin - und Rück iAusbilÄungsvrt. die Kosten des Unterer Wo ÄMtwendtgen llnierrichismiiitel, di- Kosten laltsorte^bis n , 9 U " b n ® am! auSioartiscii Auseni- öat bc '°® ^.Derpflegiingssatz bon 6 Mark, nh,,- le ^ef4flä>igtc Angehörige, deren Unterhalt er ganz fö^bgend aus seinem Arbeitsverdienste bestritten Hai, so irnS phEaÜ* 6 ™ ^ ? usgeld gewährt. Tie für die verwundeten nn ' nehmrr sowie sonstige HeeveSangehörige Beratungsstelle für Arbeiterver- o ? uNv., die Dienstags und Freitags von ... »-L s«»»».«.» ,mt .« sÄufl *" ä’S"»'” teiijs sr= ,s. Sr f- eitG 8 ? ct goldene Ringe und eine Haarkette mit gol- enem Anhänger beim Roten Kreuz abgegeben worden. »n» t)pr A«Irr ^ ^ G i e b e n e r Kaninchen markt zeugte t günstigen Aufnahme dieser Einrichtung. Wurde doch dies- den, 3 Q f)( der zum Berkciui oestellten Tiere gegenüber 5. , 5 ^ nr x f ? ^reicht, nämlich 142 Tiere der verschiedensten S b ' c§I c nn i wechselte manches Tier seinen Besitzer ! 9 *^ 0 * ßndet am 3. September statt. AuneuMiÄt?^ ' nnb Berufsgenossenschaft. Klangen die Beitragszettel für die Erhebung der fih hJfcS iqife Berufsgenossenschaft V; 19lo zur Verteilung. Tie Erhebung des Beitraas ^gt ^pr^lenö den gesetzlichen Bestimmungen nach dem SteuL beitragspflichtigen Grundbesitzes, wie er für die Ge- ab wird r^r bie Grundstücke rn der Nahe der Städte, die ^teucnüiert haben, ermäßigen, da nach der vom genehmigten Satzungsänderung der Höchft- §^^ues Grundstückes, der für die Umlegung der Beiträge in kommen soll, 1 Mark für das Qnadravneter n\M LS SfTar lft - fÜr fe r f! b . s und forstwirtschaftlichen 1 ' tatt des brslierrgen Mindestberkrages von 2 Mark nur LS ^entrichten. Gerade dieser Mindestbetrag war der Klagen und vieler Einsprüche bei der Berufs- -ie Trockenkartoffelver- bsellschaft m b H. Berlin (Teka) macht dar- daß auch, kartoffelmehlftaltiges Puddingpulver lÄö^nt^s^^ der Bundesratsverordnung vom 80. November - rtö ^ utte Erzeugnisse der Kartoffeltrvcknerei und .°§eKa^abrikativn bei der Teka anzuinelden sind, tw*. heutige Kreisblatt enthält folgende Bekannt- Speisefette, Höchstpreise für Brotgetreide, Landesbrotmarken, Zucker für Bienenzüchter. amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieben in unserem heutigm Blatte befassen sich mit dem Verkehr mit Brotgetreide und Mehl aus der Ernte 1916, dem Verwiegen der en c en Getreidcvorräte und dein letzten ^vstimpslinge, der °us Mittwoch. An^geÄ Äf ^tigÄte n0en ’ 5011 BCTWdf “ ° Uf Me Frau begrüßte ihre Tante aufs herzlichste und weilte etwa * l ”£ Aiu^rde bei ihr. Die Weitersahrt von Bad-Nauheim K,rssel erfolgte mit Extrazug. — Am gleichen Tage weilten die Tochter des bulgarischen Ministerpräsidenten Exz. ckravoslawow m unserem Bad. Zum gemeinschaftlichen Tee aus der Kurhausterrasse waren die hier zur Kur anwesenden bulgarischen Offiziere eingeladen. m.u.f ‘k ™ X{ 5 b a c ? • H 'Ilug. Der Ossiziers-Stellvertreter Feld- En-!.,., tt* an $ °m ö r 4 ‘ Rom P* 168 ' Butzbach, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasie alisgezeichiiet. oa. Ossenheim. 1t. Aua. Dem Oberleiltnant und Kam- n^i^ülhrer: Oberförster Maul in einem Res.-Inf.-Rgt. im Oste,, fl nn r,!; fet,,e ^nz 1. Klasse verliehen. Es wurde ihm vom General selbst angeheftet. Starkenburg und Nheinhessen. f2. r - m ^ abt ' 1Ü- S ^ U9 ' Än einer Wohnung der .Aichlb^ergstruße kam eine ältere Frau dem Herdfeuer zu nahe, wobei ihre Kleider in Brand gerieten. Die Frau verbrannte am ganzen Leibe in säMerer Weise und kam sterbend ins Krankenhaus. cH^örselden, 11 . Äug. Nahe dem hiesigen Bahnhof Üch gestern früh bie Ehefrau B. Schulmeyer von dein S ! totfahreu. Ein langwieriges Leiden hat die tfrau tn den 4 . 0 b getrieben. P f orn L 3 / V 1 * ^sig. Der Senior der hiesigen Lehrerschaft, 0 " Rieß, feierte gestern sein goldenes Dienstjubiläum. us diesem Anlaß fand in der Nibelungenschule, seiner Wirkungs- ?-Meter statt, an der sich die Vertreter der Behörde., ^ b . h^ Lehrerschafl m reicher Zahl beteiligten. Dem Jubilar wurde vom Großherzog der Diel eines Rektors verliehen. . ^ Hessen-Nassau. or^ ha * iT l i° en i op5 ' 11. 2Uig. Unteroffizier Gg. Kunkel aus Achenbach, nn Landst.-Jnf.-Regt. 17, wurde mit dem Eisernen Zireuz ausgezeichnet. f F ' r rt cw b e c ß ' ^0- Ang. Gastwirt R u p p erlegte einen W^Pfun/wo^ ^ E e n d e r im hiesigen Jagdbezirk, der aufgebrochen LLÜ' ^0. Aug. Bor einigen Tagen wurden von den Än S TT !J^ eTer Fabrikgebäude die gesamten Bleiplatten ge- deln^.' crn " tt ? f te ,? ic Polizei, die hoch oben auf schwrn- ^s.^^Äo bei rhvm Feststellungen die Kletterkunststücke des wag- uachmachen mußte, einen Glasergesellen. Dieser verrichttt m ° l ÖUT *** ® e6äubcn Ausbesserungsarbeiten ✓ ff T~ " ! b o , 10. Aug. Hier wurde ein Frauenzimmer ver- hattet, das sein zweiiahriges uneheliches Kind verhungern ließ. Landkreis Gießen. vir&Z . 1 L n n ? l ii e 11 • Aug. Hier ist die aintliche Nach MEtroffen, daß Musketier Karl «Gerhardt im Res.-Jui. gestorben' ist" 6ommer 1915 vermißt wurde, fürs Vaterland Droßen-Buseck. 11. Aug. Da? Hessische Militär- ^'N-^iIns?-^'"^v" b »^^T^vkerkeitsnredaille erhielt in Ansehung Verechsla,Ä-t?'Ä b '^rankenpflege der hiesige leitende Arzt vom ^ ^ n n o n 9 c l' “ Das Eiserne Krenz b ^."" hresigen Lazarett besindliche Unteroffizier m?$ b ? n L er ÜCr einiger Zeit bereits durch das lirealenburgrsche Militar-Verdrenstkreuz ausgezeichnet wordeii ist. Wehrmann Gefreiter Heinrich Schäfer erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Kreis Büdingen. rvv... ~ Büdingen, 10. Aug. Der MetzgevvmchanÄ für den Kreis ^ ^ l^SMN Versuchen eine Kriegswurft bergesteNt, die von morgen an in den Handel kosmmt Die sehr LÄlbafte und schmackhafte Wurst besteht aus Blut, Speck bag ist die Hauptsache - 84 Pfennig das Pfund. Sie rst, wenn sw kühl aufbewahrt wird ^ c? x t r x .ballbar. Wenn die Büdinger Kriegswurst Unklang ftndet, soll ihre Herstellung in größerem Maßstabe er- Wlgen. Der Pwis i^r Wurst wird sich dann noch wefter verbilligen n ' n * A"6. Gefreiter Wilhelm Vräfried vom 61. Feld-Art.° R eg t., leichte Munitions-Kolonne, 1. Abteilung wurde m. dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. - Die beiden I r tCr m 7 ÖOt V Lehr-Jnfanterie-Regiment, Heinrich Wolf ^ ^ ^ im 1°- ^ug. Der letzte Lkbendzug, der sonst soä^na^DÄ anderthalbstündige Vrr- iMung. Dies hatte seine Ursache dann, daß die Maschine bei Oberieemem mfolge bis jetzt noch nicht aufgeklärter Ursache jedenfalls drrrch eine gelockerte Schraube, entgleiste und auf freies Strecke liegen bleiben mußte, bis ein Leerzug von Gedern ein. Kr^ zahlreichen Reisenden nmsteigen mußten. Glücklicherweise blieben Maschine wie Wagen stehen lovdiircki fedes weitere Mglück unterblieb, das an der sehr- abschüssigni kurvenreichen Stelle allerdings sehr schwer hätte werden ^ mehr da der Zug mit Ausflüglern, u. a. mit einer Offenbacher Schule sehr stark besetzt ivar. Kreis Alsfeld. ga. Ilsdorf, 11. Aug. Am 3. Juli ist der älteste Snbn ! im Jns^-Rat Eugen I ü n g st, Ossiziersaspira.tt gefallen lQ8, au ^ ^E,n Felde der Ehre im Alter von 19 Jahren ./x-^omrod. 11. Aug. Forstmeister Nikolaus, Regj mit b ™ «f*»*" Kreis Schotten. □ L am b a ch, 10. August. Die von Hungen kommenden Zuge morgens 8 Uhr, mrttugs V 2 4 Uhr, kamen gestern mit Süßerer Verspätung hier an; Schuld daran trug die Neu Anstellung einer Lokomvttve, die unterwegs t^n Dienst versagt hatte. Schlecht ist es den Reisenden der 2 und 8 l die mit dem Mendzug hier eintrefsen wollteii, ergangen Der I Zug fuhr von vorletzter Station ab, ohne den Wagen'mit zunehmen. Nachträglich wurden sie dann mit frischem Dampf von La^ach aus abgcholt. - Der Vizefeldwebel Forst' assessor Wilhelm Gocheii lvurde zürn Leutnant befördert. ko. Aus dem Vogelsberg, 1l. Aug. Im vorigen Jahr war d,e Hrmbeerernte eine gute, doch dieses Jahr stehen die Himbeeren so dünn, daß sich kaum das Einsainmeln lohnen wird. ' Kreis Friedberg. ^ dberg, 11. Aug. Dem Bezirksfeldwebel Waller verste^en ^kskommando hier wurde das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen > kd. Bad-Nauheim, 11. Aug. Die Kaiserin traf ! gestern vormittag, mit Kraftwagen von Homburg kommend in Begleitung der Hofdamen Gräfin Rantzau und Gräfin Eulenburg und des Kabinettsrats Frhrn. v. S p i tz e u - berg zum Besuche der hier zur Kur weilenden Prinzessin Henriette von Schleswig-Holstein ein. Die Kaiserin wurde bei ihrer Ankunft vor dem Parkhotel von' der : der Prinzessin Fräulein von Schi lg eu und vom Großh. Baoedrvekwr von Boehmer enrpsangen. Die hohe Die GMimkmlsftelle ist morgen von fft bis \2% Uhr geöffnet! m Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 12. Ang. ISIS- ck.echselnd beivölk t, alleusnlls aeringe Niederschläge, etwas kühler. Letzte Nachrichten. Der Stabschef der deutschen Somme-Armee über die Offensive. tn,11. ?tug. Die „Kölnische Zeitung" bringt Aeußerungen! vev me deutsche Front an der Sonrme vetterdigenden Stabschefs der dortigen HeeresgZ-nppen. Danach ist die eigentliche Krisis der engllsch-sranzösischen Offensive vorüber. In der Sonrmegegend war e p c r m q cf) t, die sich in den ersten Julitagen auf die deut- schen Lmien wart, ungefähr eine zehnfache. Daml aber waren ran geführten deutschen Verstärkungen und namentlich die t tar ^ ^nug. um sicheren Widerstand zu gewährleisten. Itoch etwa kämmende kleinere örtliche Erfolge inachen für den Erfolg des Ganzen nichts aus. Die Llngrisse sind rwck) immer außerordentlich schwer und werden es vorerst noch bleiben, bis die Gegner einsels-en müssen, daß dies sinnlose Himiimden ilner Volks- kraft zu keinem Ei'solge führt. Bvi den Franzosen ist die Er- schopsung zweifellos schon stärker als bei den Engländern. In diesen ^agen ernten wir an diw Sonrme die Früchte unserer Verdun-Offensiv e. Hätteii die Franzosen bei ihren Angriffen nochf mehr Reserven, zur Verfügung gehabt, so wäre die Lage m den ersten Wochen für uns erheblich gefährlicher gewesen. ^;etzt stehen wir der weiteren Entwickelung ruhig gegenüber. Wir smd aus alles, was kommen kann, gefaßt uiid vorbeveitet. Gefecht von deutschen Unterseebooten mit feindlichen Bewachungdampfern. Berlin, 11. Aiig. Einige unserer vor kurzem in die Heimat zuruckgekehtten Unterseeboote hatten am 11. IM östlich vom ^i r t h os Forth ein längeres Gefecht mft feindlichen sewacksungsdainpsern, über das der „Berliner LvSalanzeiger" jvl- gendes erfähtt: Aui Mend des genannten Tages hatte cine^ üblerer Unterseeboote einen großen und zwei kleine bewaffnete englische ^nschdampfer in Sicht bekommen und lief auf sie zu. Die drei Dampffer fuhren darauf mit hoher Fahtt nach Westen auf die Allste zu, gefolgt und beschossen von dem Verfolger. Während dieser Verfolgung kamen nacheinander drei weitere deutsche Unterseeboote heran und erösfneten das Feuer zunächst ans den vordersten Dampfer. Nachdem auf dieiem durch Treffer die Ges'stützmunition zur Detonation gebracht war und der DaMpser brennend achteraus sackte, wurde der letzte Dampfer iinter Feuer genominen, da erkannt wurde, daß auch der mfttlere Damrffer infolge verschiedener Treffer schon den Dampf abließ und znriickblieb. 9llle drei Bewachungs- fahrzeuge wurdeil darauf durch, Geschützfeuer der beteiligten U-Bovte bezw. durch Spreugpatronen versenkt. Auf den sinkenden Dampfer „Onward/ wurden von einem der U-Boote Mannschaften geschickt, um möglichst das Geschütz des Danrpfers zu bergen. Die Arbeit erwies sich aber als zu schiver, so daß nur der Verschluß des Geschützes und die Visiereinrichtung fortgenommen wurden. Die Besatzung des Lampfers von 16 Mann lvurde zu Gefaiigenen gemacht Bon ihnen gehörte nur der Kapitän als Unterleutnant und em Untevofftzier als Gesckftttzführer der englischen Marine an alle anderen waren Zivilbesatchng. Dir Italiener in Görz. ^ Aug. Der militärische Mitarbeiter der ,93^* Uner Morgenpost" schreibt: Die Italiener haben durch die letzten Kämpfe einen taktischen Erfolg erzielt, der in Italien selbst gro- ßen JnbÄ hervorgernsen hat. Aber schoii beginnen einzelne italienische Blätter, lmc z. B., der „Avanti", die Bevölkerung vor einer Ueberschätziing des Erfolges zu warnen. Sie wiesen mit Recht darauf hin. daß die Oesterreickrer ö st l i ch v o n Görz im Gebirge m neuen Stellungen stellen, die schon seit längerer Seit vorbereitet und ausgebaut worden sind und daß das k. imd k Heer in ihnen einen erneuten und nachhaltigen Widerstand leisten wird Tatsächlich ist iiamentlich auch der Geländegewinn, den die Italiener erzielt lwbeii, nur gering. Sie habeii die österreichischen Stellungen ivohl zuriickgedrückt, aber nick>t durchdwctien . Die Oesterreicher sieben jetzt in ihrer Hauptsvidersiand^linie. in dem- lenigen Llbschmtt, bcu sie von Anfang an als günstigsten bezeichnet hatten. W'olleii die Italiener ihre Eftolge mrsnntzen, so siiid sie zu neuen opferreick)en Angriffeii gegen die festen (RbirgssteNiingen der k. und k. Trnppeü geznmngen. Hughes gegen Wilson. Genf, 11. Aiug. „Petit Parisien" berichtet aus Wasinnirtonk Ter i-epublikanische Präsidentsckwftskandidat Hughes griff in einer neuen großen Rede in dar New Borcker AreadiahaU die aus rr'ärtigc Politik des Präsidenten Wilson aus das b e f t i g st e an. Er wandte sich insbesondere gegen die mexikanische Politik des Präsidenten, die er als sch ä n d l i ch bezeichnete Ueber die Politik Wilsons gegenüber den K riegsiiirrenden sagte Hughes. Wilson habe es fertig gebracht, daß der Name eines anrerifanüctWn Bürgers ohne Wert sei und daß die Amerikaner nicht mehr aus der ganzen Erdoberfläche Schutz genießen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen. Verluste sagen wir allen auf diesem Wege innigsten Dank. 011191 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: AM« Seemann M. geb. Roth. 1 W-U'M' NP Danlsaguug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meines lieben Mannes und unseres guten Vaters Gefreiter Kar! Henkelmann sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Frau Lin« Henkclnim Kn>. tiniiftit!i). Heuchelhetm, den 11. August 1916.s 011188 Zwan zigtausend Einmachgurken sind eingetroffea. 5762 Konsumverein Stessen u. ümg. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute nacht 12 Uhr meine liebe Frau, unsere herzensgute «Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christina Boiler geb. Brftckel unerwartet im Alter von 56 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. In tiefer Trauer: Heinrich Boiler II. . Heinrich Boiler Y., z. Zt. im Felde, und Familie * Karl Boiler III., z. Zt. im Felde, und Familie Wilhelm Boiler, z. Zt. im Felde Willi Spies, z. Zt. im Felde, und Familie. Lang-Göns, den 10. August 1916. 15749 Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 3^ Uhr statt. in schwarz und farbig für Binsen, Kleidern Q + nffp und kzsia ü L UI!b Kleider- Äusputz - — Meter von 2.50 bis 10.90 Hark in 15 verschied. Qualität en u. zirka 200Färben Muster u. Auswahl bereitwilligst CfTTndehaus Qalomon, +// C/ << :,jUJrvß<, Emteresben GarMänder empffehlt .[5752 a Edgar Borrmann, Eisenwaren,HanÄ-K&changor. Emtestricke gefärbt in J» Qualität emvftehlt 15845 ffl. ßosenthal Liebiastr. IS. Fernwr. 77. lTr2H0pHftl9 Schlei®? Blasen 111 uUul Schürzen Cr0pe Flore %debaus \ a!om on. V SchUislraflo und Damenabieilmig. Samstag, 12. August Vereins-Abend. 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Dte ^denIbaF höchsten Hreiie zahle für 5665 MIM SefanntmßdiunacK Der Stflöt (Sielen. Nachstehende Polizewervrdnung bringe ich hiermü zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 10. August 1916: Der Oberbürgermerster. I. V.: Em melius. Bekr/: Verkehr mit Brotgetreide und M-eht tet Ernte 1916. , . „ „ t t . Auf Grund des Artikels 64 des Gesetzes betreffend du innere Verwaltung und die Vertretung der Kreisrund der Provinzen bestimmen wir mit Zustimmung desKrers- ausschusses und mit Genehmigung des G-votzy. Mrnrste. riums des Innern: ^ ^ _ ... § 1 Mühlenbesitzer, Händler, Bäcker nnd Koudttoren, die nicht bereits durch gesetzliche Vorschriften j\vc Führung vmi Lwndelsbüchern verpflichtet sind, smd gÄMen, während der Dauer der durch die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 29. Juli 1916 angeordneten R^e- lung des Verbrauchs von Bjrotgetrerde und Mehl tagtich Wer den Zugang von Getveide und Mchl und über drd Verminderung ihrer Vorräte durch Verkauf oder Verba ckung Aufzeichnungen zu machen; diese juijp \n ein chie^u besonders anzulegendes Puch oder Heft einzutragen., . § 2. Zuwiderhandlungen werden nrft Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. § 3 Die Polizeiverordnnng vom 11. August 191b ist mit Wirkung vom 16. August 1916 an aufgehoben. Gießen, ben 4. August 1916. 57598 Großh. Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. zum Schlachten. M. Keßler, Pserdcmetzger 1l» ital. Hühner 1015 mit Hahn preiswert z. verkaufen. Rödgen, Bahnhofstr. 1. 8älläsrvsgeaiKorbw.)gut erh. zu verk. Vlßa\-Aul. 4411. [ oni9a Gebrauchte, guterhaltene große und mittelgroße Kisten kaufen einzeln und in Waggmiladungen [ 6m ieiriet Selbe!, Metallwarenfabrik, Marburg a. d. Lahn. Wir kaufen jedes Quantum 5669V Schuhmacher gesucht. BliiUsr, Woibangasae23.[ oul8 Hausbursche gesucht. Äuse. 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In der Zusa»nmenlegnngssache von Oberguembach Kreis Wetzlar, soll der Ausbau der Folgeeinrichtungen im Wege öffentlicher Ausschreibung verdungen werden und zwar: 16044 edm Erdbewegung, 32326 lfd. m Wege, 11673 lib. m Bad)lause und Entwässerungsgräben, 3 425 Ifb. m Bewässerungsgräben, 804 Stückrunde Zementrohr-Durchlässe und Stirnstücke von 30—190 cm lichte Weite, 7 Stück Zement schleusen von 30-50 em lichte Weite, 412 qm Pflaster und Gestück, 16 cbm Blauer werk, 1850 lfd. m Dränage. Die Maffenverzeichnisse und Baupläne usw. liegen i»n Dienitgebäude der Königlichen Spezialkommission I zu Wetzlar, Philosophenlveg 26, Zimmer Nr. 12 während der Dienststunden zur Einsicht offen. Berdingungsanschlage können von hier gegen postfrele Einsendung von 3 Mk., soviel der Vorrat reicht, bezogen ^^Verschloffene Angebote sind mit der Aufschrift: „An vebot auf den Ausbau der Folgeetnrichtimgen in Ober- guembach" versehen bis Sonnabend, den 26. August ds. Zs. aormittags 10 Uhr, an die Unterzeichnete Behörde postfrei emzureichen. 5637 D Wetzlar, den 2. August 1916 Königliche Spezialkomimslion I. I. V.: Keller Oberlandmesser Xfiglöliuer aiiis Sagiöljueriniien gesucht. (5753 F. Bender «L Co. Zig arreufabrik. Ein sauberes, ordentliches Mädchen für die.Mchegesucht, dasselbe hat Gelegenheit, das Kochen zu erlernen. I°'24 Hiuler der West-Anlage 11 Einseaben an Zivil- u. Militärbehörden. Urlaubs-,Entlassungsgesuche usw. prompt und billigst l^"°o 8e!rnl8triLJe 11, 1. 8t. HühnersuLter Geflügelfurter Hnndeknchen neu eingeiroffen l 5750 Adolf Plack, Kolonialw. Neuen Baue 17, Tel. 568 Ges. für sof. in kl. bess. Haush. evgl., sauberes Mädchen, welches schon in Stellung war, erf.in allerHausarb. tst und a. eine Ziege melken rann. Ww. LTul'^ia ötsch, öoüenbach b. Niederschelden lSieg.i Braves, ordentliches Mädchen für Küche und Hausarbeit ges. kran Frans Bette . I 5755 Für Forstliaus auf dem Lande ein tüchtiges [5762 Mädchen gesucht. Näh. bei Postsekretär Sehrt. Hosmannftraffe 7. Nachlch-BersleigerNß. Im Hause: Dammstr. 6 dahier meistbietend Vvr- stcigcr»lttg des ges. Nach- 1a,'kbcsta»ldcs u»id zwar: A!outaa,den 14. d.Mtö. nachm. 2Uhr:Möbel.Hans- uud Zinchengcräte als: 1 Verlikow, 1 Schrcchsek- retär, 1 Regulator, 1 Sofa, 1 Kommode «antik», 1 Wasch- tisch, 1 1 h'ähmaschine. mehr. Tische, Stühle, Schränke, komvl. Betten, Spiegel, Bilder, Porzellan. Weiff zeug. Herrenkleider, Bor hänge, 1 Gasherd u. v. a. Tie»»ötaa,dcn 1k>.d.Mts., nach»n. 2 Uhr: die ges. Ein richtung des Spengler- etc. Geschäfts: ^ t ^ rr 1 Abfand-,1 Rund-, 1 Wulst-, 1 Sick-Maschine. 1 Loch- stanze, 1 Lötavparat, Lötlampen, Kluppen, Hänuner, Bördel, Feile, Scheren, Znngert, Winden und div. Kleinwerkzcug,Mechtaseln Zinkbogen, ^kupserwalzen, Gieffkannen, Rohrcn.Glüh- strllmpse und Zylinder, Leitern, Handrvageit u. v. a. Ferner für Schmiede, Fubriverksbesitzer, 3 Pa- tentachien ic 75,75 u. 121 kg schwer. Versteigerungen bestimmt. 15761 L. Alihfiff, Nachlechverwalter. Nachsteherrde Bellutuckumchung bringe ich hiernrft zur öffentlichen Kenntnis. ^ Gießen, den 10. August 1916. 6767B Der Oberbürgermeister. I. B.: Em melius. Bet t. : Das Verwiegen der ausgedrvschenen Getreide- Vorräte. In Anschluß cm unser Ausschreiben vvm 27 imb 28. v. Mts. zu den Bekarmtmachungen GvoßherzogltchenM-r- nifteriums des Innern vom 24. und 26. v. Mts., Kreis- blatt Nr. 84 und Nr. 86, haben wir folgende für dre vereidigten Wiegemeister maßgebende Vorschriften erlassen, deren Durchführung zu überlvachen ist. Vorschriften: 1. Die Wege, die vorschriftsmäßig geeicht fern nrntz, ist in leerem und belastetem Zustande vor, der Benutzung auf ihren richtigen Gang zu prüfen. Alle Angaben sind in Zentnern zu machen. , 2 Die Säcke sind bis auf den Restsack möglichst mrt der gleichen Getreidemenge zu befWen. Nach Schluß der Verwiegung ist die Anzahl der Sacke dürft) Nachzählen festztrstellen und es ist sodann das Gesauttnettoaewiftit des Getreides zu berechnen. Für das Gewicht eines Sackes können bis zu 2 Pfund Tara in Ansatz kommen. Der Getreidebesitzer oder ein von rhm vorher in dsst Dreschschem namhaft gemachter BevollmaftKgter hat das ertnittelte Gesamtgewicht als richtig anzuerkennen und zu bescheinigen. , ^ „ r ^ 3. Neben den Wiegescheinen (Dreschschem) hat der v«- eidigte Wiegemeister noch ein Notizbuch über alle Verwiegungen an jedem Dreschtage zu führen, so daß damit jederzeit die Eintragungen m dein Dreschfcheine verglichen und «ruf ihre Nichtigkert gevrüft werden können. . „ 4. Sämtliche nach Nr. 2 und 3 zu bewirkende Eintragungen sind mit Tintenstift vvrzunehmen. 5. Dem Wiegemeister ist es verboten, bei seinem eigenen Dreschgeschäst oder bei denjenigen eines Verwandten Verwiegungen vorzunehnren. In solchen Fällen hat der Bürgermeister für einen Stellvertreter zu sorgen: das gleiche gilt bei Erkrankung oder Verhinderung eines Wiegemeisters. 6. DaS erzielte Hinterkorn ist ebenfalls genau zu - verwiegen: die ermittelte Menge i\t in dem Dreschschein anzu geben. 7. Die Wiegescheine sind alsbald nach Ausfüllung vom Wiegeitreister an die Bürgermeisterei znrückzugeben. Gießen, den 4. Attgtrst 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen, gez.: D r. Usinger. Gasherde einflainmig u. mehrflammig sowie (RAKbratüfen in bester Ausführung und in allen Grössen empfiehlt zu billigem Preisen 11761 Edgarßorrmänn Eigenhändig., Neustadt 11 Der letzte diesj ährige öffentlicheJmbf- termin für die Erstinrvflrnge der Stadt Greßen wird nächsten Mittwoch,'den 16. August, nachmftt- tags von 4 bis 47 2 lhünkMch) in der Turnhalle dev Stadtmädchmschule, Schillerstraße 8, abgehalten. Werden Termin nicht benutzt, muß sein nnpspMchtrges Krnd auf eigene Kosten intpfen lassen. Geinrpfte Kinder, welche zur N«chscha.u noch nicht vor- gesteNt worden sind, müssen bei Meidnng von Strafe ebenfalls zu dem Dernrrn gebracht werden. Gießen, den 10, August 1916. 5/56B Der Oberbürgermeister^ _ I. V.: E m m e l i u s. Die Äluszahluug der Famisietrunterstützungen an die Angehörigen, der zum Heeresdienst Einberufenen für 16. bis Ende August 1916 findet statt: 5758B An diejenigen, deren Namen beginnen mit: Die »rstag, den 15. August 1916- J—R Mittwoch, den 16. August 1916 8—2 Donnerstag, den 17. August 1916. Zahlstelle: Stadthaus, Zimmer Nr. 7. . Zahlstunden: von 8—1 Uhr vormittags. Die Unter st ützungen dürfen nur an den vv rgenalnnten Tagen avgeholt werden. ' Die am 21. v. Mts. ungeordnete Sperre der Fuhr- werkswage vor de»n Haus Frankfurter Straße 63 wird hierdurch aufgehoben. _ 57608 Die int Fuli 1899 geborenen Lnndsturmvsiikhtigen der Stadt Oiieffen muffen sich am 15. August dft. FS., vormittags von 8—12 Uvr und nachmittags von 2-6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle ,neiden. Auswärts Geborene haben bei der Armteldung ihren Gebl'.rtSschein vorznlegen. Gießen, den 5. August 1916. ^ 567913 Ter Oberbürgermeister. I. V.-' Emmellus.