Nr. 186 Erster vlatt Der GfetaKr Lvzei-rr erschein tätlich, cncher Sonntags. — Berlage«: viermal wöckenri^ch SletzenerKmullienblätter; z»v ewralFv öche n t l.lkeir- b Mißt ien Urcis Gießen (Dienstag und Freüag); zroeimal monall. Laue- iBrhchaMcheLeitfrgHen Fenisprech - Anschlüße: lürdie SchetitteitmiqttZ Verlag,GeschLdrsfteaeöL Adresse lür Dvaiuuach- richten: Lr^LigerStiessSN. Ammhme von Anzeige« lür die Äigesnmnmer bis zum Avend vorher. 166. Jahrgang Donnerstag. 10. August M Gietzener Anzeiger Senerül-Akzetzer skr Oherheffe« W ** » feil richtssaal: Fr.R.Zenz; Rotation stend «nb Dertog der Vrnhl'schen Unrv.-Vuch- ujta Steiitarnderei N. Lange. Schriftleitrmg. Seschästsftelle und Druckerei: §chulftr.7. BeckImtlichin'Gießen' Bez«gsvrel>: inonatl. 90 Pf., Vierteljahr!. Mk. 2.65-, durch Abhole- iu Zweigstellen w.onatl. 90 Pf.: durch diePost Dck.2.^5viertel- jährl. ausfchl. Bestellq. Zeilelrpreis: lokallSPs.. misw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Lano, Vermischtes und Ge- Günstige Lage im Westen. Rene russische Angriffe abgeschlagen. heftige Rämpfe um Görz. (WTB.) Großes Hauptauartier. 9. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die gestern berichteten Angriffeder Engländer und Franzosen nördlich der Somme gegen die ganze Front vom Foureaurivalde bis zur Somme sind gebrochen. Die Engländer liehen zehn Offiziere, dreihundertvierund siebzig Mann an unverwundeten Gefangenen in unserer Hand und bähten sechs Maschinengewehre ein. Sie hatten schwere blutige V e r l u st e. Ebenso scheiterte ein heute nacht auf der Linie Ovillers— Bazentin-le-Petit vorgetragener starker englischer Angriff. Rechts der Maas griffen erhebliche französische Kräfte mehrmals im Thiaunwnt- und Fleurhabschnitt, am Chapitve- und Bergwalde an. Mit schwersten Verlusten muhte der Gegner unserem Feuer und an verschiedenen Stellen unseren Bajonetten weichen. Die Zahl ber in unsere Hand gefallenen Gefangenen ist auf rund drei- himdertundfünfzig Mann gestiegen. Ergebnis der Luftkämpfe im Juli: Deutscher Verlust: Im Lustkampf.17 Flugzeuge Durch Abschuh von der Erde . 1 Flugzeug Vermnßt. 1 Flugzeug tat ganzen 19 Flugzeuge Französische und englische Verluste: Im Luftkampf.59 Flugzeuge Dura; Ab schuh von der Erde . 15 Flugzeuge Durch unfreiwillige Landungen innerhalb unserer Linien .... 6 Flugzeuge Bei Landungen zwecks Aus- N setzen von Spionen . . 1 Flugzeug __ ,_, tat ganzen 81 Flugzeuge, von denen 48 in unserem Besitz sind. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Geueralseldmarschalls von Hindenburg. An der Nordküste von Kurland fügten wir heute früh durch unser Feuer einer gröberen Zahl feindlicher Torpedoboote, Dampfer und Segler schweren Schaden zu und vertrieben sie dadurch. Russische Nebergangsversuche östlich von.Friedrichstadt wurkttn vereitelt, gröhere Patrouillen zwischen Wieszniew- und Naroczsee abgewiesen. .. Srrwetfch- und Schtscharaftont verschärften sich dre Artlklenetampfe; feindliche Angriffe in der Gegend von Skrobowa sind gescheitert. Mit sehr starken Kräften nahmen die Russen ihre An- grrfft am Stochod wreder auf. Zu vielen Malen sind ihre Lmgriffswellen südlich von Stobychlva. am Stochodbogen östlich von Kowel und nördlich von Kisielin im Artillerie-. Infanterie- und Maschinengewehrfeuer wieder zurückgeflutet Zn schwerem Nahkampfe mit dem an Zahl weit C0e Seinö blieben unsere Truppen bei Kuchary und Porskaiolka (nordöstlich der Bahn Kowel— Luck) Sieger. . Die Kämpf« westlich von Luck sind zu unJ jer«n Gunsten entschieden. Durch entschlossenen Gegenangriff osterrenAsch-ungarischer Truppen sind vcr- Teile der Aellung östlich von Szelwo.» restlos wieder gewonnen; dreihundertfunfzig Gefangene lind eingebracht und mehrere Maschinengewehre erbeutet ° Front des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. ilt Wn Z-locze gemachten Gefangenen W;Ä lf ncunhundertsechsund- sechz'g Mann gestiegen. .. „Südlich des Dnjestr sind die verbündeten Truppen über die Linie Nizniow—Ottynia zurückgenommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Neuer Luftschjffangriff auf England. Berlin 9.Aug atter der Blätter tnelten, bau die Italiener mit riesigen Verlusten an Toten und ungefähr 9000 unoerwnnbelen Gefangenen für die Zurücknahme bet am westlichen Jsonzo kämpfenden Trupperr von den durch die feindliche Artillerie vollkommen zerstörten Stellungen! zahlten. Dieses' kurze Stück unserer Stellung war ungefähr 15 Monate unter schwierigsten Verhältnissen in vier großen italienischen Jsonzo-Ofsensiven und gegen verschiedene kleinere Borstöße heldenmütig verteidigt und ist nunnrehr freiwillig geräilmt worden, um unnützes Blutvergießeii zu vermeiden, umsomehr als dieses Stück Front Jtalierr von seinem Zerstörungswert an Görz lückst abhalten konnte. Die Militarkritiker der Wiener Blatter stellen fest, daß dem Aufgeben dieser Stellung keine weitreichende Bedeutung zukommt. Unsere Verteidigungslinie verlaust nunmehr vom Ostufer des Jsonzo bis unmittelbar vor die Stadt Görz, die ohnehnr stark zerschossen ist. Das gegenwärtige .Verteidigungssystem wind daher weder iir seiner Stärke, noch in der taktischen und sttategisehen Tätigkeit wesentlich beeinflußt. Berlin, 10. Aug. Tie italienischen Operationen bei Görz werden, wie verschiedenen Morgenblättern aus Lugano berichtet wird, in den italienischen Blättern als große Siege gefeierr. Es fehlt jedoch nicht au Stimmen, die zur Vorsicht mahnen.'So gesteht, dem „Berliner Tageblatt" zufolge, ,,Secolo" ein, daß sich vom rein militärischen Standpunkte wenig sagen lasse, da noch unbekannt sei, wie weit der Erfolg aus- genutzt w-erdeii könne. Die Ocsterreicher würden ohne Zivieifel ihre Stellungeii hinter Görz gründli 5 befestigt und ausgebaut haben. — Der „Avanti" macht, wie der „Berliner Lokalanzei-' ga:' meldet, daraus aufmerksam, daß auch nach'der ettoaigen Einnahme von Görz den Jtalieiiern die größten Schwierigkeiten aut den Unwirtlichen Höhen des Karst bevorstehen würden. Die Erfolge in den Karpathen. 5 . (WTB.) Der „Temps" ist sehr erstaunt, daß Generaloberst von K ö v e ß plötzlicki arr der russischen Front erschienen ist. Das^ Blatt schreibt: Unglücklicheimeise war General Le schl tzky genötigt, seinen Angriff aus den Südflügel der Armee Bothmer anszusetzen, um Köveß entgegenzutrcten, der durch das Pruchtal von den Karpathen herabsteigt. Köveß war jüngst noch m Lvermen. Wie hat er dort abkommen können? Das ist eilt Kapitel der Geschichte dieses' Krieges, das ;vir aus zahlreiche Grmiden noch nicht behandeln, ja nicht einmal berühren können. Der englische Bericht über den Luftangriff. London, 9. August. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet amtlich: Feindliche Luftschiffe besuchten heute früh die englis che Ostküste und die schottische Südost- küste. Sie gingen nicht weit landeinwärts und Mirsen eine Anzahl Bombeii ab. Sie wurden aii verschiedene Ortm durch Abwehrgeschütze vertrieben. Drei Frauen und ein .Kind wurden getötet, 14 Personen verwundet. Es ist kein ntilitärifcf>er Schaden von Bedeutung angerichtet worden. Berlin. 10. Auaust. Ueher die Wirkung des vor- letzten deutschen Luftangriffes auf England wird der „Vopischeu Zeitung" aus Kristiania gcineldet, daß in B'er^g>en an ge ko m mene .Da in ps er, die am vvrigcvr Montag und Dienstag im Hafen von Londvli lagen, den Kamps mit ansalien, der sich zwischen 'den deutschen Luftschisfen und bax euglisckien Batterien und Fliegern abspielte. Die Abwebrbatterien lvarens von den: .liigrisf völlig überrascht Ivoiden. Tic britisches Flieger waven vollständig machtlos. Die Bevöllerung wurde in einzejlnen Stadtteileii von einer Pairik ergriffen. Die Bahl der Toten und Verwundeten lvar außerordentlich groß. Ge- ' daude uiid Lager im Werte von vielen Millionen, lonröen nahe am Hafers vernichtet. Bei der Ausfahrt am Mittwoch sahen Die neutrale ^chlfse drei große brennende Dampfer, die vock den .^lamniLn last ze.Mrl inatnk. Unruhen in Irland. Berlin, 9. August. (Priv.-Tel.) Die „Bvssische Zeitung" meldet aus Amsterdam: Nach einen: Bericht aus London ist in England in der ganzen vorigen Woche keine Po st aus Irland ein getroffen. Auch der Reiseverkehr mar an mehreren Tagen nngestellt. In c^üdirland sollen Strastenunruhen und Zu- sammenstöße mit dem Militär stattgefunden haben. Die Aufständischen halten überall Protestversamnttungen gegen die Hinrichtung Casements ab und fordern das irische Volk zur Rache auf. Die Kämpfe in Aegypten. London, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des 'Reuterschen Bureaus. Amtliche Mitteilung aus Aegypten. Die Verfolgung des Feindes im Katia-Bezirk dauert fort. Es sind noch mehr Gefangene gemacht morden. Die Nachhut des Feindes hat sich jetzt auf eine Linie zurückgezogen, die in nordsirdlicher ' Richtung auf Birelabd, 15 Kilometer östlich von Katia verläuft. Bon den französischen Sozialisten. Bern, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Hunrcmite" veröffentlicht die gestern vmn der französischen Zensur urrter- drückte Resolution der Minderheit des Landes aus schusses der sozialistischen Partei Frankreichs. Sie spricht davon, daß die Völker den Frieden herbeisehrrten, die für den Krieg verantwortlichen Regierenden diesen aber fortsetzten und über die Kriegsziele beharrlich nur allgemeine Worte und doppelsinnige Redensarten hätten. Sie gibt der berechtigten Unruhe über die herausfordernde Rede Poincares in Nancy und über die Ansprüche des russischen Imperialismus Ausdruck und verlangt, die französische Regierung solle unverzüglich ihre und ihrer Verbündeten Kriegsziele bekanutgeben und jeden Ver- mittelungs- oder Schiedsgerichtsvorschlag günstig anf- 'ehmen. Ein holländisches Hetzblatt. Amsterdam, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Das hiesige Propagcrndablatt der Entente hat ein neues Feld für seine Hetzereien gegen Deutschland gefunden, es eifert nämlich gegen die deutschen Minder, die nach Holland kommen, i^m hier ihre Ferien zu verbringen. Schon seit einiger Zeit hat „Telegraaf" durch tendenziös gefärbte Berichte über die Ankunft deutscher Kinder in den holländischen Grenzstattonen und durch Veröffentlichung übertriebener Zahlen das Publikum auf diese neueste Propaganda vorbereitet Nun zieht er in einem Leitartikel gegen die Kinder zu Felde, und da er sich anscheinend dieser Heldentat doch etwas schämt, sucht er seine Hetze damit zu entschuldigen, daß die deutschen Kinder zwar wegen ihrer Entbehrungen in Deutschland zu bemitleiden seien, 1 aber Tausenden von unterernährten holländischen Kindern ibr Brot Wegnahmen. Um dem Kinderfcldzug einen hochpolitischen Stempel anfzudrücken, vergißt das Blatt nicht, daraus hinzuweisen, daß England es den Holländern an: Ende verübeln könnte, daß sie deutschen .Kindern Gastfreundschaft gewährten und damit der engliscl/en Ans- hungerungspolittk entgegenwirkten. Die Leiden der deutschen Kinder, schreibt „Telegraaf". sind sicher sehr zu bedauern, aber die wirksamste Hilfe, die man ihnen bieten kann, ist, den Krieg di:rch eine möglichst rasche Aushungerung Deutschlands zu verkürzen. Znrnckgekehrte AnsLarrschgefangcne. Aachen, 8. August. (WTB. Nichtamtlich.) 62 deutsche A u st a u sch verwUn det e trafen heute nachmittag 7 Uhr 37 Min. auf dem Bahnhof Aachen-West über Hcxck van Holland ein. Sie wurden von den Spitzen der Militär- und Zivilbehörden und dem Borstande des Roten Kreuzes in herzlicher Weise empfangen und bewirtet. Vorher hielt Generalmajor Biug ge eines tiefergreifende Ansprache, die in ein Hock) aus dm Kaiser ausktang. Alsdann verlas der Vertreter des .Kriegsministeriums, Hauptmann John von Freyend Begrüßungsielegramme der K a i s e r i n , des Königs von Bayern sowie des Großherzogs von Hessen. Unter den Heimgekehrten befinden sich fünf Sanitätsoffiziere von der Schutzttuvpe in Südwestafrika bezw. von der Schutztruppe in Kamerun sowie vier Sanitätsmannschaften aus .Südwestafrika. Im übrige:: sind die Heinrgekehrten in der Hauptsache Verwundete aus der S v m in e s ch l a ch t; unter ihnen befinden sich viele Bein- und Armamputtette. Nach der Bewirtung wurden die Heimgekehrten im Lochnerhause untergebracht, wo sie während der nächsten Tage verbleiben werden. Die Stimmung im bulgarischen Heere. Sofia, 8. Aug. Tie Zeitung „Kambana" veröffentlicht eine UnterredungmitSchekow, in der der Generalissimus seine Zuversicht ausdrückt und die Fortschritte hervothebt, welche das bulgarische Heer gemacht habe. Er sagt: Artillerie und Munition haben wir im Ueberfluß. Die Zahl der Soldaten ist erhöht worden. Ter GesuMsettstznstand ist tadellos. Uebnng und Erfahrung haben den kriegerischen Wert gehoben, aber über allem steht die unbegrenzte Kampfes freudigkeit An der Front denkt jeder Soldat nur an die vaterländische Pflicht. Wenn ich ausruhei: will, gehe ich an die Front unter die Soldaten. Tort zeigt alles Mut und Frische und Zuversicht. Ich kehre von meinen Besichtigungen immer mit dem unerschütterlichen Vertrauen zrwück. daß wir mit solchen Soldaten die ganze Welt besiegen konnten. Das Pflichtgefühl, die Liebe zum Vaterlande und der Glaube an die Größe Bulgariens wurzeln ttef bei Soldaten und Offizieren. Ich kann nur sagen: Wehe dem, der wagt, unser Land zu betreten! Sie kämpften tapfer gegen Serben. Engländer und Franzosen für die Befreiung Mazedoniens. Sie werden aber mit Erbitterimg und Wut kämpfen, sollte jemand versuchen, uns die Früchte unseres Sieges zu rauben, welche wir so sorgsam hüten weil sie Teile unseres Körpers und Blutes sind. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß wir das Glück haben, Schulter an Schulter mit den ritterlichen Deutschen, Oesterreichern. Ungarn und Türken zur Wahrung unserer Rechte, für die Freiheit und den Triumph der Zrvckffati-ou zu kämpfen. Ms Grund des' Bündnisses, imd der wvhlversta::denen Interessen sind die Feinde unserer Verbündeten (ukö unsere Feinde. Ms zuM letzten Augenblick, bis zirm letzten Blutstropfen tverden wir treue und aufrichtige Verbündete bleiben. Wie ich. so erkennt jeder bulgarische Soldat die Bedeutung des Mstvrpchen Augenblicks. Er ist sich der Verantwortung vor den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen bewußt, weil alle wissen, daß heute od§r nientals Bulgarien triumphieren kanw Deshalb beha:cpte ich voll :merschütterlicher Zuversicht, daß kein Bulgare der heiligen Vaterlandspflicht untre::, und jeder gegen t^n Femd schießen wird, wer er buch sei, woher er auch komme Ter billqarische Soldat ist die feste Bürgschaft endgültigen und vollen Lneges, welchem eine Epoche dauernden Friedens und der kulturelle:: Entwicklung, sowie des wirtschaftlichen Fortschritts und natwnalen Aufschwungs folgen wird. Die Haltung Rumäniens. Bukarest, 9. Aug. (WTB.) Meldung des K. K. Telegraphen- und Korrespondenz-Bureaus. Zwischen dem rumänischen Hauptausfuhr-Ausschuß unter dem Vorsitz des Ackerbauministers Constantinecu und den Vertretern der .Mittelmächte ist über den Ankauf von Braugerste und Erbsen der diesjährigen Ernte eine Einigung zustande gekommen. Zur Verfügung stehen annähernd 2000 Eisern bahnwagen Braugerste. Der Preis für die Erbsen wird auf «5600 Lei für die Eiseubahnwagenladuug, der für Braugerste auf 4500 Lei festgesetzt. Explosion in einer rumanrftyen puivcijaova. Bukarest, 9. August. (WTB. Nichtamtlich.) Heute mittag ereignete sich eine große Explosion in der Pulver- und Waffensabrik von D u d e ft bei Bukarest. Nach noch unbestätigten Meldungen sind mehrere Offiziere uni) Soldaten tot und viele verwundet. Der König und der Krieasmttüster begaben sich sofort an den Schauplatz des Unglücks, dessen Ursache noch unbekannt ist. Aus Griechenland. K o n sta n t in o p e l, 9. August. (WTB.) Zn nnterrch- teten Kreisen wird eine Meldung aus Saloniki verbreitet, nach der Ankunft des serbischen Kronprinzen habe der Merverband Griechenland die Wahl gestellt, es möge entweder eingreifen oder das griechische Maze- donien werde bis zur Befreiung Altserbiens König Peter als Herrschaftsgebiet zuerkannt. Zaimis'habe die Antwort bis nach den Wahlen verschoben. * Bitlfs und Musch von den Türken besetzt. Konstantinopel, 9. August. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers. Kaukasus-Front: Die russische Streitmacht, die sich infolge der Ungunst der Wege und Verbindungen, sowie oer durch die Witterung geschaffenen Schwierigkeiten seit einiger Zeit in der Gegend von Bitlis und Musch einrichten konnte, wurde nach und nach zum Rückzug gezwungen. Sie ließ Kanonen, Gewehre und Gefangene in unseren Händen Zurück. Der Rückzug ist eine Folge der heftigen Angriffe und des Druckes, den die ans unseren rechten Flüge! kämpfenden Truppen seit einer Woche mit Erfolg auf die außerordentlich steile Hügellette ausübten.. Tie Bergkette südlich von Bitlis und Musch, die der Feind -bereits vollkommen befestigt hatte und die er jetzt hartnäckig verteidigte, wurde gleichfalls vorgestern von uns vollständig eingenommen. In der Nacht vom 7. zum 8. August ergriffen unsere Truppen von der Ortschaft Bitlis, am Morgen des 8. August von Musch Besitz. Im Nahkamps ergaben sich am 7. August morgens südlich von Musch zwei .Kompagnien feindlicher Infanterie mit Waffen. Unsere Truppen verfolgen den Feind, der in Richtung auf den Fluß Murad flieht. Im Zentrum und aus dem linken Flügel keine wichtige Kampfhandlung. Von den anderes Fronten liegen keine Berichte vor. Bom Roten Halbmond. Konstantinopel, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der Rote Halbmond veranstaltet im November und Dezember eine Ausstellung. Der Präsident Exzellenz Dr. Bessim Omer Pascha reist am Samstag nach den drei verbündeten Hauptstädten um ihre Beteiligung zu verabreden. Der Seefrieg. London, 9. August. (WTB.) Lloyds meldet aus Cette: Der griechische Dampfer „Achilleus" ist am 5. August 1 Uhr nachmittags auf der Höhe von Kap Bagur von einem Unterseeboot versenkt worden. -Berlin, 9. August. (WTB. Amtlich.) In der Zeit vom 31. Juli bis 5. August hat eines unserer Unterseeboote in der Nordsee dreizehn englische Fischdampfer und einen englischen Negierungs-Kohlendampfer versenkt. Aus dem Reiche. Tagung des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten. München, 9. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Bayerische Staatszeitung" schreibt über die Tagung des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten: Wie wir erfahren, tagte im Reichskanzlerpalais in Berlin gestern nachmittag und heute vormittag unter den: Vorsitz des bayerischen Staatsministers Grafen Hertling der 'Bundesratsausschuß für auswärtige Angelegenheiten, der während des Ktteges schon wiederholt zusammengetteten ist. um von Zeit zu Zeit Mitteilungen des Reichskanzlers über die allgemeine politische Lage entgegenzunehmen. Der Reichskanzler gab auch diesmal eine eingehendeTarstellung der gesamten politischen Lage, wobei alle schlvebenden Fragen zur Sprache kämm. Der Bnndesratsansschuß begegnete sich mit dem Reichskanzler in unerschütterlicher Siegeszuversicht und gab seiner vertrauensvollen Zusttmmung zu der von dem Reichskanzler vertretenen Politik einmütigen Ausdruck. Aus Stadt un6 Land. Gießen, 10. August 1916. ** Amtliche Personalnachricht en. In den Ruhestand versetzt wurde ant 2. August der Lehrer Arthur Wolfs zu Balkhausen, Kreis Bensheim, auf sein Nachsuchen, wegen geschwächter Gesundheit, mit Wirkung vom 16. August 1916 an. — Aus Grund der Vereinbarung mit den Landständen ist dem Schulamts- aspiranten Johann Raab aug' Nieder-Olnt einstweilig eine Lehrerstelle mit Wirkung vom 1. August 1916 ab übertragen worden. — Ter Gvoßhe^og hat am! 9. August 1916 den Amtsrichter bei dem! Amtsgericht Ober-Iwgellieim, Anttsgerichtsrat Tr. August Ostern, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerickst Mainz und den Gerichtsassessvr Franz- Sausen aus Mzey, zuweit im Heeresdienste,. zUm Amtsrichter bei dem Aintsgericht Ober-Ingelheim, beide mit Wirkung vom 10. August ds. Js. ernannt. ** Kreisalntspersonalien. Für besondere Verdienste in durch den Krieg bedingten Alngelegenheiten wurde vom Groß- herzvg das K r i e g s e h r e n z e i ch e n verliehen dem Großh. Kreisamtsbureauvorsteher Kanzleirat Schiffnic, dem Grvßh. Kreisamtsgehilfen Ewald, den Kreisamtsbureaugehilfen H e b e l e r und Schüllermiann und dem Kreisamtsschreibgehilfen Registrator Hasen zahl. Tie gleiche Auszeichnung erhielt der Provinzial- und Kreiskasserechiner Kauß. ** Auszeichnungen. Mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille wurde der Vizefeldwebel Karl Rühl, Sohn des hiesigen Oberpostschaffners Heinrich Rühl, zurzeit Maschinengewehr-Kompagnie Inf.-Rgt. 88, ausgezeichnet. — Abteilungsveterinär Dr. Hugo Docter, Hamburg, Inhaber des Eisernen Kreuzes, und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, erhielt als weitere Auszeichnung das Hamburgische .Hanseatenkreuz". — Dem Kriegsfreiwilligen Gefreiten Karl Heck, 4. Kompagnie Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm, wurde für freiwillige erfolgreiche Patrouillenunternehmungen das Eiserne Kreuz verliehen. ** Auszeichnungen für Polizeibeamten. Se. Kgl. Hoh. der Gr o ß h e r z o g haben dem Polizeisekretär Pfeffer, dem Polizeiwachtmeister K i m m e I, dem Kriminalwachtmeister Zink, dem Gewerbeschutzmann Krause und dem Schutzmann Schmidt I. das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. ** Gi>eßener Volksküche. Mit dem heutigen Tage sind zwei Jkhre verflossen, seitdem die Gießener Volksküche, eine Abteilung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege, ihre Wirsiamkeit begann. Dank vielseittger Unterstützungen konnte die Volksküche allen Anforderungen genügen, imd diese waren wahrlich nicht gering, mußten doch oft bis zu 800 .Portionen Essen am Tage geliefert; werden. Die Ausgabe geschah bis jetzt nur mittags und wird von nächsten Montag an auch abends stuttfinden. Das Essen kann ab geholt oder im Hause verzehrt werden. Die Portion kostet 10 Pfennig. Für die Abfertigung der Gäste und Beaufsichtigung der vielen Kinder, welche im großen Saale des Hauses gespeist werden, hat sich eine Anzahl Damen zur Verfügung gestellt. Es soll, nachdem reicyttchere Mittel an Hauo gegeben wuroen, va itmöc*.- fürsorge für die Folge in erhöhtem Maße Rechnung ge- tragen werden, um die Jagend nach, Möglichkeit zu kräftigem Es wird das Arbeitsfeld der Volksküche am Jahrestage ihres Entstehens erweitert, und ihr die Möglichkeit gegeben, ihre Aufgabe zu noch.größerem Segen der Allgemeinheit durchzuführen. ** Leder kar ten für die Verteilung des freigegebenen Bodenleders können auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 16, während der Geschäftsstunden in Empfang genommen werden. Auf Grund der Karten müssen die Schuhmacher sich bis zum 12. August 1916 bei einem Lederhäudler oder einer Rohstoffgenossenschaft des Kommissionsbezirks einschireiben lassen. Leder kann künftig nur bei dem Lederhändler, bezw. bei der RoWoffgenossenschast bezogen werden, bei denen die Einschreibung erfolgt ist. Bezugsberechtigt sind nur Schuhmacher, die das Gewerbe als Hauptberuf betreiben. ** Vorzügliche Kapitalanlage als Vorbereitung für die nächste Kriegsanleihe. Die Reichsbarrk verkauft durch ihre Anstalten Reichsschatzanweisungen mit Fällige keitsterminen zurzeit bis 20. Oktober in Beträgen von 1000 Mark und höher unter Vergütung von 43/t Prozent vom Tage der Einzahlung äb. — Auf am 30. September fällige Schatzenweisungen/ die zur Einzahlung auf die KU erwartende fünfte Kriegsanleihe verwendet werden und in Verwahrung der Reichsbank bä erben > wird ein VorzUgssatz von 41/3 Prozent gewährt. ** Die Zahl der Postscheckkunden ist Ende Juli 1916 im Reichspvstgebiet auf 129 583 gestiegen. (Zugang im Monat Juli 6 308). Auf den Postscheckrechnungen wurden im Juli gebucht 2 637 Millionen Mark Gutschriften und 2 612 Millionen Diark Lastschriften. Bargeldlos wurden 3 064 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das. Gesamtguthaben der Postsch-eck- kundcn bettug im Juli durchschnittlich 340 Mllionen Mark. Im Ueberwe:sungsverkehr mit dem Auslande wurden 5,4 Millionen; Mark umg-esetzt. ** I n russische Gefangenschaft geriet der Landsturrn- mann Schulverwalter Heinrich Hahn aus Gießen. **GegenBrand boMben. In der letzten Zeit ist wiederholt in der Presse aujs die Gefahren hingewiesen worden, dre unserer Ernte durch feindliche Flie gerbombe n droh en. Wenn diese Gefahr für den hiesigen Bezirk auch nicht beßonderss groß ist, wegen der großen Entfernung voM Kriegsschauplatz und weil ein großer Teil der Ernte bereits eingebracht ist, so wollen wir doch mittcilen, daß nach Auskunft von sachverständiger Seite die einzig zuverlässige Maßnahme zum Löschen von Brandbomben das Bewerfen mit Sand, Erde oder dergleichen ist. ** Städtischer Eierverkauf. Freitag, den 11. August 1916, werden für die Bvotmarkenbezirke V—VIII Eier abgegeben. Näheres siehe Anzeige. ** Städtischer Speise kartvffelverkauf. Der von der Stadt Gießen in der Hosreite Asterweg 25 eingerichtet« Kleinverkans von Speisekartoffeln wird am Freitag, den 11. August, nachmittags 6 Uhr, geschlossen. ** I m Lichtspielhaus, Bahnhvfftraße 34, wird bis zirm 11. August ein großes Sensationsdroma in 5 Akten, „Sata n Opium" gegeben, das' die Verderblichkeit dieses Lasters vor Augen fühtt. Ein malerisches Naturbild „Von der östlichen Riviera"' leitet zu emem entzückenden Lustfviel in 2 Akten, „Der Entführer", über. Ein ergreise:ü)es Lebensbild „Durch die Flammen",' eine Ki:werhumoreske, Hänschen als Schiedsrichter und die neuesten Kriegsberichte der Eiko-Woch-e bilderr den Schluß der sehenswerten Spielsolge. Von Smnstag den 12. Llugust ab wird ein großes Drama in 4 Akten, Der Lautenmacher 'von Mittenwald vorgesühtt. ** Knochen, Rindersüße und Hornschläu che. Auf Verlangen des Kriegsansschusses für Oele und Fette in Berlin hat jeder, der gewerbsmäßig Rinder, Schafe und Schweine schlachtet, die anfallenden frischen Knochen und Rindersüße, soweit sie nicht dein Verkauf als Fleischbeilage im Schlächterl<ü>en an das Prrblikirm dienen, dem Kriegsausschuß für pflanzliche und^trerische Oele und Fette, G. m. b. H., Abt. Knochcnverwerttmg, ptft. A . Knochen- stelle, Berlin NW. 7, Dorotheensttaße 35, täglich anzarmeldcn, bis im Einzelfalle eine besondere Vereinbarung mit dem Kriegsansschuß über fortlaufende Zuteilung des Gefälles an bestimmte Betriebe getroffen ist. Die weitere Veräußerung solcher frisck>er Knochen und Rinderfüße in der bisherigen A,tt ist bis zum Eintreffen der Ainreisungen des Kriegsansschusses gestattet. ** Das h e u ti ge Kr e i s bl a tt enthält mehrere Bekanntmachungen über Säcke, ferner eine Bekanntmachung betreffend Zulassung von Motorbooten zum Verkehr, eine solche die Selbstversorger mit Brot und Mehl betreffend und verschiedene Bekanntmachungen, die sich mit Metallen und metallischen Produkten beschäftigen. Landkreis Bietzen. Wa. Allend 0 r f, 10. Aug. Mit dem Eisernen Halbmond wurde ausgezeichnet Gefteiter WitlftTied Petry. Er hat früher in Frankreich gekämpft uird befindet sich seit September v. I. als Freiwilliger in der Türkei. Er war auch bei Sedd-ül- Bahr und auf Gallipoli. " Beltershain, 10. Aug. DaS Eiserne Kreuz 3. Klaffe erhielt der Garde-Füsilier, jetzt Richtschütze Karl fiaun-' v a ch in einer Maschinengewehr-Kompagnie. Er hat den Winter über in Galizien und seit Frühjahr in Frankreich gekämpft. # Seuetn, 10. Aug. Aus dem Felde der Ehre starb am 3. Juli durch Kopfschuß, nachdem er 18 Monate im Felde stand, der Leutnant der Res. Karl Rauch, früher Lehrer an hiesiger Schule. Er war am 11. September 1893 zu Lützel-WiebelSbach i. O. geboren und verließ 1913 das Seminar in Friedberg. Grüningen, 9. Aiug. Unserem Gemeindere-chner Wilhelm Arnold wurde vom Großhntzog das Kriegsehren-eichen verliehen. Arnold hat sich bereitwilligst bei kriegÄvirtschaftlicheir Arbeiten an zuständiger Stelle dienstbar gemacht und ist auch als Vorsitzender des Kreisrechnerverbandes und Inhaber sonstiger 'Äemter eine in Fachkreisen und ackch sonst bei der Bevölkerung wegen seiner Fähigkeiten geschätzte Persönlichkeit. **AuS dem Kreise Gießen, 9. Aug. Dem Bürgermeister R a n l t zu Grünberg und einigen anderen Bürgermeistern des Kreises Gießen wurde vom Grobherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ^Für Kriegsverdienste" verliehen. Kreis Büdingen. ab. Düdelsheim, 10. Aug. Unteroffizier Hermann S ch n i e r l e im Reserve-Pionier-Bataillon Nr. 32 erhielt die Hessische TapierkeitSmedaille. DaS Eiserne Kreuz erhielt er bereits schon früher. A Kohden, 10 Aug. Richard Lind von hier, der als aktiver Unteroffizier bei Kriegsbeginn mit dem Feld - Artillerie- Reginwnt Nr. 61, 5. Batterie, ins Feld zog undEschon vor längerer Zeit das Eiserne Kreuz erhielt, ist zum etatmäßigen Wachtmeister befördert worden. A Nidda. 10. Aug. Lehrer Fritz Geiger von hier, Unteroffizier bei einen: Infanterie-Regiment im Westen, wird seit dem 20. v. Mts. vermißt, ebenso Metzgergeselle Heinrich Orth von hier seit 16. Juli. Beide nahmen an der Somme an den schweren Kämpfen teil. # Bonhausen, 10. Aug. Auf dem Felde der Ehre starb der Gardefüsilier Wilhelm Heß. # Wolf. 10. Aug- Den Heldentod stccrb im Westen der Gefreite Henrich. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld. 10. August. Dem Bizefeldwebel Karl Du- chard wurde Idas Eiseanre Kreuz zweiter Klasse verliehen. — Pionier Kaspar Rinninsland, Pionier-Regiment Nr. 25, wurde mit der Hessischen TäpferkeitsmeHaille ausgezeichnet. — Dem Ersatzreservisten (Finanzamtsgehilfen) Hermann Bender, der seit dNobilmachung unter der Fahne steht, wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. oz. Ermenrod, 10. Aug. Der Infanterist Karl Erbes von hier wurde mit dein Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Früher schon wurde ihm die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehe« » üä. t) m v L g , IW. vt!,,,. u. Ui. (JtuUö ' Strauch im Jnf.-Regt. Nr. 168 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klcisse verliefen. 0 !Ü. 91 1 c b e r « © e m ü nden, 10. Aug. Dem Landwehrmann Friedrich Kann, der seit Anfang des Krieges im Felde sieht, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe verliehen. — Den Heldentod starb der Bahnardeiter Friedrich Geisel. np. M ü ck e, 10. Aug. Eine bisher nicht gewohnte Fracht gelangt ^gegenwärtig zur Auslieferung auf unserer Verladüngsstelle. Es sind hochbeladene Mageir voll Fichtenrinden, die, zu- sammengerottt, aussehen wie jLederhäute. Unsere hochentwickelte Chemie, die durch den Krieg immer neue Quellen der Volkswirt- sckmst zu erschließen weiß, hat es verstanden, aus diesen Rinden den für die Lederbereitung so wichtigen Gerbstoff zu gewinnen. Bor dem Weltkrieg wurde dieser Stoff aus dem! Quebrachoholz gewonnen, das aus Amerika kam. Dann aus Eichenrinde, die aber seltener geworden ist. Der Gerb stop aus der Fichtenrinde ist von gleicher Güte lund stellt sich billiger als der ausländische. np. !V o m vorderen Vogel sberg, 10. Aug. So volle und Zahlreiche Reihen von Korn haufen, wie sie jetzt aus dem Felde stehen, Iah man seit einem Jahrzehnt nicht. Nach der reichen Heuernte die vortreffliche Getreideernte. Die Scheunen vermögen wohl nicht den Segen der Felder alle zu fassen, so daß nach dem Drusch wieder die Strohhaufen im Freien aufgetürmt werden wie in früheren Reichen Erntejahren. Die Kornernte neigt ihrem Ende zu, bereits beginnt nvan nrit dem Schnitt der Gerste. Auch der Früh- hafer 'reift, und der Weizen bräunt sich. Alle Fruchtgattungen sind gleich trefflich geraten. np. AusdemOhmtal, 10.Aug. Gegenwärtig gehen reiche Fuhren von Heu auf unserer Obmtalstraße zu den nächsten Bahnhöfen. Sie sind ein sprechender Beweis vom Ausfall der Heuernte. Der (Landwirt muß daneben für Platz in seiner Scheuer sorgen, um die 'Getreidenrengen zu bergen. Für den Zentner Heu bezahlt man 3,50 !Mk. Die Grummeteimte verspricht gleichfalls guten Ertrag. Kreis Lauterbach. M. Lauterb ach, 10. Aug. Im Walde zwischen Hartmannshain und Ober-Seemen entgleiste gestern nachmittag die Maschine des um 2.59 Uhr von hier abgehenden Personenzuges der Strecke Lauterbach—Stnckheim. Der am Abend imt 7.20 Uhr hier fällige Personenzug traf mit 90 Minuten Verspätung ein. Dem Bernehmen nach sind Reisende nicht verletzt worden. Die nach Frankfurt fahrenden Pasiagiere mußten von Stockheim über Gelnhausen und Hanau befördert werden, da die Anschlußzüge auf die Verspätung nicht warten konnten. Wie man vom Zugpersonal vernimmt, soll eine eiserne Schwelle von ruchlosen Bubenhänden auf das Geleise gelegt worden sein, wodurch die Entgleisung verursacht wurde. rr. S ch l i tz, 10. Aug. Unseren beiden Geistlichen, den Pfarrern B o e ck n e r und K n o t t, ist vom Großherzog das Kriegsehrenzeichen mit Band für besondere Verdienste in der Kriegsfürsorge verliehen worden. Kreis Schotten. # Eichelsdorf, 10. Aug. Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Heinrich Möser im Jnf.-Regt. 99. # Laubach, 10. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt der Kriegsfreiwillige Kanonier Schaffner, Sohn des Großh. Gendarmerie-Wachtmeisters Schaffner. Kreis Friedberg. ut. H e u ch e l h e i m i. d. W., 10. Aug. Die Sammlung für unsere Kriegsgefangenen beträgt 114 Mark. Seit den zwei Kriegsjahren wurden dahier durch Lehrer Maurer für das Rote Kreuz gefammell 3097 Mark. Gewiß ein ehrendes Zeugnis für ein kleines Oertchen. o». Nieder-Weifel, 10. Aug. Der Ersatzrefervist Heinr. Zörb, dem im Mai ds. Js. die Hessische Tapferkettsmedaille verliehen worden war, erhielt nun auch das Eiserne Kreuz. oa. Vilbel, 10. Aug. Dem Feldmagaztnbeamten W. S i m o n, wohnhaft in Frankfurt, der als 50jähriger Freiwilliger jetzt noch im Felde, steht, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen am Krieqsbande verliehen für eine von ihm unter schwierigen Verhältniffen ausgeführte Versorgung der Front mit Proviant. — Ebenfalls das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Kriegsverdienste" am Kriegsbande erhielt der Zahlmeister Gi eg er ich von hier, wohnhaft in Offenbach, beim Landsturm-Jnf.-Batl. Gießen. Fc. Vilbel, 10. Aug. Die Schulferien wurden hier der Ernte ivegen unr acht Tage verlängert. Starkenburg und Nheinhessen. Wb Darmstadt, 9. Aug. Der bayrische Ministerpräsident Dr. Graf v. H e r t l i n g, der zurzeit in dienstlichen Angelegenheiten in Berlin weilt, wurde durch das Ableben seiner Schwester, Freifrau GiSberta von Biegeleben in Darmstadt, in tiefe Trauer versetzt. = W o r m s , 10. August. Die Stadtverwaltung hat Nur Beschaffung billiger Lebensmittel tm Frühjahr 35 Morgen mir Kartoffeln und 12 Morgen nckt Gemüse bepflanzt, die nach den gegenwärtigen Schätzungen einen Ertrag von 17 — 18 000 Mk. ersoffen lassen. Die Ausgaben für den Anbau betrugen 12 000 Mk. Da eine größere Fläche angebaut ist, als vorgesehen war, bewilligte die Stadtverordnetenversammlung Kur Deckung der hierdurch entstandenen Ausgaben einen weiteren Kredit von 12 000 Mk. Wo. Worms, 9. Aug. In den Chemffchen Fabriken und Asphaltwerken brach gestern nachmittag 3 Uhr in der Oeldestillation Feuer ans, das sich alsbald auf die angrenzenden Fabrikgebäude (Naphtalinsublimation, Oelfütrativn und Pecklagerschuppen) übertrug. Auf Alarmierung hin waren außer der freiwilligen Wormser Feuerwehr die Feuerwehren der Firmla C. Heyl und Dörr und Meinhart, sowie Mannschaften der hiesigen Garnison zur Hilfe- Lersttrng an der Brandstätte erschienen. Tie Löscharbeiten waren iaußerordentlich schwierig und hatten erst einen sichtlichen Erfolg, als die Dampfspsitze der Firma C. Heyl angewandt wurde. Nach etwa ernstündiger Arbeit der letzteren war das Feuer gelöscht. Dü Erwähnten Gebäude sind zum Teil bis auf das Mauerwerk «ungebrannt. Ein großer Teil der feuergefährlichen Vorräte konnte Dank der raschen Hilfe der Mannschaften gerettet werden. Der Schaden kann vorerst noch nicht festgestellt werden, jedenfalls aber ist er recht bedeutend, lieber die EntstehungÄrrsache ist noch nichts bekannt. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 9. Aug. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausgezeichnet Musketier Gottsriü» Haßlbauer, Res.- Jns.-Regt. Nr. 88, 8. Komp, und Gefteiter Heinrich Mergelt, Landw -Jnf.-Regt. Nr. 349, 11. Komp., sowie Offizier stellvertreter Heinrich Wilhelm Schmidt, Bayr. Res.-Regt. Nr. 2, aus Stock- Hausen. Er ist bereits Inhaber des Bayr. Milttär-Verdienstordens. Wa. Wetzlar, 10. Aug. Mit dem! Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausgezeichnet Grenadier Mfted H e l d e n m u t h, Res.- Jnf.-Regt. Nr. 261, aus Wetzlar. Gefreiter W. Lang, Land- sturin-Jnfanterie-Regt. Nr. 10, aus Dutenhofen. Füsrlrer Emil Lehne r t, Jnf.-Regt. Nr. 55, aus Wetzlar. ^»icu-Nüffau. = Frankfurt a. M., 9. Aug. Infolge der riesigen Zufuhren von Frühkartoffeln ist der Markt derartig überfüllt, daß nian mit denk Kartoffelsagen weder ein noch ans weiß. Tie Bevölkerimgekauft zurzeit wenig Kartoffeln, da ihr die Preise zu hoch sind. Sie begnügt sich mit Gemüse, das reichlich und auch verhältnismäßig billig ist. Tie Folge von diesem geringen Kar- toffelverkaus ist, daß ttni Osthafen zahlreiche Eisenbahnwagen mit Kartoffeln nicht entladen werden und daß der Inhalt verfault. Von etwa 12—14 Wagen ist der Inhalt nahezu verdorben. Tie Händler verlangen für den Wagen 80—90 Mark, der sonst 2000 Mark und darüber gekostet hat. Ter Schwaden, den die Stadt erleidet, ist sehr bedeutend. Auch auf der Mainkur stehen zahlreiche Wagen mit saulenden Kartoffeln städtischen Eigentums. — Frankfurt a. M., 9. August. Aus oem Grabe des vor zw>ü Jahren verstorbenen Oberschützcnmeisters und bekannten Leiters des goldenen Bundesschießens 1912 in Frankfurt, Adolf Jung, wurde ein Denkmal gesetzt. Das Denkmal ist eine Stiftung des Frankfurter Schützenverein. Es ist aus Muschelkalk hergestellt und trägt auf der Vorderseite eine vom Bildhauer Prack geschaffene Bronzeplakette mit dem Bildnis des Verstorbenen. — Im Straßenbahndepot Ecken heim geriet der Hilfsschaffner Wilhelm Rüb mit dem Kopse zwischen die Puffer zweier Straßenbahnwagen. Er wurde so schwer verletzt, daß er schon auf denk Wege nach dem Krankenhause verstarb. WB. Frankfurt a. M., 9. August. Der am 1. März 1915 verstorbene ^Privatier Johann Heister hat die Stadt Frankfurt zu seinem Erben eingesetzt mit der Verpflichtung, daraus eine ,.Johann Carl und Luise Heister-Stiftung" zur Unterstützung alter Leute zu errichten. Nach testamentarischer Bestimmung des Erb- laffers sind zunächst noch einige Leibrenten aus den Einkünften 'des Strstun gskapitals zu zahlen, nach deren Abzug vorläufig 6000 Mark jährlich für die Zwecke der Stiftung verfügbar bleiben. Das hinterlassene Kapital beträgt insgesamt etwa 317 000 Mark. = Frankfurt a. M., 9. August. Die Rödelheimer Realschule hatte den Ettrag einer von ihr veranstalteten Kriegsbilder- AusstÄlung dem Sieger von Skagerak, Admiral Scheer, für die verwundeten Seeleute zur Verfügung gestellt. Admiral Scheer hat die erhebliche Summe angenommen und der Schule in einem herzlichen Schreiben seinen Dank ausgesprochen. Fc. Wiesbaden, 10. Aug. Der Bezirksausschuß hat für den Umfang des diesseitigen Regierungsbezirks den Beginn der Hühnerjagd auf Montag ixm 21. August ds. Js. bestimmt. Wegen des Aufgangs der Jagd auf Birk-, Hasel- und Fasamen-Hähne und Heimen, sowie für Wachteln, schottische Mohrhühner und Drosseln bleibt es bei den gesetzlichen Bestrimmtungen. --- Fulda, 9. Aug. Die Vertreter der Raiffeisenvereine und Darlehnskassen der Kreise Fulda, Gersseld und Hünfeld hielten hier eine IVdrsLmmluny ab, in der neue Maßregeln und Wege zur Behebung der Lebensmittelnot in den Städten beraten wurden. Nach längerer Beratung beschloß man, folgenden Vorschlägen näher zu träten: Die Vereine übernehmen in ihren Orten den Ankauf von Butter, Eiern, Gemjüse uflv., sie errichten hierfür Sammelstellen und übernehmen auch gegebenenfalls die (Ansammlung der Nahrungsmittel. Von diesen Stellen aus sollen dann die Städte und Orte ohne Landwirtschaft unmittelbar einheitlich versorgt werden. Für die Kreise sollen einheitliche Butter- und Lebensmittelpreise bei den Landratsämtern beanttagt werden, um dadurch den Wucher und das' wilde Handlertum bekämpfen zu können. ul. Staffel, 10. Aug. Gestern nacht l k3 Uhr brach im Wohnhaus der Frau Fischer Witwe am Marktplatz Feuer aus, das sich rasch auf das ganze Besitztum ausdehnte. Ter freiwilligen Feuerwehr gelang es. mit Unterstützung der übrigen Einwohnerschaft, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, so daß ein Uebcrgreifen aus die benachbarten Anwesen verhindert werden! konnte. Tas Wohnhaus der Frau Fffcher und ein dazu gehöriger Statt wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden ist durch Versichermrg gedeckt. Die Entstehungsursache des Feuers fft unbekannt. ch. Vom M i t t e l r h e i n , 10. ?lug. Bei Kapellen hoben holländische Fischer, die dort ftschen. einen Rhei nsalm von nicht weniger als 21 Pfund Gewicht fangen Linnen. — Ter Kammermusiker Beutler aus Hannover konnte un Rhein am Kaiser- Wilhelm-Tcnknral einen Goldkarpfen im Gewicht von 9 Pfund mit der Angel fangen. Wegen der Schlagkraft des Fisches mußte er mtt dem Netz hereingeholt werden. £flt) Braun f. Berlin, 9. August. (WTB.) Die Schriftstetterin Li ly Braun, geb. v. K r e ts chm a n, ist gestern in Zehlendorf bei Berlin an den Folgen eines Schlag an falls gestorben. Einer alten Adelsfamilie entstammend, gehörte die Tochter des Generals Hans v. Kreffchman M jenen zwiespältigen Erscheinungen, die aus Resignation an ihren eigenen Kreisen von Sehnsucht nach stärksten Kontrasten getrieben werden und im Kampfe mit Familie und Gewohnheiten ihren Weg suchen. Durch ihren ersten Mmm Prof. Dr .v. Gizycki mochte sie nähere Fühlung mit der Zeit gewinnen. Sie begründete mit ihm im Jahre 1892 die Gesellschaft für ethische Kultur. Vorher hatte sie sich bereits erfolgreich mit einem Buche über das Leben 'ihrer mrt Goethe befreundeten Gvoßrnutter Jenny v. Gutstedt, einer natürlichen Tochter des Königs Järenre. das unter dem Titel „Goethes Freundeskreis" erschien, eingeführt. Stark denr Radikalisinus zu- neigeud, knüpfte die Generalstochter Beziehungen zur Sozialdemokratie und suchte von diesem Standpunkt aus nnt oft einseitiger Wärme die Frauenftage zu beleuchten. Gemeinsam mit Minna Cauer begründete sie die Zeitschrift: ,,Dic Frauenbewegung". Schriften wie „Stellung der Frau in der Gegemvart", „Frauentage und Sozialdemokratie" Und ähnliche räumten der Verfasserin eine Führerschaft auf diesem Gebiete ein. Als Schriftstellerin von Ausehen erregender Begabung inachte sic ihr Buch „Memvrien einer Sozialistin" den weitesten Leserkreisen bekannt. Die Frauenbewegung verliert in ihr eine der hervorragen sten sozialen Vorkämpferinnen, von der man noch manch weiteres Werk erwarten durfte. 'Denn 1865 in Halberstadt geboren, wurde sie schon im 51. Lebensjahre vom Tvde abberufm. vermischte». * Berlin, 9. August. (Priv-Telegr.) Der „Berliner Lokalanz-eiger" meldet aus Stockholm: * Riesenunterschlagungen des früheren O b e r p r o k u r a t o r s des heiligen Shnods wurden durch das von der Regierung ausgesandte Wachseinkausskomitee aufgedeckt. Der Oberprokurator kaufte für etwa eine Million Wachs für Kirchenlichter und ließ sich mittels gefälschter Quittungen Geld für 60 Millionen Rubel gekauften Wachses auszahlen. icricbtsiaal. Fc. Frankfurt a. M., 10. Aug. Der Milchhändler Konrad Aledter, Luisenstt. 110 dalyer, l>at als Vollmilch eine Mischung aus 25 Prozent Vollinilch, 50 Prozent Magermilch und 25 Prozent Wasser in den Handel gebracht. Tie Mischrmg hatte nur 0,9 Pro,. Fett und >var nach dem Sachverständigengutachten als .Kinder nahrnng völlig wertlos. Tas Gericht erkannte auf drei Monate Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe und kennzeichnete das Ver fahren des Angeklagten als einer der schamlosesten Fälle der Milchpanscherei. Pandel. X. Hanau, 9. August. Mit einem Stammkapital von einer halben Million Mark hat sich unter der Firma „Fahrzeugbau Brüning" hier eine Gesellschaft m. b. H. gebildet. Gegenstand des Unternehmens ist: Bau, Betrieb und Vertrieb von Fahrzengen jeder Art usw. Geschäftsführer ist Generaldirektor Engen v Ma'ltitz in Hanau, der auch Vorstand der Akttengesellschaft Zigarrenkistchen- und Wickel - sormenfabrik I. Brüning & Sohn in Langendiebach ist. Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. Aug. 1916 1^5 2 a ^ a % 5? a 's S w tj /=> tv o ~ A 'S ^ co 2* S’§ 35 Z CO 03 Jf Z -a .o ■Ti |~! Uli w co^- Zz* Wetter 9. 2" 24,0 7.5 34 _ _ 0 Sonnenschein 9. 9" — 16,3 9.9 72 — — 0 10. 7 *d 12,2 8,5 80 0 Sonnenschein Höchste Temperatur ank 9. bis 9. August 1916: -ft 24,1 0 C. Niedrigste „ „ 8. „ 9. „ 1916:-ft 7,8 0 C. Niederschlag 0,0 mm. _ Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichien in Hessen am Freilag, den 11. Aug. ISIS Wechselnd bewölkt, bis alls Gewitterregen trocken; Temperatur wenic geändert. Gewitterneiglrng. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärine der Lahtl am 10. August: 17° R. Letzte Nachrichten. Die Arlillericschlacht an der Somme. Genf, 10. Aug. Der „Pettt Parisien" erklärt, daß General NivelleS Offensive gegen das Werk Thiaumont diesmal nicht von Süden nach Norden, sondern von Westen! nach Osten gerichtet war, so daß die französische Offeusivc parallel mtt der Maas gim, während die deutschen Linien parallel mtt den Maashöhen verlaufen. An der Sonrmesront war der gestrige Tag durch eine außerordentlich heftige Artillerieschlacht gekennzeichnet, die sich gegen Mittag von Roye bis zum Abschnitt Thiepval aus einer Front von mehr alS 50 Kilometer erstreckte. Während 36 Stunden dauett das^ Bombardement der Alliierten an, das die deutschen Linien imhaltbar machen soll. Die deutsche Arttllerie bleibt jedoch die Antwort nickst schuldig, sondern nahm die Kanonade mit verdoppelter Wucht auf, die gvgenwärttg auf der ganzen Front tobt. Rutzlaiws erschütterter Kredit. Rotterdam, 10. Aug. Der amerikanische Stahltrust will m Zukunft keine Anlagepapiere der Verbündeten mtechr in ZaUung nehmen. Lieferungen können nur rwch gegen Bar erfolgen. Dazu verlautet hier, daß Rußland den amerikanischen Banken und Lieferanten bereits über eine Milliarde Rubel schrldtt. Die «nneci- kanischen Banken, die bisher zwischen den Lieferanten und der russischen Regierung vermittelt haben, lehnen ettw ErhöhuTig des russischen .Kredits entschieden ab. In anierikanffchen Bankkveistm herrscht die Meinung vor, daß angesichts der politischen Lage Rußlands Kvedtt bis an die äußerste Grenze angespannt ist, zumal in der inneren Lage Rußlands Eveignffse nicht als ausgeschlossen gelten^, die durch die Verbündeten Rußlands nicht verhindert werden könnten. Für die in Amerika noch tm Bau befindlichen! russischen U-Boote haben die Banken eine Zahlungsgarantü Frankreichs gesordett, die auch gewährt wurde. Die Front vor Soloniki. Haag, 10. Aug. Der K»mespondent des „Daiw Telegraph" berichtet vom Sonmay aus Saloniki: Die Linie der Verbündeten erstreckt sich letzt ungefähr von dem Presba-See bis an die Strurna. Das Null nicht sagen, daß wir zwischen diesen Punkten eine ununterbrochene Linie besetzt haben, sondern daß unsere strategischen Stellungen das gesamte Gebiet nnt SaLmiki als Mittelpunkt umsparmen. Die serbische Armee besetzte einen Teil des rvestlichen Flügels unserer Linien, Die Kämpfe am Suezkanal. Bon der russischen Grenze, 10. August. „Nowoje Wremja" berichtet aus London: Es ist den Türken m einer Stärke von 12 000 bis 15 000 Mann gelungen, sich in der Nähe von Katia sicher zu verschanzen. Obgleich australffche Reiterei mehrfach Angriffe gegen diese Stellung unternahm, ist es bisher nicht möglich gewesen, den Feind zu vertreiben. Die Sicherheit des Verkehrs im Kanal erfordert es jedoch, daß die Türken unter «ülen Umstünden zur Aufgabe ihrer Stel- ttmgen gezwungen werden. Es kann nickst im Interesse einer wohlverstandenen Kriegsführung liegen, daß der Feind sich hier vor den Toren des Kanals einen starken Stützpunkt schassen darf. Die türkischen Truppen bestehen aus Reiterei und Maschincngewehrabteilungen, aus Kamelen. Den regulären Truppen sind auch irregtrläre angeschlossen, die vorwiegend für die 2^- sestigungsarbeiten verwendet werden. Der Feind wird^ durch zwei Flieger wirksam untersttttzt. Die Engländer bereiten einen starker Vorstoß mtt berittener Aittillerve vor. Zur Zeit der Seifenkarten seien die Leserinnen auf ein Erzeugnis hingewiesen, durch deffen Anwendung viel Seife erspart werden kann. ES ist daö trockene HaarentfettungSmittel Pallabona, das in geringer Menge auf daS Haar gebracht und wieder auögebüritet Haar und Kopfhaut vom überschüssigen Fett befreit und zugleich vorhandenen Staub entfernt. 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Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offenlegungsfrist vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Untlage beschlossen, zu der auch Ausmärker beizutragen haben. Utphe, den 10. August 1916. [5745 Großh. Bürgermeisterei Utphe. Schneider. jterdü säerZtoWkirttde« Jacaraattyte, idtkfrel sämtliche Gemüse-Samen zur Herbst-Aussaat empsiehlt in hochfeiner Qualität Heinrild ßahn, Sömciifiiui&hinß, Rieften Neustadt S ““ Telephon 403 Herzogl. Braiinscliw Bangewerkscliüle Holzminden. “SS!" Hochbau %°Sr 5 ' Tiefbau L ,“ 0 . SouiuiiminUrrld)i ' 2 . April. Kelfeprü|unfl. roinlcrun(errld)t 15. Oklob« i K 6UU(Ut>er«$ti9l mit Mn KOnlgL Prcufi. Baugcwcrkjibulak — i Wer zerrissenes Sdiuhr werk, Oesdiirrc, Leder, Zeltstoffe, Fahrradmäntel, Fils usw. selbst ausbessem will, verwendet vorzüglich die Nähahle Stepperin D. R. O. M. Solide, beste Konstruktion. Näht Steppstich w ie Maschine. Leimt :u handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Lud.Theiss. Klein -Linden, 7. August 1916. 0111G2 Unser treuer, heißgeliebter Sohn, Bruder und Neffe Eugen Jüngst Gefreiter u. Offiz.-Aspirant in der 12. Komp. Inf.-Rgt. Nr. 186 erlitt am 3. Juli im Alter von 19 Jahren den Tod für sein Vaterland. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jüngst, Lehrer. Ilsdorf, den 3. August 1916. 5742D Todes-Anzeige, Tief erschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht daß unser lieber unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel mein innigstgeiiebter, hoffnungsvoller Bräutigam, der Postbote ’ Willi Kumpf Era.-Re«., Res.-Inf.-Rgt. tfr. 81, 3. Komp. den L August den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist In tiefer Trauer; 011186 Wilh. Kampf, Postschaffner a. v. Familie Adolf Bender Karl Kumpf, z. Zt. im Feld, und Familie Heinrich Panly, z. Zt. im Feld, und Familie Emmy Maurer als Braut. Gießen, Wetzsteingasse 7 und Butzbach, den 10. August 1916. T ©des-Anzeige. Gestern morgen entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisab. Margar. Krock geb. Römer im 77. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Lndw. Krttck XII. and FamiMe Heiur. Krttck VIII. und Familie Elisab. Krttck Ww. und Familie Fried. Krttck öIZ., z. Zt. im Felde JLndw. Steinmüller XI. und Familie. iLadvv. Händler, z. Zt. im Felde, und Familie. Heuchelheim, den 10. August 1916. haus^BrauhaÄßffnStt 3 mUtae °°> 1 Uhr ™ Ste &e- Auf Wiedersehn! sprachst du und zogst hinaus. Zu schützen unser Vaterland und Haus. Auf Wiedersehn! schriebst du in jedem Brief voll Freud, Nun hat die Freude sich gekehrt in tiefstes Leid. Auf Wiedersehn! so rufen wir dir zu in lichten Höhen Und tragen still den Schmerz, denn Gottes Wille ist geschehen. Du guter Sohn, du starbst so früh, Dein Platz ln unserem Kreis ist leer. Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du starbst so früh fürs Vaterland. Wir konnten dich nicht sterben sehn Und nicht an deiner Seite stehn. Du warst so gut und starbst so früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser braver, unvergesslicher, lieber Sohn, Bruder, Enkel und IST efFe W ilhelm Wagner Musketier im Reserve-Inianterie-Regt. Nr. 224, 9. Kompagnie nach 11 monatl. treuer [Pflichterfüllung im 21. Lebensjahr fürs Vaterland gefallen ist. In tiefer Trauer: Familie Wilh. Wagner II., Gastwirt. Rödgen, Göbelnrod, Grossen-Buseck, Steinberg, den 8. A/ugust 1916. 01U68 Es ist bestimmt in Gottes Rat, Dak man vom Liebsten was man Hat, MuH scheiden. Tiei erschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dah am 6. August mein innigstgeiiebter Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Artur Pitz Musketier im Jus. Negt. 223 im 21. Lebensjahre infolge schwerer Verwundung in einem Kriegslazarett den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Dieser furchtbare Krieg hat jetzt das zweite Opfer in unserer Familie gefordert. In tiefer Trauer: Frau Katharina Pitz, Wwe. Familie Heinrich Pitz Familie (5arl Pitz, z. Zt. im Feld Familie Aua. Pitz, z. Zt. im Feld Familie Willi Pitz, z.Zt. im Feld Heinrich Leib und Frau neb. Pitz Robert Mobring, z.Zt. verwundet ™ v. , r . und Frau geb. Pitz Gardesuselrer Otto Pitz, z.Zt.verw. Frau Adolf Pitz, Wwe. u. Kind Giehen, Offenbach, den 9. August 1916 m rV i Tieferschüttert erhielt ich heute die traurige Nachricht, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes Ernst Adam Wehrmann im Res.-Jnf.-Regt. 81 den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Kätha Adam, geb. LciGlber und Kind. Gießen, den 9. August 1916. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. 5744 Cafe Ernst Ludwig Fleute [4794 KÜNSTLER-KONZERT («oxidierter Stahlbieciessei autogen geschweißt. Bester Ersatz für Kupfer- k csscl. Einziger für d ie Landwirtschaft bra uchbarer Kess el. 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