Rr. 185 Der «ieftestv R«ze^« tächüch. rrnftec 6 onuüufi. - Beilagen: viermal wscb««Rich Ste-zeuer.^MÄ icnbMlrr; zweimal roochel^l.Kreir- d!stt sürö« «reis Kietzen (DienStag und Freitag); zweimal monatl. Lan-, ^irifchaMchc Zeitftagen Herniproch - Anschlüße : i irr d,e c i t unq 112 Verlag,GeschaitSftelleSI Adresse für Dradtnach- ridjicn: Anzeiger Girtze«. Anvatzüre von Anzeige« für die Tagesnummer dis zum Abend vorher. Erster Blatt Wb. Jahrgang Mittwoch, 9. August 19(6 eiprfitr «otattsnrvnlck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Such- und Steindruckerei«. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei- Schulstr. 7 . 'S e * u « § ö c e i i : niottall. 90 Pf.. wertet* icifci Mk. 2.65; bitrcQ Abhole* iu Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Dck. 2.45 viertel* jcchrl. ausjchl. Beftellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt* schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen Mische Sie erfien. rohes Hauptquartier, 8. August. (WTB.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südlich des Kanals von La Basföe bis in die Gegend von Loos herrschte lebhafte Feuertätigkeit. Zwischen Thiepval und der Somme. besonders bei P o - ziöres, bei Bazentin-le-Petit und südlich von Manrepas setzte der Feind seine heftigen Angriffe fort. Sie führten an einzelnen Stellen zu erbitterten Nahkämvftn. die im weMtttchen zu unseren Gunsten entschieden sind, nur an einzelnen Stellen, so bei Poziöres und östlich von Hem wird noch gekämpft. 4 Südlich der Somme wurden Vorstöße französischer vaudgranatenabteilungen bei Eströes und Soyecourt ab- gewiesen. Im Maasgebiet war der Artilleriekampf beider- setts des Flusses sehr lebhaft. Nordwestlich, westlich und süd- westlich des früheren Werkes Thiaumont brachen feind- uche Angriffe in unserem Feuer vollkommen zusammen. Wer^r südlich wurden Angriffsabsichten im Keime erstickt Mehrere Hundert Gefangene sind eingebracht. (Sin englisches Flugzeug fiel südöstlich von Eambrai in unsere Hand. Oestlichcr Kriegsschauplatz. . Front des Generulfeldmarschalls von Hindenburg. Lckttch. daß l^Z u “«entre ffen mit den deutschen So» i ald em o- brst möglich, sein werde, wenn diese sich von i er Verantwortung die sie für den Krieg hätten fr°r gemachtund^»Ste^lle des Kaiserreiches eine Republik gesetzt haben würden! Dagegen hat der französische Parteiausschuß noch boschlosseu, so bald wie möglich eine Versammlung der Sozialisten der verbündeten Lander zu organisieren, „in der die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen eines dauerbafteti Friedens genaiier fest- gcLc.Qt werden sollen, dem oie Sozialisten sodann Geltung zu verschaffen suchen werden". * 2 a -! Ü 1 e t ne wundervolle Methode, bk sicher des laute- sten Beifalls Haases, Ledebours unb der Rosa 'Luxemburg flch erfreut. Die Internationalisten und Sozialisten der ganzen Welt dürfen den weisen Ausschußanträgen ihre Zu- ftimmung geben, die von den Sozialisten der Entente ohne neutrales, unparteiisches oder gar deutsches Salz gekocht und ferviert werden. Schon werdeii die Dämpfe dieses köst- licyen Kochgerichtes der deutschen sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft verführerisch in die Nasen steigen . Sonst aber weiß man jetzt in Deutschland mW den ihm verbündeten Läiidern, was die „Jntermationale" für den Frieden leisten könnte. Einige in der gallischen Küche erzogene Politiker und Journalisten werden zwar vielleichL mit Genugtuung darauf Hinweisen, daß dre Minderheit oer französischen Sozialisteii seit der lchten Wstiinmnnq rm ^ahre 1915 ungefähr 200 Stimmen gewonnen habe wenn man das Stinimenverhältnis bei der Abstimmnna über den Antrag Renaudel überblicke. Aber was wird damit bewiesen? Es ist nicht über dieselben Anträge wie im ^zayre 19Io abgestimmt worden, und die Mehrheit des „iMtwnalrates" ist nur noch radikalistischer nationalistisch geworden. ±ajs machen wahrscheinlich die Hoffnungen auf die grotze>cAlgemeine Offensive. Ter französische Partei- ansjchuß hat denn auch in einem besonderen Antrag von den Icegrepnngen Maßnahmen gefvrdert, in Erfiillunq der uoeriwmmcnen Verpflichtung die Führung des Krieges entschiedener Mestalten sollen zur Er- langmig eines raschen und entschndenden Sieges." m-rr/z 1 ?- ^rutschen lönnen ans diesen Kirndgebungen und Bechlusser, manches lernen. Wir glaiiben nicht, daß die deutsche ^ozialoemotimtie Herrn greiiandel zuliebe den Ver- L™h,Ä an die Stelle der Monarchie eine tai,me,, t'nrh b Ü iU ,e&eit - $te franMischen Sozialisten träumen noch unmer von der Rnckgewinnuiig Elsaß-Loth- ringens. Nachdem die französischen Kriegsziele so unver- blumt in die Welt hrnansgeschrien werden — hat es da noch einen großen Zweck, die deutschen Ziele gar so sebr im verborgenen heranreifen zu lassen? Wir verzeichnen heute eine öffentlich- Erklärung des Han sab Neides der man im allgemeinen zustimmen muß. Sie geht zwar mit der Umschreibung der Ziele nicht ins Einzelne, hält aber »est am allgemeinen Notwendigen, an Grundsätzen, die durch ^cbmig^lnit ck abgeschwächt werden dürfen. Die Kund- fsu"* ie ° t|er ' v ie riesengroß, die das deutsche Volk in der Aer- kchiMng.»eg«, die remittiert Bernichtungsabsichtm un^ &9dmia des Krieges, das uns s u r SAWÄ 5 L-Ä« sE^r ErlanMu« fpommt, gerichtet fein muß. T?r 6anfa“s8urö mi aber selbstverständlich nicht plan- und ziellos nnftre? deutsche Zukunft gegenüber; können auch unsere Megchi-lesclbk iÄ riuu al{gern.ein angegeben werden, so firtb wir ho-d? aufb t-t hi'ii'n schweren —agen, irw> sich, nnseroFeinde zu. Mmeinsa mein Ansturm aemw uns Mmmmenaenkn^lk hnh™ gegen' von ruck. uus-ch-mmengesundeu habendes EiwGÄ der uns' 9e»OTf5. Was unser Direktorium am 15 September 1915 beschich e,, säiskäHsS IS 6 M»JrtiSÄ«ÄlÄ!! Russischer Kriegsschauplatz. Srcnt des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl, x ^ ^ ^ ^ ^ -Truppen gewannen auf den Hohen ostliw von Fablonica und bei Worochta Boden und brachten über 1090 Gefangene, vier Maschinengewehre ein. Sndwestllch von Delatyn wehrten die Streitkräfte des Gene- ^llobersten von Köveß abermals starke russische Vorstöße ab. r estlich von Otthnia urtd von Tlumacz griff der Feind gestern vornnttag in großen Massen an. Eine seiner An- grlffsgruppen drang westlich Otthnia bis über unsere erste Lime hinaus, wurde aber durch einen Gegenangriff öfter- Mischer streitkräfte völlig zurückgeworfen, wobei über 1000 Gefangene in unserer Hand blieben. Bei Tlu- macz wurde die Verteidigung vor einem überlegenen Stoß des Felndes in dett Raum westlich des Ortes verlegt Süb- Fufc ^rtelka säuberten unsere Truppen das linke 700 Russen gefangen, fünf MaFront des Generalfeldmarschalls von H i n d e n b u r g. lo rze verlief der gestrige Tag verhältnismäßig ruhig. Südwestlich von Toroezyn in Wolhynien schlug die Generalobersten von Tersztyanszky heute früh ciiiis Neihc heftiger russischer Vorstöße zurück: der Feind "Uweist im Gegenangriff geworfen. Die Truppen des ft-eilcrats Fath vercitelten südlich von Stobychwa abermals mehrere russische Uebergangsversuche. Italienischer Kriegsschauplatz. Dre erbitterten Kämpfe im Görzischcn dauern mit unve-nundcrtcr Heftigkeit fort. Die am Görzer Brückenkopf westlich des Z,onzo kämpfenden Truppen schlugen seil b. August nachmittags zahlreiche weit überlegene feindlich« Angriffe blutig ao. Hierbei wurden 293 2 Italiener darunter 72 Offiziere, gefangen. Um die tapfere Besatzung des Brückenkopfes, gegen die sich immer neue wütende Angriffe der Italiener richten, mn großen Ver- uften zu bewahren, wurde sie heute auf das östliche Jsonzo- ifer zuruckgenommen. Doberdo scheiterten am Monte San Michele und der ^an Martino alle feinblichen Angriffe unter den ichwersten Verlusten des Gegners. Ebenso ocachen weiter südlich starke italienische Angriffe in unserem Feuer wttig zusammen. Alle Stellungen sind hier im Besitz ' 1J n / f erer .? n ^ en - Aii der Kärntner und Tiroler Front stellenweiK lebhafte Artilleriekämpfe. Südöstlicher Kriegsschauplatz Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallentnant. EreignissezurSee. Ein Seeflugzeuggeschwader hat in der Nackt den 8. August die feindlichen Batteriestellungen ^ ?^.^?^Endung. die feindliche Sceflugstation Gorgo uf’ mi ( ljf er £ ,t und Brandbomben ausgiebig und erfolgreich belegt. Die ^eeflugzeuge wurden heftig beschossen kehrten ,edoch unversehrt zurück. Flottcnkommando. . . , r - reu, «"gemessenen KriegskostenentschZigmrg und tot ä is»-iÄ -r s sgtg ®iefe Ijahre des Züsamineiisteliens unseres irairen 'Tlnffee ™ md gemeinsmnen Opser. in denen iFürst und 'Arbeiter' uebeH^ MV Schützengraben g^meini'arn gekämpft 'rnö ihr Mik-ft Wwt, für ihr gemieinsmires ButerMud dü EAÄuMe 'fr“ 11 “ K«er Zeit urüsseu svrlwL^Ju den KL hmem. Eure neue Zeit wird Heraufziehen und diese neue Seit nnrh nur beruhen können auf gegenseitigem Vertrauen von Volk und ^ ln! si'eiheitlichen Ausbau unserer staatlichen Reckte und Emnchtnngen, ans der verständnisvvllm F^der^a^ n rr Jultiiuiufgabelt, auf der gleichmäßigen Pflege VMI Industrie^ ^and- r Handel, Gewerbe und Harckwerk und uns der sür" .^^landcs nirerläßlichen gleichmäßigen Teilnahme aller Staatvburger an der Verwaltung und LeituiV^des Staates " * * * Set* bsterreichisch-uttgarische Tagesbericht. oertauttarti'lÄffi^- «mtlich wird Ter französische Bericht. Paris, 8. August. (WTB. Nichtamklichä Amtlicher Bericht vom Montag nachmittag. Mrdlich der Somme und in der gmizen Gegend von Ehaulnes lebhafter Artilleriekampf. Auf dem rech- “„ n F dw Deutschen nach Artillerievorberei- tung das Werk Th tauni a nt an: sie wurden durch unser Sperr» «euer airgehalten, konnten nicht vorbrcchen und wnrderr in ihre Ans- gangsgraberc zurnckgeworfen. In dem Wäldck-en von Vanr und Chaprtre beganu unr 7^ '.. Uhr abends ein Angriff, der- sich durch heftrge,Be,chrebung anknndigte. Das Attillerie- und Maschinen- gewchrseirer brach den Angriff, der vollständig scheiterte. An der ubrrgm Front wur die Nacht ruhig. ^ st: An der So m rn e f r o 11 1 liefetten die fron-- zösischen Flugzeuge gestern zahlreiche Gefechte. Drei Flugzeuge wurden bet Roiglis, Ornieeourt und Nesles abgeschosseii ^rei andere, die ernstlich getroffen waren, mußten in den deutschen Unten Unten. Außerdem wurden zwei deutsche Fesselballons zer- "ort- ^zn der Nacht zum 7. August warfen französische Flieger 20 Granaten aus den Bahnhof von Sablons. 30 auf den BahnÜof in^Etain ^ 2 ° ° Ur blC ^' a&rifen in Rombach und 12 auf Biwaks Amtlicher Bericht vom Montag abend: N ö r d l i ck de r S,oUlm>e uahumn unsere Truppen iu glänzender Weis« Ende nachmittag.' eine £tme deutscher Schützengräbelv zwisck^n fcxmt Obholz Hem und dem Flutz östlich des Gehöftes Moivaeu - 120 Taitgcnc urck.unoesahr zehn Maschinengewehre blieben in imfemt fanden. Südlich bei; So nunc mar unsere Artillerie sehr ern wirksames Zerstörungsfcuer auf seindliclm Batterien in der Gegend von Lvhvns. Ans denl rechten Maasufer machten wir un Verlauf einer Einzel Unternehmung südlich des m.erfem ^ h i a u m o n t lz-orlschritte. Wir erbeuteten ö Maschinen* gesvehrc und famdcor an den eroberten Teilen zablreick-e deutsche Zeichen. Rach einem ziemlrch lebhaftem Kamps nahmen wir einige Hauser des Westteiles des Dorfes F-leurv ^ Kelgrscher Bericht: Im Laufe der Nackt und des Tages war die Artillerie an der mrcntt der b^gtichen Armee tätig? besonders gegen ^^urude - und Steeiistt-aete. Ein Bombenwerferkamvf der stattfand, endete %u unseren Gunsten. Hindenburg in Lemberg. - Berlin. 9. Aug. Wie das „Berl. Tbl." meldet, ist General, feldmarschall von v rüden bürg Donnerstag früh um 7 Ufa m Lemb e r g zu einem kurzen Aufenthalt eingetrossen Er muri* von dem Generalobersten von Böhm^rmollr. vom StadtÄnn^ dqatteu Geireralmawr Runmel und anderen Vertreter,v der ört^ Mftn Behörden emspmirgeu. Er temtik löwaje Zm im Go. GAube d«S Armjeekomnulndos imd befuckfte dann ben beulfrfmt Ko-nful Heinze. Itirt 1 Uhr nachmittags reifte bei» Generalfeld- Warschau weiter. Große Truppeirvcrschieburrgen in Snd-Beffarabieu. Berlin, 8. Aug. (Priv-Tel.) Die „B. Z. a .M." meldet aus Bukarest: Nach hier einge§angenen Meldungen sind in Süd-Be ssa r a b i en wieder große Tr upperisch iebungen bemerkbar. Zahlreiche Truppen befinden sich ebenfalls längs der befestigten Linie Reni—Bender— Mermann. In Süd-Bessaräbien sollen über 300 000 Soldaten zusamnien gezogen sein. Die Schwarze-Meer-Flotte erhielt Befehl, sich mit größerem Kohlerworrat auf verschiedene Punkte zwischen den Donauhäfen Wilkow und Akkernnrnn zu konzentrieren. Der Zweck dieser militärischen Maßnahme ist vorläufig unbekannt. Ein Besuch des englischen Handelsministers in Italien. Rom, 8. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung der „Agen- zia Stefani" trifft der englische Handelsmiuister Runci- man heute in Italien ein, um im Namen seiner Regierung über wichtige, im Interesse der beiden verbündeten Völker liegende wirtschaftliche Fragen zu verhandeln. Der Handelsminister Denava und der Minister für Seetransporte Arlotta sind von der italienisck)en Regierung beaufragt, die Beratungen mit Runciman zu führen. Der türkische Bericht. Koustantinopel,8. ?lug. (WTB.) Anttlicher Bericht vom 25. Juli 1332 (türkischer Zeitrechnung): AnderJrakfront keine Veränderung. In Persien wurde ein.« vom rechten Flügel unserer Armee am 23. Juli in drei Kolonnen angesetzte Unternehmung gegen zu- samrnengezogene russische Kräfte östlich von Kermanschah mit Erfolg fortgesetzt. Ms zum 24.Juli abends waren die Russen endgültig gegen Kankaver, in Richtung auf Hämadan zurück- geworfen. Diese zweitägigen Unternehmungen haben sich folgendermaßen abgespielt: Unsere gegen Säßna im Zentrum vor- gchende Kolonne nahm! im Sturm die feindlichen Verschanz-ungen, die sich in der Umgebung von Hcrdfiabar und Nadirabad befanden. Ter Feind versuchte sich in seinen Stellungen westlich des Dorfes Bisotoni zu behaupten, mußte sich aber infolge unserer scharfen Verfolgung und des von uns gegen seine iFront und seine Flanken aus- jgeübten Druckes in der Richtung auf Sakna zurückziehen. Am 24. Juli wurde die Verfolgtutg bei Morgengrauen wieder ausgenommen, ohne daß dein «Feinde, der an verschiedenen Stellen Widerstand zu leisten sich beintühte, Zeit gelassen wurde, wieder zu Kräften zu kommen. Schließlich vermochte der iFeind sich ttt der Ortschaft Sakna (50 Kilometer östlich von Kermanschah) nicht zu behaupten und ging nachmittags in der Richtung Kankaver zurück. Während dieser Zeit befand sich unsere südlich der Straße Kermanscha — Ö«mabßn vorgehende Abteilung in 'Fühlung mit russischen Kräften bei Maroß (19 Kilometer südöstlich Sakna). Unsere Abteilung am linken Flügel ging nördlich in der gleichen Richtung vor und rvarf den Feind zurück, der sich nach Songour (60 Kilometer nordöstlich Kermanschah) zurückzog und sich dort festsetzte, wogegen unsere Abteilung am rechten Flügel sich Maroß' bemächtigte. Unsere Truppen im Zentrum befanden sich gestern abend 15 Kilometer östlich von Sakna. Unsere Kräfte warfen östlich Sakna zusammengezogene feindliche Truppen gegen Osten weiter zurück. Kauka su s front: In den Abschnitten von Bitlis, Musch und Oguot hat sich die von uns eingeleitete Offensive zu unseren Gunsten weiterentwickelt. Durch unsere gegen Bitlis' an- igesetzten Angriffe fielen alle feindlichen, rM Süden den Ort beherrschenden Stellungen in unsere Hände. Ein gleichfalls gegen! den Feind, der sich aus den uutzugänglichen Bergketten, acht Kilo- nteter südlich von Musch befand, angesetzter Angriff war erfolgreich. Der Feind winde gegen Musch zurückgewvrfen. Unsere östlich Musch gegen Norden angesetzten Truppen erreichten Muoradsou. Bei dem gestrigen Angriff füboriltcfc von Ogn-ott wurden 200 Soldaten gefangen genommen und abermals eine Kanone und vier Munltions'kästen ^erbeutet. Im Zentrum verlangsamte sich die vom! Feinde gegen verschiedene Stellen unserer Front östlich Erzin djan-Kilkitt gerichteten Angriffe, denen unsere Truppen stcmdhielten und bei welchen der Feind schwere Verluste erlitt. In den Gewässern von Smyrna näherte sich! ein seind- . licher Monitor Fotza, mußte sich aber infolge unseres Feuers entfernen. Einige feindliche aus der Höhe den Tscheshme on- gckkommene Schiffe, von welchen ein Kugzeug aüfstieg, das erfolglos einige Geschosse auf die Küste warf, zogen sich schließlich sämtlich in Richtung Kios zurück. Aegyptische Front. Unsere in Richtung Roumani angesetzt- Ettundigimgsabteilung erreichte die feindliche Linie, richtete trotz heftiger Beschießung von vier .Kriegsschiffen an der Küste E von MouhaMedie einen kühnen ErkUndigungsan- griff gegen starke feindliche, aus verschiedenen Beständen zusammengesetzte Truppen und kehrte dann in ihre Stellungen bei Katia zurück. Hierdurch ermutigt, versuchte der Feind unsere in der Umgebung von Katta zusammengezogenen Truppen an- zugreifen, wurde aber mit schweren Verlusten zurückgeworfen.- Einer unserer Flieger zwang am 24. Juli ein feindliches Flugzeug in der Umgebung von Monhamedie zum Niedergehen und zerstörte es. Unsere Flieger belegten erfolgreich den Hasen von JsMailie und dort befindliche Gichäude mit Bomben. Feindliche Reiterei, die aut 22. Juli im DeftlßeAboudierg östlich Suez angriff, wurde nach achtstündigem Kampfe zurückgeschlagen. Gewehre imb Bajonette wurdär erbeutet. Konstantinopel, 8. August. (WTB.) Türkische Truppen besetzten, über Kermanschah hinaus vorrückend, gestern Sahna rrnd arrdere auf der Straße nach Hamadan gelegene Ortschaften. Ei« englischer Bericht über die türkischen Angriffe in Aegypten. London, 8. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Anttlicher Bericht aus Aegypten. Britische Truppen sind in Fühlung mit der türkischen Nachhut sechs Meilen östlich von Katia. Luftüberfälle cai\' Port Said und Suez haben nur wenig Schaden und geringe Verluste an Menschenleben verursacht. Die russisch-englische Politik in Persien. Kopenhagen. 8. August. (WTB.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphen-Ägentur haben die Gesandten Rußlands und Großbritanniens in Teheran und die persische Regre- ^uug am 6. August Noten ausgetauscht, durch die zwischen den drei Ländern ein Einvernehmen erzielt ist, das die freundschaftlichen BeziehunAen von England, Rußland und Persien endgültig befestigt und verschiedene Fragen der finanziellen und militärischen Organiatsionen Peftiens für alle Teile günstig löst. Was letztere betrifft, so »vird sie in Nordpersien durch die Entlvicklung einer persischen Brigade mit Hilfe russischer Instruktoren und in Südpersien durch Bildung genügend starker Kontingente mit Hilfe englischer Instruktoren verwirklicht werden. Eine türkische Anleihe. K »-riskant inopel, 8. Aug. (WTB.) Im Amtsblatt wird eine Gesetzesverordnung veröffentlicht, durch welche das Fi n an zm iniftenium ermächtigt wird, bei der deutschen Regierung einen Vorschuß von 25 Millionen Pfund aufzuuehmen. Hiervon sollen 20479 000 Pfund in in Gold rückzahlbaren deutschen Schatzscheinen flüssig .gemacht und der Verwaltung der türkischen öffentlichen Schuld übergeben werden, wpgegen Kassenscheine im gleichen Betrage ausgegeben werden sollen. Das Finanzministerium wird weiter ermächtigt, von diesen Kassenscheinen 5 Millionen Pfund der deutschen Regierung in Konftantinopet als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der Seekrieg. Kopenhagen, 7. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Die „National Tidende" mekdet aus Kri stian'ia: Gestern nacht wurde vor Arendal ein norwegisches Schiff aus Kttsttania von einem deutschen Unterseeboot angehalten. Da gleichzeittg «in englischer Dampfer au stauchte, gab das Unterseeboot das norwegische Schiff ftei, brachte den englischen Dampfer auf imb fuhr mit ihm südwärts davon. London, 8. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Der norwegische Dampfer „Spiral" (1378 Bruttotonnen) ist torpediert worden. London, 8. Äug. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet aus Stockholm vom 7., daß bei dem Feuerschiff Sinngrundet eine dänische Brigg von einem deutschen U-Boot versenkt worden sei. London, 8. Aug._ (WTB. Nichtamtlich,) Lloyds berichtet, man glaube, daß der britische Dampfer „Drindet" versenkt worden sei. Ymuiden, 8. August. (WTB.) Der Fffcherlogger „K.W. 125", von dem vor einiger Zeit die Meldung kam, daß 18 englische Fi scherda m p f e r durch deutfche Tauchboote in G r um b gebohrt wurden, berichtet, daß zuerst vier Trawler von einem Tauchboot angegriffen wurden. Ein bewaffneter Trawler nahm den Kampf an, Umi dcör drei anderen Gelegenheit zu geben, ich westlicher Richtung zu entkommen. Der bewaffnete Trawler „Nelly Multens A. D. 69" wurde, nachdem noch zwei deutsche Tauchboote au stauchten, rasch zum Sinken gebracht. Elf Mann wurden von dem Logger „Doggersbank Sch. 197" ausgenommen. Diese Geretteten erzählen daß tags vorher 14 englische Trawler von denselben Tauchbooten versenkt iourdeu. Die drei Tauchboote, die „Nelly Mullens" zum Sinken brachten, verfolgten hierauf die drei flüchtenden Trawler. Man hörte schweres Feuer, so daß man glaubt, daß auch diese drei Schiffe versenkt wurden. Arr» Stadt «r»S Land. Gießen, 9. August 1916. L. U. Von d er Landes Universität. Der Groß- herzog hat verliehen: Das allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste dem Univ.--Prof. Dr. Schmidt, das Militärsanitätskreuz dem Univ.-Prof. Geh. Medizinalrat Dr. Bossius, Geh. Medizinalrat Dr. Poppert, Dr. B o i t, Dr. Iesionek und Dr. Soetbeer, das Kriegsehlren- zeichen den Univ.-Professvren Geh. Kirchenrat Dr. Krüger und Dr. Gisevius. ** Volksspende für die deutschen Kriegsund Zivilgefangenen. Die mit dem 31. Juli abgeschlossene Sammlung für die Volksspende in der Stadt Gießen hatte ein sehr günsttges Ergebnis. Es gingen ein 12 574.52 Mk., also etwa 2000 Mk. mehr, als bei dem im Oktober v. I. veranstalteten Opfertage für die in rnssischer Kriegsgefangenschaft befindlichen Deutschen. ** Von der Gold ankaufs stelle wird mitgeteilt, daß am vergangenen Samstag ein Einlieferer von Goldgegenständen den gesamten Erlös zugunsten des Roten Krenzes zur Verfügung stellte und diesen Betrag durch Zuzählung auf 100 Mk. abrundete. Die Abflih-rnng der Spende an den Zweigverein Gießen vom Roten Kreuz ist erfolgt. ** I u n g w e h r. Arttveten &/ 2 Uhr. 1. Konrp.: Kaserne, 2. Kvinp.: Turnhalle. ** Fleischfreie Tage. Es ist bei manchen Gastwirten die Auffassung hervorgetreten, daß nach Einführung der Fleischkarten die Einhaltung der fleischfi7eien Tage nicht mehr notwerrdig sei. Diese Ansicht ist irrig. Die Einhaltung der fleischfteien Tqgie ist durch Bundesrats Verordnung vom 28. Oktober 1915 vorgeschrieben. Mit Rücksicht auf die strengen auf die Uebertvernng der Verordnung gesetzten Strafen — es ist auch die Schließung des Betriebs ulässig — wird aus die igenaue Einhaltung der Vorschriften er erwähnten Bundesratsverordnnng Hingewiesen. **Reichskartoffelentschädiguing. Nach neuerdings gefaßten Entschließungen nb'erninrmt das Reich ein Drittel des Schadens, der den Genreinden entsteht, wenn Kartoffeln im Kleinhandel zu folgenden Preisen verkauft werden: 16. Juli bis 10. August 9 Pfennig, 11. August bis 20. August 8 Pfennig, 21. August bis 15. September 7 Pfennig, 16. September bis 30. Septeinber 6 Pfennig. — Borausse^nng für den Reichszuschuß ist, daß die restlichen zwei Drittel von anderer Seite getragen werden. Der Zuschuß wttd gewälfttt für die in den einzelnen Zeitabschnitten im Kleinhandel nachweislich ab gefetzten Mengen, jedoch höchstens für eine Menge von iy 2 Pfund auf den Dag und Kopf der ortsanwesenden Bevölkerung. Bon einer Beschränkung auf Minderdenrittelte und Kriegsangehörige wtto abgesehen. ** Seifenverbrauchsregelung. Die Ausfüh- rungsbestinrmungen des Reichskanzlers zur Verordnung! über den Verkehr mit Seife und Seifenpulver vom 21. Juli 1916 haben gegen den bisherigen Zustand einige Aenderungein gebracht. Es ist eine einheitliche für das ganze Deutsche Reich gültige Seifenkarte vorgeschrieben worden, die spätestens am 1. Oktober eingefnhrt werd^en muß. Ferner ist die Mr den Kopf und Monat zu verabfolgende Seißen- menge auf die Hälfte herabgesetzt worden, nämlich für Feinseife auf 50 Gramm und für Seifenpulver auf 250 Gramm; für Kinder im Alter b.is zu 18 Monaten kann je eine Zusatz seifenkarte gegeben werden. Besonders hervorzuheben ist, daß der Begriff der Feinseife eine Aenderung erfahren hat; es fallen jetzt nicht nur Toilettenseife und Rasierfeife hierunter, sondern auch die Kernseife, während diese früher zu den „anderen Waschmittel^ gerechnet wurde. Die Kernseife gilt jetzt also als Feinseife. Es ist zu hoffen, daß die hier von Reichs wegen lgetroffene Regelung — Einführung einheitliche Karten für das ganze Deutsche Reich und einhieitliche Festsetzung der Verbrauchsmengen für die gesamte. Bevölkerung — auch bald beiden Lebensmitteln zur Einführung gelangt; damit würden viele Schwierigkeiten und Unzuttäglichkeiten aus dem Wege geräumt. ** Ferienkind er. Gestern kamen ungefähr dreißig Mädchen und Knaben hierher zurück, die während ihrer Ferien auf Veranlassung des Pfarrers und Lehrers in den Dörfern Ober-Bessingen und Münster in liebevoller Weise in dortigen Familien ohne Entgelt ausgenommen worden waren. Alle Kinder haben sich sichtbar' erholt und frische Farbe bekormnen. Einigen Knaben und Atädchen hat die Beschäftigung in der Landwirtschaft und die herzliche Behandlung so gut gefallen, daß sie bis zum Ende der Ernte dort zu bleiben gedenken. ** Stützt die Obst b a n m e. Die mit Früchten überreich behangenen vZwetschenbänme, desgleichen Mirabellen und Reineclauden, zum Teil auch Aepfel- und Mrnbänme senken ihre Aeste mit jedem Tage mehr und mehr zur Erde. Deshalb schaue man seine Frncht'bämne unverzüglich« nach mrd gebe ihnen alsbald die gehörigen Stützen. Es ist tief- bedauerlich, namentlich in Zeiten wie den gegenwärtigen, wenn die vom Segen gebogenen Aeshe schließlich, abbrechen und die Obsternte auf diese Weist geschmälert wird. Vortrag. ES sei anch> an frieret Stel\e nochmals ans den morgen 5\\ VLfyc nachmittags im Hotel „Großh-erzog von Hessen" stattftndenden Vortrag über „B esi^ stener - und Kriegsstene rg esetz in ihrer praktischen .''Anwendung" hingewiesen. Ter Vortrag wird gewiß vielen eine will- 'konmrenc Gelegenheit bieten, sich von einem Sdeuerfachpumn über einen so wichttgen Gegenstand, dessen Verständnis durch das Jn- cinaudergreifen von Kriegssteue^-, Besitzsteuer-, Wehrbeitrags- und Rücklagegesetz, sowie durch die mancherlei neuen Grundsätze aus steuerreck'llühem Gebiet ohnehin nicht leicht ist, unterrichten zu lassen. 3lls Vorsitzender einer Steuerveranlagungskommission wird Regierungsrat Buck vor allem! in der Lage sein, über alle im. Mittelpunkte des allgemeinen Interesses .stehenden Fragen wie z. B. über die Frage der^ stillen Reserven und Abschreibungen, der Behandlung der Wertpapiere, des^ Grundbesitzes, der Luxus- gegenstände, der Auskunftspflicht der Banken und Sparkassen, der Rücklagen für die Ueberleitung in die Friedensnürrschast, der Vilauzberichligung usw. aus den Erfahrungen einer langjährigen Praxis heraus Auskunft zu erteilen. ** Die An siedln ng von Kriegsbeschädigten: und Krieaerwitwen ist durch das Kapitälabftndimgsgesetz v»m 3. Juli r916 erheblich gefördert worden. Danach kann eine Kapitalabftnduug gewährt wilden, wenn die Versorgimgsberech- ttgten das 21. Lebensjahr vollendet und das 55. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, sie ist an die Borwussetzung gebunden^ daß das .(ttrpidal ^zum Erwerb oder zur wittschaftlichen Stärkung eigenen Grundbesitzes dienen soll. Die Abfindung kann umfassen die Krie-szukage, die Verstümmelungszillage und die Tropenzulage, sowie ««.en Teil der Renten der Witwen von Personen des Unterofffzierstsudes oder von Gemeinen- Sie wird abgestuft nach dem/ Lebensalter^ des Berechtigten und bettägt z. B. bei einem 30jährrgeu für die Kriegszulage 2925 Mk., für die einfache Ver- stmnme^ungszulage 5265 Mk., für die Wftwe eines Gemeinen (ka- pitalifterter Rentenartteil 200 Mk.) 3250 Mk. Es kann auch nur ein Teil dieser Bezüge kapitalffiett werden. Verheiratet sich eine abgefundene Witwe wieder, so hat sie die Abftndung zurückzu- zahlen, äbzstglrch deftenigeu Beträge, die sie bis dahin als Rente zu beansprucheu gehabt hätte, außerdem wird ihr das dreifache des kapitalisietten Rententeils (also 3X200 -- 600 Mk., oder wenn ein geringerer Teil kapitalffiett wurde, das 3fache desselben) belassen. Die Kapitalbeschaffung, für den Erwerb eines Eigenheims ist hiernach wesentlich erleichtett, dagegen Mibt noch die Frage der Grundsmcksbeschaffung zu lösen. Die Gemeinden solkben sich bereit finden, gerade für diesen Zweck Grundstücke zu billigem Preffe zur Verfügung M stellen. Der von dem Hessis chen Z entral wo hnun gsverein in Darmstadt, Wilhelminen- straße 3, eingesetzte Ausschuß ist dieserhalb bereits mit einer Anzahl Gemttnden, aus denen Anmeldungen zum Erwerb einer Heimstätte vorkiegen. in Verbindung getreten. Er hat bisher auch überall Entgegenkommen gefunden. ** ErMhun g der Preise für Son nenblume n- s a m e n. An allen Orten, wo, veranlaßt durch den Ausruf des Kriegsausschuss es für Oele und Fette der Anbau von Sonnenblumen auf zum Ackerbau nicht geeignetem Gelände erfolgt ist, dürfte die Besttmmung der Bundesratsverordnung vom 26. Juni 1916, durch welche der Preis von 100 Kilogramm Son- nenblumensamen auf 4 5 Mark erhöht worden ist, mit Freude begrüßt werden. Auf Grund der Verordnung werden den Ablieferern von den Eisenb ahnstationen nicht 40 Pfennig wickim Vorjahre, sondern 45 Pfennig für das Kilogramm Sonnen- blumenramen vergütet rverden. Als Annahmestellen von Sonnenblumenkernen kommt jede Station aller deutschen Eisenbahnverwaltungen in Bettacht (zumeist die Eilgüter- und Güterabfertigungsstellen). Die EisnrbahnMinisterien machen darauf aufmerksam, fraß die Kerne von den Verkäuftrn in einem reinen, m ö gl i ch st .ftaubfrei cn Zustand, ohne Verunreini- gung mit Blüten- oder Blätterteilen und unvew- mengt mit anderen Samen abgeliefert wenden müffen. — Die Reifezeit der Sonnenblumen fft je nach Aussaat und Art verschieden und reicht von Ende August biSin den Okto- ber (Im Weiten früher, im Osten später.) Der Kriegsausschuß für Oele und Fette macht darauf aufmerksam, daß em großer Teil der vorjährigen Sonnenblunrenerntze zu früh geerntet wurde, was zur Folge hatte, daß bei einem Teil der zur Abttefermrg gelangten Mengen etwa die HÄffte unreif und da^ her für die Oelgewinmmg beziehungsweffe für die neue Aussaat unbrauchbar war. Die Bevölkerung wird deshalb dittn- gend ersucht, in diesem Jahre den im Sommer 1915 gemachten Fehler vermeiden und sich streng an die Vorschriften des vom Kriegsausschuß kostenlos jedermann zur Verfügung gesteMen Merkblattes halten zu wöKen. Der große Erfolg, den der Auftuf des Krregsausschusses in der gesamten deutschen Bevölkerung gefunden hat — war doch binnen kurzer Frist das gesamte zur Berfügimg stehende Saatgut von rund 58 000 Kilogramm voMändig vergriffen — und das gute Gedeihen der Pfiauzen in diesem Jahre, das allerorts beobachtet werden kann, läßt es dringend wünschenswert erscheinen, fraß nicht durch ein M frühes Abernten das in Aussicht stehende übevius günstige Ernteergebnis geschmalett wird, sondern unserer Oelbffanz unter Völker Ausnutzung aÄer -günstigen Bedingungen zugefühtt werden kann. ** Hessischer Verbrau che raus schuß. Auf Einladung des Mainzer Kttegsausschusses für Konsumentnünteressen fand am 6. August in Mainz eine Tagung statt, zu der Vertreter der in Hessen bestehenden lokalen Konsumentenausschüffe erschienen waren. In der allgemeinen Aussprache wurde die Notwendiaksit festgestellt, den Verbrauchern einen einheitlichen organffatoristhen Mittelpunkt für das Gvoßherzogtnm Hessen zu schaffen, um bei der hessischen Regierung und den ihr rutterstellten Zdriegswittschafts- organen — den Kommunalverbandsausschüffen, Viehhandelssyndikaten, Preisprüftmgsstellen usw. — die Interessen der hessischen Verbraucher einheitlich zu vertreten. Die Vorortschaft wurde dem Darmftädter Kriegsausschuß übertragen, der einen geschäftsführen- den Ausschuß von drei Mitgliedern zu bestimmen hat: dem er- toeiterten Vorstand gehöreir je ein Vertreter der übrigen 4 größeren hessischen Städte und der weiteren hessischen Konsumerttenausschüsse an: auch nttt anderen hessischen Verbraucherorganisationen sollen engere.Beziehungen ang^knüpft werden. ** Die Internationale Kriegsgefangenen- agcutur in Genf teilt inft: Gine sehr große Zahl der Brieft, die uns aus Teuffchland zugeschickt werden, fft immer noch vom Absender frankiert. Wir weisen von neuem darauf hin, daß die Internationale Kriegsgesangeirenagentur in allen Ländern Porto- fr ei heit genießt, en und Eichelhäher an. Dadurch sott die zu er- ivartende reiche V u ch e l m a ft u^n d Walnußernte in wettem Ilmfange erhalteil bleiben. Das Schutzgeld für die Eichhörnchen und Eichelhäher wurde auf 30 Pfg. das Stück erhöht. Auch für die Gemeindewaldungen ordnete das Ankt den Ah schlitz an mit der Maßgabe, daß jede zuverlässige Person, die des Waffen gebrauche kundig ist, eine kostenlose Mschußerlaubniskarte vom Kreisamt erhalten kann. Das Kreisamt weift daraus hin, datz Eichhörnchen und Eichelhäher eßbar sind und datz geeichtes Eichhörnchenfleisch ein sehr gutes Hrtttersuttcr gibt. ua. Nidda, 9. Aug. Pionier der Landwehr II Karl Eckhardt der Eisenbahnbetriebskomp. 24 ans Nidda erhielt das Hessische K r i e g s e h r e n z e i ch e n. )( Ortenberg, 8. August-. Stadtvorftel>er Friedrich Lenz wurde wegen seiner Tätigkeit in der Kriegsfürsorge des Kveis- ausschusses Büdingen nrit dem Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge ausgezeickmet. — Wegen hervorragender Betätigung des Zweigvereins Ortenberg vom! Roben Kreuz auf allen Gebieten der Kriegs- sürsorge. erhielt dessen Vorsitzender, Pfarrer Hermann Kahn, das Ehren zeick)en für Kriegs Verdienste am, Bande der Tapferkeits- med-arlle. 4- S chw ickartshausen, 8. August. Altbürgermeister SeUM, der bei Kriegsausbruch, trotz semes' hohen Alters noch einntal das im Kriege doppelt arbeitsreiche Amt des Bürgermeisters übernahm und bisher segensreich verwaltete, wurde vom Grotzherzog das Ehreuzeicheu für Kriegs Verdienste verliehen. Kreis Alsfeld. oz. Alsseld, 9. Aug. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde verliehen dem Leutnant Heinrichs aus Alsfeld. Kreis Lauterbach. la. Lauterbach, 9. August. Tie öfter.-nug. Tapferkeits- medaille erhielt Gefreiter Hans B ö nsel aus Blitzcnrod. Tie Hessische TapferÄntsmiedaille erhielt Musketier Karl K i m p e l, Heblvs (inzwischen gefallen). . Kreis Schotten. 8k. B o b e n h a u f c n II, 8. Aug. Dem Gefreiten Gustav S ch u ch a r d im Landsturm-Rgt. Nr. 20 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. ga. La ubach, 9. Aug. Nachdem drei Söhne des Zimmer, mannes Otto Schmidt, die seit der Mobilmachung im Felde sind, bereits das Eiserne Kreuz, die beiden ältesten auch die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten haben, wurde nun auch der jüngste Sohn, der seit Februar 1915 unter der Fahne ist, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. sk. U l r i ch st e i n , 8. Aug. Veterinär Otto M e i s k i hat zum Eisernen Kreta die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. — Georg Meis ki, der, kaum 18jährig, als Kriegsfreiwilliger in einein Dragoner-Regiment eintrat, erhielt die Hessische Tapserkeits- medaille und wurde zum Leutnant befördert. Kreis Friedberg. nt Friedberg. 9. Aug. Oberleutnant Schröder, Rechtsanwalt zu Friedberg, ist durch A.-K.-O. vom 2£. 7. 16 zum Hauptmann befördert worden. oa. Friedberg, 9. Aug. Dem Lazarett-Oberinspektor Noack vom Reservelazarett hier wurde das Großherzoglich Hessische Kriegsehrenzeichen verliehen. F, C. Bad-Nauheim, 9. Aug. Mehrere junge Mädchen sind auf dem hiesigen Postamt als Briefträger eingestellt. bz. Butzbach, 8. Aug. Der Vizeieldwebel Mar H erz- b e r g e r , ein Sohn von Johs. Herzberger hier, der als Kriegsfreiwilliger seit 1914 im Felde war und im Februar ds. Js. verwundet wurde, erhielt das Eiserne Kreuz. bz. Butzbach, 9. Aug. Der Ersatz-Reservist Heinr. Z ö v b aus Nieder-Weisel, dem im Mai ds. Js. die Hessische Tapferkeirs- denkmünze verliehen wurde, erhielt nun auch das Eiserne Kreuz. oa. B e: e n h e i m, 9. Aug. Dem Krankenträger Heinrich Braun, der seit Anfang des Krieges im Felde steht, wurde das Hessische Sanitätskreuz verlieben. oa. Holzhaufen, 9. Aug. Dem Sohn von Pfarrer Elotz, Leutnant der Reserve Oberlehrer A. Elotz, wurde das Eiserne Kreuz er st er Klasse verliehen. at. Ro-dheim v. d. H., 9. Aug. Julius Wehrheim. Sohn des Landwirts Balth. Karl. Wehrheim, welcher vor Verdun bei einem Landwehr-Jnfanterie-Regiment kämpft, erhielt auf seinen Geburtstag vom Großherzog die Hessische Tapserkeits- Medaille. — Aus der Wetterau, 9. August. Die neue Ernte an Korn ist ein gebracht. Soweit nicht allzu große Ängstlichkeit wegen wieder eintretender nasser Witterung ein verfrühtes Einfahren veranlaßte, Ufas nur in sehr vereinzelten Fällen geschah, so nruß als Ergebnis der Kornernte in unsrer gesegneten Wetterau gesagt werden, datz sie in jeder Beziehung als gut bezeichnet werden kann. Man befürchtete, daß infolge des langen Regens der Kern _ sehrs wasserhaltig sein werde und infolgedessen erst nach längerem Liegen ein Vennahlen vorgenommen werden könnte, doch hat es sich als Irrtum erwiesen, denn der Kern ist gut ausgereist, hart und mahl- fäHig, ein Nachtrvcknen in den Mühlen, was in manchen Jahren geschehen mußte, ist also unnötig. Auch dürste die Qualität det Körner durch das heiße Wetter noch bedeutend gewonnen haben. Es liegen bereits Druschergebnisse vor, denn schon seit einer Woche sind die Dreschmaschinen an der Arbeit. So wurden ausgedroschen von einem Morgen Roggen 7 1 / 2 Malter Frucht, was einen Mehrertrag gegnmber der Ernte 1914 von 20% bedeutet, ganz zu schweigen von der knappen Ernte des vergangenen Jahres. Der Stvohertrag ist doppelt so groß als der von 1915. Was vom Roggen gesagt^wurde, gilt auch von der Gerste, die ja bereits auch zum größter: Teile in den Scheunen sitzt, angenommen die Klee- gerstc, die längere Zeit im Freren sitzen rnuß. Sowohl Stroh- als auch Kenwrttäge nbertreffen die vorjährige Ernte um 1 / 5 bis V*. Der zwischen die Gerste gesäte Klee ist infolge der nassen Witterung sehr gewachsen und zeigt hier und da die Knöpfe, was den Futterwett des Strohes sehr erhöht. Gegenwärtig ist man am Schnitt des Weizens. Hiervon näheres über den Ertrag zu berichten, ist nicht gut möglich, da Probedrusche noch nicht stattgesunden haben. Soviel aber kann mit Bestimmtheit festgestellt lverden, daß die Weizenernte der vorjährigen mindestens gleichkonrmt, wenn sie diese nicht um ein Wesentliches Übettrifft. Don der Haferernte kann man mit Bestimmtheit behaupten, daß sic d»n doppelten Ertrag sowohl an Stroh wie auch an Körnern ergeben wird. Nur noch 2—3 Wochen gutes Ernte Wetter, dann wird eine Ernte geborgen sein, die die wieder aufgelebte Hoffnung unserer Feinde, uns auszuhungern, für das 3. Kriegsjahr zu schänden werden läßt. Starkenburg und Rheinhessen. --- Darmstadt, 8. Aug. Zur Abgabe an die Bevölkerung kaufte die Stadtverwaltung 8 0 000 E i u in a ch g u r k e u an. M. O f fe nb ach a. M.^7. fAug. Das hübsche alte Seligenstadt war heute früh der Scki.au platz eines verheerenden Brandes. Das Feuer, dessen Entstehunasursache noch nicht festgestellt werden konnte, erstreckte sich auf 4 Scheunen und 2 Wohnhäuser, die vollständig ein Raub der Flammen wurden. Leider wurden auch erhebliche Mengen der kaum geborgenen Frucht vernichtet. Bei der mächtigen Ausdehnung des Feuers erscheint es unbegreiflich, daß man erst ugr 1 / 2 IO Uhr die Offenback-er Feuerwehr alarmierte, zumal mau iah, datz sich die Ortswehr vergeblich abinühte, des Feuers Herr zu werden. Der Offenbacher Motorlöschzug, der in raseiwer Erle nach der Brandstelle eilte, nahm sofort den durch die ivinklige enge Bauatt deL alten Städtchens! äußerst erschwerten Katnps gegen das verheercnme Element crfolg- rettfi auf, und in 3h,. ständiger mühevoller Arbeit war dem Umsichgreifen des Feuers Einhalt getan. Um dem Brand wirksam begegnen Au können, hatte man 600 Meter Schlauchlinie und vier Strahlrohre in Tätigkeit gesetzt. Es kann ruhig behauptet werden, daß bei sofortiger Alarmierung der Offenbacher Wehr ein großer Teil der kostbaren Roggen- und Gerstenfrucht hätte gerettet werden können. Der Schaden ist beträchtlich. Kveis Wetzlar. ' Wa. Wetzlar, 8. August. Für das Vaterland sind gestorben: Leutnant der Reserve, Gettchtsassessor Wilhelm Petry, Inf.-- Reg. Nr. 49, Leutnant der Landwehr, Diplmw-Jngenienr und Prokurist, Hngio Brackebusch und Musketier Friedrich Dietrich, Jnf.-Regt Nr. 49, 12. Komp, aus Tiefenbach. — Mit dem Eisernen Kteaz II. .Äasse wurden ausgezeichnet: Gefr. Oehl, Jnf.-Regt. Nr. 183, Gesr. Wilhelm L 0 t h, Res.-Jnf.- Regt. Nr. 81 und Gesr. August Schmidt, Feld-Art.-Regt. 248, aus Burgsolms. — Mit der Hess. Tapserkeitsmedaille wurden ausgezeichnet: Unteroffizier der Reserve Albert S chuch bein: Fuße Art.-Regt. Nr. 3. Das Eiserne Kteuz besitzt cr schon. In seinem bürgerlichen Beruf ist er Beamter der Mitteldeutschen Creditbank in Wetzlar, Reservist Johs. Diehl, Jnf.-Regt. Nr. 99, aus Schwalbach, Fahrer Wilhelm Ebert, bei einer Fußi-Art.-Müni- tionskolonne, aus Oberquembach und Fritz P f a f f, Jnf.-Regt. Nr. 262, 3. Komp., aus Lsun. — Das von der Stadt erbetene und von der Militärverwaltung zngesagte Beutegeschütz ist am letzten Samstag Hierselbst emgettoffen. Es ist eine belgische Zwöls- zentimeter-Kanone aus der be: der Eroberung Antwerpens gemachten Beute. Das Geschütz hat einstweilen auf dem Buttermarkt vor der Hauptwache Ausstellung gesunden. Wa. Wetzlar, 9. 9lug. Für das Vaterland ist gestorben Musk. Heinrich Erb, Jnf.-Regt. Nr. 116, aus Niederbiel. Wa. EhringShausen, 9. Aug. Dem Dtzeseldwebel Karl S t r ö h m a n n von der 10. Kompagnie des Res.-Jnf.-Rgts. Nr. 81 wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Er ist ein Sohn des Gastwirts Ströhmann aus Ehrinqshausen. ra. Waldgirmes, 8. Aug. Am Sonntag wurde unter großer Beteiligung Küster A:tt>reas Schmidt beerdigt, welcher mit vorbildlicher Treue volle 27 Jahre unserer Kirchen gemeinde gedient hat. Hessen-Nassau. ra. Frohnhausen (Till), 8. Aug. Der Gefreite Eduard K a s p a r i int Jnf.-Regt. Nr. 221, Sohn des Bergmanns Heinrich Kaspari, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ra. Nenderoth, 8. Aug. Bürgermeister a. T. Schneider wurde das Verdienstkreuz in Gold verltchen. ][ Marburg, 9. Aug. Die Tatsache, daß kürzlich auf dem städtischen Viehmarktplatz eine größere Menge verdorbener Frü h kar t 0 ff el n, 'die einen unangenehmen Geruch verbreiteten, gereinigt )vurden, hatte zu allerhand Gerüchten Veranlassung gegeben. In der gestern abend abgehaltenen Stadtverordnetensitzung tont es deshalb zu einer längeren Aussprache. Es wurde fest ge stel lt, datz die Stadt bemüht gervesen war, dem fühlbaren Mangel an Kartoffeln Ende des vorigen Monats ahzu- helsen und der Reichskactoffelstelle in Berlin Mitteilung gemacht hatte. Die Folge war, daß ohne Bestellung vierzehn Waggons Frühkartoffeln ankamen, wovon zwei in. der oben geschilderten Verfassung waren. Infolge nicht vorauszuiehender Umstände, die vielleicht in der durch die Ferien- und Reisezeit bedingten Verminderung der 'Einwohnerzahl und dadurch, daß viele Bürger selbst Frühkartoffeln gezogen haben, ihre Erklärung finden, ließ, die Nachfrage nach Kartoffeln nach und so bestand die Gesalxr, daß auch von den übrigen zwölf Waggons Kartoffeln noch viele dem Verderben geweiht seien. Wie der Vertreter des Magistrats mitteilte, sind jedoch auswärtige Absatzgnellcn für die .Kartoffeln, die hier nicht abgenommen werden, erschlossen. Es wurde zugleich mitgeteilt, ßaß vorläufig seitens der Stadt keine Kartoffeln mehr bezogen werde::. da. B i e d e n k 0 v s, 9. Aug. Reservist Ludwig F i s ch b a ch aus Eckelshausen im Jnf.-Regt. 167 wurde mit dein Eisernen K r e u z ausgezeichnet. - Auf dein Unterseedampfer „D e n' t s ch - l a n d" befinde: sich anch ein Sohn unseres Kreises, der Dachdecker Wilh. Müller aus Hatsteld. — Frankfurt a. M., 9. Aug. Die Versorgung Frankfurts mit Kartoffeln bis zum 15. Avril 1917. dem Ende der ersten Versorgungsveriode, ist gesichert, indem die Reichskartoffelstelle den von der Stadt angeineldeten Bedarf voll 1 600 000 Zentnern zur Lieferung voll zugestaild. 'Als Lieserungsgebiet imrrde der Stadt die Provinz Heffeu-dtassnu zugeivieseil. rm. Frankfurt a. M., 9. Äug. Der Lehrgang, welchen der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung am 6. August in Frankfurt a. M. über „Erkennung und Verwertung der nu tzbareu Pilze" abhielt, war sehr gut besucht. Der Verband hat ein von dem Hauptredner der Tagung, Stadtschulmspektor Heuze, verfaßtes Flugblatc liber „Die Erkennung und Unterscheidung eßbarer Pilze" oit die Teilnehmer des Lehrganges verteilt. Dieses Flugblatt wird von der Gesckiästsstelle des Verbandes, Frankffirt a. M., Paulsplatz 10, auch an Nichtteilnehmer des Lehrganges, aus Anforderung in je einem Exemplar kostenlos versandt. Fc. Wiesbaden, 7. August. 14 000 Bände sind hier bei der letzten Reichsbuch Woche für die Feldgrauen ge- sanrmelt und zur Weiterbeförderung dem Rhein-Mainischeu- Verband firr Volksbildung in Frankfurt a. M. überwiesen worden. Wt. Weilburg, 9. Aug. Generalarzt Dr. E b e r tz bei der 33. Reserve-Division ivllrde mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse allsgezeichnet. — Hauptmann W i 11 c m e t vom Jnf.- Regt. Nr. 57 wurde zum Kominandeur der hiesigen Königs. Ullter- offizier-Vorschllle erilaintt. Der bisherige Kommandeur Major Hassel findet wieder im Felde Verwendung. Fc. Herborn, 7. Aug. Der Stadt wurde ein Beutegeschütz, eine belgische 12 Zentimeter-Kanone, überwiesen. Sie finbet am Kriegerdenkmal Aufstellung. ul. Limburg, 9. Aug. In eiuern Hallse im Eschhöferweg drangen nachts Diebe ein und stahlen dort in: unteren Stockwerk li. a. 50 Eier, einige Pflind Fleisch, Flaschen Wein und sonstiges. Die Täter wurden noch nicht ermittelt. --- Kassel, 7. Aug. Ernep Diebstahl, zu dem eine geradezu halsbrechettsche Arbeit erforderlich war, verübten Diebe in einer Fabrik der Leipziger Straße. Sie deckten in einer Nacht von sieben hohen Fabrikdächern die schweren Bleiplattenbeläge; der Dachfirste ab und entwendtten sie. — Höher gehts nimmer. — Kirchditmold, 8. Aug. Beereusuchende Frauen fanden im Walde ein frisch zugeschaufeltes Loch, in dein die Leiche eines Mannes vergraben lag. In der Nähe des Fundortes lagen blutbefleckte Handschuhe und Stiefel zerstreut umher. Vermutlich handelt es sich um einen Mord. — Melsungen. 9. Aug. Im nahen Röhrenfurth stehen sechs Söhne und ein Schwiegersohn des Straßenarbeiters Schanze im Felde. Der siebente lind jüngste Sohn rückt in den ilächsten Tagen ein. Von den sechs Söhnen wurde einer zum Leutnant, zwei wurden zu Unteroffizterei: und zwei zll Gefreiten befördert. Zwei Söhne sind Inhaber des Eiserlieu Kreuzes. ra. Aus Nassau, 9. Alig. Die Landwirtschaftskammer hat beschlossen, die von der 63eneralkommtssion in Kassel als Beihilfenempfänger in Vorschlag gebrachten Gemeinden auch von der Kammer zur Beihilkengewährung vorzuschlagen. Danach sollen gewährt werde::: der Gemeinde Neunkirchen 1000 Mk., Roßbach 500 Mk., Oberweidbach 800 Alk., Kruinbach 500 A!k., Hahn- stätten und Neesbach je 700 Mk. und Niederbrecheu 800 Mk. Fc. Aus bcm Mainthal, 9. August. Wiesen- und Klee- felber lieferten Heuer einen sehr reichlichen Heuerttag'. ber in der Häuvffache auch gut geborgen werden konnte. Hie und da hat er durch Verre'gtrung an Güte gelitten. Wintergerste ergab sehr gute Erträge. Der Winterrogger: ist überall geschnitten und teiliveise bereits gedroschen. Sein Erttag ist sehr gut Und nur vereinzelt w'urbe er. ein bis zwei Prozent, von ber Sanbwicke übettvuchert. ,Winter- imb Sommerweizen stehen gut. Sie haben sich von ber längere:: Regenperiobe rasch erholt. Gerste unb Hafer versprechen eine ausgez>eichnete Ernte, die bas Doppelte bis Dreifach' gegen das Vorjahr beträgt. Die Gerste ist schon größtenteils geschnitten und ihr Drusch erfolgt. Auch die Ernte des Hafers hat begonnen. Frühkartoffeln gibt es sehr reichlich, die dlussichte:: für bie Ernte der späteren Sorben sind günstige. Futter- und Zuckerrüben stehen hervorragend schön imb versprechen sehr gute Erttäge. ic. V 0 :n Rhein, 8. Aug. Der Kreis St. Goar hat verordnet, daß der Kreis seinen Butterbedarf selbst deckt, indem er alle Landwirte verpflichtet, von jeder Kuh, die wöchentlich 15 Liter Milch gibt, ein Pfund Butter abzuführen. Nach der vor- genommeuen Statistik ist der Butterbedarf dadurch im Kreise St. Goar völlig gedeckt. ra. Aus dem südlichen Hinterlandkreis, 6. Aug. Von den: breiten Lahnbecken der Gemeinden Waldgirmes und Naunheim bis zu dem herrlich gm Fuß des Dsünsbergs gekegenen Fellingshausen ist die Ernte flott im Gang. Ueißltge Schnitter und Schnitterinnen brechen immer größere Lücken in die überreifen Aehrenfelder. War schon der Konffchnitt recht befriedigend, «irm so mehr versprechen Weizen und Hafer hohe Erttäge. selbst aus geringeren Bodenarten zeigen sich kräftige Halme mit vollbesetzten Aehren und Rispen; die vielen Niederschläge haben Wunder gewirkt. 'FalV das günstige Erntewetter noch weiter fortbesteht, füllen sich bald wieder Scheunen und Speicher und der Aushungerungsplan unserer Feinde wird vollends zunichte. --- Aus dem Spessart, 7. Aug. Der augenblicklich bei seiner ^Familie auf Urlaub weileude Schlosser Joses König aus Boffbrunn ffel bei der Vornahme von Ausbesserungsarbeiten in einen 23 Meter tiefen Brunne:: und erttmtk. Der Verunglückte hinterläßt eine Witwe mit fünf Kindern. Er hatte monatelang vor Verdun mitgekämpff. Mchenü. Aeberficht derTodesfülle l -.Stadt Siche« 29. Woche. Vom 16. bis 22. Juli 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33 100 (inkl. 1600 Mann Militär) SterblichkeitSjlffer 25,13 °/ 0 v Nach Abzug von 8 Ortsfremden: 12,56 °/ ort . ES starben an Zus. Erwachsene Kmder tm l.LebrnS- vom 2. bil 1abr Kahr Angeborener Lebensschwäche 1 — 1 — Altersschwache 2 2 — — Wundstarrkrampf itt) — — 1(1) Tuberkulose 3(3) 2(2) — 1 (1) Herzkrankheiten 8(2) 2(1) — 1(1 Darmverschluß 1(1) KD — Nierenleiden 1 1 — — Krebs 1 1 — — Verunglückung 2 2 — — Mittelohreiterung 1(1) KD — — Summa: 16 (8) 12(5) 1 3(3) Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großb. Kreisgesundheitsaints Gießen. I. V.: Dr. Scheu ck. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdien ft, Gießen.' Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 10. Aug. 1916 Heiter, trocken, tagsüber warm. Letzte Nachrichten. Deutschlands Ucbergewicht an Kriegsmaterial. Basel, 9. Aug. Der Pattser 5borrcspvndent der „Baslek Nachrcchten" komm: auf die Rück- und Ausblicke der französischen Presse anläßlich des Absckstusses der z-wei Kriegsjahre zu sprechen und schreibt, der Rückbltck sc: für die Entente und besouders für Frankreich nicht so erfreulich !vie für Deuffchland und seine Verbündeten. Kaiser Wühelm habe :n seinem Schreibe:: an den Reichskanzler davon gesprochen, daß die Hoffnung der F-eindc, Deutschland in der Herstellung der Kriegsmittel zu überflügeln, zu schänden werde. Damit sei das große Geheimnis der deutsche:: Erfolge und zugleich der vorjährigen französischen und dann der russischen Niederlagen von berufenster Sette ausgesprochen. Deutschland habe ein unerhörtes Ucbergewicht an Kricgsmitteln. Die hauptsächlichsten Kriegsziele Deutschlands seien erreicht. Es werde keinen unentschiedenen Krieg geben. Das Gegenteil zu erwarten, sei eine Illusion, die man sich dem Kopfe schlagen müsse, wenn man nicht schveren Enttäuschungen cntgegengehen wolle. Ein Ende ohne E::tscheidung sei nicht möglich und die Entscheidung iverde große Veränderungen in Europa bttngen. Englands Herrschaft in Norwegen. Kristiania, 9. August. Tie Engländer verlangen, wie säwn gemeldet, strengste Garantien bei der Lieferung von Kohlen und F i s ch e r e i g e r ä t e n , daß diese nicht an Deulsch- land weiterverkauft werden. Jetzt nrüssen sich die Besitzer von Fischdampfer::. die au dem Jslandscutg teilnetzmen, verpflichten, den gesamten Fang an England zu den: unglaublich niedrigen Höchstpreis von 45 Kronen pro Tonne zu verkanten. Ter erste norwegische Fischdampser ist heute aus Island in Bergen mit 600 Tonnen angekonnnen. Er erhielt von dem dottigen Vertteter der britischen Regierung den Bescheid, 45 Kronen sei ein zu hoher Preis: er weigere sich die Ladung abzuuehme::, verbiete dem E:gca:tümer jedoch, sie anderweitig zu verkaufen. Die Fischer lvandten sich nunmehr an die englische Regierung mit der Erklärung, daß die jetztgen Zustände unhaltbar seien. Die Aufnahnre der Heeresberichte in Petersburg. Stockholm, 9. Aug. Für die ittltzerst gedrückte Stimmung in der Hauptstadt ist eine Verfügung des Petersburger Kommandanten charakteristisch, der pattiottsche Manifestationen organisiert und vorschreibt, daß die Berichte der Heeresleitu:^ sofort nach Erscheinen in alle:: Kaffees deutlich sichtbar aufgelßrngt und in den späteren Abendstunden in den Theatern durch die Schauspieler vorgelcffen werden, ,cha:n:t die allzu vergnügungssüchttgen Bürger sich über die Großtaten unserer Armee klar iverden unb sich die Teilnahme in den gegenwättig durchlebten Ereignissen vertiefe". Die Blätter benchten, datz anschließend an die Bekanntgabe des Heeresbettchtes Kundgebungen spontaner Begeisterung folgen, jedoch zum Schvecken aller Kaffve- hausbesitzer, da die Gäste meist ohne Beznhlung fortstürzen; eine echt russische Aeußerung des Patttotismus. — Die offiziösen Kommentare der Blätter zu den^ kttegerischen Ope- rattone:: der letzten Zeit sind äußettt knapp. Sie besagen, daß die Verbündeten am Stochod dauernd ttäfttge Angriffe vornehmen. Die Offensive wechsele auf der ganzen, Front südlich des Pripiet mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit. Sic zwinge die Russen, überall auf 'ihrer langer: Front starke .Kräfte bereit zu halten. Dev Sonderberichterstatter der „Rjetfch" meldet vom Stochod: Die Deutschen befolge:: unbeirrt ihre taktische Vttthode auch be: der russischen Offensive, die dahin gelst, der: Gfc&m- in der Flanke zu fassen und dadurch seine Offensivkvaft zu lähmen. Die Deutscher: lehrer: die neue Takttk der aktiven Defensive. Jnsolgedesser: erhalten die Russen niemals ein klares Utteil über die strategffche Stellung. _ HSMBPF 5adenschkuß Der UTanufaktur* und Kurzn?aren=0efd)äfte abenbs um 7 llfjr vom 9 . Fiuguft ad. nicrtiirct] teilen mir Der »ercljriidjen Kunbfcfiaft zur gefälligen Kenntnisnahme mit, daß in einer am 7 . fluguft [tattgefunbenen i itglieber=Derfammlunfj ber T[Ianufaktur= und Kurzroareni?rand)e von einer großen flnzal)! dieser Firmen beschlossen worden >st- oorlSusig für die Monate fluguft und September abeobs um 7 Uhr bie Sefchäste zu schiießen. Ausgenommen hiervon find die Samstage, an denen die Läden um S Uhr geschloffen werden. Verein ber DetaHHftcn zu Sieben (C. y.) Oesiern verschied naeh kurzem schweren Beiden, unerwartet Fräulein lluise Vogt was ich Verwandten und Bekannten tiefbetrübt hierdurch mitteile. Wilh. Wallenfels. Gießen, 9. August 1916. „,° Todes-Anzeige Gestern starb nach schwerem Leiden, das er sich bei den Känipfen für das Vaterland zugezogen hatte, unser innigst- geliebter Vater, Bruder, Onkel, Schwiegervater und Großvater der Grossh. Werkmeister i. P. Gustav Feyh Feldwebelleatnnnt ira Landstarm-Bataillon Gießen Inhaber des Eisernen Krenaes II. Klasse q. der Hessischen Taiiferkeitsmeduille im Alter von 61 Jahren. In tiefer Trauer: Elfrflede Heamiiller, geb. Feyh [5708 Reinhard Feyh Aogust Heuniiiller, Telegraphenbauführer zugleich ian Samen der übrigen FSintterblietfenesa. Lauterbach (Hessen), Gießen, Darmstadt, den 8. August 1916. D *i e rS eerdigu ?” fi T ndefc am Donnerstag, den 10. August, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Gießen aus statt. JUNKER RUH GAjKOCH HERDER 1 Heute^ morgen wurde uns unsere liebe Schwester Schwägerin und Tante Fräulein Luise Vogt unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 68 Jahren durch den Tod entrissen. Die trauernd Hinterbliebenen: Familie J. Klingeihoffer Familie Gg. Vogt Familie Ludw. Vogt, Giessen (Asterweg 26), Keddinghausen, Darmstadt, den 8. August 1916.’ Di« Beerdigung findet Freitag, den 11. August, nach- mittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof statt. - Am 7. August 1916 starb in der Ohrenklinik infolge eines Kopfleidens, welches er sich im Felde zugezogen hatte, der Feldwebel-Leutnant Herr Gustaf Feyh Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. u. d. Hess. Tapf.-Med. im Alter von 61 Jahren, Aus dem Felde im Dezember 1914 zurückgekehrfc, hat der Verstorbene dem Bataillon bis zu seinem Tode angehört und sich stets durch grossen Diensteifer und Pflichttreue ausgezeichnet. Das Offizier-Korps des Bataillons wird dem Verschiedenen ein treues Gedenken bewahren. Simons Major und Kommandeur des 1. Landsturm - Infanterie- Ersatz-Bataillons Giessen (XVIII. 32). 5707D Gasherde cinflammig u. mehrflammig sowie Oa&sbraitöfen in bester Ausführung und in allen Grössen empfiehlt zu billigen Preisen [1764 EdgarBorrmann Eisenhandlg.. Neustadt 11 Hühneraugen und Hornhaut verschwinden bald nach Gebrauch von l 4799 Karns Hühner auyonmittel. Central - Drogerie, Schulstr. AmmöMMung v.M.LkiTLW-Wns (am Bahnhof.) empfiehlt sein Lager in prima gebrauchte Weinfäffer.Neue Jauchefästcr aus Lärchen- und Kiefernholz. Wasch» Maschinen neuestes System zu 30 Mark. Waschbiitten und .ihiOcr. (5658 Nutz-».Seefische OeffentncflerDortrag 5 ept?fteugrge[eh und K rieqsfteuerqgjefo in ihrer prak tifdien flrnpenbunq pon Regierungsrat Bü cT- Dyffelbprf am Donnerstag, 10. fluguft, nachmittags 5% Uhr im Hotel „örohherzog von Hessen" zu Sichen !J. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. iS Militäranwärter-verein Gießen. Unser Kamerad ist am Molt tag, den 7. August 1916 au deu 9 der FeldzugSteilnahme mi 61. Lebensjahre^ in der Ohrenklinik gestorben. Beerdigung am Donnerstag, 10. August 1916, uachmutags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof. Papier-Bindfaden in allen Stärken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen Xäsuo präparieH, empfiehlt zum biitigsteu Tagespreis 1 Indwig Lazarus rm St ÄaScrweg Sk. 011178 Der Vorstand. 5657D hierzu laben ein: Handelskammer Dillenburg, fianbelskamrner rriebberg, tjandelskammei' WePjlar, fjanbelsftammer 6iehen, kaufmännische,- Derein Siesfen, verein der vetaiiüsten zu Siehen Lule kniend Heute Mittwoch. 8 Dhr: Familien-Konzert Fcttsreieö Waschpulver, schäamemiu. rein., i.O.ual.v. dem jetzt i. Berk. gebr. wohl d. Beste. Alentners.30M.. 10Psd. Postv. franko 4.80M. Kskliv- WrrsLhvt. für Handm, Küche, Haush..Fabriken u.Kantinen, Kiste, 100St. 9 Mir.. Postpaket 24 St. 3 Wk. Pntz- n. Schoner- pnlver, Blitzblank ‘ ,y Putzen v. Metall und Holz. z. Waschen grob. 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